1913 / 267 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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gilt in Ausnahmefällen für Wahlbezirke mit weniger als F n- tausend Versicherten, wenn neben dem Ortsausshuß au die Reichsversicherungsanstalt das Bedürfnis nah einer Geschäfts- stelle vor deren Gründung anerkannt hat. Berlin-Wilmersdorf, den 3. November e an Direktorium der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte. Koch. Dr. Lehmann. Haenel. Dr. D Ma Ae Roth.

Personalveränderungen. Königlich Preußishe Armee.

Neues Palais, 6. November. v. Hoffmann, Lt. im Jäg. N. z. Pf. N 10, d. Absch. m. d. geseßl. Ders, aus d. aktiven Heere bew. ; zugleich ist derselbe b. d. Offizieren d. Landw Kav. 1. Aufgeb. angest. Mischke, pens. Oberwachtm., bish. in d. Gend. Brig. in Eljaß-Lothringen, d. Charakter als Lt. verliehen. :

Königlich Bayerische Armee.

München, 7. November. Im Namen Seiner Majestät des Raaiee Seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig, des Königreihs Bayern Verweser, haben Sih am 4. d. M. Allerhöchst bewogen gefunden, nachstehende Personalveränderungen bei den Beamten der Militärverwaltung Allergnädtgst zu verfügen: _

zu ernennen : n O im M t e N Rat Rommelò, il; nt. . A. K., unter Beförderun Wirkl. Geh. Kr. Nat, zum Mil. Int. d. 1. A. K. den Ob. Int. Rat Scedl d. Int. I. A. K. unter Beförderung zum Geh. Kr. Rat, zum Int. Assessor b. d. Int. 111. A. K. den überzähl. Int. Assessor Böhm dieser Int., sämtliche in etatmäß. Eigenschaft mit d Wirk- samkeit vom 1. November d. J., zum Beisizerstellvertreter b. d. Rechn. Revisionsstelle im Kr. Min. den Jnt. Rat Storch d. Kr. Min.;

mit der Wirksamkeit vom 1. November d. I. M

in etatsmäßig-r Weise zu verseßen: die Int. Näte Nexroth d. Int. I. A. K. zum Kr. Min. unter Ernennung zum Vorst. d. Rechn. Revisionsstelle im Kr. Min., Pflügl, Borst. d. Int. d. 1. Div., Höbel , Vorst. d. Int. d. 5. Div., beide zur Ink. I. A. K. Pauer d. Int. I. A. K. als Vorst. zur Int. d. 1. Div, Schniz - lein d. Int. 111. A. K. als Vorst. zur Int. d. 5 Div.;

in etatsmäßiger Weise zu befördern: zum Wirkl. Geh. Kr. Nat den Geh. Kr. Nat Ritter, Mil. Int. d. 111. A. K., zum Ob. Int. Rat b. d. Int. I. A. K. den Int. Rat Probst d. Kr. Min. unter Enthebung von d. Stelle als Vorst. d. Rechn. Revisionsstelle im Kr. Min., zum Int. Rat b. d. Int. 111. A. K. den Int. Assefsor Dr. Ja cquin dieser Int.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Landrat von Bötticher in Swinemünde zum Polizei- präsidenten in Stettin und den Regierungsassessor Landrat zu ernennen.

Au ren Bericht vom 28. Oktober d. J. will Jch S Ta Residenzstadt Königsberg in reußen, die den Bau von Hafenanlagen auf den westlichen ien beschlossen hat, zur Entziehung und zur dauernden Beschränkung des für diese Anlagen in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums, soweit es innerhalb des auf dem vorgelegten Plane Blatt 2 rot umränderten Gebietes liegt und nicht bereits im Besiß der Stadt ist, hiermit das Enteignungsreht nah Maßgabe des Geseßes vom 11. Juni 1874 verleihen. Die ein- gereichten beiden Pläne folgen zurü. Neues Palais, den 3. November 1913. Wilhelm R.

von Breitenbach. von Dallwißt. An die Minister der öffentlichen Arbeiten und des Junern.

Winkelmann in Büren zum

Minifterium der geiftlihen und Unterricht s8- angelegenheiten.

Dem Privatdozenten in der philosophischen Fafultät der Universität in Bonn Dr. Emil Mannheim, dem Prosektor beim Poliklinischen Jnstitut für innere Medizin der Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin Dr. Hans Kohn und dem

eichenlehrer am Friedrich Wilhelms-Gymnasium in Berlin Robeet Mielke ist das Prädikat Professor beigelegt worden.

Ministerium des Jnnerxn.

Dem Landrat Winkelmann is das Landratsamt im Kreise Büren übertragen worden.

Der Kreisassistenzarzt Dr. Weller aus Hagen i. W. ist zum Kreisarzt ernannt und mit der Verwaltung des Kreisarzi- bezirks Kreis Sonderburg beauftragt worden.

Der Staatssekretär des Reichsfolonialamts, Wirklicher Geheimer Rat Dr. Solf ist von seiner Dienstreise nah Afrika zurückgekehrt und hat die Geschäfte am 10. d. M. wieder übernommen.

Nichkamlliches.

Deutsches Reich.

Prenufszenu. Berlin, 11. November 1913.

Heute vormittag fand im hiefigen Lustgarten, wie „W. T. B.“ meldet, die Vereidigung der Rekruten der Garnison Berlin und der benachbarten Garnisonen des Garde- korps in Gegenwart Seiner Majestät des Kaisers und Königs, Seiner Kaiserlichen Hoheit des Prinzen Gabriel Konstantinowitsch von Rußland, Jhrer Königlichen Hoheiten der Prinzen Eitel-Friedrich, August Wilhelm, Oskar und Joachim, der Generalität von Berlin, der fremdherrlihen Offiziere, der Militärbevollmächtigten und der Herren des Kaiserlichen Haupt- quartiers statt. Seine Majestät der Kaiser hielt nah der Eidesleistung eine Ansprahe an die Rekruten, worauf der kommandierende General des Gardekorps Freiherr von Pletten- berg ein dreifaches Hurra auf Seine Majestät ausbrachte.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Justiz- wesen und für Rechnungswesen hielten heute eine Sißung.

