1913 / 267 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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E E E T R E O E E

Theater und Musik. Schillertheater Charlottenburg.

Zur Feier von Schillers Geburtstag wurde gesiern im Char- Jungfrau von Orleans* in länzender Ausstattung aufgeführt ; die ge\shi>te Regie des Herrn Hans F Gerhard hatte für bewegte Massenbilder gesorgt, au sah man au?2- gezei nete Einzelleistungen. Die Titelrolle wurde von Lia Nossen vom utshen Theater als Gast gespielt. Eine fast kindlihe Ju gfrau was erschien auf der Bühne; und das Kindlihe in diesem Hirtenmädchen in der Nede, die in reiner Natürlichkeit bisweilen von einem Schimmer rührender Unbehbolfenheit überhauht wurde; von ihrer göttlihen Sendung \pra< sie in einem ftarren, efstatisben Ton, als ob ihre Seele, alles Irdischen entkfleidet, ciner fernen Stimme lausche, um fi thr willenlos zu unterwerfen. Selten mischte sih in diese Einförmigkeit der Rede ein leidènshaftliher Ge- füblsausbruh; und doch ließ sie die gottbegeisterte Shwärmerin, die glühende Patriotin ahnen. Die Szene mit Lionel wollte fceili< in threr realistishen Darstellung niht ret Schmerz der Jungfrau im Krönungsakt um fo lebendiger heraus. Im ganzen hatte Lia Nosen eine neuartige, im höchsten Grade fesselnde, ungleihe Johanna d’Arc auf die Else Wasas Agnes Sorel war rel<li< rühr- kraftvoller Ifabeau

i ausaezeihnete n Den s{<wachen, lieben8würdigen König Karl VII. verkörperte Heinz Sarnow mit ritterliher Anmut und vornehmer Empfindsamkeit ; Max Reimer war ein männliher Herzog von Burgund; und das Ungestüm des Grafen Dunots trat in Georg Paeshkes Spiel Markig Eisenlohr den cnglischen ( mit Erfolg die Nolle

Tottenburger Schillertheater „Die

betonte sie nachdrüd>li

wenn auch in ihrer Wirkung no<h Bühne gestellt. selig gehalten; um so die rânkesühtige Königin rollen hatten durchweg

prächtig in die Erscheinung. terisierte Eugen und Hans F. Gerhard des Lionel durh; die

führte zahlreichen

leihfalls eine trefflihe Beseßung gefunden. Relch-s musikalisches laat war den Schhlachtenszenen und au dem Krönungsakt eingefüat ; es half die Stimmung heben, es verlangsanite zuweilen abec auch den ort: gang der Handlung. Der Krönungszug entwi>elte sich mit großer Pracht- entfaltung auf etnem terrassenförmig erhöhten Vorplaßz der Kathedrale: scharf hoben si die einzelnen Figuren vom lihtblauen Himmel ab. Troß der späten Stunte, bis zu der si<h die Aufführung hinzog, waren alle Darsteller mit Feuereifer bei der Sache; und die Zuschauer begeisterten Herz und Sinnen fo an Shillers romantischer Tragödie, daß immer wieder jubelnde Beifallsstürme das Haus dur<brausten,

Im Königlichen Opernhause findet morgen, Mittwoch, cine Wiederholung von „Der Satanöweg", komischer Oper in zwei Akten, Musik von Boieldieu, in der bekannten Beseßung der Haupt- rollen mit den Damen Andrejewa-Skilondz, Alfermann, von Scheele- Müller, den Herren Hoffmann, Henke, Sommer, Schwegler, Philipp, Schulz und Bachmann unter der musikalischen Leitung des Kapell- Den Beschluß des Abends bildet das Ballett: „Slavische Brautwerbung“ von E. Graeb mit dec Musik von Hertel und Einlagen von Brahms und Liszt. Dirigent ist der

meisters von Strauß ftatt.

Kapellmeister Dr. Bes[.

Im Königlichen Schauspielhause werden morgen die

beiden Lustspiele „Die Neuvermählten“

zärtlichen Verwandten“ von Noderth Benedix aufgeführt. Die Zu- Lustspiele zu einem bezug auf die lustige Wirkung des ganzen erwiesen. In dem Lust- spiel „Die NeuvÆmählten“ liegen die Händen der Herren Clewing und Vollmer sowie der Damen Bugte, Ainstädt und Heisler. In dem Luntsptel „Die zärtlihen Verwandten“ ist das gesamte Lastspielpersonal beschäftigt, und zwar die Herren Böttcher, Patry, Vollmer, Vallentin, Werra> und Tandar sorote die Damen Abih, Buye, von Mayburg, Arnstädt, Thimig und Heis[er. Die Negie führt Herr Oberregisseur Patry.

(Der Konzertbericht befindet sich in der Ersten Beilage.)

fammenstellung dieser beiden abend hat s\i< in

Abends als auf@ordentli<h glü>li<

laffen.

wirken; dagegen kam der

stellle Hedwig dar. Die Vertreter

Pauly Männer- gefunden.

und würdevoll charak. Feldherrn Talbot,

fleineren Rollen hatten

der zweiten

von Bijörnson und „Die

Theater-

Hauptrollen in den

Theater. Königliche Schauspiele. Mittwoch:

Opernhaus. 223. Abonnement®vorstellung. Der Satansweg. („Les Voitures Versées“.) Komische Oper in zwei Akten. Musik ‘von A. Fr. Boieldieu. Ueberseßt und neu bearbeitet von Georg Droescher. Musikalishe Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Negie: Herr Oberregifseur Droescher. Slavische Braut- werbung. Tanzbild von Emil Graeb. Musik komponiert und arrangiert von E Hertel. (Mit Einlagen von J. Brahms,

. Dvofáf und F. Liszt.) Musßikalische Leitung: H-rr Kapellmeister Dr. Bes[. Anfang 7X Uhr.

