1914 / 123 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Nübenkultur der ganzen Nachbarschaft Schwierigkeiten dard die E

feinen Fall hat, was natür Vom Dorfe Eiche er alten Karten ersihtlih, Eichow, nah von Nauen 1193 sogar Eken hieß, wiederum die Eigentümlichkeit zeigt, ss einen Namen assimiliert, wenn er orte irgend ähnlih ist. Nach Dr. N ursprünglich eine wendishe Niederlassung; Namens liegt gewissermaßen ein Dan an d r die seiner Entwi>elung gewidmete P te Kirche von Eiche als einen Kuppelbau l bescheinigt die Wetterfahne.

hen ; wollte eine bübs<he, vom sih dur wischen 1881/82 umgebaut worden. randunglü> {wer heimgesuht, ist a der As neu erstanden. Als ga währten der Kaiser Friedrih als Kron warme Fürsorge für Eiche. Auf den Vortrag Dr. “Nettos und threr Kirchen. Die Kirche graphen in dem Kantor Scholz, der von die alte, 1289 erbaute Kirhe, nahdem Jahre 1883 dur die neue Kirche erseßt

alten cinige sehr interessante Grabsteine übernommen wurden, deren

ältester bis 1449 zurü>geht. Die Mitg a wie immer an märkischen Kirchen, Eiche, besonderen Gefallen. Sind d wertvolle Kulturerinnerungen der Dörfer. dann über den Éhrenpfortenberg, na< Dorf Eiche, in dessen Kirche Flärung übernahm,

Ein

Ueber die Witterung in Nordd April 1914 berichtet das Königlich SJnstitut auf Grund der angestellten

ihen Werten in den ersten und

Beginn der zweiten und dritten Dekade ;

lien, stellenweise au im mittleren und östlihen tage vor, und an zahlreichen anderen Orten blieben die Marxima hinter

nur wenig zurü>, in Berlin aber wa

und 11. fo hoh wie hier no< nie seit Beginn amtlicher meteorologi- _ Andrerseits Temperatur zwischen ihren Höbepunkten, und zwar um den S. 10 und 25., au abnorm tiefe Stände; es fam aber im westlichen und mittleren Norddeutshland nur no< vereinzelt und aud im Osten meist auf die Nacht beschränkt, Eistage gab es nur no< auf Im Gesamtdurhschnitt überschritten, da die R Abweichungen die negativen überwogen, auf dem ganzen iete die Monatsmittel die normalen, sonst um 2 bis 3 Grad.

her Beobachtungen (1847).

keinetwegs überall zu Frost, der aud, im allgemeinen nur gelinde auftrat. den Gipfelstationen.

im Küstengebiet der öftlihen Ostsee,

Das Vorherrschen heiteren Wetters in der hatte zur Durchschnitt erheblich zeitig war es im größten Teile des Lande auf einer S{lesien und das südliche S Rheinland umfassenden Grenzzone, wo viell stellenweise au emefsen wurde. tärkerer, kurz nah

an der mittleren Elbe. nur noch vereinzelt im Nordosten, eine Die Niederschlag8mengen Landes zwischen 20 und 50 mm. regenärmeren Grenzzone

sumpfige Be enheit der . Es hängt das bekanntlih_ mit Del r aenkeit zusammen, daß die Havel auf einer den Stre>e unterhalb lih der Sumpfbildung

blte Dr. Neito, daß es früher, dem Verfasser der in welcher daß der Volksmund, wo es geht, einem verständlichen deuten

Für den König {einen die ästheti- Rücksichten bei diefem Bau maßgebend gewesen Neuen Palais aus

diesen monumentalen Bau schaffen. Eiche wurde 1889 durch

erfolgte die Besichtigung beider von Golm fand ihren

sie baufällig geworden,

Neliquien und zumeist die E

an die Fuchsberge und den Eichenhain Dr. Netto die Führung und Er- beendete die genußreiße Wanderung.

ecobachtungen : Monat hatte in seinem ersten Drittel meist trübes und regnerishes, in der übrigen Zeit aber vorwiegend heiteres und t bei dur<scnittli< hoher, im einzelnen aber sehr veränderlicher Tem-

ues Leßtere stieg zu ungewöhnlich hoben, leßten Tagen

Folge, daß die Sonnenscheindauer überall den langjährigen übertraf, vereinzelt um

nur cin Drittel der normalen Niedershlagsmengen Ueberschritten wurden leßtere, infolge vereinzelter Mitte der ersten Dekade vorgekommener fälle, nur auf einem das nördlihe Hannover nebst Oldenburg, Swhleswig- Holstein, MeXlenburg, Vorpommern und Rügen umfassendenGebiet, sowie in kleineren Bezirken im nördlichen Ostpreußen auf der Posener Platte und Abgesehen von den Gebirgen Schneede>e nirgends mehr vor. hielten fh im weitaus größten Teile des Nur in blieben sie vielfah ¿wishen 10 und 20 mm;

brate, unerwartet große Gegend Potsdam fast gar zustatten kommt. wie au aus Geschichte

wig. amensänderung \i<

etto war auch dieser Ort in der Verdeutshung seines ie Hohenzollernschen Fürsten, flege. Friedri I1. erbaute im Jahre 1771; die Jahres-

LUtauen.

