1914 / 169 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

f L s 5 TT E S T2 anton 0ta inneren P E E M E T E S E N

Mit dem 21. August zu Kompagniechefs ernannt: die Haupt- leute: Bötticher, St. Hauptm. im Gren. N. König Friedrich 111. (2. Schles.) Nr. 11, Frhr. Schuler v. Senden, aggreg. dem Großberzogl. Med>lenb. Füs. R. Nr. 90 ®aiser Wilhelm, im Neat.

Mit dem 21. August als Komp. Chefs verseßt: die Hauplleute und Stabshaupileute : Franke im Gren. N. Graf Kleist von Nollen- dorf (1. Westpr.) Nr. 6, in d. 3. Pos. Inf. R. Nr. 58, Frhr. v. Schütz zu Holzhausen im Leib-Garde-Inf. N. (1. Großherzogl. Hess.) Nr. 115, in d. Leib - Gren. N. König Friedriß Wilhelm II1. (1. Brandenb.) Nr. 8, Mit\chke im Inf. R. Lübe> (3. Hanseat.) Nr. 162, in d. Inf. N. von Alvensleben (6. Brandenb.) Nr. 52.

Mit dem 21. August 1914 zu Stabshauptleuten ernannt: die Hauptleute : Koeppel (Werner) im Gren. N. Graf Kleist von Nollendorf (1. Westpr.) Nr. 6, bis zum 1. August 1914 komdt. b. Seminar für orientalishe Spradhen in Berlin, Nes selhauf (Günther) im Inf. N. von Grolman (1. Pos.) Nr. 18, Niemeyer im Inf. N. Lübe> (3. Hanseat.) Nr. 162.

Unter Beförderung zu Hauptleuten, vorläufig ohne Patent, ver- seßt: die Oberleutnants: v. Hartwig im Inf. N. von Stülpnagel (5. Brandenb.) Nr. 48, in d. Gren. R. König Friedri 111. (2. Schles.) Nr. 11, v. Z\<hüshen im 1. Nassau. Inf. N. Nr. 87, in d. Leibgardeinf. N. (1. Großherzogl. Hess.) Nr. 115, dieselben find n da Bau O ar Lonar! Jnt ernannt.

« Sontard, 27. im 4. Garde-N. z. F., in d. Gren. N. Köni Friedri I. (4. Oftpr.) Nr. 5 verf. E s

Mit dem 21. August 1914 verseßt: die Hauptleute: Frels b. Stabe d. 2. Hannov. Feldart. Regts. Nr. 26, als Battr. C hef in d. Thorner Feldart. N. Nr. sl, Borowskt im Feldart. N. Prinz August von Preußen (1. Litth.) Nr. 1, zum Stabe d. 2. Hannov. Feldaxt. Negts. Nr. 26.

Zu Hauptleuten, vorläufig ohne Patent, befördert: die Ober- Teutnants: Rühle v. Lilienstern im Garde-Fußart. N.; derselbe ist mit dem 21. August 1914 zum Battr. Chef ernannt, v. Noth im Fußart. N. En>ke (Magdeb.) Nr. 4, unter Ernennung zum Battr. Chef, Röltgen im Lehr-MN. d. Fußart. Schieß ; der}elbe ist in d. Lauenb. Fußzrt. N. Nr. 20 versezt und mit dem 21. August 1914 zum e Chef ne |

eidemann, Oblt. im Nhein. Fußart. N. Nr. 8, in d. Westf. Fußart. R. Nr. 7 vers. Seyberth, Käbnr. d. Nes. (Danzig), zu- Ießt im Fußart. N. von Dieskau (Schles.) Nr. 6, als Fähnr. mit jeinem Patent vom 19. November 1912 im 2. Pomm. Fußart. N. Nr. 15 angest. Schlegel, Hauptm. und Komp. Chef im Samländ. Pion. B. Nr. 18, in Genehmtgung setnes Abschiedsgesuhes m. d. gesegl. Pens. z. Disp. gest. und zum Bez. Offiz. beim Landw. Bez. Enn QRaEn, i

erteßt: die Hauptleute: Hopff in d. 2. Ing. Insp., als Komp. Chef in d. Garde-Pion. B., Winkelmann in d. L Ing. nsp., als Komp. Chef in d. Samländ. Pion. B. Nr. 18, Nösing, Komp. Chf tm Garde-Pton. B., in d 2. Ing. Insp.

Zu Hauptleuten befördert: die Oberleutnants: Nt, A: di 2. Ing. Insp, Peters im 1. Nassau. Pion. B. Nr. 21, unter Er- nennung zum Komp. Chef.

Zu Hauptkeuten, vorläufig ohne Patent, befördert: die Ober- Teutnants: Blome, Adj. d. 2. Pion. Up, Hellwig, Adj. d. 4. Pion. Insp, Halke tn 1. d. Ing. JInsy., unter Versetzung in d. Masur. Pion. B. Nr. 26; derselbe ist mit dem 21. August 1914 zum E Q! E y

erseßt: die Dberleutnants: Koch in d. 2. Fhg. Insp., mit dem 1. August 1914 in d. 1. Nhein. Pion. B. Nr. 8, Mtrow im Nieder- {hlesi\<hen Pion. D Nr, 5 in d, 2. Fig. Insp. ; die Leutnants: Lau im Pion. B. Fürst Nadziwill (Ostpr.) Nr. 1, in d. 1. Ing. Insp., Geride im Pion. D. von Rauch (1. Brandenb.) Nr. 3, in d. 3 Ing. Insp. Fit, Lt. im Niederschles. Pion. B. Nr. 9, auf sein Gesuch

¿u den Mes. Offizieren d. Bats. übergeführt.

“K. w. Hauptm., komdt. nab Preußen, bisher

Haupim. im Inf. N. Katser Friedrich, König von Preußen (7. Württ. eye als Komp. Chef d. Flieger-B. Nr. 2 über- wiesen. Senftleben, Oblt. it 2. Oherschles. Feldart. N. Nr. 57, von d. Komdo. z. Dienstl. b. Telegr. B. Nr. 5 enthoben. Brunner, Oblt. in d. Großherzogl. Hess. Train-Abt Nr. 18, vom 1. August 1914 p t S M A fomdt.

aade, Unterprimaner d. Hauptkad. Anst, als <arakteris. Fähnr. im Füs. N. Königin (Schlesw. Holst ) Nr. 86 angest. |

Befördert: Gessner, Zeugoblt. b. Art. Dey. in Hannover, zum Zeughauptm., Ehrhardt, Zeuglt. b. Art. Dey. in Berlin, zum Zeugoblt., Althöft, Zeugfeltw. b. Art. Dep. in Magdeburg, zuget. d. Nebenart. Dep. in Halle a. S., unter Verseßung zum Art. Dep. Me alis. aud

erjeBt: Æaplu], Zeughauptm. b. Art. Dep. in Feste Boyen, zum Art. Dep, in Rendsburg, Kriegel, Seugobie b. Ä Dey in Mey, zum Art. Dep. in Feste Boyen.

