1914 / 154 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

„Nah dem Bericht des „W. T. B.“ erklärte der Minister- präfident Salandra, den von Carcano im Einvernehmen mit anderen angesehenen Porlamentariern eingebrahten Antrag annehmen zu wollen. Er sei fi bewußt, die Würde der Mehrheit und der Re- gierung gewahrt zu haben, und hâbe \{on erklärt, daß er im November eine organis<e Steuerreform vorlegen würde, was eine neue Prüfung des ganzen Steuersystems und folglich

zur Beratung stehenden Finanzmaßregeln Sebinae, ra< weiter den Wunsch ‘aus, < das bedauer-

i piel der leßten Tage niemals wiederholen und daß die parlamentaris<en Einrichtungen von neuem regelmäßig funktionieren mögen. Zum Schluß forderte er die Kammer auf, den Antrag Carcano anzunehmen. Der Abg. Calda erklärte im Namen der offiziellen Sozialisten, daß sie gegen den Antrag Carcano stimmen, aber glei<zeitig ihre Obstruktion aufgeben würden. Darin liege fein Widerspruch zu ihrer früheren Haltung; ihre Obstruktion habe nur den Zwe> gehabt, die Kammer von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß diese sozialen und wirtschaftlichen Fragen dringlih behandelt

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

In einer Bergarbeiterversammlung in St. Etienne wurde „W. T. B.* zufolge bes<lofsen, den Ausstand auf das ganze Loirebe>en auszudehnen, um die Aufnahme einer Nuhezeit in den ahtstündigen Arbeitstag durdzuseßen. Das Bureau des Berg- arbeiterverbandes wurde angewiesen, diese Bewegung über ganz Franf- rei<h auszudehnen.

Kunft und Wissenschaft.

__ Die Königliche Akademie der Wissenschaften hielt am Donnerstag, den 2. Juli, Nachmittags 5 Uhr, tatutengemäß ihre öffentlihe Sißung zur Feier des Jahrestages ihres Stifters Leibniz, an welcher der vorgeordnete Minister der geistlihen und Unterrichtsangelegenheiten D. Dr. von Trott zu Solz mit dem

einer unbekannten Person hochgehaltene serbische Trikolore Srbé unter dem Jubel der Menge aae Gegen die Wache wurden Steine geschleudert und Stöcke ebraucht. r cs Per- sonen wurden verhaftet. Unter stürmischen Rufen versuchten die Demonstranten, in die innere Stadt und nach der Hofburg zu ziehen, wurden aber von der Polizei daran e Nach Mitternacht spielten si< von neuem wilde zenen ab. Die Menge wollte au< zur russischen Botschaft vordringen, deren ugänge jedo< von der Polizei gesperrt waren. Erst gegen Pübe fanden die Kundgebungen ihr Ende. Die Polizei hat die Zugänge zur serbischen Gesandischaft beseßt und bewacht auch die Privatwohnung des ' serbischen Gesandten sowie die serbische Kirche. Am Bischofssiß Djakovo erneuerten sich gestern eben- falls die serbenfeindlihen Kundgebungen. Mehrere serbische Häuser wurden zerstört. Dem Bischof Krapaz bereitete die

nisters von Loebell, der Präsident des Reichstags Dr. E , der österreichish - ungarishe Botschafter Graf von Szögyeny-Marich mit Gemahlin, die Herren und Damen der österreichischen Botschaft, das diplomatische Korps mit seinen Damen, das österreichis «ungarische Generalkonsulat, die österreichishe und ungarische olonie, zahlreiche österreichisch- ungarische Reserveoffiziere und studentishe Korporationen.

amt sind 100 000 4/6 Mehreinnahmen zu verzeichnen. ha E iten Ausgaben sind 993 000 46, an einmaligen Rayonentschädigungen 000 6 weniger als angefeßt auf- uwenden V besen Beim Reichskolonialamt sind an fort- Maucber Ausgaben 51 000 4, an einmaligen 2149 000 6 erspart. Leßtere Minderausgabe gründet sich auf den durh Geseh vom 30. März 1914 (Reichsgeseßbl. S. 81) festgestellten Nachtrags- etat für die Schußgebiete, nah welchem von dem Reichszuschusse für die Zwe>ke der Militärverwaltung und der Landespolizei in Südwestafrika 2 249 467 M Qbgeseut worden sind. Zur Förde- rung der Baumwollkultur sind agegen 100 000 _/6 außer- etatsmäßig aufgewendet worden. Für Verwaltung und Verzinsung der Reichs\huld sind 1311000 #, an ein- maligen Ausgaben 126 000 46 mehr erforderli<h gewesen. An Einnahmen find 5 720 000 / mehr aufgekommen, nament-

Landräte usw. durchweg nur geringe Mengen von einzelnen in der N. oa uw Mustern gebrauchen können und bei Es der anteiligen Beschaffungskosten voraussichtlich rößere Kosten an Schreibwerk entstehen würden, als die Vor- Feuze kosten.

