1896 / 149 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

hi über ihre Bedeutung, den Umfang ihres Besißes und ihre

Steue Sie haben einen ganz unbered en Einflate Im Ae

dnetenhause war wiederholt eine große Mehrheit vorhanden für

: Lie Cingatterungspfliht nicht bloß für Sw arz-, sondern au für RNoth- und Damwild, und nur Widerspruch des

man sih gefügt. Wenn man gesagt hat, es könne ein großer

senshaden nicht nachgewiesen werden, so erinnere ih nur daran,

welchen großen Schaden die Hasen auf den Berliner Rieselfeldern, an den dortigen Obstbäumen und Alleen gestiftet haben. Von den Konservativen ist die Drohung ausgesprohen, niht mitzuwirken, wenn ihnen niht gewillfahrt würde. Es is ja wiederholt vor- ekommen, daß man durch Fernbleiben aus dem Saal die Mehrheit zur Präsenz zwingen wollte. Das is nicht ‘illoyal; aber so lange der Reichstag besteht, is es mir noch nicht vorgekommen, daß die Drohung ausgesprochen ist, man “werde sich entfernen, wenn ein Felsen nit die gewünschte Gestalt erhält. Das i} heute zum ersten Mal geschehen , daß eine folhe Pression ausgeübt wird, und es is noch bedenklicher, daß man sofort von seiten der Zentrumspartei dabei war, eine folhe Drohung zu respektieren. elhe Gefahr bringt das für die ganze Zukunft des Parlamentarismus, wenn dadur gewissermaßen eine Prämie darauf gefeßt wird, daß man mit solchen Drohungen es erreihen kann, daß das Geseß mit Stimmen angenommen wird, deren innerer Ueber- zeugung das Gese nicht entspricht, sondern die nur unter einem Druck dafür stimmten! Werden denn die Konservativen damit zufrieden sein ? Es giebt Bestimmungen im Bürgerlichen Gesetzbuch, die weit idealere Interessen berühren, beispielsweise die Frage des Cherechts. Von einem „Opfer“ war beim Zentrum noch viel mehr die Rede bei dem Vereinsrecht , wo es den entgegengeseßten Standpunkt acceptiert hat, den es früher in der Kommission selbst ein- enommen hatte. Aber hier handelt es sich gar niht um das ustandekommen des Bürgerlihen Geseßbuches überhaupt. An einem Gesey haben alle Parteien ohne Unterschied mehr Interesse bekundet, als an diesem. Es handelt sfich hier nur um die taktishe Frage, ob das Bürgerliche Geseßbuch jet oder im Herbst nah gründliher Berathung verabschiedet werden sol. Hier wird eine taktishe Frage über die innere Ueberzeugung gestellt von dem, was die Herren vom Zentrum selbs für Recht halten. Es kann nicht scharf genug hervorgehoben werden, daß das, was hier in Frage steht, aus der Jnitiative der Pren vom Zentrum in der Kommission n das Bürgerliche Geseßbuh hineingekommen is. Ich selbst habe beantragt, daß das Gesetz erst im Herbst verabschiedet werde. Nach- dem aber das Haus mit erhebliher Mehrheit das Gegentheil be- {lossen hat, haben wir uns loyal gefügt und niemand von uns hat verzögernd auf die Verhandlungen eingewirkt, und wir waren min- destens so stark hier vertreten, im Verhältniß zu unserer Gesammt- zahl, wie das Zentrum. Der Abg. Lieber hielt selbst die Pression der Rechten für nit genügend, um die Schwenkung des Zentrums zu rechtfertigen. Er bezog ih auch auf die Reden des Landwirthschafts- Ministers und des Ober -Forstmeisters. Wären diese Gründe so ge- wichtig, so hätte er mit einem sih begnügen können.

Abg. Freiherr von Hodenberg (b. k. F.): Wir stehen auf dem Standpunkt der konservativen Partei, daß die Sache nicht in das Bürgerliche Geseßbuch gehört; wenn f, aber hinein foll, so werden wir für die Anträge der Kommission stimmen; denn troßdem die Be- stimmung des § 819a in Hannover bestanden hat, sind die Jagd- pachten um das. Doppelte, ja um das Dreifache gestiegen. Der han- novershe Bauer ist allerdings niht chikanös, er besißt eine gewisse Jagdlust und nimmt daher einen Schaden gern mit in Kauf. Wir Deutsh-Hannoveraner sind nicht im Provinzial-Landtag ver- treten, uns trifft der- Vorwurf des Abg. Lenzmann niht. Jh möchte wünschen, daß bei der viel wichtigeren d f des CEherechts die Konservativen dieselbe Erklärung abgeben, die heute Herr von Stein abgegeben 7 i 4

Abg. Stolle (Soz.): Wie soll sih der Bauer dagegen [gen daß die Hasen die Wintersaat vernihten? Die großen Baumschulen- besißer, welhe das Geld haben, ihre Baumschulen einzufriedigen, die Fönnen fi s{üBen; aber die kleinen Besiger können sich nit {hüten ; Be haben in einer Nacht oft einen Schaden von Hunderten von

ark. Daß die Gemeinden in ihrer Einnahme an der Jagdpacht

verkürzt werden, is niht die Hauptsahe. Von der Einnahme entfallen auf jeden nur einige Mark, sein Schaden kann aber hundert Mark betragen und wird durch die Erleichterung an Ge- meindesteuern nicht aufgewogen. Die Gärtner, welche auf dem Felde Blumen züchten, können sih niht shüßen, denn eine Ein- Prt der kleinen Parzellen ist unmöglih und wirthschaftlich auch

l .

1 Abg. Scherre (Np.) tritt als kleiner Grundbesißer dafür ein, daß die Hasen und Fasanen aus dem § 819 entfernt werden. Er habe an Hasenfraß noch niht für 5 #4 verloren. Wer jene Bäume \{chühßen wolle, könne sie einbinden oder anstreihen, fonst würden fie allerdings beschädigt ; denn ein Hase könne in einer Nacht aus Spielerei viel Schaden machen. Die Jagden, fährt Redner fort, find vielfach an bäuerliche Besißer verpachtet; diese müßten darauf verzihten, wenn der Wildschadenersaß eingeführt würde, fie würden sich vor Prozessen niht retten können. Es werden noch immer mehr zweifelhafte Elemente aus der Stadt Le zur Pachtung nden, die den Bauern die Felder zertreten. werde für das

ürgerlihe Geseßbuch stimmen, auch wenn die Hasen darin bleiben. Aber ih halte es für meine Pflicht, darauf hinzuweijen, daß die Vorschrift des § 819 die Bauern mehr \chädigt, als fie ihnen nüßt.

