1918 / 27 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

: Bulgarischer Bericht, Sofia, V. Jauor. (M. T. B.) Gencrolstababerichi vom

géedonishe-Frout: Oestlich des Ohrida-Sees, im des Dorfes rale ails und zwishen Wardar und Doiran-See war die Artillerie lebzafter. Jm Südwesien von Dolran Tätigkeit von Erkunduagsabteilungen, die für uns günstig verlief. Ju der Ebenc westlih von Serres zerstreute unsere Artillerie mehrere englische Jufanterleabteilungen. _ Dohrudschafront. Waffenhfüllstand.

. Sofia, 30. Januar. (W. T. B.) Aniklicher Heeres- :beriht vom 29. Januar. h ) 9 SezedonisSe Front: ‘Zwischen Ohrida- und Vrespasee, westlich von Bitolia, im Cernabogen und öftlih- von MWardar fteigerie fi bieweilen die Feueriätig- Feit. QOesilih vom Doiransee wurde ein englisches Bataillon, das gegen unsere Sicherungslinie -vorging, mit Feuer emp- fangen -und segounge, fi unter beträchtlichen Verlusica zurüctzuziehen. Un der Strumamändung beshoß ein feind- Ucher Monitor ergebnislos unsere Stellungen. _ Dobrudschafront: Waffenstillitand.

Türkischer Bericht.

Konflautinopel, 28. Januar. (W. T. V) Amili&er Tazuaberite, pel, 28. J Cu (W ) & Au allen Frouten ifi die Lage unverändert.

ena ctnopel, 29. Jauuar. (W. T. B.) Tages-

- Jn ben Dardanellen wurde durch Geschäßfeuer ber Dardanellenba!terien das enge Unterseeboct „E 14“ bei Kum Kale versenkt. 7 Mann wurden gerettet, einem zweiten englis n Unterseeboot „E 82“ wurde hei Nagara has Sehrohr abgeschossen. Es wurde dann ein großer Qelfleck beobachtet; sodaß auch dieses Boot mit ziemlicher Sicherheit als vernichtet gelten kann: Dur Maschineugewehrfeuer wurde ein englisches Wosserflugzeug, Syslen: Shore, bei Nagara zum Lánden gezwungen. Die Besaßung ist gefangen, das Flugzeug nwersehrt geborgen.

An den übrigen Fronien ist die Lage verändert.

Der Krieg zur Se,

Unsere reVigiösen Erzieher.

Deß (2. terbessertz Aufl. Sc95. 14 4.)

Charakteren, die seinen Anfängen bis zu unserer Zeit maßgebend geweseä siand.

fondern es t au träge und dur FrandZe, Sinze::dor

au9gewählten Bildermatertals gewonnen inhaltlih dur Umarbeitung früberer Sei fügung neuer Lebenstilder wi2 Dante, die $ zu baben. fiber dem

diesem. Werk zusammengefunden

Dulduo ein Verständuis für lebendige Religion zaben.

Sertehrêätaefan.

Die Verorbuung des Oberkommando3 in den Marken vom 24. April 1917, betreffend Beifügung von \chchrifilichen Mitteilungen in Poftpakeien au dbeutscze Kriegs3- efangene im Ausland, wird dahin erweitert, daß auch das agen von schriftliczen Miiteilungea in Pofipakeien an die internierten beutschen Heeresangehörigen im Ausland verboten aa al Erweiterung tritt mit dem 1. Februar 1918 in 4 ;

Jn wetten Kreisen der Deböêlferung berr!4t die AnsiSt, nickt freigemate ober uit Stahnabme belasiete Postpakete wüten wegen der darauf. einzuziehenden Weldbetzäge bet der Vo!:beförderung besonders behandelt und gelar gten to sckneller und sicherer ia die Dande der Enpfänger al3 freigemeckte Pakete. Viele Berionen senden nur aus diesem Grunde Pakete nit freigemacht oder mit Ticinen Nach- nahmen brloftet av. Dieses Berfabrea ift zweSios und für die Pott- verwaltung nadteilig, Alle gewöhnlichen Palete werden hei der Poft- befbide: ung bis zum Sefümmungeort völlig gleichmäßig und gemetn- sckaftlih behandelt; ni$t freizemachte over Nahnahmepakete werden nicht bevorzugt. Dagecen verursa$t bie Einziehung der Barketräge am BVesiitmungko:te Weiterungen, die bet freigemahten Pal-ten wegfallen, und erschwert fo den obnedi:s sckŒon bbermägig belasictea oftbeiried, Die Net! ch2-PVotiverwaltung bittet deohalb bringenb, die Palk2ie bei der Elallesecung freizumachen und vun der könftlicden We- lafturg mit NaGmahme abzusehen. N

Berlin, 30. Januar. (W. T. B.) Unseren C-Yooten

ielenimmitileren und öftlihen Mittelmeer

ürzlih 19000 Br.-N.-T. Handelsschiffsraum zum Opfer. Jm befonderen wurde dadur der Trans:

ortverlehr nah Jialien betroffen. U, a. wurden zwei große Dampfer“ aus einem durch zahlreiche Bewacher und C-Boots- {äger gesicherten Geleitzng herau8geshossen.

Stockholm, 309. Januar. (W. T. B.) Wie „Svenska Dagbiadet“ aus Gotenburg erfährt, ist ‘der \chwedische Dampfer „Vind“ (1300 t) im Dezember auf der Heimfahrt von Gngland verschwunden. Man hat seit jener Zeit weder von dem Schiff ‘noch vou der Besaßung etwas gehört.

