1913 / 39 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Bekämpfung der Pflanzen- und Tierkrankheiten zum Ælgemein- gut unserer Millionen landwirtshaftliher Betriebe, insbefondere der kleinbäuerlihen Betriebe zu machen. Hierzu ersheint neben den höheren und niedrigen Lehranstalten auch die Ginführung landwirt- schaftlicher Wanderkurse mehr als bisher erforderlich.

Gleichbedeutend mit Produktionssteigerung ist die bessere Kon- servierung der Grnte. Zu dem Zwede sind Allestrockner auf- P geeignet zur Trockaung von Kartoffeln, Kartoffelkraut und

übenblättern, aber auch von Getreide. Die Trocknung von Ge - treide in Stroh bleibt eine zu lösende Aufgabe.

Angesichts der immer größer werdenden Verantwortung der deut- schen Landwirtschaft für eine möglichst selbständige Ernährung unseres Volkes ijt von den landwirtshaftlihen Körperschaften in erhöhtem Maße auf eine Steigerung niht nur der NReinerträge, sondern namentlih au der Roh erträge aller landwirtshaftlißen Betriebe, d. h. auf eine möglidst intensive (die Gesamterzeugung von Lebensmitteln steiger nde) Betriebsweise au in unseren bäuer - lihen Betrieben hinzuwirken.

_Da die Technik der Umwandlung von Moor- und Heideland in fruchtbares Ackerland und ertragreihe Wiesen und Weiden völlig gelöst ist, handelt es sich hierbei nur noch darum, unter Aufwendung ausreichender staatliher, fommunaler oder privater Mittel die Tren und Besiedlung dieser nah Millionen Hektar zählenden Ländereien beschleunigt durchzuführen.

Aber auh auf der bisherigen Kulturflächhe ist in den

Gebieten, welhe unter Abnahme der Landbevölkerung und unter Mangel an einheimis{en Arbeitskräften leiden, aus landwoirtschaftlichen, volkswirtschaftlihen und politishen Gründen die planmäßige An- fiedlung von selbständigen Landwirten dringend geboten mit dem Ziel, eine gesunde Mischung von kleinen, mittleren und großen Gütern herbeizuführen. ___ Diese innere Kolonisation sowohl auf kuitiviertem Neuland wie auf altem Kulturland follte möglihst im nähstea Menschenalter durhgeführt werden, weil später in dem noch weiter fortgeschrittenen JIndustrie- und Handelsflaat die dazu notwendigen und tauglichen Menschenkräfte voraussihtlih fehlen werden.

Der Deutsche Landwirtschaftsrat bittet den Herrn Reichskanzler, zum Ausbau der mit zunehmendem Erfolg angebahnten ck- wanderung, die als ein außerordenilich wihtlges Mittel zur Lösung der Landarbeiterfrage anzusehen ist, dadurch beitragen zu wollen, daß dem Fürsorgeverein für deutsche Rückwanderer zu Berlin aus Neichsmitteln namhafte finanzielle Beihilfen gewährt und seine aid ciror lin im In- und Ausland durch die Reichsbehörden gefördert werden.“

Zum SBY erstattete Professor Dr. Honcamp-Nostock den Bericht der Versuchskommission des Landwirtischaftsrats über die in der Ausführung begriffenen und die geplanten Versuche und der deutsche land virtshaftlihe Sachverständige für Skandinavien Dr. Frost ein ausführlihes Referat über die Entwicklung der Nindviehzuht in Dänemark und Schweden.

Bei dem am Abend im Hotel Adlon veranstalteten Festessen des Deutschen Landwirtschäftsrats hielt der Retchskanzler, Präsident des Staatsministeriums Dr. von Bethmann Hollweg eine An- sprache, die „W. T. B.“ zufolge lautete :