Großherzoglih Mecklenburgischer Ministerial-Rath Dr. Langfe ld ührt in Bezug auf die Erwähnung der Mecklenburgishen Wildschadens-

ns von 1893 seitens des L Rickert an, daß diese Ver- s allgemeine Befriedigung erweckt habe.

Abg. Dr. Pachnicke (fr. Vgg.): Die Verordnung is} kurz vor

den Wahlen im Jahre 1893 erlasjen worden ; die Wildschadenersaßz- frage beherrschte die Wahlen mehr als die Militärvorlage. Die fetedénheit mit der Verfügung i|ff weit mehr in den land- und rittershaftlihen Kreisen als in den bäuerlihen vorhanden. Wir wünschten, daß noch viel mehr s H geregelt würde als nur die Schadenersaßpfliht. Nirgends hat die Wildfrage eine fo große Rolle wie in Mecklenburg cespielt.

Darauf wird die Debatte geschlossen.

Jn namentlicher Abstimmung wird darauf die Aufrecht- erhaltung der Bestimmung in Betreff der Hasen in § 819a mit 178 gegen 69 Stimmen abgelehnt.

819 wird sodann nah der Vorlage unter Hinzufügung der Fasanen, aber mit Ausschluß der Den angenommen. 819a wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der on Nen. hg gens Freiherr von Buol will die Berathung fortseßen bei 8 823: Schadenersaßpfliht der Beamten.

Abg. Singer beantragt die Vertagung.

Abg. Gröber widerspriht diesem Antrage, da es \ich ja nur noch um diesen einen Paragraphen handle.

Abg. Stadthagen (Soz.) bemerkt hierau, daß seine Partei zu diesem wichtigen Paragraphen mindestens zwei namentlihe Abstim- mungen beantragen werde. / j L

Nachdem auch Abg. Dr. von Bennigsen sih für die Vertagung ausgesprochen, et Abg. Gr öber seinen Wider- A urüdck; die Vertagung ist beschlossen.

[luß 53/, Uhr. Nächste Sißzung Mittwoh 11 Uhr. “(Zweite Berathung des Bürgerlichen Geseßbuchs.)

Statistik und Volkswirthschaft.

“Aus den Verwaltungsberihten der Gewerbe-Aufsichts- beamten in Elsaß-Lothringen für das Jahr 1895. Die Verwaltungsberihte der Gewerbe-Aufsihtsbeamten in Elfaß- Lothringen für das Jahr 1895 lassen erkennen, daß auch dort das industrielle Leben sich im Aufschwung befindet und au die Arbeiter-

r

verhältnisse davon, wenn auch langsam, in günstiger Richtung beein- flußgt werden. der lassen die N weile, welche f dieser Beziehung en Berichten der Gewerbe-Aufsichtsbeamten zu liegen, manches zu wünschen übrig opaß ih namentli für Unterelsaß veranlaßt sieht, es als dringendes Bedürfniß zu be- eichnen, „die eine ung der Nachweise anderweit zu regeln und darnit eine zuverlässige, für die Gewerbeaufsiht wie für die Be- urtheilung der Industrieverhältnisse durhaus nothwendige Grundlage siherzustellen“. Es wird deshalb auch in Nachstehendem von Zahlen- angaben so gut wie ganz abgesehen.

Mehrfach wird in den Berichten ein Mangel'an Arbeit s- kräften erwähnt, der die Heranziehung auswärtiger Arbeiter vlanen und zum theil auch ausführen läßt. Der Bericht für Oberelsaß erwähnt unter anderem, daß fogar ein Arbeitgeber, um billige Arbeitskräfte zu erhalten, sehr ernst in Erwägung gezogen habe, Chinesen“ einzuführen. Die Ausführung dieses Plans, wenigstens die Weise, wie der Betresfende fih denselben zurecht gelegt habe, sei auf Schwierigkeiten gestoßen, sodaß die Ausführung bis jeßt unter- blieben sei und E auch unterbleiben werde. Die Heranziehung polnischer Arbeiter is nah dem Bericht 4 Lothringen von ein- elnen landwirthschaftlichen Unternehmern, jedoch mit einem Mißerfolge fûr beide Theile, versuht worden. Ein Theil der polnischen Arbeiterinnen hat später in Ziegeleien Arbeit gefunden. Auch der Versuch eines fleinen industriellen und landwirthscaftlihen Betriebs, Arbeiter aus Ostpreußen zu beziehen, ist nach demselben Bericht mißlungen. Der Unternehmer sei froh getan als er diese Arbeiter wieder los war, da sie, wie er angab, „ihm die einheimischen Arbeiter auf- wiegelten“. Im Baugewerbe sind in Lothringen an 30% aus- ländische, meist italienische Arbeiter beschäftigt, da die ein- heimishe Bevölkerung dem Bedürfniß nicht genügt. Die Zahl der- selben hat sich in den leßten zwei Jahren sehr erheblich ver- mehrt, außer im Baugewerbe namentlich auch im Bergbau. Klagen der einheimischen Bevölkerung gegen diese Konkurrenz find im Berichtsjahre zum ersten Mal laut geworden. In dem milden leßten Winter kam es vor, daß dringende Bauten weiter-

