1914 / 85 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

S standes

3 zur

von James Cook

lernten. Die Naelse ne. j) j der Erdoberflähe so-

hat Erweiterung der Kenntnis l f viel beigetragen, daß dieser eine Ruhwestitel überhaupt nit besonders ins Gewicht fallen könnte. Auch die Gntdeckuna der Hawaiinseln, wo Cook auf \einec dritten Weltreise von Eingeborenen ermordet wurde, wird ihm jeßt aberfannt. Nach der Bekundung von Basßil Thomson in der Londoner Geograpbischen Gesellichaft befindet sib in den Archiven des Spanischen Kolonialamts eine Manusfkript- karte, auf der die Hawaiinseln bereits verzeichnet sind und außerdem der Vermerk gemacht ist, daß sie von Juan Gaetano entdeckt und Jslas de Mesa (Tiscinseln) benannt wurden. Uebechaupt soll im 7. und 18. Jabrhundert in jedem Sommer von Manila aus eire jallione naÿ Amerika gesegelt sein, die in ihrem Kurs etwa den 30. Breitekreis verfolgen follte. Bei der häufigen Wiederholung folher Fabrten erscheint es in der Tat undenkbar, daß keine von ihnen Auffindung der Infelgruppe geführt baben follte.

kennen

aelt

Das Gesamtiliht des Sternenbimmels. Wenn der Mond nick&t am Himmel steht gilt tie Nacht als dunkel, au wenn die Luft véllig klar ist und die Sterne in ungetrübtem Glanz sichtbar fi Eine merkliche Erhellung der Erde dur die Sterne allein ift für unsere Sinne nit vorbanden. Höchstens die Venus în bödbsten Glanz kann vielleiht einen leisen Schatten werfen.

vie Wissenshaft besitzt aber selbstverständlid Mittel, auch das vom ernenbimmel ausgehende Lit ¿u messen. Der vor wenigen verstorbene Astronom Newcomb hatte {hon vor längerer

den Versuh unternommen, das Gesamtlißt der Fir-

zu bestimmen, und war zu dem Schluß gelangt, daß

dies Liht ungefähr dem von 2000 Sternen erster Gréêéße glei sei. Die Grundlagen dieser Berehauug waren noch recht unvoll- fommen. Der bolländishe Astronom Kaptevn, einer der erfolgreihsten Forsder des Firsternhimmels8, hat diese Angabe dahin verändert, daß er das Licht des Sternenhimmels glei 2485 Sternen erster Größe sezte. Jett bat Dr. Chapman eine neue Lihtmessung auf pboto- grapbishem Wege ausgeführt und ift zu einem wesentli anderen Ergebnis gelangt, das die Leuchtkraîft des Sternenbimmels8 viel ge- ringer ersdeinen läßt. Sie fommt nämlih na diesen Unte:subungen nur 700 Sternen ersier Größe glei. Dieser Astronom gibt außerdem die überras{2nde Aufklärung, taß nur die Hälfte des Lichts von den Sternen herrübrt, die beller als die zehnte Größerfklafse sind und an Zabl etwa eine viertel Million betragen. Da für das

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bloße Auge nur Sterne bis zur fünften Größe fichtbar sind, so fommt also der überwiegende Teil des Sternenlichts von solchen Himmels- förpern ber, die einzeln mit dem bloßzn Auge niht mebr gesehen werden können. Die au s Fernrobr s{chwäheren Geilirne, die i rabzeben, baben allerdinos wobl faum vie zu der Gesamtmenge ts beizutragen. Beiläufi1 ift zu bemerken, daß es 11 Sterne am Himmel gibt, diz noch heller sind als die erste Größenklasse. Der Sictus z. B., überhaupt der helistz Firstern des ima fommt etwa nen erster Größe gleih, und jen ¡usammen wiegen 33 solcher von“ erfter Größe auf. Vf

enge wird von den für das Auge nici mehr sichtbare

zehnter Gr3ße geliefert.

Theater nud Musik,

Mit Rücksit auf dea überaus starken Andrang zu den Auf- führungen von „Parsifal“ im Königlihen Opernhaute und die zahlreichen Klagen darüber, daf: erfolgte Verbestellungen Berül- sihtigung nit erfahren fonnten, hat si die Generalintendantur der Sönialihen Schauspiele cntichlossen, diz Aufführungsreihe noŸh ( T und zwar bis eins{ließlih 20. A längern. Von der Entgegennabme von Vorbeficl [ weiteren „Parfifal“- Abende muß wegen der Kürze der Zeit werden. Der Vorverkauf begin l en 11 findet an diesem z3wis{en 107 und 1 Ubr Vo Karten zum Parkett und um IT 1{T. Rang am Schalter 2 und z . Nang am SHhalter t werdzn. Die ftändig | [ ; : find zu fünf Vorstellungen

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pril d. I., zu vers l für diese abgeseben D: M, Ovpzrnhauses statt, daß die

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findet am ersten Osterfeiertage statt. Am 1weiten Ofstérfeiertage geht das Lustspiel „Die Venus mit dem Papagei® in Sizene.

Am Künstlerbause in der Bellevuesiraße nahm gestern die drei - tägige Tagung der 36. Vertreterversammlung der Genossen- haft Deut]her Bühnenangehöriger ihren Anfang.

Mannigfaltiges. Berlin, 9. April 1914.

