1918 / 85 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Türkischer Verickf.

Türkischer Heeresberiht, 9. April. (W. T. B.)

Paláftinafront._ Stellenwzise Paircuilletr- und Hand- qranatentämp}fe, in wel<e auch dis baiderseiticen Artillerien cingrifen, > L Kaukasus front: Die gestern bei Weit geschlagenen Vanuden werden in öfiliher Nihtung verfolgt. Ja Wan er- vzuteten wir Maschinengewebre, viele Fahrzeuge, Munition und VBerpstegungsSvorräte. Jn ncuen erfolgreichen Kämpfen bahnen sh unsere Truppen ihren Weg na<h Kars. Gegen- über von Vatum ist das Knie des Chorolflusses überschritten. N: den Vorstellungen der Festung wurden die Banden vertrieben. |

Der Krieg zur See.

Derlin, 10. April. (W. T. B.) Jn zäh durchgeführten griffen vernichteten unsere V-Boote im Mittelmeer Jeleitzug von 4 Dampfern restlos und ver- zusammen über 30000 L. Außerdem wurde ein englischer Zerstörer der sfe (950 t) abgeschossen. Auf einen beladenen dampfer wurde ein DTDorpedotreffer erzielt, dürfte dieser \<wer beschädigte Dampfer den neuen Hafen Alexandrien noch ecreiht haben. Die Dawpser waren beladen und, soweit feszustellen, bewoffnet; die starke Sicherung läßt auf wertvolle Ladung s<ließen. Namentlich festgestellt wurden die engli!hen Dampfer „Sa l- danha“ (4594 Br.-R.-T.), „Saint Dimitrios“ (3359 Br.- N.-D.), Tankdampfer „Oneka“ (5176 Br.-N.-T.), der italie- nif<he Dampfer „¡Sincerita“ (1722 Br.-R.-T.) und der grieœih2 Dampfer „Princeß S ophia“ (2282 Br.-R.-T.). Der versenkte englische Zerskörer sicherte mit einem zweiten ¿Zorftörer einen großgen Transporter, der ebenfalls vernichtet wurde. Auf dea sinkenden Dampfer „Saint Dimitrios“ beodachteie das U-Boot eine Detoration, die vermutlih von MViunition herrüßrte. Der Cbef des Admiralsiabes der Marine.

Amsterdam, 10. April. (W. D. B.) „Reuter“ meldét amtlich: Bet einem Zusammenstoß am 4. April ist ein H h er Zerflörer gesunken. Alle Mann sind mutmaßlich rtrunten.

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WoblfahrtEvNeges

__ Sefne Ho Zeit der Herzog zu S<lewig-Holstein be-

Mttt, wie „Wolffs Telcgrovhendüto" mitteilt, eine Kricgs-

ing in H3be von 100000 4, dio den Krieg?tvezleiten

e tommen soll, auf den Herzogliccen Sütern ins Leden: zu

j Sie wird sowol den Kiiegevtrleztzu, als au) deren An- ezlung dienen

Der Kommerzienrat Arthur Victorius, f. Fa. G. A. Stc!zner,

)2t der Natioualstiftuna für dic Hintexdbliebenen der im

Kriege Gefallenen wur Erinuezrurg on deu Tag, anedem er tvor

129 Zakrea die Firina überrommen hat, 25 000 „s úberrviesen.

Kunst und Wifscuschaft,

De:9 vierte ÇLeft vcm 38. Bande des „Fahrbu>bs dex Kgl. Preuß. Funftsammlungen“ eiöfnet Bdwig von Baltaf mit einem Aussape, der bie Ghbronologie der Gemälde des Hieronymus Bosch behaudelt. Fotcm sch der Verfasser eti gehend mit der zeitllWen Aneinerderrethung der Weile des genialen Itledezländers esc stig, gelangt erx gle!Gzcttig zu aufs4lußreiden Grgebuissen über dea Zusammenhang Boshs mit den übrigen nieter- Indien Meisiern avs ber ziwiten Hülfte des 15. Fahrhunderts; z-tgen die Fübweuk! einen Könftler, ter ciner uns unbekannten S(hul- tradit!on cutftammt und felbfiärtiz ecizene Wege geht, fo gehören die Genälde seiner zweiten Periode, die etwa 1490 bis 1504 reit, dexr niederländishen Kur stübung im weiteren Sinne an. E:st in diesen Jahren kassen f Gir flüsse der südatcderiändiicten und dex Haarlewer Kunst O Wie biz Frübwetke bilden au die Shöopfungen ber späten Zeit eine FSruppe für S. Sie Anh frei ver jedem SŸhuszusammenbange und von jedem äußeren Eiuflus. Gabriel von Térev bespricht ein Bild aus dem Valazzo Camerlenghi in Venedig, das h) [bi in der ammlung Dálffy des Budapester Neuseums befindet. Die Vêrde des ehemals rei mit GScmälten versehenen Pa”astes

