1894 / 278 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

November. (W. T. B.) Nordd ves n hat r Abends, St. Vincent passiert. Der Post-

ark *, vom La

"fer „Weimar“, von Baltim

M 25. November. W. . B. Der November von New-York abgegan „,„ in Genua angekommen.

pel an

2 Uhr I NES in ros L

eSaale“ 3

thampton nah Corunna fortgeseßt. -8 Uhr gens

„Darmstadt“ hat am 24. November, von Antwerpen nah Bremen fo

m Lnrg . November.

kfanishe Pa

„Augusta Victoria*® ist, von 9 Uhr in Cuxhaven eingetroffen.

Theater und Musik. Konzerte.

ew-Yo

Die Sing-Akademie be ing gestern, wie alljährlich am Todten- Gedi tniß der Verstorbenen durch eine

weihevolle Aufführung. Unter Leitung des Herrn Professors Martin ah’s Actus tragicus „Goties

B S ist die allerbeste Zeit“ und ließ sodann „Die sieben Worte Jesu

fest - Sonntag, die Feier zum lumner sang der Chor zunächst

sti am Kreuz“ von Heinrich Schütz folgen.

geen E und stilvoll gehaltenen Werke e

stimmig

ab. Von wundervoller Wirkung sind das „Tes deum me fons pietatig“

Auch dieses Ne-

ee laudamus“, das „Dies irae“, „Salve und besonders das „Sanctus“ und „Agnus dei“.

quiem, das nur für gans ohne Betheiltigun

esten Vorbildern anschließt, wurde unter der präzisen Leitung des Dirigenten von dem Chor und dem Orchester Zusammenwirkung und geist-

komponiert is und sich den

mit unübertreffliher Präzision in der voller Durchdringung des Inhalts ausgeführt.

Am Sounabend gab das Künstlerpaar Rudolf Gmür (Bariton) dessen künstlerische Leistungen hier bereits vortheilhaft bekannt sind, im Saal der Sing- | Der Akademie ein Konzert, das mit zwei Duetten von Schumann und Saint-Saëns eröffnet wurde. Die Stimme des Sängers, der noch mehrere Lieder von Schubert, Schumann, Weingartner, Heß und in der Höhe einige edel und seh

und Amélie Gmür-Harloff (Sopran),

anderen fang, ist wohlflingend, wenn sie auh Ema ng merken läßt; der Vortrag is drudck8voll,

n der Polonaise aus

kam. Auch die Arie von begleitung und Lieder von Kjerulf,

Die jugendlihe Sängerin Albertine

abend im Saal Bechstein einen Lieder-Abend.

i ore kommend, r, 34 Uhr Morgens, auf der Weser angekommen. elldampfer , ist am 23. N er Postdampfer - November von New-York abgegangen, ist am 283. November, ommen. Der Schnelldampfer am remen und am 14. November pon Southampton abgegangen, ist am 24. November, 3 Uhr Mor- gens, in New-York angekommen. Der Postdampfer „H. H. Meier“ at am 24. November, 10 Uhr Vormittags, die Neise von Sou- Der Reichs - Postdampfer „Hohenzollern *, von Australien kommend, hat am 24. November, Gibraltar passiert. Der Reichs - Postdampfer 12 Uhr Mittags,

régesevt.

¿20 (W. T. B.) Hamburg-Ameri-

etfahrt E ny Saat aft. Der Schnelldampfer kommend, gestern Abend

Beide Werke wurden von dem Chor mit Begleitung des Philharmonishen Orchesters und dem Orgelspiel des Herrn Kawerau unter Mitwirkun Emmy Haberlandt, Anna Blaauw und der Blaesing, C. Weiß und G. Nolle sehr lobenswerth ausgeführt. Als drittes Chorwerk kam ein „Requiem“ von L dra ¿u Gehör, das hier noch niht bekannt war. ist überwiegend polyphon gehalten und zeichnet \sih besonders durch melodishe Erfindung aus, welche die Textesworte in oft rührender und ergreifender Weise musikalish eee S7 we t des Chors in geeigneter Weise mit dem fechs\timmigen

Seine Gattin besißt außer] der stets gerühmten Klang- rana: ihrer Stimme noch eine lobenswerthe Koloraturgewandtheit, die „Mignon“ von Thomas trefflich zur Geltung ozart aus „TI pastore“ mit Violin- Weingartner, Schumann und Lassen gelangen vorzüglih. Herr Walther Cavallery (Violine), der die Arie begleitete, erfreute noch durch den wohlgelungenen Vor- trag zweier Konzertsäße von Mendelssohn. Den Beschluß des Abends machten zwei Duette von Cornelius und Hildah, welche glei den anderen Leistungen mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. eer, die uns {hon in dem Konzert des „Böhmischen Quartetts“ begegnete, gab am Sonn- ( Mit klangreicher und wohlgeshulter Stimme brachte sie Lieder von G. Giordani, Himmel,

er Lloyd.

Post-

: ben ist am 23. No- s E

e Ofsip ulda“, | aufgenommen wurden. ovember, Nedckar*, Cavalleria rusticana“ Santu za: räulein QDietriß, Alfio: gnaz Brüll’'s Oper „Das ewny vom Stadttheater in hristine; außerdem treten

Nikolas auf.

ie Reise wie folgt

rollen sind Mandanika:

Hochenburger ,

Bettelmönch : von Calderon’'s Drama Woche verlegt.

Im ermäßigten Preisen.

Aenderung erfahren. ihn ergangenen Aufforderungen,

der Damen erren Felix

Hause in Scene. Ballets „Meißner Ba _ Die Sängerin

von | dieser

Heinri Das

Brautlieder , Brahms, Löwe, von J. Schulz

In dem

elt die Vier- Schubert

und W.

von Solisten | tag lautet: Quartett B-dur von

burg auf Staatskosten statt.

eine herzliche Beileidsadrefse.

e So ‘Klang, | statt.