eführt und ein großer Theil der bei denselben be-

{häftigten Ftaliener, welche font bei Eintritt der kalten Jahreszeit nach Hause reisen, weiter behalten wurde, während einheimische Arbeiter nah fertiggestellten Unternehmungen zur Entlassung kamen. Häufig sind übrigens, wie der Berichterstatter bemerkt, die einheimischen Arbeiter selbst daran {uld, wenn sie dur Italiener erseßt werden. In den Steinbrüchen des Kantons Pfalz- burg wären noch vor kurzer Zeit nur einheimishe Arbeiter beschäftigt gewesen; heute fände man auch dort {hon Italiener, obwohl diese weniger leisteten als die Einheimishen, welhe das Steinmaterial besser kennen und zu Hau- oder Schleifsteinen besser zu verwerthen verständen. Der Grund für den Zugang der Fremden liege darin, „daß die inländishen Arbeiter den billigsten Anforderungen zur Auf- rehterhaltung der Ordnung im Betrieb einen hartnäcktigen Wider- stand entgegenseßten“. Die Italiener erhielten außerdem einen höheren Accordsaß als die Einheimischen, weil sie regelmäßig arbeiten, während die Cinheimischen zur Besorgung ihrer eigenen Angelegenheiten, zum Anbau ihrer Felder aus dem Betrieb fortblieben, wenn sie wollten und ohne dies vorher anzuzeigen. Den gleichen Accordsaßz wie die Italiener erhielten die Einheimishen nur dann, wenn sie zuverlässig zur Arbeit kämen. Uebrigens wirkten die Italiener theil- weise unheilvoll auf die einheimishen Arbeiter bezügli der Wohn- verhältnisse ein, da ihre Ansprüche in dieser Beziehung die denkbar geringsten seien. ?

An der gehörigen Fürsorge für Arbeiterwohnungen fehlt es in Lothringen theilweise noch in erheblihem Maße. Es gilt dies namentlih für die Berg- und Hüttenindustrie in Deutsch -Oth und Redingen, welche auf einer s{chmalen, zwishen Frankreih und Luxemburg eingekeilten Zunge gelegen ist. Das Bild, welches der Bericht von den dort herrschenden Zuständen entwirft, ist ein überaus trauriges. Die sittlichen Zustände seien entsprelend dem Wohnungselend fast ebenso {chlimm wie in den Großstädten. Die Arbeitgeber seien in erster Linie dafür verantwortlih zu machen. Während das deutsche Hüttenwerk in NRedingen durch den Bau von Arbeiterwohnhäusern, dur Badeeinrihtungen und durch Kantinen und Schlafräume für die unverheiratheten Arbeiter gegen die Mißstände mit Erfolg ankämpfe, habe die belgische Bergwerks- und Hüttengesellshaft zu Deutsh-Oth in dieser Hinsicht bis jeyt nihts gethan. In Groß- Moyeuvre und Hayingen, den Hauptstätten der lothringischen Bergwerks- und Eisenindustrie, find die Zustände wesentlich besser. In den Berichten für Ober- und Unterelsaß, welhe si über die wirthschaftlihen und sittlihen Zustände der Arbeiterbevölkerung über- haupt nur ganz kurz äußern, werden ähnlihe Klagen über die Wohnungsverhältnisse niht erhoben. i y

Was die Einrichtungen für Arbeitsnachweis anbelangt, l ist in Straßburg im Berichtsjahr von der Gemeinde ein Bureau ür Arbeitsnahweis errichtet worden, welhes niht allein den Bedürf- nissen der Gewerbetreibenden und gewerblichen Arbeiter, sondern der anzen Arbeit - oder Arbeiter suchenden Bevölkerung gerecht werden fol Gleichzeitig soll es au bei Ausftänden, und zwar als Einigungs- amt in Anspruh genommen werden dürfen, wenn der Gemeinderath im Einzelfalle seine Zustimmung ertheilt. Ueber den Erfolg if nichts mitgetheilt. Auch in Colmar und Gebweiler sind Arbeits- nachweisestellen eingerihtet worden. Jn Gebweiler, wo die Stelle mit dem Meldcamt verbunden worden ist, hat sich ein „vollständig negativer“ Erfolg ergeben. Zuziehende Arbeiter haben sich zwar ein- schreiben lassen, doch ist seitens der Arbeitgeber keine Meldung eingegangen. In Colmar haben sich 403 Arbeitnehmer und 133 Arbeitgeber einschreiben laffen, aber nur 36 Arbeitsvermittelungen, darunter 3 für Fabrikarbeiter, haben stattgefunden. Das „private Nachweisbureau“ in Mülhausen hat in den beiden leßten Jahren folgenden Verkehr gehabt:

Anmeldungen Anstellungen der Arbeitnehmer der Arbeitgeber 6 2850 2503 2679

1894 469 1395 4778 2933 ür Lothringen hat die auf Veranlassung des Kaiserlichen Ministeriums erörterte“ ,Bedürfnißfrage“ nah einer derartigen Ein- rihtung zu einem „negativen“ Ergebniß geführt, weil, wie der Bericht jag von einer „Arbeitslosigkeit* in Lothringen nit die Rede sein onnte. d Die Ernährungmneise der Arbeiter wird nah dem Bericht über Lothringen nur zu häufig dadurch beeinträchtigt, daß die Arbeiter- frauen sich aus den Fabrikarbeiterinnen rekrutieren, denen früher jede Gelegenheit, sich im Kochen und überhaupt in der Hauswirthschaft auszubilden, des hat. Die Frauen verstehen es nicht, das Haus zu einem traulihen Heim zu machen, wodurch die Männer nur zu oft veranlaßt werden, das Wirthshaus aufzusuchen. Häufig entsprehe wie der Bericht sagt aber auch der Lohn selbst bei ordentlicher Wirthschaft nicht dem Bedürfniß einer angemessenen Ernährung. «Dies trifft" heißt es wörtlih „im allgemeinen bei den nicht gelernten JIndustriearbeitern, den Tage- [löhnern und sehr häufig bei den kleinen Handwerkern zu. Obwohl eine stetige Steigerung der Lebensführung der arbeitenden Klassen im allgemeinen Wabenébinbae ist, so vollzieht sich dieselbe doh in abgelegenen Gegenden fehr langsam. In den Glashütten der Gebirgsgegenden sind die Löhne theilweise auf dem Stand von vor 30 bis 40 Jahren stehen geblieben und keineswegs der eines con vertheuerten Lebensweise entsprehend erhöht worden. So traf ih in einer bedeutenden Glashütte, deren Aktien heute fast den zehnfahen Ausgabewerth erreiht haben, alte Arbeiter, die bereits über 30 Jahre in derselben beschäftigt sind und einen täglichen Lohn von 1,80 4 beziehen. In einer im Gebirge liegenden Kunstleder- fabrik fand ih, daß das 26 Bing Sun der Arbeiterinnen und Jungen Arbeiter zum größten Theil nur aus Kaffee und Brod bestand.“ Wesentlich besser find die Lebensverhältnisse im Hüttenbezirk. Mit wenigen “indien hatten hier die Arbeiter ein kräftiges warmes agbrod. Gin recht trübes Bild giebt der e Bi für Leon von der Lehrlingserziehung namentlich im Handwerk. Von einer

