1917 / 248 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

nit obne, Df

Qualkät s>idb< beer flunt Fittc. eczeit somit meder in bezug auf Déeitt-11 br. g et Fzeübiahbr8getreide, edern Ootirken des Oste::8, in Romwsdaen und in den Drontheim- On n. cittel; sort :st er wiitel oder teitweise etwas darunter, Die Qualität ist im Osten urd Sütea als gut zu bezeichnen, în den Melgen Dezirten dagegen dur reg als unter mittel; namentl:< ift zu defürten, daf die Qualität der nc< nicht eingebrahten Weiste En gering On wid. Der Gricaz on Hafer wird der Merge rad cha em der Gaeiste gleihtommen, dagegen düfte die uis geringer sein, da zu befürien tit, daz das ungünstige U oer A ies Len A et viel auf der Feldern licbl) mebr ge ¿ hat ais der Gerste. Die Erbsen r vngefäèr den Ertrag etnez Mitieljabres geten. Im N Menge naS

ganzen ift anzunebmeu, daß tas Fiüttahre ; Cu, F régetretde der Eitrag eines Mitteljabres gebn wird, d-r Güte nah aber

eiwa den E ie Ausß@ter für die Kartoffelernte d f Di: FO 1 S f eut ; ei eutes Biitteltahr, im Süden und Westen As A D a ala A Reu (den (iee Ae DGUITTEE und Nordno:wezen) us iner Grnte unter mitiel gerehnet werden. Der 2 ton Ti, E dec Berg ößerung des ae en aiwéenlihen weit üderstetzen. Aus mebreren Bezirken lie den aiwdénlichen g ezirfen li: E Lg T E Os bor, "inb Ae e n Vrontheimbezirken. Es liect k-i Uebersicht darüber vor, in weer Au3deh E Gen bein U v atlder Dor, in weier Auideßnung dies die Ernte beein- Ries p n lo eee die Witterungsderältnisse K E p ias teien gestalte Den, damit ener i | Lit E sein wirb. E S Os Vie Rüben haben si< gut erLolt und dürften über i mittleren Ertrag geben, nur nit in t Eta u 2 : i den D-o: Mon io dic UabsiHien nit fo gut sind. O z e Perbitwectden wzren überall gut und der E: au Scunenbetrieb wird durdgängig als mittel bi A E A A Aepfel gaben etwa eine mittlere Ernte, Sirnen ctwas E E rg A gutea Srirag, dagsgen wird die flau ern rior mittel bleiben. Die B i F igen fa der: cinigermahen A A v Die Beereniträuter trugen fast Das Gemüse bat fi< in der lente it gt etnen milileren Ertrag geben U Haben, S L und eint

(VeriSt des Kaiser). Gereralkerfuts in Kristiarta vom 11. d. M.)

VezxrkehrEwesen.

Die aus dem Felde als unbesiellbar zurü de n dWensendungen tönncn, wie „Wolfs e E] diese fd E E S en werden,

diese sich enjeite der Sendun t gar nicht bezeichnet baben, oder die vorhandenen Angaben E E unvollständig sind und ar< aus dem Inhalt der Sen- une näheres über den Absender nicht hervorgeht. Der Jn- halt derartiger Pä>kchen muß entweder veräußert oder, wenn s es ist, vernichtet werden. Bedauerlicherweise verfallen Î ald zahlreiche Sendungen diesem SchicCsal. Zur Verhüturg R d Sa As S P daß die Absender

in jedem F er Au rift genau, li vollständig mit Namen, Wohnort aaf as Donn t r Nummer als Absender bezeihnen und für dez all, daß die äußere Aufschrift verloren gehen sollte, auch As E a D S N E genauen Adresie beifügen. Vuh | „_ die Angaben auf der Außenseite der Sendungen stets mit Tinte niederzuschreiben i i Tintenstift oder Bleistift bergesiellten Erie 24 vibias der Veförderung leicht verwish2:n und unleserlih werden.

Donne

An die in dèr Schwei

: iv eiz Uuntergebrachten

Krie ag2gefangenen und bürgerlichen O N

Gi BaR e „Wolffschen Telegrayhenbüros“ auch x ] eftendungen zuiässt ge Sendun Ñ

aber vollständig freigemacht De, E

—————_

Wi- die Karresvondenz B cercfäbri A d äer, wird am 22, ü Ntga ein deutihes Postamt eröffnet, das ten S D Ea s P A as des GBouvernement?- z it de ostgebtet des Oberbefehl habers Oft, mit Deut!<land, mit dem wererolggub War scha, l Ortterrei&-Ungarn (nur Postver kehr) ernement Warschau und mit eor) vermitielt, Glei@zeiti dcr Vereich des Gouvernements Riga i O UCT Vere! Souvernemen das Posgebiet dez O befehle habers Dit einbezogen Dir it Me O frble habers Df « ir private Poir- und Tele , ver sehx regelt fidd na dea fz das Postgediet geltenden Vorlin

ie

Der Posisbe>verkehr im Neik8peFg me nto - 197 j + P : Î ris R E Ea. A Zahl A Poli. Wurden bat

2: 01 300 Gde Septeinber zug = Auf den Konten wurden 8,147 Plilliaiden Dar? Um BNeiE Datdelblos are 9,992 Léilliarden Bark odex 67,9 v des Umwsatzes begl!{en worber ‘as durÖsániit'iche Guthaben der F idelfunden etreicbie im Sep: tember mit 617 Millionen Mk seinen bisber sten Stand, Antrage auf Giöffnung eint PoslsGe>kontos sind Lci der P anstalî erhálilig. : a d

biet hat < im

Theater und Musik.

Deutsches Theater.