Der Botschaftsrat der hiesigen Königlih Spanischen Bot- haft Gil O alia ist A Berlin zurückgekehrt und hat die Leitung der Botschaft an Stelle des Botschaftsrats Santiago Mendez de Vigo übernommen.

Laut Meldung des „W. T. B.“ sind S. M. S. „Viktoria Luise“ am 7. November in Alexandrette und S. M. S. „Bremen“ am 8. November in Vera Cruz eingetroffen.

Großbritannien und JFrlagnd.

Auf dem gestrigen Lordmayorsbankett in der Londoner Guildhall hielt der Premierminister Asquith eine Rede, in der er an den Ausbruch des Balkankrieges vor einem Fahre erinnerte und dann laut Meldung des „W. T. B.“

ausführte :

Heute Herrscht Friede. Tausende von Leben find geopfert, Millionen an Geld auêgegeben und weite Landstriche verwüstet worden. Es sind Dinge geschehen und geduldet worden, die die zivilisierte Welt mit Entsetzen und Abscheu erfüllt haben. Es ist noch zu früh, um eine Bilanz über das Soll und Haben aufzustellen. Die Berantwortung jener Staaten C ihren neuen Untertanen ist groß. Die eine Tatsache in der Geschichte des leßten Jahres, auf die man mit ungemischter Befriedigung zurückblicken konnte, ist, daß die Be- fürhtungen über die Wirkungen des Ausbruchs des Krieges sih nicht bewahrheitet haben. Durch Geduld, Takt und Selbstbeherrschung auf der einen und dur guten Willen auf der anderen Seite ist man Herr der Schwierigkeiten geworden. Die Auêwärtigen Aemter haben noch genügend Arbeit in bezug auf Albanien und den Balkan vor sich. Cs wäre zu viel gesagt, daß sie mit der Erledigung zu- frieden sind; aber fie mußten fie hinnehmen. Befriedigend ist, daß die asiatishe Türkei nicht in Mitleidenschaft gezogen worden ist Es ist der Wunsch der britischen Regierung, daß die Integrität dieser Gebiete nit beeinträchtigt werte. Dort befinden si die heiligen Stätten der Gesamtheit der Mohammedaner, von denen viele Mil- lionen loyale Untertanen der britischen Krone sind. Wir konnten nur mit lebbafter Beunruhigung Ereignisse betrachten, Die Die heiligen Stätten berührten, und ebenso die Möglichkeit ihrer Loslôösung von dem mohammedanischen Befißstand. Natürlih gibt es noch andere Gründe, weéhalb wir ge- meinsam mit den übrigen Mächten keine Beeinträchtigung der terri- torialen Integrität der asiatishen Türkei zu schen wünschen. Aber das erste und beste und notwendigste Schußmiitel für hre Erhaltung sind innere Reformen, und unter den gegenwärtigen Umständen tst es niht wahrscheinlih und vtielleiht niht möglich, daß folhe Reformen wirksam durchgeführt werden könnten, ohne den direkten Beistand und die akfitve Mitwirkung der Mächte. Wir Engländer selbst erbieten uns gern zu jeder Hilfe, zu der die türkische Regierung uns auffordern mag, ohne dabei zu verz1essen, daß andere Mächte da sind, die auf Grund ibrer geographischen Lage oder ihrer wirtshaftliden Interessen an der Wohlfahrt und der Entwicklung Kletnasiens besonders inter- essiert sind. E :

Der Premierminister kam dann auf Mexiko zu sprehen und betonte, daß dle dortigen britischen Interessen volle Wachsamkeit ver- langten. Eine politische Intervention Englands tin die inneren Ver- hältnisse Mexikos, Zentral- oder Südamerikas habe in der Vergangen- heit und Gegenwart stets ganz außer Frage gestanden. Das äußerste, was England tun könnte, wäre, feine Untertanen und ihr Eigentum zu s{hüyen. Asquith wies nahdrücklich die Gerüchte zurück, als ob England absichtlich der amerikani|hen Politik bätte entgegentreten wollen. England habe Huerta anerkannt, weil er die tatsächlihe Regierungsgewalt darstellte. Die englische Politik habe ch feitdem in keiner Weise ge- ändert. England sei berehtigt, anzunehmen, daß, welche Politik die Vereinigten Staaten auch verfolaten, sie die legitimen kommerziellen Interessen anderer Länder tin Mexiko ebenso berücksiht‘gen würden wie thre eigenen. Der Gedankenauêtaus zwischen England und Amerika sei beiderseits mit größter Offenheit und Herzlichkeit erfolgt. In Anbetracht der Beziehurgen, die zwischen den betden Ländern be- stünden, wären beide der sichersten Ueberzeugung, daß nichts ihren ge- meinsamen Entschluß beeinflussen könnte, ein fympathishes und freund- \chaftlihes Cinverständnis zu erreichen und zu erhalten.

Jn Erwiderung auf einen Trinkspruch “auf Heer und Marine führte der Erste Lord der Admiralität Churchill, obiger Quelle zufolge, aus: _

