1914 / 38 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

lossen; zwei Preise von 10 000 und 6000 Fr. gelangen zur Ver-

lung. —“ Das Programm ist zu erhalten beim Präsidenten der Kommission, im Ministerium des Innern in Brüssel, Rue de Louvain Nr. 3. Es liegt auch beim „Reichsanzeiger“ zur Eins fihtnahme aus.

Theater uud Musik.

Im Köntglihen Opernhause findet morgen, Sonnabend eine Wiederholung von „Figaros Hochzeit“ statt, in den Hauptrollen durch die Damen Denera, Bosetti, Artôt de Padilla, von Scheele- Müller, Lindemann fowie die Herren Hoffmann, Moest als Gast, Henke, Ba@mann, Krasa und Philipp beseßt. Dirigent ist der Kapellmeister Laugs.

Im Königlichen Schauspielhause geht morgen Schillers „Wilhelm Tell“ in Szene. Die Titelrolle spielt Herr Sommerctorff. Außerdem sind in größeren Rollen die Herren Kraußneck, Geisentörfer, Mannstaedt, Zimmerer, Böttcher, von Ledebur und die Damen Schön- feld, von Mayburg, Ressel, Heisler und Gregorow beschäftigt. Franziska Ellmenreih hat ihre künstlerische Tätigkeit am Deutschen Schauspielhause zu Hamburg aufgegeben, um als Nachfolgerin von Nuscha Buye in den Verband des Königlichen Schauspielhauses zu Berlin einzutreten. Schon im März wird Frau Ellmenreich ihre Tätigkeit an der neuen Wirkungsstätte aufnehmen, und zwar zunächst im Rahmen etnes Ehrengastspiels, das ihr Gelegenheit geben soll, sch dem Berliner Publikum in einigen ihrer Individualität besonders zusagenden Rollen zu zeigen. Frau Ellmerreih war {hon in jüngeren Jahren einmal Mitglied des Königlichen Schausvielhauses und dürfte im Berliner Publikum viele alte Freunde und Bekannte finden.

Als aŸtes Stück des Shakespeare-Zyklus geht im Deutschen Theater demnächst „König Heinri der Vierte“, zweiter Teil, neu einstudiert, in Szene.

In der Königlichen Garnisonkirche (Neue Friedrichstraße) veranstaltet der Organist Otto Priebe am Sonntag, Abends 6—7 Uhr, etn gei stliches Konzert unter Mitwirkung der Konzert- fängerin Fräulein Anny Lange (Scpran), der Herren Willi Durra (Bariton), Maximilian Nonis (Violine), Armin Liebermann (Cello), Königlicher Kammervirtuos P. Weschke (Posaune) und eines Posaunen- quartetts. Die Entnahme eines Programms für 10 4 berechtigt zum Eintritt. Die Kirche wird um 5 Uhr geöffnet.

E

(Der Konzertbericht befindet sih in der Dritten Beilage.)

Mannigfaltiges. Berlin, 13. Februar 1914.

Auf der Tagesordnung der gestrigen Sitzung der Stadt- verordneten stand zunächst ein Antrag der Stadtv. Dr. Arons und Genossen, betreffend die Auflösung des Kuratoriums der städti - schen Heimstätten. Nah dem Antrage soll die Verwaltung der Héetimstätten der Deputation für die städti1hen Krankenanstalten unter- stellt und leßtere eventuell durch ¿wei Magistratsmitglieder, vier Stadt- verordnete und einen Bürgerdeputierten vermehrt werden. Der An- trag wurde nah eingehender Beratung einem Auäs{chuß überwiesen. G9 folgie die Berichterstattung des Stadtv. Sonnenfeld über den cinem Auéschusse zur Vorberatung überwiesenen Antrag der Stadtvv. Dr. Arons und. Genossen, betreffend die Bewilligung von 500 000 4 zur Unterstüßung der Arbeitslosen. Der Antrag ist in drei Sißungen vom Ausschusse eingehend erörtert worden und hat \chließlich dahin geführt, daß der Ausschuß folgende Beschlußfassung empfahl : „Die Versammlung wolle beschließen, den Antrag Dr. Arons und Genossen abzulehnen. Sie ermächtigt jedo den Magistrat aus Kapitel V, Abteilung 1, Titel T1 Nr. 3 des Stadthaushaltsetats 300000 Æ# zur Gewährung von unverzinslihen Dar- lehen an Personen, welche infolge des wirtschaftlichen Niederganges in vorübergehende Not geraten find, zu ver- wenden. Vorausseßung der Bewilligung der Darlehen ist etn einjähriger Aufenthalt in Berlin. Ste sollen in der Regel nur ver- heirateten und solhen anderen Personen gewährt werden, welche eine Familie zu unterhalten haben und fortlaufende Armenunterstüßzung nicht beztehen. Der Betrag der Darlehen, welche an eine Person ge- geben werden, darf 40 4 im Gesamtbetrage nicht übersteigen. Wegen

Theater. Königlihe Schauspiele. Sonn-

abend: Opernhaus. 33. Abonnementsvor- stellung. Figaros Hochzeit. Komische Oper in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Text nach Beau- marchais, von Lorenzo Daponte. Deutsche Veberseßzung revidiert von ( LODI, Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Lags. Regte: Herr Oberregisseur Droescher. (Figaro: Herr Moest vom Köntglichen Theater in Hannover als Gast.) Anfang

Bernauer und Schanzer.

