1894 / 296 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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befürwortet, sondern alles bis zum Zusammenbruch versucht, um dieses Unheil abzuwenden.

Jn namentlicher Abstimmung wird der Kommissiongantrag mit 168 gegen 58 Stimmen angenommen; Abg. Liebknecht enthält sih der Abstimmung.

Die Resolution wird angenommen.

Der Präsident {lägt vor, am Montag 12 Uhr die erste Berathung des E it a betreffend Aenderung und Er- tg en des Strafgeseßbuchs, des Militärstrafgeseßbbuhs und

es Gesezes Über die Presse zu beginnen. Abg. Lenzmann (fr. Volksp.) widerspricht. Die Abstimmung muß durch Aus- ählung erfolgen und ergiebt bei 197 Mitgliedern die Be- hlusunfähigteit des Hauses. Es stimmen 101 für, 96 gegen den Montag. Der Präsident seßt darauf aus eigener Macht- vollkommenheit die nächste Sißung auf Montag 12 Uhr mit der von ihm vorgesthlagenen Tagesordnung fest.

Schluß 71/4 Uhr.

Statistik und Volkswirthschafx.

Die deutsche überseeische Auswanderung

über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam stellte fich nach den Ermittelungen des Kaiserlihen Statistishen Amts im N R ember 1894 und im gleichen Zeitraum des Vorjahres folgender- maßen : Es wurden befördert im November über 1894 1893

Bremen 1100 1 640 Hamburg 2 007 deutsche Häfen zusammen . . 2132 83647 Antwerpen 627 Rotterdam 78 Amsterdam 10 Ueberhaupt... 2520 4362 Aus deutschen Häfen wurden im November d. J. neben den vorgenannten 2132 deutschen Auswanderern noch 3913 Angehörige fremder Staaten befördert. Davon gingen über Bremen 2367, Hamburg 1546.

Das 4. diesjährige Heft der vom Kaiserlichen Statistishen Amt herausgegebenen „Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs" enthält niht weniger als 16 verschiedene, zum theil sehr umfangreiche Arbeiten. Zu den leßteren gehören insbesondere die Bearbeitungen der im Jahre 1893 aufgenommenen landwirthschaft- lichen Anbau- und Forststatistik, sowie die Bergwerksstatistik für das- selbe Jahr. Ferner enthält das Heft die Erntestatistik für 1893 und die vorläufige Erntestatistik für 1894; außerdem Statistiken über die Gegenstände der indicekten Reichsbesteuerung (Taback, Bier, Salz, Zuer), einen Beitrag zur Statistik der Fleishpreise in 25 deutschen Städten 1884 bis 1893; dann Nachweise über die jugendlihen und weiblichen Fabrikarbeiter, über die Schulbildung der Rekruten, über Auswanderung und eine Mittheilung über die in den Jahren 1888 bis 1893 abgeurtheilten Verbrehen und Vergehen.

Zur Arbeiterbewegung. /

In Luckenwalde haben, wie der „Vorwärts“ berichtet, die Arbeiter der Billig’shen Dampftischlerei wegen Lohnstreits und „Maßregelung“ die Arbeit niedergelegt.

Handel und Gewerbe,

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Vberschlesien. An der Nuhr sind am 15. d. M. gestellt 12509, nit recht- zeitig gestellt 62 Wagen. : In Oberschlesien sind am 14. d. M. gestellt 5371, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen. Berlin, 15. Dezember. Wocthenberiht für Stäcke, Stärkefabrikate und Hülsenfrüchte von Max Sabers ky. Ia. Kartoffelmehl 17}7—17 Æ, La. Kartoffelstärke 17}—173 A, ITa. Kartoffelstärkemehl 13—16 46, feuchte Kartoffelstärke Fracht- parität Berlin 9,60 4, Frankfurter Syrup - Fabriken zahlen nah Werkmeisters Bericht fr. Fabrik 9,20 #, gelber Syrup 19—19F 4, Kap.-Syrup 20#—21 #4, Kap.-Export 214-— 22 4, Kartoffelzucker elber 19F—20 Æ, do. Kay. 205—21 #, Rum-Kuleur 33—34 M, ter-Kuleur 32—34 6, Dextrin, gelb und weiß, Ia. 23—24X M, do. sekunda 21—22 4, Weizenstärke (kleinst.) 25—27 H, MWeizenstärke ( ta, 33—39 , Halleshe und Schlesische 34—36 M, eisftärte (Strahlen) 49—50 A, do. (Stüden) 47—48 M, Maisftärle 32—34 Æ, Schabestärke 30—31 A, Viktoria-Erbsen 16—20 #4, Kocherbsen 13§—18 #4, grüne Erbsen 14—19 #, Futtererbsen 12—13 A, inländishe weiße Bohnen 22—24 #Æ, weiße Flahbohnen 24—-26 4, ungarische Bohnen 19—21 A, galizisGe und russische Bohnen 17—19 M, große neue Linsen 30—42 4, mittel Linsen 20—30 4, leine Linsen 14—20 A, Mohn, blauer 30—40 #, do. weißer 40—50 A, Hirfe, weiße 18—20 4, gelber Senf 20—26 4, Hanfkörner 19 bis 20 4, Buchweizen 133—15 46, Wicken 133—143 4, Pferdebohnen 12—124 MÆ, Leinsaat 20—21 A, Mais loko 11}—13} A, Kümmel 54—60 , Leinkuchen 12—13 4, Rapskuchen 113—12} A, Roggenkleie 63—7# #, Weizenkleie 7—7} , pa. helle getr. Biertreber 28—30 09/0 10—105 Æ, pa. Getreideschlempe 31—33% 114 bis 125 Æ, pa. Maisschlempe 40—42 %/ 12}—134 (6, pa. Malzkeime 8—97 A (Alles per 100 kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens 10 000 kg.) Vom oberschlesischen Eisen- und Zinkmarkt berichtet die „Schles. Ztg.“ : Die Lage des oberschlesishen Eisenmarktes hat fich gegen die Vorwoche im allgemeinen wenig verändert. Die Roh - eisen produktion hat sih nicht vermindert, und da der Absatz für Roheisen nicht gestiegen ist, so wachsen die Bestände sowohl an Puddel- wie Gießerei-Roheisen weiter an. An Erzen werden nur die dem Bedarf entsprehenden Quantitäten den Hochofenwerken zu- geführt. Am oberschlesishen Walzeisen markt vollzieht sich, wenn auch nur langsam, eine Besserung. Der Verband oberschlesischer Walzwerke verkauft wobr zu Preisen ab Werk, als auch zu Frankopreisen und folchen auf Frahtbasis Dortmund. Der gegenwärtige Verbandpreis stellt sich für Breslau auf etwa 11 M für 100 kg, und arl die Veberpreise werden Nabatte von 25 bis 333 %/ gewährt. Obwohl der Eingang von Austrägen für die jeßige Jahreszeit verhältnißmäßig rege geworden ist, mangelt es den meisten Werken doch noch an Beschäfti- ung. Der Abfaß nah Rußland sowie nach dem übrigen Auslande 0 merklih abgenommen. Zudem sind die Preise, die man jeßt in Rußland und anderswo erzielt, infolge des zu dieser Jahreszeit herrschenden geringen Bedarfs und des drängenden Angebots der west- deutschen , englishen und belgishen Werke sehr zurückgegangen, und wenn sie auch noch nicht „auf ein so niedriges Niveau als im Inlande angelangt sind, so hält man doch mit Verkäufen zu so mäßigen Preisen zurück. In Feinblechen hat #ch die Marktlage nit geändert, für Grobbleche über 5 mm sind den Werken in leßter Zeit größere Aufträge zugegangen. Stahlwerke, Ma- schinen- und Kesselfabriken sind größtentheils [was be- É age, da sie nur wenig nennenswerthe Aufträge zugewie}en erhalten. m Betrieb der Draht- und Nägelwerke sowie Röhrenwalzwerke hat sih gegen die Vorwoche nichts geändert. Der NRohzink- markt war in verflossener Woche sehr belebt. Die auf fast 14 Pfd. Sterl. in London gewichenen Preise haben die in leßter Zeit fort- dauernd à la baisse s\pefulierende zweite E zu Deckungen angeregt, die eine allmählihe Aufbesserung des Preises zur Folge hatten. Eine Stüße fand die dadur eintretende festere Stimmung in den immer wieder verbreiteten Nachrichten über die Fortseßung der Bemühungen

