1914 / 104 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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bekannten Bildes von dem Abschlachhten der Henne, welche die goldenen Gier legt. Wir haben von den uns genannten Zahlen diejenigen aus- gemählt, die uns als die glaubwürdigsten und zuverlässigsten erschienen, und sind danach zu der Annahme gelangt, daß die Mehreinnahmen des Meichs aus dem neuen Gesehe im Beharrungszustande, der allerdings nicht sogleich eintritt, sich zwischen 10 und 20 Millionen Mark be- wegen, jedenfalls aber die leßtgenannte Summe nicht überschreiten roerden,… Daß wir für \olhe Beträge, und zwar gerade im laufenden Jahre, wohl Verwendung haben, ist Jhnen allen bekannt. (Heiterkeit.)

Dem Vorwurf, daß eine derartige Aufbringung von Mitteln für an si nüßlihe und erstrebenswerte Zwecke wegen der Art des Steuerobjekts etwas Unsittliches an sich trage, bin ih {on im Ein- gange meiner Rede entgegengetreten. Er läßt sich in der Tat nicht auf- recht erhalten, solange das \staatlih zugelassene Glücks\spiel allgemein dèr Besteuerung unterliegt, und die Abgabe, um die es sih hier handelt, hät vor vielen anderen jedenfalls zwei Vorzüge voraus: erstens, daß jedex, der sich ihr entziehen will, dies ohne weiteres kann, indem er auf den Abschluß von Rennwetten verzichtet, und zwæitens, daß, wenn von diesem Verzicht in weitem Umfang Gebrauch gemacht wer- den sollte, das nicht eine ungünstige, sondern eine erfreuliche Wirkung des Gefeßes sein würde. (Bravo!) Nach alledem, meine Herren, empfehle ih Jhnen den Gefeßentwurf zur Prüfung, Durcharbeitung und schließlihen Annáhme. (Bravo!)

Abg. Dr. Fran k (Soz.): Die Zahl der Buhmacher wird offen- bar viel zu niedrig geschäßt, auh dke Höhe der Umsäbße; cs wird in Kreisen, die es wissen können, angenommen, daß diese Umsäße im JIahré das Doppelte des Wehrbeitrages erreichen. Die Wettlust hat von den besikenden Klassen weit hinein in die Massen des Volkes über- gegriffen. Was die soziale Seite der Sache betrifft, so sind auh wir der Meinung, daß dieses Uebergreifen zu den unerfreulihsten (Er- \cheinungen der Jebtzeit gehört. Es gibt in Berlin Stadtteile, wo kein Frifeurgeschäft, kein Zigarrenladen eristiert, wo niht Gelegenheit zum Abschluß von Mennwetten gegeben ist, vielfach leiten die Frauen der Geschäftsinhaber diese Wettbureaus. Ob die Vorlage den richtigen Weg geht, um diese Zustände zu bessern, muß in der Kommission genau untersucht werden. Neu ist jedenfalls die Bestrafung der Wettnehmer felbst, die in dem Entwurf vorgesehen wird. Was der Staatssekretär Dafür ausgeführt hat, spricht gerade dagegen. Diese Bestimmung er- scheint durchaus verfehlt. Mit der Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission sind wir einverstanden

Abg. Erzberger (Zentr.): Die Wege der deutschen Geseß- gebung sind wunderbar. 1905 wurde ein Buhmachergeseßentwurf vor- gelegt, der die Buchmagcher . völlig ausrotten wollte. Was i ge- worden? Das gerade: Gegenteil. ist auf der ganzen Linie eingetreten. Jeßt will man dén umgékehrten Weg gehen; bis zum 30. Juni wird noch jeder Buhmacher eingesperrt; vom 1. Juli ab aber wird man auf den Visitenkarten lesen können: „Kaiserlich privilegierter Buch- macher“. Olet oder non olet, das ist der ganze Streit, um den es sih hier dreht. Die Oeffentlichkeit weiß gar nicht, wie tief dieser IBettfrebs\haden sich {on eingefressen hat gerade unter der Wirkung des Gesebes von 1905. Eine ganze Reihe von Gerichtsakten beweist das, so hat z. B. ein Unteroffizier in einem halben Jahre 40 000 4 am Totalisator umgeseßt und amtliche Gelder angegriffen. (Es ift von 6000 Buchmachern die Nede; mir ist versichert worden, daß vom Buchimnächergewerbe mit allem, was drum und dran ist, 300 000 Men- \{chen in Deutschland leben. Die Polizei weiß ganz genau, wo ein Buchmacher sißt und sie drückt ein, auch beide Augen zu. Es sind die s{limmsten Dinge vorgekommen: auf die leßten Prozesse will ih nur hinweisen. Wenn der Nea von Jagow seine Initiative auf diesem Gebiete zur Geltung gebracht hätte, würde er viel größere Erfolge erzielt haben: Unter der stillen Duldung der Polizei hat sich diejes shlimme Gewerbe so ausdehnen fönnen. Jeßt will man das Buchmachergewerbe fonzessionieren. Die juristischen Bedenken des Vorredners teile ih durchaus; die Zahl der Strafanträge wird sih im Jahre mindestens um eine Million vermehren. Es wird wimmeln von Denunziationen, cine Vermehrung der Straflisten wird die Folge sein, aber für die sittlihe Gesundung des Volkes wird nichts erreiht werden. Für die

Konzessionierung werden stärkere Garantien in dem Geseß festgelegt werden müssen. Die privilegierten Buchmacher müssen auch lebens- fähig gemacht werden, und dazu reichen die Borschläge des Entwurfs nicht aus. Es wird zu untersuchen sein, ob man nicht die in Aussicht genommenen Abgabesäße von 12 a 10, von 6 auf 5 % herabseßen sollte. Dann werden die Einnahmen wesentlich höher sein, nament- lich aus Auslandswetten. Das Hauptbedenken, das ich habe, bezieht sich auf § 11, der u. a. bestimmt, daß die Hälfte der Abgaben auf die einzelnen Bundesstaaten für Zwecke der Pferdezucht verteilt werden oll. Es kommt doch vor allem darauf an, daß möglichst viel dem Meiche zukommt. Es ist damit zu rechnen, daß von den Abgaben wesentlich höhere Erträge herauskommen werden, als man annimmt. Anstatt, daß man 6—7 Millionen den Rennvereinen gibt, sollte man sie lieber den Altpensionären und gehobenen Postunterbeamten geben. Dem Antrage auf Kommissionsberatung stimmen wir bei. Wir sind bereit, den Gesebentwurf bis zum 16. Mai zu verabschieden, wenn gleichzeitig die Besoldungsvorlage und die Negelung der Altpen- ftonärsverhältnisse bis dahin erledigt ist.