längit ihres S@&mudles beraubt: dex größte Teil der

x lkt A4 în Sammlungen, Palästen und KirGen heute

nact. Zu den Werken, di: bither als vers{ollen iten, getvrte au die Darstellug dec Heiligen Ludwig ton Toulouse und Andreas. CTárey wciit überzeugend naß, taß wir tas verloren geglaubte Gemälre in dem Bilde aus dex Werkstait des Bon!fazt ri Pitati tut Budayesler Museum vor uns baben. 12 ntieder- ländisGhe Fmperxatorenbilder ia Königlichen S&los zu Berlin werden ven Nubolf Oldenbourg ciuer eingcbendz2r Würdigung unterzogen, Diese Folge, die in dea Fahren 1618—2 Gebt im Nuftrage vou Friedrid- Hetäri) von Nossau-Deanien en:jtard, unterseidet G bon zaÿireiczen anderen ähnli&en Serien der damclicen Zeit dadur, daß jedes Bild von eluem anveren Künßler f:amnmt. Es haben vilänis<h> und holläu- E Mie han Gat E S E E dls rc¿end zu schen, wie si< die ver: Piedenen Maler ihrer Tri und ibrer Begabung nach mit dex treXkeneu Aufgabe, cin ibeales Maiferbilonis in antiker Trat und in Teber großen Brusibilbforimat n, außsetnandezgesczt Faben, Außer zei unbekannten hie Namen der Kürtker, die hier an Werke waren : 5. C. vom Haarlein, Gerard Seyhers, Werner vom Val>ert, Hertbri? Lerbrucger, Abrahm Jaussens, Pauls Mozrelse, Hendrik Sit, Mectiel Miereveit und Dirk vora Baburen. Das Glanz- fiüt der Rethe aber ist der 1619 entstandene „Julius Cäsar“. Er rübrt von Rubens bex und befindet si, loëgcelöst Lon den brigen Bildern, ini der Galezie zu Sanzsovei, Va elnem umfangreihcn Vufsäte besprit Oskar Wulff im AnsElaß cn vertan : weer? von Luca Delkla Nobbia des unstlers Were ¡aug Wulff tzcigt, wie dee Künstler von Uo und Ghibertt ents(eitende Anvegungen empfängt und wie Bohllaut gctis@er Beweauncgea mit der freien Haltung

r Werke zu verdinden weiß. Der autisifierende Gliarattcz setzes )adonnenideas ät fi tin eirem vcllplafitidca LTenrelief der Madonna miedererkenuen, das biósher anonym an Lucas Werk ange- l »ure unb des fich im Veclincr Kaiser Friedrtch - Museum

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FrükgermantisSe Kunst in den Pyrenäen. Arzi-Hende Denkmäler frühgermanisGer Baulunit în beru Lyrenäen, und zwar auf deren iransiiczer Seite, im allen Bistum Comminges, hat Dr.-Jng, Friy Bílo> dori in ten leßten Jahren vox der: Kriege aufgenommen unh veröffent fle jeut in der „Zeitschrift für Bauwesen". Œ8 find eicenartice Dentaüäler, bie ton den Werken în der Nacbbarichaft pößig abme Susbéfondere haben fi hter die frükgerniantsden Formen allen Stilwandlungen zun Lrog außercrdenillß lange ge-