11/4 Uhr am Saugarten.

Todtenfest-

Allee im Freien,

Ae der großen

A. P. Sh en gatiner, Cornelius, Schumann, Schubert und Brems zu Gehör, die sie mit rihtigem D s auch Belebtheit des Ausdrucks vortrug. Der Violinist chnirlin unterstüßte das Konzert wirksam dur einige Vorträge, die glei denen der Sängerin mit lebhaftem Beifa

Im Königlichen Des wird morgen IRRE E m en: Frau Pierson, Turiddu : Herr Sylva,

Frau Herzog als Therese, als Gontran, Herr Stammer als Bombardon, Herr

Im Königlihen Schauspielhause altindishe Märchen-Drama eNolamaenne in eßt:

: Fräulein Herr Arndt, Karudatta: Herr Ludwig, Rohasena: Felicitas Ceri ioli, Herr Klein, Maitreja: Herr Herßer. Die Vorstellung „Das Leben ein Traum“ wird auf nächste

j riedrih-Wilhelmstädtishen Theater geht morgen

die Strauß'she Operette „Die Fledermaus“ in Scene, und zwar zu In Vorbereitung befindet i,

„Pariser Leben“, welches demnächst mit Fräulein Elise Gabriele zur Aa ibeuag gelangt. -

Der Spielplan des Theaters Unter den Linden hat eine

Herr Direktor Frißsche entspricht vielfah an

neuen Strauß’schen Operette „Jabuka* in das Theater Unter den Linden verlegt. Das Werk geht morgen zum ersten Mal in diesem

1 ignora Maria Antonietta Palloni, welche sex Tage in Hamburg und Bremen aufgetreten is, giebt am Mittwoch im Saal Bechstein einen Liederabend. Dees Catharina Zimdars singt an ihrem Liederabend in der ing-A kademie an demselben Tage eine Reihe Cornelius’\{her Lieder und Balladen und Taubert. wirkung übernimmt der Violinvirtuose Das Programm der nächsten, IIl. Herren Professor Josef Joachim und Genossen am Donners-

bon Schumann und Quartett Es-dur, op. 127, von Beethoven.

Die Beerdigung Anton Rubinstein's findet am Mittwoch auf dem {Friedhof des Alexander- | Die Kaiferlih russishe musikalische Gesellschaft hat eine Subskription zu einem Grabdenkmal eröffnet. General-Intendant Graf Hochberg sandte der Wittwe Rubinstein?s

Fagd. Morgen, Dienstag, findet Königliche Parforce-Jagd Stelldichein : Mittags 1 Uhr am Jagdschloß Geunevalb,

Mannigfaltiges.

Am gestrigen, der Erinnerung

; onntag waren die Kirchen der Stadt Vormittags

dicht gefüllt. Am Nachmittag fanden auf zwölf Kirhhöfen Gottesdienste statt: auf dem Kirchhof in der Ackerstraße und auf dem in der auf den beiden Garnisonkirchhöfen sowie auf den Gemeinden in reienwalderstraße, vor dem Königsthor, in der Landsberger Allee und

in Neu-Weißensee in der Kapelle. am Morgen das Ziel vieler Besucher,

bahn st

fämmtl

folgender Beseßung gege rau Lola: Herr Fränkel. Darauf folgt oldene Kreuz“. Fräulein Irene tettin gastiert in der Rolle der err Philipp chmidt als

geht morgen das Scene. Die Haupt- Frau von

Vasantasena: Samsthanaka: | Der

Lindner,

Reggio,

Offenbach's

geordnet. Kramm als

indem er die Wiederholungen der

Die Altistin

von Mendelssohn , Schumann sowie Gesänge Die instrumentale Mit- oe Adolf Brodsky.

uartett-Soirée der

Franz, NReudn

Haydn, Quartett A-mol], op. 41,

dem „W. T.

Newski-Klosters in St. Peters-

behörden.

Polizisten. gestellt.

an die Verstorbenen gewidmeten

Prinzen- der Bergstraße, in der

Die Kirhhöfe selbs waren {hon weldhe gekommen waren, um

verspürt. Die Vereinigung italienishen Preßvereine einen Au e Sammlungen für die Opfer des jüng

/ io, 25. November. organisiert Hilfscomités und hat die Wiedereröffnung der Schulen ane sf far Tee isch ersuch E

rungskfommissar telegraph ersuht, im Einvernehmeu mi Bürgermeistern Hilf h 0

Magdeburg, 26. November. Die Königliche Eisenbahn-Direk. tion Magdeburg meldet: Gestern Abend gegen 92 Uhr ist durch A Verbindungszug 1068 Sudenburg-Budckau auf dem nicht ges 1 s{lossenen Uebergang des Breitenweges in Sudenburg- Magdeburg ein Den Theaterabend beschließt der zweite Akt des P Een erfaßt und zertrümmert worden.

a

d ür

_B.“ zufolge in der vergangenen Nacht ein haus vollständig niedergebrannt. heute die verkohlten Leichen der drei alten Bewohner des Hauses hervorgeholt. Au Vieh ist verbrannt. Raubmord und Brandstiftung vorliege. Spur. Vor Ausbruch des Feuers wurde in dem Hause Licht bemerkt,

Rom, 26. November. munalsteuer veranstalteten, na Alatri etwa 600 Bauern eine Kundgebung gegen die Gemeinde- Die Tumultuanten, unter denen si viele Frauen befanden, \hleuderten Steine Durch Militär wurde die Ordnnng \{ließlich wieder her-

