1917 / 304 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Bekanntmachung.

Auf Grund der Verordnungen, betreffend die zwangsweise Verwaltung französisher Unternehmungen, vom 26 November 1914 (NGW. S. 487) und vom 10 Februar 1916 (R'S§ Bl. S, 89) ist für die folgenden Un1ernehmungen die Zwaugsoerwaliung angeordnet worden.

647. Liste.

MaMahmassou: E No&laßmasse des am 5. Mai 19!7 ver- ? n Auou :1t B : 6 5 Lei kér Vier il ans (Zwanytverwalter. Gerichte

E traßburg, den 17. D-zember 1917.

Ministerium für Elsaß: Lo1hringen. Abteilung des Jnnern. J: A: Dittmar.

Bekanntmachung.

Auf Gruyd der Vere1dnurg v: m 23. S ptember 1915, betreffend Fernba'11 ng unvverläifger Peifonen bom Harde], wid *em dôiter- reichiichen Staa sany bôrigen Richa1d Ne-ubaurr ia Cbemnitg der andel mit Gegentiänden des täuliden Berarfs wegen Unzuverlä)sigkeit in b zug aut etren derärtigen Gewerh»betr'eb uver Au ezleguny dir Kosten der Ve:öffen1ichurg im Neich2gb.et verboter.

Ch.mnig, den 20. De:ember 1917.

Le: Nut der Stackt Chemrit. ESewcabeamt. Tr, Hüppuet1, Siadtrat,

Ee ma

BekanntmackchGung,.

Die cm 19. Dip wker 1917 egen Ku Dora GoTlthober geb We'if ach, u. Ger. af G1ud der Vit0otrppo rov 23. ep- temter 1915, bin, Fen bol'uvg unz;ub 1:16 siger Per'cren vom DHaudil, a 8.spiodere Untersagung des Handels mt! Gegenständen des iäglihen Bedarfs und solden des Kriegsnedarfs nird biet unter Au'eil gurg der Ki sten der S Ang io i v. Ul-n Ans e noch auf die F! men

atoo #0i uDe' Und ailt 1. i @enornte i :, erstiedt, 8 E Chemniy, den 22. D-zember 1917.

Der Rat ter © td1 Chemnitz. G:werbeamt. 1. Hüppner, Stadtrat.

BekannuntmatGung-

Semêéß B:s(luß d s K etrautsh sea vom 13. Dezember 1917 Uh, De p A A b C g Et! ing bausen ) zuni: e Per)cn vom Har del mit täglicben Veda'1s ¿abel WTosi en, N Siißen, ten 15. Dezember 1917.

Großhir,oglites Kreitamt. I. V.: Langermann.

BekanntmackGung.

Gewä B-{G'uß d-s Kreitaut\ch: } s vom 13. Dezewber 1917 wird Jakob Ho1mel a s Lollar alk uruv'tlä\siie Daf vom Hand-l mit Gegenständen des täglihen Bedarfs aus- geshlo'ser.

Gießen, den 15 Dezewber 1917.

G1oßherzogl.ch.8 Kieisamt. A. V.: Langermann.

Bekanntmackchung.

Fuf Grurd -der Bund efratêve: ordr ura vom 23 Septemker 1915, betreffe. d die F. rnbaltung unzuver!ä'fg-r Pr1!on-n vom Hantdel, hoben wir dev Vôdi1metr ex Fried ih Bahr, Neuestrc ß Nr. 17 bter- eibst, den Hantel wit Back- und Kenti1o waren wegen

„zub: riéssigk: t tr bezve cu) dies n Fantelébet.ieb untersagt.

Berndurg, den 11. De,ewber 1917,

Die Polizeiverwaltung. Leinveber.

Bekanntmachung,

Auf Grund der Bi ndesd1altvercrdrurg vom 23 Scptemker 191 Betiifffeno dle Kerpbaliingy vrzuver äger Pet)oren n T habrn wir tem Bd inister Fried ic Vrondt, Bret straße 32 M den S m Piebl, Back- und Konttior-

aren wegen Ui zurerläifigfeit i Ai i sigkeit in tezug auf diejen Hantelébttricb Veinburg, den 11. D-zemker 1917. Die Pelizeiverwaltung,

«

Leinveber.

Bekanntmachung.

Auf Erund der Bundefraitv ro dnura vrm 23. September 1915, betreff: nd die Fer hal1u» g vnzurer!äst,e Perscnen vom Hanel, harten wir e an Le 4e Hom tal, Bretlestr. 45 t rselb®, den

andel m l ur 1ür waren wigen U. zuvirlä R tezug cuf d'eî-n Hand lstetrieb vn'ersagt. s g da Beinturg, den 19. D- zeraber 1917.

Die Pcl z ivernra tung. Leinveber.

Bekanntma ung,

Nuf Grund der Lunt eerat?verortrvyrg vem 23. September 1915 Betr fferd d'e Ke nfa ing urz D T'â slver Pe'sonen vcm Han! el, bob y wi tem Bécke meister Friedrich Coccejus, bier, Karlorloß Nr. 22 ten Handel mit Backwat1en uvd Vehl wegen Un- zuver ä i kti in teiu! auf des n Pa? delsbetuieb untersagt.

BVeinburg, der 20. Dezember 1917.

Die Po!tizeiterralturg, Leinveber.

YBekanvtmaGung-,

Der Ekfef-cu tes Diedrich Pop?-, Morgaretbe qekb, Kotb-, wctrh-(t B-ewmen, L'awmstioße 28/0, i co1wäß der V 1ro dtwn, des Bu d érats vem 23. S pt'wbei 1415 ter Handel mi! Obi und Gemüse ‘0 die Dcu r vor zwei! Moroten, vom T10e der Z ftel'urg dis V-\schett# an gerechnet, untersagt unter Au'e:l-avn, der oven ttescs Nerfabrers.