Schauspielhaus. 217. Abonnementsvor- stellu-g. Die Neuvermähltea. Schau- piel in zwei Auf¡ügen von Björnftjerne

jörnson. Deut'< von Julius Elias, Text der großen Gesamtausgabe. Jn Siene geseßt von Herrn Oberregtsseur E Die zärtliden Verwandien ustspiel in drei Aufzügen von Nodert< Benedix. In Szene geseßt von Herrn Oberregisseur Patry. Anfang 7+ Uhr.

Donnerstag: Opernhaus. 224. Abonne- mentsvorstellung. Dienst- und Freiplätze find aufgehoben. Die Hugenotten. Große Oper in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer. Text nah dem Französischen des Eugène Scribe, überseßt von Ignaz Castelli. (Frau Bosetti als Gast.) An- farag 74 Uhr.

Schauspielhaus. 218. Abonnementsvor- stellung. Hans Lange. Schauspiel in vier Aften von Paul Heyse. Anfang TE Ubr.

Deutsches Theater. (Direktion: Max Reinhardt.) Mittwoch, Abends 73 Ubr: Emilia Salotti.

Donnerstag: Torquato Tasso.

Freitag: Shafkespeare - Zyklus 1. Neu einstudiert: Ein Sommernachtstraum.

Sonnabend: Der lebeuve Leichnam.

Kammerspiele.

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Mein Freund Tendy.

Donnerstag und Sonnabend: Der ver- Ioreue Sohn.

Freitag: Nathau der Weise.

Komsdienhaus, Mittwo%, Abends B Uhr: Siuter Mauern. Schauspiel in vier Akten von Henri Nathansen.

Donnerstag und folgende Tage: Hinter Mauern.

Berliner Theater. Mittwoh, Nach- mittags 35 Uhr: Ein Volksfeind. Schau- spiel in 5 Akten von H. Ibsen. Abends 8 Uhr: Wie einst im Mai. Posse mit Gesang und Tanz in vier Bildern von Bernauer und Schanzer.

Donnerstag und folgende Tage: Wie einst im Mai.

Sonnabend, Nachmittags 35 Uhr: Ein Vo!ksfeind.

Theater in der Königgräßer Straße. Mittwoh, Abents 8 Uhr: Die fünf Frankfurter. Lustspiel in drei Akten von Karl Nößler.

Donnerstag: Brand.

Freitag und Sonnabend: Die Krou- braut.

Deutsches Künstlertheater (So- zietät). (Nürnbergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologis<hen Garten.) Mittwo<h, Abends 8 Uhr: Das Prinzip. Lustsptel in 3 Akten von Hermann Bahr.

Donnerstag: Der Biberpelz.

Freitag: Der zerbrochene Krug. Vorher: Hannueles Himmelfahrt.

Sonnabend: Zum ersten Male: Die Affäre. Lusispiel von Nathansen.

Lessingtheater. Mittwo<h, Abends 8 Uhr: Pygmaliou. Lustspiel in fünf Akten von Bernard Shaw.

Donnerstag: Peer Gynt.

Freitag und Sonnabend: Pygmalion

Deutsches Schauspielhaus. (Direk. tion: Adolf Lang. NW. 7, Friedrih- straße 104—104a.) Mittwoh, Abends s Uhr: Die heitere Resideoz. Lust- spiel in drei Akten von Georg Engel.

Donnerstag und folgende Tage: Die heitere Refidenz.

Schillertheater. O. (Wallner- theater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Jugendfreunde. Lustspiel in vier Akten von Ludwig Fulda.

Donnerstag: Wenn der neue Wein blüht.

Freitag: Jugendfreunde.

Charlottenvurg. Mittrooh, Nach- mittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Schau- spiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Abends 8 Uhr: Die Jung-

Indianern.

Veranlassungen kennen lernt,

Im Harmontumsaal hatte Elisabeth Sonnabend einen „Ntederdeutshen Vortragsabend“ veran- staltet; es galt, den Hamburger Dichter Gor Fo> einzuführen, der sih die volkstümlihe Schilderung des“ Hamburger Fischer- und Schifferleßens zur Aufgabe gemacht hat. In einem Bühnenwerk in niederdeutsher Mundart: „Doggerbank“, bringt er ein Drama auf hoher See Der Kapitän eines Fischerbootes versinkt mit Weibe tn einer Sturmnacht in den Welle an dem „Zungen“, dem Störer seines Ebefriedens, ein itrenges Nichter- amt geübt hat; der „Junge* mußte seine Ke>heit mit dem Leben büßen. Diese kurze Tragödie, in einen Aufzug zusamwengedrängt, hintez: ließ entschieden einen tiefen Eindru>; doch kann die volle Wirkung eines Dramas êndgültig nur von der Bühne herab erprobt werden. íIn älfte des Abends kamen Profsaskizzen in niederdeutscher Mundart zu Gehör; der Verfasser entwi>elt in diesen kleinen Ge- {iten aus ein e<tes Gefühl, das anmutend wirkte. Da die Künstlerin mit be- hagliher Laune vortrug, fanden diese kleinen, gemütvollen Schilde- rungen entschieden etne günstige Aufnahme; es wurde zum Schluß starker Beifall gespendet.

