1914 / 268 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Theater und Musik.

Morgen, Sonnabend, wird im Königlichen Opernhause „Die „Walküre“ in nachstehender Beseßung aufgeführt: Fricka : Frau Goeye : Brünnbilde : Frau Leffler-Burckard; Sieglinde: Frau Hafgren- Waag; Walküren : die Damen Goetze, Dux, Kemp, Letiöner, Birken- sirôm, Herwig, von Scheele-Müller und Kopsh; Siegmund: Herr

aus; Hunding: Herr Schwegler; Wotan: Herr Bishoff. Dirigent ist der Generalmusikdirektor Ble. Die Vorstellung beginnt um 7 Uhr.

(Der Konzertbericht befindet si{ in der Ersten Beilage.)

Mannigfaltiges. Berlin, den 13. November 1914.

Ihre Kaiserlihe und Königliche. Hoheit die Frau Kronprinzess in weilte, wie ,W. T. B.* berichtet, gestern vor- mittag im Lazarett des Cäcilienhauses in Charlotten- burg. Sie wurde von der Vorsitenden, “Frau Staatsminister von Thielen, von der Oberin, dem militärishen Leiter, Herrn Hauptmann Jachmann und dem leitenden Arzt, Herrn Dr. Immel- mann empfangen. Die hohe Frau besichtigte zunähst das phbysi- kalisde Institut des Herrn Dr. Nagelschmidt, in dem zahlreiche ver- wundete Krieger, Offiziere und Mannschaften, physikalish und elektris behandelt werden. Mit großem Interesse wurden die Apparate zur schnellen Wiederherstellung der Muskelkraft nah Schußverlezungen und anderes betrachtet. In dem eigentlichen Lazarett empfing dessen Vorsigende, Frau Oberst von Brauchitsh, die Frau Kronprinzessin, worau! die verwundeten Offiziere vorgestellt wurden, die fast ausnahmslos mit dem Eisernen Kieuz, teilweise mit der ersten Klasse, autgezeihnet sind. Ihre Kaiserlihe und Königliche Hoheit unterhielt ih eingehend mit jedem der Offiziere und ließ si über ihre Erlebnisse und die Veranlassung ihrer Verwundungen berichten. Der älteste dec Prinzensöhne, Prtnz Wilhelm, der seine hohe Mutter begleitete, überreihte jedem Offizier einen Blumenstrauß und eine Photographie der Kroaprinzessin. Sodann wurde noch das am gestrigen Tage seiner Bestimmung übergebene Soldatenhetm, in dem die niht mehr bettlägerigen Üntero!fi;tere und Mannschaften ih tagsüber au'halten sollen, um ihre Mahlzeiten einzunehm-n und \ich mit Lesen, Schreiben, Splelen usw. die Zeit ¡u vertreiben, in Augen- seln genommen. S:chtlich befriedigt verließ die hohe Frau das Câäcilienhaus mit dem Versvrehen, in allernächster Zeit wieder- zukommen, um dann die Unteroffiziere und Mannschaften in den Krankensälen zu besuchen.

