1918 / 69 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Seile,

betreffend Abänderung des Nusführungsgeseßes zum Bürgerlichen Geseßbuche vom 20. September 1899

(Geseßsamml. S. 177). Vom 2. März 1918.

Wir Wilhelm, Preußen 2c.,

verordnen, mit Zustimmung der bciden Häuser des Landtags

der Monarchie, was folgt: Einziger Artikel.

Jn Artikel 85 des Aussührungsgeseßes zum Bürgerlichen 20. September 1899 werden hinter den

Gese8buhe vom ] : Worten „Darlehnskasse usw.) sowie“ die Wocte ydie preußischen öffentlihen Sparkassen“, eingefügt.

Urkfundlih unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift

und beigedrucktem Köriglichen Jnsiegel.

Gegeben Großes Hauptquartier, den 2. März 1918. (Siegel.) Wilhelm.

Stedber s. von Breiienbach. Sydow.

raf von Roedern. von Waldow. Spahn. Schmidt. von Eisenhart-Rothe. Hergt.

Erlaß des Staatsministeriums,

betreffend Anwendung des vereinfachten eignungsverfahrens bei der Rangierbahnhofs Danzig lege Tor.

Vom 8. März 1918.

Auf Giund des $ 1 d¿r Allerhöchsten Verordnung, be- treffendein vereinfnchtes Enteignunasverfahren zur Beschaffung von Urbeitsgelegenheit und zur Beschäftigung von Kriegsgefangenen,

©

vom 11. September 1914 (Gesch\amml. S. 159) in der Fassung der Verordnungen vom 27. März 1915 (Geseßzsamml. Vev L Â wir vereinfachte Enteignungsve!fahren nach Erweite- lege Tor an der Danzig Neufahrwasser, zu En1ziehung und zur dauernden Besch: änkung des Grundeigentums durch die Aller- höchsten Erlasse vom 4. Mai 1849 (Geseysamml. S. 174) und vom 29. Mai 1865 (Gesegsamml. S. 626) verlichen worden

vom 25. September 1915 (Gesezsamml. S. bestimmt, daß das den Vorsch1iften dieser rung des Rangierbahnhofs Staatsbahyrstrede Dirschau deren Ausführung das Recht zur

Verordnung bei der Darzig

ijt, Anwendung findet. Berlin, den 8. März 1918. Das Staatsministerium. Friedberg. von Breitenbach. Sydow. Graf von Roedern. von Waldow. Spahn. Schmidi. von Eisenhart-Rothe. Hergt.

Erlaß des Staatsministeriums,

betreffend Anwendung des vereinfahten Ent- eignungsverfahrens bei der Herstellung der Stark- stromleitung (100000 Voltleitung) von der Haupt- Schalt- und Umfocmungsstelle bei Osterath im Lan d- kreise Crefeld nach einer bei Natingen im Landkreise Düsseldorf zu errichtenden Haupt-Schalt- und Um- formungsftelle durch das Rheinisch - Westfälische Elektrizitätswerk in Essen a. d. Ruhr.

Vom 12. März 1918.

Auf Grund des $ 1 der Allerhöchsten Verordnung, be- treffend ein vereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von “Arbeitsgelegenheit und Beschäftigung von Kriegs-

efangenen, vom 11. September 1914 (Gesezsamml. S. 159) n der Fassung der Verordnungen vom 27. März und 25. September 1915 (Geseßsamml. S. 57 und 141) wird bestimmt, daß das vereinfahte Enteignungsverfahren nach den Vorschriften der Verordnung bei der Herstellung der Stark- stromleitung (100 000 Voltleitung) von der Haupt-Shalt- und Umformungsstelle bei Osterath im Landkreise Crefeld nach einec bei Ratingen im Landkreise Düsseldorf zu errichtenden Haupt-Schal{- und Umformunasfstelle Anwendung findet, nahdem dem NRheinisch-West|älischen Elektrizitätswerk, Aktiengesellschaft in Essen a. d. Ruhr, das Enteignungsrecht für den Bau der Leitung -durch den auf Grund Allerhöchster Ermächtigung er- gangenen Erlaß des Staaisministeriuums vom 30. Juni 1916 verliehen worden ift.

Berlin, den 12. März 1918. Das Staatsminislerium.

Friedberg. von Breitenbach. Sydcw. Graf von Roedern. von Waldow. Spahn. Drews. Schmidt. von Eisenhart-Rothe. Hergt. Wallraf.

Drews. Wallraf.

Ausführungsbestimmungen zu der Verordnung über den Anbau von Zucker- rüben und das Brennen von Rüben im Betriebg- jahre 1918/1919 vom 2. Februar 1918 (Neichs-Geseybl. S. 69).

Höhere Verwaltungsbehörde im Sinne des $ 2 der Ver- ordnung ist der Oberp' sident, für den Bezirk der Staatiichen Verteilungsstelle für G-oß Berlin der Vorfißende dieser Stelle.

Vor der Entscheidung gemäß $ 2 der Verordnung sind beide Parteien zu hören. Je ein Sachverständiger aus den en der Landwirtschaft und der Zuckerindustrie ift zu- guziehen. 1 i l

Ausferligung der Entscheidung ist beiden Parteien zu- gustellen.

Berlin, den 16. März 1918.

Preußischer Staatskommissar für Volksernährung. V: PEters.

Bera an 0.