Befördert: Der Feuerwerksoberleutnant S<hmeka b. Art. Dep. in Bonn, zum Feuerw. Hauptm. ; die Feuerwerksleutnants : Hörned>e b. Art. Dep. in Neisse, _Ketb, Lehrer an d. Oberfeuerw. Schule, zu Feuerw. Oberlts.; die Oberfeuerwerker : Bött@Wher b. Art. Dey. in Straßburg i, E, unter Verseßung zum Art, Dep. in Mainz, Bremer b. Art. Dey. in Danzig unter Versezung zum Art. Dey. in Met, Kehl b. Art. Dep. in Feste Boyen, unter Verseßung zum Art. Dep. in Straßburg i. E, Rudat b. Art. Dep. in Königsberg k. Pr., unter Verseßung zum Art. Dep. in Glogau, zu Feuerw. Lts.

Bersett: Klapproth, Feuerw. Hauptm. b. Art. Dep. in Mey, zur Art. Dep. Insp, Richter, Feuerw. Hauptm. b. Nieders{[. Fußart. R. Nr. 5, ¿um At. Dep. tin Posen, Popp, Feuerw. Hauptm. b. Art. Dep. in Posen, zum Niederschle. Fußart. N. Nr. 5, Tews, Feuerw. Lt. b. Art. Dep. in Glogau, zum Art. Dep. in E: D '

erjeßl: Herrmann, Festungsbauhauptm. bei d. Fortif. in Marienburg, zur Fortif. in Mainz, die R otbauobe taa Pohl bet der Fortif. in Ulm, zum Jng. Komitee, Sali bet d. &ortif. in Königsberg i. Pr., zur Fortif. in Marienburg, Draeger bei d. Fortif. in Mey-West, zun Ing. Komitee; die Festungsbauleut- nants: Muntau bei d. Fortif. in Graudenz-Nord, zur Fortif. in Königsberg i. Pr, Jäni>e! bei d. Fortif. in Cuxhaven, zur Fortif. in Graudenz-Nord, Petry bei d. &ortif. in Mainz, zur Fortif. in Graudenz-Süd.

“v. Unruh, Hauptm. in d. Schusßtr. für Kamerun, \<eidet am 11. August aus dieser aus und wird mit dem 12. Auaust 1914 als Tee Chef im Inf. N. Großherzog von Sachsen (5. Thür.) Nr. 94 angest.

v. Scheffer, Oblt. in d. Schubtr. für Kamerun, aus dieser ausges. und im Kurhess. Jäg. B. Ne 11 angest. /

Aus d. Heere scheiden am 6. August aus und werden mit dem 7. August in d. Schußtr. für Katnerun angest.: die Leutnants: CEvert im Gren. R. König Friedri 1. (4. Oftpr.) Nr. 5, y. Kaltenborn-Stachau im Lehr-N. d. Fußart. Schießs{hule, A ee gleihzeltiger Enth. von d. Komdo. zum oriental. Seminar

erlin.

Köhler, Hauptm. d. Landw. Inf. 1. Aufgeb. (1T Berlin) aus dem Heere ausges<iedea und in d. Landw. 1. Aufgeb. d. Schußtr. ü S peitrita E L g E Es Ir

„, DU Leutnants mit Patent vom 22. Jult 1912 befördert: dle Fähnriche: Kraaß im Inf. N. Graf Tauentzien von Wittenberg (3. Brandenb.) Nr. 20, Stüdemann v. Ehrenstein (Karl) im Inf. R. Großherzog von Sachsen (5. Thür.) Nr. 94, Pichter im Kurmärk. Drag. N. Nr. 14, Diener im Ia. N. 3. Pf. Ne. 4,

Zu Leutnants befördert: die Fähnriche: Nohrbe> im Füs. N. Königin Viktoria von Shweden (Pomm.) Nr. 34, Kaerber im 3. Nieder|{lef. Inf. R. Nr. 50, John v. Freyend im Gren. R. Könia Friedrih 111. (2. Schles.) Nr. 11, dieser mit Patent vom 24. Mai 1912, Freytag im Inf. N. von Lüßow (1. Mhein.) Nr. 25, Derigs im Inf. R. von Goeben (2. Rhein.) Nr. 28, dieser mit Patent vom 23 Juni 1912, v. Montigny in demselben Regt., mit Patent vom 19. Juni 1914, Bertram im Kür. N. Graf S (Rhein ) Nr. 8, Stüdemann v. Ehrenstein (Curt) im Das. N. Großherzog von Sachsen (5. Thür.) Nr. 94, Henricy,

Greiner im 1. Unterelsä}. Inf. N. Nr. 132, beide mit Patent vom 23. Juni 1912, Brandis in demselben Regt., dieser mit Patent vom 19. Junt 1914, Müller - Körner im 2. Oberelsäss. Inf. R. Nr. 171, Lubar\< im Kurmärk. Drag. N. Nr. 14, dieser mit Patent vom 4 November 1912, Hofhammer im Inf. R. Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30.

