1894 / 269 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

virtuose Herr Mar Pauer mitwirken, ist, wie folgt, festgesetzt: Trio

G-dur von -Raff, eits von Schubert, Brahms und Ubr, Cello-

Kompositionen von Haydn, Simonetti, Popper, Klavierstücke von Liszt und Rubinstein, Ries'she Violinwerke, Lieder von Ries, Hennia, Schulz und U, Trio G-dur von ydn. Die Sängerin Fräulein Estella Linden wird in-.ihrem Konzert im Saal Bechstein an demselben Tage u. a. Arien aus ndel?s „Josua“ und Schumann's „Paradies und Peri“, sowie Lieder k assischer und neuerer Meister zum Vortrag bringen. Der dur Verleihun

des Mendelsfohn-Preises ausgezeichnete junge Klaviervirtuose Dietri

Schäfer übernimmt die Mitwirkung mit Mendelsfohn's „Variations sórieuses“, feineren Werken von Brahms, Tausig, Moszkowski und einer eigénen „Fuge“.

Stüken von Busoni, Schubert, Beethoven, Schumann, Weber und Li É via f zur 19; nur machte s Ble bei Jane e en, 1o au gestern mitunter eine gewisse Härte n- sdlags bemerkbar. Das. Publikum spendete ihm ia Beifalls-

i gen.

m Konzertsaal des Kl ubhauses der Potsdamerftraße fand ein Lieder-Abend von Fräulein Mimi Naber (Sopran) und Felix Blaesfing (Tenor) statt, mit welchem dieselben zum ersten al vor dem hiesigen Publikum erschienen. Die Sängerin, deren

Organ wenig klangvoll ist, singt e alles mit der Kopfstimme, sodaß man einen frei aus\trömenden Brustton vergeblih erwartet, auch läßt die Ausdrucksweise viel zu wünschen. Außer einer Arie von Händel brate sie Lieder von Cornelius, Rieß, Hiller, Brahms und anderen zu Gehör. Der Tenorist besißt eigentlich nur eine Baritonstimme, die von weicher und angenehmer Klangfarbe ist, die Höhe kann aber „nur mit großer Vorsicht angewandt werden; seinem Vortra fehlt die Wärme der Empfindung. Beide trugen noch gemeinschaftlich einige Duette vor. Der Königlihe Kammermuüsiker Herr O. Lüde-

mann (Cello) erfreute durch den wohlgelungenen Vortrag einiger Soli von Schumann, Thomé und Popper. G

vielen Schaden anrichtete. Der Lloyddampfer , en“, bei der Werft von Blohm u. Vo u A de durch die Gewalt des Sturmes losgerijsen und mehrfadis Schaden verurfaht, ist selb# aber unbeshädigt geblieben. Ner- leßungen von Personen sind bis jeßt nit bekannt geworden. Der turm dauert- noch an. Der Fernsprechverkehr is bisher nur mit Lübeck E nach anderen Richtungen ist er ers{hwert, jedoh nit

en.

| Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

M 269.

unterbro :

Bremen, 13. November. Die Rettungsstation Fedder. wardersiel telegraphiert : Heute sind durh das Rettungsboot der Station Fedderwardersiel während eines heftigen Südweststurms sieben Personen aus Fischerbooten gerettet worden.

Bremen, 14. November. Die Rettungsstation Dorumer- tief telegraphiert: Heute wurden von der bei Dorumertief gestran- deten es Tjalk „Einigkeit“, Kapitän von Horn, zwei Personen dur das Rettungsboot Neubauer-Magdeburg gerettet. Sturm aus

1894.

Geschosse nah dem Zerspringen und die die Streuwirkung lis für

Elemente; aus den gewonnenen Erfahrungen zieht er Schlüsse e eine zweckmäßige Verwerthung der Streuwirkung im praktis Gebrauch der Geschüße. Der Leser wird durch das R in voll- Maher Weise über den heutigen Stand der Geshüßtechnik unter- richtet. :

x Bestimmungen über die Se gund der Hinter- bliebenen von Angehörigen des Reichsheeres, mit Ge- nehmigung des Königlich preußishen Kriegs-Ministeciums unter Benußung der Akten desselben zusammengestellt von Buhrke, Rechnungs-Rath und Geheimer expedierender Sekretär im Kriegs- Ministerium. Berlin 1894, E. S. Mittler und Sohn. Preis geheftet 4 4, gebunden 4,60 # Das vorliegende Buch ermög- liht mit der Orientierung über den geseßlihen Versorgungs- anspruch und dessen Geltendmahung auch die Beurtheilung 80 der Anwartschaft auf die staatlihen und privaten Unterstüßungs- 80 | fonds und auf alle diejenigen Einrichtungen, die der Staat und e die Gesellschaft zum Wohle derjenigen rat \chufen, deren 60 Versorger im Dienste für Kaiser und Reich, sei es im Kriege oder 90 im Frieden, Gesundheit und Leben verloren haben. In einem An- 70 | hange sind auc die für Hinterbliebene in Betracht kommenden etats- 20 mäßigen Unterstüßungs- sowie die besonderen Stiftungsfonds zusammen- 10 | gestellt, ebenso die Aufnahmebedingungen für verschiedene Stifte, für 70 Militär- sowie Zivil-Erziehungsan|talten und die Sonderbestimmungen E einzelner Privat-Wohlthätigkeitseinrihtungen. Durch ein sorgfältiges 10 | Sachregister wird die Benußzung des Werks wesentli erleichtert.

