1894 / 266 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Lieder von Schubert, Shumann, Liszt, Grieg, Rubinstein und anderen; sie brahte darin ihre klangvolle, umfangreiche Stimme und ihre wohl- gebildete Ausdru>sweise trefflich zur Geltung. Eine gewisse Neigung zum Detonieren überwand fi Terinnen wurde wohlverdienter Beifall zu theil.

Im Königlichen Opernhause gelangt morgen Meyerbeer?s E zur Aufführung. Den Johann von Leyden singt Herr vlva, die Bertha: Fräulein Hiedler. Fräulein Edith Walker eröffnet in der Rolle der Fides ein auf Engagement abzielendes Gastspiel; die Sängerin ift ei Fräulein Orgéni in Dresden aus- gebildet. Kapellmeister Sucher s Am Montag wird „Hänsel und Gretel“ gegeben. Vorher geht Bizet's „Djamileh“. Kapell- meister Weingartner dirigiert beide Opern.

Im Ae Schaufpielhause geht morgen Nie- mann’s Lustspiel „Wie die Alten sungen“ in Scene. Am Montag wird Ernst von Wildenbruh's vaterländishes Drama „Die Quißows*“ iun 130. Male mit folgender Beseßung gegeben : Dietrih: Herr esper, Conrad: Herr Purschian, Köhne Fink : Herr Vollmer, Rieke: Mo Conrad, Wins: Herr Kahle, dessen Frau: Frau Seebach, Agnes: Frau von Hochenburger, Friedrich von Hohenzollern: Herr Ludwig, Herzog Kasimir: Herr Arndt, Herzog Otto : Herr Keßler, Barbara von Bug:

räulein Poppe, Hennig Stroband: Herr Oberländer, Dietrich

walbe: Herr Winter, Franz Sturz: Herr Siegrist, Henning Perweniß: Herr Eichholz. Wildenbru<'s Schauspiel „Der neue Herr“ wird demnächst wieder in den Spielplan aufgenommen. Das Werk wurde im ganzen 84 mal im Königlichen Schauspielhause gegeben, zuerst am 9. februar 1891.

__Im Deutschen heater finden Wiederholungen der „Weber“ mit der neuen Besezung einiger Hauptrollen morgen Abend, am Montag, Mittwoh und Sonnabend statt. „Hamlet* geht am Diens- 2 und Donnerstag in Scene, Am Freitag wird als zehnte A onnements-Vorstellung „Der Kaufmann von Venedig" gegeben, der au< morgen Nachmittag zu halben Preisen zur Aufführung gelangt.

Im Berliner The ater beginnt morgen Abend Gustav Kadel- burg fein bereits angekündigtes Gastspiel in dem vieraktigen Schwank „Zwet glückliche Tage“, während am Nachmittag zu volksthümlichen Preisen Heinri Laube's Schauspiel „Die Karls\hüler“ in der un- veränderten Dns des ersten Abends wiederholt wird. Der weitere Spielplan der Woche ist folgendermaßen festgeseßt: Montag: „Der Met von Kirchfeld“ (Otto Sommerstorff, Ferdinand Suske,

eresina Geßner); Dienstag, Mittwoch und Freitag: „Zwei glückliche Tage“ (Gustav Kadelburg als Gast); Donnerstag: „Die Karls\<üler* (Otto Sommerstorff, Nuscha Buge, Paul Nollet, Teresina Geßner) ; Sonnabend : „Die Hexe“ (Nuscha Buye in der Titelrolle).

,_ ImLessing-Theater kommt am nähsten Sonnabend das vier- aktige Lustspiel „Zwei Wappen“ von Oscar Blumenthal und Gustav Kadelburg zur ersten Aufführung, und zwar mit Gustav Kadelburg als Gast. Auf übermorgen, Montag, i} eine Wiederholung von Hermann „Sudermann's Komödie „Die Schmetterlingsshlaht“ an- gesept, während am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag Victorien Sardou's Lustspiel , Madame Sans-Gêne* wiederholt wird.

_Im Friedrih-Wilhelmstädtishen Theater wird bis ein- \hließli< nächsten Freitag „Fabuk a“ K as Apfelfest“), Operette in drei Akten von Max Kalbek und Gustav Davis, Musik von Johann Strauß, gegeben. f

„Der kleine Herr“, das gegenwärtige Repertoirestü> des Adolph Ernst-Theaters, ist in zwei Akte zusammengezogen und dadurch um so wirksamer geworden. Das Singspiel „Die ewige Braut“ geht jeßt nicht mehr voran, sondern beschließt den Abend.

ür das III. Philharmonische Konzert unter Leitung des of-Kapellmeisters Richard Strauß und solistisher Mitwirkung Pablo de Sarasate?’s findet morgen, Mittags 12 Uhr, die öffent- iche Hauptprobe statt; das Programm bringt von rein ortestralen Werken Liszt’s symphonishe Dichtung „Ideale“, Widor's Symphonie A-dur (zum ersten Mal) und Beethoven's Ouvertüre Leonore II., während Sarasate Bruchs drittes Violinkonzert und St. Saëns? „Introduction et Rondo capriccioso“

e im Laufe des Abends. Beiden Künst-

Das Programm des erften E von Gustav und Ingeborg Erner und Friß Espenhahn im Saal Bechstein, am nächsten Mittwo<, lautet wie folgt: Trio A-mol]l, op. 26.von Ed. Lalo (zum ersten Mal), Sonate E-moll, op. 24 für Klavier und Violine von Emil Ten, und Trio Es-dur, op. 20 von Woltemar Bargiel. Der Klaviervirtuose und Komponist Ferruccio B. Blufoni wird in seinem zweiten hiesigen Konzert (Klavier-Abend) an demselben Tage in der Sing-Akademie u. a. Beethoven’s Rondo op. 129, Schubert's Phantasie op. 15 sowie Kompositionen von Schumann, Weber, Liszt und Bah-Busoni zu Gehör bringen.

