1916 / 188 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Portugal bes<hlagnahmten oder nicht benötigten Schiffe für 3 Millionen Pfund Sterling kaufen, werde sie aber nur unter Uebernahme der Verlustgefahren mieten. 4 giefishen Bemannungen würden Lohn von den Ergländern England werde, wie der Finanzminister ferner er- klärte, Portugal Vorschüsse für alle Ausgaben leisten, die un- mittelbar mit dem Kriege zusammenhängen und von beiden Regierungen für notwendig erachtet würden. würden in englishen Schaßscheinen gewährt, die nah Jahren durch eine auswärtige portugiesische Anleihe rückzahlbar Der Minister des Auswärtigen Soares verlas eine Erfkfläruna, wonach Großbritannien Portugal zu weitergehender hezlih einlädt, soweit Portugal sich

Siegeszuversicht und gab seiner vertrauensvollen Zustimmung der von dem Reichskanzler vertretenen Politik einmütigen

Ausdru. Die portu-

und Staatsanzeigers“ 094 der Deutschen Verlust- Sie enthalten die 604. preußische, die 287. baye- sächsishe und die 438. württembergische

Der heutigen Nummer des „Reichs- liegen die Ausgaben 1093 und 1

Die Darlehen Verlustliste.

Großbritannien und Frland,

Jm Oberhause erwiderte Lord Lansdowne auf cine Anfrage, in der als Vergeltungsmaßregel für die Er- mordung des Kapitäns Fryatt die Beschlagnahme des feindlichen Eiaentums in Großbritannien angeregt wurde, laut Bericht des „Neuterschen Bureaus“:

Giese Art von Vergeltung jet ehr vers>icden en der Barba1et und grausamen Verfolaung dun Hand- Bei einem Weitbewerb solcer

militärisher Mitarbeit dazu imstande halte. Dänemark.

gestern das Geseg über den terkauf der dänish-westindishen Jnseln Lesung beraten.

Laut Bericht des „W. T. B * : Aeußeren, für die Regierung jei der Umstand bestimmend gewesen,

der dauernde für den däalshen Staat bedeuten könne, keiten verwidelt

Im Folkething

von einem Versuch,

erkfiärte der Minister des

die Handlun Iungen ähnlicher Art zu erwidern. Art würde England leiht von seinen Feinden überholt werden. Net- geltung niht gegen die Person, sondern aegen den Geldbeutel des Xeindes jei etwas ganz anderes. Möglichkeit eines Vorgehens in dieser Richt wierige kommerzielle Fragen dabei im Spiele, euwärtig mit maßgebenden Persönlichkeiten aus der

der dort in Striittg- Der Fükßrer der oppositionellen Linken Christensen eiklärte, er könne niht glauben, daß eine große Getahr entstehen föcnte, denn dies würde cine Beleidigung eines roßen in Frage kommenden Staates sein. Er empfahl, während des rieges keine endgültige Entscheidung zu treffen. heit ers<eine als eine Üéberras{hung, um ni<t zu fagen, als ein andstreth. Die Radika'en und die Sozialisten sprachen für tas Der Finanzminktster hob hervor, daß diesem Schiitt der Junseln,

Negierung hate {on die weiden könnte. ung geprüft, do< seten und die Negterung atshlage ge Handel3- und

Bei Beratung der Finanzbill im Unterhause führte der Kanzler der Schaßkammer McKenna laut Bericht des „W. T. B.“ aus:

„Unsere Gefamtvers<uldung wird für Ende März 1917 auf 3440 Millionen Pfund Sterling (68,8 Milliarden Mark) angenommen.

Dicse Angelegen-

intérnationale

Erwägungen Weder die

innere Lage bestimmend gewesen. Kaufangebot erhalten,

Grund zu streihèn wünschte.

ötonomtsche Schon 1913 habe aber den Verkauf der Inseln nit ohne zwingenden Die Opposition habe es leicht in’ dieser Angelegenheit, da die Regierung nicht in der Lage set, ihre wichtigsten man aber tun, wenn

E S N Ga Ss E a Ra I E Vit U M E E a N ite A R S eam C E E S I N Se Sn Q

Berbündeten ungefähr 800 Millionen Pfurd Sterling (16 Milliarden Mark) beträgt die Schuld netto 2640 Millionen Pfund (52,8 Milliarden Mark). jen hinaus, das wir je gekannt haben. Millionen Pfund gesamte National- Nattonaleinkommen gleihkommt. unerträglihe Last zu betraten. geben tägli avf dem Festlande mehr als eine Million, wahrscheinlich Pfund Sterling (40 Milltonen Mark) für eigene <uung unserer Verbündeten aus,“ teidigte die Finanzpolitik in bezug auf die fkurzfristigen Sicherheiten und sagte, wenn die finanzielle Vers{uldurg es re<tfertige, werde eihe auflegen und das Versprechen auf Ktiegsshuld in Anleihen erfüllen.

Das geht ganz über alles Maß des famte Nationaleinkommen beträgt ungetähr 2700 Sterling (54 Milliarden \<uld ungefähr dem

Gründe mitzuteilen, Vereinigten Staaten f Sollte Dänemark den Vereinigten Staaten den Krieg erklären oder si< um Hilfe an Europa wenden ? halte sich für verpflihtet, dem Wun|\cke etnes großen Staates nah- zugeben; sie bedaure, daß die Fahne etngezogen werden müsse, aber fo müsse man fsi< ihm beugen. Minister erklärte es für unmöglich, die Angelegenheit aunzuschieben, aber wenn das Gesey abgelehnt werden sollte, jo fei die Regierung bereit, elnem neuen Neichôtag die Entscheidung zu überla falle die Verantwortung für die etroaigen Folgen einer zôgerung auf den Reichstag.

Die Regierung

nahe an zwei Mill.

Nechnung und für Ne McKenna ver-

olen Ber- Der Minister des Aeußern sagte, die Lage wäre ernst, wenn die Angelegenheit aufges<oben würde, und betonte, daß der gegenwärtige Reichstag durchaus zuständig sei, eine Entschetdung zu treffen.

Die Beratungen werden heute fortgeseßt

Griechenland.