Gin am Montag von ELIO Rintel îm Darm eiu ass ranftalteter Vortragsabend interessiertz zumetit dturch die ge- Sit iltiteia ente Auswahl ter Dichtungen. Gedichte von Fontane und Lliencron, die nicht allbekannt find, füllten den ersten Teil des Abends. Dann folgten Werke von Storm, Stieler, Dehmel, Presber, denen in großer Zahl solche neuerer Dichter und Dichtertnnen sid anschloffen. Mèeir glückliher Hand waren eigentliß nur werivollere poetishe Erzeugnisse zusammmen- getragen worden, diz nun gewandt und temperamentoo ermittelt wurden. Weiche Gefühle, phantastiihe Stimmungen Jagen ter No: tragenden niht recht; so versagte Liliencrons „Die aroße Stadt L obwohl der Grundton rihtig getroffen war. Ungeachtet einzelner Feblgriffe regten die far gegliederten, scharf umrifsenen Vorträge im all- einen lebhaft an und fanden den berzlihen Beifall der Hörer. Voriragsmeifter und Schauspieler Josepb Humer sprach ¿wei vorher im Bechsteinsaal aus Goethes „Faust“ die erste

) des ersten Teils; mit großer Eindringlikeit und urchsiHtigkeit gestaltete er die Reden und wußte au die einzelnen henden Perjonen geshickt auteinander zu halten. Darin be- ibrte fch der erfahrene Schauspieler ebenso, wie in der sinngemäßen Wiedergabe des Monologs und Dialogs. Axe Gmpfindung und Schwung feblte der Rede nicht. Nach der geringen Zahl der Besucher zu urteilen, fien das Bedürfnis niht groß zu sein, den „Faust“, den jeder für fich [esen oder au gelegentlich auf der Bübne fehen kann, no& im Vortragsíaal zu hören. Die wenigen Anwesenden \pendeten aber der tüchtigen Leistung verdienten Beifall.

Zu dem bercits angekündigten, am 14. und 15. April in Berlin stattfindenden 1. PreußishenEvan gelischen Kirchenmusiker- tag sind Festkarten zu 2 4 in der Hofmusikalienbandlung von Bote u. Bock (Leipziger Straße 38) und bei A. Wertheim (Leipziger Straße 132) zu baben: ebendaselbst auch Karten zum Dom-Konzert am 15, April, Abends 8 Uhr.

Slugplaß Johannisthal, 9. Apil. (W.T B.) In ‘obanntsthal stieg heute morgen um 6 Uhr 12 Min. der Leutnant Soren auf einer Gothataube zu einem großen Fernsluge, für dessen Endziel Gotba vorçesehen ist, auf. Er hat die Absicht, 13 Stunden in der Luft zu bleiben. Er bat enzin mtt- genommen. Um 7 Uhr 15 Minuten hat Soren Flugplaß in der Nichtung nah Hannover verlaffen.

Danzig, 8. April. (W. T. B.) Anf dein Fernflug Leipzig—Danzig mußte der Flieger Stiefvater, Chefpilot einer Königlichen Hoheit des Pcinzen Sigismund von Preuken, um Uhr Mittags bei Kleschkau unweit Danzig wegen Motor- \adens niedergeben. Er war um 6 Uhr 55 Minuten beute früh uf cinem Kondoreindecker tin Leipzig gestartet. Der Flug vollzeg fic vei slürmisbem Wetter. Die Fahrt ging über Jüterbog, Beilia und Swhneidemühl. (W. T.

Paris, 9. April. (W B.) Das Kriegêministerium gab gesiern bekannt, daß cin Fliegerhauptmann und ein Korporal, die am 5. April von Casablanca nah Fes abgeflogen waren, infolge etnes Unfalls auf freiem Felde landen mußten. Ihre Leichen wurden am nächsten Tage von Eingeborenen im Tale des Ued Buregreb gefunden. Man nimmt au, daß fic von berumstreifenden Eingeborenen getötet wurden, während fie _zu Fuß na dem nâdsten Posten zu gelangen fuchten. Von ibrem Flugzeug wurde keine Spur gefunden. Nah einer sväteren, aus Rabat eingetroffenen Meldung handelt es fih um den Hauptmann des 29. Artillecieregiments Hervé und feinen Mechanifer, einen Korvoral desselben Regiments. Siz waren jedenfalls infolge cines Unfalls gezwungen worden, im Gebiete des Zemmurstammes

bei Tedders zu landen, wo sie überfallen und getötet wurden.

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aag, 3. April. (W. T. B.) Hevte tagte bicr zum ersten O emischte Aus schGuß zum Studium des preis eo» jeft3s für die Entwässerung von Ländereien zwischen RH R und Maas. Der algemeine Vorsiyende des Ruéschufies Ut der Generalinspefteur des Woterstaates Ramaer._Vorsigenter der POIE schen Abteilung ist der Wirkliche Gebteime Dberregierungsrat B Die vreußischcn Mitglieder find: Gekeirmer Ler rege E k irs&tlein, Geheimer Oberbaurat Roeder, Geheim:r Oberbergra Bornhardt und Geheimer Baurat Thoholte.

Antw rpen, 9 April. (W. T. B.) Der Militärflieger Vershaevep stürzte, als er einen neuen Apparat erprobte, auf dem Flugplaß von St, Job bei Goor ab und wurde [ofort getöôtet.

Monte Carlo, 8. Avril. (W. T. B)_ Brindejonc if heute nachmit’ag 3 Ubr 37 Bein. 3

nach Wien bier aufgestiegen. Nah einer Zwischenlandung Antibes mißlang der Aufstieg; das Flugzeug Ul trümmert, der Flieger blieb unverlest.

Konstantinopel, L. April. (W. T. B:) iten zur Legung des zweiten Gleises auf 3 kedschi—San Stefano sind gestern in de Makrikoei Erdmassen eingeftürzt, Arbeiter getötet und sieben verleßt wurden.

New York, 8. April. (W. T. B.) Die Gefellichaft zur [chbnung von Lebensrettern hat deim Kapitäa, dem Offizier und neun Mann der Besagung des „Seydliß*“ Medaillen für Tapferkeit bei der Mannschaft des „Volturno* verliehen. Dreiundzw Mitgliedern der Besczung des i: Bremen überreiht werden.