„Meine hochverehrten Herren! Shres zweiten Herrn Vorsitzenden bin sicher, im Namen aller Gäste sprehen zu können mit herzlihem Dank. Ich bin der ltieben8würdigen Etn- ladung zu Ihrem heutigen Festmahl mit Freuden gefolgt. Freilich, neben der Ernte wie soll ich sie qualifizieren? für den guten Landwirt ist es ein heikles Ding, zu sagen, wie die Ernte gewesen ist ih möchte sagen, neben der guten Ernte hat uns das Jahr selbst auch einige Möinungsber\(biedenbeiten gebracht. Ich weiß, die Herren Landwirte billigen nicht alles, was ich in leßter Zeit auf volkswirtschaftlihein Gebiete veranlaßt habe. Troß- dem müssen Sie mir U, daß ih gern zu Ihnen komme, und daß ich mich wohl bei Ihnen fühle. In Ihrer Einladung sehe ih ein Zeichen, daß es nur Ueberzeugung ist, was uns in den Fällen trennt, wo wir einmal glauben, verschiedene Wege gehen zu müssen. Meine Herren, wir haben die Ernte des leßten Jahres in Frieden bergen können, und ih lebe der Hoffnung, daß der deutsche Landmann auch fürderhin ungestört seiner Arbeit wird nah- ne können. Das Friedensbedürfnis, das, wie ich glaube, alle

roßmächte beseelt, und das uns hoffentlich auch über die Balkan- krise hinweghelfen wird, hat seine gesundeste Grundlage in dem überall lebendigen Bedürfnis, die Kräfte der Nationen in immer fortschreitender Arbeit zu entwideln. In welchem Maße die deutsche Landwirtschaft darauf angewiesen ist, immer mehr zu {afen und zu produzieren, um ihren Plaß im Volksganzen auszufüllen, das

Die freuntli@Æe Begrüßung erwidere ich und ih

wissen Sie selbst am besten. Das haben uns die lezten Jahre, und das haben uns die Verhandlungen von heute vormittag eindringlich gelehrt. Ich bitte den Deutschen Landwirt schaftsrat, wie bish:r, fo auch fernerhin diese Entwicklung kräftig zu fördern. Ich hoffe, daß ih in der großen Frage der inneren Kolonisation im Deutschen Landwirtschastsrat immer einen treuen und starken Bundesgenossen haben werde. Metne Herren! In dem Jahre, das. wir begonnen haben, wird es fein Fest und keine Feier geben, in die nicht die Hundertjahr-Erinnerungen hinüberklingen. Lassen Sie uns als Bestes davon den Opfermut festhalt:n, der 1813 unsere Väter er- füllte. Wir werden tin diesem Jahre unsere Nüstungen zu Lande verstärken müssen. QDaria sind alle verantwortlichen Stellen, das will ih hier hervorheben, etnes Sinnes. Und das Volk, wenn ich es recht verstehe, will, daß, wer wehrfähig ist, auß Soldat wird. Neih und Staat, Haus und Hof sind uns mit allem, was sie an Hab und Gut für Seele und Leib umschließen, zu heilig, als daß wir sie niht mit den äußecsten Mitteln gegen Krieg und Kriegsgefahr zu sichern und zu verteidigen entschlossen wären. Darin ist, davon bin ih überzeugt, die Nation einig und wird es auch bleiben, wenn wir im Reichstag um Ostern wird es sein die Vorlagen verhandeln. Aber Opfer wird es kosten. Gott hat dem deutswen Volk eine Stelle auf dem Erdball angewiesen und unsere Geschide so gefügt, daß Opfer, große Opfer unser {weres Erbteil find. Sie willig zu bringen, sei unser Stolz, Sie, meine Herren, und ich darf mich zu Ihnen renen, find als Landwirte mit dem Boden der Heimat besonders eng verwachsen; aus diesem Heimatéboden sprießt ntt nur das Korn, das uns nährt, fondern aus ihm follen sich immer aufs neue der Fleiß und die Zähigkett, die Genügfamkeit und die Zuversicht verjüngen, die im Wechsel von Jahrzehnten und Fah-rhunderten unsere Väter und Urväter im Schweiße thres Angesichts im Saatkorn in thn eingesät haben. Halten Sie diese Güter auch fernerhin in fürsorgliher Obhut, dann wird der Boden, auf dem wir stehen, niemals wanken. Daß sich dies bewahrheiten möge, darauf erhebe ih mein Glas mit dem Rufe: „Die deutsGe Land- wirtschaft, sie lebe hoh, hoch, hoch!“

Theater und Musik,

Im Königlihen Schauspielhause wtrd morgen, Frettag, Erckmann-Chatrians Sittengemälde aus dem Elsaß „Freund Fritz“ aufgesührt. Die Beseßung lautet: Friß Holm: Herr Clewing; Nabbi Sichel : Herr Pohl; #Friedrih: Herr BoUmer; Susel: Fräulein Thimig ; Chaterine: Frau Bute.