zur Verlängerung der Produktionskonvention, wona diejenigen Be- theiligten, die durch ihre exorbitanten Forderungen den Bestand der Konvention gefährdet haben, sich jeßt angeblich mit einer eringeren Lizenz_ begnügen wollen. Es stellte ih ferner eraus, daß fast nirgends irgendwie erheblihe Bestände vor- handen sind. Alle diese Umstände mögen „zusammengewirkt haben, um Händler wie auch Konsumenten wieder einmal zu Einkäufen über den dringendsten Bedarf hinaus zu bewegen. Es ‘ent- wickelte ih ein recht lebhaftes Geschäft fowohl in Loudon wie auch hier in Schlesien zu langsam anziehenden Preisen, die sich heute für ute gewöhnlihe Marken auf 28,25—28,50 4 stellten; G. von Gie- sche’ Erben W. H. Marke foll bis 30,75 A bezahlt worden sein. Daß die Umsätze sehr bedeutend gewesen sein müssen, geht daraus hervor, daß einzelne Hütten bereits ihre Produktion bis Ende nächsten Quartals ausverkauft haben follen. Bis Mitte nächsten Viertel- jahres kann die Produktion aller \{lesishen Hütten als begeben gelten.

Die vorgestrige Generalversammlung der Westfälischen Drahtinduftrie ZeiDeiTEe, wie „W. T. B.“ aus Hamm i. W. meldet, die Entlastung und genehmigte die Vertheilung einer Divi- dende von 8 9%, vom Montag, den 17. cr., ab zahlbar. Die aus- geaen Mitglieder des Auffichtsraths wurden einstimmig wieder- gewählt.

DiePfälzishenEisenbahnen vereinnahmten im November d. J. 1878 019 (+4 110495) 4, und seit dem 1. Januar d. F. überhaupt 20 231 399 (+4 626 573) AM Ï L

Die Hessische Ludwigs-Eisenbahn- Gesellschaft vereinnahmte im November d. J. auf den nichtgarantierten Linien 1 561 843 (+ 56004) Æ und feit dem 1. Januarzd. I. überhaupt 17 194 788 (+ 246 407) A; auf den garantierten Linien im No- vember d. J. 217176 (+ 17237) Æ, und seit dem 1. Januar d. J. 2 202586 (-+ 60195) M

Magdeburg, 15. Dezember. (W. T. B.) ZugFerberieckt. Kornzucker exkl, von 92 9/0 —,—, neue 9,20—9,30. Kornzucker exkl., 88 9/8 Rendement 8,60— 8,70, neue 8,70—8,80, Nachprodukte exkl., 75 %/ Rendement 5,80—6,45. Ruhig. Brotraffinade l 21,50,

Brotraffinade 1] —,—. Gem. Raffin. mit Faß 20,75—21,75. Gem.

Melis 1 mit Faß 19,874. Matt. Rohzuker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg pr. Dezember 8,65 Gd., 8,724 Br., pr. Januar 8,774 bez., 8,824 Br., pr. März 9,00 Gd., 9,074 Br., pr. April-Mai 9,125 bez., 9,174 Br. Stetig.

Leipzig, 15. Dezember. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. La Plata. Grundmuster B pr. Dezember 2,77% #, pr. Januar 2,80 46, pr. Februar 2,80 A, pr. März 2,80 4, vr. April 2,823 #6, pr. Mai 2,85 46, pr. Juni 2,877 4, pr. Juli 2,871 4, pr. August 2,90 4, per September 2,925 4, per Oktober 2,925 4, per November 2,927 4 Umsay 25 000 kg.

