1917 / 154 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Senatsbibliotbek Berlin

Ernennungen 2c.

Der Bezugspreis beträgt is, 6 # 30 Pf. Alle Postanstalten nehmen Bestellung an; für Lerlin außer den Postanstalten und Zeitungsvertrieben für Selbstabholer auch die Königliche Geschäftsstelle $SW. 48, Wilhelmstr. 32.

Einzelue Nummern kosten 25 Pf.

Juhalt des amtlichen Teiles: Ordensverleihungen 2c. Deutsches. Neich.

E R N über die Kartoffelversorgung im Wirtschafisjahr

Bekanntmachung über die Errichtung einer Reichsstelle für aßbewirtshaftung.

Bekanntmachung über die Beschlagnahme von Fässern.

Bekanntmachungen, betreffend Liquidation französischer und britis<her Unternehmungen.

Bekanntmachung, betreffend. Zwangsverwaltung französischer Unternehmungen. i

Aufhebung eines Handelsverdots.

Handelsverbote.

Vefes betreffend die Ausgabe der Nummer 123 des Reichs-

ßblatts. | Königreich Preußen.

Ernen -Charafkterverleihungen, Standeserhöhungen und ónstige Persoua

rungen Bekanntmachungen, betreffend die Zwangsverwaltang fran--

zösischer: und- britisher Unternehmungen. Bekanntmachung, betreffend den Absay von Obst. Handelsverbote.

Seine Majestät der König haben Allérgnädigst irddt

dem U ny magugeh ia á. D., Wirklichen Geheimen |.-

Oberregierungsrat Dr. von Guenther in Berlin den Stern

- zum Roten Adlerorden: O en mit Eichenlaub, - 4 e<nungsrat Müller ‘in

dem Oberposlsekretär a. Zoe Saale, g Roten: Äblérectes vierter Klasse,

em Postdireklor a. D. Jäger in Wehlau den Königlichen

ArondeRi dritter Klasse,

dem Stadtrat a. De ‘Rentner Scharfe in Kelbra, Kreis Sangerhausen, dem Rektor Reichwein in Cöln-Mülheim und dem Postsekcetär a. D. Münni < in Wernigerode dèn König- lichen Kronenorden. vierter Klasse

den Postsekvetären a. D. Bandmann: in. Langenbielau, Kreis Reichenbach, Krabbe in- Altkloster, Kreis Stade, Neus haus in Laggen ed, Kreis Te>lenburg, und Schwalbach in Hannover, den Telegraphensekretären a. D. Beyer. in Berlín und Flaschentreter in Cöln-Nippes-das ; Verdienfkreuz in Goid,

dem bisherigen Postagenten Sch raft in Richen, Baden, dem früheren Postagenten Stratmann in Calle, Kreis Meschede, dem Oberbriefträger a. D. Müller in Glückstadt,

dén Oberpostschäffnern a. D. Jablonski und Mehlhorn in

O lin, dem Provinzialchausseeaufseher Spremann in Dahl- 9 Kreis Niederbarnim, dem Kirchendiener, Schuhmacher- ister Fried e in Bracsiedt. Saalkreis, dem Totengräber

und Gemeindeboten, B s A Opitz in Petersdorf, Kreis

Hirschberg, das Krèuz des Allgemeinen Ehrenzeichens,

dem ürgerrne Wagner in Laiz, Oberamt Sigma- ringen, Us Gemeindevorsteher Meyer in Ehra, Kreis

Kefilingers dem früheren Postagenten Sauerland in

a erode, Landkreis Göttingen, den Oberbriefträgérn erhard in Mengeringhausen, Wal!de>, Gröger-