Bremen, den 20. Tez-mker 1917.

Die Polkizcidireition. Abieilurg 1. Steengrafe,

BekanntmacGung,

Auf Erurd der BDekoanntmochura des ‘e pertretenden. Rees Yiriler8 vom 23 S ptemb.r 1915 (R-icka efegbl t Seite 603) und vm 24. September 19/6 (fia jeygtlatt Set 581) sowi dea Ve- \G1. fis der bi der Kis biit'oo Hog:nau tr! ch'eten Z"c}1roë- stelle tûr den Handel mit Lehere- und Kutt rmit- l“ vom 18. d. M. wird tem Hs: tler Joba! n Georg Kieffer in Ubhrwe'!ler der Me mit Gegeniäncen des 1ä0alihen Bedarfa,

abrunas- und Futterwi'tely, insbes dere Sämereten \sowe rohen Naturerzeugnisien, Hetiz- und Leuchi stoffen oder mit Gegenständen des Kriegsbedarfs untersagt, da

fegestellt ift, daß er Sämereten mehrfah unter Uebe!s{reitung der

\ tg legten Höchl1preise cu'gekauft und sib h'erdurch als unzuverlà fg

im Ha del erwie en hat, Die dur das Verf-h en veru: sochten

baren Ausla, en hat der von der Ynordnuag Betroffene zu ezrjiattcn. Hogeznau den 18. Dezember 1917.

Der Kieiddir:ktor. Jerschke.

Königre:ch Prenfszen

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den bisherigen G:h imen Regierun4srat Ziersch, vor- tragenden Rat im Ministerium des Königlichen Hauses, zum Geheimen Oberregierungsrat und

den Regierunusrat Laué aus Danzia, z. Zt. in Magde- burg, zum Obirregierungerat zu ernennen sowie

den Landräten voa Gottberg in Bartenstein, Kries in Duischou, Dr. Wilkins in Spremberg, Haus- leutner in Bromberg, von Eichmann in Freystadt, Dr. oon Mettenheim in Eiseben, Dr. Jlsemann in Seue- berg, von St1ochausen in Hildesheim, Dr. Becker in Oster holz, Dr. Wiedenfeld in Achim, von Borries in He fd, Dr. Kiauser in Höchit am Main, von Kesseler iu Geldern und Dr. Brügmann in Saarburg sowie dem

Dr. von

Ge heimer Re ¡ierunus at,

und vou der Osten-Sacken in Rogasen sowie dem Landes- baumeister Nikolaus in VDühlhaujen in Thüringen den Charafter als Baurat,

dem Kanzledirektor beim Oberverwaltungs8geriht, Rech nungs1at Ehrha:dt in Charlottenburg dea Charafter als G:cheimer Rechnunas1 at,

dem landräilihen Hilfsbeamten auf Borkum Bannier urd den Dist1iftskommissaren von Aivagnsleben in Zirke, Kreis Birnboum Rainprechter in Lissa in Posen, von Harimann in Weiß 1 höhe, Kreis Wirsiß, Schneider in Stralkowo, K'eis Wreschen, den Charakter als Poliziirat,

den Kréiesetretären Focke in Pr. Stargard, Goecte in Ky'is, Böttcher in Swivemünde, Graeve in Fraustadt, Ro1her in Reichenbach, Hantfke in Schweid' iß, Borzens ki in Kattowig, Keil in Pleß Wichmann in Gleiwiß, Fehler in Rybnik, Namm in Wandsbek, Liebau in Langen- \alza, Meyer in Osnabrükk Wöppelmann in Diepholz, vom Sondern in Minden, Winn1ighedt in Herfo d, Eisen in Westerbura, Jäger in Biedenkopf Corsten in Hemsbrrg, Ke1sch in Mö!s, Hering in Jülich, Meyer in Bitburg, Fe1itinger in Flatow und den Polize isekretären Schlichting, Bastian, Müller, Metscher, Bi1oemel und Börner in Berlin, Kühl in Berlin-Schöneberg, Preserx in Frar kfurt a M, Lenz in Potoedam, Schule, B1\hoff und Richter in Biesiau sowie Gonschorowsky in Königsberg i. Pk. den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen.

Seine Majestät der König haben Allergyädigst geruht: den Rechiuna61äten Schröder und Jung bei dem Ministerium der g'istlichen und Unterricht8angelegenheiten den Charafter als Geheimer Rechnur gs1at sowie den Semmnardirefktoren Dr. Müller in Hadersleben, Dr Treig in Saarburg, Schwan becck in Koschmin, Dr. Nichter in Berent, Konopta in Hoher salza und Könen in Neeklinghausen den Rang dec Räte vierter Klasse zu verleihen.

Auf Grund Allerhöchster Ermöchtigqung Seiner Majestät des Königs hat das Staate mu isterium den Regierungs- o} ssor F eiherrn Rai von Frerg in Cöln zum zweiten Mitglied des Bezinksausschusses 1n Côln auf Lebenszeit ernannt.

Ministerium der geistlihen und Unterrichts- angelegenheiten.

Der biet herige Seminarlehrer Emil Schmidt aus Neu- ruppin ist zum Kreis\chuli,.speftor in Senstenberg ernannt worden.

Ministerium des Jnnern.

Dem Oberregierungsrat Laué ist die Leitung der Kirchen- und Schulabteilung bei der Regierung in Magdeburg über- tragen word.n.

