1894 / 273 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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M | ftau n für die ofortige Ue „an worden. Dieses Anerbieten,

rfs für Besucher bleibt dabei fo lange als möglich und soweit die

t auf den ies gestattet, gewahrt. Eine | Hochrufen der Anwesenden.

ein E

i eingerichtet sein. Jn dem Bericht Lunge Maat zwei geson- | Mi ; eine für die Restaurationen, | Auf diese Ansprache erwiderte der ü Ztg.* : „Seit langem habe ich mi auf diefen Tag gefreut, wodurch den im alten Gebäude angehäuften

Abtheilung wird es auch an einer | boten wird. Möge das dur den Patrio s pu Sahre 1898 vollendet dastehen! Gottes Segen ruhe

| darauf!" Sodann that Seine Königliche Hoheit die drei Hammer- as die baulichen Vorarbeiten | {läge mit den Worten: „Dem

Ausftellungs- etarier nit fehlen. Von d F Ewattag E [chône Werk im

Beginn der Bauten

geseht ind : di

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abe des Treptower Parks an den Arbeitsaus\.

e für Katalog

iger, Führer, Vergnügungen u. st. w. Anzeiger, Süvrer

nnerhalb einer be-

en und spra elpunkt idealen F

ch den Wun ch aus, der Neubau möhte ein segenspendender reitens und materiellen Aufschwungs werden.

rinz - Regent nah der M. „Allg.

en ein würdiges Heim ge- a des Landes geschaffene

Lande zu Nuy, der Stadt zur

useums-Direktor, Geheimen Rath Riehl ausgebrachten begeisterten

ÿ c wird dankend angenommen werden. Die Zugängigkeit des ter!* Der Prinz-Regent verließ die Feststätte unter den vom

lwe ei en ie ven 9 E Ausstellung, G

chüßen, hat der g dem Ausstellungspla stellung zu pachten. ; ‘wie bekannt, die Herren Architekten offader betraut, die in allen Welttheilen gesehen,

von der taat, Gemein se beschickt werd

; s pe XXTIIL, baben die Königlichen Museen für Natur- und Völkerkunde ihre Mitwirkung zugesagt. Ueberhaupt erweisen Aussteller wie staatliche und städtische Behörden dem Werk größte Sympathie und - weitgehendes Entgegenkommen. Um die Ausstellung vor Konkurrenz und Verunzierung durch Schauveranstaltungen in nächster Nähe zu

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laßmiethe wurde für Pejengen e und gemeinnüßigen Vereinen im en, beijpielsweise für die Gruppe ehung“* zugestanden. Bei der Kolonial-Abtheilung der

ührende Aus

Mit dem Entwurf der Auss\tellungsbauten sind, iß, Griefebach und udiert und gelernt

ns für die Bruno Schm

Rom, 19. November. Die

London, 19. November. Das Hochwasser im Themse- thal nahm dem „W. T. B." zufolge am Sonnabend eine besorgniß- erregende Ausdebnung an. In Windsor versagte die Gasbeleuchtung ; die Umgegend glich einer Anzahl von Seen. Die Königin be- sihtigte gestern das von der Ueberschwemmung heimgesuchte Gebiet und spendete 50 Pfd. Sterl. für den Unterstüzungsfonds.

b Messina) e es (G iterin (in 2 272 d. S Mer [chuß ih gezwungen gesehen, essina) gen:cldeic Erder erúng wurde, wie „W. T. B.“ dae die Dauer der Aus- | weiter berihtet, an mehreren Orten Siziliens und Calabriens verspürt. Die Seismographen in Rom und Ischia hatten fie vorher angekündigt. Nach den bisherigen Nachrichten richtete das Erd- bebeie in Messina und Reggio (Calabrien) vielfahe«s Schaden

“S wie Baulichkeiten für Ausstellungszwecke am praktishsten und | an. In Messina wurden eine Person getödtet und drei verlegt. Die

älligsten ein

f tlihe und

eingehender Bericht binnen wenigen Tagen der Oeffentlichkeit über-

erichtet werden sollen. Die genannten Herren legten über-

in Gerichtsgefängnissen Inhaftierten versuchten zu meutern. Jn m großen ausgeführte Zeichnungen vor, über die ein Reggio wurden vom Sonnabend Abend bis Sonntag Vortnittag 8 Uhr fechs Erschütterungen verspürt, welche erheblichen Schaden an Häusern

gcben werden soll. Den leßten Punkt der Tagesordnung bildete | verursahten. In Bagnara hat das Erdbeben gleichfalls großen eine Fahrt auf einem Dampfer der Stern-Gesellshaft, um zu er- | Schaden angerichtet. Sieben Personen büßten das Leben ein; mehrere

mitteln, wo am besten die Anlegestellen herzurichten sind. A

wurden verleßt. Die Bevölkerung kampiert im Freien, viele Häuser

Mitglieder des Gesammtvorstandes wurden dur die Berichte, Be- | drohen einzustürzen. Auf Stromboli sind viele Häuser ge-

Pligungen und Vorträge in der Ueber Werk ein Cnbendes Gelingen gesichert if N

findet im Kaiserhof eine Generalversammlung sämmtlicher Aussteller der Gruppe 11 „Bekleidungs-Jndustrie“ statt.

Das Eisenbahn -Betriebs-

Hannover, 17. November. - | eute Vormittag gegen 9 Uhr fuhr bei | am 17. und 18. d. M., sowie heute

amt Hannover meldet : Haltestelle Leinhausen

Bremen kommende Eilgüterzuges 1303 ,

welcher

Bahnhofs Leinhausen

zuges und ein Bremser des Güterzuges find anscheinend leicht ) sowie mehrere Güterwagen beschädigt | welher auch in der ganzen Provinz

verleßt, eine Lokomotive

orgen Abend 74 Uhr

bestärkt, daß dem | borsten, der Kirhthurm ist stark beschädigt. General Mirri, der Kommandant des XILI. Armee - Korps, ging, sobald er Kunde von dem Erdbeben hatte, nach Messina ab, Truppen und Lehens- mittel sind nah Bagnara gesandt worden. Der Minister - Präsident stellte dem Präfekten zwei Schiffe und die Mittel zur Verfügung, deren er zur Hilfeleistung benöthtigen würde. In Milazz o wurden ormittag wieder einige recht fühlbare r Strecke Wunstors—Hannover der von | Erdstöße verspürt. Auch dort verbrachte die ganze Einwohnerschaft die Personenzug 153 auf den Schluß des | Nächte im Freien; in Milazzo und den benachbarten Ortschaften sind Abschlußmast des | viele Häuser beschädigt. Verluste an Menschenleben sind nicht

des Personen- | zu beklagen. Depeschen aus Acireale melden ebenfalls, daß

am 16. d. M. Abends daselbst ein sehr heftiger Erdstoß erfolgte,

Catania verspürt wurde. Aus

worden. Das Hauptgleis Leinhausen— Hannover war 34 Stunden ge- | Catanzaro wird gemeldet: In dem Marktflecken Triparni richtete sperrt | der Betrie

motivy

München, 17. November.