Gemäß S 46 des Kommunalabgabengeseßes vom 14 Juli | 1893 (GS. S. 152) wird hiermit befanntgegeben, daß; ein !

im Steuerjahre 1917/18 zu ben Koinmnnalabgaben einshät;- barer Reinertrag aus dem VBetriebsjahre 1916/17 bei der

von Gottes Gnaden König von

von Stein. Drews. Wallraf.

Ent- Erweiterung des

Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn bezüglich ihrer preußischen Stredcke nicht erzielt worden ist. Magdeburg, den 18. März 1918. Der Königliche Eisenbahnkommissar. Sommer.

Bekanntma G tag Der Ebefrau Heinrich Maß, Glise geb. Mittelberg, und

borsterstraße 4, habe tch auf &runv dec Bundesratevzrorènung vom 23. September 1915 (NSBl. S. 603) den Handel mit Ledens- mitteln wegen Unzuverlässigkeit bis auf weiteies untersagt. Dortmund, den 13. März 1918, Der Lankrat. I. V.: Dr. Bur Maud.

BeltanntmacGung.

D-m Bägermeister Hermann P-chmann in Elbingerode im Harz have ich auf Grund der B-kannimaGung des Bupdesrats vom 23. September 1915 (NSBi. S. 693) unter Tufe:legurg der verur'achten baren Auslagen und Köoiten des Verfahrens den DHardel mit Brot und Mebl untersagt und jede direkte Mehbllieferung an den Pechmannschen Betrieb verboten.

Ilfeld, den 13. März 1918.

Der kommwissarishe Landrat: Fretberr Quadt.

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BekanuntmacmuUuUnq

Der G-\chtäfttir haberin Gertrud Romeike, geb. Kommnick, bier, Kaiserstraße 48, tft dur Verfügung vom beuttgen Tage au; Grund der Verordnung des Biunde9-ais zur Fernbaltung urzuver- lä\fig-r Personen vom Handel yona 23. S:ptember 1915 der Handel mit Setfen, Lebensmitteln und fonstigen Gegentitänden des täglichen Bedarfs untersagt worden.

Königsberg, den 13. März 1918, s

Der Poltzeipräsident. J. V.: von Wedel, Regierungsafessor.

Bekanntma un: g

Auf Grund der Bundesrattverordnu"g zur Fernhaktung unzuver- lässiaer Personen vom Handel vy2m 23. September 1915 (R Hl. S 603) habe ich den Händlern August Schnitter, Grnti Wagner, Ernst Hoffmann, Wilhelm Noll, Heiarich Musch?kau, Georg Noll, Auguii Wallsteir, säntli® in Falken a. Werra wohnhaft, den Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, insbesondere mit Nahrugs- und Futtermitteln aller Art sowie mit rohen Natux- erzeugnissen, untersagt.

Mühlhausen i. Thür., den 11, März 1918.

Der Landrat. Dr. Klemm.

BelanntmaGUn q

Der Händlerin Gertrud Hargarter aus Wehrden-Saar, Kirchstraße 6, habe id auf Grund ber Buntesratcyerordnuog ycm 23. S piember 1915 (NBULI. S. 603) den Handel mit Lebens- mitteln und sonstigen Gegenständen des tägltGen Ver- braubes wegen Unzuverlässigkeit bis auf weiteres untersagt. Die Kotten der Veröffemlichung bat dke AngesGuldigte zu tragen.

Saarbrüdck-n, den 16. März 1918.

Der Landrat. J. V.: von Salmuth.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 6; der Preußishen Geseßsammlung enthält unter

Nr. 11 631 das Geseg, betreffend Firma und Grundkapital der Seehandlung, vom 25. Februar 1918, unter

Nr. 11 632 das Geseg, betreffend Abänderung des Nugs- führung8aeseßzes zum Bürgerlichen Gesezbuhe vom 20. Seop- tember 1899 (Geseßsamml. S. 177), vom 2. März 1918, unter

Nr. 11633 einen Erlaß des Staatsministeriums, be- treffend Anwendung des vereinfachten Enteigunngsverfahrens bei der Erweiterung des Rangierbahnhofs Danzig lege Tor, vom 8 März 1918, und unter

Nr. 11 634 einen Erlaß des Staatsministeriums, betreffend Anwondung des vereinfachten Enteignunasverfahrens bei der Herstellung der Starkstromleitung (100 000 Voltleitung) von der Haupt-Schalt- und Umformungsstelle bei Osterath im Land- [reise Crefeld nah einer bei Ratingen im Landkreise Düssel- dorf zu errihtenden Haupt-Schalt- und Umformnngsstelle durch das Nheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk in Essen a. d. Ruhr,

. vom 12. März 1918.

Berlin W. 9, den 20, März 1918. Königliches Geseßsammlungsamt. Krüer.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Preuszen. Berlin, 21. März 1918.

Der Bundesrat versammelte sich heute zu einer Voll- sibung; vorber hielten der Ausschuß für Handel und Verkehr, die vereinigten Aus\{hü}se für Handel uno Verkehr und für Zustizwesen sowie die vereinigten Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Zoll- und Steuerwesen Sitzungen.

