1914 / 111 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

beiten und Lieferungen in Rechnung. Ein Zwang zur Abschluß solcher Verträge läßt sih nit durfü iren, zumal sich in allen Ge- werben die Verhältnisse nicht gleibmäßzig entwidelt haben. Die Militärverwaltung legt den Militärarbeitern in bezug auf Vereins- und Versammlungsfreiheit, soweit sie auf nationalem Boden stehen, Teinen Zwang auf. Der Beweis dafür ist die A ahl und der Umfang der jeßt {on bestehenden Vereine. Was das Koalitions- und H innerhalb der Militärarbeiterschaft im allgemeinen an betrifft, steht die PViilitärverwaltung auf dem Boden der Erklärung, die der Staatssekretär des Innern am 10. Dezember 1912 hier ab- ge ‘geben bat, D er aus\pra, daß die Regierung gezwungen unD ver pflichtet sei, Koalitions- und Vereinsfreibeit von Arbeit V Gesetz gefteckten Grenzen insoweit zu bef ch1 änk Säicherheit, die Zwecke des Staates und die Leistun eeres und seiner Einrichtungen erfordern, D durch den Arbeitsvertrag.

Abg. Chrysant (Zentr Jh muß Unternehmer für eine Hose 3,90 M bekommen nur 2 M dafür bezahlen. Daß es möglich ist, auch durch Vergebung von Arbeiten an das Handwerk nd leistungs fähig zu- erhalten, beweisen die wo man 40 % der Arbeiten den Handwer ( Zckchuhmacher gewerbe beklagt sich, daß die s eresvertwalti m dadurch Kon- Purerens macht, daß fie ausrangierte Stiefel zu f illigen Preisen an die Jugendvereine abgibt. Auf jeden Fall muß | die Heeresverwal dung den Wünschen des Mittelst andes mebr als bisher entgegen» kommen. Das liegt im S des deutschen Vaterlandes.

Abg. Behrens irt ¿ Vg): Es ist’ ja. riGtig, daß tim allgemeine n die ortsüblic agelöbne gezahlt werden. És ergeben ch aber Lt ine U omt t cine geringere Entlöhnung vor, wenn beispielsweise nur eine Firma am Orte überhaupt in Betracht Ffommt, die auch wentg ezahlt. So entsteht eine verschiedenartige Bezahlung. Die Heeres] ng müßte bei den Obe ern die Lohnlisten n Zelt z Zeit einfordern und diejenigen Firmen rück- sichtélos usschließen, die ihre Arbeiter shlecht bezahlen. Die Bes- tleidungsämter sind zweifellos ein Fortschritt. Aber die Löhne sind nicht genügend. Beklagt wird die Art und Weise der Festse bung der E e. Man rihtet si hier nah einer Probearbeit, die unter

nderen und leibteren Bedingungen vor #ch geht, als die eigentliche Ar beit. Man sollte erwägen, ob man mcht das bei der Ra chn verwaltung eingeführte System des Zeitstücklohnes an telle des Stüllohnes wahlen soll. Ich bitte, diese R S prüfen und uns vielleicht im nächsten Jahre darüber Mitteilung zu machen.

0 X Tim bor n (Zentr.): Jm Fi Sud e Es A mich

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, inb in diesem Jahre darauf iurüd: me die “Maschi nisten erdings eine Pet tition eingereiht haben, die jene Gründe für

Wiedereinreichung aufführt. Ich e -mpfehle ck Diese Petition als {Ganz Ns dem Wohlwollen der Sar E Cl tin,

(bg. Albre A (Soz.): Der Vertreter der Heeresverwaltung hat e erftlärt, N sie Lieferungen nur an Unternehmer vergibt, die

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auch die Rechte der Arbeiter ahten. Da sollte die Militärverwaltung doch zunächst einmal bei sih selbst anfangen. Sie achtet die Rechte der Arbeiter nicht. „Nationale“ Vereinigungen smd auch alle Ge- werkschaften. Und {ließt die Regierung mcht auch internationale Verträge? Die „internationalen Beziehungen der Gewerkschaften haben nur den Zweck, den deutschen Mitgliedern im fremden Lande die Rechte, die sie _im eigenen genießen, zu sichern, Es gibt aber auch die „gelben“ Dftganijationen, die sind eine nationale Schmach, denn sie fallen ihren eigenen Arbeite sgenofsen bet YLohnbewegungen in den Riden, indem sie für ein Schund geld arbeiten, wenn es fi um Streiks und Aussperrungen handelt. Der Kriegsminister sollte sich doch mit der Frage der Oekfonomiehandwerker wirklich baldigst eingehender beschäftigen, Aus dem A des Bekleidungsamts Hannover geht hervor, daß die Herstellung der feldgrauen Uniform allerdings etwas teurer ist; aber darauf kommt cs nit c n, damit kann man die Notwendigkeit, Cr eridi ÜUmiformen herzustellen, niht recht- fertigen. Generalmajor von Schöler: Der Abg. Thöne hat behauptet, daß in den Segeltuchfabriken an verschiedenen Drten verschiedene Löhne gezahlt werden. Es besteht der Grundsaß bêi uns, daß orts- übliche Löhne gezahlt werden sollen; entwideln si die Löhne in den einzelnen Orten vetschieden, fo werden auch ihre Löhne unter einan-

der differieren, Dem Mißstand, daß die Offiziere der Bekleidungs- ämter zwar im “Range ge, - aber niht im Gehalt gestiegen sind, soll tunllihst abgeholfen werden. Wir werden auch gern bereit sein, dem weiteren Ausbau der Handwerksmeisterstellen unsere Aufmerksamkeit zuzuwenden, aber die geforderte Gleichstellung mit den Meistern der technischen Institute, die etne ganz andére Vorbildung baben, fönnen wir nit versprehen. Die Einstellung von Oekonomiehandwerkern wird bei der jeßt in Angriff genommenen (Erweiterung der Be- Fleidungsämtér nmicht vermehrt werden. Arbeiten werden den Straf- anstalten von uns nur in geringem Prozentsaße überwiesen; dem Privathandwerk wird dadur keine Konkurrenz gemacht. Auf die Klagen über Ungleichmäßiakeit der Löhne kann ih nur dasselbe er widern, was ich dem Abg. Thöne erwidert habe. Die Lohnsäße wer- den jährlich nachgeprüftt; man kann der Militärverwaltung nicht naq- sagen, daß sie versucht, ihre Arbeitér niedrig zu honvorieren. Die Be1- behaltung der 14 tägigen Lohnzablung wird von dem Arbeiterpersonal der Bekleidungsämter gewünscht; eventuell ftéht es jedem Arbeiter frei, sich einen Vorschuß geben zu lassen. Ueber den Vorfall in Koblenz tann ih nichts befunden. Den Beschwerden des Abg. Chrysant wird nachgegangen und eventuell abgeholfên werden; feinen warmen Wor- terf für das Handwerk schließen wir uns voll an. Es ist zu hoffen, daß durch ein Zusammenwirken der Vérwaltung mit den Hand- werkern bessere Zustände geschaffen werden. Den Wünschen der Vtasch inisten wird durch die Schaffung neuer Stellen entgegen- gekommen; thre Wünsche wetden noch weiter geprüft werden; das- selbe gilt von den Wünschen, diè der Abg. Behrens vorgetragen hat.