Grunde

der Berichterstatter -

eigentlihen F rtingNWerel freilih in Lothringen nicht die Rede sein, da zu viel lohnende Ar, beitsgelegenheit in den Fabriken vorhanden ist. Es hält vielmehr sehr ee für die kleinen Betriebe, tüchtige Lehrlinge zu erhalten, und die

eister [ehen ch gen s, bald ein Taschengeld* von 2 4 big 10 # wöôhentlih zu bewilligen. Von einem ordentlichen Lehrling, wesen könne daher meint der Beriht kaum gesprochen werden Es existiere meist nur dem Namen nah. Die Folge sei, daß wirkli tüchtige Arbeiter von anderwärts, für Lothringen nament\ aus den Werkstätten der Reihs-Cisenbahnen, genommen werden müßten. Diese Zustände würden von den besseren Handwerkern und Kleinindustrielen allgemein beklagt, und manche derselben nähmen über, haupt keine Lehrlinge mehr an. Unter diesen Umständen ist der vor 4 Jahren in Meh Se Genossen‘chaft zur Fürsorge für die aus den Glémentars@du en entlassenen Zöglinge, welche u. a, aud den Zweck hat, minder bemittelte Knaben bei tüchtigen Meistern unterzubringen und ihre Ausbildung zu überwachen, besönbers guter Erfolg zu wünschen.

„Durch die bessere Lage der Landwirthschaft“ be, merkt der Bericht endlih noch „fanden auch die Handwerke; mehr und l[lohnendere Arbeit als früher. Dieselben haben denno meist s{chwer zu kämpfen, und führe ih in dieser Beziehung an daß bein Bau von Fabrikwohnhäusern in Groß - Moyeuvre und Hayingen die früher hier angefertigten Thüren und Fenster nun au wie anderwärts, fertig aus Shweden bezogen werden“. /

Literatur.

ff. Kölner Inventar. 1. Band: 1531—71. Bearbeitet von Konstantin Höhlbaum unter Mitwirkung von Hermann Keussen. Mit einem Aktenanhang. Leipzig, Duncker u. Humblot 1896, Mit dieser Publikation eröffnet der Hansishe Ge\chichts. verein, dem wir schon so manche Bereicherung unseres historischen Wissens verdanken, eine Serie von archivalishen Mittheilungen, die allmählih sämmtliche hansishen Archive umfassen soll. Die Publikation besteht aus zwei Theilen. Es sollen darin einerseits die archivalischen Bestände nachgewiesen werden, um dem Forscher ihre Auffindung zu erleihtern, andererseits soll zugleih ein Theil der Akten, der von besonderer Wichtigkeit is, gedruckt werden, um ihn der wissenshaftlihen Bearbeitung unmittelbar zugänglih zu mahen, Das ganze Werk ist also eine Verbindung von Publikation und In- haltsangabe der hansishen Archive. Das Kölnische Archiv i} zuerst in Angriff genommen worden, zum theil aus äußeren Gründen, vor allem aber wegen seiner Reichhaltigkeit und wegen der großen Bedeutung, die Köln seit dem 16. Jahrhundert für den deutshen Städebund besaß. Es war der Vorort des westlihen Drittels und hatte zahlreihe Korrespondenzen zu führen sowohl mit den Städten seines Drittels, wie mit dem Haupt der Hanse, Lübeck, und anderen großen Kommunen Deutschlands. Die in dem Inventar Pg ees Akten enthalten Verhandlungen der verschiedensten Art: bald find sie politishen, bald kommerziellen Charakters; sie berihten über die Verwicklungen der Hanse mit den nordishen Reichen, über die Zwistigkeiten einzelner Städte mit deutshen Territorialfürsten, Von außerordentlichem Interesse find die Nachrihten über den Einfluß der religiösen und wirthschaftlichen Bewegung in den Niederlanden auf die Hanse und über den Konkurrenzkampf zwischen der Hanse und England, in dem die deutschen Städte \{ließlich völlig unterlagen, Der dem Inventar beigefügte Aktenanhang enthält ganz oder theil- weise abgedruckte Urkunden über die Hansetage und die Kölner Drittels tage mit werthvollen Nachrichten über dieselben Angelegenheiten.

ff. Zeitschrift der Gesellshaft für Shle3wig-Hol: stein-Lauenburgishe Geschichte, 25. Band. Kiel, Univ. Buchhandlung. In diesem Bande zieht zunächst ein Aufsatz von Reimer Hansen über die Eiderstedtischen Chronisten die Aufmerksamkeit auf fih. Er stellt darin 17 verschiedene Geschihts\hreiber der kleinen holsteinishen Stadt Eiderstedt zusammen und bespricht den Inhalt und die Ueberlieferung ihrer Schriften. Die darin enthaltenen Nachrichten find aus\ch(ließlich lokalhistorishen Interesses. Ferner sind zwei von Ernst Michelsen veröffentlichte Briefe aus dem Jahre 1716 zu erwähnen, aus denen wir mancherlei über die kirhlihen Bestrebungen in Schleswig-Holstein erfahren, u. a. über die Einführung eines dänischen Gesangbuhs und dänischer Gottesdienste. Zum Schluß verweisen wir noch auf das von Professor Detlefsen publizierte Namensverzeichniß Heiligenstedter Einwohner aus der Zeit um 1500, das namentlich für den Germanisten von Interesse ift.