Buenos Aires, 9. Apil. (W. T. B.) J inzessin Heinrih von Preußen sind gestern h getroffen. Sie warden auf dem Babnhof von Ver

es Aeußeru, von dem und anderen hervorragenden Perfönlichkeiter begaben sich unmittelbar nam ibrer Ankunft an Damvfers „Cap Trafalgar“. Geitern vormittag Prinz dann in Begleitang der Vecinzeisin _das ektrizitätêwer? und die Gefrieranstalt La Blanca. Mittags b i ter Pcinz und die Prinzessin mm Ertrazuge nah Quiimes, w in dec deutshea Brauerei ein Fröhstück statifand. Nachauittag wurde La Plata besu%t. In La Plata flatteten der Prinz und di Prinzessin dem Gouverneur einen Besu ab und naturbuytozis{- Mus:um und die Universität. an Bord des „Cap Trafalgar“ ein des Vizepräsidenten der Republik an dem die Spizen der Behörden it Ausnahme des erkrankten Ministers

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Festmahl zu Ehre Dr: de und . die des Aeußern

schaft und die deuts%e Kolonie. Der Y / ih _vnd der vräsident wechselten berzliche Trinkiprüche. -An das Festmabl {t n ein glänzender Empfang. s

Bord der Iacht des Präsidenten einen Autflug unternebmen. nimmt er an einem Mabk in der deutihckn Getandt!

Emvfang

Kalkutta, 83. April. (W. T. B.) In letzter Zeil vershietere große Brände ereianet, deren Entstebur bekannt ist. So brannten zwei wertvolle, den Hafenbe Schuppzn, die mit Ausfuhrgütern angefüllt waren, nie großer Teil des neuen WViarktes wurde beute durckch ein

Be zerstört.

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Theater. Königliche Schauspiele.

Ovpernbaus. Ges{lofsen. Schauspielhaus. Sonnabend:

reservesaß. s Abonnement, die ständigen ;

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CDODEeN, RFAH ol in Met L121 4/ 4 141 s 9 e _; Wagner. Anfang

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Deutsches Theater. Direktion: M Reinhardt.) tag: Geschlosten. Sonnabend, Abends 75 Ußr: \ sveare - Zrkflus: Der Kaufmann von | Sabiuerinnen. Venedig. Montag, i Sonntag und Montag: Was ihr wollt. } Viberpelz. | Liebe.

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KFKammerspiele.

8 Ußr: Die gelbe | | Sonnabend, Abends

Snob. t 3 gelve Jackc. { Mußk von Sri Sonntag, Na

| fessor Bernbardi.

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Komsdienhaus. s{lofsen.

Montag,

Hinter | feffor Beruhardi.

Henri Natkansen. N i | Sonntag, Nabmittags 3 Uhr: Films | zauber. Abends: Kammermufik. | f Montas, Na&mittags 3 Ubr: Eine Brücke. Freitag, verzwicte Sache. Abends: Kammer» | Konzert aus L muff.

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| 3, Aft Tannhäuser.

| Sannabend- Der fliegende Holländer. | Sonntag. Nabmittags 3 Ubr Der müde Theodor

j Ge- | grin. Abents: 1 Montag, Nachmittaa Sonnabend, Abends 75 Ubr: König | 1nd Zimmermann. Nichard T1. Ein Trauerspiel ia 5 Au!- | müde Theodor. zügen von William Shakespeare. j : und Montag, Naimittags

br: Große Nofinen. Abends: Wie !

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Berliner Theater. 47 Fen,

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Theater in der Königgrüher |- Ee in Ges@äft. Abends :

N, Geschlofien.

¿|- Deutsches Künstlertheater (So- | zügea

f - _ - BA - j Nürnbergzrstr. 70/71, gegenüber

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¿: Erziehung zur | Abends 75 Uhr: Konzert.

Lessingtheater. Freitag:

| Gynt. Dramatises Gedicht von Ibsen. j

Se- | ersten Male: Röffelsprung. 5

Nachmittags

: i Sonrtag und Theater an der Weidendammer | Übr: Die Fledermaus.

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Schillertheoter. O. (Wallner- Freitag: Geschlofsen.

Sonnabend: Freiwild. Schauspiel in | Aftten von Arthur Schnitler.

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| große Licht. : ¿ E NacGmittoas 3 Ubr: - | - Montag, S p R GE Se | aufsührung 1j eas, E | vatoriums.

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Sonntag, Nathmittags 3 Ubr:

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Freitag: Ges

reitag : res el in fünf Auf- Dienstag er. Juxvaron. Ihr: Nosenu- maun aîs

Charlottenburg. irr Sonnabend: Des M | Liebe Wellen. Trauer! von Franz Grillpa Sonntag, Nachmittags j i t M hon . Freitag: Ge- | moutag. Abende: F ist von 10 bis | Erzieher. ; Montag, Nahmittag | Mk: Liebe. | moniag. U. L | Winkel. Ubr : Der | r Raub der | | Tottenburg, Der | Direktion:

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zur Gehcimnis

Deutshes Opernhaus. (Char- Biêmarck - Strafe 37 Georg Hartmann.)

Sonntag, Käte. Ab 34— 37. Freitag, Fliege.

| Sonnabend: Der LXroubadour. | Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: Der O “n Lage reg L ischünz. Abends: Parfifal. Geschlossen. | ÎrE i E Gs Ea ut: 3 Montag, Nathmittags 3 Uhr: Zar { Ubr: PVeer | und Zimmermaua.— Abends: Parfifal.

\{chlossen.