Die Anordnung im $ 7 (22) Nr. 4 der R.-O., wonach Kosten in Rechnung u riellen sind, wenn Königlichen Polizei- verwaltungen Vordru>e in größeren Mengen, etwa 250 Bogen und mehr, geliefert werden, ist mit Rücksicht auf die Beitrags- pfliht der Gemeinden (vergl. 8 1 des a mir cu vom 3. Juni 1908 Geseßsamml. S. 149 —) getroffen. Die Kosten für die an die Königlichen Po peyetmathunnen ab- gegebenen Vordru>e sind von der Regierung in Rechnung zu stellen und einzuziehen, die sie an die Polizei- verwaltung abgibt. Jn der Regel wird dies bei den größeren

Botschafter Sir W. Edward L I prend seiner a Geis

chäfte

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n hat Berlin verlassen. : tübrt Ter Boircbafidrat Sir Horace Rumbold die Ge der Botschaft.

li<h infolge S < OT Den Vo

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olizeiverwaltungen, die ihren Drucksachenbedarf meist un- E bei a Kassenverwaltungsbureaus der béschaffenden Regierungen es werden, die beschaffende Regierung, bei den kleineren Polizeiverwaltungen die bei dem Kassenverwaltungs- bureau ihres Bezirks bestellen, die Regierung sein, in deren Bezirk sie gelegen sind. Berlin, den 20. Juni 1914. Der Finanzminister. Der Minister des Jnnern. J. A.: Löhlein. A.: von Jaroßztzky.

An die Königliche Regierung in Hannover.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Der Geheime Regierungs- und Gewerbeschulrat Naus bei den A A in Breslau und Liegnit ist zum 1. Juli d. J. in gleicher Eigenschaft an die Regierung in Wiesbaden verseßt worden.

Die Berginspektoren Frenßtel _vom Steinkohlenberg- werk Zwekel, Lt bei der Bergwerksdirektion in Zabrze, und Klapper bei Ver Bergwerksdirektion in Saarbrücken sind zu Bergwerksdirektoren und Bergwerksdirektionsmitgliedern er- nannt worden.

Finanzministerium.

Dem Regierungslandmefsser, Steuerinspektor Walstab in Arnsberg ist die Stelle eines Katasterinspektors bei der König- lichen Regierung in Marienwerder verliehen worden.

Verseßt sind: die Katasterkontrolleure Haffner von Soltau nach ollten, Hoche von Wreschen nah Hünfeld, Steuer- inspeftor Niedling von Hünfeld nah Paderborn (Kat.-Amt 2), Steuerinspektor Reiter von Thalfang nach Trier (Kat.-Amt 1) und Steuerinspekltor Gottmann von Paderborn als Re- gierungsländmesser nah Cassel.

estellt sind: die Katasterlandmesser Froelian, Grage, E Nis, Troll, Wilhelm Schulz zu Kataster- fontrolleuren in Wreschen bezw. Thalfang, Meeinerzhagen, Soltau, Hachenburg und Weißwasser, Scherp zum Regierungs- landmesser in Arnsberg und Ernst Peters in Berlin zum Katasterkontrolleur in außerordentlicher Verwendung.

e Errichtun Ssurkfunde. : Á n S va 1ge Hp g der Beteiligten

kirhenrats sor en hierdurch folgendes festgeseßt:

- unterzeihneten Be n

vangelis><en Kirchengemeinde in Berlin- Tee Didzese Be.lin-Stebt 1, wird eine dritte Pfarr- stelle errihtet.

E Diese Urkunde tritt am 1. Juli 1914 in Kraft. Berlin, den 30. Juni 1914. Potsdam, den 19. Juni 1914.

(L. S.) (L. S.) önigliches Konsistorium Königliche Regierung, ¿Tes aind a d Abteilung für Kirchen- und Abteilung Berlin. Schulwesen. Steinhausen. Gosling.

Abgereist:

ine Exzellenz der Wirkliche Geheime Rat, Präsident des Ntiliiotreridis Dr. Heinroth mit Urlaub bis zum

31. August.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 3. Juli 1914.

ute vormittag wurde in der hiesigen katholischen St. édivigskirche blie R für Seine Kaiser-

: zniali : it den Erzherzog O A, Soniglige an blébalter

Kleineidam. meldet, u. “a. Eitel Friedrich riedri<h Leopold,

rana Ferdinand von Oesterreih-Este

as Hochamt zelebrierte der Prälat Dr.

rschienen waren, wie „W. T. B.“

Ae Königlichen Hoheiten der Prinz und der Prinz Oskar sowie die s in

Seine Durchlaucht der “Prinz olrad zu Schaumburg-Lippe, der Generaloberst von Plessen und die Herren des Haupt- quartiers, der berhohmarsQol Freiherr von Reischach, der Vize- Obexzeremonienmeister von Röder, die Chefs der drei Käbinette, der ‘Minister des Königlichèn Hauses Graf zu Eulenburg, der Generalintendant der Königlihen Gärten Freiherr von Lyn>er, die Hofstaatsdame Fräulein von Gersdorff, der Hof- marschall Seiner Kaiserlichen und Königlichen Wee ‘des Kronprinzen Graf von Bismar> - Bohlen, der Gouvertiéur von Berlin, Geéeneraloberst von Ne der Generalfeldmars all Freiherr von der Goll, ‘die Generalobersten von ‘Bülow und von Heeringen, die Generale Freiherr von Pletten- berg und von Löwenfeld, die Generalität und Ad- miralität von Berlin, eine Abordnung des Kaiser Franz- Gardegrenadierregiments Nr. 2, der Reichskanzler Dr. von Bethmann Hollweg, zahlreiche Mitglieder des Bundesrats, die Minister Se Beseler, Dr. Sydow, Dr. Freiherr von Schorlemer, Dr. Lenye, Kühn und Dr. von Studt, der

ogau ist der Königlichen Regierung in Arnsberg zur weiteren lichen Berrwenonno überwiesen und für die Dauer seines Hauptamtes bei der genannten Regierung zum Mitgliede des dieser Behörde angegliederten Oberversicherungsamtes in Dort- mund ernannt, der Regierungsassessor Heimann aus Zeller-

Potsdam zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen worden.