Abg. Dr. Neumann-Hofer (forts{chr. Volksp.): Daß die Nennwetten bedauerlich sind, ist unser aller Ueberzeugung. Die Ge- seßgebung hat den Versuh gemacht, die Rennwetten zu verbieten. Dieser Versuch ist .vergeblih gewesen. Das Geseß sollte nur solche Befehle geben, deren Durchführung kontrolliert werden kann. Es hat sih herausgestellt, daß die bisherige Geseßgebung nah der Richtung hin teinen Erfolg gehabt hat. Cs muß deshalb ein anderer Weg versucht werden. Wenn man moralische Bedenken gegen die {staatliche Konzessionierung der Buchmacher hegt, so hat der Staat allerdings feine Veranlassung, sih auf das hohe Pferd zu seben, denn zwischen

Buchmacher und Lotterie ist kein großer Unterschied. Ob dies neue Ge werbe eine Bereicherung unseres Wirtschaftslebens ist, lasse ih dahin- gestellt. Man sagt, der Buchmacher sei eigentlich nichts anderes als ein Bankier. Das hat etwas für sich. Im großen und ganzen scheint es, daß der von der Vorlage gewählte Weg wird gegangen werden müssen. Ueber Einzelheiten will ih in der ersten Lesung nicht sprechen. Die Urteile der Sachverständigen gehen auseinander. Ein- zelne meinen, es müßten viele Konzessionen erteilt werden, andere, Daß die Konzessionen auf eine geringe Zahl beschränkt werden müssen. Die Kommission wird dies und andere Fragen näher prüfen müssen. eine Freunde sind bereit, in der Kommission mitzuarbeiten. Sie werden fich dabei davon leiten lassen, daß die Wettseuche möglichst ein- gedämmt und die einheimische Pferdezucht möglichst gehoben wird. Abg. von Flemming (dkonsf.): Der ideale Zustand wäre die Beseitigung der Rennwette. Unter den bestehenden Verhältnissen müssen wir aber damit rechnen, daß die Landespferdezuht Mittel nötig hat, die ihr aus den Nennen zufließen. Unter dieser Voraussicht bin ih mit der Absicht, den Auswüchsen des Buchmacherwesens entgegen- zutreten und die Landespferdezuht zu heben, einverstanden. Im leßten Jahre sind allein 15 000- Personen wegen Uebertretung der LlLertca Vorschriften bestraft worden. Es ift tief bedauerlich, daß alte gediente Soldaten, wie es sih hier aus dem bekannten Prozeß er-

geben hat, sih zu unlauteren Manipulationen hingegeben haben. Man-

sollte fih aber davor hüten, diese Einzelfälle zu verallgemeinern; die Schüßleute und Gendarmen sind im allgemeinen intakt. Sollte der Entwurf angenommen werden, so müßte die Konzession nur solchen Leuten erteilt werden, die moralish etinwandfrei sind, aber niht der heutigèn Sorte der Buchmacher. Die Vorlage bringt die Kon- zessionierung der Buhmächer und erhöht die Strafen. Wir glauben, der Schöpfer des Entwurfs ist auf dem rechten Wege. Gegen die Vorschläge des leßteren sind in der Oeffentlichkeit lebhafte Bedenken erhoben worden,. die wir nur teilweise für berechtigt halten. Die fonzessionierten Buhmacher werden {on selbst dafür sorgen, daß ihre Bezirke tein gehalten werden. Die Erhöhung der Strafandrohung,

die Einführung der Sr ONale hat in Ungarn dahin geführt, daß es in Budapest überhaupt keine Buhmacher mehr gibt. Jm einzelnen wünschen wir, daß nur Freiheits\strafen verhängt werden sollen. Ob S 10 in der vorges{lagenen Form bestehen bleiben fann, ist uns zweifel- haft. Durchaus abweichender Meinung von dem Abg. Erzberger sind wir hinsichtlih des §11, dem wir eine noch \scärfere Fassung geben möchten. Daß in den Ausführungsbestimmungen das Wetten bei Buchmachern für Herrenreiten Lbrbóten werden soll, dagegen müssen wir uns mit Entschiedenheit wenden; unser für die ganze Welt vorbildliches Herrenreiten würde darunter letden. Werden diese unsere Bedenken beseitigt, so stimmen wir dem Geseß gern zu und sind über- zeugt, daß das Nennwesen große Vorteile davon haben wird. Diese Borteile bestehen in der Besteuerung der Millionenumsäße, in der Grhöhung der Einnahmequellen für den Staat- und die Nennvereine, in einem geordneten Wettbetrieb, in der Ausschaltung der geheimen Büchmacher, in einer s{arfen Kontrolle unlauterer Clemente. Wix haben den dringenden Wunsch, daß das Geseß noch verabschiedet wird, weil fonst neue Schwierigkeiten für die Befoldungsvorlage entstehen müssen, deten Zustandekommen vor der Vertagung wir ebenfalls drin- gend wünschen müssen.

Abg. Se y da (Pole): Nachdem die Vorlage von ‘dem Vorredner zum Teil mit großer Sachkenntnis besprochen worden ist, kann ih mich kurz fassen. Wir haben gegenüber der Vorlage sehr erhebliche Be- denken, niht bloß im einzelnen, sondern auch folche prinzipieller Natur. Ein solches Geseß, das das Buchmachergewerbe staatlich konzessioniert, darf nur angenommen werden, wenn damit das Ziel erreicht wird, die Wettseuche. nicht etwa noch zu vergrößern, sondern einzuschränken. Ob dieses Ziel mit dem Geseß erreicht wird, ist uns mindestens zweifelhaft. Denn wenn jeßt, wo dieses Gewerbe im Ge- heimen betrieben wird, das Wetten einen so großen Umfäng annimmt, so ist zu erwarten, daß, wenn es unter staatlihen Schuß und Privi- legium gestellt wird, dann die ktonzessionierten Buchmacher umso mehr bestrebt sein werden, den Betrieb zu erweitern, und so das Wetten noch weiter ausgedehnt wird. Sollte dieser Effekt eintreten, so würde das höchst bedauerlich sein. Die Kommission wird also die Be- stimmungen des Entwurfs so zu fassen haben, daß eine Einschränkung der Wettseuche erreicht wird. Wir werden unsere Stellungnahme von den Kommisstonsbeschlüssen abhängig machen.