Sieg vor. breitete neuen

Depression,

qu sein. Er räsentable Landmarke le Kirche ist übrigens ein ber als ein Phönix aus nz nahe Nachbarn be- prinz und seine Gemahlin mit Dank aufgenommenen Dörfer istorio- ihr zu beri<hten wußte, daß m worden ist, in die aus der

land {nell ozeanischen

breiteten,

lieder der „Brandenburgia“

au an dieser und an der o< gerade die Dorfkirhen Ehrfurcht heischenden dur das Dorf Golm, gehender

euts{<land im Monat preußishe Meteorologische Der vergangene

tro>enes Wetter | Varel,

zeitweise son sommer- | bend,

des Monats und im BEUE famen im west- euts{<land Sommer-

: 9 ren die Mittelwerte des 2. | begann eine

zeigt der Verlauf der

auf

um 1 bis 17 Grad

steigen ließ. zweiten und dritten Dekade mehr als 40 9/0. Gleih- 8 zu tro>en, am meisten

afen, Hessen-Nassau und eiht weniger als die Hälfte,

Regen-

fam Schneefall

fonnte, und

der oben gekennzeihneten | insgesamt

solche tro>neren Stellen Schlesiens, namentli

Saale und Torgauer

hardswald, auf der Saalplatte am Mittelrhein, an der unteren ferner vereinzelt Veber 50 mm fielen im und auf der Paderborner Hochfläche, in Oldenbur Teile von Hannover westli<h der Weser, und im südlichen Schleswig, auf dem walde, auf den versprengten Bezirken an der Warnowmündung, im obershlesishen Hüttenrevier und im \üdöstlihen 75 bis 86 mm kamen am Riesengebirge, am Wietingsmoor und im Quellgebiet der Ende März über Mitteleuropa auêge- Beginn Ozean herandringenden Teile des Landes zunä<hst no< ehr warmes

der Altmark, Mehr als im Ober- und Unterharz,

Hochdru>kgebiet behauptete Monats no<h gegenüber einer vom sodaß tro>enes, vielfach Wetter herrschte; Wechselwirkun tief und dem südwe Marimums in einer {on im Laufe des 2. begann, während

D ersten Mona

Abziehen der Tiefdru>kausläu Nordwestwinden wurde vom

das nun mit

Dabei sanken aber anfangs, solange das und Nordeuropa lag, lage bedingten nördlichen Winden zu außerordentli

den tiefsten Werten des ganzen Monats und selbst m Gefrierpunkt, und erst nachdem der Kern böchsten itteleuropa verlagert hatte, erfolgte hier unter änften Einfluß anhaltender Besonnung starke Temperatur zu Be- zu den höchsten Ständen des 94. eine in westöstliher Bewegung befindliche inen Ausläufer nah Süden vorschob, er- it einer allgemetn von Niedershlägen be- wieder {rofe Abkühlung, an vereinzelten Da aber bald wieder über ganz Deutschland zu hier kurz vor Monats- Wetter die Oberhand, bis am einer Tiefdru>rinne über Mitteleuropa gab, die mit verbreiteten Regen-

stellenweife unter de Dru>es si<h na< M dem nun uneingeschr Erwärmung, die im größten Teile des Gebiets die ainn der dritten Dekade

Depression vom Eismeer e folgte in Norddeutschland m gleiteten Nordweststrômung Stellen, selbs im Westen, Dru>, {nell nahdrängend, i vorherrshendem Einfluß gelangte; fo gewann {luß wieder heiteres und leßten Tage die Ausbildung Anlaß zum Ausbru< von Gewittern fällen verbunden waren.

Danzig, 27. Mai. Oftmarkenflug ist am Montag, 20 Meldungen von Zivilfliegern, die

und ô

Das gegen

sh auch

zu im größten

heiteres und für die Jahreszeit nur im äußersten Nordosten ma

viel kühleren eei

abnahm, ein epression,

Werten näherten; nur

Maximum, mit dem si

der ih

etwas unter die

in wiederholten Regenf

längere Reihe heiterer,

die Temperaturen in den dur

Als am

bis zu leihtem Frost.

