1917 / 272 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Der Krieg zur See.

Berlin, 14. Noxember. (W. T. B.) Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant Gerlach, hat im Atlantischen Ozean neuerdings vier Dampfer und einen Segler mit 35000 B.-R-T. versenkt, darunter einen sehr großen englishen Dampfer vom Aussehen der eBaltic“ von der White Star-Linie. Die übrigen Schiffe waren sämtlih nah Frankreich bestimmt und hatten Stahl, Mehl, Kaffee, Tabak, Bohnen und Stückgut geladen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Rotterdam, 14. November. (W. T. B.) Der „Maas- boode“ meldet: Der englische Segler „C. T. W.“, der sran- gösische Dampfer „Ville de Chalon“ (224 Br.-R.-T.), der amerikanische Dampfer „George A. Graham“ (2401 Br.-R.-T.) und der amerikanishe Segler „Fearleß“ sind ge- agel und wrack. Die amerikanischen Segler „Hattie Nickerson“ (472 Br.-R.-T.), der amerikanische Flußdampfer „Chester“, der englishe Segler „Lucy Richmond“ (448 Br.-R.-T.), der Dampfer „Belgique“ sowie die amerikanischen Dampfer „Katahdin“ und „Oly mpic“ (E88 Br.-N.-T.) sind gesunken. Der russishe Segler „Pitan“ (317 Br.-R.-T.) ist gestrandet und vermutlih verloren. Der französishe Trans- poridampfer „St. Laurent“ (5614 Br.:N.-T.) ift verbrannt.

London, 14. November. (W. T. B.) Amilich. Ein englischer Zerstörer und ein kleiner Monitor sind durch ein feindlihes Unterseeboot versenkt worden, während sie im Zusammenwirken mit der Armee in Palästina operierten. Von dem Zerstörer werden 7, von dem Monitor 26 Mann vermißt.

Woßlfaßrtspslege.

Die Nationalsttiftung für die Hinte:bliebenen dev im Kriege Gefallenen bat iu ih:er leyten Präsizialßizung den Sitcatiminister, Oberpräsidenten der Provinz Viarndenburg vou Loebell zum stelveriretenden Lorsizenden gewäblt.

Kunst und Wissenschaft.

In Nürnberg fard die Versammlung des Verwal- tungsausichbusses des Germantsclzen Nationalmuseums jitatt. Der Verwaltungéberißi mußte die durH die Zeilverbältnisse bedingte Grshwerung der Verwa!tuus, die Bespränkung der Mujeums- tätigkeit dur die Ginberufung der meislen Bearnt: n und Aufseher und die dur die außerordentliche Preisfteigecung im Altertums- handel gebotene Zurü@haltung in der Lermehrung der Samml.ngen betonen. Obwoh{ gute Grwerbungen zu verzeihnen sind, die die Anerkennung des Verwaltungzauisch ses fanden, l'onuten doch GBegen- stände von gau großer B: deutung nicht erworben werten. Die Ein- Tärfte des Museums siad infolge des Krieges zurückgegangen, halten sib aber doch noch auf einer erfreuliHen Hêhe. Un Stelle der ver- storbenen Mitglieder des Verrwaltungs 1u8\{chu}3, Gehelnirats von Gerngro3 und Fretherra Theodor von Tuer, wurden der Reiherat Lr. von Rieppel in Nürnbera und Freiberr Heinri von TuBer, Köntgs- li bayerishec @esandter in Wien, gewählt. Die Besichtigung der Neubauten zeigte, daß sie troy der s{chwiertgen Verhälintfse rüsitg for1gt\hhriiten nd, y

Lani Meïtuno von „Sverska Telegrammkyran" aus Stock- bolm besdloß die Afademie der Wissen\chaften, ten Nobelpreis für Pbyjik und Cyemte für 1916/1917 niht zu verteilen, Die R Preise werden für die Verwendung des nächsten Jahres aufbewahrt.

Literatur,

Albert KoY: Von Goethes Verskunst (Beiträge zu Ihrer Kenninis). Veriag von G. D. Baedeker in Essen; 4 4. Auf Grund eingehender pdilologisGer Unterfuhungen behandelt dez Ver- fasser im ersten Abschriit jeiner Darslellung die Ausbildung Goethes zuri Ver8künsller und seine Auffassung über Versbau auf S&rund- lage der Gedite au3 der Letiyiter, Frank’urter und Straß- burger Zeit in Rücksiht auf ihre metristen Gigentümli@fetten. An dieje Untersuhurgen i#st in Nachwvris darüber geknüpft, wie Goethe Volkslieder und Gedicht? bekannter Autoren be rugt und umgebildet hat. Jin zweiten Abihaitt werden Goethes Ansichten übcr Verebau und seine Ensi$ien vom Dichten überbaupt Hehandelt, aud fein Verhêltnis zue Musik wird untersuht. Der leßte Absniit ist dem Verbau in der „Jphigerte*, im „Tasso“ und in der „Natürlihen Techter“ gewidmet. Engektend beschäftigt fi der Verfasser au mit dem Hiatus in Goethes Vecsen, Die streng wissenschaftlichen Untersuchungen dürft:zn dem Kreise der Goethz- fo:ser willlouumen sein.

De. Heinri Verbee?k?: Flämisc für alle DeutsSen (Volk3oereins - Veriag in M.-Gladbach; 1,60 4). Die flämische Sprad$e chôrt dem niederdeuishen, genauer dem nieder- fränkisGen Sprahsiamm an. Die Verwandt|chaft ift {o eng, daß der Niederdeutscwe das Flämische si leiht anzuelgnen ‘vermag; Tönnen fi boch die Bewohner der ndcdlihen Rheinprovinz :nit den Flamen ohne weiteres verständigen. Das vorliegende Büßlein roill cine Anleitung zum Erlernen der flämishen Sprache bieten, indem cs dem Leser die Lauigesege darlegt, auf denen dexr Unter- {ied der beiden Sprachen beruht. Das Flämishe zeiat den Laut- fland des 6. Jahrhunderts, hat also die zweite Lautvershiebung richt mitgemacht und tennt auch keinen eigentlichen Umlaui. Der Ver- fasser wetst, nah einieitenben Bemerkungen über die Aussprache, die vertvandten Beziehungen zwisckden Deutsch und Flämish na®, um dann das Wichtigste aus der SpraGlehre und die Negeln ter flämi- hen Recbtschzeibung mitzutellen. Etae Anzahl ven Prosalcsestücken und Gedidten bietet Gelegenheit tas Erlernte zu erprodben.

