1914 / 259 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Kiel.

) E, [62222] K. Amtsgericht Göppingen. _____ Konkursverfahren,

Das Konkursverfahren über das Ver-

_ mögen des Jakob Renfer, Malers in aurudanu wurde nah erfolgter Abhaltung | 19

des Schlußtermins aufgehoben. Den 21. Oktober 1914. Gerichtss{reiber M üller.

EFHaïle, Saale. [63648]

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmauns Alfred Roth zu Halle a. d. S. ist zur Abnahme der SHlußrehaung des Verwalters sowie zur Festseßung einer Vergütuna aa die Mit- glieder des Gläubigerausshusses der Schluß- termin auf den 21. November 19142, Vormittags 127 Uhr, vor dem König- lichen Amtszerthie hierselbst, Postraße 13, Zimmer Nr. 45, bestimmt

Halle a. d. S., den 28. Oktober 1914.

Der Gerichtsschreiber

des Königlichen Amtsgerichts. Abteilung 7.

alle, Saale. [63728]

In dem Konkursverfahren über das Ver- möêgen der offenen Paudelsgesellschaft Gebr. Noeßler, Butterabsatzstelle von Moailkercien der Provinz Sachseu und der angrenzeuden Staateu zu Dalle a. S. ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Ein- wendungen gegen bas Schblußverzeichnks der bet der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Be\ch{chlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Bermögenstüdcke fowie zur Anhörung der Gläubiger über die Erstattung der Aus, lagen und die Gewährung einer Ver- gütung an die Mitalieder des Gläubiger- aus\chusses der Schlußtermin auf den 24, November 1914, Vormittags L Uhr. vor dem Königliden Amts- aoricte hierselb, Poststraße 13, Zimmer Nr. 45, bestimmt.

Halle a. d. S., den 29. Oktober 1914

Der Gerichtsschreiber

des Königlichen Amtsgerichts, Abteilung 7.

Hamburg. [63730] Konkurs®8verfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des JFuhabers eines Damen- xonfektiongeschäfts Kur: Emil Müller wird na erfolgter Abhaltung des Schluß- termins bierdur aufgehoben.

Hamburg, den 29. Oktober 1914.

Das Amtsgericht. Abteilung für Konkurssachen.

Harzburg. [63652] Konkursverfahren.

Sn dem Konkursverfahren über das Vermögen der Genoffenschaftsbrauerei Nadau-Harzburg, e. G. m. b. H. in Liquidation zu Vettingerove ist zur Prufung einer nachträglih angemeldeten Forderung Termin auf den 6, November 1944, Vormitiags 10 Uher, vor dem Herzoglihen Amtsgericht hier anberaumt.

Harzburg, den 23. Oktober 1914. Bülte, Geriht8obe1sefreiär, Ger!ch{t8- {reiber des Herzoglihen Amtszerichts.

Hattingen, Ruhr. [63457] Konatureverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Firma Märkisches Stahl- werk, G. m. b. H. zu Hattingen wird nah erfolgter Abhaltung des Schluß- 1ermins hierdurch aufgeboben.

Hattivaew, den 5. Oftober 1914.

Königliches Amtsgericht.

Ensterburg. [63706] In der Konkursfahe betreffend das Vermögen des Fräuleins Martha Kopper in Justerburg ist neuer Termin zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 27. November 1924, Vorm. 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Ge- rite, Zimmer Nr. 4, ánberaumt. Heyer, Amtsgerichtsafsistent, als Gerichtsschreiber des Köntglichen Amtsgericbts in Justerburg.

Konkursverfahren. [63565] Das Konkursverfahren über das Ler:

mögen des Kaufmanns Adolf Kuauer,

Inh. einer Buch- und Musikalien- handlung ina Kiel, Dänischestraße 3, wird nah erfolgter Abhaltung des Schluß- termins und dec Schlußverteilung hier- durch aufgehoben.

Kiel, den 27. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht. Att. 21. Königslutter. [63745] Konkurêverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Nermögen des Zimmermeisters Otto Hauer in Supplivgen tit zur Prüfung der nahträglih angemeldeten Forderungen Termin auf den T7. Dezember 1914, Vormittags 4 Uhr, vor dem Herzog- lichen Amtsgeriht in Königslutter, anbe- raumt.