Mai. Montag einst im Mai.

Straße.

Berliner Theater. Sonnab., Abends

8 Uhr: Wie einst im Mai. Gesang und Tanz in vier Bildern von

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Große NRofinen. Abends: Wie einst im

und folgende Tage:

Theater in der Königgräßer Sonnabend, Abends 8 Uhr:

der Rückzahlung der Darlehen \ind angemessene gee zu berein- baren. Die weitere Ausführung diefes Beschlusses wird der ge- mischten Deputation zur Beratung von Maßregeln zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit übertragen. Ferner ersucht die Versammlung den Magistrat, die Verwaltung der \tädtishen Rieselgüter zu beauftragen, einmal Arbeitslose gegen den ortsüblihen Tagelohn in möglichst großem Umfange zu beschäftigen, dann auch etnen Organisationsplan in bezug auf die Kolonisation s\tädtisher Oedländereien vorzubereiten, nah welhem in Betten von Arbettslosigkeit Arbeitslose in größerem Umfange als bisher auch in diesem Geschäftszweige der städtishen Verwaltung Beschäftigung finden können.“ Nach längerer Aussprache wurde der Antrag des Aus\{usses mit großer Mehrheit angenommen. Ein Teil der sonst noch zur Be- ratung stehenden Gegenstände wurde von der Tagesordnung abgeseßt. Bet einer Abstimmung stellte sich nämli heraus, daß die Versamm- lung inzwischen beschlußunfähig geworden war.

Wie „W. T. B.* von zuständiger Seite erfährt, verbot die Generalinspektion des Militärverkehrswesens wegen der erneuten Unglücksfälle auf dem Flugplaß Johannisthalk den auf den Flugplaß kommandierten Offizieren das Fliegen auf diesem Plate fo lange bis Maßnahmen getroffen sind, die die Gewähr geben, daß fh folhe Vorkommnisse nit wieder ereignen.

Am Dienstag, den 17. Februar, Abends 8 Uhr, veranstalten die Bezirksgruppen: Berlin 8., SO. und SW. des Deutschen Flotten - vereins im großen Saale der Kammersäle (Teltower Straße 4) eine Festversammlung. Der Major a. D. Langheld wird über das Thema: „Erlebnitisse in Deutschostafrika und Kamerun“ unter Vorführung von Lichtbildern sprechen. Außerdem findet Militärkonzert, ausgeführt von der Kapelle des Gardeshüßen- bataillons und zum Schluß Tanz statt. Eintrittskarten für Mit- glieder zum Preise von 50 4 (Nichtmitglieder 75 s) find auf dem Geschäftszimmer des Hauptausschusses (Schöneberger Ufer 30) zu haben. Der U-bershuß des Festes ist für das Seemannserholungs- heim Kaiser Wilhelm- und Kaiserin Auguste Viktoria-Stiftung in Klein Machnow bestimmt.

Die Deutsch-Südamerikanische Gesellschaft veranstaltet am Montag, den 16. Februar, Abends 8F Uhr, im Hörsaal des Königlihen Museums für Völkerkunde (Königgrätzer Strraße 120) einen Vortragsabend. Der Oberst Gaelzer Netto wird über „Brasilien, Land und Leute und seine natür- lihen Neichtümer“ (mit Lichtbildern) \sprehen. Gäste, auch Damen, sind willkommen.

Am Sonntag, den 22. ad Nachmittags 47 Uhr, findet in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses (Prinz Albrecht- straße 5) ein Wohltätigkeitsfest statt, zu dem auch Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Friedrih Wilhelm von Preußen ihr Eischeinen in Aussicht gestellt haben. Der Ertrag ist dem Kinderheim Pobloß in Pommern zugedaht, in dem ge- fäßrdete und verlassene Kinder der Großstadt hauptsählich von Berlin Aufnahme und Erziehung finden. Für den Konzertteil hat u. a. auch die Königliche Kammersängerin Frau Lilli Lehmann ihre Mitwirkung zugesagt.

Cottbus, 13. Februar. (W. T. B.) Beim Nangieren wurde gestern mittag der Rangierer Reichelt überfahren und auf der Stelle getötet. Einige Stunden später fiel der Hilfs\chaffner Kossick beim Betätigen einer Bremse herab und kam unter die Räder. Auch er wurde getôötet. Beide Verunglückte waren ver- heiratet. Kossick hinterläßt au Kinder.

Wien, 12. Februar. (W. T. B.) Auf Veranlassung der sozial- demokratischen Partei veranstalteten 2000 Arbeitslo se heute vor- mittag einen stillen Kundgebungszug vom Schwarzenbergplatz bis zum Rathaus. Am Zuge beteiligten sich auch zahlreihe Mit- glieder des Neichsrats, des Landtags und der Gemeindevertretung.

Ge-

Scnntag, Nachmittags 3 Uhr: Die

schäft ist Geschäft. Abends: beiden Leonuoren. Montag: Was ihr wollt.

