1913 / 275 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten eNachrichten für E T Industrie und Land- wirts<aft“.)

Winke für den Handel nah Guatemala.

Sollen Warensendungen na< Guatemala dem Empfänger nur gegen Zahlung oder Akzept einer Tratte ausgeliefert werden, so empfiehlt es ih, die Warensendungen an das mit dem Inkasso und der Einholung des Akzepts beauftragte Kommissions- oder Bankhauz3 zu Tonfignieren. Gemäß Ar1. 120 der Zollordnung für Guatemala Deutsches Handelsarchiv 1899 I S. 471 ff) is nämli<h die Zoll-

bôrde bere@tigt, Warensendungen dem Empfänger, falls die Verladungsdokumente auf seinen Namen ausgestellt sind, lediglich gegen Vorlegung der Konsulats- und Originalfaktura auszuhändigen. der Empfänger no< ni<ht im Besitze der Konsulatsfaktura, so kann die Dit hörde die Waren au< dann ausliefern, wenn dafür auf ten Zollbetrag 50 9/6 Aufschlag bezahlt werden.

Konkurse im Auslande. Rumänien. Jassy: Saul Kon ist in Konkurs erklärt worden.

Bulgarten.

Das Kreisgericht in Rustshuk hat am 12. November 1913 über das Vermögen der Großhandelsfirma Haim N. Jsrael in Rusts<uk den Konkurs verhängt. Die Aktiven im Gesamtbetrage von 564 000 Fr. bestehen aus Waren im Werte von 324 000 Fr. und Forderungen im Betrage von 240 000 Fr. Die Pasfiven follen 624 670 Fr. betragen. Die Anmeldefrist ist bis zum 11./24. Dezember 1913, der Prüfungstermin auf den 31. Dezember 1913/14. Januar 1914 festgesegt.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 20.November 1913:

NRuhrrevier Oberschlesishes Revier Anzahl der Wagen

Gestellt... «. 29214 12 504

Nah einer Uebersicht über die Ergebnisse des Stein- und Braunkohlenbergbaus im Oberbergamtsbezirk Halle a.S. füx das 3. g aar 1913, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, förderte 1 Steinkohlenwerk (wie im Vorjahre) 1964 (— 304) t; der Absay betrug 1846 (— 465) t, beschäftigt wurden 40 Personen (4+ 7); ferner förderten 239 (— 3) Braunkohlen- werke 11 987101 (4 787817) t; der Absaß betrug 11 967 749 (4- 758 775) t, die Zahl der bes<häftigten Personen 44 514 (+ 1580).

__— Nah ciner Uebersicht über die Ergebnisse der Salz- gewinnung îm Oberbergamtsbezirk Halle a. S. für das 3. Vierteljahr 1913, verglihen mit dem gleichen Zeitraum des Vor- jahres, förderte ein (wie i. Vorj.) Steinfalzwerk 110 024 (+ 18 949) t, der Absay betrug 111 791 (4-20 272) t, bes<äftigt waren 48 (+ 2) Per- sonen; n föôrderten 60 (+4- 7) Kalifalzwerke 1 168 010 (-- 94 536) t, der Ab L betrug 1160 373 (4- 94 755) t, bes<ästtat wurden 12 853 (4 53) Perfonen. Endlich förderten 7 (wie im Vorj.) Stedesalz- werke 36 805 (+4 5848) t und seßten ab 35 722 (+4 1273) t, be- \{äftigt waren 779 (4 9) Personen. /

Die Bayerischen Staatseisenbahnen vereinnahmten im Oktober 1913 a. re<tsrheinis{es Ney Bahnlänge 7247 km (gegen 7089 km i. Vorj.) 22010000 #6 (i. Vorj. endgültig 21 496 059 46). Gesfamteinnahme Januar mit Oktober 204 510 0006 (i. Vorj. endgültig 201 832 303 4); b. pfälzishes Ney (Bahnlänge 937 km gegen 917 km i. Vorj.): 4324235 # (t. Vou. endgültig 4248216 46). Gesamteinnahme Januar mit Oktober 39 034 897 „#6 (i. Vorj. endgültig 38 238 502 46). V y

Schanghai, 21. November. (W. T. B.) Die französische fünf- prozentige Anleihe in Höhe von 1,5 Millionen Pfund an die Provinz Me Guan ist dur die Banque Industriells de Chine zustande gekommen.

Paris, 20. November. (W. T. B.) Bankausweis. Bar- vorrat in Gold 3 526 064 000 (Zun. 2 851 000) Fr., do. in Silber 640 361 000 (Zun. 2 173.000) Fr., Portefeuille der Hauptbank und der Filialen 1450 601 000 (Abn. 57 058 000) Fr., Notenumlauf 5 670 247 000 (Abn. 52 687 000) Fr., laufende Rechnung der Privaten 648 753 000 (Zun. 6 402 000) Fre Guthaben des Staatsschaßzes 295 578 000 (Zun. 27 332 000) Fr., Gesamtvors{hüfse 742 964 000 u 1 383 000) Fr., Zins- und Diskonterträgnis 28 987 000 Fr. Zun. 898 000 Fr.). Verhältnis des Barvorrats zum Notenumlauf 73,47 gegen 72,71 in der Vorwoche.

London, 20. November. (W. T. B.) Bankauswets. Total- reserve 26 868000 (Zun. 219000) Pfd. Sterl, Notenumlauf 28 403 000 (Abn. 98 000) Pfd. Sterl., Barvorrat 36 820 000 (Zun. 120 000) Pfd. Sterl, Portefeuille 27 987000 (Zun. 629 000)

. Sterl., Guthaben der Privaten 38 248 000 (Abn. 157 N

d. Sterl, Guthaben des Staates 10611000 (Zun. 982 000

fd. Sterl., Notenreserve 25 342 000 (Zun. 270 000) Pfd. Sterl.,

e siWerdeit 11 785 000 (Abn. 3000) Pfd. Sterl. Prozent- verbältnis der Neserve zu den Ta 55 gegen 55x in der Vor- woche. Clearinghouseumsaß 334 Millionen, gegen die entsprehende Woche des Vorjahres wentger 14 Millionen.

Kursberichte von auswärtigen Fonds8märkten.

Hamburg, 20. November. (W. T. B.) Gold in Barren das Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barren das Kilogramm 81,50 Br., 81,00 Gd.