Im Deutschen Theater fand gestern Gerbart

une dra nmatisdYe DiŸhturga „Winterballade g n me, det der aher der Beifzll überwog. Denno$ ist auch der Wizer- | pruch bere>tigt, dern der Ve: suS, die balladenkaîten Sttimmungen der a Bühner dite E s s Stat von Selma Lacerlöf n: ! cilgubalten, ift niGt resilos en; Gan „vermift man bei dieser dramatisSen Di&turg e G edauken, der bte Handlung zu etner Einheit zusammenfßt. Zhr Zuzgangtpurkt ift ber ia ciner Wiaternaht von euvtla’Jenen \ottis&en A an dem greifen Bfarrer Acne, seiner Frau, seiner Erket- toter und seinem Hofgesinde begangene Raubword. Ein einziger Zeuge ter Buirat ist entkommen, tes Prarrers Pflegekind GIsalill s Ie ra@iwandlerii>< verantagtes PViädchen, das fett den D: niflen icner Nackt an Spracizemmungcn leidet und als Zergin vor Gauiht ni<is Beweiskräfriges über die Vorgänge aut ivsagen verzuag. In der Seele Elsolills aber klaë#t ein rêtscl- voller Zwiespalt: Da dem einen der Tâter, Str Archie, fühlt iz A riegen, weil ein Zug von Niiterlikeit ibn von seinen fi L E d S Jen es sie, ihm mit inditchez 2 eit, wie ctits tum bem Nilter b Mare, zu folgen. In lichten Augevbli®en aber haßt und veräbs&eut e ton ais den blutvefle>ten Mörder threr Wehltäter. Der Pfarrer Arnesohn, der Sohn des Ers@lagenen, in dem fortan e der Gebanfe nah Rade für die begangen? Bluttat lebt eh lt Eifalil s<arf ia Luze; denn in thr eroli>: ex bas vou Toi aufgelparte und aagerjehene Werlzeug dec Verzeltung Abre Wege bleiben ¡Em nit verborgen, und bald ilt es ibm zur S ewißhett aewaorden, daß Str Archic eircr der tom Se: iht verzehlih (einen Têtir fel. Diese Sir Archie it kcin Mordgeselie js Inlihen SSlag3; Lait, Naust), Weldnct, Wzoenteuer- fut Dattzn ihn verlodt, fich dea Menbzig naŸ demn Arnehof ant

da? regneiisTe Wetter An*arg Sobtewber die Der Ertrag on W'u!ergetreide Stenge noh auf EΟte tas

Der Ertr=g an Ve-rst- übersteigt tin

\<üuidig,

ein ibn die ihm

Zustände

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„Nein!“ ben geritct,

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Anfang

Von Woge ift denken,

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Touipiel*, sagend.

ließen.

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Hervorhebu Busfift Pa

Borg, und

ger ossen,

ihm eigen, ta Derlin

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Ir.strument

vortrefflidh gat.

aber die j

atademie das Drean

¡Mliegen, ver aa setnem Willen obne Blutvergießen ausgefüh:t

rben sollte. Das ENiFTAT Son ff = werden \olte. Das S#iÆXal gber «iß iGn init in der Strudel, uxd 27 ward

SrfkelreGier Arnées, die geseü-u fs<üßte, daan ais tlutgierigen Lounc erftas.

ahnt, daz fie ibn tns Verde :rd: & T O Bo derben reißen wird; EMulbb-wußtsein

tolSHen e1wa&t, der Nicht in Schuldigen _ gewifieemafen

an eint: ctenden

sich de gaticos ein; n<i so Sir A:chi2,

Landtéleute, ihnen an Nord zu folgen, etr.erm

« diefes Gieigntfsea, allen Haß vergelse

ift, dankt dem Lösen, daß es {ba eripatt f (Gottes 1st, zu volficc>-n. im Vildbaften br-sonde!s star? it, tam

daß tte wie telisame NaDSta-sidt- armutenten S S

: z ame e1idite armute! ene Stim-

Nee ott Eecst allmädtih fanden S e zurehi

warn. E E dret Hauptrollen : ene Ty'mig als Slsalil unv Wer: i r tervorzobeden. g a j unv Werner Krauß als Ar nesohn werden, wenn ntt Raumrü>ü>hten dem rnigegen Füaden alle anreren fanden auf dem re>ten Plage. Ueber die Au ain T Dichtung ist n g‘sprehen mord2n, Serbart Hauptmann wurde m Veilause drs Sp!els und am SH[!uß lebhaft berzorgerufen.

¿N E Dpecnpaule s ujer mit den Damen Leffier-Bnr>ard, & ° :

den Herren Knüpfer, Kirchhof und Halter Waag und grit. Musilalischer Leiter ist Dr.

„Peer Synt* mit He1rn Mühlbofer in Degleitmusik von Edward Éricg gezeben.

das H

E n der Dida

lude bon dem Drtifterl-iter verwandten ; r

N 0 N keine bleibend Siubitte G C A p. 25) von Hermann Ur :bsh2

Tele aut, sort d 2 Dem nger weit einige bübsh2 fleine Ús Aae mit Orchester von Walter Braunfels, besonders

„Die e e Kriegers" ist dagegen

ea Sejang vor überstarker Instrumentierung nit

Sopravristin Lotte Le j ä

t:ug die Lieder sehr Bt, Los T a

von Busoni

fehr tr-Fend

biele U: bertrieber beiten anetnandergeretht.

E denen si< Künstler von Nang und Nuf kören stalteter Liedecabend Henny Ltnkenba<s i

e 1 u erw ibrein Gatien, dem verdientea Leiter des Philbarmonider Order

Brahms und Giirg,

N Einketba@, R anzerin an dieser St:Ule hon früher wicterhol

find, erwies fi auh dicomal wide 3 Gesar O Es fünsilerin von Gesh:ncFX und Elgetiaré, Boe durSgebents geftclen, «Eines Maienworgens und der Komporiit, defsen

