1917 / 274 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Einfluß zu sch{ildern, dea sein Kunstvrinziv, „das Kolorit auf Stund dor pellondeteiten ZiGrung enf die h3Gste Stufe z1 erbehen“, auf ¡°itgendisiibe Künttler au2ceubt hat. Der Bilierteil des Bandes bietet Wiedergcben ron 450 Gemäld:n des Veijters in zeit- lier Anorbnung, De Nac(bildungen lezen Z2ugnis voa dem bobea Staude unserèr S@warj-Weiß-Technik ab, und der Besauer wird zu seiner Freude wabrnehwmer, wie viele Reiz? des facbigen GSe- máldzs fih mit ihrea einfahcen Mitteln wtedergeben oder dech firn- fällig andeuten lafsea. Wie den {rüheren Vändcn ist auch diesem ein Vr-rzrichnis der Bilder, nc-ch Stoffen geordnet, sowie ein Verzeichnis der Besißer der Bilder beigegeben.

Niklaus Bruck: „Ich warte... Ein Straßburger

Nonnen. (Deutsche Veriagéanstalt Stuttgart. Sch. 4 f. Sebd, 0,00 M.) Das 1nwieipâltige Gefühl gewisser K-eise im Gijaf ift e3,

das dies Bu durchzießi uno erfûillt, Durch die vers@tcdeniten Menschen, an mancheilei klctaen Erlebnifsen wird es offenbart, wo- b-i dzr Berfafser den ernsten Gruand'on wobl berührt, jedoW lizber

launig tecweilt bei den Dingen des täglichen Lebens und freundli) das Verbindeade stärter als d23 Trernende be- tot. Aus den Kranz der typisGen Sestialt-n erbeten sich im

Verlauf des NAÄians di- Havptpecscnea nit individucllem Leber, uad wir folgen them Erçcehea mit tieizendem Interesse und Beritändonio. Fir dea Verfossec 1st G ter Zwiespalt von selbst im August 1914, als die Elsasser ibr deutsches Herz entdecken, die franiösii&ea Eiemznte sich nah Krankreih verzichen und all:r Verbruß in der grmeciafamen Gefahr einer gewaltigen Aufgabe gegerüber vei fiukt.

SVócater und Muafil,

Königliches Schauspielhaus.

Die Theaterbesuder pflegen in den vershiedenecn Theatern s den fünstlerishen Darbietungen gegeruiber recht vrshieoen zu ves balten. Im Kön!gliLen Schauspielhause gehört etne gewisse kühle Zurüdbaltung, msn möchte sagen, zu dec Ueberlicferung des Hauses. Stürmtschze BeifaUskundgebungen, die z. B. bei der Reinhardtbü9ne die Megel sind, werden im Schinkeibau am Gendarmenmarki nur selten laut, und Belfallsftürme bei offener Szene, wie sie gestern wiederholt autbrach:n, hat das Köriglihz2 Schouspielßaus wohl seit den Tagen, als Péatkoasky in seinen Gar;rollen die ZusEauer miétriß, rihi mehr erlebt. Es wurden Schillers „Räuber® in neuer Einitudierung gegeben, und um den Eindruck der Vor- fielun,j vorweg zu fennzeidhnen: fle genügte Hohen AnspröBen und Uey kaum cine (Srwarzing unerfüllt. Die HLaupirollen waren trefrlicb besetzt, die Massenszenen voll slürmiih?er Bewegung und die ganze Aufjührurg mar von der leideusWaftliten Glut ersüllt, bie das fTroftigenialisße Jugendweik Sckchiüer3 durchpulsi, Lu die szenish2e Ausstattung war ausgezeinet durch Naturwahrheit und romantischen Zauber. Keia Wunder also, daß die reihlich vier Stunden füllende Aufführung dle Zubörer in ihrem Bann gefangen- hielt. Unter den Darstelierin müssen die Herren Clewing und Becker a1 eistex Stelle gerannt werden. Herr Glewing spieîte den Frayz Moor. Man hat ja niht oft Gelegenhbeit, Bien SwhaIu- \pieler in grofen ÿtoLen des ersien Drawas zu sehen, wo er aber in solchen auftrat, erwies 2x stch {ets al3 Darst-Uler von Ges{mack und Charakterisierungövern.ögen. Der Franz Moor gehört zu seinen autgeretfteiten Leistunger. Wenn er in den ersten Aîten ben „Dósewicht" vielletcht ¿zu ausscließlich mit den üblt#en Darstellung®- mitteln zeichnete, licgt diese Umgrentung wohl ¿ura guten Teti n dein Typtischen der Rolle. Ausgezcihnet gelarg ihm die Darslellung der angstyollen Qualen des Berbre&ers, der das Ver- hâänaniz herannahen fühlt. Hier war jeder Lzut, jede Bewegung echt und voll Leben. Voll fefselnder Gigenart war auch Herr Becker von der Dresdner Hofsbühne, ter als Gast den Karl Moor gab. Wie eint Matkowiky, \vielte er die Rolle mit hinreißeader Leiden- \haftuihkeit, mit dem überströmenden Gefühl ftücaisher Jugen); während Maikowsky aber etne dur die Tragik des Ges@ickf:8 und die Wildheit des Lebens nur zurückgedrängte, tm Grunde soantg-

heiiere Natur bestrickend hervoirs&einen lies, zeihnete Herr Beser ]

eine aub tx ibrim innersten Weszm bei afer CcideesLaftlichteit ernft:, Fuer Sldige PDers3nligseit; fcire Darstellung wurde dadur eber Feinstmeqs eiridaig, Der alte LTloor batte in Herrn Fraußned cinen tr: Flien Vertreter. Namenili in dec Sjene vor dem Hunger- verliez war fein Spiel von erschütternder Wirkung, Wit