Königslutter, den 29. Oktober 1914.

Bethmann, Gerichts]|chreiber des Herzoglichen Amtsgerichts.

Kosten, Bz. Posen, [63456] Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kausmanns Martin Kabitz zu Kosten wird, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 1. August 1914 angenommene Zwangévergletch dur rechts kräftigen Beschluß vom 1. August 1914 bestätiat ist, hierdurch aufcehoben,.

Kosten, den 19. Oktober 1914.

Königliches Amtsgericht.

Landsberg, Warthe. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Ver-

[63448]

lowsfi in Landsberg a. W., Ferne- mühlenfir. 17, wird nach erfolgter Ab- baltung des Schlußtermins hierdurch auf- gehoben.

TORDEIOLA a. W., den 27. Oktober

Königliches Amtsgericht.

Langendreer. [63453]

In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Ehefrau BVühring, Clara geb. Scholz, Putz- und Mode- waren in Werne wird an Stelle des im Felde stehenden Konkursverwalters Rechtsanwalt Eickelberg MRechtsanwalt Gierlih von hter zum Konkursverwalter ernannt.

Langendreer, den 28. Oktober 1914.

Königliches Amtsgericht.

Leonberg. [63733] K. Amtsgericht Leonberg.

Das Konkursverfahren 1) über den Nachlaß des Karl Schüle, led. Bauers tn Merklingen, 2) über das Vermögen des Gottlob Gaun, Steinhauers in Merk- lingea, wurde beute nah erfolgter Ab. haltung des Schlußtermins aufgehoben.

Den 29. Oktober 1914.

weri{ts|chreiber Seifert.

Magdeburg. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmauns August Wöhe in Magdeburg, Lüneburgerstraße 38, wird nach ertolgter Schlußverteilung hterdu1ch aufgehoben. Magdeburg, den 28. Oktober 1914. Königliches Umtsgerichi A. Abt. 8.

Margonin. [63450] Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Mühleugutsþpächtereheleute Theodor Fritsch und Ottilie geb. Reich in Sagemühle wird nah er- folgter Abhaltung des Schlußtermins hiecdurch aufgehoben.

Margoain, den 21. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht. München. [63463] K. Amtsgericht München. Koufurêgericht,

Am 29. Oktober 1914 wurde das unterm 12, Februar 1914 über das Vermögen des Kaufmanns Johaun Glaß, Inhaber einer Glas-, Vorzellan- und Steingut- handlung in München eröffnete Konkurs- verfahren als dur Schlußverteilung beendet aufgehoben. Vergütung und Aus- lagen des Konkursverwalters wurden auf die aus dem Scchlußterminsprotokolle er- fihtlihen Beträge festaetetßt.

München, den 29. Oktober 1914. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts. Nakel, Netze. [63645] Bekauntmachung.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Schuhmachermeisters Emil Volz und seiner mit ihm tin Gütergemein- schaft lebenden Ehefrau Johanna Volz in Nakel wid nah erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hterdurch aufgehoben.

Nakel, den 12. Oktober 1914.

Königliches Amtsgericht.

Neheim. Roufurêverfahren. [63755] Das Konkursverfahren über das Ber- mögen des Schuhmaczermeisters und Kolonialwarenhändlers Anton Vier- maun zu Herdriungen wicd, nahdem der in dem Vergleichstermine vom 4., August 1914 angenommene Zwangsvergleich durch recht1sfräftigen Beschluß vom 4. August 1914 bestätigt ist, bierdur aufgeboben. Neheim, den 27. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht.

NeunKirchen, Saar. Konukurêverfahren. Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Fixma Zentral-Automat, G. m. b. H. zu Neuukirchen (Saar) wird nach eifolgter Abhaltung des Schluß- termins bierdurch aufgehoben. Neunkirchen (Saar), den 24. Ok- tober 1914. Königliches Amt2gericht.

Nordenbam. [63737] Amtsgericht Butjadingen. Abt. x.

Das Konkursverfahren über das Wer- mögen des Landmauus ESecrhard Hinrich Oitholt in Stollhammermitteldeich, wird nach erfolgter Abhaltung des Shluß- termins aufgehoben.