Charlottenburg. Sonnabend, Nac- mittags 34 Uhr: Zopf und Schwert. Lustspiel in fünf Aufzügen von Karl Gußkow. Abends 8 Uhr: Weh dem, der lügt! Lustspiel in fünf Aufzügen von Franz Grillparzer.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Anu- dreas Hofer. Abends: Rosen- montag.

Montag: Weh?' dem, der ligt!

Posse mit Gretl.

Gretl.

Wie liege.

Fliege. Montag

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Orpheus in der Unterwelt. Abends: Prinzeß.

Montag und folgende Tage: Prinzeß

Lusispielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die spanische Schwank in drei Akten von Franz und Ernst Bach.

Sonntag, Nachmittags 3} Uhr: Char- leys Tante. Abends : Die spanische

und folgende

f

Die Zugänge zum Parlament und dem Rathaus waren bon einer Polizeikette abgesperrt. Die Kundgebung verlief vollkommen ruhig. Um 11 Uhr löste fih der Zug auf, ohne daß es zu Störungen g2- kommen wäre.

Lemberg, 12. Februar. (W. T. B.) Die Polizei mußte heute geaen die Arbeitslosen einschreiten, die in mehreren Stadt, teilen Ausschreitungen verübten. Mehrere Personen wurden ver, haftet. Die Marktpläze werden polizeilih bewacht.

London, 13. Februar. (W. T. B.) Die „Morning Post“ meldet aus Peking vom 12. d. M.: Die Standard Oil Coms pany hat mit der cinesishen Regierung einen Vertrag ges{lossen, wonach sie das Necht erwirbt, Oel felder im nördlichen China, haupt\ächlih in der Provinz Schensi, zu erforschen. Sollten die Er, gebnisse eine Ausbeutung rechtfertigen, so wird die Standard Oil Company eine chinesisch-amertkanische Gesellschaft gründen, an der die cinesishe Regierung beteiligt sein wird. Das chinesishe Publikum soll Anteile erwerben dürfen, vorausgeseßt, daß die Standard Oil Company ein kontrollierendes Interesse behält.

Birmingham, 12. Februar. (W. T. B.) Die von Carnegie gestiftete Bibliothek in Northfield bei Birmingham ist heute früh niedergebrannt. Es {eint ein Anshlag von An- hängertnnen des Frauenstimmrehts vorzuliegen. Der Türhüter im Hause des verstorbenen Arthur Chamberlain, des Bruders von Joe Chamberlain, fand heute morgen ein mit Pulver gefülltes Gasrohr mit einer Zündschnur, die dur etne Lampe hatte entzündet werden sollen, die allerdings ausgegangen war. In der Nähe lag eine Postkarte an den Minister des Innecn, an- scheinend von Anhängerinnen des Frauenstimmrechts her- rührend, mit der Bemerkung, daß der Krieg8szustand fortbestehe.

New York, 13. Februar. (W. T. B.) Infolges der andauernd strengen Kälte sind aht Personen erfroren.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Rom, 183. Februar. (W. T. B.) Essad Pascha ‘ist hier eingetroffen und am Bahnhof von Vertretern der Minister des Aeußern und des Krieges sowie von Mitgliedern des

italienish-albanesishen Aus\husses empfangen worden.

New York, 13. Februar. (W. T. B.) Nach eiñem Telegramm aus Mexiko haben die Aufständischen bei Los Canoas in der Nähe von Cardenas einen Personenzug in die Luft gesprengt. Fünfzig Mann Bundestruppen und eine An zahl Reisender wurden getötet. Jm Falle eines entscheidenden Sieges der Aufständischen bei Torreon werden in der Haupt stadt Unruhen befürchtet. Die europäishen Kolonien haben Verteidigungsmaßnahmen eingeleitet. Flinten und Maschinen

gewehre sind in die englische Gesandtschaft geschafft worden.

Tokio, 13. Februar. (W. T. B.) Eine etwa tausend Personen zählende Menge veranstaltete um Mitternacht eine Kundgebung in dem unteren Teile der Stadt. Ein Polizei: aufgebot von 500 Mann zerstreute die Menge und nahm 200 Verhaftungen vor. Die Behörden sind offenbar entschlossen, alle Straßenkundgebungen streng zu unterdrücken.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

Bechstein-Saal. Sonnabend, Abends

74 Uhr: Liederabend von Oscar Seelig. Am Klavier: Anuita von Hillern-Flinsch.

E 22D

Zirkus Schumann. Sonnab., Abends 74 Uhr: Große Galavorstellung. Vorzüiglihes Programm. Zum Schluß: „Tipp“', der Derby-Favgorit 1914.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr und Abends 7} Uhr: ® große Galavor- stellungeu. In beiden Vorstellungen:

Tage: Die

74. Uhr.

Schauspielhaus. 45. Abonnementsvor- stellu"g. Wilhelm Tell. Schauspiel in 9 Aufzügen von Friedrih Schiller. Negte : Herr EGggeling. Anfang 7F Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 34. Abonne- mentsvorstellung. (Gewöhnliche Preise.) Dienst- und Freipläßze sind aufgehoben. Der fliegeude Holländer. Romantische Over in drei Akten von Richard Wagner. Anfang 7{ Uhr.