ührer des Personenzuges 153 hat bei starkem Nebel das auf Halt stehende Signal der vorliegenden Blokstation 7 überfahren.

wurde eingleisig aufrecht erhalten, Der Loko- | das Erdbeben beträhtlihen Schaden an. Einige zwanzig Bauern- häuser sind unbewohnbar geworden. In Mileto wurden einige Senn leiht verleßt und mehrere Häuser beschädigt, darunter das

eminar, welhes geräumt werden mußte. Aus Reggio eute Vormittag 11 Uhr fand in | (Calabrien) wird gemeldet: Der von tem Erdbeben ange-

Gegenwart Seiner Königlichen Hoheit des Prinz-Regenten die | rihtete Schaden ist in der Stadt gering: in der Provinz

Grundsteinlegung zu dem Neubau des Bayerischen National- Museums in der Prinz - Negentenstraße statt. l wohnten ferner bei: die Staats-Minister, die Ober-Hofchargen, die

räsidien der beiden Kammern des Landtags, die Vorstände der

dagegen sehr bedeutend. Die Ortschaft San i Dem feierlichen Akt | Palmi ist zerstört. Allein unter den Trümmern der Kirche sind 47 Personen begraben, welhe um zu beten dahin geflühtet waren ; die Zahl der Todten wird auf über 60 angegeben. In Sant

rocopio im Bezirk

inanzausschüsse der beiden Kammern, die Vorstände der vi Eufemia sind 8 R getödtet und viele verleßt worden. In dem

dochshulen und Künstlervereine, die Spißen der Behörden u. } er Kultus-Minister gedahte in einer Ansprache der geschichtlichen Entwickelung und Unterbringung der vaterländischen Alterthums-Samm-

. w. | gleihen Bezirk, in Ro

arno, wurden 6 Verwundete, in Oppido- Mame rtino 4 Todte und viele Verwundete gezählt. In der Gemeinde Palm i sind beinahe alle privaten und öffentlichen Gebäude unbewohnbar

tor Depau's in Tortoli am 14. d. M. d. Bl.) wurden laut Meldung des „W. T. B.“ 12 Verhaftungen vorgenommen.

eworden ; der Unterpräfekt, die Beamten und die Bewohn daft mpieren unter i d cesdaft find die Wohngebäude {wer beschädigt, darunter in Gerace, Marina das Gebäude der Unterpräfeklur und das Gefängniß en mit Sappeuren und Mitteln zur Lifeleistung sind nah den Orten abgegangen. Die Nachrichten ge brechung der Telegraphenleitungen mit großer Verspätung ein. Aus Reggio von heute wird nech # und vorleßten Nacht wurden wieder leite Erderscütterungen gespürt: dieselben rihteten aber feinen erheblihen Schaden an. Die Bevölke; rung lebt in großer Angst; viele Leute begeben sich auf das Land diejenigen, welche sich nicht cntfernen können, kamptieren unter Zelten oder bleiben Lag und Nacht im Bren Von Seminara und Palmi laufen immer ncch sehr ernste Na 13 Personen getödtet und über 50 verwundet. Fast die ganze Ge, meinde i} zerstört. In Palmi sind alle Häuser unbewohnhqr: fieben Personen wurden getödtet und 50 verwundet. In Malocchio Terranova wurden Häuser aber keine Menschen beschädigt, Ueberall lagert die ershreckte Bevölkerung im Freien. Offiziere und cisten thatkräftige Hilfe und vollbringen Wunder von Selbstverleugnung.

eieim Hinmel. Auch in 17 anderen Gem

en infolge der olgendes gemeldet: In der leßten

richten ein. In Seminara wurden

17. November. Infolge des Ueberfalls auf daz (vergl. Nr. 270

Nach Schluß der Nedaktion eingegangene

Depeschen.

St. Petersburg, 19. November. (W. T. B.) Heute Mittag fand die feierlihe Beerdigung des Kai}ers Alexander IIl. statt. Die Trauerfeier begann um 101/, Uhr und gewährte ein sehr eindruck8volles Bild, Jn der Peter Pauls-Kathedrale befand sih der Prinz Hein: rih, welcher die Uniform des Kaluga - Regiments ange- legt hatte, in der unmittelbaren Nähe des Kaisers Nikolaus. Unter den Deputationen wurden diejenigen aus dem Deutschen Reich sehr bemerkt. Der Kranz Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm wurde heute an der Bahre zu Füßen des Ver- ewigten niedergelegt. Unter fortwährendem Donner der Kanonen und. dem Geläut Í und unter Flintensalven erfolgte kurz vor 1 Uhr die Bei Nach dem Todtenamt nahmen die Allerhöchsten und Höchsten lichen Üeberresten des Kaisers. Der Sarg wurde hierauf geschlossen und vom Kaiser Nikolaus, den Mit- liedern der Kaiserlihen Familie und den fremden ürstlichkeite n zum Grabe getragen und unter Gebet sowie den Ehrensalven der in der Peter Ne iung und deren Umgebung aufgestellten Truppen und Artillerie in die Gruft

ämmtliher Glocken der städtischen Kirchen

Herrschaften Abschied von den sterh:

An der heutigen leßten Ehrenwache am Sarge des Kaisers" betheiligten ‘ih die Abordnungen aller Truppentheile, au der ausländischen, deren Chef Kaiser Alexander gewesen war.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Wetterberi

t vom 19. November, r Morgens.

