1917 / 284 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

c Le Qo . L C S . T, V z Daß auch die Regierungen der Bundesstaaten die Auffassung tei ien, die ih focben enwidelt babe, meine Hcrren, ist sier. Sie all wijsen, in welch großzügiger Weise in dem mäbtigsten 2, d Ce dig 2 d d 9 P

Bundesstaat die Initiative zu einer weitreitenden Reform von de böcbsten Stelle aus ergriffen werden *t. Jch habe jet und Tier übe diesen Gegenstand weiter ni&ts zu sagen.

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rettiote Q D SIT n tva L 2 ; L euge Mag euen un L VET s vorzubeugen (Bravo! +477

/ brik ae e lungen mit zuständigen militäris<ben Stellen itattgefunden. cebnis ist ein Erlaß des Herrn Kriegêmi worin Wünsche der Presse und Wünsche de Abhilfe finden. Es soll namentli, was das

nisters vom 18. d. M.

E LEE L N N o x : betrifft, cine Milderung eintreten - cs soll <in engeres L

zwischen den Herauéeebern und der Zensur stattfinden. Ich bin ernst-

haft bestrebt, auf diesem Weae Mißstände tunli>kst aus dex Welt zu schaffen, tunlidst allen Wün-

]cen entgegenzukommen, und ih hoffe, daß es mit der Zeit und mit

gutem Willen auf allen Seiten gelingen wird, Zustände herbeizu-

saffen, die devartige Klagen, wie sie biéher mit Recht laut wurden, nit mehv hörbar macen werden.

Gin gleiches, wie ib ausdrüdlih bingufügen will, gilt aud be-

züglih tes Gebietes des. Vereins- und Versammlungsre<>ts. Jm

Aut Koran al E N L) M8 Ans<luß hieran aber, meine Herren, mochte ah nun am Sie mit allen

Ernst und allem Nacdru> die Bitte richten: Lassen Sie alle Mei- nungsverschiedenheiten moglist zurüd>treten. Zu dem Austragen von Parteigogensäßen ist nah dem Kriege Zeit genug! (Zustimmung, Zurufe bei den U. S.) Jeßt gilt es, einig und fest zusammenzustehen, dis der Sieg errungen ift. Daß sie uns diesen Sieg nicht mit den Waffon entreißen fönnen, beginnen unsere Feinde bereits einzusehen; aber jeßt klammern sie ibre Hoffnungen an einen vermeintlids bevor- stehenden inneren Zusammenbru<. (Schr richtig! rec s) Ohne Kenntnis unserer deutschen Verhältnisse, unsercs parlamentarischen Lebens, unjerer fretheitlih geribteten Vereiné- und Versammlungs- gejeßgebung, mißleitet von einer abhängigen und beberishen Presse, wollen sie in gewissen vereinzelten Vorgängen, in gewissen vorüber- gehenden Erscheinuncen die deutlichen Symptome einer inneren Zer- sebung erbliden. Helfen Sie, meine Herren, diesen Wahn zu zer- stören, (Sehr gut! Zurufe von den U. S.). Beigen Sie dur Ihre einbeitlide Gesblossenheit, mit der Sie zur Neichsleitung steben, daß es in Deutschland nur einen Gedanken gibt, der alle Herzen erfüllt, der Gedanke an das Vaterland (lebbaftes Bravo), daß alle Glieder des Volkes nur von dem einen Willen beberrs<ht sind: Auê- ¿uharren und durd>gubalten bis zum (Endo. (Lebhafter Beifall.) Gestatten Sie mir nun, meine Herren, noch einige Worte über die allgemeine Lage! Von meinen hocverehrten Herren Vorgängern habe ih ein fostbares Erbe überkommen: die Pflege der freund\caft- lichen Beziohungen zu Oesterreich-Ungarn, zu der Turkei, zu Bul- ganien. Unsere Bündnisse mit diesen drei Stagten sind zu verschie- denon Zeiten ges>lossen worden. Das Ziel derselben aber ist überall das gleiche: die Verwvirklicbung der nationglen Ideale, die Sicherung des territorialen Besibstandes und Abwehr der feindlichen Angriffe. Der nitliche Wert dieser Ziele hat unsere Entsclossenheit gestählt inden blutigen Kämpfen, die wir mit ihnen gem infam geführt haben, und wird diefe unsore Entschlossenheit auch weiter erhalten bis zum (Ende. Durch die Verteidigung der heiligsten Güter mit diesen Waffenbrüdern zusammengeführt, wollen wir mit ibnen zusammen» balten bis zum Siege. (Lebhafter Beifall.) Ihnen aber, diesen E Verbündeten, mit denen vereint Taten von unverglei<lider Sroße auégeführt sind, ibrem Opfermut, ihrer Entslosenbeit ihre Si viSane e gil : H s Gu j d N A , N d O j (Erneuter lebhafter Beifall.) 7 H ' Nun, meine Herren, bin id in der glücklichen Lage, Ihnen was Neues mitzuteilen, Die russisde Regierung bat gestern von Zars- toje Selo aus cin von dem Voltskommnissar für auéwartige Angelegen- heiten Herrn Troßkij und dem Vorsitzenden tes Rats der Volk lommissare Herrn Lenin unterzeicneles Funkentelegramm an die R gierungen und die Völker der kriegfübrenden Länder gerichtet, worin sie, vorstLägt, zw einem naben Termin in Verhandlungen über einen Waffenstillstend und einen allgemeinen Frieden cinmzutreten. (Bravo!) Meine Herren, i< stehe nicht an, zu erklären, daß in den bisher befannt gewordenen Vorsslägen der rusfischen Megierung diskutable Grundlagen für die Aufnahme von Verhandlungen eBli>t werden können (Bravo!), und daß ih bereit bin, in solle eingutreten, sobald tie russisde Regierung hierzu bevollmächtigte Vertreter entsendet. Lebhaftes Bravo links und “im Zentrum.) J< boffe und wünsche, daß diese Bestrebungen bald festere Gestalt annehmen nud uns den Frieden bringen werden. (Bravo!)