Zwet hervorragende Nitalie! ti f ' ragende Pitalieder der Mü; H: ic hinzereipander {n Beeibovenf ear HN T N

einen Lieder- und Balladenadend gab. Er ist Säncer, fordern cine Vollblutki gab. Er st ni<t nur cin berufener Löwe, Brabms oder H R If Ag BOIaL, VENIE VD e

reitfter Kunst, den Tencrifien Karl Erd, zu jo d d

trefflidien RauBetsen begleitet, an doctelter State ccoenfalls oa dem von SEubeit fe, Eine cio S en Stätte aues@ließli® Lieder Vortrag, der fretit<

akademie sang, kommt ebenfalls vo baîten no& mauderlei Y ü

e Seifmaßs,-@ rtfeliung e E 6s Y Jnetaan Bescsleunkgung

¿e und fal! ŸYe emfü

Laas réber, al3 das n ed errit@den Baß man$Lerlci Wirk Hugo Bio! ci Wirkungen i) den WPatlandosiil, das Nezitativi ú

In Protessor Eduard Behm Pa e ns Mitt -lmäßige Eindrü>ke Friedl Leopold aïs Sängerin nur wenig zu fefseln,

Frl. Lcopold als Lauten spielecin ;

meiden, Lieder wie has „Heideröslein" uit o 2 i slizgen. Günfiizer M fh über die enem Sextakkord abzu- Sigenscaften vgn

Ihre

im Voiteag

ia von L vou, einzelne Tône in böberen Lage

ihr an threm Lieberada ha C Dpe F Schubert und ftmmungsvoller ielbft am Klavier begleitete. „SSenk eia", eine aetstvolle, Kornyosition. Otten und Theodar Heß

zeuHnetez H de> in dan ä F : Inn Buse t ag deide Sltimaen bia gutcn,

\Suldia vor allem an dera Tod der fEsnea Berzdilde, der er zuerit vor der Do'den feiner Sp:ef- aber se1bît in einer meh? efferiüHiigen e h Wie tas ALbild der Toter, wle : verfolgend's Gespenft jener NaGt erfcheirt ibn zun n nabtwandbie.ish-r Entrü>tiheit nachfolgende Elsatill. Er

vérursa#-n

av bei b L N a u1d Ohumcch:tanfälle, 9 m aonerme gelstige

bis etnes Tag8, da er von ; der Pferr-r Aruesohu als Tnfkläzer vor itm e langwiertcen Gericht8verbandlungen will Arresobn den zur Verantworiurg zleten, Marn gegen Mar.n ein Gotieëgeri>t ents<heiden. Zeit und berabrcdet: Nadts auf dert vereisten eingefrorenn Galeasse, die die Scholten Taumetier betfübren sol. Die Stunde befr-tende Lauwinb w-bt, die S@otten {bien Er Halt Wort, er r g: Ruf seiner T ein } ; entgegen. In demselben Ängenbli@e 1 a Dlipstrabl getroffen, bur sein eigenes Gewissen tot nieder. Der Pfarrer Arnescha aber, der, ersGüttert ch el aur ro>< Prieste daß es ihra erspait blieb die N g Max Netubardts Svielieitung, die 1 diese ballabenhaft on eutende, zu statien, vnd 1aan muß gestehen,

werden der

d:r

demn Pfarrer, und deni

ie Hantlang besc;.derf

sid die Zuschauer in dem t uvd wurden im Verlaufe der Auffüßrung Don den miiwirkenden lern find besonters die Baui Wegener ols Sir Arie,

JIbre Leisturqen verdienten ita eirzelren gewürdigt ju

wird margen, Freitag, Armster in den Haupytrolien auf- j ei Stitdry. Anfang 7 Uör. | Köntglichen Schauspielhause wied morgen AFs-n3 der Titetroll?- uyd wit der Un Spielleit!r ist Dr. Brud>.

Konzerte.

den mußkalishen Veranstaltungen ber vorverzange::

naciräglid) no$ etres Konzerts mit rcuen Werken E Îs ermann Henze mit dem Philharmonischen ademie aab. Troß der auf die etirzeluen

Ein „Levantiri!ches zu viel Gesuchtes enthaïten. Qngenehm und „Ein Jüngling denkt an die Gekiebte“.

ctwas zu wuchiig, sodaß man öre.

1 eDHarkelins Reigen" : bat <zrafkieriiiishe Molive, die d'e Gestzlt des A kennzetchnen. Anderersci!8 sud N S dem Tonsti> zu urt 19 j mit dem das Xorzert absloß, ist E Die verflossene KFonzertwoche war besonders rei< an Ge- ist da

ein im Beetbovensaal

perans-

Hildebrand, bzgleitet, außer Gesängen von Schubert, Ï „Lieder von Hildebrand vortrug, ren gicße Vorzüge als Bühnen- wie als Li-ders

i; Von den neuen Ltedern, di hinterließ das lit {m Volkiton achaltene s<öôn R pen LneuG Vie Sängerin emrublitze Segleitun Ó D

ug verdient, wurden dur ftirmlsGen Beifall E He

3 Den Anfan ÿt ul Bender, der mit MiGael RauGei fen am Flavtee

S@Hubert, in Weohbl- ¡ur leßten Note im Bann auc) übez feinen Beruf2-

ugo Wolf singt, Vez fuoe der Hörer ist von der erfien e, Ddr f<welgt Vorwtegend Gürstiges ist

Stimme und ein ewpfindungsvoUer E Betr zum dramatishen Gestalten Vinneiat, ind Detde Veunchener Künstler wird man als Gäste gern wieder begrüßen. Walter ECard, der in der Sing-

der Bübne. Scin!mn Gesange

Inetnarderschiebuag der ramatitisde liegt ihm be- i O Et nuit setnem : czielen. Die . der Lieder und Strauß war infofern unglüdlt, U E E al A E: einflantgen Begl G ndrüc ¡¿eitigie ein „Deutscher SiUtetabea t Don im Bechsteinsaal. Die junge Dame vermag weil lhr Gejang böhettn fünft dee O Eindru>k machte j e D2gleitungen auf

wodiltlingend. Nur sollte sie es Kürftig Hon

rein Lprtsche.