Die britische Marine werde im nächsten Kriege 150 000 See- leute und Marinesoldaten zählen, eine Stärke, die zum ersten Male die größte Zahl von Mannschaften übertreffe, die während der napoleonischen Kriege aufgebraht worden - set. Diese unver- gleihlihe Macht sei zweimal so stark als diejenige der nächststärksten Seemaht und, was die Dauer der Dienst- zeit und Ausbildung anbetreffe, drei- oder viermal so stark. Von diesen 150 000 Mann stamme jeder vierte Mann aus der Um- gebung Londons, jeder zehnte Mann sei în der Metropole geboren. „Wir, kommen heute abend hier unter Verhältnissen zusammen“, fuhr Churchill dann fort, „die von etner Gefahr für den Frieden Europas freier sind, als es bet den früheren Gelegenheiten der Fall war, bei denen ich auf Ihrem Bankett die Ehre hatte, auf diesen Trinkspruch zu antworten. Unsere Seemacht hat seit jenen beiden früheren Gelegenheiten, bet denen wir hter zusammen kamen, eine größere Entwicklung genommen, sowohl tatsächlich wie relativ. Ste dürfen jedoch niht annehmen, daß gegenwärtig ein Nachlassen unserer Bemühungen möglich is, noch dürfen Sie glauben, daß eine Verminderung der Last, die wir tragen und die jedes andere Land außer dem unsrigen erdrücken würde, in un- mittelbarer Zukunft wahrscheinlich ist. Die Stärke und die un- gebrochene Gntwicklung der deutschen Marine und der Umstand, daß viele große und kleine Mächte auf der ganzen Welt gleichzeitig große moderue Kriegsschiffe bauen, werden zweifellos von uns Aus- gaben und Anstrengungen verlangen, die größer find, als wir sie uns jemals zuvor in Friedenszeiten auferlegt haben. Nächstes Jahr wird es meine Pflicht sein, falls ih noch weiterhin für dieses wichtige Amt verantwortlich bin, im Parlament Voranschläge zu unter reiten, die wesentlich höher sind als die ungeheure Summe, die ursprüng- lich im gegenwärtigen Jahre bewilligt wurde. Die Dns wird gern jede günstige Gelegenheit ergreifen, um den Wettbewerb in den Marine- und Heeresrüstungen zu vermindern, die unheilvoll und ein Vorwurf für das moderne Europa sind. Was aber notwendig ist, muß getan werden, und wir werden keinen Augenblick zögern, uns frank und fret um Berwoilligung von Mannschaften und Geld an das Parlament zu wenden. Während wir unsere Ueberlegenheit an Linienschiffen wirksam aufreht erhalten, ist unser Unterseedien s über zweimal so stark als der der nächststärkst-zn Seemaht. Das ist eln Uebergewicht, das wir niht leiht verlieren können, weil die Unterseeboote nur in geübten Händen und nur nah langer Erfahrung von Nußen sind, und wir haben in den leßten zehn Jähren ein Personal von über 3000 Dffizieren und Mannschaften geschaffen, die, wie wir glauben, Meister der Kriegsführung mit Unterseebooten sind. Das ist eine Macht, die nit eilig zustande gebracht oder in einem beschränkten Zeitraum

eschaffen werden kann. Selbst in den Regionen ‘der Luft hat die britishe Marine den Wettbewerb keiner anderen Marine zu fürhten. Die britishe Marine hat hierin einen Punkt des Fortschrittes erreiht, der allem voraus ift, was anderwärts er- reiht worden ist. Dies ist jedoh niht genug. Die dauernde Sicher- heit dieses Landes kann nicht durch Waffengewalt aufrecht er- halten werden, wenn wir nicht imstande sind, uns zur ersten Nation auf dem ganzen Gebiet der Luftfahrzeugentwicklung za machen. Dies wird eine Aufgabe von langer Dauer sein. Andere Länder haben damit früher begonnen. Das angeborene Gente der Franzosen, die unbe- zwin „bare Ausdauer der Deutschen haben auf diesem Gebiete Ergeb-

Um eine Stellung zu erlangen, wie fie notwendig ist, werden das Kriegsministerium und die Admiralität auf das engste zusammen, arbeiten müssen, „wie sie es jeßt bereits tun. Um dieje Stellung zu erreichen, müssen Sie sich entschließen, Jahr für Jahr ihr Geld auf- zuwenden und Monat für Monat kostbare Menschenleben zu opfern. Sodann werden wir zweifellos im Luftkrieg jene Vollendung erreichen, die nicht nur für die Seestärke, sondern auch für die Sicherheit der Nation unentbehrlich ist.

Frankreich.

Jn dem namens des Budgetausschusses von dem radikalen Deputierten nazet erstatteten Bericht über die Erhöhung des Soldes der T und der Unteroffiziere wird laut Meldung des „W. T. B.“ hervorgehoben, daß die Rekrutierung der Offiziere infolge ihrer schlechten materiellen Stellung \hwierig geworden sei. Bisher hätten die Offiziere dagegen nur durh ihren Austritt aus der Armee Einspruch erhoben. Es sei Sache der Kammer, die Bedeutung dieses stummen Protestes zu würdigen und zu verhindern, daß die die Armee bedrohende Gefahr unheilbar werde. Aber niht nur die Art, sondern auch der Wert der Offiziere habe abgenommen. So sei die überwiegende Mehrheit der Offiziere im Jahre 1919 aus den Unteroffiziershulen hervorgegangen. Die von dem Budgetausschusse vorgeschlagenen Solderhöhungen machten für das Budget für 1913 Nachtragskredite notwendig, und zwar für das Kriegsministerium 2295 000 Francs, für das Marine- ministerium 548 000 Francs und für das Kolonialministerium 158 000 Francs.

Die neue parlamentarische Gruppe der Radi- falen Partei, deren Bildung auf dem Kongreß in Pau be- schlossen worden ist, hat sih nach einer Meldung des „W. T. B.“ gestern endgültig in der Kammer konstituiert. Die Gruppe, die bisher 150 Mitglieder zählt, hat zu ihrem Vorsißenden Caillaux, zu stellvertretenden. Vorsißenden Renoult und Naynaud gewählt.

Portugal.

Der Ministerpräsident Affonso Costa erklärte gestern, wie „W. T. B.“ meldet, in einem Vortrage in Oporto, daß der Ueberschuß aus den Staatseinkünften am 30. Juni d. J. 4000 Conto Reis erreicht habe. Die Ausgaben für die Landes- verteidigung stellten sich, die Kosten für den Bau eines neuen Arsenals inbegriffen, auf 70 000 Contos.

‘Türkei.

Meldungen Konstantinopler Blätter zufolge hat Del Ministerrat beschlossen, die seit mehr als einem Jahre einge: führte Kriegssteuer fut zehn Jahre zu verlängern, Der Ertrag der Steuer soll für die Verstärkung der Flotte verwendet werden.

Serbien.