warmes

ves fich namenilih in verschiedenen Gegenden Mittel- und Nieder\chlesiens, zwis Ibniederung, im Ee Thüringen, am tlih davon bis zur Z\{< Lahn und am Nordhang des Taunus, im westlihen Ermeland und im nördlichen Schles- Nheinish-Westfälishen Schiefergebirge und im grö am Teufelsmoor, in Fth und Hils, im Thüringer- westlichen Randgebirgen des Glayer Kessels und in an der Nordostgrenze

zwishen einem nah Westrußland Mans Teil- stlichen Ausläufer eines Nordosteuropa bemerklich. ie Antizyklone über Deutsch- Umschwung zugunsten der ausgedehnten deren Annäherung eine bis zum É tedrittels reichende Periode t fast täglihen Regenfällen, einzelten Schneefällen einleitete, allgemeinen den normalen osten blieb es zunächst über Westrußland lagerndes Mitteleuropa gezogener Einfluß geltend machte, Aufheiterung und das Thermometer am 5. v si< aber am 6. tiefer ausgebreitet hatte, bewo feuhte Südweststrômung, p sich ganzen Gebiete schnell ausglichen

rüber Witterung mit ver- un Nordosten auch ver- wobei die Temperaturen \si< im

no< verhältnismäßig kühl, da hier ein L ein am 4. über Hochdru>ausläufer vereinigt hatte, seinen darin äußerte, daß unter vorüber- dadur bedingter nächtliher Ausstrahlung ielfa<h unter den Gefrierpunkt sank. Dru> vom Ozean über ganz Mitteleuropa irkte die dadur< herbeigeführte die Temparaturen auf dem Nachdem sie alsdann in den das jufer begleitenden fkühleren West- und normalen Werte 10. an etn von Südwesten her über das mittlere und südlihe Europa ausgebreitetes umfangreiches Maximum maß- südlichen Winden eine {nelle Erwärmung, jedoch

no< feine allgemeine Aufheiterung brachte, da die De gewissen Einfluß behielt, der fich wittern geltend machte. fortschreitenden Hochdru>kge ber folgte, um s< na

ression einen llen und Ge- Erst als gegen Monatsmitte dem ostwärts biet ein neues, ausgedehntes vom Ozean < und na< über ganz Guropa auszubreiten, teilweise wolkenloser Tage. Marimum über Nordwest- diese Wetter- tiefen, meist

(W. T. B.) Der Nennungs\{luß für den den 25. d. M., erfolgt. Höchstziffer, die zugelaffen werden 16 Meldungen von Offiziersfliegern eingelaufen, sodaß 36 Flugzeuge si beteiligen werden.

Paris, 27. Mal. en unterer Nein- opau, St. Petersburg, nationale Gartenbau-

rößten olstein

des Catania, 26. Mai.

te sih die

eshädigt worden waren. gekommen.

Samara, 26. Mai.

ede>enden Aber

nde des

gesunken; auch dort sind Sofia, 27. Mal.

im Nord-

und von den Militär- und begrüßt worden. Als

allgemeine empfangen.

Ghrenbezeigungen, Bei einem

gesunken darauf

Konteradmtiral Souchon trank auf das Wohl des

„Goeben“ ankerte über ein Diner stattgefunden, alle höheren Vffiziere

(W. T. B.)

starke Erdstöße verzeihnet.

der Wolga gingen aht mit Holz Fn einem am Ufer liegenden Dorf wurden 42 Häuser zersti zehn wurden von den Fluten Menschenleben zu beklagen. Samara \ind infolge des Sturmes

kreuzer „Goeben“ ist am

Ankunft des Kreuzers, der mit den von einundzwanzig Schuß wecselte. Der Konteradmiral Sou der mit den höheren Offizieren der wurde dur den Militärbezirkschef Generalleutnant Toschen, Divisionskommandeur Generalmajor Delow

Eine Kompagnie Infanterie erwies die militin

General Toschew einen Trinkspruch auf das Marine und die Gesundheit des Deutschen

wurden mit donnernden Yurras Nacht vor an dem die Generale Toshew und der Garnifon, Bürgermeister der Stadt teilnahmen, den Hafen von Dedeagats<.

n,

(W. T, B.) Die inte

Holland und Belgien.

euer gy

Panik verursa<t wyy

(W. T. B.) Im Erdbebenohs

vatorium von Catania wurden heute morgen um 9 Uhr 48 Min ja _In Zafferana und Viagraj fitrzen die Mauern einiger Häuser ein, die dur< frühere Ers

(W. T. B) Bei einem Sturn und Kalk beladene Kähne u

mitgerissen. Es find O Be oon oe im Goutend

Menschen ums

Montag vor Dedeagat|< angekom Zivtlbehörden und dem Publikum ha

Leben gekommen.

Eine große Volksmenge erwartete am Haft

Hafenbatterien den & Besaßung an Lund und die Zivilbebi folgte cin Vorbeimarsh der Ganß

estmahl zu Ehren der deutshen Gäste bradt

G-detihen der deu Kaisers aus, f dankte für den herzlihen Empfan _Zaren der Bulgaren. Die Trink aufgenommen. Der Panzer Dedeagatsh. Gestern hat an}

der Unterpräfekt und Später verließ die „Gu

im Westen

Monats an-

Rom, 27. Mai.

ober | an der Landun

gangen, um i ständischen zu schließen.

Es sind | erhalten.

Breslau, 27. Mai. wählte den Bischof D. Fürstbischof von Breslau. (W. T. B.) Nachrichten beabsichtigt die eines Truppendeta ement! Albanien zu beteiligen.

Durazzo, 27. Mai. Die Kontrollkommission hat

Der italienishe Gesandte Baron ein detaillierteres Abkommen mit den

Aufständischen dort neuen

Nach Schluß der Redaktion eingegangen

Depeschen.