forderungen n'@t gengt. waren ret

die stimmliYen urd gesangli ra S / l 4 E e ven Er a Blei ñ l ríaa ohn Stimme giót zwar no< nicht ‘viel Lee ans J Zuasgte sb no< Befangenbeit bemerktar nge Künstlerin is auf dem re<ten Wege. Der arie Herzer-Depype ist immer ges wielunge- 1 zartes Ptano gcia pl Beethovensaal vortreflich. 9 Neben dar Strauß bot thr Programin einc Netibe ieder von Conrad Anfsorge, die er Lebhaften Beifall erweSt2 bag Ued , Feuer und SHwuna ertha!tende frevadlißen EF-:folg hatten Else E van der Wyk, die in der Sino- N leder und Dueite sangen, z1 verzieihnen. Klang auch er Sánzerin in den Ginzelvorträzen etwag fharf, so

Wal! begleitet, e

——

Finen

Ewrfindung. Vorzüglich geftelen die Lieder aus „Ju á inob. Kal mit Begleitung von Vieline (Max Hegbrunnen on (Friß WBée>sr) ünd Klebier (Fonrad V. Bos), Legterer Cl au die Pegietiung ter úbrigen Gesänge in fâasile:{s@er Weise

Iktren ersten Kammermusikabend eröffneten die Mitglieder s Klingler-Ouartet13 im Saale ter Singakademie mit Su Mozart und Becthoven. Ihre Kunst ist unv-raleihlid, man Clay avdn, zeitweise der Erde en'rúdt. Se!ten ist wobl das Larco AS9 e si dem G-Meoll-Quartett (Op. 74, 3) fo innig vnd feelenvol auI „Thème russe“ aus Beethovens F-Dur-Qualttett (Dp. 59 1 das fein und stimmungsvell wiedergegeben worden. Eine reHte Fr fo bereitete ten Zubörern aud etn von Mar Orobio de C fede ScloceUist ces Phiibarmonis@en OrGeiters, im Beethoven; berausialtete3 Korzer!. Glänzende Techn!k, feines musikaltsces Emy in und, wo angebrat, ungeitümes Musßtkertalert elnsetzend bos den prachtvolle Leitungen. Wiihelia Sch 91z konnte si leider nit er ihm ebentürtiger Begleiter erweisen. Als ganz bervorragender Pi a bewährte ih wiederum Alfred Hoeha im Blüthnersaal Durs sein reifes Können uad dea edlen, vou re<tem Sti'empf ur cetragenen Bortrag von Werken von Bach-Lietzt, Beethoven Men Shu:nann 1iß er seine Zuhdrer hin und crntete türmishen Bz; T

Mannigfaltiges.

Neber die Londoner Fliegerangriffe im

denen bekanntli@ unter anderen das S S vie gd von England, der Baënbof Charirg Croß und die London Buits shwer beschädigt wurden, weldet „W. T. B.“ zufolge ein p verlä)siger Privatbrief avs Londen vom 27. September daß t eNatds besonders energis< und vom milttäri, shen Standpunkte rihitg ausgeführt fet, Der Schaden sei ungeheuer. Die amtliße Lie nennt allein für den einen Angriff 200 Tote und 4009 Verpundete. N aligemeiner U-berzeugung i gtna

aber die Verluste bebeutcnd über 1909 Wann hinaue. 92 21. Septemkter follea roh amtlicher Angabe nur 2 Ma'\chinen N engli: hen Berteidigungtlinten tur@broGen haben. War daz wirkli der Fall, so müße der Schaden als „enorm* bejeihnet werden Die Angriffe müßten für England äußerst „Unbeha;,lih' werden, wenn sie in größeren Wesch radern ausgeführr würden, In deu Zeitungen werde auf beEördliGen Befehl der Schaden des Kluge angriffe verkleinert, um die Stimmung der Bevölkerung aufre&t Á erhalten. Die All zemetnheit fzi jedo sehr r.ervs3 gewzrden. i

Für die Alleinstehenden und Bedürftigen a Front, die ntemand zu Hause baben, der fie ah Viebeateben L Weihnac:en bedenken kann, zu forgen, ist eine der ersten Aufgaben der staatlihen Xbnabhmeftelle für freiwillige Gaben Nr. 17 des Sardekorp3, Seritn NW. 6, Karlstraße 12. Sie ist dem flell. vertietenden Dilitärinspetteur d. fr. K. Fürsten von Hayfeld und dem Polizeipräsidenien von Oppen unterstellt und sendet zu Weih- naten in engster Föblungnobme mit dem ftellvertretenden General- kommanbo des Sardektorps an die Garde und diz aus ibr gebildeten Formationen Saken. Der Delegterte bet dieser staatliGen Abnahrie, E L 0 E B diesem s>ônen Zwe>ke beitrage 1nd sofo: ; je Ankäufe vorgenommen w üssen, Speprde wtzd einzeln bestätigt. 9 A

In der Filmverarbeitungsfabrik? von Geyzr i kölin, Harzer Strafe 39, bra@, ,W. T. B,“ Me cia E m:ttag dur< Kurzs{luß Feuer aus. Von den Arbeitern, deccn Zahl fich auf 93 beiäuft, wurden 11 verleyt, teils dur Heraus- springen aus den Feustern, teils dur Rauchvergiftung. Den Be- mühungea der Feuerwehe gelang es, eine wettere A:sdebnung des Feuers zu verbüten, sodaß es auf seinen Herd beschränkt blieb.

Bergen, 17. Oktober. (W. T. B.) Ein Geleitzug vi fünftehn Schiffen pasfierte gestern abend Maritenen. Ein g 0 Damvfer, augens(etinli$ wegen Maschtinens&adens von Sturm und Wind lavdwärts getrieben, stieß Nachts 2x Ubr bei dein Seilbakken-Leuhtturm in Lörodjen auf Grund. Es war der rumänis>e Dampfer , Romania * (4090 Tonnen), mit S hieß- A o e E Zwet Bergungs8dampfer n De, aber die stt infolge d sidetéa Weriinvés, (Aw erla, ergungsarbeit ijt infolge des

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Theater.