Am 11. November, Nachmittags, besichtigte, „W. T. B.* zufolge, Ihre Königliche Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm das in Klein Machnow belegene Seemannserholungsheim Katser Wilhelm- und Kaiserin Auguste Viktoria- Stiftung, in dem zurzeit 60 erholungsbedürftige Mann- schaften der Armee, die aus der Lazaretibehandluna entlassen sind, ergl eine find. Die Frau Prinzessin wurde von dem Vorsitzenden des Bereins, Admiral à la suits des Seeoffizierkorps von Holtzen- dorff fowie von den Vorstandsdamen des Flottenbundes deutscher Frauen, Frau Admiral von Müller und Frau Admiral von Knorr, empfangen. Nach Besichtigung der herrlich im Walde gelegenen Häuser, über deren zwedentsprehende Anlagen Ihre Köntglihe Hoheit mehrfach ihre hohe Befriedigung äußerte, besuchte die hohe Frau die einzelnen Mannschaftsstuben, wo sie sih mit jedem der Verwundeten unterhielt und jedem etnea Strauß sowie ein Buch und ein Bild von sich über- reihte. Nach einstündigem Besuch verließ die Prinzessin das Heim, in dem in nächster Zeit auch erholungsbedürftige Offiziere der Armee und Marine Aufnahme findenæwerden.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde zunächst die Vorlage des Magisirats über die Zahlung der Bezüge der in das Heer eingetretenen städtischen Seen im Falle ihres Ausscheidens aus dem aktiven Kriegsdienst ohne Erörterung angenommen. In einer weiteren Magistratsvorlage wurde beantragt : 1) Die Bewilligung von wöchentlich bis 20 000 4 zur Bestreitung der durch Ausgabe von Speise-, Milh- und Brotmarken usw. durch die Hilfsfommission des Nationalen Frauendienstes entstehenden Kosten, 2) die Gewährung eines Zuschusses bis zum Höchstbetrage von monatli 12000 # zur SpeisungBedürftiger an das Note Kreuz. Ler erste Teil der Borlage wurde einstimmig angenommen, der zweite einem Aus|chufsse zur Vorberatung überwiesen. AlsleßterGegenstand der Tage- ordnung wurde eine Nachtrags3vorlage, betr. die Bewilligung von Miiteln zur Anschaffung von Weihnachtsliebesgaben für die Berliner Truppen, beraten. Ez soll etn Betrag voa 100 000 (6 einem Aus- \husse überrotesen werden, der sh die Sammiung von Weihnachtsliebes gaben für die Garde zur Aufgabe gemacht hat. Ein weiterer Betrag von 25 000 4 soll dem Nationalen Frauendtenst für etne von ihm zu veranstaltende Sammlung überwtesen werden. Die Versammlung beschloß die Vorberatung der Vorlage in etncm Auss{chus}se. Auf die öffentliche folgte eine geheime Sißung.

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Das Ersaßhbataillon des 4. Garderegiments z. F. în Berlin stellt am Donnerstag, den 19. November, Kriegsfreiwillige ein. Bedingung: Größe nit unter 1,68 m. Bereits auêgemusterte, der balbseemännisch2zn Bevölkerung angebörtge oder mit Gefängnis be- strafte Leute sind ausgeschlossen. Die Meldung hat am genannten Tage 8 Uhr Vormittags auf dem Kasernenbof in der Rathenower Straße zu erfolgen. Spätere Meldungen bleiben unberücksichtigt.