Mannheim, 15. Dezember. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weizen pr. März 14 00, pr. Mai 13,90, pr. Juli 13,95. Roggen pr. Mârz 12,00, pr. Mai 12,10, pr. Juli 12,00. Hafer pr. März 12/20, pr. Meat 12,40, pr. Juli 12,60. Mais pr. März 12,00, pr. Mai 11,80, vr. Juli 11,90. ;

Bremen, 15. Dezember. (W. T. B.) Börfen-Schlußbericht. Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung dec Bremer Petroleum - Börse.) Fest. Loko 5,35. Baumwolle. Fester. Upland middl. loko 297 4. Schmalz. Ruhig. Wilcox 384 &, Armour shield 374 „4, Cudahy 384 4, Fairbanks 30 &§. Spe ck. Nuhig. Short clear middl. loko 36, Dezember-Januar-Abladung —. Tabad. Umsatz: 216 Packen St. Felix, 57 Seronen Havannah.

Wien, 15. Dezember. (W. T. B.) Die Verhandlungen wegen Verstaatlichung der Wiener Telegraphen- und Telephon- anlagen sind abgeshlossen. Die Staatsverwaltung übernimmt unter Vorbehalt der Genehmigung der Vereinbarung durch die Aktionäre und das Parlament am 1. Januar 1895 den Betrieb,

Pest, 15. Dezember. (W. T.B.) Produktenmarkt. Weizen ruhig, pr. Frühjahr 6,74 Gd., 6,76 Br., per Herbst 7,04 Gd., 7,06 Br. Roggen pr. Frühjahr 5,64 Gd., 5,65 Br., Hafer pr. Früh- jahr 5,94 Gd., 5,95 Br.,, Mais pr. Mai-Juni 6,14 Gd., 6,16 Br. Kohlraps pr. August-September 11,00 Gd., 11,05 Br.

London, 15. Dezember. (W. T. B.) An der Küste 2 Weizen- ladungen angeboten. :

88 Mes Javazucker loko 114 träge. Rüben-Rohzudcker loko räge.

17. Dezember. (W.T. B.) Die Getretidezufuhren be- trugen in der Woche vom 8. Dezember bis 14. Dezember: Eng[. Weizen 1943, fremder 68 626, engl. Gerste 2585, fremde 14 811, engl. Malzgerfte 15 319, fremde 187, engl. Hafer 2356, fremder 55 551 Qrits., engl. Mehl 23 874, fremdes 62 685 Sadck und 200 Faß.

Liverpool, 15. Dezember. (W. T. B.) Der Baumwollen- markt ist Montag, den 24, Mittwoch, den 26.,, Montag, den 31. d. M. und Dienstag, den 1. Januar 1895 geschlossen.

Paris, 15. Dezember. (W. T. B.)- Dem „Temps“ zufolge reflamierte die griechische Regierung bei dem Comptoir National d’escompte die Siechungstrommeln, welhe die Obligationennummern der fünfprozentigen Anleihen von 1881 und 1884 enthalten. Infolge eines Protestes der französishen und deutschen Gläubigercomités lehnte das Comptoir dieses Ansinnen ab.

St. Petersburg, 16. Dezember. (W. T. B.) Der „Wijestnik finanfsow“ veröffentliht heute die Resultate der E auf die neue russische Anleihe. Jn Paris wurden 12 Milliarden Franes

ezeichnet, die Anleihe wurde also dort 30 Mal gedeckt; in ganz

Fran reich wurde die Anleihe 60 Mal gedeckt. Die Repartitionêquote eträgt 1,75 9/0. Jn Berlin wurde die Anleihe 10 Mal gezeichnet, die Repartitionéquote beträgt 1,5 9%. In London wurden 25 Millionen Pfund Sterling gezeichnet, worauf die Subskription bei dem kolossalen An- drang geschlossen wurde. In St. Petersburg wurde die Anleihe 34 mal gedeckt; die Repartitionsquote beträgt 1,2 9/0. Fn Rußland wurden im ganzen beinahe 5 Milliarden gezeichnet, die Repartitions- quote beträgt zwischen 1,2 und 1,75%,

Rom, 14. Dezember. (W. T. B,) Der Geweinderath von Nom kerieth gestern über die Anwendbarkeit der Klausel Antonelli äuf das \tadtishe Budget und beschloß auf Antrag des Bürgermeisters, die Zinsen der römischen Stadt-Obliga- tionen voll, aber unter Vorbehalt auszuzahlen, da man dur das Königliche Dekret in eine Zwangslage verseßt worden sei und ab- warten müsse, ob die Kammer der Interpretation, die der Schatz- Minister dem Amendement Antonelli gegeben habe, beipflihten werde.

Nom, 15. Dezember. (W. T. B.) Eine Versammlung der Aktionäre der Banca general e beshloß heute die Liquidation der Bank und ernannte die Liquidatoren.

16. Dezember. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der italienischen Gesellschaft der sizilianishen Eisen- bahnen hat beschlossen, die am 1. Januar fällig werdenden Kupons der steuerfreien Obligationen der Gesellshaft ohne Abzug für die er- höhte Einkommensteuer zu bezahlen mit dem Vorbehalt, diese Frage für die künftigen Kupons der Entscheidung der Generalversammlung zu unterbreiten. Außerdem wurde beschlossen, die auf den Oktober- Kupon der Obligationen von 1889 zurückbehaltene Steuerquote den Kupon-Jnhabern nachzuzahlen.

Amsterdam, 15. Dezember. (W. T. B.) Java - Kaffee good ordinary 51. Bancazinn 384. :

Belgrad, 15. Dezember. (W. T. B.) Die Einnahmen der Serbischen Tabackregie betrugen vom 1. Januar bis 30. No- vember 1894 8 600 060 Fr. U 36 364 Fr.). Die Einnahmen der Serbischen Salzregie betrugen vom 1. Januar bis 30. No- vember 1894 3 010 703 fr. (— 24 101 Fr.). i

New-York, 15. Dezember. (W. T. B) Die B örse er- öffnete bei weichender Tendenz; im weiteren Verlauf trat bei geringem Geschäft uslgsigteit ein; der Schluß war träge. Der Umsay der Aktien betrug 88 000 Stü. s : :

Weizen eröffnete stetig, dann einige Zeit etwas steigend, später trat infolge großer ReL me der Lagervorräthe im Nordwesten Reaktion und Abschwächung ein. Sbluß träge, Mais schwächte sih na. Eröffnung etwas ab, erholte sich jedoch später auf Berichte über Regenwetter und er ete Abnahme dex Ankünfte. Schluß fest.

Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 11 083 966 Dollars gegen 10 231 809 Dollars in der Vorwoche, davon für Stoffe 2063077 Dollars geæ@n 2 285 458 Dollars in der Vorwoche.

Chicago, 15. Dezembér. (W. T. B.) Weizen \chwädte sich nach Eröffnung etwas ab auf unerheblihe Nachfrage für den wöchentlihen Export und infolge günstigen Wetters, sowie auf un- erwartete Dina lane in den sichtbaren Vorräthen ; später trat infolge abnehmender Ankünfte in den Westhäfen Erholung ein. Sluß stetig. Mais durchweg steigend infolge Abnahme der für kontratt. liche Lieferungen verfügbaren Vorräthe, sowie auf Berichte von un- günstiger Witterung. Schluß fest.

Verkehrs-Anstalten.

Wegen des Weihnachtsverkehrs werden am Sonntag, den 23. Dezember, bei allen Postanstalten im Bezirk der Kaiserlichen Ober-Postdirektion Berlin die Packet-Aunahme- und die Pat, Ausgabestellen, fowie an den beiden Weihnachtsfeiertagen sämmt. lie Patet-A u 8gabe stellen zu denselben Zeiten, wie an den Wodhen- tagen, für den Verkehr mit dem Publikum geöffnet fein.

Laut Telegramm aus T Bui en (Rheinland) hat die erste englische Post über Vlissingen vom 16. d. M. in Oberhausen den Anshluß an Zug 5 Köln—Hannover nicht erreiht; Grund: Heißlaufen der Zugmaschine zwischen Boxtel und Gennep.

O

Am 31. Januar 1895 expediert die Deutsche- Kolon ial- gesellschaft wiederum einen deutshen Dampfer in ziemli direkter Fahrt von Hamburg nah Deutsh-Südwestafrikg (Walfishbai und ey. Swakopmund). Die Fahrtdauer wird wie gewöhnlich gegen 30 Tage betragen. Alles Nähere über Fahrpreise und Frachtberechnung, Empfangnahme, Spedition und Verladung der Güter, theilen auf dahingehende Anfrage die Deutsche Kolonial. gesellshaft, Berlin W., Linkstr. 25, und die Firma L.*F. Mathies u. Co., Hamburg, Grimm 27, mit. Im Laufe des nächsten Jahres werden wie im Jahre 1894 außer d'eser ersten drei bis vier weitere Dampferexpeditionen erfolgen. Die nächstfolgenden sind für Anfang März und Ende April in Aussicht genommen.

Die „Zeitschrift für Kleinbahnen“, die im Ministerium der öffentlichen Arbeiten herau8gegeben wird (Verlag von Julius Springer in Berlin N.), hat in dem vorliegenden Heft 12 des ersten Jahrgangs vom Dezember 1894 folgenden Inhalt: Die Kleinbahnen in Preußen. Die Geseßgebung über Nebenbahnen und Kleinbahnen in Frankreih. Vom Geheimen Ober-Regierungs-Rath Dr. A. von der Leyen (Schluß). Die Kleinbahn im Kreise Znin. Vom Re- gierungs- und Baurath Buchholtz in Posen. Gesetzgebung: Preußen: Allerhöchster Erlaß vom 11. Oktober 1894, betreffend die Herstellung einer Straßenbahn in der Prinzenallee zu Berlin. Frankreich: Geseß vom 11. Juni 1880, betreffend die Nebenbahnen und die Kleinbahnen (Chemins de fer d’intérêt local et tramways) [Shluß]. Kleine Mittheilungen: Neuere Projekte, Vorarbeiten, Konzessions- ertheilungen und Betriebseröffnungen von Kleinbahnen. Cin Geseßz- entwurf über die Anlage und den Betrieb von Lokalbahnen und Klein- bahnen in ODesterreih. Das Handelsamt und die Kleinbahnen in Großbritannien. Die Kleinbahnfrage in Rußland. Der Bau der ersten Kleinbahn in Sibirien. Budapester Untergrundbahn. Umwandlung des Pferdebetriebs in eleftrisWen Betrieb auf der Buda- pester Straßenbahn. Unterirdishe Stromzuführung für elektrische Straßenbahnen. Die österreihishen Trambahnen mit Pferdebetrieb im Jahre 1892. Zwickauer elektrishe Straßenbahn. Ueber die Betriebsverhältnisse der österreihishen Dampftramways 1892. Die Wiener Tramway-Gesellschaft. Verkehr auf den Londoner Metro- politanbahnen im Jahre 1893. Kleinbahnen in Frankreich im Jahre 1893. Die Herstellung einer Nebenbahn von Darmstadt über Roßdorf und Gundernhausen nach Großzimmern. Verkehrs- ergebnisse. Bücherschau: Gleim, W.: Das Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28. Juli 1892. Anleitung zum Bau elektrisher Haustelegraphen, Telephon- und Bligableiteranlagen. Herausgegeben von Mix und Genest. Souvenir-Number of tho Street Railway Journal 1894. Seitshriftenschau.

Bremen, 15. Dezember. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer „Trave“ ist am 11. Dezember Vormittags von New-York nach der Weser abgegangen. Der Reichs-Postdampfer „Habsburg“ ist am 12. Dezember Nachmittags in Adelaide angeftommen. |

16. Dezember. (W. T. B.) Der Reichs - Postdampfer „Sachsen“ hat am 15. Dezember Nachmittags die Reife von Singapore nah Colombo fortgeseßt. Der MReihs-Postdampfer „Gera“ ist am 14. Dezember Nachmittags in Singapore an- gekommen. i

London, 15. Dezember. (W. T. B) Der Union-Dampfer „Goth“" ist auf der Heimreise gestern von Lissabon abgegangen. Der Castle-Dampfer „Grantully Castle“ ist heute auf der Aus- reise von London abgegangen. Der Castle-Dampfer „Roslin E ist Freitag auf der Ausreise in Durban (Natal) ange! ommen.

Mannigfaltiges.