Fustizmäiinisterium.

_ Der Rechtsanwalt Dr. Kurt Meyer in Landsberg a. W. ist zum Notar für den Bezi k des Kammergerich1s mit An- weisung |eines Amtsositzes in Landsberg a. W. ernannt worden. .

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Die e De, D der Erben Her- mann Spies an der Fiima Spies, Hecker & Co., G. m. b. H. in Colr--Raderthal ist beendet. s / N

Berlin, den 18. Dezember 1917.

Der Minist.r für Hondel und Gewerbe. J. A.: Neuyaus.

Auf Grund der Deo neen beireffend die zwan gs- weise Verwaltung britisher Unternehmungen, oom 22. D-zember 1914 (RGBIl. S. 556) und 10. Feb1:ua1 1916 (RGBl. S. 89) ift nah Zustimmung des Herrn Reichs- fonz'ers liber die Beteiligung britischer Staatsangehöriaer an der Boariumoxyd-:Gesellschaft m. b. H. in Hönningen a. Rh. die Zwange verwaltung angeordnet (Verwal'er: Technischer Beigeordneter Wilhelm Leggewie in Lüz a. Rh.).

Berlin, den 19. Dezember 1917.

Der Minister fn Hande! und Gewerbe. J. A.: Neuhaus.

Bekanntmachung.

Gemäß 46 des Kommvnalabgabengesezes vom 14. Juli 1893 (GS. S. 152) wird hiermit zur öffentlichen Firnia gebracht, daß der im laufenden Steuer jahre zu den Kommunal-

abgaben einshäßbare Reinertrag aus dem Betriebsjahre

Stact yndikus Dr. Hirseforn in Berlin den Chaiakter als.

d n Lavdesbcunsp. kioren Wolf in Hüschberg (Schlesien)

1916/17 bei der Brandenburgischen Städtebahn qu 994 310 M -S festgestellt worden iit. Î Magdeburg, den 21. Dezember 1917. Der Königliche Eisenbahnkommissar. Sommer.

(Fortsezung des Amtlichen in der Ersten Beilage.)

Nichtamlliczes.

Deutsches Rei ch,

Prenßen. Berlin, 24. Dezember 1917.

Seine Majestät der Kaiser und König besuchie am 21. d. M. die No1dfiont von Verdun, um der gesamten Verdun-Armee den Dank des Vaterlandes für die {weren Kämpfe im Sommer und He: bst zu überbringen. Seine Möojestät wude zunächst, wie „Wo ffs Telegraphenbüro“ meldet, duch Seine Kaijerlihe uud Königliche Hoheit den Kron- prinzen auf dem Gebiet der alten Kro prinzenarmee empfangen und trat sodann eine dr istündige Rundfahrt ôstlih der Maas an Abordnungen der zu beiden Seiten der Bahn liegenden Truppenverbände waren an verschiedenen Punkten der langen Strecke aufgest Ut, die in Ortsunterkünften lagernden Truppen harrten inne'halb der Quarlieie des Kaisers. Samtiiche Woffengattungen waren vertieten. Seine Majefiät be- grüßie die Kommandeure und fuhr jedesmal troy der gruimmigen Köte im offenen Wagen die Reihen entlang, An zwei Etcllen der Nue Nationale waren gesc!ossene Verbände zur Besichtigung aufg: stellt. Hier bealückwünschte der oberste Krieusherr besonders ausgezeichnete Offis ziere und Maunschaften und 1ichtete an die versammelten Offiziere wa!me Worte des Dankes. „Ohne die stillen, helden- mütigen Kämpfer an der Westiront“, füh1te Seine Poajesiät aus, „wäre niemals die ungeheuere Entfaltung der deut|chen Strei.tráfte im Onen und in Jtalien nöglih ceworden. Der Kiioger im Westen hat en!sagungsvoll seinen Leiv hingehalten, damit die Kampsbiüder an der Düna und am Jsonzo von Sieg zu Sieg siümen konnten, Tie furchtbaren Kämpfe auf den blutigen Höhen 304 und 344 und am Vauxfkreuz sind nicht umsonst gewesen. Eine neue Grundlage für die Kampffüßrung ilt aeschaffen.” Nachmittags begab sich Seine Mojestät nach dem Hauptquartier Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Ki onpiinzen.

Am folgenden Tage hielt Seine Majestät der Kaiser laut „W. T. B.“ bei der 2. Armee folgende Ansprache:

„Kameiatea! Das Jah: 1917 net sich teinem Ende zu, und da war es mix etn Bedürfa1s, wteder einmal die West'1ont und thre beldenbaiten Kämpfer zu besuhen. Etn eret„nitvolles Jahr ift es für das deut\he Heer und das deute Vaterland gew sea. Ges maltize Schlä„e sind gefalea, und große Entscheidungea haben Eu'e Kamecuven im Onen terbeiführeu können Es t11 aher fein M ny, kein O fizter und ketn Füb'er auf der gaazen Ostfront, wo id sie a ch geip oben habe, der niht rüdckoaltlos eiflärt : Wenn unse:e Kiumeraden im Westen n'cht jiandgehalten hätten, fönntea wir tas bier n ch tun. Ler taftishe und straieg!sche Zus mmenhang zwischen den Sælackten an der Ai1sr e, in der Champa. ne, im Ar'ois, in Flandern und bet Cambrat und den Voraä gen im Oven und in Jt.lien ist jo kia, daß es si eúbitgt, ein Wort daruber zu reilieren, Ewh-ulich cefübhrt, chät das deutsche Her au etrhitid. Um diese Offensivsälige führen zu fkônren, mußte eia T-il des H'eres în der if nsive v rharren, fo hart es auh einen deutshen So!daten anfornmt. Eine jolche Ver- teidicung8|ck@ladt, uie fie im Jabre 1917 geführt worden ist sucht ater ibreeuleihen. Ein Bruchteil des deutschen Heeres hat die shwere Aufgate auf sih genomme-:, seinen Kam-raten im Osten den Rüden unbedi. gt zv recken und freizuhalten, und hat das gesamte enultiche und franzdsishe Her gegen sich g habi. Große Vorhe- 1etfungezeit, unerhörte Vèittel der T h! it und Massen an Muritton und Geschüßen hat der Gener zusammengetrazen, um über Cure Front h nweg den so stolz von thm verkündeten Einzug |îa Biüfscl halten zu können. Nichts lat der Feind ereicht. Das Gewa'1i,ste, das j- von etnem Heer geleistet worden tit, urrd was in der K ieg"ges{ichte noŸ nit dagemwe'en 'st, das hat das deu'she Peer vollbracht. Das ijt fein ü erhebe: des Lob, das if! T tsache, weiter nih18! Dieses gewalii,e Weik heben arch die Truvpenteile durbgeführt, deren Abord- ungen heute vor mir stihen, wu: d der Da: k, den ih IFhten auéspyredte, gebübrt allein ih: er, «ber auch denen, tie ih hier vit sehen tann, dern, die tim Lazaret Ugen, und denen au, dke der grüne Nasen di ckt. Jch \chließe an den Dank tis Feldmarshalis Hindenburg, d-r mih b. sonders geb ten bat, den nämpfern im Westen etnen La! k aus,1- echen, da er sein jsestes Vertra -en auf izr Duichk alten bestäiiut ge- je hen bat, und es 1h» eim s,licht würde, die g oßen strategishen Folgen daraus zu ztehen. Bei jeder n uen Nuchr'chi t11 mir 1mm: x wieder von Wtr gen cthten uno U eingeneihten, von jedem Menschen, das Wort «esproden v orden: wie #st es gemach! worden? Dieie Bewunde- ruyg sell Euch ein Lohn und zu gle her Zet eine F euve etn Wecer noch so Gioß s, noch 10 U bawà tigendes vermag tat, was Ih: geleistet hakt, irgendwie in dey Statien zu stellen oder zu übertriffen. Es hat tas Jahr 1917 mt seinen grcß n S&laËten gezeigt, daß das deuisde olk eiaen vnhedingt sie en Verbündeten in dem Hern der H'erschaien dot oben haf. Auf den kan es sich bombeatest verlass-n, ohne ihn wäre es 1 iht geaanaen. Jede: von Euch muß'e leine K äfte b!9 zum Aeußersten her eben ; ih wei, taß j-ter einzelne in dem unerhs ten Trommel- f uer U bem: sa li 8 g leistes bat. Gs mag oft ein Gefübl dag'- wesen fein: Wöre d-ch 1 och etwas hint r uns, wäre dcch 2b ô daf ta. See ist g fowme! ! Der Sch ag im Osten ha! dazu gefübrt, da dort avg-nbl'ckih die Kriege strme shwetgen, vielleichi, jo Golt will, ür immer. Schon gestern habe (ch tin dec Umg:bung von Beidun Eure Kameraden ge'proch-n und gesehen, und da war es we eine Wi'terung von Mo1geulu!t, die dunch die Gewmüter ging. Zhr habt nid! mebr das G. föh!, allein zu jetr. Auf tas ga ¿e Va'et« land und b1s hir über z:m *et de wirkt der grcße Erfolg der Stege der legten Z i, der Gro kawp tage in Flandern und von Cambrai, wo dec ersie vernichtei.de Offersio!toß den ü*ermütigen Bitten traf, der 1hm zet,te, daß noch der alte Offensiv, eist in unseren Truppen steck treg dreijähriwer Kriegs eiden, Was nech bor uns st-bt, wissen wir nitt, wie aber in dieien legten vier Jabren Go1tes Hand sichtbar reg'ert hat, Verrat bestraft und tapieres Aute harren belohnt, tas babt Ihr alle gesehen, und daiaus können wir die feste Zuveisicht schpf-n, d. a ch fe nerbin d r Herr der Ÿ L icbaren m't uns ist. Will der Feind den Frieden nit, dann müssen rir der W.[t den Frieven bringen datu'ch, daß wir wit eiserner Fc ust und mit Elitentem Schwert die Pforten einsd;lägen bei denen, die den Frieden nicht wollen.“

Auf E'’nladurg Seiner Majestät des Kaisers und Königs hat, wie „Wolffs Telegraphenbüro“' meldet, am e der osmanishe Thronfolger, Seine Kaiserliche e der Prinz Wahid Eddin Effendi den südlichen Abschn

der deutshen Westfront besucht, um den deutschen Truppen, die

eue Wacht halten, die Grüße des tapferen, zum sieg- n @amyf verbündeten türfishen Volkes zu E As E feierl'chen Empfang des hohen Gastes hatte sich am duhnhof des Armeeehauptquartiers der Oberbefeh'shaber mit inem Stab und mit den Spißen der Zivilbeoölkerung ein- efunden. Nach der Vorstellung der beidei seitigen Begleitung r der osmanishe Thronfolger mit dem Oberbefehishaber ¡n Kraftwagen an die Front, besuchte nah der Rückkehr in jus Aimeehauptquartier die Hohköni sburg und trat, nahdem æ sch in huldoollster Weise von dem Oberbefehlshaber der 9cmee, die er besucht hatte, verabschiedet hatte, die Rückreise

uh Straßburg an.