Die Skupschtina hat laut Meldung des „W. T. B.“ die Gesezesvorlage, betreffend Beendigung des Mora- toriums, in leßter Lesung mit 74 gegen 19 Stimmen an- genommen. Die Zahlungen aus Wechselverpflichtungen werden am 30. Januar 1914 wieder aufgenommen werden.

Bulgarien.

Der russi\che General Holfen ist, wie „W. D. B.“ meldet, zum Schiedsrichter in der serbisch-bulgarischen Streit- fraae, betreffend die Abgrenzung des Strumitßagebiets, bestellt worden.

Albanien.

Gestern find die von der holländischen Regierung zur Organisation der albanesischen Gendarmerie ent- sandten Offiziere, Oberst der Artillerie Weer und Major der Infanterie Thomson, in Valona eingetroffen.

Am:crika.

Nach einer Meldung der „Associated Preß“ beabsichtigt der Präsident Wilson gegenwärtig nicht, dem Kongreß eine Sonderbotschaft über die mexikanische Frage zugehen zu lassen, da die Lage in Mexiko sih noch nit soweit ent- wickelt habe, daß er sh dazu äußern möchte. Der Präsident erklärte, es sei Huerta keine Zeitgrenze für die Beantwortung der amerikanischen Vorstellungen geseßt worden. Weiterhin er- klärte Wilson auf Befragen, daß er nicht in der Lage sei, sich über die Anerkennung der Konstitulionalisten zu äußern. Demnach ist der Präsident nah wie vor gegen die Aufhebung des Wasffenausfuhrverbots.

Koloniales.

Das Novemberheft der Zeitschrift für tropische Landwirtschaft „Der Tropenpflanzer“, Organs des Kolonialwirtschaftlichen Komitees (Berlin, Unter den Linden 43), enthält an erster Stelle einen Aufsatz von Professor Dr. A. Golf über die Zucht des Karakul- \hafes. Bei einer Einfuhr Deutschlands an Wolle im Werte von über 353 Millionen Mark im Jahre 1911 weist der Verfasser ju nächst darauf hin, daß die Wolle dazu berufen ist, das wichtigste Ausfuhrerzeugnis unserer kolonialen Viehzuht zu werden. Die heimishe Wollerzeugung ist in den leßten Jahrzehnten sehr erhebli zurückgegangen und deckt heute nur noch etwa 69/9 des Woli- bedarfs unserer Industrie. Neben der Wollsh:fzuht ist au die Entwicklung einer deutschkolonialen Karakulschafzuht hknzu- arbeiten; denn auh dieser Viehzuchtszweig mit seiner Pro- duktion von Lammfellchen zur Gewinnung des Persianerpelzc® ift für die heimishe Volkswirtschaft von großer Bedeutung. Der Anfang dazu ist in Deutsch Südwestafrika bereits gemacht, und man darf die Hoffnung heg-n, daß dite Millionen, die der deutshe Peli- handel alljährlih für Karakulfellhen ausgibt, später einmal wenigstens zu einem erheblihen Teile den Farmern in Deutsch Südwest- und Ostafrika zufließen und somit dem Nationalvermögen erhalten bleiben werden. Die weiteren Ausführungen des Verfassers über die Zucht des Karakulschafes, über die Behandlung der Felle usw. dürften für dite Landwirte in den deutshen Kolonien von besonderem Interesse sein. Or. K. Friederihs, Pflanzenpathologe und Zoologe beim Gou- vernement von Samoa, seßt seinen im leßten Heft begonnenen Aufsaß „über den gegenwärtigen Stand der Bekämpfung des Nashornkäfe® in Samoa" fo:t. Der Verfasser behandelt in diesem As anshaulich die indirekte Bekämpfung des gefürchteten Schädling In der Fortsegung seiner Abhandlung über die wichtigsten Gerbstoffe der deutschafrikanishen Schußgebtete macht e Bodenstab beahtenswerte Angaben über die Vimosenrinde, über dite Anbau der Gerberakazie usw. Des weiteren enthält das Heft Beri i über ein neues Kautschukzapfverfahren bei Manihot, über den R Kameruns, über die in leßter Zeit vielgenannte Kaffeeart chaft robusta, über die erste Jahresversammlung der Deutschen Gesell| pl für angewandte Entomologie u. a. In gerechter Al bén großen Bedeutung, die praktische Entomologte auch für die “é uf Kolonien hat, hatte das Kolonialwirtschaftlihe Komitee Wert i

elegt, bei dieser ersten Veranstaltung offiziell dur en net Vorstandsmitglieder vertreten zu fein, und damit Sim Moriy Schanz (Ghemninn: den Vizepräsidenten der f wollbaukommission des Komitees, beauftragt.

nisse gezeitigt, denen wir gegenwärtig nicht gleihkommen Fönnen.

at do Deutsch Ostafrika die teilweise verheerend aufgetretene Schädlingsplas?

in der Baumwollkultur auf das deutlichste M b nötig wir auch in den Kolonien die dauernde ilfe tühtiger Entomologen brauchen. in seiner Begrüßungsansprache darauf hi und lohnende Arbeitsfeld den Entomol warte, und zwar in bezug auf Bekämpfung nicht nur der hädlinge, sondern auch derjenigen Jnsekten, welhe Mens iehseuhen übertragen (Zecken, Lsetsefliege, anerkennend, daß die junge Gesellschaft tragsprogramm beweise, daß sie fih nicht auf die engere Heimat be- shränken, sondern au unsere Kolonten in ihren Arbeitsbereih etn-

beziehen wolle.

bewiesen, wie Mitarbeit und Herr Schanz wies denn auch n, welches weite, interessante ogen in unseren Kolonien er- flanzen- n, en- und Schlafkrankheit), dankbar chon dur ihr erstes Vor-

Statiftik und Volkswirtschaft.

Die Bewegung der Bevölkerung in Preußen

in den Jahren 1911, 1912 und im 1. Halbjahr 1913.