Mit aufri<tiger Teilnahme verfolgen wir die Entwi>klung des s{wergeprüften russischen Volks, Wir wünschen, daß ihm möglichst bald wieder ruhige und geordnete Verhältnisse zuteil werden. wünschen ni<ts mehr, als daß es wieder zu dem nabarlihen Ver- hältnis fommen wird, namentli< auf wirts{aftlichem Gebiete, wie wie es in früheren Zeiten zwischen uns und dem östlicken Nactlbar kannten. (Bravo!) Was die ehemals dem Zepter des Zaren unter- worfenen Länder Polen, Kurland, Litauen betrifft, so. achten wir das Selbstbestimmungsre<{t ihrer Völker. (Bravo! im Zentrum und links.) Wir erwarten, daß sie sich selbst dicjenige staatlihe Gestalt geben werden, die ihren Verhältnissen und der Nichtung ihrer Kultur entspriht. (Bravo! im Zentrum.) Uebrigens, meine Herren, sind alle diese Dinge no< in der Schwebe. Nachrichten, die vor. einiger Zeit durch- die Presse gingen, als ob an einem Punkte {hon feste A5- machungen getroffen worden seien, eilen den Tatsachen weit voraus,

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Freibeit und Unabhängigkeit seiner wiri\{aftltc{en (Zustimmung auf allen Seiten.) D

appell des Papstes wobl begrüßen. Auch beute eide Geist, der die Anùvort auf die Papstnote ldiktierte.

längerung des Krieges angesehen werden. o

stimmung.) Dic diese Zerstörung unerseßbarer Kulturwerte,

sie tragen die tragen haben. (Lebhafter Beifall.)

den furitbaren Niederbruch ihrer Armee mit alledem, was sich daran

mögen thre Freunde in Jtalien und Frankrei si das zur Warnung uo o Kp P A; #47 , F i dienen lassen, mögen sie endlid der Stimme der Vernunft und der Y - J “S1 - * V Menschlickeit Gehör geben! (Lebhafter Beifall.) Ur uns, meine Herren, kanu die Parole in diesem gegenwärtigen

Augenbli keine andere fein als abwarten, ausharren, durdshalten! (Lebhafter Boifall.) Wir vertrauen auf Gott und unsere gere><te Sache, wir vertrauen auf unsere Armee, wir vertrauen auf unsere aroßen Heerführer, deren Name nur genannt zu werden braucht, um sofort Stürme der Begeisteung zu entfachen. (Allseitiges lebhaftes Bravo.) Wir vertrauen auf unsere beldenmütigen Kämpfer zu Lande, ¿u Wasser und in der Luft. (Lebbaftes Bravo.) Wir vertrauen auf di? sittlide Kraft und den Geist unseres Volkes. Wenn Heer und Heimat fest zusammensteben, dann wird der Sieg unser sein. Daran, meine Herxen, wollen Sie mithelfen, ich weiß es, und darum bitte 1h Sie nocmals um Ihre vertrauensvolle Mitwirkung. (Lebhafter andauernder Beifall und Händeklatschen.)

, Abg. Trimborn (Zentr.): Die Aufnahme derArbeiten des Neichstags gibt uns die enpünschte Gelegenheit, unsere Auffassung zu der gegenwärtigen Gestaltung der äußeren und inneren Lage kund- zuiun. Die großen Erfolge, welche an der italienischen Front dur den unvergleichlichen Hebel unserer und der Verbündeten Truppen und ihre geniale Führung erfo<ten worden sind, diese militärifcben (Crfolge beweisen, daß unser Friedenswille kein Ausfluß dev Scbwäche jondern der des ehrlichen Bestrebens ist, dem gräßliden Blutvergießen ein Ende zu bereiten. Dem neuen Neichskanzler steben als Stellver- treter im Reiche und in Preußen zwei hervorragende Führer Parlgas- mentarischer Parteien zur Seite. Diese Ernennungen liegen im Nab- men der auch von uns gewänshben engeren Fühlungnahme zwischen ¿Regierung und Volk deren vertrauenévolles Zusammenwirken geför- dert werden soll. Das ist der deutsche Parlamentarimus, wie er unserer Geschichte und unserer Eigenart entspricht. Dem, was der JeihSfanzler über scine nädbsten Ziele mitgeteilt hat, stimmen wir restlos zu. Wie in der Rede des Abg. Fohretdach vom 9, Oktober zum Ausdruck gelangt ift, billigen wir die Antwort auf die Papstnote in allen ihren Teilen. Wir lehnen einen Vergewaltigungs- und Er- oberungêfricden, aber auch einen Verzichtfrieden ab, wir erstreben eine Verständigung, die dem Vaterlande die Unversehrtheit, die Sicherung seiner Grenzen und die völlige Freiheit und Unabhängigkeit bosonders auf wirtschaftlichem Gebiete wahren soll. Die heutigen Ausführungen des Jtetchstanzlers über unser Verhältnis zu Nußland haben unsern vollew und freudigen Beifall. Das deutsde Volk wüns{t wirklich aufrichtig, mit dem neuen Nußland in korrekten politischen und wirt- \haftlicben Beziehungen zu leben. Unsere Stellung zur Wahlreform ergibt fich aus den früheren wiederholten Grfklärungen der Zentrums- fraktion. Was die eingebrachten Wahlreformvorlagen betrifft, so er- wartew wir, daß die preußische Regierung alles daran seßen wird, die Œinlósung feierlichor Königlicher Zusagen und auf dieser Grundlage die freiheitliche Gestaltung des preußischen Wahlre<ts im Einvernehmen mit den gescßgebenden Paten Preußens zu erzielen; das betrachten wir als selbstverständlih. Eine tunli>ste Beseiti ung der politischen Zensur und eine unparteiishe Handhabung des Bercins und Ver- jammlungsgeseßes is von uns stets verlangt worden. Wir begrüßen was auf dem Gebiete der Zensur bisher geschehen ist, erwarten aber bestimmt, daß auf dem betretenen Wege woch weitere Fortschritte cr- zielt werden, Daß das Arbeitskammergeseßz vor Jahren gescheitert ist weil die Regierung die Wahl von Gewerk\chaftöbeamten zu. Arbeiter- vertretern nicht zugestchen wollte, haben wir lebhaft bedauert: es erfüllt uns mit Genugtuung, daß dieser ablehnende Standpunkt ‘jetzt ausgegeben wird und mit. der Grrihtung. von Arbeitskammern eine alte Forderung der Zentrumöspartei entpre<end der Katferlichen Botschaft vom 4. Februar 1890 endlich erfüllt wird. Auw für eine Reform des Koalitionsre<ts im Rahmen der Gewerbeordnung sind wir seit Jahren eingetreten, es sei nur an unsere Interpellation vom 31, Ja- nuar 1904 erinnert. Wix können cs nur begrüßen, daß mut der Äuf- hebung des Paragraphen. 153 der Gewerbeordnung endlich an diese Reform herangetreten wird. Einstimmig und vorbehaltlos bowilligen wir den weiteren Kriogsfkredit von 15 Milliarden. Wir zweifeln nit daran, daß das Ergebnis einer. neuen Anleihe nit hinter dem Gr- gebnis. der früheren Anleihen zurü>bleiben wird. (Lebhafte Zustim- mung.) Wir wissen das große Opfer, das dex Reichskanzler dur< Uebernahme des neuen Amtes dem Vaterlande gebraßt hat, voll zu würdigen. Wir hoffen zuversichtlich, daß es ihm gelingen wird ge tragen. vom Vertrauen des- Reichstags, m. dieser schweren PriegSeit dem deutschen Volke ein machtvoller Führer zu Tein. Wie vom Zentrum bringen ihm dieses Vertrauen in vollem Maße entgegen ind

sind fest entschlossen, an unserem Teil alles zu tun, um die Einigkeit

lien, Frcenkreih. Cnaland.