Abg. Dr. Arendt (Rp.): Meine politishen Freunde werden ihre endgültige Stellungnahme von den Beschlüssen der Kommission abhänaig machen, aus der nach der jeßigen Debätte zu schließen, das Geseß wohl nicht unverändert herauskommen wird. Man hat uns hier wiederum in eine Notlage verseßt, indem man die Einnahmen aus diesem Geseß mit der Erhöhung der Besoldungen und der Er- höhung der Bezüge der Altpensivnäre verquikt hat. Das soll uns zwingen, das Geseß in kürzer Zeit zu verabschieden. Mit dem Wert- zuwachssteuergeseß ist es uns ähnlich ergangen. Der Schwerpunkt dieses Gesetzes liegt nun in der Begründung, das ist doch etwas außer- ordentlih Cigenartiges. Die wichtigsten prinzipiellen Bestimmungen werden dem Bundesrat überlassen. Der Vertreter der Konservativen hat ja schon {were Bedenken gegen die Bestimmungen bezüglich der Herrenreiten erhoben. Der Abgeordnete Erzberger hat an die Vor- gänge von 1905 erinnert. Diese sprechen aber für meinen Standpunkt. Zuerst hat er sich scharf gegen die Konzessionierung der Buchmacher ausgesprochen. Ich freute mich schon, daß das Zentrum sich an seine alten UÜeberlieferungen erinnert. Auf einmal aber macht es einen geistigen Salto mortale und ist mit der Konzessionierung der Buch- macher einverstanden. Man kann doch die Spielleidenschaft nicht aus dér Welt schaffen, indein man sie legalisiert. Das wäre fo, als wenn man Herrn Blanc zurückrufen und ihm die Leitung von Spielsälen wieder übertragen würde. Diese wirken vielleicht weniger verderblich als Nennwetten. Der Totalisator ist örtlich beschränkt und hängt mit dem MNennbetrieb unmittelbar zusammen. Im Jahre -1905 hat man allerdings für die Annahme von Wetten am Totalisator An- nahmestellen zugelassen. Aber kein Mensch hätte es für denkbar ge- halten, daß man auf Grund dieser Bestimmungen dem Hause Wert- heim eine Annahmestelle überläßt. Auch damals woollte man die IWinkelbuchmacher tot machen, sié find aber lebendiger als je. So wird es auch infolge dieses Geseßes ge\chehen. Die offiziellen Buchmacher werden auch Annahmestéllen errich{ten, und diè Wettleidenschaft wird dann in Kreise getragen, die für sie bisher unzugänglih waren. Es sollte doch zu denken geben, daß die Tötalisatorumsäße in den leßten Jahren um das Dreifache gestiegen sind. Man sollte sih hüten, ein solches Geseß über das Knie zu brehen. Durch hohe Eintrittspreise \ollte seinerzeit eine Gewähr dafür geschaffen werden, daß die weiten Volkskreise nicht an den Totälisator herankommen. Nun überlassen wir die Bestimmungen über ‘die Mindestsäße einfach dem Bundesrat. Das ist das Allershlimmste an diesem Gese. Wenn man dem kon- zesstionterten Buchmacher nicht gestattet, 50 Pf. und 1 # anzunehmen, dann bleibt eben der Winkelbuchmacher bestehen. Bedenklich ist auch die Bestimmung, daß es dem Bundesrat überlassen bleibt, für welchen ausländishen Staat Wetten angenommen werden können. Man darf auch nicht vergessen, daß durch die Veröffentlichung von Tips in den Zeitungen die Wettleidenschaft gefördert wird. Die Totalisatorsteuer weiter herabzuseßen halte ih für äußerst bedenktlih. Man fagt zu uns jeßt: Friß Vogel, oder \tirb. Eine solche Behandlung sollte sih der Neichstag nicht gefallen lassen. Wir sollten dieses Geseß den Sommer über ruhen lassen und erst Erfahrungen sammeln, ehe wir den Sprung ins Dunkle machen. Wird das Herrenreiten ausgenommen, dann treibt man das Wetten darauf direkt in die Hände der Winkelbuch- macher. Das Beste am Geseß sind die Strafbestimmungen. Jch wäre damit einverstanden, wenn wir uns darauf allein beschränken würden. Gehen wir auf dem betretenen Wege weiter, so wird uns \chließlich nichts weiter übrig bleiben, als zu sagen, wir geben das Buchmachergewerbe ganz frei.

Damit schließt die erste Beratung. Der Gesebentwurf geht an eine Kommission von 21 Mitgliedern.

Die Tagesordnung if} hiermit erschöpft.

Schluß 1214 Uhr. Nächste Sißung Montag 2 Uhr (Konkurrenzklausel).

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

70. Sißung vom 2. Mai 1914, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphishem Bureau.)

Ueber den Beginn der Sißzung ist in der vorgestrigen Nummer d. Bl. berichtet worden.

Das Haus seßt die zweite Beratung des Etats des Ministeriums der geistlihen und Unterrichts- angelegenheiten bei den Ausgabetiteln für die einzelnen Universitäten fort.

Zu dem Zuschuß für die Universität in Berlin bean- tragen

die Abgg. Aronsohn (fortshr. Volksp.) und Genossen, die Regierung zu ersuchen, an der Friedrich-Wilhelms-Universität in L einen Lehrstuhl für Tropenpathologie einzu- richten.

Die Abgg. Dr. Runze (fortshr. Volksp.) und Genossen beantragen, die Regierung zu ersuchen, an der Friedrich -Wil- helms-Ünivérsität in Berlin ein Ordinariat für prähisto- rische Forschung einzurichten.

___Abg. Dr. Mugdan (fortshr. Volksp.): Die a aroße Spe» E der Wissenschaft ist eine Gefahr für dieselbe. Aber mir eint, dab die Naturwissenschaften, zu der auh die Medizin gehört,

hon E eine rüdckläufige Bewegung genommen haben, dit, wie ih

glaube, sh auch in der Zukunft fortseßen wird, {hon deshalb, weil die Kenntnis eines Spezialfaches niht möglich ist ohne die Kenntnis der allgemeinen Wissenschaft. Unser Antrag hat mit einer neuen

Spezialisierung der klinishen Medizin nichts zu tun. Der Minister fann aus einer nicht genügenden Beteiligung an den Vorlesungen keinen Grund gegen die Einrichtung eines Lehrstuhles für Tropen- pathologie herleiten, Gerade die akademische Freiheit in Deutschland ist das höchste Gut, und wenn vielleicht infolge der akademischen Frei- heit mancher nicht kommt, so ift das kein Fehler. Der Lehrstuhl für Tes hat auch eine materielle Seite. In unserem großen ‘olonialbesiß sind niht wenige ungesunde Gegenden, deshalb 1st das Studium der Tropenkrankheiten von größter Bedeutung. Dazu kommt, daß Deutschland eine der größten séefahtkenden Nationen der Welt ist; und auch für den Schiffsarzt ist die Kenntnis der - Tropenkrankheiten absolut notwendig. Wir baben in Berlin eine große Anzahl von Aerzten, die sih in den Tropengegenden betätigen wollen, deshalb muß ihnen Gelegenheit ge- zeben werden, die Tropenkrankheiten hier zu studieren. Zwar wenden fich die meisten Tropenkranken nah Hamburg, aber von Jahr zu Jahr wächst doch die Zahl der Tropenkranken, die nah Berlin kommt. Im übrigen stelle ih den Antrag, die Anträge der Unter- richtskomission zu überweisen.

_— Abg. Dr. Axntn g. (nl): “IG möchte die MRegierung bitten, einen Doftortitel für die Zahnärzte zu schaffen, den diese innerhalb der thnen auferlegten Studienzeit erwerben fönnen. Dann wäre der Bau und die Einrichtung eines anthropologischen Museums von gtoßer Wich- tigkeit, in dem die außerordentlich wertvollen anthropologischen Samnli- lungen des Professors Luschan und die nachgelassenen Sammlungen von Professor Virchow wie die übrigen überaus wertvollen Sammlungen, df größer und bedeutender sind als irgend welche der Welt, aufgestellt werden föonnen. Dabei ist es gleichgültig, ob das Museum der Unti- versität angeschlossen" oder ein sfelbständiges Museum werden fol. Wichtig ist auch die Einrichtung eines Lehrstuhles für Tropenpatho- logie, der wesentlih wichtiger ist, als ein Lehrstuhl für Tropen- hygiene. Endlich schließe ih mich dem Antrag auf Einrichtung eines Lehrstuhles für prähistorishe Wissenschaft an der Berliner Üniver- fität an.

