1894 / 302 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

: Verkehrswesen. Die Bauausführung und der Betrieb von Klein- “bahnen unter besonderer Berücksichtigung der Spurweite 60 cm, Erfahrungen und Rathschläge gesammelt, e estellt und

von Oberst aubert.

Herren Landwirthen zugeeignet vom ; Preis 1 # In

den

Berlin 1894. E. S. Mittler u. Sohn.

N O Uen j

Reichs, tauchen jegt vielfach Projekte auf, um den Absay landwirth-

\chaftl durch die Anlage von „Kleinbahnen“

zu gern und damit der Landwirthschaft neue Einnahme-

‘quellen zu eröffnen. Da jedoch Erfahrungen über die Ren-

tabilität von Kleinbahnen in folhen Bezirken, welche A

auf den Betrieb der Landwirthschaft angewiesen sind, no

nit vorliegen, fo leiden folhe Unternehmungen unter mannigfachen

Schwierigkeiten und Jrrungen. Dankenswerth is es daher, daß ein

eren Fachmann in der vorliegenden Schrift diefe Frage ein-

gehend erörtert und niht nur Rathschläge für die zweckmäßige Bau-

Aufschlüsse über die®*Berehnung der Bau- und ‘Betriebskosten und Anweisung giebt, wie die Rentabilität der Klein- bahnen zu ermitteln ist. Das Buch wird seinen Zweck, zu orientiéren, aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen, in vollstem Maße erfüllen.

m Musik.

d „Der Musikführer“, fo lautet der Titel eines neuen Unter- nehmens (Nedakteur : A. Morin), mit dem die Veclagsbuchhandlung von H. Bechhold in Frankfurt a. M. demnächst an die Oeffentlich- keit treten will. In einzelnen Heften zum- Preise von nur 20 „Z sollen gemeinverständlihe Erläuterungen hervorragender Werke aus vem Gebiete der Instrumental- und Vokalmusik mit Notenbeispielen dagreboten werden. Zur Bearbeitung der einzelnen Werke hat sich eine Anzahl namhafter Musiker vereinigt. Aus dem Mitarbeiterverzeichniß seien genannt : C. Beyer, Musik-Direktor Grüters, Humperdinck (der Komponist von „Hänsel und Gretel“), Professor Iwan Knorr,

rofessor James Kwast, A. Niggli, Dr. Nadecke - Winterthur, rofessor Sittard, Professor Dr. B. Scholz und B. Widmann. innen furzem {on soll, wie wir aus dem Prospekt ersehen, eine große Neihe von Erläuterungen erscheinen, so z. B. zu verschiedenen Symphonien von Beethoven, Mozart, Haydn, Brahms, Schumann, Mendelsfohn, Schubert; Oratorien wie die „Schöpfung“ von Haydn, die Requiems von Mozart, Berlioz und Brahms, e „Samson“; Suiten, Konzerten, Kantaten, Kammermusik. ie On, will beim Abonnement auf eine Serie (50 Nummern) des „Musikfführers“ den Preis auf 9 ( ermäßigen.

Verschiedenes.

Im Verlage von Wilhelm Koebner - Breslau (Inhaber M. u. H. Marcus) find die nachstehend verzeichneten, von L. Sonntag verfaßten beiden Bücher erschienen, die sih als praktishe Führer für Steueczahler erweisen dürften: 1) Das Einkomwmen- und Ergänzungssteuer - Geseß, erläutert durh Beispiele, die Aus- führungshestimmungen und die einshlägige Rechtsprehung. Preis 1,80 2) Das Kommunalabgaben - Gefeß vom 14 Juli 1893, erläutert durch die Ausführungsanweisung, die in Wirkun ebliebenen einschlägigen älteren Geseßesvorschriften und die bara Perñaliche Rechtsprehung. Preis 1 # In dem ersteren dieser beiden Bücher wird praktisher Weise das Einkommen- und das Er- änzungösteuer - Geseh vereinigt behandelt, weil diese Gesege, sehr häufig in Wechselbeziehung stehend, sih am sichersten in diesem Zusammenhange verstehen lassen. Der Steuerzahler wird durch die hier gebotene Leitutia in den Stand gesetzt, einwandsfreie Einkommen- und Vermögens-Deklarationen vorzulegen und so lästigen Nachfor-

{hungen und Strafmaßregeln vorzubeugen. Aus dem zweiten Buch kann der Steuerzahler fih mit Leichtigkeit unterrihten, wie weit die Kommunalverwaltung mit ihren Ansprüchen ga darf und in welhem Umfang er seine Abgabenpflicht zu erfüllen hat. Namentlich werden hier - die Pflichten bezüglich der Kommunalbesteuerung von Militärs, direkten und indirekten Staatsbeamten, Kommunalbeamten, Geistlichen und Lehrern in ausgiebigster Weise behandelt.

Kalender.

__Im VI1. Jahrgang 1895 erschien soeben der Taschen- Kalender zum E bei Handhabung der Arbeiter- versicherungsgeseße, für Behörden, Versicherungsanstalten, Berufs- O L liaA und Sektions-Borstandsmitglieder, Bertrauensmänner, itglieder der Entschädigungs - Feststellungs- Kommissionen, Genofsenschafts- 2c. Beamte), Schiedsgerichte, Kranken- kassen-Vorstände, Rechtsanwalte, Aerzte u. #. w., nah amtlichen Quellen zusammengestellt und herausgegeben von G ö tze, expedierendem Sekretär beim Königlich preußischen Öber-Verwaltungsgericht, früher im Reichs - Versicherungsamt, und Wiedemann, erpedierendem Sekretär im NReichs-Versicherungsamt (Verlag der Liebel’\hen Buch- handlung in Berlin; 1039 S: kl. Oft, 3 Theile, jeder für sich ge- bunden, Gesammtpreis 7 4). Theil T (Pr. 4,30 6) behandelt die Kranken- und Unfallversicherung ; Theil IT (Pr. 2,30 46) die In- validitäts- und Altersversicherung; Theil 1TT (Pr. 2 1) verzeichnet die für die Beitrags- und Entschädigungsberehnungen grundlegenden ortsüblihen Tagelöhne, land- und forstwirthschaftlihe Jahres-Arbeits- verdienste u. \ w. Sämmtliche bis Ende September 1894 bekarnt oen Veränderungen in organisatorisher Beziehung, sowie die

is dahin ergangenen Entscheidungen 2c. der zuständigen Behörden sind wie früher berücksihtigt und mitverarbeitet. Der Üebertritt des bisherigen alleinigen Herausgebers des Kalenders aus dem Reichs- Versicherungsamt zum Königlich preußischen Ober-Verwaltungsgericht hat zu der Aufnahme eines anderen Beamten des Reichs - Versiche- rungsamts in die Redaktion geführt. So bleibt die Leitung des Kalenders nah wie vor mit der Zentralstelle für das Arbeiterversiche- rungswesen in engster Fühlung und ist damit auch ferner die an diesem Hilfsmittel stets gerühmte Zuverlässigkeit gewährleistet.

land-

Erzeugnisse ,

anlage, fondern au

Land- und Forstwirthschaft.