Im preußishen Staate sind für das Jahr 1911 1225 250 Ge- hurten, 732811 Sterbefälle (eins{chli und 321 151 Cheschließungen ermitte \chuß betrug somit 492 439 oder 12,2 auf das Tausend der mittleren Bevölkerung. Im Jahre 1912 sind nah der endgültigen geboren 1 222 168 Kinder (einschließlich der 35 925 gestorben 672228 Personen (mit Totgeburten). gab es 328 340. Die Geburtenzahl ist also gege um 3082 und die gegangen. Der 7901, besonders auffällige Erscheinung der leßten nehmende Geburtienzahl bei steigender Ghefrequenz. nämlih im Jahrzehnt 1902—1911 im Durchschnitt die auf 1 284 157, dte Zahl der Sterbefälle auf 725 2 überschuß fomit auf 558 395 belief 1911 bereits um 58 907 unter dem 1912 aber sogar um 61989. Die Zahl der Todesfälle hat 1911 allerdings 7549 über den zehnjährigen jedoch um 53 034 unter dem zehnj Zahl der Ehbeschließungen stelite üthrigen Durchschnitt 1902—1911,

Zabl der Todesfäll Geburtenüberschuß ist

und zwar von 492 439 auf

Es ist also klar, daß die eheliche Fruchtbarkeit

lien Abnahme begriffen ist.

wir hier die folgende Uebersicht: Es find beur

Geburten Stecbefälle

lt worden.

949 940

Geburten-

eßlich von 35 884 Totgeburten) Der Geburtenüber-

e um 60583

gen Durchschnitt betragen, ist 1912 äbrigen Durchschnitt geblieben. Die d 1911 auf 17 631 über den zehn-

im Jahre 1912 sogar auf 24 820. in einer niht unerheb- Des besseren Vergleichs wegen geben

Tundet

——

Ehe-

Feslstellung Totgeborenen), Gheschließungen n das Vorjahr zurüdck- dementsprehend um gestiegen. Eine Jahre ift die ab- Während sich Geburtenzahl | 62, der Geburten- , ift die Geburtenzahl im Fahre ¿chnjährigen Durhshnitt gewesen,

O2. O

1904 .

O A O O 0E O O A E

1912

Wichtig sind noch die Verhältniszahken.

einshließl. Totgeborene

129615 i 24 000 | 1.304928 | 1 280 275 1.309 129 | 298 484 1 308 483 LaOr 2G 1 256 775 1229 200 | 1222168 |

765 256 91

713 079

705 874 675 228 732 811 672 228 54

nittleren Bevölkerung

717 668 57 (47 497 927 359 742 427 562 501

596 043 719 734 578 750 733 046 575 437 981 343 581 547 492 439

| übers{chuß | shließungen

8 507 281 532 285 384 294 732 299 988 309 922 313 039 O4 131 307 904 310 415 O21 151 328 340.

5019

9 940

Es betrug auf 1000 der

1902 1903 1904 1909 [906 1907 1908 1909 1910 1911 1912

YHternach hat si sowohl die Geburtenziffer als auch die Sterbeziffer

ziffer | übe

j 1 36,7 | 203 35,6 | 20,8 35,8 | 20,3 34 5 | 20,6 348 | 19,0 94,0 18,8 DO,T | 189 32,7 | 17,9 31,5 | 16,9 30,3 | 181 29,8 | 16,4

ziffer |

von 1902 bis 1912 um 19 v. H. verringert.

1912 entspriht mit 16,0 dem zehnjähri __ Dem Geschlechte na itorben der leßten fünf

die Geburts- | die Sterbe- sder Geburten-| die Heirats-

r\chuß | ziffer

15,9 15,9 16,2 16,2 16,5 16 4 16,0 10.6 15,5 [5,9 16 0.

Ta

P E E R L D O ck A O S U! fa 5 2 T o d D n

D do

Ü,

Die Heiratszifffer für gen Durchschnitt. ch verteilten ih die Geborenen und die Ge-

O

1911

O

1909

1908

darunter Tot-

ren Geborene débörene

männl. | weibl

19 978 | 15 94 920 105 | 15 77 20 776 | 16 39 21216 | 1677

l

männl. | weibl.

630 439 | 591 729 631 567 | 593 683 646 883 | 609 892 662 369 | 624 848 673 505 634 978

21 980

Von den Lebendgeborenen waren uneheli :

männl. | 49 609 47 47605 | 45 459124 46 4896 | 46 4865 | 46

Vergleicht man die vorläufigen Ergebnisse

1913 mit denen des 1. Halbjahres 1912

m

j Halbjahr 1012 Ï hin 1913:

amerikanis ch

New

ork gemeldet wird,

16 912

Jahre 1908 bis 1912 folgendermaßen:

_| Gestorbene eins{ließl. der Totgeborenen

. _| männl. | weibl.

7 1 348 785 | 323 443" 9 1 381 533 | 351 278 9 1 350 772 | 324 456 9 ]} 369 425 | 336 449 384 634 | 348 412.

weibl.

432 863 391 878 652, für das 1. Halkjahr

, fo ergibt ih folgendes Bild :

E e j eins{chl. Totgeborene

612 537 602 333

392 329

913 336 277

unahme (—+-) c » R aba (29) 10204|— 16 052 (Nah

übershuß | ßungen

260 208 266 056

Geburten- | Cheschlie- |

156 340

157 169,

4+ 5848| 4 8299, |

der „Stat. Korr.*)

Zur Arbeiterbewegung. Den Schaffnern und Bahnbedienst

eten von 41 nor d-

en Ostbahnen wurde, wie dem „W. T. B.“ gus eine siebenprozentige Lobn-

I höhung zugebilligt. Dies bedeutet für die Eisenbahnen eine jähr-

Dee Mehrausgabe von aht Zehntel P

ollar.

Wohnerhöh

(Neu Seeland) wird

rozent oder sechs Millionen Die Bahnbediensteten hatten ungefähr fünfzehn Prozent ung verlangt. s Wellington

dem „W. T. B.“

u glegraphiert : Der allgemeine Ausstand hat mit Ausnahme von

noch nicht überall begonnen. Hervorragende Mitglieder verbände predigen den Streik. Der Verkehr mit Australien

land der Arbeiter

ist unterbrochen.