übertragen worden.

2071

Der Regierungsassessor von Strauß und Torney aus

Königlichen Regierung in Aachen und der Regierungs- ese v a Nea aus Zabrze der Königlichen Regierung in

Regierungsassessor Gottheiner in Aachen ist die tommifarife ag des Landratsamtes im Kreise Johannisburg, Regierungsbezirk Allenstein, dem Regierungs- assessor Freiherrn von Mirbach in Königsberg die kom- missarische Verwaltung des Landratsamtes im Kreise Neiden- burg, Regierungsbezir®? Allenstein, und dem Regierungsafessor von Conrad in Potsdam die Verwaltung des Landrats- amtes im Kreise Wolmirstedt, Regierungsbezirk Magdeburg,

er Regierungsassessor von Haugwiß aus Merseburg ist n ea Sis Kreises Krossen, der Regierungsaffessor Krei aus Euskirhen dem Landrate des Kreises Beeskow- Storkow, der Regierungsafssessor Freiherr von Münchhausen aus Lilienthal dem Landrate des Kreises Glogau, der Re- glerungsazehoe Dr. de Ho dy aus Mülhausen i. E. dem Land- rate des Kreises Hörde, der Regierungsassessor Dr. Möllmann aus Straßburg i. E. dem Landrate des Kreises Kreuznach, der neuernannte Regierungsafsessor Freiherr von -Nordenflycht aus Stettin dem Landrate des Kreises Dinslaken, der neu- ernannte Regierungsassefsor Dr. Voigt aus Oppeln dem Landrate des Kreises Filehne und der neuernannte Regierungs- assessor Dr. Breyer aus Frankfurt a. O. dem Landrate des Kreises Uelzen zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften

zugeteilt worden.

ie Ergebnisse des Reichshaushalts für das e uwd kithr 1913 haben si< nah dem Endabschlusse der Reichshauptkässe, abgesehen von den auf die außerordent- lichen De>kungsmittel angewiesenen Ausgaben, wie folgt ge-

staltet : ebershuß der Reichs8post- und Telegraphen- ver À Aa s 19 159 000 6 hinter dem VöransWlage urücgeblieben. Dementsprehend sind von Bayern und |} Württemberg an Postausgleihungsbeträgen 3512 000 M weniger an - die Reichskasse abzuführen gewesen. Beim s<husse de“ Ret/hsdt 7“ ‘rei ist ein : Mehr O M und bei di ‘jenige, der Reich seisenbahn- | verwaltung ein solhes "von? 1 598 000 4 zu verzeichnen. Die Einnahmen an Zöllen, Steuern und Gebühren sind um 10503000 # geringer als der Etatsansaz vorsieht. Wegen der Einzelheiten hierbei wird auf die in Nr. 27 des Zentralblatts für das Deutsche Reih“ vom 5. Juni 1914 und in Nr. 132 des „Reichsanzeigers“ vom 8. Juni 1914 veröffentlichte „Uebersiht der Einnahmen an Zöllen, Steuern und Gebühren für das Rechnungsjahr 1913“ Bezug genommen. Die von einzelnen Bundesstaaten zu ent- rihtenden Ausgleihungs8beträge für Zölle, Steuern und Gebühren haben dagegen 4 1352000 # ergeben. Der Ausgleichungsbetrag von Bayern für die eigenen Einnahmen der Verwaltung des Reichsheeres stellt sih dem Mehrertrage bei diesen entsprehend um 189000 #6 höher als angeseßt. Beim Bankwesen sind 18419000 4/6 mehr aufgekommen. Dagegen sind an Einnahmen aus der Prüfung der Rechnungen 326 000 (6 weniger zu verzeichnen. Zur Deckung der Neichszuschüsse für die Hinterbliebenenversiche- rung waren dem betreffenden Fonds, der höheren Ausgabe entsprechend, 884 000 / mehr zu entnehmen und überetats- mäßig zu vereinnahmen. An Ueberschuß aus dem Münz- wesen sind 14791 000 46 mehr eingekommen, welche bestimmungs- gemäß zur Beschaffung eines außerordentlichen Silber- und Goldbestandes zu verwenden waren und demgemäß bei dem betreffenden Fonds wieder als Mehrausgabe erscheinen. Aus Vermächtnissen sind der lg iei 539 000 H zugeflossen, die entsprehend dem Willen der Erblasser der Kaiser Wilhelm- Stiftung für E ien überwiesen und überetats- äßig wieder verausgabt find. i P übrigen find an wesentlicheren Abweichungen vom u erwähnen: | i E Heim Na trt Amt find an Einnahmen 101/000 Mark mehr aufgekommen, denen eine gleih hohe Mehrausgabe gegenübersteht. Jm Geschäftsbereiche des Reichsamts des Innern betragen die Mehreinnahmen 3 014 000 6, die Mehrausgaben 1 815 000 4. Von leßteren werden, wie oben erwähnt, 884 000 4 dur<h Me rentnahme aus dem Hinter- bliebénenversiherungsfonds gede>t. Bei der Verwaltung des Reichsheeres sind an Einnahmen 1701 000 4 mehr aufgekommen. Die fortdauernden Ausgaben schließen mit einer Ersparnis von 22/8325 000 46, namentlih dur Minder- aufwand bei den Kapiteln „Naturalverpflegung“ und „Geld- verpflegung der Truppen“; ferner ‘waren 256 000 4 bei den einmaligen Ausgaben weniger erforderlich. Der entsprehende Teil des allgemeinen Pensionsfonds weist dagegen ‘eine Mehr- ausgabe von 1804000 ‘46 auf. ‘Dem Gesamtbedarf ‘ent- sprechend ist die bayerishe Quote nur mit dem Etatsbetrage s Verausgabung gelangt. Bei der Marineverwaltung