Stationen.

Bar. auf0 Gr. u. d. Meeres\p.

Wind.

in 9? Celsius

59G. =á2 j,

Temperatur

Belmullet . Aberdeen .. Christiansund Kopenhagen . Stockholm . aranda .

t. Petersbg. Mosfau .

Cork, Queengs- Town: 5 Cherbourg. . De E y .. 97'S Peti a winemünde Nteufahrwasser Memel …… . Münster. . . Karlsruhe . . Wiesbaden . München Chemniß .. Berlin. .

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frôste stattfinden.

ONOD 5 Uebersicht der Witterung.

Ein barometrisches Maximum über 780 mm er- \streckt sich von Finland südostwärts nach dem Innern Rußlands, während westlich von Schottland eine Depression unter 760 mm lagert. bewegung ist allenthalben s{wach, über Zentral- Europa aus vorwiegend südöstliher Nichtung. In Deutschland dauert die ruhige, milde und stark neblige Witterung fort; an der Küste ist stellenweise In Ungarn is} Frostwetter ein- ermannstadt meldet minus 5 Grad. verhältnißmäßig l Wetter. Fortdauer der ruhigen, vielfa nebligen Witterung wahrscheinlich; stellenweise dürften Nacht-

Deutsche Seewarte.

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Theater- Anzeigen. Köuigliche Schauspiele. Dienstag: Opern-

baus. 244. Vorstellung.

Märchenspiel in 3 Bildern von dinck. Text von Adelheid Wette. seyt vom Ober-Regifseur Teßlaff, Dekorative Ein- richtung vom Ober-Inspektor Brandt. Kapellmeister Weingartner. Mara.

1 Akt von Ferdinand Delmar. In Scene geseßt vom Ober- Tue Dirigent : Kapellmeister Dr. Muck.

r. Heute Mittag 12 Uhr: Oeffentliche Konzertprobe des Königlichen Opern-Chors. Billets à 2 und 1 Æ

ummel. Text von Arel

Hänsel und Gretel, ngelbert Humper- In Scene g

sind bei Ed. Bote & G. Bock, Leipzigerstraße 37, und an der Kasse des Königl. Opernhauses, Eingang Thür Nr. 3. zu haben.

Schauspielhaus. 255. Vorstellung. Wie die Alten sungen. Lustspiel in 4 Lun von Karl Nie- mann. In Scene geseßzt vom Öber-NRegisseur Mar Grube. Anfang 7F Uhr.

Mittwoch: Opernhaus. Konzert des Opern- Chors. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus: Keine Vorstellung. z

Donnerstag: Opernhaus. 245. Vorstellung. Hänsel und Gretel, Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck. Text von Adelheid Wette. Die Jahreszeiten. Tanz-Poëm in 2 Akten und 4 Bildern von Emil Graeb und Emil Taubert. Musik von P. Hertel. As ca Uhr

Schauspielhaus. 256. Vorstellung. Wie die Alten sungen. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl Niemann. Anfang 74 Uhr.

Dentsches Theater. Dienstag: Zum ersten Malè: Daniela Weert. Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wolzogen. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Geschlossen.

Donnerstag: Dauiela Weert.

Berliner Theater. Dienstag: Zum ersten Male: Emilia Galotti. Trauerspiel in 5 Akten von Gotthold Ephraim geln, Anfang 7x Uhr.

Mittwoch: Keine Vorstellung.

Donnerstag: Zwei glückliche Tage. gareiao (12. Abonnements-Vorstellung): Emilia

alotti.

Lessing-Theater. Dienstag: Zwei Wappen. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Keine Vorstellung.

Donnerstag: Zwei Wappen.

Freitag: Zwei Wappen.

Friedrich - Wilhelmslädtisches Theater. G.haufseeftraße 25/26.

Dienstag: Mit vollständig neuer Ausstattung: Jabuka. (Das Apfelfest.) Operette in 3 Akten von Max Kalbek und Gustav Davis. Musik von Johann Strauß. In Scene geseßt von Julius “bs e. Dirigent : Herr Kapellmeister Federmann,

nfang x.

Mittwoch: Keine Vorstellung.

Donnerstag: Jabuka. (Das UApfelfest.)

eues Theater. Sciffbauerdamm 4a./5, Dienstag: Figaro’s Forte: Lustspiel in 5 Akten von Beaumarchais. Neu eit und bearbeitet von Ludwig Fulda. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Geschlossen.

Donnerstag: Das neue Stück. Lustspiel in 4 Akten von Hugo Lubliner. Jn Scene geseßt von Sigmund Lautenburg.

Residenz - Theater. Blumenstraße Nr. 9,

Direktion: Sigmund Lautenburg. Dienstag: Der

Unterpräfekt. Schwank in 3 Akten von Leon Gaudillot. ÄDeutsch von Max Schönau. Vorher:

Villa Viellicbchen. Lustspiel in 1 Aft von Benno

Jacobson. Anfang Uhr. Mittrooch: Geschlossen.

Donnerstag und folgende Tage: präfekt. Villa Vielliebchen.

Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57. Direktion : Julius Frißshe. Dienstag: Meiftner Porzellan. Pantomimisches Ballet in 1 Akt und einem Vorspiel von Golinelli. Musik von Hellmes- berger junior. Arrangiert vom Balletmeister Louis Gundlach. Vorher: Die Fledermaus. Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Anfang 7F Uhr.

Mittwoch: Keine Vorstellung.

Donnerstag : Meißner Porzellan.—Die Fleder-

maus.

Pentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30.

Direktion : Rihard Sthuly. Emil Thomas a. G. Anna Bâäckers. Josefine Dora. Dienstag: Zum 82. Male. osse mit Gesang

Musik von

O, diese Berliner! Große und Tanz in 6 Bildern (nach

durh Berlin“) von Julius Freund. Julius Einödshofer. Anfang 7ck Uhr.

Mittrooch: Keine Vorstellung. Adolph Ernft-Theater.

\viel mit Tanz in 1 Akt von

T4. Ubr. Mittwoch: Geschlossen.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Der Unter-

Dienstag: Char- ley’s Tante. Schwank in 3 Akten von Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. . Mannstädt und I. Kren. In Scene geseßt von Ad. Ernst. Anfang

Kouzerte. [48382]

Mit Allerhöchster Genchmigung Sr. Majestät

des Kaisers.

