1914 / 113 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

der Bedürftigkeit und der Stellung eines Antrages abhängig gemacht wird, so lange werden wir es immer erleben, daß ein Teil der Altpensionäre Sang E eig warn Pg eint uu E R Bitts S i usw. steller dazustehen. ußerdem kommt dazu, da ie grenzung Lise (Porti, Volksp.) als Berichterstatter kündigt an, | der Bedürftigkeit sehr s{wierig ist. Wir sind daher der Ueher- daß er angesichts der Verhandlungen in der Kommission und um den peugunge e Sn C ERENE L E E ge E e iabringen werde auf Hinzufügung eines Vermerks in das Dis: | der Budgetkommission die ustimmung aller Harteien gefunden hat. positiv des États, wona die Verausgabung der 5 Millionen Mark L E O n Pans e E E g erst Finn felolgen ohne, wenn ‘die Sicherstellung der Heranziehung daß die Zulagen berechnet werden sollen nah den Prozentsäyen ‘T “Staatsfefretär des Reihskolonialamts Dr. Solf: Unter dieser | des Unterschiedes ¿wischen Ari alen Da A g Vorausseßzung bin ich mit der Aenderung des Dispositivs ein- Page N e E Sue U mögli ift, DabaRss verstanden. Jh werde dafür Sorge tragen, daß eine enisprehende find wir uns wohl alle einig. Zu so großen Opfern i} der

Verordnung erlassen wird. s | 1 R Ke a O R E e : i ; | preußishe Staat nicht in der Lage. w i

a S Aa e D ver fidfor Aua bei etner geseßlihen egung s En erf R TTEE der Megieruna können wir uns nicht begnügen. Ich bitte den A : ao M e Drrieatidn bemibe L E E Staatssekretär, uns ST lter zugusagen, daß A O L Maitiaa os: threr bisher ablehnenden Stellung auf ‘dieser au E it N oe tir hie uet beben Á Grundlage unserem Antrage folgen wird. Wir haben für die Bedenken d, R ait da / N des Finanzministers durhaus Verständnis, wir haben sie früher auch V Dl lesctitits des Reichskolonialamts Dr. Solf: Der Bahnbau | geteilt; wir halten sie auch jeßt E iy Suppen Prv MEREN worren igl, auf feinen Fall cine Berodgerang enfobren, Oeglid dee legten | gj ensiondre sollen seben, daß as Paus lhre Bebsfrise versebt. Os A N S ltp Angesichts der Erklärung | Die konservative Fraktion jedenfalls ist gern bereit, thre Wünsche zu des Staatssekretärs beantrage i, die Angelegenheit von der heutigen erfüllen.

Tagesordnung abzusetzen. ! (Schluß des Blattes.)

L wie über Größe und Art der abzutretenden Flächen ent- beide n boi Reichskanzler zu bestellende besondere Kommission

während der Balkankrisen als Schuß und Schirm des Welt, von 3 Mitgliedern endgültig. Als Vorsißender ist der Oberrichter

friedens bewährt. Die häufigen - Begegnungen der beid

Kaiser bezeugen, daß das Bündnis mit dem Deutschen Reich auch von den innigsten persönlihen Beziehungen der Herrscher ge, tragen werde. Die Begegnung von Abbazia werde von der öffent, ; ; lichen Meinung Qesterreih-Ungarns und Italiens sympathish begrüßt, F Nach dem Bericht des „W. T. B.“ führte der jungradikale Abg. Durch die Botschaften der beiden Minister aus Abbazia an den WOrasfkowitsch aus, noch bevor die Offiziere mit der Regierung un- deutschen Reichskanzler sei Deutschland gleihsam zum Zeugen dafür F zufrieden gewesen wären, sei eine Unzufriedenheit der Regierung gegen- angerufen worden, daß Wien und Rom mit einander einig seien, und W iber den Offizieren wahrnehmbar gewesen; die Regierung habe noch es werde dadur das Festhalten an der gegenwärtigen Nichtlinie, von E während der Kriegsereignisse die Heeretleitung für die Bulgarien bei der das Communiqué aus Abbazia gesprochen habe, bekräftigt. Die voll, É der Belagerung Adrianopels geleistete Hilfe sowie für die angeblich kommene Harmonie, in der der Dreibund in seinen friedlihen Bestre. geringe Vorsorge gegen den Ueberfall von Bulgariens Seite

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Landrat von Heppe in Fraustadt zum Ober- regierungsrat und den bisherigen Seminardirektor Dr. Albert Sieke aus Merseburg zum Regierungs- und Schulrat zu ernennen sowie dem Geheimen Rechnungsrevisor bei der Oberrechnungs- kammer, Rechnungsrat Baer den Charakter als Geheimer Rechnungsrat und den Geheimen Rechnungsrevisoren bei derselben Behörde Brehmer, Ullmann, Kullmann, Helmerking und Langefeld den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Serbien. Jn der Skupschtina wurde gestern die Verhandlung | über die Interpellation wegen der Unzufriedenheit im Offizierkorps fortgeseßt.

Nichkamlkliches. Deuúsches Reich.

Preußen. Berlin, 14. Mai 1914.

Seine Majestät der Kaiser und König nahmen gestern mittag im Königlichen Schlosse in Wiesbaden den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts, Generals der Infanterie Freiherrn von Lyner und heute vormittag den des Chefs des Zivilkabinetts, Wirklichen Geheimen Rats von Valentini ent- gegen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Sanitätsräten: Dr. Gerhard Berthold in Ronsdorf,

Dr. Malwin Bial in Striegau, Dr. Richard Bourwieg in Berlin, Dr. Albert Dahmann in Elberfeld, Dr. Karl Didolff in Düren, Dr. Robert Engel in Friedland i. Schl, Dr. Wilhelm Finger in Nörtea, Dr. Viktor Hahn in Königs- Wusterhausen, Dr. Erih Hermes in Oschersleben, Dr. Otto Huth in Stendal, Dr. Johann Menne in Zehden N.-M., Dr. Jakob Meß macher in Monheim, Dr. Wilhelm

“Da Bundesrat versammelte sih heute zu einer Plenar- sißung; vorher hielten der Aus\{huß für Handel und Verkehr, der Ausschuß für Justizwesen sowie die vereinigten Ausschüsse Dingen und für Eisenbahnen, Post und Telegraphen Sißungen.