40 Anfangsgründe der Zahlen- und Raumgrößen- 2 Lehre. Im Auftrage der früheren Preußishen General-Inspeftion 60 | der Artillerie und mit Zustimmung der jeßigen Königlich Preußischen 80 | General-Inspektion der Fuß-Artillerie zum Gebrau als Leitfaden 70 beim mathematischen Unterriht in den Regimentsshulen der Artillerie, 80 | sowie zur Benußung beim Selbstunterriht, bearbeitet von R. Foth, 40 | Feuerwerks-Major a. D. Mit 135 in den Text gedruckten Holz- 30 schnitten. 4. Aufl. Hannover 1894. Carl Meyer (Gustav Prior). 20 | 8. S. 292. 2,50 M Die beste Empfehlung für das Buch ist, 15 daß der Verfasser von maßgebender Stelle mit der Bearbeitung 20 beauftragt wurde und daß im Laufe weniger „Jahre bereits die 90 | 4, Auflage nöthig wurde. Die Darstellun weicht wesentlich von 20 | Squllehrbüchern ab. Ueberall ist die dem einfachen gesunden 80 fta Ae am nächsten liegende, möglichsst auf Anschauung 70 beruhende Herleitungs- und Darstellungsweise getroffen, daneben die 90 wissenschaftlihe Form festgehalten und damit eine überzeugende, 30 } zwingende Begründung gegeben. Die Beispiele sind klar, zuverlässig

Berlin, Mittwoch, den 14. November

Deutsches Reich.

Nachweisung

Südwest der Einnahme an Wechselstempelsteuer im Deutschen Reich für die Zeit vom 1. April 1894 bis zum Schluß des Monats Oktober 1894. U R e ( J O B C P R AEIC H R: S V CI I As O B T R FA P F E OMEE I GÜS A D E N E C S M iz ROE O AENACHE H A RSI A V M S OLE E H E 5 V UATCECZ Fr I Se R CB R N DE N E Cs V M M R A A V HRL A BERE: Ph D A: E GiRED 6A Si A Paris, 13. November. Der „Voff. Ztg.“ wird gemeldet : Bei E 2 3. 4. 5, 6. dem furchtbaren Sturm, der gestern bis in die späte Nat hier M j 1894 wüthete und drei Menschenleben vernihtete, maß der Windwmesser Einnahme in dem- In am Eiffelthurm um 5 Uhr Nachmittags 43 m Geschwindigkeit in der selben Zeitraum + mehr Sekunde und versagte dann, als der Sturm noh heftiger wurde. des Vorjahres i Brüssel, 13. November. In ganz Belgien herrshte heute (Spalte 4) 77 ENIGES Nacht ein furchtbarer Sturm. Der telegraphishe und der telepho- M | M. A M | S nische Verkehr sind fast ganz unterbrohen. In der ganzen Stadt und ; den Vororten hat der Orkan beträchhtlihen Schaden angerichtet. I. Im Reihs-Postgebiet Zahlreiche im Bau befindliche Häuser sind eingestürzt, Anpflanzungen O g ; verwüstet und viele Menschen verwundet. In A th kamen drei 1) Königsberg Menschen durch den Einsturz eines Gebäudes um. 2) Gumbinnen .

3) Danzig . Cas sel, 13. November. „W. T. B.“ meldet: In dem Prozeß 4) Berlin .

wegen der Straßenkrawalle vom Mai d. F. wurde heute nab 5) Potsdam . .

zweitägiger Verhandlung das Urtheil gesprohen. Ein Angeklagter 6) ¿rankfurt a. D.

wurde des Aufruhrs und zwei Angeklagte der Gefangenenbefreiung 7) Stettin :

und des Widerstandes s{uldig befunden und zu je einem Jahre Ge- 8) Köslin .

fängniß verurtheilt. Die beiden anderen Angeklagten wurden frei- 9) Posen

gesprochen. 10)

Jagd.

findet Königliche Parforce-Jagd statt.

Am Freita ittags 1 Uhr Jagdschloß Grunewald, 11/, Uhr

Stelldichein: am Saugarten.

Einnahme Hierzu Einnahme im Monat in den Oktober Vormonaten

M. M. | S

Maunigfaltiges.

In der nächsten öffentlihen Sitzung des Vereins für die Geschichte Berlins, am Sonnabend, den 17. November, Abends 7 Uhr, im Bürgersaal des Rathhauses, wird Herr Professor Dr. Brecher über „Berlin im Jahre 1806" sprechen.

Ober - Postdirektions - Bezirke Zusammen

Im Könitiglihen Opernhause gelangt morgen Richard eters „Tann fufee: mit ister Besetzung der Saibirolten zur u

lein Hi Tannhäuser: Herr Sylva, Venus: Frau Sucher, Elisabeth: 2

pru

ulein Hiedler, Wolfram: Herr Betz, Landgraf: Herr Stammer, apellmeister Wein artner dirigiert. Das Vorspiel der foeben vollendeten Oper „Ghismonda“ von Eugen d’Albert gelangt in einem Ar es Symphonie-Abende der Königlichen Kapelle zur ersten

ufführung. O KönigliGen Schauspielhause wird morgen nah längerer Pause Shakespeare's „Romeo und Julia“, übertragen von legel, gegeben. Die Hauptrollen find wie folgt beseßt: Escalus: : udwig, Graf Paris: Herr Purschian, Montague: Herr Plaschke, et. Herr Klein, Mercutio : Herr Arndt, Benbolio : Herr Herter Tybalt: Herr Keßler, Bruder Lorenzo: Herr Oberländer, Peter: Herr Vollmer, Gräfin Capulet: Frau P Amme: Frau Schramm. räulein Lindner spielt zum ersten Mal die Julia. Herr Mat- owsty giebt den Romeo.