' London, 30, Januar. (Reuter.) “Es wird fest mlit- geteilt, daß die „Andbania“, bevor fie den Hafen Srelibie, gesunken ist, |

__ London, 30. Januar, (Reuter.) Amtlich. Der Trans- portdampfer „Aragon“ (588 B.-R.-T,, Royal Mail) wurde am 30, Dezember im östlichen Teil des Mittelmeers torpedieri und zum Sinken gebracht. Ein britischer M rpatalager wurde, als er damit beschäftigt war, die Ueberlebenden aufzufischen, ebenfalls torpediert und versenkt, wie - bereits im Communiquó vom 7. Jas- unar ‘gemeldet wurde. Das Hilfskriea8\chiff mauieh“ (4041 B.-T., Khedivial Mail S. S. Co.) am - 31. Dezember an Unge iale derselben Stelle auf eíne Mine elaufen und gesunken. Mit dem Dampfer „Fragon“ find 4 T tiere, darunter der Kapitän, 15 Mitglieder dér Besaßung, 10 Armeeoffiziere und 581 Personen ums Leben gekommen, mit dem Dampfer „Osmanieh“ 3 Shiffsoffiziere, darunier der Kapitän, 21 Mitglieder der Be agung, 1 Armee- 4 A dba E S erien, Von

«beiden iffen war der Unterhausfibung vom | \ 23, Januar die Nede. » eg

__ London, 20. Jaruar. (Reuter.) Die Admiralilät gibt bekannt: „Dos bewaffnete Transportbegleit\chiff Me a- nician wurde am 20. Januar torpediert und später im englischen Kanal auf Strand geseht. Das Schiff ift vollkommen wrack. Drei Offiziere, zehn Mann sind umgekommen. Das Torpedoboot „Vaaard“ ist im englishen Kanal am 28. Januar . infolge : eines - Zusamménstoßes gesunken. Deei Mâánn fiud umgekommen. i

. «- Literatur. In deut Verlage ton Quelle & Meyer in Leipzsg find neutr- At Mnn drei LWez:?e ckschlenen : ie Vas deutsche S&wert. Kriegserlebnifse deutscker Oberle rer, herauf gegeben von Professor Dr. P, bed enen eb. 3203 418 den überaewaliigen Ereigntfseu des fur&tbaren Völkerringens O einzelue. Szcnen festgehalten, welbe tie Verfasser te nah ibrer emütsart tiefernst odér mit einem o1ttivollendet ‘und ergreifend für den: Leser ihildern. ttilleriften und Pioniere kommen 1u Wort, indem die Schaupläge fettnährevd wechseln. Cs waltet in den Erzählungen das Beftreben eþ, dic alltägliGen Divge des mühseligen Dienstes unter den höheren E Sur des Vaterlandes, der Familie, der Heimat anu- runs’ den Sieg erkämpfen wird, wollen ‘blese Beriéßte den a gebllebéten erzählen. ; y T ie evangelishen Kirhenaemeinden in der Kricgs- | d zelt bon Prof. H. Vr. Martin Schtan. (Geh. 2,60 eé, geb. 3,20 4.) Die evangelisGen Ki: hengemeinden batten sickch im ftriege in etre E ueue Lage L tuidbev: 2Was sie ia diesen Kricas- Jahien ente L vertient für die Zukunft feftgelegt zu werden. (as vorliegende Buch s{ildert e Aibtiten mit großer Anichaulid- keit: und bietit cine ¡ebendige Darsteüung des reten Lebens, das die fse ebrzal _bek Gemeinden in diesen harten Jahren eute

in szenischer : Der ; Elisabe1 b“ N Ver Chef bes Admiralstabes der Marine. M Man en Opernhause wiederholt. Alo Ocatoriuz hat man a ne aber der Etndruck war dur tir Zubilfenaßwe der Bühne do tiefeæ Die Dihtuwyg OttoNoquettes und in {liter turneist hoxophoue, in ibrer | roumea angepaßie Mußk werden bur die Szene auf das glödlifte ergänzt, ohne daf das Freilid fünftleris{ß-:n Opeinhause gebotene. Wie TraumgefiSte Mes die wan dur) die Defsnung eiues mächtigen romanifchen Tor- ogen Einzug ia die Wartburg, wo sich das Rosenwunder în herrlicher An! darn der mit Kreuzfahrern angefüllte Landgrafcn Ludwig Abschicd und den Kindern, sowie daran ans{lteßend -— da3 {{bufte Bild von allen .—- dex gege Lard in der

herztge Vindgräfin der Einsiedetei im druckvoller Welle veranschau!tcht. szeaische ist au der mußkali| {e V uud ‘Ghor toelteifertén geflern miteinander tn bezug auf keusche Lar g wirkung; veu - geradezu übertrdisWer S&önbeit war der Slisabeths Veik(ärung voraufzehende Schlußchor, studièruvg des Chordtrektors Nüdel. Dur, deren fromme, süße Stimme für eine

van de Sande, Hobich und Stcck verd{ent. Abend, der das Theater

7F Ubr, Kapelle unter der Strau ftatt.

dtr Komponist); 7. Symphonie voa Beethoven.

Braut von Messira® in ber gewohnten Ve fang 7 Uhr.