: Zu Fähnrichen befördert: die harakterisierten Fähnriche : Georgi im 6. Rhein. Inf. N. Nr. 68, v. Zglini>t im Feldart. N. von Scarnhorst (1. Hannov.) Nr. 10, v. Langsdorff im 1. Bad. Leib-Gren. N. Nr. 109; die Unteroffiziere: Frhr. v. Nichthofen im 1. Garde-R. z. F, Maltahn in d. Garoe-Train- Abt., Steppuhn im Inf. N. Herzog Karl von Me>lenburg-Strelitz (6. Dilpr,) Nr. 43, Lahmann, Behrendt im 8. Ostpr. Inf. R. Nr. 45, Schulz im 1. Ostpr. Feldart. N. Nr. 16, Winterfeld, Pfanner im 6. Pomm. Inf. N. Nr. 49, Danker im Inf, M. von der Golß (7. Pomm.) Nr. 54, Wandel im 4. Westpr. Inf. N. Nr. 140, v. Arnim im 2. Pomm. Ulan. R. Nr. 9, Klawitter im Hinterpomm. Feldart. R. Nr. D3; Habn in der Pomm. Train-Abt. Nr. 2, Smend, Köster im Inf. N. von Stülpnagel (5. Brandenb.) Nr. 48, Lucas im Inf. R. von Alvensleben (6. Brandenb.) Nr. 52, Haken im Inf. N. General- Feldmarschall Prinz Friedri Karl von Preußen (8. Brandenb.) Nr. 64, v. Koszy>ki, Graf y. der Groeben, Frhr. v. Eberstein im Hus. N. von Zieten (Brandenb.) Nr. 3, Fahn, Matthes, Mühlen- bruch im Juf. R. Prinz Louis Ferdinand von Preußen (2. Magdeb.), I 2, Müller im Altmärk. Feldart. N. Nr. 40, Swhlaebe Banning im Füs. N. von Steinmetz (Westpr.) Nr. 37, Schlichting im 3. Pos. Inf. N. Nr. 58, J ilski im 5. Niederschles. Dn Ie Nr 154 Frhr. v. Nichthofen im Drag. N. von Bredow (1. Sglef.) Nr. 4, Wendorff im Feldart. N. von Podbielski (1. Niederschles.) Nr._5; Koenigk im 2. Niederschles. Feldart. R. Nr. 41, Nowak in d. Schles. Train-Abt. Nr. 6, v. Rudloff im Inf. R. Herwarth von Bittenféld (1. Westf.) Nr. 13, Droege, Leiwesmeter im T Lothr. Inf. R. Nr. 158, Söhngen in d. Westf. Train-Aht. Nr. 7, Weiß im 9. Nhein. Inf. N, Nr. 65, Nirxdor ff im 6. Nhein. Inf. N. Nr. 68, Hückel im Inf. N. Bremen (1. Hanseat.) Ne. 75, Bergholter im Inf. N. Herzog von Holstein (Holst.) Nr. 85, Narjes im Hus. N. Kaiser Franz Joseph von Oesterrei, König von Ungarn (S{hleswig Holst.) Nr. 16, Neßtßlaff im Feldart. N. General-Feldmarshall Graf Waldersee (Schiesw.) Nr. 9, Weber, Freydan>, Pfotenhauer, Thielen im 2. Hannov. Inf. N. Nr. 77, y. Vangerow, Lüdeke im Braunschw. Hus. N. Nr. 17, Wiwh- mann im 3. Thür. Inf. N. Nr. 71, Appel im 2. Kurhess. Funf. N. Nr. 82, Trump, Walz im Füs. N. Fürst Karl Anton von Hohen- zollern (Hohenzoll.) Nr. 40, Seldner im 1. Bad. Leibgren. N Nr. 109, Wiß „im 2. Dberrhein. Inf. R. Nr. 99, Peter in 4 Une n, M Nr: 143 Kohnhorst im 9. Dberelsäss. Inf. R. Nr. 172, Ebeling im 3. S(hles. Drag. N. Nr. 15, Borchert, Middelmann im 9. Lothr. Inf. M Dir. 173, Röhre im Schlesw. Holst. Drag. R. Nr. 13, Simon im 2. Hannov. Ulan. R. Nr. 14, Schönberg im Jäg. N. f Wf Nr: 15, Struff im 4. Lothr. Feldart. N. Nr. 70, Diemert in d. Lothr. Train-Abt. Nr. 16, v. Dewitz gen. v. Krebs, Neese, G ru ner, Thalau im Inf. N. von Borke (4. Pomm.) Nr. 21, Duhle im Inf, N. von der Marwiß (8. Pomm.) Nr. 61, Krause, Stoffregen im Danziaer Inf. N. Nr. 128, Kraufe im 3. Westpr. Inf. R. Nr. 129, Maillefert im Kulmer Inf. N. Nr. 141, Heidemann im 8. Westpr. Inf. N. Nr. 175, Gufe im Thorner Keldart. R. Nr. 81, Frhr. Schen> zu Schweins- berg Im Leibgarde-Inf. R. (1, Großherzogl. Des) Nr: 115. Buchwald im 5. Großherzoal. Hess. Inf. N. Nr. 168, Winter - feldt im Magdeb. Drag. N. Nr. 6, Wöhler im 2. Naussau. Feld- art. N. Nr. 63 Frankfurt, Hoppe, Mergenthaler im 2. Masur. Inf. N. Nr. 147, E>kemann im 2. L nf. R. Nr. 137, Buch, Trilling im 2. fie eli ea t. M. Nr. 67, Zoller in d 2. Rhein. Trainabè. Nr. 21, Manne im Bad. Fußart. N. Nr. 14, Bülowius im Pion) B. Fürst Radziwill (Ostpr.) Nr. 1, Schulde, Hoffmarn im Rhein. Pion. B. Nr. 8, Munzer, Schweiger im 1. Westyr. Pion. B. Nr. 17, Haase im 2. Lothr. Pion. B. Nr. 20, Hahn im 2. Westf. Pion B. Nr. 24, Buchholtz im 2. Brandenb. Pion. B. Nr. 28; der ODbexjäger Koch im Magdeb.

E an s

U Fähnrichen ernannt: die Vizefeldwebel: Kucharskt im Colbergs<hen Gren. N. Graf Gneisenau (2. Gas Nr. 9 Schüler im Schlesw. Holst. Inf. R. Nr. 163: die Bizewachtmeister Graf v. Westerholt u. Gysenberg im Kür. N. von Driesen (Westf.) Nr. 4.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

__ den in die Pfarrstelle zu Hohenmölsen berufenen Pfarrer

Liz. Seiß, bisher in Zweimen, zum Superintendenten zu er- nennen und

dem Buchhalter bei dem Staats\{huldbu<bureau Mar

Selle den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen. :

Auf den Bericht vom 22. Juni d. J. will J< der Kreis Oldenburger Elektrizitätsgenossenschaft, einge- tragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpficht in Ci8mar auf Grund des Geseßes vom 11. Juni 1874 (Geseßsammlung Seite 221) hiermit für die Zeit bis zum 91. Dezember 1917 das Recht VELLEINeEN, DUS qu den Anlagen für die Leitung und Verteilung des von dem Kraftwerk bei Lübec> erzeugten elektrishen Stromes innerhalb des Kreises Oldenburg, Regierungsbezirk Schles- wig, erforderliche Grundeigentum, mit Ausnahme der im staatlihen Eigentum stehenden Grundstücke, nötigenfalls im Wege der Enteignung zu erwerben, oder, soweit dies ausreiht, mit einer dauernden Beschränkung zu belasten. Bei der von der Genossenschaft unter dem 29. April 1914 abgegebenen Verpflichtungserklärung, ohne Zustimmung des Regierungspräsidenten in Schleswig ihr Versorgungsgebiet nit über den Kreis Oldenburg hinaus auszudehnen, ihr Leitungs- neß nicht zu verpachten, zu veräußern, oder sonst den Betrieb einem anderen in irgend einer Form zu überlassen oder eine Betrieb8sgemeinschaft einzugehen, behält es fein Bewenden.

