1918 / 26 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Lomécovrt (Meurthe-et-Moselle), 78) Caudy, Frarçi3, Spon- ville, 79) Chaumet, Frau Augustine, Paris $80) Ciouteaux, Edmon», ‘d ivet, Franzose, 81) Dorr, F:l. Mugueiite, Paris, 82) D-grós, Liauville (Laurer1), Evg-re, Nancev, Franzose, 83) Didton, Wwe. Isfi-ore, Na: cy, Firanzösta, 84) Delatté, Gu'tave, B-auune, 85) Fhimann, ärl. Luise, Séda-, 86) Ettre, Wwe., Clermont-Ferrand, 87) fF-vier, J-an, P nt-à«Veoufsson, Franzose, 88) Felten, Stetan, V Le19-jur-Y éry, 89) Sukty, Charles, J-.\sing n, Franzecse, 90) Suvby, Louts, Jassr gee, M toe, 91) Sturei, Louts, Charievtlle, Franzose, 92) Auberttin, F. P., füher tn Mey, jeßt in Arnaville, 93) Lects, Kiaude, P nt-à- Mousson, Franzose, 94) Andr6, Johann Vétchel, Homécourt (‘Meu:theet Mos- lie), 95) Zimmermann, Frl. Marie, Mars-la-Tour, 96) Zanone, Jean, Löiouville, 97) Woll, Jean, Batilly, 98) Welwvert, Frl. El sabe1h, Le Cbeznay, 99) W-iweit, Euger, Le Chesnoy, 100) Welwert, Eduard, Pa1is, 101) Weyit, Eugenie, Lr évtie, 102) Valette, Char!es, Marseille, Franzose, 103) Thirion und Warioito (Ft! mo), Nancy, Franzcsen, 104) Rosart, Marívs, Fra: <ep'é, 105) Retier, Ad., Lalleroy, M -ineville, 106) Pot ot, Ea!l, Ponu1-à: Moufson, 107) Piernet, Eugente, Pyis, an dem Kreditverem "ür Lothrinaer, ein etragene Genofsen|< ft mit pes< änfier Haftpfl <t in Mey. (Zwangs- verwalter Rechtzanw t N u tn Mey ) Straßburg, den 17. Januar 1918.

Ministerium für Elsaß Lothringen. Abteilung des Jnnern. J. A.: DittmaL:

Bekanntmachung.

Auf Grund der Verordnung, betreffend die zwangs» weise Verwaltung französisher Unternehmungen, vom 26 November 1914 (*FGBl. S. 487) is für die folgenden Unternehmungen die Zwangsverwaltung angeordnet

worden. 683. Liste.

Ländlicher Grundbes?g. Kreis Megy-Land. Gemeinde Montentnaen. 0,4004 ha Ga ten des Be! nard, Isidor, in Poot-à-Mousson (Ver- wolter : Bürgermei“er Ste nmch in Monteningen) ; Ae>er 1,5219 ha der Clermont-Tonrerre, Marte Luise in Conftan- tin- (Be: walter: d-rf: lbe); Ae>er 0,1630 ha des Collignon Leo Metzger, früher in Arnaville, Frankr-ih (Verwalter der)-lbe); Ae>ker vet ha des Delacour Johann in Nancy (Verwalter : derseibe); Garten 0,3513 ha des De ville, Franz Karl Paul Evgen, in Nancy (Ber tal'er: derselb ), Wieser 0,0925 ha des Smit, Karl, in Novéaut avx joies (Ver- walter: derselbe), Ac>er urd Wohmweiden 4,9759 ha der St. Paul Michael Emil E Marie Theodojia geb. Dezavclie, in Tours (Verwalter: erse! Straßburg, den 17. Januar 1918. Ministerium für Elsaß-Lothringen. Abteilung des Jnnern,

J. A.: Dittmar.

BekanntmacG<Gung-.

Dem Holz- und Kohlenbändler Georg Kovrzmann und defsen Geshäftsführerin Anna Getger in Augsburg wurde vom elly. Seneraifomwando I. b. A. der Handel mit Brenn- offen aller Art untersagt. Das Ges<zäft des Konzmann wurde ae\<losjen. München, den 26. Januar 1918. Der Kommandierende General. von der Tann.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigft geruht: den bisherigen Prorektor Dr. Kammradt in Genthin zum Seminardirektor zu ernennen.

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Ministerium der geistlihen und Unterrichts- angelegenheiten.

Der ordentlihe Professor Geheime Medizinalrat Dr. Jores in Marburg i} in aleiher Eigenschaft in die medizinische Fakultät der Universität in Kiel verseßt worden.

Dem Semina' direktor Dr. Kam mradt ist das Direktorat des L-hrerseminars in Gen1hin verliehen worden.

Dem Kapellmeister Neube> in Kiel ist der Titel König- liher Musikdireîtor verliehen worden.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Zum 1. Februar d. J. ist der Gewerbeinspektor Felix Niemann von Mülheim (Ruhr) nah Neustettin und zum 1. April d. J. sind die Gewerbeinspeltoren von Korff von Glaßz nah Berlin NW. und Robert Hockelmann von Dillenburg nah Glaß verseßt und mit der Verwaltung der Gewerbe- inspektionen Neustettin, Berlin NW. und Glaß beauftragt worden

Die auf Grund der Verordnunaen, betreffend die zwanqgs? weise Verwaltuna russisher Unternehmungen, vom 4. März 1915 (RGBl. S. 133) und 10. Februar 1916 (RGBl. S. 89) angeordnete Zwangsverwaltung für die russishe Beteiligung an der „Luna“ Photogesellschaft m. b. H. in Charlottenburg, Kurfürstenstr. 103, wind aufgehoben.