Im Klub der Landwirthe sprah am 18. d. M. Abends In- genieur Brutscchke über die Anwendung der. Elektrizität in der Landwirthschaft. Der Vortragende ging von der Belastung der Landwirthschaft dur die Verwendung der theuren Thierkräfte aus. gut Ziehen, Pflügen, Dreschen u. #. w. würden in der deutschen

andwirthshaft etwa 2,284 Mill. Pferde und 0,556 Mill. Ochsen, zu- sammen 2,840 Mill. Thiere verwendet, denen nux rund 0,592 Mill, Thiere zu gleichen oder ähnliden Zwecken in den übrigen Wirthschafts- gebieten gegenüberständen. Bedenke man nun, daß jedes der rund 2,248 Mill, Thiere, die die Landwirthschaft mehr verwende, auch in den rund 65 NRuhetagen im Jahr und täglih zwei Stunden vor und nah der Arbeit zu PrIedee sei, und berechne man die durch Fütterung der Thiere und Lohn des Wärters für diese Ruhezeit er- wachsenden Kosten auf Thiere und Jahr mit 127,50 4, fo ergebe fich eine Belastung der Landwirthschaft von jährlich 286 Mill. Mark oder 17 4 per ha ohne Gegenleistung. Für viele Leistungen, wie Feldfuhren, Transport der Produkte zu den Bahnhöfen v. \. w. werde man die Thiermotoren nicht entbehren können. Dagegen ließen sie fh beim Pflügen uno Dreschen durch mascinelle Kräfte vortheilhaft erseßen. Die Dampfpflüge hätten sih zwar nicht einbürgern können, obwohl sie die Pflugarbeit technisch, zumal bei Tiefkulturen, ficher bewältigten. Ihre Verwendung sei aber wirthschaftli rationell ‘nur bei Tiefkultureen und auf \{chwerem Boden. Da sch die Kosten „für “ihre Leistung, “etten Pflug von thatsählih 50 Pferdekräften angenommen, auf 49 „A pr. Stunde und Pferdekraft stellen, während bet gleiher Vorausseßung diese Kosten bei der \tationären Dampfmaschine nux 7 4, beim Pferde im Zuge 40,6 Z und beim Pferde im Göpel 50 „§ betrügen, fo gebe cs 3. 3. erst 210 Damypfpflüge in Deutschland. Hier könne der elektrische Pflug eintreten, der billigen Ankaufspreis, billige Unter- haltung, leihten Transport mit einec leiten Theilbarkeit der trei- benden elektrishen Kraft vereinige. Selbst wenn man die Energie- verluste durch Länge der Leitung, Dicke der Dräl;te und Spannung auf 16 °/6 taxiere und annehme, ie zur Erzeugung ciner Leistung „von einer Pferdestärke im elcktrischen Motor eine Arbeit von “14 Pferdestärken in der ftationären Dampfmaschine nöthig sei, so stellten

Kreisen, namentli in den öftlihen Provinzen ‘des

|

sih die Kosten pro Stunde und Pferdekraft E rund 12 4§. Bei Einführung der Elektrizität in die landwirthschaftlihe Kultur könne man “äu die äuf den Quiferfabi en, Brénnéréien und in fonstigen nur zeitwêtse arbeitenden Maschinénanlagen disponible und“ auf rund + Mill. Pferdekräfte zu s{häzende Kraft verwenden. Günjtig sei (es, daß man mit -dem an- einer sich/dem Boden anschmiegenden [Kette * laufenden ‘elektrischen 4 den Motor verbinden könne.

ugleih fei es mögli, ben ele trischen Pflug, der sih auch für Flach-

[turen vorzüglich eigne, auh bei Nacht arbeiten zu lassen, wo- durch fsich die Ausnußzung der vorhandenen maschinellen Kraft wesentlich-teigere. Aehnliche Vortheile böte au die Anwendung der Elektrizität beim Dreschen, wo man, abgesehen von der pekuniären Ersparniß, die Aufstellung der Maschine dadur vereinfahe, daß man den Motor mit der Maschine vereinige, und bei der Bodenmelioration, bei der Entwässerung und Berieselung des Ackerlandes. Die mannig- fachen Vortheile der Elektromotoren würden auch in der Landwirthschaft zur Anlage selbständiger elektrischer Zentralen führen, in denen die örtlich

und zeitlih verschiedenen Arbeiten sich ausgleichen, sodaß die Maschinen *

andauernd ausgenugßt werden könnten. Technisch gebe es in der Landwirth- haft für Anwendung der Elektrizität kaum noch eine Grenze; wo diese wirthschaftlih liege, sei von Fall zu Fall zu entscheiden. In der Diskussion spra ih Professor Budde von der Firma Siemens u. Halske für Trennung des Motors von der Dreshmaschiñe aus, da der Motor nie dicht gènug gegen Staub geshüßt werden könne; auch habe er bei seinen praktishen Erfahrungen das Zweimaschinensystem mit dazwischenlaufendem Pfluge praktisher gefunden als die Ver- einigung des Elektromotors mit dem Pfluge.

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 22. d. M. gestellt 12533, niGt recht- ¡eitig gestellt keine Wagen. In Oberschlesien sind am 21. d. M. gestellt 5015, nit recht- zeitig gestellt keine Wagen.

Zwangs-Versteigerungen.

_ Beim Königlichen Amtsgeriht11 Berlin stand am 22. De- zember das im Grundbuch von Weißensee Band 30 Blatt Nr. 883 auf den Namen der. verchelihten Shuhmachermeister Henriette Hüben- thal, geb. Widuwilit, zu Berlin, Kremmenerstraße 1, eingetragene, zu Weißensee, Sedanstraße 24, belegene Grundstück zur Verstei- gerung; Fläche 463 a, Nuzßungswerth 1018 46; Mindestgebot 919 M; für das Meistgebot von 21 600 A wurde der Zimmermeister Gustav Lange zu Berlin, Alte Jakobstraße 138, Ersteher. Aufgehoben wurde das Verfahren der Zwangsversteigerung wegen des im Grundbuche von Weißensee Band 40 Blatt Nr. 1156 auf den Namen des Restaurateurs C. Abel zu Neu - Weißensee einge- tragenen, zu Neu-Weißenfee, Charlottenburgerstraße 150/151, be- legenen Grundstücks.