__ Laut Meldung des „W. T. B.“ sind am 12. Mai S. M. S. „Hohenzollern“ in Gibraltar und S. M. Tpdbt. „S. 90“ in T/singtau, am 10. Mai S. M. S. „Urn bera“ in Mazatlan und am 13. Mai S. M. Flußkbt. Bing tau “in

bungen vorgegangen sei und noch vorgehe, berehtige zu der Hoffnung a 30. Junt und gegen den Einfall der Albanesen verantwortlih eine Regelung aller noch s{chwebenden Siam ene Wen “ena In der öffentlihen Meinung Serbiens habe die Regterung dem Konflikt in Epirus ein Ende gemacht sein werde, werde der Nest einen Feldzug gegen das Offizierkorps angestistet. Der Nedner be- der Balkankrise erledigt sein. Das Einvernehmen der Dreibundmächte antragte eine Tagesordnung, in der die Notwendigkeit der Eintracht habe dann wiederum zur Erhaltung des Friedens wesentli beige, im Heere und der Vorrangstellung der Zivilgewalt betont wird. Der tragen. Manche von den Interessengegensätzen, die die Monarchie Ministerpräsident Pa \hit#\ch erwiderte, für die Haltung der serbischen bon Rußland getrennt hätten, beständen nicht mehr. Rußland habe Presse trage die Regierung feine Veranwortung. Zwischen Offizier- an so vielen Punkten der Erde Unternehmungen, die seinen Ehr, forvs und Regierung habe stets das beste Einvernehmen bestanden. geiz befriedigen könnten, und könne \sich auf dem Balkan Die Erklärung des Ministerpräsidenten wurde von der Mehrheit mit zurückhalten, wo andere als wirtshaftlihe Erfolge obne lebhaftem Beifall aufgenommen. | einen europäischen Krieg niht zu holen seien. Die Völker Nach weiterer, teilweise sehr erregter Debatte nahm die hätten ein großes Nuhebedürfnis, und Europa könnte si der Pflege Sfkupschtina die von dem Jnterpellanten Jankovic beantragte des Wohlstands hingeben, wenn nicht manche Vorgänge die Sorge ; d Tagesordnun mit 77 gegen 50 Stimmen an, worauf immer wieder aufs{heuhten. Dennoch habe man nit die Empfindung einfache ageSoronung E Zes '

einer nahen Gefahr. Aber der Eindruck bleibe, daß Rußland seinen die Sizung geschlossen wurde.

Michaeli in Schwiebus, Dr. Ernst Müller in Hildesheim, Dr. Karl Niclou in Westpr., Dr. Anton Schmit in Dortmund, Dr. Ludwig Ernst Siecel in Bleicherode, Dr. Louis Streisand in Berlin, Dr. Wilhelm Strube in Lasko- wiß i. Schl, Dr. Karl Zeh in Hanau und dem Arzt, Pro- fessor Dr. Franz Engel-Bey in Kairo den Charakter als Ge-

Dr. Heinrih Müller in Halberstadt, Hranfsurt a. O., Dr. Hans Poetschki in Schönsee, Dr. Karl van Roßum in Kleve,

heimer Sanitätsrat sowie

CN

den Aerzten: Dr. Simon Adler in Berlin-Pankow, Dr. Ernst Asch in Frankfurt a. M., Dr. Martin Backhaus in in Brebach, Dr. : Dr. Wilhelm Barbrock in Westenfeld, Dr. Karl Bardorff in Frankfurt a. M, Dr. Adolf Bernstein in Oschersleben, Dr. Felix Blumenfeld Berlin-Schöneberg, Dr. Emil Bormann in Beverungen, Dr. Bruski in Dr. Arthur Dëus in Berlin, Dr. Nichard Dönhoff in Solingen, Dr. Karl Eickenbusch- in Hamm, Dr. Alfred Engelhard in Berlin, Dr. Wilhelm Falken- berg in Berlin-Lichtenberg, Oberarzt an der städtischen Jrren- in Düsseldorf, Koblenz), Dr. Felix Finder in Breslau, Dr. Walter Furth mann in ' Heinrich Gerwin in Grenzhausen, Dr. Gustav Hartmann in Danzig, sen (Nuhr), Dr. Franz Heinelt in Dittersbah i. Schl, Dr. Anton Hennewig in Mayen, August Barby, Dr. Louis Kleffmann in Dr. Karl Knörr, Friedrich . Berlin Dr. Urban Kuczora in Gleiwiz, Dr. Ernst Laaser in Eilen-

Asunción (Paraguay), Dr. Max Baent\ch Gerhard Bakker in Emden,

in Wiesbaden, Dr. Paul Bohnstedt in Dr. Julius Boldt in Altona, Stettin, Dr. Johannes Bremer in Friedrih Brüning in Paderborn, Dr. Leo Karthaus, Wpr.,

anstalt Herzberge, Dr. Theodor Feldhaus Dr. Bernhard Fervers in Mülheim (Reg.-Bez. in Zehlendorf, Dr.