Die Gesandten der verbündeten Mächte haben die griechische Regierung, wie der „Temps“ meldet, unterrichtet, daß ihre bensmitteleinfuhr nach Griechenland foigendermaßen festgeseßt haben : Getreide und Mehl 36 000 Tonnen monatli, Kohle 25 000 Tonnen dem Staat benötigten Mengen nicht inbegriffen), Reis 17 000

Die Kaffeeinfuhr wurde bis auf weiteres ganz noch bedeutende Bestände im Lande seien.

man ohne Zögern eine Anl Umwandlung der {weben den

Frankreich.

In der gesirigen dritten Besprechung der Vertreter der \hweizerishen Bundesregierung mit den Vertretern der Regierungen [ Havas“ zufolge, im Zusammenhang mit der künftigen Ver pflichtung der schweizerischen Regierung bezüglich der Frage der in der Shweiz durch die ausländischen Regierungen zugelassenen Vorräte neuerdings verlangt, daß die vorhandenen Vorräte zu ihrer Verfüaung gelassen werden. bündeten hielten lediglih ibe früheren Erklärungen aufrecht. [he Abo: dnung einen Vorschlag sogenannten

verbündeten

Regierungen die Höhe

Zucker 2000,

Ferner hatte die \{weizeri (darin sind die von der Marine und eingebracht, tutions - Handelsverkehr zu regeln und ouf eine große Dieser Handelsverkehr hätte darin u bestehen, daß die Schweiz einerseits die dur Vermitt- eingeführten Rohstoffe liefern und da- ausführen

Sack monatlich.

von Waren zu erslre>en. untersagt, wei

ung der S. S. S. andererseits Jndustrieerzeugnisse welche die s{hweizeris<hen Industriellen und Geschäftsleu aus den Mittelreichen beziehen können. bündeten entgegneten nah eingehender Prüfung der vorgelegten Schriftstücke, daß eine derartige Regelung des Handelsverkehrs in seiner Gesamtheit nicht ins Auge gefaßt werden könne. Sie bemerkten jedo<h, daß bezügli jener Rohstoffe, die nicht von höchster militärisher Wichtigkeit seien, Ausnahmen aufgestellt werden könnten, falls dies notwendig erscheinen sollte. lih erklärten sie sich im Namen ihrer Erweiterung der Saßungen über den Veredelungshandelsverkehr betreffs der hweizerischen Einfuhr von Maschinen und Maschinen- Die Vertreter der Schweiz nahmen diese Erklärungen zur Kenntnis und bemerkten, daß sie ihrer Regierung darüber Bericht erstatten würden.

Rußland. Nach einer Meldung der „Skt. Petersburger Telegraphen- Kuropatkin, : Nordfront ,

Die Bertreter der Ver-

Kriegsnachrihhten.

2 D R feindlicher ¿lieger warf in dèr Nacht vom 8. zum 9. d. M Württemberg ab. Wohnhaus wurde getroffen, mehrere Personen verleßt. lärisher Schaden entstand nicht.

Bomben Rottweil

Regierung bereit, einer

(W.T. B) Russischer Kriegsschauplay. Heeresfront des Feldmarschallleutnants Erzherzogs Carl.

Auf den Höhen südli<h von Zabie wiesen österreichisch- ungarische Truppen einen russishen Angriff unter {weren

¿Feindverlusten ab. / : Mit der Armee des Generalobersten v. Koevess trat der im Raume von

, 10, August. Amilich wird gemeldet:

bestandteilen zuzustimmen.

Agentur“ kommandierende ; gouverneur von Turkestan ernannt worden,

General- Gegner gestern nur in \{ärfere Gefechtsfühlung.

Nördlich von Nizniow griffen die Russen wieder ver- geblih an; sie wurden überall an mehreren Stellen im Nahkampf geworfen.

Heeresfroníi

des Generalfeldmarschalls von Hindenburg.

Südlich von Zalocze sind seit heute früh neue Kämpfe entbrannt.

Westilih und nordwestli<h von Luck verhielt Gegner nah den s{hweren Mißerfolgen vom 8. d. M. ruhiger. der von Sarny nach Kowel führenden Bahn abermals seine Massen bei Tag und bei Nacht zum Angriff über den Stochod vor. folonnen bra<hen meist {hon vor unseren Hindernissen zu- sammen; sie erlitten dur<hweg \<were Niederlagen; die Verluste der Russen sind wieder sehr groß.

ZJtalienischer Kriegsshauplag.

Entsprechend der dur<h die Räumung des Brückenkopfes von Görz eingetretenen Lage wurde die Stadt aufgegeben und nach blutiger Abweisung neuerlicher italienischer Angriffe auf der Hochfläche von Doberdo die gebotene Berichtigung unserer Stellungen vom Feinde ungestört durchgeführt. Ja diesem Raume nahmen unsere Truppen in den lezten Tagen 4100 JFtaliener gefangen. in den Görzer Brückenkopf konnten se<s unserer Geschüße nicht mehr geborgen werden. richteten sih die stärksten Anstrengungen ZJtaliener gegen den Abschnitt von Plava. stündigem Artilleriemassenfeuer griff die feindlihe Jnfanterie Bagora viermal, dreimal an.

Ein im geslrigen Amtsblatt erschienener Erlaß ver- bietet italienishen Bürgern, au<h den im Auslande wohnenden, ebenso wie allen in Jtalien und in italienischen Kolonien sfi<h aufhaltenden Personen den Handelsverkehr 1) mit Personen, Anstalten und Gesellschaften im Gebiete der Jtalien feindlichen Staaten und ihrer Verbündeten sowie in den von den Feinden oder ihren Verbündeten beseßten Gebieten, 2) mit Untertanen der vorgenannten Staaten, wo sie sih au befinden, 3) mit Personen, Handelshäusern und Gesellschaften, die in einer auf Vorschlag der Minister für Handel, des Innern und der Justiz durch königlichen Erlaß festzustellenden Lisie auf- geführt werden sollen.

Ein anderer gestern erschienener Erlaß unterwirft alle Handelgunternehmungen im Königreich, die von An- gehörigen Jtalien feindliher Staaten oder ihrer Verbündeten verwaltet werden, und Handelsunternehmungen, an denen solche Personen den überwiegenden Anteil besißen, der Aufsicht der Regierung, gegebenenfalls der Bes <lag- nahme und Auflösung.