Berlin, 22. Dezember. Wochenbericht für Stärke, Stärkefabrikate und Hülsenfrüchte ‘von Max Sabersky. Ls, Kartoffelmehl 174—174 #, Ia. Kartoffelstärke 17}—174 4, [Ta. Kartoffelstärkemehl 12—16 4, feuchte Kartoffelstärke Fracht- parität Berlin 9,50 4, Frankfurter Syrup - Fabriken zahlen nah Werkmeisters Bericht fr. Fabrik 9,10 4, gelber Syrup 19—19x 46, Aa Sp 203—21 46, Kap.-Grport 214 22 A, RKartoffelzucker

Iber 193—20 Æ, do. Kap. 203—21 4, Rum-Kuleur 33—34 M,

ier-Kuleur 32—34 6, Dextrin, gelb und weiß, la. 23—241 4, do. sekunda 21—22 (A, Weizenstärke (kleinst.) 25—26 4, Weizenstärke (groß) 33—34 #, Hallesche und. Schlesische 34—36 #Æ, Meisftärke (Strahlen) 49—50 #, do. (Stüden) 47—48 #4, Maisstärke 30—33 Æ, Schabestärke 30—31 A, Viktoria-Erbsen 16—20 #, Kocherbsen 134—18 4 grüne Erbsen 14—19 #4, Futtererbsen 114—12} 4, inländishe weiße Bohnen 22—24 Æ, weiße Flahbohnen 24—-26 #4, ungarische Bohnen 19—21 #4, galizishe und russishe Bohnen 17—19 M, große neue Linsen 30—42 AÆ, mittel Linsen 20—30 4, kleine Linsen 14—20 A, Mohn, blauer 30—40 Æ, do. weißer 40—50 M, Hirse, weiße 18—20 Æ, gelber Senf 18—24 Æ, Hanfkörner 19 bis 20 #, Buchweizen 133—15 4, Wicken 123—134 #4, Pferdebohnen 12—123 M, Leinsaat 20—21 A, Mais loko 111—131 5, Kümmel 54—60 #, Leinkuchen 12—13 46, Rapskuchen 11;—12+4 4, Moggentleie 63—72 #, Weizenkleie 7—77 4, pa. helle getr. Biertreber 28—30 09/0 10—10§ M, pa. Getreideshslempe 31—33% 114 bis 125 #6, pa. Maisschlempe 40—42% 124—13}4 A, ya. Malzkeime 8—9+ 4 - (Alles per 100 kg ab Bahn Berlin bei Partien von mindestens 10 000 kg.)

Me Uebersicht Uber die Handels- und zollpoli- tishen Beziehungen Deutshlands zum Auslande“ (zweite umgearbei&te*und erweiterte Ausgabe), nah dem Stande vom 1. Januar 1895, ist in einem Sonderabdruck aus dem im Reichsamt des Innern herausgegebenen „Deutschen Handels-Archiv“ E 1895) im Verlage von Ernft R Mittler und Sohn, Königliche Hofbuch- handlung, in Berlin erschienen und zum Preise von 1,50 4 käuflich. In der Einleitung bemerkt der Wirkliche Geheime Ober-Negicrungs- Rath von Huber: Die Gestaltung der zollpolitishen Beziehungen Deutschlands zum Auslande beruht theils auf den autonomen Zoll- tarifen, theils auf den zahlreichen, in den leßten Jahren abgeschlossenen Handelsverträgen, durch welche Aenderungen und Festlegungen ein- zelner Positionen dieser Tarife herbeigeführt worden find, endli auf Verträgen zwischen auswärtigen Staaten, welche wegen der Kon- sequenzen der Meistbegünstigungsklauseln au für den deutshen Ein- und Ausfuhrhandel von Bedeutung find. . Um einen Ueberblick über diese verwickelten Verhältnisse zu geben. hat die Redaktion des „Handels- Archivs“ eine Zusammenstellung des autonomen deutschen Zolltarifs mit den die einzelnen Positionen betreffenden Stipu- lationen der Verträge Deutschlants, sowie eine Uebersicht über die in Betracht kommenden, zwischen Deutshland und dem Aus- lande oder zwischen auswärtigen Staaten unter einander abgeschlo\- nen Verträge für das Januar-Heft 1895 bearbeitet. Angefügt sind die Ergebnisse der Statistik des internationalen Waarenverkehrs Deutschlands und der wichtigeren auswärtigen Staaten. Mit Rü- sicht auf die allgemeine Bedeutung des Inhalts dieser Veröffentlichung für den deutschen Handel ist die Verlagshandlung veranlaßt worden, einen Sonderabdruck zu veranstalten. Den Jnhalt kennzeihnet das nachfolgende Verzeichniß der einzelnen Zusammenstellungen: 1. Der Deutsche Allgemeine und der Vertrags-Zolltarif. I[. Händels- verträge Deutschlands mit auswärtigen Staaten: A. Verträge, in

welchen Deutschländ Zolltarcifzugeständnisse und die Meistbegünstigung -

eingeräumt hat; E. Verträge, in welchen Deutschland die Vêeistbegün- stigung zugestanden hat; B Verträge, in welchen nur Deutschland weder Zolltarifzugeständnisse noch die Meistbegünstigung eingeräumt hat. 111. Handelsverträge auswärtiger Staaten unter einander. A. Staaten, in welchen Deutschland ein Net auf Meistbegünstigung hat: 1) Ver- träge mit Zolltarifzugeständnissen; 2) Verträge ohne Zoltarif- zugeständnisse. B. Staaten, in welchen Deutschland ein Recht auf Meistbegünstigung nicht hat. 1) Verträge mit Zolltacifzugeständnissen ; 2) Verträge ohne Zolltarifzugeständnisse. 1V. Ergebnisse der Statistik des Waarenverkehrs des Deutschen Zollgebiets mit dem Auslande für die Jahre 1872 bis 1893. A. Summarische Uebersicht ;

- B. Werth der Einfuhr mit Unterscheidung der Länder der Herkunft;

C. Werth der Ausfuhr mit Unterscheidung der Länder der Bestimmung. V, Ecgebnisse der Statistik des iaternationalen Waarenverkehrs der wichtigeren Länder der Erde.