Das Sqhiller theater bereitet jet zwet neue Aufführungen vor: das vieraktige Schauspiel „Der Andere“ von Paul Lindau und zur Hebbel-Feier die fünfaktige Tragödie „Gyges und sein Ning“. Die erste Aufführung beider Werke ist für die nächste Woche in Aus- sicht genommen.

Im Lessingtheater wird in Abänderung des Spkelplans am Sonntag, den 16. d. M., Abends „Nose Bernd“, mit Else Lehmann in der Titelrolle, aufgeführt.

Die diesjährige Aufnabßmeprüfung für die Marie See- bach-Schule des Königlichen Schauspielhauses zu Berlin findet am 9. März statt. Die Marie Seebachß-Schule gewährt her- vorragend begabten Damen und Herren im Alter von 17 bis 21 Jahren unentgeltlihe Ausbildung zum Schauspielerberufe. Anmeldun gen sind bis zum 20. Februar an das Kuratorium der Marie Seebach- Squle des Köntglihen Schauspielhauses zu Berlin zu richten.

Die Berliner Liedertafel veranstaltet am Donnerstag, den 27. d. M., in der Philharmonie unter der Leitung ihres Chormeisters Max Wiedemann ihr 3. Winterkonzert. Die Konzertisängerin Frau Klara Sentus-Erler und der Kammersänger Feltx Sentus wirken als Solisten mit. Von den Chören von Vittoria, Grieg, Hegar, Sekles, Schubert, Wustandt, sind mehrere für Berlin neu. In Erinnerung an den 70. Geburtstag des Bereinsgründers, des Ehrenchormeisters Adolf Zander (16. Januar) sind auch vier Zandershe Chöre bezw. Bearbeitungen aufs Programm geseßt.

Mannigfaltiges. Berlin, 18. Februar 19183.

Amtlich wird gemeldet: Gestern mittag gegen 12 Uhr 10 Min. fuhr die von Stadikyll kommende Lehrfahrt 9677 bei der Einfahrt in Bahnhof Jünkerath auf eine Nangierlokomotive. Schwer verleyt wurde der Hilfsheizer der Nangierlokomotive, vier Eisenbahnbedienstete erlitten leihtere Verlezgungen. Der Sachschaden ist ziemli erheblich. Der Betrieb “wurde nur un- erheblich gestört. Die Schuldfrage ist noch nit geklärt.

E D S E E N ATODS E TE T DRES TENE

Der Mitteleuropäishe Motorwagenverein E. V H anstaltet Dienstag, den 18. d. M., Abends 8 Uhr, im Künstler hause (Bellevuestraße 3) einen Vortragsabend; Dr.-Ing. @ ‘7; Büchner, Regierungsrat im Kaiserlichen Patentamt, „Benzol und Vergaser“ sprechen.

Cöln, 12. Februar. (W. T. B.) Das Luft\chiff P. 1, 3- das heute früh 84 Uhr in Gotha zur Weiterfahrt nah Cöln auf: gestiegen war, ist nach knapp vierstündiger Fahrt um 123 Uhr vor der Halle in Cöln gelandet. Die Fahrt ging bei leichten Süd, und nordöstlichen Winden in großen Höhen über dihiem Nebel nah dem Kompaß. Außer einigen Bergspizen waren keine Landmarken zut E Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug rund 80 km in der Stunde.

Bernburg, 13. Februar. (W. T. B.) Auf dem Sha ht „Erbprinz“ bei Aderstedt wurden dur hernicdergehendes Gestein sieben Bergleute zum Teil shwer verleßt.

Straßburg, 12. Februar. (W. T. B.) Am Montag hat hier eine Zusammenkunft des Arbeitsaus\{usses für den für Juli 1913 beabsichtigten Wasserflugzeugwettbewerb am Boden. see stattgefunden, und zwar zunächst mit Vertretern des Veretng deutsher Motorfahrzeugindustrieller. Jn der Sißung wurden die Ausschreibungen für den Wasserflugzeugwettbewe:b, der vorauz. sihtlich vom 8. bis 13. Juli stattfinden foll, festgeseßt, Namhafte Preise im Gefamtbetrage von 100000 # steben f den Wettbewerb zur Verfügung, davon 70000 6 für den Großen Preis vom Bodensee. Die Zuverlässigkeits- und Geschwindigkeits- prüfung erfolgt über eine Strecke von 200 km, das ist eine zwei: malige Umrundung des Bodensees. Nennenswerte Geldpreise werden auch auszeseßt für hervorragende einschlägige Einzelheiten der Bauart, zum Beispiel für eine Gestaltung der Schwimmer, für Anwerf vorrihtungen, Aufzugsvorrichtungen, für Fahrgestelle usw.