Spanien,

Unter dem Vorfiß des Königs hat dem „Temps“ zu- folge ein Ministerrat stattgefunden, ziehungen Spaniens zu Portugal ausführlih erörtert Diese bildeten vorgestern und gestern au< den Ge- genstand privater Unterredungen zwishen den Ministern beim Ministerpräsidenten.

Dagegen trieb er nördli

Seine Sturm-

bie Daa Beim Einbruch des Gegners

Nach zwölf-

Portugal.

In den Kammern teilte der Finanzminisler Affonso Costa laut Meldung des „Temps“ mit, daß Uebereinstimmung mit den Grundsäßen der Pariser Wirtschaftskonferenz Die englishe Regierung wolle die deutschen von

die Höhen Alle diese Stürme i festen Widerstand unserer Truppen, unter denen sich Abteilungen der Jnfanterieregimenter Nr. 22 und 52 neuer- dings auszeichneten. j

mehrere Angriffsversuche des Fein

östlih von brahen si< am

die Negierung in

¡ront s<cheiterten es in den Dol 9-

der Tiroler

entsprechende erlassen

s &

miten und drei Angriffe auf unsere Stellungen im Pasubio-Gebiet.

Südöstlicher Kriegsschauplas.

Keine Ereignisse von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant.

Der Krieg der Türkei gegen den Vierverband.

Konstantinopel, 9. August. (W. T. B.) Haupt- quartiersbericht.

An der Jrakfront keine Ereignisse von Bedeutung. Die feindlichen Lager. die bei Nassirieh an dem Euphratabschnitt sih befinden, sind dur unsere überraschenden nächtlihen An- griffe beschädigt worden, wobei wir dem Gegner Beute entrissen.

Jn Persien fährt unsere Armee an der russischen Front fort mit ihrem reten Flügel den Feind in der Richtung auf Hamadan zu verfolgen. Der Feind versuchte energish sich in dem Engpaß östlih von Sakna zu vecteidigen, aber er wurde gezwungen, sih nah Kankaver zurückzuziehen und ließ eine Zahl von Gefangenen, zwei Munitionswagen, Be- spannung für aht Kanonen und eine große Menge anderer militärischer Gegenslände in unseren Händen. Eine feindliche Haubige wurde dur<h das Feuer unserer Artillerie zerstört. Gefangene erklärten, ein französisher General sei von Anfang an mit der Befestigung des Engpasses östli<h von Kankaver beauftragt gewesen.

Kaukasusfront: Am rechten Flügel fahren unsere Truppen fort, gegen die Engpässe nördli<h von Bitlis und Musch vorzurü>ken. Die von uns gegen die feindlichen Stellungen in der Umgegend der Ortschaft Ognott nordwestlich von Musch, ungefähr achlzig Kilometer von Erzerum hbe- gonnene Offensive nimmt einen für uns günstigen Fort- gang. Ein Teil unserer Truppen nahm in heftigen Stürmen den Hügel Bughlan und die Hochfläche Melquan zwischen Musch und Ognott, und ebenso den Hügel Tscheli-Geul, zwei Kilometer östlih von Ognott ünd die feindlichen Stellungen westlich der genannten Oertlichkeit in einer Aus- dehnung von 8 km. Bei diesen Kämpfen nahmen wir dem Feinde 400 Gewehre, eine Menge Munition und Pioniermaterial ab, au<h machten wir 140 Gefangene. Ein anderer Teil unserer Truppen, der 46 km südli<h von Mamachatun in der Rich- tung auf Kighi operierte, nähert sich dieser leßteren Ortschaft. Im Zentrum und auf dem linken Flügel entwi>elte der Feind gestern keine wihtige Tätigkeit.

An der ägyptischen Front fand kein Ereignis von Be- deutung in der Umgegend von Katia statt.

Konstantinopel, 9. August. (W. T. B.) Der letzte Bericht, den wir über den Kampf vom 4. und 5. August in dem Gebiet von Romani und Katia erhalten haben, lautet: Unsere Abteilungen, die mit der Bestimmung vorgerückt waren, einen Erkundungsangriff auszuführen, hatten voll Auf opferung einen Sturm gegen die stark eingerichteten Stellungen unternommen und beseßten die ersten Linien der feindlichen (Gräben. Sie gelangten gegen Abend an die Drahtverhaue der feindlihen Hauptstellung. In der Zwischenzeit hinderten verheerende Sandstürme die Bewegung unseres linken Flügels und nahmen ihm jede Möglichkeit, seine Erkundung weiter- zuführen. Aus dieser Lage zog. der Feind mit. Hilfe voz Abteilungen der Kamelreiterei und Verstärkungen, die er aus der Richlung von El Käntara und Duidar heranführte, Nußen und machte einen überrashenden Angriff gegen den Rücken unseres linken Flügels. Von diesem fiel ein Teil nach einem langwierigen Kampfe in die Hände des Feindes. Einige unserer Maschinengewehre, die in der Stellung zurückgeblieben waren, wurden nah Unbrauchbarmachung aufgegeben. Jnfolge dieses Vorganges wurden unsere Truppen in der Nacht von 4. zum 5. August in der Nichtung auf Katia zurü>genommen. Am 5. August unternahm der Feind mit allen seinen Kräften und mit Verstärkungstruppen, die er eiligst aus El Kantara heranführte, einen Angriff auf unsere Truppen, die im Gebiete von Kalia lagerten. Er wurde daber infolge unseres Gegen- angriffs zurückgeschlagen und erlitt s<hwere Verluste. Jn der Nacht vom 5. zum 6. August zogen wix unsere Truppen auf die Linie östlih von Katia zurü.

Der Krieg zur See.

Kopenhagen, , 10. August. (W. T. B.) „Nalional- tidende“ meldet aus Malmö: Jeßt ift festgestellt, daß der norwegishe Dámpfer „Tora Hasle“ 300 m von der \hwedishen Hoheitsgrenze entfernt auf eine Mine gestoßen ift. Von dem Wrack ragen Masten und Schornstein aus dem Wasser. Wachtlschiffe werden das Wrack beseitigen.