Altona, Dr. Karl Gerson

,

Dr. Josef Heermann in Ef

Dr. Ludwig Herzog in Berlin-Schöneberg, Dr. Huneke in Düsseldorf, Dr. Wilhelm Kabeliß in Dr. Emil Kindt in Greifswald, 6 Dortmund, Dr. Franz Knoche in Hüsten, Direktor der Landesirrenanstalt in Teupitz, Dr. Koch in Berlin, Dr. Karl Königsdorf in i Lammers in Heide, Dr. Reinhold TEdermanm m Berlin, Or. Viktor Schlachtensee, Dr. Adolf Liebenam in Dr. Julius Loew in Thale a. H., Dr. in Münsterberg i. Schl, Dr. Johann

ita, D. ulius

Bua V M,

Breklum, Dr. Ludwig Marcus in FJserlohn, Dr. Meyer in Greifenhagen, Dr. Eduard Mey höffer in Luckau, Dr. Johannes Monse in Olbersdorf i. Schl., Dr. Sigismund Moses in Warmbrunn i. Schl., Dr. Otto ller in Mett- mann, Dr. Viktor Mysliwiec in Breslau, Dr. Ernst Nier- mann in Crefeld, Dr. Josef Noethen in Koblenz, Dr. Frit Pandt in Finsterwalde, Dr. Max Pietsch in Praust, Dr. Mathias Quos in Camp, Dr. Adolf Riebeth, Direktor der Landesirrenanstalt in Landsberg a. W., Dr. Erih Riemann in Pforta, Dr. Heinrich Robbers in Gelsenkirchen, Dr. An- dreas Friedrich Robert in Kiel, Dr. Otto Nudolph in Magdeburg, Dr. Karl Schartau in Stendal, Dr. Karl Schloeßer in Hochslüblau, Dr. Friß Shmielau in Spandau, Andreas Schmitz in Aachen, Dr. Wilhelm Schröder in Pasewalk, Dr. Heinrih Schütt in Segeberg, Dr. Karl Schüße in Bad Kösen, Dr. Hermann Seemer in Menglinghausen, Dr. Karl Seidler in Guben, Dr. Adolf Siebert in Carlshafen, Dr. Leo Silberstein in Berlin-Schöneberg, Dr. Eduard Stein in Recklinghausen, Dr. Karl Steppetat in Kreuznah, Dr. Hermann Stern in Fulda, Dr. Heinrih Strohe in Cöln a. Rhein, Dr. Friß Theodor in Königsberg i. Pr., Dr. Wilhelm Tillmann in Emden, Dr. Theodor Vagedes in Blumenthal (Neg.-Bez. Aachen), Dr. Eugen Voswinkel in Berlin-Schöneberg, Dr. Alfred Weischer in Hamm i. Westf., Dr. Ferdinand Wens in Bad Nauheim, Dr. Richard Wesenberg in Beyenburg, Dr. Oskar Wickel in Dirschau, Dr. Viktor Winckler in Breslau, Dr. Paul Wirz in Barmen, Dr. Jsidor Wolff in Danzig, Dr. Adolf Wollenberg in Königsberg i. Mr, L. yermann Zilleßen in Völklingen, Dr. Nobert Zilleßen in Düsseldorf und Dr. Otto Zimmermann in Barmen den Charafter als Sanitätsrat zu verleihen.

Ministerium der geistlihen und Unterrihts- angelegenheiten. __ Der Regierungs- und Schulrat Dr. Sieke ist der Re- gierung in Magdeburg überwiesen worden. __ Der bisherige Kreis\chulinspektor im Nebenamte, Pfarrer Liz. Karl Brauer aus Grüsen, Kreis Frankenberg, ist zum Kreis\schulinspektor in Saarbrücken ernannt worden.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

Der Oberregierungsrat v on Heppe ist dem Präsiventen der Ansiedlungskommission in Posen als erster Oberregierungsrat zugeordnet,

dem Oberförster Siewert in Sigmaringen ist die Ober- förfterstelle Lanskerofen übertragen worden.

Kongmoon eingetroffen.

Bayeru.

Sißung, wie „W. T. B.“ meldet,

tragsforderung der Regierung, wonach

ab verstaatlicht wird, angenommen.

Sachsen.

Finanzminister v. Seydewiß eine Erklärung

auf dem Gebiete der direkten Steuern sei und bei eventuellen Aenderung der Steuergeseßzgebung geseze Rücksicht genommen werden müsse. unteren Steuerklassen aus und betonte, daß die Pflicht des Steuerzahlens mit dem Wahlrechtsgebrauch verbunden bleiben müsse. Der Minister machte sodann Mitteilungen über die Ergebnisse des Wehrbeitrags in Sachsen.

Es seten im Königreih Sachsen 60 077 Personen zur Abgabe der Erklärung für die Wehrsteuer aufgefordert worden. Davon hâtten 94,93 9/6 die Erklärung rechtzeitig abgegeben, 2,20 % hbätten um Verlängerung nachgesucht, und 2,87 9% hbäiten die Frist zur Ab- gabe versäumt. Das Ergebnis des Wehrbeitrags könne bis jeßt noch niht genau angegeben werden, immerhin könne er mit- teilen, daß in Sachsen etwa 75 Millionen an Wehrbeitrag ein- kommen würden. Diese Ziffer entsprehe nicht ganz den Er- wartungen, die das Finanzministerium gehegt habe. Was den Einfluß des Wehrbeitragsergebnisses auf die Einkommensteuer an- belange, so müsse festgestellt werden, daß die Einkommensteuer sich

Lehmann in

Albert Lorenz LUbinUs in Kiel, Dr. Wilhelm Lüsebrink, Direktor der Provinzial- Hebammenlehranstalt in Bohum, Dr. Andreas Mahler in Fsidor

um einen geringen Bruchteil erhöht habe. Die genauen Ziffern könne er noch nit angeben, jedo set von den goldenen Bergen, dte man sich in manchen Kreisen von dem Wehrbeitrag versprochen habe, nichts zu verspüren. Dies sei ein erfreulihes Zeihen dafür, daß bisher in Sachsen jeder Staatsbürger seine Steuerpfliht erfüllt habe. Aller- dings seten einzelne Fälle von Steuerhinterziehung bekannt geworden. Ueber diese habe sich das Ministerium genaue Berichte erstatten lassen, um dadurch zuglei etnen Ueberblick über die Wirkung des General- pardons zu erlangen. Jedenfalls könne er erflären, daß die Steuer- hinterziehungen fih auf alle Schichten des Volkes, Stadt und Land, Arm und Reich, verteilten.