n der Antwert auf den Berede, daß €s ih darum

Umgekehrt, fricden» big) Jn seinex itaszen;Tche Minister vollkommen d genug. nit entecvron wegen der Möglick- i ( Und Herr Clémenceau- ist weit gegangen, von der friedliden Völfer- nft, wo das Recbt an die Stclie ter Wasfsen- | D-osterrzib-Ungarn

ovd George entlich erklart lipp

deutschen els; der Krieg müsse fortgesetzt rden, bis dieses Ziel ecrreiht vorgeworfene jet durch die seinerzeit * geslossenen Geheimverträge, die jeß ‘< die russish2e Negierung

(Fntwicfelung. Darutn konnten wir den Friedens-

no< beseelt uns der

Aber, meine Herren, diese Antwort auf die Papstnote darf von den Gntentemächten nicht als ein Freibrief füx die freventlihe Ver- (Lebhafte allseitige Zu- Verantwortung für dieses fortgeseßzte Morden, für für die wabnsinnige Sélbstzerfleis>ung Europas trifft allein die Mädte der Entente, Verantwortung, und sie werden auch die Folgen zu

: Möge si das insbesondere Herr Sonnino gesagt sein lassen. (Sehr gui!) Hatten die italienischen Machthaber, die die unglücklide Vepölkerung des schönen, mit uns Deutscken dur tausendfahe Erx- innerungen verknüpften Landes im den Krieg hineintrieben, die weit ausgestre>dte Friedenshand des Papstes ergriffen, so bätten sie nicht

anknüpfle, erleben müssen; sie tragen dafür tie Verantwortung, und

und Geschlossenheit bis zum Ende zu erhalten. (Beifall) Di innere Ot G MUNNk ist eines der we)entlihen Mittel, um die Leide des Krieges abzukürzen. Die ganze Welt soll wissen, Deutschland f einig und wird einig bleiben. (Beifall.) Wie unsere militärische, Srialge eine einheitlide und unüberwindlie Wehr darstellen so muß au aus den Kämpfen der leßten Monate die innere Einheit ne gestärkt hervorgehen. Die militärishe und die politische Front Deutscblands und seiner Verbündeten ist umüberwindlih. Mügs es dem Reichskanzler vergönnt sein, dem Vaterland das tostbare Gui einos gere<ten, dauerhaften und chrenvollew Friedens bald 1 ke bescheren. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Scbe1demann (Soz.): Wir freuen uns über die Mit teilungen des Neichskfanzlers, über das Friedensvangebot der sozialisti, s>en Negierung in Rußland. Auch. ih spre<e unseren Truppey unseren herzlibten Dank aus. (Beifall.) Wir müssen ibnen s. auch das Verspreden ablegen, alles zu tun, um ibre E erleibtern und soweit es an uns lvegt, dem Kriece sobald al9 mögli ein Ende zu machen. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Die politische Selbständigkeit und Unabhängigkeit unterer Partei ijt nit im geringsten beeinträdbtigt. Der Parteikampf ist nicht unse» Zwe>, Wir unterstüßen auch andere Parteien und die Megieruna, wenn sie tun, was wit für einen Fortschritt halten. Jn solder, Fällen würden wir auch. mit der HRechten geben. (PHeiterkeit.) Dieses ¿Fall wird allerdings nah menschlic<hem Ermessen niemals eintreten. Die neue RNegieruug betrachten wir als cinen Fortschritt, {on G8 Art, wie sie zustande gekommen ist. Wir hoffen, daß dieser Forts{rit befestigt und weiter entwi>elt wird. Wenn nicht geradezu ein Wunder

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geschicht, so wird wohl Michaelis der lets Reichskanzler aowesen soin der als ernannter Reichskanzler in diescs Haus kommen konnte, obne sich vovber einer Mehrheit zu versichern, auf die er. sich stüßen konnte Der erste Natacber im eiche muß eing PolitiL-treiben, die vom Volt, Lerstanden wird, sonst ist sie von vornherein zum Scheitern verurteilt Die démokratische Errungenschaft. des leßten NRegierungöwe{sels (Hört bört! re<ts) wollen wir nicht vergrößern, nc< verkleinern ahor auf dieser einmal betretenen Bahn gibt es fein Zurück, sondern nu: noch ein Vorwärts, (Sehr ribtig! bei den Sozialdemokraten.) Der Bizekanzler von Payer ist dem MNeicköstage verloren gegangen oil er nidt zuglei Mitglicd des Bundesrats und des Reichstags sein kann. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der übriaers nit einmal min Preußen möglich. ist (Heiterkeit). Wir legen Wert darauf daß die Staatésckretäre, die aus dem Îeicbätage genommen sind, nit in der Versenkung verschwinden, sondern ihrew Plaß. als Bolfsve-tretey bier sofert wieder einnchmen (Schr richtig! links), Wir unterstüßen die parlamentarische Regierung, aber wir gehen darum nicht mit ihr durch di> und dünn, weil sie eine parlamentarische MNegierung ist Opposition uur jeden Preis zu machen, is andererseits nidt unsers Absit (Beifall). Sollten si aber Meinungsver" Hiedentet en ur- überbrüc>baror Art ergeben, cder die Regierung etwas tun, das mit tem Volfkêwohl unvereinbar i}, odex etwas Notwendiges unterlassen fo bekämpfen wir sie natürlich entschicden. Wir werden diesen Kampf nicht umnöligeaweise suden. Wenn die Regierungspolitik si so ge- staltet, daß er vermieten werden kann, so i es das Beste für das Land. In Lenton hat neulich Lord Douglas in \charfsinniger Neda gesagt: ein jedes Land hat seine Alldeutschen. Eine sehr çeshidia Bemerkung, aber in Deutschland sind die Alldeutschen längst unten dur, während sie in Fnankreid und England no< immev obenauf sind. (Heiterkeit) Dieje Erfolge gegen starke Widerstände hätten wir m<t errei<t, wenn nit in dew Fragen dew Kriegspolitik dag ganze Volk auf unserer Seite stände. Der kommende Friede soll ge|>lossen werdew von Volk zu Volk, (Schr richtig! b. d. Soz.) Dag deutsche Volk will nicht dio polnische Königskrone oder neue Herzoge tümer. Pelen, Litauen usw. mögen ibre Zukunft gestalten, wie sie nollen, Daß der neue Kanzler so außerordentli klar und deutli das Selkbst- bestimmungsre<t der Völker betont bat, dafür sind wir ihm dankbar, Das deuisce Volk will keinem Volke die Freiheit verkürzen, es will nichts als seine Skelbsterh-ltung ün den dauernden Frieden. Dia rufsishe Revolution bat die Gebeimdotfumente der Sntente-Diplo« matie aus. dew Archiven gerissen und veröffentlicht, sie bat die ge heimen Drähte, dur die die Völker in den Ted ge\<leift worn Ind, aufgezeigt und für ibren Teil durdschnitten. Frankrei und England bestimmen nab diesen Dokumenten die Grenzen Deutsd- lands im Westen, ter Zar im Often; jeder s{neidet 1 aus dem Leibe Deutschlands boraus, was ihm beliebt, Aber „was Du nid rillst, das man Dir tu’, das füg? auch keinem andern zu!“ Darum Tämpfon wür gegen jeden Jmperialismus draußen und drinnen. Die deutsche Arbeiterschaft begrüßt mit Freude den ersten Scritt der russischen Regierung zum Frieden und it bercit, ihn mit allen Kräften zu untorstüßen. Sie erwariet mit Scbnsucht den Tag, wo die Arbeiter- schaft Frankreihs und Englands si auf derselben Linie bewegen wtrd, Macten Sie aber auch Scluß mit der Zensur, Si{luß mit dem BVelagerungszustand, verzidten Sie auf politis(e Verfolgunçen; die Kraft des deutschen Volkes wird dadurch nit verlieren, sondern garinnen. S sind auf diesem Gebiete Dinge gesehen, die dem deutsechn Verke nit zur Ebre gereidon. Scaffen Sie Fretheit für die Presse, Sie haben, Herr Reichskanzler, dabei einen {weren Kampf mit den Militärbehörden zu führen, aber es muß mit dicsen Ge- [<ichten 10 nell wie möglich aufgeräaumt averden. Unbegreiflidh ist die Verblendung der Menschen, die durch thren Widerstand gogen das ver- meidlice und politis Schädliche sich nur das eigene Grab saufeln. Vor don Gefahrew cines eigenfinnigen Klassen- eaoiämus mird die Megierung das Volk hboffentlich bewahren. S-{nellstens muß die preußische Wahlreform Geseß werden. Wir