Der Wärmewert verschiedener Bekleidungsstofse. Für alle, die unsern tapfern Soldaten im Felde ihr schweres Los durch Liebesgaben zu erleichtern bemüht sind, ist es jeßt von großem Wert, zu wissen, welche Stoffe bei der Wahl warmec Unterkleidung ihren Zweck am besten erfüllen. Ohne weiteres läßt sih das bei einem Kleidungsstück ja gar niht abschäßen. Da ist es angebracht, an exakte Versuche zu erinnern, die vor 10 Jahren über diefe Frage an- gestellt worden sind. Es wurde eine Büste aus rotem, poliertem und nachher geschwärztem Kupfer genommen, die auf etnen bohlen Holzsodel gestellt wurde. Sie war so angebracht, daß sie leiht mit mshr oder weniger langen Kleidungs- stüden angetan werden konnte. __ In dem Holzsockel be- fand si eine Glühlampe, um der Büste eine ganz bestimmte gleih- bleibende Wärme mitteilen zu können. Diese Temperatur wurde durch ein langes Thermometer gemessen, dessen Kugel sih etwa in der Vtiitte des inneren Hohlraums der Büste befand. Das Thermo- meter besaß eine sehr genaue Skala, an der noch die Fünftel der Grade vermerkt waren. Die Ablesung des Thermometers erfolgte aus einem bedeutenden Abstand mittels eines Fernrohrs, um jeden Fehler dur Wärmestrahlung des Beobachters auszuschsießen. So konnte noch der 50. Teil eines Celsiusgrades beim Steigen oder Fallen der Quelsilbersäule nahgewtesen werden. Das Laboratorium, in dem dite Versuche stattfanden, blieb ungeheizt, sodaß ein Untershied von 25x Grad zwischen der Temperatur der Büste und der des umgebenden Raums erzielt werden konnte. Gemessen wurde nun die Zeit, die verstrich, während sich die bekleideie Büste um 1 Grad abkühite. Die Verzögerung der Abkühlung dur das zu untersuchende Kleidungs\tück wurde gegeben durch das Verhältnis der zur Abkühlung notwendigen Zeit bet der bekleideten Büste zu der entsprehenden Zeit bei der nackten Büste. So ergab si also der Wert der verschiedenen Beklei- dungen für die Erhaltung der Körperwärme gegenüber der abkühlenden Wukung der Außenlust. Untersucht wurde eine fehr große Z2hl von Kleidungsstücken aus verschiedenen Stoffen, fodaß hier nur einige der wichtigsten Ergebnisse genannt werden können. Am niedrigsten stellte sih das bezeihnete Wärmeverhäitnts bei einem Sweater, wie ihn Radfahrer gebrauchen, aus Baumwolltrikot und hellbrauner Farbe und einem Gewibt von 340 g, der sih den Formen der Büste dicht ans{chloß. Das Wärmeverhältnis war bei dieser Bekleidurg 1,1, d. h. die Abkühlung der Büste erfolgte fast ebenso shnell, als ob sie ganz unbekieidet gewesen wäre. Daraus folgt, daß ein Swweater setnen eigentlichen Zweck wohl erfüllt, daß sich sein Träger aber selbstver- ständlih sehr vor Erkältungen in acht nehmen, also ein andres Klietidungsstück darüberziehen muß, sobald er die lebhafte Körper- bewegung unterbriht. Die nächstniedrige Zahl von 1,35 ergab sh für ein furzes Taghemd aus Baumwolle (Neß- gewebe) und für eine Ünterjade aus neuem Flanell von mittlerer Stärke ohne Aermel. Nur wenig darüber stand mit 1,4 ein wollenes Jägerhemd aus leichtem Trikot Dann folgte mit 15 ein Hemd aus Wolle und Seide von sehr feinem, dihtem Gewebe. Das Verhältnis von 1,66 hatte eine Jagdweste aus sehr dickem Wolltrikot und eine \chwarze Lederjacke, wie fie von Automobiltsten getragen wird. Ein Hemd von wetd em, aber fräftigem Baumwollflanell ergab die Zahl 1.75. Eine dunkelblaue Lodenpelerine aus angeblich wasserdihtem Gewebe slellte ih auf 2,1. Noch besser, nämlich 2,5, war das Ergebnis bei einer Unterjacke aus sogenannter Pyrenäen - wolle troy s{chlechtemn Schuß auf der Vorderseite und ebenso bei einer Winterjacke aus dickdem Tuch mit Seide gefüttert, Den höchsten Stand erreihte mit 45 eine amerikanis@e Pelzjacke mit einem Futter von dickem, \ckchwarzem Tuch, die freilich auch ein Gewicht von 4200 g, das ist fast 8F Pfund, besaß. In einer folhen Pelzjacke verliert man also bei einer Temperatur von —12 Grad nicht mehr Wärme als in der Loden- pel-rine bei etner Temperatur von 12 Grad über dem Gefiterpunkt. Trotzdem wird man folche Pelzjacken aus naheliegenden Gründen nit ins Feld \hicken können, da es sich ja tim wesentlihen um Unterzeug handeln muß, fondera man wird auf den Stoff von nächstgutem Wärmewert zurückgretfen, also auf Unterkleider aus Wolle, die unseren Soldaten eine jebr nüßlihe und angenehme Gabe sein werden. Bei der avßerordentlich großen Zahl, die im Felde steht, kann in dieser Nichtung gar niht genug ge}chehen.