BT in Dresden, Gronemeier in Bad Meinberg,

Lippe, ten Hagen in Uelsen, Kreis Grafschaft Beniheim,

Martin in Geismar, Eichsfeld, U OP in Liebthal,

Kreis Krossen, Dora in Johannisburg, O Pr., RNönne-

be> in Stendal, R oper y in Kreuznach, Swiatlak in Schön-

lanke, Kreis Czarnikau

Zabern, den Dberposi shaffnern a. D. Bühler in Remscheid,

Burandt in als Deutsch in Sangerhausen,

Dormann in Wesel, van de Flierdt in ¿dne pen-

baum, Kreis Kleve, Po ffmann in

: Sudenbur Kilian Cöln. - Merh eiti 1 Doe Lör\h in Mainz,

Manz i Spi, Sie Freigs Trunschel in Karkeln, Kreis - "L endekr ug, Weber in Gebweiler, Wohlfeéil in Königsberg N.-M. und Zomm in Kaukehmen, Kreis E e dem ZolGafsner a. D. Lehrnid>el- n DLOn a

dem bisherigen Pförtner bei der Reichsdru Rotike in Berlin Ch das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

inz

es Nate der König haben Allergnädigst geruht: :

nnten die Erlaubnis nl e ihnen n verliehenen Tnidtpreußischen. Orden zu “erteilen

tes freu es des Herzogli<h Sachsen-Meinin en Ehrenzeiens fte rath a Gei Kriege am Bien ‘für Sih ttämpfer,

dem Steuerrat Ch a bei der Regierung in Breslau;

des Fürstlich L D R gv odtennteanzes : am weißen Bande:

i W n gen über “bie -Ver dem Ne i ungssereete Barfuß beim Oberpräsidium "i u fh n un E E E E: den die

und Lee in Romansweiler, Kreis

Anzeigenpreis für den Naum eiuer 5 gespältenen Einheitx- ¿eile 30 Pf, einer 3 gespaltenen Einheitzzeile 50 Pf.

Auzeigen uimmt au:

die Königliche Geschäftsstelle des Reichs- u. Staatsanzeigers

Verlin SW$48, Wilhelmstraße Nr. 32.

des. GiiSte Rd Türkischen Medschidjeordens erster Klasse:

dem Unterstaatssekretär im Finan minislerium, Wirklichen Ge- heimen Rat Dr. u sj sowie 7

des Großherrlih Türkischen Eisernen Halbmondes : am weiß-roten Bande:

dem Geheimen Oberfinanzrat Dr. Meydenbauer, vor- 1ORONOR Rat in demselben Ministerium.

Deutsches-Reich. Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht :

den Oberbahnmeistern Hauert in Diedenhofen und Lorenz

in Straßburg bei dem Uebertritt in den Ruhestand den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Der Reichsta aggstenograph Gerßÿ ist zum Slelloert:eter des Vorstehers des Stenographi R üros des Reichstags er- nannt worden. :

Bei der Reichsbank find ernannt: n ; die bisherigen Bu@haltereiassisiónten eler in Berlin, Schaaffs in Schwerin, Rahm in O Domin in München und Hebestreit in Düren zu Bankbuchhaltern; der bisherige Kalkulaturassistent Schüß in Straßburg i. Eis. zum (GIABRIUIIOY,

“Verordnung

über die Kartoffelver orgung im Wirtschafts- jahr Ira 18 n M

Vom 28. Juni 1917.

Der Bundesrat hat auf Grund des $ 3 des Geseges über die Ermächtigung Us Bundésrats zu M Mafß- nahmen usw, vom 4. August 1914 (Reihs-Gesezbl. S. 327) folgende Verordnung erlassen:

81

Die Kommunalverbände find verpfliGitet, die für die Menäbrung der Bevdikerung vom 16. August 1917 bis zum 15. Sertember 1918 erforderlidien Menaen an Kai1toffeln nah den Vorschriften dieser Verordnung 11 beschaffen, soweit der Bedarf niht aus den in ihren Bezirken L baten Vorräten gede>t werden kann.

Der Präsident des Keiegsernagüüngöamie kann Grundsäße für die Berehnung des Bedarfs aufstellen.

$2 Tie Fsrninugalvordäude haben die Versorgung der Bevölkerung mit Aaltoltels zur en Kommunalverbände E den Gemetnden, die nah ter legte ‘Volke.äblung mehr als ze Puauienè Buodnee hatten, mit deren Mata die nan u Verbraus für den Bezirk der Gemetude übertragen. Besef <affung des Bedarfs liegt au im Falle dec Neberlragnna der Vexsärgünädeegtlung auf die Gemeinden den Kommunalverbänden ob.