OO on

ind die Einnahmen um 83000 4 hinter dem An- <lage vurlidachlioben. Ueberschrilten find die fort- auernden Ausgaben -um 3 891 000 4, die einmaligen Aus- gaben um 423000 4 und der entsprehende Abschnitt des allgemeinen Pensionsfonds um 386 000 4. Bei der Reichs-

U e L a e inesishen Kriegsschuld nebst Ver ugszinsen. - M P ergibt Kd unter Einschluß der oben bereits erwähnten Ueberschreitungen bei den Verwaltungen des Reichsheeres und der Marine insgesamt eine Mehr- ausgabe von 3740000 #4, von welcher auf die Kriegs- pensionen 1943000 46 entfallen. Ferner ist die außer- etatsmäßige Aufwendung von 2549 000 4 für das Grund- stü> Wilhelmstraße 78 in Berlin zu erwähnen, über dessen Verwendung durch den Etat für das Rechnungsjahr 1914 Bestimmung getroffen worden ist. Schließlich bleibt als Minderausgabe no<h der Betrag von 6 067 000 6 zu ver- zeihnen, um welchen das aus dem Vorjahr übernommene Soll an Ausgaberesten für in früheren Jahren erfolgte Ueber- schreitungen übertragbarer Ausgabefonds gekürzt worden ist. Jm ganzen hat si<h hiernach ein Uebershuß von 20952 318,26 M ergeben, welcher, den geseßlichen Bestim- mungen entsprehend, auf das Rechnungsjahr 1914 über- tragen worden ist. Bei diesem Ergebnis bleibt indessen zu berüdsihtigen, daß vom Rechnungsjahre 1913 ab der besseren Uebersichtlihkeit wegen die Ueberschreitungen übertragbarer Dona wie Ausgaben behandelt werden, die auf Mittel späterer Jahre vorshußweise geleistet find und die demzufolge als Minusreste erscheinen. Das Ge- famtausgabesoll hat sich demzufolge um die entsprechenden Be- träge ermäßigt und das Ergebnis um ebensoviel günstiger ge- staltet. Würden die bezeichneten Ueberschreitungen wie bisher auch im Gesamtausgabesoll erscheinen, so würde der Ueberschuß zum größeren Teil ausgeglichen worden sein.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ift S. M. S. rude am 1. Juli in St. Thomas eingetroffen.

Anhalt. A Seine N der Herzog Friedri<h und Jhre roßherzoglichhe Hoheit die Herzogin Marie feierten p, Aberres Hochzeitsfest. Auf den Wunsch Jhrer oheiten, die gegenwärtig in Berchteegaden weilen, ist von allen festlihen Veranstaltungen Abstand genommen worden. Seine Hoheit der Herzog hat anläßli<h des jährigen Ehe- jubiläums eine Amnestie erlassen.

«Karls-

Oesterreich-Ungarn. E Der Kaiser Franz Joseph hat gestern aben n deutschen Bo E Be Tschirs<ky und Bögendorff in einstündiger Audienz empfangen. Der Sonderzug mit den Leichen des Erzherzogs Franz Ferdinand und der Herzogin von ohen- berg ist gestern abend auf dem Südbahnhofe in Wien ein- getroffen. Auf allen größeren Stationen, die der Sonderzug auf der Fahrt von Triest berührt hatte, waren, wie „W. O: meldet, die Spißen der staatlichen, der Landes- und Kommunalbe- hörden, die Geistlichkeit, das Offizierkorps, Vertreter vieler Vereine und Korporationen sowie ein zahlreiches Publikum er- schienen, um den Totên eine stumme Huldigung zu erweisen. Auch in den kleinsten Stationen hatte sich die Bevölkerung versammelt und verharrte in stiller Ergriffenheit während der Vorbeifahrt des Zuges. Jn Wien erwarteten der Erzherzog Karl Franz Joseph, Hofwürdenträger, Offiziere der Wiener Mnn und eine Ehrenkompagnie auf dem Bahnhofe die irdischen Hüllen des Fürstenpaares. Beim Einlaufen des Zuges ertönte ge- dämpfter Trommelshlag. Die Särge wurden von Ulanenwacht- meistern in den Wartesaal des Hofes getragen und auf Katafalke gestellt. Hier nahm der Burgpfarrer Seidl in*Gegenwart des Erzherzogs Karl Franz Joseph, der Hofwürdenträger, der Offiziere und des Gefolges des verstorbenen Erzherzogs die feierliche Einsegnung L Leichen vor. Nach beendeter Feierlichkeit wurden die Särge über die Treppe der Bahnhofsvorhalle durch ein Spalier von Offizieren und Damen zu den mit sehs Rappen bespannten Galaleichhenwagen getragen, worauf sih der Trauerzu in der durch das Hofzeremoniell vorgeschriebenen Ordnung na der Pfarrkirche der Hofburg in Bewegung seßte. Als der Trauer- zug bei dem äußeren Burgtor eintraf, trat die Burgtorwache ins Gewehr, Trommler und Hornisten ftimmten den Generalmarsch an. Jm Schweizerhof wurden die Särge vom Oberzeremonien- meister Grafen Choloniewski-Myszka erwartet und in die schwarzdrapierte Halle der Bots afterstiege geleitet, wo der Burgpfarrer Seidl die Leichen wiederum einsegnete. Sodann wurden die Särge in feierlihem Zuge in die Pfarrkirche der ofburg getragen und dort aufgebahrt. Der Erzherzog Rel Franz Joseph war dem Sarge des OÖheims in die Kirche gefolgt, in der sich {hon vorher die Erz- herzoginnen Zita, Marie Therese und Maria Annunziata ein- gei en hatten. Nach der Bargen eann fie of- und Burgpfarrer übergab der Oberstho e O Mo Sargschlüssel dem Ersten Oberst- ofmeister Fürsten von Montenuovo, womit die Zeremonie des gestrigen Vorabends beendet war. Die ganze Feier der Ueberführung der Leichen vom Südbahnhofe in die Hofburg bildete dur< die ungeheuer große Teilnahme aller Schichten der Wiener Bevölkerung eine überaus eindru>svolle Trauer- fundgebung. E Gestern haben in Hen per \ S: [Kundgebungen stattgefunden, die stellenweise einen è Charakter vis er wid M ibren der Leichenzug des e Vie Hall

