1917 / 289 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Zerstôrer gerammt und festgeklemmt. Wieder auf Tiefe ge- ? ordre'enbavse. Herr Dr. Fri-döera crk!ärte ciuma?, je wehr man Exp'‘ofionen von zah! Teil in nêcvster Nähe d: s Vootes detonierez

1 é enden Wasserbomben, die aber alle feinen Schadea anriteten.

gangen, verspürte das U j ge “eig nat U-DVoot weitere

Der Krieg ‘in den Kolon Der Vertreter des „NReuterschen Vüros“

ohne Datum über die macht:

Zett ift

fih ¿u ibrem Rücfzug dortugit fische Srenze. Da das englische ZüranÒepo: tmt!tel zu eiver \hneüen wurde ein

zur See nach Kilses gebrecht und voa

hatie, zuüdckzuzit ben. ihn oftwärta ber feinen RÑüten und seine vie Flar? in der Nâbe von Newaka vox allen S. it n an Nab ungswitteln, nandte er sid nad Ofien Letton:-Vorbeck zu triffcn; wir jetoch w1ndten peibe Ame: zu baiten. Scba!d Tafel ezann, sdite er ein englisbes Hornissenn:

ra Süûde« bin:in in die S E Havrptquartier forgfällig vorbereiteten FalLe. und qaußerftande, ergab er sid. Untere g2nze

tingelung von Letiow-Vorbeck machen.

e bedrängt sab.

ofen?n Arme E A dem enu!isden miingt, ausgebzuygert Veibinduna mit Lettowr-Vort: F ‘12 bekrnmen, StreiimeŸt kann sih nun an die Um-

ien.

S r l bei den englischen Streitk'äften in Deutsh-Ostafrika meldet aus VNdanda Kämpfe der Tafelschen Streit-

E es wöglid, die Gesch|#te tes großen K sseltreibens zu et¿äblen, we:ch-8 tin der Vebergabe der Tafelshen S:reitmockt gi fette Nachdem wir Mahenge einaeroamen dabe rüstetea Us Dèut

so daß Tatel ß Knapp in der Erwattuna, aße Vorsorge an, E Tundung9vorftöße uf und wandte ch

Parlamentsberiht.*®) Der Schlußbericht über die

Staal8minister Dr.

B Friedberg Dr. Drews und der i

die Wahlen zum Abgeordnetenhause, seßung des Herrenhauses und die Artikel

__ Abg. Dr. Lobwann (a1) fübrurcen des Vertreters der möchte id mich zunädst mit Mi. iste: p äsidenten wendon, dabet aker näher cingeden, innieweit wit feiner s ne W oar eingetreten s: i. ei olchen Giör1eru e e Don ete Le ng feinen polini hen Mtw'st-rpräsider. ten den in den Letbantlungen nab der múüfsen,

einer nit

Su gev.

A Etydr1: ck m en Partet übern RiEturg zu finten war, toß er

de twch cie P-.1fon nit gde dt

în der Verhor dlurgen aeamungin geu esen sei, einen Standpunkt de: bon felr er U be jeugura g! wi. Wir sehen in dem

a M «e Glo Ser und Ministe äsiden'en zuw erften V N-:-ch ur.d in Preußen einen leliei de r parlawentari'der Fübter c iner g'oßen

ol'tisck& es eirir Paotet, mit der meiye bolitiider as

Freu de

Gr hat cu, ric chdew er âuße) [i ! é ch fest auf den Boden e a n Gru tarshcuurg u d Welta: \ckauur g s us A! e1wart!en, auen lar dgetuno femm: n. enn man run cu

säße nit aus dr Wt sck@affen anr, fo A zurüdti: ten Iofsin Ftrter den oren Aufyaten samen Vater]andis (Zustiwmurg). S :

tien Wers: ändigvng g'kou men, mi ß. (E Miniftr2präsidenten g gerüder. daßer in Dorge!üdi m

gest lit,

der ohbcr eln

Alter tie \{chacre Eùte

eirem anrern Swede übernoen men bätte als zu term, tas Vaterlard

aus den Stürmen dig Krieges N i eier Auf, ate aus tiefem O

Bein e f Cerzen vollen Erfo? freundlicher Watjam!eit in aon vn'ere Sielurgrahme abbänatg jcin laßen, s bier im Haute au all tieien Dingen E o do als ein gemeinsames U. tei der vier Dis zu der meinigen fehtfteltcn ¿u Tônnep, C as wenn uns eine wetse Uer gebracht und dur&gesctt bätte. ect. ben sein, N eive solle bef Se M ciner Dorlage bier zur Annabme zu verbeifer. seher, daß die Lcge der / | an Aber tie SGulkd liegt nicht allein

in elnen guten

D'es

ita:ken Megi-rvrg

Giürdea aroße TMúbe und Arbeit d f RaGzuweiser, daß der ? Refor mseinvi S Uunvegtüntit fet, Seire Paitei babe muer eer Vorlage der und babe ein Ergebnis zustar.de geb1adt, daß annehintar gewejen wäre, womit gber dus Herrernb fionden gewesen set, Das ift Eis zu einem kctn riGitges Bild. botte vü:de das Ergebnis fönren, we en staz le numeriihe MWedrb-it ftärde. J cillärte ble Negierurg, daß se ni&t auf von Personen, sondern von Parteien bestehen müsse. erêtart, daß die Vorlage nit arrehtnbar fet, wenn Aenderungen unserer Vorlage in der Frage iräger tcrgerommwin würden. : ur {erer Arbett des Herrn von Heydebrand hahe Acuserupgen PEAE gceformunfreundlicher twwurdea. arte er felbst das preußif%e 1 das aber n|cht durch ein Ei R 0e wablreck{t ers: zt werden dürfe. Wohlccfcrm it aus dem fstazken Reiche zu erklären und aus der Partei, das es dagegen nur eines mattvolien Tonjervativen E ;

t) Dhar Gewthr,

Die Negierung annehmen

Ueberzeugung der deu ein Mititel cebe, Elementes im pr

gefirige Sizung des Hauses der Abgeordneten befindet fih in der Ersten uxd etter Beilage.