Im Konzerthause veranstaltet Herr Kapellmeister Meyder am Montag einen „Beethoven - Abend“. Zur Aufführung- gelangen u. a. die Ouvertüren „Leonore II*“ und „Leonore II[“, die Symphonie Nr. 7 in A-dur und das Septett (mit mehrfacher Beseßung der Streichinstrumente).

Jagd.

Dienstag, den 183. D M., findet Königliche Parforce- Jagd statt. Stelldichein: Mittags 1 Uhr Jagdshloß Grune- wald, 11/, Uhr am Saugarten.

Mannigfaltiges.

Die Aa e eung für die neue Kirche der St. Georgen-Gemeinde hat heute Vormittag in feierliher Weise stattgefunden. Jn Vertretung Jhrer Majestäten des Kaisers und der Kaiferin waren Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Friedri<h Leopold erschienen. Än der Ostseite des Kirchplayes®* hatten Mannschaften des Garde- Pionier - Bataillons das große Kaiserzelt aufgerichtet, das mit Blumen reich gesmüdt war. Vor dem Kaiserzelt lag der Grundstein. Der ganze Kir(hplak, sowie scine Umgebung bis ¿zum Alerxanderplay war ges{<ma>voll dekoriert. Der Magistrat, als Patron der Kirche, hatte hunderte von Fahnen zur Verfügung gestellt, die von hohen Masten und von den Fenstern der Häuser herabwehten. Zur Theilnahme an der Feier fanden sih ein: der Ober-Hof- meister Ihrer Majestät Freiherr von Mirba<, der Vize-Präsident des Staats - Ministeriums, Staatssekretär Dr. von Boetticher, der Minister der geistlihen 2c. Angelegenheiten Dr. Bosse, der B Prient Fretherr von Richthofen, der Konsistorial-Präsident Schmidt, der General-Superintendent Faber, die Superintendenten Hübner und Kreibig, der Ober - Bürgermeister Zelle, der Stadt- verordneten-Vorsteher-Stellvertreter Michelet u. a. Die Anfahrt Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Xriedrih Leopold erfolgte unter Glo>engeläut Der Prinzessin wurden von Fräulein Kallius und Fräulcin Zechlin duftige Blumen dargebracht. Nachdem der Prinz und die S das Kaiserzelt betreten hatten, intonierte die Kapelle des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 ein feierlihes Präludium, das in den Choral „Ein? feste Burg ist unser Gott“ ausklang, in den der Kirhenhor und die ganze Festgemeinde einstimmte. Dann nahm der Superintendent Wegener das Wort zur Festpredigt. Der dur< Domsänger verstärkte Na fang hierauf unter Leitung des Musik-Direktors Pas<h die Motette „Wir haben ein festes prophetishes Wort“. Inzwischen war der Patronatsälteste, Geheime Sanitäts-Rath Dr. Rintel vorgetreten, um die Urkunde

zu verlesen. . In derselben heißt es: „Mit dieser Grundsteinlegung eine kostbare Verheißung

wird zugleich : eingelöst, wel<e die fkir<lihen Gemeindekörpershaften am 31. Oktober 1889 der laufenden Gemeinde feierli<h von der Kanzel verkündigen ließen, nämli<h, daß sie mit aller Kraft für einen Neubau der Kirche sorgen wollten. Wir feierten an jenem Tage das Gedenkfest des zweihundertjährigen selbständigen Bestehens unserer Gemeinde. Schon um 1250 stand hier zwishen Stadtzaun und Land- wehrgraben nach der frommen Sitte jener ei ein St. Jürgenhaus, d. h. „ein Sekenhaus und,Spethal“ für anste>end Kranke. Auch eine

Kapelle wurde daneben erbaut, in welcher ein „Pestilentiarius" die

Um L Ut. L

von St. Nikolai, unter anderen also au< Paul Gerhardt, abwe{selnd hier Gottesdienst. Seit 1658 wurden die Thore der zur Festung um. gewandelten Stadt schon zeitig des Abends treng verschlossen, und somi vermißten die zahlreih gewordenen Vorstadtleute oftmals #{<

die selbständige Sakramentsverwaltung vor dem Thore. naheliegenden anderen Gründen erwuhs die Sehnsucht, Prediger an der St. Georgen-Kapelle zu besißen. Endlich im ISahre 1689 wurde die Georgengemeinde gebildet. Aermlih, sehr ärmlih war der Anfang. Aber s{<on 1693 wurde ein Anbau gemacht und 1712 brachte es der unermüdlihe Prediger Lysius dahin, daß ein Thurm hinzugefügt wurde. Dur< die Königlihen Gnaden, bewilligungen Friedrih’s des Großen wurde es möglich, 1779 die uralte Kirche niederzulegen und bald stand der Bau da, den wir hier noh vor Augen haben. 1854 {ritt man zur Theilung der Massen- parohie. Ein besonderer Baufonds wurde son 1885 mit 200 000 4 vom Kirchenvermögen abgezweigt und hat \si< bisher auf rund 275 000 M bege,

Mit der Urkunde wurden in den Grundstein gesenkt ein Programm der Feier, die zum 200 jährigen Jubiläum erschienene Geschichte der Gemeinde, der Etat der Kirchenkasse pro 1893/96, die leßten drei Jahresberichte des kir<lihen A von St. Georgen, das Mitgliederverzeihniß der kirhli<hen Gemeinde-Körperschaften, sowie einige Zeitungen vom heutigen Tage. Nunmehr nahm der Architekt des Kirhenbaues, Geheime Regierungs-Rath Prof. Oen das Wort zu einer Ansprache an Ihre Königlichen Hoheiten und die Feftversammlung. Dann erfolgte die feierlihe Vollziehung der Grundsteinlegung felbst Die ersten Hammerschläge gaben Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin. Schlußgebet und Segen des General-Superinten- denten Faber sowie der Gesang „Das Wort sie sollen lassen stahn" beschlossen die würdige Feier.