Zwei deutsche Festtage für Volk und Heer. Von C. von Kaiser, Königlich württembergishem Oberst a. D. Stuttgart, Kohlhammer. (Preis 70 4). Der Verfasser, der in seiner Dienst {tellung als Kompagnie-Chef im heutigen Grenadier-Regiment Königin Olga den Krieg von 1870/71 mitgemacht hat, auch zu dem Einzug der Truppen in Berlin am 16. Juni 1871 kommandiert war, fühlte sich angeregt, zur Erinnerung daran aus feinen eigenen Er lebnissen einen Beitrag zu liefern. Auf diese Weise entstand die Schrift „Zur 2S5jährigen Wiederkehr der Ehrentage der Württemberger, 30. November und 2. Dezember“, welche im November 1895 im Druck erschien und si überall einer guten Auf nahme zu erfreuen hatte. Die heute vorliegende L! mit der ersteren in einem gewissen Zusammenhange, sofern fie in Bezug auf die hierbei vom patriotishen Standpunkt aus angestellten Betrachtungen deren Fortsegung und Schluß bildet. Beide Schriften sind voltsthümlih

eshrieben und dürften ihren Zweck, die Begeisterung für jene große eit wach zu erhalten, niht verfehlen.

Als Fortsetzung zu dem erst kürzlich angezeigten französischen Werke von Joseph Turquan: „Die Generalin Bonaparte“ erschien im Verlage von Schmidt und Günther in Leipzig: „Die Kaiserin Josephine* von demselben Verfasser und, wie jenes, deuts über- tragen und bearbeitet von O. Marschall von Bieberstein (Pr. 4 60 9; Der Verfasser hat bei der Darstellung den Briefwechsel Napoléon’s mit seiner von ihm geshiedenen ersten Gemahlin mit benußt, der insofern wichtig ist, als man daraus erfährt, daß der Kaiser eine wirkliche innige Neigung zu ihr gefühlt hat, die über die Trennung von ihm hinaus währte. Für uns besonders interessant ift die Schilderung des Besuches König Friedrich Wilhelm?s IIL. mit seine Sohne, dem nahmaligen deutschen Heldenkaiser, bei der entthronten Monarcin in Malmaison. Wie das vorgenannte und die früheren Werke des Verlags, welhe das Leben Napoléon’s zum Gegenstande haben („Napoléon I. und die Fraue und „Napoléon I. zu Hause“, von Masson), ist auc das vorliegende mit Porträts und anderen Ab- bildungen, meist Facsimiles von zeitgenössishen Gemälden, Kupfer stichhen und Zeichnungen, ges{müdckt. E

Als Nr. 243/44 der „Europäishen Wanderbilder erschien oven: „Abbazia als Winterkurort und Seebad“ von Josef Nabl, mit 16 Jllustrationen und einer Karte E Artistishes Institut Orell Füßli, Zürich; Preis 1 46). Dieses neu Heft enthält eine eingehende Beschreibung des schnell berühmt g& wordenen Kurorts, welher für Leidende und Erholungsuchende n in gleiher Weise heilbringend und kräftigend bewährt hat. Sf! bewaldete, sanft ansteigende Gebirge treten dort bis an den Hue quarnerishen Golf heran und {ügen den glüdlichen Uferstrih S den rauhen Winden des Nordens, während die Sonne au ui Winterszeit freundlih das Gestade bescheint und Frost und Nebe fen hält. Der Verfasser des Büchleins hat es verstanden, dem Lese i s Vorzüge des Orts, sowohl die sanitären als die pittoresken, ins ri E Licht zu stellen, und die Jllustrationen, welche es chmüden, geben ib treues Bild der verschiedenen Punkte, die der Text so anzié beschreibt. « (Stutt

Die Halbmonats\ rift Aus fremden Zungen“ ( 6 fie

art, Deutsche Verlags-Anstalt) hält dur ihren Inhalt das, Veo fi Titel verspricht, und ist in der That ein Sammelpunkt der Zola efante]ten Erscheinungen der modernen Weltliteratur. Smit i „Rom* nähert sih in den vorliegenden Heften seinem Abl Nit Coin nebenher gehende englishe Roman „Der Manksmann“ von entwidelt sich von Heft zu Heft riger und fesselnder. kleineren erzählenden Beiträge betrifft, so sei

in den Handwerksbetrieben kamn

Was die sonders auf bie j

Der Nôck* von Tor Hedberg und

_— Die Nr. 12 des I. Jahrgangs der rhrift für Gatemiolaier

en der Insektenkunde und offizieles Organ der Berliner A ogishen Gesellschaft, herausgegeben und redigiert unter Mit- wirku ter der Insektenwelt (Preis 3 D IRES I Ss 1e E

er der eljährlih), hat folgenden Beoba Ex e Unterlagen bei den Scbrnettèrlingen und l n_ r. Schröder. 11. (Mit | bigen Tafel.) Die Schriftsteller des klassischen Alterthums,

ng zahlreiher Gelehrten, sowie

t: | ns 'Entwi elungszuständen.

S lder die Wespen und Hornissen berichten.

König in

Von Dr. Ch

) Entomologishe Streifzüge bildung Schmiedekneht. I. i Blätter, e Mittheilungen:

¡zu Namenzetteln. berichte. Aus den Vereinen. Literatur. endet auf Verlangen der Verlag der Wochenschrift : P hamm (Prov. Brandenburg).

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St. Petersburg, 23. Juni. (W. T. B.) Produkten- Roggen loko 4,50. Hafer loko 3,30. Leinsaat loko 10,25. Hanf loko —. Talg loko 48,00, pr. August —.

) (W. T. B.) ; Bancazinn 37. 48

Die heutige, hier durch die Niederländische Handels gesell- \ l! abgehaltene Auktion über 26142 Ballen Jaya-, 68 Kisten, 16 Ballen Padang- und 114 Ballen Surinam- Kaffee ist, wie folgt, abgelaufen. Es wurden angeboten : 68 Kist. Padang W. J. B. Taxe 67—68 Cent, Ablauf 674 Cent, 165 Ball. Java W. I. B. Taxe 54 Cent, Ablauf 51—524 Cent, 3794 B. Java Preanger gelblich Taxe 56—574 Cent, Ablauf 56—584 Cent, 2272 B. do. do. W. | do. J. B. Taxe 5923—53} Cent, Ablauf 52—544 Cent, 3160 B. do. do. blaß Taxe 513—52 Cent, Ablauf 512—524 Cent, 1487 B. do. Chi Panawekan Taxe 52} Cent, Ablauf 53—534 Cent, 3899 B. do. Taxe 53—56 Cent, Ablauf 503—56 Cent, 2504 B. do. Probolingo Taxe 52}—53 Cent, do. Mabana ‘Taxe 494—504 Cent, Ablauf 482—504 Cent, 2932 B. Tenger Taxe 504 Cent, Ablauf 493—504 Cent, 1581 B. do. blaß grünlih Taxe 50—503 Cent, Ablauf 483—514 Cent, 1000 B. do. | stetig. Solo Taxe 50# Cent, Ablauf 503—50§ Cent, 671 B. do. Liberia Taxe 48—553 Cent, Ablauf 464—544 Cent, triage Taxe 27—38 Cent, Ablauf 20—30x Cent, 284 B. B. S. und

s

Oktober-November

Dezember- el,

T. B.) 12r Water Taylor d, 40r Medio Wilkin

36 Warpcorps

rege R ouble courante

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(Schluß.) Robzudcker ruhig, pr. Oktober-