Sonntag, | E Abends: Zum | MontisOperetteutheater.(Früber: | Neues Theater.) Freitag: Ges{lofsen. Vro-| Sonnabend, Abends 8 Uhr: Jung Nèöfsel- | England. Operette in drei Akten bon | | Nud. Bernauer und Ernst Welisch.

| Musik von Leo Fall. : Montag, Nathmittags

Sie nichts

7 Ubr: | Jung England. |

Sonntag

arfifal und , | der Frühliug kommt!

Loben, | Theater des Westens. (Station: OIeN- | ologisher Garten. Kantstraße 12.) | 1 Lar | Freitag: Deutsches Requiem. Oster- | Bahnhof Dep | kantate. | loffen.

T“ | Sonnabend, Abends 8 Uhr: Polenblut. |

| Orerette in drei Akten von Oékar Nedbal. | der Liebe. | Sonntag und Montag, Nacbmittags| Sonntag 3: Ubr: Der liebe Augustin. Abends: | Uhr und | Polenóblut. | | brüdcke.

| Dienstag und folgende Tage: Poleu-| Dienstag

3 Ube:

Abends :

¡i blut.

Sonnabend, Abends 72 Ubr: D. Operus-

| 3 Uhr: Orpheus in der Unuterwelt. Abend3: Der Juzxbvarou.

Lustspielhaus. (Friedri@straße 235.) Freitag: Geschlossen.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: . Lustspiel in

Pierre Wolf.

Montag, Nachmittags 3! Ubr: Char- | Verlobt: leys Tante. Abends:

Residenztheater. Sonnabend, Kamelicudame.

Montaa, Nachmittags Der Regimeutspapa. Thaliatheater. (Direktion : Kren und Scbönfeld.) Freitaq: Geswblofsen. |

nags Sonnabend, Abends: | Schiffbrüchigeu.

Trianontheater. (Georzenstr., nabe | Di Friedrich{str.)

Sonnabend, Abends 8

| Notbrücke, i

t : M am Nollendorfplaß.| Zirkus Schumann. lc sien. : \Mdlofen.

Sonnabend: des Stecuschen Koaser- s V m | fang: Das Ausftattungsstüd: der Derbyg-Favorit 2984. S&bluß: Sroßcr Ningertocttftre

Anfang 75 Ubr. An den Feiertagen, ¡ und Abends 73

und Mcntag, NaYmittags

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Plaza Îinitter teis- nahmen. Zugegen war ferner die vornebmste argentindche Gefell-

Der Prinz Heinrih vnd der Vize-

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Der Prinz Heinrich wird heute au ] Abends aft teil, worauf

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im deutschen Klub stattfindet. Um Mitternacht wird er sit an Bord tes Kreuiers „Catamarca“ nach Montevideo cinsciffen,

Große Vorstellung. | Vorzügliches Programm. Zu Ân- Lipp“,

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NaŒmittags 3 Uhr Ubr: Ie 2 große Vor-

| stellungen. In allen Vorstellungen :

| das große | sowie: „Tipp““, __ 1914,

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Nachaittag3s 3} Ubr: Uuserc | ends: Die spanische Fliege. !

Die f\pauishe! Hrn. Oberleutnant 1s bc | (¿. Zt. Calenberg, Post Schi l V,

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Übr: Die| Rakow (Nakoro bei Neubukow, Mel

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Nachmittags 3 Ubr: Greichen. | Der Regimentspaya. | 3 Ußr: Haben | zu verzollen? Abends: !|

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PrzebendowSfki S (Bezrlin).

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und folgende Tage:

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F age: Aen s . H pa ¡cihenbeilage Nr. 32A u. 32 B).

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Die | (eins{ließliG Börsenbeilage und War:

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preu

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Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Agthilleion, Korfu, 3. April. Haupt, Oberstlt. und Vorst. d. Bekl. Amtes d. Il. A. K, in gleiher Eigenihaft zum Bekl. Amte d. VIIT. A. K. vers. Oehme, Obersilt. und St. Offiz. d. Bekl. Amtes d. X. A. K., zum Verst. d. Bekl, Amtes d. Il. A. K. ernannt. Wuthe, Oberstlt., feäuftr. m. Wahrn. d. Geschäfte d. Vorsít. d. Bekl. Amtes d. I. A. K, Schumann, Obersilt., beauftr. m. Wahrn. d. Geschäfte d. Vorst. d. Bekl. Amtes d. V. A. K, Krit ler, Maij., beauftr. m. d. Wakhrn. d. Geschäfte d. Vorst. d. Bekl. Amtes d. AVL A: N: zu Vorständen d. betref. Bekl. Aemter ernannt. Vogeler, Maj. und Mitglied d. Bekl. Amtes d. X. A. K., zum St. Offiz. dieses Bekl. Amtes, v. Düsterlho, Maj., beauftr. m. Wahrn. d. Geschäfte eines St. Offiz. d. Bekl. Amtes d. VII. A. K., zum St. Dffiz. dieses Bekl. Amtes, ernannt. Borck, Hauptm. und Komv. Führer an d. Unteroffiz. Vorschule in Weilburg, unter Verseßung in d. Inf. R. Markgraf Ludwig Wilbelm (3. Bad.) Nr. 111 z. Dienstl. b. Bekl.“ Amke d. X. A. K. komdt. Nath- mann, Oblt. im 6. Thür. Inf. N. Nr. 95, als Komp. Führer zur Unteroff. Vorschule in Weilburg periept..

Zur Dienstl. bei d. Mar. auf iffen d. Hochseeflotte nah An- ordnung von deren Chef während d. diesjähr. Frübjahrsreise d. Hoch- seeflotte komdt.: die Majore: Starck im Gr. Gen. Stabe, Gu br b. Stabe d. 4. Sthles. Inf. -Regts. Nr. 157, Danz b. Stabe ‘d. 9. Lothr. Inf. Regts. Nr. 173; die Hauptleute: Rau, Komp. Chef im Füf. R. Graf Roon (Oftpr.) Nr. 33, Stadtländer, Battr. Cbef im Feldart. R. von Holßendorff (1. Rbein.) Nr. 8, Barn- stedt b. Stabe d. Ostfries. Feldart. Regts. Nr. 62; der Oberleutnant Krieger in der Maschinengew. Abt. Nr. 1.