Die Landeszentralbehörden oder die hon ihnen bessimmien Be- hörden köunen Kommunalyerbände und Gemeinden zur Regelung der Versorgung vereinizen. Ste können die Versorgung e Bezirkes oder eines Teiles ihres Bezirkes selbst regeln. Soweit die Versorgung füc elnen / größeren Bezirk geregeir wird ( udin die Besugnisse der zu dem ezne E Kommunaly Ande und Gemeinden. -

dént des Kriegsernährungsamts kann Bestimmungen über die t der Regelung erlassen. L

83 Der Bedarf der Kommunaloerdénde, der Heetélberidaltungen, der

. Braune der Ra stelle und der Trockenkartoffel- Verwertungegefell schaft ie Hrer Berlin wird von der Reichs- e

ULQN e raesebr S Die cretpeivaltungen und die Marine- verwaltung haben ihren B an Kartoffeln ‘bet der Reichskartoffel- stelle ¿u den von diesér bestimmten Bripunticn anzumelden.

$ 4 Die Reicbskartoffelstelle kana die Aeferung der von ihr festge- segtcn Kartoffelmengen einem Ueber cishufverdand oder einer Ver- mittlungsftelle ($ 6)" übertragen. ‘Beda! fsverbände sind ver- pflihtet, die zvgewtesenen Karto Ju ‘am Verladeort abzu nebmen oder. die Abnahme dur Le m aub d Lieferungs verträgen wit der ihnen eigneten S n

-darfsverbänden gleih stehen d alia s e ver die Ret Prenadobfelli@ait

Marine- ranntwelas, und bie T aeTenkartoffel-Vae- Peittactesel elle efi dié boa thr beauftragten Stellen

Die bestimmen, fn wel<hen Mengen und zu-we iofelsielle 0 Kartoffeln aus |.

Kommunalverbaud an s Néeichskart oder die von ihr el eldhtarioff iftelle f reibt ‘die Bedingungen der Lief Reichskartoffelfte und Abackee vor. 5 E Rats

Der Präsident des .Kriegsc S drun jlamis fs Giuundsäge über die Ver ede a t Keiegternthezn nd der E zur Si Uung und Lieferung der ftung Gs u

bis zu

#

¿chntavsend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft werden, und daß neben der Stcafe auf Einziehung der Vorräte erkannt werden kun, auf die ih die {strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nit.

8&6

Die auf Grund des 8 7 ter Verorbuung über die Kartoffe! ver- forgurg vem 26. Juni 1916 (Neichs-Geschbl. S. 590) den Landek- zentralbehörden aufer|ezie Verpflichtung, für ihren Bezirk oder Teile ihres Ve¡b:k:s Vermittlungsftelten (Landetkärtoffelstellen, Provinztal- fartoffelstellen) einzurihten, bleibt bestehen. Die Vermittlungtst- a

nd Bekörden. Dte Lank eszentralbehörden können nähere B. - timmungen treffen. :

Die Vermittlungsst-Uen und ‘die Konmunalverbände haben der N:ich:kartoffelstelle auf Verlangen Auskunft zu erteilen. Sie sind an die Weilungen der Reichskartoffelstelle gebunden. Die gleiben Ver-

pflichtuvcen liegen den Kcmmunalyerbänden gegenüber den Vermits-

lungsftellen ob.

Der Kommunalverband hat fr jeden landwir!s{aftlihen Betrieb [eige Beiirkes eine Wirtschaftskarte nad den von der Retchskartoffel- stelle’ zu erlassenden Bestimmungen zu führen und der Reibskärtoffel- selle und deren Beauftragten auf Verlangen | die Einsicht in die Wirtshzftskzrten und die da;u gehör: nten Aufzeihnungen zu: gestatten.

Der Kommunalverband kann, unbeschadet setner flidtung zur Führung von Wirischaftskarten, seinen Gemeinden für ihren Bezirk die gleiche Verpflichtung auferlegen.

‘Unternehmer etnes landwtit\ aftléchen Betriebs ist ver- pflihtet, auf Erfordern des Kommunalverbandes oder der Gemeinde alle zur Anlegung und Fortführung der Wirtschaftskarte erforderlihen Auskünfte zu erteiler.

88 Jeder Kömmunalverkand haftet dafür, daß die na< ben 4s oder na< den auf Grund dieser Vorschriften e:lafsenen L stim- muvgen - aus feiaem Bezicke z:11 ltefernden Kartoffeln rehtzeitig ge- liefert werden. Der Komfnunalzerband hat die festgese esten Mengen cuf die Gemeinten eder unmit;e!tar auf bie landwi:ts{haftlihen Betrtebe umzulègen.