Im Lessing-Theater wird am Sonnabend das Lustspiel „Zwei Wappen“ von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg in olgender Beseßung der Hauptrollen zur ersten Aufführung gelangen:

arimilian Freiherr von Wettingen: Karl Waldow; Rudolf, sein Sohn: Gustav Kadelburg, als Gast; Dietrich von Vinck: Franz Schönfeld; Hannah Stephenson: Jenny oui Thomas Forster: ranz Guthery; Mary, feine Tochter: Rosa Retty; Hofmarschall raf Dornstett: Ferdinand Suske; Charlotte von Wettingen : Louise

von Pöllnitz.

s k Mieater Unter den Linden geht, wie bereiis gemeldet, | katholischen Kirche in Buchheim hat, wie die „Köln. Ztg.“ übermorgen die Strauß’she Operette „Die Fledermaus" vor dem | berihtet, der Sturm in vergangener Nacht arge Verwüstung Ballet „Meißner Porzellan“ in Scene. Die Hauptrollen sind mit E E A Gegen 2 Uhr warf der Orkan die an der Südseite den Damen Cornelli, Jerg, Kluge und den Herren Steinberger, | aufgeführte Mauer, welhe das Dah tragen sollte und eine Aus- Binder, Broda, Bruch, Meyer, Schulz beseßt. In dem Ballet | dehnung von 120 qm hatte, um; sie ftürzte in das Innere der «Meißner Porzellan" wird Fräulein Carolina Elia zum ersten Male | Kirche und zertrümmerte alles dort Aufgebaute. Von acht, je 8,50 m

70480 | 10 25 289 | 40 60351 | 50 643 932 | 50 29 646 | 20 48 041 | 90 58 297 | 70 11 668 | 60 36 8695 | 40 27013 | 40 104 604 | 66 700 | 50 559 378 | 40 95 806 | 70 66 996 | 90 77 925 | 20 59 107 | 30 65 567 | 50 22 032 | 50 44 876 | 20 111996 | 44131 | 40 239 940 | 108 295 | 20 43316 | 30 29 028 | 70 305 916 | 50 12 821 | 70

72.884 25 341 59 792 636 466

60 584 | 90 21 253 | 80 50 628 | 50 535 433 | 20 24 423 | 50 28 896 41 323 | 20 á8 011 48 246 | 50 57 111 16169 | 13 145 28 948 | 80 33 921 25 450 | 30 565 88 836 | 90 105 879 54 497 | 20 64 946 47 894 | 40 57 669 80 241 | 20 97 429 9464 | 10 56 028 | 65 492 13 054 | 70 70316 | 20 83 370 8657 | 40 50.197 | 70 98 899 10 605 | 10 60 194 | 80 70 799 3136 | 50 19 645 | 30 22 781 7276 | 30 41 010 | 10 48 286 16 209 | 90 94 993 | 95 111 203 7643 | 30 393595 | 30 46 998 30411 | 90 175 472 | 20 205 884 17 288 | 60 95 936 | 80 113 229 6 396 | 40 37122 | 70 43 919 4149 | 90 26 278 | 50 30 428 47 342 | 70 255 918 | 30 303 261 2113 | 50 11 494 | 50 13 608

E 12300 | E E 4087 | 40 a a O Ee 9164 | 101 033 | 70 4472 | 80 6 688 | 8 865 | 1980 | 70 4 972 | 90 5115 | 40 17 042 | 20 10 448 | 90 9779 | 17188 1 10

Von morgen ab wird, wie die hiesigen Bkitter melden, der Gndpunkt der Pferdebahnlinie „Schlesishes Thor—Moabit, Wilhelmshavenerstraße“, nah der Rathenower- und Perlebergerstraßen- Ee verlegt und gleichzeitig die Linie von der Friedrichstraße aus nicht mehr durch die Karlstraße, Königéplatz, Alt-Moabit, sondern durch die Chaussee- und JInbvalidenstraße geführt. Ferner wird die Linie „Moabit, Perlebergerstraße- und Rathenowerstraßen-Ecke— Küstrinerplaß“ von demselben Tage ab nur bis zu der in der Werftstraße gelegenen E betrieben und nicht mehr durch die Invaliden-, Chausseestraße, sondern durch Alt-Moabit über den Königöplaßz dur die Karlstraße, Friedrichstraße und Oranienburger- straße geführt. Die Linie „Lüßowplaz—Alerxanderplay“, die bisher nur in den Abendstunden verkehrte, wird aufgehoben. Die Signal- farbe für die anderweite Linie »Moabit—Werftstraße—Karl\traße— Küstrinerplaßz“ is weiß mit grünem Stri.

romberg . 11) Breslau 12) Liegniy . 13) Oppeln 14) Magdebur 0 ti N t, 1) Riel - 18) Hannover . 19) Münster 20) Minden 21) Arnsberg .

Elberfeld, 14. November. Jn der vergangenen Nacht brach in der Kipdorfstraße Feuer aus. Wie die „Elberfelder Zeitung“ meldet, sind dabei aht Bewohner des betroffenen Hauses und ein bei den Rettungsarbeiten thätig gewesener Schußmann erstickt. Das Feuer entstand in einem in dem Hause befindlichen Zigarrengeshäft.

Hamburg, 12. November. Der „Hamb. Börsenh.* zufolge hat der Dampfer der Hamburg-Amerikanishen Packetfahrt-Aktiengesellschaft „Scotia“, von Hamburg nah New-Orleans bestimmt, den eng- lischen, 1725 Tons großen, mit Baumwolle beladenen Dampfer „Mayfiel d" mit gebrohener Schraube in Ponta Delgada (Azoren) 22) Caffel... eingeshleppt. 23) Frankfurt a. M.