Nach einer Bekanntmachung des Polizei-Präsidiums treten in der Begrenzung der Polizei-Reviere folgende Aenderüngen ein: Alt-Moabit 39—74, Emdenerstraße, Gotzkowskystraße südli Alt-Moabit, Gotkowskybrücke, Siemensstraße 17—23, Thurm- straße 44—48 und 75, Zwinglistraße 3—6 a und 23—26, welche zur Zeit dem Revier 84 augehören, werden vom 1. Januar 1895 ab dem Revier 64, und Lessingbrücke, Putlißstraße, Salzwedelerstraße 8 und 9, Stromstraße 1—17, welche zur Zeit dem Revier 64 angehören, werden vom gleichen Zeitpunkt ab dem Revier 83 zugetheilt.

Nachdem die Unfallstation Ÿ in Verbindung mit der vom Rothen Kreuz ressortierenden Sanitätswache 1 in der Brüderstraße 33 Anfang dieses Monats bereits ihre Wirksamkeit begonnen hat, ist jegt die der Leitung des Dr. Litthauer unterstehende Unfallstation VI in Ver- einigung mit der Sanitätswahe „Wedding“ in der Lndower- straße 10/11 mit ununterbrohenem ärztlihen Tag- und Nachtdienst eröffnet worden. Dieselbe besteÿ)t aus einem geräumigen Warteraum, einem sehr großen Operations- und Verbandsaal, welcher modern medizinish bezw. hirurgish ausgestattet ist, ferner einem Fiume für die dienstthuende Oberin und einem solchen für die Aerzte. Der Vorsigzende des Kuratoriums der Unfallstationen, Direktor B. Knoblauch, begrüßte zugleich im Namen des Vorsißenden der Sanitätswache, Architekten Lentz, die zum Eröffnungéakt erschienenen Herren, worunter sih zahlreiche Industrielle aus dem Weddingstadttheil, Gönner und Förderer des Unternehmens, sowie viele Aerzte befanden. Direktor Max Schlesinger gab einen kurzen Bericht über die Eutstehung und Entwickelung des Unternehmens. Wie der Redner ausführte, werden bis zum Beginn E neuen Jahres 8 Unfallstationen im Betriebe sein und soll Anfang 189 mit der Errichtung einer weiteren Anzahl vorgegangen werden. Nahele 100 Aerzte haben sich demUnternehmen zur Verfügung g ein zwei Aerzte werden in einer jeden Station ihre Wohnung haben. Polizel- Präsident und Magistrat haben dem Unternehmen neuerdings eine be- sonders werkthätige Förderung zu theil werden lassen : es T nämlih bei der jeßt bevorstehenden Erneuerung des für die U fation amtlicher Stellen bestimmten unteren Nandes der Litfaßsäu auch die zuständigen Unfallstationen vermerkt werden.

Das Ballfest des Vereins „Berliner Presse“ findet 4 26. Januar 1895 und {zwar wie früher in den Räumen Philharmonie statt.

zum Deutschen Reichs-A

¿ 296.

Zweite Beilage

Berlin, Montag,

den 17. Dezember

nzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

1894.

. Untersuchungs-Sachen.

2. Aufgebote, Zustellungen u. dergl. . Unfall- und Inbvaliditäts- 2. Versicherung. . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. . Verloosung 2c. von Werthpapieren.

Deffentlicher Anzeiger.

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gefellsck, . Erwerbs- und Wirt Hafts-G E 83. Niederlassung 2c. von 9. Bank-Ausweise. 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

enofsenschaften.

techtsanwälten.

l) Untersuhungs-Sahen.

[54843] Bekanntmachung.

In einer hier anhängigen Untersuchungssache ist eine angeblihe Frau Gehrhardt oder Gerhard, welche die Jahrmärkte bereist und mit Kitt zum Verkitten von Porzellan sowie mit Tuchnadeln handelt, als Zeugin zu vernehmen. Dieselbe ift ca. 30 Jahre alt und hat sih hier während des leßten Jahrmarktes im September d, Is. in Be- gleitung eines Handelsmanns Adolf Gehrhardt, ihres angeblihen Ehemannes, aufgehalten. Es steht jedo nicht fest, ob sie Überhaupt verheirathet ist.

(Es wird um Mittheilung der Adresse der Zeugin zu den Akten F. 1/94 ersucht.

Schleswig, den 10. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung I. Meyer. Wiederaufhebung einer Vermögensbeschlagnahme.

Die durch Beschluß der Strafkammer des Kaiserl. Landgerichts hier vom 13. Januar 1894 gegen Ludwig Karl Masson, geboren zu Diedolshausen am 22. Juni 1873, angeordnete und in Nr. 78 erste Beilage des Deutschen Neichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers zur Veröffentlichung gelangte Vermögensbeschlagnahme ist durh Urtheil der Strafkammer des Kaiserl. Landgerichts hier vom 26. September 1894 wieder aufgehoben worden.

Colmar, den 14. Dezember 1894.

Der Erste Staatsanwalt : F. d.: Schroeder, Staatsanwalt.

[55056]

9) Aufgebote, Zustellungen und dergl. (54917

Spezial-Konkurs-Aufgebot und Zwangs-

verkauf cines Grundftücks.

Nachdem über das auf den Namen des Kauf- manns Karl Eduard Gustav Ottersbahh in Wentorf, im Schwarzenbeker Schuld- und Pfandprotokoll Band XXIT Blatt 32 Seite 97 eingetragene, in der“ Gemarkung Wentorf belegene, ausweise der Grundsteuermutterrolle 15 a 47 qm große, zu einem Nußungs8werth von jährlich 750 Æ veranschlagte Grundstück nebst Zubehör, infolge zuständigen An- trags zur Befriedigung der Konkursgläubiger die Zwangsvollstreckung im Wege des Speztalkonkurses erkannt worden ist, so werden alle und jede, welche an dieses Grundstück nebst Zubehör aus irgend einem rechtlichen Grunde dinglihe Ansprüche oder Forde- rungen zu haben vermeinen, mit alleiniger Ausnahme der protokollierten Gläubiger bezüglih ihrer Kapi- talien, hierdurch bei Vermeidung des Aus\{lusses von dieser Masse aufgefordert, solche spätestens am Dienstag, den 29. Januar 1895, Vor- mittags L107 Uhr, als dem hierzu bestimmten leßten Angabetermin dem unterzeichneten Amts- gerihte, Auswärtige unter Bestellung eines Ver- treters, anzumelden und eine Abschrift der An- meldung beizufügen.