Donnerstag, den 22. November, Abends präzise 7F Uhr:

Geifilice Musikaufführung

in der Hof- und Garnisonkirhe

für den Bau

der Kaiser -Wilhelm- Gedächtniß - Kirche,

veranstaltei von

Anna Goldbach, unter gütiger Mitwirkung der Herren : Graf Heinrih von oer, Freiherrn F. von Knobels- dorff, Florian Zajic, Herzoglicher H. Dekert, Orgelvirtuos,

fowie des Putsh’schen a capella Gesangvereins

unter Leitun

g des Königlichen Musik-Direktors Herrn Putsch. Karten à 5, 3, 2, 1 M bei Bote & dem Küster Herrn Streiff, Neue Friedrichstr. 46 (neben der Garnifonkirche), und an der Abendkasse

zu haben.

Konzert-Haus. Dienstag: Karl Meyder- Konzert. Ouv. „Egmont“, Beethoven. rung v. Corinth“, Rossini. „Im Hochland", Gade.

ammervirtuos,

Kirchenscene a. „Faust“ v. Gounod. „Siegfried Idyll“ v. Wagner. Phantasie a. „Die Hugenotten" v. Meyerbeer.

Mittwod), Abends Uhr: Geistliches Konzert, unt. Mitwirk. d. Konzerthaus - Chors. Entrée: 1 4, nummeriert 1 M 50 4, I. Nang nummeriert 3 #, unnummeriert 2 4, IL. Rang 75 s.

Saal Bechstein. Linkstraße 42. Diendstag, Anfang 7# Uhr: Konzert mit eigenen Kompositionen von Martiu Jacobi, unt. Mitw. der Damen Fr. Prof. Marie Schmidt-Köhune (Sopr.) u. Frl. Adelina Herms (Alt), sow. der Herren Rich, Jäger (Ten,) u. Prof. Felix Schmidt (Baß).

Pirkus Renz (Karlstraße). Dienstag: Tjo Ni En. Senfsationelle Tänze, u. a. les grelots vivants, jeu des barbichons x. Außerdem: d. ostpr. Hengst Blondel u. Monstre-Tableau von 60 Pferden, vorgef. v. Dir. Fr. Renz; Cyd u. der Steiger Solon, ger. v. Frau Renz-Stark; Mr. Clark als Jongleur; Frl. Mathilde Renz, jeu de baguette; der sensation. Hand-Equilibrist tr, Jules Keller; d ael lowns Gebr. Villaud 2c. Anfang

E. Mittwooh (Bußtag) : Keine Vorstellung. Donnerstag: Tjo Ni En.

T R S PIC C E E I S R S S C M S M E E

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Freiin Gabriele von Gregory mit Hrn. Lieut. Leopold Kersten (Breslau—Neustadt D- Schl.). Frl. Marie Berkenbush mit Hrn. Assessor Ottomar Ritter von Loeßl (Hamburg). Frl. Margarethe Bausch mit Hrn. J. von Moers (Leipzig—Tepliwoda, Bez. Breslau).

Verehelicht: Hr. Regierungs-Rath Dr. jur. Carl Frhr. von der Golß mit Frl. Ada von Ploch eam eti Hr. Prem.-Lieut. Gerhard von Slasenapp mit Frl. Käthe Jähns (Berlin). Hr. Diakonus Rudolf Pietsh mit Frl. Agnet Kahl (Schönberg O.-L.—Pläswihß, Post Peicher-

wiß). | E Ein Sohn: Hrn. Prem.-Lieut. Frib von Langenn (Braunschweig). Eine Tochter: Hrn. Dr. jur. von Negenborn (Loyden). Gestorben: Frl. Adèle von Schkopy (Liegnih). Verw. Freifrau Hedwig von Massenbach, ged. von Sander (Venedig). Hr. Kreis-Schulinspektor, Schulrath Robert Schröter (Ohlau). Fr. Pastor Thora Lau, geb. Bundsen (Breslau). V astor D, theol. Hermann Spaeth (Breslau). r. Geh. Regierungs-Rath Schuppe S un Hr. Oberst a. D. Adolph ven Fehrentheil un Gruppenberg (Breslau).

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Verantwortlicher Redakteur: J. V.: Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin,

Druck der Norddeutschen Buchdruckeret und Verlagb- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nx. 32.

Fünf Beilagen (einshließlich Börsen-Beilage ; (17594)

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M 203

Berlin, Montag, den 19. November

Literatur.

Nechts- und Staatswissenschaft.

Systematishe Zusammenstellung des gejammten eltenden Reichsrehts. Ein Handbuch für den Gebrau des Pundes- und Reichs-Geseßblatts sowie des Zentralblatts für das Deutsche Reih. Mit alphabetishem Register von Dr. A. Glodck, Amtsrichter. Berlin 1894. 8. 162 S. 3,50 M, geb. 450 (A Der leiteúde Gedanke für diese Arbeit war, den echsel und das Fortschreiten der Reichsgeseßgebung in sicherer Uebersicht festzulegen und zuverlässig nachzuweisen. Ein eindringlihes Beispiel hierfür ift die Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869. Bereits in 12. Auflage ist dieses Gesey in zweckmäßiger Bearbeitung durch den Regierungs- Rath Berger erschienen; jede Auflage weist oen die Vorgängerin Abänderungen nah. Wie nun allmählich das Geseh in seiner jeßigen Gestalt entstanden ist, wo die Abänderungen im Reichs-Geseßblatt zu finden find, darüber giebt das vorliegende Werk Auskunft. Man {lage Seite 33 auf, woselb die Aenderungen des Reichs-Straf- geseßbuchs, Seite 122, wo die des Reichs-Stempelgeseßes verzeichnet sind, und man wird sich überzeugen, daß die Arbeit eine quellenmäßige Geschichte der Reichsgeseßgebung bietet. Dem Arbeitsfleiß des Verfassers wird jeder, der das Buch benußt, Dank wissén.