2) Koln.

London, 13. November. Die amtliche Untersuchung hat ergeben, 25) Aachen .

daß die Bombe (vergl. Nr. 268 d. Bl.), welche gestern vor dem 26) Koblenz Gerichtsgebäude am Strand gefunden wurde, keinen Explosivsto|f

Ueber den heftigen Sturm, der in der Nacht vom Montag um Dienstag im westlihen Europa erat und viele Ver- eerungen angerichtet hat, sind folgende Meldungen eingegangen :

Mülheim a. Rh., 13. November. An dem Bau der neuen

27) Düsseldorf. .

die vom Balletmeister Herrn Louis Gundlah entworfene „Pizzicato-

Polka“ tanzen.

Das achte und leßte Programm des Klavier-Cyclus der Mme. es morgen im Saal B ech- f ausscließlich Kompositionen moderner Meister, darunter Dubois, Chabrier, Widor, : Schütt, Leschetitki, RNubinstein. as Programm ersten Abonnement - Konzerts der Herren Florian- Heinrich Grünfeld (am Freitag in der Sing-A ademie), in welhem die Altistin Fräulein Catharina Zimdars und der Klavier-

Berthe Marrx-Goldschmidt, welch stein zur Ausführung gelangt, bringt

St. Saëns, Brahms, von S{hlözer, Zarzycki, Moszkowski und B 9

hohen Pfeilern, steht nur noch

Blattwerk geschmückten Lübeck, 13. November. Bérnard, | Glockenthurm der Marienkirche des

ajic und Hamburg, 13. November.

Fenstern und unter

Andere liegt auseinandergeshlagen umher. Die s{hönen, mit gothishem apitäle Dis ee E zerbrochen.

ur sturm wurde hier an den Häusern großer Schaden angerihtet. Der

Dampfer „Straßburg“ wurde ein Matrose durch den Sturm vom Mast herabgeshleudert und {wer verletzt.

hier ein orkanartiger Südweststurm, der an Dächern, Schornsteinen, den kleinen

ein Torso von etwa 5 m. Alles

einen orkanartigen Südwest- | brach dem

gerieth ins Schwanken.

Seit heute Nacht 3 Uhr wüthet Fahrzeugen auf der Elbe

as, 13. November. 3 Pacific-Gifenbahn Feuer aus, dur welches 28 000 Ballen

Auf dem aumwolle vernichtet wurden.

Liverpooler Firma bestimmt; wahrschein

enthielt; es handelt sih nur um einen \{lechten Scherz.

In der vergangenen Nacht

T. B.° zufolge auf der Werft der Texas-

Ein großer Theil war für eine ih liegt Brandstiftung vor,

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

E e R B E L O L S s

U Morgens.

a

M L vom 14. November, E

-

.

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elfius =409 F

Stationen. Wind. Wetter.

Bar. auf0 Gr u. d. Meeres

red. in Mill Temperatur in 9 Gel

59G.

Belmullet . Aberdeen Christiansund Kopenhagen . odholm . randa . oolau . Cork, Queens- Ton (s Cherbourg. . Helder . . .. “E mburg .. Neufabrwase eufahrwasser Memel . O a s ünster. . , Karlsruhe . . Wiesbaden . München .. Chemniy E TLIN «s N

wolkig

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bedeckt

Nebel

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wolkig ¡Regen eo ¡Nebel bededckt wolkig

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bededckt heiter s halb bed.1) wolkenl.2) heiter) heiter 765 till wolkenlos 764 SSW 3/Dunst

Breslau 756 |S 6 bededtt 762 [WSW 2wolkig

Mya -- Hs L, T Cel 102 |GO 1/bededt

1) Abends Regen. 2) Reif. ?) Reif. Uebersicht der Witterung.

Begleitet von \türmischer Luftbewegung if das Minimum, welches gestern an der jütishen Küste lag, nordostwärts nach Finland fortgeschritten, während ein neues Minimum unter 727 mm nord-

lih von den Hebriden erschienen is, welhes am Kanal und im südlichen Nordseegebiet ftür- mische südwefstlihe Winde hervorruft, welche fich R ost- und fsüdostwärts weiter ausbreiten dürften. In Deutschland ist bei südlicher und südwestliher Luftströmung das Wetter kälter, im Nordwesten trübe, sonst Vpepiggend heiter; in Süd- deutschland liegt die Teraperatur bis zu 3 Grad unter dem Mittelwerthe; Regenfälle haben insbesondere im nordwestlihen Deutschland stattgefunden. Bei Weiterausbreitung des Depressionsgebiets nah Osten hin, dürfte für ganz Deutschland trübes, windiges Wetter mit Regenfällen und Erwärmung demnächst zu erwarten sein.

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Deutsche Seewarte.

Theater- Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Donnerstag : Opern- us. 240. Vorstellung. Taunhäuser und der

in 3 Akten von Richard Wagner. Ballet von Emil Graeb. In Scene geseßt vom Ober-Regisseur Teßlaff. Dekorative Einrichtung vom Ober-Inspektor Brandt. Dirigent; Kapellmeister Weingartner. An-

aus 7: Ubr.

chauspielhaus. 251. Vorstellung. Romeo und ulia. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William hakespeare, überseßt von August Wilhelm von

Schlegel. In Scene geseßt vom Öber-Negifseur

Max Grube. Dekorative Einrichtung vom Ober-

Inspektor Brandt. Anfang 74 Ühr.

Freitag: Opernhaus. 241. Vorstellung. Hänsel und Gretel. Märchenspiel in 3 Bildern : von Engelbert Humperdinck. Text von Adelheid Wette. Mara. Oper in 1 Akt von Ferdinand Hummel. Text von Axel Delmar. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 252. Vorstellung. Wie die Alten sungen. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl Niemann. Anfang 7x Uhr.