Abg. Werner - Hersfeld (wirtsch. Vgg.) trägt die Beschiverde der Unterkaserneninspéktören in bezug auf ihre Besoldungs- und Ahn stellungöverhältnisse vor.

Bei den Aus sgaben für das Garnisonverwal- tungs-undServiswesen bemerkt der

Abg. Trimborn (Zentr.): Die Besoldungsordnung von 1909 enthält für die Inspektoren eine gewisse Härte. Sie kommen spät zur Anstellung und zu threm Endgehalt. Erst mit dem 60. oder 62, Lebensjahre gélangen sié zu ihrem Höochstgehalt.

Zu den Ausgaben für das Servis der Truppen beschwert sich der

Aba. N up p - Baden (dkons) über die zu niedrigen Servissähe; sie entsprechen nicht den heutigen Lebens- und Teuerungsver hältnissen. Die Ansprüche seien auch größer geworden, namentlich bei den Offi- zieren. Die Verpflegung und Unterbringung der tao sei viel teurer und \chwieriger geworden, namentli auf dem platten Lande.

Die Servissäße mußten entspréhend erhöht werden, Dasselbe gelte

auch von den Servissäßen für die Pferde. Der Neichsta tag habe im vorigen Jahre ‘êine Erböbung des Servises gefordert, In den Ent- \{ließungen des Bundesrats heiße es, die Erwägungen hierüber seten nicht abgeschlossen. Hoffentlich komme die Verwaltung rêcht bald zu einém festen Gittschlusse: Die Cinauartietung fei eine groge s Last für das platte Land, die die Großj tädte nicht zu tragen haben. Eine (Grhöhung des Servisgeldes* set eine Forderung der Gerechtigkeit.

Zu den Manöverkostéèn weist der

Abg. Li eschin g (fortshr. Volksp.) auf die steigenden Manövere lasten hin. Die (Sntschädigung für Flurshäden usw. sel nicht genügend. (58 dürfe nicht vorkommen, daß die Bauern noch dazu \{lecht behan- delt werden. Aus Lothringen seien Beschwerden laut geworden, und ¿war aus einem rein deutschen Orte, daß die Soldaten außer dem uratis geaebenen Holze auch Wac zenteile zum Feuern verbraucht hätten. (Fine Besthivérbe beim Wachtme ister habe nichts geholfen; die Sol- daten und der Wachtmeister seien vielmehr über den Bauern her-

gefallen und hätten ihn verprügelt, man habe ihm zugerufen: Nieder

la die Lasten berabzumindern. Die Frage der Revision

l genügende Mengen von Lymphe und Sera be rettge halten werden. rade dle Erfahrung jen des Balkankrieges, wo neben anderen Krankheiten

Mengen zu sorgen, dann Summe spielt bei den anderen ungeheuren Summen, die wir IonIt

für Militärzwedte cutögeben, keine Rolle.

mit dem Fra anzosenßund! Auch andere Bürger seien bei diesem Vor- fall mißbandelt worden. er Vorfall sei zur Anzeige gekommen. Das Generalkommando habe Untersicivng zugesagt, es sei keine Ver- öffentlihung über diesen Fall bekannt geworden. Etne beruhigende Aufklärung wäre sehr zu wünschen.

Generalmajor von Schöler: Die Klagen über die Manöver- ten sind uns wohl bekaunt. Wir sind gern bereit, alles zu tun, C der Serv säße wird in Verbindung mit der Frage der Vorspannleistungen ge- regelt werden. In dem vom Vorredner erwähnten Falle 1st die vor-

geseßte Behorde eingeschritten. Das Generalkommando hat die An- Flagen gegen den Bizewacht tmeister und die anderen Schuldigen er- boben. Leider war’ es niht mögli, alle Schuldigen zu ermitteln

leber den Ausgang der Untersuchung kann ih noch nichts mit

teilen. Die Sache {webt noch.

Bei den Ausgaben für das Militärbaumwesen tritt

Der

Abg. Mumm (wirtsch{. 90.) für Schaffung möglichst vie

Ler Unteroffizierstuben ein. Es werde sih hierbei lediglih ja nur um eine Trennung der Unte roffiziere von den Mannschaften in Nachtzeit handeln. Ob mit dieser Ein O Mehrkosten verknüpft sind, werde sogar von Fachleuten bezwei felt. Aber diese dürften

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\hließlih keine Rolle spielen, da es sich hi tierbei auch um die sittliche Hebung des Heeres handele.

Bei den Ausgaben für das Militärmedizinal

wesen bemängelt der

Abg. Erzberger (Zentr.): daß im Frieden niht \chon

(Be -

auch der Typhus so verheerend gewirkt habe, erheischten eine solche

Vorsorge dringend. Man müßte an die Industrie herantreten und dieje eveni tuell subventionieren, damit fie genügende Imp fitoffe und Sera für den Kriegsfall bereit hält

berstabsarzt Professor Dr. H offmann: Die Heeresver-

waltung hat schon vor Jahresfrist die verschiedenen Wünsche ge U Sie wurde durch die Berichte der Sanitätsoffiziere während des Balkankrieges dazu veranlaßt. Die Militärverwaltun ig ist mit meh- H großen Firmen in Berbi1 ndung getreten. E die wissenschaft

lichen und Universitätsinstitute sind ersuht worden, ihre Kräfte und Einrichtungen für den Krieasfall zur A Á stellen. Die waltung besißt felbst auch Anstalten, wo Inwpfstoffe und Sera her gestellt werden Tönnen. Eine Firma zu sübventionieren, dürfte nicht Aae sein. Für eine allgemeine Typhus\schußimpfung {hon im ¿Fri en fehlt jede Veranlassung. Anders ist es im Kriege. Schon Babe No D gegen Typhus Mannschaften und Off iziere ih ungern zum zweiten und d1 on Male impfen ließen

zu langer Dauer. Die Militärver) waltung beab fichtigt, die Typhus

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aen Krieges wurden E U ruppen

geimpst. der gab es dabei folche Neafktionen, Sat die

es 1s

Der Schuß ist zudem nicht unbedingt, und von nicht

1mpfung durchzuführen, fobald sich eine N, radial dafür ergibt. Wenn man auch nur 25 000 A jährli ih für eine Subvention voör- sieht, so kommt doch im Laufe der Zèit eine ganz stattlihe Summe zusammen, die in feinem Verhältnis zu der etwaigen Wirkung steht. Der Abgeordnete kann versichert sein, daß die Frage aber nicht aus dem Au ige verloren mird.