Die „Magde- zugunsten einer Uls Grundstock

Magdeburg, 12. November. (W. T. B.) burgishe Zeitung“ veröff-ntitcht einen Aufruf Nationalspende zum Ersatz der „Emden“. wurden 500 46 gezeichnet.

Köslin, 12. November. (W. T. B.) Nah einer Verhandlung, die mehr als fünf Stunden in Anspruch nahm, wurde der frühere Krel8ausschußassistent Heinrich Thormann, der unter dem Namen

„Dr. sur. Alexander "annähernd efn Halbes Jahr in Köslin zweiter Bürgermeister war, wegen \{werer Urkundenfälschung in zwei Fällen in Tateinheit mit Betrug zu einec Gesamtstrafe von einem Jahr vier Monaten Gefänanis und zu zwet Jahren Ehrverlust verurteilt. Thormann hatt tin setner Stellung als Bürgermeister zwei Anweisungen an die Stadthauptkasse zur Zahlung an den Architekten M. Johannsen, Stettin, angewotesen, obglei es einen Architekten dieses Namens überhaupt nit gibt, das Geld an sich zahlen lassen und für sich behalten. ————————————— ©

Aachen, 13. November. (W. T. B) Hiesige englische F rauen haben eine Eingabe nah London gefandt, in der es heißt : Die in Aachen lebenden britishen Frauen rihten die dringende Bitte an die britische Regierung, die deutschen und österreichi)hen Zivi!gefangenen, soweit sie niht verdächtig sind, auf freien Fuß zu seßen und den Inha'tierten ein der britischen Nation würdiges Unterkommen zu fichern. Außerdem fragen si-, was mit den Frauen und Kindern der jeßt in Deutschland inhaftierten Briten gesehen soll, da sie ihrer Ernährer beraubt und der Gnade oder Ungnade der deutshen Re- gierung oder Privatpersonen ausgeliefert sind. Die englischen Frauen in Aachen möchten der britishen Negierung unterbreiten, daß sie bis- her von der deutschen Behörde mit der größten Schonung und Nück- sicht behandelt wurden, wie es dieser großen und starken Nation würdig war. Wie es aber die deutsche Negterung jeßt für richtig erachtet, mit uns zu verfahren, nahdem die traurigsten Ausfagen von deutschen Zivilgefangenen aus England eingetroffen sind, muß abgewartet werden.

Hamburg, 12. November. (W. T. B.) Infolge eines Damm - bruches, hervorgerufen dur die heutige Hoch flut, ist bei Tief - staf bei Hamburg der Eisenbahndamm auf ungefähr 300 m unterspült worden, sodaß die Schienen in der Luft hängen. Der Verkehr ist gestört und wird durch Umsteigen aufrech(terhalten. Es ist sofort ein Kommando von 300 Arbeltern abgegangen, um dfe Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen. Die Fernzüge haben eine Ver= spätung von ungefähr 14 Stunden erlitten.

Straßburg i. Els, 12. November. (W. T B.) Aus einem Landstädthen an der Grenze wird geschrieben: Wie die Franzosen ihre eigenen Truppen und thr Volk zielbewußt belügen, wird ilustriert dur die verbürgte Mitteilung, daß vor einigen Tagen das Offizierkorps eines uns gegenüberltegenden tranzösishen Truppenteils die T Son der Festung Meß mt Bankett und Ballfe(tlihkeiten beging. Ein amtliber Anschlag gab aus« drücklich bekannt, daß der General von Kluck mit einer Armee von 80000 Mann in die Gefangenschaft geraten sei.