In der heuiiaen (102) Situng des Hauses der Ab- geordneten, welcher der Vizepräfident des Staateministeriums, A Sr ea bg des Jnnyern h einanzminisier Her eiwohnten, wurde die allgemeine Besprechung der Gefeteatwüere, ee Zusammen-

nderung 62 und 99 der Verfassungsurkunde, fortgeseßt. evor ich mid utt den Aus- lonferrat'ven Partei beihêtttge, Zegiüßung an den neuen

E nennung eine Etn- Je ve!:spreche mir ‘von

aus den Iu:fübdrurgen des Reize kanziers und

Dingçe habe aufgeben

tale im Deuischen isier, der vorher jabrelanu Me gewe): n war,

2 abrzeEn i in leFbcftem, mar ml ert itteitew roltiten N. mpre Me

tefitmmwten

dcß nir bm iw voraus mit einer Ve1-

So !stff der eis

raeute Z. fiimmung.) Jy t iesem Geifle treten wir dem neuen Bir hoben keinen Kr.

Frieden überz1fübren. Wir wür schen lhm bet ter Lösung

pre. ß scken Mirtt-e: prä ‘deten werden wir seiner Tätigfeit verfolgen vnd werden

Negterung a A Mredtlfvorlage desbalb nicht weil die Regierung früber die Ums U@T.it cini den Poanteien drrchseßen zu elde e gewesen,

lebigen Vediernng ; n Let der Regierung, forde1n au

det den Parteien und Perforcu, tis 6s als bödste Weisheit Cu EIS ene Reform zu verbindera. Herr von Heydebrar.d hat aus nabeliecerden

Geruch der Refo: mieindï {keit t m1 Eifer an der Beratu

egierung com Jahre 1209 und 1910 iitgearbeitet tür die Negieruvg

bier

Die Reglerung bat dábcti das dukt nit a!s akzeptzbe1 erklärt. Aus den Ae ih festgefiellt, Im Jahre 1897

ebenso sGlcchtes wie das Neicht tage» De U: freunbl:Skeit t Anwath!en der Sozia!demokratie itn

betreffend

der

auf die Frage

Icb für m ire

gewo ren, daß keine Bir di ng

iror:n, daß er

ausg: sck!eè en is, politifd n wd er tarf povti &e Gegev- ß man sie doch uniere cemetn- t ter neuen po!î- geginseltiger jetn

loß, onzunt hmen, jen. 8 Amtes zu

und boffer1Uch

a (All emeiner mit

So versebieden steben, so glaube roßen Parteien daß es bifer

Es wie eirer sol!en fann vit e:n- leihter ist.

müsen geglaubt, seiner Pai tet

au3 r iht cinver- geroifsfen Grade erklärt, sie unn fch dafür n errenhause elner Mehrheit Sie bat ferr er nit wesentliche der Kultur

daß setne ein \{chleh1es, gegenvber ter t\ch!onserv2!iven

die E haîtung eußishen Adgre-

i scken 300 cnglisde Veeilen (84 km) weit au? die prag A i der 2E : J Veifclyuug n rreiten, Teil der belg:\en Streitmatt E ur bSieten, er ort auf Liwale vor- geschoben, „fo daß er die Verdbindurgsit: i-n Taf.!s bedrohte. Der dew{he Führer warde \9 grawunger, fid s{ueler, al3 er beabsidhtigt Iniw sen trieb unsere nördli&e St1:eb'macht und sodann bedr-bt n frishe ÆK1èfte von Massa: sie

! ere unaptbelifame Vicierm binauésdicbe, umio radifaler w: rde fie, Ueber die St lur g wetner Fraktion zu der Vo loge farn ich jut noch ridis !agen. (Hört, brt!) Wenn i es kö: nte, würde ih c3 vielleicht rit tun wollen. Wir haben früber die Refcrmbedü! ftigs fet des preußen Wahlrep!8 außerorde; t1ich fta: betont. Von 1904 bis 1913 sind von urs nicht weniger als acht Aaträ.e geflelt worden, die cine scér fta:ke Aenderung anfirehten. Im legten verlangten wir die geheime und direkte Wahl unter der Vorautêset.ung, daß überall dte Dritteluong der Urwahlbeziite aufs» geboben wird. Auch in der Kommission heben wir sehr weitgehende und e:nsigemeinte Ant:äge geftellt, die verlangiev, daß: mindesiens 10 Projent in der ersten, 20 Prozent ta der zweiten und nur 70 Proijent in der dritten Klasse wählen dürsten. Wäre das angr- nowzmen worten, dona bâiten wir jeßi ein ganz anders zusammen» gefeßz'es Haus, vnd die Stimmung wäre anders. Wir {ließen uns

durchaus unvollfi mmencs bezeiSnete (Zuruf: elendes!). Jh weiß nit, wie ters Auedruck hies, ober es war sider ein rea'politiscer Ausdrvck. Biema' ck hat ibn sehr oft auage\p1 ochen, selbsi dann, als eine ab: itofähize Mebrheit ¿ur Verfög: ng tatte. Daß Bismarck nicht destalt den Verfuh ¿ur Aen? erung gemat&t babe, weil er es n'cht habe durcksezen körnen, diese Meinung ist nickt richtig. Nichtizer ist woh! die A fibt, daß, roe es #:iedrich Meiu-cke in den „Annalen für Sozialpyoltti?* ausspriGt, kein deutither und preußi\cker Staatsmann an eire Reform des preußisGen Waklrechts derten fonnte, scsa: ge im RMeich2tace die Def.hr einer Verstümmelung der Heeret- und Floitenvor!agen besiand. Jn dielim Falle konnte das preußifde Wohlrecht als Korreki'v dee Netchstog! wah reckte ersch-tnen. Alle großen Kriege baben den WeVenschlag un})eres politisGer L tcns rc links gelentr, rüber konnte man arnebmen, daß diejer Wellen- sdlaz bie in die Rerb-n der Konservativen hin tureihte. Wenn es tle:mal nit der Fall ift, fo wud er sicher bei der Freikonservativen seine Wi1kung aucüben. F über batie- wir tn den Reiben unse:er Parteten

ihm ein Teil fceundlih gegenüber. (Zurufe und Hört, hört!) Aber avch dieser Te!l meiner F:eunde wü,iht nit, daß die gebild-te und b:figende Bürgers f!, die T äger unierer Kultu: übe! le'erung, von den Massen et; fa% uat-rdräckr werden. (Hört, bört !) Wo:in- diese Sickerung zu bestehen hat, das werden die Kommi fioneberat: naen jeicens Die g1oße Mehrzahl metner Frakticn bat jer große Be-

derken. (Schluß des Llattes.)