Nordenham, den 27. Oktober 1914. Beröffentliht: Gerken, Gerichisaktuar.

Nürnberg. [63744 Das K. Amtsgeriht Nürnberg hat mit Beschluß vom 29. Oktober 1914 das Konkursverfahren über den Nachlaß des am 30. Juni 1912 in Erfurt ver- storbenen Hopfenhäudlers Leopold Meyer in Nürnberg. Sulzbacherstr. 24, als durch Schlußverteilung beendet aufge- hoben. Bezüglich der zur Masse gehörigen und z. Zt. niht verwertbaren Weripapiere erfolat Nachtragéverteilung. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts.

Odenkirchen. [63646] Fn dem Konkurfverfahren über das Bermögen des Manufakturwaren- häudlers Ernst Peters in Otzenrath hat der Konkuréverwalter den Antrag ge- stellt, das Verfahren mangels einer den Kosten des Verfahrens entsprechenden Masse einzustellen. Termin zur Anhörung der Gläubigerversammlung wird bestimmt auf den 25. November 1914, Vor- mittags 11 Uhr. Odenkirchen, den 21. Oftober 1914. Königlidbes Amtsgericht.

[63471]

[63748]

mögen des Kausmanus Auton Kot-

Juris.

Oelsnitz, VogtI. [63649] Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen der Putzgeschäftsivhaberin Jo- hanne Alma verehel. Berudt, geb. Zeller, früher in Oelsnitz i. V., jeßt in Chemuitz, wird nah Abhaltung des SMlußtermins hierdurch aufgehoben.

Oelsuitz i. V., den 26. Oktober 1914.

Königliches Amtsgericht.

Pritzwalk. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Otto Schulz zu Putlit is zur Abnahme der Schluß- rechnung des Verwalters der Schlußtermin auf den 17. November 1914, Vor- mittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer 9, be- stimmt. Pritzwalk, den 22. Oktober 1914. Der Gerichts\chretber des Königlichen Am1sgerichts.

Regensburg. [63743] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Bäckermeisters Joseph Giets in Regensburg wurde mit Be- schluß des Kgl. Amtsgerichts Regensburg vom 28. Oftober 1914 aufgehoben, weil es durch Schlußverteilung beendet ift. Regensburg, den 31. Oktober 1914. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts.

Rochlitz, Sachsen. [63647] Das Kounkuréverfahren über das Ver- mögen des Fleischers Curt Martin Geißler in Geringswalde wird nah Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Rochlitz, den 27. Oktober 1914. Köntglthes Amtsgericht.

Rosenberg, Westprr. Koukurxsvexfahren. Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Wladislaus Ziemkowski aus Freystadt wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins gemäß § 163 K-O. bierdur aufgehoben. Noseuberg, Westþpr., den 27. Ok- tober 1914. : Königliches Amtsgericht.

Saarbrücken. SBefchluß. [63747] Konkursverfahren. 17. N. 44/11. 18. Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Zivilingenieurs Aloys Finger, früher ju Saarbrücken, jeßt zu Mets, wird nah erfolgter Abhaltung des Schlußtermtns hterdurch aufgehoben. Saarbrückeu, den 26. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht. Abt. 18.

Schiltigheim. [63734] Koukursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des HolzhändlersKarl Alexaudre in Schiitigheim, wohnhaft früher in #trafßburg, jeßt in Saaralben, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins und Vornahme der Schlußverteilung hier- durch aufgehoben.

Schiltigheim, den 29. Oktober 1914.

Kaiserliches Amtegericht.

[63445]

[63446]

Siegen.

[63459] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Vauunternehmers Dauiel Peter in Eiserfeld wird mangels etner den Kosten des Verfahrens entsprechenden Masse hierdurch eingestellt. Siegen, den 27. Oktober 1914, Königliches Amtsgericht.

Stepenitz. [63702] Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Gastwirts Gustav Mittag in Altsarnow, jet zu Wollin, ivird infolge der Schlußverteilung nah erfolgter Abbaltung des Schlußtermins aufgehoben.

Stepenit, den 24. Oktober 1914.