Wien, 21. November, Vormittags 10 Uhr 35 Min. (W. T. B.) Einh. 4 9% Rente M./N. pr. ult. 81,45, Einh. 4 % Rente Sanuar/Juli pr. ult. 81,45, Oesterr. 49% Rente in Kr.-W. pr. ult. 81,80, Ungar. 4 9/9 Goldrente 99,00, Ungar. 4 9/9 Rente in Kr.-W. 80,85, Türkische Lose per medio 23450, Orientbahnaktien pr. ult. 843,00, Oefterr. Staatsbahnaktiert (Franz.) pr. ult. 691,75, Südbahn- gesellschaft Cn, Akt. pr. ult. 105,50, Wiener Bankvereinaktien —,—, Oefterr. Kreditanstalt Akt. pr. ult. 623.00, Ungar. g: Kreditbankaktien —,—, Oesterr. Länderbankaktien 515,00, Unionbank. altien —,—, Deutshe Reichsbanknoten pr. ult. 117,80, Brüxer Kohlenbergb.-Gesells<.-Akt. —,—, Oesterr. Alpine Montangesell- \haftsaktien 790,50, Prager Eisenindustriegef.-Akt. 2659. Montan- werte auf De>unçen erholt, sonst geschäitslos.

London, 20. November, Nahm. (W. T. B.) Silber prompt 27, 2 Monate 27. Privatdiskont 5. Abends. 23 %/% Englische Konsols 727. Bankeingang 91 000 Pfund Sterling.

Paris, 20. November. (W. T. B.) (Schluß.) 39% Franz, Rente 86,70.

Madrid, 20. November. (W. T. B.) Wesel auf Parts 106,45.

Lissabon, 20. November. (W. T. B.) Goldagio 20.

New York, 20. November. (W. T. B.) (Schluß.) Die be- unruhigenden Meldungen aus Meriko wirkten atl das Geschäft der beutigen Effektenbörse weiter lähmend und selbst die niedrigeren Geldsäge vermochten ni<ht die Spekulation ausz ihrer Reserve heraus- zulo>en, da man den leichteren Geldstand vielmehr als ein Zeichen für den Rückgang der 1oirts>aftlihen Lage ansah und zudem daraus auf eine große Interefsenlosigkeit führender Kreise loß. Die Tendenz war dur<hweg \<wa<, da in den sonst o Anlage- werten Liquidationen vorgenommen wurten. Schließlich wirkten Meldungen über weitere Preisermäßigungen am Stahlmarkt sowie über erfolgreihe Konkurienz ausländisher Werke weiter verstimmend, und der Schlußverkehr vollzog sich infolgedefsen in {wa<her Haltung. Kupfcrwerte gte i<ließli< bis um 1{ Del. nah, während andere bis um 7 Doll. im Kurse einbüßten. Aktienumsayg: 122 000 Aktien,

Tenderz für Geld: Leicht. Geld auf 24 Stunden Öurds{hn.- Zinsrate 23, do. Zinsrate für leßtes Darlehn des Tages 3, Wechsel (Si “ohe ats Cable Transfers 4,8595, Wechjel auf Berlin i i Pio de Janeiro, 20. November. (W. T. B.) Wechsel auf London 16/64

Kursberihte von auswärtigen Warenmärkten.

Essener Börse vom 20. November 1913. Amtlicher Kursberi{ht. Kohlen, Koks und Briketts. (Preisnotierungen des Rheinisch- Westfälischen Koblensyndikats für die Tonne ab Becbe) I, Gas- und Flammkohle: a. Gasförderkohle 1250—14,50 4, b. Gas- flammförderkohle 12,25—13,25 Æ, c. Flammförderkohle 11,50 bis 12,00 6, d. Stüdfoble 14,00—15,50 A, e. Halbgesiebte 13,50 bis 14,50 4, f. Nußkohle gew. Korn T und 11 14,25—15,00 4, do. do. IIT 1425—15,00 M, do. do. IV 13,775—14,50 M, g. Nuß- grußkfohle 0—20/30 mm 9,00—10,00 4, do. 0—50/60 mm 10,50 bis 1125 4, h. Grusfohle 8,00—10,75 4; II. Fettfkchle: a. Förder- Fohle 12,00—12,75 Æ&, b. Bestmelierte Kohle 13,00—13,50 4, c. Stüdfohle 14,00—14,50 Æ, d. Nußkoble, gew. Korn I 14,25 bis 15,00 #, do. do. IT 1425—15,00 „6, do. do. IIT 1425—15,00 A, do. do. IV 13/75—1450 Æ, e. Kofkskohle 13,25—14,00 M; IIL. Magere Kohle: a. Förderkohle 11,25—12,75 4, b. do melierte 12,265—13,26 #4, c. do. aufgebesserte je na< dem Stü>- ehalt 13,25—14,75 Æ, d. Stüdfoble 13,75—1625 Æ, e. Nuß- oble, gew. Korn I und IT 15,75—19,00 6, do. do. IIl 16,50 bis 20,00 #, do. do. IV 12,25—14,75 46, f. Anthrazit Nuß Korn I 20,50—22,00 Æ, do. do. II 22,00—26,00 4, g. Fördergrus 10,25 bis 11,25 #4, h. Grusfohle unter 10 mm 7,25—10,00 A4; IV. Koks: a. Hochofenkoks 16,50—18,50 4, b. Gießereikoks 19,00—21,00 4, c. Brehkoks I und IT 21,00—2400 4; V. Briketts: Briketts je nah Qualität 11,50—15,00 46. Die nä<ste Börsenversammlung findet am Montag, den 24. November 1913, Nachmittags von 35 bis 43 Uhr, im „Siadtgartensaale“ (Eingang am Stadtgarten) statt.

Magdeburg, 21. November. (W. T. B.) Zu>erberiht. Korn- zu@er 88 Grad ohne Sa> 8,85—8,974. Nachprodukte 75 Grad o. S. 7,10—7,20. Stimmung: Ruhig. Brorraffin. L ohne Faß 19,00—19,25. Kristallzu>ker I mit Sa> —,—. Gem. Raffinade m. S. 18,75—19,00. Gem. Melis 1 mit Sa> 1825—18,50. Stimmung: Ruhig. Rohzu>er 1. Produkt Transit frei an Bord Hamburg: November 9,40 Gd., 9,45 Br., Dezember 9,477 Gd., 9,50 Br., Januar- März 9,60 Gd., 9,621 Br., Mai 9,80 Gd., 9,824 Br., August 10,00 Gd., 10,023 Br., Oktober-Dezember 9,824 Gd., 9,874 Br. R Wodhenumsay 624 000 Zentner.