London, 12. November. (W. T. B.) Das „Pharmaceutical Journal“ \{reikt: Der Mangel an gewissen Präparaten, wie Atrop!n, Nesorctn, Natciumsaliviat, Salol, Santonin usw. macht fih bemerkbar. Für Atropin werden sehr hohe Preise verlangt. Einige Chemikalten kommen aus der Schwetz, aber nit in folhen Mengen und zu solchen Preisen, taß der Preis in England beeinflußt würde. Es ist keineswegs sier, daß Amerika fortfahren wird, Chemi- falien zu liefern, da es selbst von den Lieferungen Deutschlands ab- hängt. Da dieje früher sehr beträchtlihen Lieferungen jeßt ausbleiben, wird das eigene Interesse Amerikas bewirken, daß von dort auch zu hohen Preisen nicht geltefert wird.

New York, 13. November. (W. T. B.) Eine Bombe, dle im Stadtteil Bronx explodierte, hat die tem Gerichtsgebäude egenüberliegenden Häuser zerstört. Die Bombe soll für den thter Gibbs und feine Beamten bestimmt gewesen sein, die an der Aufdeckung der Organisation der Mädchenhändler arbeiten.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

Depeschen. Konstantinopel, 12. November. (W. T. B.) Nah

einer amtlichen Mitteilung in Smyrnaer Blättern erschien ein englisches Torpedoboot vor Dikili und verlangte die Erlaubnis, die englischen Untertanen und einige Franzosen an Bord zu nehmen. Das Ansuchen wurde abgelehnt. Das Torpedoboot entfernte sich, kam aber noh zweimal in kurzen Abständen zurück, erhielt jedoh jedesmal dieselbe Antwort.

Konstantinopel, 13. November. (W. T. B.) Ein amt- liher Bericht des Hauptquartiers besagt: Von den vor acht Tagen von Konstantinopel abgefahrenen türkishen Trans- portschiffen „Bezmialem“, „Bahriahmer“ und „Midhat Pascha“ fehlt jede Nachricht. Da sich diese Schiffe am Tage der Beschießung von Songuldak in jener Gegend be- fanden, wächst die Wahrscheinlichkeit, daß sie von der russischen Flotte angegriffen worden sind.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Glaube

M 268,

Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Föniglih Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Freitag, den 13. November

1914.

Marfktverkehr mit Vieh!) auf den 40 bedeutendsten Schlachtviehmärkten Deutschlands im Monat Oktober 1914.

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1) Außer Schlachtvieh gegebenenfalls auß Nuyvteh. ?) Halbe und viertel Tiere sind, in ganze Tiere umgerechnet, in

Berlin, den 13. Novembe

r 1914,

Kalserliches Statistisches Amt. Delbrüdck.

Verichte von deutschen Getreidebörsen und Fruchtmärkten.

| | 3194 816 | 94 679| | 76403) 9] 80 980| | 325] 91 395| | 91 95 241

den nachstehenden Zahlen mitenthalten.

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209 210

Theater. Königliche Schauspiele. Sonn-

abend: Opernhaus. 171. Abonnement#vor- stellunz. Die Walküre in drei Akten von Nicharo Wagner. WMusikaljche Leitung: Herr Generalmusikdirektor Blech. Regie: Herr Negisseur Bachmann. An- fang 7 Uhr. Schauspielhaus. 192. Abonnement? vor- stellung. Dienst- und Fretplägze sind auf- ehoben. Zum ersten Wale: Kater ampe. Komödfe in vier Aften von Emil Rosenow. In Szene ge:\eßt von Ler Oberregisseur Patry. Anfang r.

Sonntag: Opernhaus. 172. Abonne- mentsyorstellung. (Gewöhnliche Preise.) Dienst- vnd Fretplätße find aufgeboben Der Troubadour. Oper in vier Aften von Giuseppe Verdi. Text nach dem Italienischen des Salyatore Camcrano. Anfang 7# Uhr.

Schauspielhaus. 193. Abonnementsvor- stellung. Dienst- und Freiplätze sind auf- gehoben. Kater Lampe. Anfang 74 Uhr.