Königliches Amtsgericht.

Stuttgart. [63731] K. Amtsgericht Stuttgart Stadt. Das Konkursverfahren über das Ver-

mögen des Friedrich Niethammer,

Kaufmauns hier, früher Notebühl-

straße 41, wurde nach Abnahme der

Schlußrechnung des Verwalters und Bollzug

der Schlußverteilung durch Gerichts-

beschluß von heute aufgehoben. Den 30. Oktober 1914. Amtsgerichtssekretär Luipp old.

Thorn. [63566]

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmauus Julius Veze- rotwsfi in Thoru ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemahten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin auf den S5. Dezember. 1914, Vor- mittags LO0 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht in Thorn, Zimmer 22, anbe- raumt. Der Vergleih8vorshlag und die Erklärung des Le find auf der Gerichtsschreiberei des Konkurs- ares zur Einsicht der Beteiligten nieder- gelegt.

Thoecnu, den 24. Oktober 1914.

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Am1sgerichts.

Trier. [63650]

In dem Konkursverfahren über das Ver- mögen des Michel Witzmaun, früher Gemeindeeinnehmer in Conz, ift zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen und derjenigen Forderungen, bezügli deren die P1iung vorbehalten worden ist, Termin auf den 20. No- vember 1914, Vormittags 163 Uhec, vor dem Köntglichen Amtsgericht in Trier, Zimmer 6, anberaumt.

Trier, den 26. Oktober 1914.

Königliches Am1s8gericht. Abt. 12.

Tuttlingen. [63464] K. Nmtsgericht Tuttlingen. Das Konkursverfahren über den Nachlaß des 7 Johaunes Friedrich Diener, gewes. Wäckers, in Tuttlingen ist nah erfolgter . Abhaltung des Schlußtermins durch Gerichtsbeschluß von heute aufge- hoben wor den. Den 27. Oktober 1914. Amitsgerichtssekretär: Walter.

Verden, Aller. / [63751] Jn dem Konkursverfahren über das Ver- mögen des Kaufmanns Karl Gratz in Verden wird an Stelle des zum Heere einberufenen Rechtsanwalts Hagemann für die Dauer seiner Behinderung zum Kon- fursverwalter der Nehtsanwalt Firnhaber in Verden ernannt. Verden, den 29. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht. Il.

wWallmerod. Beschlufß. [63455] Das Konkursverfahren über das Ver- mögen des Krämers, Wirtes und Landmanus Mathias Fasel Alk. und seiner Ehefrau, Maria ged. Eisel, in Bilkheim wird, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 15. Februar 1912 angenommene Zwangsvergleich dur rehts- kräftigen Beschluß vom gleichen Tage be- stätigt ist, hierdurch aufgehoben. Wallmerod, den 23. Oktober 1914. Königliches Amtsgericht.

Tarif- 2c. Bekanntmachungen

der Eisenbahnen.

[63771]

Staats- und Privatbahn - Güter- verkehr. Mit Gültigkeit vom d. No- vember 1914 wird Dänishburg in den Ausnahmetarif S 5 für Eisen und Stahl als CEmpfangstation aufgenommen. Auskunft geben die beteiligten Güterabfertigungen sowie das AuunfiSénteau. hier, Bahnhof Alexanderplag.

Vexlin, den 31. Oktober 1914.

Königliche Eiseubahndirektion.

[63769] Bekauntmachung.

Gütertarif deutsche Bahnen—Priuz Heinrich - Bahn, Heft 6 (Baden). Mit \ofortiger Gü!ttigkeit werden im Aus- nahmetarif 6a folgende Frachtsäße einge- führt:

Nach St. Georgeni. Shwarzw.

von für 1000 kg

Belval Hütte . « . . . 335 km = 11,22 6 Differdtngen a4 km = 11,40 » NRodingen Stahlwerk . 359 km = 11,88 ,

Strafé{burg, den 28. Oktober 1914.

Kaiserliche Generaldireftion

der Eisenbahueu in Elsaß-Lothriugen.