Kopenhagen, 10. August. (W. T. B.) „National- tidende“ berichtet aus Kristiania: Aus Bergen wird gemeldet, daß der große englishe Dampfer „Jupiter“, dessen An tunft bereits am leßten Freitag dort erwartet wurde, wie jeßt angenommen wird, von einem deutschen Unterseeboot tor- pediert worden ist. Die Besazung eines in Bergen ein- getroffenen norwegischen Dampfers berichtet, daß sie auf der Fahrt von London drei große brennende Schiffe gesehen habe. Die Nationalität sei nicht festzustellen gewesen, da die Schiffe bereits bis zur Wasserlinie niedergebrannt gewesen seien.

Wien, 10. August. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der Besuch der italienishen Großkampfflugzeuge in Fiume am 1. d. M. wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. von unseren Geschwadern, zusammen 21 Seeflugzeugen, in Venedig erwidert, wo sie das Arsenal, Bahnhof, militärische Objekte und Fabrikanlagen mit Bomben im Gesamt- gewicht von 3!/, t mit verheerendem Erfolg belegten. Ein Dußend Bände wurden hervorgerufen, davon zwei von sehr großer Ausdehnung bei der Baumwollfabrik und in der Stadt, die no<h< gu! 2%5 Meilen Entfernung sichtbar waren. Das heftige Abwehrfeuer der Batterien war ganz wirkungslos. Alle Flugzeuge sind unversehrt eingerückt.

Flottenkommando.

Berlin, 10. August. (W. T. B.) Bekanntlich ist die englische Regierung ängstli<h bemüht, das Bekanniwerden der Wirkung unserer leßten E angene zu ver- hüten und die Angriffe selbst als völlig belang- und ergebnislos hinzustellen, Sie ging so weit, zu erklären, die deutsche Meldung, daß die deutshen Marineluftschiffe am 1. August London angegriffen hätten, sei glatt erfunden. Entweder hätten die Führer- der .Luftschiffe bewußt eine falshe Meldung er- stattet, oder sie müßten völlig die Orientierung verloren und

haben, wo sie si befanden. tteln muß England greifen, um die Tatsächlich

Zu solch ver-

niht mehr t drängnis hiowegzutäuschen. ein die Ueberzeugung, daß dec An-

er s{werste war, den London bisher

E

elt über seine errsht in London allgem griff vom 1. August durchgemacht hat. Jm Nachfol über die Luft B3L Quit. Lincoln wurden zwei Fabiiken Bau befindliche Halle, wurde völlig zerstört; der größte Teil der Pferd um. Die Bahnlinie nah Chefteifield ijt brochen worden. Bei Cisenbahngebäude vnd Anlagen {hw An der Humbermündung schiedene Brände wurden beobacbtet. steinen und 1 Mast wurde dur etn Unterhalb Grimsby sin euthielten, völltg zerstôrt worden. Grimsby und Cleethorpes wurden Hafenanlagen em in der Nähe von Cleethorpes Immingham ad wurde s{<werer Schaden an-

Die in Hull angerihteten Bes(ädt mebrere Waffen- und Munitionsfabriken militärisher Bedeutung wurden zerstört, Noad, King Street, bahnstation und die Unter der Bevslkeru die Abwehrbatterien gegen die waren. Der Hafen von Jmmingham is wegen der Schäden, die in den Do>s und Kohlenlagern ange

Die Bahnlinie ber Great Central Railway zwischen und Yarmouth wurde an verf troffen und beschädigt. N Bahnlinte Norwi<h— beträchtlihe Zerfii

genden find einige einwandfreie Nachrichten iffangriffe in den Nächten vom 28./ August und 2 /3. August zusammengestellt \<wer bes<äzigt, eine im pot untergebraht war, e kam in den Flammen an mehreren Stellen unter- südwestlih Cromer, wurden er beshâdigt.

wurde ein Leuchtturm zerstört, ver- Ein kleiner Kreuzer mit 3 Schorn- Bombe getroffen und {wer d 2 Schuppeo, die Muniticn

in der eine NRemontede

Neepham, 20 km

und Gebäude ankernde Fahrzeuge fehr f und Grimsby und bei Spurn He

und yor all

gungen gehen in die Millionen,

sowie sorsitge Anlagen von South-Bridge- (Fine E'sen- X beschädigt. auil aus, als erkannt wurde, daß ohnmächtig bedeutenden richtet find, ge\perrt

l besonders bei Mason Street und Princeß Dok Newjoint Decanlagen wurden |<we ng brach eine P Lufischiffe vollkommen

schiedenen Stellen dux< Bomben ge- ordwestlih von Norwich rourden auf der Norih Weisham und an etner Gisenbahnhalle In der Näbe von Watton, ine Rethe von Schuppen durch ie große Fabtrik-

rungea angeri<tet.

30 km westli<h von Norwich, wurden e Südlih Cambridge wurde et: Etne Schzinwerferbatterie bei Great Yarmouth wurde zerstört, desglelhen eine Abwehrbatterie ver- nihtet. In Harwich braunte eine im Bau befindlich

Wellington-Do>4 getroffen und Brand- e im Nordosten Dovers geworfen. Woolwich und Verschiedene Munitionsfabriken

In einer ôftlißen Vorstadt Londons wurde eine zur fabrikation benußte Spinnerei vollständig vernictet. Männer und Frauen sind Mehrere große Themsebrücken Bridge, wurden beshädiat. und Unlegebrü>ken vollständig zerstört. zum Teil {wer beschädigt. Schiffe, darunter ein großer englisher Fractd ör diè Truppen na< Frankr-e{< bringen sollten, verbrannt. Vallonabwehrges@ütze sind viele P Auf der Themje i troffen und versenkt worden.

Bomben zerstört. anlage in Brand gesetßt.

ifls<iffballe

In Dover wurden dîe bomben auf eine Luftschiffhall Stunde lang wurde dort ein Brand beobachtet Umgebung sind {wer beschädigt. wurden getroffen.

Ueber 1000 hierdur< beschästigungslos geworden. , darunter die Lauförücke der Tower- In den Vods find mehrere Magazîne Dort ankernde Schiffe wurden find zablreiche die Lebens-

ersouen tetlweise {wer ver- st ein Torpedoboot dur< Bombe ge- Bomben fielen ferner an der Themse | hend und Erith, bei Üllwall Do>ks und Depford. d bei London sind zwei Munttionsfaviiken Die Umgebung der Fabriken stand

leßt worden.

zwis><en Nort vernihtet worden.