St stalt. Anflug von Humor, immer aber | „Vom Monte Rosa zur afcikanischen JIpfanteristien, | - der mit Vortrag Dierôta Ar Henhold Von tem deuishin S@wert, das in der Hand Hirbenburgs | M

s waffe unh ihre Täglih von 2 Ubz ab finden bei k

Dezember 1917 berihtet das Köaiali JIvstitut auf Grund der argestellten B erwies si als kalt, dabet im Osten als rel on Nieber\chlägen, während s tim bewölti war. D249 ‘Monatemittel dexr Terperatur if nur in Oipreußen annäßernd 1uonua!”,

F R E Ke

Theater utt D7utik,

Köntlglies Opernhaug

Die am Geburtstage Seiner Majestät des Katsers und Königs Foum aufgeflihrte „, Legyendè von bee heiltgen ton Franz Liszt wide gestou zum ersten Male erk im Konzertsaale in Berlin \{on öster ger

no welche scire Grundlage bildet talogform bie Begebenheiten erzählt, und Liizts frommen Ginsa&heit den Worten vol-

Gazze dadur ins Theatrolische vaificle. eine Aufführung von so erlesenen wie die Tut im Sen ziehen die einzelnen Schaus

getört dazu

Geshinack,

erblickt, Rugen vordet: zuerst CS'isabeths darauf das waldgrüne Wartburgta!, ult&kzlt vollzieht, Wartburabof und deo Landgräfin Elliabcth

an den

bon der

Kreuzfahrerzug, mit Roß und Neifigen durch dag 4 Dämmerung seinem Ziele zuftredend. Die leyten orgünge: Glisade1hs Vertreibung von der Wariburg dur die ha’t- Sophte fowle ihr Tod und ihre Verklärang vor alde, werden ebersa9s in nicht minder ein- (Fbenfo torbtloiih wie der Teil ter Au rung, unter r

if Leitung des Generalmusikdirekto1s Llech. Fester

eia Meiftexstück® ter Eir- Die heilige Elisabeth sang Fiau s sole Aufgabe wie gr- Waffen ift, den j2ngen Landgrafen Ludwtg tas neue Mitglied unserer

«foper, Hexr S@lusuus mit seinem weihen, wohllauteoben Bartton. m die mderen Partien matten sich Frau Goege sowte die Herren Es war ein weih: voller zur Ändachtöftätte ¿rhot.

L Mi ER s

Im Königlihen Opernhause findet morgen, Freitag, Abends das VI, Symphontekonzert der Kön lieu der Leitung des Gencralmusi!direkio:8 Dr. Richard des tat hierzu an demselben Tage um 12 Uhr lte Bortregsfolge laulet: Symphoute in C ben Baußinern zum 1, Male) unter der d des Komponifien; Konzert für lavier und Orchester în B-Moll von Xaver S@zartwrenka (Solift

Im Königlickben La gaben Beile wich garren aue eung aufgeihrt. An-

Manuigfactiges.

Au Sonuabead, Na@miitags ö Ubr, findet iu dcr Treptower ernwarte der kinematographishe Vortrag . Unsere Luftfloite* Am Sonntag, Na@mitiags 3 Ubr, wird der Neu: film - Küste“, um b Uhr der Film Möôwe* vorgeführt; Abends 7-Uhr wird zablreihen finematcgraphischen Aufnahmen ausgestatiete „Sitten und Gehräuce fremder Völker“ gehalten. Lm den d. Febrrar, Abends 7 Uhr, spricht der Direktor Dr, in cinem Lichtbildervorirage über ,Merkuc und Venus“ ttwod4, den 6. Februar, Nachmittags b Ubr, über „Die Flteger: Helden“ unter A uns zablreicer ever Filme, arem Wetter Veob2htungen mit

¿af Dohna : und setne

em großem Fernrohr statt. Ueber die Witterung in Norddeuts® land im Monat preußische Metecrologi e eovohiungen: Dezember

trüte, lonnenschelnarm und Westen treckener unh weniger

sonst zu ntedrig (bis 23 Grab

falt a die Schrift set der Kriegs chenge{chiGte ein Denkwal

wefet!.

in Westfatea) ge- So Tum 20. n Westfalea} ge

EFiaz GBesiÞte tet Cbristen- tums in Letensbilorrn, herauëczgLen bon Vrofcfior Lic. Bernbard 23 Bhe., 20 Lafeln unv BusSmuck. Die vorltegenden Lebencbtider suden das Wefezn der Frömungkeit klar zu mochen an den vas@iezenen religiöser für die Entwiälung des Chriftcrtums T n der vorliczenden jweiten, gänzlih umgearbetteten und verbesserten Auflape kat bas Wrik nicht: nur dutch Hinzufügung cines soraaifig

inzus uvd Wicern yerb!fsert und erweitert worden. Es find deutscj2z Ser s ste ampf uad Ha5 unserer Tage und ifi bestimmt, ckte Ge- müter hinüberzuleiten in eine Zeit des Wiedeiverstehers und der Das Buch sollte füt alle dli [:ntgea ein Hausbuch seia, bie

Verantwortlich für ven Anzeigeuteil: teher der j a Mengerin on De n.

tei 20 überstieg 1nd au überall an eber acößeren Ruzabl Tagen das Thermometer bauccnb urter O © blieb (an 3 bis 1i{n Sthleswi olstein, an 23 ia WMosurer ). Der grôßere Teil dea Biznenlaudes atte Mirima von mebr als 10, Ostpreußen, Hinterpommern und das Trierer Becken von iehr ais 15 Grad unter Null. Ueberall, in Oft preußen an etwa 20 Lagen, war der Boden längere Zeit biadurd mit Schuee bcdeckt. Hier find Swneefälle außerordentli häufig s wesen, wodur ecflärli wird, daß in ges