Deutsches Theater. Donnerstag: Hamlet. Anfang 7F Uhr. Freitag (10. Abonnements - Vorstellung): Der

Kaufmann vou Venedig. Sonnabend: Die Weber.

Berliner Theater. Donnerstag: Die Karls- \{chüler. Anfang 74 Uhr.

Freitag (11. Abonnements-Vorstellung): Zwei glücklihe Tage.

Sonnabend: Die Hexe.

LCessing-Theater. Donnerstag: Madame Sans- Gêue. Anfang 7} Uhr. reitag: Madame Saus-Gêne. onnabend : Zum ersten Male: Zwei Wappen. Lustspiel in 4 Akten von Oscar Blumenthal und Gustav Kadelburg.

Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater. Chausseestraße 25/26.

Donnerstag: Mit vollständig neuer Ausstattung: Jabuka. (Das Apfelfest.) Operette in 3 Akten von Max Kalbek und Gustav Davis. Musik von Johann Strauß. In Scene geseßt von Julius Fri sche. Dirigent: Herr Kapellmeister Federmann. Anfang 74 Uhr.

Freitag : Jabuka. (Das Apfelfest.)

Neues Theater. Sgiffbauerdamm 42./5.

a Komödiauten! (Cabotins !) Lust- spiel in 4 A ten von Eduard Pailleron. Jn Scene gefeßt von Sigmund Lautenburg. Anfang 74 Uhr. reitag und Sonnabend: Figaro’s Hochzeit. Lustspiel in 5 Akten von A UIRSQaIS, Neu über- seßt und bearbeitet von Ludwig Fulda.

Sonntag: Zum ersten Male: Das neue Stück. Lustspiel in 4 Akten von Hugo Lubliner.

Die Sonntags-Nachmittags-Vorstellung is für den Verein für Volksunterhaltung reserviert.

Residenz - Theater. Blumenstraße Nr. 9. Direktion: Sigmund Lautenburg. Donnerstag: Der

erkrieg auf Wartburg. Romantische Oper

Gaudillot. Deutsch von Max Schönau. Vorher : Villa Vielliebchen. Lustspiel in 1 Akt von Benno Jacobson. Anfang 74 Uhr.

Freitag und folgende Tage: Der Unter- präfekt. Villa Vielliebchen.

Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57. Direktion: Julius Frißshe. Donnerstag: Der Obersteiger. Operette in 3 Akten von M. West und L. Held. Musik von Carl Zeller. In Scene gefeßt vom Ober-NRegisseur Eduard Binder. Diri- gent: Herr Kapellmeister Ferron. . Anfang 74 Uhr.

Freitag: Mit neuer Ausstattung: Meißner Porzellan. Pantomimisches Ballet in einem Auf- zuge von J. Gellinelli. Musik von F. Hellmes- berger junior.

Pentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Direktion : Richard Schult. Emil Thomas a. G. Anna Bäers. Josefine Dora. Donnerstag: Zum 74. Male. O, diese Berliner! Große osse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern (nach Salingró's „Reise durch Berlin“) von Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 74 Uhr.

Freitag: Dieselbe Vorstellung.

Adolph Ernf|t-Theater. Donnerstag: Char- ley’s Taute. Schwank in 3 Akten von Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Lieder- spiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und F N In Scene geseßt von Ad. Ernst. Anfang

+ Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung.

(47275) Mittwoch, den 21.

Elisabeth: Frau Sucher.

Konzert-Haus. Donnerstag: Karl Meyder- Konzert. Gesellschafts-Abend.

Mittwoch, den 21. November, Abends 74 Uhr: Geiftliches Konzert, unt. Mitwirk. d. Konzert- haus-Chors. „Stabat Mater“ von Rossini. Entrée: 1 46, nummeriert 1 A 50 -, I. Rang nummeriert 3 4, unnummeriert 2 4, [IL. Rang 75 4.

Sing-Akademie. Donnerstag, Anfang 8 Uhr:

Konzert des Terzetts der Holländischen Sängerinnen Jeannette de Jong, Anua Carver, Marie Snyders.

Saal Bechstein. Linkstraße 42. Donnerstag,

Anfang 74 Uhr: Marx - Goldschmidt - Zyklus. VIIZ. Programm: Compositions mo- dermes.

Birkus Renz (Karlstraße). Donnerstag: Tjo Ni En. Die Manège in 2 Minuten zur Bühne verwandelt. Sensationelle Tänze, u. a. les grelots vivante, jeu des barbichons x. Außerdem: d. ostpr. Hengst Blondel und Monstre-Tableau von 60 Pferden, vorgef. v. Dir. Fr. Renz; Colmar, ger. v. Herrn Ernst Renz; Hurdle - Nace von 20 Pferden; Mr. Clark als Jongleur ; der sensation. Pie au ibrist Mr. Jules Keller; die Clowns Gebr. illaud 2c. Anfang 74 Uhr.

Unterpräfekt, Schwank in 3 Akten von Leon

Landgraf Hermann : Herr Stammer. Ungarischer Maanat: Engel-Quartett: die Damen Frl. Rothauser, Frl.

Orchester: Königliche Kapelle. Villets bei Ed. Bote & G. Bo, Leipzigerstr. 37, von 9—6.,

Freitag: Tjo Ni En.

Konzerte,

Königliches Opernhaus. ovember (Bußtag), Abends 74 Uhr:

Konzert des Königlichen Opernchors. Legende von der heiligen Elisabeth von Franz Liszt.