ter undankkarin Rolle der Amalia fand f{ich ¡Frau Anger- ftein, wirksam unterstüßt dur tyre anmutige Erscheinung, mit ¿ae a6 Gn den Räubersienen maGhie sich

der b:letende Einfluß der Neinbarvishen Bewegung der ‘Pasien bernerftar, ohne taß man von etner bloßen Nachahmung ihrer geihidt aufgebauten Ueber:cs{urcen reden darf. Der Empfarg tes dem Ga!lgen entfommenen DHcler brdeutete bier den Höhrpunkt, Unzer den Bühnenbildern verdienen die naturgttreur Landschaft im Bößmers- wod mit thren plaftisen Baumrt-sen uxrd die jtimmoungsholle Burgruine der Lerließsiene besondere Herborbtbung. Der Beifall war, wie hon (esagt, überaus Herzli, ja stücmisch, und die Dar- steller mußten tmmer von neuen den Dauk der Zuschauer enigegen- nebmen. (r galt berehtigter Weise cbenso ihnen, wte dem Or. BruÞA, dzr die temperairenivolle, wohl ausSgeglidzzne Aufführung tor- verettéet halte.

m Köntalihen Overnhause wird. morgen, Sonniag, Leo Blechs Oper „Roppel?opf" untec des Korponitten eigener Leitung mitt den Damen Meargz2zrz, Engell und den Herren Bohnen, Swhluén»s, Kirchner und Heufe in den Hauptrollen aufgeführt,

Im Köntaliwen Schausptelhause wezdcna morgen „Die Räuber“ in der Neucinftudiervno zum erien Yale mit Frau Ängersteia und den Herren Kravßuet, Beer als Gast, Clewtng und Biensfcldt in dey Hauptrollen wiederholte. Sptelletier ist Dr. Bruck. Anfang 87 Utßr.

N Sn den Kammerspielen des Deutschen Theaters geht am kommerden Freitag Zbsers „9ora® zum sten Male in Sjiene. Vie Fiteirclle \vieli Lucie Hotliz, Spielleiter ist Felix Holländer.

Sm Schillertheater O. (Wallnertheater) geht am Sonn- abend zum ersten Véale das treiakiige Drama „Im Hafen*® von Georg Engel in Szen-.

Mannigfaltiges.

uf ein Huldigungstelegramm, das dle deutsGen Pressevertreter am Sonntag beim Verlassen bulgarl\Gen Bodens an Setne Majestät den Zaren Ferdinand von Bulgarten g haben, ist „W. T. B." zufclge an Dr. Diez und Paul Linten- erg folgende Antrocrt aus Schicß ESbentbal eing?gangen :

Für die benlice Begrüfiunc2depelcher, die Ste kei:n Verlcfsen bul( actiden Bodens an Vi) tim Namen der Vertreter der deuts§en Presse gerttet haben, danke Zch Ihnen wöärnistens. Gs freut

lid, daß die Herren Ge-legonheit hatten, von ihrer ‘Reise in Meinem Lande gute und nüßlite Eindrücke mitnehmen zu können. Ich habe außerordentli bedauert, Sie und die He ren Bertreter Shrec vale-lantisze1 Presse in Wrana uicht haben begrüßen zu tdôanen, Ferdinand R.

Das Wilhelms stift in Charlottenburg, das der Fürsorge des Kaisers Withelm 1. seine Entstehung verdanki und dea Zwet verfolgt, N Witwen und Jungfrauen der gebildeten Stände für den Adend thres Lebens ein Heim zu gewähren, feierte am 16. b, V. das Fest seines fünzig- jährigen Bestehens, Die Feter, zu der Ihre Mojeität die Kaiserin und Königin die Okhberhofmelsterin Gröfin von Brockdorff entjandt haite, wurde dur Gesang eingeleiict, worauf der SBeneralsuperintendent D. Lahusen die Festrede Hielt, der er als Text Matth. 5, 7 zu Grunde legtc. In AnsYluß hieran gab der Vorßizerde des Kuratoriums, Vizepräsident des Meichsbank- Direktoriums Dr. von Glasenapp, einen Ueberblick über die Entwœtckiung des Wildelmsstiftes, dessen eis;jes Haus mit 19' Stiftädanien vor 50 Jahren in Gegenwart de Kaisers Wilhe:in I. (ing2weißt wurde, und das jet in 5 Häusern 163 Stiftsdamen beberbergi.

Mr S

Die Tannhäuser-Elksabetß, eîn Frautnkeben aug vem 13, Zahrhundert, ist der Segensiard cines Vortrags y- Emi! Vasterft¿tien aus Stuttgait, der am Freitag, dem 2) No, vember, Abends 7k Ubr, im „Verein für wiifenshaftlig, und künstlerishe Bestrebungen" (Vorfigender Piofesy Waldemar M. ver) gebaïten werden roird. Im vorhergehenden musikg, stischen Teil singt Mafalda Salvatini aus „Tannbäuser* die Arie „Dich teuere Halle“ und das Gebet. Professor Waldemar Meyer spielt cine Phantasie übec Wolfcams Lied „An den Abendstern?,

Im Bußtag, Abends 74 Uhr, veranstaltet die Sittlichk-itz, kommission der Svnode Bertin - Côölin - Stadt im Luifer.theater Sè-iLenkerger Str. 34 (naß? am Kotibuser Tor), eine Versammlung in der der Delegieite des Noten Kreuzes W. Borngräber auz Wtesbaden über „brennend-z Fragen geschlechGtliher Sitt, lihkecit" fpredjen wird, Der Vortragende hat im Auftrage der obersten Heeresleitung an der Oftfrout eine Reibe von Vorträgen gehalten. Nur Männer baten Zuirtit. Zur Deckung der Unkosien roitd eia feines Eintrittsgeld erhoben.