Bauwesen.

Die neue, ict vollendete Kaiserkirche in Cadinecu behertrsch{t durch ihre etwas erhöhte Lage auf cinem vom Kaiserli®ten Bauherrn selbit ausgeroählten, in einiger Gntfernung vom Dorfe am Rande cines Kieferngehölzes gelegenen Playe eindruckévoll tie Umgebung und biitet ein charakteristisGes Wahrzelhen der mzlerishen Haffküste zwishen Elbing und Frauenbura, Die nah den Plänen und unter der Oberleitung des Geheimen Baurats Kickton-Berlin im Jahre 1913 begonnene Ausführung des Bauwerkls konnte es der ungürstigen Zeityerhältnifse im Früßjahr 1316 zum Abfluß gebraht werden. Nah den Wönschen des Allerhöchsten Bauherrn ist die Kirche im Charakier der heimishen Orbensbaukunst als reiber Backfsfeinbau getialtet, deren bezeiGnende Merkmale sie zeigt: Ge- \Hliosfsene, die Umgebung beberrschende Gröfe, wuchtiger Turm, \traffe Gltederungen, wirkungsroll vertetiter Fries- und Blendenihmudck, Verwendung glasierter Steine in weWseladen M stern zu Belebung der Fläche, zieclihes Fenstermaßwerk in tief eingeschnitteuen, gepußten Leibungen; im Juarern reie, aus s{chlanken Diensten |ckch ent- widelnde G:wölbe mit fein prefilie:tem Ripperw:rk und zterlihen Eipyzelheiten an Kapitälen und Kraosteinen. Die Grundrißanordnung ergab ih zwangélos aus der Lage dcr Kirche ¡um Dorf. An ein dreljch!ges Langshif, dem sch eine Tauskayelle und Bortalle enthaltendes nuviedrtges Seiten f scwie der die Logen für die Majesiäten und das Sefolce enthaltende Iurra ar- altedein, {ließt fh östlih der flach ge!ch!cssene Aitarraum wit der

afrifici an. Den Abichiuz3 gegen das umgebente Gelönde bildet

einen weiten Nundblick af das Haff und die vurugzebenden Hölen bfletct. Die Umfafiun28u1auern ber Kirche find aus Steiren großen Zoimats mit kräftiger Fugüng hergestelüt und mit warz glafizr ten Köpfen g2- mustert, die Portale mit geld und grün giafiirien, diz Giebel mit \chwa:z glasirrten Sichten durseyt; besond2:2 reihen Schmuck baven die Nifchea úbzx tem au den Logen fübrznd-n Turmportai in Form eines tekorativzn Terrakottamaßweites auf cingebranntem biaugrauen Grunde mit einem das Bogeafeld sülienden Wappen aus Majolifa erjalten. Die Fußböden zetgen durchweg etnen Belag von roten, mit eingepicßtem Ornament verzierten Platten, deren Fächen dur glafßkerte Schidten in Felber geteilt wcrden und bejerders im Altarraum reiHe farbige Muster bilten, Herverzuheben isi, daß sämtii@zes Steinumatecial einsch{licklid der Blasuren und der Fuß- bodenplatten tun der Kaiseriicben Z'egelei und Matcolikafavrif Hher- geftellt worden tft. Besonders b2meiten8wert tit ein dreitziiiges Viaß- werk im TITrcppenrauw, das auf Erregung des Kaisers aus ge- brannten Ton hbergesteUt ift, wie übe: haupt da3 Jniezcesie des hoben Baußherrn si) ah während des Krieges auf ale Etnzclheiten der Bauausführung exrstre&te. Die Eknweißung der Kitche wiro erst ua dem Kri2ge erfoïgen.

Verkehréwesen.

Der Pofisheckverkehr im Reichspostgebicie hat im Oktober feinen bisher größlen Umsaß mit 10,2 Milliarden Mark erreiht und damit den bis dahin höchsten Umsaß vom Juli 1917 um rund 2 Milliarden überflügelt. Bargeldlos wurden im Oktober 7 Milliarden Mark oder 68,6 vH des Um- saßes beglihen. Auch das durdschnittiihe Guthaben der Post- \heckunden hat im Oktober mii 660,8 Millionen Mark seinen bisher höchsten Staud erreicht. Autrcäge auf Ecöffuung eines Postschekontos sind bei jeder Postanstalt erhäitlich.

Am 1. Januar 1918 tritt in Desterreick, Ungarn, Vosnien und der Herzegowina eine Grhöhung der Gütertarife der Etsenbahnen in Kraft, die laut Meldung des „Wolf säen Telegraygeubürcs*" im weseatlickten darin besteht, daß die in bie ver- schiedenen Larifklassen elngereihten Artikel im allgemeinen in die râhst höhere Klose versegt werden, Ausgenommen sind jene Güler, die, wie Setreide, Kaitoffeln, Zacker, Koble ujsw., wegen ihrer Be- deutung füc die Valtspecsorgung eine släkere Mrhrbelañung nicht gerechtserligt eisheinen laßen.

Der Piibvatfelb paketverkehr ist auŸ für des ösicrreih![ck- unpartihe Feldpoztam! 472 jugelafsen, dagegen eingeslelli worden für tie dsierreitish-ungirisGhen Felckvotiämter 2, 95, 76, 99, 136, 178, 188, 197, 218, 221, 223, 224, 238, 277, 294, 307, 316, 364, 369, 376, 386, 392, 393, 395, 399, 401, 407, 409, 428, 431, 432, 437, 461, 464, 200, 511, o12, 517, 522, 526, 608, 612, 613, 624,

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Theater und Musik.

Im Kögtglichen Opernhause wird morzen, Freitcg, «Figaros Hochzeit* mit dea Damen von Sranfelt, Engell, Béarherr und den Herren Stock und Bron3geest in den Hauptrollen aufgeführt. Musßkalischer Letter lit Dr. Stied:y.

Im Könialichen Schauspielhause werden morgen, neu- einceübt, „Die Räuter" gegeben. Die Besegung der Hauptrollen lautet: Vmalia: Frzu Angerstein, Karl PVloor: Herr Beer als Sast, Franz Meoor. Herr Clexing, Paximilion: Herr Kraußueck, Spiegeibderg: Herr LBtensfeldt, Kosinctky: Herr Ehrle, Dantel: Herc Ezgeling, Hermann: Herr Keppler, WVêoser: Here L-ffter, Schweiger: Herr Peühlhofer, Pater: Herr Pobl, Schufterle: Herr L Roller: Herr de Vogt. Spfelleiter ift Dr. Bruck. An- ang r.