Ein gänzlich verändertes Bild gegen fonst bot am Sonntagnachmittag der große- Saal der Königlichen Hochschule für i bekannte Vortraoskünsilerin Lilly Freud hatte dort zum Besten der Armen einen „,Märchen-Nachmittag" veranstaltet, und kleinere und größere Zuhörer waren in hellen Scharen herbeigeströmt. Mit dem Zauber ihrer Pe:sönlichkcit, ihrem b-redten Mienensytel und threr ungekünstelten humorbollen Sprehwei)e wußte die Künstlerin sofort den Weg zu den Kinderherzen zu finden. Eine Auswahl der Inder sind auf dem Wege nah Transvaal in Balfour ange- halten worden, wo drei Sonderzüge bereit gehalten wurden, um fie na Natal zurü>kzubefördern.

Breslau, 10. November. heitstelegramm, Erholungs-

Mannigfaltiges. Berlin, 11. November 1913.

Im wissenshaftlihen Theater der „Urania“ bielt am Donners- tag und gestern Walter Mac Clinto> aus Pittsburg, wie {on früher, einen Vortrag über seine Erlebnisse bei den Shwarzfuß- Es war ebenso interessant ¡vie belehrend, in der kurzen Spanne von zwei Stunden all das gewissermaßen mitzuerleben, der Vortragende seines Aufenthalts bei dem kulturfremden Indianerstamme der Ro>ky Mountains erfahren hat und die dort gewonnen, in Wort und Bild auf si< Das ganze Leben des intelligenten Indianervolkes, das man sowohl bei seiner täglihen Arbeit wie in seinem Kampf um das Dasein und gegen feindlihe Sippen fowie bei frohen und traurigen ; wird anshauli< in dem farbenreicen Nahmen einer wilden, s{önen Natur dur< woblgelungene Lichtbild- aufnahmen dargestellt, zu denen Herr Mac Clinto> die erläuternde Nede hielt. Wenn er auch die deutshe Sprache nit gerade flteßend beherrs<ht und seine Vortragsart etwas hat, so merkte man thr do<h die innere Ueberzeugu erlebten an und folgte den Schilderungen mit Syannu

während der fünfzehn

Eindr

dem Finkenwär der Fischerleben einen ke

reizvollsten und drolligsten Kindergedichte, Märchen und Neime trug fie vor, und als nun gar ein Bilderbuch und das Babyltederbuch von Tom Freud im Lichtbilde erschienen, wollte der Beifallsjubel des Kindervölkchens kein Ende nehmen. Nur bedauerli< w gewählte Raum für die Veranstaltung nicht besser vaßt dem ohnehin s{hon zarten Organ der Vortragenden in den hinteren Nethen des Saales manches verloren.

und Uebernachtungsheims für Deutschland auf Fort Spigberg an Seine Majestät den Kaiser und König gerichtet worden war, ist laut „Schlesischer Zeitung“ dem Vorsißenden des Provinzialverbandes S(hlesien des Jung-Deutschlandbundes General der Infanterie z. von Se>kendorff ein Antworttelegramm S jestät des Kaisers und Königs zugegangen.

frau von Orleans. Eine romantische Tragödie in einem Vorspiel und fünf Aufzügen von Friedrih Schiller. Donnerstag: Rosenmoniag. Freitag: Die Jungfrau von Orleans.

Deutsches Opernhaus. (Char- lottenburg, Bismar> - Straße 34—37. Direktion: Georg Hartmann.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Das Nothemd.

Donnerstag: Undine.

Freitag: Fidelio.

Sonnabend: Der Troubadour.

Montis Operettentheater.(Früber: Neues Theater.) M ttwo<h, Abends 8 Uhr: Gastspiel Frißzi Massary Julius Spielmann: Die ideale Gattin. Operette in drei Akten von F. Bramer a A. Grünwald. Musik von Franz Lehár.

Donnerstag und folgende Tage: Die ideale Gattin.

Theater des Westens. (Station: Zoologisher Garten. Kantstraße 12.) Mittrooh, Abends 8 Uhr: Polenblut. Operetie in drei Akten von Oskar Nedbal. L Donnerêtag und folgende Tage: VPolen-

lut.

Theater am Nollendorfplab. Mittrooh, Abends 8 Uhr: Der lacheude Dreibuad. Operette in drei Akten von L. Jacobsohn. Musik von R. Berahtky.

Donnerstag: Der lachende Dreibund

Freitag: Zum ersten Male: Der Mikado.

Sonnabend: Der Mikado.

Sonnabend, Nachmittags 34 Uhr: Bei kleinen Preisen: Frau Holle.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Mittwoc, Abenrs 8 Uhr: Im grünen Rock. Schwank in drei Akten von Gustav Kadelburg und Richard Skowronnek.

Donnerstag und folgende Tage: Jm grünen Rock.