Sächsisches Archiv für bürgerlihes Recht und Prozeß. Herausgegeben vom Ober-Justiz-Rath S. Hoffmann, Ober - Landesgerichts - Rath, und Dr. Frdr. Wulffert, Land- gerihts - Rath in Dresden. Leipzig, Roßberg’she Hofbuch- handlung. Von dieser Zeitschrift, welche im vierten Lebens- jahr steht, erscheinen jährlih.12 Hefte (Pr. des Jahrgangs 14 4). Wenn dem Recht des Königreichs Sachsen eine Bevorzugung zuge- standen wird, so ist das berechtigt, wie die Bevorzugung des preußischen Rechts in Gruchot's Beiträgen. Uebrigens is der Inhalt in den Abhandlungen jedes Hefts von so allgemeiner Wichtigkeit, daß keine Gerichtsbibliothek von irgend welher Bedeutung das Sächsische Archiv entbehren kann. Hervorgehoben seien hier zunächst die eingehenden Arbeiten des Meichsgerihts-Raths Dr. Petersen, des Landgerichts- Raths Dr. Grüßmann-Dresden, des Senats-Präsidenten am Neichs- geriht Dr. Bingner über den Entwurf eines Bürgerlichen Geseßbuchs zweiter Lesung. Es ist dankbar anzuerkennen, daß Männer der Praxis ihre dur reihlihe Amtsgeschäfte beshränkte Muße zur Beurtheilung des künftigen Geseßbuchs verwenden. Wie bei dem Allgemeinen Preußischen Landrecht die Monita, welchen Suarez seine Schlußrevision widmete, von Männern der Praxis ausgingen, so ift auh das Be- achtenswertheste über die Entwürfe erster und zweiter Lesung des det Geseßbuhs den Richtern zu verdanken, ohne dabei die Ver- dienste Gierke’s, Bekker's, Fischer’'s und anderer zu verkennen. Be- sondere Beachtung verdient au die umsihtige Sammlung von Ent- \heidungen, welhe niht auf die des Reichsgerihts beschränkt fein dürfte, da die Revision nicht auf Auslegung des Sächsischen bürger- lihen Geseßbuds gegründet werden kann. Es sei hiermit auf diese auch äußerlich vortrefflih ausgestattete Zeitschrift aufmerksam gemacht, der mit dem neuen Jahr eine vermehrte Zahl von Theilnehmern zu- wahsen möge. Für Bibliotheken sei bemerkt, daß auch die früheren Jahrgänge von der Verlagsbuchhandlung noch bezogen werden Tönnen.

Land- und Forstwirthschaft.

Die forstlihen Verhältnisse Preußens von Otto von Hagen, v. Ober - Landforstmeister. Dritte Auflage, bearbeitet nah amtlihem Material von K. Donner, Ober-Landforstmeister. Zwei Bände. Berlin 1894, Verlag von Julius Springer. Preis 20. ( Dieses im Jahre 1866 von dem inzwischen verstorbenen, damaligen Ober-Land- forstmeister von Hagen in erster Auflage herausgegebene Werk wurde auf Anregung des vormaligen Ministers für Landwirthschaft, Domänen und Forsten Dr. Lucius in zweiter Auflage im Jahre 1882 und auf Anregung seines Nachfolgers, des Staats-Ministers von Heyden, von dem Ober-Landforstmeister Donner in der jeßt vorliegenden dritten Auf- lage neu bearbeitet. Neben Fortführung der statistishen Tabellen der früheren Auflagen und Hinzufügung einiger weiterer Nachweisungen ist, soweit möglih, ein Vergleih zwishen den Verhältnissen des Sahres 1880/81, mit welhem die zweite Auflage abschließt, und denjenigen des Jahres 1892/93 gezogen, des leßten, für welches die Rechnungsergebnisse der preußishen Staatswaldungen vollständig vor- liegen. Nach diesem Vergleich hat die Fläche der Staatsforsten, ungeachtet der erfolgten Abtretungen an Servitutberechtigte sh um 8179 ha vermehrt, und zwar fast auss{hließlich durch Erwerbung von Oedland und ähnlihen Flächen, die lediglich durch Aufforstung zu einer angemessenen Nuyzbarkeit gebraht werden können. Die Abnußung an Holz ift um 1470919 fm gesteigert worden, was vorzugöweise durh die erheblihe Auëdehnung der Durchforstungen möglih geworden is. Dabei hat die Fläche, welche mit Holz von mehr als hundertjährigem Alter besteckt ift, eine Erweiterung um 46 765 ha erfahren. Die Nußholzausbeute ift Meigeitis von 29 auf 46 9/9 des Derbholzeinschlags gestiegen. Die teineinnahme an Geld hat sih um 15 981 440 ( erhöht. Mit Be- riedigung wird in dem Werke nachgewiesen, daß die rüher vorhandenen bedeutenden Unterschiede zwishen den preußischen Staatsforsten und den Forsten der übrigen deutschen Staaten, die in ihrem auf die Flächeneinheit bezogenen Ertrage weit günstigere Verhältnisse zeigten, sich im Laufe der Zeit zu Gunsten Preußens vermindert haben. ¿Ferner wird dargelegt, daß neben der Erwerbung und Aufforstung von Oedländereien während des seit dem Erscheinen der zweiten Auflage dicses Berichts abge- laufenen Zeitraums das Streben der Forstverwaltung wesentlich auf Verbesserung der in den Staatsforsten vorhandenen, wenig oder gar niht nuybaren Bruh- und Moorflähen und auf ihre Umwandlung in Wiesen gerichtet gewesen ist. Endlich läßt der Bericht klar erkennen, mit welcher Fürsorge die Forst- verwaltung bestrêbt gewesen ist, das Loos sämmtlicher Beamten, namentlich aber das der Waldarbeiter durÞ Gewährung billigen Pacht- landes, Errichtung von zahlreihen fisfalishen Waldarbeiter- wohnungen und durch Bewilligung von Baudarlehen und Bauprämien zur Seßhaftmahung der Arbeiter auf fiskalischem Pachtlande bedaht gewesen is, und wie dem Ausbau des Wegenctes innerhalb der Forsten unter Bewilligung von Beihilfen aus forstfiékalishen Mitteln zur Herstellung von Kunst-