Abg. Erz b erger enr) Dér Kernpunkt der A1 N gen des Negierungsvertreters war der, daß alles ers nah Ausb uh er Mobilmachung geschehen wird. Es fön nen dann große Qala: nitäten einti eten, wenn folhe Massen von Sera herzustellen sind. Wenn sich eine Firma bereit erklärt, schon im Frieden für die nôtigen foll

sollte man diese rubig subventionieren Die

Obersta bsarzt Prof fessor D Domane J mochte nh

darauf hinweisen, daß es nicht angeht, die Sera während des Frie- dens zu lange lagern zu lassen. Sie verlieren sehr {nell den Schuß und werden unbrauchbar. Wir werden aber den Anregungen folgen und die Angelegenheit weiter prüfen.

ZU den Ausgaben für die Ersaßp- und Reserve-

mnn afte. T0 mie Wre statuteh. Ut Dem Mars che fordert der

Abg. T höne (Soz.), daß die zu Reserveübungen eingezogenen

Man ischaften nicht, wie bisher, am Montag, sondern {on am

Sonnabendvormittag entlassen werden. Sonst büßten fie den Montag s Arbeitstag ein. Vielfah müßten sie auch die ganze Woche noch

feiern, da viele Arbeitgeber nur Montags Arb eiter für die ganze t t

Woche einstellten. Generalmajor Wild von H L he enborn: Wir werden be-

strebt sein, bei der Einziehung und Entlassung von MNeservisten den berechtigten Wünschen der Bet fenna fo viel wie möglich entgegen- zukommen

Zu den Ausgaben für die Pferdebeschaffu n g liegt

eine Resolution Rogalla von Bieberstei L vor:

S Neichôtag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu er- suchen, sih mit den amtlichen Vertretungen der Landwirtschaft in den Ci elftaat en in Verbindung zu feßen, um mit denselben die durchschnittlichen Gestehungskosten für eine Militärremonte festzu seßen, damit an der Hand dieser Feststellungen eine diesen ent- sprechende Summe zum Ankauf von Nemonten in den nächsten Heeresetat Angellelti wird.

Abg. Bassermann (nl.) wendet sih gegen das Kupieren der Schwänze der Pferde. Hierdurch würden die Tiere thres natürlichen Verteidigungsmittels gegen Fliegen und andere Insekten beraubt. Da- durch könne unter Umständen eine berittene Trupp e in Verwirrung ge braht werden. Außerdem sei es eine große Tierquälerei. Da es sich hier um minderwertiges Material handele, so solle die Militärverwal- tung derartig verstümmelte Tiere niht kaufen. Dann würde diesem Unwesen am schnellsten ein Ende gemacht.

Abg. Alpe r s (Welfe): Bei der Peri gen E Cen

Heereóverstärkung find die Znteressen der heimischen Pferdezucht nicht

genügend berücksichtigt worden; die heimischen Fohlenzüchter haben namentlih im Hannoverschen zu gunsten der Händler und der aus- ländischen Pferde zurückstehen müssen. Es is aufgefallen, daß die Anschauung der Nemontekommission manchmal binnen 24 Stunden ge- wechselt habe, so bezüglih der Größenmaße, und in ganz beträchtlichem Maße blieb brauchbares, heimishes Material unverkauft. Die Be- schwerden der hannoverschen Fohlenzühter werden auch von der hanno verschen Landwirtschaftskammer geteilt. Die Verwaltung scheint jeßt die Aufzucht eines leichteren Pferdes zu bevorzugen. Die kleinen Züchter werden nur ganz ungenügend berücksichtigt. Die Ankaufs- kommissionen sollten vermehrt werden. Die Tatsache, daß die Offi- ziere der Nemontenankaufskommission häufig bei den größeren Züchtern zu Gaste sind, sieht man im Volke mit einigem Mißt1 rauen an; der Kriegsminister follte erwägen, ob niht anzuordnen V äre, daß ‘die Offiltere folhen Einladungen keine Folge geben. »jeht die Ver- waltung damit 1m, in der Aufzucht Aenderungen O \o darf die heimische Pferdezucht erwarten, daß sie rechtzeiti ig, das heißt vier oder fünf Jahre vorher, davon informiert wird.

Preußischer Kriegs minister, Generalleutnant von Fa [l- kenhayn:

Meine "Herren! Die : große Wichtigkeit der Ausrüstung - des Heeres mit Pferden,.die Sicherung der Remontierung mit gutem Material liegt auf der Hand. Ehe ih aber zu der Resolution Stel lung nehme, die zu diesem Kapitel eingebracht ist, bitte 1ch, die Frage des Herrn Abgeordneten Bassermann dahin beantworten zu dürfen, daß die Heeresverwaltung genau auf demselben Standpunkt steht, wie der Herr Abgeordnete. Das beweisen wir ja am besten dadurch, daß wir als Dienstpferde, als Remonten überhaupt nur Pferde mit langen Schwänzen einstellen. Bei den vorjährigen Anl

fäufen volljähriger Pferde find wir gezwungen gewesen, auH Pferdo mit koupierten Schweifen einzustellen, weil die eben in großen Masso n auf dem Markte waren. Aber wir haben es nicht getan, weil wix es gern taten, sondern weil wir dem Zwange der Not unterlagen.