Achilleion, Korfu, 7. Avril. v. der Decken, Gen. Lt. und Insp. d. 3. Kav. Insp., in Genehmigung seines Abschied8gesuhs m. d. gesegl. Pens. z. Disp. gest. v. Heydebreck, Gen. Lt. von d. Armee, zum Insp. d. 3. Kav. Znsp. ernannt. Block, Gen. Maiï., Komdt. von Bitsch, in Genehwigung feines Abschiedsgesubs m. d. gesegl. Pens. z. Diep. gest. Woide, Oberst von d. Armee und komdt. z. Dienstl. bei d. Komdtr. von Bitsch, zum Komdt. von Bitsch ernannt. v. Jacobi, Oberst z. D. und Kom. d. Landw. Bez I Cöln, auf sein Gesu unter Verleihung d. Ckarakters als Gen. Maj. von fr. Dienstftellung enthoben. v. Karger, Oberst O komdt. z. Diensil. b. Komdo. d. Landw. Bez. 1 Cöln, zum Kom. dieses Landw. Bez. ernannt. v. Below, Oberst und Kom. d. 8, Thür. Inf. Regts. Nr. 153, aus d. Heere ausgesbieden und als Kom. d. Schußtr. im Neichs-Kol. Amt angest. Frhr. Quadt- Wykradt-Hüchtenbruck, Oberst und Kom. d. Kr. Stule in Engers, zum Kom. d. 8. Thür. Inf. Regts. Nr. 153, Frhr. von Preushen, Maj. und Bats. Kom. itn Inf. Leibregt. Großherzogin (3. Sroßbetzogl: Hes.) Nr. 117, zum Kom. d. Kr. Schule in Engers, ernannt.

Achilleion, Korfu, 8. April. Burggraf u. Graf zu Dobna- SwHhlobitten, Gen. d. Kav. und Gen. Adj. Seiner Majestät des Kaisers und Königs, von d. Stellung als Mil. Bevollmächtigter am Kaiserl. Nuff. Hofe, attahiert d. Person Seiner Majestät des Kaisers aller Reußen und zugeteilt d. Hauptquartier detfelben, enth. und gleichzeitig in Genehmigung seines Abschledsgesus, unter Be- laffung in d. Verhältnis als Gen. Adj. Seiner Moajestät des Kaisers und Königs m. d. geseßl. Pens. z. Disp. sowie aub à la suits d. Leib-Garde-Huf. Regts. gestellt.

Kaiserliche Schuttruppen.

Agilleion, Korfu, 7. April. v. Glasenapp, Gen. Maj. und Kom. d. Schuztr. im Neichs-Kol. Amt, in Genehmigung seines Abschiedsgesuhs unter Verleihung d. Charakters als Gen. Lt. m. d. gefeßl. Penf. z. Disp. gestellt.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Entwurf eines Gesetzes, betreffend weitere Beschäftigung von Hilfsrichtern bei dem Oberverwaltung8gericht,

ist nebst Begründung dem Hause der Abgeordneten zu- gegangen. Der Gesezentwurf lautet, wie folgt : S 1.

Der Zeitraum, für den das Staatsminksterium ermägtigt ist nach Maßgabe des Geseßzes, betreffend Entlastung des Ober- verwaltungsgerichts, vom 28. Junt 1911 (Geseßsamml. S. 81) dem Oberverwaltungsgerihte Hilfêrihter zuzuweisen, wicd bis zum 1. April 1917 verlängert. J

Als Hilfsrihter bei dem Oberverwaltunasgeriht- können außer den im Artikel T des Geseßes vom 28. Juni 1911 bezeichneten Beamten auch Vorfißende und ftePvertretende Vorsitzende der Einkommensteuerberufungskommissionen (§8 46, 55 des Einkommen- GIRELIEReS vom 19, Juni 1906, Geseß'\amml. S. 260) einberufen werden.

In der dem Geseßentwurf beigegebenen Begründung wird ausgeführt:

Das Gesetz, betreffend Entlastung des Oberverwaltung3gerichts, vom 28. Juni 1911 hat das Staatsministerium ermächhtiat, dem Oberverwaltungsgerit zum Zwecke der Erledigung seiner rückständiaen und laufenden Geschäfte für die Zeit bis längstens zum 1. Oktober 1914 Hilfsribter aus der Zabl der ernannten Mitglieder der Bezirk3ausshüsse oder aus der Zahl der Mitglieder der ordentlichen Gerichte zuzuweisen. Von dieser Ermäthtigung hat das Staats- ministerium Gebrauch gemaht. Seit dem 1. Juli 1911, dem Tage des Inkrafttretens des Geseyes, find bisher teils in dem von jenem

eitpunkt ab aebildeten Hilfesenate, teils in den übrigen Senaten des erihtsbhofes 12 und zeitweilig 13 Hilfsrihter nah näherer Vor- rift des Artikel 1 des Gesetzes beschäftigt worden. Die nachstehende Uebersicht über die Geshäftsentwickelung von 1910 bis 1913 bei den nicht mit Staatsfteuersachen befaßten Gerichtssenaten zeigt die Wirkung der ergriffenen Maßregel. i

Es wurden Verwaltungsstreitsahen bci dem Ober-

verwaltungsaerichte

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aus dem Vorjahre un- erledigt übernommen . neu angebracht. .

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2164 3181

und waren im ganzen zu En « ck +4

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und blieben unerlediat . d. h. in Hundertteilen der Gefamtzahl. .