unerhebiih übertraf, im Memeler Tief um Doppelte, Im Westen (bis auf Teile des uördlthen Hannover) und iu Sólesicu dagegen war es zu trcck-ry, am unterea Main fielen rur etwa 30 vH der zu erwartenden Venge. Bewölkung und Sonnez s&eindauer find im Wesien normal gewesen; im Often war es trühe, die Dauer ter Jofolation war bier auf wenige Stunden BesGränt, Die Niedershlagekaite läßt erkennen, daß im größten Teil Nad. deutsblands 20—76 mm ficlen. Weniger als 25 mm hatten wcite Gebiete Mitleldeutichlants und des Rhetngebteto urd stuiGwelse Brandenburg, Shlesicn, West- und Dé‘preußen aufzuweisen, am wenigsten (stellenweise nur 12 mm) der Niederrhein. fielen im Memelcr Tief, Sudeten sowie in versprengten belonders în den Gebirgen. 100 mm wurden jur in luteipommern unb im P engee ela wenig überfGzttten. u Segian des Monats 10g etn TiefdruEwirbel von Notdivest, europa über Skandtnavien ostwäris und rief lebhafte westliche und uordwestliLe Winde bct trüber, milder Witterung und Niedetsch?ägen hervor, bie zuleyt mit der Anräherung des westlichen Dos in Corn von Scjnee fieleo, so daß es zur S einer leihen Gnecdele kam, worauf mit dec welteren udbildung deg Hcchs heiteres und trockenes Frostwetter folgte. Vom 7. ab- trat ult dem Grseinen elner neuen Depression Tauwetter ein. Da in der olgezett der niedrige Lufidruck liber Nordweft- und Nordeuroya efiehen blieb, Norddeutshiand aber wtederhclt in den 2 von HoHdruczebteten Fangte, die von Süden her vIrfließen jo war bis zum: 17. cin bäuficer Wesel zwifcken leihtem Frost und Tanwwetter maßzebend. Voa 17. ab warde die Wiiterung unter dem Ginfluß eines barometrishen Marimum9, das von Skardina=ien vorftte3, recht beftäadig: die Bewdlkung nabm ab, nund es irat balb ftrenger Frost ein, der kurs vor Weibna2ten seine größte Stärke ezreidite, Das Frofiwetier hieit au feruerbin bis zum Iahres\Gluß an, doch bedingten nunmehr Ttefdruckgebiete, die von Nonteuropa ker bis Norddeutschland ihren Etnfluß erstreckten, häufige und zum Teil ergiebige Schneefälle, j :

Troy der niedrigen Temperatur ber: Wintermongte it tee Jahrcsdurchs&ntt [m Jahre 1917 überall annäberod normal 9% wesen. Es tft dics in erster Reibe auf die urgewöbnligie Wärwe des Juni zurüzuführen. Troz der Trockcahelt dieses Monats stwie der Morate Februar und Yai weisen au die AeversSlagsfuminien Lur geringe Abw-ihungen vom langjährigen Durschnitt auf. Nur in der Torgauer Niederung war es erbebli® zu trocken (etwa 70 yZ bes Normalwertes), aa der Wesilüñle Schieswig-Holftei:.9 nied ¿u naß (mehr als 129 vH des Dur#schnitis). Aud die Sonnen, \heindauee zelgte nur gerince AdwetBergen vom langjährigen Mittzl, da den fehr fonntgen Mouaten Mai und Junt fehr trübe Lim S@éusse des Jaÿres gegeuüberftanden. \ N

_-

Veber 75 im Khüringer Walee, in ‘den

Königshütte, 30. Janzar. (W, T. D) Den, fSlesis$en Kurier" zu lie entstand bewe vonmittag in einer gus sDale ein klctaer Kelle»brand, Hierdurch -entftand in der von 1600 Sdfilern besuchtea Sbule eine Panik. wei Kinder wurden ccdeüdt, 15 f {wer T A daß an threm Aufs kommen gezweifelt wird; ferner wurden 60 Kinder leiter verletk

Brisbane, 25. Januar. (W, T. B.) Nah ekuexr Neulet meldung melbtet der Hafentne.ster vou Mackay dem ariúeminifterin drabtios: Ein Zyklon und eine Springflut haben den Hasen- plag ‘betroffen, Biber wurden 14 Tote geborgen. Die Stadt kat nur für zehn Tage Lebensmittel, Die Seneral-Central- und Northetn- Eisenbahn und die Telegrapbenlizten find unterbrochen, Die Rie (runa rast eine Hilfs expedition aus. Alle in Pêa@oy b: finde lichen Werften und Zuckerlager sind terftört, Die tort lagernden Zuckermengen werden auf 890 000 Pfund Steiling gershägt. Vie Stadt i vollständig überswemmt. Drei Dampfer

siad verloren gegangen, andere Schiffe wurden {wer deicädiat,

(Forisegung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) .

_ Vöuiglicze Schauspiele. Freitag: Opecahaus. Ylittazs

Abends 74 Uhr: Fl, Symphouicetouzert der Aöuiglichen Kapelle zum Besten ihres Witwen- üc.d Wail ufonds, j Leiter: Die General musittir ktoc Dr, Nichacd Strauß, Mitwkikender: Here Pro- sefior Xaver Sharwenka. Zum Sywphoniemiitagskonzert \iud Ginlaßtarten bet Vote u, Bock, Leipzi.er Stcaße 37 urd Tauenytenftiaße 7, am Fonzeittage im Könlglihen Opernhause

zu habén. i

Schausplelhaus. 32, Dauerbezuasvorstélluna. Dienste und Freldläge find aufgehobrn. Dic Braut vou Messina oder Die feindlichen Brüder. Cin Teailoies mit Chören in vier Aufgügta vza Schiller. Sp. ll ituag: Her Br::E, “Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Opernhaus. 32, Dauerbezugsvorstellung, Diensl« tind ree find aufgehoben. Nappeltovf. (Berliner Fassuug voa „Alpenkönig und Menschenfeiud*.) Oper in drei Aufzügen nad Naimund bon Richard Batka. Musik von Leo Ble.

Anfang 74 Ubr. Schausple¡haus. 33, Dauerbezuasvorstellung. Dienfi- und Lo x ai a e Zum- 250. Male: Die S: ive n nf Y? : De: Bag Put qn Mr | atiägen von Stiller, Spi ie :

.