Deutsches Theater. (Direktion: Max Reinhardt.) Sonnabend, Abends 74 Uhr: Wallensteins Tod.

Sonntag: Wallensteins Tod.

Montag: Wallensteius Hierauf: Die Piccolomini.

Kammerspiele. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die deutschen Kieinstädter. Sonntag und Montag: Die deutschen Kleiuftädter.

Lager.

Berliner Theater. Sonnab., Abends

8 Uhr: Extrablätter! Heitere Bilder aus ernster Zeit von Bernauer-Schanzer und Gorton. Musik von Walter Kollo und Willy Bredschneider.

Sonntag, Nachmtttags 3 Uhr: Wie eint im Mai, Abends: Extra- blätter!

Montag und folgende Tage: Extra- blätter!

Theater in der Königgräher

Straße. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Rausch. Schauspiel in vier Akten von

August Strindberg. Ueberseßt von Emil

Schering. Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Die

fünf Fraukfurter Abends: Rausch. Montag: Das Heiratsnest.

Komödienhaus. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Wie einst im Mai. Posse mit Gesang und Tanz in vier Bildern von Bernauer und Schanzer.

Sonntag, Nachmittags 3} Uhr: Das Seiratsnuest. Abends: Wie einst im Mai.

Montag und folgende Tage: Wie einst im Mai. ;

Deutsches Künstlertheater (Nürn- bergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologischen Garten.) Sonnabend, Nachmittaas 4 Uhr und Abends 8 Uhr: Der große und der fleine Klaus,

und Heimat, Abends: Der große und der kleine Klaus.

Theater au der Weidendammer

Brücke. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Heimat. Sonntag, Nack#mittags 33 Uhr : Helinat.

Abends: Neu einstudiert: Hasemanus Töchter.

Sthillertheater. O. (Wallner- theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Hermannsschlacht. Schausptel in fünf Akten von Heinri von Kleist.

Sonntag: Johauuisfeuer.

Montag: Johanuisfeuer.

Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die glücklihe Haud. Lustspiel in dret Akten von Hugo Lubliner.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Weh?! dem, der lügt! Abends: An der Spree und am Rhein.

Montag: An der Spree uud am Rhein.

Deutsches Opernhaus. (Char- ottenburg, Bismarck - Straße 34—37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonnabend, Abends 8 Ukr: Undine. NRomantisch- komische Oper in vier Akten von Albert Lorßing.

Sonntag, Nachinittags 3 Uhr: Martha. Abends: Die Jüdin.

Montag: Die Walküre.

Sonnabend, Abends 8 Uhr Jmmer feste druff! Vaterländishes Volksstück in vier Bildern von Herman Haller und Willi Wolff. Musik von Walter Kollo.

Sonntag, Nachmtttags 32 Uhr und Abends 8 Uhr: Jmmer feste druff!

Montag und folgende Tage: Jmmer feste druff !

Theater des Westens. (Station: Zoologisher Garten. Kantstraße 12.) Sonnabend, den 14. November : Wieder- beginn der Operettensptel;eit. Don Cesar. Operette von R. Dellinger.

Preise: #4 0,50, 1,—, 2,—, 2,50, Orchesterfauteuil 46 3,—.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonnabend, Abends 84 Uhr: Wolken- reiter. Fliegerlustspiel in dret Akten von Leo Walther Stein und Eduard Eugen Nitter.

Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Die Haubenlerche. Abends: Wolken- reiter.

Montag und folgende Tage: Wolkeu- reiter.

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Sonnabend, Nahmittags4 Uhr : Däusel und Gretel. Abends 8 Uhr: Kam'’rad Männe. Volkêpofse in dret Akten mit Gesang und Tanz von Jean Kren und Georg Okonkowski. Musik von Max Winterfeld (Jean Gilbert). Ge- sangstexte von Alfred Schönfeld.