Vom oberschlesischen Eisen- und Zinkmarkt be- richtet die „Schles, Ztg.*: In der abgelaufenen Woche blieb die Lage des oberschlesischen Gisenmarkts im allgemeinen unverändert ; eine Auf- besserung ‘ift in diesem Monat nicht mehr zu erwarten, denn wenn selbst noch neue Schlüsse zu stande kommen, werden sie doch erst im nächsten Quartal zur Erledigung gelangen. In Roheisen liegt das Geschäft -reht matt; neue Verkäufe finden gegenwärtig fast

‘an oberslesishem Nobeisen -nah Oesterreich

#

gar nicht statt, und die org Sendungen an Gießerei - Roheisen i

nach Niederschlesien beziehen noch auf die alten Schlüsse. Dex Absay an Puddel- und Gießerei - Roheisen im Revie”y felbst hat in. folge des geringeren Bedarfs bedeutend nachgelassen, und daher kommt es, daß die Bestände auf den Hütten stark anwahsen. Die Ausfuhr / hat vorläufig gänz auf- res Auf dem Walzeisenmarkt is es in leßter Woche*noh tiller geworden und die Aufträge gingen bei sämmtlichen Werken sehr knapp ein. Die Grob- und Feineisenstrecken sind infolge dessen shwach beschäftigt ; selbst Feiershihten waren unvermeidlich, wenn man die Bestände nicht noch. mehr anwachsen lassen wollte. Der gegenwärtige s{wahe Absaß erstæckt \ih haupt- fählich nur noch auf mittlere Walzeisensorten; die groben Sorten und Feineisen werdên nur wenig verlangt. Für Konstruktionseisen find den Werken in leßterer Zeit einige Aufträge zugegangen, Die Händler entnehmen nah wie vor nur den augenblicklichen Bedarf und wollen ihre leeren Läger ers nah Neujahr zu füllen anfangen. Fn Grobblehen war. das Geschäft etwas lebhafter, im Feinblec- abgab hat sich nichts geändert. Bei den Maschinenfabriken tegen nur wenig nennenswerthe Aufträge vor, und die Kess\el- fabriken sind ebenfalls nur {wach beschäftigt Im. Betriebe der Röhrenwalzwerke, Draht- und Nägelwerke hat sih nichts geändert; es wird größtentheils weiter auf Vorrath gearbeitet. Den Cisengießereien mangelt es ebenfalls an Aufträgen, der Be. trieb ift bei einzelnen Werken nur ganz chwach. Der Bau der Röhrengießerei auf Donnerömarckhütte \chreitet vorwärts und dürfte um die Mitte des nächsten Quartals fertig gestellt sein. -Auf dem Zinkmarkt ist in verflossener Woche eine Aenderung nicht bekannt geworden. Für E und Zinkstaub is, wie alljährlich in den Wintermonaten, die Nachfrage geringer, die Zinkweißfabriken haben ihren Betrieb theils eingeschränkt, theils ganz eingestellt.

Das rheinisch-westfälische Gießerei-Noheisen- Syndikat beschloß, wie die „Köln. Ztg.“ meldet, die Verlänge- rung des Verbandes bis zum 31. Dezember 1895. Zur Fort- seßung der Bestrebungen, d Roheisen-Einzelverbände Rheinlands und Westfalens zu cinem Syndikat zu vereinigen, wurde der Aus- {uß verstärkt. Die gemeinsame Verkaufsstelle für phospher- haltiges Roheisen stellte einen neuen Vertrag mit den Luxemburgern bis zum 31. Dezember 1895 fest. .

Auf den Königlich bayerishen Staatsbahnen be- trugen die Einnahmen im November d. J. 8 879 048 (+ 322 694) 4, und seit dem 1. Januar d. J. 103 504 491 (+ 1 736 108) #4

Das „Gewerbeblätt für das Großherzogthum Hessen “, Zeitschrift des Landesgewerbvereins, hat in Nr. 51/52 vom Dezember d. J. folgenden Jnhalt: Programm der im Jahre 1895 zu Alsfeld abzuhaltenden Ausstellung Oberhessisher Industrie- „und Gewerbe-Crzeugnisse. Sitzungen des engeren Ausschusses am 6. No- vember und 5. Dezember 1894. Kommissions-Sizung am 15. De- zember 1894. Aus den Orts - Gewerbevereinen. Bad Nauheim. Eberstadt. Michelstadt. NReichelsheim i. d. W. Seligenstadt. Verschiedene Mittheilungen. Patente von im Sn terooubum Hessen lebenden Erfindern. Reichstagsgebäude. Durchsichtige Spiegel. Literatur. Sehen und Zeichnen. Häuslicher Rathgeber. Deutsche Kunstshmiede- Arbeiten und englishe Tapeten. E. Franke!s Universal- Monogramm. i

Die fünf neuen großen Dampfer der „Hamburg-Süd- amerikan ischen Dampfschiffahrts - Gesellschaft“ sollen, wie die „Hamb. Börsenh.“ meldet, auf deutshen Werften gebaut werden und zwar drei bei Blohm und Voß und zwei auf der Reiher- stieg-Schiffswerfte, beide in Hamburg.

Magdeburg, 22. Dezember. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucter exkl., von 92% —, neue 920-930. Kornzucker exfl., 88/6 Rendement 8,60—8,80, neue 8,70—8,80, Nachprodukte exkl. 7599/0 Rendement 95,80—6,590. Ruhig. Brotraffinade [ —,— Brotraffinade 1] —,—. Gem. Raffin. mit Faß —,—. Gem. Melis 1 mit Faß —,—. Geschäftslos. Rohzucker 1. Produkt Transito f. a. B, Hamburg pr. Dezember 8,725 Gd., 8,824 Br., pr. Januar 8,80 Gd., 8,85 Br., pr. März 9,00 Gd., 9,05 Br., pr. April- Mai 9,15 bez., 9,177 Br. Stetig.

Leipzig, 22. Dezember. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. L Plata. Grundmuster B pr. Dezember 4, pr. Januar 2,724 4, pr. Februar 2,75 4, prx. März 2,75 #, vr. April 2,72 #6, pr. Mai 2,7725 4. pr. Juni 2,82) , pr. Juli 2,871 M, pr. August 2,85 4, ver September 2,877 #4, per Oktober 2,90 M, per November 2,90 4A Umsay 60 000 kg.

Mannheim, 22. Dezember. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weizen pr. März 13,80, pr. Mai 13,80, pr. Juli 13,80. Roggen pr. März 11,65, pr. Mai 11,75, pr. Juli 11,85. Hafer pr. Mätz 12,19, pr: Mat 12,30. pr. Juli 12/507 Mais pr. März 11,50,

Pr. Dat 11.40 Vr Gul 11,15,

Bremen, 22. Dezember. (W, T. B.) -Börsen-S(lußbericht. Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Notierung der Bremer Petroleum-Börse.}) Ruhig. Loko 5,35 Br. Baumwolle. Matt. Upland middl. loko 285 4. Schmalz. Matt. Wilcox 372 S, AUNoUL [hield 3/7 s, Gudaby 38 2 Hairbanks 30 A Speck. Niedriger. Short clear middl. loïo 354, Dezember-Ja- E T Taba ck. Umsaß: 42 Faß Kentucky, 500 Packen

T. Felt.

Bremen, 22. Dezember. (W. T. B.) Die New-Yorker Meldung, daß in England Verhandlungen zwischen den Damp f- \hiffahrts-Gesellschaften zur Aufhebüäng der jetzigen billigen Zwischendecks\äße zwishen Europa und Amerika s{chweben (vgl. Nr. 301 d. Bl.), wird von „Bösmann?'s Tel. B.* als durchaus un- zutreffend bezeichnet.