Entsprechend der kürzlihen Einlabung seitens des Reichs- nzlers ist der polnische Ministerpräsident Kucharzewski in Fegleitung des Chefs des politischen Departements Grafen Palbe:t Rostworowsfki und des Unterstaatssefretärs im êinanzministerium von Wieniowski vorgestern fiüh in Ferlin einaetroffen. Jm Laufe des Vormittags wurde der Ministerpräsioent, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, vom Reichskanzler Giafen von Her iling empfangen und hatte Gelegenheit, die laufenden Fragen mit ihm zu besprechen,

yobei auch die Wünsche der polnischen Regierung in bezug auf die Friedensverhandlungen mit Nußland zur Sprache kamen. Abends gab eine Einladung des Unterstaatosefretärs Freiherrn jon dem Buss\che den polnischen Herren Gelegenheit, mit einer Reihe von politischen Persönlichkeiten zusommenzutreffen; auch der gestrige Tag wurde zu politischen Rücksprachen benugt. Yhends fand die Rückreise nah Warschau hatt.

Der englische Ministerpräsident Lloyd George hat am 19, Nooember im Unterhaus die bestimmte B: haupturg auf- gestellt, am 17. November seien fünf deutshe V-Boote vernichtet worden. Wenn diese Angabe bisher unwide1- p oh-n blieb, so bedeutete dies, wie durh „W. T. B.“ erflärt pird, fein: swegs stillschweigende Zustimmung, sondern ab- wariende Prüfung. Nochdem nunmehr die Rückkehr der zu jmer Zeit in See gewesenen Boote die Lage übersehen läßt, ist, pie von amilicher Stelle erklart wird, festgestellt, daß die vom e Ministerpräsidenten aufgestellte Behauptung unzu- treffend it.

Der Ernährungsbeirat des Kriegsernährungs- amts e Tei sich in seiner Sipung vom 21. d. M. mit allzemeinen Fragen der Bekämpfung der Güterverschie- hungen im Schleihhandelswege sowie mit der Denk- shrift des Magistrats zu“ Neukölln. Der Staats- sbetôr des Kriegsernährungsam1s, Staatsminister von Paldow nahm hierbei Geleg:nhit, die Ang1iffe richtig zu selen, die im Anschluß an die aenannte Denkschrift gegen ihn dls den derzeitigen Leiter des Kriegsernährungsamts e: hoben vaden sind. Er führte laut Bericht des „Wolfsschen Tele- graphenbüros“’ aus:

Es jet vn:itig, vor einem Zusammeubruch des Systems Waldow j \pr-chen und ihm zu unteistellen, taß er die in der Deut)ckrift edrt-rt-n Zustände verschuldet oder geduldet habe. Das in ter Presse anyeguiffere & yslem jet tas der Fest'ezung von Höckstpre!sen und bex Fwangèbewirtichaitena der wichtigst-n Véahrungsmittel. Dieses System habe uns 34 Krieudjäahre hindurch gestügt und in unjerer Lrbens- n ttelverso1aung gesichert und müsse, solange unse-e Absperrung vom Reltmarki fortdauere, betbehalt n werden. “Auch im neutralen und hdlihen Auslande habe niemand ein anderes Mittel ge'unden, um ut geringen Mengen an Nabrung?mitteln eine möglichst gleichmäfige sateilung durd¡ufüh en. Auch der Sckleichhandel je nicht erst in den Fiten seiner Awteführuvg entstanden oder in die Erscheinung ge- beten, Cs musse allerdin,8 zugegeben werden, daß er im vierten sriegejabre (ioen Umfang angencmmen habe, der die allge- velne Versorgung mlt Nahrungsmitteln zu geiährden drohe. (s set dah-r von Beginn \-ines Amttsaniritis an sein erusl- bstes Best:eben gewesen, diesem Uebel nach Vöglichkeit zu sruern, Dieses B streben yabe zu etner Reihe von Maßnahmen ge» sib t, ble 1.18 son exfolgt, teils \chon seit längerer Zeit 1n Vor- bieltung sei-n. Er erwähne als solhe eine von ihm als Preußischer Gtaats?owmiffsor erlassene Anweiiung ou die Regterungepräfidenten, dle öórtlihen Polizetstellen anzuhalten, mit allen Mitteln gegen ba nt g-woidéne Verfehlungen, von welcher Stelle sie au aus» glen möchien, etnzuschreiten und tte Staatèanwali\chafien in ihren