Abg. Dr. Nun ze (forts{r. Volksp.): Zur Bégründung meines Antrages auf (Errichtung eines Ordinariats für deutsche Vorgeschichte an der Universität Berlin kann ih mich zunächst auf die Verhand- lungen berufen, die hier über das Ausgrabungsgeseß gepflogen wurden. Das ganze Haus ist in großer Einmütigkeit für das Ausgrabungs- geseß eingetreten und hat somit das einstimmige weitgehende Inter- esse für die hohe Bedeutung dieser Wissenschaft kund getan. Jch er- hoffe folhe Cinmütigkeit auch für unseren Antrag. Wir haben zwar in Berlin seit einer Reibe von Jahren ein Ertraordinariat für dieses so wichtige Wissensgebiet, aber dieses Extraordinariat kann die wich- tigen und hohen Aufgaben dieses Faches nicht in dem Maße be- waltigen, wie es notwendig ist. Darum ist es notwendig, daß dieses (Sxtraordinariat in ein Ordinariat umgewandelt wird. Bedenken wir, daß in ganz Deutschland noch kein ordentlicher Lehrstuhl für deutsche Borgeschichte besteht und nur das eine Extraordinariat hier in Berlin, während man an den fremden Universitäten schon längst einen Lehr- stuhl für Prähistorièn errichtet hat. Ich nenne nur die Universitäten in Christiania, Upsala und Wien. Die vorgeshichtlihe Forschung hat nicht nur kulturellen, sondern auh nationalen Wert. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes éine nationale Wissenschaft. Jch bitte, unserem Antrag zuzustimmen, ih würde auch nichts dagegen haben, wenn er der Unterrichts- oder Budgetkommisfion überwiesen wird.

Beide Anträge werden der Budgetkommission überwiesen.

Bei dem Zuschuß für die Universität Greifswald bemerkt der

Abg. Haen is ch (Soz.): Das Disziplinarrecht, das den RNék- toren der Universität der Studentenschaft gegenüber zusteht, hat einen durchaus mittelalterlißen Charakter und ist ein Hohn auf das zwan- zigste Jahrhundert. Der Mektor der Greifswalder Universität hat mehrere Studenten disziplinarish bestraft, weil sie eine Kaiserrede veröffentlicht hatten, und sih in mehreren Veröffentlichungen gegen den Alkoholmißbrauch bei patriotischen Feiern wandten. Es ist -not- wendig, daß die Studenten politish ebenso gestellt werden wie alle übrigen Staatsbürger. Jch bitte die Megierung, möglichst bald das Disziplinarrecht unserer Univêrsitäten einer Revision zu unterwerfen.

Bei dem Zuschuß für die Universität in Breslau be- antragen die Abgg. Viereck*(freikons.) und Genossen:

die Negierung zu ersuchen, ‘an der Universität Bresla u einen Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte und Landeskunde einzurichten.

__Die Abgg. Künßger (nl.) und Genossen beantragen den ZUsaß, daß ein solcher Lehrstuhl auh an der Akademie in Posen eingerichtet wird.

__ Abg. Viereck (freikons.): Die Kenntnis der osteuropäischen Sprachen und Verhältnisse wird von Jahr zu Jahr notwendiger. Namentlich ist die Förderung der russishen Sprache und der russischen Verhältnisse für uns eine unabweisbare Notwendigkeit. Unter diesem Gesichtspunkte habe ih auch meinen Antrag auf Errichtung eines Lehrstuhles für osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität Breslau eingebracht. Schlesien ist geradezu darauf ange- wiesen, Beziehungen nah dem Auslande, besonders nah Rußland, zu pflegen. Deshalb ist es notwendig, die Kenntnis der russishen Ver- hältnisse nah Möglichkeit zu fördern. Was für Rußland gilt, gilt ebenso für die Balkanländer unFhdie anderen osteuropäischen Staaten. Aus der Geschichte dieser Ver begreifen wir, wie die einzelnen Völker sich entwickelt haben und sih auch noch in Zukunft eutwickeln werden. Damit lernen wir auch verstehen, was wir in politischer und

wirtschaftlicher Beziehung von diesen Völkern zu erwarten haben.

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Gerade nach dieser Seite hin ist Schlesien der geeignete Boden. Durch einen solchen Lehrstuhl können wir es abwenden, daß die Studierenden aus Sllesien nah Berlin gehen. Wir müssen in Breslau eine Zen- trale haben, von der die östlichen Nacbbarländer wissenschaftlich erfaßt werden können und Gelegenheit gegebéên werden kann, für die gebil deten Volkskreise, die sih damit befassen, die nötigen Kenntnisse zu erwerben. Jch bitte Sie deshalb, sih dem Antrage wohlwollend gegen- überzustellen und ihn der Budgetkommission zu überweisen. Ueber den Antrag Künzer will ih noch nicht sprechen, da ih Herrn Künzer als Vertreter von Posen nicht vorgreifen will. Daß ich dessen Antrag wohlwollend gegenüberstehe, brauche ih nicht erst zu sagen. Sodann hat mein Freund Wagner, der heute verhindert ist, noch einen Wunsch für das gerichtsärztlihe Institut in Breslau. Die Tätigkeit dieses Instituts ist durchaus wichtig, an ihm sollen die Mediziner wie die Juristen über die gerichtsärztliche Tätigkeit belehrt werden. Die Ge- \chäfte des Instituts werden von einèm Ordinarius geleitet, der selb\t als Gerichtsarzt tätig ist und daher oft abgerufen wird. Er hat dann keine geeignete Vertretung und muß sih mit wechselnden Assistenten behelfen. Aber gerade die Tätigkeit eines Assistenten an einem gerichtsärztlichen Institut erfordert eine jahrelange Praxis, bis die Spezialkenntnisse für dieses Gebiet erworben sind. Deshalb müßte, wie in Berlin, eine ordentliche Stelle für einen Assistenten geschaffen werden.

Abg. Korfanty (Pole): Jch habe volles Verständnis für das Bedürfnis der Kenntnisse in der russishen Sprache, aber weshalb treten gerade Herr Viereck und seine Freunde so warm für das Nussische ein; während sie prinzipiell die Verbreitung der Kenntnisse in der polnishen Sprache bei den deutshen Staatsbürgern be- fämpfen? Sie tun ja in diefem Hause alles Mögliche, um die leßten Ueberreste des Unterrichts in der polnishen Sprache auszurotten. Ge- rade für die deutsche Industrie und für den deutschen Handel ist die Kenntnis der polnishen Sprache erwünscht, und zwar gerade für die Industrie in Schlesien. Die Absabgebiete für Schlesien sind Posen, IPestpreußen, Galizien und Nussish Polen, also ein Gebiet, wo Millionen von Polen wohnen. Troßdem der sonderbare Widerspruch in der Haltung des Herrn Viereck und seiner Freunde, den ich hiermit unterstreichen will. Allerdings herrscht in Deutschland eine große Un- kenntnis der Verhältnisse der osteuropäishen Völker und threr Ge- \chichte, die einzigen Informatoren über diese Dinge sind die Freunde des Herrn Viereck, ‘die Professoren Schiemanu, Hdebsch u. A. alles Herren von dex extremsten chatviniskishen natiönalistishen Nichtung, die uns nicht ein klares Bild von den östlichen Völkern geben, sondern