Schauspielhaus. 46. Abonnementt vor- stellvyng. Dienst- und Freipläge find auf- ehoben. Die Neuvermählten. Schau- spiel in zwet ug aen von Bijörnstjerne Björnson. Deut|ch von Julius Elias, Text der großen Gesamtausgabe. Die ärtlicen Verwandten. Lustspiel in rei Aufzügen von NRoderich Benedix. Anfang 7} Uhr.

Deutsches Theater. (Direktion: Max Meinhardt.) Sonnabend, Abends 7x Uhr: Shakespeare - Zyklus: Ein Sommer- nacchtstraum.

Sonntag: Romeo und Julia.

Montag: Der Kaufmauu Venedig.

Kammerspiele.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Wetter- leuchten.

Sonntag: Der Snob.

Montag: Wetterleuchteu.

vou

Komsdienhaus. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Kammermusfik. Lusispiel in dréi Akten von Heinrih Ilgenstein.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Film- zauber. Abends: Kammermusfik.

Llgutag und folgende Tage: Kammer- musik.

Zum S590. Male: Die Krounbraut. Ein

Märchensptiel tn sechs Bildern von August

Strindberg. Mußk von August Enna. Sonntag: König Richard Uxx. Montag: Braud.

Deutsches Künstlertheater (So- zietät). (Nürnbergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologischen Garten.) Sonnabend, Nachmittags 3F Uhr: Peterchens Mond- fahrt. Abends 8 Uhr: Das Phautom. Komödie in 3 Akten von Hermann Bahr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Rose Bernd. Abends: Der Vogen des Odysseus.

Lessingtheater. Sonnabend, Abends 73 Uhr: Zum ersten Male: Liliom. Eine Legende von Franz Molnär.

Sonntag, Nathmittags 3 Uhr: Pro- fefsor Bernhardi. Abends: Liliom.

Theater an der Weidendammer

Brücke. Sonnakend, Abends 8 Uhr: Wer zuleht lacht . . . ! Posse mit Gesang und Tanz von Arthur Lippshiy und A. Bernstein - Sawersky. Musik von Leon IJIessel.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (halbe me und Res 8 Uhr: Wer zuleht lat ...

Montag und folgende Tage: Wer zuletzt lacht . ..!

Schillertheater. 0. (Wallner- theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Wes ihr wollt. Lusispiel von William Shakespeare.

Deutsches Opernhaus. (Char- lottenburg, Bismarck - Straße 34—37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonnabend, Abends 7 Uhr: Parfifal. Ein Bühnen- weihfestspiel in drei Aufzügen von Richard Wagner.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Abends: Mandragola.

Montag: Die Jüdin.

Montis Operettentheater.(Früber: Neues Theater.) Sonnabend, Abends 73 Uhr: Zum ersten Male: Jung Englaud. Operette in drei Akten von Nud. Bernauer und Ernst Welish. Musik von Leo Fall.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die S UNRAUE, Abends: Jung Eug- and.

Montag und folgende Tage: Jung England.

Theater des Westens. (Station: Boorogier Garten. Kantstraße 12.) onnabend, Abends 8 Uhr: Polenblut. Bperette in drei Akten von Oskar Nedbal. Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Gräfin Fifi. Abends 8 Uhr: Polenblut. ere 00 und folgende Tage: Polen- ut.

Theater am Nollendorfplaß. Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Die Schiffbrüchigen. Abends 8 Uhr: Prinzeß Greil. Operette in dret Alten von A. M. Willner und Rob. Bodanzky. Musik von Heinrih Reinhardt.

spanische Fliege.

Residenztheater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Hoheit der Frauz! Musi- N Groteéke in drei Akten von Artur Landsberger und Willi Wolff. Musik von Robert Winterberg.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Gretéehen. Abends: Hoheit der Franz!

Montag und folgende Tage: Hoheit der Franz!

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Tangoprinzessin. Posse mit Ge- sang und Tanz in dret Akten von Jean Kren und Curt Kraag. Gesangstexte von Alfred Schönfeld.

Sonntag und folgende Tage: Die Taugoprinzesfin.

Trianontheater. (Georgenstr., nahe Bahnhof Friedrichstr.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Anatoles Hochzeit.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Liebe wacht. Abends: Anatoles Hochzeit.

Montag und folgende Tage: Anatoles Hochzeit.

Konzerte.

Vingakademie. Sonnabend, Abents 8 Uhr: S. Konzert von Louis Pécskai On Am Klavier: Marcel van

ool.

das große Spezialitätenprogramm.

Pirkus Busch. Sonnabend, Abends 73 Uhr: Große Galavorstellung. Auftreten sämtlicher Spezialitäten. Zum S&luß: Die große Prunk- pantomime: Vombveji. ;

Sonntag, Nachmittags 3} Uhr und Abends 7FUhr: ©® grofte Vorstellungen.

Familiennachricten.