suchen, Etmittelungen vorzunehmeo, mit allen zu Gebote stehenden Kâtten zu unterstüßen. Seit Oktober set cine BundesratL- verordnung in Vorbezreiturg, welhe den gewerbömäßigen Shleiwwucher, der au von der allgemeinen öffent- ln Meinung als v'räh.lih und vaterlindsveriäterish bey ir (tet werte, vnter beso tes sckwere Sirafbestimmungen stellt. Die Unregeimäßigketit in Hinsicht cuf die Ausstellung von Saatkarten wüden durch neu? ÜiberwochungßmeaßregeIn verhinde1t wooden. Die in nit unerheblidem Um'ang vorgaekommene Ver - sdiebung von Shlacktv‘eh auf dem Wece des Nuy- nd Zucht- bi-bbandels werde im Einverständnis mit dem pre: ßi1hen Eisenbahn- minister duckch strengste bed dl'che Ueberwachung unmöglich geme ckcht wirden. Auch bei der allgemeinen Ver hindezuny unzulä|staer Lers- fahtung von Nahrungsmitteln erwarte er die 1a!kräftige Mit- lie des preußischen Eisenbahnministers und der Landeszentralbehörten der anderen Bundesstaaten. Die preußtichen kon munalen Aujsichts- bebduden \-ten argewiesen, eiwa bekannt werdende Verjehlungeu bon Kommunalverbänden mit aller Echärfe zu verfolgen, Er ve: spreche [h von dieien Maßnohmen eine wesent! che C ndâwmu' g und eine Vese!t)gung der \ch1immsten Auswichie des Schleichbandi (8 und derx S&leidhveisorgung. Wenn drrch die allgeme'ne Bekämpfung des Sthleichhande1s gewisse Velkekreise zeitweilig auf Sonderbeliese- tungen, an die si: sh gewöhnt hätten, würden wver- jh'ea müssen, so erwarte er yon deren paterländischer sinnung, dch fie das ertragen würden. Es se zu uf n, daß gerade infolge der Eindämmung des Schleich- avdels und der zunehmenden s{chärferen Grfassung der orrâte auf dem Lande späterhin ein Ausgleich werde gegeben M0 können. Die Gifafsurg der Vorräte sei tatsählich in keinem irt'chaftejahre so \charf gebardhabt worden wie im laufenden. Er gene nue an die Verschärfung der Verordnuvg über Gelsefette und - die feut ta Duwchführurg beg: ne Aktion zur fassung aller Getreidevorräte, gegebenenfalls dur wan, 8autdrusch und zwangsweise Fortnahme. Es sei scit Amis- ‘inn sein Besireben gewesen und werde auh A sein B°- leben seln, den Interessen der Verbraucher, nsbesondere in U Großäd'en und großen Industriezentien in g10ßtmög- fem M.ße Rechnung zu tragen. Auch in dieser Hinsicht Doe rOon etner Aenderung des Systems nicht die R de setn. e glich dec Neulöllner Denkschrift sagte der Staatsfekre!är, fe fônne nur rihttig verstanden und geweitet werder, wenn nan toe Zusawm nhänge in Betracht ztrhe, unter denen sie zuttande g-- pmn sel, Der Magistrat Ne fölln lebe unter dem Eins ne tines seit 1ängerer Zeit 1{ch ebenden Verfahrens wegen M ertietuvg der Saatgutverordnung seitens der Gemei: de, Der Ge- bng sei jegf n'cht von der Hand zu weisen, daß die Denkichiift die sit veifolge, durch Hinweis auf die Verfehluygen anderer die

von Lohnverzeichnissen oder

Ir sb-:sondere lehnten maßgebende Vertretuncen anderer Groß

Bailiner Kommuvalverbände es in entshiedener Weise ab, mit Neukölln auf die gleiche Stufe gestelt zu werden.

Die Denkschrift b. finde {ch bereits in den Hinren der Staats» anwalishaft, die den ciuzelnen dort erhobenen Beschaldigungen nah-

gehe unv rüdckfihtéic8 gegen alle Verfeblunaen eins! eiten werde.

Nach längerer Aussprache erklärte sich der Ernährungs- | beirat mit den grundsäglihen Ausführungen des Staats- | sefretärs sowie mit den von ihm get: offenen und beabsichtigten ! Maßnahmen gegen den Schleichwucher und den Schleichhandel

einverstanden. Der Ernährungsbeirat stellte ferner fest, daß er mit dem Staatssekretär und den Vorstandsmitgliedern des Kriegsernährungsamts darin einig sei, daß die Aufhebung der öffentlih-recht!ihen Bevi!1schaftung des Ernährungs wesens während der noch bevorstehenden Dauer des Krieges au3- geschlossen ift. :

__ Jn der vorgestrigen Sigung beschäftigte sich der Er- nährungsbeirat mit Fragen der Brotgetreide-, Fleis ch- und Kartoffelversorgung. Hierzu lag, obiger Quelle zu- folge, cine Enshließzung der sozialdemokratischen Mitglieder des Ercnährungsbeirats vor, die unter anderem verlangte, die vor- handenen Erntevorräte durch besondere Ueberwachung®maß- nohmen vor der Gefahr unbefugten Einareifens zu - sichern. Zur Erreichung dieses Ziels wurde die Einrichtung von be- sonderen Kommissionen bei den Kriegswirtschaftsstellen vor- geschlagen, deren Mitglieder teilweise aus Verbrauchez kreisen (Gewezfschaften, Angestelltenverbänden) entnommen werden jollen, Diese sollen die Aufgabe haben:

1) die Ablieferung und Vait.ilung der landwirtschaftlihen Erz-ugnisse 1m Bezirk der Kruiegswirtichaftieslellen zu übers» wachen und für A! gabe des Uebaschusses Sorge zu tragen ;

9) mit Hilic miiitärt\her Dres und Abfuh kommandos den \{chn: len Ausdrush und die Absuhr des Getreides in die Wege zu leiten ;

3) zu era itteln, ob {innerhalb dzr etntelnen Wirtschaftsbezirke die Bi hraliung in richui,.em Verhäitnis z1 den vorhandenen Fuitermitieln steh, wobet das unbedingt erforderliche Soann- und Nußyvteh erhalten bleiben foll;

4) den Saatgutveikehr streng zu überwachen.