(W. T. B.) Das Domkaji Adolf Bertram - Hildesheim

) Nach hier eingetr russishe Regierung nih,

4

(Meldung der Agenzia Skin sich nah Kawaja begin A liotti ist nah Schil i

Aus Schiak wird gemeldet, di Zuzug aus dem Jnneren des L

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlichen in de Ersten und Zweiten Beilage.)

nemeren Onengans Hen N

Theater.

Königliche Schauspiele. Donners- tag: Opernhaus. 114. Abonnementsvor- stellung. Lohengrin. Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. Musikalishe Leitung: Herr Kapellmeister Laugs. Regie : Herr Oberregifseur Droescher. Chöre: Herr Professor Rüdel. (Lohen- qua: Herr Bjurström vom Herzoglichen s gus tn Coburg als Gast.) Anfang

E,

Schauspielhaus. 142. Abonnementsvor- fiellung. Peer Gynt von Henrik Ibsen. (In zehn Bildern.) In freier Ueber- g für die deutsche Bühne ge- ei von Dietri<h E>art. Musik von Edward Grieg. In Szene geseßt von pee Regifeur Dr. Reinhard Bru. fikalishe Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Besl. Anfang 7 Uhr

Freitag: Opernhaus.

9% a. (Gewöhnlihe Preise.) Das onnement, die ständigen Reservate sowie die Dienst- und Freiplätze find aufge- hoben. Auf Allerböiten Befehl: Coppelia. Phantaftif Ballett in drei Aufzügen von Ch. Nuïtter und A. Saint-Leon. Musik von Leo Delibes.

ang 8 Uhr.

Schauspielhaus. 143. Abonnement®vor- stellung. Der Veilchenfrefser. Lust- îpiel in vier Akten von Gustav von Moser. Anfang 74 Uhr. /

Die Ausgabe der Abonnementskarten für die Monate Junt und August 1914 zu 16 Opern- und 30 Schauspie vorstellungen findet am 29. und 30. Mai d. JI., Vor- mittags von 104—1 Uhr, in der Mon Een | erhauptfafse im Königlichen Shhau- f ause, Eingang Jägerstraße, und zwar nur gegen Vorlegung des onnements- vertrags statt. werden am 29. Mai d. F. nur die Karten zum 1. Rang

und ett und am 30. Mat d. I. dieb zum 2. Rang bezw. Balkon

3. Nang bezw. 2. Balkon verabfolgt. Fm Interefie einer \<nelleren Erledigung der 99 e wird O den Geld- betrag abgezählt bereit zu halten.

: Kartenreferve-

Deutsches Theater. (Direktion: Mar Reinhardt.) Donnerstag, Abends Uhr: Shakespeare-Zyklus: Was ihr wollt.

Freitag: Was ihr wollt.

Sonnabend: König Lear.

Sonntag: Ein Sommernachtêtrauum.

Kammerspiele. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Sumurun. Freitag: Frühlings Erwachen-« Sonnabend: Sumurun.

Sonntag: Franziska.

Berliner Theater. Donnerst.,/ Abends

8 Uhr: Wie einst im Mai. Posse mit Gesang und Tanz in vier Bildern von Bernauer und Schanzer. R e

Freitag und folgende Tage: cin im Mai.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Große Rofinen.

Theater in der Königgräßer Strafe. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Mr. Wu. Englisch - <inesishes Spiel in drei Akten von H. M. Vernon un

Harold Owen. Freitag und folgende Tage: Mr. Wu.

Komödienhaus. Donnerstag, Abends 87 Ubr: Kammermusik. Lustspiel in drei Akten von Heinrih Ilgenstein.

Freitag und folgende Tage: Kammer-

mufik. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Film- zauber.

Lessingtheater. Donnerstag, Abends 74 Uhr: Peer Gynt. Dramatisches Gedi<t von Ibsen, Musik von Grieg.

Freitag: Peer Gyut.

Sonnabend: Zum ersten Male: Das Märchen vom Wolf.

Sonntag und Montag, Nachmittags 3 Uhr: Profefsor Beruhardi. Abends: Das Märchen vom Wolf.

Deutsches Künstlertheater (So- zietät). Meerane. 70/71, gegenüber dem Zoologishen Garten.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Schneider Wibbel. Komödie in fünf Bildern von Hans Müller-S{löfser.

Freitag: Der Raub der Sabine- rinnen.

Sonnabend und Sonntag: Schneider Wibbel.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Biberpelz.

Theater an der Weidendammer Brücke. Donnerstag, Abends 84 Uhr: Der müde Theodor. Schwank in drei Akten von Max Neal und Max Ferner. (Henry Bender als Gaft.)

Freitag und folgende Tage: Der

e Theodor. (Henry Bender als Gast.)

Schillertheater. 0. (Wallner- theater.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Klein Eva. Lustspiel in drei Akten von

Freitag :

Ueber Kraft. L. Teil. Sonnabend: Klein Eva.