De Vereinigung der tehnischen Oberbeamten deutscher Städte hält nah dierjähriger Unterbrehung am 30, No, vembec und 1. Dezember d. J. thre Hauptvzrsamnmlu in Weimar ah, Ueber has Wohnung9wesen im allcemeinen wird Stadtbaurat, König, licher Baurat Höpfnoec aus Cassel spreSen; hinsihlih der Sonder, gebiete des Wohnungsötwesers verichten a. über das Wohnungsgesey Beigeordneier Arendt aus Gels-nfirchen, b. über die Förderung deg Kleinwohnuug8weseus Stadtbaurat Knipping aus Bochum, c, üßer die Ansiedlung von Kriegsves{ädigten und kiaderreihen Familien Belgeordneter Dr.-Ing. Skmidt aus Efsen und d. über Kleinaarten, anlagen Beigeordnet-r Geusen aus Düsseldorf. Weitcr Keht die Tage9ordnung vor: Steltungrahme zu den Bestrebungen des Bandes deutsker Archit:ktea, Berichkteriiatter Stadtbaurat Schaumann aus Franksurt a. M.; Bericht von Stadtbaurat Wolf aus Honnober über die Frage der Kriezerehrungen durch die Städte; Beritht dez Eut \chu}-3 für Asphalt- und Teerforshung üter seine Arbeiten und Mitteilungen über neuere Erfahrungen mit Asphalt- und Teer, straßen, erstattet vom Stadtbaurat, Stadtältesten Bredtschneider aus Charlcttenburg.

In der „Urania“ wird am nä@ilen Freitag der derzeitige Rektor ter Universität, Geheimrat Professor Dr. Penck, der die Po, ebene in ihrer ganzen Ausdehnung bercist und erfors{cht Hat, unter Berfübrung zablreißer Lichibilder einen Vortrag üder die Hoebene al3 Kriee3sckauplas halten. Am Mittwoch (Bußtag) wird der Pro- fessor De. P. Schwahn, Nachmittags und Abends, einen Vortrag mit Hiumeclsphotcgraphien über „Werden und Vergehen im Welten raum“ halten. An allen übrigen Tagen der nächsten Wohhe wird der Vortrag des Seh-:iarats Profcfsors Dr. Hek „Tizr und Mens in der WiPnis*, mit Lichtbiidern und kinemaiographishen Vorführungen, wiederholt werden.

Lyon, 16. November. (W. T. B) Lyoaer Blätter melden Am 12. November mußten zohlreihe Bäckereien Lyons Ichlteßen, weil die Mehlvorräte erschôvft waren. Der Mehlmangel wid darauf zurückgefüßhrt, daß dite Militärbehörden in den l:hten Tazen große Mehlvorräte beschlagnabmien und außerdem wegen Tr«{+ppentrar8porten die Zufuhren nech Lyon eingesteüt werden mußten. Die Bevölkerung hat threr Unzufriedenheit, einer Meldun d:8s „Salut Public* zufolge, in allen Stadtteilen beredten Avtdrud

verliehen. In Paris foll gleihfals großer Meh lmangel herr schen. Verçcangene Woche wurden im Montmartreviertel

mebrere Bäc@creten von der aufgebrachten Volk3menge geplündert

und verwüsiet.

(Fortsezung deo Nichtamilichen in der Erften Beilage.)

Theater.

Dienst- und Freiplätze sind aufgehoben. Unter persönlihec Leitung pontsten: Rabppelbopf. (Berliner Fafsurg von „Alpcnkôönig und Meuschenfeind“.) Oper in drei Aufzügen nah F, Naianund von Nithard Batka. Musik von Leo Vlech. Spitelleitung: Herr Bachmann. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 255. Dauerbezugsvors- stellung. Dienst- und Freipläge sind auf-

Mittwoch: Geschlossen.

Sonntag, fleinen Preisen:

gehoben. Die Räuber. Ein Schausptel Moa A L Gd

Dienstag: Was ihr wokt. Mittrooh: Vußtags-Kouzert. Donnerdtag: Faust, erster Teil. Freitag: Natan der Wetfe.

in funf Aufzügen von Friedrih Schiller. Sptelteitung: Herr Dr, Beuck. Anfang 64 Uhr.

Montag: Opernhaus. 253. Dauerbezugs- vorstellung. Dienst- und Freipläße sind aufgehoben. Martha. PRomantish- komiscke Oper in yier Akten von Friedri bn Flotow. Text (teilweise na dem Plane des Saint G-orges) von Wilbelm Friedri. WVufikalishe Kapellmeister von Straß. leitung: A Herzer. Chöre: Herr Pr-- | tolle Fomte§. fessor Rüdel. Anfang 7} Ubr.

Sonnabend: Sdelwild.

von Rudolf Bernauer

stellung. Dienst- und Freiplägze sind auf- gehoben. Peer Gyut von Henrik Ibsen. | toe Komteß. (Ia zehn Bildern.) In freier Üeber-| Mittwoch§: Seschlossen, tragung für die deutshe Bühne gestaltet = pon Dietril EckDart, Mußk von Edroard Griezg. MusitalisHe Leitung: Herr Schinalst'ch. Spielleitung : Herr Or. Bruck. Antarg 64 Uhr. Opernhaus. 2 Der Ring des Polytrates. Mitt- | Abeads woh: euzert des

4 Ubr: Der K

studiert: Die Jüdin. Freitag: | maun, Rappeikopf. Sonnabend: Fidelio. Schauspielhaus. Dienstag: Die | Wildeute. Quigzows. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Deimat. Freitag: Die Räubzr. Sonnabend: Judith.

Mittrooh: Geschlossen.

Deutsches Theater. Sonntag, Nach-

Das Konzect, Danttouns Tod. Montag und Freitag: Wivterballade. | Senator. Dienstag und Donnerstag: Carlos. Mittwo@): Einmalice Vibéelverlesurg Miexauder Woi{si, SGotmadbend: Doe lebende Leichy am.