Parlamentarische Nachrichten.

Der sozialdemokratishe Reichstag8abgeor dnete Stadt- hagen, der den Wahlkreis Niederbarnim vertrat, ist, wie

„Wolffs Telegraphenbüro“/ meldet, im 61. Lebensjahre ge- storben. :

A

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus.

Das Königlide Opernbaus bot am Mittwo@ eine Nevein- fludizrurg der „Entfübrung aus dim Serail“, as leben- iprübente Jugendwerk Mo.ar1s nhkt eiwat wie Karwerkunst im Vergl ib mt seinen späterer, aßen VBübnensck dptungen. De beiden Liebeopaare, die im Mitteipunkt der Qantlvng fieber, müßen gefangiih wie for,sam abz: stimm'e Inftiumren:e auf einander etre stellt seix, wenn tem an furter Chauakiecisik überreid;en Werk setne bole Wüirkurg cisickert sein toP). Lei dèr gi strigen Auffübrurg stenden tie Vertreternno-m ter beiten rau nrolen nit auf tx Swufe r ter Kunstlers@uft, die thre Autgaken verlangen. Dee sckwie:fge Partie ter Konsianzxe war

durchaus tem Wort? Biéwmarcks an, der das Fiafserwablrecht als cin

wohl nl:marden, der sh zu dew ateider Wablreckcht b-?anrie. Jet! steht

; b-gfnnt an demselben Taze um 12 Uhr. Die Bortraasfo

4 Evuvbonte u TG-Dur von Beetbopen; „Don Juan rent Stiauz; „Symphorie Fan!ast que* v-n. Berlicz Et:laßkorten iu tem P ttagótonzert find bet Bote u, Bod, Leipziger St:aße 37 und Tauenßzie: sti aße 7, erhâiilick.

Im Köntgliden Schauspielhause wird morgew „N bay der Weise“ in der gewohnten Bef-pung wiederholt. Anfarg 7 Uhr, m Neven Overetteubaus findet worgen, Freita 450. Mofübeung der Opereite „Der Soidat der Marie Fail. x „Der Lü, er pete!* heiZt ein neues Weihnate«märchen ven Franziéka

Becker, zu dem Walter von-Stæ7on die Musik geschrieben bat. Erstauftübrung findet am Sonrabend: ahmtitag im Neuen Ope-cttey, hause statt. Betty Feiner wird den Lügenpeter jpielen.

Manuigfaltiges.

Die „Zentrale der deuts{chen Landfrauen" beabsibtigt, im Jas nuar k J. tin Berlin einen vierten Kriegslebr gang für Frauen und Töter vom Lande, landwirtschaftliche Haushaltunas- und Wander, rebrertunen und Lntpfleg-rinnen zu veranstalten. Der Lehrgang so] 4 Toge dauern. -Jn den Vor'?ägen werden Fragen der Heburg und Ve:we1!tung der !andwtrts#baf:l hen Er:eugurg im NRabmen der Kriegs, wi'tshaft, der ländlihen Woblfahrtepfl-ae und der Erhaltung und Me hrunug der BVolkt?rait bebantelt werden. Die D.r#fübrung deg L hrgar gs wird von der Teilnahme und Unterftüßung abbänzen, die er ta den tintereisierten Kreisen fiadet. Melouygen zur Teil, nabme find b 8 zum 10. d. M an di- Geschäftestelle der . Zentrale der : Le Frauen* in Berlin W. 9, Köaiugräper Straße 19 11, zu richter.

Au? dem R-glerunasbezirk Trier wird berichtet, daß die segen rei@e Tôtigfeit des Woblsabrtsamts bei der Königlighen Regierung, tz. 8besond:re fett der Anstellung von Kreis)ürsorge- rinnen vsw, einen er‘reuliden Au!shwung genommen hat. Seiner reaen Betätigung ist zum Teil die v 1mehrt- soziale Für, sorge auf allen Gebiet-n zu verdanker. Wesentl-che Fort: f@iiite hat im Beztik aub die zweckwäßiye Avudorugung des Fleisbes für die wen'@l!che Ernäh:ung aer act, Alle Kowmuaralverbävde mit städuischr und Indvstrieberö!kerung haben kie Wuistherstellung bvelländig, die Fle {ver sorgurg zum größe'en Teile in kommunale Bewütschaftuvyg genommen, Die M- gger dienen überwiegend ledigli als )achver ständige Verkäufer. Die vielen K‘agen über {l chte Beschaffenbeit und un- cTelhmäßige Beliefe'ung sind damit verj1ummt. Bet kaum ciaem e hat die Kommunalifierung fo resilos günstige Er- oige gezeigt.

Münden, 5. De:ewber. (W. T. B.) Seine Majestät der Kövig hat dem Deutshen Museum einen Betrag von 30 000 6 aus Stijtungsmitteln überwiesen.

Paris, 6, Dezember. (W. T. B.) „Petit Parisien® ae E 48 Dampfer „Jeanne, Conseil” glet n, wode ersonen ertrurTen d. er Dame de Rostrenen® ift zersellt. a A

Bukaref, 4. Dezember. (W. T. B.) Am 3. Dezember wur

die medizinsche Fakultät der Bukarester Universität R Ar wesenbeit des @eneralfeldwarshalls vcn Mackensen wit einer Yn- fprahe des M litärgouverneuns Generals der Infart»1te Tuelff von Ticheve -und Weidendbah eröffnet. Dr Miiltiär- gouverneur h b hervor, daß die rumän!\{e Nation’ in dieser Tat der Mi itärverwaitung einen Beweis des zuve: Kcktlichen Vertrauers erb iden möge, das sie auf die eb: [ide Gesinrung nicht nur des L: hr» k3 pers, sondern noch meb? auf die d-r ckadem!\hen Jugend cte. Gs frrackden ferner ter Prorektor, Prof sor Bogden, Peofefso Petrint-G.loy urd der Virwe'er deo run äni\chen Unte ribts-| m'yistertums Vtrail A rior. Der Eré ffnungsakt, bet dem v'ele Offizlere der verbündeten Heere und zablce1ch- anae ehene rumäniiche