Genaua, 25. November. hebung der Accise auh auf die Ortschaft Ruta ausdehnte, demon- strierten, wie ,W. T. B.“ mittheilt, die Bewohner von Ruta gegen die Munizipalität und zerstörten drei Zollhäuschen ; waren an dem Tumult betheiligt. keinerlei Gewaltakt verübt. her und verhaftete acht Ationen nunmehr mit Hilfe der 2

die Gräber mit Blumen und Kränzen zu {mück J an den Ruhestätten threr Lieben in Y: egte ay Die Piat J Massen orene Einlegung von Wagen für die Bewältigung R

„Tesla’'s Licht der Zukunft“ iris S N

ndacht zu verweilen. Di

hat in der Urania einen so

daß am Sonnabend im Vorverkauf

e Billets vergriffen waren ; infolge dessen hat

auf Wunsch der Direktion sich ents{l de Pren age Herr P. S ies Vorführung der Tesla’shen Versuhe nah wollte, um einige Tage aufzuschieben, wodur Vortrag morgen und am Mittwoch Abend zu wiederholen.

Veber das Erdbeben in Süd-Jtalien wird dem „W. z weiter beritet : B.

Nom, 25, Reggio wiederum ein wellenförmiger Erd (erti aus N essina iumeivee E lay ai Ln

rd\toße wahrgenommen, denen ein starker kurzer Zentralstoß voranat

1 Bevölbeoeno bemächtigte sich 8 uge Pr Mineo wurden gestern Nachmittag 5 Uhr neuerlih leite N

ossen, seine Reise, die er h außerhalb fe er behu es ermöglidht wird, den

November. In der veigenen vera ie in o} ver|purt. Wie

achts zwei {wae

wieder eine Panik. Au in e

der hiesigen Presse beshloß, an alle

behufs Einleitung bon sten Erdbebens ergehen zu lassen Der Regierungskommissar Gal} räfekten Italiens wurden von dem Regie-

8comités einzusetzen.

Von den Jn:

ssen des Pferdebahnwagens wurden einer getödtet, einer wer u vier leiht verleßt; auch das Pferd i verletzt. ' E s des Zuges und des Pferdebahnwagens ist niht zu Schaden gekommen, Die Untersuhung wurde sofort eingeleitet und der ÜUeberweg8wärter vom Wärterdienst zurückgezogen.

24. November.

Das Fahrpersonal

In- der Charlottenstraße zu Leipzig

Reud zte laut Meldung des „W. T. B.* heute Nachmitta ein bis zum Dach fertiggestellter Neubau zusammen und begru zehn Arbeiter unter den Trümmern. die anderen sieben schwer verleßt.

Hamburg, 24. November.

Von diesen sind drei getödtet,

In Boberg bei Pas ist Bauern- Aus den Trümmern wurden

Man glaubt allgemein, daß Von dem Thäter fehlt jede

L

Infolge der Erböhung der Kom- Meldung des „W. T. B.*, in

gegen das Gemeindehaus und verletten zwei

Da die Gemeinde Camogli die Er-

500 Perfonen i Gegen Personen wurde jedo Die Polizei stellte die Ordnung wiede Die Erhebung der Accise wir ehörden ausgeführt.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

R S S L S S S I I E A

Wetterb p vom 26. November, r

e 8 Uhr Morgens.

[fius 49%

Stationen. Wind. Wetter.

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red. in Millim. Temperatur in 9 Ce

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2halb bed. 775 3|bedeckt 777 4'heiter 778 |O 4 'bedeckt 780 2bedeckt 765 4\wolkig 777 2ibedeckt

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767 Wiesbaden .

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Do

1) Leichter Nebel.

Nebersiht der Witterung.

Unter dem Einflusse eines hohen barometrischen Maximums über 780 mm im mittleren Ostsee- gee wehen über Zentral-Europa leichte bis starke iche Winde, unter deren Einfluß in den nördlihen ebietstheilen die Temperatur weiter gesunken ist. Depressionen lagern im hohen Norden und jenseits der Alpen, w leßtere an der Adria Bora- Freme hervorruft. In Deutschland if das etter vorwiegend trübe und ziemlich falt; Niedershläge werden nicht gemeldet. Im Inúern E, Belgiens and Hollands, fowie im mittleren Deutschland herrs{t leichter Froft ; auch an der deutshen Küste und in Süddeutschland ben fast überall Nachtförste stattgefunden. Nord- uropa ist unter dem Einfluß vorwiegend westlicher Winde verhältnißmäßig mild. j Deutsche Seewarte,

Theater-Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern- haus. 250. Vorstellung. Cavalleria rusti- cana (Bauern-Ehre). Oper in 1 Aufzug von

tetro Vascagni. Text nah dem aleihnamigen BVolksftück von G. Verga. In Scene geseßt vom ODber-Regifseur Teylaff. Dirigent: Kayell- meister Dr. Muck. Das goldene Kreuz. Oper in 2 Akten von Ignaz Brüll. Text nah dem Fran- zösishen von Salomon Hermann von Mosenthal. Tanz von Paul Taglioni. Dirigent: Musikdirektor Wegener. Anfang 7ck Uhr.

Schauspielhaus. 261. Vorstellung. Vasautasena. Drama in 5 Aufzügen von Emil Pohl, mit freier Benußung der Dichtung des altindishen Königs Sudraka. In Scene geseßt vom Ober-Regifseur Mar Grube. Dekorative Einrichtung vom Ober- Insoektor Brandt. Anfang 75 Uhr.