Zu ermäßigien Preisen :

Friedmann-Frederih.

lotte. Mittw-ch: Gesch ossen

Kammerspicele.

Freitag: Zum ersten Male: Nora.

Volksbühne. (Theater am Bülowplatz.) (Unterzrundbahn Schönhauser Tor.)

Nachmitiags 24 Uhr: Zu | Kiud. Abends 74 Uhr: Dic Menfscheu- | Zoologisher Garten. Wetterleuchten, | freunde.

Theater în der Königgrüter e O E Preea Sovaaben, Bed A G

; R E ovela , ea. Ÿ g n Oonnabend: Lei a te Q t .

Siraßie. Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: aa g ildo T | ea : N 8 le: q

Sroßes historl\hes | lesungen aus dee Bibel Jrene Teiesch atkensteg. Ein o A . Lu

Königlichen | deutsches Volksstück in fünf Akten und Ae ee n E E E

Dienêtag: Violanta. | Zu ermäßigen Preisen: Kameraden. | Die Fceuerproke.

Montag, Freitag und Sonnabend: Die Dienstag: Der Katenfleg. Donner3tag: Jphigenie auf Tattris.

Dentsches Künstlertheater. (Nürn- mittags 24 Uhr: Zu kleinen Preisen: | berzersir. 70/71, gegenüber dem Zoologischen

Abends 74 Ubr: Dou | leute, Lustspiel in drei Akten von Friy | 74 Uhr: Schwarzwaldmädel. Operette ugust Neidhart. ‘Musik Sontag, ‘Nahhmittags 3 Ubr:

Montag und folgende Tage: Kiub- | von Leon Jesse!k. mäßtigten Preisen: Sine lustige Doppel, | Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstra

Komsdienhaus. Sonntag, Nat-

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Zu L ä S Königliche Schauspiele. Sonntag: | kleinen Preisen: Gespenster. Aben2s i O O Rade Opernhaus. 252. Dauerbezugdövorstellung. | 7# Ubr: Kiuder der Freude.

oúter. Abends | Preisen:

Marie. Montag

be!den Sechunuve. Miltwoch: GesHlossea.

Lessingtheater. Sonntag, Nahmitt. 3 Uhr: Zu ermäßizten Preisen: Das

l Drama in drei Akten von | Sonntag, Nichzrd Delnel. PViontag und Freitag: Licbe. Dienstag, Donnerstag und Soanabend: Die Menseßhensreunde. Mittwoch: Eeschlofen.

Herzog.

Zu erméßigien Preltlen: Hinter

Lebensbild tin fünf Akten na)

Dienétag: Ärrf der Sorneuseite. Mittwoch: Geschlossen. 2

Donnerstag: Gejpeuster. Abends

Hafen.

Charlotteubuxeg. Sonntag, În ermäßigten Preisen:

Das Näthcheu von Heilvrona oder

Dienstag,

braux. Dienstag und Freitag: Die Braut von Messiux. Mittwoch: Geistliches Konzert. Donnerstag: Auf der Souneuseite.

Sonnab., Nahmiitags 23 Uhr: Maria | mäßigten Stuari. Abznds 74 Ur: “Ge- | fterih. speuster. bsondeu

Komische Oper. (An der Weiden, | Ofkonkowski.

Der Serre 35 Uhr: Zu ermäßigten Preisen : Klub, | Die Dose Seiner Majestät. Abends

irt drei Aktien vou

Der Obeestei er ersteiger. f 73 Ubr: Die briden Seehunde. Lust-| Abends 75 Uhr: Montag, Dienstag, Donrerstag und | spiel in drei Akten von Carl Rösler. ed

des Kem- | Sounabend: Kinder ver Freude. Operette in drei Akten von

und folgende Tage: Die | Bernhard Buchbinder, Jean Kren und Alfred Schönfeld. _ Montag und folgende Tage: Der Soldat der Marie.

Operette in drei Akten (frei stellungen: das nah Halländer) von Gcorg Okonkowski Bet, 9 t und Hans Bahwitz, Musik von Gilbert. (e e, Programm, (NaGmitlage he i Montag und Dienstag, Schillertheater. ©. (Wallner- bis Sonnabend: Der vecltebte Herzog. | Kind zahlt halbe Preise.)

. ; Mittrooch, T4 « ; theater.) Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: u e eee (E: GOIep Berliner Theater. Sonntag, Nat-| aue ; Sonnabend, Leitung: Herr | mittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: | Vräfig. Zbilo in fänf Atter ne | Oüujel und Gretel, Sviel- | Filmzauber. Abends 71 Uhr: Die | Frig Reuters „Stremtid" von C. Werel Operette in drei Akten | und N. Wegener. ; ] / und Rudolph |. Schauspielhaus. 256. Dauerbezugsvor- | Shanzer. Mußfik von Walter Kolo, Montag unv folgende Tage: Die

Thcaoter am Nollendorfplak. Montag und Freitag: Oukel Brüsig. e NaFzatittags 34 Uhr: fp Y mäßigten een: Aitmes feste druf!

r:

Z j Schachielu. Operette in einem Vorsptel Sonnabend: Zum ersten Male: Jm | und drei Äften von Lerinann A Gefanzsterte von Nideamus. Musik von Nah- | Walter Kollo. Geb O Montag und Dienstag, Donnerstag big | S €?oren:

Donnerst Montag: Das Käthchen vou Heil- | abend, Nachmittags 3h Uhr: und Gretel (Oper).