Der Aus\{ließzungsbescheid wird nur an hiesiger Gerichtstafel veröffentlicht.

Einzigster Termin zum öffentlichen meistbietenden Verkauf des Grundstücks wird anberaumt auf Dienstag, den 5. Februar 18925, Nach- mittags 127 Uhr, in dem Hotel Nancythal în Wentorf bei Reinbek. Die Kaufbedingungen können vom 20. Dezember cr. ab in hiesiger Gerichts- shreiberei eingesehen werden.

Schwarzenbek, den 12. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. H. Koenigsmann Dr. Veröffentlicht: Sekretär Lange, Gerichtsschreiber.

[54945]

„In Sachen der unverehbelihten Bertha Clahes hier, Klägerin, wider

1) die Erben des Maurers Helmuth Nienkirh als: a. dessen Wittwe, Mathilde, geb. Helbig, in Essen a. d. Nuhr, b. dessen minderjährigen Sohn Franz Nienkirch,

2) die Erben des Maurers Heinrih Schottler als: die minderjährigen Geshwister Wally und Jlka Sottler hier, Beklagte,

wegen Hypothekzinsen wird, nahdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des den Beklagten gehörigen Hobethorfeldmark Blatt 11 Nr. 49 f. an der kleinen Kreuzstraße zu Braunschweig belegenen Grundstücks zu 2 a 37 qm sammt Wohnhause No, ass. 6071 zum Zwecke der Zwangsversteigerun dur Beschluß vom 24. November 1894 verfügt, au die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 27. November 1894 erfolgt is, Termin zur Zwangsversteigerung auf den 21. März 1895, Morgens 11A Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Braunschweig, Auguststraße 6, Zimmer Nr. 42, an- geseßt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypo- thekenbriefe zu überreichen haben.

Braunschweig, den 1. Dezember 1894.

Herzogliches Amtsgericht. VIL. von Münchhausen. [41224] Aufgebot.

Auf Antrag der Wittwe Handelsmänn Johann Thône zu Driburg soll die derselben gehörige Aktie Nr. 19 von den Baufonds des Driburger Schüßen- hauses über 150 4, ausgestellt von dem Bau- 1amits des Driburger Schüßenhauses am 1. Juli bens, da sie angeblich verloren gegangen, zum Zweck er Ginlöfung aufgeboten werden. Es wird daher

Inhaber der gedachten Aktie aufgefordert,

er spätestens in dem auf den 16. Mai 1895,

reen me

Vormittags 9 Uhr, anberaumten Termine seine Rechte anzumelden und die Aktie vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloëerklärung derselben erfolgen wird. Brakel, den 6. Oktober 1894. Königliches Amtsgericht.

[48026] Aufgebot.

Der Lehrer Strycker zu Vießow hat das Aufgebot des Guthabenbuchs Nr. 17 051 der Sparkasse des Dramburger Kreises über 750 / Einlage, ausgestellt auf den Namen des Lehrers Strycker zu Vießow, welches demselben verloren gegangen ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, \päte- stens in dem auf den 11. Juli 1895, Vormit- tags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und dies Guthabenbuh vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung des\elben erfolgen wird.

Dramburg, den 9. November 1894.

Königliches Amtsgericht.

[23519] Aufgebot.

Gs ist das Aufgebot nachfolgender Sparkassen- bücher der hiesigen \tädtishen Sparkasse:

a. Nr. 150 281 über 154 4. 89 , lautend auf Frau Peschel, Louise, geb. Schroeder, hier,

b, Nr. 104 362 über 152 A 50 S, lautend auf die Wwe. Auguste Mückert, geb. Hagemann, hier,

c. Nr. 505 796 über 4 A 6 9, lautend auf den Buchdrucker Siegmund Steuer hier,

d. Nr. 80566 über 105 M 54 4, lautend auf Margarethe Patke, und Nr. 94615 über 104 M 79 A, lautend auf Martha Patzke, von dem Vater Schlächter Patke hier

beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 8. März 1895, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel B., part., Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 3. Juli 1894.

Das Königliche Amtsgericht T. Abtheilung 82.

[54957] Aufgebot.

Auf Antrag der Dienstmagd Magdalena Schmidt zu Kraschen wird hiermit das auf den Namen der Antragstellerin ausgestellte, über 491,97 lautende Sparkassenbuch Nr. 2597 der Kreis - Sparkasse zu Guhrau aufgeboten, und wird der Inhaber desfelben hiermit aufgefordert, seinèn Anspru an demselben anzumelden und das Sparkassenbuch vorzulegen, und zwar spätestens in dem auf den §8. Juli 1895, Vorm. 1X7 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine, widrigenfalls das ge- nannte Sparkassenbuch für kraftlos erklärt werden wird.

Guhrau, den 8. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. [54950] Aufgebot.

Der Tischler Friedrih August Jeserigk zu Berlin, Christinenstraße 5, Hof 1 Treppe, bei Schmidt, früher zu Hohendorf wohnhaft, hat das Aufgebot des Quittungsbuhhs Nr. 22626 der Niederlausitzer Neben-Sparkasse zu Luckau, lautend über 424 M. 78 4, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefor- dert, spatestens in dem auf den 24. Juni 1895, Vormittags Ak Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Aiinies Nr. 2, anberaumten Aufgebots- termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen und dem Verlierer eine neue an deren Stelle ausgefertigt werden wird.

Luckau, den 11. Dezember 1894.

Das Königliche Amtsgericht. Abtheilung Ik.

[54920] Ausfertigung. Aufgebot. /

Das Sparkassebuch der Stadtsparkasse Tirschen- reuth Nr. 3361, de dato 19. Dezember 1886, lau- tend auf 1020 4A Einlage und auf Bayerl, Michael, Müller in Schönhaid, welches Kapital auf Ableben des Michael Bayerl und seiner Ebefrau Eva Bayerl auf die 4 minderjährigen Kinder Margaretha, Anna, Maria und Ludwig Bayerl gemäß Erbschaftszeugniß des K. Amtsgerichts Waldsassen vom 28. Juni 1894 erbeigenthümlich überging, is zu Verlust gegangen.