Dte Di ektoren Meinhard und Bernauer haben ich das Erst- aufführung9recht zweier Stü! des jungea österreichischen Dichters Franz Tbeodor Csokoec gesichert. Dice find die füntaktige Tragödie „Die Sünde wider den Geist und „Die Wollust der Kreatur*, ein dramatisches Werk in vierzehn Stationen. Gines der betden Stüdcke wird noch im Laufe dieser Spielzeit im Theater in der König- gräßger Straße aufgeführt werden.

WMannigfaltiges.

Seine Knigliwße Hoheit der Prinz August Wilhelm bon Preußen, der bisher aïs Kreiëbauptmann im besezien Gebiete Poleus gewirkt hat, ist, wie „W. T. B.“ meldet, nunmehr zu seiner weiteren Ausbildung im höheren Verwaltungsdtenst dem Oberpräsidium ta Posen überwiesen worden und siedelt in di:’sen Tagen mit feiner Semablin in das Könizliche Residenzihloß nah Posen über. Der Fortgang JIhrez Kön'glicjen Hoheit dec Frau Prinzessin August Wilbelm, die ta den vexrflosseren dret Kriegöjahren ch der Pflege der veuwundeten Soldaten in Berlin und Potódam besonders gewitmet hat, wird nicht Yur von den zablreiden Kiteg8hes@äbdigien besonders den Krlegtblinden sehr bedaueit werder, fondern au in weiten Kreisen, die mit der hohen Frau in Berührung gekommen siad.

„Tier und Mensch in der Wildnis," das ift der allge- meine Gegeusland eines ebenso lehrreichen wie unterhaltenden Licht- und Bewegungöbildervorirags, den der Dircktor des Zoologischen Gartens, Professor Dr. Peck am Dienstag in der „Urania* zum erjten Mate hielt. Der Vortrag, der die Unierbezeichnung „Wild uod Jagd ia Ascika® hat, vereinigt die \chönften dec von Scillings, Berger und anderen unter Mühen und Gefahren in ten wildreihen Zazderünden Afrikas gewonnenen Aufnahmen. Wer im Lauf der Jahre das W:\-nscha!1lihe Theater in der Tzuben- straße regelmäßig besucht hat, wird die Mehrzahl davon aus ver- [iedenen Vorträgen mtedereikannt baben. So zusammengefaßt, ben auderem Gesihtépurkt betraltcet und von saßkundigen und Humorgewürzien Erläuterungen begleitet, winken aber diese Bilder, ktie wan immer wieder w't Vergnügen an ben Blicken vor überziehen läßt, nit minder fesselnd ais früher. Die Nelhe begiant mit einer Vorführung des Ledens der Pelikane, jener sonderbar gearteten Shwimubög:l und gefürhteten Kis: äuber, die in gewaltigen Scharen auftreten, Prachtvoll gelungene Filmaufaahuen jetaen eir e vnabsehba:e Menge tavxa auf dem Wassec und lassen auch das vori(tige AÄnsclethen, Zielen und Schicßen des Jôgers sowie das Bergen der JIagdbeute durh die shwarzen Begletter erkennen. Bei dea Nahaufuahmen der eriegten Tiere üderrosht deren fonderhare Gestaltung. Der Haut- beutel unter dem Swnabel stellt ein ideales Fischney dar, das zum Faogen und zur Autbewahrung der Fische dient, die von bem Pelifan dann lebendig verschsun;ea werdea, aus desseu ‘Magen der Jäger sie, mit êecker Hand dur die weite Shlunt öffnung greifend, wieder heraus» holen kann. Nicht minder fesselnd find die Bilder von der Anttilopeniagd, die diese anmutitge und s@nellfüßige Wildart, in großen Rudeln usend oter flúhtig über die Steppe eilend, vozrführeu. Ausr-gender und sozusagen dromatisher sind dle Aufnahmen von der Löweujagd, dauunter das berühmte, vor mehreren Jahren an dieser Stelle \hon gescilderte Bewegungöbild von der Erlegung cincs großen f zur Wehr schenden Wwen durch speerbewehrte Massa!leute. RiesensBlangen-, Giraffen-, Glefanten-, Nashorn- und Flufßipferrjagzen {ließen ih an. Bet allen sieht man in zuweilen aus unmitieivarer Nähe geradezu toufühn aufgerowmmenen Bewegungshtldern die Tiere zunächst in der . Fre:beit, Bet dem nahertzen Cipbringen und Zerlcgen ter Jagdb-ute ergeben die Ausnabinen ter sckwarzen Begleiter dexr wen Zäger det threr Tätigkeit und betm Mahle cbenfalts eine Fülle retzpoler und lehr,

tine aus Granit fiadlingen hercettellte Fatt:rmauer mit Plattform, die

j deren Eatwickel1:2g man dabet voin” Fangort bis zu ihrer Y; Hamburg beobacien kann, wird in erer Unzahl woßlg Fumaufaahmen gez tgt. Mit lebhaft:m Beifall dantten rie anmzelenden Zubörer zum SHBluß dem Nedier seitigen und aaregenden Lusfühuungen.

Tunft ty elungener a1 Die zah, für feine viel,

In der Trevtower Sternwarte sind für die nägslen T folgende Vortiäge angeseßt: Sonnabend, Nachmittagg 5 ne „Unsere Luftflotte“ (Lichtbiider und Kins); Sonntag, NaHmitta:: 2 Uhr: „Die Sternbilder und praftiiwe Anleitung zu ihrer Ae findung" (Lichtbildecvortrag des Direktors Dr. ArFenkotd), sowi, folgende FKinovorträze: 3 Udr: „Graf Dohna und fetne Mö” 5 Ubr: „Polaijagzen“, 7 Uhr: „Walrofie, Kiébä:en und Alten! Am Dienstag, dea 20. November, Abends 7 Ukr, spricht Dr. Arten, hold an der Hand 1brei@2r Lichtbilder über ,Milhstraße u Nedelgelitrne“, Bei klarem Weiter finden vor und nah den Ver irägen BeotaLtungen mit dem großen Ferarohr statt. dh