R

Faulliennachrichten.

VerebeliGt: Hr. Regierur dreferendar Günther Frhr. vou Hauianor- fletn mit Frl. Elisabeth vou ‘Swirckel (acta

SVeboren: Eine Towlter: Hrn. Kapitänleatnant Volbert Frbpw

6 e N (Hamburg). pt 3d estorben: Verw. Fr. Oberst Maria Hülser, ged. von Stö Berlin). Fr. Elisa v9a Sreamis led Von Küfter (Vad Soll). —- Fil. Jda von Oeryen (Neubrandeuburg), r A

es

Veraniwertlider SHriflleiter: Direktor Dr. T y x # 1, Chxurlottenbrers. Geschästästélle,

eckbnunger nug L N

Verlag der Geschäf (sftelle (Mengering) in Balm. "if

Pru der Nordtent[ hen Bud ei und Bevlrgtanfbati L ura und pzazaal

daß die Z2hl der Frofitazz (Minimum untce 09%)

Y

- Vier Beilagen.

diesen Landegtei! Monatésurrume tes Nicterschlags den kangiährigen Mittelwert oige weit mehr als dag

Gedteten Wr fideutschkavt,

12 Vhr: Symphconiemittagsfonzert. (Programm wte ara Abrnb.)-—

Amtliches. Königreich Preußen.

Bekanntma ung.

Das Handel8verbot vom 14. August 1917 gegen die Eheleute vändler Hetnrich v. d. Water in Oberhausen, Franzen- laump 74, wird hiermit aufgehoben.

Oberhausen, den 28. Januar 1918.

Die ftädtisGe Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. Ï. B.: Dr. Neikea.

M 27

BekanntmaGung,

Dein Kaufmann Leo Rosenberg in Dortmund, JIokannes- straße 25, ist auf Grund der Bundesratsve: ordnung vom 23. Sep- tember 1915, betreffend Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, (R HBl. S. 603), der Handel sowie das Gewerbe mit Tehbenömitteln aller Art untersagt worden.

Bochum, den 29, Januar 1918,

Die Städtpolizeiverwaltung. J. A.: Wolf.

wmn

Bekanntmachung.

Der Ehefrau Anna Winkler in Bochum, Wiewelhauser- strafie 13, ift auf Grund der Bundetratsverordnung vom 23. Sey- tember 1915, betr. Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel RIBI. S. 603 —, der Handel mit Gegenständen des täglihen Bedarfs, insbesondere mit Lebenêmitteln allcr Art, wegen Unzuverlässigkeit un tersagt worden,

Bochum, den 29. Fanuar 1918. Die Stattpolizeiverwaltung. J. A.: Wolf.

Bekauntmachung.

Dem Meßtgergesellen Paul Schaub in Crefeld, Alte Linner- straße 48, habe ih den Handel mit Nahrungs- und Futter- mitteln wegen Unzuverlässigkeit untersagt. Die Kosten dieses Verfahrens treffen ‘S chckch aub,

Crefeld, den 24. Januar 1918. i Die Polizeiverwaltung, Der Oberbürgermeister. F. V.: Prinzen.

Bp 7 Bd armer

Bekanntmachung.

Dem Gemüsebhändler Robert Grunewald in Crefeld- DBodum, Grefeldersiraße 58, habe h den Handel mtt 3Nah- tungôse und Futtermitieln wegen Unzuverläsfigkeit unter- agt. Die Kosten des Verfahrens treffen Granewald.

Crefeld, den 24, Januar 1918. Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermetster. J, V.: Prinzen.

Bekanntmachung

Der Händlerin Auguste Nakielskt, geb. Pôttirger, und deren ToMter Anna Nakielski, beide in Bro kel, Hollaudstraße 35, habe {ch auf Grund ber Bundeôsratöyerorduung vom 23. Sep- tember 1919 (NGB!. S. 603) den Handel mit Obst, Gemüse und sonstigen Gegenständen des täglihen Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit bis auf weiteres unter sagt.

Dortmund, den 23, Januar 1918. Der Landrat. J. V.: Dr. Burchart,

————

Bekanntmachung.

Der Kausmann Nikolaus Heckler, geboren am 4. März 1863, in Kölln, Kreis Saarbrüden, wobuhaft in Frankfurt a, M., Eckenheimerlandftrale 6, Geschäftslokal ebenda, wird hierdurch der vandel mit Gegenftänden des täglihen Bedarfs, insbesondere Nahrxungs- und Futtermitteln aller Art, erner rohen Naturerzeugnissen, Heiz- und Leußtstoffen owie jeglihe mittelbare oder unmitt-lbace Beteiligung an einem olen Handel wegen Unzuyverlätsigkeit tn bezug auf diesen Gewerbe- bitcieb untersagt.

Frankfurt a. M., den 26, Januar 1918. Der Polizeipräsident. J. V.; yon Klendckck.

—— ——

Bekanntmachung.

Dem Händler Johann Ranntnger, geboren am 24.‘November 1865 in Monfurt, Kreis Stakfurt, wohnhaft in Frankfurt a. M., Vöhenfiraße 48, Geschäflslokal ebenda, wird bierdurch der Handel nit Gegenständen des täglihen Bedarfs, insbesondere labrungs- und Futtermitteln aller Art, ferner rohen Naturerzeugntssen, Hetz- und Leuchtstoffen sowie jegli@e Mittelbare oder unmittelvare Beteiligung an einem solchen dandel egts Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Gewerbebetrieb

ersagt,

Frankfuxt a. M., den 28. Januar 1918. Der Polizeipräsident. i J. V.: von Klenck.