Ein Verbot für Pferde, die Eigenbesiß sind, dabin ergeben zu lassen, daß diese niht mehr mit koupierten Seen im uf ae ritten werden sollen, kann ih allerdings nit in Aussicht stellen. (58 ist das auch eine der vielen Fragen, die der Mode unterliegen, und id

glaube schon zu spüren, daß sih diese Mode neuerdings wieder zu dis beginnt. (Sehr richtig! rechts.) Damit witd ja dann den Wünschen des Herrn Abgeordneten Bassermann Rechnung getragen. ris möchte ih zunächst die Frage beantworten, die der Herr Ab-

geordnete Alpers eben angeregt hat, Er sprach von Anständen, die im vorigen A re bei den Ankäufen volljähriger Pferde vorgekommen sind Wenn er in dieser Verbindung darauf hinwies, daß das Größenmaß plößlich während des Ankaufs geändert worden wäre, fo hat er \ wohl geirrt. Für die volljährigen Pferde hatte das E ngbrin gen der alten Bestimmung über die Größenmaße gar keine Bedeutun: Das ift e S Dann, meine Herren, untershäßt man doch wohl die Arbeit, die im vorigen Jahre bei diesem Ankauf geleistet worden ist. (Sehr E Man sagt, man hätte vom Händler EAO upt nit kaufen sollen. (Abg. Alpers: Durchaus nicht!) So habe ih den Herrn Abgeordneten wenigstens verstanden. Ja, meine Herren. konnten die Käufe nicht früher anfündigen, ehe sie nicht in oen Hause sanktioniert waren. Das war Anfang Juli und bis C L ttob spätestens mußten wir die volljährigen M aben. Anfang Juli haben wir die Käufe, die wir stattfinden lassen wollten glei A jedem, der es überhaupt wissen ville‘ urch die offentlich Blätter angezeigt. Nun liegt aber auf der Hand, daß der Aottidie züchter auf dem Lande nicht viele Pferde über seinen eigenen Bedarf, abgesehen von den Remonten, volljährig besißt. Der Pferdezüchter verkauft doch seine Nemonten oder manchmal leider auh nicht an die Nemonteankaufsfommission, und was thm: dann übrig bleibt über seinen Bedarf an Kutschpferden und Ackerpferden, das behält natürlich gewöhnlich nicht im Stall, sondern gibt es an den Händler

die Züchter eigentlich nicht recht in Betracht. Sie konnten uns das liefern, was sie zufällig von dem vorjährigen Verkauf vielleicht

im Stall hatten und was sie übershüssig über den Bedarf an pferden und Kutschpferden und über ihre Zuchtpferde, über die Mutter stuten, hatten. Wir mußten also auf die Händler zurückgreifen : das

Auf diese Weise kamen als Verkäufer von volljährigen Pferden j 4

war von vornherein klar.

Dazu kam nun noch, daß die Ankäufe in eine für die Â

hr ungünstige Zeit fielen, nämlich in die Zeit kurz nach

Pferde waren also angestrengt, zum Teil auch chon der neuen Bestellung mitgenommen, und konnten Ankaufskommissionen nicht genommen 1we1 war ja: wenn fie bei uns eingestellt ) fähig sein

Damit erklärt es sich schon, daß wir di r unbedingt ge brauchten. Wir konnten fie also gar nicht qusf\ Gli Bin. felbst wröenn wir es gewollt hätten. Aber wir wollten ch es 6E auch gar nicht; denn Sie dürfen doch nicht vergessen, daß wir in Deutschland Jahr für Jahr eine sehr hohe Zahl ih will die Zahlen nit nennen volljähriger warmblütiger Pferde, also Armeepferde, ein führen. Diese mußten uns dementsprechend bei dem Ankauf geliefert werden.

Man hat uns gesagt, wir hätten verhindern können, daß fremde Pferde vorgeführt wurden, wenn wir einen Abstammungsnachweis beim Ankauf zur Bedingung gemacht hätten. Wir haben das nicht getan, weil wir dann wieder eine große Zahl gerade kleiner Pferde besißer geschädigt hätten, die nicht im Besiß eines Abstammungs zeugnisses der Pferde find. Die Züchter sind ja gewöhnlich im Besißz eines solchen. Aber bei volljährigen erben hat doch häufig hon ein Besitwechsel statt gefunden, und da ist der Abstammungsnachweis häufig nicht mi itgegeben. Auf diese Weise hätten wir also gerade die kleinen Leute wieder geschädigt, die wir doch fördern wollten.

Fch darf schließlich noch erroähten: daß die Zahl, die der Herr Abgeordnete Alpers angab, nicht richtig ist. Es waren nur 2600 Pferde, die aus dem Ausland gekauft sind, unter 17 000 Pferden, die wir über haupt angekauft haben. -

Meine Herren, der Nesfolution, die von den Herren Abgeordneten Nogalla von Bieberstein, Erzberger und Dr. Hoppe vorgeschlagen ist, steht die Heeresverwaltung natürlich sehr wohlwollend gegenüber, und sie dankt für die Anregungen, die darin gegeben find. Es wird zwei-

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fellos mit großer Freude zu begrüßen sein, wenn in der Regel die Heeresverwaltung genug Mittel in der Hand hat, um die Gestehung:

kosten dem Verkäufer von Remonten auch zukommen zu lassen. Man darf aber doch eins niht verwechseln, meine Herren: der Durch \hnittspreis würde immer noch kein Beindestpreis sein; if

wenn das hohe Haus der Regierung als Durchschnittspreis der ein- zelnen Remonte irgendeinen Betrag zur Ve1 lie stellt, so darf sich natürlich nicht jeder Verkäufer von Nemonten einbilden er würde nun diesen Durchs hnitl ttspreis immer bekommen; denn fonst würden wir keinen Durchschnittspreis haben, sondérn einen Mindestpreis. Das ist aber nicht gut mögli: Denn dann könnten wir auf der anderen Seite auh die Leute nicht entsprehend honorieren, die uns dank threr forgfältigen Aufzucht sehr gute Remonten liefern. Diese müssen wir doch wieder besser bezahlen. (Zustimmung.) Jch erwähne das, weil mir in einer großen Anzahl von Preßäußerungen diese miß- verständlihe Auffassung entgegengetreten ist.