[63770] Vekanuntmachung. Frachtfreie Beförderung vou Sen- dungen für die durch den Krieg in Elsaß;-Lothriugen Geschädigten. Frei- willig ge|pendete Gaben aller Art zur Linderung des dur den Krieg in Elsaß- Lothringen eingetretenen No!standes werden unter den gleichen Bedingungen wie die für Ostpreußen gespendeten Güter und auf den gleihen Streckten frahtfrei befördert. Auskunft geben die Güterabfertigungs- tellen. ; i Straßburg, den 29. Oktober 1914. Kaiserliche Geueraldireftion der Eiseubahnen in Elsaft-Lothriugen.

[634071

Brandenburgische Städtebahn. Wivterfahrplan 1914.

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1) Sämtliche Züge führen IT. und 111. Wagenklasse. : 2) Die links von den Stationsnamen stehenden Zeitangaben sind von oben nah unten, die rehtsstehenden von

unten nah oben zu lesen.

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3) Die Nachtzeiten von 6,22 Abends bis 5,22 Morgens sind durch Unterstreichen der Minutenziffer bezeichnet.

4) Die Anschlüsse der Nacbbarbahnen sind in kleinerem Druck angegeben.

5) Zeichenerklärung: X bedeutet der Zug hält nur nach Bedarf. i | auf der linken Seite der Zugspalte bedeutet zu\lagpflihtige Schnellzüge der Staatsbahn.

6) Für die Nichtigkeit der im Fahrplan angegebenen Anschlüsse fremder Bahnen wird keine Gewähr geleistet.

Der Betriecbsdirektor.

Brandeuburg a. §., 1914.

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Deutscher Rei

und

Sanzeiger

Königlich Preußischer Staatsanzeiger.

Der Bezugspreis beträgt vierteljährlih 5 4 40 F. | Alle Postanstalten nehmen Bestellung an ; für Kerlin außer | den Postanstalten und Zeitungsspediteuren für Selbstabholer auch die Expedition SW. 48, Wilhelmstraße Nr. 32.

Einzelne Uummern kosten 25 H

¿ 259.

Berlin,

JFunhalt des amtlichen Teiles: Ordensverleihungen 2c.

Deutsches Reich.

Erste Beilage: Personalveränderungen in der Armee.

Königreich Preußen.

Ernennungen, Charakterverleihungen, Standeserhöhungen und sonstige Personalveränderungen.

Ernennungen 2c.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem General der Infanterie von Woyrsch, à la suits

des 1. Garderegiments z. F. und kommandierendem General des Landwehrkorps, den Orden pour le mérite zu verleihen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

dem Generolkommissionssekretär, Rehnungsrat Peter in Merseburg den Roten Adlerorden vierter Klasse,

dem Oberlehrer a. D., Professor Scheller in Hannover und dem Gutsadministrator Handtmann in Blankenfelde, Kreis Niederbarnim, den Königlichen Kronenorden dritter Klasse,

dem bisherigen Vorsteher der Landeserziehungsanstalt in Moriyßburg bei Zeiß Bachmann, dem städtischen Betriebs- inspektor Shmidt in Berlin und dem Stadtsekretär erster Klasse Ma hatsch in Cöln-Lindenthal den Königlichen Kronen- orden vierter Klasse, : i

dem Hauptlehrer a. D. Zimmermann in Breslau und dem Kantor und Lehrer a. D. Christian in Fiddichow, Kreis Greifenhagen, den Adler der Jnhaber des Königlichen Haus- ordens von Hohenzollern, L

dem Oberbahnassistenten a. D. Teske in Tilsit und dem Hegemeister Kowalke in Schmiddelbrück, Kreis Soldin, das Verdienstkreuz in Gold, : i

dem Provinzialstraßenmeister a. D. Busse in Althaldens- leben, Kreis Neuhaldensleben, dem Schiffahrtsschußmann Ebeling in Stettin, dem Schuldiener Lange in Cassel und dem Stadtdiener Kniep in Cöln das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens, i : :