Residenztheater. Mittwo<h, Abends 8 Ubr: Hoheit der Franz?! Musi- falis<e Grotesfe in drei Akten von Artur Landéborger und Willi Wolf. Musik von Nobert Winterberg.

Donnerstag und folgende Tage: Hoheit der Franz!

ußerli< Eintöniges an ih

Albre<t am

n der Nordsee, nachdem er

(W. T. B.) Auf ein Ergeben - das anläßlih der gestrigen Ginweihung des

kam es

langen Jahre

üde, die er

einwirken zu Stunde.

ng des Selbst- ng.

seinem jungen

rnigen Humor, \chreitungen.

Musik. Die Zer Ore LAsagiel“

Hamburg, 10. November. Amerika -Linie teilt entgegen beunruhigenden Gerüchten mit, daß der Dampfer „Rhenania“ sehr habe, wobei ihm die Pumpen verstopft wurden. Der Dampfer lief deshalb tin den Hafen von Coruña cin, um dort die Pumpen aus- zubessern. Nah Vornahme der Instandseßzungsarbeiten ist der Dampfer bereits gestern abend 9 Uhr nah Lissabon weitergegangen., Im übrigen ist auf dem Schtffe alles in Ordnung. :

__ Prag, 10. November. lien Fakultäten an der t\{<e<is<hen Universität find heute den Vorlesungen ferngeblieben, um dadur cine Kundgebung zugunsten der baulihen Ausgestaltung der t\{he<ishen Technischen Hochschule zu veranstalten. Vorlesungen wieder aufnehmen.

Madrid, 11. November. Munizipalratswahlen Der Bürcaermeister verließ das Wahllokal. Die Streitigkeiten waren zwischen Liberalen, Konservativen und Negio- nalisten ausgebro<hen. Gendarmerie \<hritt mit der Waffe ein, wobei mehrere Personen verwundet wurden. Verhaftungen wurden vorgenommen.

Tokio, 11. November. (W. T. B.) D i ist bei der Halbinsel Noto auf cincn Felsen geraten und rettungslos verloren.

Königsberg, 10. November. (W. T. B.) Heute na

bei Devau zu einem Zusammenstoße zwischen nts Kleinbahnzug und einem Lastwagen. Das Führerhaus wurde eingedrü>t und* die Lokomotive mit der Vorderahse aus dem Gleis gehoben. Der Zugführer wurde leicht verlegt.

Hagen i. Westf., 10. November. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Bei der Einfahrt in den Bahnhof Hagen stieß gestern der bon Dortmund kommende Personenzug 512 mit einer Z abteilung zusammen. verleßt. Die Züge erlitten teilweise Verspätungen bis zu einer

Rangier, Dabei wurdin dret Reisende leibi

(W. T. B.) Die Hamburg,

\<weres Wetter gel zht

(W. T. B.) Die Hörer der drei welt.

Am Mittwoch wollen fie den Besuch derx

London, 11. November. (W. T. B.) Wie die Zeitungen aus New York melden, sind die östlihen Staaten von einem heftigen Schneesturm heimgesucht worden. Atlantishen Ozean find die Telegraphenleitungen zerstört und der Bah nverkehr vielfah unterbrochen.

Vom Mississippi bts zum

(W. T. B.) Bei den gestrigen lan es in Bermeo zu Aus-

Eine Anzak!

Der Torpedobogts-

Johannesburg, 10. November. (W. T. B.) Zweitausend

ar es, daß der

e, es ging bet

Stnde

D. Freiherrn

einer Ma-

New York, 11. November. Veracruz gemeldet 1bird, Kreuzer „Wheeling“ von dort plößglih nah Tuxpan ab- gegangen, da die Aufständischen im Begriff seien, diese Stadt anzugreifen und die Anwesenheit des Kriegsschiffes zum Schuße der Fremden dort notwendig sei.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen.

| (W. D. B) - Wie ‘aus ist der amerikanishe ungeshüßte

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage. C B (

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Mittwo<h, Abends $8 Uhr: Die Tangoprinzessfin. Posse mit Ge- fang und Tanz in drei Akten von Jean Kren und Curt Kraag.

Donnerstag und folgende Tage: Die Tangovrinzesfin.

Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr : Kinder- vorstellung: Aschenbrödel.

Trianontheater. (Georgenstr., nahe Bahnhof Friedrichstr.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Seine Geliebte.

Donnerstag und folgende Tage: Seiue Geliebte.

Konzerte.

Königl. Hochschule für Musik. Konzertsaal: Mittwoch, Abends 8 Uhr: Liederabend von Leo Slezak.

Theatersaal: Mittwoch, Abends 8 Uhr : Klavierabend von Max Trapp.

Bechstein-Yaal. Mittwoch, Abends 77 Uhr: Flavierabend von Albert Dawidotwo,

Beethoven-Saal. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Liederabend von Charlotte Herpen. Am Klavter: Paul Aron.

Blüthner-Yaal. Mittwo<, Abends 8 Uhr: Klavieraveud von Marie Barinotwwa.

Choralion-Vaal. Mittwo<, Abends 77 Uhr: Swan Hennessy- Abeud unter Mitwirkung von Maraueri!e Sountag und der Berlier Vereinigung für moderne FKammermusik,

Harmoniumsaal. Mittwoch, Abends 8 Uhr: L. populäres Konzert von Laura und Hermaun Lafout.