Charlottenburg. Donnerstag, Abends 8 Ubr: Krieg im Frieden. Lustspiel in fünf Akten von G. von Moser und Fr. von S{hönthan.

Freitag: Klein Eva.

Sonnabend: Krieg im Frieden.

d | Olga Ott.

unsere

Deutsches Opernhaus. (Char- lottenburg, Bismar> - Straße 34—37. Direktion: Georg Härtmann.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Zigeunerbaron. Operette in drei Akten von Johann Strauß.

Freitag: Parfifal.

Sonnabend: Der Zigeunerbaron.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Figaros Hochzeit. Abends: Parfifal.

Montis Operettentheater.(Früher: Neues Theater.) Donnerstag, Abends 8 Ubr: Jung England. Operette in drei Akten von Rud. Bernauer und Ernst Welish. Musik von Leo Fall.

Freitag: Jung England.

Sonnabend: 1. En}semblegastspiel des „Hamburger Stadttheaters* : Als i no< im Flügelkleide. Ein fröhliches Spiel in vier Akten von A. Kehm und M. Frehsee.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends: Als ich no< im Flügelkleide.

des Westens. (Station: Garten. Kantstraße 12.) onnerstag, Abends 8 Uhr: PVoleublut. Operette in drei Akten von Oskar Nedbal. apo bis Sonntag: Poleublut. onntag, den 31. Mat: S<(luß der Spielzeit.

Theater Foologl <er

Theater am VUollendorfplaÿ. Donnerstag, Abends 84 Uhr: Der Jux- baron. Posse von Pordes - Milo und Srrionn [ler. Gesanaater ie von Willi

olf. Musik von Walter Kollo.

Freitag und folgende Tage: Der JUgpaon,

onntag, Nahmittags 3 Uhr: Orpheus in der Unterwelt.

Lustspielhaus. (Friedrihstraße 236.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die # anuische Fliege. Schwank in drei Akten von

ranz Arnold und Ernst Bach.

Freitag und folgende Tage: Die spanische Fliege.

Residenztheater. Donnerstag, Abends

8 Uhr: Jeanettes Duukelkammer. Schwank in drei Akten von Beredikt Lachmann.

Freitag: Jeanettes Dunkell

Sonnabend: Ensemblegastsviel ersten Male: Die verflixte Licht

Sonntag und folgende Tage: Dis flixte Liebe.

Thaliatheater. (Direktion:

< | SWönfeld.) Donnerstag, Abend! F

Wenn der Frühling kommi! mit Gesang und Lanz in drei # Fean Kren und Georg Okonkowtl sangstexte von Alfred Schönfeld. von Jean Gilbert.

Freitag und folgende Tage: * der Frühling kommt!

Sonntag und Montag, Nad! 3x Uhr: Chaxleys Taute.

Pirkus Busch. Donnersta 82 Uhr: Gastspiel des N Theaters“: Das Mirakel.

Freitag und folgende Tagt: Mirakel.

Familiennachrih!!

Verlobt: Frl. Marguerite 2A Hrn. Oberleutnant 3. S. Grid (Stettin— Wilhelmshaven).

Geboren: Eine Tochter: ® Puttkamer (Quakenburg)- d

Gestorben: Hr. Generalleutn Herrmann Looff (Wiesbaden) E. anl 0 R M j

udwtgsLlu]t). L. Da Oscar von Dobs<üß (Döbern

—_—

Verantwortlicher Redallt : J. V.: Weber in Berl

Verlag der Expedition (Hei? in Berlin,

Drud> der Norddeutschen Bu Verlagsanstalt, Berlin, WUk

Acht Beilagen (einschließlich BôrsenbeilW#

Aus mehreren Ge reis werden arge Gewitter fowie Wetterstürze mea i den Bergen der A uvergne trat starker S&upefail ä :

26. Mai. Ausstellung unter der Schir l des Kaisers ist heute im Garten des Taurischen Peer Gegenwart der Botschafter von Deutschland und Italien sowie n

Diplomaten feierlich eröffnet worden. : offiziell Deutschland, Frankreich,

Perm, 26. Mai. (W.T. B.) Während des Abendgottesd|ez bra< in der Kirche der geistlichen Schule ein F % wodur unter den Anwesenden eine Mehrere Personen wurden oder weniger {wer verleßt.

Gs beteiligen si da

getötet und zahlreiche andere y

viele große und kleine S4

Erste Beilagë

zum Deutschen Neichsanzeiger und Königlich Preußischen Stkaaksanzeiger.

Berlin, Mit

Amlliches.

Deuches Rei <.

poh, den 27. Mai

Handel Deutschlands mit Getreide, Mehl und Reis,

Nah Erutejahrenu, beginnend mit L. August.

Vom 1. August bis 20, Mai (Mengen in dz = 100 Kg). 1) Ein- und Ausfuhr.

2) Mehlausfuhr gegen Einfuhrschein.