wünschen lebhaft, daß das Neichéwirtschaftsamt feine Aufgaben klar

ertennen und für ihre Wsung wirksam sich einseßen möge. Geben Sis

baldigst an die Erhöhung des Soldes für unsere Soldaten. (Lebhafte

Zustimmung links.) Die dringendsten Lebenébedürfnisse der Massen

könnten auc unter den jeßigen Schwierigkeiten befriedigt werden,

wenn man nur auf allen Seiten dem Gesoß Achtung verschaffe. (Sehr

wahr!) Gegen das schamlose Treiben derer, wel<he dem Volke seine

schmalen Nationen noch verkürzeon, muß mit \><ärfstem Nachdruck ein- ' ge]critten werden, ins Zuchthaus mit denjenigen, welche das Volk

in solcher schamlosen Weise ausbeuten und ausplündern! Die Ent-

wiklung, die in Nußland umwiderstchlih geworden ist, wird auc in

anderen Ländern zum Durchbruch kommen. Rußland it nicht der Ge-

\><agene in diesem Kriege; diejenigen, die den Krieq bis zum bitter

Gnde durchführen wollen, sie werden selbst die Geshlagenen sein.

(Beifall bei den Sozialdemokraten).

Abg. Fischbe> (forts<r. Volksp): Wir bewilligen den angeforderten Kredit und bekunden damit aufs neue den unerschütter- Tien Willen, allo Opfer zu bringen, um den Vernichtungswillen der einde zu breden. Deutschlands Freibeit und Selbständigkeit und die Unverschrtheit seines Gebietes muß gesidert sein, das ist unser Kriegsziel. Regierung und Volk sind zu chrlicher Verständigung mi! dew Gognern bereit. Die Erklärungen des Reichskanzlers stellen uns zufrieden. Wir freuen uns seiner Mitteilung be alalich des von Rußland ausgegangenen Angebots friedlicher An- näherung; „wir haben dem russishem Volke gegenüber den M 0 e h in dauernder Freundschaft und in Frieden zu ern Ri grüßen die Wahlreforny füv A und freuen uns | Vekenntnisses der preußischen Regierung, daß keine Abstufung der polrtischen Rechte nab dem Geldmaßstabe bei deni Wahlre<t mehr zulässig sein soll (Beifall). Wir b<2oen die Erwartung, daß dis Regierung mit allem Nackdru> das Reformwerk betreiben wird nit nur um Mets, sondern aud um des Reiches willen, daß es während des Krieges um des Friedens willen zur Verabschiedung gelangt. Wir sind für Beseitigung aller Ausnahmegceseße auf, poli- E B U und sozialem Gebiet. Wir bearüßemw es N a8 der Reichskanzler die Beseitigung dieser ausmahmerehtlihe! Bestimmungen in Aussicht gestellt hat. Wir wünschen eino zeitgemäß Aenderung des Balagerung8geseßas durxh Beschränkung dev mili tärisden Gewalt. {uaunsten der bürgerlihen Behprden. (Zustimmung links). Der Reic nzler hat dem Wunsche Ausdru gogeben, 1" AO I I Verhältnis: zwischen dev. Meichsleitumg nien ind oer retung Heraustellen. Die von ihm angegebenen Mi u-

geciguet, ein solches. Verhältnis: gegenseitigen Vertrauens: 08

ahnen, Wir sind andererseits gern bereit, uns den Notwendigkeilen

ter Zeik unterzuordnen und dazu beizutragen Laß frennenLe Tr

ciner späteren Lésung vorbehalten bleiben, Gin O R I ¿cu Vorschlägen. der Regierung mird dem Reichskanzler hoffentlich die Leitung der Geschäfte erloibtern. Uns leitet allcin der Wunsch eins Gememscbaft zwisen Regierung und Volk herzustellen und in dieser gewaltigen Zeit durzuhalten. Mit dankbarer Bewunderung bli>ken wir auf unjer Heer, das, der Uebermacht troßend, Leben Und Freibeit der Nation wahrt (Beifall). Wir sind zu jedem Opfer bereit für ein Deutshland, das bestehen und nimmer untergehen wird (Beifall links). : Bas

Abg. Stresem ann (nl.): Unsere äußere politische Lage steh unter dem Cindru>k unserex gewaltigen Siege in Italien und d Umwälzung in Rußland. Der Zusammenbruch des italienischen Heer ist gleichzeitig der Zusammenbrucb aller italieni\{en Hoffnungen auf ein au nur fußbreites österreicisdes Gebiet. Die italienisde Ne- gierung und rhre Bundesgenossen baben ibren verdienten Lobn erbalten Mit unauslöschlichber Dankbarkeit gedenken wir der Tätigkeit ter vereinigten Streitkräfte in Italien, sowie der Tätigkeit unserer Truppen an allen Fronten (Zustimmung), der unvergleilichen Heeres- leitung Hindenburgs und Ludendorffs, der Versinnbilelichung des deutschen Siegeswillens, sie genießen das rüdbaltlose Vertrauen des deutsden Volkes (erneute Zustmmung). Durch die Veröffentlichung der Geheimverträge hat die beutige russis<e Regierung sh von ten