Wie der „Verband zur Wahrung deutscher Juteressen in Rumänien“ (Berlin C. 2, Burgstraße 26) bekannt gibt, find die rumänischen Jnternierungs- und Ausschreitungs- shäden deutscher sowie auch österreichischer und ungarisher Staatsangehörigen bei dem Berwaltungs- stab Abteilung S der Militärverwaltung in Rumänien, Bukarest, Banca Jlfo, Catea Victoriei 43 anzumelden. Aus den näheren, vorerst unverbindlichen Bestimmungen, über die der genannte Verband Auskunft gern erteilt, ist Hervorzuheben, daß nur für solche Schäden, die nahweiolih durch die Jnternierung entstanden sind, aiso niht für morolishe oder seelishe Leiden oder Strapazen, eine Entschädigung gewährt wei den fann. In Betracht kommen demnach: Bei Schädiaung der Gesund- heit durch die Gefangenseßung Ersaß der Kosten nunmehriger ärztlicher Behandlung, Eisat des entgangenen Gehalts oder ZTagelohnes, Wiederersiattung der Mehrkosten jür den Unter- halt ; bef selbständigen Kaufleuten Ersaß des nachweislich ent-

| durch die rumänische Post oder sonst infolge der | verloren gegangenen oder entwendeten Geldern uud n | Moidau verschleppten ia

der Hauttochter Henri ette Maß, beide in Mengede, Starn* | versoraungs8geseye zahlbaren Pensionen usw. für O und Beamte, Juvalidenpensionen und Rente | Hinterbliebenengebührnisse, ferner die von Mi

| behörden an solhe Empfänger bewilligten Unterstützu;

gangenen Verdienstes unter bestimmten Voraus \ehungen Wiedereinbringuog von Verlujten an Geld Wertsaczen

r SA-

Gepäck, Kleioung, Wohnungseinrihtungen usw.,

Gen einer

ce Ellen Ersaß ya2 o L Un Vi Nierun; ch der

Wertpapieren ; endlich ftleine Un

süßungen oder Vorschüsse bei dringender Notlage

Vom 1. April 1918 cn sollen die auf Grurd der Militär Ilziere n sowie -itär-

ngen, 21. wendungen, Beihilfen usw. (nicht aber Marinegedühre; L wie durch „Wolffs Telegraphenbüro“ mitgeteilt wird, Le mehr bur die Kreis-, Forj1- usw. Kassen, fondern durch dis für den Wohnort des Empfängers zuständige Bestellt. postanstalt gezahit werden. Die Ueberleiungsarbeiten find aber so umfanureih, daß sie mit dem vorhandenen Rersg A nicht überall vollständig bis zum 1. April 1918 werden s geführt werden fönnen. Die Empfänger erhalten von v6 Königlichen Negierungen usw. noch besondere Benachrichtigungen über das veränderte Zahlungsverfahren und außerderz atis Vordrulke zu Quittungen für das Rechnungsjahr 1918. Moe diese besonderen Benachrichtungen nicht erbäit, bekommt fals Gebührnisse bis zur endgültigen Negelung noch anf dem bis. herigen Wege. Auch die Ruhegehaltzempfänger der Eiseubahn: und Justizverwaltung erhaiten ihre Gebührn:fe in der bis E Weise durch die Kassen dieser Verwaitungen weiter- gezahlt.

Oefterreich-Uugarn.

Die österreichische Negierung brachte im hause den Entwurf eines Geseyes ein, gemeine UArbeitspflicht im Kriege, wonach laut Mel- dung des „Wolffschen Telegraphe: büros“ jede männliche Person vom Beginn des 17. bis zur Vollendung des 60 Lehene- jahres, jede weiblihe Person vom Beginn d:s 19. bis ¿zur Vollendung des 40. Lebensjahres sür Zwede der All gemeinheit zur Arbeit verpflichtet ist. Die Pflicht zur Arbeit im Sinne des Gesetzes is eine öffent: lihe. Die Pflicht erstreckt sich auh auf Zwecke der Länder, Bezirke und Gemeinden. Von der Urbeitspflicht ausgenommen find Pe:sonen, die sich nur vorübergehend im Siaate aufhalten oder Exrtecrritorialität8recht geuießen, ferner Personen der bewaffneten Macht, dec öffentlichen Beamten: schaft, Mitglieder der verfassungsmäßigen Körperschaften, Seel- sorger, Notare und öffentliche Lehrpersouen. Die allgemeine Arveitspflicht erlischt, sofern sie nit früher durch Beschluß des Gesamtministeriums ausdrüdcklich aufgehoben wird, von selbst mit Ablauf eines Jahres nah dem lezten Friedens\ch{chluß mit den europäischen Großmächten.

Yolen.

Die Staatszeitung „Monitor Polski“ und andere Bläiter bringen einen Aufruf, in dem sich der Negentschaftsrat an die Kreistage und Stadträte von Warschau, Lodz und Lublin in Sachen der bevorstehenden Staatratswahlen wendet, Nach einer Rechtfertigung der seinerzeit erfo!gien Verschiebung des Wahltermins heißt es, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mit teilt, unter auderem :

Ta wir g-genwä:tig, na einem ganzen M nat Bemüktunzen, die nahe Mêg tchkeit der Enistchung teuer niuen Ne-g'eiung auf dec gesunden Grundla,en ter Fntwickun, der gesamte: Lntcbvawiitu g tr.lick n, meinen wir, ein wel'eces Hinautichi- bea ter Wabl-n zum S'aatérat für das L nd zweif lies (ald wäre. Der Re« gent!chafitrat fortert die Wähler au*, itre büwrgz2lihe Pflich! zu e:füli n und auf den ehr: ndollen Posten ter Mitgli:dec des Staats rais die beiten Söhne d. 8 Baltertaad:8 zu herufer. Mögen ttis2 ersten p ltishen Wabl-n lm irilehend-n pcla!!chz! Staat? mit vollem Grst ohne schädiih? Z spizuag d r Partelg-ge sâye er- tolgen. Möchten alle bei dea Wahlen etagedbeuk sein, daß Et-tr:ckcht und soziale Harwo.ile das wesentli: Bedürfnis des gegenwüritgen Augenblickes siand, ua» roß wtr obne sie etnen gesunden, zu cem uaabhârg'gen Diusctn fähten S'aat nicht auf: auen werder.