Meistersaal. (Köthener Straße 38.) Mittwoch, Abents 74 Uhr: Klavicr- abeud von Hansi Blechmaunu.

Zirkus Schumann. Mittwoch, Abende

73 Uhr: Große Galavorftellung. Vorzügliches Programm. Zum Schluß: Tango vorx Gericht. Etne Pantomimenburleske mit Gesang und Tanz in dret Akten.

Pirkus Busch, Mittwo<, Abends 7$ Uhr: Große Galavorftellung. Auftreten sämtlicher Spezialitäten, Zum S“Hluß: Die große Prunk- pantomime: Aus unseren Kolonien.

Familiennachrichten, Verlobt: Verw. Fr. Adelheid von

Haase, geb. von Bonin, mit Hrn. Ober-

leutnant Rafael von Uslar (Wandsbek—

Schwerin i. M.). Frl. Lisca von

Waßdorf mit Hrn. Hauptmann Paul

von Oheimb (Stein—Oels). ; Geboren: Eine Tochter: Hrn. Negie-

rungs- und Forstrat J. von dem Borne

(Potsdam). Hrn. Nittmeister von

Klißing (Leob\s{üß). Gestorben: Hr. Amtsgerichtsrat und

Landschafts\yndikus a. D., Geheimer

Regierungsrat Nobert Krause (Stolp

i. Pomm.) Hr. Major z. D. und

Bezirksoffizier Emil von Windheim

(Wandebek). Hr. Oberstabsveteri-är

Hetnrih Günther (Berlin). Hr.

Pastor Heinrich Bayer (Btthlehem).

Leontine Fretin von Stra wty (Brüffel).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Spion (Heidri<) in Bérlin.

Dru> der Norddeutschen Buchdruckerei und

Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32.

Acht Beilagen

(einshließli} Börsenbeilage und Waien- zetenhbeilaae Nr. 89 A u. 89 B),

sowie die Jvhaltsangabe zu Nr. S des öffentlichen Anzeigers (einschließ- lich der uuter Nr. S veröffentli<ten Befanntmachungen), betreffend Kou- manditgesellschaften auf Aktien und Aktieugesells<haften, für die Woche vom 3. bis S8. November 1913, und das Nummernverzeichnis der an 3, November 1913 in 98. Ver- losung gezogeuen Pfandbriefe der Bayeris<h-u Hypotheken- uud Wechset- Bank in München,

i

üroße Mehrzahl seiner Bestimmungen. Schon die Tatsache, daß

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

Schlachtvieh- und Fleischbes<hau im Deutschen Reiche im 3, Vierteljahr 1913, (Beshaupflihtige Shlachtungen.) Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistishen Amte.

Î Zahl der Tiere, an denen die Shlachtvieh- und Fleis<beshau vorgenommen wu, Staaten | | Sia E E Pferde und| is Kälber andere Bullen | Kühe pt O Landesteile Einhufer O 3 Monate alt

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54 408 22124! E219 137 971| 15 44 112 1 050 41 095 311 13 623| 8 215 25 761) 3 240 35 739! 1 268 105930 18274 226 161 483| 53555| 639 212 692| 7 035| l 553!

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Königreich Preußen . 21 884 89 883| 290992| 118935] 473 926| 2605 874| 499390| 25 490 Bayern re<ts des Rheins . 2330 20553) 13632/ 836860 831498| 163783| 432197 27715) 3054 » Tus des Mbeind , 121 ; 47 241 8796| 12214 954882 3791 1039

l | j Königreih Bayern . 2451 143791 39271| 40253] 175 997) 487079] 28094 4093| Königreih Sahsen. „„ 2 564 12966) 375644 5818| 107395| 334958) 58211 83410 Wiebe L 298 t 402 4 039) 101591 2254| 47536| 128957| 4/900! 337) Da E 424 ; 3 901) 9048| 17062 435019) 191290 6 009| d) | |

E 244 231 570| 9171) 9174 17648| 95068| 1 787) Mecklenburg-Shwerin . . 302| 328 9 700| O 263 2 104 11099) 40010| 15 228| Großherzogtum Sachsen . . .. 93! 595 4329| 2 239 1 593 664 99 175) 5 378) Medleibur@SteelB 53! 2 80 535] 244| 1281) 5 998 2 289 Oldenburg . N 163| 55 167 1 709) 1 583| 2/625) “16 717! Ál U ao 24s 104 306! 9 279) 1419| 1924| 4 8398| Í East Meining. « « « 69 319! 256| 1 376) 1 443] 3 267i Cle | É 397| 1 625] 564| 3 356| Sa sen-Coburg-Gotha : : 10: 218] 679) 1130] 3488| 20400 p, 288 858) 30) 678 2661| 96 160| Schwarzburg-Sondershausen . O 93| D5T7) 248 1 148 7 455 Schwarzburg-NRudolstadt . . . 85) 536 404| 1530| 6518| L 57| 1601| g 575) 1822) 9999| Reuß älterer Linie . 102 139) 54 229 1038 6484 Reuß jüngerer Linie 148 376| 196) 525! 2036} 12214 S EUUrge Ine y 52 E s S Libe> l É 61) 493) 556! 634| 2 944; 9 036| D E 588 1 678) 1177) 977 2900| 26 028 E 1 262| 6 838 1 656] 7976| 13730 122890] a, 868) 3729| 2031| 6167| 373344 88751 Deutsches Reich . 32008} 132764| 135 640| 245 345) 971 194| 4275 623| Davon im Juli 1913. , 10737| 43220 47556) 136238) 81290| 335 2486| 1454880] ; udut 19 10227) 42135 42675) 1288300 783547| 816 027| 1346 638| e e Sépleibée 1913. 110444 47409) 45409] 140222) 85508|