dem Ortserheber, Häusler Herrmann in Timmendorkf, Kreis Pleß, dem Privatförster Regen in Brinnis, Kreis Delißsh, dem Landschaftskanzlisten Woy in Liegniß, dem Kriminalwachtmeister a. D. Kreuz in Lichtenrade, Kreis Teltow, dem Anstaltsgärtner a. D. Kuntze, dem Anstalts- aufseher a. D. Lohse, beide in Zeitz, den städtischen Kassen- boten Bemelmann, Bös und Heuser in Cöln und dem städtishen Wagenpußer Sch ibur in Cöln-Nippes das All- gemeine Ehrenzeichen, :

dem städtischen Streckenwärter Florczak in Cöln-Riehl das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze sowie

dem Vizefeldwebel Udau, Schreiber bei der 2. Jnfanterie- brigade, zugeteilt dem Junfanterieregiment Herzog Karl von Mecklenburg-Streliz (6. Ostpreußischen) Nr. 43, die Rettungs- medaille am Bande zu verleihen.

Deutsches Reich.

Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht:

den Ersten Vorstandsbeamten der Reichsbankstellen in Wiesbaden und Flensburg, Bankdirektoren Meyer und Belt bei ihrem Ausscheiden aus dem Dienste den Charakter als Geheimer Regierungsrat sowie

aus gleichem Anlaß dem Oberbuchhalter bei der Reich3- hauptbank, Rechnungsrat Frany den Charakter als Geheimer Rechnungsrat und -

dem Oberbuchhalter bei der Reichshauptbank Viktor Neu- mann, beide in Berlin, den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Kassenrendanten, Oberschichtmeister Schreiber in Jbbenbüren und dem Schichtmeister Haase in Königshütte D. S. bei ihrem Uebertritt in den Ruhestand den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 3. November 1914.

Der Chef des Generalstabes des Feldheeres, Generaloberst von Moltke, über dessen Erkrankung kürzlich berichtet wurde, bedarf zu seiner völligen Wiederherstellung eines Erholung s- urlaubs. Wie „W. T. B.“ meldet, hat Seine Majestät der Kaiser und König ihm zu diesem Zweck das Schloß in Homburg zur Verfügung gestellt. Der Generaloberst von Moltke hat sh am 1. November dorthin begeben. Seine Vertretung verbleibt wie bisher in den Händen des Kriegs- ministers, Generalleutnants von Falkenhayn.

E | Anzeigenpreis für den Raum einer 5 gespaltenen Einheits-

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Dienstag, den Z. November, Abends.

Der preußische Handelsminister hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ in Ausführung der Verordnung des Bundes- rats über das Ausmahlen von Brotgetreide die Herstellung eines Weizenauszugsmehls bis zu 30 Proz. zugelassen.

Dem Vernehmen nach versuchen Händler Lastkraftwagen ausländischen Ursprungs zu verhältnismäßig hohen Preisen in Deutschland zu verkaufen. Vom „W. T. B.“ wird darauf hingewiesen, daß alle derartigen Wagen auf Grund des Kriegs- leistungsgesezes ausgehoben und für Heereszweke nußbar gemacht werden können. Der Abschäßung wird keinesfalls der gezahlte Preis, sondern lediglih der reine Zeitwert zugrunde

gelegt.

Der heutigen Nummer des „Neichs- und Staatsanzeigers“ sind die Ausgaben 166, 167, 168 und 169 der Deutschen Verlustlisten beigelegt. Sie enthalten die 67. Verlustlifte der preußischen Armee, die 40. Verlustliste der baye- rishen Armee, die 46. Verlustliste der sächsischen Armee und die 48. Verlustliste der württembergischen Armee.

Eine neue österreichische Verlustliste (Nr. 39) ist so- eben erschienen und liegt, wie die übrigen bisher erschienenen Listen, in der Geschäftsstelle des Deutsch-Desterrei c if ch- Ungarischen Wirtschafts verbandes, Berlin W., Am Karlsbad 16, den Interessenten wochentäglih während der Zeit von 11 bis 1 Ühr Vormittags und 4—6 Uhr Nach- mittags unentgeltlich zur Einsicht aus.