6,95, do. do.

Java-Kaffee good

do. na

nah anderen

Ablauf 523—54} Cent, 2539 B.

528 B. Ordinair et

: Cago, 23. Juni, infolge enormer Ankünfte im Nordwesten anfangs eiwas ab, stieg aber später infolge von Berichten über Regenwetter und auf Abnahme der sihtbaren Weltvorräthe. Schluß stetig. Mais erlitt infolge allgemeiner Liquidation anfänglih eine Einbuße, konnte si infolge der Festigkeit des Weizens s{hließlich wieder erholen. Schluß

Diverse Taxe Cent, Ablauf Cent, 26 272 B. und 68 Kist.

Die nile Auktion findet am Dienstag, 4. pn statt. a

P hs f is A E M B.) A rin -Bahn betrugen in der zweiten Junk

dem Érbetriete 99 583 N

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nahmen im entsprechenden Zeitraum des vorigen Jahres

New-York, 23. (W. T. B.) É

erholte sih später und {loß lustlos und matt. ktien betrug 185 000 Stüd.

Weizen eröffnete träge. Im weiteren Verlauf gaben die Preise infolge großer Ankünfte noch mehr nah, erholten E aber später, a Nachrichten über ungünstige Ernien und über eine A baren Weltvorräthe eintrafen. fallend infolge günstiger Ernteberichte und lokaler Verkäufe.

Waarenbericht. do. do. in New-Orleans 615/16, Petroleum Stand. white in ew-Yort

in Philadelphia 6,90, do. rohes (in Cases) 7,85, do. Pipe line Certif. pr. Mai 115, Schmalz Western steam 4,32, do. Nohe & Brothers 4,656, Mais pr. Juni 337, do. pr. Juli 34 do. pr. September 35, Rother Winterweizen 712, i 63, do. pr. Juli 63, do. pr. September 634, do. Getreidefracht nah Liverpool 13, Kaffee faix Rio Nr. 7 pr. Juli 11,60, do. do. pr. September 10,55, Mehl, Spring- Wheat clears 2,40, ues 3, Zinn 13,50, Kupfer 11,75.

Weizen- Ver schen Häfen der VereinigtenStaaten nah Großbritannien 190 000, ch Frankreich von Kalifornien und Oregon nah Großbritannien —, do, Häfen des Kontinents Qrts

je Einnahmen der den Miner 1492 Fe. Gesammt:

r., aus den Minen r., Gesa indereinnahme gegen die vor Mes Ein-

ni, Die Bör1e eröffnete Der

nahme der ficht- Schluß fest. Mais durchweg

Baumwolle - Preis r New - York 7#

Weizen pr. Jun er Dezember 65, Ne L eb do. Rio chiffungen der leßten Woche von den atlanti-

—, do, nah anderen Häfen des Kontinents 30 000,

(W. T. B.) Weizen s{chwähte si

ch aber

Weizen pr. Juni 564, do. pr. Juli 568, Mats pr. Juni 274. Schmalz pr. Juni 4,05, do. é short clear 4,00, Pork pr. Juni 7,024.

pr. Juli 405. Spedck

6 Kommandit-Gesellshaften auf Aktien u. Aktien-Gesells{, 7. CErwerbs- und h f T 8. Niederlaffung 2c. von ank-Ausweise., 10, Verschiedene Bekanntmachungen,

irthschafts-Genofsenschaften.

echtsanwälten.

1) Untersuchungs-Sachen.

[19943] Steckbrief.

Gegen den Rechtskonsulenten Max Scherler, geboren am 18. August 1861 zu Gardelegen, evan- gelish, welcher flüchtig ift, soll eine durch Urtheil des D Schöffengerihts T zu Berlin vom 27. April 1892 erkannte Gefängnißstrafe von zwei Monaten vollstreckt werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften, in das nächste Gerichts- fängniß abzuliefern, sowie zu den. Akten 134/135 D. 1410. 91 Mittheilung zugehen zu lassen.

Berliu, den 18. Juni 1896.

Königliches Amtsgericht T. Abth. 135.

[19942] Steckbriefs-Erledigung.

Der eaen den Kaufmann (früheren Hausdiener) Carl August Schneider in den Akten V. R. 11 448 87 J. IV A. 690 86 von dem Herrn Untec- suhungsrihtecr bei dem Königlichen Landgericht I hier unter dem 7. September 1887 erlassene und unter dem 15. Juni 1891 erneuerte Steckbrief wird hiermit zurückgenommen.

Berlin, den 15. Juni 1896.

Königliche Staatsanwaltschaft 1.

2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.

[20035] Zwangsversteigerung.