Auf den Vorschlag des Herrn Abg. Alpers, uns Nemonteankauf personal zur Vorführung der Pferde zur Verfügung zu stellen, be- dauere ih, nicht eingehen zu können, so gern ih es täte. Das reh pflichtgeseß hindert uns daran. Sowie die Pferde in unsere Hand übe gehen, sind wir haftpflihtig dafür. Das kann ich also vom Sta1 punkte des Fiskus aus nicht versprehen. Dagegen weiß ja der Soté Abgeordnete, daß mit der Vermehrung der Ankaufskommissionen schon der Anfang gemacht ist. Ob es praktisch sein wird, auf diesem Wege fortzufähren, muß sih auf Grund der Erfahrungen ergeben. Ih möchte in dieser Beziehung nur betonen, daß es sehr {wer ist, NRemonte- ankaufskommissaré zu finden. Man spricht das so leiht hin. Leute, die genug Sachverständnis für die Pferde haben, haben wir \{on. Aber da hapert es vielleiht wo anders. Kurzum, es ist nicht einfach, Herren zu finden, die sih gerade für diesen aiv eignen. Der Um- gang mit den Herren Landleuten ist niht immer der einfahste. (Hei-

terkeit.) Jedenfalls werden wix uns aber A den Erfahrungen, die

dem (Fi aroße Furch Kaserne alle mögliche Literatur abgezwackt. Das ist aber nicht \ozia listiche Liter tur, fo! dern Schundliteratur. Es mußten Maßregeln getroffen werden, daß die Soldaten mit guter Literatur VerJorgt

der Unterbeamten de1 Ha iptkfadettenanfstalt find uns

wir im kommenden Jahre mit der vermehrten E von Ankaufs- fommissaren machen, entscheiden, ob auf diesem Wege weiter vor- geschritten werden soll oder nicht:

Zum Schluß möchte ih aber nochmals ganz besonders dem Dank der Heeresverwaltüng für die so zablreice ÜUnterzeibnung der Reso lution zu diesem Kapitel Ausdruck geben. (Bravo!)

Abg. Kret h (dkons.): Bei uns in Ostpreußen sind dieselben un- an "men Erfahrungen ge macht worden, wie sie der Abg. Alpers eschildert hat. Ich kann also den Ausführu mgen des Kriegéministers nicht ganz beistimme n: s wird gerade beflagt, daß in dem Moment, vo man erfahre, es würden volljaährige Pferde angekauft, die Händler mten Pferde von den Besißern anfa1 isten; es wird gesagt, daß Ba ndler [rüher Ua S Ene chtigt würden, wie die Züchter. Fch will

- unerquicklichen Ause inánderse ‘bungen der berufenen land

en Bertretungen Ee näher ein een, Der Kriegsminister informiert, daß alle diese Klagen un 1begründet seien. zu vertiefen, könnte weder im Interesse der Armee- er ZUchte1 - liegen. Fch e dringen 1D bitten, sich

[chaft tlichen Mei eotilac in Q [tpreußen und Hannovel1

iden. Ver Kriegsminister ift offenbar einseitig informiert wor

ß die Händler vollstän 1dig ausgesch{lossen werden, verlangt nie

wenn d1 ei- bis viermal fo vie l Pie rde a! igenomme1 1 werden s zu berechtigten Besch werden bet den Züchtern An laß gebe n. nit fagen, die Landwirte in Dsipreudes sind [wer zu e müssen nur richtig behandelt werden, jonst zeigen sie die

e Und werden unzufrieden. Die Händler sollen nicht ausges lossen, dürfen nur nicht L DOT Ug werden. Dies ist damals gesche ehen. (Finen inheitspreis für die RNemonten wünscht fein Mensch, der Staat soll ine 4 4

indeln; st

le Pres ‘als einziger Käufer drücken. Der Landwirt kann jene &remonte1 uf die jeweilige Konjun nktur einrichten. nschen, daß die Art der Aufzuht besser honoriert wird. Wir

aur Jorgen, daß das Kavalleriepferd kräftiger aufgezogen wird

müssen auch die Pferde, die mit so viel größerem Risiko auf

besser bezahlt werden als die Milchp pferdd n Das

n sollte auch bet uns eingeführt werden. Der Ubg. Alpers

(1 5 sollte den Offizieren der Nemonten verboten werden, irgend- o einen J zmbi 1h einzunehmen. Das it wohl in Han S möglich, niht in P, Wir sind leider oder Gott sei D ank nicht 1 iner Stadt und einem Hotel ift sehr weit. Die S dos nicht dadurch bestehen, daß sie irgendwo ein

ot l und ein Glas Wein be Bei einer Unterredung

1 Krit iénnifte r haben wir den O ausgesprochen, daß eine

L hl bon Kom! nissionen borhande! “gewejen ware. Jch meinte, xden fid die geeigneten Kräfte wohl Aben lassen. D Offiziere dazu borgebildet werden müssen. Das is namentlich für den

all nötig. Van E De GETTEN nur suchen, dann wird man sie Gs ift mit jehr peinlich gewesen, über diese Dinge sprechen zu habe aber den Eindru@, d daß der Mini R rag Berant- inge, die hinter seiner Amtstätigkeit e nicht tragen

7 til n

( (fortschr. R R Diese Dinge eignen sich eigent- erhandlungen im Plenum nicht. Nachdem fie aber hier gebracht worden sind, will auch 1ch darauf ein gehen. Daß

ie Kom O (1 Ee [lieber vom Händler kauft, erkläre ih mir

ne größere Menge von Pferden vorführen können e Da- Kommission das Geschäft erleichtern. Der Wuns in Han ß die Züchter ihre Pferde los U rden. hl der Kommissionen erhöht wird. ra agen chon in der Kom mission behandelt er ZUchter k verstandlich nicht mehr di iese lben Preise e vor 20 Jahren. 2 [le Bedarfsa1 tikel find ja teittór ge Unter dem T ruck dieser Entwicklung muß selbstverständlich ein r preis berlangt werden. Dabei müssen die Futt terkosten usw. ytigt werden. Auch der kleine Besißer hat einen An O auf 1 Grtrag seiner Arbeit, Die Anregung der Zahlung einer Prämie en zuchter scheint mir gut zu sein. Möglicherwei se könnte die Sache n landwirtschaftlihen Korporationen in die Hand genommen ie Aufmerk amkeit B Korporationen dieser Frage l müsse, haben die leßten Erfahrungen gezeigt. Mie

l T h D zugew f Werde

1 Landwirtschaft hat bér auf die Zucht von guten Rindern größere1 Bert gelegt, weil die Aufzucht eines guten Nindes vorteilha fter idar als ì die Aufzucht des Pf serdes. Das hat gewisse Gefahren für die Pferde- aucht mi O gebracht. Ich S von dieser Stelle aus ‘Meiettidon: bie an der Spiße der landwirtschaftlichen Korporationen stehen, bitten Dr U reste der Pferdezucht ¿Uzuwenbèn : /

Die Nef lut tion Rogalla von Bieberstein und Genossen wird

0 mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Sozialdemokraten a aco net

l, zu den Ausgaben für das Militärerziehun qs

Uno Bildungs verei e Der

Hs S7 i ck N; Abg. Schulz - Erfurt (Soz. Hie Heere sberwaltun g hat vor ndtingen der fozialdemokrat fen Propaganda in die Kasernen

) Soldaten wird innerhalb und außerhalb der

Den. Me dafUr ausge worfene Summe ist bei den zahlreichen

R ijernen Und Kompagnie n sehr ger ring. Es kommt auf die Kompagnie

rens die Qumme von 12 t. Gute Literatur ist besonders am in l a zgarnisonen und den Wachtstuben. Bei der Aus D Sh $ Loy Da - Ep ( der Bucher darf natürlich nicht bureaufkratisch vorgegangen

werden. Man darf sich nur von literarischen Nücksichten leiten lassen.