Die eingereichten Anlagen folgen hierbei zurü. Neues Palais, den 30. Juni 1914.

Wilhelm R. von Breitenbach. Sydow.

Zugleich für den Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten: von Loebell,

An die Minister der öffentlichen Arbeiten, für Handel und Gewerbe, für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und des Junern. i

Kriegsministerium.

Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß den Unteroffizieren und Mannschaften der Armee dienstlih verboten ist, innerhalb ihrer eigenen oder einer fremden ‘Truppe oder Behörde Zivilpersonen oder den Hand- wertsmeistern der Truppen und der militärischen Anstalten usw.

zur Ausübung des Gewerbebetriebes Beihilfe zu

leisten, insbesondere dur<h Vermittlung oder Erleichterung des Abschlusses von Kaufgeschäften, Versicherungsverträgen und

dergleichen. : E Den Unteroffizieren und Mannschaften ist befohlen, von

jeder an sie ergehenden derartigen Aufforderung ihren Vor- gesezten Meldung zu machen. Berlin, den 16. Juli 1914. Der Kriegsminister. von Falkenhayn.

Evangelischer Oberkirchenrat.

Dem Superintendenten Liz. Seiß in Hohenmölsen ist das Ephoralamt der Diözese Hohenmölsen übertragen worden.

Nichkamfklicßes.

Deutsches Neich,

Preußen. Berlin, 21. Juli 1914.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten heute in Balestrand an Bord der Jacht „Hohenzollern“ die Vorträge des Chefs. des Militärkabinetts, Generals der Infanterie Frei- herrn von Lyn>er, des Chefs des Marinekabinetts, Admirals von Müller und des Vertreters des Auswärtigen Amts, Ge- sandten Grafen von Wedel.

Laut Meldung des „W. T. B.“ am 13. Juli in Lutschau und S. Y 19. Juli in Jtschang eingetroffen.

S:. M: S. „Otter“

sind S. „Balterland“ am

Oesterreih-Ungarn. i Jn Polnisch Ostrau hat vorgestern eine t\he<his <e Protestversammlung gegen die leßten Vorfälle in Troppau und Katharein stattgefunden. Wie „W. T. B.“ meldet, wurde in scharfen Neden zum wirtschaftlichen Boykott gegen die Deutschen aufgefordert. Nach der Versammlung zogen die Teilnehmer, etwa tausend an der Zahl, nah Mährisch Ostrau, wo fle gegen die Deutschen eine Kundgebung veranstalteten. Die Tschechen durhbrachen den Gendarmeriekordon und wollten gegen die Deutschen losstüurmen. Es gelang jedo<h der Gen- darmerie, die Tschechen abzudrängen und die Nuhe wieder- herzustellen. Großbritannien und JFrland.

Ie Flotte ist gestern von Portsmouth aus unter der Führung des Königs in See gegangen. An der hierfür be- stimmten Stelle machte die Königliche Jacht Halt, und die Flotte defilierte in Doppellinie unter Salut. Ueber der Flotte freisten Marineflugzeuge. :

Jm Unterhause teilte gestern der Premierminister Asquith, der von Portsmouth nach London zurückgekehrt ist, laut Meldung des „W. T. B.“ mit, daß er vom König er- mächtigt sei, zu ertlären, daß angesichts der ernsten Lage der König es für richtig gehalten habe, Vertreter beider britischen und irischen Parteien zu einer Bes prehung im Buckingham- palast einzuladen, um die noh \{hwebenden Fragen bezüglich des Problems der irischen Regierung zu besprechen. Die Einladung sei ergangen und von zwei Vertretern der Oppo- sition, von zwei Vertretern von Ulster, von zwei Vertretern der Nationalisten und von zwei Vertretern der Regierungspartei angenommen worden. Auf Vorschlag des Königs werde der Sprecher den Vorsiß in der Konferenz übernehmen, die, wie er (Asquith) hoffe, heute beginnen werde.

Bonar Law sagte, die Opposition habe den Befebl des Königs [cyal angenommen. Hedmond, der von den Liberalen mit lautem Beifall begrüßt wurde, erklärte, er und seine Freunde in der nationalisti]<en Pactet seten nicht perantwortlih für die Politik, die in der Einberufung dec Konferenz zum Ausdru> tomme; er glaube nicht, daß er irgend eine Meinung ausdrü>en solle, wie die, ob das Ergebnis nüßlih sein werde oder ni<t. Die Einladung sei tu Form eines Königlichen Befehls gefommen, und so würden fie ohne Verzug gehorchen. Der Unabhängige Nationalist Ginnell fragte, ob es einen Präzedenzfall dafür gebe, daß ein Premier minister dem Könige rate, \sih elbst an die Spitze einer Verschwörung zu stellen, die die Wünsche des Unterhauses vereiteln wolle. Die Frage wurde mit Stillschweigen übergangen.

Die zweite L sung der Zusazbill wurde sodann vertagt, und das Haus wandte sich den auf der Tagesordnung stehenden Anfragen zu. |

Auf Anfragen wegen der angeblihen von Cpiroten gegen Muselmanen verübten Grausamkeiten erflärte der Par- lamentsuntersekretär Acland, daß die Berichte über die Greignisse in Südalbanien sehr beunruhigend feien, er jedoh keine zuver- lâssigen Einzelheiten erhalten habe. Dle Nachrichten \tammten aus niht amtlicher Quelle und seten daher niht autheatish. Der Sfaats- sekritär Grey habe sih mit den Mächten wegen dieser Angelegenheit in Verbindung gesetzt.

Auf eine weitere Frage na< der Lage von Durazzo sowie ob dem Fürsten irgendwelche materielle oder moralis<e Unterstüßung yon der britishen Regierung gewährt werde, erwiderte Aclanb: Durazzo werde no< von den Aufständischen belagert, set aber seit einiger Zeit von einem Angriff verschont geblieben. Der Konter- admiral Troubridge habe die Anweisung, mit den fremden Kriegs- schiffen gemeinsam zu handeln und erforderlichen Falles für die per- fönliche Sicherheit des Fürsten, seiner Beamten und aller europäischen Nichtkombattanten zu forgen.