(Vgl. Nr. 263 d. Bl.)

in den Andere tüde

aus den róôm deutbare massiv Reltefdarstellung

anderen die selte essant ist ein in

der Kreuzigung jenigen auf bildungen jener Pilger verkauft; Pilgerfahrt mitg

Schatzgräbern in

Henkelkanne, bet

du'chgearbeiteten Schale aus dem daß die Fayence

_Von den n „Astronomisen

die in diesem Ja der nah der Nei

konnte ihn finden , und

nauere Beobacht1

als Stern, und des Lichlpunktes. die MIONE 11,5. jo erfstaunlihe W Gedanken verfall Der von Westpyh

vermindert hat. Seine Bewegung

im Jahre 1900 vollführt hat.

Antarktis wird

in diesem Gebie

Polarforshung un

Die Arbeiten

nicht zu ungünstig

Maisern

Für die Feld Mangel an Nled gan g. Diese

rung erfahren.

jedo bis gegen Landes die Ausfaat Niederschläge sind noch rückständigen

Die Altchristlihe Abteilung des Kaiser Friedriq- Museums hat eine Reihe von Erzeugnissen der Kleinkunfst erworben, die zum Teil noch der vorchristlihen Zeit angehören. bei ihnen um Täfelchen aus Elfenbein und um eine Palowbinoplatte,

auf die Zeichnungen eingeritt sind, deren Linien ursprüglih mit Farben ausgefüllt waren.

änden haltend, der Fischsymbolik , lie Darftellungen

Blei und Zinn mit dünnem Silberüberzug. der Monzaner Goldfläschen an; auch die auf ihr dargestellten S,enen

einer bekannten Monzaner Ampulla.

Einige interessante keramishe Stücke hat die Islamische Ab- teilung, einstweilen z. T. als Leihgaben, erhalten. u

find mit einer Schicht überzogen, in die die Zeichnung eingekraßt Ut: die eihnung legt den dunkeln Kern bloß, der dann durch die Glasur sihtbar bleibt. Das eine Stü, eine Schale, zeigt auf der Inneyfetite von doppelten Bandgeflehten umrahmte Tierfiguren. Die Schale dürfte aus dem ersten Jahrhundert des Fslam stammen. Ein zweites Stü, eine

ist, zeigt Arabesken und ist wohl in das 9. oder 10 Jahrhundert zu seßen. Sehr shön ist eine große Schüssel, die nach ihrer Srilisierung dem 12. oder 13. Jahrhundert angehört und mit einem ausgezeichnet

durchscheinend ist.

Himmelskunde, sind verschiedene bemerkenswerte Beobachtungen über

wird, ist zum leztem Male am 6. Oktober gesehen worden. Tage wurde von dem Astronomen Banachiewicz eine leite Licht- \{chwankung des derselbe

geblinh nach ihm ausgeshaut worden. Leiter der Yerkes-Sternwarte, die das größte Fernrohr besißt, hatte einen Monat zuvor am 9. September eine auffällige Erscheinung. an demselben Kometen bemerkt. Zunächst dachte er, daß ein kleiner Fix- stern an ciner Stelle durch den Kometen bindurhleuchte.

mitreiste, also als sein Kern zu betraten war. fernrohr von einem Meter Durchmesser erschien das Gebilde noch

auf den höchsten Grad gesteigert war, verschwammen die Umrisse

überhaupt nur in einem Kern bestand, denn niemand würde auf den umgrenzten Stern und der benahbarten {wachen Nebelmasse wäre.“

Helligkeit niht zugenommen, obglei {si sein Abstand von der Sonne

(Vulpecula) nah dem des Sbwans bin geritet. Zinner aufgefundenen Kometen 1913 e steht es jeßt fest, i er glei dem nah Giacobini benannten ist, der seit seiner ersten

Ein neuer Südpolarplan.

großen internationalen Kampagne zu Beginn des Jahrhunderts hat es kaum eine Zeit gegeben, in der niht wenigstens eine Expedition

Geograph Clements Markham, der einzige überlebende Teilnehmer an der Franklin-Hilfserpedition von 1850, der jeßt im 84. Lebentjahr steht, hat wiederum das Wort ergriffen, um den Anstoß zu einer neuen englischen Forshungsreise in das Südpolargebiet- zu geben. Die Angelegenheit ist {on so weit gefördert, daß an ihrer Verwirklihurg niht zu zweifeln ist. in dem Kapitän Stackhouse gefunden, der in der Hauptsache die Ziele verfolgen will, die der verstorbene Kapitän Scott nicht mehr zu ver- wirklihen vermoht hat. trahte die Verbindung zwishen dem Grahamland und dem König Eduard VII.-Land für eine der

bouse vorgeschlagenen Wege in Angriff genommen werden fkann. Allerdings ist nit zu leugnen, daß die Gefahren groß sind, aber der Gewinn an Kenntnis wird noh größer sein. dem jungen und buen Larider jeden möglihen Erfolg wünschen.“ von Sha

MacMurdo-Sunds foweit erledigt, daß sich das Augenmerk der englishen Forscher schon deshalb auf einen anderen Teil des ihnen zugewiesenen Quadranten der Antarktis rihten muß. pedition will daher am Grahamland beginnen und der Küste nah Westen folgen, um festzustellen, ob sie ohne Unterbrechung bis zum König Eduard VI1.-Land führt oder nit. solhen Unternehmen gute Aussichten prophezetit, falls die Jahreszeit

Land- und Forstwirtschaft.

Die durhweg trockene und warme Witterung des Monats Ok- tober war für das vollständige Ausreifen und Einsammeln der Mais- kolben in Bulgarien überaus günstig. Maiéernte wird sowohl nach Güte wte nah Menge überall als sehr zufriedenstellend bezeichnet.

| Feldarbeit, die in gewöhnlihen Jahren in Süd- ulgarien meist {on gegen Ende a und in Nordbulgarien spätestens Mitte Oktober beendet ist,

um fast einen ganzen Monat verspätete Ernte etne gleiche Verzöge- Nach den vorliegenden amtlihen Berichten hat

Saaten dringend erforderlih. Raps ist in diesem Jahre in Bulgarien an garniht angebaut worden. f n Sofia vom 7. November 1913.)