Mittwoch : Opernhaus. 251. Vorstellung. Hänsel und Gretel. Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humperdinck. Text von Adelheid Wette. Karneval. Ballet-Burleske in 2 Aufzügen von Emil Graeb. Musik von Adolf Steinmann. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 262. Vorstellung. Wie die Alten sungen. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl Niemann. Anfang 7# Uhr.

Deutsches Theater. Dienstag: Zum ersten Male: Gespenuster. Ein omiliendrama in 3 Auf- zügen von Henrik Ibsen. Autorisierte Uebersetzung. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch : Die Weber.

Donnerstag: Gespenster.

Berliner Theater. Dienstag: Zum ersten Male: Die Haubenlerhe. Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch : Die Karls\chüler.

Zum ersten Male: Madame

Donnerstag : Lustspiel in 4 Akten von Victorien

Sans-Gêne. Sardou.

Lessing-Theater. Dienstag: Zum ersten Male: Gespenster. Familiendrama in 3 Akten von Henrik Fbsen. Deutsh von E. Brausewetter. Anfang#7ck Uhr.

Mittwoch: Zwei Wappen.

Donnerstag: Gespeuster.

Refidenz - Theater. Blumenstraße Nr. 9.

Direktion: Sigmund Lautenburg. Dienstag: Zum 23. Male: Der Unterpräsekt, Schwank in

3_ Akten von Leon Gaudillot. Deutsh von Mar

Schönau. Vorher: Villa Vielliebchen. Lust-

A in 1 Akt von Benno Jacobson. Anfang r.

“Mittwoch und folgende Tage: Der Unterpräfekt.

Villa Vielliebchen.

Neues Theater. Siffbauerdamm 4a. /5. Dienstag: Figaro’s Hochzeit. Lustspiel in 5 Akten von Beaumarchais. Neu überseßt und bearbeitet von Ludwig Fulda. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Das neue Stück.

Donnerstag: Komödiauteu !

Freitag: Das neue Stück.

Friedrih - Wilhelmstädtishes Theater. Chausseestraße 25/26. Dienstag: Die Fledermaus. Operette in 3 Akten nach Meilhac und Halévy bearbeitet von . Haffner und Nich. Genée. Musik von Johann trauß. Negie: Herr Binder. Dirigent: Herr Kaprllmeister Baldreih. Ermäßigte Preise der Plätze. Anfang 7ck Uhr. Mittwoch: Die Fledermaus.

Theater Unter den Linden. Behrenstr. 55/57. Direktion: Julius Frißshe. Dienstag: Zum ersten Male in diesem Hause: Jabuka von Johann Strauß. Hierauf: Ballet. Anfang 75 Uhr.

———_—————

BPentral-Theater. Alte Jakobftraße Nr. 30. Direktion: Richard She, Dienstag: Emil Thomas a. G. Anna Bâdlers. Josefine Dora.

um 89. Male: O, diese Berliner! Große

osse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern (nah

Pir Musik von Julius Einödshofer. Anfang { Uhr.

Adolph Ernsi-Theater. Dienstag: Char- ley’s Taute. Schwank in 3 Akten von Brandon Thomas. Vorher: Die ewige Braut. Lieder- spiel mit Tanz in 1 Akt von W. Mannstädt und J. Kren. In Scene geseßt von Ad. Ernst. Anfang

74 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.

Konzerte.

Konzert-faus. Dienstag: Karl Meyder. Konzert. Ouv. „Maximilian Robespierre“, Litolff.

„Die Felsenmühle*, Reissiger. Vorspiel z. „Loreley“ v. Bruck. Phantasie a. „Don Juan“ v. Mozart.

ingró’'s „Reise durch Berlin*) von Julius

Erinnerungswalzer von Waldteufel. Troubadour- hantasie f. Violine v. Alard (Herr Carnier). arneval von Venedig f. Piston v. Arban (Herr Werner).

Saal Bechstein. Linkstraße 42. Dienstag, Anfang 72 Uhr: Akx. Soirée des Böhmischen Streich-Quartetts, unt. güt. Mitw. des Klavier virtuofen Herrn Prof. J. Jiránek.

Pirkus Renz (Karlstraße). Dienstag: Tje Ni En. Neue Einlagen in d. sensationellen Tänzen les grelots vivants u. jeu des barbichons. Außerdem: 6 trak. Rapphenaste, vorgef. v. Dir. Fr. Renz; Cyd u. d. Steiger Solon, ger. von Frau Renz-Stark; Jeu de barre, kom. Reitpiece, außgef. v. d. Herren Krembser, Bayer u. William; d. sen- sation. Hand-Equilibrist Mr. Jules Keller, der beliebten Clowns Gebr. Villaud 2c. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Tjo Ni En.

C K R S ECOOS P E R N R R C E T

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Frida Schering mit Hrn. Haupt- mann Alfred Ziethen (Berlin). Frl. Clara Rosentreter mit Hrn. Lieut. Rudolf von Madeyski (Deutsh-Eylau Riesenburg).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Heinrih Grafen Finck von Finckenstein (Ober-Eisersdorf). Ln Seminar-Direktor Reimann (Peiskretsham O.- j Hrn. Berg-Affessor a. D. Dos (Königshütte). Eine Tochter: Hrn. Hauptmann von Bornstedt (Egsdorf).

Gestorben: Hrn. von Unruh Sohn Kurt (Kl. Münche). Hr. Prem.-Lieut. a. D. Bruno Graf Neidhardt von Gneisenau (Halle a. S.). Verw. Fr. Geh. Justiz-Rath Charlotte Henrici, geb. von Frankenberg und Ludwigsdorff (Neisse)- Hr. Bürgermeister Otto Hentschel (Gottesberg).