alles, was sie uns mitteilen, erst dur den hauvinistishen Filter eben lassen. Gerade diese Herren tragen am meisten dazu bei, das Rerhaltms - der Deutschen ‘zu den Slawen zu“ ver ¡hem Der Minister hat das DEdLIns eines solhen Lehrstubls in Frage gestellt. Wenn der Lehrstuhl mit einem der Herren: Hoeßsch oder Schiemann oder sonst von dieser Couleur beseßt werden sollte, so würden wir þrinzi viell gegen einen folhen Lehrstuhl sein, denn das würde nux eine staatlih subventionierte Verhe ung der Slawen sein. Objektiv erkenne ih das Bedürfnis dieses Lehrstuhls an. Posen wäre

oh geeigneter dafür als Breslau, dadurh würde auch ein weiterer

Ausbau der Akademie in Posen erfolgen, die bis jet ihren Zweck in feiner Weise erfüllt hat, aber natürlich darf dieser Lehrstuhl nicht ein Kampfmittel in dem Nationalitätenkampfe sein. Das warme Wie des Abg. Viereck und seiner Freunde für diesen Lehrstuhl in Breslau berührt eigenartig, es beißt, es sei den Herren nur um die Unter- bringung ibres Freundes, des Professors Hoebsch, zu tun, der jeßt Bor- lesungen in Berlin hält. Sie wollen ihm behilslih sein, na Bres- lau zu kommen, Professor Hoebsh is nebenamtlich Herausgeber der Korrespondenz des Ostmarkenvereins, einer ‘der nichtswürdigsten und {chädlichsten Heßschriften, die wir haben. Professor Hoeß\sch ist es

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auch, der den Kampf gegen das Priesterseminar in Posen führt. Pro-

S fessor Hoebsch hat ein Werk über Rußland veröffentlicht, und wunder-

| barerweise fand eine sehr ausführlihe Besprechung dieses Werkes

gerade über Rußland in der „Schlesischen Zeitung“ statt. Das erweckt

S den Anschein, als ob man in 2 reslau für Professor Hoesch Stim- S nung gemacht hätte. Wenn unsere Informationen richtig sind

und alle Begleitumstände scheinen dafür zu sprechen, daß eine Ver- sorgung des Herrn Hoeßsch eintreten foll —, dann müssen wir den

Antrag ablehnen. Jch habe über diese Sache etwas Licht verbreiten

wollen. j E S Abg. Künzerx (nl.): Wir halten es für richtig, wenn auch an der Akademie Posen ein solcher Lehrstuhl errichtet würde. Das Urteil,

Ï daß die Akademie Posen nicht leben und nicht sterben könne, ist

durchaus nicht richtig. Es ist durchaus nicht richtig, daß die Lehrer an der Akademie keine Hörer hätten. Die ungünstige Meinung über Posen, die nun einmal laut geworden ist, könnte eine Stüße [inden in Maßnahmen der Regierung aus den leßten Jahren. So ist z. B.

} cine Dozentur an der Akademie Posen eingerichtet worden für russische | Sprache ‘und Literatur, aber sie ist noch nicht beseßt worden. Jch bitte

die Regierung, auf dem Wege, den sie vor einigen Jahren beschritten

hat, im Interesse der Akademie Posen fortzufahren. Die Verhältnisse Î liegen an der Akademie Posen für die Einrichtung eines Forschungs- Institutes für osteuröpäische Geschichte günstiger als in Breslau. Die } Hauptsache ist, daß eine eingehende Kenntnis der russischen Ver-

hältnisse und der russischen Sprache den Verwaltungsbeamten, den

M uristen, den Oberlehrern vermittelt wird. Auch wenn wir in Nuß-

land einen Gegner erblien, is die Frage wichtig, denn den Gegner tennen zu lernen, ist eine Vorbedingung für eine wirksame Behandlung des Gegners.

Abg. Kindler (fortshr. Volksp.): Ih möchte diese Anregung ebenfalls unterstüßen. Ein jolcher Lehrstuhl würde einen Anziehungs- punkt für die Studenten von ganz Deutschland bilden, sodaß sie nach Posen fommen, namentlich wenn ihnen auch die Semester an der Aka- demie angerechnet werden. Ich möchte mich entschiedèn gegen die Aus- fassung wenden, als ob die Akademie Posen nicht mit der Zeit auch zu einer Universität ausgestaltet werden könnte.

Abg. Viere ck (freikons.): Für Breslau bleibt das Bedürfnis nach einer Professur für osteuropäishe Geschichte und Landeskunde in erster Reihe ebenso wie für Posen béstehèn. Herrn Professor Hoeßsch, der hier vom Abg. Korfanty so lebhaft angegriffen worden ist, kenne

M ¡ch als einen Dozenten, der in Posen zur Zeit seines dortigen Wir-

kens sehr beliebt gewesen ist. Um Parteitendenzen handelt es sich bei

Ì der Frage dieses Lehrstuhls nicht, sondern um die Darstellungen wissen-

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schaftlicher Fragen.

Hierauf werden beide Anträge der Budgetkommission überwiesen.

Bei dem Zuschuß zu der Universität Göttingen be- antragt die Budgetkommission, die Regierung zu ersuchen,

vom nächsten Jahre ab zur Förderung der Samm-

lnd er Quellen der Religions gesM.ichte durch die Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften bis zum Gesammtbetrage von 100000 4 einen Jahresbetrag von 10 000 4 in den Etat einzustellen.

Abg. Dr. Kaufmann (Zentr.) berichtet hierüber nainens der

| Budgetkommission und erklärt gleichzeitig, um die Verhandlüngen ab-

zukürzen, die Zustimmung seiner Parteifreunde zu dem Antrag. Abg. Dr. O t t o - Göttingen (nl.): Es handelt sih hier um eins

| der interessantesten und wichtigsten Unternehmen. Es ist früher in } England, aber von einem Deutschen, Max Müller, in Angriff ge-

nommen worden, ist aber dann ins Stocken geraten. Damals war in England der Boden für diese Dinge besonders günstig. Die Quellen der Geschichte des Christentums sind ausdrücklich ausgenommen, denn diese werden durch ein anderes Unternehmen gesammelt. Wohl aber ist zum Beispiel die jüdische Neligion eingeschlossen. In den Wur- zeln der Kultur liegen zum Teil die Wurzeln der Weltanschauungen großer Völkergruppen, ganz ebenso die Wurzeln der Philosophie. Die gesamte Kultur- und Geisteswissenschaft ist auf das intimste interessiert an diesen Dingen, und zwar interessiert daran, daß diese Quellen nicht in einer óstlihen Sprache, etwa in Arabish oder in Sanskrit, zur Verfügung stehen, sondern in einer westeuropäishen Sprache. Diese Forschungen haben auch Bedeutung . für den Mann der praktischen Theologie, für den Missionar, wenn er nah dem Osten kömmt, damit er niht ohne Waffen i. Der Mann, der unter einem barbarischen Volk arbeiten will, bedarf der Kenntnis der Gegenden, in denen er wirkt. Für den Beamten, der hinausgeht, ist diese Kenntnis ebenfalls notwendig, damit er weiß, was er vorfindet, und die geistige Struktur der dortigen Menschen kennen lernt. Der Studierende muß das