Wien, 12. Februar. (W. T. B.) Das Verhör des Mörders des Abgeordneten Shuhmeier (vgl. Nr. 38 d. Bl.) hat er- geben, daß die Tat wohlüberlegt war. Kunschak wollte den Anschlag während der Versammlung in Stockerau aueführen, versäumte aber in Korneuburg den Anschluß; er wartete deshalb dort den Zug ab, mit dem Schuhmeier nah Wien zurücckfuhr. Auf dem Nordwest bahnhof gab dann Kunschak den Schuß gegen Schuhmeier auf fünf Sch{ritt Entfernung ab. Um die Wirkung schrecklicher zu ge- stalten, hatte Kunshak das Geshcß nuach Art der Dumdumgeschosse eingekerbi. Jnfolgedessen war auch der Kopf Schuhmeiers so zer- \Minettert und die Leiche derartig entstellt, daß die Erkennung des Ermordeten amtlich erst durch den Abgeortnetenaus8weis erfolgen konnte. ie Beerdigung wird wahrscheinlich am Sonnabend stait. finden; während der Leichenfeicc wird allgemein Arbcitzruhe herrs{en.

London, 13. Februar. (W. T. B.) Die deutsch-en glische A usstel lung wird im Mai im Kristallpalast eröffaet. Unter den Förderern der Ausstellung befinden sh der Herzog von Argyll, Lord Lonsdale und Lord Plymouth. Das Unternehmen wird ven der Londoner Handelskammer unteistüßt, die den Ausstellungsaus\chuß, und zwar unter dem Vorsiß Sir Albert Nollitts ernennen wird.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Berlin, 13. Februar. (W. T. B.) Nach einer Meldung des deutschen Gesandten in Mexiko sind bei den Kämpfen in der Hauptstadt keine Verluste an deutschem Leben zu beklagen,

Sofia, 183. Februar. (Meldung der „Agence Bulgare“,) Die Beschießung Adrianopels dauert fort. Die türkishen Ausfallversuhe am 10. und 11. Februar sind unter großen Verlusten, die mehr als 1000 Mann betrugen, zurückgewiesen worden. Vor Tschataldscha Und Bulair il die Lage Unverändert: Die gane Küste von Silivri bis Bulair befindet * sich in den Händen der Bulgaren. Auf dieser Linie unternahm der Feind gestern nihts. Die bulgarischen Truppen behaupten energish ihre Stellungen.

(Fortseßung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

SETETES S H E T E E E R ESFEE.

Theater. Königliche Schauspiele. Freitag: Opernhaus. Mittags 12 Uhr: Sym- mee, (Programm wie am bend.) Abends 7x Uhr: VI. Sym- Þhoniekfonzert der Königlichen Kapelle zum Besten ihres Witwen- und Waisen- fonds. Dirigent: Herr Generalmusik- direktor Dr. Richard Stcauß. Schauspielhaus. 44. Abonnementsvor- \tellung. Freund Frigz. Ländliches Sittengemälde in dret Akten von Erck- mann - Chatrian. Jn Szene geseßt von Herrn Negisseur Patry. Anfang 74 Uhr. Sonnabend: Opernhaus. 44. Abonne- mentsvorstellung. Dienst- und Freipläße find aufgehoben. Die Hugenotten. Große Oper in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer. Text nah dem Französischen des Eugòène Scribe, überseßt von Ignaz Castelli. Anfang 7F Uhr. Schauspielhaus. 45. Abonnementsyor- stellung. Dtensle und Berich find auf-

Montag zauber.

Straße. Freitag, Brand. Drama in Henrik Ibsen.

Lessingtheater. 8 Uhr: Hedda Gabler.

tion: gehoben. Göß von Berlichingen mit straße 104—104 a.)

der cisernen Hand. Schauspiel in

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Nofinen. Abends: Filmzaubev. und folgende Tage:

Theater in der Königgräßer Abends fünf Akten

Sonnabend und Montag: Brand. Sonntag: Die fünf Frankfurter.