Verantwortlicher Redakteur : J. V.: Siemenroth in Berlin. Verlag- der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagl- Anstalt, Berlin 8W,, Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünß? Beilagen L (einshließlich Börsen-Beilage), (1789)

und die Gewinnliste der 9, Weseler Geld- lotterie,.

zum Deutschen Reichs-An

M 278.

Literatur.

Nechts- und Staatswissenschaft.

Neichslandes _ Das Verwaltungsreht in Elsaß- Lothringen von Albert Leoni und Karl Mandel, Ministerial- Räthen in Straßburg. Pre ues i. B. und Leipzig 1893, F. C. B. 8 M Der erste Band dieses Werks „Das Verfassungsreht des Reichslandes Elsaß-Lothringen“ ist außerhalb des „Handbuchs des öffentlihen Rechts“ erschienen, von dem die vorliegende Abtheilung Bd. 11 Abth. 2 bildet. ögerte Erscheinen hat nach dem Vorwort seinen Grund in der | des snzwis{hen eingeleiteten Umgestaltung des Gemeinderehts, welches, nicht in Kraft getreten, so doh der Form nach fest- gestellt ist. Abschnitt T handelt von der Einzelverwaltung, und zwar in drei Kapiteln: Kapitel 1 „Elsaß-Lothringen als Subjekt des Staats- „Von den Staaksausgaben“. hier scharf und bestimmt Stellung gegen in Anm. 1 S. 1 hervortritt. Kap. 3 betrifft das „Etats- und Nechnungswesen“. Abschnitt IT ist be- Dieser Darstellung ift (S. 52 Anm. 1) die nun vom Landesausshuß und vom Bundesrath angenommene Gemeindeordnung zu Grunde gelegt, obwohl dieselbe die Kaiserliche Sanktion noch nit erhalten hat. Ihre Inkraftsezung ist von der Aufhebung des im Wege der Reichsgefezgebung zu stande gekommenen Geseßes vom 4. Juli 1887 abhängig, welches die Regie- rung ermächtigt, Bürgermeister und Beigeordnete außerhalb des Gemeinderaths zu ernennen, die Stellen derselben mit angemessener Besoldung auszustatten und Landesbeamte, die si zur Uebernahme folher Stellen bereit erklären, mit Wartegeld zur Disposition zu stellen, au die Dienstbezüge von Bürgermeistern und Beigeordneten erklärt (sogenanntes Berufsbürgermeistergeseß). hieraus, daß dieser Theil des Werks gewisser- vorgreift, aber den Zweck erreicht , die bereits in Sicherheit gebrachte Neugestaltung darzustellen und nach Einführung der neuen Gemeindeordnung maß- Abschnitt 11 zerfällt in folgende Kapitel 1) Orts- Es folgt Abschnitt 11 Allgemeines Polizeireht, Kap. 2: Die Sicherheitspolizei, Kap. 3: Verwaltung in Bezug auf das physische Kap. 4: Verwaltung in Bezug auf das wirthschaftlihe Leben, Staatskirchenrecht. Werk zeigt alles verwerthet, was Literatur und Rechtsprechung darbot. Klar und sicher ist überall die Ausdrucksweise, sodaß damit niht nur der in der Verwaltung thätige Beamte ein zuverlässiges Res, sondern jeder E ein belehrendes Hilfsmittel zur

Das öffentlihe Recht des

Lothrin gens. Zweiter Theil.

Mohr (Paul Siebeck). Lex. S. 307.

wenn auch no

vermôgens“, Kapitel 2 werth erscheint, daß Laband genommen i}, was sofort

titelt: „Gemeinden und Gemeindeverfassung“.

für Pflichtausgaben Es ergiebt fich maßen den Verhältnissen

und Zuständen

gebend zu bleiben. i ä gemeinde, 2) Höhere Gemeindeverbände. „Landesverwaltung*, Kap. 1:

Leben,

Kap. 5: Unterriht und Bildung,

lärung des eigenen Urtheils erhält.

Erste Beilage

Berlin, Montag, den 26. November

Kommentar zum gemeinen deutschen Kirchstetter.

dvokat in Wien. rüsihtigt werden muß, \

Das ver-

anlassung, einen Kommentar aus der Literatur zu verwerthen, fo Bemerkens- s i eße des

gründliche Erörterung.

taats.

damit | Gesegbuch unseres Nachbar

Das | des österreihishen Nechts fördern !

chaft. von Lilienthal.

österreiwischen Allgemeinen bürgerlihen Geseßbuh mit vorzügliGzer Berücksichtiguang des Privatrehts von Dr. Lu i; Fünfte vermehrte und umgearbeitete Auflage, heraus- Elsaß- (egeben von Dr. Ferdinand Maitis

Leipzig und Wien, F. A. Brockhaus, 1894. Gr. 8. S. 756. Pr. geh. 12 M, geb. 13,50 A Wenn für einen Kommentar zunächst die Verwerthung im praktischen Gebrauch be- o hat sich in dieser Beziehung das Werk bewährt, seitdem die erste Auflage 1867 erschienen und 1876 die Be- arbeitung der dritten Auflage nach dem Tode des Begründers von Dr. Maitisch übernommen worden war. österreichishen allgemeinen Bure die anregende VBer- nicht Rechtsprehung herzustellen,

der ersten Auflage ihre Bedeutung gab, i weiter genaue Bei dem internationalen Verkehr fommen die Ge- Auslandes niht selten zur Anwendung und finden eine