Sofia, 14, November. (W. T, B.) Gestern gab die Dobrudschakozonie in Sofia ¿u Gren der noch bier ay, weienten deutschen Pressevertreter cin Mahl im Stadtkasire, Erschienen waren außer zablrei@en Witgliedern der Kolonie der Pre fsedir:ftoz Haæb#, Verireier der Sofianer Presse, bte Professoren S@ischumanorw, Militig)h, Georgow und Arnaudow, deute unz öster reichische Tageéschriftjell-r. Der frühere Minifler des Aeußern Dimi, trow, ein altec Dobrudschaner, spre über die Letdentgeshihte de: Dobrusicha und über die Sehosuht des ganzen Landstrich, di Wew!ßheit zu haden, daß für immer die Dobrudscha den rumänis&en

änden entcissen set. Nah ihm sp:ach in ähulicem Sinne Dr Lasarow von der Eisenbahndirektion, gebürtig aus Tule:a, in be, geisteriea deulshen Woct:n. Ferner \childerte ein aogesehener Bürger von Kons!anza, namens Ognianow, in ergretferdr Weise die von den Rumänen im vergangenen Jahr erlittenen Qualeo. Ex {195 mit der BersiSeruag, baß die Dobcudschanec freie Bulgaren werdey oder sterben würden. |

a

Ne: 91 des „Zentralblatt3 der Bauverwaltung hera:sgegeben ir Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 10. No; vember 1917 hat folgenden Inhalt: Amtliches: Nundeilaß vom17,ODk, tober 1917, betr. die V:r6ütung der Fahrkartenergänzungsgebübr bei Benußung von Shnell- und Ellzügen auf Dienstreisea; Dienst, nacriGten, Nichtamtlihes: Der B.eaarcktarm bei Burg im Sy:rcewxald; Die Aecgidlenneu?adt in Hannover; Zur Frage der Knikb- anspreBung bie, ungssteifer Fachwerkstäbe. Vex, mischtes: Haupiversammlung der t-ch1ts{ch:n Oberbeamten deut Ger Städte; Weitbewerb für Eotwürfe zu einer \tädtisden Enrkindung?oustaît (Sophienbaus) iu Cassel; Eröffnung tes neuen Swiffahriweges het Bieslau ; Verordnung über Sanmelbeizungê- und Warmroasserverforgunatarlagen in Mieträumen ; Aufzugfahrshähte; Butenrtemenfußböden ; Kietntwobnurgswesen tn Hamburg; Museum nau pauvre Diatla“ in Maubeuge; Patent (Vorri®@iung an Loko wotiven zur Ausnuyung des Abdampfes).

(Fortseyung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Dheater.

j Königliche Schauspiele. Freitag: Opernhaus. 20. Dauer- ezug8vorstelung. Dienst- und Freipläße sind aufgehoben. Figaros Hochzeit. Komische Oper in vier Akten von Wolfgang Amadeut Mozart. Text rah Beaumarchais, von Lorenzo Daponte. Deutsche Uchersezung durdgeseben von H. Levi. Musikalishe Leitung: Herr Kayelln:eisEr Dr. Stiedry. Sptelleitung: Herr Bachmann, Änfang 7 Uhe.

Schauspielhaus. 253. Dauerbezugévorsiellung, Dienst- und Freipläne find aufgehoben. Neu einstudiert: Die Räuber, Ein Schauspiel in fünf Aufzügen von Schiller. Spielleitang: Heir Dr. Bruck. (Karl voa Moor: Herr Theodor Be cker vom König: lien Hottheater in Dresden als Gast.) Anfang 625 Uhr.

Sonnabend: Opernhaus. 251. Dauerbezugsvorstellung. Dienst und Freivläge sind aufgehoben. Mignou. Oper in dret Akten von Ambrolse Thomas. Text mit Benußung des Goetheschen Komars „Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Michel Carrs und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 254. Dauerbezugs8vorstellung, ODienst- und Freipläge sind aufgeboben. Könige. Ein Schauspiel in drei Auf- E von Hans Müller. Spizileitung: Herr Dr. Bruck. Anfang 73 Uhr.

Familiennachrichten.

L A I TTED E pr E

Am 11. d. Mts3. verstarb unser braver, allzeit pfliht- getreuer Kollece

Herr Q. C. Adolph Bilaß.

_In aufrihtiger Trauer widmen wir diesem unserem bewährten Freunde cin ehrenvolles Gedenken.

Der Auffichtsrat und der Vorstand der Chiva Export- Fmport- &

WVauk-Compaguie.

Hamburg, den 14. Novembex 1917. [45338]

TF7 Mr E N

Verlobt: Frl. Wi‘heima Jobu mit Hrn. Marine-Okerassistenzatit Rudolf Seihter (Wilhelmébaven—S, M. S. „Helgoland*). Verehelicht: Hr. Rittweister Albert Graf von Hardenberg mit Fr Gisela verw. von Werneburg, geb. von Reuß (Bükburg). A Hamplnanu Eberhard von Haugk mit Frl. Irmgard von

D DDrTMIB. Geboren: Cin Sohn: Hrn. Hauptwann Frig Naumann (Zabern Els). Eine Tochter: Qup E Wilibald rhn, s ie E M Z. Erfurt). Hrn, Reichsgericht0ra c. Ciolbe (Leipztg). Gestorben: Hr. Generalmajor a. D. Moriy von Kraag- fst (Braunschw-ig). Hr. Professor Dr. Hubert Jansen (Beilin- Wilmersdorf). Hr. Rittergutsbesi er und Hauptmann i Graf voa Pfeil und Klein Ellguth (Hildesheim). Fr. E Gräfia Vißihum von Edtstädt, geb. Edle von der Planiy (Obe Iößnt8 bet Hretbden). Fr. Gleméntinl von Sell, Crjelleb geb. Freiin von Cramer (Cafsel).

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Verantwortlicher Sriftleiter: Direktor Dr. T y r o k, Charlottenbur Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher.der Geschäftsst Rechnungsrat M engering in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (Men ger in g) in Berlin. Pru der Norddeutshen Buchdruckerei nnd Verlaggaustalh, : Verclin, Wilhelmstraße 32, 4

reicher Vitder. Auch das Einfargen und Aufziehen lebender Tiere,

Fünf Beilagzu.

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußishen Staatsanzeiger.

November

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‘Niczfkamkliches,

Statifiik und Volkswirtschaft.