Bekanntmachung.

j f Grund der Bundesratsverordnuvg vom 23. September 1915, treffend die Fernhaltung unzuverlässigex Perscnen vom Handel, pu dem Geflügelhändler Hermann Worstnk von bier, Kreuz- abe 19, der Handel mit Gegenstänven des tägiüchen Be- e untersagt, weil Morsink {tädtische Waren, dle für die

tsige Bevölkerung bestimmt waren, zum großen Teil nah Cöln und

ortmund zu hôberen Preisen verkauft hat. Die Unzuverläisigkeit e EzIUg auf den Hanpeldsbetrieb ist dadur dargetan. Die Koften ‘ser Vékanntmaihung Urägt Morsink.

Eelsenkirchen, den 28. Zanuar 1918.

Der Oberbürgermeister. F. B: von Wedelstaedt.

BekannitmaSung

ub Auf Grund der Bundedratsverortnung vem 23. Septewber 1915, ueffend Fexnkaltung unzvverlässiger Personen vem Handel, und der vecg drungbeftimmungen des Herrn Ministe für Handel urd Ge- bil bom 27. September 1915 wird ter Händlerin Witwe Isaak

did, Henriette geb. Meyer, in Recklinghaufen, g 14, wobnbaft, der S anbal mit Gegaensiänden bes täg- eu Vébarfd, indbesondere Lebend- uud Futtermitteln,

Erste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 31. Januar

wegen Unzuverlässigkeit untersagt. Die dur die öffentli%e Bekanntmachung dieser Ano: daung entstehenden Kosten hat die Wiiroe Phil!pp zu erstatten. j

Redlinghausen, den 21. Fanvar 1918. Die Orispolizeibehörde. Der Oberbürgermeister. F. V,: Dr. Baur.

BekanntmacGung.

Auf Grund der Bunbesratsverortnung vom 23. September 1915; betreffend Fernbaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, und der Ausführung9bestirämung des Herrn Wiintfiers für Handel und Gewerbe vom 27. September 1915 wird dem Lederbändler Heinrich Krumme, in RNecklinghausen, Breitestraße 27, wohnhaft, der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, ing- besondere Leder und Lederwaren, wegen Vnzuverlässigkeit untersagt. Die dur die sfenilihe Bekanntmachung dieser An- ordnung entstehenden Kosten hat Kruma:e zu exstatten.

Necklinghausen, den 22, Januar 1918.

Die Ortspoltzeibehörde. Der Oberbürgermeister. J, V.: Dr. Baur,

Bekanntmacchunso.

Auf Grund der Bundearattv:rordnung vom 23, September 1915, betr. Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, und der Ausführungsbesiimmurg des Herrn Mintsters für Handel und Gewerbe vom 27. S ptember 1915 wird dem Bäckermester Josef Mechlem, in Neckltnghausen, Holzmarkt 15, wohnhoft, der Betri.b der Bâgderet, dex Handel mtt Back- und Konditorwaren sowie der Handel mit Mehl wegen Unzuver!ä sigkeit untersagt. Die dun dle ôfentlihe Bekanntmachung dieser Anordiung ent- stehenden Koften bat Mehlem zu e: statten.

NRecklinghausen, den 22. Fanuar 1918 Die Ortspoltzeibehörde. Der Oberbürgermetster.

—- —_——_

BekanntmaMhuns.

Auf Grund der Bekanntmachung zur Fernbaltung untuyerkässizer Personen vom Handel vem 283. S: ptember 1915 (RGLI. S. 603) ist: a. dem Invaliden Petnes Bolten, Rheyot, Köa'gt1raße Nr. 76, b, dem Furagebändler Heinr1ch Müller, NRhevdt, Bendheckterstraße 39, c. der Ghefrau Heinrich Müller, Sophie geb, Beginn, Rheydt, Bendheckerstraße Nr 39, 4 dem Ver- waltunasgehilfen E Meyer, Rheybt, Friedrih-Wilhelm- Straße 37, o. der Ghefrau Caipar Krichel, Glise geb. Hetdel- herg, Rveydt, Parkst-, Nr. 48, f dem Kaffeehändler Konrad Wolff, Nheydt, Mühler. st:aße Nr. 84, g. der Ehefrau Karl Mühbleu, Gmilie geb, Steuber, Rheydt, Hauptiiraße Nr. 167, du: ch Bertügung vom 12. d. M.: zu a bis f der Handel mit Lebenömittein unh Gegenständen des täglihen Bedarfs, zu g der Handel mit Dost wegen Unzuve:läsfigkeit in bezug auf btesen Handelsbetrieb untersagt worden. Die vou der Anordnung Betroffenen haben die Kosten der Bekanntmachung zu tragen.

Rheydt, den 28. Januar 1918, Die Polizeiverwaktung. Der Oberbürgermeister. F, V, : Qr. Gractner.

F. V.: Dr. Baur.

BekanntmacGnng:

Auf Grund der Bundesratsverorduurg vom 23, September 1915, betr. dle Fernbaltung unzuverläsfiger Perionen vom Hand-l (RSBI, S. 603), tit der Händlerin Gmma Lange, geb. Pafsehl, zu Waren, Kirchenitraße Nr, 22 und Laogesiraß- Ir. 1, durch Bersügung vom beutigen Tage der Handel mit Lebens- und Genuß- mitteln aller Art mit Wirkung vom 1. Februar d. J. wégen Unzuverläsfigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt worden.

Waren (Mürlt), den 22.. Januar 19183.

Der Magistrat, Seeler.

Nichtamtliches, Bayern.