Lustspielyaus. (#Friedrihstraße 236.) Sonntag, Nachmittacs 34 Uhr: Zu er- s M A

ends 71 : Di Müdels vom j 0f. Schwank in drei Akten von Georg

Abends 7 Uhr: j Garten.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: | dammer Brüdcke.) Sonntag, Nachmittags cöldew bers G A R i

Thaliatheater. (Dresdenerstr. 72/73.) |

Montag und folgerde Tage: Schwarz- | ehe. Kbend C waldmüäbel. Schwarz- | ehe. Abends 74 Ubr: Egou und feine

eauen. Musitalischer Schwank in drei

Uegues Opereltenhaus. Sonntag, | Akten von Jean Kren und Bernhard

25+, | Buchbinder. GBesangstexte von Iean Kren. ermäßigten Musik von Leo Ascher. S Montag und Dienstag, Donnerstag bis Sonnabend: Egon unb seiue Frauen. Mitiwoch, Ab2nds 74 Uhr: Geistlichcs Konuzeët.

Zirkus Busch. Sonntag: 2 große VorsteTungen, Na@#Hmittags 34 Uhr

Der Sol1dat derx

Mußk von Leo Ascher.

[und Abends 74 Uhr. Nachmittags: Die Theater des Westens, (Station : drei Pierrots. Ein lustiges Spiel.

Kantstraße 12.) | Abends : Die neue phantastishe Pantomime

keinen ra 34 Uhr: Zu | Moudfahet. Verfaßt von Paula Bus,

Abends 74 Uhr: Der

Eiz Walzertraum. | Eingeüdt von Ballettmcister R. Riegel. verliebe |— Außerdem in beiden Vor- hervorrageude No-

jeder ErwoaŸhsene ein angehöriges Kiud Donnerstag | frei auf allen Sitplägen, jedes weitere

Montag und folgende Tage: Moud- 4 Uhr: fabrt uno das glänzende November- “Programm.

S R L D D L

Familiennachrichten.

Vereheliht: Hr. Reg. - Referendar, Drei alte Oßderleutnant d. F Wichard von Bredow mit Alice Freiin von Grotthuß. Hr. Oberleutnant d. R. Ernst Krettek mit Fil. Beatrice Rieke (Reisen, Pos.). Ein Sobn: m. genicur, Leutnant d. R. Fritz Jaesdhke P Eine Tochter: Hr ammerherrn und Hauptmann _9- O (A a E - Sauter- urg (Hohenroden). und Sonn- | Gestorben: Hr. Hauptmann 9a- D. Hänse! | Oito von Pannwig (Gö:liß). L Pastor Emil Ludwia (Pirschen). Ï Luise Fcfr. vgn Strachwit, geb. bo Bockelbercg (Breslau).

NaZmittags

m e

Jn

Wor-

T Ube Pie Verantwortliher Shriftleiter: eran er Schr : Liudvea- | Direktor Dr. Tyrol in Charlottenbur-

Verantwortlich für den Anzeigenteil? Die Der Vorsteher der Geschäfts e Rechnungsrat Mengering in Berlin

Vetlag der Geschäftsstelle (Menger ins) in Berlin-

Zu er- | Dru der Norddeutschen Buchdruterti 1

Vier Peilagen.

R *

¿274 __

3) Vertriebe

m

EGErste Beilagé

Berlin, Sonnabend, den 17. November

Amtllicches.

Königreih Preußen. Ministerium des Junnern,

Jn der Woche vom 4. bis 10. November 1917 auf Grund der pohlfahrtspflege während des Krieges genehmigte ) 1) öffentlihe Sammlungen. 2) Werbungen von. Mitgliedern.

von Gegenständen.

Bundegratsverordnung- vom 15. Februar 1917 über

|

A

Name und Wohnort des Untecnehmérs

Zu fêrdernder Wohlfahrts¡weck

Stelle, an die Zeit und Bezirk, A O in denen das Unternehmen sollen ausgeführt wird

\ | Territortaldel-gierter der Fret- willigen Krankenpflege für | Brandenburg, Petsdam

H erein Füsorge sür hirnverlegzte Krieger, Berlin

|

| | Deu!shes Ausland smuseum, | Stuttgart

\ | l

1 | Deutscher Frauenverein vom Roten Kreui für die Köolonten, Veiband | Groß-Berlto, Berlin

1| Zentra!komitee der Deutschen Vereine vem Rotten Kreuz, | Berlin

j Reihtverband. Oslpreußendbilfe, | Berlin-S@ddnueberg

1) Sammlungen.

Vecsorgung der Truppen im Felde mit ¿thnatöliedesgaben

Zum Besten hirnverlezter Kcieger

2) Werbungen von Mitgliedern.

Föôrderuv

teutscher Interessen tim Rutlar

Der Tenzitorial- | Bis 20. Derernber 1917, Berlin und delegaierte bezw. Pcovinz Brandenburg. Samm-

Liebesz6bensammel-| lung von Webesgadeun mittels jtelle Ihrer Köntgl., Aufrufe.

Hobeit der Krau Prinzessin Eitel Friedri von Preußen

Der Verein Bis 30. April 1918, Preußen. Geldsammlung mittels Weibedriefe, (Verlängerung ciaez bereits erteilten Grlaubuie.)

Der Vorstand Bis 31. März 1918, Preufeen. Werbung von Mitgliedern mittels

Aufrufe und Werbebrie!e.

3) Vertriebe von Gegeuständen.

a. Postkarten.

Föcderurg der Krank-en- und Gésund- heitäpflege tn den Kolonten

b. Bilderbücher. Ausbildung des freiwilligén Pflege- personals, G slelen von Verxetas- lazareiten, Liedesgabden usw. c. Wandabretßkalen

Hilfatättgkeit in der Provinz Ostpreußen

Berlin, den 15, November 1917.

Varlamentsbericht.*) Preußischer Landtag. auh eine Haus der Abgeordneten. ), Siyung vom 16. November 1917, Vormittags 11 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphischem Bureau.) lleber den Beginn. der Sißung

ummer d. Bl. berichtet worden.