Wa:sŸan, den 19. März 1918

Kakowski. Lubemirtk. Ofstrewske.

Entsprechend diesem Aufruf seyte im Auftrage des Regent

_Abgeordnelen- betreffend die all:

schaftsrais der Rat der Ministerialleiter nah Artikel 32 des (Heseßes, betreffend den Staatsrat des Königreichs Polen. die Wahlen zu diesem auf den 9 April 1918 an. Diese Ver- oronung ist gezeihnet vom Vorsißeäden des Rats der Leiter der Ministeiien Ponikowski und dem Leiter des Ministeriums des Jnnern Dziewulski.

Großbritannien und JFrlaud. Im Oberhaus brachte Lord Parmoor eine Ent-

\hließung ein, die den Grundsaß eines Bundes der Nationen und die Einsezung eines Gerichtshofes billigt, dessen Befehl vollstrelbar gemacht werden müßte. Wie das „Keuter- he Büro“ berichtet, führte Lord Lansdowne hierzu aus:

Eia Vöôlfecbuvd musse zwet wescatl'che Grundzüge haben, cistens

müsse der Bund sür alle cfffen sein und alle wichtigen Vächte uni- fassen, und ¡we'tens müsse er mit ausführenden Gewalten binreickend ausgestattet sein, um sich den fraglichen Geheriam gegen seine Éut- scheidungen zu siberr. Seiner Meinung na könne der Bund oen Frieden in der ztoilifierten Welt oarantieren. Gr würde mind-tens einen Auf:ck ub und G-legenhëiten für Verhanolungen und Außgiette fichern lönren, die v A vielen Fällen den drohenden Gefahren wirksam vorbeug?n lt ften. eines solchen Bundes en!schteden günstig seier. / : AÄnzel&ken sei die Att, wie fich die Verein'gten S a. tzu für den Vor- ihlag intereifierten. Bet ihrem aubgedehoten Welthandel können die Béreinigten Staaten mehr aïs eia andeces Land die Wasf- deb wirt|{af! lien ciner Eelegenheit sehr klar l die Zulaffung zu dem Welthunde alen Nationen zu ber'agep, 7 fortführez:, den Wellfiteden zu stören, und daß es unter solchen widrigen Umsiänden u-möulich werden könnte, Dentfchlard freien Wirtih:f1speikehr zulassen, der eire notwendtge #Folce wtillihen Friedenébundes fein wü: de. Zu der angeblichen Unmögt 0 keit, Deutsfand zuzulafsen, weil mau ihm nit trauen Se sagte Linstowaoe, niemand babe davon gesprc@chen, daß Mor S ovf cine keutscke Ve-rflihtung oder Unterschrift veilossen mh E Das Wesen bes Vo:shlags sei, daß die Mächte, die ¿u dem e zuge!assen werden sollev, bis zu ‘einem gewiss-n Grade auf fu Souv? ä! itätsreckcht- venih‘en u: d einen Bund schließ" würder, dem Kotcx t-teznationol-x Achtuno, wie dieser au ci,

hanteln. Setrer Meinung nach wüide darfn eine materiell zur Erbaltung des i i daß iu nicht ausgedadit hate. Obwohl jegt der Beteis gellefeci jei, Tedén Jahre 1914 etne finstere Verschwörung beftanden habe, um ¡e

Gc meine, daß gegeowärtig die Anzeichen der Bitduug Sins der güntitzften

Wilson habe bet mehr als r{chitg wäre,

Druckes onoenden.

angedeutet, daß es

ju dem e cines

gemäß 1 e Garantie

Friedens liegen, wle man sie bisher ncch

is den Nrira zu erpwingev, würde e8 seiner Metaung naG, wern p ein I olferbund testanden ait”, un Gaßbate ele entetit»n 119 ichub und süc Berhan2lungen gegeben baben, tie den je Aussicht ggebeu hab-n würden, die ihnen damals ei Er rünjce aus folendem Giunde die Vitel- den Bund etogeschlossen zu sehen: Deutschland fet 1n dec cit lamm r der aroße Avaccift Curcp3s gewesen urd Veto. mer setne etgenen Ziele vef-l..t, (5s habe fte1s den Ge- hz; - Erôrterung verspottet. Wenn man Deu1s(land étuer Deoanisation diefer t îpannen fénnte, fo . , man dadur eh?r als duch jedes andere denktbare Mitiel den A Ben Militarismus los weiden, Abec abgesehen von diesem p! (shiege müsse rine L quidation der schwibenden Fragen fstatt- Loi! “ebe der K ieg beœudet sei, Er óônne einen Völker- di as einen Ersay fär einen befrledigenden V or'alen Nurglelch annehmen. , Cin . solGer Unu8gl-ich si etne A e Borautschzuna fur die Bildung etaes Wöilerbundes, E Fen diesem Aurcgleih brauche man einen Mecanismus, vm ten Seife den in Zukunft zu ehalten, „Ver Gevanke birte gewaltige Sówteriyf:iteu, beisptelowete wäre es ein hier, die Grage der Apristung zu eig wit der Frage des Bundes zu verbinden. Andereifei

in f,

eat

finden, tun

is würde der Bund eine jehr wichtige Mitwirkung auf die Pustung: frage baben, da die Demokraten ber Welt der |chweren Bürde r Riltungea fatt hätten, und desba!b würde setner Véeizung nach d Abrüstung beinahe auwomatis felgen.