Berlin, den 25. Januar 1918.

Der Minisier für Handel und Gewerbe. J. A.: von Flotow.

Kriegsministerium.

Die Regierungsbaumeister Bollacher in Deutsch Eylau und Dr -Jnua. Sleumer in S<hleswig find etatsmäßig an- gestellt worden.

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Vekanntma ung, betreffend die Diplomprüfung für den mittleren Bibliotheksdienst. .

Die Gesuche um Zulassung zur nächsten Prüfurg find nit, wie in der Bekanvtwmach ing vom 17. Dez mber 1917 irrtümlih angegeben war, bis zum 3. F-bruar 1918, sondern gemäß $ 3 des M'nk‘ertal- r ey vom 24. März 1916 ¡päte\tens am 18. Februar 1918 et:zu- reihen.

Berlin, den 29 Jaruar 1918.

Der Vazrfigende dec Prüfurigskommisfion. Paalzow.

Bekanntmachung,

Dem Köscsabrikanten Konrad Wulf in Borsum, dem ih auf Hrund der Verordnung über Käje vom 20. Oktober 1916 tn Verbindung mi? $ 1 ¿ec Bekannimachung über _die Fer: haltung vn- zuver:ässig-r P-r:ouen vom Handel v-m 23. September 1915 den Bet:tch ces<loffin und den Handel mit Käsereiprodukten untersagt hatte, gede id den Betrieb und Handel wieder frei.

Hildesheim, den 26. Januar 1918.

Ler Landrat des Landkreises Hildesheim. Heye.

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Bekanntmachung.

Der Kaufmann C. N. Scherer in Oberhausen, Effener Straße, hit zum Handel mit Gegenständen des täg- lihen Bedarfs wieder zugelassen. Das diesbezügliche Handelsverbot der unterzeichneten städtishen Polizeiverwaltung ist aufgehoben.

Oberhausen, den 21. Januar 1918,

Die städtis%e Polizeiverwaltung.

Bekanntmachung,

Das gecen die Ghefrau Alex Rosenbaum hier als Geshäfts- fübre:in der Firma J. Herrmanns tn Oberhzusen, Kriedrih-Kail- siraße 26/28, erlassene Handelverbot mitt Schuhwaren vom 21. Dezember 1917 wird mit Wirkung vom 11. Januar 1918 aufgehoben.

Oberhausen, 21. Januar 1918.

Die städtische Polizeiverwaltung. Dr. Neikes.

Vekanntmachung.

Auf Grund der Bekanntmachung tur P aT uvzuverläsficer Nersonen vom Handel vom 23. September 1915 (NGBI. S. 6093) abe i< dem Milhhändler Lur wig Fink und dessen Chefrau Wilhelmine Fink, geb. Görs, in Berlin, Clifahethstraße 4, dur Verfügung vom heutigen Tage den Handel mit Gegen- ständen des täglihen Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt.

Berlta-S<öneberg, den 26. Javruar 1918.

Der Polizeipräfident zu Berlin. Krieg8oucheramt. J. V.: Machattus,

ta rat art

Or. Neike s.

Bekanntmathung.

Dem Metzger Karl Oexle in Bochum, Noonstrafe 87, ist auf Grund der Bundetrateverordnung vom 23. September 1915, beir. Fernhaliung unzuverlä\ßger Personen vom Handel, und derx Bu desratêvero: dnung vom 24. Junk 1916, betr. den Handel mit Leb-n2- vnd Futtermitteln und zur Bekäwp‘ung des Keitenhandels, der Handel mit Gegenständen des 1äglihen Bedarfs, insbesondere mit Lebensmitteln aller Art, sowie die Ver- mittlertätigketit hierfür untersagt worden.

Bochum, den 28. Januar 1918. Die Stattpyolizeiverwaltung.

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Bekanntmachung.

__ Dem Meyhgerwelster Peter Mürmann tn Boum, BViktorta- firaße 9, ist auf G und der B ndesratsvezordnuvg vom 23. Sep- temb.r 1915, betreffend Fernhalinng unzuverlö\ger Personen vom Handel, N Bl. S. 603, der Handel mit Gegerständen drs täglichen Bedarfs, insbesondere mit Lebensmitteln aller Art, fowie die Vermittlertätigkett hierfür wegen Unzuverlässigkeit untersagt worden. Vechum, den 28. Januar 1918.

Die Stadtpolizeiverwaltung. I, A.: Wolf,

Bekanntmachung.

Dem Kellner Adolf Klingler, aeboren am 28. November 1882 in Darmstadt, wobnbaft in Frankfurt a. M., Dahlmann- ftraße Nr. 18, wird hierd< der Hanbel mit Gegen- ständen des täglihen Bedarfs, insbesondere Nahrungs- und Futtermitteln aller Art, ferner rohen Naturerzeug- nissen, Heiz- und Leuchtstofsen sowie jeglide mittelbare oder unmittelnare Beteiligung an einm solhen Handel wegen Unzuvez:läsfigkelt in bezug auf diesen Geweribebetrktb untersagt.