Hamburg, 22. Dezember. (W. T. B.) In der heutigen Generalversammlung der Verlagsanstalt und Drufckerei Aktien-Gesellschaft vormals Richter erbat der Vertreter der mit der Gesellschaft in Klage befindlichen Minorität der Aktionäre Auskunft über die Erhöhung mehrerer Konti. Da die erhaltenen Auskünfte ihn nicht befriedigten, gab der Vertreter der Minorität einen Protest gegen die Dechargeertheilung für den Jahresbericht und die Bilanz zu Protokoll. Schließlich wurde diese Decharge mit 10295 Stimmen gegen 555 Stimmen der Minorität ertbeilt. Jn den Aufsichtsrath wurden die Herren Baron Ludwig von Erlanger und Griß Pühler, beide in Frankfurt a. M., gewählt.

Wien, 22. Dezember. (W. T. B.) Die General-Direktion der Staatsbahnen verfügte mit Zustimmung des Handelë-Ministerium®, daß im Laufe des kommendea Jahres etwa 6000 bisher im Tag- und Wochenlohn stehende Bedienstete und zukünftig na Maßgabe“ der freien Stellen au) weitere Bedienstete in das statutenmäßig eingereihte Personal aufgenommen werden. Die Angestellten erwerben hierdurch einen Anspruch auf Alteréversergung, normalmäßige Aufbesserung der

Bezüge u. st. w.

Pest, 22. Dezember. (W.T.B.,) Produktenmarkt. Weizen fest, Pr. Fahr 6,71. Gd... 6072 Br. per Herbst 7,02 Gd. 7,03 Br. Roggen pr. Frühjahr 5,59 Gd., 5,60 Br., Hafer pr. Früh- jahr. 5,93 Gd., 5,95 Br., Mais vr. Mai-Juni 6,25 Gd., 6,27 Br. Kohlraps pr. August-September 10,80 Gd., 10,85 Br.

Budapest, 22. Dezember. (W. T. B.) Der Budapester Bankverein, Aktien-Gesellschaft, beshloß in der heutigen außerordentlichen Generalversammlung, das Aktienkapital von 3 auf 10 Millionen Gulden zu erhöhen. Auf je 3 alte Aktien entfällt eine neue, die übrigbleibenden Aktien übernehmen die Firmen von Erlanger u. Söhne (Franffurt a. M.) und Jacob Landau (Berlin)

London, 22. Dezember. (W. T. B.) An der Küste 5-Wetzen-

ladungen angeboten. Rüben-Nohzucker1 loko

96 9/0 Javazudck er loko 112 ruhig. 8# rubig. E

Die Metallbörse bleibt bis 27. Dezember und am Neujahrs- tage geschlossen.

24. Dezember. (W.T.B.) Die Getreidezufuhren be- trugen in der Woche vom 15. Dezember bis 21. Dezember: Engl. Weizen 1585, fremder 37 639, engl. Gerste 2797, fremde 3964, engl. Malzgerte 16 163, fremde —, engl. Hafer 2979, fremder 46 241 Qrts., engl. Mehl 23 294, fremdes 15753 Sack und 400 Faß.

Liverpool, 22. Dezember. (W. T. B.) Der Bauutwollén: s markt ift Montag, den 24, Mittwob, den 26.,, Montag, den 31. d. M. und Dienstag, den 1. Januar 1895 geschlofsen.

St. Petersburg, 23. Dezember. (W. T. B.)

liher UïTas an den Finanz-Minister vom 21. d. M. besagt: Die zeitweilig emittierten Kreditrubel im Betrage von 266,2 Millionen, die scit 1878 im Umlauf und in der Reichsbank-Bilanz unter den Passiven des Kontos der Handelsoperationen aufgeführt find, werden den Kreditrubeln beständiger Emission mit dem metallisGen Wechsel- fonds zugezählt; zweitens werden ua realisierte Nententitres

die der Reichsbank

im Betrage von 173,5 Millionen Rubeln,

als Deckung besagter Kreditrubel übertragen waren, drittens werden 92,7 Millionen Rubel, welche die Reichsbank der Reichêrentei für besagte Kreditrubel \{uldet, aus der Kasse der Reichs- bank in den Metall-Wechsclfonds übergeführt, welhe Summe in Gold 65,4 Milltonen Rubel beträgt. Diese 92 Millionen waren laut Ukas vom Dezember 1892 für die Sibirische Eisenbahn bestimmt,

wurden jedoch für diefen Zweck nicht angerührt,

Zukunft nicht nothwendig sein dürfte in Anbetracht, freie Reserve von 271 Millionen Rubeln des Uebershusses der Einnahmen über die Ausgaben in diesem Jahre si. bedeutend vergrößern dürfte. Deshalb werden besagte 92 Millionen dem Metallwechselfonds zugezählt. Der Bank wird die Entnahme von 65,4 Millionen in Gold nicht fühlbar sein, da ihr Goldvorrath 116 Millionen Rubel beträgt. Die nicht realisierten 5% Rententitres im Betrage von 173,5 Millionen Nubeln werden vernichtet, da ihre Realisierung bei dem jeßigen Stande des Zinsfußes

M wurden die Kreditrubel zeitweiliger Emission in der Bankbilanz getrennt aufgeführt, da sie je nah ibrer Ansammlung in den Kassen der Reichsbank und na dürfniß an Geldumlaufsmitteln der Tilgung unterlagen. Dieses Be- | den dürfniß hinderte und hindert noh die Tilgung, die vielleiht eine Er- höhung des Wechselkurses, zugleih aber au neue unlicbsame Preis- Aus vielen Gründen war anzu-

Reichsrentei über eine

verfügt, die infolge

nit vortheilhaft wäre. Bis

\chwankungen ‘hervorrufen würde. nehmen, daß die Nubel der Emission von 1877/78

Verkehr bleiben, den Charakter der Zeitweiligkeit verlieren und ih von den mit dem Metallwechselfonds emittierten Rubeln nit unter-

heiden würden, denen sie jeßt auch zugezählt sind. Nom, 24. Dezember.

und 5,50 Lire als erste à conto-Zahlung für 1894/95.