M Ouellenmaterial ganz objektiv auf sich wirken lassen. Darum ist

jeder, welcher Religion oder Konfession er au angehört, für die Mit- arbeit willkommen. Wir haben |chon jeßt eine Anzahl von Männern der verschiedensten Konfessionen, die objektiv als Fach- oder Kultur- gelehrte sih angeboten haben, an unserer Sache mitzuwirken. Be- sonders willkommen sind missionarish vorgebildete Leute. Die Sache hat aber au ein nationales Interesse. Es ist nicht unwichtig, ob wir Deutsche die Arbeit leisten, ob sie geschieht in deutsher Sprache und vor allem zuverlässig in deutsher Sprahe. Wir wollen diese bedeutsame Arbeit nicht auf den Staat abschieben, das Privatinteresse muß sich regen und mitarbeiten. Die Arbeit besteht \{on, wir haben sie in eigenen Betrieb genommen, und sie schreitet rüstig voran. Wix rechnen darauf, daß uns in den Kreisen privater Interessenten Ent- gegenkommen gezeigt wird. Eine solche Arbeit bedarf aber auch staat- licher Hilfe. Im Vergleih mit den Mitteln, die e die Ost- asiatishe Kompagnie erhalten hat, sind 10 000 M auf 10 Jahre hinaus gewiß eine kleine Summe. Sie seßt aber die Gesellschaft instand, die Arbeit auf eine gesunde Basis zu stellen und den gesunden Fortgang der Arbeit zu garantieren. Garantiert is auch die absolut zweckmäßige Verwendung der Gelder. Wir werden versuchen, mit möglih\t kleinen Mitteln möglichst große Resultate zu erreichen. - Ich bitte das Haus, die Resolution möglichst einstimmig anzunehmen.

__ Abg. Graf Moltke (freikon\.): Nicht nach konfessionellen Ge- sichtspunkten, sondecn rein objektiv muß die Arbeit behandelt werden. Sie darf auch nichr in ihren Wirkungen in das Gegenteil umschlagen. Zmn Einverständnis mit dem Grundgedanken müssen zroei Bedingungen erfüllt werden, damir das geleistet werden kann, was. geleistet werden nuß. Zunächst muß die Ünterstühung möglichst bald erfolgen, weil ganze Velkergruppen teils ausgestorben, teils im Aussterben begriffen sund. Verpaßt man ven richtigen Moment, so ist er unwiderbringlich verloren, Die pelle Bédingung ist, daß man die Subvention im einer Höhe bereit stellt, die die No dieses großen und bedeutsamen Unternehmens durchaus garantiert. ir haben es oft genug erlebt, daß große wissenschaftlihe Unternehmungen in ihrer Entwicklung er- tikt worden sind. Deshalb muß die Gefähr eines Verlaufens der

Aklion im Sande vermieden werden. Das Haus kann sih gar nicht

meh;r ehren, als daß cs den Antrag einstimmig der Budgetkommission unterbreitct, ] E :

Abg. Vol gex (freikons;): Dás Landwirtschaftliche Justitut an der Universität Göttingen muß durch Errichtung eines Mustergutes ausgebaut werden. Man hat an der Tierärztlichen Hochschule in y nover ein Gut für Tierzucht eingerichtet, mit demselben Rechte kann auh Gôttingen eine besondere Berüdæsichtigung verlangen. Göttingen fühlt sich auch zurüdgeseßt gegen Halle; man fann Göttingen -niht das verweigern, was man Halle gewährt hat. Nur durch Ausgestaltung des Instituts in Göttingen kann man die bedeutsamen Fragen der Landwirtschaft der Lösung näher führen;

bg. Dr. Arning (nl.) weist darauf hin, daß das Gebäude

des Instituts für Crxperimentalphysiologie ih 1in einem sehr bau- fälligen OUIBE befindet, daß es auch sonst unzureichend fei und bittet um Abhilfe. t bittet er, daß das Ministerium möglichst bald eine Entscheidung über die Errichtung eines Studentenheims in Göttingen treffe.

Abg. Dr. Friedberg (nl.): Göttingen hat die Eigentümlich- feit, das in der philosophischen Fakultät eine Professur für alttesta- mentliche und biblishe Wissenschaften besteht. Diese Professur soll jeßt der theologishen Fakultät angegliedert werden, und es fragt sich, ob die Unterrichtsverwaltung berechtigt ist, eine Uebertragung von einer Fakultät in die andere ohne Mitwirkung des Landtages vor- zunehmen. Die Bewilligung der Professur erfolgt nach den rläute- rungen des Etats für eine bestimmte Fakultät und ein bestimmtes Fach. Es ist daher eine weittragende budgetrehtlihe Frage, zu der ih bitte, daß auch die Finanzverwaltung sich äußert.

e a retar Dr, Dulheuer: Diese Frage ist schon vor einer Reibe von Jahren in der Budgetkommission erörtert worden, und der damalige Vertreter der Finanzverwaltung hat die (Frklärung abgegeben, daß die Finanzverwaltung es nicht für zulässig halte, daß eine Professur, die für ein bestimmtes Lehrgebiet bestimmt sei, für ein anderes Lehrgebiet verwendet wird. Hieran hat die C AA verwaltung ui! langem festgehalten. Das deckt sih mit der von dem Abg. Friedberg berührten etatsrechtlihen Seite der Frage, daß zwischen Regierung und Landtag ein Vertrauensverhältnis bestehen müsse. Nun ift die Frage im vorliegenden Falle dadurch kompliziert worden, daß es sih hier anscheinend nicht darum handelt, daß eine Professur auf ein anderes Lehrgebiet übertragen ist, fondern um die Üebertragung desselben Lehrgebiets auf eine andere Fakultät. In der Budgetkommission ist die Erklärung abgegeben worden, daß die Rebertragung auf eine andere Fakultät jenen Grundsaß nicht unbe- dingt verleßt. Es kommt darauf an, ob durch die Uebertragung an eine andere Fafultät eine Lücke entsteht, die thre Ausfüllung verlangt. Dann würde der Landtag genötigt sein, diese Lücke auszufüllen. Es würde also eine Entscheidung des Landtages notwendig sein. Wie die Sache im vorliegende Falle liegt, darüber kann ich mir aus den Ver- handlungen der Kommission ein Urteil im Augenblick nicht gestatten.

Abg. Dr. Shmedding (Zentr.): Wenn es richtig wäre, daß es sich hier um eine Verleßung des Budgetrechts handelt, dann müßte dieje Angelegenheit auch durh das Dispositiv laufen. Uns werden nur amtlih die Einnahmen und Ausgaben für die einzelnen Univer- fitäten und über den Besoldungsfonds mitgeteilt. Wir sind also be- rechtigt, über die Einzelheiten Aufschluß zu verlangen.