Cin Beispiel hierfür bieten die Entscheidungen des Reichsgerichts zu Leipzig und das Generalregister (Leipzig 1893, Veit) S. 950, woselbst die zahlreihen Paragraphen des österrei- chisben bürgerlihen Geseßbuchs aufgeführt sind, welche \ich in den Entscheidungen des Deutschen Reichsgerichts erörtert finden. gewiß förderlich sein, wenn diese Nechtsprehung Berücksichtigung findet. Das Allgemeine Preußische Landrecht ist stets in Vergleichung geftellt und in den Anmerkungen ein zuverlässiger Literaturnahweis gegeben. Bemerkt sei zu S. 654 Anmerk. 6, daß bei der Angabe, was unter vis major zu verstehen sei, auch wohl Exner’'s hätte gedacht werden können. Wenn es somit durhaus nothwendig i}, in der Rechtswissenschaft durch Rechtsvergleihung die Verhältnisse, Auffassungen und Gestaltungen in ihrer Mannigfaltigkeit kennen zu lernen, um daraufhin den leitenden Gedanken zu ergründen, fo gehört in die Bibliothek eines Juristen, der nicht nur E n für den Tageslauf arbeitet, auch ein Hierzu sei das vorliegende Werk

empfohlen ; es bietet die Handhabe zur Rechtsvergleihung mit Oester- reih. Namentlich den jüngeren Juristen sei solche anregende wissenschaft- liche Thätigkeit angerathen, welche erfrisht und erfreut. Die Theilung in Erläuterungen und Anmerkungen, welche si bereits in den früheren Auflagen findet (so au z. B. bei Gaupp, „Kommentar zur Reichs- Zivilprozeßordnung“), hat sich bewährl und kann empfohlen werden. Möge das Werk im Reich Verbreitung finden und. die Kenntniß

Zeitschrift für die gesammte Strafrehchtswissen - Herausgegeben von Dr. Fr. von Liszt und Dr. Karl Berlin, J. Guttentag. Band 15 Heft 2 ent- hält: Zur Lehre von der Abstimmung in Strafgerichten. H. Heinemann; Die bedingte Verurtheilung im norwegischen Recht.

Ludwig Nitter von ch, Hof- und Gerichts-

Bot Unger's „System

lediglih auf Auszüge fondern- die gesammte ist diese Grundlage , welche mit sorgfältigem Fleiß

in zweiter

Es wird

Kreisen

dische,

Jahre wieder

Bon Dr.

Von Andr. Urbye- Christiania; Der Stoos’\he Entwurf \{weizerishen Strafgeseßbuchs. La philosophie pénale. Der Gerichtssaal. Zeitschrift für Strafrecht, prozeß, gerihtlihe Medizin und die gesammte Strafr erausgegeben von Dr. i; tuttgart, Ferd. Enke. Bd. 50 broso’s Lehre, von Dr. Felisch, Landgerichts-Rath, e berufungslose Strafverfahren, von E. Thomsen, Landgerichts - Rath, Altona; Der unbestimmte eventuelle Dolus, von Gerichts-Assessor Weißenborn-Halberstadt.

Alexander IIr. und feine Umgebung von Nicolas Notovitch. Uebertragen von Oskar Marschall von Bieber- stein. Leipzig, Verlag von Schmidt und Günther. Dieses bereits uslage ershienene Buch ist nah vielen Seiten interessant und bringt neben einer offenbar aus einflußreihen russischen Kreisen stammenden eingehenden Charakteristik des Kaisers Alexander IIL., der Kaiserin-Witrwe, des Kaisers Nikolaus IL. und einiger anderer Mit- glieder der Kaiserlichen Familie, auch eine folhe der bedeutenderen rufsishen Staatsmänner, hervorragender Generale und der Vertreter Rußlands im Auslande. darin vorgeführte Spiegelbild der Ansichten, - Stimmungen und Strömungen, wie sie während der Regierung des Kaisers in Nußland tonangebend und übermähtig geworden waren. diesem Bilde, namentlich soweit es auswärtige Verhältnisse wieder- giebt, vieles verzerrt erscheint, \hiefen Urtheilen begegnet, ist bei der in eng rufsisch-nationalen

vorherrschenden und ganz i begreifen. Man muß dem Herausgeber ganz besonders dafür Dank wissen, daß er diese Stellen des Werks weder abgeschwächt noch ab- geändert hat, da nur durch die getreue Wiedergabe der in russischen Kreisen vorherrshenden Ansichten, selbs wenn diese für die außerhalb Stehenden verleßend sein sollten, vieles, sons unverständlih er- scheinende, faßlich und E Tse werden fonnte.

a

zeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

eines Von Professor Dr. von Lilienthal; Von Dr Eugen Wiltelm-Straßburg b E tsLiteratur. Stenglein, NReichsgerichts - Rath. eft 3 enthält: Le Lom-

Berlin; Das

Verschiedenes.

Von ganz besonderem Werth aber ist ‘das

lexander Daß in und man manchen falschen und

Fremdlän-

Abneigung gegen alles leiht zu

besonders gegen alles Deutsche,

ender.

Ein elegantes kleines Geschenk für Damen ift der au in diesem erschienene Almanach (29. Jahrgang für 1895; Verlag von Haude u. Spener, Berlin; Preis 2 4). Büchlein vereinigt in \sich Taschenkalender, Notiz- und Tagebuch in zierliher Form. Die von Jahr zu Almanachs beweist {on hinreichend, daß e nur sein Aeußeres, fondern auch der praktische, zweckentsprechende

[hickt ausgewählte ,Wochensprüche“ bereichert wurde, den Beifall der Damenwelt gefunden hat. Eine gemüthvolle Erzählung aus der Feder der Novellistin Gertrud Triepel erhöht noch den Reiz des Büchleins.

Haude u. Spener’s\che Damen- Das geshmackvoll und fein ausgestattete Jahr zunehmende Beliebtheit des

nhalt, der dur ge-

1. Untersuhungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gefellsh.

6. l U Deffentlicher Anzeigev. | ua? = ama

10. Verschiedene

efanntmachungen.