Freitag, Schausptel in vier Akten von Henrik Ibsen. Sonnabend: Das Prinzip. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Nosen- montag. Abends: Rose Bernd.

Deutsches Schauspielhaus. (Direk- Adolf Lany. NW. 7, Friedrich- Freitag,

S860 Stunden. Gesangsposse in 7 Bildern von H. Salingró. Musik von G. Lehn- hardt.

Sonnabend: Uxiel Ucosta.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Abends: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. 74 Uhr: M Oa

von] Deutsches Opernhaus. lottenburg, Bis8marck - Straße Direktion: Georg Hartmann.) Abends 8 Uhr: Tiefland. | Sonnabend: Der Waffenschmied. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Fidelio. Abends: Eugen Onegin. (Xenia Dorliac als Gast.) Montag: Fidelio.

Grefe

Film- Freitag,

pon Hahn:

(Char- (1. Akt).

34—37. iFreitag,

Äbends

8 Uhr: T drei Akten : e P. Veber. MontisOperettentheater.(Srüher: Sora Neues Theater.) Freitag, Abends 8 Uhr: Der liebe Augustin. Operette in drei Akten von Leo Fall. Sonnabend und folgende Tage: Dex liebe

Übends | Augustin.

Lullspielhaus, Abends 8} Schwank in drei Akten von Leo Walther Stein und Ludwig Heller. :

Sonnabend, Nahmittags 3 Uhr: Erste Schüleraufführung der Neuen Opernschule Marimilian Der Barbier von Carmen (2. Ak). Abends: Mazjolika.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: 2X 2 = 5, Abends: Majolika. 75 Montag und folgende Tage: Majolika.

Residenztheater. Die (Madame la Présidente.) SGwanfk in von

Sonnabend und folgende Tage: L / : Frau Präfsidventiu. E B A T E LOI A Be

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Schlafwageukontrolleur.

Freitag, Abends

2. Abonnementskouzert der Dir.: Prof. Georg

Singakademie. (S UND : Singakademie. Schumaun.

Beethoven-Saal. Freitag, Abends 8 Uhr: Liederabead von Auna Graeve. Am Klavier: Eduard Vehm.

(Friedrichstraße 236.) Uhr: Majolika.

Mary Sevilla

Morris und

Zirkus Schumann. Freitag, Abends Uhr: Große Galavorstellung. Nustreten sämtlicher Spezialitäten Zum S(hluß: Der unsihtbare

Meusch!? Vier Bilder aus Indien. Akendds

Zirkus Busch. Freitag, ¡7 Uhr: Grofe Galavorsteilung, Zum Sthluß: Die große Prunk pantomime: „Sevilla“.

Freitag, Abends

Frau Präsidentin. und

Die

M. Hennequin

Der E t Familiennachrichten. Verlobt: Frl. Minnie Giebeler mi! Hrn. Staatsanwalt Friedrich Schneide

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußishen Staatsanzeiger.

M 39.

e ———— I

o S. E v D N A e O e

Berlin, Donnerstag, den 13. Februa

_ Amísißes.

Deutsches Reich,

Vetrieb der Zuckerfabriken des deutscheu Zollgebiets

im Monat Januar 1913 und in der Zeit vom 1. September 1912 bis 31. Januar 1913.

I. Es sind verarbeitet worden : Zuderabläufe Hiervon wurden

Zeitabschnitt, __entzuäert mittels

auf welchen die Betriebsergebnisse sich beziehen

Vers A im zucker | ganzen | der | der | der

Rohe Nüben

Noh- zuer

Nohzucker aller

Art

ürfelzucker

|Ds- | Aus- | Stron- ¡mose| shei- | tian-

| | dung |verfahren | |

Stangen- und

T W

Kristallzucker

| granulierter

| _Zucker Brotzucker Platten-,

| (als Einwurf usw.)

S Lein 1) Nübenzudckerfabriken. T | l 178 680] 55 622| 83028| D PRR 9 FPRE 1 9o0EE 1141 r ) N A S | 65 9606 | V9 00 »j 22855411 4 (D1 8641 98] 1010) 130 709 278 895! j \ | | | | | |

| |

5 494 082 160687902

418 935

Sm Januar 1915 G07 r.Q 970 584

In den Vormonaten Zusammen in der Zeit vom 1. September | 10192 618: 31, Sas | | | nuar 19153 166181984l 1 389 519 ou

47 1753| 100 859]

379 7541|

299 444!