_ Die Arbeiterpartei trat gestern im Unterhause zu einer Sißzung zusammen und nahm einstimmig eiae Resolution an, in der gegen die Homerulekonferenz Einspruch er- hoben wird, da sie eine Einmischung der Krone darstelle, die bezwecke, die Ziele der Parlamentsakte zu zerstören. Ferner wird bedauert, daß an dieser Konferenz zwei Mitglieder teil- nähmen, die tatsächlich Rebellen seien. Denn dies beweise, daß fürderhin die Organisierung einer Streitmacht amtlih als das wirksamste Mittel in industriellen sowohl wie in politischen Streitigkeiten angesehen werde.

Rußland,

Der Präsident der französischen Republik Poincaré ist gestern nachmittag an Bord des Linienschiffes „France“ in Kronstadt eingetroffen. Der Kaiser Nikolaus empfing den Präsidenten an Bord der auf der kleinen Reede liegenden. Kaiser- jaht „Alexandria“, die dann die Rückfahrt nach Peterhof antrat. An dem Landungsplaß in Peterhof, wo eine Ehrenwache auf- gestellt war, würde der Präsident von den Großfürsten, den Gene-

ralen, dem Gouverkeur von St. Petersburg, dem Kommansz

J roße h

i putiertenktammer, die mit den Worten \{<loß, daß die Ne-

fand der Ruhe und Ordnung zu leiten, knüpfte sich eine längere Debatte.

“rettet

[e rung Sicherheiten “in Smyrna und in den übrigen Gebieten für die Aufrechterhaltung

“die Grundsäße, die zur Wlederherstellung der Verfafsung geflihrt

janten von Peterhof und dem Personal der französischen Bot- [haft begrüßt. Der Kaiser geleitete den Präsidenten in vier- yänniger Equipage, die von zwei Zügen des Kaiserlichen Convois begleitet wurde, in das Große Palais, o der Präsi- vent Aufenthalt nahm. Bald nah dem Eintreffen wurde der Präsident von der Kaiserin empfangen. Am Abend fand im

n Palais ein Galamahl statt, bei dem der Kaiser, wie P, T. B.“ meldet, folgenden Trinkspruch an den. Präsi- henten Poincaré richtete:

Herr Präsident! Lassen Sie mih Ihnen zum Ausdru> bringen, wie glüdli<h ih bin, Sie hier willkommen zu heißen. Das Oberhaupt des befreundeten und verbündeten Staates ist immer sicher, in Rußland der wärmsten Aufnahme zu begegnen. Aber heute {s unsere Befriedigung, den Präsidenten der französischen Republik begrüßen zu können, no< verdoppelt durch das Ver- gnügen, in Ihnen einen alten Bekannten zu finden, mit dem ih vor zwei Jahren persönliche Beziehungen anzuknüpfen die Freude hatte. Vereinigt von langher durch gegenseitige Sympathie der Völker und dur gemeinsame Interessen, find Frankreih und Ruß- sand seit bald einem Vierteljah1huntert eng verbunden, . um besser dasselbe Ziel zu verfolgen, das darin besteht, ihre Interessen zu wahren, indem fe mitarbeiteu an der Er- haltung des GleiWhgewihts und des Friedens in Europa. Ich ¡weifle niht, daß unsere beiden Länder, getreu threm friedlihen Jdeale und sich stüßzend auf thr erprobtes Bündnts, ebenso wie auf gemeinsame Freundschaften, au fernerhin die Wohltaten des dur die Fülle ihrer Kräfte gesicherten Friedens genießen werden, indem fe die Bande, die fie einigen, immer fester knüvfen. In diesem sehr aufrihtigen Wunsche erhebe ih mein Glas auf hne Gesund- heit, Herr Präsident, ebenso wie auf die Wohlfahrt und den Ruhm Frankreichs.

Der Präsident Poincaré anwortete obiger Quelle zufolge:

Sire! Ich danke Eurer Majestat für Jhre herzliche Auf- nahme, und ich bitte Sie, zu glauben, daß es mir fehr angenehm gewesen is, heute dem erhabenen Herrscher des befreundeten und yerbündeten Volkes einen neuen Besuch abzustatten. Getreu der Ueberlteferung, der meine ebrenwerten Vorgänger gefolgt sind, habe i< Curer Majestät und Rußland das feierlide Zeugnis von Gefühlen bringen wollen, die. unveränderli<h in allen französishen Herzen wohnen. Beinahe fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit unfere Länder in einer klaren Vision ihrer Ge- \hi>e die Anstrengungen ihrer Diplomatien vereinigt haben, und die glüdliden Wirkungen dieser dauernden Verbindunaen machen sich alle Tage fühlbar in dem Gleichgewiht der Welt. Ge- gründet auf die Gemeinsamkeit der Interessen, gewetht dur<h den friedlichen Willen der beiten Regkerungen, gestüßt auf Armeen zu Wasser und zu Lande, die si< kennen, si< s<häßen und sich gewöhnt haben, si< zu verbrüdern, gefestigt durch etne lanze Erfahrung und ergänzt dur< wertvolle Freundschaften, hat das Bündnis, zu dem der erhabene Kaiser Alexander 111. und der betrauerte Präsident Carnot die erste Initiative ergriffen haben, seitdem beständig den Beweis seiner wohltätigen Wirksamkeit und setner uners<hütterlihen Festigkeit gegeben. Gure Majestät fann versichert sein, daß Frankrei<h na< wte vor in tnnigem uind täglihem Zusammenwirken mit seinem Verbündeten das Werk des Friedens und der Zivilisation verfolgen wird, an dem die beiden Regierungen und die beiden Nationen ni<ht aufgehört haben zu arbeiten. Ich erhebe mein Glas zu Ehren Eurer Majestät, Jhrer Majestät der Kaiserin, Ihrer Majestät der Kaiserin-Mutter, Setner Kaiserlihen Hoheit des Großfürsten-Thronfolgers und der ganzen Katserlichen Familie, ih trinke auf die Größe und die Wohl- fahrt Nußlands.

Stalien.

Der heute vormittag über das Befinden des Herzogs von Aosta ausgegebene Krankheitsberiht besagt, daß die Besserung anhält, jedoh sehr langsam fortschreitet. Die Nahrungsaufnahme ift befriedigend.