Abg. Münsterberg (fortshr. Volksp.): Wir stimmen mit großer Freude der Resolution - zu. Jh freue mich, wenn auf der Üniversität Göttingen diese Arbeit in Angriff genommen ist. Wenn die Arbeit selbt auf einé Reibe von Jahren verteilt ist, so darf ih doch hoffen, daß das Ziel erreiht werden wird.

Abg. Dr. von Heydebrand und der Lasa (kons): Ich kann der Ansicht des Abg. Dr. Friedberg nicht beipflichten. Die Be- stimmungen in den Erläuterungen des (Etats haben eine absolute bin- dende Kraft nicht. Sie seßen nätürlih ein gewisses Vertrauens- verhältnis zwischen der Negierung und dem Hause voraus. Das darf nicht verleßt werden. Hier kann es sih doch nur um das Lehrgebiet handeln, welches in diesem Falle in Betracht kommt, und ob es iden- tish mit dem Lehrauftrag ist, und dieser lautet hier so, daß schr wohl der Wechsel, der von der Regierung vorgenommen worden ist, unter diesen Lehrauftrag fällt. Ich kann auch nicht finden, daß dieses Ver- trauensverhältnis verleßt ist. Darüber sind wir uns wohl alle einig, daß, wenn durch eine solche Maßnahme der Staatsregierung irgendwie eine Lüde im Lehrkörper entstehen würde, dann zur Ausfüllung dieser Lücke Budgetmittel in Anspruh genommen werden müssen. Dazu wäre natürlich die Genehmigung des Landtages notwendig. Darum bandelt es sich hier aber nicht, sondern nur um einen der Erekutive zustehenden Akt, in den einzugreifen eine sachliche Veranlassung nicht vorliegt. Deshalb sehe ich auch keinen Grund, hier etwas zu be- mängeln. Jch glaube, das Verhalten der Regierung ist einwandsfrei.

Minister der geistlihen und Unterrichtsangelegenheiten D: von Trott au Soli:

Namens der Unterrichtsverwaltung möchte ih mich ausdrüdlich der Erklärung anschließen, die vorhin seitens der Finanzverwaltung abgegeben worden ist, und im übrigen Herrn Abg. Dr. von Heydebrand bestätigen, daß an dem Lehrauftrag in dem Göttinger Fall nichts ge- ändert worden ist. (Sehr richtig!) Derselbe Lehrauftrag, der bisher dem Professor in der philosophischen Fakultät erteilt worden war, ist für den Professor in Aussicht genommen, der jeßt in die theologische Fakultät berufen werden soll, sodaß Herr Abg. Dr. Friedberg irrt, wenn er annahm, daß der Lehrauftrag altes Testament und biblische Forschung umfaßt hätte; das is nicht der Fall. Jch habe hier den Lehrauftrag, den der bisherige Inhaber dieser Stelle gehabt hat; er lautet: ;

Ich verleihe Jhnen den durch das Ableben des Geheimen Negie- rungsrats, Professor Dr. Berteaux erledigten ordentlichen Lehrstuhl mit der Verpflichtung, die alttestamentliche Theologie und Eregese in dem Umfange, wie sie für die Studierenden der Theologie erforder- lih is, vorbehaltlich angemessener Rücksihtnahme auf diejenigen Dozenten in der theologischen Fakultät, welche ebenfalls über alttesta- mentlihe Gegenstände lesen, zu vertreten, und sofern ih es für gut finden werde, sih an der Leitung des theologischen Seminars zu beteiligen.

Der Lehrauftrag war also auf diese bestimmten Aufgaben gestellt;.

es sind Aufgaben, die von allen übrigen Universitäten, wie Herr Abg. Friedberg mir zugeben wird, in der theologishen Fäkultät erfüllt nerden, Fs wird also an dem Lehrauftrag nichts geändert, und ich muß deshalb auch annehmen, daß eine Lücke in der philosophischen Fakultät nicht entstehen wird. Wenn in solchen Fällen eine Lücke entstehen sollte, dann würde allerdings, um sie auszufüllen, der Land- tag mitzuwirken haben, und die Unterrichtsverwaltung würde sih in einem solhen Falle, wenn sie die Uebertragung einer Professur von einer Fakultät auf die andere vornehmen will, zunächst zu fragen haben, ob eine solche Lücke zu erwarten ist in der Fakultät, aus der die Professur entnommen wird. Kommt sie zu dem Ergebnis, daß eine solhe Lücke entstehe würde, wird sie zunächst an den Landtag herantreten müssen und sich die Mittel erbitten müssen, um die zu erwartende Lücke aus- zufüllen, weil sie sonst ja riskiert, daß der Landtag die nachträgliche Bewilligung der Mittel ablehnt mit dem Hinweis: man hätte die Professur nicht auf die andere Fakultät zu übertragen brauchen, dann wäre die Lücke nicht entstandèn. Damit tretè ih durchaus den Aus- führungen des Herrn Vertrêters dèr Finanzverwaltung béi.

Im übrigen möchte ih bemerken, daß nach diesex Auffassung der Staatsregierung tatsählih auch bisher s{on ‘verfahren worden ist. Es besteht niht nur die Absicht, nationökönonishe Professuren aus der

philosophischen Fakultät in die juristische zu übertragen, sondern solche Uebertragungen haben bereits mehrfach stattgefunden. Jch bin dabei Hand in Hand gegangen mit den beteiligten Fakultäten, und namentlich mit den beteiligten Professoren. Nur diejenigen Nationalökonomcn sind. mit ihrer Professur in die juristische Fakultät überführt worden, die dazu ihre Zustimmung gegeben haben. Namentlich habe ih bei Neubeseßungen von Professuten der Nationalökonomie sie niht mehr in der philosophischen Fakultät beseßt, sondern in der juristishen. Jch glaubte mich dazu für berechtigt halten zu müssen, indem ih annahm, daß es sich um ein Jnternum der Verwaltung handele, wozu eine Mitwirkung des Landtages nicht erforderlih is. Selbstverständlich wird demnächst in der Beilage 5 der Uebersicht die entsprehende Kon- sequenz gezogen werden müssen, sodaß Sie, meine Herren, im nächsten Jahre, wenn im Laufe des vorausgegangenen eine derartige Ueber- tragung stattgefunden hat, das kontrollieren, Ihre Kritik üben können und unter Umständen sich dagegen wenden können. Darin liegt die Aufrechterhaltung des Vertrauensverhältnisses mit dem Landtag meines Erachtens, daß die Ihnen zur Kenntnis gebrachten Nachrichten im Ein- fang gehalten werden mit den tatsählichen Verhältnissen. Ich kann das gebe ih zu eine Professur, die mit einem bestimmten Lehr- auftrag von Ihnen bewilligt ist, niht eigenmächtig auf einen anderen Lehrauftrag stellen. Dabei muß ih allerdings die Einschränkung machen, daß es der Verwaltung nicht verschränkt ist, einen Lehrauftrag auf homogenem Gebiete zu erweitern. Das kommt oft vor, daß ein Professor einen bestimmten Lehrauftrag hat nah Maßgabe der Be- stimmungen des Etats und daß dann, wenn es erforderlih wird, später eine gewisse Erweiterung stattfindet auf Gebieten, die homogen sind mit den Gebieten, die ihm ursprünglich zugewiesen sind. Ich glaube, daß dagegen ein Widerspruch nicht erhoben werden kann, und daß das dem Budgetrecht des Landtags nicht widerspricht.