Sonntag, Nachmtttags 37 Uhr: Heimat. Abends: Kam’rad Müäune.

Montag und folgende Tage: Kam’rad Männe.

Theater am Nollendorfplaß.

Konzerte. Blüthner-Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Konzert von Albert Stoeßel

(Violine) mit dem Vlüthner-Orchester unter Leitung von Prof. Willy Heß.

Zirkus Schumann. Sonnab., Abends

75 Uhr: Große Galavorstellung mit bedeutend ermäßtg!en Preisen.

Sonntag, Nachmittags 3x Uhr und Abends 73 Uhr: ® Vorftellungen.

Familiennachrichten.

Verehelicht: Hr. Leutnant Nudolf von Zingler mit Frl. Elisabeth Nehlfs (z. Zt. Hannover).

Gestorben: Hr. Staatsrat Ferdinand Frhr. von Naecsfeldt (München). Por. Oberleutnant a. D. Alfred Graf von Bredow (Klessen). Hr. Sanitäts- rat Dr. Max Groébe (Berlin-Buchholz). Großherz. Medckleab. Forstmeister a. D. Heino Frhr. von Hamme stein- Equord (Neustreliß). Fr. Mathilde von Hertell, geb. von Ziethen i D Ava Freifr. von Otter, geb. Boll- mann (Stockholm).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (K oy e) in Berlin.

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und

Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32, Fünf Beilagen (einshließlich Warenzeichenbeilage Nr. 100),

fowie die 194, und 195. Ausgabe der Deutschen Verlustlisten.

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Anmerkung !) über 68 kg. Berlin, den 13. November 1914.

250 247—252 265—267

199—204 217—218

207—212 226—228

Kaiserlihes Statistishes Amt. Delbrü.

229—235 269—266

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Gefundhettsstand und Gang der Volkskrankheiten,

(Nah den «Veröffentlihungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts*, Nr. 45 vom 11. November 1914.)

Pest. Niederländisch Jndien. Vom 7. bis 20. Oktober wurden folgende Erkrankungen (und Todesfälle) gemeldet: aus dem Bezirke Malang 362 (321), aus Toeloengagoeng 22 (21), aus Ma- dioen 38 (33), aus Kediri 126 (116), .aus der Stadt Soerabaja 38 (39) und im übrigen Teile der Abteilung dieses Namens 26 (29), aus Paree 83 (78), aus Berbek 19 (15), aus Pamekasan 12 (9), aus Bangkalan 8 (3), aus Lamongan 3 (2), aus Magetan (4). Für die Zeit vom 23. September bis 6. Oktober wurden nachträglih aus Soerakarta und aus Magetan noh je 1 Todes- fall gemeldet. Ecuador. Jn {Guayaquil vom 1. bis 31. August 8 Er- krankungen und 1 Todesfall. Cholera.

Oesterreih-Ungarn. In der Woche vom 18. bis 24. Ok- tober wurden in Oesterreich 413 Erkrankungen (und 142 Todes- fälle) festgestellt, und zwar in Niederd\y erreich 21 (7) davon in Wien 6 (2), der Gemeinde Krems 15 (5) —, in Steiermark in 1 Gemeinde 1, in Kärnten in 2 Gemeinden 4 (2), in Tirol und Vorarlberg in 2 Gemeinden je 1, in Böhmen in 3 Ge- meinden 5 (2), in Mähren in 6 Gemeinden 15 (8), in Schlesien in 4 Gemeinden 4 (4), in Galizien fn 37 Gemeinden 361 (119)

davon fn Krakau 2 (1). Von den Erkrankten tn Galizien waren 130 Militärpersonen und 231 Einheimishe; in den anderen Berwaltungsgebteten handelte es fich bei 40 Erkrankungen um Militärpersonen, die vom nördlichen Kriegsschauplaß angelangt waren, hierunter um 4 russische Gefangene, und bei 6 um zugereiste Ortsfremde aus Galizien Die Bezirke Lisko und Sanok in Galizien sind unter dem 30. Oktober für choleraverseucht erklärt worden.