Die Tarif!erträge îm Deuts®@en Reich am Gnde des Jahres 1915. |

Die zur für das Jahr 1912 veröffentlichte jührlide Beslands- satistik der Arbei!starifverträne in Deutichlar d tit auch für das Zahr 1915 wieder im Kaiferlichen Statistischen Amt bearbeitet worden, das über die Ercebnisse j-t im 15. Sonderbett zum „Retchsarbettsblatt“ eing: hend beilbtet (50 Seiten, Preis 1,60 6, Karl Hevman-8 Verlag, Berlin). Bi BeipreGung der Tarifitaitnit für das J3h- 1914 konnte festgestellt werden, daß die auß-rgewöhrlicen Verhält. isse des Welt- friezes thre Ergebnisse noch nicht sehr erbeblih beetuflukt hztten, daß ¡war die Zahi der to den fünf Krieg®monaten 1914 abge|chlossenen Vari!- . verträge ungewrößnlich niezrig war und infolgedesszn auch die Gesamt- al der bstehenden Tari‘vert' äge Ende 1914 hinier derjenigen des Narjahrs 1913 zurückölteb, die Stat.stik thres Jahilts acer im wesentlichen nech ein zutreffendes Bild ver tariflihea Arbeitsverbö1t- nlsfse bt, wie sie kurz vor dem Kitege in Deuts(land bettanden, Jm Gegensaß dazu siebt die Statistik für das Aabr 1915 faït ganz unier dem Zeichen des Krteges. Auch für die alten, ncch aus der Friedenszeit übernowmenen Lartfvertiäze haten fh die Zzhl der fien Betrtebck und besonders die bex tartfilh gebundenen Arbeiter ganz wesentlich geönzert. Das Kaiserliche Statistische Amt haite die be iHienden Stellen ersfu®t, die am Sluß des Jahres l915 zutreffendeu Zahlen der an Taityzrträgen beteiligten Vetiiebe und Personea auzugeben. Dies war thnen aber aus erkiärl!hen Gründen nur zum Teil möglich; fie h ben daber vielfach stait desscn die Z1h!en des Friedendfstandes von 1914 eingelegt. Jofolge dieser Muchurg von Zahlen, die aus vers@tedenen Zeiten und Zeitumständen stammen, können die Bestandszablen n'cht alt unvedi=gat zuverlässige Unter- la.e für Sch/ußfolgerungen dienen. Zuverlä'siger sind dagegen die Zablen für bie tam Jahre 1915 in Kraft getretenen LTanif- gimeinschaften. Diese bieten aber wegen ibrex Niedr!gkeit k-ine genüpcod breile Unteclage für ins efrzelne geheade statistisGe Bir:-chnungen.

Nach den bon den Verbänden eingesandten Nachweisungen haben am 1. Januar 1915 von den tn ven Voij1hren iy Kraft getretenen Toriiv»rträgen noch 12 722 bestanden, die für 200256 Betrtebe und 1919 112 beshättiate Personen abgeschlofsen waren. Am Ende des Sahres, also am 31. Dezember 1915, standen bon diesen noch 11 701 für 181 029 Betriebe und 1362239 Peisonen abge\ch{lossene Tarif- verträge in Kraft. Die Verminderimg der von den Ta ifverträgen erftaßten Betriebe und Personen würde noch größer sein, wenn alle berichtenden Verbände die taisädhlihen, durch den Arieg veränderten Zablen hätten angeben [önnen, anstatt vieïiahch nh die alten, hêheren Friedenszahlen mangels anderer An- gaben einzus/-ßen. Auf der einen Seite sind zabliethe Be- itlede eing-gangeo, Ardeiter zum Herresdienst einge,ozen odec în andere Berufe übergegangen. Auf der anderen Seite steht, wenn auch in wesentlich gerinoeem Umfange, diesex Verminderung in etnzelnen Ge- werben eine Vecrwehrung gegenüber, indem neue Betriebe der Krieg®- indust:fe enistanden siad und Arbeiter aus anderen Gewerben st{ch diefen Berufen zuzewandt h1iber. Im Beiichtejahie tn Krast ge- treten sind 278 Tarifverträge tür 5093 Betriete und 126051 Per - soren. Dadmnch wuchs der Bestand am Ende des Jahres wieter auf 11977 Tarifverträge für 186 120 Betrtebe mit 1488 191 Personen. Vie Zabl der neu in Kraft getretenen Tailfe bleibt erheblich binter dei entsprehenden Zahlen der Vorjahre zurück, ebenso die Gesamt- ohl der am Schluß tes Jahres 1915 in Kratt stehenden Tarife und der bon ihnen erfaßten Betriebe und Pecsouen.

Bei Zusammenfafsur g der überciastir menden Vertra,sabsch!üfse ¡1 Tartigemeinschaften unter Ausschaliurg mehrfecker Zählungen bon Betrieben und beshäfiigten Per)onen *) verteilen sich auf die ein- llnen Gewerhegruvpen die im Jahre 1915 in Kraft getretenen 1nd die am Schlusse des ZFahres {lntgesawt best-benden Tarifkgemein- shaften, deren V-riräge dem Kaiserlichen Stattiisken Amt eingereicht worden fiad, sowie tiz von ihnen exjaß'en Vetriete und ktie tin dicsen bes%öftigten Personen, wie folgt:

Im Jakbre 1915 Gnhe 1915 bestehend

in Kcast getreten

Gewerbe- gruÞppen

mit beschäftigt. Personen

/ mit beschäftigt. | Personen

meine

ten r Betriebe

Îa

Tarifzemetn- für Beiriebez # f

schaften Tarif

s

Lndwirts., E ärtn i Verzuh! usw . E 90 Verghau usw. : Torf- g! heret S N i : F Indust;ie d. Steine | und Erden 2 62 Metallyerarb. u. Ird. _der Moscinen . 29) 12 A Chemische Industrie . | ; i nd. d. forstw. N-ben- j trievga., Yeudhtstoffe | n Webstoffindecet P S TEEES G Popierindr strie A cderindustite .…., M Wuslrie b, Golj- v. Söntbftoffe . . Nabruygs- v. Genufß- mitteliudustrie. x el letdungsgeroerbe . G intaung8gewverbe . M Ugeweb R Leibielfältigungs- acwerbe e ' 999 a Vandelsgeweibe 9 00 E Gage ordgerverhe A4 2 308 OE A al u. Shanfwirt- daft. N 34 4 Musik, Theater- ust. | | ewerbe, . , A f a 4! 7]

26305

129885) 3407

2635 10191 27410 28156 14647 71041 10380 16001

646 36981

10290° 2634|

2506| 1429 ’onstige Gewerbe . .