„Ministerialblatts für die preußische innere ", herausgegeben im Ministerium des Innern, vom ] Allgemeine waltungssachen: Verfügung vom 6. Juli 1916 und Ausführurgs- anwelfung von bemselten Tage zur Verordaung des Bundesrats über die Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk. und Strickwaren bürgerlihe Bevölkerung; Verfügung vom 12. Juli 1916, Aufstellung der UÜrlisle für die S{öffen un ht über die Tätigkeit der Schiedemänne Organisationssachen, Behörden und Beamte: 14. Junt und Verfügung vom 6. verwundeten und niht mehr kltegsverwendungsfä Verwaltung Korporatlionen und Institute: Auszuz aus etne Müllabfubrgebühr Grundsteuer Maßstab“;

Berwaltung 1916 hat

d (&t]<worenen ;

| Schretben vom Juli 1916, betr. Heranziehung von higen Unteroffizieren Kommunen, m Grkenntnisse :

Polizeidienft.

( unzuiässigen (Frkenntnis lien Oberverwaltungsgerihts Entscheidung der Frage :

steuer cin Grund zur U

ob die Nichiveranlagurg zur Einkommen- aterlassung der Aufnahme in die (Semeinde- wählerliste ist. Polizeiverwaltung, Paß- und Fremdenpoitzei: Bekanntmachung, betr. Paßresen ; Berfügurg vom 6. Juli betr. dte Kontrolle der Ausländer 10, Juni 1916, betr. Bekanntgabe der Borschriften berre; Verfügung vom 27. Juni 1916, betr. die Ausfuhrbes{hrärkfungen füc Lebensmittel; Verfügung vom 2

Berfüçgung vom über die Njemen-

; Marktpoitzei :

It 7. Junt 1916, betc. die Benuyung und Hajelyrüsse zu Genußzwe>en ; Verfügung vom ur Butter ;

unreifer Wal- 28, Juni 1916, betr. die Ueberschreitung der Héchstpreise f 916, betr. den Grenzverkehr mit bolländischer g der Staatssteuern und Abgaben: die Stempelfreiheit von betr. die Erhohun derg

Verfügung vom 4. Juli 1 Butter. Verwaltun Berfügung vom Wechseln; Verfügung vom 19. Junt 1916, Tabakabgaben.

19. Juni 1916,

Wohlfahrtspflege.

Ueber die Arbeitsgemeins<haften der Arbeit geber und Arbeiter für Zwe>Lke der Kriegs fürsorge

enthält die von der Zentralstelle für Volkswohblfahrt herausgegebene spondenz für Kriegéwohlfahitepflege“ ratsrat P. lbling (Berlin), dem die folgenden Mit- teillungen entnommen seien:

ie sogenannte paritätis<e, d. h. unter glei starker Beein- dur Arbeitgeber und Arbeiter slehende Regelung gewerb- ngelegenheiten hat etnen bedeutsamen Fortschritt gema<t, als die kriegêbeshädigten Arbeiter zu versorgen werblihen Leben witederzugewinnen oder zu emeins<haften von Arbeitgebern und eshâdlgtenfün sorge, insbesondere der s<affung und Arbeitêvermittilung an Kiiegsbeschädigte, zum I mit dem weiteren Zwe>ke, nah be der Wiedereinstellung der heimk t gemeinsam zu lösen, nachdem einzelne Arbeitgebergemetnscaften 8 eine einseltige Lösung angestrebt halten. haften gegenüber den Kriegébes{hädigten find im ein-

u prüfen, wel<he Stellen im Gewerbe si< biidbüdlgie: d. h für bte dur Kriegsbes<ädigung igkeit beschränkten Personen besonders tin Betracht atürlii nit ledtzlih shemalis< zu verfahren ist. besondere Exwerbsmögltichkeiten zu schaffen,

etnen Bericht

es sid darum handelte,

und sie gleihzeitig dem ge Es entstanden die Arbet18 Arbeite:n mit dem Zweke der Kriegs

rtedens\{luß die {<wlertge - renden Krieger in Lohn uud

Die Aufgaben der Arbeitsgemein ¿elnen folgende : ift zunächst

kommen, wobei n Sodann sind

namentli< da, wo man bisher nur auf die Einstellung gleihwertiger Kräfte eingerihtet war. Ferner hat man si über die Ent- lobnung zu verständigen, da naturgemöß ein minder- leistunasfähiger Arbeiter ni<t etner vollen Kraft gleich- bewertet werden kann. Eine indihiduelle Behandlung der einzelnen, starke Verschiedenheit aufwetsenden Fälle ist geboten, daber wird man auf die Form der Behandlung der einzelnen Fälle Bedacht nehmen müfsen. Die Kriegsbes{ädigten find dur< gemein- fame Vert:auersmänner in bezug auf thre Arbeiisfähigkeir und die Gignung für eine bestimmte Arbeit zu prüfen. Man muß ihnen vielfa erst Luft und Mut machen, wieder an bie Arbeit heranzu- (nes, fie darüber aufklären, daß fie keinen S{haden haben, wevn fie, tatt lediglih von der Nente zu leben, fi< dur< Arbeit etwas ver- dieaen. Sodann ift mit dem früheren Arbeitgeber, nôtigenfalls mit einem anderen Arbeitgeber zu verhandeln und mögli<|t für eine dauernde Stelle Sorge zu tragen. Damtt ist aber die Fürsorge sür * den Kriegsbeschädigten ni<t beendet, vielmehr muß diefe dig fortgeseßt werden, weil die Gründe der Fürsorge dauernd bestehen bleiben. Die Arbeltsgemein|<aft muß ständig darüber wahen, daß der Kriegtbes{hädigte von seinem Arbeitgeber ni<t in unbilliger Weise ausgenußt wird, daß seine Mitarbeiter ihn nicht hoykottieren, daß ihm selbst die Luft zur Arkeit nitt vergeht und daß er, wenn etn Wesel nötig wird, wteder cine passente Dauerstelle erhält. Es kann au< tm Laufe der Zeit wieder ein Berufe wed; fel mit neuer Berufsberatung nôttg werden. In Streitfällen zroiszen dem Arbeitgeber und dem Kriegébeshädigten, aber auch zwischen dem Kriegebeshädiaten und setnen Mitarbeitern kann die Arbeitégemetn- schaft als S{lihtungskommission oder Schiedsgericht wirksam werden.