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“B L 1011119 ( A, PTrRN 9M Qo L A H : | | Dagegen 1911/12 , 190 605 6] 1 399998 46 052 12 869 974] 573 099| 184 025|

2) Zuderraffinerien.

848] 132 074| 262 989/ 15 481!

l 330 645 13 2989| 437 896| 788 220| 48 506

Sm Januar 1913 . 4111 784

Gn den Vormonaten Zusammen in der Zeit vom 1. September 1912 bis 31. Jas-

nuar 19153

79 669 B02

92923 090 614 028

9 442 4291 39 23: : 3 8371 569 9701 051 209 9 969 806 1 045 93) Melasseentzuckerungs8anstalten. 4 5771 80 530| 6 635| EETTOL 237 427 [7 969)

338 441! 837 118

617 947

63 987

Anr 1( 11/1 Dagegen 1911/12

302 813

6599 262! 58 397| 346 836 [14 652 370 351

7 990 i O

29 759

[ 660 5 991

[98 645] - 677 240

Sm Januar 1913. f In den Vormonaten Zusammen inder Zeit vom 1. September 1912 bis 31. Fa-

L 1910

nuar s [911/12 j L 1 s

198 645 677 240

16 148! 50 907

485 003 S75 3885|

416 675) 8297} 877 348

15 687 67 055

63 719

95 Aar O(.UDD

311 957|

24 604 305 582 |

agegen 13 081 t D0:095|

ZucCerfabrilken überhaupt (1 bts 3).

198 645| 98 645] 1184 105] 268 226| 352 652| 15481| 134 178 )

5) 494 082 740 806 J D! ( 240/22 869 51011 421 187/11 087 549| 48 506| 419240

160687902

U anat 1913.

In den Vormonaten

Zufammen in der Zeit vom 1. September 1912 D601 Sas,

¿ay 1012 ntiar 1913

340 097 943 830

166181984] 7 316 951 57480191 116 ) 923 206

IIL. Gesamte Herstellung für die Zeit vom 1. September 1912 bis 3

VOO 491 - O DOOI 09 0909124 053 61511 689 4131 440 201 63 9871 553 4181 283 927

90 605 756 1 y D (O6 967 110

16 052

Nanonror i Q 1 n V4 A Zit did Ó g e Vagegen 1911/12 (348112 887 7001 181 4914| 870880| 58 397| 499 700

E L A N E R I C00 -, E S S : S f Bei dieser Berechnung ¡ind die unker T angegebenen Einwurfzucker in Abzug gebracht und die Verbrau(zzucker im Verhältnis von 1) Berichtigt. A Ti Q N C 9 C V2) o 1 10 fit Berlin, den 12. Februar 1913. Kaiserliches Statistishes Amt. Delbrü ck.

Verbrauchszucker

| | j | |

l. Januar 1915 in Rohzucker berechnet: 26 043 088 dz (dagegen 1911/1912: 14 052 5

11. Es sind gewonnen worden :

f

FlüssigeNaffinade|

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Krümelzucker einshl. des

tüden- und zuckersiruys8 Zusammen

| gemahlener Me [is

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82 108! 35 2 B 404 303| 348 6 767 L

672 752

483 29594 | (1 658 411

| 2460 934

44 421 18 409

486 411| 420 966

34 291

262 881

2 944 189

| 2199 392

2 301 163

389 408 181 467 1 882 652

85 607 A A A p

101 297 105 228|

126 538 316 205

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7 068 6 698 230/16 702/2 068 326

407 7941 025 9481 710 658/308 919! 8 688 8 492 953119 7872 890 524

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216-081| 844 8151 469 363| 218 188! 10 429| 6 336 457

)4 dz),

9: 10 umgerechnet.

Rübenverarbeitung und Fulandsverkehr im. Januär 1918.

mit Zucker

N C A ns in den frot t s a8 Monat Januar Im Zollgebiet!) sind in den freien Verkehr geseßt worden «Gle

gegen Entrichtung der Zuckersteuer? steuerfrei

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feste Zucker

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Ostpreußen L

Westpreußen | 286 944 37 045

Frandenburg 488 257 6 ommern 136 049 5 47 851 516 554 I 12 689 533 116 565

1 062 078 218 002

13 109 25 626 32 025 S6 887 103 176 195 614

5 Aufzügen von Goethe. Anfang 7 Uhr.

Deutsches Theater. Freitag, Abends 7x Uhr: König Heiurich IV. (2. Teil.) Sonnabend : Der blaue Vogel. Sonntag: Der lebeude Leichuam. Montag: Der lebende Leichnam.