Außerdem enthält die Entschließung den Vorschlag, die Geschäftsführung der Kriegsgesellschaften in der Weise einer besonderen Ueberwachung zu unterwerfen, daß Veitreter der Verbraucher kreise in den Aufsichtsrat der Krieasgesellshaften berufen und die Geschäftsberichte der Kriegs8gesellschaften hatb- jährlih dem Hauptausshuß und dem Ernahrungsbeirat des Reichstags vorgelegt würden. iese Entschließung wui de von der Mehrheit des Beirats dem Staatssekretär des Kriegs- ernährungs8amts zur Berücksichtigung und, soweit sie die Vor- schläge über die Bildung der Kommissionen betrifft, zur Erwägung En: Einstimmige Annahme erzielte ein Antrag, wona aus den zur Verfügung der Reich? kartoffelstelle stehenden Reserve- mengen baldmöglichst eine Erhöhung der Kartoffelration bei den Schwer- und Schwerstarbeitern sowie eine Belieferung der Massenspeisungen he1beigeführt werden soll. Der Staatssekretär des K'iegsernähiungsamts sagte zu, der Erfüllung dieses Wur sches näher zu treten, sobald die Witterung und Traneport- lage es“ gestatten werden, die dafür er forderlichen erhöhten Kartoffelmengen den Bedarfsbezirken zuzuführen.

Durch Kaiserlihe Verordnung vom 3. Oktober 1917 treten die 88 3 und 4 des Hausarbeitsgeseßes vom 20. Des zember 1911 mit dem 1. Januar 1918 in Kraft. § 3 des angeführten Gesezes bestimmt, daß in den Rüumen, in welchen Arbeit für Hausarbeiter ausgegeben oder Arbeit solcher Personen abgenommen wird, dem Hauzsarbeiter durch fostenlose Ausgabe Aushängen von Lohntafeln die Möglichkeit gegeben sein muß, sich über die für die einzelnen in diesen Räumen zur Ausgabe gelangenden Arbeiten jeweilig gezahlten Löhne zu unterrichten. Für das Auvsarbeiten neúer Muster gilt diese Bestimmung nicht. Der § 4 ordnet an, daß, wer Arbeit für Hausarbeiter ausgibt, verpflichtet ist, den- jenigen, welche die Arbeit entgegennehmen, auf seine Kosten Lohnbücher oder Arbeitszettel auszuhändigen, welche Art und Umfang der Arbeit sowie die dafür festgeseßten Löhne oder Preise enthalten. Auch hier gilt für das Ausarbeiten neuer Muster diese Bestimmung nicht. S

Für bestimmte Gewerbezweige und Betriebsartien hat der Bundesrat auf Antrag der Beteiligten Ausnahmen aewährt. (Verordnung des Bundesrats vom 27. September 1917.)

‘Die Friedensverhandlungen in Brest-Litowsf.

Vorgestern nachmittag sind _ in Brest-Litowsk die Friedens? verhandlungen in feierliher Sißung eröffaet worden. Es hatten sih hie'zu, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, folgende Vertreter eingefunden: O

Von deutscher Seite Staatssekretär des Auswärtigen Amis Dr. von Kühlmann, Gesandter Dr. von Rosen- berg, Legationssekretär v&n Hösch, General Hoffmann und Major Brinckmann, | /

von österreichish-ungarisher Seite Minister des Aeußern Graf Cz ernin, Botschafter von Mere y, Gesandter von Wiesner, Legationsrat Graf Colloredo, Legations sekretär Graf Csafky, Feldmarschalleutnant von Csicserics, Oberst- leutnant Pokorny, Major von Glaise,

von bulgarisher Seite Justizminister Popow, Gesandter Kossew, Gesandter Stojanowitsch, Oberst Gantschew, Legationsrat Dr. Anastas)off,

von türkisher Seite Minister des Aeußern Achmed Nessimi Bei, Bolschafter Seine Hoheit Jbrahim Hakki Pascha, Unterstaatssekretär Rescha d Hikmed Bei, General der Kavallerie Be Pascha, -

von russischer Seite A. A Joffe, L. B. Kamenew Frau M. A. Bizenko, M. N. Pokrowski, L. M. Ka rachan, N. M. Lubinski, M. P. Weltmann Pawlo- witsch, Admiral W. M. Altvater, General Samoilo, Oberst Fok ke, Oberst Zeplit, Hauptmann Lipsky.

Seine Königliche Hoheit der Prinz Leopold von Bayern begrüßte in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des Oberkommandos Oit die in seinem Hauptquartier er- schienenen Vertreter der Mächte des Vierbundes und Rußlands mit einer Ansprache, in der er unter Hinweis auf den günstigen und erfolareihen Verlauf der Waffenstislstandsverhandlungen der zuversichtlihen Hoffnung Ausdruck gab, daß auch die nun begonnenen Verhandlungen möglichst bald zu einem die Völker beglückenden Frieden führen möchten. Hierauf

enen Verf-bluvgen zu entschuldigen. Die Denkschrift enthalte eine elhe von Uari@htigkeiten n unzutreffenden Verallgemeinezungen:

Vertreter, Seine Hoheit Jbrahim Hakki Pascha, ein, als Alters5- präsident den Vorsiz zu übernehmen. Hakki Pascha, bex fodann den Präsidentenstahl einnahm, dankte für die ihm eér- wiesene Ehre, begrüßte diz Abgeordneten und eröffnete die Ver- handlungen mit den besten Wünschen für deren gederhlichen Veriauf. Er {lug hierauf vor. da} der Staatssekcetär Dr. vor Kühlmann als erster den Vorsit bei den Verhandlungen über- nehme, welchem Antrage allseitig zugestimmt wurde. Staais- sefretär Dr. von Kühlmann übernahm nun den Vorsig und hielt folgende Ansprache: : :