Königliche Sejauspicle. Freitag: Opernhaus. 223. Dauer- b2z1u299or stellung. Dienst- und Freipläge find aufgehoben. Tann- G unb dex Säugerkrieg auf Wartburg. Romantische er in drei Akten von Nichard Wagner. Musifalis<he Leitung: Bett Papen Dr. Stiedry. Spielleitung: Herr Ba@marn. Anfang 7 Uh, BVBallcttmctster Graeb. Ch3:c: Herr Profcfsor Rüdel, _ Sghau!pielhaus. 225. Dauerbzzuesvorstelluna. ienst- und Greipläße fiad aufgehoben. Peer Gynt vos Denait Ibsen: (In E In freier Uebertragung für die deutshe Bühne etliet pon Dietrich Edart. Musik von Edward Grieg. Musikalische A EE 6s A SGmalstih, Spielleitung: Herr Dr. Bru,

Sonnabend: Opernhaus. 224. Dauerbezugsvorstellu Dienst S Sl nta: Der T erSbaoue, Oper in vier Salvatore Camerano. Anfang 74 0 L SEN I A

Schauspiz2thaus. 226. Dauerbezugsvorstell t Weise. Dramatises Gedicht i enen unge Nathan Ln Sptellcitung : Herr Dr. Bru. Anfang 7 ubr, oen N

Familienna<ritee,

Verlobt: Frl. Sisela von Hobenau mit Nittmei e . ter d, R, Srucsgans von Benda (Pottban - BiRicIiaa n e t. int Dilios an T E mit Hrn. Ritterguts sder & Swientos<howib, Kr. Gletwig). H E B ‘i eit: Hr. Dr. jur. Claus bon Z-strow mit Frl. Get Es (Zeblendorf-West). Hr. Leutnant Gerhard Behrend bon Geb raß mit Frl, Feticitas von Diest (Zeitlitz t. Pomm.). e Be B Sin Sohn: Hrn. Leutnart Friy Stier (Skarsinc, (Dea Cn Feldgeistlien Pastor Walter 2 Paul Hellwig ( etlin-Friedenam, 2 oen M

Gestorben: Hr. Forstmetster a. D. Ernst Kloer (EifenaŸ).

Verantwortlicßzer Sriftleiter: Direktor D Ticher : I r. Tyrol, Charlottenbur Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher Mi Geschäftsftells A J. V. NMecrungsrat Ney her in Berlin. Ver E (J. V: Ney ber) in Berlin. Dru der Norddeutschen Bucbdru&erei und ll a Dein Sn A E

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Der Vortrag zeigte Verständnis und |

Vier Beilagen.

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

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Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 93, Sißung vom 17. Oktober 1917, Mittags 12 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphishem Büro.)

Am Regierungstische der Minister des Jnnern Dr. Drews.

Der Präsident Dr. Graf von Schwerin eröffnet die zigung um 12 Uhr 20 Minuten.

‘Abg. Wellstein (Zentr.), Vertreter des Stadt- und aandfreises Koblenz und des Kreises St. Goar, ist verstorben. Das Haus ehrt sein Andenken durch Erheben von den Pläßen.

Zum zweiten Vizepräsidenten wird an Stelle des früheren Abg. Dr. von Krause (nl.) auf Antrag des Abg. Freiherrn von Zedliß und Neukirch der Abg. Dr. Lohmann (al) durch Zuruf einstimmig gewählt. Der Gewählte nimmt die Wahl mit Dank an.

Zu Mitgliedern der Staatsschuldenkommission werden die Ahag. von dem Hagen (Zentr) und von Bockelberg (konf.) gewählt. : Dann folgt die erste Beratung des Geseßentw urfs ¿ber Ermächtigung des Staatsministeriums zu Maßnahmen, betreffend die Verein- jahung der Verwaltung.

Minister des Jnnern Dr. Drews:

Mie das ganze Leben und die gange Arbeit unseres Volkes in der heutigen Zeit bestimmt und goleitet wird durch die bote des Krieges, so steht au die erste Gesegesvorlage, die ih als Minister des Innern vor diesem hohen Hause zu vertreten habe, unter dem Zeichen des Frieges, hervorgerufen dur< die Bedürfnisse des Krieges, bestimmt für die Zeit des Krieges und die erste Zeit, bis unsere bürgerlichen und staatlichen Verhältnisse wieder in die alten gewchnten Bahnen eingetreten sind.

Das, was zur Verlage Veranlassung gegeben hat, ist in der Be- ründung ausgeführt. Jch möchte mich in dieser Beziehung im wesent- liden auf die Begründung beziehen.

Der Krieg hat an unser Beamtenpersonal im Staat wie in der Gemeinde die allergewaltigsten Anforderungen gestellt. Als damals wr drei Jahren die Kriegserklärung erging, war in unseren Beamten r selbstverständlihe Drang vorhanden, wer nur irgendwie mit der Kaffe in der Hand dem Vaterland Dienste leisten konnte, an die Front zu eilen, um für Kaiser und Reich, König und Vaterland zu fämpfen. Hätten wir gewußt, wie lange der Krieg dauern würde, hitten wir gewußt, wel< gewaltige neue Aufgaben, von denen damals niemand etwas ahnte, an unsern Staat, an unsere Gemeindeverwal- tungen gestellt werden würden, wir hätten es nicht verantworten können, unsere Beamten in dem Umfange für den Heeresdienst freizugeben, wie wir es tatsädlih getan Haben. Aber so ging es uns ja allen: niemand wußte, welche Fülle von neuen Aufgaben die neue, no< nie dagewesene Zeit mit ühren gewaltigen Anforderungen an uns stellen würde, Dio Folgen dieser gewaltigen Entleerung unse:ev Bureaus und Aemter von höheren, mittleren und unteren Beamten haben sich in der weiteren Zeit re<t fühlbar gemacht. Ein großer Teil von Ihnen, meine Herren, steht ja au<h im Leben der Selbstverwaltung oder als Beamter in staatlichen Körperschaften, und Süe alle wissen, wie unend- lid \<wer es unter den heutigen Z:itumständen ist, das, was die Zeit an Arbeit von einem verlangt, tatsählih zu leisten. Jch habe mich an die oberste Heeresleitung gewendet mein Herr Amtsvorgängev hat das auh schon vor längever Zeit getan und gebeten, daß wir die Anzahl von Beamten gurü>kbekommen möchten, die nötig wären, um hier den inneren Gang der Staatsmascine in Ordnung zu halten. Die cherste Heeresleitung hat die Wünsche au< als durchaus berechtigt an- erkannt, und sie hat, wie i< hier ausdrü>lih betonen möchte, weit- gehendes Entgegenkommen gezeigt. Eine große Anzahl von Beamten,