Kammerspiele. ;

Freitag, Abends8 Uhr: Zum 175. Male: Mein Freund Teddy.

Sonnabend, Sonntag und Montag: Schöne Frauen.

Aufführungen im „Zirkus. Shumann“: Mittwoh, den 26. Februar: König ‘Oedipus. Mittwoch, den 5. März: Jedermann.

Berliner Theater. Freitag, Abends 8 Uhr: Filmzauver. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Nudolf Bernauer und Rudolph Schanzer.

Sonnabend, Nachmittags 34 Uhr: Philotas, Hierauf: Der zerbrochene Krug. Abends: Filmzauber.

8 Uhr: Der Kampf ums Rosenrote. Schau*piel in vier Akten von E. Hardt. onnabend: Der gute Ruf. Sonntag: Der gute Nuf. Montag: Der Kampf ums Rosen- rote.

Komödieuhqus. Freitag, Abends 8 Vhr: Die Generals8eccke. Lustsptel in drei Akten von Richard Skowronnek.

Sonnabend und folgende Tage: Die Generalsecke.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der rote Leutuaut.

Schillertheater. @. (Wallner- theater) Freitag, Abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. Eine amerikanische Ko- mödie in drei Akten von Carl Rößler und Ludwig Heller.

Sonnabend: Der Kompaguou.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Das Konzert. Abends: Wolkenkratzer.

Charlottenburg. Freitag, Abends 8 Uhr: Die Neife durch Berlin in

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der fidele Bauer.

Theater des Westens. (Station: Zoologisher Garten. Kantstraße 12.) Freitag, Abends 8 Uhr: Die beiden Husaren. Operette in drei Akten von Léon Jefssel. ;

Sonnabend und folgende Tage: Die beiden Susaren.

Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Der Frauenfrefser.

Theater am Nollendorfplaßz. Freitag, Abends 8 Uhr: Die Studenten- gräfin. Operette in drei Kufzügen. Musik von Leo Fall.

Sonnabend, Nachmittags 3# Uhr: Emilia Galotti, Abends: Die Studentengräfin.

Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Orpheus in der Unterwelt. Abends: Die Studentengräfin.

Tage: Die

Montag und folgende Studentengräfiu.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Swhönfeld.) Freitag, Abends * 8 Uhr: Puppchen. Posse mit Gesang und Tanz in drei Akten von Curt Kraaß und Jean Kren. Gesangstexte von Alfred Schönfeld. Musik von Jean EGllbert.

Sonnabend und folgende Puppchen.

Trianontheater. (Georgenstr., nahe Bahnhof Friedrichstr.) Freitag, Abends 8 Uhr: Wenn Frauen reisen, Lust- spiel tn vier Akien von Mouezy - Eon und Nancey.

Sonnabend und folgende Tage: Wenn Frauen reisen.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der selige Toupinel.

Tage:

Konzerte.

Königl. Hochschule für Musik. Freitag, Abends 8 Uhr: Arien- und Liederabend von Emmy Raabe-Burg. Am Klavier: Friß Lindemann.

Verehelicht: i mund von Michaëlis mit Frl. Er" von NRosenbruch (Stolp |. Pomm). Hr. Gerichtsassessor Oswald Mager m X. Annalise Hilbert (Berlin).

Geboren: Ein Sohn: Hrn: les von Guaita (z. Zt. Berlin, Pa l hotel). Hrn. Oskar von Löbbe (Breslau). K

Gestorben: Hr. Dr. jur. Timon Nenthe gen. Fink (Leipztg-GohllL i Fr. von Kessel, geb. Freiin von | se d a Frl. Hedwig von Bism0 (Berlin

Düsseldorf). Hg Hr. Rittmeister Sig

7 E

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenbut

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.

d Druck der Norddeutschen Buchdruckerei 1x Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße ®

Acht Beilagen (cins{chließlich Börsen-Beilage).