Die neue Kirche wird eine zweischiffige Anlage, die erste dieser Art in Berlin; die Kanzel wird dem Seitenschiff gegenüber ihren Plaß finden. Die äußere - Ausführung erfolgt in Bakstein unter Mitverwendung von Sandstein. Der 105 m hohe Thurm, der seitli< gestellt ift, liegt in der Achse der großen Königstraße. Er wird eine große Halle für Trauversammlungen u. dergl enthalten.

einen eigenen

In der November-Sißung des Zweigvereins Berlin-Char- lottenburg des Allgemeinen deutshen Sprachvereins wurde zunächst über die Thätigkeit des Ausschusses zur Verbesserung der Sprache auf Schildern, in Preislisten u. dergl. Bericht erstattet. Sodann las Herr Hofschauspieler Hartmann eine Anzahl Wilden- bruh’sher Gedichte, darunter das „Herenlied", vor und erntete durch seine vornehme und geistvolle Vortragsweise allgemeinen Beifall.

_In der Urania wird Herr Spieß seinen mit allseitigem Interesse aufgenommenen Erxperimental - Vortrag über „Tesla’'s Licht der Zukunft“ am Montag,- Donnerstag und Freitag wiederholen. Für die übrigen Tage dec Woche is die große dekorativ ausgestattete Wanderung „Durch alle Welten“ von Dr. M. Wilhelm Meyer an-

gefeßt.

Im Zirkus Renz findet am inorgigen Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, eine Extra-Komikervorstellung statt. Jn der Abend-Vorstellung bildet das große chinesishe Ausftattungsstü> „Tjo-ni-en“ den Glanz- punkt des reichhaltigen Programms. i

Eisenach, 9. November. Das Dorf Schwallungen in Sachsen-Meiningen ist laut Meldung des „W. T. B.“ zum größten Theil abgebrannt, 46 Gebäude wurden. mit den Erntévorräthen vernichtet. Die Kirche und das Schulgebäude blieben unversehrt.

Montigny-sur-Sambre, 9. November. In dem Schacht „Sain oë“ der Koblengrube „Bonne Espérance“ fand, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern Vormittag in der Tiefe von 167 m eine Entzündung s<lagender Wetter ohne gd tan statt. Ge- tödtet ist niemand; 10 Verletßte sind bekannt, mehrere der Ver- wundeten begaben si, ohne si< zu melden, nah Hause. Das Werk

ist wenig beschädigt.

zum Vortrag bringt.

Armen priesterlih versorgte. Nah der Neformation hielten die Diakonen

Wetterbericht vom 10. November,

ermme emen

8 Uhr Morgens.

fius 49 j

Stationen. Wind. | Wetter.

Bar. auf 0 Gx. u. d. Meeres*p red. in Millim.

Temperatur in 9 Cel 59G,

746 743 739

SW SW OSO 7591 SSW 7592 |SW 7590 |S

762 |SSO 772

Belmullet . . Aberdeen .. Christiansund Kopenhagen Au s

aranda . Sb Beieröbe. Moskau .

woltig heiter 3\bede>t 3\Negen bedectt 2|beded>t wolkig wolkenl.1)

_> D

—1

Cork,Queens- Tos Cherbourg. . E 2 E es mburg .. winemünde Neufahrwasser Memel

752 793 751 748 751 E) 798

3/halb bed. | Nebel wolkenlos bede>t Regen wolkig Nebel 757 Regen

5 5 O 1 3 755 3|\bede>t 751 3 [Dunst [l 2 3 4 9 1

j bnd funk O

D Co IU U L0 V U O

E R Münster. . . Karlsruhe . . Wiesbaden . München .. Chemniy .. Berlin... . Net Breslau . |

S oes 760 Met 060

1) Nachts Nebel.

Uebersicht der Witterung.

Die Witterung von ganz Europa steht unter dem Einflusse einer umfangreihen Devression, deren Kern nördlih von den Shetlands liegt, und welche im westlihen Deutschland ziemli N südliche Winde verursaht. Das barometrishe Marimum lagert über dem Jnnern Rußlands. Das Wetter ist in Deutschland vorwiegend trübe, im Norden ztemlih mild, im Süden, wo vielfah Nachtfröste stattgefunden haben, kalt; an der Küste ist fast allenthalben, im Binnenlande stellenweise Regen gefallen. Mildes, trübes, etwas windiges Wetter mit Regenfällen für ganz Deutschland demnächst

lich. wahrscheinli Deutsche Seewarte. E e Theater-NAuzeigen.

N Königliche Aifouspiele. Sonntag: Opern- aus. 236. Vorstellung. Der Prophet, Große Oper in 5 Akten do Giacomo Mette. eue

757 bede>t 756 bede>t 760 heiter 758 wolkig 756 wolkig 762 wolkenlos 760

759

QAaAA U

1/Dunst 4|Dunst 3/heiter 4|wolkenlos |

pad

Sas

O Do A

O O

nah dem Französischen des Eugòne Scribe, deuts bearbeitet von Ludwig Rellstab. Ballet von Emil Graeb. In Scene geseht vom Ober-Negisseur Teh- laff. Dirigent: Kapellmeister Sucher. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 247. Vorstellung. Wie die Alten fungen. Lustspiel in 4 N von Karl Nie- mann. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Marx Grube. Anfang 7F Uhr.

Montag : Opernhaus. 237. Vorstellung. Djamileh. Romantische Oper in 1 Akt von Georges Bizet. Hänsel und Gretel. Müärchenspiel in 3 Bil- dern von Engelbert Humperdin>k. Text von Adel- heid Wette. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 248. Vorstellung. Die Quigows. Vaterländisches Drama ‘in 4 Aufzügen von Ernst yon Wildenbruh. Anfang 7F Uhr.

Opernhaus. Dienstag: Freund Friy. Caval- leria rusticana. MMittwoh: Hänsel und Gretel. Die Jahreszeiten. | Donnerstag: Der Sas: Freitag: Hänsel und Gretel. Mara.

onnabend: Tannhäuser. Anfang 7 Uhr. Sonn- tag: Hänsel und Gretel. Karneval.