- In der vorgestrigen Unterhaussizung wurde dem Algemeen Handelsblad“ zufolge ein Antrag des Pazifisten Trevelhyan auf Errichtung einer ständigen Kommission fûr auswärtige Angelegenheiten eingebraht, aber auf Valfours fräftigen Widerspruch zurückgezogen.

Fraufreih,

Jn der vorgestrigen Kammersizung verlangte der Minister des Junern Pams einen vorläufigen Kredit von {ünf Millionen, um den Opfern der Explosions- fatastrophe in Courneuve, Neuville und Moulins u helfen. Wie „Wolffs Telegrophenbüro“ meldet, verlangten verschiedene Abgeordnete, darunter Laval, eine Erhöhung des Kredits auf 20 Millionen, dem si aber der Finanzminister flog wide: seßte unter Hinweis darauf, daß der Negierung cin früherer Kredit von 130 Millionen für weitere Hilfe- leistung zur Verfügung stehe. Bei der Jnterpellation über die Katafirophe in Courneuve führte Laval aus:

Fg (Tourreuve fet nur für 200000 Gravatea Plaß gewcfen ; sait dissn babe man doit 15 Millionen Guanaten -ingela, e t 11700000 WewetFrgranat:in und 3 Millionen Giarat n aute'en Modeil:2, Au babe man iz Courneuve alle Granaten mit Aut i&lio¡üntern fowie Phetphorgranater, dite fh b-i Luittontatt sofort setbstlôttg eatzünder, eingelagert. Der Depotchf habe auf dite Gefähr- ldfeit des Lagers wleterbolt aufmeifsam gemadit, otne baf: die M: gierung Vi sserungen vorgenommen bätte.

Nachdem der Munitionsminister Loucheur Strafmasß- nahmen gegen die Schuldigen und Vorkehrungen gegen Wieder- holungen einer solchen Katastrophe versprochen batie, nahm die Kammer mit 389 gegen (6 Stimmen eine Vertrauenstages8- ordnung an.

Der Senat hat die Eröffaung eines Kredits von fünf Millionen für erste Hilfeleisiung für die Opfer der Erplosion in Courneuve angenommen.

Lußlaus,

Die Sowjetbehörden in Sibirien find nach ciner Meldung des Reuterschen Büros zu einer Einigung mit der chinesishen Regierung über die Negelung der Grenzfragen gelangt.

Spanien.

Wie das „Neutersche Bureau“ erfährt, teilte der Minister- präsident Garcia Priecto der Kammer mit, daß das Kabinett zurücktrete.

Portugal.

Nach einer verspätet eingetroffenen Meldung der „Agence hava:“ ist das allgemeine Stimmrecht für die Wahlen zuSiaal3- und Verwalungsämtern eingesührt worden. Die Denkschrift über die Giünde, die dem Eilaß beigegeben ist weist nach, daß diese Umbiidung nur dazu beitrazen kann, die Nepahbl,k au befestigen.

Niederlande.

Ja der gestrigen Sitzung der Zweiien Kammer ergriff der Minister des Auswäi tigen Loudon bei der Wiederauf- nahme der Erörterung über die Schiffahrtsfrage abermals das Wort und füh:te dem Haager „Korrespondenzbüro“ zu- lolge aus:

Ec habe den Eindruck erhalten, baß seine Note vom 11. März niht genügend aufmei lam gêlesen und doß auch seine Erkiärung vom 18, Mrz nit mit genüenter Aufmerksamkeit argehört worden sek, Der Zorn unh die Entrüsturg über den Hollano zugemuteten drang babe ihn als Hollä: der und als bollänbdisen Minisier mit Tefrledigung, ja mit Stolz erfülit. Au er sei im Innen egen die Willküralte, deren Opfer Holland In diesem îriege so oft gewo:den sei. Die Regierung finde in ber Ut, wie das game Land sh außgesprozen habe, elne Ste. is sei gut, baß die Kriegführenden die Stimme des holläadlt- lden Volkes deutlich zu bôren bekfämen. Vie Ablehnung der Forderung der Verbündeten dunch tie hoPänttis@e Regierung würd" ivar lebbaften Beifall aurgelöst haben, aber eine Regierur g, die sich mit einem volfstimlichen Erfolge begnügr, let niht erast zu vehmene De Regterung kênne welter sehen, da sie mehr wisse 1nd in bess-rer Llbdlung mit alen Imponderabilten fteze. Aus diesem Grunde habe N Regterung Vertrauen vôtig, und der Minister hoffe, fich dieses geritauen erhalten zu können. Dte Regierung habe anfangs die absidt grhob!, nicht r a&zug! ben, sei aber nach reiflther Ucberlegung fder die Juter: sea der Irdustrie, der Hanvelsmarine, der Kolor ten uad fue Volkcernährung zu ihrer jelucn Gntschitdurg gelangt. Die be- mte, wenn aud woblwesl-nde Antwort Deuts@lands set von ler Dedeutuvg fúr tiefe Gnischeidung geweser. Die N-gtierung müsse die Verantwortung dafür tragen "no föane fie nicht auf die unr abwälzen, Sotann çab dir Migister von neuem einen aus über dle Verhandlungen mit den Verbündeten und sagte de daß an demselben Tage, an dem die Bedingungen der Ver- eten für die Lieferung von 100000 t Weizen bekannt- cicien worden selen, aus London und Washington die Mittetlung sit aen lei, daß die im Auetausc angebotene Tonnage trfoge ter nt en leßten zwei Monaten veränderten Schtffabrisve: hältnisse A mebr aus\chließich außerhalb des gefährlichen Gebietes verwendtt ne, Zu glei@er Zeit erh'elt die Negterung durch offulöte