319 921] 1 474 105) Dagegen *) im 3. Vierteljahr 1912 O44 127 112028 271 077| 1 003 885 L N . 1911 28 461 139/2061 TEIB 517! 304 666| 1 147744| 4 36 J, 1910 29 5957| 152 784 127 995| 298 219| 1 071 129] 3 883 : 1909 30306| 161756| 137037 E E313 202088 1908 26 581] 155348| 136717 | 312 260| 1136 182]/ 3 813 083| 1907 27 205 147 T4 ‘1921 047| 402 912] 2717 457| 1 090 978} 3 749 660| 1906 26 369| 153915 120 2594| 395 184| 257998| 1 008 933| 3109 611! y 1905 28 907| 152604| 128975| 407 086| 1

*) Die Vergleihszahlen sind die vom Kaiserlichen Statistischen Amte erstmalig veröffentlichten. Berlin, den 10. November 1913,

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691 164] 239 292 234 089) 217 783]

16 867 420 769 0068| 38877| 1415

707616 47977 964 802 393| 40157] 1141 799 786| 43 693] 1041 742663) 98978| 1018 707 865] 39 332 952 742 347 41 484| [ 032 8408811 ‘38. 015f LT'OI7

405 290|

415 634| 432 321| 439 998) 440 955) 411 750)

275 619! 1 032 920! 3 030 792!

Kaiserlihes Statistishes Amt. I oi

beantwortet. Unter Berü>ksichtigung dieses Materials sind die Gese1zes- vorshriflen und die ihnen zugrunde liegenden Begriffe eingehend er- läutert und für die praftishe Anwendung verständlich gemacht. Drei Anlagen enthalten das einen Bestandteil des Gesetzes bildende Ver- zeihnis der Wasserläufe erster Ordnung im Sinne von $ 2 Abs. 1 Nr. 1, eine Tabelle über die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichts- und der Beschlußbehörden im Wassergeseß und \{<ließli< einen Abdru> der Bestimmungen des Gesezes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883, die das Verwaltungs|treit- und das Beschluß- l verfahren, die Rechtsmittel gezen polizeilihe Verfügungen, die Zwangs- wihtigen Materie wieder etne Kodifikation des gesamten Wasser- | befugnisse und das Polizeiverordnunasre<ht betreffen, während in einer re<ts enthält, tritt erst 1914 in Kraft; die Vorbereitungen seiner | dem Kommentar vorausgeschi>ten Einleitung die Erdziele des neuen Durchführung erfordern indessen bei Behörden und Publikum {hon | Wassergeseßes und sein Verhältnis zum Bürgerlichen Geseßbuch dar- legt genaue Vertrautheit mit seinen Bestimmungen, insbesondere gelegt find. Das Werk, dessen Brauchbarkeit no< durh ein aus- auh für die Aufstellung des Verzeichnisses der Wasserläufe zweiter | führlihes Sachregister erhöht wird, erscheint geeignet, die Anwendung Ordnung, die für alle ge eßlihen Vorschriften grundlegend und rihtung- | des Wassergeseßes wesentlih zu erleihtern. ebend ist. Eine Erläuterung des über 400 Paragraphen zäblenten Die preußischen Sa raseDe. Me, Veseßes war daher ein dringendes A das nun Bitta und | herausgegeben von Richard Nobiling, Ober- und Geheimem von Kries in glü>lichster Weise befriedigt baben. Die betden Ver- Regierungsrat, Mitglied der Königlichen Generalkommission zu ser waren dazu dur ihre Mitarbeit am Gese als Mitglieder und Münster i. W. Zweiter Band (Ergänzungöband). XIV und Vrichterstatter der Wassergeseßkommission des Abgeordnetenhauses | 559 Seiten. Paderdorn, Verlag von Ferdinand Schöningh. Geh. ‘sonders berufen. Denn wenn au<h das neue Wassergeseß mit | 12 6. Der vorliegende zweite Band enthält in der Hauptsache vesentlihen Teilen im bürgerlihen Rechte wurzelt, so bilden doh | die seit dem Jahre 1901 erlassenen preußis<en landeskulturellen dorläufig die „Materialien“ des Gefeßes, die Motive und die | Gesetze und Verordnungen. Aufgenommen find au< die no< gültigen arlamentsverhandlungen, das wichtigste Auslegungömittel für die Bestimmungen des preußishen Allgemeinen Landrehts, welche die Landeskultur und die landwhitschaftlihe Polizei betreffen, sowie einige andere ältere Geseze, deren Aufnahme in die Sammlung nah Erscheinen des ersten Bandes fsi< als ¡we>mäßig herausgestellt hat. Von Reichsgeseßen sind, abgesehen von einzelnen Bestimmungen des Bürgerlichen Geseßbuhs, seiner Nebengeseße und anderen Vorschriften, das Vo elshupzgeseß, die Uebereinkunft zum Ee der für die Landwirtschaft nüplihen Vögel und das Zuwachösteuerge]ez abaedru>t. Die Anordnung des Stoffes entspriht derjenigen im Hauptbande: 1. Ausführungtbestimmungen zu den neuen Neichäjustizgesegen; 11. Gesetze 2c., betreffend das Verfahren in Auseinandersetzungsangelegenheiten; TIT, Staatéverträge, betreffend die Uebertragung der Leilung der Gemeinheitsteilungen usw. auf die Königlich preußishen Auseinandersezungsbehörden; V. Vorschriften, betreffend Kompetenzkonflikte zwishen Gerichten und Verwaltungs-

Literatur.