Vrdulein Kcch anvertravi. Nc h dem erolgzeiFen G siauftreten der

Persönlichkeiten zuge,en waren, nahm einen teteilihen Verlauf.

juraen Särgirin ais Rcsine in MNolsi is .Burbtier von Sevi0a“ en!tävsc!e dieser zneite Ver'ud. Die Ben älttgura der aniyrude- bollen Rolle ging i: woll fimmlch wie darf’ [leiisch— weit über das Können dec talen1vollen Arfängerin Es wäre hade, wenn sie jhre S'immittel in Aufgaben, die thre Kräfte über)tcizen, weiter gefährden müßte. An Stelle von Frau Engell scvg Frau Jül:ch - deVoyt tas B-:ondher. Miusikalish \icherer und schau \pielerisch gewandter als 1 âulety Ke, wi kte se je och alz! n terr vnd anmuislos für den temperamer.tvollen Geist der Rolle. Herr Jadlowker verirat den Belmonte init Gesckmack und Stilgefühl, obne stimmlich gerade tein Bestes zu eten. Einen gui!laurtgen, gewandten Pedrillo bot Herr Henke. E t o1ößter Auszeihnung verdient Herr Knüpfer genannt zu werder. Ei felte den Dsmin dar, t-ne erste bedeutende, humorisiishe Gestalt, g ber Vèozart das Foch ter BufforoDen, wie sie die altitaiteni1che

per annte, in L ben8voller Weise verfetnerte und verticfte. Richard St'auß #and an der Spiye des O: h: sters, tas unter seivem leit-nden Stade alle Reize der melodienzeihen Partitur zur Geltung brachte.

Deuts es Opernhaus,

Der Versvd, Webers Preciosa* für die Bübne , v B u retten, der gesteuxn noGmittag in etner zugunsten der Woblfahr tskafen des Deuisch-n Opernhauses veranstalteten Ausführung unternommen wurde, mes a!s nidt neïlunaen bezridr ct weden. Das oie Schau!ptel ven Pius Al’ rander Wolf, das W:ber mit berrlider Musik veriah 1 mit setne: Z'geunerromantik ur.d setnen Empfindiau keiten \o blu1l-er L daß es nit mehr wiederzubele ben ist. Aud t ie Bearbiitung E i:eêtors Georg Da'tmann, die dur szarke Kürzurgen und Zusammenzieh: ngen tas Zirl zu erreichen \ucht und zu dem Not- y belf greift, den Baden der Handlung s llinweise du ch , Frau Sage“ e MecioN weiteuipinnen ¡u laser, kann an deeser Ta1îsoche n §18 f n Wo Weber" \chwit.t Und die unde holfenen Ve:se Wolffs Gl cin das Feld beha: pn, veifliegat aDe Stin munso, zumal da fe bet d ties knappen Fom rh! viel mebr als den berdtndende n T xt zur Musik darf ‘llen, Dieje Musik freivch leuchiet noch in alter Sh“ne somnok! ir en O A im Liede, wie an den m-!od'amat!s{en Stellen nd w! Q, 40Tgeldit Ton der veralteten Bübnenbar Be Wtikung tun. Die tatslellenden Sänger hatten A ne N e lclchten Aufgaden, aber sie iôsten fie zumeist mit G.chtck m ch esckmad. Die einst von Z'geun:rn entiüûtrte Precioia gab E, N ne / ent Schlitbeit und targ C erüb ed: „Einfam n 1ch, nidt 5 t ONIGEE Entfinturg, Die un Brinbeid Ba lgen o), Karl Gentner (Alonzc) und Älots Kand], Le tterer in der s N Invaliden Pebro mit seiner caraktertinisGen N-dendart : pi et der großen Metirade*, Frau Scebo d ass alte Z'geunezin fowie e Bere -hmann und Hever untersten fi- aufs beste. Um die musikalische Ginstudierung batte ch der Kapellmeister Kraffelt vadient gemacht, um die szeuis@e der Spielletiter Lagenpuse.

Ae

Opernhause wird ? ena ¿n nal At nr erstag, ine C Moppeikere ú amen Vurx und Leioner sowie

E a gden „Hauptrollen aufgeführt. D Mel Ie t t or

Korngoldihen Ope1n ,Violkantga* und De Ee ia0e Dosvcte

wit den D men Haîfçrei-Wa0g Goetze, D: x, Gngell

209, G , D. x, und d / Pull, Armwster, Berraman, Pente und Stock is dd Daüvitoler abb Vos I1V. Gymphonietonuzert der Köntglichen Kapelle

unter ber Leitung des Generalmußifdiiektors Dr. Rihard Strauß

Im Königliden

(Fortsegung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Theater,

; Loiia lie Schauspiele. As: Opernhaus. 269. Dauer ejugövoritelung. Violauta. per in einem Akt vo s PVüllir, Muff von Er'ch Wolfgang Ko:ngold. Mufikalise Leitung: Herr Karellweister Dr. Kesl. Spb-[lleiturg Herx Dr. Bruck. Hierauf: Der Ning des Polykrates, Die Dper in einem Akt frei nach ost'piel des H. Teweles. Musik von Etch Musifkalishe Leitang: Herr Ki pellmeister leiturg: Herr Dr. Bruck. Anfang 74 Uhr. Schauspielhaus. 273. Daverb zugsvorst-eVung, Diens?- | Freipläpe {find aufgehoben. Nathan der Weise, Dremati es Ged'cht in fünf Aufzügen von Lessing. Spielleiiun,: Herr Dr. Bru. Anfang 7 Uhr. ; Sonnabend: Opernhaus. 270. Dauerbezvgsvorst ; Jüdin. Groke Oper in fünf Akt:n von SUCeO n T Lilhtenslein.