„Eo ift für das Land, das sh zu verireten habe, und für m D cine große Ehre, gemäß dem B s{lvß der Versammlurg bet der beuitgen ersten Beratung den Bo!siy {ühren zu dürfen, bei der Wet» treter ver verbündeten Vächte mit den Abucorbneten des rvssiichen Nolkes zusammentrefff-n, um dem Kriege ein (Inde zu maczen und

| dea Zusiand von Frieden und Freuads&aft zwischen RNufland ub Der

bier veitretenen Mächten wieder herzustellen, Na der Lage ber Verhältnisse kann nit die Rede davon fein, ein bis in bie ficiniten Einzelbeiten außgearbeit-tes Fieder stnstrument h den jet be- gonnenen Beratungen h»zustellen. Was mir vorschwebt, ift die el- seßung dex wichiigiten Grundsäße uud Bedingungen, unter denen ein fitedliher und fieundnachbariiher Verkehr, insbesondezxe auß auf fulturelem und wirtschaftlihem Sebiete, möalihit baid wiever in Sang gebracht werden fkanr, und die Beratung der beiten Mittel, dur weiche, die durch den Krieg geschlagerea Wunden wieder zu heilen wären. Un)ere Verbint lungen werden eru! sein von dem Giijte veiföhalicec Menschezfreundlihkeit und gegenseitiger Achtung. Sie müssn Rechnung tragen „einerseits dem histe:isch Gegebenen und Gewordenen, Um nicht den festen Boden der LTatsahen unter deu Füßen zu perüleren, andererseits aber au get:agen sein von fenen neuen und grcßen Lett= gedanken, auf deren Boden die hier Bersammriten zusammentreffen. Fch darf es als glückverheiß-nden Umsiand anlehen, baß u sere Ver- handlungen im Zeichen j-nee F stes beginnen, weiches son seit Langen Fah: hunderten der Mensheit die Berbeißurg: „Friede auf Gidea renen, die guten Willens sind", gegeben hat, und ih darf in die Vers ban*lungen mlt dem autri{itgen Wun}\che eintreten, daß unsere Arbeiten einen ra\hen und gedeihlih:n Fortgang nehmen wöôŸten.

Auf Grund von Vorschlägen des Vorsigenden wurden hierauf folgende Beschlüsse gefaßt: Nango: dnungsf: agen werden nah der alphabetischtn Liste ter

vertretenen Wächte gelöst werden. j Fm Präsiium d r Vollversammlung wechseln die ersten Bevoll- mäch'i.teri der fünf Mächte ab. L

is Werhandlurgosprachen sind zugelassen: die deutsche, die bulga' ische, die ruisische, die türkische und die franzöfische Sprache. Fragen, die nur einzeloe der beteiligten Mächte int r: ssieren, fönnen dea Gegenjtaad von Sonderyerhandlungen zwischen diesen

ilden.

/ Pa osfizielen Sigungsberihte wzrden gemeinsam festzestellt werden.

Auf Einladung des Vorsizenden entwickelte hierauf der erite russishe Vertreter in längerer Rede die Grund- lagen des russischen Friedensprogramms, die sich im wesentlihen mit den bekannten Beschlüssen des Arveiter- und Soldatenrats und der Allrussishen Bauernversammlung d-ck-n. Die Vertreter der vier verbündeten Mächte erklä ten ihre Bereitwilligkeit, in eine Prüfung der russischen Ausführungen einzutreten; das Ergebnis dieser Prüfang wird den Gegenstand der nächsten Sizung bilden.

Kriegsnachrichten.

Berlin, 22. Dezember. Abends. (W. T. B.) Von den Kriegsschaupläßen nichts Neues.

revo

Großes Hauptquartier, 23. Dezember. Westlicher Kriegsschauplaߧ. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Vom Blankaart-See bis zur Deule hielt lebhaftes Artilleriefeuer bis zur Dunkelheit an. Von einem an der Bahn Boesinghe—Staden durchgeführten Unternehmen wurden 30 Engländer gefangen eingebracht.

Beiderseits der Scarpe und süd|'ih von St. Quentin enlwickelte sich am Nachmittage rege Feuertätigkeit. Zahlreiche Se Erkundungsgefehte zwishen Arras und Sk. Quentin.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz,

Zu beiden Seiten der Maas nahm in den Abendstunden das Artilleriefeuer zu.

Die tagsüûber in vielen Abschnitten sehr starke Flieger- tätigkeit blieb auch bei mondheller Nacht rege. Sheerneß, Dover, Dünkirchen sowie Bahnanlagen und Muni- tionslager hinter der englishen und französischen Front wurden kräftig mit Bomben belegt.

Oestliher Kriegsschaupla y. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Gefechistätigkeit blieb gering. | Italienische Front. Ein Vorstoß der Jtaliener gegen die Höhen westlich vom Monte Asolone scheiterte.

Der Erste Generalquartiermeister. QLudendorff.

(W. T. B,

Berlin, 23. Dezember, abends. (W. T. B.) Von den Kriegsshaupläßen nichts Neues.

Großes Hauptquartier, den 24. Dezember. (W. T. B.) Westliher Kriegsschaupia y. Jn Verbindung mit Erkundungsgefechten lebte die Artillerie- tätigkeit in einzelnen Abschnitten auf. Gesteigertes Feuer hielt tagsüber auf dem östlihen Maas-

ufer an. Destliher Kriegsschauplay. Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Ein feindlicher o My gegen die bulgarischen Stellungen nördlih vom Dojran-See |cheiterte.

| lud Seine Königlihe Hobeit den ersten türkischen

Jn der Struma-Ebene rege Vorfeldtäligkeit.