i Wie ist :nu, \o fragt Bl->, die cerimaris>e Kunfiwcise in dieies abgel-cere Tol gekommen? Las Ncritil mit srioin tiefen WŒchlucten ur.d argen Zugängon scheint zu alien Beitin den PUSO teidigeera des Slaubens eaten Unte s>lupf gcbctca ¿n beten. Wo flüætteien aus die artanisSea Westacten bterbin, els Fe ven ven Franken wcgen ihres Giaubers verfolzt wurden. Nach anfärgli>er einb sheint j-de< sehr bald cia inniger ZusammeniG!uß der Westgeten und der Urber ölkcrung itatigefunden zu baben, der seine rechte Weibe2 dur>| die gemeinsame Gefahr beim Einfall der Mauren erbielt, Sitten und Gebräucße des zugewanderten Volksftemmes seinen a¡cbald von ten Bergbcwobncra angenommen zu sein, insbesondere wurde au die Bauweise der Weslgoten offenbar schr bard kter Ectmif. Do3 ijt um fo erstauntiher, als ia der ganzen übrigen Bistum die mise Ucber!ieferurg außerordentli fil war urd hte Beukurst in ben ersten Fohrbunderten des Mittekalters bier schr Bedoutendes gesCaffen hatte. Es mußte dec ein gesunder, ent- wt>lungsféhiger Seim în der mitgebrahten frühgermants{en Kurst fte>za, die nur allzu oft, au von Kunsiforsern, über die Adiel angesehen wid. Ja no< mehr. dicse frübgermantihe Aunst und ihre Zieiforznen wurden im ganzen Ta!e au<h vaY Karl dera Großen yc>< beitebalter, während h im garzen übrigen Btetum eine Rückkehr zur rômilcen Autife voUzcg, Sie Hielten fi sogar, allen anders geaiteten Einflüssen zum Tro, das ganze Miitelaitex bindur<h. Man ¿Parte versucht fein, den Tetumph der germanisGen Kunst über die römische in tesem Tal auf die Shwähe Lünfilerisher Begabung der Bergbewohrnier zurüCzu ühren, Das ist jedc>< fals). Farber- und Fermensinn diis2r Leute, die fiändia die Vyrenäen vor Augen baiten, waren auferozdenil@ entwideclt, Den besten Beweis daiürx bildet die außerordent: Blüte des dortigen Kunstgewerb29. Dr. Ble>k \syil&t die Doffnuxg aut, daß ca< dem Kriege fih Viitel und Kräfte finden werben, bte frivg-rmanisFe Kunst in den Pyrenäen eingehender

zu untezsu<en,

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Dem Xaßresbe: it des Germanischen Natisnalmuseums3 2 Nürnberg túr 1917 ift 20 entnehmen, doß eine g1óßere Anzabl von ‘eeunben und Gdnnern d-s Museums diesem als Kriegs8hile Speuben im Gesammtbetrage von 107 350 1 zugzwendet taben. Die Forl- führung der Grweiterungébaut-n wurde dur) den Vangel an äürdettt- fräiten uad du Scwiertgteiten bct dez MaterialbesGafrung ver- ¿Dgeit, do fonnzte ber ganze Bau urter Doch gebracht werdeu. Vit dem inneren Ausbau it begonnen, Die Jahreseinrabmen d da ib auf 539 400 Æ#, die Ausgaben auf 351680 , Von dem Ve- land geboren 147 692 M verm Bausto®

Literatun,

Eduard Engel: Entwels<hung. Verdeutschurgbwörters

ir Amt, Slhu!e, Haus, Leben. (Verlag von Hesse und Be>er

cipzig.) Das vorliegende Buch ist eine dankferiwerte Ér- Inguing zu deSseTea Verjass2x8 etroa vor Jahresfriit exihicnenen Schrift „Spri% Deumsh“. G!lciY diefer will es deutsche Leser, Spreerur.d Schreidex in ihrem Besireben untzu!füßer, die Mutiersprache zu reinigen und ren zu erkalten. Das Buch bietet auf seinen 618 Selien erbeblih mehr a!s die meisten ähnliche Zwe>ke yer- tolge=ben Schriften, Vor allem bes>räntt es fi> nit auf die Avgabe von Berdeutsœuagen, fondern enthält in zablreiGen Fällen aut) LebreeiSe Miticilungen über die Zeit des Gindring2us des L x e Ce N e Ld Ui S LGRi hetreFenden Frembwories, über die Urheber der Berdeuis{ungea und ihre GBegrer; daneben find zatkr2e'<: autertescne sprahges<<:lige Dumn- beiten zum BedéGini8 und als wz1rnende Beisp!eke mitgetzilt. Diese aus großer Beklesonheit angeführten Etuzetheitza machen die cingebende Beschästigung mit der cinen s@Geinber troFenen Stoff dehzndeInden Swrift fesselnd und unte:Haltent. Im übrigen hat si Engel auf die Aufnabne foldjer Fremdwbörter bes<räntt, deren gewehnhcit3- mäß'ger Gebrauch feittett. Zu ihrer Verdeutliung hat erx abcr den genu Neichtura dexr deuten Schrtst- und Niede- \svrate, elasdlieslió der mundartliten hHerangrzogen; Berüd>- subtigung Haben auG die amtlichen und viYlanulihen Facßaug- drüûcte, die Spraße unscrer Feldgrauen u. c. m. gefunten. Deß der Leser rorausfittlich diese odex jene ton Engel empfohlene BVerocutshung ablehnen wirb, tut dem Wert de8 Bues ¡einen Abbruch, es ift blelinehr durdaus gectiatct ietnen Zweck zu erfüllen, nämlich: „den Frembtspracunfundigen Erklärung des gehörlea und geleseaën Welch, den LKundigen Beistand zum ungewohuten Deulschsyrehen und Deuts&schreibea zu gewähren . .“. Man würshte 024 Buch tin ver Hand aller gebilteten Deulscen zu sehen, denen die Mein- baltung ihrer WMulteaispracze cine ernste Pflicht dedeutet. Ste werdeu in thm etnen treuea Verater finden, der auß! zur selbständigen Mitarbeit auf dea: Vebiet der Sprareinigung anregt.