ôln, 20. November. (W. L. B.) Rüböl loko 70,00, für Mai 67,50.

Bremen, 20. November. (W. T. B.) S<{malz. Stetig Loko, Tubs und Firkin 59, Doppeleimer 60. Kaffee. Nuhig. Baumwolle. Matt. American middling loko 68.

Ba bnra, 21. November, Vormittags 10 Uhr. (W. T. B.) Zul>kermarkt. Ruhig, NRübenrohzu>er 1. Produkt Basis 88 9%/)0 Rendement neue * Usance, frei an Bord Hamburg, für November 9,42}, für Dezember 9,474, für Januar-März 9,60, für Mai 9,80, für August 10,027, für Oktober-Dezember 9,85.

Hamburg, 21. November, Vormittags 10 Uhr 15 Minuten. (W. T. B.) Kaffee. Stetig. Good average Santos für Dezember 51 Gd., für März 521 Gd., für Mai 537 Gd., für September 54} Gd. /

London, 20. November. (W. T. B.) Nübenrobzu>er 8809/0 November 9 h. 5 d. Wert, willig. Javazucker 960% prompt 10 sh. 9 d. nom., rubig.

London, 20. November. (W. T. B.) (S(hluß.) Standard- Kupfer träge, 68, 3 Monat 66è.

Liverpool, 20, November, Nachmittags 4 Uhr 10 Minuten. W. T. B.) Baumwolle. Umsay 18000 Ballen, davon für

pekulation und Export Ballen. Tendenz: Nuhig. Amerikanische middling Lieferungen: Stetig. ¿ovember - Dezember 7,03, De- S anuar 7,00, Januar-Februar 7,00, Februar-März 7,00, März- pril 7,01. April-Maîi 7,01, Mai-Juni 7,01, Juni-Juli 6,98, Juli- August 6,95, August-September 6,80.

Liverpool, 21. November, Vormittags 10 Uhr 25 Minuten. (W. T. B.) Baumwolle. Der Markt eröffnete für loko ruhig Mutmaßlichher Umsay 8000 Ballen, Import 14000 Ballen, davon amerikanishe 14000 Ballen. Amerikanische Lieferungen {<wa<.

Glasgow, 20. November. (W. T. B.) (Schluß.) Roheisen Middlesbrough warrants willig, 49/04.

Paris, 20, November. (W. L. B.) (S@{luß.) Rohzu>er ruhig, 88 9/6 neue Kondition 28{—28t. eißer Zud>er ruhig, Nr. 3 für 100 kg für November 32, für Dezember 32F, für Januar- April 325, für März-Juni 33,

Amsterdam, 20. November. (W. T. B.) Java-Kaffee good ordinary 44. Bancazinn 110}.

Antwerpen, 20. November. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 243 bez. Br., do. für November 24} Br., do. für Dezember 25 Br., do. für Januar-März 254 Br. Fest.

d< malz für November 143.

New York, 20. November. (W. T. B.) CSQuB) Baumwolle loko middling 13,60, do. für Januar 13,02, do. für März 13,04, do. in New Orleans loko middl. 13>, Petroleum Nefined (in Cases) 11,25, do. Standard white in New York 8,75, do. Credit Balances at Dil City 250, Schmalz Western steam 11,25, do. Rohe u. Brothers 11,75, Zu>er fair ref. Muscovados 3,20, Getreidefraht na< Liverpool 2, Kaffee Rio Nr. 7 loko 95, do. für Dezember 9,33, do. für März 9,72, Kupfer Standard —,—, Zinn 39,75—40,25.

Mitteilungen des Königlihen Aëöronautis<en Observatoriums,

veröffentliht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 18. November 1913, 7—9 Uhr Vormittags:

Station Scehöhe . « « « «| 122m | 500m |1000m |2000m | 3000m | 3200 m

Temperatur (C bi 10,2 8,2 5,6 0,4 | 1,8 | 3,7

Rel. Eide (2/0 98 91 73 20 17 18 Wind-Richtung .| 8W SW |WSW |WNW|WNW|WNW e Geschw. mpa. 6 4L 16 1C 19 15

_Trübe, neblig. Zwischen 260 und 360 m Höbe überall 9,3, ¡wis<en 2000 und 2180 m Temperaturzunaßhme von 0,4 bis +- 3,2 Gr.

Mitteilungen des Königlichen Aöronautis<Gen Observatortums,

veröffentliht vom Berliner Wetterbureau. Dra@enaufstieg vom 20, November 1913, 7—10 Uhr Vormittags:

Station Seehöhbe . . . «(122m | 500m |1000m |2900m | 3000m | 4000 m

Temperatur (C 41 4,2 0,6 4,8 | 54 |— 11,4

Nel. F<tgk. (9/6 82 96 . | 100 100 98 88

Wind-Nichtung .| SW W W W NW |WNW Geshw.mps.| 8 15 16 18 20 20

Himmel bede>t, Wolkengrenze bei 1800 m Höhe. Zwischen 270 und 500 m Höhe Temperaturzunahme von 3,2 bis 4,2, zwischen 2300 und 2430 m von 5,9 bis 6,2, zwishen 2540 und 2770 m von eia 4 bis E 4,7 Grad,

Wetterbe

ri<t vom 21. November 1913, Vorm. 9} tik»,

Name des Beobachtung» tation

- Witterungg,

verlauf

der legt 24 Si,

Wind-

ritung, ind- | Wetter

stärke

Barometerftand- auf 0,9, Meere3-

niveau u. Schwere in 459 Breite y in Celsius Niederschlag in Stufenwerten *) Barometerfiand

vom Abend

Temperatur

Borkum

E

meist bewölkt

| 760 3 |SW 6\bede>t

Keitum

757,9 |[SW 8 beded>t )Nathts Nieders

Hamburg

763.4 |[SSW 5 Regen Schauer

Swinemünde

763,3 |SW 4bede>t Schauer

Neufahrwafser

763,1 |WSW 3 bede>t meist bewöltt

Memel

760,1 |W 6|beded>t Nachm. Nieder,

Aachen

7655 SSW 5 bede>t meist bewöltt

Hannover

765,1 |WSW 4 bede>t meist bewölkt

Berlin

765,9 S 3'bede>t meist bewölft

Dresden

768 5 |S 2 heiter ziemlich heiter

Breslau

768,9 SSW 2 Dunst meist bewöllt

Bromberg

766,0 |[SW 3 /|bede>t meist bewöltt

Mey

768,5 |SW 3\bede>t meist bewölft

Frankfurt, M.