Dirigent: Felix Weingartner. Landgräfin Sophie: Frau Goetze.

Landgraf Ludwig: Herr Bulß. err Vez. Seneschall : Herr Mödlinger. eit, Frl. Dietrich, Frl. Deppe.

Sonntag, Nachmittags 4 Uhr (E Preise) : Komiker-Vorstellung. Abends 74 Ühr: Tjo Ni En.

G G E E E E E O N I NE {f O S Zt R A Ee AAGEEE

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Elisabeth Beutler mit Hrn. Haupt- mann Nichard Billig (Hamburg-Uhlenhor U: Lis Hertha von Reinersdorf mit Hrn. Lieut.

olf von Flotow (Ober-Stradam). Frl. Toni

Kühn-Schuhmann mit Hrn. Prem. Lieut. W. von

der Hardt L. (Frankfurt a. O.—Posen). Frl.

Charlotte von Sigsfeld mit Hrn. Lieut. von

Schuckmann (Wersingawe—Liegniß).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Cranz (Gnesen). Hrn. Prem.-Lieut. von Rosenberg (Ober-Glogau).

Gestorben: Hr. Amtsgerichts-Rath Theodor Ober- über (Stallupönen). S Polizei-Assessor Arno E (Leipzig). Hr. Kammerherr Carl Ludwig Mett) von Treuenfels (Neuhof bei Zarrentin in

edl.).

Verantwortlicher Redakteur: J. V.: Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen ace und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmftraße Nr. 32.

Vier Beilagen (einschließlih Börsen-Beilage).

28) Trier .

29) Dresden

30) Leipzig .

31) Karlsruhe .

32) Konstanz .

33) Darmstadt 34) Schwerin i. M. 30) Oldenburg 36) Braunschweig 37) Bremen 38) Hamburg . .. 39) Straßburg i. E. Me v ese

18351 | 50 48 830 | 24 334 | 80 6 853 | 13 521 | 50 3790 | 40 3 996 | 30 6545 | 10 18 851 | 80 91 619 | 30 17 935 | 20 3194 |

108 322 | 30 268 897 115 601 41 098 | 30 76 318 | 30 20 302 | 90 22 760 37 195 110 599 | 20 491 949 93 633 | 10 17 822

90

117 135 | 90 311113 | 60 154 467 | 10 42775 | 40 87 5993 | 30 24 728 | 20 26 404 | 50 42016 | 70 148 111 | 90 605 267 | 60 108 396 | 80 21 488 | 30

126 673 317 727 139 936

47 951 89 839 24 093 26 757 43 740 129 451 583 968 111 568 21 016

60 30

90 50 90 70 40 90 90 50 60

90

40

+1 I++1++1+++1+++1 +1 +++++1++1++1+{1 111 1++

70

654 707 | 30 68 203 | 40 22 627 |

Summe I Il. Bayern III. Württemberg .

3997 392 | 45 395 543 | 80 132601 |

25 10 40

4 247 487 411 974 | 10 145 083 | 60

4 212 099 423 747 155 298

++ |

745 537 | 70

Ueberhaupt . . Berlin, im November 1894.

4 045 567 | 25

70 T9

4791 104 4 804 544

Haupt-Buchhalterei des Reihs-Schaßzamts. Biester.

Literatur.

Geschichte. L

Als eine allen Kreisen des deutschen Volks willkommene? Jubel- gabe zur 25 jährigen Wiederkehr der Gedenktage unserer großen Siegeskämpfe von 1870/71 wird die soeben im Verlage der König- lihen Hofbuchhandlung von E. S. Mittler u. Sohn, Berlin SW. 12, erschienene Volksausgabe der „Geschihte des deutsch- französishen Krieges von 1870/71" von dem Grafen Hel- muth von Moltke begrüßt werden. Durch die großen Vorzüge sicheren Ueberblicks und gerechten Urtheils, wie sie dem Feldmarschall vor allen eigen waren, und dur die {lichte, echt volksthümlihe Dar- stellung8weise besißt sein Feldzugswerk in der That einen unvergleich- lihen Werth. Bekanntlich war seine ausgesprochene Absicht, als er auf Wunsch feiner Familie 1887 in der Stille seines Landsißes Kreisau an die Abfassung dieses Geschichtswerkes ging, fo zu berichten, daß ein jeder deutsche Mann, sei er Mitkämpfer und Zeitgenosse von 1870/71 oder deren Nahkomme, jenen Kriegs- und Siegesverlauf recht verstehen und si in die Ereignisse einleben könne. Er wollte volks- thümlih sein, und großen Geistes konnte er es. Es heißt daher nah Wunsch und Absicht des Feldmarschalls handeln, wenn nunmehr durch eine billige Ausgabe (Pr. 3 M, geb. 3 4 60 „) das Werk zum Gemeingut des deutschen Volks, zum Volksbuh gemacht wird. Moltke’s Feldzugsgeschichte ist geschmüdckt mit den Bildnissen der be- deutendsten Daceinbrer und erläutert durch 12 Uebersichtskärthen der Schlachtfelder sowie eine Generalkarte des Kriegsshauplaßes. Die Schlußworte des Werks find in einer Wiedergabe von Moltke?s