Frankfurt a. ®M., den 28. Januar 1918, Der Polizeipräsident. F. V.: von Klen>.

I. A.: Wolf.

Bekauntmachung.

Dem Privatier Heinrich MtiGel, geboren am 24. 12, 1868 in Frauffurt a. M., wohnhaft in Frankfuit a. ‘M., Predigerstraße N-. 8, wird hierdur< dec Handel mit Gegenständen des täglichen Vedarfs, insbesondere Nahrungs- und Futter- mitteln aller Art, fernex rohen Naturerzeugnissen, Hetz- und Leuctstoffen sowie jegliche mittelbare oder unmittelbare Beteiligung an einem solchen Hantrel wegen Unzuverkä)sigkeit in bezug auf diesen Gewerbebetiteb untersagt.

Frankfurt a. M , ‘den 28. Fanuar 1918,

Dex Polizeipräsident. J. V,: von Klen>.

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Bekanntmachuug. ¿

Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915, betreffend die Fernbaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, wid dem Händler Georg Bade von hter, Waldemarsir. 12, der Handel mit Gegerständen des täglihen Bedarfs unter- sagt, weil derielve An, entelte des Lebensmittelamts veranlaßt hat, ibm die Ab,abe emer aróßeren Anzahl von Zuckerschetnen zu be- seinigen, als er in Wirklichkeit abgeliefert hatte. Die Uazuver- läifigfe:t in bezug auf den Handelsbetrieb is dadur dargetan. Die Koften dieser Bekanntmachung trägt Badde.

Gelsenkir<hen, den 25. Januar 1918,

Der Oberbürgermeisier. J. V.: von Wedelstaecdt.

Bekaantma<hung

Dem Bäder und Händler Wilklhelin Krumm, hier, Weeger- firaße, ist auf Grund der Verfügung der unterzeichneten Behörde vom 7. November 1917 B, 17 845 und des Bescheides des Herrn Regier: n„epräsidenten in Düsseldorf vom 5. Januar 1918 Mob. 147 ber Handel mit Futtermehl untersagt worden.

Hoöbicheid, den 22. Januar 1918.

Die Pollzeiverwaltung. Pohbltg,

BekanntmacGung.

Auf Grund der Bunbesratsverordnung vom 23. September 1915, betreffend de Fernhaltung unzuverlässter Peisonen vom Ha: dl ({RGBI. 603), habe ih dem EGubwaher und Schuhrvarenbär dler Iosef Anton in Saarbrü>ken 1, Vorfladtsiraße 13, dur Ver-

ü ‘age den Handel mit Shubwaren unh C B erite iu sn P auch die reparaturmäßtge auf eigene Nechuung wegen Ünzuv-rlässigkeit untersagk.

Saarbrüten, ben 25. Januar 1918. Der Königliché Poltzeidireftoc. J. V.: von Salmutk.

NHekanntmachung,

uf Grund des $ 1 der Bekanntmachung vom 23, September 1915 (R SBL S. 693) ift dem Kellner Franz Pacholsky in Stettin, Sauniersiraße 19, der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, insbesondere mit Nahrungs- und Futtermitteln aller A:t, sowie mit rohen Naturerzeugnuissen, Hetz- und Leuchtstoffen und mit Gegenständen bes Kriegs- bedarfs wegen Unzuverläffigk-it untersagt.

Stettin, den 28. Januar 1918. Der Polizeipräsident, von Bôtticher.

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Bekanntmachung.

: der Bekanntmachung zur Fernbaltung unzuverlässiger E Handel vom 23. September 1915 (Reths-Geie bl. S, 603) habe ih dem Obsibhändler Antonio Mora, Wiesbaden, Markiitraße 21, dur Verfügung vom heuttgen Tage den Handel mit Lebens- und Senußmitteli aller Art unter Auferlegun der Kosten des Verfahrens wegen Unzuverläfsiäkeit în bezug a diesen Handelsbetrieb untersagt.

Wiesbbaten, den 22, Januar 1918.

Der K. Polizeidirektor. von Heimburg.

Bekanntmachung

Wegen Unzuverlässigkeit wird dem Händler Lemanski in Kanditierzyn der Handel mit Petroleum auf Grund der Bundesrattverordnung vom 23, September 1915 untersagt. Die Kosten der Bekanntmachung trägt Lemanskt-Kandzterzyn.

Witkowo, den 22. Januar 1918.

Der Landrat. I. V.: vou Wachholß, Kreissekretär.

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BekanntmacGung. keit wird der Händlerin Bilska in Powtd der Sande Die oleum auf Gründ der Bundedratsverordnung vom 23. September 1915 untersagt. Dic Kosten trägt Frau Bilska in Powidz. Witkowo, den 22. Januar 1918, Der Landrat. I. V: von Wathholt.

Nichtamtliches:

Deutsches Reich.

Prenßen. Berlin, 30. Januar 1918.