Erfüll! der Kommunalkverbond tie ihm obliegende dieferinide pfl'>t nicht rehizettig, so fkarn die Reich3raitoffelstelle die Mengev, b'e tnnerhalb des Kommunalverbandes nah den auf Grund des 1 Nb! 2, der $8 3, 5 erlasseaen Bestimmungen part qus we: M L a he:ab)eber. Auf ihr:-n Antrag karn die N esel u stelle

Lteferurg der der Bewirt:afiung der Ligne fle unter- ada Erzeugnisse oan dea Kcommuralyezband eins{<hr oder einstellen. Die Arordnungen der RUBLano til und g ede getreidesielle erfclgen im Einverrehmen mit. der Landee ehörde ; wird ein Einvernehmen nitt e:zielt, so entscheidet ven t des Kiiegsernährung3amts.

Der Kommunalve:tand kann die rorgenommenen Boris en derart auf die &Hcmeinden cder auf die lendwirts<aftli{ben Betriebe

verteilen, daß in eriter Linie die -Femeinden oder die Betriebe be- troffen werden, die ihce Ueferungepfliht nicht Gt ct : haben. Kommuna:verband kann innerhalb - setner La die Lie erung Ge Bedarssgegenstände den G ) Ee "asegenüs er Cas nten oder einstellen.

Vor lhriftgy im Abs. 2, 3 fiaden keixe Auwendung, soweit die detéaa ohne Verschulden eines Li-férungépflichtigen unterbleibt.

Die Geméinde haftet dafür, Rb die nah $ 8 Abs. 1 aus ihrem Bezirke zu Leven Mengen re<<tjeitig geliefert wetden. Ste kann die ihr zur Lieferung aufgegebenen Mengen auf thre A gaA R E di Lieléánzvittidt ät exfültt und

e Gemeiade ihre Liefecungspfli<t n A der Mac Enh von seiner Befugnis na<h $ 8 Abs, 3 ' Sotitag auf die Gemeinden zu vertetten, Gebrau, : Bu

inde die Kürzung derart W hee Ri Bia ne verteilen, daß ‘in erster Linie dtîejen e o Airoies Wen, E Lieferungspfliht nit erfüllt. baber, kann \hrer Verteilungsbefugnis au die Lieferung oheit un inuerials stände dea Betrieben gegenüber einschcäakén oder einstellen.

8 10

Die Kommunalverbände haben d'e übernommenen Mengen, soweit sie sie niht alsbald verteilen, forzfättiz einzumieten oder rin- zulagern, Beim Ginmieten und Ginlagern und bei den sonst zur Er- haltung der Kartoffeln nötigen Maßnahmen find dige uzuziehen. Die deszentralbehörden treffen die nähe:en Be-«

mungen.

Die Kommunalverbävde und dite Bermittlungostellen ( ($ a Eönnen in ihrem Bezirke: Pläge für das Einmtieten und das Etinlagern in Anspru nehmen, Die höhere Berwaltungabesärte ents&eidet über Streitigkeiten, ir besondere über die Höhe der gütung endgültig.

Die Nartosfelonteuger find D a rliditet, die Kartoffeln sadgemäß

U u eumten. Die Landeszentralbehördea oder die von ihnen bestimmt

ehörden können nähere Unordnungen tiefen. Va dartoff

j Hand! ferner ve:pflichtet, dîe- zur U upd P age acsoade

ge vorzunehmen, Ste dürfen die Serre Y 205 ei itnen fi L Br ten Déeteen niht Derbrauen der he en. Grei Rechtsgeichäft darf üder die sihergestellten Men T Fs der Ip E fue Ss E n die i bs Le en steben gle erfü e der S aco litccauaE oder Arrelivelliedang nat

8 12

Das Eigentum an i Kartoffeln, ‘die na Verordr. ung erlasseren Bestimmvngen zu liefe! ordnung der unteren Verrraltungsbehörd: auf R oder die von der unteren L E übertragen wer by aa V oder ae yer des i ale ute Teil d ridhtet en, ersten Falle en Anordnung dem Besitzer zug t, imt weiten Yale Ri