Jm weiteren Verlaufe der Sißung lehnte die Kammer den sozialdemokratischen Antrag auf Fortfall der vier untersten Steuerklassen gegen 27 sozialdemokratishe Stimmen ab. Da- gegen wurde der fortschrittlihe Antrag auf Fortfall der zwei untersten Steuerklassen ohne Beeinträchtigung der politischen Rechte mit 48 gegen 27 Stimmen der Rechten an- genommen.

VadDden., ___ Jn der Zweiten Kammer des Landtags, der gestern die Beratung des Kultusetats beendete, gab der Kultusminister Dr. Böhm zur Frage der Aufhebung des Jesu iten- geseßes und der Zulassung von Männerklöstern laut Meldung des „W. T. B.“ folgende Erklärung ab:

Die Negierung sei nicht in der Lage, einer Aufhebung des Jesuttengeseßes zuzustimmen, werde aber bei der Interpretation des Geseßes im Bundesrat mitwirken. Was die Zulassung von Männer- klöstern in Baden betreffe, so hätten ih die Nationalliberalen haupt- \ählich aus volkswirtshaftlihen Gründen dagegen ausgesprochen. Gegen etne folhe Zulassung seien 92 \charfe Proteste bei der Ne- gierung eingegangen, woran sie niht ahtlos vorübergehen könne. Er, der Miniiter, werde in Verhandlungen mit der Kurie eintreten und diefe in friedlihem Geiste fuhrea als treuer Freund der Kirche. Höher aber als die Kirche stehe ihm noch der Staat. i

Jm weiteren Verlaufe der Sißzung nahm die Kammer in namentlicher Abstimmung mit 49 gegen 15 Stimmen den Ge- seßzentwurf, betreffend Aufbesserung gering besoldeter Pfarrer aus Staatsmitteln, an. Jn diesem Entwurf sind an staatlichen Zuschüssen für evangelische Pfarrer 300 000 M, für fatholische Pfarrer 350 000 // und für altkatholishe Pfarrer 8600 M vorgesehen.

Oesterreich-Ungarn.

Ueber das Befinden des Kaisers besagt der gestrige Abendbericht : ;

In den fkatarrhalishen Erscheinungen läßt sih bei Seiner Majestät feine bemerkenéwerte Aenderung verzeihnen. Der übrige Befund ist nah wie vor zufiiedenstellend. Der Kaiser hat heute die gewöhnlichen Gmpfänge abgehalten.

Jn dem vom Marquis Bacquehem im Ausschu ß für auswärtige Angelegenheiten der Ungarischen Delegation erstatteten Bericht über den Voranschlag des D Eri des Aeußern heißt es, wie „W. T. B.“ meldet :

Der Aus\chuß habe mit Genugtuung festgestellt, daß es ben Bemühungen des Ministers des Aeuß-rn gelungen sei, der Monarchie die Segnungen des Friedens zu erhalten. Das Bündnis mit dem Deutschen Reih und der Dreibund hätten fsih auch

Die Kammer der Abgeordneten hat in ihrer gestrigen die Anträge der Sozial- demokraten und Liberalen, betreffend die Aenderung des bayerishen Landtagswahlgeseßes dur ch Einführung der Verhältniswahl, abgelehnt und einstimmig die Nach- die Dampfschi ff- fahrt auf dem Starnberger See vom 1. Januar 1915

Bei der Beratung des Etatskapitels „Direkte Steuern“ gab in der gestrigen Sizung der Zweiten Kammer der i ) ab, worin er, wie „W. T. B.“ meldet, sein Bedauern ausdrückte, daß der Staat nicht mehr uneingeshränkter Herrscher im eigenen Hause jeder auf die Reichs- C ] Der Minister sprach sih jodann entschieden gegen die Anträge auf Fortfall der

wolle, und daß es dieses geräuschvolle

welhen er der friedlihen Politik der

dru gemacht.

die Absicht, seine Tarifverträge zu kündigen. Staaten dies aber täten, lihen Interessen verteidigen. es bei seinen Tarifverträgen gut Gnttäushung dabei nicht erlebt habe, nicht leiht werde erztelen lassen.

abgeschnitten und daß sich

land möchte es gerne vermeiden, mente einzulassen. Für Oesterretch - Ungarn wäre die Verlängerung seines Handelsvertrages mit dem Deutschen hon mit Nücksicht auf die Verschiebungen, die ih Handelsverkehr mit Deutschland bei ergeben hätten, nicht annehmbar.

leide s{chwer unter der Unzulänglichkeit des Zollshutzes. waltigen Steigerung der Leistungsfähigkeit der deutschen

kurrenz. ? vertrags nicht abänderungsbedürftig ;

zu veretnbaren.

gation verhandelte gestern über das Marinebudget.

die nächsten jeßt projektierten Schiffe 35 cm-Geshüßze haben würden.

allerstärksten Typ, aufnehmen.

Hinsicht auf die Initiative der beiden Regierungen angewiesen. Großbritannien und Jrland.

eingebrachte formelle Resolution

Ce

wahlrecht, ist, wie „W. Stimmen angenommen worden.

Rußland. Der Minister des Jnnern Erwerb und Verlusi der russi\chen angehörigkeit ausgearbeitet. Wie „W. T. B.“ meldet, muß danach der Ausländer, der sih naturalisieren lassen will, seine fremde Staatsangehörigkeit aufgeben und fünf Fahre in Nußland gelebt haben ; seine Ehefrau und seine minderjährigen Kinder erwerben die Staatsangehörigkeit mit. Jede naturalisierte Familie hat eine Gebühr von 100 Rubel zu zahlen. Naturalisierte Ausländer werden als Bauern oder Kleinbürger eingetragen, soweit sie niht das Recht auf eine höhere Stufe des Staatsbürgerrechts besißen, und unterliegen der Militärdienstpflicht. Im Reichsrat wurde gestern der Reformgeseßentwurf zur Förderung der Mäßigkeit des Volkes mit der Maß gabe angenommen, daß jährlih zehn Millionen anstatt der von der Kommission vorgeschlagenen 20 Millionen dafür ausge- worfen werden.