Anläßlich des Geburtstages Seiner R des Kaisers fand zwishen Seiner Majestät dem König von Bayern und Seiner Majestät dem Kaiser laut Meldung des „Wolffshen Telegraphenbüros“ folgender Telegramm- wechsel statt: Seiner Majestät dem Kaiser. A Zu Deinem Geburtstage, den Du auch heuer in kriegsmäkiget Einfachkeit begebst, b:inge Jh Dir Meiue und Peeines Hauses allerwärmste Glü rünshe rar. Deut\hlands Fürften und" ftele

Städ'e und das gesamte Volk stehen geschlcsseu wie je um

Deutschen Kai'er ; sfe wissen in ihm den Gtauben an die Unüber- windlihkeit unseres Vaterlondes gegenüber einer Uebermacht von Feinden ve:kôrpert und teilen mit ihm den festen Willén, den ampf zu einem Abschluß zu brin,en, der Deutschland und seinen Verbündeten Bestand und zukunftsreihe Entwidkelung tu der Welt sichert. Gott gebe Dir zu diesem hohen Ziele seinen Segen und

Beistand im neuen Lebensjahre. Vn alter Treue Detn Ludw kg.

Seiner Majestät dem König von Bayern.

- MWärmsten Dank für Deine Mich besonders erfceuenden Glü>- wüns<e. Mit Dir bin J<h voll iarker Zuversiht, daß unserem her: lihen Volk aus der Not der Zit ein ttarkes sicheres Reich und eine glüd>lihe Zukunft e: wathsen wird. Die Beg-isterung, mit der unsere Söbne im August 1914 anezozen, muß fi<_ bei der Länge des Mrieges immer mehr in die Stin-mvng einer unheugsamen (Ente s<lossenheit aus!ösen, die au des Schwerite mutig zu tragen bt“ reit ist, Dazu brauchen wir die Hilfe aller, die unser schwer ge prüftes Volk lieb haben, der politiihen Führer zumal, Gott schenke uns, daß solche St1mmung uns immer mehr zutéil werde,

In treuster Gesinnung Dein Wilhelm.

Die vereinigten Aus\{hüsse des Bundesrats für Zoll-

und Steuerwesen, für Handel und Verkehr und für Eisen- bahnen, Post und Telegraphen hielten heute eine. Sißung.

Jm Laufe des vorgestrigen Táges find in Po A der österreichisch - ungarishe Minister des Aeußern Gra Czernin mit den übrigen Mitgliedern der öiterréichish- ungarischen Abordnung, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Kühlmann, der bayerische Staatsminister und ehemalige Minister präsident Graf von Podewils mit Be- gleitung, ferner der Großwesir Talaat Pascha, der Minister des Aeußern Nessimy Bey, der Botschafter Hakki Pascha mit einigen anderen türkischen Herren, endlih Teile ber bul- garischen' Abordnung mit dem Obe: sten Gantschew an -: der Spitze eingetroffen; gestern vormittag langte au der Volkls- kommissar Troßgzki in Brest an. : ss

Laut Meldung des „Wolffschen Telegräphenbüros““ wurde auf russisches Ersuchen die für gestern anberaumte Sißung der politishen Kommission auf heute vertagt.

Jmmer wieder tauchen in: der Pressé des Jn- und Aus- landes Angaben über die Teilung der Vorräte der beseßten rumänishen und italienishen Gebiete zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn auf, die je na< der Parteirihtung in diesem odex jenem Sinne erläutert werden. Eine Klarstellung scheint daher am Playe. Dem „Wolffschen Telegraphenbüro“ [zufolge komm! aus Jtalien eine Ausfuhr von Lebens- und Futtermitteln überhaupt ni<ht in betrat, - da die dort vorhandenen Vorräte ni<ht einmal mehr zur Ernährung der italienishen Bevölkerung ausreichen. Aus: Rumänien

haben seit der Beseßung des Landes his zum eutigen

Tage Deutfchland en

Zl ; Toni Oesterreich Ungarn 7296 000 Tonnen Getreide einschließli" Mia erhalt

en. Zuf

f

richtigen Beurteilung dieser Zahlen ist zu berücsichtigen, da zas Verhältnis der Einwohnerzahl iniidus Deutschland aas Oesterreich-Ungarn 7 : 5 beträgt, unb daß im Frieden Deufsch-

land 51/3 Millionen Tonnen Getreide einschließli< Mais ein-

¡gren muß, während Oesterreich - Ungarn eine nennens Einfuhr in diesen Dingen überhaupt niht hat. Die A Rohstoffe und Landeserzeugnisse der beseßten rumänischen und italtenischen Gebieté find zwishen Deutschland und Oesterreich- llngarn nah dem Grundsag geteilt, daß jeder Staat dasjenige erhält, was er am nötigsten braucht.

Jn einer vom Reich9wirtschafisamt einberufenen Sitzun zu der auch die Vertreter der Interessenten celaden Dat wurde gestern, wie „Wolffs Telegraphenhüro“ mitteilt, die Frage der Beschaffung von Bautoffen béhandelt, um den für die Uebergangszeit nötigen Wohnungsbau siherzustellen. Besonders wurde die Möglichkeit der Verwertung der von der Militärverwaltung freigegebenen Mengen und der Steigerung der Erzeugung von Ziegeln, Holz, Baueisen und Zement besprochen. Es wurde festgestellt, daß, wenn auch

einer straffen Bewirtschaftung der nötigen Stoffe nah dem

Kriege niht das Wort geredet werden solle, doh die Schaff dezentralisierter Organisationen mit ee Ses: Regelung des Absaßes voraussichtlich wünschenswert sei. Die Frage wird durch das Reichswirtschaftsamt weiter geprüft werden.