Das sind die Aufgaben der Arbeitsaemeinschaften im Interesse der Kriegébeshädigten. "Ste sind mit Friedens\{luß nit beendet, sondern werden dann erst besonders s{<wierig, weil tann erst wteder der Wettbewerb der zurü>kehrenden Krieger eintritt, während gegen- wärtig cine große Nachfiage nah Arbeitern vorhanten ist vpyd daher die Tad der Arbeitêgemeir schaften weniger in ter Beschaffung von Arbeitsgelegenheit überhaupt oder in der Ausbedingung etnes angemessenen Lohnes als in der Fürsorge für dauernde Bes s{<aftigung besteht, die nit mt Friedens\{luß aufhört. Die Schwierigkeit der Aufgaben nird, obglei natürli eine gewisse Eingewöhnung beider Teile, der Uaternehmer und der krieg8beschadigten Arbeiter, eintreien wird, im Laufe der Iahre zunehmen, weil einmal die Leute älter und arbeitsuntühtiger werden, andererseits das patriotis<he Pflichtaefühßl gegenüber den Értegds- beschädigten Vaterlandeve-rtetdigein vielleiht etwas na<lafsen wird Gerade dieses Pflichtgefühl bet Arbeitgebern und Arbeitern wah zu erhalten, ist auch eine wesent - lihe, wenn ni<ht die wichtigste Autgabe der Arbeits-

emeins<aften. Nicht alle A:beitögemeinshaften, aber do viele

baben sih ferner das Zil gesegt, bet der Ueberleitung des jeßigen S in den regelmäytgen Friedenszustand mittät}jig zu fetn.

Wie sind nun dfe Arbeitsgemeins<aften organitisi ert? Aus sch selbst heraus, in freter Verhandlung der Beteiligten entstanden, weist die Organisation zwar gewisse gemeinsame Züg- auf, do< zugleih wesentitihe Vershiedenheiten, und zwar nicht bloß soldbe, die sich aus der Natur der Dinge, aus der Mannigfaltigkeit der Bedürfniffe er- geben, fondern au< folhe Veaischiedenheiten, die lediglich etne Folge nit genügender Füblung der etnzelnen Einrihtungen untereinander und mit den tin Beträcht kommenden öffentlichen Behörden und Ein- rihtungen sind. Die Arbeitögemeins(aften find auf vertraglicher Gi1undiage beruhende Einrichtungen der Arbeitaeber- und Arbeitnehmer- verbände eines bestimmten Gewerbes, deren Dauer {h aus der ver- abredeten Zwe>bestimmung ergibt. Zhre Gescäfte werden dur< Ver- treter der Arbeltgeber- und Arvettnehmervexrbä de geführt, und zwar haben si dabet gewöhnli die verschiedensten Richtungen der Arbeit- geber und Aibetter, Arbeitgeberverbände, Junungen, Gewerkschaften usw. vereinigt. Einige Arbettsgemetnshaften baben f< zur xcitung ihrer Verhandlungen etnen unpartett\<en WVorsigenden gewählt, d. h. eine Perfen, die weder gewerblihzr Arbettgeber no<h gewerblicher Ar- beiter fein dar’. In der Sattler- und Lederwarenbianche find zuglei< ein Arbeitgeber und ein- Arbeiter mit dem Vorsiy und der Geschäfts- tührung betraut. ŒE:nzelne Gewerbe haben die bereits bestehenden paritätis<en Ginrihtungen zu Kriegsfücsorgeorganifattonen ausgebaut oder die bestehenden pa:itätis{<en Einrichtungen in den Dienst der Kriegsbe}<ädiatenfürsorge einbezogen. So haben bet den BucHdru>kern und Chemigraphen die bestehenden Tarifämter dte Aufgaben der Arbeitsgemeinshaft üÜbernow men. Im Gastwirtsgewerbe Broß Berlins wurde ter bestehente paritätishe Arbeitenahweis ala Organ ter Arbeitsgemeinshaft beslcllt. Liesea Verfahren liegt ent\<ieden im Inter: se ciner Beteinfahung ter Kriegvbeshädigtenfürsorge; ta die Urbeitönahweise über erheblihe Erfahrungen und über aroße Be- ziehungen zu den Unternehmern verfügen, kann ihre Mitwii:kung eigent!ih gar ni<t entbehrt werten.

Bet der Aufstellung voa Grundsätzen der Arbeitsvermittlung knüpfen die Arbeits, emeinshaften an die Zusaze der J1 duitriellen an, ihre Kri-g9beschädigten wieder in die alten Stellungen zurü>zunehmen, Uls Beisp el seten hier die am 12 Oktober 1915 aufgestellten Grund- säge der Acbeitsgemeinschaft für das deutshe Holzgewerbe angeführt, die lauten: 1) Die kriegebeshädigten Holzarbeiter, welche vorübergehend oder dauernd in ihcer Erwerbsfähigkeit bes<ränkt sind, haben in erster Linie Anspcuch auf Beschäftigung tin ih1em bisherigen Berufszweige vnd mögli<st au< in dem gleihen Betriebe, in welhem fie vor ihrer Œinbecufung in den Heeresdienit zuleßt gearbeitet haben. 2) Arbeitgeber w'e Arbetter verpflichten s, dzn Kriegsbes<hädigten die bejllmöglihe Unterstüßung angedeihen zu lassen, damit diese ent- sprehend der Anpassangsfähigkeit ihrer verleßten Gliedmaßen ihre Arbeitsleistung tun!ichst bis zu der etnes Vollarbeiters stetgern können. 3) Sofern die Beschäftigung von Kriegebeshädigten in dem erlernten Berufe ut<t mehr in Frage kommt, ist auf deren Unterbringung in andere geetgnete Arbeitsstelen hinzuwirken (z. B. als Auf, fihts- und Bedienungépersonal in den Kontor- und Maschinen- räumen, auf Lagerpläßzen usw, als Hllfskräfte für \<i1itfr- liche und re<neris<he Arbetten oder zur Anfertiqung von Werk- und Maßzeichnungen; ferner ist thre Beschäftigung in bestimmten Spezialbetrieben oder Spezialberufen oder dei ent- sprehenden Zettarbeiten in den Betrieben der Holzindustrie ins Auge ¡u fassen). Läßt die Art der Verlegung die Wiederaufnahme in dem früheren Berusszweig oder in einem anderen Betrieb der Holzindustrie nicht zu, fo ist auf die Unterbringung der Verlegten in einem Beruf htozuwk:ken, der den körperlihen und geistigen Beranlagungen des Berlepten möglichst entspri<ht. Jn bezug auf die Lohnfrage hat man si gewöhnlih dahin gecintgt, daß die ortsüblichen Löhne zu- grunde zu legen sind und daß der Lohn der Leistung entsprechen muß, daß daher eine Anrehnung der Inyaliden- oder fonstigen Rente niht exfolgen darf. Aus diesen Grundsäyen ergeben ih aud Abänderungen der tariflihen Veretnbarungen.