_ flraßen in der Nähe des Staatswaldes cine ganz besondere Aufmerk-

samkeit zugewendet ist. Das Werk giebt somit eine umfassende und ühersichtlihhe Darstcllung über die forstlihen Verhältnisse Preußens Und wird deshalb allen denen willkommen fein, die sih über die Entwicklung auf diesem wichtigen Gebiet der Volkswirthschaft näher

unterrichten wollen. Gesundheitswesen. :

Handbuch der praktishen Gewerbehygiene, heraus- gegeven von Dr. H. Albrecht, Groß - Lichterfelde. VBeclin 1894. erlag von Nobert Oppenheim (Gustav Schmidt). Lieferung 1 und 2. Preis jeder Lieferung 4,50 4 Unter Mitwirkung erfahrener Fach- männer wird in diesem Handbuh der Versuh einer ein- gehenden Darstellung aller derjenigen Einrichtungen unternommen, die nah dem heutigen Stande der Technik im Fabrikbetriebe zum Schuße von Leben und Gesundheit der Arbeiter-durcführbar sind. Da es ein Hand- uh der Gewerbehygiene, das den neuesten Anschauungen entspricht, zur Beit [nicht giebt, ein solches aber sowohl dem Techniker als Leitfaden, wie gad der großen Zahl der staatlihen Fabrikaufsihtsbeamten und den erufsgenossenschaftlihen Beamten, denen die Aufsicht über die Durch-

runa der Unfallverhütungsvorschriften obliegt, als eine Anleitung ür thren verantwortung8vollen Dienst dringend wünschenswerth ift, so, kann das Erscheinen dieses klar und übersihtlich angeordneten, breit angelegten Werkes nur mit Freuden begrüßt werden, umsomehr, da auch der Betriebsunternehmer darin Gelegenheit findet, ih über die wichtigsten Grundsäße der Fabrikhygiene zu unterrihten, um an der Hand der hierin gewonnenen Kenntniß seine Maßnahmen zu treffen, und dem Arzt, infonderheit dem Medizinalbeamten, damit eine Ergänzung der hygienishen Lehrbücher geboten wird, die ihn mit den für Durch- führung der theoretishen Forderungen nothwendigen prafktischen Ein- richtungen bekannt maht. Die vom Herausgeber selbst verfaßte Cin- leitung enthält æinen Ueberblick über die Entwickelung des gewerb- lihen Gesfundheitswesens und dessen augenblicklihen Stand. In der ersten Lieferung behandelt der erste, vom Ober-Stabsarzt Dr. Billaret herrührende Abschnitt die „Gesundheitsshädigenden Einflüsse beim Gewerbebetriebe“, der zweite von Dr. H. Albreht bearbeitete Abscnitt: „Wesen und Ursahen der häufigsten Betriebs- unfälle" und eine Unfallstatistik. Die zweite Lieferung enthält den zweiten Theil des Werkes, der im dritten und vierten Abschnitt über Verhütung der durch den Aufenthalt in den Arbeits- räumen und die Fabrikationsmethoden bedingten Schädlichkeiten handelt. Im dritten Abschnitt spricht si{ch der Gewerbeinspektor W. Oppermann über den Bau und die baulichen Einrichtungen von Fabriken und Werkstätten, mit besonderer Rücksicht auf Gesundheits- flege und Verhütung von Unfalls- und Feuersgefahr aus, während im vierten Abschnitt der Regierungs-Rath Professor Hartmann die „Heizung und Lüftung der Arbeitsräume“ einer ausführlichen Be-

trahtung unterzieht. Unterhaltung.

Perspektiven, vermishte Schriften von Adolf Friedrich Graf von Shack. Zweiter Band. Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien 1894. Deutsche Berlags-Anstalt. Preis broschiert 5 4, ge- bunden 6 (A Dieses Werk, dessen erster Band ‘an dieser Stelle bereits erwähnt worden ift, darf in den weitesten Kreisen der deutschen Leserwelt der regsten Antheilnahme siher sein. Es war das leßte, womit der Geist des dahingegangenen Dichters sich be- \chäftigte, und is ganz und gar aus dem reihen Schag seiner Erfahrungen und Lebenserinnerungen ges{öpft. Wie der Titel „Perspektiven“ andeutet, bietet es eine Ausshau auf die verschie- densten Gebiete dar: auf das eigene Leben seines Urhebers, fowie auf literarishe und künstlerishe Gebiet: aus fast allen Zonen. Frankrei, Spanien, Jtalien, Arabien und Indien erscheinen in ihrer geistigen Eigenart vor unserm Auge, Vergangenheit und Gegenwart ztehen an uns vorüber; mit biographischen Skizzen wehseln Erörterungen über das Wesen der Kunft und lebendige, farbenprächtige Schilderungen von Kunstgebilden. Jn Graf Scha vereinigten sich in seltener Weise der Dichter und Forscher, und mit ihnen ging bei ihm der feinsinnige und fein- gebildete Lebemann Hand in Hand. Wenn beim Durchlesen seiner Werke auf der einen Seite das Gehaltvolle und Gediegene feiner stets formvollendeten Darstellung anzieht, so fesselt auf der andern ein leichter Plauderton, wie er nur wenigen zur Verfügung gestanden hat. In keinem seiner Werke aber tritt seine Vielseitigkeit so glänzend hervor wie in den „Perspektiven“. Das Buch kann als ein Ver- mächtniß an das deutsche Volk angesehen werden, das kein Leser aus der Hand lêégen wird, ohne darin in reihem Maße Genuß und An- regung gefunden zu haben.

Leben um Leben. Roman von M. Gebhardt. 2 Bde. Dresden und Leipzig 1894. Carl Reißner. Wenn man gewohnt ist, die Entwicklung der Ereignisse neuerer Romane auf einem geschiht- lichen oder sozialen Hintergrund zu finden, so hat der Dichter dieses Werks lediglih in Familienverhältnisse einen Einblick gegeben und auf Vorkommnisse in diesen Kreisen die Ereignisse aufgebaut. Die Leser, zu denen troß aller Zartheit der Sprache junge Mädchen nicht zu zählen sein dürften, werden derselben mit Spannung folgen. Der Dialog ist lebhaft, gewandt und natürlih, was als ein besonderer Borzug des Romans zu bezeichnen ift. i

Von der Gesammtausgabe der Ebers'shen Dichtungen e uns soeben Lieferung 26 bis 30 zugegangen. Sie bringen den in Lieferung 25 begonnenen Roman „Die Frau Bürgemeisterin“, in dem ein {öner Abschnitt aus der glorreihen Geschihte Hollands das Spalier bildet, um welches sih die Ranken der reizvollen Dichtung \{lingen. Damit \chlicßt der siebente Band der „Gesammelten Werke“. Im achten Band beginnt dann der interessante Roman „Die Schwestern“, der seinen Schauplaß wieder in dem alten Egypten, der allgemein anerkannten Domäne des Dichters, hat. Der überaus niedrige Preis die elegant ausgestattete Lieferung kostet nur 60 „Z sichert der {önen Ausgabe (Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt) einen Ehrenplatß in jeder Familienbibliothek. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen.