Hannover, 2. November. Um der im Bereiche des X. Armeekorps stärker hervortretenden Spionage wirksamer entgegentreten zu können, hat der stellvertretende tomman- dierende General des X. Armeekorps über den Korps- bezirk den verschärften Kriegs8zustand verhängk. Um eiger Beunruhigung der Bevölkerung durch diese Maß- nahme vorzubeugen, erklärt der stellvertretende komman- dierende General, wie „W. T. B.“ meldet, in seiner Bekannt- machung ausdrücklich, daß das einwandfreie und patriotische Verhalten der Bevölkerung des ganzen Korpsbezirks während der jeßigen Kriegszeit in keiner Weise Anlaß zu dieser Er- klärung des verschärften Kriegszustandes gegeben hat, ebenso- wenig wie die allgemeine Kriegslage hierzu den Anlaß bietet.

Württemberg. : Jm Württembergischen „Militärverordnungsblatt“ wird

folgende Königliche Order veröffentlicht: x An Meine Truppen! Offiziere und Mannschaften ! Jhr habt das Vertrauen und die Erwartungen, die Ih und mit PVèêir das württembergise Volk in Euch geseßt haben, tim bis- herigen Verlaufe des Krieges glänzend gerechtfert gt. Durch Aus- dauer sondergleihen und unershütterlihe Tapterkeit seid Ihr allen, au den s{chwersten Aufgaben, in vollstem Maße gerecht geworden. Mit Euch gedenke I bewegten Herzens und au mit Stolz der im Kampfe für unsere gerechte Sache heldenmütig getallenen Kameraden. Ihnen und Euch allen, Offizieren und Mannschaften, gebührt die höchste Anerkennung, der Ih auch äußeren Ausdruck geben will, indem Jch zunächst den Tapfersten der Tapferen Aus-

zeichnungen verleihe. Stutigart, den 1. November 1914. Wilhelm.

Oesterreich-Ungarn.

Das Leichenbegängnis der Erzherzogin Adel- gunde, Herzogin von Modena, hat gestern in Wien, den Zeitverhältnissen entsprehend, ohne den sonst entfalteten großen Prunk stattgefunden. Der Leichenfeier in der Kapuziner-

L wohnten in Vertretung des Kaisers der Erzherzog Franz Salvator, ferner die in Wien anwesenden Erzherzoginnen,

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zrile 20 -, einer 3 gespaltenen Einheitszeile 50 S.

Anzeigen nimmt anu:

die fiönigliche Expedition des Reichs- und Staatsanzeigers Berlin. SW. 48, Wilhelmstraße Nr. 32. |

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der Erzherzog Eugen und die obersten Hofchargen bei. Nach vollzogener Einsegnung wurde der Sarg aufgehoben und unter Trauergebeten mit Face!begleitung in die Gruft hinabgetragen, wo die Leiche nohmals eingesegnet wurde.

Der deutsche Handelsvertragsverein hat an den Landesverband ungarischer Fabrikindustrieller in Beant- wortung eines Begrüßungsschreibens eine Zuschrift gerichtet, in der es laut Meldung des „W. T. B.“ heißt:

Wenn \chon die alleinige Tatsache des innigen Zusammenwirkens unserer militärishen, Verwaltungs- und Wirischaftsorganifatioken zur Genüge bekundet, wie fest die Freundschaftsbande geworden find, die unsere verbündeten Länder seit Jahrzehnten aneinander fesseln, so gereiht es uns do zu besonderer Befriedigung, in Ihrer Zuschrift noch ausdrüdcklich ausgesprochen zu sehen, wie bewußt und planmäßig man avch in Ihrem Vaterlande an dem Willen zur Ges meinsamkett des Geschickes mit uns in guten und bösen Tagen, für die Gegenwart wie für die Zukunft festhält. Wir begrüßen Sie in der zuversichtlihen Hoffnung, daß in nicht zu ferner Zeit ein günstiger Friedens\{luß uns vergönnen wird, uns erneut die Hände zu einem erfolgreichen Zusammenwirken für segensreihe wirtschastlihe Kulturs arbeit im Bewußtsein eines nunmehr für lange Zeit gesicherten Friedens zu reihen.