Der Staatssekretär dés Jnnern Wallraf wurde gestern wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mitteilt, N Bitte der beiden sozialdemokratishen Fraktionen um eine Unte rredungq ersucht, an der auch Abgesandte der streikenden Arbeiter teil- nehmen sollten. Der Staatssekretär erklärte, daß er bereit sei, die sozialdemokratishen Abgeordneten zu empfangen. Mit den nicht der Volksvertretung angehörenden Arbeitern föônne er indessen über Fragen allgemein politishen Inhalts niht verhandeln, da Besprechungen dieser Art vor das Forum des Reichstags gehörten. Die geplante Unterredung ist darauf- hin unterblieben.

Polen.

Der „Kurjer Warzawski“ teilt mit, daß in der Sißung des Ministerrats am 28. Januar, an der Major Vyrostek? als militärisher Sachverständiger teilnahm, das vorläufige Heeresstatut beraten und endgültig an - E mm en worden ist. Ferner wurde die Herausgabe einer

mtszeitung beshlossen, deren erste Nummer am 1. Fe- bruar erscheinen soll.

Oesterreih-Ungarn,

Das öfsterreihishe Abgeordnetenhaus hat den deutschen Sozialdemokraten Seiß zum Vizepräsidenten an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Pernerstorfer gewählt.

In der fortgeseßten Besprechung über die Beantwortung der Jnterpellationen der deutschen und tschechishen Abgeordneten beantragte Stanèek, die Antwort des Ministerpräfidenten betreffs der Konfiskation der Erklärung der böhmischen Ab- geordueten nicht. zur Kenntnis zu nehmen.

Der Ministerpiäsident von Seidler erklärte laut Meldung des «WolffsWhen Telegraphenbüros", nach der scharfen Kritik der Entschließung dur< die Interpellat' oasbeantworturg habe die Oeffentlichkeit etn Recht darauf, die Entschließung selbst kennen zu lernen und si< ein seibständiges Ucteil zu bilden, ob die Negie ung re<t habe oder niht. Er habe deshalb die Freigabe der Eaischließung verfügt. Der Abgeordnete Seit erklärte namens der deut'<en Soztaldemokraten, daß sie si< nah der E:klärung des Ministerpräsidenten der Ab- flimmung enthalten würden, und betonte, daß die Bestrebungen der isbe<'{hen Parteien nah Vereinigung von Böhmen, Mähreu und Sl: sien zu einem staatsre<tlihen Ganzen, wodur dite deutschen Sudeterlö»der einer vationalen Sewaltherrshaft ausgeliefert würden, den s<äifsten Widerstand aller Deutschen, das Preletariat mitein- ges{hlofsen, finden würden,

Der Anirag Stanek wurde mit 155 gegen 105 Stimmen abgelehnt.

Der Finanzminister Wimmer unterbreitete den Nach- trag zum Staatsvoranschlag, worin mit Nücksicht auf den nah Fertigstellung des Voranschlags notwendig gewordenen erhöhten Aufwand für Flüchtlingsunterstübung, Hilfsaktionen für Minderbemittelte und Angehörige des Mtiittelstandes, Teuerungsbeiträge für Staatsangestellte, Vorschüsse für Lehrer, Ueberweisungen an Länder, Entschädigung an Zivilbeschädigte sowie zur De>kung des aus der Gebarung 1916/17 nicht ge- dedten Abgangs eine Milliarde sowie zur Bildung einer Reserve F unvorhergesehene Mehrauslagen die bisher einge- râumte Kreditermächtigung um 3 Milliarden erhöht wird. Ein weiterer Artikel der Nachtragsvorlage betrifft die Ausgabe von Kassenscheinen durch die Oesterreichish- Ungarische Bank zur Verminderung des Banknotenumlaufs: i:

In der Erörterung der Frage der De>kung des Zinsendienstes für die bioherigen Kriegéanle!hen verwics dec Vinister obiger Quelle iufolge darauf, daß bis zu seinem Amtsariritt seit Kriegsbeginn neue Steuermaßnahmen ge}<ofen wuxrden, die bei der Fortdauer der Krieg8wirtichaft 720 Milltonen und bei Wiederkehr nor- aler Verbältnifse 1052 Millionen bringen dürften. Hinzu ommen neve Einnahmen von 820 Millionen, die dur die bon der jèézigea Regierung geschaffenen oder in Vorbereitung begriffnnen Maßaahmen geliefert werhen sollen und die bei

tedeif-hr normaler Verhältulsse über 1 Milliarde stefern dürften. Hlerbet ist der Ertreg ber Kriegs steuer, die 1917 bis 1918 795 Yil- tonen ergibt, nidt berüdsihtigt worden. Der Minifter besprach die eute esngebrahte neue Kohlensteuer, welche, dem deutschen Gefeß ngebildet, vom 1. März in Kraft treten und bis 1. Zult 1920 Eeltung haben und 180 Millionen betragen soll. Der Minister wies auf die heute etugebra@ite Vorlage, betreffend Erhöhung der fwerbssteuer und Grundsieuer, hin, womit die Erwerbö|teuers vtlumme auf 60 Millionen, der Stenerfuß der ftagk- hen Grundsteuer um 3,4 yH erhöht werden soll. Der Mirlster be- ente die Dringlichkeit der Eiledigung der in Verhandlung stehenden heerlagen, wobet er be¡ügllh der Einführung einer Vermögentabzabe ttvorbob, daß diefe als Ne erve nit s>on während des Krteges ver- bit werden Mrfe, weshalb fle erst nah dem Kriege eingeführt werden fi Der Minisker kündigte als weitere Steuerinafinahmen die Ein- ¡hrung einer Warenumsaßsteuer fowie neue Natlaßgebühren an. s uh rashe Bewillizung der Steuern werde das Haus die Bank- fteniuflation wizksamst bekämpfen:

Grofébritannien und Jrlaud. der 208 „Reutersche Büro“ ist ermächtigt, festzustellen, daß er Ye su des italienischen A Orlando n völlig befriedigendes Ergebnis gehabt habe. (s sei eine wöglidsi volltommene Verständigung zwischen Jtalien uad

den Verbündeten über alle politischen, die Schiffahrt be- treffenden und wirtschaftlihen Fragen zustande ais Einige Punkte, über die vielleiht noch Unklarheit herrschte, seien zur vollen Der iauA Italiens völlig auf- geilärt. Zur selben Zeit sei anerkannt worden, daß die vollständige Uebereinstimmung und das gegen- seitige Vertrauen, die unter den Verbündeten her:shten, sich auch auf alle verschiedenen Gesichtspunlte erstre>ten, durch die ein gerechter und dauerhafter Frieden erzielt werden könnte, ein Frieden, wie ihn die demokratischen Regierungen der Entente- länder und die Vereinigten Staaten erstrebten. Es sei selbst- verständlih und brauche niht weiter betont zu werden, daß die historische Sympathie Englands für das Jdeal einer vollständigen C e italienishen Königreiches unvermindert /ge-

Wie schon seit einiger Zeit erwartet wurde, hat die englische Regierung angesichts der geringen Aussichten, daß die Abgeordneten der Jrenkonvention unter si zu einer Eini- gung gelangen, nunmehr einzugreifen beschlossen. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, verlas der Vorsitzende Plunkett auf der am 24. Januar abgehaltenen Vollsizung ein Schreiben des Premierministers Lloyd George, in dem dieser vor der endgültigen Beschlußfassung die Führer der verschiedenen Gruppen einlädt, zu einer Rücksprache na<h London zu kommen. Die Konvention beschloß, die Einladung anzu- nehmen, und vertagte si<h na< der Wahl eines besonderen Ausschusses für diesen Zwe> bis nah Abhaltung der fraglichen Zusammenkunft. Nach einer Mitteilung des „Manchester Guardian“ enthielt das nicht bekannt gegebene Schreiben Lloyd Georges eine Aufforderung an die Abgeordneten, im Hinblick auf den Krieg dur<h gegenseitige Zugeständnisse zu einer Eini- gung zu gelangen.

rankrei,

Die Beratungen der Pariser Konferenz sollen Lyoner Blättern zufolae sih hauptsächlih mit ernsten politishen und militärishen Fragen sowie au<h mit der Bildung einer Operationsarmee für die Westfront befassen. Clemenceau wird E mit den Generalen Fo<h und Weygang bei- wohnen.

In der Kammer führte der Minister Boret nah Er- Le der Jnterpellationen über die Brotkarte und die Lebensmittelversorgqung, wobei besonders an dem System der gleihmäßigen Zuteilung von 300 Gramm auf den Kopf Kritik geübt wurde, laut Bericht der „Agence Havas“ aus:

Die EinsHränkungen find notwendig infolge der urgenügenden Tonnage, die zur Verfügung sicht. Gs ift beßer, f< einus{<ränken, ehe bie Vorräte ershöpft sind. Der Minister erinnerte daran, daß die Brotration von 300 g weit höher sei als die in allen anderen Ländern Europas, und wenn er von Frankreich verlange, daß es ih einige Entbehrungen auferlege, so geschehe dies, um den Bundes- genoff:n zu beweisen, daß Franfreti<h Opfer bringe, um etne Gegen- leistung zu erhalten. Er {loß mit einem Appell an den Geist der Opferwilltgkeit des Landes.

Die Kammer nahm dur<h Handaufheben eine Tages- ordnung an, die der Regierung das Vertrauen aus\priht, daß sie die Frage der Brotversorgung des Landes mit Hilfe ge- eigneter Maßnahmen lösen werde.

Rußland,

Die rumänische Gesandtschaft hat vorgestern nach- miltag Befehl erhalten, Nußland binnen zehn Stunden zu verlassen. Die Abreise erfolgte um Mitternaht nach Stockholm.

Nach einer Meldung der „Petersburger Telegraphen-

Agentur“ hat der Volkskommissar Troßki auf dem dritten

Allrussishen Kongreß der Arbeiter- und Soldatenzäte am Schluß einer längeren Rede folgendes erklärt :

Dte rujsishe Abordnung wird ibre Forderunaen nit prets- aeben. Sie wird ketnen Sonderfrieden s<ließen. Die Bewegung greift auf Polen unv England über. Die Macht der imperiali\tisGen und bürgerlichen Regierungen ist untermintert. Das europâtihe Proletariat wird uns unterstüßen. Wir kämpfen für etne gemeinsame Sache, und wir werben siegen.