eigener Handschrift angefügt. : : i ff. Verhandlungen des historishen Vereins von Oberpfalz und Regensburg. 46. Band. Regensburg, Mayr, 1894, Der interessanteste Aufsaß des vorliegenden Bandes ist die Biographie des Grafen Nikolaus von Luckner aus der Feder von 25 Ad ermayr. Geboren in Cham als Sohn eines bayerischen Bierbrauers und ursprünglich zum geistlichen Stande bestimmt, trat Luckner, kaum den Knabenjahren entwachsen, in das bayerische Heer ein, um ih im Türkenkriegé (1737) die Sporen zu verdienen. Am österreichishen Erbfolgekriege nahm er ebenfalls theil, ging dann in bolländishe Dienste, um später im siebenjährigen Kriege in der aus Engländern und Deutschen zusammengeseßten Armee des Prinzen erdinand von Braunschweig gegen die Franzosen zu fechten. ier zeihnete er sih als kühner Neiterführer aus, sodaß nah dem Frieden die französishe und russishe Negierung ibn in ihre Dienste zu ziehen suhten. Er nahm die französischen An- erbietungen an und [Dvoang si im Laufe der Jahre bis zum Marschall empor, ja in den Revolutionskriegen stand er furze L als Gene- ralissimus an der Spiße sämmtlicher französisher Heere. Große Erfolge konnte der alternde Marschall mit dem undisziplinierten Heere nicht erzielen; bald wurde er abberufen, später in der Schreckens- zeit wurde ihm der Prozeß gemaht, und sein Kopf fiel unter der Guillotine. Luckner is einer der leßten Ausläufer des Landsknechts- thums; wir sehen, wie häufig er den Dienst wechselt und kein Be- denken trägt, der Partei zu dienen, die er soeben bekämpft

hat. Dergleichen Existenzen waren im vorigen Jahrhundert nicht elten; ete A eie is österreichische Génerate die sih im tbenjährigen Kriege großen Ruhm erwarben, hatten ihre Lehr-

zu lernen, aber auffälliger Weise herrscht unter den Laien eine große

gegnerishen Armee zugebracht oder erst kurz vor Ausbruch des Krieges die Fahne gewechselt. Wie unsicher die Rechtszustände und wie unbeholfen die Rechtsprehung im alten Deutschen Reich waren, zeigt eine Mittheilung von Adolf Renz. In Regensburg stritten sih seit Mitte des 16. Jahrhunderts die Stadt, die Dominikaner und der Deutsche Orden um den Besiy eines Plates in der Stadt; wiederholte Prozesse und Vergleiche führten zu Teinem dauernden Resultat, bis endlich nach 200 Jahren ein Kaiser- liher Machtspruh den Streit zu Gunsten der Stadtverwaltung ent- schied. Außerdem {ind noch zu erwähnen die Publikation einer Regensburger Ber dschrift des 14. Jahrhunderts durch Kolmar Schaube und die anonyme Beschreibung eines 1892 bei Regensburg gemachten

römischen Fundes.

jahré. inder

Geseye, Verordnungen 2.

Schuß der Waarenzeichen. Nah dem Geseß vom 12. Mai 1894 dargestellt von Meves, Reichs erihts-Rath. Verlag von H. W. Müllec in Berlin. Eine ausführliche Darstellung des neuen Waarenzeichengeseßes aus der Feder eines literarisch gut be- fannten Mitglieds des höchsten deutshen Gerichtshofs wird von vorn- herein auf die Beachtung des betheiligten Publikums rechnen dürfen, aber das Werk verdient fie au in hohem Grade. Zum ersten Mal werden die Bestimmungen des neuen Rechts in Cn von voll- fommener Beherrshung des Stoffs zeugender Weise zur Anschauung

ebracht, alle Zweifelsfälle beleuhtet und die Abweichungen von dem Giéberigen Recht überall nachgewiesen, sodaß das Buch als zuver- lässiger Rathgeber den Interessenten empfohlen werden kann.

Das Preußische Gesinderecht gemeinfaßlich dargestellt von Amtsgerichts-Rath Posseldt, 4. Auflage, bearbeitet von Land- gerihts-Direktor Lindenberg. Berlin, Verlag von H. W. Müller. 8 giebt wohl feine Nehtsmaterie, deren Unkenntniß so viel Aergernisse, Streitigkeiten und Prozesse hervorruft, wie das Gesinde- recht. Da in den meisten Haushaltungen Dienstboten 2c. angestellt sind, sollte man annehmen, daß es jedermanns Streben sein müßte, das Gesindereht wenigstens seinen Grundzügen nach kennen

‘enntniß der hierher gehörigen Vorschriften. Diesen Mangel be- fitiaen N fen, F das vorliegende Werkchen, das seine Brauchbar- keit längst erwiesen hat, durchaus geeignet. Durch Belehrung über die gegenseitigen Rechte und Pflichten hat es zur Verminderung der Gesindeprozesse niht unwesentlih beigetragen.

Militärisches. ;

Die Wirkung der Feldgeschüße 1815 bis 1892, mit besonderer Berücksichtigung der preußishen und deutschen Artillerie und mit Benutzung dienstlihen Materials, dargestellt von H. Müller, General-Lieutenant z. D. Berlin, 1894. E. S. Mittler u. Sohn. Preis 13 M4, gebunden 14 « Das vorliegende Werk bildet zu- gleih den dritten Band zu desselben Verfassers Werk: «Die Ent- wickelung der Feld-Artillerie in Bezug auf Material, Organifation und Taktik“. General - Lieutenant Müller giebt hier einen Veberblick die Vervollkommnung der Streu - und Sprengwirkung der Geschosse, wie e durh die Ent- wielung der Geschüße und Geschoßsysteme während der leßten achtzig Sahre herbeigeführt wurde. Er untersuht auf Grund der bekannt gewordenen Ergebnisse zahlreiher Schießversuche das Verhalten der

»

über

und eminent praktisch. Der Erfolg wird auch dieser neuen Auflage nicht fehlen. Die Ausstattung ist folide. Naturwitissenschaft.