7681 SW 3bede>t meist bewölf

Karlöruhe, B. München

o M AMDRI mi Al al alo! o! col -al ol o

769,4 SW 1 heiter

771|vorwiegend beiter 3\vorwtegend heiter

Zugspiße |

olololc|olm|ole|-lo|oltal]t|twlo 1 1}

771,7 SO 2hheiter | 6

535,7 [S heiter 37yorwtegend beiter

Stornoway

(Wilhelmshayv,)

748,3 [SW 3 halb bed. meist bewöltt

Go

Malin Head |

N

750,0 |!NW d\wolkig meist bewölkt

n

Nalentta

(Wustrow i. M.)

WNW 5 halb bed. Nachm. Niederschl,

Scilly

| (Königsbg., Pr.) 764 Na>ts Niederschl.

| [SW d|bede>t

Aberdeen

(Cassel)

Windst. |bede>t 751| ztemli< heiter

Shtelds

| (Magdeburg)

Negen 3 [756| meist bewölft

Holybead

(GrünbergSchL) 5 |758| meist bewölkt

2\bede>t |

Ile d’Aix St. Mathieu

Vlissingen | 762,1

“| [(Müälbaus., Els,) 0 771 vorwtegend heiter (Friedrichshaf.) 3| 0 |769| meist bewölkt | [_ [(Bamberg) 11/ 0774| ziemlich heiter O

SSW wolkig | 9 0 766"

bededt beded>t 3 [SW_7bede>t

36,4 |SSO 2hede>kt

Helder Bodoe Christiansund

Skudenes

66S dbbede>t | 10/2 |763| 735,410 Asbede>t | 4/ 0 |734 __ 743,2 (SW 8\Regen | 3/5 [737 "748,3 [WSWö6 Regen | 9! 4 |749

Vards

7656S bededt | —4 0 746

Skagen Hanstholm |

9 2 751

752,8 |[SW dsRegen |_10| 2 [753

753,2 SW 6\wolkig | ———

Kopenhagen

754 0 |WSWdb Dunst | 9/2 753

Sto>holm Hernösand Haparanda

751,7 WSWö6wolkig | 6| 2 [746] Z 743,7 [Windst. [balb bed, 2 4 [740]

742,1 |SSO 4\bede>t | —1/ 2743

Wtsby

766,2 SW 1|balbbed. 7) 3 [759

Karlstad

752,3 [WSW 2 heiter | 6/2 [746]

Archangel Petersburg

_750,2 [WNW1 _1 746 745,7 |SW 2 D:

Niga_ Wilna Gorki_ Marshau |

| 761,5 SW 2|wolkenl.

764,7 WSW4 halbbed._ 8 761,6 SW Z3|bede>t 4 7616 6 o —— 767,0 |WSW 1 |bede>t | 4/0 [768] —___

Kiew

E Prag Nom

_7702[SW _lshalbbed| A170 ___—

771,7 [SW 1 halb bed.|-0,1/ 0 772 zlemlich heiter _ 770,6 |SSW 1/Nebel | 2/0 [771| meist bewölkt_ 773,1 N _ 1wolfenl.| 5/0 [7783|

Florenz

7744S 2\wolkenl.|_ 5/0 773__

Cagliari

2 NW 3hoolkenl.| 14/0 771]

Thorshavn | Sevdisfjord |

_741,6 [WSWöd[wolkig | 4 —[735] 741,7 |SSW 3\wolkig | —1| —[737| ——

Rügenwalder- __münde

762,9 |[SW 5 bede | 8/2 762 Nachts Nieders.

Gr. Yarmouth Krakau Lemberg |

7574 SSW 3 woltig | 11/0 770,8 |WSW 1[wolkenk.| 1] 0 [771] ziemli heiter 770,3 |SSW 4|bede>t | 4 1 [772] meist bewölît

Hermannstadt | 777,6 |SO

Triest

1|wolfenk.| —2/ 0 [777 vorwiegend heilt

Neykjavik (5 Uhr Abends) Cherbourg Clermont

769,3 [Windst. [halb bed. T72

D 1\wolkenk. 0 773 vorwiegend heile! Windjt. |bede>t —[740 (Lesina)

__|__lvorwiegend heit! SW 4 dede>t 766 N

Biarrig

Perpignan _ Belgrad Serb.

7 SW_ Z3hheiter _ ) 769 9 [Windst. wolkenl.| 9/0 [773 SW _ lhbede>t |_ 771

Brindisi

4\wolkenl. 0 [768

Moskau

792,1 SSW 2\wolkig | 1/0 [759

Kerwid>

Helsingfors | 746,1 |W

745,0 (SW 1 wolkig bede>t

_3 [743 4 750

3 750

Lugano

1

—_- _— 3

Kuopio | 740,7'S 1bede>t | 1 1

772.1 W

_771,0 |SSO

Nebel 773 Nebel | 772 wolkenl. 774

773,6 (

Säntis

568,5 wolkenl. 570

Budapest

773,8 Dunst 774

Portland Bill

COTA beded>t

Horta Coruña

769,6 |Windit. \bede>t

767,4 S 1/beded>t

*) Die Zahlen dieser Nubrik bedeuten: 0 = 0 mm; 1 = 0,1 bis 0,4; 2= 0,5 biz 2,4;

6 = 2,6 bis 6,4,

7 ==

4 = 6,5 bis 12,4; 5 = 19,5 bis 20,4; 6 == 20,5 bis 81,4 81,5 bis 44,4; 8 = 44,5 bis 59,4; 9 = nit gemelbet,

Ein Tiefdru>gebiet unter 735 mm über dem Nordmeer entsendet nordostwärts {reitende Ausläufer nah Großbritannien, Finnland u"

dem Westen

rlands. Ein Hochdru@gebiet liegt über dem Festland

von Europa, sein Maximum von 778 mm über Siebenbürgen Fn ian ist das Wetter, außer im Süden, trübe und m !

in Mün

en berrs<t {waer Frost, an der Küste wehen teiliré se

starke, im Süden leite füdwestliGe Winde; die Küste halle

breitete Regenf

älle. Deutsche Seewarlt

Gesundheitswesen, Tierkraukheiten uud Absperrungs- maßregeln.

Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankhekken.

9 „Leröffentlihungen des Kaiserlihen Gesundheitsamts*, (Nah den Nr. 47 vom 19. November 1913.)

Pest.

Nußland. Im Dongebiete sind vom 22. bis 31. Oktober in der Slobode Nowo Petrowsk 8 Personen erkrankt (und 11 ge- storben), insgesamt seit dem Ausbru< der Seuche 35 (35), in dem Chutor Kalats\< 2 (1), insgesamt 5 (4), ferner vom 16. bis 31. Ofk- tober in der Siedlung Breslawski 5 (4), Außerdem starben in der Slobode Gromoslawka am 26. und 27. Oktober în 2 mit- einander verwandeten Familien 7 Personen an der Lungenpest.

Die Slobode Nowo Petrowsk und der Chutor Kalats\< (Dongebiet) sind für pestverseu<ht erklärt worden; dagegen ist laut einer am 2. November veröffentlihten Bekannimachung die frühere Verfügung, dur< welche die Gemeinde Turgen für pestverfeuht und der Kreis Prshewalsk (Semiretschjegebiet) für pestbedroht erklärt waren, ausgehoben worden. i

Aegypten. Vom 1, bis 7. November erkrankten 3 (und starben 2) Personen, davon 2 (-—) in Kafr el Cheik und 1 (2) in

enuf.

M iti Ostindien. In den beiden Wochen vom d. bis 18, Oktober erkcankten 2126 + 2274 und starben 1542 + 1677 Per- sonen an der Pest. Von den 3219 Todesfällen kamen 2313 auf die Präsidentschaft Bombay (davon auf die Städte Bombay und Karaci 14 und 21), 278 auf die Vereinigten Provinzen, 199 auf den Staat Mysore, 112 auf Hyderabad, 108 auf die Präsidentschaft Madras, 106 auf das Punjabgebiet, 63 auf Bihar und Orissa, 29 auf Burma (davon auf die Städte Rangun und Moulmein 11 und 1) und 11 auf Rajputana und Aj mer Merwara.

Hongkong. Vom 5. bis 13. Oktober in der Stadt Viktoria $ Erkrankungen und 8 Todesfälle.

Fapan. In Yokohama sind bis zum 25. Oktober 10 Personen an der Pest erfcankt und 8 gestorben. i

Zufolge Mitteilung vom 8. November {|st in Kobe das Auf- treten der Pest festgeslellt worden.

Mauritius. Vom 29. August bis 25. September 30 Gr- krankungen und 21 Todesfälle.

Brasilien. In Bahia vom 21. bis 27. September 11 Er- franklungen und 4 Todesfälle.

Argentinten. Unter dem 6. September ist der Ausbruch der Pest in 4 Orten wesili< von Rosario gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle betrug bis dahin 25.

Chile. In Jquique vom 24. August bis 20. September 4 Grkrankungen und 4 Todesfälle.

Cholera.

Oesterreih-Ungarn. Jn Ungarn wurden vom 2. bis 8. November 51 Erkrankungen (und 22 Todesfälle) festgestellt, und zwar in den Komitaten Bac38-Bodrog in 2 Gemeinden 31 (11) davon in Szond 28 (10) —, Baranya in 2 Gemeinden 9 (4) vavon tin Mohacs 8 (4) —, Pete 1 (—), Jaß-Nagykun- Szolnok in 1 Gemeinde 2 (1 Temes in 1 Gemeinde 1 (1), Torontal in 3 Gemeinden 7 (4) und Zemplen —.(1). Die Gemeinden Szond (Kom. Bacs - Bodrog) und Mohacs (Kom. Baranya) find für <oleraverseu<ht, die Gemeinden Sajolad (Kom. Borsod), Illyed, Nagylaposnok, Szakalar (Kom. Rrafso-Szöreny) und Temes varalja (Kom. Temes) für <olera- fret erklärt worden. : ,

In Kroatien -Slavonien sind vom 27. Oktober bis 3. No- vember in 10 Ortschaften 16 Perfonen erkrankt und 9 gestorben. Die Gesamtzahl der Erkrankungen (und Todesfälle) betrug laut Mit- teilung vom 10. November 539 (222). Die Orte Ogar, Klenak (Bez. Numa) und Mackovae (Bez. Nova Gradiska, Kom. Pozega) {find für < olerafret erklärt worden.

Aus Bosnien sind vom 16. bis 31. Oktober 24 Erkrankungen (und 14 Todedófälle) gemeldet worden, davon in den Bezirken Br>ko 16 (7), Derventa 6 (3), Bos. Gradiska 2 (2) und Gracanica (2).

_ Rußland. Nach den Ausrweisen Ne. 7 und 8 find vom 12.

bis 18. Oftober 23 Erkrankungen (und 4 Todesfälle) gemeldet worden, vom 19, bis 25. Oktober 6 (1). Von thnen im ganzen entfielen auf die Gouv. Bessarabien 2 (—), Cherson 18 (2), Jekaterinos- law 5 (—), Taurien 3 (2), die Stadthauptmannschaft Odessa 1 (1). Bufolge na<hträglihec Meldungen hat die Zahl der Erkran- kungen (und Todesfälle) in der Woche vom 5. bis 11. Oktober 27 (9) betragen, wovon 16 (5) auf das Gouv. Cherson kamen.

Bulgarien. Zufolge Mitteilung vom 30 Oktober zeigte die Cholera în der leßten Zeit eine starke Abnahme. Vom 14. Sep- tember bis 14. Ofktokter erkrankten (und starben) im ganzen 3876 (1348) Personen, vom 14. bis 21. Oktober 335 (180), vom 22. bis 27. Oftober nur no< 90 (48). Die Zahl der Cholerakranken im ganzen Lande betrug am 27. Oktober 179, wovou 147 auf die Land- gemeinden und 32 auf folgende 6 Städte entfielen: Rustsc<huk (10 Kranke) Philippo vel (5), Haskowo (9), Tirnowo Seymen (4), Schumla und Eski Djumaja (je 2). Ins- gesamt wurden seit Ausbru< der Seuche 10 987 Erkrankungen mit 9977 Todesfällen gezählt. D L /

_Unter dem 4. November ist das Königreich für <olerafrei erklärt worben.