O von Rumerskir

Herzogin die Ringstraße erreicht hatte, wurde die ahl 2 Cte erth durch viele Zuschauer verstärkt. Wiederholt wurde die Postenkette durhbrochen, wobei die Polizei von der blanken Ware Gebrauch machte, jedo<h niemand verlegte.

Justizverwaltung steht einer Mehreinnahme von 291 000: /6

Ministerialdirektor von Jaroßky als Vertreter des Mi-

eine Mehrausgabe von 85 000 4 gegenüber. Beim Reihs-

nehmen, bei der viele Personen niedergestoßen wurden. Eine

despre ch

Die Polizei sah si< auch gezwungen, eine Attacke zu unter-

Menge Huldigungen. \hreitungen statt. wurden verwüstet. eilihen Maßnahmen vers Beteiligten verhaftet.

Großbritannien unv Irland.

In der gestrigen Sißzung des Unterhauses fragte der Abgeordnete Rees erstens, ob Deutschland fürzlih das Recht erworben habe, die geplante Eisenbahn von Kaomi nach Suchoufu zu verlängern und eine Verlängerung der geplanten zu finanzieren ; zweitens, ob dies Deutschland in den Stand seßen werde, sein Einflußgebiet über

auf das es bisher N den Kiautschouvertrag beschränkt gewesen sei. Grey erwiderte laut Meldung des „W. T. B. erste Frage lautet Ja. sagen, ob die Verlängerung die erwähnte Wirkung haben wird. Si wte nid, baß 8 irzenv cieen Wicterq tig Len egterung. ußte nit, daß e end einen ag gibt, Doutichlcs Elsenbahnkonzession außerhalb

Linie westwärts von Tsinanfu

Schantung hinaus auszudehnen,

Die Antwort auf die Jedenfalls ist dies eine Angelegenheit

Deutschland verhindern könnte, eine von Schantung zu erlangen.

rankreich.

Die Regierung Geseßentwurf über 400 000 Fr. Präsidenten Poincaré Schweden eingebracht. Meldung des „W. T. B.

Die Beweggründe der internationalen Courtoisie im Einklang mit den Interessen der allgemeinen Politik, als daß es

notwendig wäre, die Vorteile zu betonen,

denten der Republik bei dem Herrscher de Ganz Frankretch

bündeten Reiches darbtetet. daß mit dieser neuen Zusammenkun

Die Kammer beriet gestern über folgenden Antrag Charles Benoit: „Die Kammer ist entschlossen, die Wah[l- reform durch Proportionalvertretung zu verwirklihen und re<hnet darauf, daß der Stimmrechtsaus\huß sie in Stand

baldmöglichst en Der erste Deil des Antrages wurde nach kurzer De Zum zweiten Teil stellte reton einen Zusaßantrag, daß die Wahlreform dur eine Kammern gesichert werden mit 293 gegen 254 und sodann der zweite Teil des Antrages Benoit mit 323 gegen

n wird, diesen Entschluß egen 16 Stimmen angenommen.

Vereinigung der Mehrheiten beider müsse. Dieser Zusaßzantrag wurde

245 Stimmen angenommen. Jn der

Der

e frankreichs mache inanzgeseßz notwendig.

600 Millionen “Dip Wenn

9 zur Anwendung gelangen. angenommen wecden, sonst werde man im bon 70 Milltonen haben. fall der Linken das Beisptel des Auslandes Meinung uneigennügzig sei inanzminister Noulens erklärte, die

Neg

keit. Es sei nicht über die nationale höhung des Defizits die minderung dieses Defizits

mit die Einfügung der gese an.

Der Kriegsminister Me

zu ermächtigen, t. Cyr, die ein ein Jahr auf der Kriegsschule zu zu befördern. Der Heeresaus\, riegsministers angenommen. Der Kreditaus\<u „W.-T. B.“ und Ministers

omson den amtliche

im Oktober d. J.

meldet, nah ‘Anhörung

Teilnahme Frankreichs

Der nationale Qu

E Handel hat eine Reso

der eise

stimmen,

i in welcher mächtigten R

Italien. In. gutde die Finanzdeba arcano, nah dem die im natzmaßregeln für die Dit gesest werden follen und die Ne & threm Wiederzusammentritt eine gro ‘gen soll, angenommen.