utopischen Eroberungsplänen ibrer Vorgänger losgesagt und vor aller

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Welt festgestellt, daß die Zerstückelung Deutschlands unser Los ge- wesen ware, wenn unsere Feinde gesiegt hätten. Heute ruft das russische Volk sebasüchtig nah dem Frieden. Wir haben heute das ofs1zielle Angebot des Waffenstillstandes als Vorbereitung für den Frieden bestätigt gehört. Unsere Stellung dazu ist dur die bisherige deutsche Politik gegeben, Deutscbland hai wiederholt den Frieden c.ngeboten. Deutichland und feine Verbündeten steben so ta, daß Mogierung und Weichslag es ablebnen tönnen, mit einem neuen Frietensangebot bervorzutreten. Der Weg zu einer zukünftigen Ver- ständtgung mit Rußland ift gegeben. Vorausseßung i} dabei die (Sewährleistung unferer militärischen, wirtschaftlichen und politischen Interessen. Der Reichskanzler hat erklärt, daß die deuts<c Antwort auf die Papstnote die Grundlage seiner Politik sein werde. Wir begrüßen setne Ausführungen, glauben aber nicht, daß scine Erklörung unseren Feinden ein Freibrief für die Fortseßung des Krieges sein wird. Die weltpolitisbe Lage drängt uns zum Burgfrieden im Innern. Meine politischen Freunde sind mit dem innerpolitis hen Programm des Neicbskanzlers einverstanden. Wir lebnen cine Auf- hebung des Belagerungszustandsgeseßes ab. Eine vellständiae Auf- hebung der Zensur is unmöglich, die Zensur muß aler auf das Mindestnraß beschränkt werden. Das Arbeitskammergesetz begrüßen wir als. Jnitrument des sozialen Fricdens, ebenso die Beseittgung des S 53 der Gewerbeordnung, orwarten aber eine strenge Handhabung des Strafgeseßbuchs, um dem verwerflihen Terrorismus cu ferner- bin entgegenzutreten. Die Wahlreform muß in Preußen entschieden werden. Diese Frage ist aber na ihrem ganzen Gesamtkomplex eine deutsde Frage. Der Eintritt führender Parlamentarier in die Ne-

erung ist zu begrüßen, die Fühlungnahme zwischen Rogierung und L s ist ‘die Grundlage einar segensrei<hen Zusammenarbeit. Dié Monarchie, deren starke Stellung wir erhalten wollen, kann dadurch nur gewinnen, Wir stehen, wenn nicht alles \ täuscht, im Gndkampf des gewaltigen Völkerringens um Deutschtands Freiheit und Große. Das deutsde Volk wird diesen Kampf mit Geschlossen- beit und Einheit und Unüberwindlichkeit durchführen vis zu cinem Frieden, von dem wir die Größe unferes Vaterlandes erwarten (Beifall).

Abg. Graf Westarp (dkons.): Die scwere Bürde des in tieser Zeit besonders verantwortungsvollen Amtes des Reichskanzlers hat Graf Hertling in hohen Jahren noch, beseelt von patriotizchem j flicbtgetübt übernommen. Wir haben uns gefrewt, in feiner xutigen Nede alle politischen Gigenshaften wiederfinben zu können, an denen wir uns, als er no< als unfer Kollege unter uns weilte, erfreuen durften. Um so mehr füblen wir die Verpflichtung, für die wir bei ¿hm volles Verständnis vorausseßen, unseren sachlichen Be- denten laren Auédru> zu geben. Wir können nicht umhin, aus grund iblihen, verfafsungéredtlihen und politischen Gründen \>arfen “UuSdru gen die Vorgänge zu erbeben, die zur Entlassung des Kanzlers Michaolis und zur Ernennung des jeßigen und seiner Stell- vertreter im eiche und in Preußen geflhrt und sich dabei abgespielt haben. Die Beseitigung des Dr. Michaelis aus dem Amte war von Anfang aw aus beiden demokratischen Lagern verlangt worden, weil dieser Kanzler und seine Mitarbeiter ohne vorhevige Zustim- mung des Meichstages ernannt worden sind. (Oho! links, fehr rich- tag! ‘rehts.) Daß ein Zusammenarbeiien mit hm unmöglich war, können wir micht anerkennen. Um so mohr bedeutet feme Entlassung aus dem Amte als Neichslbanzler und entgegen den ursprünglichen Ab- sichten des Königs auch aus dem Amt des preußischen Ministerpräst- denten, um so mehr bedeuten die von einzelnen zusammengetvetenen Partoiführern unter dem Beistand ihrer Presse erbobdenen und durch- eseßten Forderungen für uns einen scarfen Eingriff im das ver- Cungómüßine Recht des Kaisers, den Reichskanzler mach, eigenem (Îr- messen zu ernennen. Und auch bei der Grnennung des Grafen Hert- lina scheint uns die Entschließungsfreiheit, die dem Karser verfassungs- mäßig ¿usteht, nicht genügend gewahrt worden zu jen. (Hort, hôrt ! links.) Der endgültige Entschluß wurde von vorherigen „Verhand- lungen abhängig gemacht, die micht den Charakter informatoriser Be- \prehungen wahrten, sondern in denen feste Bedingungen vereinbart wurden, von denen ldie Mehrheitsparteien die Zustimmung zu der (Fr nennung abhängig machten. (Hört, ‘hört! links.) Noch deutlicher tra diese Einschränkung bei der Ernennung des jeßigen Bizokanziers von Payer zutage. Nach unwidersprochenen Darstellungen wurde die (Gr- nennung dem jcßigen Reichskanzler abgerungen auf Drängen ber So- zia!demokraten und der fortsxittlichen Vollöpartot; aus eem Grunde wurde Herr Dr. Helfferich entlassen, für dessen Entlassung em sachlicer Grund nicht zu erbli>en ist, dessen reiche praktische Grfah- rung und Gewandtheit (Lachen links) wir alle schäßen gölernt haben. Die Stellung des Vizekanzlers scheint uns überhaupt an einer gewi]len Grundlagen-Ünflarheit zu leiden. Wird an den ursprünglichen Ad- : Vg O e » / est- sichten, die zur Silaffung dieses Postens führten, auch jet noch fest gehalten werden? Diese Frage bedarf der Klarstellung. tach der ee die Krise gegebenen öffentlichen Darlegung soll der neue O in die Negterung eintreten, um dort die Parteiregierung der Sozial- demokraten und der forts{rittlichen Volkspartei zu vertreten. (Lachen linfs.) Weiter wird darüber noch in der Presse zu reden fein, tr erbliden in dieser Entwicklung eimen Gingriff in dîe G: mäßigen Rechte des Kaisers, der unter Ausnußung der Notlage des gtotchos durchgeseßb werden ist. (Zustimmung E lârmender Widerspruch links.) Wir vermögen unter tiefen Umständen, 4 dem Reichskanzler und in dem Vizekangler nicht Minister gu erbli E ihren Auftrag allein aus der Hand des Kaisers erbalten A tse dern wir müssen feststellen, daß die Bedingungen für ihre P U Tätigkeit von einer vorherigen Vereinbarung mit Vertrolern der |0- acnannten Mehrheit des Reichstags abhängig gemacht worden a Sie kommen dadurch in eine Stellung hinein, die €s für E gt macen wird, sich einseitig und auss{ließlich auf diese Me E