Ubgq. Weinhausen (for r. Bolksp.) tritt ein für Besser

[tellung der Un nterbeamten in der Vauptkadettenanstalt in Lichterfelde. Lies fel nötig, weil man ibnen eO die R en Ne benverdienst genommen habe, der l Zahre betrug. Sie seien zeitweise seh: überlaft tet, sodaß sie nicht ‘le notige Zeit zur Erholung hätten. :

e Gehalt tsaufbesserung llg E 900 E im

N

Generalmajor Wild von Hohenborn: Die Beschwerden nicht unbekannt.

l O Durchsicht des StundenpPl gus fann man aber nicht sagen, daß

e A a gt werden. Der Dienst ist in den verschiedenen Fah1 natürlich verschieden. Gs fommt vor, daß die Beamten natür tweise recht viel zu tun haben. Dafür gibt es aber Zeiten,

wo woleder sehr wenig zu tun ist, Der Hauptpunkt der Beschwerde

0 darin zu liegen, daß thnen det Verkauf von Gebrauch gegen nden genommen ift. Hier können wir nicht einschreiten, da dies

1 Angele; genheit des inneren Dienstes ift.

Das Haus tritt sodann in die am Sonnabend ausgesebte

Deratung des Kapitels „Gouverneure, Komman- En P G E D er RNegierungs- entwurf fordert die im vorigen Jahre vom Reichstage ge strichenen Kommandanten von Karlsruhe, Darmstadt und Königstein wieder an: Die Kommission hat beschlossen, dem Reichstage auch diesmal wieder die Streichung zu e CUPISIEN, Ein Antrag Spahn will die drei Kommandanten streichen, will aber einen Kommandanten für den Truppenübungsplat

Varmst adt bewilligt wissen, der aber nur cine besondere Bureau-

zulage bekommt. Ferner ‘will’ der* Antrag bei dem Komman- danten in "Dresden anstatt 28884 16 nur 10564 M be- ; wi lligen, und für Stuttgart nur einen Kommandanten, der nur leine Stellenzulage von 900 erhält. Diese Kommandanturen sollen also von pensionierten Offizieren wahrgenommen werden.

Generalmajor Wild von Hohenborn: Der Kommandant

E von Varmstadt und der von Königstein und ebenso der von Karlé- M ruhe entsprechen nur den mit diesen Staaten abgeschlossenen Militär- M fonventionen. Für die Wiedereinstellung in den Etat sind allein

milit ärische Gründe maßge bend gewesen. Karlsruhe is Haupt- und E Nesidenzstadt und hat eine große Garnison. Auch Rücksichten auf n die Mobilmachung spielen hier mit, die ih nicht näher erläutern

Im übrigen gelten alle die Grün

be, die im borïigen Jahre ies s

son für diese Minas worden militári) schen Gründe 1 nen O Zehe h. bitte Sie deshalb, dem Regierungsentwurf zuzustimmen. 2 E

| Badischer Bundesratsbevollmächtigter Gr 1} bo Die Stellung einés Komitia! Us von Karlsruhe O A

Ber A h etm:

Eci acht 1 Sacihom der hessische Bundesratsbevollmächtigte D Dr

n mit derfelben Begründung d dis Val Darmstadts

her von Biegelebe gierungsforderung stätigt, was ich im Reich au versucht hat, in-der

E HIae E L entfalten. Man hat CREENGE un ter Bezugnahme auf ‘die 3 Marfkz

dd Kommandanten militärifcen L

ums, angre cid

Einwohnerzahl wegen

Persönlich eit

ehnten E

Antrag A In wird ange1 omn Die Diskussion über die dauernden Ausgaben bs und für „Technische

verbunden, aber auf Me Des M L é s ebo

Und Wasfenwesen“ u r (So; ) nach üstungs

[ref [ I F nge n vorwe 4 genommen. G C: wurde. (%s handelt sich um das

die die ganze Oa tr ragen sür den, Geschäftsbetrieb. Das wurde einwandfrei festgestellt. Die Nichtverei idigut ng Nötgers soll ih als ungerecht tfertigt herausge itellt haben, Der Oberstaatsanwalt hat aber direkt E daß er bereits im Jahre 1909 aufmerksam ge- macht worden 1}, däß. im Bureau des Brandt etwas vorgehbe, was

1 rangöfishem } K none! 1trufst Pu ti E \ : Behauptungen kann herangezoge! 1 Ea „Vi engen i

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Sprengstofffab rfe

Krie gömaterial-( Nölkermd “it ‘enfalls unter DeT ‘Der ruf Gon any in London auch völlig inter E ist in e

1st in e gegeben.

nat ion nal E en. Lande der Welt, D eut 1 B Gutiweine von i ets Fil men e den Hand A Parlamentariern, A 1 A n,

Bureaukratic en 1 vf x DeT ce j J e itunge De U R S “Bon einigen L Privatindustrie nüberwecchseln, torrumpierend feine Verdächt tigung aussprechen, ‘äber Daß

ist, li nicht e n N

das S OVES seln rit in die E is igs vie fen l ter Persön lich feiten, jerpla n brik find a0 Firme nl rid: gende Ee führt die Nam nen der tre] tronen A Nuüstungs produkte. | ‘Kulissen? Deó ; Schiffsb aukfartells seben, 1bet E E rung der t iff srultung E ist Der Verwirk

( Ausl länder an eteiligt, i Auf ichts rat befi

Bir Tónne n D it hinter die

den Put Ee und Beziehu1 Bie: bestehen. Es vie: ‘noch man es über Wir habèn im vergangenen n Aufsi chtsrat der Dillinger Hütte ein fr ‘anzösischer Motorenind ustrie,

ist zu sagen,

\chen We erten enge Zahre P tel) oe

Zn bezug auf die wichtige militär ische Flugzeug wirft, hen Luftschiffahrts O N ffahrtsgesellschaft l and auf diese "m Ge biet f nd 1