Während in der Holzindustrie, im Buchdru>- und Chemizraphen- gewerbe ein gemeinsames Vorgehen für ganz Deutschland vereinbart wurde, haben andere Gewerbe si< nur für bestimmte Bezirke, Pro- vinzen, Städtegruppen oder Städte zusawmengeshlossen. Im Litho- graphen» und Stkeindru>kgewerbe haben die Verhandlungen nicht zu ciner Arbeitsgemeinshaft geführt, aber es find wenigstens gewisse Grundsäye vereinbart worden, für deren Durchführung es fretlih an einem Organ fehlt. Ueber die Erfolge der Arbeita- gemeinshaften kann man zurzeit no< nicht berthten, da die ganze Bewegung erst im Anfang steht. Immerhin wird von einzelnen Stellen eine befriedigende Tätigkeit berichtet. Der große Wert der Bewegung liegt in der Tatsache, daß ih Arbeitgeber- und Arbeiter- beretnigungen überhaupt zu gemeinsamer Arbeit auf einem wt@tigen Gebiete zusammengefunden haben und \ih< in immer weiterem Maße zusammenschließen, Es darf erwartet werden, daß aus dieser Be- wezung die erfreuli<sten Erfolge für eine sahlihe Stellungnakme der Arbei!geber und Arbeiter zu yielen Fragen des gewerblichen Lebens erwachsen werden. | i

Literatur. Handausgabe des Gejeg- und Verordnungblattes Belgiens (1. September 1914 bis 31. Dezember 1915) mit Verwei\ungen und Abdru> der angezogenen Geseße und Verordnungen nebst einem Anhang, heraus- gegeben von der Politischen Abteilung bei dem General- gouverneur in Belgien, bearbeitet voa Gerißtsafssessor Otto Brüssel, Verl ¿g bezieben bdbur< die Buchhandlung Misch u. Thron, Preis für Behörden geh. 3, geb. 4 #, in Deutsch- beseßten Gebieten Belgiens hat den Wunsch na<

Krieges erlafjeven Gesege und Verordnungen aufkommen lassen. Wäbrend aber in Deutschland bisher ledigli<h private Sammlungen der Kriegsverordnungen der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, hat die deuts<e Verwaltung in Belgien in dem kürzlich erschienenen ersten Band der „Handaukgabe des Geseß- und Verxrordnungsblattes für die oklupierten Gebtete Belglen9“ den Grunb lichen Sammwelwerk dec von ihr erlassenen Best hat fi< domit cia großes Verdienst erworben; denn gerade die Gescye und Vero:dnungen, die in einem beiimmten Zettabshnitt ergangen, sind es, auf die si< spätere wifsenschaftlide Forshunaen stüßen und um die fi< würdigende Betrachtungen gruppteren müssen. Die von der Politishen Abteilung bei dem GSeneralgouvernemeut in Belgien herausgegebene, vom Geriht8assefsor Spengler bearbeitete „Handausgabe“ enthält in Band l yur den deuts<en Tert der sür die besetzten Gebiete Belgtens erlassenen Verordnungen und Bekanntmachungen aus der Zelt vom 2. September 1914 bis 31. Dejemter 1915. nd Verweisungen - auf ergänzende, abändernte oder inhaltli<h zu- mmenbängende Bestimmungen, au auf solche, die tn dem Ver- ordnungdblatt für das Etappengebiet der 4. Armee veröffentlicht Ferrer sind im Interesse der Vollständigkeit der „Hanbaukg1be* die in den Verordnungen des Generalgouverneurs an- gezogenen Stellen belgisher Gejeße abgedrudt. findet man die niht im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicten Berordnungen und Bekanntmachungen zusammengestellt, die in späteren im Verordnungtblatt ershienenen Verordnungen erwähnt sind. Ein nah geordnetes Snhalts- verzei<nis und ein alphabetis<es Schlagwortregister erleitern die In erster Linte für den Gebrauch der deutsGen Behörden in den beseßten Gebieten Belgtens bestimmt, wird die „Handausgabe" au< Behörden in Deutschland, Furisten und Kaufleuten ein wertvolles Naschlagewerk über den zurzeit in Belgien bestehenden Nechtszustand setn.

Der S<uy deutscher Auslande

okfupierten Gebiete

Spengler. 510 Selten. der Staats-

Brüssel, Koningsiraat 126.

4,90 bezw. 5,50 . Nicht nuc

eugeberishen Lätigkeit

übersihtliden Sammlurg

u etnem großen amt- mmungen gelegt. Sie

Den Gesetzeatexten

worden, beigefügt.

inem Anhang

s - A S4 eE &. = 7 o . a tar: Bu s v 46 a E E E gct A nte ENE 4. D M nv iiacs E n Bx) DUEN: : 2a. GER L T T EBD E x ¿n E >i L L E S E ti L T P T Üs e R Tis AB G S a CANN U Tie erein T I R Mot i Ler Ae at ta a E 2M Nt N i L _ s I E E E S E Ri On Ea

innerhalb diefer <ronologis<

Benutzung der Sammlung.