——

Gesamteinfuhr Waren- : O oder zollfrei

Davon sofort verzollt

Davon Ausfuhr aus

Gesamtausfuhr dem freien Verkehr

1912/13 1911/12

Gattung, Ausbeuteklasse 1913/14

gaitung

1913/14 | 1912/13

1913/14 |

1912/13 | 1911/12

1911/12

1913/14 | 1912/13 | 1911/12 | 1913/14 1912/13

þ

1911/12

1 771 475| 1 200 251 1293 427| 712560 64613/ 51045) 76521 173233 9233132| 171751

239 419

1 696 442

Roggenmehl: 1 Os 25s

1. Klafse (0—60 v. H.). . . 2. (über 60—65 v. H.) d 0—65 v. H.) .

n

Roggen É» Malggerste Í alzge j Andere Gerste

erste ohne Me here Ang.

2 849 921 1 938 234 19 148 218/17 354 763 1 335 564| 1 652 089 21 814 289/16 773 791

3 962 693| 2 093 138| 2 920 007 99 683 279 21 273 903/18 527 113 2 231 433| 2714 262| 1 969 630 98 699 192/20 013 672/26 794 606

198 579) 1 888 035| 453 615 3 057 685| 7 165 089| 4 657 451 6 888 829| 9 948 164| 7 769 317

8 074 8 139 10 827

194 930| 179 534| 144 990] 1 136 800 i 1 732 261

4 908 614 7137 754 7 928 123 573

2 546 396 4 884 594 7 343

123 453 54 367 591 993

D s it: oggenmehl Vezenmebl , Reis, unpoliert Reis, poliert

3) Einfuhr in den freien Verkehr nach Verzollung.

2 270 088 15 203 116 1 077 581 21 659 302

3 705 266 6 179 097

33 272

9 436 966 D 075 109

7 607 113| 79 7182 835 49

36 756] 9413 6328| 7 4 866 401! 4541 7351 5 527 390| 3

262 031| 565464| 325 291 51 352 30 703

4 626 369

292 1 771 869 1 605 723

6 615 108 300

1 697 263 1409 475 94

493

3 664 528

376 739 1 201 457 1 249 927

5 759 846 684 997

7 059 338

442 757 1 697 594| 1 772 859 1417 420

1613 974 346 . 71 806) é

8 913 97 770

7 759 209 3 079 704

13 584

2 985 591 391

45 810 |

256 370| 193 871

1408 861| 1 605 021| 1 244 947 1095 920| 1239 623| 1 052 831 93599) 7247 3666

Roggenschrotmehl *) A

Weizenmehl: 1. Klasse N b O) 2 (iber 30/9 », p | 3 2 (, 70-70 0.D)1 11810 L 150 29 4 O0 H L 79184 13419868)... 21994 e (0—75 v. H.

5. “A 20 n N Hartweizenmehl *) 12 921] 6 294; 15 083

*) Ausbeute für jede Mühle besonders festgeseßt.

| | | I 181

4) Niederlageverkehr.

Davon verzollt

Gesamte verzollte Menge Warengattung

beim unmittelbaren Eingang in den freien Verkehr

bet der Einfuhr von

Niederlagen, Freibezirken usw. Warengattung

Einfuhr auf Niederlagen,

Verzollt von Nieder- lagen,

Ausfuhr von Niederlagen,

in Freibezirke usro. Freibezirlen usw.

—_

1913/14

i 1912/13 | 1911/12

©

1912/13

1911/12 | 1913/14 | 1911/12

1913/14 | 1912/13 1911/12

Frei- |

bezirken | 913/14 | 1912/13

usw. | 1911/12

í

Roggen I} 3234 909| 2088 638| 2 719 079 Weien - , . [20 840 670/19 250 743/16 979 280 Malzgerste - . . | 1327 440| 1758 311| 1 146 757 Andere Gerste . fer “S E M 0 . . * . .

enmebl . . V E nebt

4 184 375 7 327 807 602

73 287

9 902 866] 5 691 344

6 077 079] 8 872 701 398 800

Lt 6 88 299 95 666

Reis, unpoltert . 60 768 s

Reis, poliert . . 778 209

Berlin, den 26. Mai 1914.

396

82 480 54 367 591 989

|

9 840 704| 1 925 592 19 141 674 17 349 375 : 1275 195| 1 652 089 99 194 121/21 888 131/27 265 034 | 21 81 3 612 16 778 720 21 658 857

4 884 594| 7 137 754 T

81 658

394 205| 163 046 459 279

1 698 996| 1 901 368| 1/782 697 52 245) 106 222 69 176

7 380 509| 5 114 411 5 606 177 3 698 641} 360 660| 787 447). 485 734 6 179 0671 1192 485| 1 734 947| 1 148 740 504 2 83 98

62 9901 5819| 14008 10 737

2 959 800 Moggen e es 15 196 583

1077 581

ais Roggenmehl . . Weizenmehl . . Neis, unpoliert . 6401 Reis, poliert . . 186 220

Kaiserliches Statistishes Amt. Delbrü.

412 772. 154 904| 649 919 13 535 061! 3 919 140 3 323 997 „17 803 565| 5 955 956] 6 273 455

511 289! 2 256 4759| 2 004 235!