.- Kunst und Wissenschaft.

Es handelt sich

Dort sieht man einen geflügelten ros, eine Ente 1 hier etne Darstellung der Danaesage. führen uns bereits in den Darstellungskreis so ein jüdisches Goldglas, das vermutlih ischen Katakomben stammt. Unverkennbar hrist- weist eine ihrer Bestimmung nah \{chwer gegossene Bronzeplakette auf, die auf beiden Seiten en trägt : auf der einen die Geburt Christi, auf der n bilolih dargestellte Geschichte des Zachâus. Inter- Kairo erworbenes Fläshchen aus einer Legterung von Sie gehört dem Typus

und der Frauen am Grabe Christi entspricht den- l Billige Nach- kostbaren Fläshchen wurden in Jerusalem an die ein solher mag au unser Stück einst von einer ebracht haben.

j Sie sind von Raghes in Persien gefunden worden. Die Gefäße

der die Glasfur direkt auf den Scherben aufgetragen

Adler geschmückt ist. Ein welteres Stück, eine 11. oder 12. Jahrhundert, erregt dadur Interesse, hier fo dünn ausgearbeitet wurde, daß das Stü

euesten Kometen.

In den leßten Blättern der Nachrichten“,

dem Organ dec Zentralstelle für

hre entdeckten Kometen enthalten. Einer von ihnen, henfolge innerhalb des Jahres als 1913c bezeihnet An diesem

Kometen festgestellt. Forscher auch pon

Zwei Tage darauf überhaupt nicht mehr auf- anderen Fachgenossen is ver- Professor Barnard, der

hi Die ge- der Stern mit dem Kometen Auch in dem Niesen-

ing aber zetgte, daß

erst als die vergrößerte Kraft des Instruments bis

Der Größe nach schäßte ihn Barnard auf „Nie zuvor“, schreibt der Astronom, „habe i eine ahrnehmung an einem Kometen gemacht, der eigentli en fein, daß eine Verbindung zwischen diesem scharf al entdeckte Komet 19134 hat wider Erwarten an Sonst ift er in unferen Breiten gut zu beobachten. ist gegenwärtig aus dem Sternbild des Füchschens Bon dem dur

5ntdeckung zwei Umläufe von rund 6 Jahren und 5 Monaten

An der Erforshung der fortgeseßt mit Hochdruck gearbeitet, und seit der

t tätlg gewesen ist. Der unermüdliche englische

Auch der Führer ist bereits

Markham selbs schreibt: „Ih be-

rößten noch ungelösten Fragen der

d glaube, daß sie befriedigend auf dem von Stack-

Die Geographen werden leton und Scott haben das Gebtet des

Die neue Er-

Scott selbst hat einem ift.

te und Saatenstand in Bulgarien.

Das Ergebnis der diesjährigen

bestellung zum Anbau der Wintersaaten war der erschlägen während des Berichtsmonats weniger

at in diesem Jahre durch die

Ende des Berichtsmonats im größten Teil des der Winterhalmfrüchte stattfinden können. Baldige zur Nachholung der immerhin an vielen Orten Aussaat und zum kräftigen Aufkeimen der neuen

(Bericht des Kaiserlihßen Konfulats

Washington, 10. November. (W. T. B.) Das Acker- baubureau schäßt den Durchschnittsertrag für den Acre von Mais am 1. November auf 23,0 Bushels gegen 29,3 Bushels zur Cen Zeit des Vorjahres und den Gesamtertrag auf 2 463 017 000

ushels gegen 3 124 746 000 Bushels als endgültiges Ergebnis im Vorjahre. Die Bestände an Mais alter Ernte beliefen fich auf 137 972 000 Bushels gegen 64 764 000 Busbels im Vorjahre. Die Durchschnittêgewichte betrugen für Weizen 58,6 (58,3 im Vorjahre), Moe 32,1 (33,6) und für Gerste 46,5 (46,8) Pfund für den

ushel.

Jagd.

Offizieller Streckenberiht der Königlihen Hofjagd im Hammer-Wusterhausener Gehbege C den 8. November 1913.

Auf der am Sonnabend, den 8. November, in den Königlichen Hausfideikommiß - Revieren Oberförsterei Hammer (Forstmeister Gallash) und Königs-Wusterhausen (Forstmeister Oppenhoff) ab- gehaltenen Hofjagd wurden in den durch den Hölzernen See getrennten Forstorten, den Kaytenbergen und der Dußbrow, in zwei mit hohem Zeuge und Horden abgestellten Fagen von 31 Schüßen 152 Schaufler, 271 Damspießer und -wild, 137 Sauen geitredckt. Setne Majestät der Kaiser und König erlegten hiervon 17 Schausfler und 42 grobe Sauen, Seine Majestät der König von Sathsen 24 Schaufler, 17 Stück Damwild und 17 grobe Sauen. Das Wetter ließ nihts zu wünschen übrig.

Verkehrswesen.

Que Beseitigung bon bäufig vorgekommenen Unzuträglikeiten wird darauf hingewiesen, daß die grünen Zollinhaltserklärungen, die den Paketen und Wertkästhen nah dem Auslande für die Zwecke der deutschen Warenverkehrs\tatistik beizufügen sind, in allen Tellen deutlich und leiht leserlich ausgefüllt und in deut- [her Sprache abgefaßt sein müfsen.

Berdingungen,.

Die Minifter der öffentlihen Arbeiten sowie für Handel unt Gewerbe haben laut Meldung des „W. T. B. aud Berlin dem Deutschen Handelétag mit bezug auf dessen in der Aus\chußsizung vom 12. Juni d. I. gefaßten Beschluß auf eine Eingabe mitgeteilt, daß fie einer geseßlihen Regelung des Verdingungswesens, d. h. der Vorschriften über die Vergebung der öffentlihen Leistungen und Lieferungen, grundsäßlich nicht nâhe:treten können, da die Materte sih aus dem vom Ausschusse des Handelétages selbst am 25. Juni. 1912 gebilligten Gründen zur geseßlihen Regelung nicht eignet.