Das Haus seßt die zweite Beratung über den Antrag riedberg und Gen. aùf Annahme eines

it Abgg. Dr. teseßentwurfs, betreffend

sidentenkindervomRMRe

1 die dazu gestellten Abänderung D M d von Petitionen der evangelischen Vmeindefirhenräte usw. um geseßliche Aenderung der Be- mmungen über die fonfessionelle Erziehung der Kinder aus

t der Bes prechunc

schehen fort. Abg. Hensel (konf):

berg will die religionslofe (ligion unterribtet weiden. n die Vorschriften verstéßt.

rag Friedberg für uns unannebmbar.

S (F

ht auf dristlider Grundlase.

e sein Rücfickritt ron 1900 Jahren. Serrissen Ei wir Gvangelisen wohl zu s{häßen. Aber ldamit is keineäwegs je dah es in bezug auf s Gewissen eine shrankenlose Freiheit e persönliche Freiheit .bat üterall ihre. Sctranken an dem Lillens der Scbule und des Stitaates. n}01 ee Ausspruch, im Konflikte von Schulzwang und Gewissens- finat jet der Gruntscz der Genrssensfrezheit der wichtigere, ist nur L nblig. Es aibt niht nup ein s{lafendes, fordern auch ein Gewissen. Das redte Gewissen ‘t die dem Merscheñ egen-

di, hit

Uo (F;

208 Vort gilt:

95

Die bisherigen Verhandlungew haben ° bon dem vorséhnlihen Geiste gezeigt, der n den O handlungen zutage getreten wav. Ein Antreg will den tetberg wieder herstellen. Ahn sah man in ter Kommission als t geagnet an, hier eine Einigung herbeizuführen. Der Antrag Gtrebung, eines Teils der Jugend, nuf Ennen nir uns niemals einlassen. Unser Geseß kbennt keine \onélcse Grziehung. Jedes Kind um der Volkéschwle muß in der Ÿ Der Regierung ist sogar das Recht eraumt, darauf zu sebén, daß’ der scgenannte Ersazunterricht nicht. f Weil wir tie Religion für ias ste balten, was dem Kinde mitgegeben wertew kann, fo ift der

ter Dissidentenkinder Zwiespalt in tie Seele der Eltern bringt, l dies tein \{lechtes Zeichen für (tas Geseß, sortern nur für die ‘tenden Gltern. Was bei einer religionslojen Grzzhung heraus- mt, seben wir tei den Franzosen, wo die Achtung tor der Autorität d: ohr scbwintet und die Verrobung des Volkes zunimmt. ay Zutebungsrecht der Eltern is außerdem kein schrankenloses. p, Zaat kmn ibnen unter Umständen tas Net auf die Grziehung „r Rinder vollständig nehmen. Die ganze Kultur unseres Volkos Márd des Volk enccristlicht, so

t Goa mtnis bon feiner Verpflichtung Gott gegenüber; mit e cs sone ung verliert jedes Gewissen au seine góttiche Würde, dag Nl für sich beanspruchen fann. Gawissenfreiheit is nur ba, hen! ge: „Man muß“ Gott mehr gehoren, denn den LiB beit ft ri Auch das' Kind hat ein Gewissen und hat Gerwissens- S “lur sich zu beanspruden, Wenrr ein Disftdentenkind giläubig-

unt E währ, wit Ausnahuie dèr Reben dér Minister und

Der Minister des Junnern. J. A.:

taten des

ist ¿n der gestrigen | man dem

abt bier

Befreiung der ligionsunterricht, santräge in Verbindung

‘äußersten

ntrag

Ahtun Wenn ter Religionsunter-

(Fraktion

Die Garrisseresfreiheit

Dex im der A

emgiehen

firckilidte

mcht auf dom Starkpun ‘das Kind im christliden Religiensunterriht untermtesen sehen möchte? ‘Das Gewissen eines solchen Vaters it kein Gemissen, sondern der Stolz «iner irregeleiteten Vernunft, die sib nicht untar die Wohl-

höheren Schulen, ganz gewiß, : Freunde bitte i, lde ganze Angelegenheit mit allen Anträgen an die Kommission zurückzuverweisen, dann wird es ‘hoffenllih mögli sein, sih dabin zu einigen, taß etwas Positives herauëkommt. Dimge heute liegen, femmt gar mihts heraus. (Becfall rets.)

Alg. Adol f i i ( hat mich gestem’ aufgefordert, einen Katehiêmus des reinen Menscen- tums zu vorfassen, naddem er damit Sciffbruch erlitten hat. Jch bin tngu weder befähigt, noch Eterehligt, aber ein Berufener hat das schon vollbract. : Aussicht auf Belohnung äm Limmel cder auf Strafe in der Hölle erst zum Guten anhalten, as Gute fell oœtan weiten um des Guten willen. Das Lolllied Namtchr hat der Abg. Hackenberg, dem ih hohe gazjollt hate, wirflih nit verdient. Höhnisch ein solches Loblied anstimmt und aleichzeitig beklagt, daß Gänisch ‘hier gestern gar nit so hübsch und nett gesprochen hdbe wie im der Kommission, so übersieht er, daß: immiscben auch seine

nichi, das dünfes Sis nirt, dann können Sis :

Der Verein Bis 31. März 1918, Preußen. (V-rteied von Haus zu Haus aus- g'\dIofer.) (Verlängerung einer

dexéits erteilten Erlaubnis.)

Rotes Kreuz Bis 31. Januar 1918, Preußen. (Vertiteb von Haus zu Haus aus-

ges{lofsen.)

der. : Ostpreußenhilfe Bis 30, April 1918, Preußen. Vertried durch die Pot, den Buchdandel, von Haus zu Haus un» tn Lokalen nur mittels Bestellister.)

von Jaroßky.