die {on draußen waren, und eine andere Anzahl von Beamten, die ddt vor der Einziehung standen, sind uns von der obersten Heeres- leitung freigegeben worden; aber das hat mir die oberste Heeres- leitung mitgeteilt sie ist richt mehr imsfande, bei dem ungeheuren darf von Kräften an der Front Leute, die jeßt no<h dem aëtiven rere angehören, die noch selddienstfähig sind und unmittelbar vor idem inde stehen, freizugeben. Es ist das zweifellos ein sehr ehrendes Wugnis, das unserer gesamten |Beamtenschaft in Staat und Gemeinde aégestellt wird, daß, wie die oberste Heeresleitung mitteilt, gerade diese Beamten sich als Offiziere, als Unteroffiziere, als Mannschaften lder auf dem Plaße, wo er stände, so ausgezeichnet bewährten, daß sie inmöglih im Felde entbehrt w::rden könnten. Ih muß mich damit bescheiden. i Auf der anderen Seite aber ist es ein Ding der Unmöglichkeit, ah wir mit dem ungeheuer verminderten Beamtenpersonal die gleiche 4rbeitslast wie früher bewältigen fönnen. Sie haben in der Be- ründung gelesen: es fehlen in der allgemeinen Staatsverwaltung an höheren Beamten durs<nittli< über 40 %; bei einzelnen Re- Herungen fehlen 69 % der Mitglieder des Kollegiums. Die ganze rbeitslast liegt- auf den zurü>gebliebenen Herren. Ih möchte an dieser Stelle ausdrükli< no< einmal allen den Beamten, denen es nit vergönnt gewesen ist, draußen vor dem Feinde für das Vaterland jl lämpfen, für die ehrlide und aufreibende Arbeit, die sie hier zu Vause getan haben, den Dank und die Anerkennung der Staats- O aussprechen, und glaube, daß das hohe Haus si diesem Vanke und diefer Anerkennung wohl anschließt. (Lebhaftes Bravo!) ; Es ist leider nit zu verkennen, daß die ungeheure Arbeit an dem Lebensnery der zurügebliebenen Beamten in immer stärkerem Um- fange zehrt. Tagtäglilh bekomme id Nachrichten, daß hier und dort weder einer der pflihtgetreuen Beamten bis zum leßten Können ge- arbeitet hat und zusammengebrochen ist. Die Lücke, die dadur ent- teht, wird nalürlih immer empfindlicer, denn die Arbeit der übrigen

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ParlamentsberiGt.*) nimnit dadur zu.

notwendig, daß wir während der Kriegszeit den Versuch machten, die Arbeitslast, die auf dem noch vorhandenen Beamtenapparat von Staat und Gemeinde ruht, zu verkleinern. Wir haben schon, so weit es uns im Verwaltungswege möglich war, eine tunli<hste Einschränkung namentli des ungeheuren Schreibwerks, das sih nun einmal troß

Aus diesem Gesichtspunkte heraus schien es uns

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Das ift so cinfach.