Das im Grundbuche von der Kön ied! Band 24 Nr. 1719 auf den Namen des Fabrikanten Friedrich Vilhelm Hermann Borchert hier eingetragene, in der Alexanderstraße Nr. 34 belegene Grundstü soll auf Antrag der verehelihten Zimmermeister Fey, Vertha Emma Martha, geborenen Borchert, zu Kottbus, der verehelihten Kaufmann Johann Alt- wider, ge Ida Franziska, geborenen Borchert, zu Berlin und der verehelihten Kaufmann De Altwicker, Katharine Gertrud Ida, geborenen

orhert, ebenda, zum Zwecke der Auseinanderseßung unter den Miteigenthümern am 283. September 1896, Vormittags nok Uhr, vor dem unter- Pelen Gericht, an Gerichts\telle, Neue L traße Nr. 13, Hof, Flügel C., part., Saal 40, zwangsweise versteigert werden. Das Grundstück ist mit 11550 A Nuzungswerth zur Ge- uudesteuer Lena Auszug aus der Steuer- rolle, "eglaubigte bshrist des Grundbuchblatts, elwaige Abshäßungen und andere das Grund- tüd betreffende Nachweisungen, sowie besondere

aufbedingungen können in der Gerihts\{hreiberei, ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. ODie- enigen, welche das Eigenthum des Grundstücks eanspruchen, werden aufgefordert, vor Shluß des teigerungstermins die Einstellung des Ver- ahrens herbeizuführen, widrigenfalls nad erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru M die Stelle des Grundstücks tritt. Die dem Mit- genthümer Fabrikanten Friedrih Wilhelm Ludwig ermann Borchert gehörigen, in dem obigen Grund- k ck und zwar in der Messingwaarenfabrik U in em sen ingeereigeschüst egeben befindlichen aschinen, insbesondere Dampfkessel, Dampfmaschinen und Rohrleitun en, bleiben von der Zwangsversteige- sung ausgeschlossen. Das Urtheil über die Erthei- ung des Zuschlags wird am 23. September

Rae Nachmittags 124 Uhr, an Gerichtsstelle

ndet werden. Berlin, den 13, Juni 1896. Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 86.

Zwangsversteigerung. Gn 6 Wege der fals voll Eu foll das im N uhe von Flensburg Band 76 Blatt 2270 fl en Namen des Maurermeisters Theodor Werner, eingel n Flensburg, jeßt unbekannten Aufenthalts, Grundstüg e lensburg, Burgstraße 13, belegene Sooltüd, Artikel 2307 der Grundsteuermutterrolle, miiags 16 Ube, vor vem eihecte Gerte » vor dem unterzeihneten Gericht, Anme #9, versteigert neten eidncien Gertdt

die Ertheilung des Zuschlags wird am Sonnabend, den 5. September 1896, Vormittags 10 Uhr, an Gerichts\telle verkündet werden. Flensburg, den 20. Juni 1896. Königliches Amtsgericht. Abtheilung 4. Vorstehender Auszug wird hiermit zum Zwecke der öffentlichen Zustellung an den Schuldner ver-

öffentlicht : Casten, Gerichtsschreiber.

[20059] Zivangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche der Rittergüter des Kreises Rybnik Band 11 Blatt Gut Nieder-Wilcza auf den Namen des früheren Rentiers jeßt Rittergutsbesißers Wil- helm Heinrih Franz Burkhardt eingetragene, zu Nieder-Wilcza belegene Rittergut am 18. Sep- tember 1896, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, an Ort und Stelle, Do- minium Nieder-Wilcza versteigert werden. Das Gut ist mit 2637,75 4 Reinertrag und einer Fläche von 38267 ha zur Grundsteuer, mit 2187 M Nuzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Aus- zug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblattes, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstück betreffende On sowie besondere Kaufbedingungen können in der Ge- rihts\creiberei, Zimmer Nr. 55, eingesehen werden. Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die nicht von selbs auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nit hervorging, insbesondere derartige Ron von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden

ebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des ea Gebots niht berüdcksihtigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berüsichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum des Gutes beanspruhen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 19, September 1896, Ee 10 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden.

Rybuik, den 9. Juni 1896.

Königliches Amtsgericht.

[12218] -

Auf Antrag des Vorstandes des Vorschußvereins zu Lüneburg e. G. wird der Inhaber der nah eid- licher Versicherung der drei zur rechtsgültigen Ver- tretung des Vereins berehtigten Vorstandsmitglieder seit dem September 1891 verloren gegangenen Stüde zu folgenden Pfandbriefen der deutschen Grundcreditbank zu Gotha

Abtheilung I Ser. 906 Nr. 18120 L 907 „, 18121 « 1071 21403 » 2164 , 43263 à 300 zu 32 9/6 verzinslih und alle diejenigen, welche Eigenthumsrecht oder Ansprüche irgendwelcher Art auf diese Stücke haben, hierdurch aufgefordert, ihre Nechte auf diese Stücke in dem bei dem unter- zeihneten Geriht auf den L. August 1896, Vormittags 10 Uhr, anstehenden Aufgebotstermin anzumelden und eventuell die Stücke vorzulegen, e die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird.

Bette. Jen 2h S e

erzogl. . Amtsgericht. I. Fleishhauer.

[20058] Aufgebot.

Nr. 15 906. Der Kaufmann Alexander Strich in Berlin, Neue Friedrichstraße 9, hat das Auf- ebot zweier Partial-Obligationen der vierprozentigen

adishen Eisenbahn-Prämtien- Anlehen vom Aubira 1867, lautend auf je 100 Thlr., nämli:

1) Serie 869 Nr. 43427,

2) Serie 759 Nr. 37999 nebst Kuponsbogen per 1. August 1895 bis mit 1. Augujit 1897, deren Besiß und Verlust glaubhaft gemacht ist, beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 6. Februar 1900, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Akademiestraße Nr. 2, 2. Stock, Zimmer Nr. 14, anberaumten Aufgebots- termine ¡seine Rehie anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der

Urkunden erfolgen wird. Karlsruhe, den 20. Juni 1896. Großherzogliches Amtsgericht. IT.

: (gez.) Siegel. Dies veröffentliht: Ra pp, Gerichtsschreiber.

[20017] Aufgebot.

Die Erben der Frau Anna Maria Amalie Kemsies, geborene Mosolff, in Graudenz, Namens:

1) der Frau Lehrer Knopf, Charlotte Elisabeth Franziska, geb. Kemsies, zu Graudenz, L Ad Johanna Maria Bertha Amalie Kemsies aselbst,

3) Villenbesißer Kahl, Ludowica Mathilde Valeska, geb. Kemsies, zu Bohnsdorf,

4) des Rentners Otto Ludwig Wilhelm Rudolf Waldemar Kemsies zu Osterode O.-Pr.,

haben das Aufgebot der Police Nr. 19 883 der T nre Versicherungsgesellshaft in rankfurt a. M., lautend über Zweihundert Thaler, ausgestellt am 14. Februar 1868 auf das Leben der rau Anna Maria Amalie Kemsfies, geborene ¿tosolff, beantragt. j

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 20. Januar 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 29, anberaumten Aufgebots- termine seine Rehte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Frankfurt a. M., den 19. Juni 1896.