feindlichen der dur< den Krteg unterbrochenen internattonalen Privyatverträge. Justizrot Dr. jur, Ludwtg Wertheimer, Rechtsanwalt in Frank- furt a. M. 31 Seiten. Berlag von Ferdinand Gn>e, Stuttgart. Preis 1.46. Diese Schrift gibt einea Vortrag wteder, der am 7. Junt d. X. auf Anregung der Handelskammer in Stuttgart gebalten worden tft. Der durch setne wissenschaftlihe Tätigkeit auf dem G-biete des tnter- nationalen Privatre<ts und des gewerblichen Nechts\{<utzes bekannte Berfasser schildert darin diz Gefahren, die rund 2 Mtltarden deut- {en Volksvermögens bedroben, und befürwortet. daß der Bundesrat im Wege der Vergeltung Bestimmungen erlasse, wte sie die uns feindlichen Auélandsstaaten, insbesondere Frankreih und VJialien, zur Deutschlands, di

Außenstände Behandlung

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Hantelêwelt Angehörigen

Schädigung Lieferungéverträge

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batte, getroffen haben; dean der Einzelne sei zur Sicheruna seiner Auslandsforderungen ma<htlos, und selbst die organisierte Selbsthilfe werde kaum Erfolge erzielen können. Die zu erlaßenden Bestimmungen müßlen nicht nur dem neu eingeführten Kcie 16sonderrehte jzner Länder en1jpre<en, sondern besonders im Hinbli> auf (England dem von dem deuts<hen Ne<bte und der deutshen Nechtspre<hung ab- wet<henden allgemeinen auéländisen Rebte und ber ausländisen Nechtsprehung angepaßt werden. fetndlihen Auslandes und die neueste deutshe N-<tspre<ung werden Zum Schluß mat Wertheimer Vorschläge für die Regelung der behandelten Berhältnisse b-i den Frfebensveihandlungen.

Ausgewählte diplomatische Aktenstücke zur ortienta- lischen Frage, zusammengestellt und crläutert voa Dr jur. Karl Strupp, Véttherausgeber des J1hrbus des Böikerre<ht3. Verlag von Friedrich And e2s Perthes, L-G, Gotha. Geh. 5 #. Bor mebreren Fahren hat Strüupy eine Sammlung von „Urkunden zur Geschichte herausgegeben, von denen der erfte b s zum Berliner Kongréèß (1878), der zweile bis zum Jahre 1911 Grgänzungsbeft dazu „politishe Dokumente zur Marokko-, LTrivolis- und persischen Frage“ sowte cine Reihe von Urkunden ni<tpolitis{Gen Inhalts, nämlich „Schiedsgerichtsverträge* zusammengestellt. „diplomatischer Aktenstü>e zur ortenta- li\hen Frage“ bildet das ¡wette Ergänzungsheft zu seinem Hauptwezr?. Um biese Sammlung grundlegender Quellen zur Geschichte des in fi< gi\{lossen vershiedene {on im Abdru>k gebra<t. lateinishen

Das einf<läutge Kriegére<t des

kurz dargelegt.

319 Setten. BoOlferred;i6*

und dann in etnem ersten

jeßt vorliegende Auswahl

Ostens bis der Herausgeber Urkunden erneut

Hauptroerk

gangspunkt e Friedenßsvertrag von und Oesterreih vom 26. Januar 1699, der, unter engltsG-hollindi!<-r Vermittlung abgeschlossen, den Krieg beendigte, der nad anfänglichen Stegen der Türken (1683 Belagerung Wiens) zu den für Oesterrei siegreihen Schlachten von Mohacs (1687), 697) geführt batte und Siebenbürgen sowie mit Ausnahme des Banats mit Oesterreich vereintgte. 83 Urkunden aus dem 18.

Salankemen (1691) und

Dann folgen 19. und 20. Jahrhundert bis zu Friedensveiträgen der Türkei und der Balkanstaaten vom Fahre 1913 und unter der Nr. 85 die Aufbebu der ‘Türkei betreffende Akten September 1914 bis März französischen, deuts<en oder englischen Originaltext Uebersezung, meist tns Französi! ce. Urkunden furze ges<i<tli<e Angaben urkundeten Verträgen usw. oder andere, halts fördernde Bemerkungen sowie Hinweise auf vorbandene Literatur wiedergegebenen

ng der FKonsulärgeri{t8barkeit i stü>e und Geseße aus der Zeit von 1915, fämtlt< im lateinisdhen, beiw. oder in offizieller Vielfah fird den abgedru>ten laß zu den

das Verständnisg

Nur wenige ledigli historischen j Verständuis der orientalischen Frage in ihrer Gesamtbeit notwendt Gerade die jüngsten Ereignisse baben gezeigt, staubte Verträge, wie die übec die ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts, haben, und ähnli verbält es si, von de . B. dem Berliner Vertrag und dem Frieden von 1913, sehen, mit vielen anderen Ättenstüden, betsvie!lamweise das Schwarze Meer und die Dardanellen, über die Donau arabien, über Syrien, den Libanon, den Suezkanal, Cypern, Samos u}f. An der Hand der eins{läatzen U man, daß re<tli< no<h heute sowohl Tunis wie Crpren einen Vristemide teil des türkischen Reichs darstellt, und daß zum mindeiten der Sudan nahdem man das Rethtsverbältnis zwischen de das fkeinesfalls re<tli< britis-s Vrotefktorat Aegypten zum o8manishen Reich gebört: die gegenwärtige Verbältni ftändigmahung Aegypyt È re<tlih bedeutungslos ist, die azf S. 216 über die Ue vom 27. März Teil Unzugänglichkeit

daß jelbfi leibt ver- Y, Un v

Necbtélage Griehenlands aus drm no< Gegenwartbedeutunga n „großen“ Urkonden, wie

it denen Leber

uber Aegvpter wTanden trennt

7 L r Türkei urid Argupten,

NoStögrundlaze für 8 Aegyptens zur Tüz:ket bildet, ens dur Großbritanaten im November 1914 F. rwirdezgegebene ÜrDuride ung des Khedivats von Aecppten an Hilmi P

Bei der außerordrrtlthen Zerstreutbetit, zum des zum Abdru> gelangten Materials wird ber her, der Politiker wit fedet: bt daran lier Verläßlichkeit über die orieatalü&e Krazae die úbersSliSe Zulammeri amen Urkunden Dank wißen,

egt, mit wine. umterrihtnA zu meredeu

dem Herausgeber für ¿Mung alla