Schauspielhaus. Dienstag: Zum 100. Mal: Das Leben cin Traum. Mittwoh: Wie die Alten fungen. Donnerstag: Romeo und Julia, L Wie die Alten sungen. Sonnabend:

on Carlos. Anfang 7 Uhr. Sonntag: Wie die Alten sungeu.

Am Bußtage, den 21. November cr., Abends 73 Uhr, im Königl. Opernhause : Konzert des Königl. Opernchors, unter Leitung des Kapellmeisters Herra Felix Weingartner. Mitwirkende: Königl. Kammer- sängerin Frau Sucher, Königl. Sängerin Frau Goeße, Fräulein Rothauser, Fräulein Weiß, Fräu- lein Dietrich, Fräulein Deppe, Königl. Kammer- fänger Herren Beß und Bulß, Königl. Sänger Herren Stammer und Mödlinger. Orchester: König- liche Kapelle. „Die Legende von der heiligen Elisabeth““, Oratorium von Franz Liszt. „Das Quartett der Engel“ wird von den Damen Fräulein Rothauser, Fräulein Weiß, Fräulein Dietrich, M Deppe gesungen. Billets zu den be-

ehenden Oveiibaidpieisen find bei Bote & Bo, Leipzigerstraße 37, zu haben.

Dentsches Theater. Sonntag, 24 Uhr: Der

Kaufmaun von Veuedig. 74 Uhr: Die Weber.

Montag: Die Weber.

Dienstag: Hamlet.

Berliner Theater. Sonntag, 24 Uhr: Die Karls\{hüler. (Ermäßigte Preise.) 74 Uhr: Zum ersten Male: Zwei glückliche Tage. Schwank in 4 Akten von Franz von Schönthan und Gustav Ae Su (Ioseph Freisinger: Gustav Kadelburg a ast.

Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Dienstag : Zwei glückliche Tage.

Lessing-Theater. Sonntag: Madame Sans- Gêne. Anfang 7> Uhr.

Montag: Die Schmetterlingsschlacht.

Dienstag: Madame Sauns-Gêne.

Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater. Chausseestraße 25/26.

Sonntag: Mit vollständig neuer Ausstattung: Jabuka. (Das Apfelfest.) Operette in 3 Akten von Max Kalbek und Gustav Davis. Musik von Iohann Strauß. Jn Scene geseßt von Julius &Fribsche. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann.

Anfang 7F Uhr. Montag : Jabuka. (Das Apfelfest.)

enes Theater. Schiffbauerdamm 4a. /5.

Sonntag, Nachmittags: Zu halben Preisen : Doppelselbstmord. Abends 7X Uhr: Komösö- dianten!

Montag: Figaro’s Hochzeit.

Residenz - Theater. Blumenstraße Nr. 9. Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonntag: Der Unterpräfekt, Schwank in 3 Akten von Leon Gaudillot. Deutsh von Max Schönau. Vorher : Villa Vielliebchen. Lustspiel in 1 Akt von Benno Jacobson. Anfang 73 Uhr.

Montag und folgende Tage: Der präfekt. Villa Vielliebchen.

Unter-

Theater Untex den Cinden. Behrenstr. 55/57. Direktion: Julius Frißshe. Sonntag: Gaufkler. (Les Forains.) Vaudeville-Operette in 3 Akten von Maxime Boucheron und Antony Mars. Deutsch von L. Herrmann und Julius Freund. Musik von Louis Varney. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Eduard Binder. Dirigent: Herr . Kapellmeister Ferron. Anfang 7} Uhr.

Montag: Gaukler. (Les Forains.)

Bentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30, Direktion : Richard Schul. Emil Thomas a. G. Anna Bâ>ers. Josefine Dora. Sonntag: Zum 72. Male. O, diese Berliner! Große Posse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern (na< Salingró's „Reise durh Berlin“) von Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 74 Uhr.

Montag: Dieselbe Vorstellung.

Adolph Ernst-Theater. Sonntag: Zum ahten Male: Der kleine Herr. Schwank in 3 Akten von Arthur Law. Hierauf: Die ewige Braut. Liederspiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. Jn Scene geseßt von Ad. Ernst. Anfang 7# Uhr.

Montag: Dieselbe Vorstellung.

Konzerte. Konzert-Haus. Karl Meyder - Konzert. Sonntag Anfang 6 Uhr. Montag Anfang 7 Uhr. Veethoven-Abeud. Ouv. „Leonore 11.“ Sym-

phonie Nr. 7, A-dur. „Septett“ (mit mehrf. Be- seßung der Streichinstrumente).

Philharmonie. Montag, Anfang 74 Uhr: LVL. Philharmon. Konzert. Dir. : Rich. Strauß. Sol.: P. de Sarasate.

Saal Bechstein. Linkstraße 42. Sonntag,

Anfang 7+ Uhr: Lieder- und Vortrags-Abend der Schwestern H, und M. Semper.

Birkus Renz (Karlstraße). Sonntag: Nach-

mittags 4 Uhr: Gr. Komiker-Vorstellung. Auf- treten sämmtl. Klowns in ihren wirksamsten Nummern. Spezialitäten T. Ranges. Logensiß 4 M, Kinder 2 M, Sperrsiß 2,50 4, Kinder 1,50 X Tribüne 2 1, Kinder 1 4, ‘1. Rang-Balkon 2 4, 2. Plaß 1 4, Gallerie 50 4 Auf leßteren drei Pläßen ein Kind unter 10 Jahren frei. Abends Uhr: Tjo Ni En. Neue Musikeinlage, sen- sationelle Tänze, u. a. les grelots vivants, jeu des barbichons x. Außerdem: Auftr. d. Spezial. 1, Ranges; Mr. Jules Keller, sowie Reiten u. Vor- führen d. bestdress. Schul- u. Freiheitspferde. Montag: Tjo Ni En.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Marie Ebner mit Hrn, Ritter- gutsbesißer Carl Trutnau (Lembruh, Ostpr.— Ilsensee, Kurland).