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4 WU : p: c ° A R s A L nme deutsches Zollgebiet 86 3) 5 494 082 9 009 898 539 3-270

s, Außerdem: Proviant für deutshe Schiffe: 601 dz Nobzucker, 1542 az Verbrauchszucker.

4 Außerdem : Zuckerhaltige Waren unter Erstattung der Vergütung 249 dz, Gewicht des darin enthaltenen Zudckers 102 dz. ) Nach den Angaben der Fabriken sollen noß 215 220 dz Rüben verarbeitet werden, woran 6 Fabriken beteiligt sind.

g l; n « Verlin, den 12. Februar 1913. Kaiserliches Statistishes Amt. Delbrü ck.

(03 TöT

Personalveränderungen Königlich Preußische Armee. Beamte der Militärverwaltung. Durch Verfügung des Kriegsministeriums.

Den 13. Januar. Koßmann, Sterz, Nechnungsräte, Topo- graphen bei der Landcsaufnahme, auf thren Antrag mit Pension in den Nuhestand verseßt.

Den 3. Februar.

Fiedler, Topographendiätar bei der Landes- aufnahme, als Topoç

raph angestellt. Königlich Söchsische Armee. Offiziere, Fähnriche usw.

Den 4. Februar. Stecher, Hauptm. und Battr. Chef im 5. Feldart. Negt. Nr. 64, scheidet behufs Uebertritts zum 111. See- Bat. mit dem 10. Februar d. J. aus dem Heere aus.

Den d. Februar. v. Schimpff, Oberlt. der Landw. Kav. l. Aufgebots des Landw. Bezirks Il Dresden, behufs Uebertritts in Königl. preuß. Militärdienste der Abschied bewilligt.

Den 8. Februar. Die nachgenannten Portepeeunteroffiziere, ODberprimaner des Kasöettenkorps, in der Armee als Fähnriche an- gestellt: v. Zenker, v. Nostiß-Wallwiß im 1. (Leib-) Gren. Negt. Nr. 100, v. der Decken im 2. Gren. Negt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, König von Preußen, Lübbe im 4. Inf. Negt. Nr. 103, Gläsche im 5. Inf. Regt. Kronprinz Nr. 104, Querner im 7. Inf. Regt. König Georg Nr. 106, v. Schmieden, Wagner im 8, Inf. Negt. Prinz Johann Georg Nr. 107, v. Hesler im Schüten-(Füs.) Negt. Prinz Georg Nr. 108, v. Heynit im 12. Inf. Negt. Nr. 177, b, Déchend im 1. Jägerbat: Nr. 12. h, Geh mannsdorff im 2. Jägerbat. Nr. 13, v. Schlieben (Dietrich) im Gardereiter Regt., v. Schlieben (Hans-Jorg) im 1. Hus. Regt. König Albert Ar. 18, Rothe im 3. Hus. Negt. Nr. 20, Kaden im l. Ulan. Negt. Nr. 17 Kaiser Franz Joseph von Oesterreih, König von Ungarn, Franz im 3. Ulan. Regt. Nr. 21 Kaiser Wilhelm 11., König von Preußen, Dehmichen im 1. Feldart. Regt. Nr. 12, Krae im 6. Feldart. Regt. Nr. 68, Hofmann bei der 3. (Königl. Sächs.) Komp. des Königl. Preuß. Telegraphenbats. Nr. 1. Diese «ähnrihe erhalten Urlaub bis mit 23. Februar und haben am 24. Februar d. J. bei ihren Truppenteilen einzutreffen.

Im Sanitätskorps. . Durch Verfügung des Kriegsministeriums.

___ Den 28. Januar. Dr. Schömann, einjährig-freiwilliger Arzt im 7. Feldart. Negt. Nr. 77, unter Beauftragung mit Wahrnehmung einer bei dem Negt. offenen Assist. Arztstele mit Wirkung vom l. Januar d. I. zum Unterarzt des aktipen Dienststandes ernannt. Leser, etnjährig-freiwilliger Arzt im Fußart. Bat. Nr. 19, unter Beauftragung mit Wahnehmuüng einer bei dem Bat. offenen Assist. Arztstelle mit Wirkung vom 1. Januar d. J. zum Unterarzt des aktiven Dienstskandes ernannt.

_Den #1. Januar. Dr. Krevet, einjährig-freiwilliger Arzt im 4, Feldart. Negt. Nr. 48, unter Beauftragung mit Wahrnehmung