( is

eworden ist und die Eltern nebmen es aus bem Religionsunterricht

eraus, nt das nicht eine Verçewalt: gung E Kindesgewissens, nicht mosens

Vercewaltigung des der Mutter, die des Dissidentenvaters steht, sondern

Glaubens beugen will. Gine Freiheit des Unglaubens gibt

es nicht, und wollte’ man sie selbst für Erwachsene fordern, fo gibt

Kinde nur mit die Freiheit, Sch@tliches zu tun. Man zu vial auf Nechte der Eltern und attet zu wenig die

Rechte des Kindes. Eine restlose Lösung des Problems Freiheit ung Ungebundenheit gibt es nur durh ben Glauben. gebung eines Staates tarf nit an diesen Dingen vorübergehen; wenn er, chne Réligion die Kinder heranwacsen läßt, nimmt er eine \ckavere ‘Verantwortung auf ih. Lin Staat kann eam Recht auf Gottes- 'seugnung nit zugestehen. Kaiser Wilhelm der, Große hat gesagt, dem Vcellke muß die Religion

Auch die Gaseßz-

1 erhalten werten (Zuruf von der Linken), niht nur in der Volksschule, sondern auch in den Im Namen meiner politiscken

Wie die

offmann (U. Sog.): Der Abgeordnete Traub Grwmadsene Menschen fcll man nicht mit der auch auf

Wenn er

ein Wbrtcklen mitgercdet hat. Wenn jemals der Sozta-

lismus und das reine Menstentum zutaçce getreten ist, so in diesem entsetlicen Kricce. Im Augerb"ick is ta der Swozialisnns in Ruß- land die Hoffnung der canzen Welt. irufe : ja aud die Presse der Rechien, ‘priht selbst tee „Kreuzzeitung“ aus; mit olen Pfuirufen füßren #äe niemand vrre. l geordnete Ramtecbr claubt, #4 ¿vorheben zu müssen, daß im Berlin die Formulore zum Kirckena tritt wwisden Mohrrüben und Grün- ohl ausgegeben wurden, so steht dech auch fest, daß ‘das Volk mit {Traktätchen, aut mit solchen zur Zeichnung von Kriegsanlerhe, in unerbörter Weise überfchwemmt worden 1. Hensel meinte, des Allcemeine Landrecckt:t feme keine Religionslofen. Das Allgemeine Lendrecht hat gerade fo viele Awêlequngen erfahren, als s SNE aceben hat, ieder Minister bat es andors aus- laelegt, es Fe l j

cie, Zustände çesckaffen, ‘die ¿ch turch meine Prozesse seit 1900 zu sbeseitioen versuckt babe, 1 | ven, die Sdlulkehörde \ckließlich erklärt. hat, sie kanm mir nickt mehr antworten. An eine Neutorientierumg terkt man nitt, und auc heute wieder is es Sie (nh

(Pfuirufe ves.) Das spricht

Memn der Abae-

Abgeordnete rrsckt da die obsoluteste Willkür. Damit sind unhalt- bobe bie aber dchniit geende! ben, daß mir nur die Absict, binzuhalten und zw versckleppen,

rets) wieder jo raf wie früber fönnen, was Ihnen «ber nit qgeimen wird.

Des Prbeló Fern lier bar 6m wo anvers; wenn Kmtlichs Autori- taten untergraben werden

n, dann au die staatliche, da licat ex. Dies Autorität wüzden Sw noth daranleLen, aber ‘dia ftadtlide je Wabi nichb 61-

zum Deutshen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

1917.

halten, und darum ist Ihnen allen bange. (Lachen rechts.) Die Sturmzeichen stehen am Horizont; Sie wissen niht, was das kom- mende Jahr bringt, und dann verstummt vielleicht Jhr Lachen. Wax haben ja in den leßten Tagen Jhre Angst vor dem kommenden So0- zialismus in Ihren eigenen Zeitungen gelesen. Heute haben wir teine Ausficht, von der Regierung kulant behandelt zu werden. Herr ‘Hensel meinte, eine Erziehung ohne Religion könne nit gut fein, dazu helfe allein der Gotteëglaube. Höchste Kultur ist auch ohne Gott möglih gewesen, ih erinnere bloß an die Griechen; und der heutige Krieg ist jedenfalls ein Beweis der Unkultur. Ein Kind ist doch bloß logish, renn es zu Hause die Eltern fragt: Warum betei Jhr niht? Cine Lehrerin hat ihren Schülerinnen gesagt, Eltern, die sich zu Tische seßen, ohne zu beten, sind Schweine. (Unruhe.) Va ist es doh die verfluchte Pflicht und Sc{uldigkeit der Eltern, den Kindern das aufzuklären. Das Verbrehertum ist, wie die Statistik zeigt, dort am stärksten, wo die Religiosität am größten ist. Rohe Menschen gibt es überall, wo es an Kultur fehlt, bei uns ebenso wie in Frankreih. Die Religion hat damit nichts zu tun. Die Wissen- {aft und Kultur it stets 1m Kampfe mit der dogmatischen Kirche gewejen. Wenn Sie von der christlichen Liebe nur einen Schimmer vâtten, dann brauhten wir nit dieses Gefeß; aber jeßt berrscht ein Uippengottesdienst. Der Freiheit in Deuts land muß endlih Licht und Luft gegeben werden; das wird hoffentlich| die Frucht dieses Krie- ges werden, nämlih die Trennung von Staat und Kirce. Wenn der Abg. Hensel meinte, er hätte die Religion im Herzen, ih habe sie in der Westentaste. Wie kommt es denn, daß dieser entsetlihe Krieg gekommen ist, troydem Sie die zehn Gebote im Herzen haben. (Beifall bei den U. S.)