Italien.

Jn der Deputiertenkammer stand gestern der Etat des Ministeriums des Jnnern zur Beratung.

Im Laufe der Debatte gab der Ministerpcäsident Salan dra, wie „W. T. B.“ meldet, verschiedenen Rednern zu, daß eintge Ab- änderungen an dem Wahlgeseß angebracht sein könnten; im ganzen aber habe es erfreulich gewirkt. Eine so große Reform, wie die von einem Redner vorgeschlagene Nückehr zur Listenwahl, set nah etner so kurzen Erfahrung noch niht angebracht. Der Mädchenhandel drückte Italien niht so sehr wie andere Länder, jedoch werde die Regierung energisch dagegen einschreiten. Sie werde auch etnen Geseßentwurf gegen die Pornographie, den bereits Luzzatti bearbeitet habe, wieder einbringen. Die Gesundheitspflege habe große Fort- schritte gemacht ; die mittlere Lebensdauer in Italten habe ¡ugenommen. Bei den bevorstehenden allgemeinen Wahlen für die Verwaltungs- körper werde die Regterung jede Einflußnahme vermetden-

h - Der albanesishe Ministerpräsident Turkhan Pascha ist heute in Rom eingetroffen und vom Ministerpräsidenten Salandra sowie dem Minister des Aeußern Marquis di San Giuliano empfangen worden.

Portugal. Die Regierung erklärt einer Meldang des „W. T. B.“ zufolge, daß die Lage in der portugiesischen Kongo- olonie nicht beunruhigend ist und daß die Provinz Angola über die notwendigen militärischen Streitkräfte verfügt, um den in der dortigen Gegend ausgebrochenen Eingeborenenaufstand

zu unterdrücken.

diplomatischen Einfluß durch militärische Vorkehrungen unterstüßen F w Auftreten brauhe, um E für die Neizbarkeit im Innern ein Ventil nach außen zu offnen. E Nach Mitteilung aus amtlichen Kreisen stehe man allerdings an den ! maßgebenden Petersburger Stellen den kriegerischen Aeußerungen der | dortigen Presse vollkommen fern und \prehe ihnen jede Berechtigung E ab. Die Ausführungen des französischen Mei enten, in f österreihish-ungarishen | Monarchie Anerkennung gezollt habe, habe auch in St. Petersbura Ge N

E Bib Doda Pascha in Durazzo eingetroffen. 4000 Mann A s N e bin sich auf dem Marsche nah dem F Süden. Die Geistlichen begleiten die Freiwilligen in den Krieg. F Meitere 6000 Nordalbanesen werden dieser Tage nah dem D Süden gehen.

Bezüglich der wirtschaftlichen Fragen führt der Bericht aus: Nach den Erklärungen der deutschen Reichsregierung habe Deutschland nicht Wenn die anderen F so werde Deutschland seine wirtschaft- | Deutschland sei der Metnung, daß

E M. T. B.“ meldet, daß der Gouverneur der Republik San R s “e C _. 1 [A i ' Domingo über die in den Händen der Rebellen befindlichen N Häfen Puerto Plata und. Santi Christi die Blockade und eine große f verhängt hat. etwas besseres ) , E Die Stellungnahme der deutschen Negterung in der Frage der Erneuerung der Handelsverträge sei an- gesihts des enormen Aufs{hwungs der deutshen Erzeugung und des Handels unter dem gegenwärtigen Zollregime, angesichts der beisptel- losen techntis{chen und industriellen Fortsch1itte erflärlih. Deutsh- sih auf handelspolitische Experi- etnfache Reiche in dem einzelnen Industriezweigen Eine Reihe von Industrien Bet der ge- t i Unter- nehmungen fönnten die Betriebe Oesterreih-Ungarns mit ihnen nicht gleihen Schritt halten und begegneten einer mä@ttigen deutschen Kon- Jedoch sei ein großer Teil der Bestimmungen des Handels- f daher dürfte es si seinerzeit empfehlen, den Vertrag nicht zu kündigen, sondern einen Zusaßvertrag

Interessenten des Orldistriktes von Tampico erklärt, er werde,

sobald eine der mexikanischen Parteien dort im Alleinbesiß sein

würde, dieser Vorstellungen wegen des Schußes der Oelquellen * und betreffs der Rückkehr der amerikanischen Angestellten zweck3 * Vorsorge für die Oelquellen machen.

E Mayo, daß die Kanonenboote der Bundestruppen vor Tampico # gestern den Fluß verlassen hätten und neben den fremden # Kriegsschiffen vor Anker gegangen seien. Nachmittags hätten Ï die Bundestruppen begonnen, Tampico unter Benußung der F Eisenbahn zu räumen. Ÿ wieder aufgenommen worden.

9 lingen aus der Hauptstadt in Veracruz angekommen, die dort aus verschiedenen Gegenden des Jnnern zusammengetrosfen waren; die meisten sind Bergleute aus Nordamerika.

Der Marineaus\{chuß der Ungarischen Dele- : n Schi ‘i zwischen den Ver- i M ( 3 O : meldet, den Schiedsgerichtsvertrag zwis Der Marinekommandant S S See Jufolgs) M einigten Staaten und Japan bestätigt. ) Oesterreih-Ungarn könne jeßt den Verglei mit allen Kriegsschiffen aller Seemächte, oe den 11 n. Was den Wunsch nah Feststellung j C des Flottenprogramms betreffe, so sei die Marineleitung in dieser T aza haben die französischen Truppen nach einem se hr harten Kampfe das von Schluchten durchschnittene Gebirge über- ritten, in dem der Scheik Hadjami starke Streitkräfte der Niota und Zul zusammengezogen hatte. Die Stellung ist ge- genommen und der Feind, der viele Tote und Verwundete

zurückgelassen hat, n Stellung liegt vier Kilometer vom Lager am Ued Amilil

entfernt.