Infolge des Ausstandes der Eisenbahner im Juni d. Js. hat der Generaldirektor der Staatsbahnen , _wie .W. T. B.“ meldet, folgende Strafmaßnahmen beschloffen: 48 Eisenbahnangestellte verschiedener Kategorien werden für entlassen erklärt, zwei Bahnhofsvorsteher , sechzehn Unter beamte und 362 Maschinisten und Heizer werden in eine niedrigere Rangstufe verseßt; bei den übrigen Beamten, die freiwillig an dem Ausstande -teilgenommen haben, wird die Erhöhung ihrer Gehälter um se<s Monate bis gu zwei Jahren aufgeschoben oder die Beamten werden se<s bis zwölf Tage vom Dienst suspendiert. Der Verwaltungsrat hat ferner beschlossen, den Beamten, die ihren Plaß nicht verlassen und dadurch gezeigt haben, daß die große Mehrheit des Per- sonals stets Treue und Disziplin bewahrt, die die ersten Grund- lagen eines guten Eisfenbahndienstes bilden, ein Lob zu erteilen. Auch sollen an diejenigen Angestellten, die an den Orten des Ausstandes erhöhte Arbeit zu leisten hatten, Belohnungen ver teilt werden.

Spanien.

Einer vom „W. T. B.“ verbreiteten Meldung zufolge hat gestern eine Besprehung des Ministerpräsidenten mit dem Minister des Aeußern und dem Kriegsminister stattgefunden, der auch der Generalstabsarzt Barrera beiwohnte, der türzlich im Auftrage des Generals Marina eine eingehende Unter- suchung liber die Zustände im Gebiete von Tetuan angestellt hatte. VBarrera erklärte, daß alle Verhandlungen mit dem Andjerastamm, ihn zum Einstellen seiner Feindseligkeiten zu bestimmen, vergeblich gewesen seien. Die Regierung beschloß infolgedessen, demnächst eine große militärische Operation gegen die aufständishen Andjeraleute vorzunehmen.

Türkei.

Erklärung der Regierung in der De-

Un die

gierung, solange sie das Vertrauen der Kammer genieße, alle Kräfte einsegen werde, um das Land in einen Zu-

berihtet, zollten mehrere Redner unter bewegten Worten der Negterung Lob, daß sie Adrianopel zurü>erobert und die Türkei ge- hätte. Ste tadelten dagegen heftig das Kabinett Kiamil und alle jene, die das Unglü> der Türkei verschuldet hätten Der Grieche Emanuel Ly dis verlangte, daß die Negie- biete, daß die Zwölf Inseln unter die ‘ottomantsche Herrschaft zurückkehrten, ferner daß die Regterung au

Ie „W. L. B,* Tébhaftem Beifall und mit

Dtdnung sorge. Die Verfolgungen der Griechen kompromittierten

) , ohne die die Türkei niht gerettet werden könne. Der

räsident bemerkte, daß der Absaß in der Regierungserklärung, er Inseln betreffe, si< auf olle Inseln beziehe. 4

die Beratung des Budgets zu Ende zu führen,

ie Kammer vorgestern eine Nachtsißung ab. Gegen

nacht verhandelte die Kammer über den Antrag, die

tte Ghazi Mukhtar Pascha und Kiamil Pascha

ertlärung im Augenbli>, wo die Armee nicht bereit gewesen | sei, die Verzögerung der Mobilmachung und die Entlassung eines Teiles der Truppen kurz vor dem Kriege, die Untätigkeit der Negierung während der Zeit von der Mobilisierung der serbishen Armee bis zur Mobilisierung der bulgarischen Armee, also während eines Zeitraumes von se<s Tagen, die Kriegs8erklärung ohne Kundmachung eines Jrades, die Ein- mischung des Ministerrates in die kriegerishen Operationen und die Schließung der früheren Kammer. Die vierte Ab- teilung der Kammer wurde damit beauftragt, über den Antrag zu beraten.

Bulgarien. Jn einer der rumänischen Gesandischaft überreichten Ver- balnote besteht die bulgarishe Negierung, wie „W. T. B.“ meldet, auf einer internationalen Untersu<hung über die jüngsten Zwischenfälle an der rumänisch- bul- garischen Grenze dur<h die ausländischen Militärattachés in Sofia oder Buïarest, je na< Wahl der rumänischen Regierung. Die mit der Festseßung der neuen serbisch-bulgarischen Grenze betraute Kommission wird ihre Arbeiten am 28. d. M. beginnen.

Albanien. Die Vertreter der se<s Großmächte in Durazzo haben auf die aus dem Nebellenlager eingetroffene Einladung, zu Verhandlungen nah Schiak zu kommen, einer Meldung des „Wiener K. K. Telegraphen-Korrespondenzbureaus“ zufolge erwidert, daß fie mit der Einleitung von Verhandlungen ein- verstanden seien, doh müsse als Verhandlungsort Durazzo gewählt werden. Falls die Abgesandten der Aufständischen jedoch nicht ge- nügendes Vertrauen hätten, nah Durazzo zu kommen, so möchten sie sih morgen (Mittwoch) zu dem acht Kilometer östlich an der Bucht von Durazzò gelegenen sogenannten Sassobianco begeben, um mit einem Boot auf ein dort liegendes Kriegs- hi gebraht zu werden, wo auch die Vertreter der Groß- mächte sih zu den Verhandlungen einfinden würden. Vorgestern hat der Fürst ein Telegramm Jsmael Kemals erhalten, in dem ihm dieser mitteilt, daß er im Verein mit verschiedenen Notabeln aus dem Süden des Landes in Argyrokastro, in Tepeleni und in Delvino ein Wohlfahrtskomitee organisiert habe, dessen Bestreben es fei, den Fürsten zu unter- stüßen. Das Telegramm schließt mit dem Rat an den Fürsten, die Kontrollkommission in größerem Maße zur Regierung heran- zuziehen, weil dadur< nach der Meinung des Wohlfahrtskomitees

der Sache des Fürsten besser gedient werden könne.

Amerika. Der amerikanishe Generalkonsul Hanna in Monterey teilt nach einer Meldung des „W. T. B.“ mit, daß Carranza der Einstellung der Feindseligkeiten während der Ver- handlungen mit drei Kommissaren Carbajals zugestimmt habe.

Huerta und Blanquet sind mit ihren Familien aestern abend an Bord des deutschen Kreuzers „Dresden“ von Puerto Mexiko nah Jamaica abgefahren.

Entsprechend dem Vorgehen Argentiniens und Chiles hat au<h Brasilien dem Staatssekretär Kardinal Merry del Val seinen Dank ausgesprochen für die M itwirkung des Heiligen Stuhles bei der Durchführung der Vermittlung zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten.