Türkei. Jn Konstantinopel vom 27. Oktober bis 2. No- veinder 2 Erkrankungen. h

In Smyrna sind laut Mitteilung vom 3. November seit mehr als 2 Wochen keine neuen Choleraerkrankungen vorgekommen.

„Hongkong. Vom 5. bis 18. Oktober 14 Erkrankungen (davon 13 in der Stadt Viktoria).

Gelbfieber.

Südnigerien. In Lagos ist in der leßten September- und in der exsten Oktoberwohe je 1 Fall von Gelbfieber festgestellt

worden. Pocken.

Desterrei<. Vom 26. Oktober bis 1. November in Ober- österrei< 2 Grkfrankungen, im Küstenlande (Triest) 1.

Fle>fieber.

Oesterrei. Vom 26. Oktober bis 1. November in Galizien 14 Erkrankungen, in der Bukowina 3 und in Dalmatien 6.

Geni>starre.

Preußen. In der Woche vom 2. bis 8. November sind 4 Er- krankungen (und 2 Todesfälle) in folgenden Regierungsbezirken [und Kreisen] gemeldet worden: Arnsberg 1 [Hagen Seel Breslau 1 (1) {Breslau Stadt], Koblenz 1 (1) [Ahrweiler Oppeln 1 [Beuthen Land I1].

Spinale Kinderlähmung- 95 (Seußeu. In der Woche “vom 2. bis 8. November find » Grfrankungen (und 4 Todesfälle) in folgenden Regierungs- ezirken fund Kreisen] angezeigt worden: Landespolizeibezirk

[4

Zweite Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Freitag, den 21. November

Berlin 5 [Berlin-Lichtenberg], Neg.-Bez. Koblenz 1 [Ahrweiler], Düsseldorf 1 [Essen Stadt], Hannover 3 (1) [Hannover Stadt 2, Neustadt a. Rbge. 1 (1)], Hildesheim 2 (1) [Göttingen Stadt 1 (1), Northeim 1], Potsdam 5 (2) [Teltow], Wies- baden 8 [Frankfurt a. M.]. |

Die für die Woche vom 19. bis 25. Oktober aus dem Unterlahn- kreis des Regierungsbezirks Wiesbaden gemeldete Erkrankung an spinaler Kinderlähmung hat si< nachträgli< nicht als solche erwiesen.

Oesterrei <. Vom 19. bis 25, Oktober in Steiermark 5 Erkrankungen, in Mähren 2.

Schweiz. Vom 26. Oktober bis 1. November 1 Erkrankung mit tödlichem Ausgang in Altstetten im Kanton Zürich, je 1 Er- krankung in Tobel und Weingarten im Kanton Thurgau.

Verschiedene Krankheiten in der Woche vom 2. bis 8. November 1913.

Podken: Konstantinopel (26. Oktober bis 1. November), Moskau je 2, Warschau 1 Todesfälle; Warshau (Krankenhäuser) 2 Er- ranfungen; Varizellen: Budapest 31, New York 27, Wten 24 Er- frankungen; Fle>fieber: Moskau 1 Todesfall; Odessa 1, Warschau (Krankenhäuser) 3 Erkrankungen; Milzbrand: Neg Bezirke Merseburg, eg je 1 Erkrankung; Tollwut: Moskau 2, St. Petersburg 1 Todes- fälle; Influenza: Berlin 4, London 10, New York 1, St. Petersburg 2 Todesfälle ; Kopenhagen 75, Odessa 28 Ae Genid>starre: Christiania, Meskau je 1 Todesfall ; Augsburg 1, Budapest 2, New York 4 Erkunkungen; Körnerkrankheit: Reg.-Bez. Bromberg 113, Posen 124 Erfrankungen; Fleis<hvergiftung: NReg.-Bez. Stettin 28 Er- krankungen. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen ist an Scharlach (Durchschnitt aller deutsGen Berichtsorte 1895/1904 : 1,04 9/9) gestorben in Gleiwiß Erkrankungen wurden gemeldet im Landespolizeibezirke Berlin 287 (Stadt Berlin 202), in Breslau 51, in den Reg -Bezirken Arnsberg 215, Düsseldorf 199, Oppeln 139, Potsdam 111, in Hamburg 90, Amsterdam (5. bis 11. No- vember) 23, Budapest 82, Chrisltana 43, Edinburg 83, Kopenhagen 38, London (Krankenhäuser) 619, New York 78, Odessa 163, Paris 41, St. Petersburg 138, Prag 26, Notterdam (5. bis 11. November), Warschau (Krankenhäuser) je 30, Wien 97; an Masern und Röteln (1895/1904: 1,10%) gestorben in Bremen Erkrankungen wurden angezeigt in Hamburg 41, Budapest 58, Kopenhagen 90, New Vork 80, Odessa 34, Paris 28, St. Petersburg 47; an Diphtherie und Krupp (1895/1904: 1,62 9/0) gestorken in Altenburg, Dessau, Gladbe>, Kaiserölautern EGrkrantungen kamen zur Meldung im Landéspolizeibezirke Berlin 277 (Stadt Berlin 176), in den Reg.-Bezirken Arnsberg 130, Düsseldorf 150, Potsdam 101, in Augsburg 53, Hamburg 85, Amsterdam (5. bis 11. November) 25, Budapest 40, Christiania 28, Edinburg 21, Kopen- hagen 36, London (Krankenhäuser) 163, New York 200, Paris 39, St. Petersburg 73, Prag 42, Sto>kholm 35, Wien 60; an Keuch- husten gestorben in Köntgshütte Erkrankungen C zur An- zeige in Kopenhagen 46, New York 54. Ferner wurden Erkrankungen gemeldet an: Typhus in New York 176, Odessa 23, Paris 93, St. Petersburg 219,

Oesterreich.

Die K. K. Seebehörde in Triest hat verfügt, daß wegen Auf- tretens von Pest die Herkünfte aus den russis<hen Häfen des Azowschen Meeres und denjenigen der Küste des Shwarzen Meeres, die si< von der Ostzrenze Nußlands na< Kleinasien einshließli< der Enge von Kertsh erstredt. aus den marokkanischen Häfen fowie von Yokohama, nach den Bestimmungen des seebehörd- lihen NRundschreibens vom 12. August 1904, Nr. 12 468, zu behandeln sind. (Vergl. „NReicheanzeiger“ vom 1. Dezember 1904, Nr. 283.)