71 477 236 891] 510 498]

23 32 93 841| 177547 1655 445] 1791 296| 1 462031 210 679) 534761 311707 444 230| 1 133 B 678 937

93 398

| 952 185 9 810 410| 1 590 22 211 1914

55 961| 47218

442 457 684705) 37638

T1 331| 990 943

745 S851 417 992! ¿ | Z

71 313 ;

5

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Preußischer Landtag- Herrenhaus. 9, Sizgung vom 25. Mai 1914.

Namtrag

zu dem Bericht in Nr. 122 des „Reichs- und Staatsanzeigers“, 1. Beilage.

Die Rede, die bei der Beratung des Entwurfs eines Gesezes über Familienfideikommisse und Familien- stiftungen, des Abänderungsantrags der mit dessen Vor- beratung betrauten Kommission, des Antrags der Herren Dr. von Dziembowski und Graf von Ballestrem, O Midmung fkleinerer ländlicher Besißungen zu Fideikommisen, sowie des Antrags des Grafen zu Ranßau, den Entwurf zur Umgestaltung an die Kommission zurüczuverweisen oder das Inkrafttreten des Geseßzes in den einzelnen Provinzen von der Zustimmung des NProvinziallandtages abhängig zu machen, insbesondere in Erwiderung auf die Ausführungen des Grafen zu Rangau der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Dr. Freiherr von Schorlemer gehalten hat, hatte folgenden Wortlaut :

Meine Herren! Wenn der Vorredner Herr Graf zu Ranßau der Kommission dieses hohen Hauses seine ganz besondere Anerken- nung ausgesprochen und troßdem die Zurückverweisung der von ihr be- \{lossenen Vorlage in Vorschlag gebracht hak, so bin ih anderer Ansicht, als Herr Graf zu Ranßau. Auch ih möchte und ih bin dabei der Zustimmung des Herrn Justizministers sicher Ba der Kom- mission für ihre langwierige, aber au erfolgreiche Arbeit besonderen Dank und Anerkennung aussprechen; ih möchte aber damit auch die Bitte verknüpfen, den Anträgen des Herrn Grafen zu Nanßhau keine Folge zu geben. E i

Wir haben uns in der Kommission eingehend über die Notwendig- keit unterhalten, für den Bereich der ganzen Monarchie ein einheit- liches Fideikommißgeseß zu schaffen. Auch dort sind verschiedene An- sichten laut geworden; aber ließli stimmte die Mehrzahl Ihrer Vertreter in der Kommission doch darin überein, daß ein Bedürfnis für eine einheitlihe Regelung vorhanden und durch diese es keines- wegs ausgeschlossen sei, die örtlichen Verhältnisse genügend zu be- rüdsihtigen. Ich glaube, diesem Gesichtspunkt trägt der Ihnen jeßt vorliegende Entwurf auch in genügender Weise Rechnung! Ich möchte deshalb au< nicht befürworten, dem Eventualantrage des Herrn Grafen zu Ranyau stattzugeben und ein Geseß zu erlassen, welches in Wirklichkeit die Regelung dieser schwierigen Materie mehr oder weniger den Provinzialinstanzen überläßt. Meine Herren, dieser #0 wichtige und schwerwiegende Verhältnisse behandelnde Geseßentwurf kann natürlih au<h von der Staatsregierung nicht in dem Sinne

eingebracht sein, daß alle Bestimmungen, welche die Staatsregierung in Vorschlag bringt, ohue weiteres als unabänderlih angesehen wer- den müßten. Wir waren uns bei Vorlage dieses Gesetzentwurfs darüber klar, daß er einer langen und eingehenden Kommissions- beratung unterzogen werden würde, und auch nicht darüber in Zweifel, daß manche Bestimmungen des Geseßentwurfes unveränderte An- nahme nicht finden würden. Aber ih möchte troßdem nicht so weit gehen, wie einer der Herren Vorredner, zu sagen, daß der Geseß- entwurf nun in der Hand der Kommission ein vollständig anderer geworden sei. Nein, meine Herren, der große Grundgedanke des Gesetzentwurfs is jedenfalls von der Kommission so festgehalten worden, wie er von der Staatsregierung zum Ausdru>k gebracht worden ist, der Gedanke nämlich, daß die Fideikommisse an sich eine notwendige und nüßlihe Einrichtung sind, und daß es au<h Aufgabe der Staatsregierung ist, sie als solche zu erhalten und zu befestigen. (Bravo!) Aber auch von diesem Standpunkte aus muß doch selbst der energishste Verfechter und treueste Freund der Fideikommisse un- umwunden anerkennen, daß es auch für die Fideikommißbildung eine Grenze gibt, daß es Verhältnisse gibt, unter denen eine weitere Zu- nahme der Fideikommisse unter Umständen volkswirtschaftlih nicht mehr wünschenswert und auch nicht gere<tfertigt ist. Deshalb waren von der Staatsregierung in den $8 3, 4 und 5 Bestimmungen in Vor- {lag gebracht, welche einer allzu weitgehenden Ausdehnung der Fidei- fommisse in einzelnen Landesteilen vorbeugen sollen. Diese Vor- {läge der Staatsregierung haben in wesentlihen Punkten Ihre Zu- stimmung nicht gefunden. In Uebereinstimmung mit dem Herrn Justizminister kann ih sagen, daß es uns nicht leiht geworden ist, unser Einverständnis mit den Vorschlägen der Kommission zu er- klären, und daß wir uns au< heute noch verpflichtet fühlen, die Be- denken geltend zu machen, welche gegen die von der Kommission ge- troffenen Aenderungen auch heute no< bei der Staatsregierung vor- handen sind. Meine Herren, die Beseitigung der als Minimum ge- forderten Größe der Fideikommißgrundfläche hat insofern weniger Bedenken, als dur dieselbe den provinziell verschiedenen Verhält- nissen, insbesondere im Westen, Rechnung getragen ist. Auf der anderen Seite hat die Beibehaltung des Minimums an Jahres- einkommen es wird au< na< den Vorschlägen der Kommission ein Jahreseinkommen von 10 000 M gefordert no< eine Grenze gezogen, welche verhindert, daß jeder ländliche Besiß zur Fideikommißbildung be- nubßt werden kann! Ich bin, wie ih in der Kommission bereits erklärt habe, persönlih und vom Standpunkt meines Ressorts durchaus der Ansicht, daß eine Bindung ländlichen Besihes nicht allein für den Groß- grundbesiß sondern ebenso für den mittleren und kleinen Besiß und gewiß auch für den Bauernstand grundsäßlih wünschenswert erscheint.