Kriegsinduftric fa Niederl (ssungen, auch in Verbind! ung m it l

dite sich immer hr 0 d Daß im Aufsichtsrc it E Deutschen & schaft ein Vertreter einer franzósi-

ie E sellschaften V AA ch

1ati nalisiert. Der s ba bas und Frankreich,

n Loewekonjern. In seinem Salis

ngóin dus iri e ist "ne zu fe in AUS Eb n in Betracht kommen. (Vér Redne T von Namen uan.) Kapital an Al au ann “Gesellschaften nationale Nüstun tasindustrie in Die Lizenzen wer Ich verweise nament- den Munitionskonzern es im Hause manchen, intern ationa

teten, soweit M sere T E rührt auch hi N ngöfirme en find mit g: L e Krönung f eili Mia des intere tio i jv schen den ein zelne n Wrtiel auégetausc tiefel-Motorengesellschaft. Sa her mich - gewuß t, vielleicht gibt es, hi

Groß N

- deut Bes Waffe MUETAR E eutshland ift der Weltversorger “Ms na Ulster ift deutsche die deutschen

: mit“ Kriegs- Munitton geliefert wörden, Flugzeugwerke wichtige Er- [Uran 2 Auslande preisgeben, auch für Bie tufsishe Mäti und daß dies" Geschäft sehr glänzend ist, will Int der „Tägli chen Rundschau“

u hate Abessini

b Ga alen: einem ‘Gerieral von Cahn darauf hingewiesen, Abnahme deutscher Lieferungen dur das Ausl Ls t betreffende Ware für gut befund e - ein weiteres E: zu verlieren. etails bringen.

daß maßgebend für die and e daß das Deutsche Gs ist nit nötig, Ihnen noch eine Wenn man nun dazu die inter- nationale Spionage 68 net, so ergibt sich, daß ein wohlorganis tadellos funktionierendes Cle aringssystem existier t. Bindeglied ¡wischen der Nüstungsindustrie und dem Jch wende mi nun zum Krupp- Prozeß dabei wieder hier aus dem Hause entsprechend dem Borsdie

F nze Men ge von

Das militäristhe Bi Auslande „ist der B1ze eadmiral von

am 12. Dezember 1913 Dithyramben auf Krupp. In den verschiedener KrupPp- Prozessen beschränkten sih die Gerichte mit peinlicher Aengst= lichkeit auf das, was zur Aburteilüna stand. Festgestellt wurde aber troßdem, daß das Brandtsce Bureau eine wichtige Bestehungsfabrik gewesen 1st, die seit Jahren. bestand. Wic der Ctaatsanwalt des leßten Prozesses dur die Beweiserhebung alaubte annehmen zu dürfen, fin

durch dicses allein in den leßten Jahren 1500 Ge heimberihte nah Cffen gesandt worden. Der Staatsanwalt meinte, daß das ganze Material eine Uebersicht über die gefamte Tätigkeit des Kriegsmini- steriums, der Feldzeugmeisterei und der Artillerieprüfungskommisfion

auf dem Gebiete _der Beschaffung von artilleristischem Material ge- wesen 1st. Die Firma Krupp war also eingehend über den ganzen

artilleriftischen Geschäftsbetrieb unterrichtet. Es wurde alles be- ge gejagt habe. Jch behaupte, daß Brandt tarineverwaltung eine intenfive Tätigkeit zu

)STa Ie

bestechungen versucht, die Ange legenheit ins L Ee zu ziehen. Man

merkte: di Absicht, und man wird verst immt. Ein MNegterungsvertréter

mußte [ch1 Leßlih bier im Neichstage, twe nn au nur 1n einem Relätiy- aß, zugeben, daß zwei Beamte wegen Ind isfretión belangt roerden mußten, 0, nicht alle ermittelt worden find, das hat der Linde= prozeß bewief

bei der Kri iegôgerihtsrat dann den BUEPrud_ tat, as 23 noch weitere

T Vort wurde Brand di Ins Kreuzverhor genommen, w0=-

gebe, und män noch nicht alle gefaßt habe. Daß nicht alles Et

worden' ist, beweist auch das Jubelgeschrei der Presse darüber, daß e hch nur um ein paar lumpige Tausend Mark E gehandel [t babe,

Diopa foi Vies sei geri ihtlich festgestellt worden. Was 10gen die Herren sonst noch alles für möglich gehalten haben. Die ung tüfeligen Karlshorster

Gendarmen o 1er und die Frankfurter Polizisten, sie baben auch nicht meh1 G eroi nen. Bei uns ift es la noch windig mit Geschenken, e die E werben sich noch steiger Bei der Kruppsache handelt es sich um keinen Vorgang an der Perivbe rie des Staatswesens und ber Negie rung, sondern um eine Kernfaule, um unter Kri egómini= sterium und die Marineverwaltung. Es sind Leute dabei im Spiele,

die unmittelbar an der zent rale E Fa (Fs ift von der Energie jesprochen worden, mit der der damalia e Kriegsminister beim Bekannt-

Werben einschri tt. Man hat es so hi iaesteltt als 2 ich beabsichtigt hatte, die Letter des Kriegéministeriums zu treffen. T )as war nicht dex Fall. Fch bedauere, daß die gleiche (Fnergie nid cid in der Marinez verwaltung stattgefunden hat. Bei der ganz n Angelegenheit handelte

es nh auch nicht um einen untébacótudeten * Beanmbän wie Brandt

Fh erinnere daran, daß eine ganze Neihe von Herren nicht vereidigt Direktorium von Krupp, um Leute,

nndestens unter das Geseß des un ilauteren Wettbewerbes falle. Der

Freispruch, E den auch hingewiesen wi rd, ist we egen Verjährung êtz [O Hinweisen will 1ch auch auf jenen Brief, der nach (S\sen ge.

bit wurde, in dem es Uber die 3500 Marfzulage an Brandt heißt,

in wurde, wenn man dem Brandt noch mehr gebe, niht mebr die Fiktion aufrecht balten nnen, daß es sich um eine Repräsentations= zulage handle. N Schlimn iste