Gestorben: Hr. Generalleutnant z. D. Hannibal Burggraf und Graf zu Dohna Schlodien (Weimar). Hr. Wirklicher Geheimer Oberregterungörat Nobert Thomé (Bonn). Hr. Major a. O. Ludwig von Martiy (Schömberg bei Wildbad). Verw. Fr. Pastor Henriette- Hedwig Kellner, geb. Löschke (Schwirz, Kr. Namélau). ODiakonisse Marie von Nichter (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Hei dri ch) in Berlin.

Druck der Norddeutshen Buchdrukerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32. Zehn Beilagen (eins{chließlich Börsenbeilage und Waren-

zeichenbeilage Nr. 15A u. 15 B).

| | Erfte Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

1914.

: Berlin, Freitag, den 13. Februar

Marofkkanische Vergordnunug.

Règslement sur les mines du Maroe. Titre I. Dispositions générales, Article 1. Le présent dahir a pour objet de détorminer les conditions de la recherche et de l’exploitation des mines dans l’Empire chéritfien, tant Par les suJjets marocains que Par les étrangers,

Article 2.

Sont considérés comme mines pour l’appli- cation du présent dahir, les gîtes naturels de substances minérales et fossiles suivantes:

Minerais d’où s’extraicnt tous métaux ou combinaisons métalliques; minerais de soufre ou dl’arsenic; sels solubles ou associés à ces divers minerais;

Graphites et combustibles fossiles, à l’exclu- sion de la tourbe, hydrocarbures libres ou incorporés à des gangues ;

Terres rares, telles que celles du zirconium. thorium et cérium ; /

Nitrates, borates et secls associés;

Phosphates;

Sels gemmes et doe potasse et autres gels aSssOoCciés ;

Sources et eaux salées souterraines d’où l’on peut extraire du 8el.

Le droit d’exploiter ces substances ne peut ôtre acquis qu’en vertu d’un permis accordé dans les formes prévues au Titre IIT du présent dahir, après institution préalable d’un permis de recherche exclusíif délimitant les droits de l’explorateur conformément aux dispositions du Titré II.

Les permis de recherche et d’exploitation donnent droit dans les limites de leur périmètre, et indéfiniment en profondeur, à toutes les Ssubstances classées dans les mines gous réserve des dispositions relâtives aux nitrates. Phosphates, sources et eaux salées souterraines, sels gemmes et de potasse, prévues à l’art. 51 Ci-après.

Articlo 3,

Sont considérés comme carrières les gîtes de substances minérales non classées dans los mines, notamment les gîtes de matériaux e construction, d’empierrement et d’amendements pour la culture des terres,

L'exploitation des carrières ainsi que des tourbières est laiassée à la disposition des pro- priétaires du Bol; elle est soumise à des réglements de police pour assgurer la sécurité.

Le Maghzen aura le droit, pour l’exécution des travaux d’utilité publique, d’exploiter on de faire exploiter les carrières appartonant à des particuliers, en conformité des règlements 8ur les carrières et sur les occupations tem- Poraires.

Article 4, sur la classification dun. eite 11 Gat rendu sur avis

En cas de contestation légale d’une subetance ou statuó Par un dahir chérifien conformo du service des mines.

Article 5. Les permis de recherche ot d’exploitation accordés en vertu du prósent dahir ne peuvent faire obstacle aux droits coutumiers dont

Jouiraient les indigènes, pour lextraction de

certaines substances. "Toutefois, les titulaires de permis d’exploitation peuvent être affranchis, pour tout ou Partie de leur périmètre, de ces droits coutumiers, moyennant le paiement, aux intéressés d’une indemnité qui, à défaut d’entente amiable, sora fix¿e par dahir chérifien rendu sur avis conformo du sorvicso des mines, Article 6.

En cas de retard ou d’interruption dans lexercice des droits à eux reconnus par les Titres IT ot IIT par suite de difficultés qui ne Seralent pas de leur fait, les obligations des intéressés envers le Maghzon, apròs díes

Justifications fournies par eux en temps utile,

Ssoront, atlspendues poendant la durées de ce retard ou de cette interruption, et les intéressés auront droit, s’ils lo demandent à uno proro- Zation de lours droits pour une durée égale à colle de ces roetards ou interruptions.

Articlo 7.

La recherche et l’exploitation des minoes Peuvent être effectuces dans les conditions six¿es au présent dalir, par tout individu ou Par toute société régulièrement, constituée.

Tes demandes présentées au nom d’uno Bociété ne sont, recevables que si ellos sont accompagnées des pièces justifiant do la con- Stitution légale de la Socióté.

Articlo 8.

Tout, individu ou le mandataire qu’il aurait régulièremont constitué pour agir en son lieu et place, ainsií que le représentant que toute Société est tenue de désigner, doivent, pour Vapplication du présent dahir, avoir fait et notifió au Service des mines élection do domicile au Maroc dans l’'une des villes gui- Vantes, à savoir: les ports ouverts au com- mmerce extérieur et les villes de Fès, Marralkech, Meknes et Oudjda ainsí que toutes autres villes qui seraient ultérieurement désignéas Par décision du Maghzoen,

Veberseßzung. Marokkanische Bergordnung. Titel I. Allgemeine Bestimmungen. Artikel 1.