41% 1! 38,76% | 42,

Erste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 9. April

Hiernach ift es gelungen, nit nur die jährlihe Arbeitsletistung des Gerichts der Vermehrung der Arbeitskräfte entsprehend zu steigern, sondern in den Jahren 1911 und 1912 au, tro des. bedeutenden Zuwachses an Neueingängen im leßten dieser beiden Jahre, zu ver- hindern, daß ein zu starkes Anwachsen der am Jahres\{chluß unerledigt bleibenden Arbeitsrückstände stattfand. Diese gingen in ihrem Ver- bältnis zu der Gefamtarbeitslast von 44 vom Hundert im Jahre 1910 auf 41 und 38,76 vom Hundert in den Jahren 1911 und 1912 zurüd.

Im Jahre 1913 hat fich aber eine gleihe Besserung der Gesäfts- lage nit mehr erreichen lassen, bauptsählih, weil die Zabl der Ne- visionen in Neihszuwachssteuersachen, von denen 1911 nur 1, 1912 nur 220 bei dem Oberverwaltungsgericht angebrabt waren, im Iabre 1913 auf 627 angeshwollen {st. Allein an Sachen dieser Art befinden si unter den unerledigten Resten des Jahres 1913 mebr als 500 (= 8 67 92/0). Ohne fie würde auch in diesem Jahre sich eine erbeblihe Erleichterung der Geschäftsspannung von 38,76 9/5 auf 33,6 %/% an Resten eingestellt baben.

Die Reich8zuwassteuersahen werden aber aub weiterhin das Oberverwaltungsgeriht noch in sebr erbeblihem Maß: in Anspruch nehmen. Bet den Bezirkzauss{üfsen sind an solhen Sachen :

1913

1911

4306

1683

2629

E

1001 E a F

397

Uiterlebint geblieben a «e 602 und von den erledigten mit Revifion i S 92 (23%) | (21 9/0

Hieraus gebt hervor, daß, außer den {on bei ibm befindlichen etwa 500 Revisionen in derartigen Sachen, demnächst dem Ober- verwaltungêgerihte zur Entscheidung noch weitere 236 gleihartig NRevisions\achen zugeben werden, in denen das N: btemittel bei den Bezirksausschüssen bis Ende 1913 bereits eingelegt war. Ferner ist damit zu renen, daß eine große Anzahl der 2629 am Ende des genannten Jabres noch unerlediat bei den Bezirks- aus\hüfsen befindlihen Reih3zuwachssteuersacbezn, und zwar, wie sib aus dem Rückgange der Erledigungsziffer bei den Bezirks- ausshüfsen ergibt, veimatlih vielfa \{wieriger derartiger Sach2n, in der Folgezeit gleihfalls an das Oberverwaltungegeriht in der Nevisionsinstanz gelangen wird. Nimmt man den Anteil dieser Nevisionsfälle nach dem entsprehenden Vorgange im Jahre 1913 gleihfalls nur auf 339% an, so ergibt das weitere 867 Strzitsachen dieser Art, über die das Oberverwaltungégeriht demnächst zu befinden baben wird, also über insgefamt (500 —- 236 —+- 867) oder rund 1600 folher Revisionen allein in Reilszuwachssteuersachen.

Der Zeitpunkt, bis zu dem diese außerordentlihe Mehrarbeit tn vollem Umfange an das Oberverwaltungsgeriht herantreten wird, läßt sich zurzeit noch niht übersehen. Bei den Bezirfksaus\hüfsen gehen auch im Jahre 1914 noch zahlreiße Neichszuwachssteuersachen zur Entscheidung ‘ein. Ob die Aufhebung der Zuwachssteuer als Reich5- steuer durch das Reichsgeseß über Aenderungen im Finanzwesen vom 3. Juli 1913 zu einer Verminderung der Geschäfte des Oberver- waltungsgerihts führen wlrd, ist zweifelhaft, zumil die Besteuerurg des Wertzuwachses den Kommunalverbänden auch weiterhin wird offengehalten werden müssen.

Eine weitere außerordentlihe Steigerung der Arbeitslast erwächst dem Oberverwaltungs8geriht aus dem Neichägesez über einen ein- maligen außerordentlichen Webrbeitrag vom Juli 1913 in Ver- bindung mit der Königl:hen Verordaung vom 7. August 1913 (Ge- seßsamml. S. 371). Die Inanspruhnahme des Gerichts für die Wehrbeitragssachen wird zwar nur vorübergehend, aber jedenfalls sehr erheblich sein. Für die Beurteilung der Dauer dieser außerordent- lichen Arbeit und ihres vorauesihtlihen Umfangs laffen sh Anhalts- punkte aus den bei der Ergänzungesteuer gemachten Erfahrungen ge- winnen.

Seit dem Inkrafttreten des Ergä 1893 bis zum 31. Dezember 1913 find bet d geriht an Ergänzungssteuerbeschwerden einge

für das Steuerjahr 1895/96. . 37

S ¿ ISOGIE die Skéuérjahre 1897/99. . Veranlagungsperiode 1899/1901 1902/04 . Is. 1010 L 1908/10 , 484 ¿ A ¿ E E G B

Aus dieser Aufftellung ist zu ersehen, daf die Zahl der Be- \chwerden bei der erstmaligen Veranlagung besonders groß gewesen, und daß nur ganz allmählih eine Verminderung eingetreten ist. Die starke Verminderung zwisch2:n den Veranlagungspertioden 1905/07 und 1908/10 berubt auf der erbeblich:n Beschränkung des Nechtsämittels der Beschwerde durch das Geseg voæw 19. Juni 1906 (Geießsamml. S. 241), die Steigeruna zwischen den leßten beiden Ve: anlagungs- perioden 1908/10 und 1911/13 auf der Abände-ung des § 11 Abs. 1 des Ergänzungssteuergeseßes durch das Gescy vom 26. Mai 1909 (Geseßsamm!. S. 349) über die Bewertung land- und forstwirt- schaftlih genußter Grundstücke.