In Ungarn wurden in derselben Woche 344 Neuerkrankungen angezeigt, davon in den Komitaten Abauj-Torna in 1 Gemeinde 1, Bacs-Bodrog in 2 Gemeinden 3, Bekes in 5 Bemetnden11, Bereg in 16 Gemeinden 106, Beßterze-Naßod in2 Gzmeinden je 1, Bi - har in 1 Gemeinde 1, Borsod in 1 Gemeinde 2, Cs ongrad in 1 Ge- meinde 1, Eßtergom in 2 Gemeinden 3, Haydu in 2 Gemeinden je 1, Hont in 1 Gemeinde 1, Jaß-Nagykun-Szolnok in 2 Ge- meinden 8, Nagykörü ia 1 Gemeinde 1, Kis-Küküllöo in 1 Ge- meinde 1, Koloß in 3 Gemeinden je 1, Komarom in 1 Gemeinde 1, Lipto in 1 Gem-inde 3, Maramaros in 2 Gemeinden 12, Maros-Torda in 1 Gemeinde 1, Nograd in 4 Gemeinden 50, Saros in 7 Gemeinden 11, Szabolcs in 3 Gemeinden 8, Szatmar in 1 Gemeinde l, Szeves in 2 Gemeinden 3, Szolnok- Doboka in 2 Gemeinden je 1, Torda- Aranyos in 1 Gemeinde 1, Torontal in 3 Gemeinden 5, Ugocsa in 1 Gemeinde 1, Ung in 17 Gemeinden 34, Zemplen in 18 Gemeinden 36, ferner in den Städten Arad 1, Budapest 15, Debreczen4, Klausfenburg4, Miskolcz 1, Großwardein 1, Szatmar-Nemeti 1, Szegedin 1, Stuhlweißenburg 1.

traits Settlements. In Singapore wurden vom 28. Iunt bis 1. August 44 Erkrankungen und 39 Todesfälle gemeldet.

In den Vereinigten Malayenstaaten scheint die Seuche in

einigen Bezirken des Staats Perak in letzter Zeit besonders heftig aufgetreten zu sein. y Gelbfieber.

Es gelangten zur Anzeige aus Brasilien: in Bahia vom 23. bis 29. August 1 Erkrankung und 1 Todesfall, Ecuador: in Guayaquil vom 1. bis 31. August 4 Erkrankungen und 2 Todes- fälle, Mexiko: in Merida am 14. September 1 Erkrankung, Venezuela: in La Guayra vom 16. bis 31. August 1 Erkrankung und 1 Todesfall. : Podcken.

Deutsches Neich. In der Woche vom 1. bis 7. November wurden 3 Ertrankungen festaestellt, und zwar 1 im Reservelazacett zu Halle a. S. und 2 in Altötting (NReg.-Bez. Oberbayecn).

Genickstarre. Preußen. Jn der Woche vom 25. bis 31. Oktober wurden 2 Erkrankungen (und 2 Todesfälle) in folgenden Regierungs- bezirken [und Kcretsen] angezeigt: Arnsberg 1 (1) [Hagen Stadt], Cassel 1 (1) [Homberg].

Spinale Kinderlähmung. Preußen. Ja der Woche vom 25. bis 31. Oktober wurden 2 Erkrankungen in folgenden Regierungsbezirken [und Kreisen] gemeldet: Oppeln 1 [Kattowiy Land], Schleswig 1 [Segeberg].

Nuhr.

Preußen. Ja der Wothe vom 25. bis 31. Oktober sind 278 !) Erkrankungen (und 11 ?) Todesfälle) in folgenden Regierungs- bezirken [und Kreisen] gemeldet worden: Landespolizeibezirk Berlin 7 [Berlin 1, Charlottenburg 6], Reg.-Bez. Aachen 2