. Untersuhung8-Sachen.

s A ustellungen u. dergl.

. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung.

. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. Verloosung 2c. von Werthpapieren.

1) Untersuhungs-Sache

Keine.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

{56666] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsbvollstreckung soll das im Grundbuche von der Hasenhaide und den Weinbergen Band 32 Nr. 1125 auf den Namen des Töpfer- meisters Friedrih Pawlowsky eingetragene, hier in der Urbanstraße Nr. 49, belegene Grundstück am 12, Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, an Gerichtsftelle, Neue S 13, Hof, Flügel C., Erdgesoß, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstück ift mit 3,48 \( Reinertrag und einer Fläche von 0,0591 ha zur Grundsteuer und noch nicht zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Ge- richts\chreiberci, ebenda, Flügel D., Zimmer 17, ein- ge‘eben werden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 15, Februar 1895, Vor- mittags UL Uhr, an Gerichtsstelle im voran- gegebenen Saal 40 verkündet werden.

Verlin, den 10. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht T1. Abtheilung 88.

[56667] Zwangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung foll das im Grundbuche von den Niedershönhausener Parzellen Band 5 Blatt Nr. 167 auf denNamen des Kaufmanns Adolf Jung hier eingetragene, in der Pappel- Allee Nr. 1, Ecke der Danzigerstraße, belegene Grundstü am 14. Februar 1895, Vormittans 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., Erdgeschoß, Saal 40, versteigert werden. Das Grundstü ist mit 5340 4 Nußungswerth zur Gebäudesteuer ver- anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei ebenda, Flügel D.,, Zimmer 42, eingesehen werden. Diejenigen, welche das Eigen- thum des Grun dstücks beanspruhen, werden aufze- fordert, vor Schluß des Versteigerungstermins oie Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigen- falls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 18. Februar L895, Vormittags 17 Uhr, an Gerichtsstelle, wie oben angegeben, verfündet werden.

Berlin, den 17. Dezember 1894. L

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 87.

[56668] Zwangsversteigerung. : Im Wege der Zwangévollstreckung soll das im Grundbuche von der Friedrichstadt Band 11 Nr. 800 auf den Namen des Kaufmanns Friedrih Ludwig Carl Hermann Beyerlein zu Berlin eingetragene, in der Französishestraße Nr. 50, belegene Grund- stück am 16, Februar 1895, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht an Gerichtéstelle, Neue Friedrichstraße 13, Hof, Flügel C., A Saal 40 versteigert werden. Das Grund- tüd ist mit 3210 46 Nußungéwerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige Nen Und andere das Grundstü betreff ende Nachweisungen, fowie besondere Kaufbedingungen können in der Ge- rihtöschreiberei, ebenda Zimmer 41, eingesehen werden. Diejenigen, welhe das Eigenthum des Grundstücks eanspruhen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens

t

Die „Navigazione genoerale italiana“ beschloß in ihrer gestrigen Generalversammlung die Ver- theilung einer Dividende von 8 Lie für die Aktie, zahlbar Anfang Januar und zwar 2,590 Lire pro Saldo des Geschäftsjahres 1893/94

CEin“Kaisfer- Amsterdam, 22. Dezember.

vernichtet;

künfte. Schluß stetig. Chicago, 22. Dezember. gemeinen fel

was auch in daß die

York und Chicago gesc{lo}sen. Bon den „Posft- dem Be-

Publikum sehr willkommen fein. noch lange im

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| Oeffentlicher Anzeiger.

das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 16. Februar 1895, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle wie oben verkündet werden. Berlin, den 18. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 86.

[56660]

In Sachen der Herzoglichen Kreiskasse hieselb\t, Klägerin, wider den Buchbinder Carl Demmerich hieselbst, Beklagten, wegen rückständiger Brand- versicherungsbeiträge 2c. wird, nachdem auf Antrag der Klägerin die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen, Nr. 1831 au der Schöppenstedterstraße hieselbst belegenen Hauses und Hofes sammt dem Nr. 44 Blatt VI des Feldrisscs Hagen auf der Wendenmasch hieselbst belegenen Abfindungsplane zu 23 a 43 qm zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Beschluß vom 7. Dezember 1894 verfügt, au die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche am 8. Dezember 1894 erfolgt i, Termin zur Zwangsversteigerung auf den 16, April 1895, Morgens 10 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgericht Braunschweig, Auguststraße 6, Zimnier Nr. 37, an- geseßt, in welhem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.

Braunschweig, den 12. Dezember 1894.

Herzogliches Amtsgericht. X. Nolte.

[56659] Bekanntmachung. “In Sachen des Rentiers A. Grunsfeld in Nord- haufen, Klägers, wider den Schlachter Otto Trute in Hohegeiß, Beklagten, wegen Forderung, wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Beschlagnahme des dem Beklagten gehörigen Grundstücks 5. Abth. Wolfsfleck Plan Nr. 306 zu 80a 47 qm zum Zwecke der Zwangsversteigerung dur Beschluß vom 12. De- zember 1894 verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses. im Grundbuche am 12. Dezember 1894 erfolgt ist, Termin zur Zwangsversteigerung auf Sonnabend, den 30, März 1895, Nachmittags 47 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Walkenried in der Engelmann’schen Gastwirthschaft zu Hohegeiß angeseßt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben. LWWalkenried, den 14. Dezember 1894. Herzogliches Amtsgericht. Voges.

[56671] Bekanntmachung.

In Sachen, die Zwangöversteigerung der in Stiege belegenen Grundstüke des Zimmermeisters Wilhelm Nürnberg von hier, nämlich 3 Morgen 21 Ruthen Aker am Hopfengarten oder Kreuzwege, sowie des auf dieser Fläche ecrihteten Wohnhauses No. ass. 166 betreffend, wird auf Antrag des Hypothekgläubigers , Schlachtermeisters Gustav Thomas von hier, Termin zur Wiederversteigerung des oben benannten Grundstücks auf den 19, Ja- nuar 1895, Nachmittags 87 Uhr, in der Wiedenbein’schen Gastwirth]schafst zu Stiege vor Herzoalichhem Amtêgerihte hierselb anberaumt. Die Versteigerungsbedingungen, laut welcher jeder Bieter auf Verlangen cines Betheiligten Sicherheit bis zu 10% seines Gebots durch Baarzahlung, Niederlegung kursfähiger Werthpapiere oder geeignete Bürgen zu leisten hat, sowie der Grundbuchauszug, können vor dem WVersteigerung8terzine auf der Gerichtsschreiberei eingesehen, au) das Grundstück selbst besichtigt werden. :

Haffelfelde, den 7. Dezember 1394.