Der maximalistisheVolk38kommissar für nationale

Angelegenheiten gibt, dem „Reutershen Büro“ zufolge, be- kannt, daß die Volîsbeauftragten mit der Rada der Ukraine nicht weiter verhandeln würden. Der einzig mögliche Weg sei der unbarmherzige Kampf mit der Rada, bis die ukrainischen Somwjets sfiegreih seien. Friede und Ordnung könnten in der Ufcaine nur herrschen, wenn die Herrschaft der Bourgeoisie oóllig beseitigt und erseßt sei dur die neue sozialistishe Rada der Sowjetis, deren Kern schon in Charkow gebildet sei. -— In Finnland ist die Revolution des Pro- letariats ausgerufen worden. Wie die „Petersburger Telégraphenagentur“ meldet, hat der sozialdemokratische Au3- \huß am Sonntag abend eine revolutionäre Erklärung ver- öffentlicht, in der er anfündigt, daß die Gewalt aus\ließli< der Arbeiterklasse und ihren Organen gehöre. Der allgemeine Ausstand hat in Helsingfors am Sonntag begonnen Jn anderen Städten hängt die Erklärung des allgemeinen Ausstandes von örtlihen Umständen ab. Ein Aufruf ermahnt die fremden Untertanen sowie die friedlichen Bürger, si<h an den Plägen, wo Kämpfe stattfinden sollten, feindlicher Handlungen zu enthalten. Der Hauptausschuß der Arbeiter hat den Belagerungszustand verhängt und das Tragen von Waffen atißer für die Rote Garde verboten. Geagenrevolutionäre Handlungen und Plünderungen werden nach der ganzen Strenge der revolutionären Geseßze bestraft werden. Nach einer späteren Meldung ist gestern der all- gemeine Ausstand erklärt worden, außer in den Werken für Elektrizität und Gas sowie in Apotheken, Krankenhäusern und Lebensmittelgeshäften. Die staatlichen Einrichtungen befinden sich in den Händen der Roten Garde. Mitglieder der Weißen Garde und Senatoren sind verhaftet worden.

Dem Svenska Telegrambyran wird aus Helsingfors ge-

meldet, daß der Streik andauert. Rote Garden beschossen vor- gestern mit Maschinengewehren einige Häuser im Mittelpunkt der Stadt, es gab aber nur wenig Tote und Verwundete. Die Nacht war ruhig. Das russishe Militär verhält sich passiv. ad Wiborg ist ruhig, aber auf der Station Kämärä fanden am Sonntag Unruhen statt, wobei fünf Personen getötei und inf verwundet wurden. Die Eisenbahnbrücken von Torajoki und Karisalmi wurden gesprengt. Schußkorps mit da Maschinengewehren und Tausenden von Gewehren marschieren südwärts gegen Helsingfors.

Wie die finnishe Gesandtschaft in Stockholm telègraphisd erfährt, hat dec finnishe Sénat Helsingfors verlassen und fich amn elnen unbekannten Ori begeben, im dort seine Arbeit fori

seßen zu fönnen. Die Stadt ist von russischen Truppen bese! worden. Es herrscht vollkommene Anarchie, und nicht einmal dem Noten Kreuz wird erlaubt, seine Pflicht zu fun. Zutn Oberbefehlehäber der bürgerlichen Schußtruppen ijt der (General der Kavallerie Baron Mannérbentk ernannt worden. Einer weiteren Meldung des Soensfka Telegrambyron zufolge hat der ausführende Arbeiterauss<huß beschlossen, den Arbeitern vorzuschlagen, eine Vertretung des finnischen Volkes zu er- nernen an Stelle des jeßt gefallenen Senats. Diese Vertretung soll zusammen mit dem Zentralrat der Arbeiter und vom Rat beaufsihtigt die Regierung ausüben, bis die Arbeiter anderes bestimmen. Die Regierung, die sozialdemokratish sein muß, ist vorläufig folgendermaßen zusammen- gesezt: Manner, Präsident; Sirola, Auswärtiges; Kaagpa- laenen, Inneres: Lekonmari, Justiz; Kunsinen, Unterricht; Kahone, Finanz; Lumiwokko, Soziale Fragen; Elorauta, Ackerbau; Tokoîi, Lebensmittel; Lindgvist, Verkehr und Post , Turkia, Prokurator. Der Zentralrat wird 35 Mitglieder zählen, nämli<h 10 aus dem Parteirat, 10 aus der Volks- organisation, 10 Rotgardisten und 5 organisierte Helfingfor|er Arbeiter. Der Name Senat darf nicht mehr vorkommea.

Ftalien. L Dem „Corriere della Sera“ zufolge ift die MWiedereröff- nung der Kammer auf den 7. Februar anberaumt.

Schweden,

Am Sonntag traf in Stockholm cine aus fünf Mitgliedern bestehende Abordnung von den Alandsinseln ein, die Stockholmer Blättern zufolge die Aufgabe hat, bem Wunsche der Aländer nah Vereinigung mit Schweden Ausdru> gu geben. Die Abordnung führt au<h eine Massenadresse mit 8000 Unterschriften mit fich, in der der gleiche Wunsch ans?

gesprochen wird. Schweiz.