Verehelicht: Hr. Großherzl. oldenburg. Kammer- herr Hermann Frhr. von Rössing mit Frl. Livia von Frege (Abtnaundorf bei Leipzig).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Major. z. D. Petersen (Heide). Hrn. Albert von Ruville (Charlotten- burg). Hrn. Pfarrer F. Weihmann (Stern- berg Nm.). Eine Tochter: Hrn. Prem.- Lieut. Marschall von Bieberstein (Straßburg i. E.). Hrn. Adolf Grafen Dee (Lüßow).

Gestorben: Hr. Frhr. August von Lyn>er (Tilsit). Hr. Gustav von Röbel (Königsberg). Frl. Lina von Brause (Bolkenhain Schl.). Hr. Regierungs-Baumeister August Arnhold (Lubliniß).

Verantwortlicher Redakteur: J. V.: Siemenroth in Berlin.- Verlag der Expedition (S <olz) in Berlin.

Dra> der Norddeutshen Buchdru>kerei und Verlagt- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmftraße Nr. 32,

Vier Beilagen

(eins<ließli< Börsen-Beilage).

zum Deulschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

M 266.

Untersuchungs-Sachen. ustellungen u. dergl.

Verloosung 2c. von Werthpapieren.

1. “o S 2. Aufgebote, Zustellunger : zt Deffentlicher Anzeiger.

1) Untersuchungs-Sachen.

[46732] Stectbrief. :

Gegen den unten beschriebenen Schneider Thassilo Manunhold, geboren am 15. Juli 1854 zu Alt- Schönberg oder Alt-Schieben, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuhungshaft wegen. wiederholter Unterschlagung in den Sachen J. 111. E. 1134. 94 verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichtsgefängniß abzuliefern.

Berlin, den 3. November 1894.

Königliche Staatsanwaltschaft T.

Beschreibung: Alter 40 Jahre, Größe ca. 1,70 m, Statur kräftig, Haare blond, Glaße, Stirn hoh, Bart blonder Vollbart, Augenbrauen blond, Augen blau, Nase gewöhnli<h, Mund gewöhnlich, Gesicht oval, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deutsch.

[46731] Steckbrief. | :

Gegen die unten beschriebene Schneiderfrau Louise Mannhold, geborene Stenzel, geboren am 12. Ja- nuar 1858 zu Berlin, welche si< verborgen hält, ist die Untersuhungshaft wegen wiederholter Unter- shlagung in Sachen I. III. E. 1134. 94 verhängt. Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und in das nächste Gerichtsgefängniß abzuliefern.

Berlin, den 3, November 1894.

Königliche Staatsanwaltschaft k.

Beschreibung: Alter 35 Jahre, Größe ca. 1,68 m, Statur kräftig, Haare braun, Stirn frei, Augen- brauen braun, Augen braun, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Kinn rund, Gesicht rund, Gesichts- farbe gesund, Sprache deutsch.

46733] l Gegen die Arbeiterwitlwe Constantia auch Auguste Lattnia>, geb. Nowa>, zuleßt in Oberhausen im Großherzogthum Baden, welche sih verborgen bält, geboren am 1. April 1835 zu Solec, jeßt Silz, Kreis Bomst, verheirathet gewesen in erster Ehe mit Michael Woitkowiak, in zweiter Che mit Albert Lattnia>, soll eine dur re<tsfkräftiges Grkenntniß des Königlihen Schöffengerichts zu Grünberg i. Schl. vom 4. Februar 1892 erkannte Gefängnißstrafe von 6 Wochen vollstre>t werden,

Es wird ersucht, die 2c. Lattnia>k festzunehmen, sie dem nächsten Amtsgericht zuzuführen, welches wir um Strafvollstre>ung und Nachricht zu den Akten V. D.

3/92 ersuchen. Grünberg i. Schl, den 9. November 1894. Königliches Amtsgericht. V.

[46616] Jm Namen des Königs!

In der Strafsache gegen den Mechaniker Georg Richard Ernst Paul Leonhardt zu Friedrichshagen, geboren am 17. Oktober 1859 zu Berlin, evangelisch, wegen öffentlicher Beleidigung, hat die T1. Straf- fammer des Königlichen Landgerichts TT zu Berlin in der Sihung vom d. Oktober 1894 für Recht erkannt :

daß der Angeklagte Mechaniker Georg Leonhard der öffentlichen Beleidigung der Unteroffiziere des preußischen Heeres \{huldig und deéhalb mit einer Gefängnißstrafe von 1 einer Woche zu be- strafen. Dem Herrn Kriegs-Minister wird die Be- suoniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des

rtheils binnen 4 Wochen nah erlangter Kenntniß von der Rechtskraft desselben einmal dur den Preußis<hen Staats- und Deutschen Reichs-Anzeiger auf Kosten des Angeklagten bekannt machen zu lassen. Auch hat der Angeklagte die Kosten des Verfahrens zu tragen. IIIa. M. 58. 94.

9) Aufgebote, Zustellungen und dergl. [46510]

In Sachen des MNentners Heinri<h Sempf in Glentorf, Klägers, wider den Vollköther Christian Lehnert und dessen Ehefrau, Dorothee, geb. Schulze, in Eischott, Beklagte, wegen Hypothekzinsen, sind nahbezeihnete Grundsiüde der Beklagten dur Be- {luß vom heutigen Tage, eingetragen in das Grundbu eod. die, behufs der Zwangsversteigerung beshlagnahmt: ;

1) Vollkothhof No. ass. 9 sammt Zubehör in Eischott,

2) Zentralstelle des Vollkothhofs No. ass. 2

nebst Zubehör daselbst. :

Termin zur Zwangsversteigerung ist auf Dienstag, den 5, März 1895, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglihem Amtsgericht Vorsfelde in der Thiele>e’schen Gastwirthschast “in Eischott an- geseßt. Die hypothekarishen Gläubiger haben die Hypothekenbriefe im Termine zu überreichen. Die Versteigerungsbedingungen, laut welcher jeder Bieter auf Verlangen eines Betheiligten Sicherheit bis zu 10 Prozent seines Gebots dur< Baar- zahlung, Niederlegung

Grundbu 1 i Wochen vor dem Versteigerungstermine auf der Ge- LELEEE eee eingesehen, au besichtigt werden. / Vorsfelde, den 10. Oktober 1894. Herzogliches Amtsgericht. Horenburg.