eiger, gen in der Presje die Natricht , daß im Falle einer reden ung eine Million Tonven von den Verbündeten bescbiagrahmt zur Ver würden, Die Regierung fei bereit gewesen, 500090 t e sier T aufieibalb bes gefähriihen Gebiets obzutreten. Es tquitiert ne (EN daß im Falle ciner Weigerung eine Million Tonnen iesem G uvd ia: gefährithen Gebtet ve'wentet werden würden. Aus

* Munde habe die Negterung thren Wioe1 stand nicht länger ausreht- M Obwohl der von seiten der Berbüpv:ken angewandte Zwang cs

M ülerung sehr verlezend mate, in einem Punkie notzu- em alle auderen neutralen Staaten bereits zugeltimmt hälten

uf die Fcage Sivornin Lohmanrs, welde V-:sion di? riXilize set, die von VMeuter gegeben? oder die der N-gle'uno, gartwor:eie ter Miritier, daß die V gterurg diz Wabrbeit gespr-chn hate. Schen tim Februar habe ter Landwiriichafieminijiter darauf hingewiesen, daß es wünsdentwert fei, Deut!'wla-d um 109000 1 Weizen ju er- suchen. Der Mintster h.be darüber wit dem teutsckden Setardien im Deo eine Untere ag cebabt, abr feine Zusage chaten. is die id E am 93. Ltg thre neue Forderung auf Benugugg der Folländt- en Sie im ge)ahriden Gebtet fellten, Habe ter Miniflerrat be- \Glofsen, Berlja um die Lieferung von 100 (009 t Weizen binaea wet Monaten zu ersuhea. Die fist von zwei Mora ea sei mit Ndsiht auf le von den BVerciaigten Staaten fesigesetzte Liefecungs- [it gewäh't morden. Bei itren Berhantlungen mit der Verbündeten ave die Megierung elne ausdrüdlie VBücgichaft verlargt, daß 400000 i Weizen geileseit werten wmden und 100000 daven schon ver dem 15 Upril. Der Miaîtsier ggb zu, daß dle von dea PVerbüad-ten WBedtrgurgen außerozdentlich s@wver, bie duxch Ameiifa gestelllen selbt vaileecd seler. Er rate nit versöumt, das Wafbington wissen zu laff. n. Dle Meetecr ften pon oer Regierung ins Vertrauen ge¡ozen worden, dz thr fach- fundiger Hat fur die Berbandlungen v.oiwendig gewesen sei, Die Dexrhandlungen mit Deutschland seirn 10) vicht so welt Ce Uten, doß darübe r Mitteliungen gemcch! werden Fôönuten. Der Liter v rsiheite, daß de Vereintaten Stog'en das Getreide lietern vitrder, wenn Liz Verbündeten den Vorschlag Holsards mit den daran artnürviten Bedinzungen anuähmen. meifa babe Ü reentafient azu vectslichtet, Die N-gierung bote aud, daß Deu!!&iar.d bez Einfuhr Line Diabeinsse in den Weg legen würde, da ego ja selbst eflârt babe, nit ta rer Lage 21 lein, bie Bidütfuisse ver Lolftervährur g Dollaads zu bifriedigen, Der Bigister rubr fort, er fet davon ükcr- ¡eugt, daß er ri&t bie Neutralität re-leut habe, deun die SWfffhrt tu dem a-fêéhilihen G biet habe nis wit der Neutrol!tät z1 tun. Gs fet ab'o!ut unrt&tig, zu beh uvier, daß Lie Regterun mit einer der Hi führenden Darteten im ta e Guen!8 ebe 1% ire Neutralität aufzeaeben habe. Er werde beutz ober morgen die Hevollmäditiuten anweisen, tiz nit Deutich and über tos Wirtschaftäabkom:nen zu verhan deln haven würdi n, für das bereitg von einer Sreital’ommissioa Bc rbe reitun.en geloen worden seten, Feinex jagte der Miuister, er zweifle nad) der Intærrt er deulien Reut rung, 0b tie Etafubr von G-- treite aus ber Úfiaioe ch obne greß Swterigkeiten bewt1fitelligen lossen nlrde. Wei der Gnis&eid! yg der Regierung über ble Forde! ung ver Verbündeten bäien die folorni uen Fateressen nid! an ersier Stelle geflanden. Ez bontle i it 1m etr Börg!czaft für die Erbalting der Koton'en, wobi aber f i reren No!lzge in Betracht gezcg2n warden. Zum S@luß erklärte dcx Minisier, die MRegterurg set überzeugt, ibre Pfldt getan und alle Fakten in Nochnung gesteüt zu haben, bie sie berücki&tigen müsse Sie habe acclaubt, tte v rletzende Forderung ai nebmen ¿zu músser, ader unter sehr einichi&i fenden Betingungey, und ne ser der Ust, d:5 fie niet reeiter geben könve. Der bon dem Abzeordneten tan Dooin gräußeite Gweifel, ob bie Reglerurg in der Lacçe sein mrecde, thren Stanttunlkt durdzufetzeo, set ablolut ungercchifer!gt, Lie Regterung werde k tuen S&rit1 wettergehen. Der liberale Uutonisi Ban Doorn arntrozrtete, er habe nur bte B/hôdikerung darauf aufmer?sem mah.n wollen, taß ein erst:r Schritt leicht ¡u elne zwetten fühzen 3öngne. Er freue d, daß die Re- gierung n nit WioeirwilDen der Forderung der Beibünteten nadj- gecrben hate Van Naalte (liberaler Urtor isl) spra bie Ev- wartuvg cu2, daf die Megierung in Zakunft das Parlament ina Vetrirauen ziehen werde, che sie terartige Enisczeidungen trisfe. Der Sozialdemokrat Troelstra sagie, er hate die U -rergeugung gewonnen, baß dfe Negterung în gutem Wlauber, fich vôllig trnoatbalb der renzen der Neutralität zu balten, gehandelt babe. Ob dies w rkih dexr Fall sei, set Lnsichtesacbe; aber das Wesentliche si bie Gesinnung d-r Negterung. Der Lhg. Nolens (fatbel sœ) spra von reue setne G1trüsturg Über die Dalturg der ZWerbür deten aus unb flelite mit Genugtuung seiè, daß die Regirrung bieje Gefühle teile. Er hoffe, df die Bevölkeiuog zugunsten ber böberen Interessen des Landes kie Ginigket? wahren werde. Wenn Helland Hauger zu svüren bekomme, dann erwarte ec, dag alle ihren Teil der Bürde auf sich nehme» und die S&mätftea am meifien geschont werden winden, Der 2bg. Noutgers (A-1trevoluttorär) fratr, ob die Regierung die Sch ff- dea Verbündeten selbst zur Ver- tügung stellen werde otec oh pte Meeder dies tin (Ftupernebmzn mit der Negieruug tun würden, Der Vlinister Loudon antrwortzte, er stelle fret, roclhe Schiffe dea Verbündelen zur Verjügung gestellt werdeu würden.