1) Untersuchungs-Sachen.

[49531] Steckbriefs-Erledigung.

Der hinter den Gürtler Joseph Preifßler unter dem 4. August 1894 in den Akten 135 D. 199. 94. erlassene Steckbrief ist erledigt.

Verliu, den 19. November 1894.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 135. Hart. [49533]

In der Strafsache gegen den Redakteur Curt Richter hier, geboren am 10. Februar 1868 in Zeiß, freireligiös, wegen Preßvergehens, hat die 11. Strafkammer des Königlichen Landgerichts zu Magdeburg am 19. Oktober 1894 für Necht erkannt :

1. Der Angeklagte Curt Richter wird wegen Be- leidigung der preußishen Militärbehörden durch die Presse mit einer Geldstrafe von 200 zweihundert Mark, im Nichtbeitreibungsfalle mit 20 zwanzig Tagen Gefängniß kostenpflichtig bestraft. e

Il. Dem Königlich preußishen Kriegs-Minister wird die Befugniß zugesprochen, den verfügenden Theil dieses Urtheils innerhalb 6 sechs Wochen nah Zustellung des rechtskräftigen Urtheils an ihn, auf Kosten des Angeklagten, je einmal durch den eNeichs-Anzeiger“ und die „Volksstimme“ in Magde- burg, und zwar in leßterer Zeitung an derselben Stelle und mit de: selben Schrift, wie der Abdruck des Artikels übershrieben „Militaria“ in Nr. 201 geschehen ist, bekannt machen zu lassen.

IIT. Alle Exemplare der Nr. 201 der „Volkls- stimme“, soweit sie den vorerwähnten Artikel be- ireffen, sowie die bezüglichen Platten und Formen- theile sind unbrauchbar zu machen.

[49530) : Der Arbeiter Dienegott Schulz aus Kopanke, ge- boren am 27. Mai 1871, zuleßt wohnhaft in Thiede, ist durch Urtheil des unterzeihneten Gerichts vom 12, Oktober cr. zu einer Geldstrafe von 39 A6. event. zehn Tagen Gefängniß . und 17 4 Kosten rechts- kräftig verurtheilt. Um Strafvollstrekung und Nach- riht zum Aktenzeihen 8. Nr. 698 wird ersucht. Vechelde, den 19. November 1894. Herzogliches Amtsgericht. Dr. Schilling.

[46734]

Die Wehrpflichtigen :

1) Friedri Otto Schade, unbekannten Aufent- halts, 23 Jahre alt, geboren am 24. November 1870 zu Mednit, Kreis Sag zuleßt in Weiß- wasser, Kreis Rothenburg O.-L.,, aufhaltsam,

2) Ernst Nichard Lucas, unbekannten Aufenthalts, 20 Jahre alt, geboren am 28. November 1873 zu angenwolmsdorf, Amtshauptmannschaft Pirna in L jen, zuleßt in Förstgen, Kreis Rothenburg O.-L., ufhaltsam,

3) Friedrih Merker, unbekannten Aufenthalts, 23 Jabre alt, geboren am 26. Juni 1871 zu Nauno, Kreis Kalau, zuleßt in Niemtsch, Kreis Hoyerswerda, aufhaltsam, R :

werden beschuldigt, als Wehrpflichtige in der

Absicht, fich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen oder nah erreihtem militärpflihtigen Alter fih außerhalb des Bundes- ebiets uf ebaTten zu haben, Vergehen gegen L 140 Abf. 1 Nr. 1 Str.-G.-B. Dieselben werden auf den 23. Jauuar 1895, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer des Königlichen Land- gerihts zu Görliß, Postplaß 18, Zimmer 34, zur g geladen. Bei unents{uldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nah à 472 der Strafprozeßordnung von den Zivil-Vor- ihenden der Ersaß-Kommissionen® der Aushebungs- bezirke Sagan, Neustadt in Sachsen und Kalau 11 zu Grunde liegenden That-

über die der Anklage Erflkcungen verurtheilt werden.

sachen ausgestellten M. 154/94. Görlitz, den 31. Oktober 1894. Königliche Staatsanwaltschaft. [49532] Offenes StrafvollstreŒungsersuchen.

Die nachstehend aufgeführten Webrpflichtigen :

1) Paul Paschke, geboren am 24. Januar 1869 zu Krzy8zkowsko, Kreis Meseritz, leßter Aufenthalts- ort Landsberg a. W,, i

2) Jacob Dluczewski, geboren am 20. Juli 1869 zu Ottorowo, Kreis Samter, letzter Aufent- haltsort Stolzenberg,- Kreis Landsberg a. W.,

3) Friedrih Wilhelm Krenz, geboren am 12. Fe- bruar 1871 zu Petcrtowko, Kreis Samter, leßter Aufenthaltsort Landsberg a. W., 2

sind durch rechtékräftiges Urtheil der T. Strafkammer des Königlichen Landgerichts zu Landsberg a. W. vom 8. Oftober 1894 wegen Verleßung der Wehrpflicht ein Jeder zu 160 (6 Geldstrafe, im Unvermögens- falle zu 32 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Es wird ersucht, diese Strafe an den oben genannten Wehrpflichtigen zu vollstrecken und hiervon Nachricht zu den diesseitigen Akten c./a. Paschke und Gen. III M1 41/94 gelangen zu lassen.

Landsberg a. W., den 14. November 1894.

Königliche Staatsanwaltschaft.