[46792]

Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalte nah durch Anschlag an die Gerichtstafel bekannt gemachtem rofklam finden zur Zwangsversteigerung des dem Î in Schwerin ge- hörigen Wohngrundstü>s Nr. 977 an der Kloster- \traße daselbst mit Zubehör Termine zum Verkaufe

(hneidermeister Karl Strohkir

kursfähiger Werthpapiere oder geeignete Bürgen zu leisten hat, sowie die uszüge. können innerhalb der leßten zwei

die Grundstü>e selbst

Erfte B

Berlin, Sonnabend,

cilage

den 10, November

1894, und zum Ueberbot am 9, Januar 1895, jedes Mal Vormittags Lx Uhr, im Zimmer Nr. 7

tatt. Auslage der Verkaufsbedingungen vom 5. De- zember 1894 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Sequester bestellten Herrn Rechtsanwalt Daniel hierselbst, welcher Kaufliebhabern nad vor- ängiger Anmeldung die Besichtigung des Grund- stücks mit Zubehör gestatten wird. Schwerin, den 8. November 1894. Großherzogliches Amtsgericht. [46509] In Sachen der Chefrau des Majors Steinbe>, Alwine, geb. Hoffmeister, zu Blankenburg, Klägerin, wider den Kaufmann Otto Kniehase daselbst als Verwalter im Konkurse über das Vermögen des Kreiészimmermeisters Karl Nürnberg zu Blankenburg, Beklagten, wegen Forderung, wird, nachdem auf An- trag der Klägerin die Beschlagnahme der dem Be- flagten zur Nürnberg’shen Konkursmasse gehörigen Grundstücke, als des Band VIII Seite 1234 des Blankenburger Grundbu<hs eingetragenen Areals zu 2,88 a am Klapperkopfe von Nr. 603, und 0,29 a eben- daselbst von Nr. 604 mit dem darauf errichteten Wohnhause No. ass. 838 zum Zwecke der Zwangs- versteigerung dur< Beschluß vom 26. Oktober d. I. verfügt, au dié Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuhe am 26. Oktober d. I. erfolgt ift, Termin zur Zwangsversteigerung auf Mittwoch, den 13. Februax 1895, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte zu Blankenburg an- geseßt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypo- thekenbriefe zu überreichen haben. Blankenburg, den 5. November 1894. Herzoglihes Amtsgericht. H. Sommer.

[46793] In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des zur Konkursmasse des Malermeisters H. Lange’schen Nachlasses gehörigen Wohnhauses Nr. 424 zu Gnoyen is dur<h Gerichtsbesbluß vom 6. d. M. vgl. [16] d. A. die Vergütung des Konkursver- walters zu 150 6 festgeseßt, zur Abnahme der Rechnung des Konkursverwalters, zur Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur Vornahme der Ver- theilung Termin auf den 29. November 1894, Vormittags 10 Uhr, bestimmt, zu welhem Termin der Konkursverwalter und alle betheiligten Gläubiger hierdur< vorgeladen werden.

Guoyen, den 6. November 1894. / Großherzogli<h Me>l.-Schwerinshes Amtsgericht.

[46548]

In der Zwangsvollstreungsfache des Rentners August Mahner zu Blankenburg, Klägers, wider den Kaufmann Otto Kuiehase zu Blankenburg als Verwalters der Konkursmasse des Kreis-Zimmer- meisters Carl Nürnberg daselbs, Beklagten, wegen Zinsen und Kosten, werden die Gläubiger aufge- fordert, ihre Forderungen unter Angabe des Be- trages an Kapital, Zinsen, Kosten und Neben- forderungen binnen zwei Wochen bei Vermeidung des Aus\<lusses hier anzumelden. Zur Erklärung über den Vertheilungsplan, sowie zur Vertheilung der Kaufgelder wird Termin auf den 21. Dezember 1894, Vormittags 10 Uhr, vor dem unter- zeihneten Amtsgerichte anberaumt, wozu die Be- theiligten und der Ersteher hiermit vorgeladen werden.

Blankenburg, den 2. November 1894. Herzogliches Amtsgericht. Sommer.

[46626]

In der Zwangsvollstreungssahe der Wittwe des Ziegeleibesißers Günther, Louise, geb. Zenker, in Braunschweig, Gläubigerin, wider den Kaufmann Heinrich Rabeler hieselbst, Schuldner, wegen Hypo- thek, werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forde- rungen unter Angabe des Betrages an Kapital,

Wochen bei Vermeidung des Ausschlusses hier an- zumelden. Zur Erklärung über den Vertheilungs- plan, sowie zur Vertheilung der Kaufgelder wird Termin auf den 19. Dezember 1894, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Amtsgericht an- beraumt, wozu die Betheiligten und der Ersteher hiermit vorgeladen werden. Wolfenbüttel, den 3. November 1894. Herzogliches Amtsgericht. Kaulit.