Das Köntgliche Amtsgericht. TV.

[20018] Aufgebot.

Das Sparta Gaus der s\tädtishen Sparkasse zu He r. 4507 über 618 Æ, ausgefertigt ür den minderjährigen Alfred Hoffmauu, ist an- geblih verloren gegangen und wird auf den Antrag dessen Vormundes, des Stücckmanns Reinhold Geißler zu Grenzendorf zum Zwecke einer neuen Aus- fertigung aufgeboten.

Es wird daher der Inhaber dieses Buches aufs gefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 5, Februar 1897, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, andernfalls die Kraftlos- erklärung desselben erfolgen soll.

Habelschwerdt, den 16. Juni 1896.

Königliches Amtsgericht.

[63617] Aufgebot.

Die nachstehenden Sparkafsenbücher :

1) das auf den Namen der Arbeiterin Emma Wolf zu Breslau ausgefertigte Sparkassenbuch der ad en Sparkasse zu Breslau E. 18249, ur- P über 270 MÆ, jeßt noch über 211,35 M4 autend,

2) das auf den Namen der Auszüglerfrau ie Kaspari zu San ausgefertigte Sparkassenbuch der städtishen Sparkasse zu Breslau D. 41 048 (alte Nr. 222 314), über 1236 Æ lautend,

3) das u den Namen des Fräulein Ottilie Graupe zu Breslau ausgefertigte Sparkassenbuch der städtishen Sparkasse zu Breslau E. Nr. 46 674 (C. Nr. 94 128), über 258,81 #4 lautend

4) das auf den Namen der Clisabeth Thiel zu gelte ausgefertigte Sparkassenbuch der Breslauer j G ELUE e Serie 11 Nr, 4035, über 355,76 A autend,

5) das auf den Namen der Restaurateurstochter Anna Dominik zu Breslau ausgefertigte Spar- kassenbuch der städtischen SIN e zu Breslau E. Nr. 41 738 (C. Nr.ÿ86 205), über 37 M 18 „§

,

6) das auf den Namen der Kindergärtnerin Martha Rabuske zu Breslau ISeE Sparkafsenbuh der städtishen Sparkasse zu Breslau E. Nr. 16 242 (C. Nr. 36 043), über 212,76 Æ lautend,

7) das auf den Namen der Kinderfrau Rosina Rose zu Breslau ausgefertigte Sparkassenbuch der städtishen Sparkasse zu Breslau D. Nr. 9389, über 477,38 M lautend,

sind angeblich verloren gegangen?” und sollen auf den Antrag:

ad 1: der Arbeiterin Emma Wolf zu Breslau,

ad 2: des Auszüglers Carl Kaspari aus Tschechnitz als alleinigen Erben seiner im Fahre 1878 ver- storbenen Chefrau Rosina Kaspari, geb. Bogedale, ü

ad 3: des Restaurateurs Gustav - Korseßke zu Breslau als Bevollmächtigten der Erben des am 30. Oftober 1894 verstorbenen Fräulein Ottilie

Graupe, ad 4: der verehelichten Denen Johanna Dewarth, f Thiel, zu Schalkau bei Schmolz, Kreis Breslau, Tochter und alleinigen Erbin der am 1. Oktober 1893 verstorbenen Marie Elisabeth Thiel, geb. Nitschke,

ad 95: der verehelichten Lokomotivführer Anna Peuser, geb. Dominik, zu Breslau, E

ad 6: des L O Steuerbeamten Paul Fürle zu Breslau als Ehemannes seiner Ehefrau Martha Fürle, it Rabuske,

ad 7: der verwittweten Rosina Rose, geborene Sandeck, zu Breslau,

aufgeboten werden. Die Inhaber der bezeihneten Sparkassenbücher werden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin den 17, September 1896, Vorm. 10¿ Uhr, bei dem unterzeihneten Gericht, am Schweidnißer Stadtgraben Nr. 4, Zimmer Nr. 89 im 11. Stock, ihre Rehte anzumelden und die Bücher vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erklärung derselben erfolgen wird.

Breslau, den 10. Januar 1896.

Königliches Amtsgericht.

[12900] _ Aufgebot.

Der Schuhmacher Friedrih Woelk aus Mlewo, als Vormund des abwesenden großjährigen Rudolf Will aus Mlewo, hat das Aufgebot des von der städtischen Sparalee zu Thorn für Rudolf Will ausgestellten Sparkassenbuches- Nr. 5010 über 5 4 und 2,32 M Zinsen beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den T2. Fe- bruar 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 7, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erklärung der Urkunde erfolgen wird.

Thornu, den 19. Mai 1896. Königliches Amtsgericht.

[13421] Sra C EAE:

Auf Antrag der verehelihten Bergmann Antonie Zuber in Lassowiß als Vormünderin threr unten genannten Kinder, wird der Inhaber des angeblich verloren gegangenen Sparkassenbuchs der reis s Sparkasse zu ain Nr. 627 über 129 4 26 „4, ausgestellt für die U ENS en Geschwister Bolla: Marie, Vincent und Josefa, sowie jeder, der an dem gedahten Sparkafsenbuh ein Anrecht zu haben vermeint, aufgefordert, bei dem unter- zeichneten Gerichte spätestens im Aufgebotstermine am 28. Dezember 1896, Vormittags 9 Uhr, seine Rechte Tes, auch das nar vorzulegen, widrigenfalls dasfelbe für kraftlos werden wird.

Tarnowitz, den 19. Mai 1896.

Königliches Amtsgericht.

l Dee Sparkuisendug Le stüdtischen Sparka rkassenbuch der j

Köni ibe Nebenste e Nr. 19748 4 über 138, 6 d,

ausgefertigt für Frau Ámalie Passarge zu i

berg, no validierend auf 98,26 46, ist angeb i loren gegangen und foll auf Antrag der Frau Amalie

afsarge zum Zweck der neuen ert werden. Di ber : : E R E

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