Kommentar zum preußischen Mallergeleg vom 7. April 1913, bearbeitet von Justizrat Bitta und Landrat Dr. gon Fries, Mitgliedern des Hauses der Abgeordneten und Bericht- erstattern der Wassergeseßkommission des Abgeordnetenhauses. XVITI und 607 Seiten. Berlin, Preußishe Verlagsanstalt, G. m. b. H. Geb. 25 46. Das tief in die wirtschaftlihen Verhältnisse des Landes einshneidende neue Wassergeseß, das zum ersten Male seit der im Allgemeinen Landrehte erfolgten Regelung dieser

lein der Bericht der Kommission des Abgeordnetenhauses einen and von 543 Seiten umfaßt, dem als Anlage in einem besonderen ande die Berichte der zur Beratung einzelner Sonderfragen gebildeten Subkommissionen beigefügt find, ergibt zur Sni, paß den Materialien dieses Geseßes eine hervorragende Be- veltung für die Auslegung desfelben und mithin für seine An- wendun in der Praxis zukommt. Demgemäß haben Bitta und al Kries aus der Begründung und den Beratungen des Geseges Sts was für dessen Auslegung von Bedeutung ist, an entsprechender i elle zusammengefaßt. In ersier Linie ist die Begründung der Ne- q gSvorlage für die Audlegung verwertet, da an den wichtigsten Beet en der Vorlage nichts Wesentlihes geändert worden ist. tifelsfragen sind im Sinne ter übereinstimmend gefaßten Beschlüsse

Berlin, Dienstag, den 11. November

19183.

behörden ; VI. Verordnung, betreffend das Verwaltungszwangsverfahren ; V1IL. Geseße 2c., betreffend die Teilung der Gemeinheiten, die Spezial- separationen, die Zusammenlegung der Grundstücke und die Ablösung der Servituten usw.; VIIL. Gesetze, betreffend die Ablösung der Reallasten und die Regulierung der gutsherrlihßen und bäuerlihen Verhältnisse; X1. Vorschriften, betreffend die Erteilung von Un- \hädlichkeitsattesten; XIL. Gesetze 2c., betreffend Ansiedlungen und NRentengüter; XITI[, Gesege, betreffend das Höfereht und das An- erbenre<t, Landgüterordnungen; XIV. Geseße über die Errichtung von Marksteinen; XVI. Gesege, betreffend die Ent- und Bewässerung von Grundstü>ken, die Benußung der Privatflüsse, die Bildung von Ent- und Bewässerungsgenofsenschaften, Geseße über Maßnahmen gegen Hochwasserge fahren ; XV11. Fischereigeseße; XVIIT. Gesetze zur

örderung der Waldkultur; X1X. Gesetze »x., betreffend die Jagd; X X. Wegegeseze; XXI. Gesetze 2c.,, betreffend die Anlegung von Straßen, die Verteilung der öffentlichen Lasten bei Grundstü>ks- teilungen und die Gründung neuer Ansiedlungen; XXI1l. Kosten- gefeße. Neu hinzugekommen find die folgenden Abschnitte: XXIV. Bestimmungen, betreffend Zulassung einer WVer- shuldungsgrenze; XXV. Gesege, betreffend Verpflihtung der Gemeinden zur Haltung von Bullen und Ziegenbö>en; XXVI. Ge- seße gegen die Verunstaltung landschaftlih hervorragender Gegenden, Naturdenkmalpflege; XXVI1. Gesege, betreffend ländlihe Fort- bildungésculen ; X XVIIL. die no< gültigen Bestimmungen des All- gemeinen Landrechts für die preußishen Staaten, soweit fie ih auf die Landeskultur und landwirtschaftlihe Polizei beziehen. In einem Nachtrag sind, abgesehen von etnigen älteren Geseßen, deren Abdru> fich nadträgli< als wünschenswert herausgestellt hat, die während des Dru>es dieses Bandes erlassenen Lande8kulturgesetze, insbesondere das Wassergesez vom 7. April 1913, das NRawageset, das Gesetz, be- treffend das Schleppmonopol auf dem Rhein-Weser-Kanal und dem Lippe-Kanal, und das Moorshutzgeseß aufgenommen. Eine systema- tishe Inhaltsübersicht, ein <ronologis<hes Verzeichnis der in dem Bande abgedru>ten Geseße, Staatsverträge, Verordnungen und Be- kanntmachungen und ein sorgfältig zusammengestelltes alphabetisches Sachregister erleichtern den Gebrau des Buches.