Auch in Brod fanden große Aus- Die serbische Kirchenschule In Djakovo wie in ärft und die

hat in der Deputiertenkammer einen einen außerordentlichen Kredit von zur De>kung der Kosten der Reise des nah Rußland, In der Begründung heißt es nach einer E

d

gestrigen Sißzung des Senats wurde ein An- trag auf Trennung des Finanzgeseßes von allen auf die Ein- fommensteuer bezüglichen Artikeln beraten. enator Ribot erklärte obiger Quelle zufolge, nah feiner Ansicht {ließe die Einbeziehung der Einkommensteuer in seß die Prüfung seitens der Kammer niht aus. die Einbeziehung der Einkommensteuer in das Das gegenwärtige Defizit überschreite ( der Ginkommensteuergeseßentwurf nicht in das Finanzgeseß aufgenommen werde, fo werde er niht im 1 Der Geseßentwurf müsse im Juli Jahre 1915 einen Verlust Ribot führte zum Schluß unter dem Bei- an und versicherte, daß seine und auf reiflicher Ueberlegung beruhe. Der ierung betrachte die Ein- fügung der Einkommensteuer in das Finanzgeseß als eine Notwendig- zweifelhaft, daß man nach der Annahme des Gesetzes Verteidigung und nah der dadur bedingten Er- Gelegenheit ergreifen müsse, nötigen Steuern zu bewilligen.

_ Darauf lehnte der Senat die geforderte Abtrennung der | Einkommensteuer mit 207 gegen 70 Stimmen Einkommensteuer in das Finanz-

\\imy hat gestern dem Heeres- aus\<uß der Kammer einen Geseßentwurf vorgelegt, ihn solhe Schüler Jahr bei der Truppe ebraht haben, zu Leutnants hat den Vorschlag des

der Kammer hat gestern, wie des Ministerpräsidenten des Aeußern Viviani sowie des Hande 8ministers Kreditentwurf von 2 Millionen Franken für die an der Weltaus- stellung in San Francisco angenommen.

der Reeder für den inter- a A d dag gen, M s g un|< ausgesprochen wird, da on jeßt anläßli des Präsidenten Poincaré nach Rol

ungen angeknüpft werden mögen, Form späterhin zwischen den Bevoll- d der beiden verbündeten Länder Verhandlungen über en französish-russishen Zolltarif geführt werden sollen.

der gestrigen Sipung der Deputiertenkammer tte fortgesezt und Geseßentwurf vorgeschlagenen Zeit bis zum 830.

ß

s befreundeten und ver-

und viele Häuser Brod wurden die poli- an den Ausschreitungen

a Staatssekretär

Ih kann nit

Dänemark und

stehen zu sehr ie der Besuch des Präsi-

wird sich darüber freuen,

atte mit 544

das Finanz- Die Finanzlage

Jahre

die zur Ver-

ab und nahm

i von gedient und nur

and Vor- um genau zu be-

ein Antrag

Juni 1915 in ierung der Kammer e Steuerreform vor-

werden müßten.

Nachdem arauf der Abg. Chiesa im Namen der Republikaner sein Bedauern über die Lösung der Frage aus- gesprochen hatte, nahm die Kammer in namentlicher Abstim- mung mit 224 gegen 34 Stimmen Dn Tagesordnung Bovetti an: „Die Kammer geht, nachdem sie die Erklärung der Regierung gehört hat, zur Abstimmung über den Antrag Carcano über.“ Der Antrag Carcano wurde sodann in ge- heimer Abstimmung mit 209 gegen 40 Stimmen bei 58 Stimm- enthaltungen angenommen. Darauf wurde die Sißzung ge-

lossen. Portugal.

Amtlich wird mitgeteilt, daß die Einnahmen für das Rechnungsjahr 1914/15 auf 83388 Contos und die Ausgaben auf 79 647 Contos veranschlagt worden sind. Es bleibt demnah ein UVebershuß von 3741 Contos. MWie „W. T. B.“ meldet, ist die Anleihe für die wirtschaftlihe Er- schließung Angolas auf 8000 Contos, nicht auf 40 000 Contos, wie zuerst vorgesehen war, festgeseßt worden.

Niederlande.

Die niederländische Regierung hatte den Ländern, die zur zweiten Friedenskonferenz eingeladen waren, vorgeschlagen, einen Ausschuß zu bilden, der das endgültige Programm für die dritte Friedensfkonferenz aufstellen sollte. Gemäß den Vorschlägen der verschienen Regierungen ist nunmehr beschlossen worden, den vorbereitenden Ausschuß für den 1. Juni 1915 nah dem Haag einzuberufen.

Türkei.

Das Konsularkorps in Brussa hat ein Protokoll über die Ruhestörungen der leßten Tage aufgeseßt, in dem es, der „Agence d'Athènes“ zufolge, heißt, daß die Ruhe- O nicht abgenommen, sondern zugenommen hätten und daß

ie Sicherheit der Ausländer niht mehr gewährleistet sei. Das

Konsularkorps macht den Generalgouverneur für jeden seinen Schußbefohlenen zugefügten Schaden verantwortlich und bittet die lokalen Behörden, einer Wiederholung der Vorkommnisse vor- zubeugen und die Banden, die die Stadt und die Provinz terrorisieren, festzunehmen. Der englishe Konsul in Brussa hat an die englische Botschaft in Konstantinopel ein Telegramm gesandt, in dem gesagt wird, daß Megeleien in der Stadt stündlich zu erwarten seien, und ferner die Bitte um wirksame Pagen zur Beendigung dieses Zustandes ausgesprochen wird.