Die Bemühungen der schweizerischen Gesandischa!t in Washington, auf Grund des zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten bestehenden Niederlassungsverirogs von 25. November 1850 die Befreiung der Schweizer Bürger vom Dienst in der amerikanis<hen Armee zu erwirken, haben na<h einer Meldung der „Schweizerischen Depeschen« agentur“ zu einem befriedigenden Ergebnis geführt und zwar sowohl für diejenigen Schweizer, die no< keine Schritte zu ihrer Einbürgerung in Amerika getan haiten, als au<h für solche, die dur< Erwerbung der sogenannten „ersten Bürgtr- papiere“ ihre Absicht kundgegeben hatten später Bürger der Vereinigten Staaten zu werden. Die Befehlshabec sämtlicher Jnstruktionskorps haben Weisung erhalten, den Schweizern, die sich bei der betreffenden Truppeneinheit befinden, Geiegenheit zu geben, dur< Vermittlung der schweizerischen Gesandtschaft in Washington ihre Entlassung aus der amerikanischen Armee nachzusuchen; jedem Schweizer Bürger, der seine Entlassung verlangt, wird fie bewilligt werden.

Vulgarien.

Aus Anlaß des Geburtstags des Deutschen Kaisers fand im Königlichen Schloß in Anwesenheit des Königs, des Kronprinzen und der Prinzessinnen eine Galatafel statt, bei der der König, der „Bulaarischen Telegraphenagentur zufolge, folgenden Trinkspruch ausbrachte:

Pteine Herren! Wir feiern heute zum 09. Male den Geburt- tag Seiner Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen, I empfind: es mtt beionderec Genugtuung, an diejem feierlichen Geburtstage Meines ruhmreihen Verbündeten den d-uticen Ge- sandten, die in Meiner Hauptstadt Dienst wuenden deuischen D fiziere, die deutschen Beamten und die Vertreter der deuten Kolonie um mi< zu sehen. Nicht nur dos deutsche, sondern auh das buigaris@e Volk ulmmt aufrichtigen Ar teil an dem erhabenen Fest des mächt'gen deutshen Herrse1s, der si während setaes furzen Aufenthaltes in Meinem Lande sofort die Herzen aller Bulgaren z4 gewinnen verstand. Von Sturmwolken umgeben, die den militäis<hen Horizont bede>en, befinden wir uns noch tn ernster Kriegszeit, die die größte Anspannurg aller unserer Kräfte erfordert, um die gemeinsame Aufg be zu erfüllen, obglei die Ereignisse im Osten einen exsten Strahl des s< nähernaden Bee gebraht haben. Im Vecein mit Unserem edien

undc8genofs:in, dem Deutschen Kaiser, der in einer auf Gott vertrauenden Männlihkeit olü>li<h schr viele Gefohien überwunden bat, bliden wir in voll m Vertrauen na< Maßzade mensHliher Borausfiht den leßten kommenden Stürmen ciefes ch: e>liden Krteges entgegen. WMöge Go1t den edlen und weisen Letter Unseres Bündnifses segnen, damit er es in der Zukunit au mit voller Gcleu<htung zum Wohle seines Volkes und derjenigen an- - führe, die voll Vertrauen die gesegnete Aufgabe Deutsælands im Osten betraten. In diesem Wunsche erhebe I<h Wein Glas auf das teure Wohl Seiner Májestät des Kaisers und Köni.8 und bitte ah Si?, i< Mir anzu\chließen, indem S!e rufen: „Seine Majestät Kaiser Wilhelm 11. Hurra!“ i

Nach dem Essen hielten der König, der Kronprinz und die Prinzessinnen Zerfle und unterhielten fih auf das freundlichste mit den Gästen.

Die Sobranje hat gestern ihre Tätigkeit wieder auf- genommen. Die oppositionellen Parteien brachten Juter- pellationen über den Stand der Friedensverhandlungen eim, die der Ministerpräfident heute beantworten wird.

: | Kriegsnachrichten. Berlin, 29. Januar, Abends. (W. T. B.) Von den Kriegsschaupläßen nichts Neues.

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An der Westfront lebte am 28. Januar bei aufklärender Sicht die Gefech18tätigkeit wieder auf. Während wir in Flandern und an verschiedenen Stellen der Westfront in kleineren Unter- nehmungen erfolgreih waren und verschiedentlich Gefangene und Maschinengewehre zurückbrachten, seßten die Franzosen in der Champagne zu gewáltsamen Erkfundungen größeren Stils stärkere Kräfte ein. Am Morgen des 28. erfolgte nah kurzer Artillerie- und Minenfeuervorbereitung beider- seits der. Straße St. Souplet St. Hilaire der Vor- stoß eines starken französischen Sturmtirupos gegen unsere dortigen Stellungen. Wirksam von unserem Sperr- uud Maschinèngewehrfeuer gefaßt, entzog ih der Gegner unter \{<weren Verlusten dur< eilige Flucht unserem Gégenstoß. 1 Uhr 45 Nachmittags seßte \schlagartig erneute Fenuervorbereitung zu einem garoßzügigen feindlichen Patrouillenunternehmen ein. Unfere Stellungen füdkich der Linie Somme-Py—Notuwvroy lagen unter starkem Trommelfeuer. Bereits um 2 Uhr Nachtniitags träten starke franzöfische Skurrnabteilungen gegén unsere Stellungen béi Butle-de-Tahurs