Berschiedenes.

Deutschlands Heerführer (1640—1894) verewigt in den Namen der Regimenter und Bataillone des deutschen Heeres. In Wort und Bild dargestellt von S prößer, Hauptmann und Kompagnie- Chef im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm, König von fetten (2. Württembergisches) Nr. 120. Mit Titelbild und 117 Bildnifssen im Text. Leipzig, Verlag von Ferdinand Hirt u. Sohn. Preis ge- beftet 3 4, in Prachtband 4 4 Dieses Werk ist keineswegs nur für vie Armee bestimmt, sondern für alle Kreise, die sih für dieselbe interessieren. In fesselnder Darstellungsweise werden darin 125 Lebens- bilder von Männern vorgeführt, die durch Wort und That in Kriegs- und Friedenszeiten zur Größe und zum Nuhm Deutschlands bei- getragen haben. Sehr willkommen ist die Beigabe zahlreiher Por- träts. Bei der chronologishen Anordnung der flott geschriebenen Einzelbiographien bildet das Buch gleichzeitig eine kurzgefaßte deutsche Kriegsögeshihte. Der Bezug des empfehlenswerthen Werks, das sih ganz besonders als Geschenk für die männlihe Jugend eignet, kann auch nach und nah in 6 P zu je 50 „z stattfinden.

Der Königsurlauber. Eine Geschihte von deutscher Soldatentreue. Jung und Alt gewidmet von Paul Arnold. Mit vielen Abbildungen. Leipzig, Verlag von Ferdinand Hirt u. Sohn. Pr. 1 4 Geb. 1,60 M) Diese kleinere Schrift läßt die Verlagsbud, handlung dem vor einigen Jahren erschienenen Werk „Jederzeit kampfbereit", von Oskar eer und Arnold Ludwig, in gleiher Absicht jeßt folgen. Im Rahmen einer Erzählung, wie Knaben sie lieben, wird darin die Kenntniß des Heeres, seine Aufgabe, feine Einrichtungen vermittelt, an Beispielen aus den leßten Kriegen unseres Volks das Herz der Jugend entzündet und die Liebe zum Soldatenstand eingepflanzt. Nicht früh genug und nicht tief genug, sagt der Verfasser, könne es der männlihen Jugend eingeprägt werden, daß sie einst die Wehr zu tragen hat, zur eigenen Ehre, im Dienste des Kaisers und zum Schuß der Heimath. Das kleine Buch, welches an seinem Theile dazu beitragen möchte, daß der männliche Nachwuchs Gottesfurht, Tapferkeit, Treue und Gehorsam lerne, sei den Eltern als gute Lektüre für Knaben empfohlen.

„Die evangelishe Diakonie als Beitrag zur Lösung der Frauenfrage* bildet den Gegenstand einer im VBer- lage der Deutshen Schriftsteller-Genossenshaft (Charlottenburg, Berlinerstr. 110) ershienenen Schrift von A. Gemberg, die von hohem Interesse sowohl [E alle diejenigen ift, die alftiv oder passiv an den Werken christlicher R, insbefondere an der Kranken- vflege betheiligt sind, als auch für alle Personen, die sich mit der Frauenfrage beschäftigen. Ju klarer, objektiver, von jedem kon- fessionellen Eifer freier Weise legt die Verfasserin mit genauer Sach-

1894.

kenntniß die Verhältnisse der evangelishen Diakonie in ihren ver- schiedenen Zweigen: der Krankenpflege, des Lehramts und der inneren und äußeren Mission, unter besonderer Berücksichtigung Preußens, dar und stellt denselben diejenigen der ungleich reicher ent- widckelten katholishen Frauenorden gegenüber. Sie verweist die erwerb- suhenden H auf den weiten und noch sehr mangelhaft bearbei- teten Wirkungskreis, der sih ihnen im Rahmen der evangelischen Diakonie eröffnet ein Wirkungskreis, der niht nur auf das weib- lihe Gemüth eine mächtige Anziehungskraft übt und für eine an Arbeit, aber auch an Segen und {öônen Erfolgen reihe Thätigkeit Raum bietet, fondern auch denen, die ihre Kräfte demselben widmen, ein vor kleinlihen Lebenssorgen getecris Dasein gewährt. Das kleine Buch verdient entschieden Beachtung und möglihste Verbrei- tung ; Teglere kann durch den verhältnißmäßig niedrigen Preis (2 4) nur gefördert werden.

Im Verlag von Carl Heymann in Berlin hat der Kämmeret- Kassenrendant C. Höhme eine interessante Arbeit unter dem Titel „Das städtishe Depositalwesen erscheinen lassen, in der er „Grundsäße zur Einrichtung, Führung und Beaufsichtigung städtischer Depositalkassen“ aufstellt und einen Entwurf zur Deposital- ordnung und zwölf Musterformulare anfügt. Der Verfasser weist auf die P hin, der Möglichkeit von Unredlichkeiten über- haupt entgegenzuarbeiten und glaubt mit seinen Vorschlägen l un- bedingte Klarheit und Sicherheit in die Buhsührung gebracht zu haben, daß der die Aufsicht führende und die Rechnungen revidierende Beamte jede Unregelmäßigkeit ficher und ohne Schwierigkeit sofort entdecken muß. Das yon Höhme vorgeschlagene System hat sih, wie in der Einleitung bemerkt wird, in Marienburg W.-Pr., wo der Verfasser amtiert, bewährt und durch Erprobung während eines Jahres als durchführbar bewiesen. Das auch äußerlich gefällig ausgestattete Buch handelt an erster Stelle vom Geschäftsgange, dann von der Buch- führung und endlich von der Aufsicht.