Sn der gestrigen Sißung beschäftigte sih die Kammer der Abgeordneten mit der in Deutschland ausgebrochenen

Ausftandsbewegung. j /

Laut Bertcht des „Wolffshen Telegraphenbüros" führte der Abg. Beckh (Fr. Bgg.) u, a. aus: Die Vaterlandepartei hat nte- mals zur Krlegsverlüngerung gthett. Wix wollen unsere Srenzen fichern, ntemanhen annekiterew, aber uns cine Krisgsentfhädigung sichern, die uns in den Stand seyt, nach dem Krieg bald wteder in die Höhe zu fommen, und zwar eine KriegsentsckGädigung mög- lichst dur Lieserung don Rohstoffen. Vas tft die Absicht ber Vaterlanbépartei. Kriegsverlängerer find diejenigen, bie, um den Russen zu gefaëen, Aufzüge in den Siraßen unternehmen. Ich hoffe, baß fich die Arbeiter niht voa threr Pfl cht gegen die Heimat abspecstig macken lassen, und daß es der Staatsregierung gelingen wtid, mit Hilfe der vaterländisck gesinnten Arbeiter die Ordnung aufre@t zu erbalten und die Arbeit in Gang zu halten. Der Minisier des Innern Dr. von Brettreich bedauerte, daß tm Hause an preußlschen Einrichtungen Kritik geübt wurde, und sagte: Der Be- havptung von sozialdemckratisher Seite, die Stellung der Reichs- leitung set ni@t flar, muß ih ganz entschledea entgegentreten. Der verantwortliche Leiter der Reichépolitik hat das Ziel der deutsGen Polwif Uar und offen bargeleat und es bietet keinen Grund zum Mißtrauen bei der A-beitesGaft. Ich muß die Fübrer, die entsprehenden Etnfluß bet dec Arbektezschaft haben, no- mals dringend bitten, biesen Einfluß agufzuwenden, daß baldigst wieder atordnete Zustände eintreten. Mögen si die streikenden ürbeiter nit von dem Wahn erfüllen lassen, die Arbeiter der feindlichen Länder mürden ihnen folgen. Das fällt thnen gar nit ein. Dagegen find wohl Offensiven des Fetndes erfolat, die uns und unseren Bundetgrnofsen große Opfer gekostet baben, EGifieultiherweise seinen die dbayertiien Arbeiter thre Arbeit überall wteder aufgenommen zu haben. Wir gehen hoffentlic) der lehten, aber au vielleicht der ‘\chwerflen Zeit dieses Krieges entgegen; ba ist vor allem geschlofsene innere Ginhelt notwendig. G8 entfyrih? fegt den Inieressen tes deuten Bolkes, einmüiig zulammenzusteven in Not und Gefahr. Nur unter diesem Zeichen kann dee Krieg bald zu Ende gehen und nihts andes. Der, Abg. Dr. S@littenbauer (Zentr.) wandte fich scharf gegen die Unabbängkgen Sozialdemokraten, die auf den Trúwmern des Vaterlandes etne foztalistiiGe Republik aufbauen wollten. Jeder Tag ber Arbeitseintieüung kostet Tausenden von Brüdern im Felde ihr Leben, und deshalb ift soldjes Vorgehen eia alatter Landeéverrat. Wean wir _ in -ents@eidender Stunde dem

Feinde eln Beklspiel der Zett!ssenheit und des Zwolespalis geben, be-

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¿zum Deutschen Neichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

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Ffomrmen wir den Frieden nit, auß keinen Sondeifrieden mit Ruß- land. Das Wort Htindenburgs wird wahr werden: „Diesen rieg roird nur jenes Volk gewinnen, das am längsten feine Nerven behält.

Polen.

Anläßlich des Geburtstages des Deutschen Kaisers hat der Regentschaftsrat, wie „Wolffs Telegraphenbüro meldet, Seiner Majestät folgendes Telegramm gesandt:

Am Gedburtsfeste Gur-r Kai erl'chen Vêoj- stät beehrt fih der M-ge tchfisrat des Köntgreihs Polen, seine ehrf:rchtsoollen Glückwünshe zu übersenden, und drückt die feite Z-va siht aus, daß die Bemühungen Eurer PMateftät um die Begründung eines allgemeinen, auf &erehtigkcit beruhenden Fitedens den erwünschzten und baldi.en Ec:folg h2ben werden.

Atexander von Kakowski, Joseph Ostrowski, Fürst Lubomirskit,

Der Kaiser hat folgende Antwort gesandt: Den Vêitgliedern des ütegent|haster.ts des KöritgreiWs Polen danke Ih von Herzen für die zu Meinem Geburtstage aus- gsprodeuen guten Wü: sche. Môce der Allmächtige un9 einen ereh!en und dauer: haften F'ieden schenk-n, damit au Polen sich ald von den Wu den des Krteges erholen und einer neuen glüds lien Zukunft entgegengehen kann.

Oesterreich-Ungarn.

Das österreichische Abgeordnetenhaus hat das Krieasgewinnsteuergeseß in der leßten vom Herrenhaus beschlossenen Fassung angenommen. ;

Der Haus halts3aus\chuß erledigte den vom Finanz- E vorgestern eingebrahten Nachtrag zum Staatsvor- anschlag. ;

Die ungarische Regierung beabsichtigt, wie „Wolffs Tele- araphenbüro“ meldet, zum Zwedte des Wiederaufbaus Siebenbürgens ein königlihes Komm fsariat zu er- rihten und zum Kommissar den früheren Minister des Jnnetn Ugron zu ernennen,

Großbritannien und Jrland.