Die gestern abend von der Regierung im Unterhause i über die weitere parla- mentarishe Behandlung der Bills, betreffend Home Nule, die Trennung von Kirche und Staat in Wales und das Plural- T. B.“ meldet, mit 276 gegen 194

Albanien. : Wie die „Neue Freie Presse“ meldet, ist der Mirditenfürst

Amerika.

Marinedepartement erfährt, wie

Das amerikanische

Der Präsident Wilson hat einer Abordnung von

Meldungen des „W. T. B.“ zufolge, berichtet der Admiral

Um Mitternacht sei das Feuergefecht

Gestern is eine weitere Gruppe von zweihundert Flücht-

Asien. E j Der japan ische Geheime Rat hat, wie „W. D. B.“

Afrika. Nach einer von „W. T. B.“ verbreiteten Meldung aus

zerstreut worden. Die eingenommene

hat einen Geseßzentwurf über l Mad Staats- tags und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in

der Ersten Beilage.

welcher der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dr. Solf und der Staatssekretär des Reichsshaßamts Kühn beiwohnten, die zweite Lesung des Reichshaushaltsetats für 1914 fort und wandte sich zunächst zur zweiten Ergänzung des Haus-

Parlamentarische Nachrichten. Die Schlußberichte über die gestrigen Sißzungen des Reichs-

Der Reichstag seßte in seiner heutigen (257.) Sißung,

halts für die Schußgebiete für 1914, in dem für das südwestafrikanishe Schußgebiet eine Erhöhung der Kapitalien für die Landbank von 5 Millionen gefordert wird. Die Kom- mission hat nur den halben Betrag zu bewilligen beantragt.

Staatssekretär des Reichskolonialamts Dr. S olf: Der Landesrat bittet in einem Telegramm, doch die volle Summe zu bewilligen. Auch ih würde es mit großem Dank anerkennen, wenn die Position Sollte P E in ver S E EPE R A eäußerte Besorgnis geteilt werden, daß bei der Bewilligung von Cbilen T f R vorgegangen wird, so würde ih mich ver- pflichten, dem Gouverneur zu schreiben, daß darauf Nüdksicht ge- nommen werden soll, bei der Vergebung der Darlehen nicht. zu s{hnell

wieder hergej\tellt würde.

vorzugehen.

Abg. Dr. Oertel (d.-kons.): Auh ich möchte bitten, die Ne- ci wieder ellen und die 5 Millionen zu bewilligen. Wir können zu dem Staa!ssekretär das Vertrauen haben, daß Bor- fehrungen getroffen werden gegen allzu große Kreditgewährung. Jch bitte deshalb, nicht nur über den Kommissionsantrag, sondern auch

über die Regierungsvorlage abstimmen zu lassen.

Die Regierungsvorlage wurde gegen die ea n i ist somi

Konservativen abgelehnt. Der Kommissionsanirag

angenommen.

Die Budgetkommission hat im Laufe ihrer Beratungen über den Etat der Schußzgebiete folgenden Geseßentwurf zur

es Geseßzes über die Einnahmen und Ausgaben Aenderung des Gesetzes A

der Schußzgebiete von 1892 vorgeschlagen, len A erste Beratung bereits stattgefunden hat:

) 4 g: Soweit Ausgaben zum Baue, zur Erweiterung und zur N Eisenbahnen oder Eisenbähnanteilen, zu Straßen-

1ten und Staudämmen oder zu ähn-

bauten, Hafenanlagen, Strombauten mi die Grund: ei ime d Besitzer von Bergwerksgerehtsamen und gabe- ae i I A Battabereidhe dieser Anlagen zu einer ihrem Anlage entsprechenden Leistung zugunsten des Es faun verlangt werden, daß die abtretung erfolgt, sofern das Grundstück t derart zerstückelt wird, daß das Mestgrund- Bestimmung niht mehr zweckmäßtg

Erwerbung von

lichen Anlagen werbender Art Verwendung fin

Interesse an der An Schutzgebiets heranzuziehen. Leistung in Form von Land durch die Abtretung niîi

\sekretärs zu erwarten ist, daß eine Verschiebung des Bahnbaues nicht

eintreten erstatters zu.

verstanden.

Kommissionsanträgen "c Etatsgeseß und der Haupteta!t. etat erledigt.

militärgericht, der Reihs\{chuld, des Rehnungshofes, des Allgemeinen Pensionsfonds und der Allgemeinen Finanzverwaltung wurden von der Tagesordnung abgeseßt.

heutigen (80.) Sißung, welcher der Finanzminister Dr. Lenße beiwohnte, in Fortseßung der zweiten Beratung des Ent- wurfs des Staatshaushaltsetats für 1914 zunächst über einige noch ausstehende Titel verschiedener Spezialetats.

Nemunerationsfonds, beantragt die Budgetkommission, die Re- gierung zu ersuchen, den Fonds zu außerordentlichen Nemune- rationen und Unterstügzungen für Beamte und für das Hilfs- personal des Hauses vom Etatsjahr 1915 ab angemessen weiter

zu erhöhen.

der in Höhe von 5700 #6 vorgesehen ist, beantragt die Kom- mission, sofort 540 /6 hinzuzuseßen, also 6240 #6 zu bewilligen.