x anósiiden von Scribe, vo Ana eL Ubr. n Freiderr von : 274. DauerbezucsvorsteDung. Diensi- |

nd aufgehcben. Heimat. Schau'p Ú in u Ati

Sgauspi: lhaus. Freipläße E

t : , Ande i ermann. Splellctiung: Herr Oberspielleiter Patry:

und Zweiten

Wolfg2* a Kor" aold, Tr. Besl. Sprel-

pon Hermann

Familiennachrichten,

Verlodt: Frl. Ilse von der Osten mit Hrn. Reat : Lars-Ioachim don Loeb: [l (Stef Penfe Ge erun gtefessor Me Hr. Ob-rleutyant Cu:t-vildebrandt G af von Ein- fldil wit 7l. Eh Schio'ter (Berlin). Hr, Enaid Graf bon Kleist-Zügen mit Fr!. Adelheid von der Décken (Be: lin). Ge 18 rb en: Hr. Dereralmajor z. D. Gustav von Neumanr-Cosel Ren! y Hr. Oberstleutn nt i: D. Paul von Ekensteen ( erlin). Fr. Helene von Risselmann, aeb. von Zychlineka

U bei Angermünde). Stuifisdame Magdalena bon Busse

e btad

Verantwortlicher Strifileiter: Direktor Dr. Tyr k, Charlottenburg,

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstello,

ehnungéra engering in Be Veriag der Geschäftsstelle (M e ngering) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdrucke | Sexlin, Wilhelmstraße 1 O gtanstal a

E aas

findet am 12, d, M, ftatt, Das hierzu üblihe Mittagskonzert |

l / j

öitnf Veilagen | L

dem guiiy amiyen

“zum Deutschen Reihsanz

Varlamenutsbericht.*) g Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

. Verren, wie gesagt, i ade die entgegenstehenden Bedenken, id achte die Gefühle. Troßdem halte ih dafür, daß Sie, meine Herren, dem Vaterlande den größten Dienst ermeisen, wenn Sie, selbstver-

Ît

v (Bertcht von Wolffs Telegraphenbüro.) Ucber- den Beginn der Sizung, inder die Geseß-

betrifft, so zielt dieselbe nit etwa dabin, die Stellung und Bedeu-

Erste Beilage? Berlin, Donnerstag, den 6. Dezember

wammenseßung des Volksktpers seitdem eingetreten sind. Meine

andlich naci eingehender Prüfung, der Vorlage Ihre verfassunas-

Was die in Aussidt genommene Veränderung des Herrenhauscs

1 verringern, sondern im Gegenteil, das Herrenhaus fester noch im

findung lberrit, d

sind.

einzelnen Prcufen für ten Staat soll das gleiche Recht jedes Preußen

20 am Staat entsprecken. {e: rit ; A i , verausgeboren st aus unseres Vaterlands gewaltigem Scbicksal, und

- 101. Sibung:vom- 5. Dezember 1917, vormittags 11 Uhr. mäßige Zustimmung erteilen, (Bravo! im Zentrum und links.) s

Allerh2cksten Boiskaft vom 11. Juli 1917.

eiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

1917.

1B in tem Staatévau ethisde Gedanken verwirflichf fe.) Der riefigen, ungobeuren Pflichterfüllung jede3

(Bravo! fin Das ist die große ethishe Forderung, die die Erfüllung diefer Forderung unserer Zeit ift angekündigt in der

Diese Botschaft gebt

hinaus über die Osterbotscbaft, welche ledigli besagte, daß für ein

entfällt für die Staatsregierung cine Wsung der Wahlrechtsfrage auf

entwür F ete Nfend die Wahlen zum Hause der | tung, tie bas Herrenhaus historisd in Preußen eingenommen hat, | Klassenwablret kein Plaß mebr fi. (Sehr rictig! links) Damit

Abgeordneten, die Zusammenseßung des | z Herrenhauses und die Abänderung der Ar- tikel 629 und 99 ver Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850, zur ersten Beratung gelangen, ist in der gestrigen Nummer. d. Bl. berichte: worden. f

Auf Vorschlag des Präsidenien verden alle drei Vorlagen | N cemeinsam deraten, E j N ___ Präfideut des Staaisministeriums, Reichskanzler | Dr. Graf von Hertling: S b

Meine Herren! Am 1. November d. J. hab Seine Majestät der

Teutshen Reihéfanzlers berufen. Als si herausgestellt ‘hatke, daß ie cirfangs beabsichtigle Trenmung der bsiden Aemter nicht angängig foi, bat Seine Majéstät mich im Anschluß an ‘die erste Ernennung anb. zum Prâsidenien des preußischen Staatêministeriums ernannt. Tie Sdwierigkeiten, die sich für mich aus meiner Vorge\chihhte, wean ¡ch fo Tagen, darf, ergaben, babe id vom ersten Tage an fehr hob ein- geschäpt. Jn Reichstage, wo ih mich vor einigen Tagen als Neichs- | !

d

kuinzler einzuführen" batte, Tonnie 1h als ‘eine dort: bekannte Persön- | \hwerer (Frschütterungen. (Lebhafter Beifall links und im Zentrum.)

!\ko:t aufüreten, ‘da ich viele Jahro dem Reichstag als Mitglied an- hort bats. Vor Sie, meine Herren, aber trete ichals ein vóllig Frecrzor, Nicht vaß ich, obwohl ih nicht in-Preußen geborer bin, t dèen-preußisden Verbältnissen mdt. einigermasen auch vertraut cerresen wäre, - ten ih babe 15 Jahre in Bonn am Nhein (ebt, habe aud im Jahae 1880 - den preuffisduen' ‘Sitaatóboanrieneid

cereistet, Nochher- aber bin ih nach Bayern übergesiedelt, habe drt seit lmgenw Jahren die. öffentliche Meinung in Preußen beschäftigt. Die. Abânderungébedürftgkeit des beskehenden Zustandes ist von der überwiegenden Mehrbeit der Parteien, wie von der Regierung seit langem anortannt.- Was vor bald 70 Jabrenw ein geeigneter Weg tvar, eine den Willen des Landes gun Avsdruck bringendo Volksvertretung zu schaffen, das: 1st es heute unter den vollig veränderten Verhältnissen nicht mebr. Die gesamte politische, soziale und wirtschaftliche Lage, insbesondere au unsere Stcuerverhkältnifse, auf denen das béstehente Wahsllreht da aufgebaut ist, haben si derartig. verschoben, daß ein zur Zeit dev Emanaiion des geltenden Wahlrebtis nicht gewolltes,