Das vorliegende Dahir hat den Zweck, die Be- dingungen festzulegen, unter denen marokkanische sowie ausländishe Staatsangehörige die im \cherifi- hen Neiche gelegenen Mineralien aufsuhen und gewinnen dürfen.

Artikel 2,

Als Mineralien im Sinne des vorliegenden Dahirs find anzusehen die natürlichen Ablagerungen von folgenden mineralischen und fossilen Substanzen :

Erze, aus denen gediegene Metalle und Metall- verbindungen gewonnen werden; Schwefel- und Arfenikerze; löélihe Salze und Verbindungen dieser Salze mit den genannten Erzen ;

Graphite und brennbare Fossilien mit Aus\{luß des Torfs, ferner Bitumen in festem, flüssigem und gaéförmtgem Zustand;

Seltene Erden, wie diejenigen des Zircons, des Thors und des Cers;

Nitrate, Borate und verwandte Salze;

Phosphate;

Stein- und Kalisalze und andere verwandte Salze;

Solquellen, aus denen \sich Salz gewinnen läßt.

Das Necht zur Gewinnung dieser Substanzen kann nur auf Grund eines Berechtigungsscheines er- worben werden. Der Berechtigungs\chein ist in der in Titel TIT des vorliegenden Dahtrs vorgesehenen Form auszustellen. Er kann nur gewährt werden nach vorheriger Grtetlung eines Schürfschetnes, in dem unler Aus\chluß der Nechte anderer die Rechte des Schürfers gemäß den Bestimmungen des Titels 11 genau abgegrenzt sind.

Die in den Shürf- und Bergbauscheinen gewährte Befugni3 ist in dem Felde auf das in den Scetnen bezeichnete Gebiet beshränkt, nah der Tiefe zu un- beschränkt, und erstreckt sich auf alle in diesem Artikel aufgeführten Substanzen unbeschadet der in Artikel 51 des vorliegenden Dahirs festgesetzten Be- stimmungen für Nitrate, Phosphate, Solquellen, Stein- und Kalisalze.

Artikel 3.

Unter Steinbrüchen sind die Ablagerungen der im vorhergehenden Artikel nicht aufgeführten mineralischen Substanzen zu versiehen, insbesondere Ablage- rungen von Materialien sür Bau-, Wegebau- und Düngerzwecke.

Die Ausbeutung der Steinbrüche ebenso wie der Torfstehereien bleibt dem Etgentümer des Grund und Bodens vorbehalten. Sie ist sicerheitspolizei- lihen Verordnungen unterworfen.

Der Maghzen kann zur Ausführung von Arbeiten im öffentlichen Interesse die Privatpersonen ge- hôrigen Steinbrüche gemäß den Reglements über die Steinbrüche und über vorübergehende Besiyzergrei- fung ausbeuten oder ausbeuten lassen.

Artikel 4.

Im Falle einer Meinungsverschiedenheit über die aesetzmäßige Klassifizierung einer Substanz oder einer Ablagerung wird die Gntscheidung auf ein Gutachten der Bergbehörde durch ein scherifises Dahir getroffen.

lvtitel 9,

Durhch die auf Grund des vorliegenden Dahirs ausgestellten Shürf- und Bergbausceine bleiben die den Eingeborenen zur Gewinnung gewisser Sub- stanzen zustehenden agewohnheitsrechtlihen Befugnisse unberührt. Jedoch können die Inhaber eines Berg- bauscheins diese Besugnisse für die'ganze Ausdehnung oder für einen Teil ihres Feldes durch Zahlung einer Entschädigungssumme ablöfen, die in Er- mangelung gütliher Verständigung auf ein Gut- achten der Bergbehöcde durch s{erifis@es Dahir fest- gese8t wird.

Artikel 6.

Falls in der Ausübung der den Beteiligten dur die Titel 11 und Ill zuerkannten Nechte infolge von Schwierigkeiten, die nicht ron ihnen vers{uldet sind und rechtzeitig nahgewiesen werden, eine Verzöge- rung oder Vnterbrehung eintritt, ruhen ihre dem Maghzen gegenüber eingegangenen Verpflihtungen für die Dauer der Verzögerung oder der Unter- brechung; auf ihren Antrag müssen die ihnen zuer- fannten Nechte um einen der Verzögerung oder UnterbreGung entfprehenden Zeitraum verlängert werden,

Artikel 7.

Jede Person oder jede ordnungsgemäß errichtete Gesellschaft kann unter den in dem vorliegenden Dahir festgeseßten Bedingungen \{chürfen nnd Bergbau ti eiben.

Die im Namen einer Gesellschaft gestellten An- träge können nur dann zugelassen werden, wenn ihnen die Nachweise über die gesezmäßige Errihtung der Gesellschast beigefügt find.