Herzogliches Amtsgericht. Wegener.

[56655] | j Nachdem in Sachen, betr. die Zwangsversteigerung der dem Tischler Louis Kätel zu Penzlin, gehörigen

Grundstücke Nr. 8 an der Großen Straße und Nr.

B ern, 22. Dezember. (W. T. B.) Die heutige Aktionärver- sammlung der Berner Oberlandbahnen genehmigte mit Zwei- drittelmehrheit die Vorlage wegen des Ankaufs der Shynigeplat te- Bahn und die Vorlage wegen der R uns zu diesem Zwelk.

good ordinary 51. Bancazinn 38. New-York, 22. Dezember. (W. T. B.) Die Börse eröffnete in träger Haltung: im weiteren Verlauf gaben die Kurse etwas nach; der Schluß war chwach. Der Umsay der f Weizen eröffnete fest auf bedeutende Käufe und Deckungen für die Woche und verblieb auch im weiteren Verlauf in fester folge Abnahme der unterwegs befindlichen Zufuhren. fest, Mais fallend während des ganzen Börsenverlaufs mit wenigen Neafktionen infolge günstigen Wetters und bedeutender An-

(W. T. D). A t während ves ganzen Börsenverlaufs infolge Abnahme der auf dem Wege zum Markt befindlihen Menge, deutende Käufe und Deckungen für die Woche. s Mais durchweg fallend mit wenigen .Neaktionen infolge \{chwächerer ausländisher Märkte und zunehmender Ankünfte.

Montag, den 24. d. M., bleibt der Produktenmarkt in New- 90

Verkehrs8-Anftalten.

und Telegraphennachrihten für däs Publikum“ ist eine neue Auflage erschienen. längst bekannte und beliebte Zusammenstellung enthält in bequemster Uebersicht alle wesentlihen Tarif- und Versendungsbestimmungen für Post- und Telegramm- Verkehr. Aenderungen in den Tarifen für Postpackete nah dem Ausland ein- getreten sind, so wird das Erscheinen dieser neuen Auflage für das Die Post- und Telegraphennachrihten sind bei allen Post- und Telegraphen-Anstalten sowie durch Ver- mittelung der Briefträger und Landbriefträger zum Preise von 15 § für das Exemplar zu haben.

————

Laut Telegramm aus Herbesthal englische Post über Ostende vom 22. d. M. ausgeblieben ; Grund: Zugverspätung in England, Sturm auf See.

(W T Amtlicher Theil :

Java - Kaffee ktien betrug 53 000 Stüd.

altung in- | förderung von

Schluß recht

Weizen im all-

sowie auf be-

Schluß fest. Schluß stetig.

tahmittags fortgeseßt. Abends

Der Die bei dem Publikum | gekommen.

Da in neuerer Zeit mehrfach

Ut Die Weite

herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag | 145 .an der Weberstraße daselbst der Käufer durch Urkunden den Nachweis geführt hat, daß er die nah

dem Ergebnisse der Versteigerung zur Hebung kom- menden Gläubiger befriedigt hat oder von denselben als alleiniger Schuldner übernomnaen ist, wird hier- mit Termin zur Abnahme der Rehnung des Sequesters bestimmt auf Sonnabend, den 19. Januar 1895, Vormittags 10 Uhr, zu welchem die Betheiligten hierdurch geladen werden.

Penzlin, den 18. Dezember 1894.

Großherzogliches Amtsgericht.

[56656]

In Sachen betreffend die Zwangsversteigerung der zum Nachlasse des Schneiders Körner zu Warneckow gehörigen Häuslerei Nr. IT daselbst if zur Abnahme der Nehnung des Sequesters, zur Erklärung über den Theilungspylan, sowie zur Vornahme der Ver- theilung Termin auf Freitag, den 11. Jauuar 1895, Vormittags 11 Uhr, bestimmt. Der Theilungsplan und die Rechnung des Sequesters werden vom 2. Januar 1895 an zur Einsicht der Betheiligten auf der Gerichts\hreiberei niedergelegt sein.

Rehna (Mecklenburg), den 19. Dezember 1894.

Grokßherzoglihes Amtsgericht.

[56657] Aufgebot.

Der Gastwirth Johann Heinrich Nicolaus Siemers und der Landmann Georg Heinrich Carl Siemers zu Nufse haben das Aufgebot zweier Obligationen

1) vom 13. Oktober 1893 über 2400 Æ,

2) vom gleichen Tage über 18 000 Æ, beides mit 4 9% p. a. verzinsliÞh und rückzahlbar auf ¿jährlihe Kündigung, ingrofssiert unter Nr. 11 und 12 Abschnitt 111 des Fol. 11 Band I im Sirks- felder Schuld- und Pfandprotokoll, beantragt. Der bezw. die etwaigen Inhaber der beiden Obligationen werden aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 9. Juli 1895, Vormittags 107 Uhr, an- beraumten Aufgebotstermin ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loëerklärung der Urkunden erfolgen wird.

Steinhorft, den 15. Dezember 1894.

Königliches Amtsgericht. Hudenrann. [43225] Aufgebot. _ A

Das Sparkassenbuch der Sparkasse des Landkreises Bromberg Nr. 12861 über 230 4 67 ß, ausge- fertigt für Fräulein Johanna Meyer in VBrom- berg, ist angeblich verloren gegangen und foll auf den Antrag der Genannten zum Zwecke der neuen Ausfertigung amortisiert werden. Es wird daher der Inhaber des Buches aufgefordert, «spätestens im Aufgebotstermine den L. Juni 1895, Vortnit- tags 10 Uhr, bei dem unterzeihneten Gericht (Zimmer Nr. 9 des Landgerichtsgebäudes) seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung desfelben er- folaen wird.

Bromberg, den 18. Oktober 1894,

Königliches Amtsgericht.

[42768] _ Vekanuntmachung. e Sparkassenbücher der städtischen Sparkasse in ing: 1) Nr. 62 151. über 2273 Æ, ausgefertigt für Heinrih Schulz, 2) Nr. 77291 über 579 #4 50 „ß, ausgefertigt für Catharina Kreußtzberger, 3) Nr. 69 465 über 103 4, ausgefertigt für Anna Natkowski, 4) Nr. 57 774 über 121 M 5 4, ausgefertigt für August Reimer, ; nd angebli verloren gegangen und sollen auf den Antrag der Eigenthümer : zu 1) und 2) des Handelsmanns Johann Nat- kowski in Elbing, : zu 3) der Anna Natkowski daselbft,

Dezember Nachmittags St. Vincent ostdampfer „Prinz-Regent Luitpold“

auf der „Ems E 21. Dezember Morgens er Bormittags St. „Bayern ist am 21. Dezember in Antwerpen angekommen. 283. Dezember. (W. T. B.) Der Postdampfer „Weser“ ift am 22. Dezember Morgens auf der Weser angekommen. Hamburg, 22. Dezember. (W. T. B.) kanishe Packetfahrt- Aktiengesellschaft. „Normannia“ ist, New-Vork ein Morgen in Cux ist gestern in St. Thomas angekommen. 23. Dezember. : ist gestern Nachmittag in New-York eingetroffen. London, 22. Dezember. „Greefk“ ist Sonnabend auf der Ausreise In seln abgegangen.