Der Antrag der Budgetkommission wird angenommen.

Bei den Ausgaben für die Universität Marburg bemerkt der

Abg. von Pappenheim (konf.): Notwendig sind Erweite- rungen der psychiatrishen Klinik in Marburg. Die Universitäts- verhältnisse haben sih dort wesentlih geändert. Die Zahl der Stu- denten hat sich verdoppelt und die medizinische Fakultät hat einen ganz besonders großen Umfang angenommen. Dazu kommt, daß die Psy- chiatrie in die Prüfungsordnung aufgenommen worden ist. Früher wurde dem (Framinanden ein einzelner Fall nicht nur zur Uebung, fon- dern auch zur dauernden Führung der Krankheitsge\chihte zur Be- handlung überwiesen. Seitdem sind aber auch die Anforderungen in der Psychiatrie viel rigoroser geworden, Diesen Ansprüchen entsprechend \ah man sehr bald ein, daß das Verhältnis in der bisherigen Weise nicht aufrecht erbalten werden konnte, fondern für das Lehrfah der Psychiatrie andere Dispositionen getroffen werden mußten. (Es mußte vor allen Dingen geprüft werden, ob. die psychiatrische Aufnahmeklinik in dem bisherigen Umfange allen Anforderungen genügt. Diese sind aber noch immer gewachsen. Es haben sich weitere Momente eingestellt, die eine solche Prüfung ganz besonders angezeigt erscheinen lassen. Der jeßige Inhaber hat für den Herbst um seine Pensionierung wenigstens als Direktor der Landesheilanstalt gebeten. Man muß nun fragen, ob es nicht bedenklich ist, daß die Bezirksverwaltung mit einer so kTlei- nen Anstalt auskommen kann. Im Interesse unserer Anstalt liegt es aber, daß sie erweitert wird. Die Zahl ihrer Betten muß von 28 mindestens auf 60 bis 68 gebracht werden. Die neue Anstalt ist ja im Nohbau im allgemeinen fertig. Es handelt fh nur noch darum, einen Ergänzungsbau für etwa 32 Betten herzustellen. Es liegt im eminenten Interesse der Verwaltung, eine solhe Aenderung vorzu- nehmen. Man darf nicht vergessen, daß eine besondere Belastung an Pflege- und Wirtschaftspersonal nicht eintreten wird. Schon jeßt sind 36 Personen für die in Ausficht genommenen 28 Kranken vorgesehen. Das wurde ein sehr s{lechtes Geschäft für den Staat sein. Auch aus finanziellen Nücksichten also muß die Krankenzahl ergänzt werden. Die Verhältnisse drängen niht nur im Interesse der Finanzverwaltung und der Universität, sondern auch im Interesse der Bezirksverwaltung dahin, dieses alte, überlebte Vertragsverhältnis zu lösen und auf die weitere Entwicklung der Psychiatrie bei der Neuordnung Rücksicht zu nehmen. Jch ersuche die Regierung, tunlichst schon im nächsten Jahre damit vorzugehen.

Abg. Dr. Hauptmann (Zentr.) Wenn ich in den vergangenen Jahren mehrfah über die Vernachlässigung des Universitätsbaues der ehemaligen furfürstlihen Residenz Bonn Klage habe führen müssen, so kann ich heute dem Minister uneingeschränkte Anerkennung zollen für die geplanten (Srweiterungs- und Umbauten des Hauptgebäudes, wofür fast eine Million angefordert wird. Mit warmem Dank erkenne ih an, daß die Negierung sich dafür entschieden hat, den Ausbau ein- heitlih mit dem Universitätsaebäude auszuführen; ih freue mich, daß ein historish so hervorragendes Gebäude, einst eins der hervorragend- sten Fürstenschlösser schon durch seine Ausdehnung, so stilgereht wieder hergestellt werden wird. Es besteht ferner an der Universität Bonn das Bedürfnis, Gelegenheit zur Erlernung der holländischen Sprache zu finden. Der vorjahrige Lektor des Holländischen, Herr van Liere, der mit großem Erfolge tätig ist, sollte mit Gehalt angestellt werden, so daß er nicht schlechter dastände als feine Berliner Kollegen.

Bei den Ausgaben für die Universität Münster führt der

Abg. Dr. Schmed ding (Zentr.) aus: Die Erhebung Münsters zur Volluniversität is ein dringendes Bedürfnis. Seit zehn Jähren habe ich diese berechtigte Forderung hier vertreten, mit der bekannten Zähigkéeit des Westfalen. Endlich hat die Regierung ein Einsehen gehabt, endlih sind in den vorliegenden Etat die Mittel für die Er- weiterung der Universität, für ihren Ausbau durch Anfügung einer medizinischen Fakultät eingestellt worden. In der ganzen Provinz Westfalen, ganz besonders in meiner Heimatstadt Münster, herrscht darüber große Freude. Diese würde noch größer sein, wenn die Stadt und die Provinz nicht so hohe Zuschüsse leisten müßte. Jch bitte die etwa heute hier anwesenden Vertreter der Stadt Berlin, sih diese Zuschüsse etwas näher anzusehen, sie würden dann vielleicht mit ihren Klagen aufhören über den hohen Preis, den sie für den Ankauf des Grunewalds zahlen müssen. In Uebereinstimmung mit meinen \ämt- lihen Landsleuten \sprebe ih dem Kultusminister den aufrichtigsten Dank aus für die Einstellung dieser Summen in das Extraordinarium, und ich hoffe, daß er es sein wird, der 1919 den Schlußstein der voll- endeten Unwersität legt.

Bei dem dauernden Zuschuß des Staats für das Charitéträankfenhäaus in Bérlin, 10159707 #6, empfiehlt

Abg. Flaihmann (nl.) dem Minister zur wohlwollenden Prü- fung die Petition des Pflegepersonals und der Laboratoriumsdièner, die eine befciedigende Regelung der Gehalts- und Wohnungsverhält- niss2, der Arvceitszeit erbitten und auch Wünsche hinsichtlih der Be- kestigung und der Bekleidung vortragen.

Der Rest der dauernden Ausgaben für die Universitäten und das Extraorditarium werden ohne Diskussion bewilligt.

Abg. Münsterberg (fortshr. Völksp.) richtet zur Ge- \schäftsordnung.an den Präsidenten die Frage ob es nit zweckmäßig sei legt (2% Uhr) dié weiteren Ver andlungen zu vér- tagen und. nicht die Beratung des so - wichtigen Kapitels „Höhere Lehranstalten“ bei so geringer Frequenz bes Bauses in Angriff zu nehinen.

Vizepräsident Dr. von Krause: Es ist doch jedes Mitglied darälf vorbexeitet, daß dieses Kapitel heute herankommt. Die Fortseßung der Beratung liegt auch im Juteresse der Geschäfte des Hauses. Wir