Das Mitglied des Krieaskabine!ts General Smuts \prah Montagabead in der Königlichen Graphishen Gesell- Laon über die Kolonialfrage in Afrika und führte laut

Bericht des „Reuterschen Büro“ aus:

Ostafrika 11ehe im wirtschaftlichen Werte hech unter den tropischen Ländern Afrlka9, Wahrscheinlih habe kein Teil Afrikas ein ge- eigneteres Klima oder etnen geeianeteren Boden für eine au?gedehnte Erzeugung von Copra, Kokosuüssen, K fee, Zucker, Gummt, Baum- roolle und anderen tropischen Produkt. Bor Ueberwindung ter tropishen Krankheiten dürfe man es jedob rit als Stediungéland für die wee Bevölkerung ansehen. Die Deutschen häiten erkannt, daß ber Wert des tropischen Afrika nicht in der Entschließung für weiße Kolonisten bestehe wie in British - O 1af:ika, iondern in einem Pflanzungésyitem, in dem weißes Kapttal und s{chwarze Arbeiter zujammenarbeiten. Die deutsch-n koionialen Ziele seten tatsähitch nit foionial, fondern völlig beberrs{t von umfassenden welipolitisGen B griffen. Jhre wahren Ziele sei-n niht Ko!onten, fondern militärishe Macht und firategishe Stellungen, um diese Weltmacht in Zukunft auszuüben. Dte Deutsh?-n verlangten eine neue Verteilung der Weltkolonien, damit Deutsland dn Ai teil daran habe, der feiner Weltftellung entsprehe. So habe der j bte deuiiche Kolonial'taat8sekretär Dr. Solf im Kolonialkalender von 1917 folgende Bemerkurg über den oraantschen Zusfawmenhang derx deutshen Kolontalitele mit den anderen Zielen der deutschen Weltmaht gemacht: „Unsere Kolonialgeszihte in diesem Weltkriege hat uns gezeigt, was bisher in dem deutschen Kolonialreiche fehlte, ebenso gezeigt, taß es eigentli überbaupt niGt ein sogenanntes Reih war, sondern nur eine Nethe von Besitungen obne geographis&ea und politisWen Zu- sammenhang und ohne gesiherte Verbindungen. Wieviel stärker wüide die Macht und der Widerstand unserer Kolon en gewesen seten, wenn sie nit tsoliert gewesen wären!® WMêit anderen Worten, fuhr Smits fort, Berlin— Bagdad ist nit sicher ohne ein deutsWes SZeniral- oder Ostafrika. Die Gesicht punkte des britischen Reiches sind in der Tat sehr ander3artig. Erstens haite es, abgesehen vou der Seemacht, die zur Fortdauer seines Be- standes in Afrika wesentli ist, niemals milt1ärishe Z'ele, Es hat nlemals die Eingeborenen militarisiert uud ist j1ets einer solchen Politik entgegengetreten; es war fte1s bestrebt, ihre Int. r- essen zu erfoishen und die eigeren hintanzuseyen. Das brittsche Re'ch ist bei weitem die größte afrikanisie Wacht, und keine andere Macht hat auf diesem Festland Intecefsen, die üb-rhaupt mit den seinen verglei@bar find. Wenn wir vom umfafsendsten SisiŸtspunkt aus die Zukunft betraten, wenn wir ferner in Betracht ziehen, daß Afitta die Halbwegstation nach Jndi-n und Oitasi-n is, yerlavgt das britishe Nei nur inneren Frteden und die Siterheit seiner Verbindungen nach außen. Es muß auf EGrhaitung einer Lage be- stehen, die dur das aanze Land für seine Gebiete V rbindungen von einem Gnde des Festilands zum anderen sich rítelt. Das britishe Reih ift zerstreut über die Erde und völlig avkär gla von feinen Bercbindungen für die Fortdauer seiner Eriftenz, und ta S tanft follten diese Verbindungslinien nit nur zur See, sondern au iu Lande weiter ge!übrt werden. Alle diese Erwägungen weisen auf die Notwendigkeit hin, daß wir in weiser Vorauesi®t die Verbin- dungea des Reiches mit allen zustänotgen Miiteln fihern. U-ber d'e Zukunft der deutschen Kolonien sagte Suuts folgendes: Solange keine wirkiihe Aenderung in der Gesirnung Deutshlauds8 vorgeht, solange nicht endgültig und unwiderruflih mt dem Mili- tariamus gebrohen wird, follte das Gesey der Seibste:haltung als das höchste betrachtet werden. Keine Neuausdebnung des preußtshen Diilitarièmus auf and-re Erdteile und Meere s\oll'e geduldet werden, und die eroberten teutschen Kolonten können vur als Bürgschaften für die künfitge Sicherheit des Welt- friedens betrocht#+ werden. Diese Meinung wird von dec großen Mafse der jungen Nationen geteilt werden, die die Dominions des britischen Reiches tilden. Freiwillig find Fe in diesen Krieg einge- Heten, und thre Bemühung ift vor allem die Vernichtung des deutien Kolonitalreides, Van folite thnen nit zumuten, ihre Z immung dazu zu geben, daß dem kiegerishen Deutsbland neue feste Stellungen für setnen Militarivmus auf der neuen südltchen Ha!bkugekl aëgeben werden und daß die Zukunft feiner junger, ewmporstrebenden Staaten bedroht wird. Die hartnädtige Verteidigung feiner leßten Kolonie durch den Feind war nit nur an ih eine große Helkdentat, sondern auch ein Beweis, eine wie große Wichtiakeit dieser afrikanishen Kolonie von der deutshen Regie:uag beiaemess-n wtrd, sowohl als wirt- \chaf:lihes Gigentum wte als strategi\cher Ausgargspunkt zur Er- richtung des zentralafrikanischen Reiches, von dem ih geiprochen habe. Eine unzeitige oder unfluge Zurückgabe vcn Deutih Ostafrika an

seinen früheren Besißer könnte dahter Folgen haben, die reit über die