Der brasilianische Senat hat gestern, obiger Quelle zufolge, in erster Lesung eine Vorlage angenommen, in der den Provinzstaaten und Gemeindebehörden untersagt wird, im A u s- lande Kreditoperationen zu vollziehen, Wertpapiere sowie Obligationen auszugeben ohne ausdrü>lih in den Ver- trägen zu erklären, daß der Bundesstaat Brasilien Teine

Verantwortung dafür übernimmt.

Parlamentarische Nachrichten. Wahlkreise

Bei der RNeichstagsersaßwahl im Königsberg 2 (Labiau-Wehlceu) wurden nah den vom „W. T. B.“ verbreiteten amtlichen Ermittelungen bei 20 008 Wahl- berechtigten 15 480 Stimmen abgegeben. Es erhielten der Königlihe Amtsrat Schrewe-Kleinhof - Tapiau (Deutsch- Konservativ) 7522, der Bürgermeister Wag ner- Tapiau (Fort- schrittlihe Volkspartei) 6131 und der Parteisekretär Linde- Königsberg (Sozialdemokrat) 2186 Stimmen. Eine Stimme war ungültig. Es findet somit Stichwahl zwischen Schrewe und Wagner statt, die auf den 23. d. M. fest- geseßt ist.

Bei der Reichstagsersaßzwahl im Wahlkreise Sachsen-Coburg-Gotha [1 am 17. Juli wurden obiger Quelle zufolge nah amtlichen Ermittlungen von 17 123 Wahl- berechtigten 14 971 Stimmen abgegeben. Es erhielten der Fabrikant Arnold- Neustadt (Fortschr. Volksp.) 9180, der Rechtsanwalt Hofmann-Hof i. B. (Soz.) 5791 Stimmen. Arnold ist somit gewählt.

Statistik und Volkswirtschaft,

Amtliche Statistik über das inDeutshland unter Nei < #- aufsicht stehende private Versicherungswesen für 1912.

Kürzlich hat das Kaiserlthe Aufsichtsamt für Privatversicherung eine . Veisicherungsstatistik für 1912 über die unter Neichsaufsicht slehenden Unternebmungen“ herauëgegeben, die fi<h na< Form und Fnhalt im wesentlichen der im vergangenen Jahre erschienenen Ver- siherungsstatistik für 1911 anschließt (Verlag von J. Guttentag, G. m. b. H, Berlin, Preis 10 4). Das umfangreihe Werk gibt auf 75 Seiten Text, 401 Seiten Tabellen und einer Tafel für sämtliche Beisicherungszweige eingehende Auskunft über den Bersicherungs- bestand und seine Bewegung sowie über den Geschäftsbetrieb und den Vermögensbestand aller größeren, unter Netchsaufsicht stehenden privaten Unternehmungen. Ausgenommen von. der Aufsicht sind 1) Unternehmungen, wel<he die Versicherung gegen Karsverluste oder die Tranéportversiherung betreiben, 2) die auf Grund landesre<tliher Vorschriften errichteten Hilfskassen, die von Innuygen geschaffenen Unterstüßungskassen sowie die duf Grund berg- geseßliher Vorschriften erri<teten Knappschaftékassen. Insgesamt wird über 251 deutsche und 56 aus\ändishe Unternehmungen berichtet. Von den deutschen -Unternehwungen sind 116 Alktienaefellshaften, davon wieder 32 solche, die si< ledialih mit Nü>versicherung be- fassen. Die übrigen Unternehmungen beruhen, abgesehen bon wenigen Einzelunternehmungen und Genossenschasten mit beshränkter Haft- pfliht, auf dem Grundsatze der Gegenseitigkeit.

Lebensversiherung Unfallversiherung / Haftpflihtversiherung . . .. 28 Niehversicherung Hagelversicherung Feuerversiherung L ) Versicherung gegen Einbruchsdiebstahl . 46 Glasversicherung

Kaskoversicherung

Von den direkt versichernden deutschen Unternehmungen haben im

Aktien» Gegenseitigs geselltshaften keitsvereine 98 (27) 34 (35) 27 120) 35) 1 L 4 #9) 39 (37) (41) 21 21) Genossenschaften 3 3