Verdingungen.

(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „NReichs- und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentagen in dessen Expedition während der Dienststunden von 9—3 Uhr eingesehen werden.)

Belgien.

Lastenhefte können, wenn nichts anderes vermerkt, vom Bureau des adjudications in Brüssel, Rue des Augustins 15, bezogen werden.

3. Dezember 1913, 11 Uhr. Salls des la Madeleine in Brüssel: Lieferung von Steinkohlen, Koks und Briketts für ver- schiedene Zweige der Marineverwaltung in Antwerpen für 1914. Sicherheitsleistung 9000 Fr. Speziallastenheft Nr. 426. Ein- geschriebene Angebote zum 29. November. i

3. Dezember 1913, 11 Uhr. Ministère des Colonies în Brüssel, Nue des Ursulines 27: LUeferung von 10 zerlegbaren Niederlagen aus galvanisiertem Wellble<h für die Bahnverwaltung an den großen Seen im oberen Congo. Lasienheft Nr. 4485. Ein- geschriebene Angebote zum 29 November.

5. Dezember 1913, Mittags. Ustel de ville in Antwerpen: Einrichtung einer Niederdru>damptheizung in der Feuerwehrwache Rue d’ Autriche. Sicherheitsleistung 300 Fr. Lastenheft zum Preise von 50 Cts. vom Stadtsekcetariat zu beziehen. L

6. Dezember 1913, 94 Uhr. Maison communale in Etterbed> hei Brüssel: Wettbewerb für die Heizungsanlage im Gemeindegebäude, Place St. Pierre. Sicherheitsleistung 109%/9 des Angebots. Ein- geschriebene Angebote zum 4. Dezember. Bedingungen vom Secré- tariat communal tn Etterbed.

Nr. 37 des „Eisenbahnverordnungsblatts*, herausgegeben fm Ministerium der öffentlichen Arbeiten am 15. November, hat folgenden Inhalt: Erlasse des Ministers der öffentlichen Arbeiten: 36) vom 8. November 1913, IV. 43 137/607, betreffend Unfall- verhütungsvorschriften. 37) vom 11. November 1913, I1. 23. C. g. 6042, betreffend Tarifbestimmungen für Saatgut. Nachrichten.

Theater und Musik.

Konzerte.

Zu einem klassishen Sonatenabend hatten {G am Sonntag der Geiger Albert Spalding und der Pianist Coenraad V. Bos im Bechsteinsaal zusammengefunden. Coenraad V. Bos ist hon längst als feinfühliger Künstler bekannt, dessen Leistungen stets von einem ausgey:ägten musikalishen Sinn und einem warmen Empfinden getragen find. Er hatte bei der Wiedergabe der drei Sonaten für Klavier und Violine von N. Schumann, Mozart und Fr. Schubert in dem Geiger Albert Spalding einen würdigen Ge- nossen gefunden, der tehnis< und inhaltlih seinen Geigenpart vor- züglih durführte; beide Instrumente klangen wei< und woblig ineinander, und ein gleiches harmonisches Um eR ee herrschte in der musikalischen Darstellung. Das Publikum nahm diese tadel- losen künstlerishen Darbietungen mit starkem Beifall auf. Im Sonntagékonzert des Blüthner-Orchesters unter Edmund von Strauß? Litung wurden von größeren Werken die G-Dur- Symphonie von Haydn und Beethovens Violinkonzert in D-Dur mit gewohntem vollen Gelingen vorgetragen. Bei leßterem hatte Louis

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1913.

Persinger den Cdeupas übernommen, dessen klare und musikalis< ausdru>svolle Spielweise wieder zu erfreuliher Geltung kam. Als Gesangsfolistin wirkte Elise Waldmann mit, deren trefflih geshulte und ausgeglihene Stimme besonders in einer Arie der Rosine aus dem „Barbier von Sevilla“ gefiel. In der Sing- akademie sang Dr. Karl-Ludwig Lauenstein kürzlich mit gutem Gelingen. Er verwendete seinen etwas spröden Tenor m

vielem Geshi> und machte ihn dadur seinen fünstlerishen Absichten jederzeit getügig. Da fein Vortrag wohldur<hda<t und von musi- Een Empfinden erfüllt ist, kam manches Lied zu eindringlicher

irkung.

Die Leistungen des Kotßoltshen Gesangvereins, der am Montag seinen ersten LKederabend unter der Leitung seines rührigen Dirigenten Leo Zellner und unter Mitwirkung der Sängerin Ella Shmüd>ker im Saale der Singakademie gab, bewegen i< wieder in auffsteigender Linie. Von den vielen mit klarer

extaus\sprahe und gutem Stimmenmaterial vorgetragenen Liedern, die in der Reihenfolge ihrer Entstehungszeit gebra<ht wurden, sei besonders auf die fein i E Madrigal<öre „Mein Freud? allein“ (1450) von Heinri< Isaak und „J< soll und muß ein’ Bublen haben“ von Ludwig Senfl (1490—1555) hingewiesen. Ihnen folgten Chöre neuzeitliher Tonsc ter, wie Friy Kaufmanu, Friß Stuhlmacher, dessen Liedhen „Am Waldbah" vornehmen Stil zeigte, ferner Walter Kühn, Eduard Grell und Wilhelm Taubert. Die mitwirkende Sängerin, die von Lilli von Roy fetnfühlig begleitet wurde, wußte fi< mit ihrer sympathishen Stimme und einem warmherzigen Vortrag bald die Herzen der Zuhörer zu gewinnen. Peter von der Osten-Sacken bewährte s<, gleichfalls am Montag, im Bechstein [ aal als ein ungewöhnli< intelligenter Sänger. Seine Stimme fstrahlt freili<h keinen etigentlihen Wohllaut aus, oft klingt sein dunkler Bariton sogar rauh; darüber hinweg tragen jedo< die starken künstlerijchen Eigenschaften des Sängers. Ein leiden- \haftli<hes Gefühl lodert aus der Tiefe des Ausdru>s empor, und wenn eine so kraftvolle Persönlichkeit aus dem Gesange \spriht, zwingt fie die Hörer immer in thren Bann. Freundliche Eindrücke hinterließ an demselben Abend au< Annie Nitter mit thren Ledervorträgen im Klindworth-Scharwenka- saal. Die Dame besigt eine angenehme, wenn au< ni<ht immer ganz fris< klingende Stimme und ein hübshes Vortragstalent; be- sonders mit getragenen E erzielte sie gute Wirkungen. Mit roßer Energie trug gleichzeitig die Pianistin Karen Bjerlöw ihr Sr ogen im Harmon Si ga7 vor. Bei der Hast, der sie sih außerdem befleißigte, liefen mancherlei Unflarheiten unter; troßdem erschienen die Darbtetungen der Dame doch von etnem künstlerischen Gefühl geleitet, das bei forgsamer Pflege voller erblühen wird.