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Bulgarien,

Der Finanzminister Tontschew wies gestern vor der S obranje in seinem Exposé, wie „W. T. B.“ meldet, auf den ständigen wirtschaftlichen Fortschritt des Landes, das An- wachsen des Nationalvermögens und die fortgesezte Zu- nahme der Spareinlagen und der Staatseinnahmen diîn. Das an Rumänien abgetretene Gebiet der Dobrudsha mit 800 Quadratkilometern Slächeninhalt habe eine Jahres- produktion von 76 Millionen Lei, darunter 47 Millionen für Zerealien, aufzuweisen gehabt. Dagegen besäßen die 28 000 Quadratkilometer umfassenden Neuerwerbungen eine bedeutende und noch entwi>lungsfähige Tabaksproduktion. Das Budget von 251 Millionen sei um 60 Millionen höher als im Vorjahre infolge der notwendigen Aufwendungen für die neuen Gebiete, die Sia der Armee und den Ia Mllbenbienst Von der Staatsschuld seien 627 Mil- lionen konsolidiert, 132 Millionen Schaßzscheine und 150 Mil- lionen Requisitenbons: Serbien und Griechenland hätten bei sehr viel geringerer wirtschaftliher Kraft eine viel höhere Staatsschuld. Die Regierung habe Vertrauen zur Entwicklung

des Landes. Albanien.

Der gestrige Tag ist in Durazzo ruhig verlaufen. Da in der nächsten Umgebung der Stadt und in der Stadt selbst Diebstähle und Einbrüche vorgekommen sind, ist der Sicherheits- dienst verstärkt worden. Wie „W. T. B.“ meldet, beabsichtigt Prenk Bibdoda, in den nächsten Tagen in Durazzo einzutreffen, um dem Fürsten seine Bereitwilligkeit auszusprechen, abermals gegen die Aufständischen vorzurücen. Seine Mannschaften jollen sih bei Alessio wieder Teiniat. Sicheren Nachrichten zufolge sind im Rebellenlager Zwistigkeiten ausge- brochen und etwa 1000 in 4 s der Aufstandsbewegung aus Albanien daraufhin heimgekehrt.

Amerika.

Die Vertreter Huertas haben gestern, wie „W. T. B.“ meldet, den südamerikanischen Vermittlern zur Weitergabe an die Führer der n ieDonalisten eine Mitteilung überreicht, in der sie ihre Bereitwilligkeit ausdrü>en, über die Friedens- bedingungen in Verhandlungen einzutreten. Der General Villa hat seinem Vertreter in Washington mitgeteilt, daß Mitglieder der Kommission, die zwischen ihm und Carranza vermitteln soll, in seinem Hauptquartier eín- getroffen sind und die Verhandlungen begonnen haben. Deutsche, die aus Mexico-City in Veracruz ein- etroffen sind, sagen aus, der deutshe Gesandte habe seinen Ceitdolaiten geraten, für aht Tage Nahrungsmittel einzu- kaufen, diese in einem weit vom Zentrum der Stadt entfernten Hause aufzustapeln und si zur erteidigung vorzubereiten.

Der argentinishe Senat hat gestern obiger Quelle zufolge den Gesetzentwurf, betreffend eine Anleihe von 80 Millionen Goldpiaster für Arbeiten der öôffent- lihen Gesundheitspflege, in abgeänderter Fassung an- genommen. ;

Ministerialdirektor Preffe Geheimen Oberregierungsrat Dr. 7<midt und dem Professor Dr. Krüß teilnahm. führte der beständige Sekretar der philosophish-historishen Kla se, Geheime Oberregierungsrat Professor Or. Diels, der die Sißung mit einer Ansprache eröffnete, in der er auf die Baugeschihte des alten und des neuen Akademiegebäudes einging. Darauf hielten die seit der reoniz-Sibung 1913 neu eingetretenen Mitglieder Fot Dr. Einstein, eheimer Regierungsrat Professor Dr. E j Geheimer Negierungsrat Professor Dr. Sering und Professor Dr. Gold <midt ihre Antrittsreden, die von den beständigen Sefkre- taren Geheimen “a eCierungsrat Professor Dr. Plan >, Geheimen Regierungsrat Professor r. Roethe und Geheimen Oberregie- rungsrat Professor Dr. Diels beantwortet wurden. Weiter wurde über Preisangelegenheiten das Folgende mitgeteilt:

a Preisaufgabe für 1914 aus dem ebiet der Matbenatit _Die Akademie hat in der Leibniz-Sißung des Jahres 1910 fol- gende Preisaufgabe gestellt: „Die Klassenzahl des allgemeinsten Kreiskörpers soll berechnet und mit der Mana seiner Divisoren verglichen werden.“ VBewerbungs riften, die bis zum 31. Dezember 1913 erwartet wurden, sind nicht eingelaufen. Die Akademie Befugnis Gebrauch machen, die Preissumme dem Verfasser einer in das Gebiet der gestellten reisaufgabe einshlagenden, innerbalb des Zeitraums 1911—1914 veröffentlihten Schrift oder dem Urheber einer in der gleichen Zeit ausgeführten wissenschaftlich hervorragenden Arbeit als Ehrengabe überweisen zu dürfen. Sie erkennt den aus- seevten Betrag von fünftausend ark dem außerordentlichen Pro- fessor der Mathematik an der Universität eipzig Dr. Paul oebe für feine ausgezeichneten Arbeiten auf dem Gebiete der Funktionentheorie zu.

Preisauss\<hreiben aus

will daher von ihrer

dem Ellerschen Legat.

In der Leibniz-Sißung des Jahres 1910 hat die Akademie lau das Jahr 1914 wiederholt folgende Preisaufgabe aus dem Ellerschen Legat ausgeschrieben:

“ute Akademie verlangt Untersuchungen über die unsern Süß- wasserfischen schädlichen Myrosporidien. És ist alles, was von der Entwi>klung dieser Parasiten bekannt ist, übersichtlich zusammenzu- stellen und mindestens bei einer Spezies der voll tändige Zeugungs- kreis experimentell zu ermitteln

Der ausgeseßte Preis betrug viertausend Mark.