bejen zu stüßen. der Mete des Aba. Schoidemann wud man parteien zu stüßen. Aus dey Rete des A E ee Ui wohl entnehmen können, taß die Sozialdemokratie e N barmherziger Gläubiger sein wind. Wir werden e Mir A Neichskanzler gogenüber lediglich fahlide_ Politik tverden. b Lab ls den in diefer Zeit ber schwersten woltgescic-.l cen Aufga En Stel, einem Volke gestellt worden sind, der deutschen RaR Ataisune lung nicht ers>weren, soweit es ih mit unseren Po assun, N gen irgendwie vereinigen läßt. Freilich können E N A au nit preiégchen. Wenn fie jeßigen Ueberein ommen | 0 B : Parteien und der Regierung als oine Wiederherstellung es Pu L hrictens bezeidnet worten sind, so können wir eine sede ennen H nicht als richtig ansehen. Um die Sozialdemokratie bei Ah Mrde halten, hat man ihren Forderungen nadgszeden. R E N Tages- und Forderungen der Konservativen dagegen qlaubie man gur Luge . 4 ? tat tes den Konservativen ordnung übergehen zu können. Man

A e essen sider war, daß sie sh unter keinen Um- gegenüber, weil man dessen sier ß Daseinskampfe

standen woigern würden, dem Vaterlande in jeinem

das zu geben, a8 notivendïg i. Das i eïne faktisGe Sciväche unjerer Sktuaiton, mit der wir uns abfinden müssen. Sie wird aver au< eimma! unsere Saltung im Urteil ter Weltgescichie redi- ferüigen. Auch wir. sind von deim Went einer geschlossenen CEinbeitt- front Überzeugt. Uuch wir sind entschlossen, um dieser Einigkeit wällen auch DPfer «unjerer Ueberzeugung zu bringen. Troßdem werden wir, nur um den Schein der Einigkeit zu wahren, in Zukunft nicht solchen Maßnahmen zustimmen, die wir im Interesse des Landes für \<älid halten. Wir bätien es für ribtiger gebalten, bestimmte Fragen der inneren Politik jetzt bier nit zu erörtern. Wir stehen in ter Be- varung der Kriecgskredite und bedauern, daß diese imnerpolitischen Errungenschaften der lepten Zeit aub nur formell und äußerlich damtt in Beziehung gobra<d worden sind. Wir möchten daher heute an der Erörterung dieser Frage nicht teil- nehmen. Wir werden zu den aufgerollten Fragen dann Stellung nehmen, wenn die einzelnen Vorlagen an uns herangetreten sind, Zur Grundlage unserer weiteren auswärtigen Politik hat man die Ant- wort der deutschen Regierung an den Papit vom 19. September ae- macht. Jn diesem Sinne hat man sih auch heute festgelegt. Wir können uns diesen Erklärungen nicht anschließen. Die Antwort an den Papst enthält die bekannte Bezugnahme auf die Friedensreso- lution vom 19. Juli. Es ift nicht klar festgestellt worden, ob mit der heutigen Festlegung auf die Antwort an den Papst auch eine Fest- legung auf jene Friedensrefolution beabsichtigt war. Der Wortlaut jener Antwort spricht dafür. Auf nationalliberaler Seite war man entgegengesecßter Ansicht. Eine volle Klarheit ist also nicht geschaffen. Wir stehen auch heute no< auf dem Standpunkt, daß wir die Frie- densresolution vom 19. Juli für einen Fehler halten und daß wir darin cine geeignete Grundlage zur Führung unserer auswärtigen Politik nicht erbli>ken können. Wix erkennen an, daß der Papst bei seiner Note von idealen Gesichtspunkten ausgegangen ist. Aber auch beute noch steben wir auf dem Standpunkt, daß, rein objektiv be- trachtet, die Vorschläge des Papstes den deutschen Lebensinteressen nicht gere<t werden. In der Papstnote wird der Aufbau einer neuen Weltordnung auf Grund dreier Prinzipien in den Vordergrund ge- stellt. Man kann wohl in unserer Antwort die Bereitwilligkeit er- bli>ken, auf diesen Gedankengang einzugehen. Dieser Gedankengang ist aber nicht geeignet, die ricdenöverhandlungen zu fördern. Das Verhalten unserer Feinde zeigt, daß sich der Aufbau der neuen Welt- ordnung mit diesen drei Prinzipien auf der Friedensfonferenz nicht erreichen laßt. Eine Wiederholung der Betonung unseres versöhn- lien Geistes und des Bedürfnisses nah Verständigung und Ver- \ohnung der Völker halte ih weder für nötig, no< für zwe>mäßig. Wir haben gesehen, daß dadurch der Krieg nicht verkürzt, sondern verlängert worden i}. Nach unserer Auffassung ist jeßt eine andere Sprache am Playe. Die Aufgabe unserer Politik bei den bevor- stcieuden Friedensverhandlungen i} die, unbeirrt dur< dogmatische Sestlegung, nur Deutschlands Lebensinteressen allein im Auge zu behalten und alles, was das Schwert errungen hat, für Deutschlands Sicberheit, für Deutschlands Stärke und n Zukunft nußbar zu machen. Das ist die Sprache, die wir au< vom Reichskanzler zu hören gewünsbt hätten. Sie verlangt unser Volk. (Widerspruch, Hort, hört! und Zurufe.) Wer dem widerspricht, weiß nicht, wie es im Volke aussieht. (Heiterkeit und Lärm.) Eine solhe Sprache würde auch im Auslande verstanden werden. Dieses versteht es nicht, wenn wir sagen, daß wir auf das, was wir mit den Waffen errungen haben, aus idealen Gesichtspunkten, aus dem Bedürfnis na< Ver- \tändigung und Versöhnung verzichten wollen. Eine offene, klare und selbstbewußte Sprache der gemäßigten Kraft ist es, die uns den Frie- den bringen wird. Die Erklärungen des Kanzlers über Nußland waren erfreulich, aber es wird vielleicht nicht möglich sein, über jenen Aufbau einer neuen Weltordnung mit der russischen Regierung Ab- machungen zu treffen, da die übrigen Feinde daran nicht beteiligt sind. Wir betrachten die Ereignisse der russishen Revolution nüchtern und rubig von dem Gesichtépunkte aus, welche Vorteile für Deutsch- lands Lage sich daraus ergeben. (Séhr richtig! rehús.) Da können wir feststellen, A es die Crfolge unserer Wasfen gewesen sind, die den Zarismus zerbrachen. Cbenso vereitelten die Erfolge unserer Waffen und unserer Verbündeten de Bemühungen der Vertreter der russt- schen Regierung, die Rußland im Solde der Entente festhalten wollten. Durch unsere Siege ist erreiht, daß der russische Krieg für uns in der Hauptsache nunmehr beendet ist. Jede Partei in E land wird jeßt den Frieden wollen. Da ist es eine selbstverständliche Forderung, zu verlangen und durchzuseßen, was im deutschen Inter- esse nötig ist. (Zurufe und Lärm.) Bei den bevorstehenden Verhand- lungen werden neben den politischen und wirtschaftlichen Fragen auch die der militärishen Sicherheit Deutschlands den Ausschlag geben. Unsere Ostgrenze darf nit mehr gefährdet sein. Zu erwägen und zu prüfen wäre auch, inwieweit mit den deutschen Interessen das Selbst- bestimmungsre<ht der Völker vereinbar ist. Uns stehen no< weitere Aufgaben bevor. Es gilt, aub die anderen Teile gleichfalls zum Friedenswillen zu zwingen. Wir sind gern den Darlegungen des Neicbskanzlers Uber die militärische Lage gefolgt. Mit Freude haben wir seine Ausführungen über die Verdienste unserer Hochsceflotte be- grüßt, ohne welche auch der U-Bootkrieg seine Wirkung nicht ausüben fann, Wir haben es mit Genugtuung begrüßt, daß er die Wirkung unserer U-Boote in das rechte Licht gerückt hat. Mit Genugtuung aben wir es vernommen, daß der U-Bootkrieg ohne Schwanken fort- geseßt wird, bis er sein Ziel erreiht hat. Dieses Ziel ift die Ver- nichtung des feindliden Schiffsraumes, der den Feind s{ließli< zum Frieden zwingen wird. Wir haben im leßten Sommer wiederholt Klagen darüber gehört, daß die Entente dur< Vergewaltigung der Neutralen ih deren Swiffsraum in immer größerem Maßstabe zu eigen macht. Man spricht davon, daß es der Entente gelungen ei, si in diesem Spätsommer ein bis zwei Millionen Tonnen feind- Tichen \Schiffösraums anzueignen und daß dieser Umstand wesentlich dazu beigetragen hat, die innere Krisis bei unseren Feinden zu be- seitigen. (Es wird die Frage zu prüfen sein, ob unsere Politik die Wirkung des U-Bootkrieges genügend unterstüßt und alle geeigneten Mittel angewandt hat, um sol<he Vergewaltigung der Neutralen zu verhindern. Jedes Wort des Dankes, der Anerkennung und Bewunde- rung erscheint zu gering und reiht nicht heran an das, was draußen geleistet wird an cenialer Heerführung und heldenmütiger Tapferkeit. (Lebh. Beifall.) In der leßten Zeit war es eine Tat der kühnsten Feldherrnkunst, daß unsere oberste Heeresleitung troß des Ansturmes im Westen so aroßzartige Pläne ausführen konnte. Ich dante es dem Meicbskanzler, daß er auc des tapferen Obersten von Lettow und seiner Braven in Ostafrika gedacht hat. Jhre Taten sind für uns von großem Werte. Es gilt dort, den Ring zu sprengen, den England vom Kap bis Kairo zu {mieden gedenkt. Hoffen wir, daß es gelingt, bis zum kommenden Frühling Deutsch Ostafriïa zu halten. Auf alle solche Taten \tüßt si unsere Zuversicht. Wir müssen festhalten am unbedingten Siegeswillen und Siegeszuversicht. (Beifall re<ts.)