öhung tim Etat des Herrenhauses dient dazu, die Beamten des Herren- I des Abgeordnetenhauses gleichzustellen. Diese Gleichstellung beider Beamtengruppen ist auch {hon früher erörtert worden. (Gs handelt sich hier um dasselbe Dienstverhältnis und um dieselben Dienstverrihtungen, also müssen auch die Bezüge beider Gruppen die gleihen sein. daß, wie Unterstüßung zu : seit Jahren gewährt worden, und es müsse unangenehm empfunden werden , 1

Es kam dabei auch zum Ausdruck, daß es wohl nicht dem gegen- seitigen Verhältnis zwischen Regierung und Parlament entfprece, wenn eine verhältnismäßig so geringe Summe, wte sie hier in Frage komme, trotz des einmütigen Beschlusses der Budgetkommission ge- strichen würde. ) das l

ebenso einmütig dieser Resolution beizutreten.

trägen der Kommission.

waltung ist noch rückständig der Fonds zur Förderung der inneren Kolonisation, der im Extraordinarium mit

antragt, den Fonds unverändert zu bewilligen und die Denk- \chrift über die Verwendung des Fonds zur Förderung der

und Brandenburg nach Kenntnisnahme für erledigt zu erklären.

Abg. Keinath (nl.): Da nah der Erklärung des Staats-

wird, so stimmen wir den Anregungen des Bericht- Das Haus war mit der Abseßung des Gegenstandes ein- Der Etat der Schußgebiets\{chuld wurde nah den ohne Debatte bewilligt, ebenso das Damit war der Kolonial-

Eine Reihe kleinerer Etats, darunter der für das Rei chs-

(Schluß des Blattes.)

Das Haus der Abgeordneten verhandelte in der

Zum Etat des Abgeordnetenhauses, und zwar zum

Zu dem gleichen Fonds im Etat des Herrenhauses,

Berichterstatter Abg. Dr. Pachnicke (forts{chr. Volksp.): Die Er-

Die Kommission war auch der Ansicht, weiterhin der Stenographenshule eine

bisher, a fd ne N Eine solche Unterstüßung sei

gewähren set.

plöulich diese Unterstüßung versagt werde.

wenn

Fch bitte das Haus im Namen der Kommission,

Das Haus beschließt ohne weitere Debatte nah den An-

Von dem Etat der landwirtschaftlihen Ver-

1 Million Mark ausgeworfen ist. Die Budgetkommission be-

inneren Kolonisation in den Provinzen Ostpreußen, Pommern

Berichterstatter Abg. Dr. von Kries (konf.) s{lägt vor, eine De A stattfinden zu lassen, um nicht den Beschlüssen der Kommission für das Grundteilungsgeseß vorzugreifen und nicht eine Debatte heraufzubeshwören, wie sie erst vor wenigen Wochen über die innere Kolonisation erlebt worden ist. E Präsident Dr. Graf von Schwerin stellt fest, daß das Haus dem Antrage des Berichterstatters zustimmt, über die allge- meinen Fragen der inneren Kolonifation keine Diskussion stattfinden e Hofer (Soz.) beginnt, sich über Fragen der inneren Ko- lonisation zu verbretten, wird aber von dem Prästdenten zweimal an den Beschluß des Hauses erinnert. , Das Haus beschließt hierauf ohne weitere Debatte nah em Kommissionsantrage. E e L ; n Put des Finanzministerium s sind 2562 000 6 für Zuwendungen an pensionierte Beamte, die zum oder vor dem 1. April 1908 in den Ruhestand verseßt worden sind, sowie an Witwen und Waisen dieser Beamten und der vor diesem Zeitpunkte verstorbenen aktiven Beamten (sogenannter Altpensionärfonds Age Die Budgetkommission beantragt unveränderte Bewilligung. : Die Abgg. Aronsohn (fortshr. Volksp.) und Genossen ntragen A zu ersuchen, baldigst nah dem Vorgange anderer Bundesstaaten einen Geseßentwurf vorzulegen, durch den die Nuhe- gehälter der vor dem 1. April 1908 in den Ruhestand verseßten Staatébeamten und Lehrer und die Witwen- und Walséng der unter besonderer Berücksichtigung der geringeren Pensionen erhöht

werden.

Die Abgg.

antragen, O die Mfealeentig zu ersuchen, eine geseßliße Regelung der Be-

ü Altyensionäre und threr Hinterbliebenen tn Preußen in P oline daß den Alipensionären ohne befonderen Antrag eine Pensionszulage gewährt wird, die nah Prozentsäßen des Unterschieds zwischen der alten und der nach dem neuen Pensions- gese zu berechnenden Pension festgesetzt wird. | Abg. von Goßler: Ih möchte dem Hause die Annahme unseres Antrages besonders empfehlen. Es ist nicht angängig, die Gewährung von Zulagen von besonderem Antrage oder von der Bedürftigkeit ab-

von Goßler (kons.) und Genossen be-

samtheit die Plastik. fehlen aber auch i fannteren Sezessionisten Kolbe

tur Gebiete, das ihm liegt: in der Wiedergabe zarter seeltsher RNegungen

und anmutvoller weibliher Bewegungen durch eine belebte Form, ift er Meister. Seine „Badende“ ist troß der anfangs verblüffend und gesuht wirkenden Stellung vorzüglich ausbalanctert und in allen Teilen fein empfunden und gut durchgebildet. „Wanderndes Paar“ und la ch

wiederholt. i 1 Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen, hat sch Barlah eine äußerlih

irkungsvolle Formensprache zurecht geleat, zu der thn die Bauern- bilder des d Pieter Brueghel und jene, die Adriaan van Ostade in seiner Jugend \{chuf, angeregt zu haben fcheinen. sierenden Art, die den Leere und e Y G

all bei Franz Meyner (un | Die beides E en Frauenfiguren, die Meßner ausstellt, glaubt man im Werke N hon gesehen zu haben, so verwandt sind in der Manier seine

Hodler, genialen [lerische l i d 8 war, die fie jedoch nicht dauernd mit neuem Leben zu erfüllen

vermögen.

Kunst und Wissenschaft.

Erste Ausstellung der „Freien Sezes sion“. [II.*)

nheitliher und günstiger als die Malerei wirkt in threr Ges N i: Es fehlt an allzu aroben Entgleisungen, es und gentiale Werke. Unter den be- steht, wie {on des öfteren, Georg Kolbe ist gewi ketne kräftige Künstler- vielseitig begabt. Aber auf dem

tühne

wieder voran. und keineswegs

Die großen Holzreliefs „Die Verlassenen“ von Ernst Bar- leider, daß sich der Künstler immer . mehr

etgen T Statt die Natur von neuem zu beobachten und neue

Fn dieser stili- Umriß und die Flächen fast n zur Flachheit vereinfaht, seßt er nun seine Kom- O AehnliG wie bei Barlach liegt der unter den Malern bei Hodler).