des ganzen Verwaltungsapparates, aller \>{önsten Vorsäße in den leßtvergangenen Jahrzehnten immer tiefer und fester eingenistet und sich immer mehr ausgebreitet hat, in weitestem Umfange herbeizuführen gesucht, und wir haben da auch hon ganz gute Nesultate erzielt. Eine ganze Menge von Berichten, Zufammenstellungen und Kontrollvorschriften, die früher immer noch füx. unumgänglih nötig gehalten wurden, sind bereits von der Not- wendigkeit der Zeit weggefegt, und diese Wegfegung soll auch cine dauernde sein. (Sehr gut!) Aber wir haben in unseren Gesehen eine ganze Menge von Vorschriften, die eine erhebliche Beanspruchung unseres Beamtenapparates bewirken. Diese Vorschriften waren er- lassen in Friedenszeiten, als wir einen hinreichend großen Beamten- apparat zur Verfügung hatten. Sie waren fämtlih das ist ohne weiteres festzustellen und festzuhalten getragen von dem Willen, für unser Volk und alle seine Glieder, die irgendwelhe Rechtsansprüche zu verfolgen hatten, oder deren re<tli<e Beziehungen in Frage standen, cine besonders gewissenhafte und genaue Durchprüfung aller in Frage stehenden re<tli<en Verhältnisse sicherzustellen. Diesen Grundsaß der Sicherstellung der Nechte müssen wir auh unbedingt für ülle Zukunft festhalten. Aber wir müssen, gedrängt von der Not der Zeit, den Versu maten, während des Krieges diese Vorschriften, die einen fo großen Beamtenapparat erfordern, wie wir ihn nicht mehr zur Ver- fügung stellen können, in gewissem Umfange einzus{hränken. Wir er- bitten deshalb für das Staatsministerium die Ermächtigung, diesbe- züglide Vorschriften, die eine Verringerung der Anforderungen mit si bringen, die an unsern Beamtenapparaë gestellt werden, im Wege der Verordnung zu erlassen, ein Ermächtigungsgeseß, wie es im Nei>e zu Beginn des Krieges für den Bundesrat in bezug auf wirt- \chaftlihe Maßnahmen ergangen ist. Kautelen, wo die Bestimmung, daß die erlassenen Vorschriften wieder außer Kraft zu seßen sind, wenn der Landtag sie nicht billigt, und eine zeitlihe Begrenzung für einen bestimmten Zeitpunkt nah dem Kriege sind in dem Geseß eben- falls enthalten. : Sie werden nun vielleicht fvagen: warum kommen Sie denn so spät mit dieser Gesebesvorlage? die Not hat sih doch schon eine ganze Zeit geltend gemaht. Das ist rihtig. Aber die Not ist erst in der allerleßten Zeit \o scharf geworden, als die Aufgaben sich immer mehr vergrößerten und das Personal sich immer mehr ver- minderte. Vor einem Jahre glaubten wir noch, den alten Geschäfts- gang mit seinen vielen Vorschriften bewältigen. zu können. Das ist beutigentags ni<ht mehr der Fall. Es ist eine Blankettvollmacht, die das Staatsministerium für si< erbittet. Blankettvollmachten baben ja manches Vedenkliche an si; das ist ohne. weiteres anzu- erkennen, und in Friedenszeiten würde man mit der Forderung nah einer sol<en Blankettvollmacht wahrscheinlih au< niht kommen. Dazu haben wir uns in Deutschland-Preußen viel zu sehr an den Begriff des geschlich festgelegten Nechtes, von dem nicht abgewichen werden darf, gewöhnt. Die Gewöhnung ist meiner Auffassung nah eine gute. Aber hier liegen die Dinge insofern anders, als die Be- dürfnisse, welche eine Einshränkung unseres Beamtenapparats und feiner Arbeit erheishen, immer hier und da in der Praxis plößlich auftauhen und plößlich offenbar werden. Will man nun Abhilfe schaffen, so muß diese Abhilfe au<h immer gleih im Augenbli ge- \<ehen können. Wir würden, wenn wir den Weg der Gesehgebung durch Abgeordnetenhaus und Herrenhaus für alle derartige Ginzel- heiten gehen müßten, vielfah mit den Dingen zu \pät kommen, und gerade hier, wo es gilt, die Kraft der noh vorhandenen Beamten- \chaft zu \>wonen, tut allergrößte Eile not. i Diese Kriegsverwaltungsreform, wie ih sie nennen möchte, hat auch noch einen andern Zweck oder sie eröffnet \o will ih lieber sagen noch andere Möglichkeiten. Sie eröffnet nämlich die Mög- lichkeit, eine ganze Menge von Vorschriften über die Vereinfachung unserer Verwaltung, von denen wir hoffen, daß wir sie auh in Zukunft werden beibehalten können, praktisch zu erproben. Sie alle wissen und hier im Hause ist ja auch {on wiederholt darüber gesprochen worden —, daß das Staatsministerium vor einiger Zeit dem König vorgeschlagen hat, es möchten Vorarbeiten für eine Reform unserer gesamten Staatsverwaltung mit dem Ziele der Verein- fachung und Verbilligung vorgenommen werden. Der König hat

diefen Vorschlag. gebilligt, und ih bin für das Gebiet der Verwaltung besonderer Kommissar

abzügli<h der Justizvermaltung, für die ein bestellb is, und abzüglich der Betricbsverwaltungen, bei denen solche Neformen {on im großen Umfange getätigt sind, seinerzeit zum Königlichen Kemmissar für de Vorbereitung der Verwaltungsreform bestellt worten. Die Aufgabe wurde mir am 19. Januar gestellt, Sie war sicherli<h keine einfa>e, sonder eine ret umfangreiche. Man sollte, nahdem dieses Thema bereits seit Jahrzehnten in der Oeffentlichkeit ventiliert war und nachdem die Immediatkommission jahrelang daran gearbeitet hatte, in relativ kurzer Zeit so, daß s><on unmittelbar nad) dem Kriege Pläne in die Wirklichkeit überseßt werden konnten, einen neuen Plan für die Vereinfachung und die Verbilligung unserer Vermaltung aufstellen. Jch habe mich an die Arbeit herangemacht und na<h 6 Monaten dem Staatsministerium den Entwurf einer Denkschrift über die Reform der Verwaltung vorgelegt, im Druck 200 Seiten lang; es steht also eine ganze Menge drin. Die Dinge liegen augenbli>li<h so i< nehme an, die Frage wird si in der Diskussion von selbst ergeben, #o daß ich gleih hier darauf eingehen möchte —, daß die Denkschrift dem Staatsministerium vorliegt und daß diese außerordentlih um- fangreihen und sämtlicze Verwaltungsgebiete umfassenden Vorschläge natürli zunä>st eingehend geprüft werden müssen. An die Oeffent- lichkeit kann nur das heraustreten, was das Staatsministerium gebilligt hat, da die Vorschläge sämtliche Nessorts berühren. Jh

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diesen 200 Druckseiten gemacht habe, nichts mitteilen. wird es Sie viellei<t interessieren, wenn i1< Jhnen einiges über die Ziele und. die Mittel der Reform, wie ih sie mir gedacht habe,

]ۧt vortrage.

billigung und Vereinfachung der Verwaltung herbeizuführen.

1917

Immerhin

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S N L J DAraus Ine Ci

Die Aufgabe, die mir gestellt war, ging f Die

Verbilligung der Verwaltung is nur möglich, wenn wir die Zahl der Beamten, die in der Verwaltung tätig sind und die die Haupt- kosten der Verwaltung verursachen, ganz erheblih herabseßen. Nun lag es an si sehr nahe, daß man sagte: im Kriege habt ihr mit 40 und 60 Prozent Beamten weniger bei den Vegierungen ge- arbeitet, wir wollen das au< im Frieden einfah beibehalten. Das würde ein Ding der Unmöglichkeit sein, nah diesem kurzen shemati- schen Mezept zu verfahren; denn, wie gesagt, die Beamten, die jeßt bei den Regierungen sind, leisten Uebermenshlihes. Wir werden Zusammenbrüche nah Friedens\{luß bekommen, die ershre>end sein werden. Es sind alles Beamte, die fürs Vaterland das Beste her- gegeben haben. Mit ähnli<h herabgeseßten Beamtenzahlen unter sonstiger Unverändertlassung des Organismus und der Arbeitslast in Zukunft zu arbeiten, ist meiner besten Ueberzeugung nah und die Ueberzeugung wird von allen Kennern der Verwaltung geteilt unmöglich. MNichtig ist, daß wir im allgemeinen wohl zu viel Beamte haben. Es ist ja das Bestreben in gewissem Sinne mens{<li< ver- ständlich, wenn einzelne Behörden gern darauf sehen, daß ihr äußerer Apparat ein nicht zu kleiner ist; ih glaube, es wird nötig sein, daß in dieser Hinsicht eine sehr eingehende Nachprüfung unseres ge- famten Beamtenapparats bezüglich seiner Zahl vorgenommen wird. Diese Nachprüfung muß von einer einheitlichen Zentralstelle aus ge- schehen, die dann auch einen Peberbli> über die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitsmöglichkeit bei allen Behörden hat. Es wird bei einer Zentralstelle hier in Berlin meiner Meinung nah eine Kommission, an der die verschiedenen Ressorts beteiligt sind, einzuseßen sein, die in dieser Hinsicht arbeitet und überflüssige Beamtenstellen bei den einzelnen Behörden beseitigt.