Auf Antrag des Vormünders der vorgenannten 4 minderjährigen erbberehtigten Kinder wird der derzeitige Inhaber obigen Sparkassebuhs hiermit aufgefordert, seine Rechte hierauf \pätestens in dem auf Samstag, den 6. Juli 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterfertigten Amtsgerichte an- stehenden Aufgebotstermine anzumelden und das Sparkassebuh vorzulegen, widrigenfalls leßteres für kraftlos erklärt wird.

Tirschenreuth, den 6. Dezember 1894.

Kgl. Amtsgericht. (L. 8.) KNletn.

Den Gleichlaut vorstehender Ausfertigung mit dem Original bestätigt.

Tirschenreuth, 7. Dezember 1894.

Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts. (L. S.) (Unterschrift), K. Sekretär.

54955] \ Das Sparkassenbuh der Sparkasse zu Marsberg Nr. 7315 über 360 4 ausgefertigt für die Wittwe Maurer Crani Nunte, gen. Kuns, zu Obermarsberg, ist angeblich verloren gegangen und soll auf Antrag aurers Hermann RNRunte in Obermarsberg als Rechtsnachfolger der Wittwe Franz Runte zum wedcke der neuen Ausfertigung amortifiert werden. 8 wird daher der Inhaber des Buchs aufgefordert spätestens im Aufgebotstermine den 26. Jun 1895, Vormittags 10 Uhr, bei dem unter-

zeihneten Gerichte seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erklärung des Buchs erfolgen wird. Marsberg, den 6. Dezember 1894. Königliches Amtsgericht.

[54993] Oeffentliche Ladung.

Bei den Verhandlungen zur Anlegung des Grund- buchs für die Gemeinde Oderscheid haben die Ehe- leute ‘'Berginvalide Johann Peter Steinbah und Helena, geb. Schneider, zu Federath das Eigenthum an dem unter Artikel 407 der Grundsteuermutter- rolle eingetragenen Grundstück Flur 5 Nr. 447/26, Auf’m Heidchen, Holzung, groß L a 35 qm, in An- spruch genommen und glaubhaft gemaht. Im Kataster findet sih als Eigenthümer dieses Grund- stücks derzeit noch Gerhard Pütz, angebli zu Ant- werpen (Amerika) verzeihnet. Da derselbe bisher niht hat ermittelt werden können, so ergeht an ihn bezw. an feine Erben und Recbtsnahfolger hiermit die öffentlihe Aufforderung, spätestens in dem nach- benannten Termine, nämlih am 15. Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem König- lien Amtsgericht, Abtheilung 111, Bahnhofstraße hier, etwaige Ansprüche auf das obige Grundstück geltend zu machen, widrigenfalls als dessen Eigen- thümer die genannten Eheleute Steinbach zur Grund- bucheintragung gelangen werden.

Vensberg, den 12. Dezember 1894. Gerichtsschreiberei des Königl. Amtsgerichts. I1IT. Rubusch, Aktuar.

[54918]

Nachdem 1) der Apotheker Theodor von Seelen zu Lehre als Besißer der früher dem Domänenamt Kampen zinspflichtig gewesenen, bei dem Kothhofe No. ass. 21 zu Lehre genußten Kruggerechtsame,

2) der Großfkothsaß Heinrih Neinecke zu Wenden als Besißer eines auf Wendener Feldmark belegenen Trennstüks zu 6 ha 61,0 a vom sogenannten eKieckemicksbus{“, auf der Vermessungsbescheinigung mit den Buchstaben e k g s 1 m d umschrieben,

3) der Ackermann Christoph Harke zu Bechts- büttel als Besißer cines „daselb“ belegenen, mit den Buchstaben g h i k s umschriebenen Trennstüks ¿u 1 ha 234 a

glaubhaft nachgewiesen haben, daß sie Eigenthümer der Grundstücke bezw. der Kruggerehtigkeit geworden sind, und behuf Eintragung der Gerechtsame und der Grundstücke in das Grundbu das Aufgebots- verfahren beantragt haben, werden alle diejenigen, welche Rechte oder Ansprüche an die Gerechtsame oder an die Grundstücke zu haben vermeinen, hier- mit öffentli geladen, folhe Rechte und Ansprüche spätestens in dem auf den 5. Februar 1895, Morgens 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin anzumelden unter Androhung des Rechtsnachtheils, daß nah Ablauf der Frist die Besißer als Eigen- thümer in dem Grundbuch eingetragen werden, und daß, wer die ihm obliegende Anmeldung unterläßt, fein Recht gegen einen Dritten, welcher im redlichen Glauben an die Richtigkeit des Grundbuhs das betr. Grundstück bezw. die Gerehtsame erworben hat, niht mehr geltend machen kann.

Braunschweig, den 24. November 1894. Herzogliches Amtsgericht Riddagshausen. Naabe.

[55023]

Die Erben und Rechtsnachfolger des zu Rauschen- dorf verlebten Tagelöhners Christian Happ werden aufgefordert, ihre Ansprüche an den Parzellen : Flur 5, Nr. 262, Flur 8, Nr. 1226/169, 1227/169, 1275/169, 1225/170, 1065/184, 185 und 190 der Gemeinde Rauschendorf spätestens in dem auf den 15, Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termine geltend zu machen, widrigen- falls die Wittwe Christian Happ zu Rauschendorf als Alleineigenthümerin der genannten Grundftüde in das Grundbuch eingetragen wird.

Hennef, den 29. November 1894.

Königliches Amtsgericht. Il c.

(55024)

Der Peter Boquoi, unbekannten Aufenthaltsorts, wird STge Deer seine Ansprüche an der Parzelle Flur 7 Nr. 271/12 der Gemeinde Rauschendorf spätestens in dem auf den 15, Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termine eltend zu machen, widrigenfalls die Ehefrau des

agelöhners Josef Schmit, Katharina, geb. Boquoi, zu Birlinghoven als Aleineigenthümerin in das Grundbuch eingetragen wird.

Hennef, den 29. November 1894.

Königliches Amtsgericht. 11 e. [54952] Ladung.