& t Summe oller Ge- | | werbegruppzn . | 227/3324

10171/121697 943442.

71875

lo *) Völlig vermieden si-d troy Zusamwentiehuna der gleich- sagen Tarsfvertiäge in Tar}taemetnsckœasten Doppelzöhlungen be- p ligter Personen iasofera nit, ols dieselben Arbetter nrch a!s dge eil'ate bei den alten Sarifgemeinschaften für die Frtedensindustrie, L noch stillschweigend weiterlauren, er!-ine”, gleidzeiiia aber auch

Tv A (I T 67 B

Erste Veilage

Berlin Donnerstag, deu 1

Im Jahre 1915 sind nur 227 Tarkifgemeirscka"ten wit 71 873 Personen in Krast getreten, was geuenüber den 3975 neuen Tarifaemein schaften mit 645 321 Arbeitern des Fiiedensjabres 1913 nur 5,7 vH der Tarifgemeia\cajten und 11,1 vH der Arbeiter aus- mabi. Gegerüter den im Aahre 1912 neu tin Kraft getretenen 3826 Tart‘g-metosaften füc 382 350 Abetrer find es 5,9 vH der Tarifgemein]chajten und 18,8 vH der Krheiter. Lem geringen Ar - {luß von neuen Tarifve:t'ägen stebt allerdings die zahl-nmäßtg iht zu bestimmende Anzah! von Terifgemeinschafiea gevenübei, deren Rünbigung ir f lze des Krteges uateib.leben ist und ktie taher tillschweigend weiter laufen. :

Uster den 227 ta Jahre 1915 in Kroft getretenen, für 3324 Betttehe mit 71873 Perscnen obges{]ossenen Tarifg-mein- satten handelt es ich bei 145 für 2140 Betriebe wit 29 597 Per- fenen um bestehende Tarife, die ausdrüdtih erneuert worben find. Die anderen 82 Tarifgemeins{chaften für 1184 Betriede rait 42 276 Personen siand neu abdyeichlo}s-n worden, darunter 10 für 511 Beuicbe mitt 32393 Personen esichtiih tür dte K-ieggindustrie; drch wird es sid e:iärli®zerweite aud het ander-n neuen Tzrifgematnichafter um Be- triebe bandeln, die im wesen!lichen für Kriegözwe de arbeiten. Cine ver- bältn!saäßtg große Betet!t.u-g findet wan bei dem in ter Leder- industrie füc Militäraugrüstungsfabuiken aufgestellten Reichitarif für 175 Betiriere wit 17 951 Peiscnen; dieser Tarifvertrag wurde unter Vermiitelung des Kriegêmin!steriums abge\clessen. Auch der tim Geschoßkorbcewerb? in Kiuaft getretene Reitstarif für 322 Betriebe und 8276 Personen ifi unter Mitwirkung des Kri: g9amis zujsiaude gekommen. : Bei ver absolut wie verbältni9mäßig geringen Zahl der neu in Kraft g:treteren Tarifzemetnschafien kaun die in der Statistik des Katserlichen Statist!shea Amts gegete e Zusammenstellung der in ibnen festgeseßten Löhne kein ausreichendes Bild von ten veränderten Lohusäugen während des Kriegtjahres 1915 gewähren. Immerhin deuten die zusammeanfassenden P ojzentberehnurgen dexr Vohn- \âßge dahin, daß sür gelernte UÜrbitcr hon im Jahre 1915 gecenüber der Filedentzeit erheblice Lobnerhöhunaen eint.atea. Der Antetl derjenigen Ärbeiter, dite zu Tarifgemein\chasten mir einem fsestgeießzten Mindehistundenloh»" ron mehr als 45 A sür geiernte Arbettec gehdien, an der G:samtzabl der taniflih gebundenen erreicht in diesen neu in Kraft getretenen Tarif- vert: ägen die Höhe von 99 vH gegen 82 vH 1m Gesamtbejtand des Vorjabrs 1914. Fajt ein Dritie!l, nämlich 32,7 vH der Arbeiter von den 1915 neu in Krajt getretenen Tazifgemeirs@aflen mit Stundeoloh»aagate gehörten zu Ta:isgemeinscdaften, in deen der niedrigite Vertnraasstunden®!cehn mehr ols 75 & F für gelernte Arbeiter betruo, nähr2nd v'm Gesamibestand des Vorjahrs Taifgemeinscka\ten mit nur 5,2 vH her beschäftigten Perionen unter diese Stundenlohn stufe fielen. Daß unter die verbältntsmäßig niedrtae Mindestlohnstufe von über 35 bis 45 H für ungelernte Arbetter T :ritgemein\chasten mit etwa der Hälfte (50,1 vH) der Ar- beiter falen, ist bauptiählih auf den Reicht tarif der Kriegsleveraus- rüstungsindustrcie zuiüzuführen, dessen unterste örtliche Lohastufe für ungelernte Arbeiter 42 Z beträgt. Praktisch kommen aher bet dieser Tarifgemeinschaft mehr Stücklohusäyc als diese Zeitiöhne in An- wendung.

Zur Arbeiterbewegun

Nach einer von „W. T. B.* wiedergegebenen Reutermeldung aus Buffalo wurden am 13 d. M. gemäß dem Rate Wilsons alle A usstände der für die Regierung iu Schiftahrt, Schießdedarfs- erzeuguna, Schiffbau und anderen Kriegsunternehmungen tättgen Arbeiter durch die Abteilung füc Bauhandwerke der Amezican dederation of Labour für beendigt erkiärt.

Handel und Gewerbe.

Jan der Aussichtorattsipurg der Allgemeinen Elek- trizitäte-Geselishaft Berlin wurde laut Meidung des „W. T. B.* der Jahresabschluß für 1916/17 vorgelegt. Gs steht ein Retr gewinn von 30 370 864 gegen 27 193 409 46 zur Verfügung, aus dem die Verteilung von 125 vH auf ein Grundk.pital von 184 Millionen Mark in Vorsch1aa gebracht wird. Im Vozijahr nahmen an einer Vecteilung von 12 vH 155 PVitiltonen Mark ganz und 29 Miionen Véark zor Hälfte teil. Abgerehnete Umsäye und vorliegende Aufträge weisen höhere Ziffein auf als in 1915/16, deuen eine bedeutende Steigerung von Kricgolasten gegenübersteht.