Der Kriegsausschuß der deutschen Jndustrie hat ebenfalls ein Begrüßungsschreiben dem Landesverband der ungarischen Fabrikindustriellen gesandt, in dem es, obiger Quelle zufolge, heißt:

Militärt\{he und bürgerliche Opferwilligkeit wetteifern miteinander und beweisen die größte Bereitschaft. Die in den Völkern beider Monarchien lebenden Gefühle sind die gleiben an der Theiß und an der Donau, wie an der Weichsel und am Nbein. Wir fühlen uns eins mit Ihnen in dem Wunsch, daß eine breitere und gesichertere Grundlage der milteleuropäischen Kulturarbetit und eine erstarkte und vertiefte Freundichaft die \{ône Frucht der von den gemeinsamen Opfern zuversichtlih erhofften endgültigen Siege sein möge.

“Frankreich.

Die Regierung hat den Zeitpunkt ihrer Rückehr nach Paris einem Telegramm des „Corriere della Sera“ zufolge auf den 20. November festgesezt. Die Kammer wird ungefähr am 15. Dezember zu einer kurzen Reihe von Sißungen zusammentreten. Einen Monat vorher wird sich die Kommission zur Beratung von Finanzprojekten vereinigen.

-— Nach einer Meldung der „Agence Havas“ hat der Kriegs- minister verfügt, daß alle Leute des bewaffueten Dienstes, die in den der Armee angegliederten Dienstzweigen angestellt oder zu solhen abkommandiert find, unverzüglih wieder in ihre Truppenverbände eingestellt werden sollen.

Auf die Klagen der französishen Zivilbehörden über Plünderungszüge der eigenen Truppen sah sich der Generalissimus Joffre bekanntlich gezwungen, einen Armee- befehl zu erlassen, in dem er darauf hinweist, daß auf Plünde- rung die Todesstrafe stehe. Ein weiteres unleugbares Zeugnis für die BVlünderungssuht der Franzosen ist jeßt in unsere Hände gefallen. Der „Norddeutshen Allgemeinen- Zeitung“ zufolge wurde am 14. Oktober von einer Patrouille in Mogeville, nordöstlih von Verdun, ein gestempeltes Dienstshreiben des dortigen Bürgermeisters an seinen Unterpräfekten gefunden, in dem genau die Truppenteile bezeichnet werden, die sh der Plünderung an ihren Landsleuten {huldig gemacht haben. Das Schriftstück lautet in deutscher Üebersezung :

Mogeville, den 26. August 1914. Geehrter Herc Uaterpräfekt !

Gestern befürhtete fast die ganze Brvölkerung eine Beschießung von den Deutschen und ift geflohen, während tagsüber die franzöfithen e E zu Fuß, das 211. und 220. Regiment die Umgegend be- seßten.

Da seitens der Franzosen vor Ankunft der 220er unglaubliche Sachen vorgekommen sind, was der Kommandeur dieses lehteren Regiments und Herr Dantremepuits, Leutnant der R. V. P. des Biehdepot3 des VI. Korps, bestätigen können fie waren teilwetse Augenzeuge jener unwürdigen Vorkommnisse —, fo protestiere i{ aufs energishste gegen die begangene Plünderung und Mißbräuche jeder Art. Heute will ich nur euvähnen, daß die Fahne zerfeut und in eine Elke geworfen wurde, daß die Posten bes leidigt, die Keller durchwühlt, daß den Hühnern, den Kaninchen der Hals umaedreht und fie sogar in die Gärten geworfen wurden usw., und daß Diebstahl und Verwüstung an der Tagesordnung find. Ich warte, bis die ganze Bevölkerung zurückehrt, um die Höhe der Schäden festzusetzen. Mitteilen möchte ih noch, daß der Bets geordnete, der Bürgermeistersekretär und ich gegen 7 Uhr Abends zurückgefommen sind, und daß alle dieje Diebstähle und nihtswürdigen Vorkommnisse bereits ge\hehen waren. Jch verlange daher, daß hterüber so bald wie möalih eine Unter]juhung angestellt wird. Die Bevölkerung tft darüber aufgeregt.

Der Bürgermeister. (gez) Huret.

Rußland.

Der türkische Botschafter ist mit den Mitgliedern der Botschaft von St. Petersburg über Finnland abgereist.

Jtalien. Der König hat gemäß den übereinstimmenden Ratschlägen

der von ihm befragten Politiker Salandra mit d | Bildung des “Kabinetts beauftragt.