Bei dem einmaligen außerordentlißen Wehrbeitrage ist der Kreis der Steuerpflichtigen, dem das Rechtsmittel der Beschwerde zustebt, erbeblih größer als bei der preufishen Ergänzungssteuer. Während nah dem Geseg vom 19. Juni 1906 nur Ergänzungssteuer- pflihtige Beschwerde erheben können, die nach einem Einkommen von mebr als 3000 F oder nah einem Vermögen von mebr als 100 000 # veranlagt find, stebt gegen die Veranlaguvg zum Wehr- beitrage jedem Steuerpflichtigen die Beschwerde an das Öberverwaltungs- gériht unbeschränkt zu. Die Steuerpfliht ist ferner beim Webrbei- trag auf Aftiengesellshaften und Kommanditgesellshaften auf Aktien auégedehnt. Die Veranlagung zum Wehrbeitrag bildet aber auch die Grundlage für die später in Geltung tretende Vermögenszuwachs- steuer nah dem Reichsgeseß vom 3. Juli 1913 (Reichsgeseubl. S. 521). Es werden daher fsämtlihe Steuervflichtige etn großes Interesse an einer genauen und maßgebenden Feststellung ibres Ver- mögens haben und von den gegebenen Rechtsmitieln ausgiebigen Gebrau machen. Zur Vermehrung der Beschwerdefälle in Wehr- beitragssachen, im Vergleich mit der Zahl der Beshwerden wegen der Ergänzungéssteuer, werden aber au erhebliG die mannigfahen Ab-

eihungen materiell-rechtlich:r Art beitragen, die das Wehrbettrags- geseß gegenüber dem Ergänzungésteuergeseße enthält (zu vergl.

rtifel 2 der preußis{en Autführunasvorsh1ift). Es kommt ferner in Betracht, daß der Wehrbeitrag auch vom Einkommen erhoben wird, und daß au hierbei für die Veranlagung von den bezei der Staats- einfommensfteuerveranlagung anzuwendenden Reaeln abweichende Srund- sätze vorgeschrieben sind. Bei vielen Steuerpfl:htigen wird damit zu rechnen sein, daß sie unter di-sen Umständen ibre Veranlagung \o- wobl zur Ginfominensteuer wie zur Ergänzungcsteuer und auch zum Wehrbeitrage bis tn die Beschwerdeinstanz anfechten werden. Her vor- zubeben ift endlich, daß erfahrungsmäßtg bei der Durchführung neuer Voischciften, wie dies bei der ersten Durcführung

959

(3 30 o) .

1ngsfteuergesetzes

des Ergänzungssteuergeseßes der Fall war und z. B. auch neuer- dings wieder infolge der Abänderung des § 11 Abs. 1 des Er-

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ei Staatsanzeiger.

26. Mai 1909 be-

overste Instanz 2 el üfung dort zur end- gültigen Erledigung zu gelanzen pflegt, sondern unter Aufhebung der Borentseidungen zur anderweiten Beurteilung an die Vorinstanzen zurüdgewiesen werden muß und später dann die oberste Instanz bäufig nohmals in einem zweiten Rechtszange beschäftigt. So find im Jabre 1913 von 187 zur Entscheidung aelangten Ergänzungestcuer bes{werden 121, im Jabre 1912 von 410 folhen Sachzn 230 und auch schon im Jahre 1911 32 von 73 an die Vorinstanz zurück- gewiesen worden.

Aus allen diesen Gründen wird der Umfang der dem verwaltung8geriht infolge der Webrbeitragêveranlagung vorausfchtlich erwahsenden Mehrarbeit von sahverständiger Seite wohl nicht zu bo auf etwa 1800 bis 2000 Beshwerdesachen geschätßt.

Bei Beurteilung der Dauer diesec außerordentlißen Me belastung ist zu berücküchtigen, daß sie mit der veriodisch wiede kebhrenden Mehrarbeit infolge einer Neuveranlaaung der Ergänzung [teuer zusammenfällt, daß vor dem 1. Oktober 1914, dem jezt gesetz lih bestimmten Endtermin für die Zulässigkeit der Heranztehung Dot Hilfsrihtern an das Oberverwaltungégertcht, kaum |{chon Beschwerde- falle in Wehrbeitragssachen dorthin gelangen werden, und daß die Erledigung der grcßen Masse solher Beschwerdefälle, au bei er- bebliher Verstärkung der Richterzabl von 10 auf 14, wie fie dur Heranziehung von je 2 Hilfsrichtern für jeden der beiten beteiligten Steuersenate beabsihtigt wird, kaum schneller zu bewirken sein wird, als diejenige der Beschwerden in Ergänzungssteuersahen für eine Veranlagungsperiode. In dieser Beziehung ergibt sich für die beiden leßten Grgänzungésteuerveranlagungsperioden folgende Uebersiht:

für 1908/10: für 1911/13: Beschwerden Beschwerden unerledigt übernommen : 29 30 neu eingegangen 1908 Ea 1E 282 É s 1909 «B I 86 Ï ¿ O 102 I. «10 zusammen... 555 707 es blieben unerlédigt . . ... 30 37,

Es wird daher damit zu rehnen sein, daß die für das Ober- verwaltungêgeriht aus dem Wehrbeitragssteuergeseß erwachsende außerordentlide Mehbrarbeit gleihfalls zu ihrer Bewältigung im großen und ganzen wenigstens 27 Jahre erfordern wird. Ein gleicher Zeitraum wird auch durch die Aufarbeitung der Neichszuwac{sfteuer- sachen, die dem Oberverwaltungsgeriht jet {hon vorliegen oder sväter bei ibin noŸ zu erwaitcn sind, auëgefüllt werden.