- No dem Verwaltungsberiht der Ziegelei-Berufs- genossenschaft Charlottenburg für das Jahr 1916 het:ug der Mit» gliederbestand Gade 1916: 10017 gegen 10 09%, die Zahl der versicherten Personen 72580 gegen Gnde 1915 74 163. Jusaesamt ruhten im Berichts- jahre 6431 (1915: 5512) Betciete, davon 4115 vollständig und 2316 treilwei. e, d. h. in leyteren wurden nur für Bewachung, Verladen von Erzeugnissen und für sonstige Neterverrihtungen geringe Lohn- betrêge verausgabr. Gelöiht wurden 111 Betriebe. Es haben somit verhäitn'smäßilg wenige Ziegeleien _ arbeiten fkênnen; mebrere Betriebe tm Jutustriegebiet, ostpreußis$e Ziegeleien und ferner Betriebe wit Austrägen für die Heeresverrealtung waren gut beschäftgt. Auch det Fabriken seuerfester Erzeugnisse, den Tonröhren- und Dactz!egelfobriken scwte den Tongrätereien fehlte 78 nicht an Nufträgen. Torfhetriebe arbeiteten in beschränktem Umfange. Die Zzhl1 derj-nigen Betriebe, die sih auf Krtegsbedarf eirrichtet-n, hat sich um einige veemehrt. Neu hinzugekowmen ist u. o. je ein Betrieb zur Entölung öligea Schmuyes, zur Entfestung von Bleicherde, zur FülDu«g von Granatén, zur Herstellung von Spreng masse uud zur Cialog rung von Webwaren für den Krieg8wo - bedarf. Die Zahl der beitragsxflihtigen Betrtebe betrug 5864. An beitragepflihtigen Löhnen wurden tm VBerichtsjahr 66 984 720 db nagewtesen, gegen 65045 610 6 im Fahre 1915, mbhin für 1916 meh: 1939 110 #. Die Zahl der im Jahre 1916 ent{hädigur gs- pfl chtia gewordenen Unfäße beträgt 554 gegen 629 im Jahre 1915 und 1212 im Jahre 1914. 53 Unfälle hatten teu Tod, 36 etre dauernd teilweise und 418 Unfälle eine vorüberge bende Erwerb8beichräns- fung zur Folge. Unier den Getöteten befanden si 36 Veisichexte mit Hinterbliebenen, un» ¿war wurden gezählt 35 Witwen, 96 Kinder und 1 Verwandter ausstelgender Linie, Ita Abzug _der Et- staitungen an Gutschädtzungen wurden ga 2081 622 (1915: 2211443 4), mithin 1916 weniger 129 821 A. Bou ten 1916 oczablien Entshädigungezablungen entfallen : 1441 495 (6 auf 8015 Renten aa Verl-yte, 275289 46 au} 1597 Renten füc Witwen (Witwer) Gelöteter, 242323 F bezw. 10 139 /6 Renten auf 1434 Kinder und Enkel bezw. 55 Verwandte aussteizenber Linie Getôteter, 50 592 S auf 212 Personen für Kur- uno Verpflegungékosten, 26 055 4 auf 591 Verleyzte, die außerhalb der Heil- usw. Anstalten behandelt wurden, Der Rest entfi-l auf erb6htes Krankenaelo, Rentea an Gheftauen, Kinder und Enkel auf Ner war dte aus eige: der Linie der in Heil- usw. urtergebrahten Ve1- leßt-v, Lbfindurg: an Verle te, die !/; der Vollrente oder wentger þrzogen haben sowte an Ausländer bri Auggabe ih2es Wobnfizes im Deutschen Iceicd, und an Witwen w'e'dieter im Falle der Wieder-

354,98 A (aegen 327,18 A

daß die Zahl der Berlepten von

aktien vorzus&lagen.

werk sowie Kitegswerksiätten.

Wien, 14. November.

1916/17 ergaben dar. Diese stetige Stetgerung

Warschau, 12. Landesdarlehngkaj}e. liGfeiten :

Verpflichtungen 1 524 801,30 6,

\sonfiize Guthaben

M 1748 175,78 (1. V. 4 1887 568,18). i A 928 335,62 (B, é 1073 093,85) verbleibt ein Neingewtun von A 819 840,16 (1. V. A 814 474 33).

Die Deutsch-Luxemburgishe Hüttenattiengeselljsba!t Boch! .W. T. BV.* sämtlickde Geschäftsanteile m. b. H.-Brandenburg a. d avel erworben. ! Finma Web-r b: finden stch in Brandenburg a. H. und besiegen aus einem Siemeas-Martin Stablweik, et ÿrot- Die Seschästs)ührung der

¡ Gebahrungfjahr 2 In

Leber in Brandenburg bleibt bestehen. (W. T. de Betri-ebseinnalhmen l Staatsbahnea mt Selamteinnahméin von rund 931 Pilliouen Kroren gegenüber tem Vorj hr eine abermalige Besserung um rund 66 Millionen Kronen. Diese Z!ffer übersteigt die Einnahmen des letzten Frievensjahres 1913 um 132 Millionen Kronen und ¡ellt die höhite Ginnabme der ôj1erreichisGen St.atsbahnen seit ihrem Vestar.de ver Einr.ahmen hält auc n den bisber zur verläfigen Ermitilung gelangten Einnahmen der Monate Juli bis Stptemb:r 1917 ar. November.

Ausæœeis vom 3!. Okiober. Landes- Varlehnskassensckeine im Verkehr (ohne die in den eigeuen Kassen befindlichen Bei'ände) 176 040 566,— M, fremte

i teinlagen und Depositen) 40 111 588,70 6, fonstige Gelder (Kontokorrenteinlagen un e (D Ee

N-ibswährung Metallgeld obne 968,10 4, Kortokorrentguthaben Instituten (100 850 000,— M), 16 574,45 #&, Lombaros 56 092 995 M, touflige

I1. Anlagen: Barbestaud (deuishe E Ae ans s N ei deutschen siaatlihen und privaten T b (66 A E 56 013 516,50 4, S&hazwechsel und Visionten uélagen 1503 601,95 6, zujammen 217 676 9596,— o.

im Jahre 1915), e vei Person 28,68 M (29,82 M), auf E L is HLOR ° (L s Yb: er (Snischävitgungen ist haupt} äl arauf zurudckzyv en, E 8482 im Jahre 1915 auf 8015 im HBerihi8jabre, alio um 467 zurückgegangen ift, ebenso die Zabl der Kinder tödlih viungiückter Arbeiter gegen das Vo jahr um 158.