—_ jk S

bo i O D O R L N R b a p r N R D D er u m

Die 32 (27) reinen Rü>versiherung8gesellshaften haben fi< mit allen oufsihtspflihtigen Versicherungs;weigen befaßt. Die ausländi chen Gesellsbaften haben im Deutschen Reiche besonders zahlrei<h in der Feuerversiherung, 28 (26), in der Lebensversiherung, 21 (21), und in der Versicherung gegen Cinbruchédiebstahl, 14 (14), gearkteitzt, ohne jedo< die übrigen Zweige zu vershmähen. : i Veber die wichtigîten Zweige der Versicherung sei nur kurz eintges wiedergegeben: Die Lebensverstherung befindet ih schon seit Jahren im Rü>kgang. Die Ursache des Rückgangs dieser Ber- fcherungsart ist darin zu suben, daß die Aussteuerversiherung jeßt vielfa dur die gemis<te Versicherung und die Versicherung mit festen Auszahlungsterminen erfeßt wird. Die Unfall- und die Haftpflihtversiherung haben sih in den leßten Jahren re<t gut entwielt, die Zunahme des Geschäfts hat dort bis beinahe 10 vom Hundert, bier rund 7 vom Hundert des vorjährigen Umfangs betragen. Bet der Feuerversi<herung nebmen die Versiberungssummen von Fabr zu Jahr um etwa b vom Hundert zu. Im direkten Feuer- versiherung?ges<äft hatten die großen deutschen Versicherung?ge|ell- schaften insgesamt 130 109 (124 857) Millionen Mark versichert ; davon kamen 121 628 (116 993) Milltonen auf das deutsche und 8481 (7864) Millionen auf das ausländisde Geschäft. Bon ten landwtrt\<aftli<en Versicherungen gunter- stehen zurzeit nur die Vieh- und die Hagelversiherung der Neichs- aufsiht. Die Viehversiherung wird im Deutshen Reiche außer von elnigen größeren Unternehmungen von mehreren tausend kleinen Vereinen von lokaler Bedeutung betrieben. Davon unterllegt nur ein kleiner Bruchteil der Neths- aufsiht, und zwar 1 Aktiengesells<haft, die 27 wichtigsten größeren Gegenseitigkeitêvereine fowie 7 sonstige Unternehmungen. Ausländische Unternehmungen waren in der Viehversiherung zum Geschäftsbet1ieb im Deutschen Reiche niht befugt. Die sämtlichen in Betracht gezogenen Unternehmungen hatten im BVerichtejahre Ber- “ficherungen im Betrage von 823,9 Milltonen Mark: davon kamen 315,5 Milltonen Mark auf die Aktiengesell\shaft, 380,9 Millionen Mark (darunter 153,1 Millionen Mark gegen fette Prämien) auf die 27 Gegenfeltigfeitsvereine und 127,8 Millionen Mark auf die sieben anderen Unternehmungen. Die Nettovrämienetnnahme aller dieser Unter- nehmungen, d. h. die im Laufe des Jahres von iru Versicherten einge- nommenen Beträge na< Abzug der Rükoersiherungsprämien. ‘hat 13 349 828 A betragen : davon entfallen auf Vorprämien 7 164 628 M, auf Nachsh"ßprämien 922700 4, auf feste Prämien 5716 123 , auf Nükversiherungsprämien 453 623 4. Gegen feste Prämien werden von den Gegenseitigkettévereinen in der Regel abgeschlossen: die Sclacbtviehversiherung, Viehtrané port-, Manöver-, Wetde-, Stuten-, Ausstellungsversiherung. Die Nachschüsse habe: 45,7 %/ der Vor- prämie derjenigen Unternehmungen ausgemacht, die im Berichtsjiahre überhaupt Nachschüsse erhoben haben. Als Schäden für eigene Reh- nung ohne Negulierungskosten, aber unter Berü>sichtigung des Zuwachses oder der Abnahme der Schadenreserve und unter Einschluß des Erlöses für verwertetes Vieh find 14557648 # zu verrehnen gewesen. Von den Hagelversicherun gsunternehmungen, die im Jahre 1912 im Deutschen Reiche vorhanden waren, unterssanden dem Auf- sichtsamte 4 Aktiengesell|haften und 15 Gegenseitigkeitsvereine. Aus8- ländische Hagelversicherung8aesellshaften haben, soweit bekannt, im Jahre 1912 im Deutschen Reiche nicht gearbeitet. Der Umfana des Geschäfts im Berichti j1hre wird dur folgende Zahlen bezeichnet : Es famen tnsgesamt 29997 Mill Mark auf 473 357 selbst abge- \{lofene Versicherungen, im Durchschnitt 6337 6 auf eine Police. Von den Versicherungen entfielen auf die Aktiengesellschaften 883,7 Mill. Mark und 133 981 Policen oder 6596 6 im Durch- schnitt auf di- Police und auf die Gegenseitigkeitevereine 2116 Mill. Mark und 339 376 Versicherungen oder 6235 #4 im Durchschnitt auf die Police. Die Nüd>versicherung hatte keine große Bedeutung. Die Nettoprämieneinnahmen, d. h. die im Laufe des Jahres von den Versicherten eingenommenen Prämien, vermindert um die ausgegebenen Rückverßcherunasytämten, haben insgesamt 36 453 945 # betragen, wovon 10 699 696 s auf die Aktiengesellshaften und 25 754 249 M auf die Gegenseitigkeitêvereine entfielen. Als Schäden . für etgene Rechnung sind insgesamt 29 344 336 4 zu verre<bnen gewesen, davon 5 429 991 4 bei den Aktiengefells<aften und 23914 345 6 bet den Gegenseitigkeitêveretnen. Von 1000 6 Prämien wurden für Schadenzahlungen na< Verre<hnung der Entschädigungsabzüge bver-

) ù be t 1908 1909 1910 1911 1912 von allen Unternehmungen 928 d 516 M6 8ST A6 DT3 S6 304 6 von den Aktiengesellshasten 1097 „, 218 781 271 a O von den Gegenseitigkeitsvereinen 875 „, 736 920 767 927 E Zur Veranschaulihung der Entwi>klung der einzelnen Ver- ficherung8zweige in den leßten fünf Jahren ist der Statijtik eine Tafel beigegeben.

im Jahre

Zur Arbeiterbewegung.

In St. Petersburg trat gestein, wie „W. T. B." meldek, die Ausstandsbewegung in besonderer Stärke auf. (Vgl. Ir. 168 d. Bl.) In Fabriken jeder Art, in kleinen Betrieben und Werkstätten wurde die Arbeit niedergelegt. Noch amtlichen Feststellungen ist die Zahl der Ausständigen auf 110 000 gestiegen. Sie trugen rote ¿laggen, fangen revolutionäre Lieder, störten den Straßenbabnverkehr bewarfen dite Polizei mit Steinen und verleßten drei Polizetoffiziere, fünf Revieraufseher und elf S<hußleute. In einigen Fällen mußte die Polizet Revolvershüsse abfeuern, um die Menge zu zerstreuen. Es wurde dabei niemand verlegt. 45 Arbeiter wurden verhaftet. Abends kam es im Wiborger Stadtteil zu Ausschreitungen. 2000 Arbetter stürzten Pferdebahnwagen um, und die dagegen ein- schreitende Polizei wurde von der Menge, aus Fenstern und Häusern mit Steinen beworfen; es wurden au<h Schüsse abgefeuert. Die Polizet {oß auf die Ruhestörer und nah den offenen Fenstern. Ob jemand R rag konnte nit festgestellt werden. Drei Poltzisten sind. verlegt worden. : P Qn Reval 4 „W. T. B." zufolae, die Hafenarbeiter ausständig. Sie fordern Lohnerhöhung. Die Ausladung der Sÿiffe

steht till. Wohlfahrtspflege.

Die Zentralstelle für Volkswohlfahrt veranstaltet in den Tagen vom 19. bis 25. Oktober in der Technishen Hochschule in Char- lottenburg einen Kursus für „Wohnungsaufsiht und Wohnungspflege". Er ist dazu bestimmt, Vorarbeit für die Durchführung des preußiswen Wohnungsgeseßentwurfs zu leisten, und soll vor allem sol<hen Persönlichkeiten, die als Anwärter für den Wohnungsaufsichttdienst in Frage kcmmen, eine allgemeine Ein- führung in die Probleme und die Art der praktishen Arbeit bieten. Außerdem hat der Kursus den Zwe>, den bereits in der Wohnungsaufsiht tätigen männlichen und weiblichen Kräften Ge- legenheit zur Weiterbildung zu geben. Als Voitragende sind u. a. gewonnen die Landcswohnungsinspektoren von Hessen, Württem- berg und Bayern sowie eine Reihe besonders bewährter Praktiker und Dezernenten der Luna nt Ferner 1 die Herren Geheimrat Pütter, Verwaltungsdirektor lichen Charité, Stadtrat Dr. o 4 i

Anklagezustand zu verseßen. Als Gründe urden obiger Quelle ‘zufolge angeführt: Die Kriegs-

A

Jahre 1912 (1911) gearbeitet

Bürgermelster Dr. Luppe, Dr. :