Brief, in dem mitgeteilt wird, daß es Brandt gelungen sei, einen Ver. trauensmann in eine verantwor tlihe Stelle zu lancieren. Es muß festgestellt werden, daß dieser Brief ge eschrieben werden konnte, ohne daß das Virektorium den Brandt vor die Tür gesetzt hâtte. Das zeigt den Willen, die Bereitschaft zur Korrupt ion. Gs ist ja richtig, daß zurzeit Krupp mcht mehr init allerlei Dementis an die Zeitungen kommt. (78 11t aber bekannt, we elch enge : Beziehungen die Firma zum „LÆokal-Anzeiger“ hat, und von Interesse sind 1a auch ihre engen Be- zue Junge zu dem Wolff\c chen Bureau. Auch darauf möchte 1h hin» weilen, daß die Firma Krupp hier im Reichstage einen : Berichterstatter hat, der wieder in enger Verbindung zum Wolff\chen Bureau steht.

ist vielleicht aber jener französische

Venn im At islande Aufträge in Aussicht stehen, dann versuht Krupp

zunächst einmal, d die Presse zu taafen. Hierfür ließen si eine ganze eibe von Beispielen anführen. T zt bahen auch die Krupp- Prozesse ergeben. Das sind alles Symptome. Charakteristish it es au, daß in dem Kruppschen Nachrichtenbureau ae aus der Presse hervor»

gegangene kaum getrocknete Abzüge der Pläne von neuen osterre Lifcher Schiffen gesunden wurden 1, also Schiffe eines unsere Verbündeten eßt gut nicht _mehr der Grundsaß „right or wrong“, 15 den „Tight

or InOney “. Das Wort Pana ma foll in die ser Vezle bung unberechtigt sein. Das Wort ift berecht E und ih nehme es mit zurück. Dieses Wort ift ia VoN ZFhrer eigenen Presse aufgenommen worden, «ls der ciptonskandal in England bef e wurde. (&s handelte sich bier um die LUeserung von Nahrungsmitteln; dc 1 schrieben die ‘deutschen zeitungen uber etn englijhes Armeepanama. Der Kriegsminister bat damals hier wentger gejagt, als nahträglih von der Regierung zugegeben worden ist. Man soll sih erinnern, wie überall Nachrich ten verbreitet worden sind, daß es sich um kein Panama handelt. Ein Direktor von Krupp hat sogar versucht, mich zum zuknallen. Jch will hier de! l

an die große Kampagne, die alsbald nah dem Urteilsspruch gegen den x berstaatsanmwalt Vorgang, weil er nicht ga! iz jo wollte, wie die Krupp- intere]lenten. (%S ging damals eine wuste DaB gegen den Bertreter der Untlage los. Mein Aus\{luß aus deT t, ungsfommifsion hat das Werk würdig gekrönt, nicht minder die Profklamierung der Moral del R Kniee durch den Abg. Schiffer; und in Preußen bekam es der bochite Zustigbeamte, der Justizminister, fertig, nh mit den Prinzipien der Krupp|chen Bestechunc astoral solidarisch zu erklären.

uell zu fordern und nieder» 1 Namen nicht nennen. Jch erinnere au

(Präsident Dr. Kaempf ruft den Medne1 für diefen Ausdru zur

Ordnung.) Unglaublich ist auch die Moral, die die beiden Gebrüder

_—_!

Wittkowski, Willing, der L ireftor der Nl tionalbank, und Marimilian Harden aus Anlaß dieser Vorgänge verkündet baben: in diesem Zu- sammenhange gehört auch von Gottberg, dem Man! ne des „Berliner

Lok le Anzeigers! , etne ehrende Erwähnung. Die Firma Krupp, die

als Hüterin des Gemeinwohls aufspielt, hat im Jahre 1913

on nen Reingewinn nach 20 Millionen Abschreibungen ‘erzielt; t genug. Vit gewaltigem Eifer hat man ih um die Integri- Bec amtentums bemüht, mit einem solchen Eifer, daß au de

Grau ibigste mißtrauisch werden muß, wie auch Professor Delbrück CaUSAQeI Dro daß sich die Widerstände gegen die Kruppmoral in unserem öffentlichen

hen hat. Die Krupp-Prozesse haben also zur Folge gehabt,

N verringern. Vor wenigen Monaten wurde in den Veitungen

ml tgete teilt, daß eine erheblihe Summe von Sch{miergeldern, die al Beamte E e an die Neichskasse abgeführt sei. E rft ij U diese Sch miergelder am haufiasten im 9 C itärverwx iltung voi kommen. Vie „Berliner Neuesten

Nachrichten“ und die Deutsche Tageszeitung“ haben sih über diese

trankthafte" Erscheinung und ihre Ausbreitung näher ausgélassen.

Mit einigen Worken gehe ih noch auf den „Fig aro -Brief der „Deut |chen Waffen und Munitionsfabriken“ ein. Im Jahre 1911 wurde hier zugegeben, daß der Brief erschienen sei, aber nidhts auf sich habe: im vorigen Jahre wurde sein Erscheinen bestritten. Es hat aber nicht vestritten werden können, daß der Brief von von Gontard und dent anderen Generaldirektor untèrzei{net und an von Brandenstein ab. geschickt wod s ist. Und nach der großen Komödie der Jrreführung,

lte wir 1913 ‘baben erlébén müssen, i} die Behauptung, daß man nur

die Absichten der Französi} chen No dlenune damit habe herausbekommen wollen, nichts als eine faule, eine ganz faule Ausréède, auf die auc die famóse Nüstungskommission hineingefallen ist. Es handelte fich um

erin -Vörsonmanöver, das ungezählte Millionen En erbringen

sollte. Nicht, daß i die Firma Krupp besonders bâtte stigmatisieren wollen; was dort an dén Tag gekommen ist, sind eben Symptotte der Kapitals-Korruption: Däs“ Verständnis der Gerichts füt die großfapitalistisce Psychologie hat sich gatz erstaunl ih ras ejñte widelt. Ueber das geschäftliche Gebaren der Firma Goerz und. ihr Bestechungssystem Bofinten sih in dèn Gérichtsäkten geradezu niedér» \{mêtternde Dokumente: ein ODffiziét, der zur Lettung der ‘Firma gez hört, hat ausgesprochen, in Geschäften musse man eiw Gütnitmihërz

haben; geschmiert werde überall, * Fernrohre usw--an diejenigen, die die Al Mei in Händen hatten, waren etwas Alltägliches. Cin An« gestellter lehnte etne eidlie Aussage über die Béskecküng des Nechz nungsrats Mertens voin Kriegsministertum ab wegen der Folgen, dié