iabézu 30 Jahré- an ‘der Universität als Professor gewirkt und sèit tèm Febtuar 1912 vort an‘ dèr Spiße des bayerischen: Ministeriums-ge- ¡itanden. Wis gesagt? die Schwierigkeiten, bie: sih baraus ergeben, ‘habe id vom ersten ‘Tage an voll eingeschäht. - Jch habe sofort an Seine Majestät den ‘König, nachdem bereits der hoverdiente - Herr Vize- prásidéat des Staatäministeriums, der Minister der öffentlichen Ar- beiten Herz“ voti! Breitenbach gebetèn hatte, ‘ihn von. dieser seiner Stellung. als. Vizepräsident zu entheben, die: Bitte gestellt, einen neuen Vizepräsidenten: des Staatsministeriums - zu. ertiennen, der mehr, als ties biohet bér: Fall war, ‘den Präsidenten - zu verttéten haben würde. Wie béfannt, hat: Seine Majestät: dieser Bitte entsprohen durch die E:nennung :deé Herrn Gebeinén Rats Friebdbergzum Vizepräsidentew tes preußischen: -Stdatsminiftétums. Jch Tann :riur das noh hinzu- ton, Laß ich. die feste Absicht ‘Habe, mit allen meinen Kräften bestrebt zu. fein, miu ‘tas Vertrauen zu: verdienen, aufdas ib bisher einen Anspruch bei Ihnen - nicht ‘habe, (Bravo!) - / _ Wie Sie wissen, bin ich -vom.ersten Tage meiner Berufung an | vor cine der schivierigsten Aufgaben? gestellt: worden. Jch sah mi vor die: Verpflichtung. gestellt, ein wiederholt und feierli gegebenes Königowoct, einzulösen. --JIch- werde! alle meine Kräfte daran seßen, ieser CGhrenpflicht zu - genügen, (Bravo! im ? Zentrum und links;) Ic. tue tas: qus voller Ueberzeugung. - (Wiederholtes Bravo im Zentrum imd: links.) Wie ich vor einigen Tagen an anderer Stelle cndeutete; pflegt: der Krieg! nicht nur im Volksleben - tiefe Spuren j ¿u: binterlassen, sondern er’ pflegt au zu neuen Aufgaben hinzuführen nud’ zu’ neuen -Gestaltungen zu- drängen. E Inden -ich ‘diese Worte aussprach, befand ih mich, ohne es damals zu twiîssén, in’ voller Uebereinstummung “mit der Thronrcde, durch elbe ‘am 13. Januar 1916 der: Landtag der Monarchie er- i ¿fet worden R, R Der Geist ‘gégenseitigen Verstebens , und Vertrauens beißt es bort’ : n wird“ auch“ iin ‘Frieden fortwirken in dev gemeinsamew Arbeit des anzen ‘Volkes ‘am Staate, Er wird unsere öffentlichen Ginrichs - ‘* tungen durdringen und lebendigen Ausdru finden in unserer. Ver- walhung, unserer Geseßgebüng und in der. Gestaltung der Grund- lagen für’ die Vertrétung des Volkes ‘in den gefebgebenden Körper- “Cbkf E E e L A A A j ) ‘Peine Herren, die Vorlagen, die wir Ihnen ‘heute. zur Beschluß- * fassung: unterbréiten,. Sezeichneir den Weg, - auf dem diese Worte zur Tat gemadit * werdën sollen. Däß ‘damit für die innere Geschichte Preußens: ‘éin entschetdenter - Wendepunkt bezeidnet wird, meine . Herren, darüber: bi ih mit vollkommen klar, und ih bin mir au vollkommen“ Flar.-darüber, daß dieser bevorstehende Wendepunkt - in vielen Kreifen:scmerzlihe Gefühle und shwere: Bedenkon hervorrufen wird. Aber, ‘mieine Herren; die Sache einer: wahrhaft \taatserhalten- den Politik, zu:der ih mi durchaus. bekenne, -ist es: nicht, sih zu be- schränken; aufdie Erhaltung: des. Bestehenden [unter allen Umständen, sondern -au- im. gegebenen Falle -mutig: und. entschlossen die Haud..an Neuerungen zu legen, wenn das Bedürfnis des: Volkes, wenn die Ent- wicklung des. Volkes, wenn die politische Lage. das fordert. (Bravo! im“ Zentrum und links.) Das" ist meiner festen Ueberzeugung na R E S Méêine. “Herren, wie gesagt, ¿ch begreife: tie. schmerzlichen Emp- findungen, - die. bei : den - Anhängern des. Bestehenden. dadurh aus- gelöst werden. Ja, no& mehr! Ih würdige es vollkommen, wenn das Festhalten an dém von den Vätern. Ueberkommenen für diese: Kreise nicht bloß Gefüßlssache ist, sondern wenn /es sich für diese Kreise so- gar als. einê ‘Gewifsensfrage- darstellt, Aber, meine Herren, der Ge- issenskampf nuß “ehrlich dur&gebanipft (werden. Es läßt, sich ein Wakhlsrstem ‘nit mehr halten, über welches kein. Geringerer als Fürst Bismarck \chon vor 50 Jahren. sein befkanmtes, Verdikt auógesprochen bat, (Sehr rihtig! im Zentrum und linkb.) Es läßt sich nit mehr balten angésité! der ‘durdgreifenden Veränderungen, welche in der

Volksleben zu verankern. Preußen ist ja längst nit mebr der alte | Agrarstaat der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Neben dem " Grundbesiß sind in steigendem:- Maße Industrie und Handel als be-

\heint als notmendvig, inder Zusammenseßung des Herrenhauses den zeitiger Heranziebung der Vertretungen der Selbstverwaltungen, TDecutsche, Kaiser und König von Preußen mich auf die Stelle des | unter tuilid\ster Sckbonung des Bestebenden.

Kollegen im preußiscken Staatsministerium überlassen.