Hierauf wurde die Besprechung geschlossen.

Däuemar t.

Der Reich slag ist nah einer Meldung des Nißauschen Büros voorugeslern geschlossen und durch Königlichen Erlaß zum 20. April aufgelöst worden.

Die Neuwahlen zum Folketing finden am 22. April stait.

Finnland.

Wie „Afionbladei“ aus Wasa erfährt, ist das Haupt- quarlier der Weißen Garbifien nach Haapanäki verlegt warden. Nach der aleichea Quelle ist an der ganzen Front eine aroße Schlacht im Gange. Bet Vilppuula gingen die Weißen Gardiïten zur Offensive über. "Orivesi und einige andere Orte find bereits von ihnen eingenommen. Inzwischen fahren die Roten Gardisien mit ihren Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerungz fart.

Tür tei.

Der Senat hat mit 35 gegen eine Stimme mit gering- fügigen Abänderungen den Geseßentwurf der Negierun angenommen, durch den Artikel 69 der Verfassuno einer Abänderung unterzogen wird, die während des Kriegs- zustands cine Verlängerung der Abgeordnetenmandate gestattet

Wuierita.

Mit der Beschlagnahme der holländischen Schiffe in amerikanischen Gewässern wird nah einer Neuter- meldung noch gewartet, bis eine Nachricht von London eintrifft. Amilich wird bekanntgegeben, daß die bevorstehende Beschlag- nahme nicht eher beginnen werde, als bis Hollands Antwo: t in Washington eingetroffen sei. Die Vorvereitungen seien ab- geschlossen, die Beschlagnahme im Angenblick des Eintreffens ver Nachricht zu beginnen. Wilson hat gestern einen Erlaß unterzeichnet, der die Beschlagnahme und die Gründe dosür befannt gibt. Der Erlaß ist zur Herausgabe fertig.

Der Präâsivent Wilson hat einem Amsierdamer Blatte zufoloe ein Gesep sanftioniert, durch das vom 31. März bis 31. Oftob:r in den Vereinigten Staaten die Sommer-

eit eingeführt wird,

Kriegsönachrichten. : Die Erfolge unserer Flieger im Monat Februar 1918. Jm Monat Februar verloren unsere Gegner durch unsere Kampfmittel auf allen Frorlen im ganzen 138 sluazeuge und 18 Fesselballene. Wir büßten durch feindliche Einroirkung 61 Flugzeuge und 3 Fesselballone ein; davon sind 26 jenseits

unserer Linien geblieben, die übrigen über unserem Gebicz 1

zerstört worden. Auf die Westfront allein entfall-n von den 38 feindlihen Flugzeugen 132, von den deutschen 58. 1C8 er feindlichen Flugzeuge wurden im Luftkampf. 25 durch Abwe) r- geshüße abgeschossen, 5 landeten unfreirillig hinter unse:en Linien. 59 find in unserem Befitz. Die übrigen sind jenseits unserer Linien ertennbar abgestürzt. (W. T. B.)