Dez äuf srat der Leipztger BierbrauereizuReudniß, RNRiebeck u. Co. Aktiengesellschaft beschloß in sciner Sigung am 14, d. Vé. der Generalversamm ung ì i (8 v) für die Stammaktien uvd 6 vH (6 vo) für die Vorzuos- Der Ats$Pluß ergab einen Nach Abschre dur gen von

(W. T.

Bergwerkä- m hat laut Meldur g des der Fuma Ph. Weber Die Anlagen dec

der

B.)

für Geld

4 New York 1 Dollar Holland 100 Gulden 3008 Dänemark 100 Kronen 227 Schweden 100 Kronen 253d Norwegen 100 Kronen 2284 Scwve!z 100 Frauken 1552

Wien- Budapest 100 Kronen 64,20 Bulgarien 100 Leva 802

Kontiantk- 100 Piaster 20,25

Madrid und Barcelona 100 Pesetas 136€

ruhig.

bedeutenden Umsäten zu verzethoen. itanden Petroleumwerte; auch Schiffahrtsaktien fanden arôößere Be- achtung. Bergwerlspaptiere wareu vernahiässigt.

Börse in Berlin (Notierungen des Börsenvorstandes) vom 15. November

Brief

30 27) 254

2284 156

64,30 81

20,39 1374

Angen L

Dte Haltung der Börse war heute ten meisten SBebteten waren Peeisbesserungen het

1917

auf die ve:siherte

Die

die Veiteilung von 10 vH

Nobgewinn von

und

nem S&robt- uno Feinblehwalj-

Firma

ersreultiher Weise

Polnische 1. Verbind-

vom 14. November Geld Brief d é

3002 301 227 227 252 2% 228 2982 155 156

64,20 64,30 6803 814

20,35 20,45 136} 137F

wteder sehr fest; auf zum Teil nit un-

Fm Vordergruude des Verkeh18

Wien, 14. November.

laufe,

Nachfrage standen. 59/0 Argentinier von 1886 —,

ennsylrania —,—,

Tinto 64}, Chartered 14/8,

Randmines 3, Paris

auf Paris 39,90.

1304,

do. auf Parts 50,00.

hervor. Sn der

verhetratung, Sterbegeld und Füuforge sür Verleyte innerhalb der

Us ueae, für die Rüflungsindusüirte abgeshless-:ne Tarlfgemeinschasten

gesepli@en Warttzeit, Auf den beitragbpflihtigen Betries entfielen

bevorstehenden neuen Tartferhöhungen bet sttllem Geshäst Schiffahrts-, ungarishe Kodlen- und einzelne De o gele und Pepierfateiafiltn zu eren Fursen 16 k iy-, Ztiegel- und Popierfahrikaktien z e

Set z N Adana N S gut T

don, 14. November. .T.B. nglisde FKonio ' a ¿od J 4 D Brasilianer von 1889 56è, 40 aner von 1899 —, 3 9/0 Portugiejen —, R 3% 4} 9/0 Rufen von 1909 533, Baltimore and Ohio —, Ganabtan Pacific 1604, Ecte 234, National Nailways of Mextko —, Southern Pacific —,—, Anaconda } De Beers def. 122, Goldfields 15,

5 9/6 Fran1öfsche Arleihe

Sena States Steel Corporation 100,

14. Novewber. (W. T. B.) k 87,65, 3 9/9 Fran1ösische Rente 60,00, 4 2/6 Spanische äußere Anleihe ,—, 95 9/0 Russen non 1906 63,25, 3 9% Rufsen von 1896 —,—, 4 0/6 Türken unif. 57,50, Suezkanal 4502, Rio Tinto 1825. Amsterdam, 14. November. (W. T. B.) Ruhig. Wechsel auf Berlin 32,90, Wechsel auf Wien 20, 52,50, Wechiel auf Kopenhagen 81,50, We » Wechsel auf New York 229,75, Wechsel auf London 10,93, Wesel 5 9/9 Niederiändiihe Staatsanleihe 1004, Odl. 3 9/6 Niederländ. W. S. 714, Königl. Niederländ. Petroleum 599, Holland-Amerika-Linte 4244, Niederländ. -Indische Handelsbauk 251,00, Atchison, Topeka u. Santa Fs 935, Rock Zland 6, Southern Pacific 874, Southern Railway —, Unton P Untred States Steel Corp. 96d, leihe —, Hamburg-Amerika-Nnie —. Kopenhagen, 13. November. (W. T. B) Sitwechsel auf Hambura 41,00, do. auf Amstecdam 127,00, do. auf Londcn 13,50, New York, 13. November. (W. T. B.) Bôise eröffnet- in shwantender Haltung und zeigte tm weiteren Ver- laufe stärkre Neigung zu Abgaben. aus Europa vo liegenden Nahhrichten sührte späterbin zu einer leichien Crholung der Kurse, doch trat bald darauf wieder größeres Angebot ÉhHlußstunde bewliften teilweise RüWäufe eine neuerlihe Erholung, aber die Angriffe, die dite Baissespalaiion auf

(W. T. B.)

Der Sluß war

Kursberihte von auswärtigen Fondsmärkiten.

Der freie Börsen- verkehr eröffnete im Anschluß an die matte Haltung der gesirigen Budapester Börse und die einander widersprehenden Meidungen über die Vorgänge in Rußland ta hwacher Haltung, die jedoch im Ver- al3 die Plapspekualation wegen der morgigen Fetertag8paute Gedckungen vornahm, einer leiten Erholung tunerhalb der Kulifse wid. Stärkeres Jateresse trat nur

1 Südbahnwerte wegen der

ervor.

Nniton

40, Wesel auf chsel auf Sto&bolm 96,50,

Im Schranken waren

wogegen Elektrizitäts-,

5 9/0 Rufsen

Pacific —, —-, Copper —, Rio

Schw:iz

acific 124, Anaconda Fuanzösish-Englische An-

(Schluß.) Die

Dte aünstigere Beurteiluno der