Zeitschriften.

__ Heft X der „Anaalen der Hydrographie und Mari- timen Meteorologie“, herausgegeben von der Deutschen See- warte in Hamburg (E. S. Mittler und Sohn), hat folgenden Inhalt: Die physikalishen Verhältnisse des Meeres, Vortrag des Vorsitzenden der geographishen Sektion der „British Affociation“, des Kapt. z. S. W. I. L. Wharton, R. N., F. R. S., in Orford am 9. August 1894; Zur Hydrographie und Meteorologie der deutschen Postdampfroute zwischen Singapore und Herbertshöh (Neu-Pommern) ; Bon Nio de Janeiro nah Valparaiso, aus dem Reiseberiht S. M. S. „Alexandrine“, Kommandant Korv.-Kapt. Schmidt; Fahrten dur das Rothe Meer und an der Ostküste von Afrika, Reiseberiht des Kapt. E. Elson vom Reihs-Postdampfer „Reichstag“ ; Loanda—Kamerun, aus dem NReiseberiht S. M. S. „Sperber“, Kommand. Korv.-Kapt. v. Arnoldi; Cartagena, Columbien von Kapt. F. Niejahr, Führer der Bark „Anna Schwalbe“ ; Notizen: 1) Beruhigung der Wellen durch Del. 2) Das Lootfenwesen in Savannah, Georgia. 3) Depots von Konserven 2c. für Schiffbrüchige auf den Kerguelen, St. Paul und Neu-Amsterdam. 4) Ein Bericht über das Glätten der See durch Seifenwasser. 5) Stromverseßung zwishen Sydney und Apia. 6) Ausbleiben des Südostpassats zwishen Sydney und Apia anfangs Mai 1894; Eingänge von meteorologishen Tagebüchern bei der Deutschen Seewarte im September 1894; Die Witterung an der deutschen Küste im Monat September 1894.

Kalender.

Mein Kinderkalender. Vätern "und Müttern gewidmet. Verlag von Karl Fr. Pfau in Leipzig. Preis elegant gebunden 75 „§. Der ungenannte Berfasser dieses Büchleins hat seine Gedanken über die Erziehung der Kinder, denen man in allen Punkten nur bei- stimmen kann, in folgenden sieben Abschnitten niedergelegt: 1) Die ersten Elternpflichten; 2) Gerechtigkeit und Konsequenz der Eltern gegen das Kind; 3) Pflichten der Eltern gegen das Kind während der Schuljahre; 4) Einfluß forgfältiger Erzie ung auf das Kind nah den Schuljahren ; 5) Abhärtung von Seele und Leib; 6) Bewahrung der Kinder vor Erkrankungen; 7) Aufklärung über die Gefahren, welhe dem Kinde an Seele und Leib drohen. Mit einem an- \sprehenden poetischen Schlußwort endigt der Text. Zum Aufzeihnen besonderer Ereignisse sind noch Notizblätter beigegeben. So werthvoll wie der Inhalt des kleinen Werks, so geschmackvoll ist seine äußere Ausstattung.

Handel und Gewerbe.

Leipzig, 17. November. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B pr. November 2,90 #4, pr. Dezember 2,90 4, pr. Januar 2,927 #4, pr. Februar 2,95 #4, pr. März 2,95 A, pr. April 2,97} F, pr. Mai 2,974 4, pr. Juni 3,00 Æ, vr. Juli 3,025 Æ, pr. August 3,024, ver September 3,05, per Oktober 3,073, per November 3,10 « Umsay 10 000 kg.

Budapest, 17. November. (W. T. B.) Die außerordentliche Generalversammlung der Pester Kommerzial-Bank beschloß einstimmig die Erhöhung des Aktienkapitals von 10 Millionen Gulden auf 124 Millionen durch Emission von 5000 volleingezahlten neuen Aktien à 500 Fl. nominal zum Emissionskurs von 1000.

London, 17. November. (W. T. B.) 96% Jayazuck er loko 123 ruhig. Rüben-Rohbzucke? loto 9# ruhig.

19. November. (W.T. B.) Die Gerreidezufuhren be- trugen in der Woche vom 10. November bis 16. November: Engl. Weizen 867, fremder 56 551, engl. Gerste 2351, fremde 40535, engl. Malzgerste 15 625, frerade —-, engl. Hafer 2270, fremder 52 797 Qrts., engl. Mehl 21 534, fremdes 50 180 Sack und 126 Faß.

An der Küste am 17. d. M. 1 Weizenladung angeboten.

Amsterdam, 17. November. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 50. Bancazinn 401,

Belgrad, 17. November. (W. T. B.) Die Einnahmen der Serbischen Tabackregie betrugen vom 1. Januar bis 31. Ok- tober 1894 7 782794 Fr. (+4 44383 Fr.). Die Einnahmen der Serbi schen Salzregie betrugen vom 1. Januar bis 31. Ok- tober 1894 2 682 008 Fr. (— 73 747 Fr.).

New-York, 17. November. (2. T. B.) Die Börse eröffnete * \{chwach und mit niedrigen Kursen, im weiteren Verlauf wurde die Haltung unregelmäßig; der Schluß war im allgemeinen schwach. Der Umsaß der Aktien vetrug 122 000 Stück. 7

Weizen eröffnete recht fest und stieg dann während des ganzen Börsenverlaufs mit wenigen Reaktionen infolge von Käufen für Rech- nung des Auslandes und auf bedeutende Cxporte zu Lande und zu Wasser. Schluß recht fest. Mais einige Felt nach Eröffnung auf die Festigkeit des Weizens steigend, später Reaktion auf erwartete Zunahme der Ankünfte. Schluß träge. : :

Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 7597 991 Dollars gegen 7 508 245 Dollars in der Vorwoche, davon für Stoffe 1573808 Dollars gegen 1 562 458 Dollars in der N

Chicago, 17. November. (W. T. B.) Weizen Q ih nach Eröffnung etwas ab infolge großer Ankünfte im Nordwesten; später trat infolge festerer Berichte und lebhafter Käufe Grholung ein. Schluß fer, Mais allgemein fest während des ganzen Börsenverlaufs. Schluß träge.

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