Alle drei Künstler, einmal aus einer persönliße Tkünst- lebens8voll

chôpfungen untereinander. Barlah und Meyner, haben Eingebung heraus eine höchst Aeußerungsform gefunden, die neu und

August Gaul, der als Tierbildhauer Gutes \{uf, zeigt die kleine Bronzegruppe „Circe, die auf einem Schweine hot“ : eine Gruppe von rein kunstgewerblicher Haltung, die feine lebendig erfaßte und stark plastisch empfundene Stelle aufzuweisen hat. Bon Rodin sieht man zwei feiner kleinen Figurengruppen (Samm- lung Stern) und ‘eine männlihe Porträtbüste. Die figürlichen Kompositionen NRodins find von der bekannten tehnishen Vollendung und zarten Beseelung und lassen wie alle Werke seiner Hand erkennen, daß neben überlegener Technik und hoher Kultur au ein gut Stück von füßlicher sranfiGer NAus- stellungsplastik in ihnen steckt. Die bekannte Nednerfigur George Minnes hat infolge der sinnfälligen Gestaltung, die hter das Wesen eines hingebungsvoll und eindringlich sprehenden Mannes _ge- funden hat, noch nichts ‘von threr Wirkung eingebüßt. Mar Klingers Gewandfigur ist eine etndrucksvolle akademische Arbeit, an deren durchgebildetem Kopf die. originelle Lösung des Problems der Augenwitedergabe Beachtung verdient. Von den jüngeren Bildhauern versagt diesmal Wilhelm Lehmbruck, der hon in den leßten Ausstellungen enttäuschte, völlig. Es ift bedauerlid, daß dieser junge Bildhauer fich so rasch aus- gegeben hat, daß seine Kunst so {nell zur Manier erstarrt ist. Wilhelm Gerstel hingegen erweist sih besser als je. Wie gut ist in der Bronzefigur des fallenden Kriegers das Bewegungsmotiv tines nah rückwärts taumelnden Mannes erfaßi uünd plastisch ausgedrüdt! Auch Richard Scheibe hat mit der Bronzefigur „König Saul eine starke Talentprobe abgelegt und gezeigt, daß er auf dem Wege ist, persönlihen Stil zu finden. Dr. P.

* Vergl. Nr. 104 und 111 d. Bl.

A. F. In der Malsizung der Pee a rach der Professor Dr. H. von x1aeë-Graz uver die ir- S p Deutschen und Oesterreichishen Alpen- vereins, durch deren vorbildliche Ausrüstung er si ein bedeutendes Verdienst um die geographishe Wissenschaft erworben hat. Zwar wollte der Vortragende einleitend dies Verdienst nur infofern gelten lassen, als die Expedition mit den zur Verfügung stehenden nur 27 000 6 das Mögliche, indessen doch nur Unbedeutendes geleistet habe, weil sie ih auf den Besuh wentgen unbekannten Landes eingeschränkt sah. Gleichwohl hoffe er, daß die endgültige Bearbeitung der wissenschaft- lihen Ergebnisse die gute Anwendung der zur Verfügung stehenden Mittel zeigen werde. Aus 8 Teilnehmern bestehend, verließ die Expedition Wien am 2. Mai 1913 unter Führung des Bremer Alpinisten und Forshungsreisenden Willy Rickmers; der Vortragende gehörte thr als Meteorologe an. Die gestellten Aufgaben waren derart, daß sie nur durch Naturforscher, die gleichzeitig Alpinisten find, gelöst werden fonnten; denn es handelte sich darum, die Gebtrgsketten zwischen Tianschan und Pamir sowohl stratographisch (auf thre ursprüngliche Formation), als tektonisch (auf ihre durch Eruptiv- oder Sedtment- gesteine hervorgerufenen Aenderungen) zu erkunden, an erster Stelle die „Kette Peters des Großen“. (Russische Forscher haben in dtefem Gebiete das Hochgebirge noch nicht betreten.) Dann waren haupt- \ählich photogrammetrishe Aufnahmen und Gletscheruntersuhungen zu leisten. Aus der russishen Karte des Gebietes sind die Täler und Ansiedlungen ziemlich gut zu ersehen, doch versagt die Karte in der Wiedergabe der Hochgebirgsverhältnisse. So galt es neben der neu- zei!"ihen Firngrenze die Tiefe zu erkunden, bis zu welcher die älteren Gletsher hinabgegangen wareä. Die frühere, ins Ver- hältnts zur heutigen Firngrenze geseßte Grenze war bisher nur als von . geringer Verschiedenheit angegeben worden. Förder- lich ihren Zwecken war es, daß die Q mit Empfehlung der russishen Regierung reiste. hre Mitglieder waren Gäste des Emirs von Buchara; dies hatte zur angenehmen Folge, daß sie durch die Bevölkerung verpflegt und mit Pferden versehen wurden, was der letdigen Tatsache gegenüber sehr erwünscht war, daß si die mitgenommenen Esel bei der Ankunft in Buchara {on er- {pft zeigten und Kamele nur in den Tälern, nit aber auf beshwer- lihen Gebirgspfaden brauchbar sind. Es konnten 30 D L bis zu 5000 m Meereéhöhe ausgeführt, 14 Pässe überquert un etne Karte des Gebietes entworfen werden. ine Reihe von

hängtg zu machen. Solange von der Negierung daran festgehalten

ück nah seiner bisherigen benußt werden kann.

Mangels einer Einigung über die Höhe der

wird, daß die Vorausseßung füc die Gewährung einer Beihilfe von

Lichtbildern machte die Versammlung mit dem landschaft-