Abg. Frhr. von Gam'þ (Deutsche Fraktion): Es ift festaestellt, daß Deutscilard an dicsem Kriegs nicht nur völlig unschuldig ist, son- dern sich bis aufs äußerste bemüht hat, den Frieden aufrechtzuerbalien. Der Kaiser hat sogar persönliche Sichritte beim Zaren un ernommen, um ihn von der Mchi!linachung cbzuhalten. Da können wiv uns doch nicht auf den Stanpunkt des Herrn Scheidemann stellen, der einfa sagt, wir wellen einen Verzichtfrieden. Die Gisaß-Lolhrinoer haben dagegen protestiert, daß sie wicder zu Frankreich kommen sollten. In tiefem Falle dürfte auch Deutschland nicht bere<{tigt sein, eine ‘Tren- nung der irischen Betcukerung von England zu verlangen, wenn sie bei Gngland bleiben wolle. Dem Danke für Heer und Marine können wir uns nur anschließen. Der Reickskanzler hat den (Grlaß eines Geseßes zur Bildung von Arbeitskammern in Aussicht gestellt. Diese Frage hat uns ja bercits ofter hier beshäftiat. Dieser Frage stohen aber ¡cht schr viele skeptish gegenüter. Gegen das EScsch zum Scupe der Koalitionsfreiheit haben wir die qrößten Bedenken. Wir sind da- mur, daß \difanófe Behandlung bei der Ausübung dos Vereins- und Versammlungsgesetes ausoeschaltet werden soll. In der Frage, ob bei ter Aenderung in den Reicki#ämtern die Rechte der Krone gewahrt wenden. find, kam ich mich mur dem Grafen Westaip anschließen. Wir wollen aber während des Krieges dio Streitaxt begraben und haben jet s den einen Gedanken: Sicg über unscre Feinde! (Beifall rechts. ;