In Sachen der Grundbuchanlegung für Besch werden die dem Aufenthalt nah unbekannten Franz und Dominik Senninger von Remich hiermit zum 15, Februar 1895, Vormittags A1 Uhr, vor das Königliche Amtsgericht Abtheilung 11 zu Perl gan um ihre etwaigen Ansprüche auf die auf den Namen Erben Peter Senninger im Kataster ein- getragenen Grundstücke geltend zu mahen. Wird ein Anspruh niht angemeldet, fo werden Johann Paul und Johann Peter Senninger von Remich als Gigenthümer eingetragen.

Perl, den 10. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 11.

[54951 Ladung. i

In Sachen der Grundbuchanlegung für Besch wird der ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort ab- wefende Nikolaus Michels aus Besch sowie die etwa eas noch vorhandenen Erben des zu Besch verlebten

ikolaus Michels E zum 15, Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, vor das Königliche

Amtsgericht, Abth. 11 zu Perl geladen, um ihre etwaigen Ansprüche auf das auf den Namen Nikolaus Michels, Maurer zu Besch, im Kataster ein etragene Grundstück geltend zu machen. Wird ein Anspruch niht angemeldet, so wird die Wittwe Nikolaus Michels, geb. Kern, zu Besch, als Eigentbümerin eingetragen.

Perl, den 12. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 11. [54954] Aufgebot.

Die_verchelihte Salinenpensionär Haafe, Alwine, geb. Schumer, in Keuschberg, hat dur den Rechts- anwalt Hündorf in Merseburg das Aufgebot des in ihrem Besitze befindlichen, im Grundbuche noch nit eingetragenen, in der Flur Keuschberg-Baldiß ge- legenen, an das Planstück Nr. 118 der Flur Keusch- berg südlih anstoßenden, einen Berghang bildenden und in der Grundsteuermutterrolle unter Artikel 22 als Garten am Dorfe (Kartenblatt 1 Flächhen- abschnitt 171/25) bezeihneten Grundstüds von 8 a 60 qm Größe behufs Anlegung eines neuen Grund- bublatts sowie das Aufgebot der dinglich Berech- tigten beantragt. Es ergeht daher an alle unbe- tannlen Cigenthuméprätendenten und dinglih Be- rehtigten die Aufforderung, spätestens im Aufgebots- termine am 183. Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeihneten Gericht (Poi. straße Nr. 1, Zimmer Nr. 37) ihre Rehte und An- fprühe auf das vorerwähnte Grundstück bei Ver- Es ihrer Ausschließung mit denselben anzu- melden.

Merseburg, den 6. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung V. [54919] Aufgebot. )

Der am 21. November 1824 zu Kl. Renzow ge- borene Heinrich Carl Joachim Balck, welcher an- geblih seit dem Jahre 1840 verschollen it, wird hierdurch aufgefordert, spätestens in dem auf Donnerstag, den 7. März 1895, Vormittags 10 Uhr, angeseßten Termin zu erscheinen, widrigen- falls er auf Antrag für todt erklärt und sein Ver- mögen seinen Angehörigen ausgeliefert werden wird.

Gadebusch, den 14. Dezember 1894.

Großherzoglihes Amtsgericht. [5458] Aufgebot.

Der am_25. März 1829 zu Krokau bei Seeburg geborene Schmied Franz Gunidowski, welcher zuleßt in Eschenau hiesigen Amtsgerichtsbezirkes gewohnt hat, ist im Jahre 1878 nah Amerika ausgewandert und hat seit jener Zeit von seinem Aufenthalte keine Kunde gegeben. Seine Ehefrau Elisabeth Gui- dowsfi, geb. Ott, jeßt in Allenstein wohnhaft, ver- treten durch den Rechtsanwalt Graß daselbst, hat die Todeserklärung ihres Ehemannes beantragt. Der oben genannte Schmied Franz Gnidowski wird daher aufgefördert, ih spätestens im Aufgebots- termine den §8. Oktober 1895, Vormittags x0 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 1, zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen wird.

Guttstadt, den 5. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht.

[54946] Aufgebot.

_Auf Antrag des Besivers Wilhelm Mallien aus Balga wird dessen Bruder, der Seefahrer Gottlieb Eduard Mallien aus Balga aufgefordert, ih spätestens im Aufgebotstermine den 19, Oktober 1895, Vormittags 10 Uhr, beim unterzeichneten Amtsgerichte zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt werden wird.

Seiligeubeil, den 10. Dezember 1894. Königliches Amtsgericht. Doering.

[54916] - Aufgebot behufs Todeserklärung. Auf Antrag der Vormünder : Gemeindevorftehers Hinrich Münster zu Bevern und Landmanns Hein Münster zu Lußhorn werden : 1) der Seemann Johann Christian Hachmaun aus Bevern, geboren daselbst am 29. Dezember 1823, und 2) der Johann Bornholdt aus Barmstedt, ge- boren ebenda am 25. Februar 1824, deren Aufenthalt seit länger als 10 Jahren unbe- kannt ist und welche das 70. Lebensjahr bereits überschritten haben , . hierdurch aufgefordert, si spätestens in dem auf Mittwoch, deu 83. ril 1895, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Ter- mine hierfelbst zu melden, widrigenfalls dieselben [ar todt erklärt und ihr Vermögen in Gemäßheit dêr Verordnung vom 9. November 1798 ihren bekannten und gehörig legitimierten Erben, in Ermangelung solcher aber dem Fiskus zuerkannt werden wird. Rangtau, den 10. Dezember 1894. Königliches Amtsgericht.

Aufgebot. :

Auf den Antrag des Besißers Martin Schulz in Klinthenen als Nachlaßpfleger werden die unbe- kannten der am 13. April 1894 zu Gerdauen ver- storbenen - unverehelihten Marie Schmerglatt von Klinthenen aufgefordert, spätestens im Termine am 27. September 1895, Mags 12 Uhr, ihre Ansprüche auf den Nachlaß erth etwa 93 A) bei uns anzumelden, wgs 8 fie damit ausge- {lossen werden und der am dem sich legiti- mierenden Erben, event. dem Fiskus ausgeantwortet wird, der sich später meldende Erbe aber die Ver- fügungen des Erbschaftobesißers anerkennen und mit Herausgabe des noch Vorhandenen zufrieden fein muß, ohne Rechnungslegung oder Ersatz der Nußungen fordern zu dürfen. é

Gerdauen, den 11. Dezember 1894.

[54959]

Königliches Amtsgericht.