Artikel 8,

Jede Person oder der von thr ordnungsmäßig be- stellie Bevollmächtigte ebenso wte der von jeder Ge- fellshaft zu benennende Vertreter müssen, damit das vorltegende Dahir Anwendung finden kann, in einer der nachstehend bezeihneten Städte Marokkos einen Wohnsiß gewählt und der Bergbehörde anaezeigt haben: die dem ausländischen Handel geöffneten Häfen sowie die Städte Fez, Marrake\{, Meknes und Oudjida, desgleichen alle anderen Städte, die späterhin dur eine Entscheidung des Maghzen bez zeihnet werden sollten,

Toutes notifications relatives à l’application du présent dahir, seront valablement faites aux intéressés au domicile ainsi ¿élu; à défaut d’élection de domicile, notification en sera valablement faite au représentant du Maghzen dans celle des localités ci-dessus la plus rapprochée du centre du carré qui délimite, d’après le permis originel, le périmètre des recherches,

Article 9.

Les fonctionnaires du Gouvernement ché- rifien et les fonctionnaires français à quelque class0 qu’ils appartiennent ainsi que leurs Parents jusqu’au second degré, ne peuvent, dans le zône du protectorat, obtenir, directe- ment, ou indirectement, le droit de rechercher ou d’exploiter les mines, ni devenir man- dataires ou représecntants des intéressóés dans ces affaires.

Tous actes faits en opposîtion position sont nuls et de nul effet.

à cette dis-

Titre II. Des recherches. Article 10.

Les recherches de mines sont libres dans toute la zône du protectorat français sous l’observation des dispositions du présent règlement, sans que l’explorateur puisse disposer des substances classées dans les mines, abattues dans ses travaux, à moins d’avoir obtenu un permis exclusif de recherche dans les conditions

, , .

Pprévues au présent titre.

Article 11.

Le droit exclusif de recherche, en périmètre rèserve, S'acquiert à la priorité de la demandoe regulière en la forme qui en a été’ remise au Service des mines,

Article 12.

Le périmètre réservé est un carré défini Par 800 centre et par la longueur de ses côtés. lesquels seront toujours orientés suivant les directions Nord-Sud et Est-Ouest; la longueur des dits côtés étant fixée par l’'intéressé, mais devant être comprise entre un Kilomètre et quatre kilomètres. Dans le cas toutefois le carré ainsi tracé serait recounu, soit au moment, même de linstruction de la demande, s0it après coup, recouper un autre carré faisant V’object d’un permis antérieur, la limite des deux champs de recherche entre les deux points d’intersocction sera représentée par lo périmètre du carré ancien et non par celui du carré nouveau, de manière à éviter, en tout état do cause, tout cmpiètement de celui-ci sur le précédenut,

A toute époque, le titulaire du pPpermis nouveau pourra demander au Service des mines de procéder suivant le principe ci-dessus à la délimitation de son champ de recherche, et des champs de recherche voisin, à condition de gupporter les frais de Llopération, ect de consigner d’avance, à la Banque d’Etat, à titre provisionnel, la somme qui sera fixée dans chaque cas, par le service des mines.

Article 13.

Toute demande de permis de recherche doit, à peine de mnullité, être précédée par la désignation matérielle sur le sol du centre du périmètre demandé.

A cet effet, il doit êôtre établi, au centre du carré, un Signal, avec une inscription faisant, connaître la date de la pose du signal, le côtó du carré ct le nom dn demandour.

Loe signal doit être maintenu en bon état pendant toute la durée du permis,

Articloe 14.

Pour être roecevable, la domande doit faire connaître :

Les nom, prénoms, profession ct domiecile du demandeur, ainsí qu’éventuellement du représentant qu’il aura à ce spécialement mandaté; et, pour une Société, sa désignation et le domicile élu de son représentant.

Une déclaration du demandeur certifiant la pose du signal et indiquant la date à laquelle il a été posé.

Toutes pièces être

justificatives doevront

jointes pour établir l’identité et le domicils des J} |

individus intervenant comme demandeurs on représentants, et la validité du mandat pour ces derniers.

A la demande doivent être annexés:

Un exemplaire de la partie utile d’une carto publiée au Maroc, au 1: 250,000 au moins, ou, à défaut, la reproduction à cette ¿chelle, au moins, d’une carte publice à ITléchelle doe 1 : 500,000 au moins, avec la représentation du périmètre sollicité et des coordonnées définis- Sant s0n centre.

Des Plans et crogquis dúment orientés à l’échelles de 1: 10,000 répétant les mêmes in- dications et les compétant autant que de besoin en ce qui concerno le repérage du contre par rapport aux points fixes les plus voisins.

Et, enfin, un récépissé constatant le versemont à la Banque d’Etat d’unes s0mme êgale à la redevance superficiaire due pour la premidre annése de recherche. G

Pour chaque périmètre sollicité, il doit être présenté une demande distincte,

Article 15. La doemande doit être déposée au Bureau du Zorvice des mines et enregistrée immédiatoment

Alle auf die Anwendung des vorliegenden Dahirs sich beziehenden Zustellungen an die Beteiligten sind als gültig anzusehen, wenn sie an dem so gewählten Wohnsiß erfolgen; unterbleibt die Wahl eines Wohn- sißes, so werden gültige Zustellungen an denjentgen Vertreter des Maghzen bewirkt, welcher in der dem Mittelpunkt des Schürffeldes nach dem ursprüng- lichen Erlaubnisshein zunächst gelegenen der oben erwähnten Ortschaften seinen Sitz hat.