Der bekannte Violinist Waclaw Kochaúski zeigte am Dienstag im Blüthnersaal gelegentlih eines von ihm gegebenen „Bach-Reger-Abends* erneut setne niht gewöhnliche technische Bean- lagung. Sein Spiel hätte jedo no< abgerundeter, ausgefeilter sein können, namentlih in der G-Moll-Sonate von Bah. Im übrigen darf man au< als musikalis@er Hörer mit vollem Recht behaupten, daß Violine allein, ohne Begleitung für die Dauer eines ganzen Abends, wie es hier der Fall war, einförmig und ermüdend wirkt. Die Darbietungen wurden jedo< re<t beifällig aufgenommen. Ein Lederabend von Agnes Fridrihowicz (Dienstag) im Klindworth-S>harwenkasaal fand nicht die rege Anteilnahme, die der Sängerin gebührt hätte. Ihr ausgiebiger Mezzosopran er- freute dur< feinen Wohllaut, bis auf das ni<t hinreichend ftlangvolle Piano in den Wagnerschen fünf Gedichten. Besonders {ön war der <arakterrolle Vorirag der Straußschen Lieder, von denen das „Wiegenlied" am besten gefiel. Die gesanglißen Darbietungen wurden dur< Coenraad V. Bos meisterli® unterstüßt. Die Sängerin Nathalte Aktzéry erzielte, gleihfalls am Dienstag, im Harmoniumsaal ebenfalls starke Wirkungen. Ihre Stimme zeigt zwar hie und da {hon einige Schärfe; sie ist aber immer no<h flangs<ón und folgt den Absichten der Sängerin willig. Das Wert- vollste an den gesanglihen Darbtetungen ist jedo< die Vortragskunst, die fich darin betäâtigt ; sanfte Shwermut, lodernde Wildheit wurden, dur ein beweglihes Mienensyiel unterstüßt, zu unmittelbarer, hin- reißender Wirkung gebra<t. Die Dame sang nur in fremden Sprachen; au< an Stelle der vorgesehenen deutshen Lieder von Biahms und Strauß hatte sie Gesänge von Tschaikowsky gesetzt, die ihrer künstlerishen Eigenart offenbar besonders nahe lagen. Die Klaviervorträge von W. Gamaléja im Choral ionsaal ließen am Dienstag wobl etn eifriges te<nis<hes Studium erkennen; darüber hinaus wußte der Pianist wenig zu bieten. Der Geist der Kom- yositionen blieb ihm ztemli<h verschlossen , und so war der Eindru> seines Spiels matt troy der Kraftentfaltung des Klanges. Joseph Schwarz, der bereits seit 1910 hier als ernststrebender Pianist und Musiker bekannt ist, hatte um dieselbe Zeit in der Königlichen Hochschule für Musik sein beträchtliches Können in den Dienst Chopins gestellt. Wenn fein Sptel sich u. a. au< mehr dur< Eleganz, Sicherheit und r1hythmishe Bestimmtheit, als dur< Farbenreihtum auetzeihnet, so fand er bei der Wiedergabe der verschiedenen kleineren Kompositionen des Meisters do fast immer innig empfundene Tône und erntete verdientermaßen reidjen Beifall. Ein etwas weniger überhastetes Zeitmaß wäre bisweilen wünschens- wert gewesen.

er Philharmonische Chor hatte s< für den Mittw oh (Bußtag) in der Philharmonie wiederum, wie im Vorjahre, die Riesenaufgabe gestellt, I. S. Bahs Matthäus-Passion un- ekürzt aufzuführen. Das Werk mußte au< die3mal in zwei Ab- \hnitte geteilt werden, von denen jeder (in etnem Mittags- und Abend- konzert) über zroei Stunden in Anspruh nahm. An die Mitwirkenden und auch an die Hörer wurden dadur ungewöhnliche Anforderungen gestellt. Profeffor Ochs erwies si<h wieder als Dirigierkünstler größten Stils, als er diese Massen von Sängern dem Chor waren noch) 100 Knaben vom Königlichen Hof- und Domchor beigegeben —, und die große Schar der übrigen Mitwirkenden mit fester Hand leitete und ihnen seinen künstlerishen Willen einhau@te. Die Matthäus - Pafsion ohne Striche bringt in überreier Zahl Arien und andere Einzelgesänge. In breiten Strömen ergießen ih diese Soli, denen die Tiefe ihrer Wirkung nit immer entspricht; hie wurden getragen und gehoben dur< die große Kunst der er- lesenen Solosänger, welWe Namen aufwiesen wie: Kammersänger Dr. Matthäus Römer (Evangelist), Professor Johannes Messchaert (Christus), Frau A. Noordewier-Reddingius, Kammersängerin Frau Anna Kämpfert (Sopran), Fräulein Emmi Letisner, Kammersängerin Frau Lula Mys8z- Gmeiner (Alt), die Herren George Meader (Tenor), J. von Raaßzg-Bro>mann, Theodor Heß van der Wyk, N. Harzen-Müller (Baß); eine nie ermüdende Anteilnahme wurde dadur< rege erhalten. Die Chöre wirkten, wenn fie cinsezten, mit ershütternder Gewalt. Diefe wundervollen Klangmassen, bald weich und hingebend in tiefer religiöser Ergriffen- heit, bald in w:ldem Aufruhr dahinbrausend, stiegen in monumentaler Größe auf. Das Philbarmonische Orchester mit seinen hervot- ragenden Solisten übertraf fich selbt; der Musikdirektor Jrrgang deberridite die Orgel. Die wundervolle Wiedergabe dieses gewa 4 efucher unvergeßlih

Werkes war eine künstlerische Tat, die jedem bleiben wird.