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Abg. Haase (U. Soz): Graf Westarp Hak Heute für vie deutsden Waffen das Verdienst in Anspru genommen, den Zarts- mus gestürzt zu haben. Das is aber allein dem leidenschaftlichen Kampfe der russischen Arbeiterklasse zu verdanken, ten diese seit Jahr: zehnten gegen den Zarismus gefuhrt hat. Interessant war mir, daß Graf Westarp den Zarismus als ein Verdienst betrachtet, da wir doch annahmen, daß seine Partei mit dem Zarismus seelenverwandt ist. Es ift erfreulich, daß der Reichskanzler das Friedengangebot der russishen Megicrung als disklutabel bezeihnet hat. Aber nach den vielen Enttäusbungen müssen wir uns vor weiteren Enttäuschungen büten und den Tatsacben klar ins Auge schen. Bis jeßt hat bei uns die berrs<ende Militärdiktatur geradezu feindselig regiert. Vas zeigen die Verbote und Schikanicrungen aller sozialistisben Friedensbestre- bungen dur< die Militärbehörden. Wenn Arbeiter 1m feindlichen Auslande auf den Straßen demonstrieren, so werden sie 1n der ge- sanmten deutsben Presse als Vorkämpfer des Friedens gefeiert. Die deutsben Arbeiter aber werden bes<impft, Wir verlangen mit allem Nachdruck, daß das Angebot der russischen MNegierung seinem vollen Werte nab gewürdigt wird. Die Erwägungen über den Wasffenstill- stand müssen von dem Bestreben erfüllt sein, zu einem Frieden ohne Unnexionen und Kontributionen zu gelangen. Ebenjo 1st es m1t dem Selbstbestimmungsre<t der Völker, das vollig gewahrt werden muß. Die Rede des Neichskanzlors unterschied sih nicht viel von denen seiner Vorgänger. Das ijt begreifli<, weil die herrschende Militär- partei Forderungen stellte, die mit jedem Fricdensprogramm unver- einbar sind. Jch erinnere an die Plane, Galizien mit Polen zu ver- einigen und beide zu Oesterreih-Ungarn zu s<{lagen, ebenso wie Litauen und Kurland mit Preußen vereinigt werden sollen. Das hat uns ein ungebeuerliches Annertioensprogramm enthüllt, das an dite dunkelste Kabinettspolitif erinnert. Das russisce Proletariat hat mit der Veröffentlichung der Dokumente einen treffenden Schlag gegen die geheime Diplomatie geführt. Dies wurde hier mit großem Jubel. begrüßt, Jch hoffe, daß au unsere Regierung nun thre ge- heimen Verträge veröffentlichen wird. Die Völker Rußlands haben fih selbst befreit und brauchen feinen Dritten. Die baltischen Junker, ehemals die getreuesten Knappen des Zaren, die jeßt fo laut nad Befreiung rufen, stellen nur einen verschwindenden Teil der Bevölkerung dar. Wellte man mit Polen, Kurland und Litauen, wie geplant ist, verfahren, so hieße es nur die Vorbedingungen für etnen neuen Krieg zu s{haffen. Der Arbeiter- und Soldatenrat stellte als erste Forteerung die Räumung der von deutschen Truppen beseßten Gebiete, da Rußland für die Polen, Balten und Litauer volles Selbstbestimmungsrccht zugesagt hat. - Der ungarische Ministerpräsi- dent Wekerle hat vor einigen Tagen sich viel deutlicher dahin er- klärt, daß der endliche Abschluß des Programms erst mit Friedens- luß erfolgen fönne. Der Plan der Angliederung dieser Gebiete besteht also weiter. Die annerionistis<en Tendenzen in Deutschland können nur zur Verlängerung des Krieges dienen. Die Leute um Sc(eidemann dienen dem Frieden ebenscwenig. (Zurufe ber den Soz.) Die proletarishen Massen lassen sih von Ihnen (zu den Soz.) nicht täuschen, sie wissen, was sie davon zu halten haben, daß Sie (zu den Soz.) auch jeßt wieder die Kriegskredite bewilligen. Der Sonderfriede mit Nußland genügt nicht; wir wollen den allgemeinen Frieden dur< einen Verzicht auf Annexionen im ten und im Westen. Der Kanzler soll gesagt haben, daß über die belgische Frage noch keine Zusagen gemacht seien. Hindenburg hat vor kurzem in einem Telegramm an den Alldeutschen Verband zu verstehen gegeben, daß er mit dessen Zielen einverstanden ift, Und wie steht es mit den bulaariscen Kricgszielen? Dieie achen sehr weit. Wir müssen wissen, ob unsere Regierung diese Annexionsziele unterstüßt. Wir können nit verlangen, daß nur Franfreich auf seine Pläne verzichtet. (Zuruf bei den Soz.) Solche Annerxionspläne haben lange genug in den Meihen der Sozialdemokraten Unterstüßung gefunden. Wie reimt si die Resolution vom 19, Juli mit der Annexion der russi- chen Ostseeprovinzen? Die Resolution entsprach tatsacli< nur der damaligen Kriegslaoe. Wir wünschen sehnlih einen sofortigen Frie- den und dazu eine klare Stellungnahme zu den einzelnen Problemen. An die in Aussicht genommene innere Reform hat der „Vorwärts“ lächerliche Erwartungen geknüpft. „A L Hertling heute als Reform angekündigt hat, werden wir prüfen. Das preußische Wahl- recht ist cin Schritt vorwärts und zwei rü>wärts. Die deutsche Frau erbält ibren Dank für ¿bre Kriegsleiftungen durh ihre Rechtlosig- keit, Graf Westarp hat behauptet, day die (Frenennung Payers zum Vizekanzler der Krone abgepreßt worden ist. Graf Hertling hat bis jeßt darauf nicht geantwortet, Die Zensur im Auslande ist keines- weas bärter als bei uns. Meine Partei hat am meisten unter der Zensur zu leiden. (Zustimmung bei den U. Soz.) Wegen Landes- verrats ist wiederholt gegen meine Parteigenossen auf Zuchthaus er- fannt worden, weil das Meichsgeriht im Landesverrat eine chrloje Handlung erbli>kt. (Pfuirufe bei den U. Soz.) Die „Kreuzzeitung* hat vehauptet, daß in dem Gremium zur Feststellung der Antwort auf die Papstnote die Sozialdemokraten gegen die Ankündigung des Kanzlers wegen eines Ausnahmegeseßes gegen die unabhängigen So- zialdemokraten m<t Widerspruch erboben haben. Hoffentlich wird das beute widerlegt werden. Der Burgfriede ist nur die Beibehal- tung der politischen Stickluft, der Polizei- und Militärwillkür. Die Völker müssen sich selbst helfen, wie in Nußland. : ;

Damit {ließt die erste Beratung.

Jn der zweiten Beratung stellt der Abg. S<heidemann fest, daß die Behauptung der „Kreuzzeitung" unrichtig ist. Genau das Gegenteil dessen sei wahr, was Herr Haase über die betreffende Ünterredung beim Kanzler gesagt habe. Seine, des Redners, nh sei nur damit einverstanden gewesen, daß gewisse Flugschriften nicht in der Marine verbreitet werden. Reden, wie die von Haase, so gut fie auch gemeint seien, dienten nur den Alldeutschen in Frankreich als Arsenal. (Stürmische Unterbrechungen b. d. U. S. Lebhafter Beifall bei den übrigen Parteien.) 1

Abg. Haase weist darauf hin, daß die Behauptung in der „Kreuzzeitung“ bis heute unwidersprochen geblieben sei. Nicht seine Partei habe dem Auslande Waffen geliefert, fson- dern diejenigen Parteien, die den Annexionsplänen, wie sie Spahn früher in ihrem Auftrage entwi>elt habe, zugestimmt hätten. Auch die Partei Scheidemanns habe durch ihr Ver- halten nicht zur Verkürzung des Krieges beigetragen.

Die Kreditvorlage wird unverändert angenommen.

Hierauf wird Vertagung beschlossen.

Schluß 7 Uhr. Nächste Sißung Sonnabend 12 Uhr (Dritte Lesung der Kreditvorlage; Jnterpellation Gröber über die wirtschaftlichen Verhältnisse des gewerblichen Miitelstandes).

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 98. Sitzung vom 29. November 1917, vormittags 11 Uhr.

(Bericht von Wolffs Telegraphishem Bureau.)

Ueber den Beginn der Sißung, in der die Beratung der Anträge der verstärkten Staatshaushalts - fommission, betreffend die Sicherstellung der Volksernährung, und der zu ihnen gestellten Abändé- rungsanträge in Verbindung mit der Beratung des Antrags der Abgg. Hammer und Gen., betreffend Wiederher - stellung der Freizügigkeit des Handels, fort- gesezt wird, ift in dex gestrigen Nummer dieses. Blattes be- richtet worden.

Abg. Stull (Zentr.) benrerkt, in seiner Rede fortfahrend: Die Maßregeln des Kricgsministeriuums hinfichtlih der Pferdezucht,