Das Reichsgeseß über den Unterstüßungswohnstyz in der Fassung der Novelle vom 30. Mai 1908, erläutert na< den Ent- scheidungen des Bundesamts für das Heimatwesen von Wilh. Woßhlers. Dreizehnte, vermehrte Auflage nebst einem Anhange, be- handelnd die für die Armenverbände wichtigsten Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs, bearbeitet von Dr. F. Kre<, Geheimem Regierungsrat, einstigem Mitglied des Bundesamts für das Heimat- wesen. VIII und 359 Seiten. Berlin, Verlag von Franz Vahlen. Geb. 6,50 4. Die neue Auflage dieses Kommentars ließt si< in ihrer systematischen Anordnung den von Kceh seit 1895 herausgegebenen sieben Auflagen an. In ihr is das Unterstüßungswohrsißzgeseßy in der Fassung der Novelle vom 90. Mat 1908 eingehend erläuteit, dabei die Rechtsprechung des Bundesamts für das Heimatwesen und des preußischen Oberverwaltungsgerichts bis in die jüngste Zeit sorgfältig berü>sichtigt und in Fußnoten auch die Rechtsprechung der obersten Verwaltungs- gerihtshöfe von Sachsen, Württemberg und Baden verwertet. et aller Gründlichkeit der Bearbeitung hat f< der Verfasser einer kurzen Ausdru>sweise befleißigt. Troßdem haben die Ausführungen zu ein- zelnen Bestimmungen, die in der Praxis besonders zahlreiche Zweifels- [ragen ergeben haben, den Umfang von Monographten angenommen; so umfassen diejenigen über den Erwerb des Unterstüßungswohnsizes dur Aufenthalt ($8 10 bis 14) 41 Seiten, die Ausführungen über die vorläufige Unterstüßungspfliht des Aufenthaltsorts ($ 28) 65, die über die Verpflichturg des Dienstorts zur Krankenpflege ($ 29) 16, die über die Erstatturgépfliht der Ortsarmenverbände und ber Land- armenverbände (S 30) 44 Seiten. Bei $ 30 hat auch der seit dem 1. April 1911 geltende Tarif der unter preußishen Armenverbänden zu erstattenden Armenpflegekosten vom 30. November 1910 eine er- \{öpfende Erläuterung erfahren. Wo si das Untecstüßungéwohnsizre<t mit anderen Rechtsgebieten berührt, sind die ergänzenden Bestimmungen der übrigen Gesetzgebung (ver Geseße über die Freizügigkeit, die Staatêëangehörigkeit, die Kranken-, Untall- uad Invalidenversicherung, die Lohnbeschlagnahme, die Fürsorgeerziehung u. a.) in tie Grörterung einbezogen. Die für die Armenv:rbände wichtigen Bestimmungen des Bürgerlichen Geseßbuhs über gültige und nichlige Ehen, über die g leßlihe Befugnis der Frau, von ihrem Mavne getrennt zu leben, über eheliche und den ehelichen guleidgestellte Kinder, über die Unter- haltspfliht der Verwandten, der Ehegatten und des unehelichen Vaters sind in einem besonderen Anhange eingehender behandelt. So bietet das Buch, dessen Brauchbarkeit® noh durch ein ausführliches Sach- register erhöht wird, den gesamten Stoff, der bei der Bearbeitung von Armensaten zu berüdsichtigen ist.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten eNachrichten für Handel, Industrie und Land- wirts<haft“.)

Wirtschaftlihher Führer dur< Bosnien und die Herzegowina.

Der Desterreichis<h- Bosnish-Herzegowinishe Interessentenverband in Wien hat einen „Wirtschaftlihen Führer durch Bosnien-Herze- gowina" herausgegeben. Die im Verlag von A. Hartleben (Leipzig, Wien) erschtenene Ve1öffentlihung ist im Buchhandel zum Preise von 1,50 Kr. zu beziehen. Sie gibt in gedrängter Kürze einen all- gemeinen Ueberbli> über die Verfassung, die Verwaltung und die wirtshaftliße Struktur der österreihish-ungarishen Reichslande; fie - will das fa<männishe Interesse der Bosnien und die Herzegowina besuchenden oder sonst die En!wi>lung des Landes mit Äufmerksam- keit verfolgenden wtrischaftlihen Kreise heben und verticfen. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Sarajevo.)

Geschäftsaussichten in Beirut.

Das Kaiferlihe Konsulat in Beirut berichtet : i

Die gegenwärtige Geschäftälage in Beirut bietet kein Hinderntis für die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen. Wenn auch die lange Kriegszeit niht ohne stôrenden Einfluß gewesen ist, fo ist der Play do< von größeren Ersütterungen veridant geblieben. Es ist sogar, wenn nit unvorhergesehene ungünstige Umstände eintreten, für die nächste Zeit cine gewisse Belebung des Marktes nicht unwahr- \sheinli<. Während der leßten zwei Jahre haben die hiesigen Kunden mit Rücksicht auf die allgemeine politische Lage ihre Einkäufe möglichst einges{ränkt. Es stellt ih nun allmählich die Notwendigkeit heraus, die ershöpften Vorräte wteder zu ergänzen.

Wirkung der UVebershwemmungen im Bezirke Kanton

(China).

Zu Ende Juli und in der ersten Hälfte des August sind an- haltende Regengüsse tim südwestlien China niedergegangen. Die stark anges<wollenen Wasserläufe des Wet!flußdeltas haben mancer- orts die Dâmme durchbrochen und weite Länderstre>en übers<wemmt.