(Dte näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reichs- und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentagen in defsen Expedition während der Dienststunden von 9—3 Uhr eingesehen werden.)

Italten.

B. November 1913, Vormittags 10 Uhr. Bürgermeisteramt in Ferrara: Erweiterungsbauten an der Stadtbibliothek. Voranschlag 67 800 Lire. Vorläufige Sicherheit 3390 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.

18. November 1913, Nachmittags 2 Uhr. Bürgermeisteramt in Turin: Bau von Kanalifationsanlagen in 3 Losen. Voranschlag 70 000 bezw. 235 000 bezw. 220 000 L. Vorläufige Sicherheit 4500 bezw. 15 000 bezw. 14 000 L., endgültige !/16 der Zuschlagssumme. Näheres in italienisher Sprache beim „Reichsanzeiger“.

, 19. November 1913, Vormittags 10 Uhr. 21. Feldartillerie- regiment in Piacenza: Lieferung einer großen Menge von Pferde- aeitrrteilen und Sattelzeug. Wert 67 924,10 Lire. Stc?rheit 6800 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“. : 20.. November 1913, Nachmittags 2 Uhr. Bürgermeisteramt in Mailand: Bau von Kanalisattonsanlagen. Voranschlag 250 000 & Sicherheit 25 000 L. Zeugnisse 2c. bis 12. November 1913, Na(h- mtttags 3 Uhr. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“. 22. November 1913, Vormittags 11 Uhr. Generaldirektton des Königlichen Marinearsenals in Venedig und gleichzeitig diejenige in Spezia: Lieferung von 25 656 845 kg Messingröhren für Konden- satoren. Wert 61 576,42 Lire. Sicherheit 6170 Lire. Näheres in italienish-er Sprache beim „Reichsanzeiger“.

22. November 1913, Nachmittags 1 Uhr. Bürgermeisteramt in Bagolino: Bau und Regulierung der oberen Straße von Valle. Voranschlag 47 149,83 Lire. Kontraktspesen 5 vom Hundert des Voranshlags. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.

22. November 1913, Nachmittags 2 Uhr. Bürgermeisteramt in Mailand: Bau von Kanalisationsanlagen und Regulierung von Straßen. Voranschlag 80 000 Lire. Sicherheit 8000 Lire. Zeug- niffse 2c. bis 18. November 1913, Nachmittags 3 Uhr. Näheres f italienisher Sprache beim „Reichsanzeiger“.

__ 29. November 1913, Vormittags 10—11 Uhr. Ministerium der öffentlihen Arbeiten in Nom und gleichzeitig die Königliche Prä- feltur in Potenza: Vervollständigung und Instandsezung der Pro- vinziallandstraße ‘Nr. 6 Tricarico—Corleto. Länge 2875,38 m. Voranschlag 184 346,69 Lire. Zulafsungsanträge und Zeugnisse 2c. bis 15. November 1913. Vorläufige Sicherheit 5000 Lire, endgültige !/15 der Zuschlagssumme. Näheres in italienisher Sprache beim „Reichs-

anzeiger“. 26. November 1913, Vormittags 10—11 Uhr. Königliche Prä- Umbau des 2. Abschnittes der Landstraße

R Ra 4

r. 49. Doranschlag 44 000 Lire. Zeugnisse 2c. bis 15. November 1913. Vorläufige Sicherheit 3000 Lire, endgültige 1/14 der Zuschlags- summe. Näheres in italienisher Sprate beim „Reichsanzeiger“.

1. Dezember 1913, Vormittags 9 Uhr. Generaldirektion der Staatseisenbahnen in Rom: Erweiterung der Eisenbahnstation Tortona. Verlegung der Gleise und Lieferung der Absperrgitter. Voranschlag 563 200 Lire. Zulafsungsanträge und Zeugnisse 2c. bis 21. November 1913. Vorläusige Sicherheit 25 000 Lire, endgültige 26 000 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.

6. Dezember 1913, Vormittags 10—11 Uhr. Ministerium der

öffentlihen Arbeiten in Nom und gleihzeitig die Königliche Prä- sektur in Neggio Calabria: Vervollständigung der Straße von Motta San Giovanni nah dem Vorort Lazzaro. Bau der 236,25 m langen Strecke von der Brücke Paolo Ferrante bei dem Hause De Marco bis zur Einmündung in die Provinziallandstraße Nr. 95 sowie Instandhaltung derselben bis zur Abnahme. Voranschlag 235 938,61 Lire. Zulasfungsanträge und Zeugnisse 2c. bis 21. November 1913. Vorläufige Sicherheit 12 000 Lire, endgültige 1/16 der Zuschlags\fumme. Näheres in italientsher Sprache beim „Reichsan eiger“. __ 10. Dezember 1913, Vormittags 10—11 Uhr. Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Nom und gleichzeitig die Königliche Präfektur in Campobass o: Bau des 7. Abschnitts der Provinziallandtraßs Nr. 73 zwishen Ururi und der Grenze mit der Provinz Foggta. Länge 10 904 51 m. Voranschlag 519 530 Lire. ulassungsanträge T ae nid R e e E E E icherbeit Zire, endgültige !//10 der Zusc(hlagssumme. äheres in italienisher Sprache beim Reichsanzeiger". L /

Norwegen.

28. November 1913, 3 Uhr. Norwegishe Staatsba nen in Kristiania: Proben von mindestens 2 kg in pt Gesäß bis zum 20. November, 25 Uhr Nahmittags. Lieferung von: 248 000 kg hellem Mineralöl, 438 500 kg dunklem Mineralsl. Versiegelte An- gebote mit der Aufschrift «Mineraloljer* werden bet der auptver- waltung der Eisenbahnen, im Bureau des Maschinendirektors in Kristiania, Jernbanetorvet 8/9, entgegengenommen. Spezifikationen und Bedingungen ebendaselbst sowie beim „Reichsanzeiger“ und in der Redaktion der „Nachrichten für Handel, Industrie und Ae im Reichsamt des Innern. Vertreter in Norwegen notwendig.