Aber damit ist es nit getan. Wir müssen au< dafür sorgen, daß weniger Beamte erforderli<h werden, einmal dur< bessere und vereinfahte Geschäftsführung. Es sind in den leßten Jahren zwar Ansäße gemachte worden, um die Geschäftsführung zu vereinfachen; aber nah den Eindrücten, die ih bei meinem Einbli> in verschiedene Nessorts bekommen habe, ist damit no<h lange niht weit genug ge- gangen. Es ste>t nun einmal in unserem Beamtentum ein außer- ordentlih zäher Zug, ter am Hergebrahten festhält. Das ist an sich keine {<le<te Gigenschaft, das gewährleistet auf der andern Seite einen ruhigen, sicheren und gleihmäßigen Geschäftsgang, aber es ist das ift nicht zu verkennen ein Hindernis für zeitgemäße Ver- besserungen, und es muß darum auch die Durhführung einer besseren Geschäftsführung, z. B. in bezug auf Kanzleiwesen, Kassenwesen alles das spielt da hinein nach einheitlihen Vorschriften unbedingt gefordert werden. Jch habe solhe Vorschriften au< entworfen. Aber auch damit ist es ni<t getan. Wir müssen unseren Bes amtenapparat au dadur verringern, daß wir Behörden, welche jeßt verschiedenen Ressorts unterstehen, die aber die gleichen oder ähnliche Angelegenheit bearbeiten, zusammenlegen. Es ist ja naturgemäß, daß durch die gleichzeitige Bearbeitung an mehreren koordinierten Stellen eine Mehrarbeit entsteht, die vermieden werden kann und die dann auch zur Ersparnis von Beamten führt und ebenso au zur größeren Bequemlichkeit für das Publikum, das si< dann nur an eine Stelle zu wenden braucht und nicht mehr von Zuständigkeitsbedenken geplagt und gepeinigt wird.

Noch wichtiger für die Beamtenersparnis als das Zusammen- legen koordinierter Behörden ist aber die Beseitigung übergeordnetev Behördcn, die Beseitigung von Instanzen. Wir kranken in Preußen an einem Uebereinandev von Instanzen. (Sehr richtig!) Der In- stanzenzug wird nun mak restlos immer von der untersten bis zur bóhsten Spibe eröffnet. Kein moderner Staat, soweit ih es über- bliden fann, hat zwischen der Kreisinstanz und der Zentralinstanz zwei Instanzen, wie das preußische Oberpräsidium und die Negie- rung. Es ist ganz selbstvcrständlich, daß durch die Teilung der Ge- schäfte zwischen Oberpräsidium und Regierung eine gewisse Unklarheit für das Publikum entsteht; au<h eine Geshäftsershwernis und Ge- \häftsverzögerung wird dur<h Hin- und Herschreiben zwischen den beiden Instanzen verursa<t in Sachen, die miteinander in Verbin- dung steben, die voneinander abhängen, und das tun sehr viele, Gs ist zweifellos, daß hiedurch cine gewaltige Mehrarbeit hervorgerufen wird. Wo man die Aenderung einzuseßen hat, will ih vorläufig da- hingestellt sein lassen; aber daß eine von beiden Instanzen fallen muß, steht für mich fest. (Sehr richtig!)

Mir müssen außer der Zusammenlegung koordiniertev Behörden und der Zusammenlegung von Instanzen aber au< no< sonst die materielle Arbeit, die den Behörden obliegt, verringern. Man kann das madchen, ohne daß das Wohl des Ganzen ges<hädigt wird, ent- weder in der Weise, daß man unteren Instanzen die Erledigung ge- wisser Angelegenheiten im Auftrage und unte» Aufrechterhaltung des Abänderungsrechts ter oberen Instanzen überträgt Dekonzentra- tion im Sinne des französis<:n Verwaltungs:ehts oder daß man Sachen, die bisher von den Staatsbehörden in ihren Instanzen be- arbeitet wurden, den Selbstverwaltungsbehörden als reine Selbst- verwaltungsangelegenheiten übe:trägt, so daß also ein Abänderungs- redt des Staates dabei aufgehoben und damit eine Grweitorung der reinen Selbstverwaltung herbeigeführt wird (Dezent:alisation). In beiden Richtungen müssen wir vorgehen, und wir müssen das um so mehr tun, als eine Verwaltungs:eform, die sich nit in dieser Weise betätict, eine eigentlide Verwaltungsreform überhaupt nicht ist. Bloßes Aendern der Organisation von staatlich:n Behörden ohne eing:eifende Aenderung auch des materiellen Rechts auf öffentlich- reditlidem Gebiet, das wird auf die Dauer nie als eins Verwalt= tungsreferm empfunden werden. (Sehr richtig!)

Mir haben in Preußen zwei große Perioden der Verwaltungs-

*) Ohne Gewähr, mi den der Minister und Staatdiettte Gewähr, mit Ausnahme der Neden der Minis

fann Jhnen deshalb über die Einzelheiten der Vorschläge, die ih auf

reform gehabt. Vor 100 Jahren die Stein-Hardenbergsche Zeit,