Sie dem Vaterlande das Opfer'— wenn es ein Opfer für Sie ist —, stimmen Sie diefen Vorlagen zu im Jüteresse der gedeihlichen, fried-

möchte ih mir. gestatten, zu.-den beiden Vorlagen - über die Reform des Hauses: der Abgeordneten und üvev.diè Neugestaltung des Herren- hauses einige Ausfübrungen zu machen.

immende Faktoren it wiris{aftliden und damit im öffentlidhen eben überhaupt ‘binzugetreten. Es empfiehlt sid daber, ja, es er-

eruféständisben Gesichtspunkt zur Geltung zu bringen, unter gletch»

Id will bier niÞbt weiter auf Einzelheiten eingeben. Jh möchte je weitere Begründung der Vorlage meinen verehrten Herren

Ich schließe, meine Herren, mit dem nochmaligen Appell: bringen

iden Eniwidcklung des Staates, möglicherweise sogar der Verbütung

Minister des Jnunern Drews: Nach den einlettendern Werten. des Herrn Mknisterpräsidenten

Die Frage des Wahblrechts zum Abgeordnetenhause hat ja son

überstarkès und! allgemein “ats Ungeredwitigkeit cipfundenes Mehr- stimmenæcht. der beiden ersten Klassen eingetreten ist. Der im Jahre 1999 unternommene. . Versüc eines Aenderung des Wablreckts ist seinerzait- gesŒÆceitert. Ucber- dio Unistände und Gründe, aus denen dieser Versuch scheiterte, roll ich bier nicht ipreden, Jmmerhin ist es betauerlids, ta tamals ‘eine Einigung nidt zustande gékoinmen ist; denn es würden dann in ter Zwischenzeit mamde Schärfen und Reibungen vermieden oder dock erheblich gemildert worden sein. (Schr ribtig! links.) Aber cuck wenn damals eine Einigung g ustande ge- kommen wäre, so würden wir heute dod, vor der Noiwendigkeit einer weitoren- Aenderung unseres Wahlrechts stehen, (Sehr richtig! links.) Wen - die Sttaatêregierung in den zwischenliegerden Jahrem. keinen Versuch ciner nouen: Regelung dieser geseßlichen Materie gemacht (hat, so lag das daran, daß bei ten weit auscinandergehenden Meinungen ter Paricien- keinerlei Aussicht auf: ein positives Ergebnis. vorhanden war. Die Regierung hat indessen stets betont, daß, sobald der Zeit- punkt für die Durchführung ciner Reform des Wablred1s getenmen sein weite, fie dazu die Jnitiative ergreifen würde. “Dieser Zeitpunkt: ist nunniehr gekommen. Das gewallieste Er- cignis, ‘das riesenhafdeste Erlebnis, des unjerem Volke besct:ioden sein konnte, ist über uns hereingebroden. Das große, blutige Weltringen, das ein Ende noch nicht gefunden hat, bat unser Volk in' allen seinen Schichten, in allen cinen Höhen und Tiefen ergriffen, ‘hat auch die Wahlrechtsfvage wieder in Fluß gebvachi und teriangt gobietorisch hre Vósung- (Sehr ridhtig! linfs.) Dex Inbhakt - diefer Wsung ist vorgezeichnat durch die Tatsache, daß draußen auf der Walstatt alle Männer unseres preußischen Volkes deu gteicen Kampf kämpfen (Bravo! links,), in gleid.er- Gefahr ihr Weben in die Schanze schbagen, mit glaichem Heldenanut in iden Tod. gehen. (Lebhaftcs Brayo links.) Wie draußen im Felde, so helfen bier in der Hzimat Preußens Söhne unter (Ein- schränkungen und Entbehrungen für sich und ihre Familien, joder an scinem Plate, alle gleid;mäßig dazu, d&ß unfer Volk den Kampf um Leben und Existenz siegreich besteben möge. Dic gleiche Pflichterfüllung aller preußishen Männer ihrem Vaterlande gegenüber, die Mükben und Entbehrungen in Kampf und in Arbeit, in Not uid in Tod, dic sich so : herrlich in diesen Tagen bewährt hat, führen dazu, daß die Lösung der Wahlrechtéfrage nur darin gefunden werden kann, daß jedem Preußen bei der ihm: eingeräumten Mitwirkung der Gestaltung der Geschické unseres Staates, bei der Wahl zum Abgeordnetenhause, grundsäßlidy - auch das gleiche Recht“ einzuräumen ist, (Lebhaftes Bravo links.) i ; : 5 Ou l ift weniger eins logiscke. Rein logif be- gründen läßt sich ein Wahlrecht überhaupt nicht. (Heiterkait rechts.) Das: Wahlrecht steht immer: mit der Idee der Gerehtigfoit in Ver- bindung: und, muß darauf, im leßten Grunde ußen (Sehr richtig! links), und deshalb ist die leßte und: endgültige Begründung cines Wahlreckchts immev eine ethisde. Wenn es aud im allgemeinen ritig ift, daß man Politik weniger mit dem Herzew als mit dem: K opfe machen soll, so müssen-doch die großen und leßten Zielo gerade der inneren Politik, bei denen es sich um die Regelung des Verhältnisses des Stagäsganzen zu: seinen. einzelnen Gliedern handelt, auf ethischem Boden wutzeln. (Sehr rihtig! links.) Ein rein logifch konstruiertes Staatögebäude entbehrt: des - festeston Grundes, ‘des notwendigsten Edpscilers, der Liebe, der: Freude und-der Begeisterung zum Staat (Lebhaftes Sehr ‘riditig! Jinks),- die in den Herzen der Bevölkerung nuv dann erstehen

der Grundlage eines Pluralwablrechts, wie sie in früheren Zeitpunkten vielfach erörtert und durbgecprüft ift.

Das Piuralwahlrecht würd? an sib vielleiht vom rein logiscken Standpunkte aus das folgeribtigste Wablrecht cin, wenn es einen aintrüglicden Schlüssel gäbe, den Wert und die Bedeutung jedes ein- zelnen Staatsbürgers für das |Staatsganze in einer Anzahl von Stimmen zutreffend zusammenzufassen. Gerade diese Vorausseßung, ein folckcr Schlüssel, der au nur eimgermaßen befriedigende Annähes« tungêéwetie liefert, febbb aber. (Sebr richtig! links.) Wenn man insbesondere bei einem Pluralwahlrecht ein weniger demokratisdes Ergebnis als beim gleidenw Wahlreckt orztelen will, so muß man sich klar darüber sein, daß cin soldes Gracknis nur erzielt werden kann, wenn man eine grof;e Anzabl offener oder versteckter Mehrstimmen für Einkommen oder Besiß gt. Mebrstimmen für Alter, Familienstand und sbnlicke pekumiäre neutrale Momente haben eine antidemokratise Wirkung nicht; ledigli die nab pckuniären Momenten abgestuften Sümmen üben eine folde Wirkung aus. Ein nach pekuniären Ge- sichtépunkten abgestimmntes Net würds aber feinem Wesen nah wiederum ein nab Sieuerklassen abgestuïtes Wahlrecht darstellén (Sebr ricbtig! links), das pemnissermaßen einen verdünnten Äufguß unseres bestebenden Dreiklassenwählrehts darstellen würde. (Sehr

ribtig! Tinks.) Eim Pluralwahlrecht ist darum für die Staats-.