[46546] Aufgebot. : Es ist das Aufgebot folgender angebli<h abhanden gekommener Urkunden beantragt: j A. der Schuldverschreibungen der preußis<hen kon- solidierten 4 9/gigen Staatsanleihe und zwar: 1) von 1882 Litt. E. Nr. 579034 über 300 4 po dem Kaufmann Alfred Friedrih Brand zu Heil- ronn, , 2) von 1884 Litt. E. Nr. 758678 über 300! von dem Bauer Wilhelm Kolberg zu Glieni> bei oen, 2 von 1884 Litt. D. Nr. 543438 543461 612416 und 617096 über je 500 A von der Filiale der Oer Wechslerbank (vorm. Louis Polla>k) zu iegniß, i H) Von 1883 Litk. D. Nr. 453740 über 500 von dem Kappenmacher Georg Dinges und dem S P oe lame zu Oberursel bei Homburg v. d. Höhe wohnhaft, ben 1884 Litt. F. Nr. 336072 über 200 A von dem Kellner Wilhelm Lindi>ke zu Berlin, 6) von 1884 Litt. F. Nr. 333456 über 200 von der Frau verwittweten Hotelbesißer Graßni,

Prämienanleihe vom Jahre 1855 Serie 806 Nr. 80562, lautend über 100 Thlr. = 300 (, von dem Buhh- meralie ride od p tw Amtsgerihtsgebäudes | halter Wilhelm Kirpal zu Wiesbaden.

bei dem unterzeihneten Gerichte, und zwar spätestens in dem auf den 10. Dezember 1895, Vor- mittags 1 Uhr, an Gerichts\ftelle, Neue Friedrich- straße 13, Hof, Flügel B. part., Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die leßteren für kraftlos werden erklärt werden.

[46553]

Würmell, als Generalbevollmächtigter

Elisabethe Schweizer Wwe.

treten dur< Rechtsanwalt Bassermann in Mann-

beim, hat das Aufgebot na<bstehender Urkunden,

E 4 9/9 Bad. Obligation von 1879 M. Ld

beantragt. gefordert, 1. Mai 1899, Vormittags D Uhr, vor dem unterzeichneten Ge: ichte, Akademiestr. Nr. 2, T1. Sto, Zimmer Nr. 14, feine Nehte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden

Zinsen, Kosten und Nebenforderungen binnen zwei | [

Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert,

Berlin, den 27. Oktober 1894. : Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 81.

Aufgebot.

Der Schreinermeister Ludwig

der Frau in Mannheim, ver-

Nr, 2244

1) 2/300 D 7265, D A298 ) 12000: Der Inhaber der Urkunden wird auf- spätestens in dem auf Montag, den

anberaumten Aufgebotstermine

erfolgen wird. Karlsruhe, den 24. Juli 1894.

Rapp, : Gerichts\hreiber des Großherzoglihen Amt2gerichts.

[46654] Anfgebotsverfahren. i Nr. 18 377. Heinri<h Bruder von Freiburg hat das Aufgebot eines von der Filiale der Rheinischen Kreditbank dahier unterm 28. April d. Js. ausge- stellten Depotscheines über Hinterlegung nachverzei<h- neter Werthpapiere: : ÁÆ 3300 33 9/9 Rhein. Hypothekenbank-Pfandbriefe mit Zins vom 1. April a. c.

1/2000 Serie 39 Litt. A. Nr. 1124

1/1000 H B S190

1/200 O D A6

110 R l. 300 5 9/6 Oesterreich. 1860 er Loose Zins vom 1. November 1893 Serie 2 092 Nr. 10 Abth. I,

0200 O L

R beantragt.

Der bezw. die Inhaber der Urkunde werden auf- gefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, 5. Juni 1895, Vorm. 11 Uhr, vor dem diesg- seitigen Gerichte Zimmer Nr. 81 anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erklärung der Urkunde erfolgen wird. Freiburg, 3. November 1894. Großh. Bad. Amtsgericht. Ne i <.

ITI

[46511] Me i

Auf den Antrag des Herrn Präsidenten des König- lichen Ober-Landesgerichts Marienwerder werden die- jenigen, welde Ansprüche auf die von dem ver- \torbenen Gerichtsvollzieher Schapke in Elbing be- stellte Amtskaution von 600 M erheben wollen, auf- gefordert, dieselbe spätestens im Termin den 14. Ja- nuar 1895, Vormittags 11 Uhr, DEEe Nr. 12, anzumelden, widrigenfalls die unbekannten Gläubiger] ihrer Ansprüche auf die Kaution für ver- lustig erklärt und die Kaution wird herausgegeben werden.

Elbing, den 29. Oktober 1894.

Königliches Amtsgericht.

34034 Aufgebot. : Auf Antrag des Negierungs-Assessors Paul Wind>ler zu Glaß, vertreten dur den Justiz-Rath Koch ebendaselbst, wird hierdurch aues der Deposital- {ein Nr. 306 der Reichsbankstelle zu Pans vom 8. Februar 1887, dahin lautend, daß der Reichsbank am genannten Täge von dem Herrn Paul Winc>ler Halle a. S. ein vers{lossencs Paket e in rauer Sal>leinewand mit der Aufschrift Paul in>ler Halle a. S. und einem. Siegel unter dèu auf der Rü>seite des Schulds{heins abgedru>ten Be- dingungen zur Aufbewahrung übergeben worden sei. Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 20. ril 1895, Mittaägs 12 Uhr, anberaumten. Aufgebotstermine ae Rechte bei dem Gerichte anzumelden und die rkunde vorzulegen. Im Falle nidt erfolgendér An- meldung von Rechten und nicht erfolgender Vorlegüng der Urkunde wird die Kraftloserkläxung der Urkünde erfolgén. Halle a. S., den 3. September 1894. Königliches Amtsgericht. Abtheilung 8." Buc{olz.

Ansgebot. /

Auf Antrag des. Réntiéèrs Friedrih Rausche zu Eisleben wird der Inhaber des angebli verloren gegangenen Einlagebuches der Eiolebér Diskonto- esellshaft auf Konto Nr. 16.019 Einzahlúngen 3000 H, Rückzahlungen 2500 46 aufgefordert, seine Rechte auf dieses Buch im Aufgebotstermine, am 27. April 1895, Vormittags: 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und’ das Einlagebuh vorzulegen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos erklärt werden wird.

Eisleben, den 1. Oktober 1894.

[40721]

1894.