Ob und in welhem Umfange auch durch das Besißsteuergesctz bom 3. Juli 1913 (Reich8geseßbl. S. 524) eine Mehrbelastung des Gerichtshofes eintreten wird, das erst vom 1. April 1917 ab praktische Wirksamkeit erlangt, entzieht si zurzeit noch jeder Beurteilung.

Im Staatshaushaltésplan für 1914 find zur Verstärkung der Zahl der ordentlichen Richter die Mittel zur Shaffung von § neuen Nats- stellen bei dem Oberverwaltungëgeriht angefordert worden. Durch diefe Vermehrung der Ratsftellen wird die Zahl der etatsmäßigen Richter in den nicht "mit Staatsfteuersahen befaßten fieben Senaten des Gerihts von jeyt 38 auf 46 erhöht werden. Zwei dieser 46 etaismäßigen Näte fallen für die Vorbereitung und Absetzung der Entscheidungen im wesentlichen aus, da sie durch die Leitung der beiden Hilfssenate, von denen der zweite mit Beginn ‘des Jahres 1914 bat gebildet werden müssen, in Anspru genommen werden. Außer ihnen sißen in den Hilfsfenaten zurzeit noch 5 etatsmäßige NRäte, deren Zabl aber voraussichtlich um einen Nat wenigstens dem- nächst noch wird verstärkt werden müßen, und es bleiben für die

ig. Eine sehr tnappve Besetzung, wenn berückichtigt wird, 8 dur Erkrankungen, Beurlaubungen, vparlamentarishe Beschäftigung u. dergl. stets einige der Mitglieder an der vollen Ausnußung ibrer Arbeitéekraft für die Zwecke des Obervertwraltung®gerits behindert find. Die Gesamtzabl er etatsmäßigen Näte wird, auch nach der Besetzung der zu gründenden

n 8 Stellen, nur eben ausreichen, die regelmäßig wiederkebrende

it von wenigstens rund 3000 Verwaltungsstreitsachen zu

, die ständig auch dann zu erwarten sind, wenn die Ent-

stung des Oberverwaltungsgerihts durch Einführung der Revisions-

summe für Abgabenstreitsahen gemäß dem im Entwurfe der Novelle

zum Landeëverwaltung8geseß enthaltenen Vorschlage herbeigeführt sein wird.

Für die Erledigung der dem Oberverwaltungsgerihte durch das Neichszuwach3fieuergesez und durch das Wehrbeitragsgeseß für die nächsten Jahre aufgebürdeten außerordcutlidben Mehrarbeit vorüber- aechender Art, und für die \{hnellere Aufarbeitung der vorhandenen Arbeitsrückstände, muß durh Heranziehung nicht ständiger Arbeits- kräfte noch weiterhtn gesorgt werden.

Der Entwurf \{iägt deshalb 1) vor, die Geltungédauer des Gesetzes vom 28. Juni 1911 bis zum 1. April 1917 auszudehnen, Erst dann wird sch mit größerer Sicherheit als jeßt beurteilen lassen, wie fih die Geshäftsentwiklung. des Gerihtshofes unter dem Einfluß der erwähnten neuen Geseße weiterhin gestalten wird. Nach der“ gegenwärtigen Geschäftslage und nach dem Umfange der unmittelbar bevorstehenden Vermehrung der Geschäfte des Oberverwaltungs8gerihts muß eine vorübergehende Verstärkung seiner rihterliden Arbeitskräfte für die nähsten 24 Jahre nach vem 1. Oktober 1914 noch als unentbehrlih angesehen werden. Nur mit Hilfe der ferneren Heranziehung von Hilfsrichtern nah Bedarf während diefes Zeitraums wird etn ordnungsmäßiger Ge häftébetcieb aufrecht zu erhalten und zu erreichen sein, daß die Ge- shâfte ohne zu aroße Verzögerungen für die Parteien und ohne noch weitere Ueberlastung der Mitglieder des Gerichts, die aus sachlihen wie aus persönlichen Gründen beseitigt werden muß, erledigt werden können.

In dem Entwurf wird ferner 2) vorgeschlagen, den Kreis der Beamten, aus denen Hilfsrichter für das Oberverwaltungasgericht ent- nommen werden können, durch Miteinbeziehung der Vorsißenden und stellvertretenden Voisitßenden der Einkommensteuerberufungtkommis- sionen (§§ 46, 55 des CEinkommensteuergefeizes vom 19. Juni 1906) zu erweitern. Dieser Vorschlag findet darin seine Begründung, daß die bezeihneten Beamten für die Erledigung der zu erwartenden Arbeiten des Gerichtebofes an den Wehrbetitrogssaden nach ibrer Ausbildung und praktischen Erfahrung in Einkommensteuer- und Er- gänzungssteuersahen besonders gecignet erscheinen.

gänzungssteuergeseßes dur obahtet worden ift, eine sebr

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Verdingungen. (Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reih8- und © . ü 9 9 I or - ; o Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wodentagen in dessen Erpedition während der Dienststunden von 9—3 Uhr eingesehen werden.) Jtalien. 15. April 1914, NaGmittags 2 Ukr: talt Neapel. Pflasterung des Straßenabschnitts von Casandrino nah S. Antimo. Voranschlag 50140950 Lire. Vorläufige Sicherheit 2800 Lire, endgültige 5550 Lire. Kontraktspesen 1200 Lire. Näheres in italienisher Sprache beim „Nek{sanzr iger“. E : 18. April 1914, Nachmittags 3 Uhr: Königliche Saline in Lungro, Provinz Cosenza. Lieferung von 50 dz Minenpulver.

Provinzialdeputation in