Artikel 9.

Beamten der \cherifishen Regierung sowie fran- zösischen Beamten jedweder Kategorie und ihren Ver- wandten bis zum zweiten Grade ist in der Pro- tektoratszone direkt oder indirekt die Befugnis zum Erwerb von Schürf- und Bérgbaurehten versagt. Auch dürfen sie nit als Bevollmächtigte oder Ver- treter der am Bergbau Beteiligten auftreten.

Alle Handlungen, die diesen Bestimmungen zu- widerlaufen, find null und nichtig.

Titel 11, Vom Schürfen. Artikel 10.

Das Schürfen ist unter Beobachtung der im vor- liegenden Reglement enthaltenen Bestimmungen in der ganzen französischen Protektoratszone gestattet. Der Schürfer kann jedoch über die im Verlauf seiner Arbeit gewonnenen Subjtanzen, soweit sie zu den in Artikel 2 aufgeführten Mineralien gehören, niht verfügen, es sei denn, daß er fi im Besiße eines die Nechte anderer auéschließenden, nah den Bestimmungen des vorliegenden Titels aus- gestellten Schürfscheins befindet.

Artikel 11.

Für den Erwerb eines aus\{[ießlichen Schürf- rets in abgestecktem Felde ist der Zeitpunkt des (Fingangs des formgerecht gestellten Antrages bei der Bergbehörde nah dem Grundsay der Priorität ent- \cheidend.

Artikel 12,

Das abgesteckte Feld {ft ein durH seinen Mittel- punkt und die Länge setner stets von Norden nah Süden und Osten nah Westen orientierten Seiten bestimmtes Quadrat; die genaue Länge der Seiten festzuseßen bleibt dem Beteiligten überlassen; sie müssen jedo mindestens ein und dürfen höchstens 4 Kilometer lang sein. Wenn sich indes bet der Prüfung des Antrags oder später heraus{tellt, daß das so abgesteckte Quadrat ein anderes Quadrat überschneidet, auf das ein früherer Shürf\chein lautete, so wird die Grenze der beiden Sürffelder zwischen den beiden Schnittpunkten durch die Grenze des alten und nicht des neuen Feldes gebildet, sodaß eine Be- einträchtigung des früheren Rehts dur das spätere auf jeden Fall vermieden wird.

Der Inhaber des neuen Schürfscheines kann jeder- zeit bei der Bergbebörde die Absteckung setnes Schürffeldes und der benahbarten Schürffelder na Maßgabe des vorerwähnten Grundsaßes beantragen, bvorausgefeßt daß er tie Kosten hterfür trägt und im voraus bet der Staatébank cine Summe einstweilen hinterlegt, deren L in jedem einzelnen Fall von der Bergbehörde festyeseßt wird.

Artikel 13,

Jedem Antrag auf Erteilung eines Shürfscheins hat, bet Vermeidung der Ungültigkeit, auf dem Grunde selbst eine sichtbare Bezeichnung der Mitte des be- gehrten Feldes vorherzugehen.

Zu diesem Zwecke ist in der Mitte des Quadrats ein Shürfmerkmal mit einec Inschrift anzubringen, welche das Datum der Aufstellung des Schürfmerk- mals, die Seitenlänge des Quadrats und den Namen des Antragstellers angibt.

Dieses Schürfmerkmal ist während der Dauer der Gültigkeit des Schürfscheins in gutem Zustande zu

erhalten. Artikel 14,

Der Antrag muß enthalten :

Den Namen, Vornamen, Beruf und Wohnort des Antragstellers sowie des etwaigen zu diesem Zwecke eigens bestellten Vertreters, und, bet einer Gesellschast, die Bezeichnung sowie den gewählten Wohnort thres Vertreters:

eine Erklärung des Antragstellers über die Er- rihtung des Schürfmerkmals und das Datum der Errichtung. Die Nachweise über die Identität und den Wohnort der Antragsteller oder threr Vertreter so- wie über deren Vollmacht müssen beigefügt fein.

Ferner sind dem Antrag beizufügen:

ein Exemplar des betreffenden Abschnitts einer in Marokko veröffentlichten Karte, im Maßstab von wenigstens 1 : 250 000, oder, in Ermangelung dessen, die Wiedergabe ciner Karte, die im Maßstabe von wenigstens 1 : 500 000 veröffentliht ist und in welche das begehrte Feld sowie die bestimmenden Koordi- naten seines Mittelpunktes eingezeichnet \ind;

Pläne und Skizzen, im Maßstabe von 1 : 10000 nah den Himmelsrichtungen richtiggestellt, welche die gleichen Angaben enthalten und sie ergänzen, soweit dies durch Einmessung des Mittelpunkts auf die a H natürlichen Firpunkte im Gelände erforder- i) Ut; etne Quittung über die Einzahlung einer der Schürfgebühr des ersten Jahres der Schürfung eut- enen Summe an die marokkanische Staats- anf.

Für jedes begehrte Feld ist ein besonderer Antrag zu stellen.

Artikel 15, Ver Antrag ist im Bureau der Bergbehörde eln-

zureichen und dort sogleich in ein besonderes Re-