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesells<. 7. Erwerbs- und Witth G l 8. Niederlassung 2c. von 9. Bank-Ausweise. 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

ili

[46512] Beschluß. Auf den Antrag des Schiffers Eduard Stieglis aus Wolfsdorf Niederung werden die Inhaber des auf seinen Namen ausgefertigten Bus Nr. 80 676 der hiesigen städtis<hen Sparkasse über 52 M4 55 S, welches verbrannt sein foll, aufgefordert, spätestens im Termin den 20. Mai 1895, Vormittags x1 Uhr, Zimmer Nr. 12, ihre Rechte auf das Buch anzumelden und dassfelbe vorzulegen, widrigen- falls das Buch für kraftlos erklärt werden wird. Elbing, den 30. Oktober 1894.

Königliches Amtsgericht.

[34226] Aufgebot.

Auf Antrag des Besigzers gg ves Klausberger von Tullen werden die nachstehend bezeichneten, an- eblih verloren geogenen Sparkafsenbücher der biesigen Kreis - Sparkasse hierdur< aufgeboten, nämli: 1) dasjenige des minderjährigen Otto Schmidt von Klohnen, Nr. 2565 über 72 M 10 4, 2) dasjenige der minderjährigen Emma Schmidt von daselbst, Nr. 2566 über 72 M 10 », 3) dasjenige des minderjährigen Albert Schmidt von daselbst, Nr. 2567 über 72 M4 10 », 4) dasjenige des minderjährigen Hermann Schmidt von daselbst, Nr. 2568 über 72 M 10 4, 5) dasjenige des minderjährigen Max Schmidt von O Nr. 2569 über 72 M 10 S. i

Der Inhaber dieser Bücher wird aufgefordert, seine Nechte - auf dieselben spätestens in dem auf den 14. Juni 1895, 10 Uhr Vormittags, Zim- mer 9, anberaumten Termin anzumelden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung derselben erfolgen würde. Pillkallen, den 2. September 1894,

Königliches Amtsgericht.

[40939] Aufgebot. :

Das Sparkassenbuch Nr. 16165 der Kreissparkafse zu Lübbe>e, ausgefertigt für den Färber G, Vogeler zu Lübbe>e und lautend über 150 # Einlage vom 28. August 1889, is angeblih verloren gegangen und fol auf Antrag des Eigenthümers, Färber G. Vogeler zu Lübbede, zum Zwe>e der neuen Aus- fertigung amortisiert werden. Es wird daher der Inhaber des Buchs aufgefordert, spätestens im Auf- gebotstermin am 17, Mai L895, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen , widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Lübbecke, den 5. Oktober 1894. Königliches Amtsgericht.

[46437] Ausfertigung. Aufgebot.

Im Hypothekenbuhe für Gramshaß Bd. I Seite 4 if auf dem Wohnhause Hs.-Nr. 9 Pl. Nr. 16 a, b. unterm 11. August 1845 wegen 440 Vierhundertvierzig Gulden mit 4909/9 verzins- lichen Kapitals. für den Soldaten Adam Braugel von Gramschaßz g ypothek eingetragen. Auf Antrag des Oekonomen Anton Frankenberger von Grarisba als damaligen Besigers des bezeihneten Wohnhauf ergeht an Vigenigen, welche ein Recht auf die vor- benannte Hypothekforderung zu häben glauben, die Aufforderung zur Anmeldung ihres vermeintlichen Rechts innerhalb se<s Monaten, bezw. spätestens im Aufgebotstermin vom Samstag, den 15. Juni 1895, Vormittags 9 Uhr, unter dem Ret nachtheile, daß im Falle der Unterlassung der An- meldung die Fordccung für erloschen erklärt und im Hypothekenbuch gelöscht. würde.

Arnstein, am 31. Oktober 1894.

Königliches Amtsgericht. Ellmann. Zur Beglaubigung : Arustein, am 6. November 1894. Gerichtsschreiberei des Königlichen Amt8gerichts. Blum, Kgl. Sekretär.

[46507] Aufgebot. ‘Von dem unterzeiMuzen Amtsgericht ift :

behufs Todeserklärung des. am 4. Dezember 1835 in Dreb eborenen Strumpftwirkers und Maurers Friedrich Mielm Gräbuer, der am 10. Oktobe 1872, um na Australien Ann, von Dreha

é

fortgegangen is, und von dessen Leben seitdem Nache rit ni<t vorhanden ift, ¿

Li

behufs Löschung nachstehender Hypotheken, deren jeßige Inhaber unbekannt sind, nämli:

1) der auf Fol. 12 des Grund- und gro ‘en- buchs für Grießba< Rubr. T11 unter Nr. 1/1 laut Sous n 4 Bi A N des eingetragenen

ar einri aase in Drebachh eingetr 1400 Thlr. Ngr. E 1098 2

f. Kony.- 1 im 14 Thalerfuße oder 4316 4

‘Nar. 6 Pf. unbezahite L E der Grundftü>kse gentbfimer widertfp L 2) de lt s uchs füx Falkenba uen vom 9. April 1785 für Eva Marie, verw. Siegert, in Falkenbah ges 40 Thlx. Ngr. Pf. Konv.-M. = 41 Thlr. 3 Ngr. 3 f. 14 ae oder 122 M 33 S O mit 3 Thlr. Ngr. erti . Konv.-M. = 3 Thlr. 2 Ngx. 5 Pf: im 14-Chal e oder 9 4 25 $ zahlbare Termingelder, déren Eintragung seinerzeit der Grundstücks tigeniüilner widersprochen hat, ; 3) der auf Fol. 74 des Grund- und i s für Gehringswalde Rubr. I[I[ unter Nr. 2/IIb.

Reg. vom 4. Juli 1846 für die unmündige

aufgelder, deren Eintra ung feiner rohèn hat, 1 des Grund- unß Hypotheken- Rubr. Ill unter Nr. 1/1 laut

Emmeline, geborene Guksh, zu Zoppot.

nah zuvoriger endlicher Negulierung der Verkaufs- bebt x y E den 19. Dezember

ngungen am Mittwoch,

B. der Schuldverschreibung der preußischen Staats-

Königliches Amtsgericht.

Ernestine Wilhelmine Gläser in Gehringswaldè ‘ein-