Aber auf der anderen Seite und ih glaube, daß auch hier aus-

führen zu müssen läßt sih do< nicht leugnen, daß eine Reihe von Bestimmungen der Fideikommißgeseßgebung ih für bäuerlihe Bes sibungen in größerem Umfange nicht eignen, auch schon deshalb nit, weil, soweit ih den Bauernstand kenne vielleicht macht der {le wig-holsteinishe eine lobenswerte Ausnahme —, die Bauern im großen und ganzen nicht geneigt sind, sich für ewige Zeit derartig ein- \hränkenden Bestimmungen in bezug auf die Verfügung über thr Grundeigentum zu unterwerfen. Gerade deshalb habe i< auc in den Kommissionssißunen bereits darauf hingewiesen, daß zwar die Vora schriften dieses Fideikommißgeseßentwurfs au< den bäuerlichen Bes sißer nicht hindern, sein Gut zum Fideikommiß zu machen, sobald das selbe nur ein Jahreseinkommen von dur<\chnittli<h 10 000 # gewährs elistet, daß aber meines Erachtens die Gründung bäuerlicer Fidets fommisse in dem Umfange, wie sie seitens der Redner auch am heut gen Tage gewünscht wurde, si< auf Grund der Bestimmungen diefes Fideikommißgeseßes niht ermöglichen lassen wird. Daher wird es au die Aufgabe der Staatsregierung sein, die Festigung des bâuer“ lichen Besißes in anderer Weise, dur einen Ausbau und eine Vers besserung der Anerbengeseßgebung in die Wege zu leiten. Soweit der diesbezügliche Antrag, der von den Antragstellern no< nit begründet worden ist, derartige Vorschriften vorschlägt, bin ih gern bereit, meis nerseits in eine Prüfung einzutreten und entsprehende Vorschläge ani zuständiger Stelle zu unterbreiten. s

Meine Herren, einen breiten Raum in den Beratungen der Kom mission hat der Begriff der wirtschaftlichen Einheit eingenommen,» weniger vom Standpunkt der Herren, die im Osten Fideikommisse be- sigen, als vielmehr vom westlihen Standpunkt aus. Schon in der Kommission habe ih darauf hingewiesen, daß der Begriff der wirt- schaftlichen Einheit nicht zu eng gefaßt werden solle, daß auch die Be- griffsbestimmung, die in der Begründung des Entwurfs näher er- läutert worden ist, keineswegs verlange, daß der Besiß in einer Hand von dem Fideikommißbesiher selbst bewirtschaftet werden müsse, sondern daß cine wirtschaftlihe Einheit au< dann vorhanden sei, wenn der Besiß sih aus Pachthöfen zusammensetße, falls dieser nur von einer Stelle aus verwaltet werden könne. Dies bringen ja auch die Vor- \{<läge Ihrer Kommission zum Ausdru, die allerdings den Begriff der wirtschaftlichen Einheit nur mehr na< der negativen Seite festzu- stellen suhen und damit jedenfalls den Bedürfnissen des Westens in einer Weise entgegenkommen, die meines Erachtens au als völlig ge- nügend angeschen werden kann. E

Jh möchte nun auch gegenüber dem Fürsten Salm noch besonders hervorheben, daß i< als Kenner der westlichen Verhältnisse au<h den Wert der Pachtwirtschaft auf den Fideikommißgütern zu sähen weiß. Auch mir ist bekannt, daß si< auf den westfälishen Gütern P befinden, deren Familien das Gut \{on mehr als hundert