Abg. Blankenburg (nl): In der Kommission war es eine Lust, zu arbeiten. Wir hatten nit vergessen, daß die Kanonen an der Aisne donnerten. Wir hätten gewünscht, daß hier im Plenum derselbs Weist geherrsckcht hätte. Herr Hoffmann hat doch ein unseliges Talent ßu wergröbern und einen Gedanken tot zu \{lagen. Daß eine Lehrerin den Kindern sagte, wer nicht betete, esse wie die Schweine, 11t 1n der en ein Mißgriff, aber es liegt der Aeußerung ein tief sittlicher

edanke zugrunde, Wenn ein Mann an ter ale der sih uber den Leutnant ärgert, erklärt, er trete aus der Landeskirdhe aus, so 1st es wirklich kein Unglück, wenn seine Kinder an dem Religionsgunterriht teilnehmen. Schließlich sind die Moralprobleme für die Kinder au nicht leichter den Kindern beizubringen als die Religion. Uns kommi es nur darauf an, daß ernstlib etmas Gutes zustande kommt. Darum Va wir für die nochmalige Beratung der Satte in der Kommif- tion. Die Kommission könnte einen Rahmen \chnißen, den später die Lehrer mit einem guten Inhalt füllen können. Der erste Teil des Zentrumsantrages ast uns durchaus sympathisch. Ich würde empfehlen, ihn in Form einer Resolution der Regierung zu über- weisen. Wir wollen im Geiste Hackenberg arbeiten, im Geiste der Bend, der sih zusammenseßt aus Ernst, Takt und Ehrfurcht.

eifall.

Abg. Obto (fortshr. Volkép.): Nach dem Verlauf der Ver- handlungen ist es sicher, daß die ganze Angelegenheit an die Unter- rihtsfommission zurücfverwiesen werden wird. Darum kann ih darauf verzichten, die pädagogishen Seiten der E hier ausführlih zu be- leuhten, Gegen den Kompromißantrag habe ih das Bedenken, daß dadurch ein padagogisher NRükshritt und eine pädagogisde Unmöglich- eit ge\chaffen werden würde. Das werde 1h in der Kommission näher begründen und hoffe dabei auf Unterstüßung der a Vir würden mit diesem Antrag nicht zu einem zusfriedenstellenden Resultat kommen. Wir stehen nach wie vor auf cem Boden des alten An- trages Friedberg. Es handelt sich hier auch micht um ein Schaustück aus der Vergangenheit. Es ist eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart, eine Frage der Verfassung und des A einen Land- rets. Es fragt sih: Gibt es eine Glaubens- und Gewissensfreiheit in Preußen?

Damit schließt die Diskussion.

Abg. Haeni s ch (Soz.) bemerkt persönli, daß der Unterschied rer Halkung in der Kommission und im Plenum rein taktischev Natur jei. Jn der Kommission sei er, nacktem der Antrag Friedberg gefallen sei, für den Kompromißantrag als Notbehelf eingetreten. Jn- zwischen ser ein neuer Ministerpräsident, ein neuer Vizepräsident und ein neuer Kultusminister gekommen, und aus dieser veränderten. poli- tsen Lage hakte er gestern im Plenum die Folgerungen gezogen.

Das Haus beschließt einstimmig, die sämtlichen Anträge an den Ausschuß zurückzuverweisen. :

In dritter Beratung wird der Gesezentwurf, betreffend

T

weitere Verlängerung der Geltungsdauer der Verordnung über Sicherstellung des kommunalen Wahlrechts der Kriegsteilnehmer vom 7. Juni 1915 angenommen.

Es folgt die erste Beratung des Geseßzentwu s s, be- treffend den Bau eines Dampfkraftwerks bei Hannover, wofür 13 Millionen Mark ausgeworfen sind.

, Minister der öffentlihen Arbeiten Dr. ven Breitenbach:

Meina Herren! Der vorgelegte Geseßentwurf bedeutet einen wichtigen Schritt auf dem Wege zusammenfassender staatlicher. Glektri- zitätéwirtschaft. Das geplante Dampfkraftwerk |Hannover wird belegen fein zwischen dem im Norden belegenen, bereits in Betrieb genommenen Kraftwerk Dörverden an der Weser und den im Süden im Quell- cobiet der Weser belegenen Wasserkraftwerken Hemfurt an der Dipomeltalsperre und bei Hannoversh Münden, endlich den im Bau befintlicken Wasserkraftmerken am Main.

Die Bedeutung des Kraftwerks Hannover wird eine ziwieface seim. Erstens oll es ein Ergänzungswerk für die bew genannten Wasserkrafiwmerko werden, und zwaitens wird es ein eigenes Ver- sorgungégebiet in Hanncver-Linden und umgebenden Kreisen bedienen. Der besondere Wert diefes Werkes als Ergängzung8werk liegt darin, daß nur durch diese seine Gigenscaft die gerannten staatlichen Wasser- Ttraftmerte auf ibe SHdslleistung gebrabt werden fönnen, eme "Wirkung, die, wie die Erfahrungen dieses Krieges zeigen, aub im Interesse der Ersparnis an Kohle von hohstem Werte ist. Ist das ‘Dampffkraftmerk Hanmover in Betrieb gesept aus der. Vorlage ist zu ersehen, daß mit dem Baw erst nah |Friedenssck{luß begonnen werden foll und die Jnbetriebnahme 214 Jahre nach Frietens\{luy mit den Grofmäthten vorgesehen ist —, dann wird südli Bremeùa bis zum Main ein breites staatlickes Versorgung8gcbiet besteben mit allen denjenigen mirtsckafilichen Vorteilen, die fh aus der Ges{lofen- heit, der Zusammenfassung, der einheitlichen Leitung und aus der Wett- bewerbêregclung innerhalb diefes Gebietes engeben, ein Vorgang, der xn hohem Maßs bemerkenêwert if und, avie ich hoffe, vorbaldlich ivirken wird, Dis Verträce mit der Stadt (Hannover, der Hännover- hen Straßenbahn, den Sicmens-CLéktrigitätstrerken, dev el&trishen Bieferumgzaftiengesetlfchaft fir Linden, sehen den Arschluß biuesrr Gof- traftabnehbmer vor, sichern gewisss Minbestmengek, Vie sit abzunehmen

R n M P A

S a Santy a ZAI