Grundriß der vergleihenden F sanzenmorp oos von Dr. E. Dennert. Mit über 600 Abbildungen. Verlag von J. J. Weber in Leipzig. Jn Original-Leinenband Pr. 5 # Die Morphologie (Gestaltlehre) gehört zu den Gebieten der Naturwissen- haft, welhe mit wenig tehnischen Hifsmitteln betrieben werden können. Dennert's Grundriß der vergleichenden Morphologie ift daher nit nur für Fachgenofsen, sondern au für ein weiteres, die Pflanzen [iebendes Publikum geschrieben. Der Verfasser bemüht sich, dur klare, leiht verständlide Sprahe auch Fernerstehenden dieses Gebiet nahe zu bringen und den Gegenstand durch stete Hinweise auf biologishe Fragen lebendig vorzuführen. Die zahlreihen Abbildungen, mit denen das aus- la aden ist, kommen dem Verständniß des Gesagten zu Hilfe und erlangen dadurch einen besonderen Werth, daß sie fast alle vom Ver- fasser selbst nah der Natur gezeihnet sind. Das Buch bildet den VIII. Band von „Weber’'s Naturwissenschaftlicher Bibliothek“ und ift

4 gleih seinen Vorgängern gut ausgestattet.

Verschiedenes.

„Aerztliche Syndikate“, ein Reformvorshlag von Dr. G. E Berlin 1894, Verlag von J. Goldschmidt. Pr. 60 . Der Verfasser wünsht die Errichtung von ärztlichen Syndikaten, denen die Festseßung einer nah den zeitlihen und örtlichen Verhält- nissen jeweilig sich rihtenden und für alle Aerzte verbindlichen Honorartaxe, sowie die Nominierung und Ueberweisung der ärztlichen Honorare übertragen werden soll. Von einer solchen Einrichtung

[laubt Dr. Zepler eine Besserung in der wirthschaf\tlihen Lage der erzte, ohne Schädigung der Patienten erwarten zu können.

„Die Macht des Persönlichen im Leben“ von Dr. J. Wiese. Zweite Auflage. Berlin 1894. Verlag von Dae und Grieben. Preis 1 #4 Die erste Auflage dieser kleinen s er« hien im Jahr 1876 als der erweiterte Abdruck eines fehr beifällig aufgenommenen Vortrags. Für die nun hier vorliegende zweite Auflage konnte der erste Entwourf unverändert bleiben, weil die darin ausgesprochenen Ansichten und Urtheile die Probe an der Wirklichkeit bestanden haben, durhaus nit veraltet ersheinen und au heute noch voll und ganz aufrecht erhalten werden können. Doch wird es der Leser, besonders wenn er {hon mit dem Vortrage oder der vorigen Ausgabe bekannt gewesen ist, mit besonderer Freude begrüßen, daß der Verfasser si éntidlóles hat, feine dur die erneute Durchsicht des Werkchens angeregten Gedanken, in einer am Schluß angehängten selbständigen Beigabe niederzuschreiben, da in diesen Gedanken die frühere Auffassung im wesentlichen bestätigt und an manchen Stellen noch weiter begründet wird. ;

Die Obstweinbereitung, Anleitung zur Herstellung vor- zügliher Weine, Fruchtsäfte, Gelees 2c. aus dem Kern-, Stein- und Beerenobst im Klein- und Großbetrieb, unter besonderer Berücksichti- gung der Apfelweinkelterei. 5. neu bearbeitete Auflage mit 45 Ab- bildungen. Von Johannes Böttner. Oranienburg, Ed. r hoff’'s Verlag. Preis 1,50 A Der Redakteur des „Prakt. Rath- geber im Obst. und Gartenbau“, Johannes Böttner, giebt in der vorliegenden Schrist mit Fachkenntniß Antwort auf sämmtliche Fragen über die Ernte des Kern-, Stein- und Beerenobstes, das Zerkleinern, das Keltern, die Gährung, die Pflege des Weins im Faß, das Abziehen des Meins u. f. w., so daß es selbst jedem Laien gelingen dürfte, bei Beobachtung der gegebenen Vorschriften einen guten, haltbaren Tischwein herzustellen. Der Pflege des Weins und seiner Krankheiten bezw. deren Verhütung und eie sind bes» sondere Kapitel gewidmet. Das ganze ist klar und verständlich ge- [hrieben und durch viele gute Abbildungen erläutert. Die hier ge- gebenen Anweisungen werden er dazu beitragen, die Obstver- werthung und dadurch den vaterländischen Obstbau zu heben. :

Zeitschriften. i

„Zum 10. November“ veröffentliht Bernhard Suphan in Heft 2 (1894) der „Deutshen Rundschau“ einen Aufsay über einen L titiben Entwurf Goethe's: „Schiller's Totenfeyer“. Von dem Plan waren bisher nur einige abgerissene und a E Notizen bekannt, und erst infolge einiger neuer Funde is es Suphan gelungen, das ganze Stück mit R Ser hantasie Scene um Scer aufzubauen. Ein anderes Gedenkblatt bringt dieses Heft mit einem Aufsaß von Erich Schmidt: „Hans Sachs“. Der jüngst verstorbene Heinrih Brugsch erzählt in einem hinterlassenen Aufsatze von Us „Grinnerungen an August Mariette“, den er in Egypten, der Stätte ihres gemeinsamen Forschens, kennen gelernt, und mit dem ihr dauernde Freundschaft verband. In den fernen Osten führt den Le der [ee Kaiserlich deutshe Gesandte in China, M. von Bra:

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i m Auffaß „Ostasiatishe Probleme“. Die interessanten eilungen O den Tagebüchern Theodor von Bernhardi's*“ w