Fp

Die „Zeitschrift für den Internationalen Eisenbähn- transport“, die von dem Zentralamt in Ber n herausgegeben wird, hat in der Nr. 12 des IL. Jahrgangs (Dezember 1894) E Inhalt:

i :: Internationales Uebereinkommen. der Liste der Eisenbahnen. Wirkungen des den Eisenbahnen vorbehaltenen Pfandrehts. jährung; Unterbrechung der Verjährung. Lieferfristen. Verzeichniß der Zuschlagfristen. verkehr in Rußland. fahrgeldes und der Gepäckfraht in Rußland, ersonen und Gepäck in Rußland. auf den russischen Grenzstationen zur Erhebung kommenden Zoll- Abfertigungs- 2c. Gebühren. Aus dem Geschäftskreis des Zentral- amts, Allgemeine Mittheilungen: Die Eisenbahngesete in Spanien. Rechtsprehung. Andere Nachrichten. Bücherschau.

enderungen in Geseße und Vollzugs-Verordnungen.

Reichsfteuer auf den Passagier- und Eilgut- Regeln über die Berthellaae des Perionen Tarif für die Be- Vebersiht der

Bremen, 22. Dezember. (W. T. B.) Norddeutscher Llovd. Der Postdampfer „Hohenzollern“ hat am 20. s Y mittags Lizard passiert. / 20. Dezember Nachmittags die Reise von Southampton nah Corunna fortgesetzt.

Dezember Nach- Der Postdampfer „Mark“ hat A Der Postdampfer „Straßburg“ hat am passiert. Der Reichs- hat am 20. Dezember

die Reise von Southampton nah Antwerpen

Schnelldampfer „Trave“ is am 21. Dezember

Weser - angekommen. Der Schnelldampfer in New - York an- „Postdampfer „Pfalz“ hat am 21. Dezember Bincent passiert. Der Reichs - Postdampfer

Hamburg-Ameri- Der Schnelldampfer

Hamburg kommend, heute Morgen in Der Postdampfer „Persia“ is heute Der Postdampfer „Francia“

von aven eingetroffen.

(W. T. B.) Der Postdampfer „Dania“

(W. T. B.) Der Union-Dampfer

von den Canarischen

6. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellch. 7. Erwerbs- und 8. Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten. 9, A 10. Verschiedene

irthshafts-Genofsenschaften.

ekanntmachungen.

zu 4) der Frau Caroline Reimer in Eschenhorst, zum Zweck der neuen Ausfertigung amortisiert werden. Es werden daher die Inhaber der Bücher aufgefordert, spätestens im Termin, den 29. April 1895, Vormittags 11 Uhr, Zimmer Nr. 12, ihre Rechte anzumelden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls dieselben werden für kraftlos erklärt werden.

Elbing, den 10. Oktober 1894. Königliches Amtsgericht.

[49611] eo.

Das Sparkassenbuch Nr. 2197 der städtischen Sparkasse zu Liebenthal über 160,08 A, aus- gefertigt für die Gärtnertochter Marie Heller in Üllersdorf, ist angeblih verloren gegangen und soll auf Antrag der Eigenthümerin, verehel. Marie Sellig, geb. Heller, in Ullersdorf - Liebenthal füt kraftlos erklärt werden.

Der Inhaber des Buches wird daher aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 11. Juni 1895, Vormittags 1% Uhr, bei dem unter- zeichneten Gericht, im Geschäftsgebäude, Zimmer Nr. 7, seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls dasselbe für kraftlos erklärt werden wird.

Greiffenberg i. Schl., den 17. November 1894.

Königliches Amtsgericht.

[42773] __ Aufgebot.

Das Sparkassenbuch der \tädtishen Sparkasse zu Insterburg Nr. 7818 über 900 #, ausgefertigt für den Besißer Johann Soldat in Gerlauken per Aulowöhnen , is angeblih verloren gegangen und foll auf dessen Antrag für kraftlos erklärt werden. Es wird daher der Inhaber des vorgedachten Spar- kassenbuhs hierdurch aufgefordert, spatestens in dem Aufgebotstermine am 21. Mai 1895, Vvr- mittags 11 Uhr, bei dem unterzeihneten Ge- rihte Zimmer Nr. 22 sein Recht anzu- melden und das Sparkassenbuch vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Insterburg, den 17. Oktober 1894. i

Königliches Amtsgericht. (43236] Aufgebot. E

Der Vorstand des Gewerbe - Vorschuß - Kassen- Vereins e. G. m. u. H. zu NRadegast hat das Auf- gebot der von dem unterzeichneten Gericht für den Gastwirth Otto Herfurth in Radegzst als Schuld- urkunde über 9000 A und 3000 Æ ertheilten zweiten Ausfertigung des für den Gajtwirth Bern- hard Carl Kurzhals daselbst ausgefertigten Kaufe vertrags vom 24. Januar 1881 über den jeßt der Frau Auguste Naumann, geb. Liska, früher verw. Kurzhals in Radegast, gehörigen, im Grundbuche von Nadegast B. Ill Bl. 35 geführten Gasthof „zum Prinzen von Anhalt" mit Hofraum und Zu- behôr, Zahl 31, zu Radegast, mit nachgefügten Löschungs - resp. Zessionsvermerken vom 15. Fe- bruar 1881, 21. September 1881 und 28. Oktober 1881 (jeßt noch über 3000 4 drei Tausend Mark für den gedahten Gewerbe - Vorschuß- Kassen-Verein lautend), Car auf das vor- bezeichnete Gasthofsgrundstück, beantragt. Der In- haber der U-kunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, dex 8, Mai 1895, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anbe- raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- . [loserkflärung der Urkunde erfolgen wird.

Cöthen, den 16. Oktober 1894,

Herzoaliches Amtsgericht. I. Sekr. Holzmann.

(425982] Bekanntmachung. Aufge

bot. 2 1) Auf dem den Gütlersebeleuten Josef und Kathä rina Kik von Woppenhof gehörigen Grundst