3 , Dewerbungsschrift rechtzeitig eingegangen, mit dem / „Wer immer strebend sih bemüht, den können wir erlösen.“ Diese Arbeit gibt eine „auf eigene Untersuchungen basierte und die vorhandene Literatur berü>sihtigende Darstellung eines in der Gallen- blase des HZitterrochens Torpedo und einigen anderer Selachier lebenden Myrosporidiums, des Chloromyxum leydigi Mingazzini. i entspricht aber nicht der von der Akademie gestellten Aufgabe, insofern erstens die Untersuchung nicht an den unseren wasserfischen \häd- lichen Myrosporidien, sondern an einem im ittelmeer vorkfom- menden Fische angestellt die Forderun kademie: alles, was von der Gntwi>klung dieser sei, übersichtli zusammenzustellen, nicht erfüllt

il Z ist. Schon aus Ds Gründen kann der Ärbeit der ausgeseßte Preis nit erteilt werden.

Die Akademie will nunmehr, da dié Preisausschreibung wiederholt

lglos geblieben ist, von ihrer Befugnis Gebrau< machen, die Preissumme dem Verfasser einer in das Gebiet der gestellten Preis- aufgabe einf<lagenden, innerhalb des Zeitraums 1911—1914 ver- lee ien Seife oder dem Urheber einer in der gleichen Zeit nus- geführten wissenschaftlich hervorragenden Arbeit als Chrengabe über- weilen zu dürfen. Sie erkennt den aus eseßten Betrag von vier- tausend Mark ihrem korrespondierenden Mitglied Herrn Viktor Hensen in Kiel für seine hervorragenden Verdienste um die Planktonforschung und sein Werk „Das Leben im Ozean“ zu.

Preisausschreiben aus dem Cotheniuss\hen VEUd L Me Akademie hat in der Leibni -Sißung des Jahres 1908 und wiederholt in derjenigen von 1911 F lbente Preisaufgabe aus dem Cothenius\cen Legat ausgeschrieben : _ vDer Entwi lungsgang einer oder einiger Ustilagineen soll möglichst lü>enlos verfolgt und dargestellt werden, wobei besonders auf die Veberwinterung der Sporen und Mycelien Rücksicht zu nehmen ist. Wenn irgend möglich, sind der Abhandlung Präparate, welche die éFrage entscheiden beizulegen.“ Bewer ungs\chriften, welche bis zum 31. Dezember 1913 erwartet wurden, sind au diesmal nicht einge aufen; denno< will die Akademie die Aufgabe zum dritten Male unverändert stellen. Der ausgeseßte Preis beträgt weitausend Mark. Die Bewer- bungsschriften Éönnen in deutscher, lateinischer, französischer, englischer oder italienisher Sprache arciaut sein, riften, die in störender Weise unleserlih geschrieben ind, Tönnen durch Beschluß der zu- ständigen Klasse von der Bewerbung ausgeschlossen werden. Jede Nf Gri ist mit einem Spruchwort zu bezeichnen, und pes auf;-einem gu Ügenden veNageten unerlió den Namen und die Adresse des Verf ers angebenden Zettel äußerli<h zu wiederholen. Schriften, welche den Namen des Verfassers nennen oder deutlich er- geben, werden von der Bewerbung ausge Pen: Furücziehun einer eingelieferten Preis\chrift ist nicht gestattet. Die ewerbungs\<riften sind bis jim 31. Dezember 1916 im Bureau der Akademie, Berlin NW. 7, Unter den Linden 38, einzuliefern. Die Verkündi ung des Ürteils erfolgt in der Leibniz-Sißung des Jahres 1917. Sämtliche bei der Akademie zum Behuf der Preisbewerbung eingégalisenen Ar- beiten nebst den dazu gehörigen Zetteln werden ein Jahr lang von dem Tage der Urteilsverkündi ung ab von der Akademie für die Verfasser aufbewahrt. Nach Ablauf der bezeichneten Frist steht es der Akademie frei, die niht abgeforderten Schriften und Zettel zu vernichten.

Preisaufgabe der Charlotten-Stiftung.

Gemäß dem Statut der von Frau Charlotte Stiepel geb. Freiin von gjpopffgarten, errichteten Charlotten-Stiftung für Phi ologie hat die Akademie in der Leibniz-Sißung am 26. Juni 1913 die folgende

Preisaufgabe gesteltt: :

«Ss wird eine Sammlun Fragmente der älteren Akademiker (mit Einschluß von Heraklei es und Eudoros) und auf dieser Grundlage eine Darstellung des Schulbetriebs der

Akademie in dieser Epoche gewünscht.

Da diese Aufgabe in der zur Verfügung stehenden Zeit Du befriedigend gelöst werden kann, so soll ein beliebiger Ausschnitt (z. B. über Philippos) als Probe zur Bewerbung eingereiht werden.

Die Aufgabe ist in zwei rechtzeitig abgelieferten Bewerbungs-

arbeiten an egriffen worden.

Die erste mit dem Kennwort: Vetus Academia haec tamquam

omnium artificum officina hat eine Sammlung der Fragmente von 37 minder bedeutenden und von 4 c E Akademikern (Hera-

der Parasiten bekannt

ist, und weil zweitens

der

kleides, Eudoros, Polemon und Krates) geliefert. S Q os, Xenokrates, Krantor wurden als bereits genügend behandelt cifeite