Berlin, 20. März, Abends. (W. T. B.) ,

Von den Kriegsschaupläßzen nichts Neues. Nu vor Verdun ließ der Arlillerieklampf bei Regen und Nebei an Heftigkeit nuch,

Großes Hauptquartier, 21. März. (W. T. B.) Westlicher Krieg3s{chauplay. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Zwischen Dirwmuide und La Bassée blieb auch gestern die Ertundungstätigfkeit rege. Der Artilleriekompf nam am Abend bei auffiärendem Wetter an Stärke zu. An der übrigen Front lebte die Gefechistäligkeit nur vorübergeheud auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprin:. Auf dem Südufer der Oise, nördlich von Neims und in der Champagne war das Urtilleriefeuer vielfa gesteigert.

Heeres gruppe Gallwiß8.

Der Artillerietampf vor Verdun nahm arm Abend große Hefigkeit an. Bayerische Kompagnien überrannten süd- westlich von Ornes in üverrashendem Angriff die ersten feindlihen Linien. Sie sließen bis zur Brule-Schlucht durch und nahmen einen Bataillonsstab und mehr als 240 Fran- zosen (darunter 20 Offiziere) gefangen. Westlih von Zpre- mont draug rheinische und niedersächsishe Landwehr in die franzöfischen Gräben cin und brachie 78 Gefangene zurü.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf dem Oftufer der Mosel und bei Nomeny führten wir erfolgreiche Unternehmungen durch. Das Zerstöruägsfeuer französischer Artillerie am Parroy-Walde hielt an.

Jn breiten Abschnilten der Westfront ist heute früh die Artillerieschlacht mit voller Wucht entbrannt. Oeslerreichis-unaarische Artillerie hat sich am Kampf gegen Engländer und Franzojen beteiliat.

Osten. Heeresgruppe Mackensen.

Truppen des (Generals ter Jufanterie Kos haben in der Ufraine die Handels - und Hafenstadt Chersson ge- nommen.

Der Erste Generalguartiermeister. Ludendorff.

Oesfterreichisch-ungarisher Bericht.

Wien, 20. März. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet : Keine besonderen Kampfhandlungen.

Der Waffenstillsiand mit Rumänien

22. März verlängert. Der Chef des Generalstabes.

wurde bis

Bulgarischer Bericht.

Goa, 20 Ma E berit.

Mazedonische Front. Westlih des Prespa- Sees bombardierie unsere Artillerie mit Erfolg mehrere Jnfanteriez gruppen im feindlihen Hintergelände. Auf Tscherwena- Stena in der Ebene westlich von Bitolia und im Ticherna- Bogen bei MViacovo mchreie feindliche Artillerie- angriffe, auf welche unsere Artillerie erwiderte. Südlich des Dorfes Numa war die feindlihe Artillerietäi gkeit zeilweilig lebhafter. Feindliche F'ieger warfen Bomben . uf unsere Lazarette östlih vom Wardar, welche gut als \o he zu erfennen waren.

An der DobrudsŸhafroni Waffenst:Ustand.

Amtlicher Heeres

t O E A A CR- R I R

Türkiser Bericht. Konstantinopel, 19. März (W. T. B.) Tagesberit. An der Palästinafront steigerte sich das Urtillerie- feuer an einzelnen Teilen des wes:lichen Abschnittes zu großer Heftigkeit. Hier war auch die Fliegertätigfkeit rege. Soust bei Nebel und Regen keine besondere Gefechtstälizkeit. Un den anderen Fronten nichts Besonderes.

Konstantinopel, 20. März. (W. T. B.) Tagesberießt.

An der Palästinafront lag s{weres Artillericfeuer auf einzelnen Teilen der Front. Zwei feindliche Züge, die bei RNisane vorgehen wollten, wuden von unseren Posten uod durch Artillerieseuer zum Stehen gebracht. Mehrere feindliche &lieger griffen Katrane mit Bomben an. Zwei von ihnen wurden bei dec Rüdckehc durch Feuer von der Erde zum Landen gezwungen. Zwei Viloten und ein Beobachter sind ge- fangen genommen worden, nachdem sie die Flugzeuge verbrannt

hatten. Die Lage an dea anderen Fronten ift unverändert,

Der Krieg zur See.

Bexlin, 20. März. (W. T. B.) Jm Monat Februar find durch ?kriegerishe ‘Maßnahmen der Miittelmächte unter Hinzurechnung des in den bisheiigen Monatsveröffentlihungen noch nicht verrechneten Teils der vom Hilfskreuzer „Wolf“ crzielten Erfolge insgesamt 680000 Br.-R.:T. des {ür unsere Feinde nußbaren Handels\chiffsraums ver- nichtet worden. Damit beläuft si das Gesamtergebnis der Vernichtung seit Beginn des uneingeshränkten U Bootskrieges auf insgesamt 10270000 Br.-N.-T. Durch die fkriegerishen Maßnahmen der Mittelmächte ist der unseren Feinden zur Verfügung stehende Welt- handels schiffsraum seit Kriegsbeginn bis zum 31. Januar 1918 um rund 15100000 Br.-Reg.-T. verringert worden. Hiervon entfallen rund 9400 000 Br.-Neg.-T. auf die englische Handels flotte.

Der Chef des Adimiralstäbes der- Marine.

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