[49529] Bekanntmachung. i

In der Untersuchungssache gegen den Musketier der 11. Kompagnie Josef Forster aus Mitterlangau, Neunburg, Bayern, geb. am 26. September 1872, katholis, ein Pferdebauer, am 9. November 1892 eingestellt, wegen-Fahnenfluht, hat das Königliche Militär-Nevisionsgericht zu Stuttgart am 14. No- vember 1894 zu Recht erkannt: es folle das dem 2c. Forster gegenwärtig zustehende oder künftig an- erg See, S der Rechte Dritter mit Beschlag belegt sein.

Wi aatén: den 21. November 1894. Kgl. Kommando des Inf.-Negts. Kaiser Wilhelm,

König von Preußen (2. Württ.) Nr. 120.

[49599] / Beschluf. |

In der Strafsache gegen den Banquier Max Nosen- berg zu Hannover und Genossen, wegen Wuchers und Betruges, wird der Beschluß vom 20. Septem- ber 1892, insoweit durch denselben das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen des Banquiers Albert

Heft, genannt Seemann, mit Beschlag belegt ist, nunmehr, nachdem Heß verurtheilt und in Straf- haft genommen, Vermögen desfelben auch nit er- mittelt ist, wieder aufgehoben. Hannover, den 17. November ‘1894. Königliches Landgericht. Strafkammer Ila. v. d. Beck. Berckemeyer. van Beek.

[49538] K. Staatsanwaltschaft Heilbronn.

In der Strafsache gegen Christian Weber von Dimbach, O.-A. Weinsberg, wegen Verletzung der Wehrpflicht ist durch Urtheil der hiesigen Straf- kammer vom 17. November 1894 die am 13. April 1892 angeordnete Vermögensbeshlagnahme aufgehoben worden.

Den 23. November 1894.

Staatsanwalt Hartmann.

2) Ausgebote, Zustellungen und dergl.

[49602] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung foll das im Grundbuche von den Umgebungen Berlins im Kreise Niederbarnim Band 91 Nr. 3708 auf den Namen des Schlächtermeisters Gustav Goettling eingetragene, hierselb Burgsdorfstraße 6, belegene Grundftück am 22. Januar 1895, Vormittags 10{ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., Erd- eshoß, Saal 40, versteigert werden. Das Grund- ft ist bei einer Flähe von 0,0458 ha mit 7230 A Nuzßungswerth zur Gebäudesteuer ver- anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschäßungen und andere das Grundstü betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Ge- rihts\chreiberei ebenda, Flügel D., Zimmer 17, ein- gesehen werden. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens Mecbeizuführen, widrigenfalls nah er- folgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 25, Januar 1895, Vormittags X14 Uhr, an Gerichtsftelle, im vorangegebenen Saal 40, ver- kündet werden.

Berlin, den 17. November 1894.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 88.

[49603] Zwangsversteigerung. ) Im Wege der Awangsbolllirebahe soll das im Grundbuche von den Niedershönhausener Parzellen Band 20 Nr. 746 auf den Namen des Maurer- poliers Albert Greinke hier, Diedenhofener N lla. eingetragene, hier an der Stargarder Straße be- legene Grundstück am 25, Januar 1895, Vor- mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, lügel C., e d oß, Saal 40, Ves werden. as Grundstück ist mit 1,59 4 Reinertrag und einer Flähe von 0,06,73 ha zur Grundsteuer ver-

zeichneten Gerichte anberaumten

anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstü betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei ebenda, Flügel D., Zimmer 17, eingesehen werden. Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruhen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Ein- stellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruh an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 29. Januar 1895, Vormittags 11 Uhr, an Gerichtsstelle, im Hvorangegebenen Saal 40 verkündet werden. Verlin, den 17. November 1894. Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 88.

[49613] Aufgebot.

Der E und Erheber bei der Sparkasse Adolf Amort in Przemysl (Rußland) vertreten durch den Rechtsanwalt von Trampczyúski in Posen, hat das Aufgebot der E aus Versehen verbrannten Aktie Nr. 708 der Aktiengesellschaft „Bank Ziemski“ in Posen beantragt. Indem bemerkt wird, daß die bezeichnete Aktie unter dem 1. S 1889 aus- gestellt ist und über eine in vollem Betrage einge- zahlte Summe von eintausend Reichsmark lautet, ergeht an den Inhaber dieser Urkunde die Auf- forderung spätestens in dem auf den 2, Juni 1898, Vormittags ALl Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Sapiehaplaß Nr. 9, Zimmer Nr. 26, an- beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Aktie vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos» erflärung derselben ectotan wird.

Posen, den 2. November 1894.

Königliches Amtsgericht. Abth. 1V.

[43372] Aufgebot.

Der Landwirth Peter Dörner Il. zu Pfungstadt, vertreten durch die Rechtsanwalte Dr. Mainzer und Dr. Loeb in Darmstadt, hat das Aufgebot bezüglich der Obligation der Hessischen Ludwigsbahn-Gesellf aus dem Anleihen von 1863 Nr. 1137 über 350 Fl. = 600 M beantragt. Der Inhaber der Urkun wird hiermit aufgefordert, spätestens in dem auf den L. Juli 1895, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Saal 35, anberaumten Auf- gebotstermin seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der- - felben erfolgen wird.

Mainz, den 20. September 1894.

Großherzogliches Amtsgericht. (gez) Dr. Rossi. Veröffentlicht : . N (L. S.) Deichelmann, Gr. H. Gerichtsschreiber.

[48014] Aufgebot. i

Der Arbeiter August Wiegrefe aus Klein G born hat das Aus ebot des Sparkassenbud Nr. 5395 der Stadtsparkasse Dannenberg, lautend auf etwa 2500 4 und den Namen egref beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird ai gefordert, spätestens in ‘dem auf den 5. 1895, Vormittags 10 R an dem

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