regierung. nicht annehmbar. (Bravo! links.) Insbesondere würde eine

offene oder versteckte Aktftufung des Wahlrechts nach pekuniären Mo-

menten unvereinbar \cin mit den Forderungen der neuen Zeit, vor die

der Weltkrieg uns gevieteisb gestellt hat. (Bravo! links.) Diese

Forderung gleider Pflichten und aleiten Rechts kann nur befriedigt

werdem durch die (Finführung des gleichen Wahlrechts. (Bravo! links.)

Dieses gleibe Wablrecbts kann nab Auffassung ‘der Staatsregierung nur ein gleihes Wahlreht im Sänne unseres NReichstagöwahlrechts sein (Sebr rictig! und Bravo! links), das heißt in dem Sinne, daß in ôrtlid abgegrenztenw Wahibezirken die Siimme jedes Wählers das elbe Gewicht hai mie die Stimme jedes andern Wäblers. Eüùr Vorsuck, das gkeit Wahlrecbt auf anderer Basis zu konstruieren als der des Meichstagswahlæechts, erscheint für. die Staatsregierung. gleic- falls nit annehmbar. (Bravo! links.) j So ist ‘in leßter Zeit von verschiedenen Seiten ein Plan erörtork worden, die Wahlkreise nicht rein örtlid, sondern nad Berufsständen einzuiéilen und die Abgeordneten aus[ck{ließlids innerhalb der ein= ¿elnen Berufsstände wählen zu lassen. Abgesehen von der äußerst sckwierigen Frage der richtigen Verteilung der Abgeordnetenmandate auf die ‘einzelnen Vetrufsständz, würde cin \o gestaltetes Wahlrecbt den wirisck{aftliden Jnteressengegensak ter einzelnen Berufe, der si leider schon jeßi in unserem öffenilichen Leben nur allzu stark geltend macht (Sehr ridtig! links), m vorhängnisvoller Weise zur Grundlage der Orientierung des politischen Lebens überbaupt machen. (Sehr richtig! links.) Die Abgeordneten müssen Vertreter des ganzen Volkes (Sekr richtig! links), nicht einzelner Berufe sein. (Wiederbolte Zustimmung links.) Nack der ganzen Konstruktion unseres preußischen Staatölebens ift der cinzige Plaß für die Vertretung der Berufsstände als felder nidi das Abgeordnetenhaus, fondern das Herrenhaus. Die Botschaft vom - 11: Juli hat dementsprec-end auc, wie ich ausdrück- lich feststellen müde, das gleiche Wablreck{t im Sinne des Reichs- tagswahlrechts gemeint, und das 1 in der Bevelkerung ja auc fo verstanden worden.

Bevor ih auf die Vorlage. selbs eingche, mödte ich zunätst noch einmal mit’allen Nachdruck der von manchen Stellen geäußerten Auffassung entgegentreten, daß es si bei der Vorlage um eine Be= lohnung an die breiten Massen des Volkes für während des Krieges geleistete Dienste handelt. Eine solbe Auffassung verkennt den inneren Wert und die innere Bedeutung dessen, was in der Botschaft vom 11. Juli zum Ausdruck gckommen. ift. Die Betätigung und Verwirk- lichung des in Kampf und Not bewährten Vertrauens zu: einem helden- bafien Volke stcht boch über dem Begriff der Belobnung (Sehr richtig! links), ‘ebenso wie die opferwillige Betätigung aus freiem, moralischbem Antrich "hoh üker einer Handlung steht, ‘die ‘um des Lohnes willen getätigt worden ist. (Sebr richtig! und Bravo! links)

Adweisen möcht2 ic forner noch cin anderes Motiv, das der Vor- lage untergeschoben werden tönnte, nämlih daß wir -mit. ihv- dié Absicht verfolgten, durch cine Demokratisierung unseres Staates im Auslande, inóbesondere gar bei unseren Feinden, eine günstigere Stimmung uns gegenüber hervorzurufen, den Haß und. die Feint- haft, mit der sie uns gegenübertreten, herabzumindern. Ob wir in Deutschland und Preußen mehr oder weniger demokrati\ck, koristitu- tionell oder absolut sind,’ das gibt für die Stellungnahme des Aus- landes, inbesondere unsérer Feinde uns gegenüber, nicht den Ausschlag. Frankreich und England sind die begeisterten Verbündeten des absoluz tistishen Rußlands von früber gewesen und baben \ich in ihrem Guathusiasmus keinen Augenbli. durh den völligen Mangel jedes demokratischen Zuges in diesem früheren Stkaatswesen stören lassen (Sehr ridtig! links), und wann sie heuie anstelle des demokratischen, von inneren Kämpfen zerscßten, aus {weren Wunden blutenden und

ihren Weltunterjohunosplänen abgenecigten Rußland ein früheres, absolutistisckes, aber lampfkräftiges und kanpfwilliges/ Rußland haben Fönnten, ja da zweifelt wohl Veiner daran, daß sie einem \solden NRuß- land ihre begeisterte Freundschaft beute noch in verstärkber Potenz zuwenden würden. (Sehr ribtig! links.) :

Aber mehr als diese Erwägungen gebietet {on unfer eigener Stolz, daß wir die innere Ausgestaltung unseres Staatslebens nit nah angeblihen Wünschen des Auslandes, sonderit nur ‘nah unsern

' E m 4 z d R T R zu E a E d 5 \ A Á Mi sf 1d ¿_. ®) Ohne Gewähr, mit Ausnahme der Reden .der' Minister un ia Abet, Govbe,- mit Mutaae der, Mien „der Miniser us

und nur dann von Bestand sein können, wenn in dem Volke dio Emp-