Vom K. uv. K Generalar:iUcrietuspelktorat und K. u. K. Jaspcktorat der Festungkartilerie wird irm Einvernehmen mit dem Kriegéministerlum, dex Marincsettton, den beiden Landebverteldgunge- minifierter, cin Werk berausgtgeben, wel>es die Artillerie der diterreimiswungarishen Monardie im Welttkriege in Wort und Vitd behandeln wirb. Verfasser des Werks ist ter Ge- heime Mat Feldzeugmcister Adalbert Edler von Benda, S<rifts letturg und Bortoaïturg Ti2gt tn ven Hünden des Strisiitellers ‘foland Edlee von Benda. Das Wer? wird in gemelnverständlicherz Weise die GntwiEiung, Wirkung und Aufgabe, die gegenwärtige Stufe ber Artillerie behandeln und als Haupiteil Beiträge sämt- liger Artillertcformationea über thre Leistungen im Weltkricge enthaltcr. Zuscßrifien und Ansrager find an die Verwalturg des Werks: Wien, TiT, Oberz Bal.ngafse 22, zu rigjten,

Land- und Forftwirts<a?t,

Washington, 8, Apris. (W. T. B.) Na dem Moraitf- beridzt des KÆerbaubüros beirug der Durschnittsstar d von Winter- wvoctzen am L. Üpcil 73,6 H gegen 79,3 vH am 1. Dezember 1917 unb 63,4 6H am 1. Aptil 1917, von Roggen 85,8 vH gegen 84,1 1H bezw. £6 H. Der Ertrag von Winterweizen wiro seitens des Statisiiters der New BYorker Produktenbörse auf 560 Mill. Busheks gest, gegen cin entgültiges amilihes Ergebris von 418 070 000 GBufbeis im Leten Erntetahe, bee Gutrag von Rongen seitens des Ackexbaudüros auf 85 Veil. Bush-13 gegen 60 145 000 Busbel3 ginit- lies Ergebnis tin Erutejahr 1917.

DerkehrSwefen.

Posts@e>verkehr. Zahlkarten, auf deren Hauptieile die Betragtangave etagedrudt ist, diese aber na<trägli< mit Stempel oter hanvs<riftli® auf einen urn die Zahikartengebühr ven 5 ,$ oder 10 6 niedrigeren Vetrag geändert wird, werden von den Postanstalten bet dex Annahme nit dbeanstantet werden.

Vom Neichs - Nursbudi ersGeint Miile Vai elne nene Z08gad2 zum Preise von 6 H. Bestellungen nebmen \ämtliSe Peftanstalten und Bucbandlungen ertaecger, Gin Poftbezua för mehrere aufznanderfolgende Autgaben it nit zugelassen, Wegen der gegenwärtig bestehenden-Sc@wiertgkeiten bei der Hersteüung des

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Kursbus wird eine mölit feübzeltige Besteliurg emyfoblen.

Dhenter uud Musik.

Im Köntiglihen Dpernhauser wird morgen, Freitag, „Mar- garete* mit ven Damen Esizer, von Shele-TNül-r, Birkenfirom und den Herzen Jablowker, Vekbnen und Schwarz in ten Hauptrollen aufgeführt, WMusitallscher Letter ift der Kapellmneitter uon Strauß.

a Ko Nen Scwzausptelhcule wird raores „Natiben der Weisg“ in ber gewoßaten Besetzung gegeben, Anfxng 7 Ußr. [A dUA

„Die Hógelmüßle", Oper bon Friedri E, Koh, die ihre Urauf-

führung Lernnäsi imDeutscheuDpernhause erlebt, wird von

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dem Direkior Georg Ha:tmanun in Szene gtsett und mußikatf; Fap:Nmelster Ezuaro Möocike geleitet. silalis4 von tem Im Scillertheater Cbarlotienburg wird morgen Frs: tog, Paul Avels heiteres Tra: msyiel „Hans Sonnenstögerg a fohrt* mit Altrcb Braun iu der Titelrolle zum ersten Mal “qui. führt. Die Spielleitung liegt in den Händen von Richard Que der zuglei die zweite Havptrolle, den Schauspieler un» Oberxe Fee Kittert Becker, spielt, Die zur Handlung gehörige Mußk is Frizedrid Beermann. Die mußkatis<he Leitung hat der Kapellmeisio Fritz Stetned. ler Mannigfaltiges.

Dic Wahrurg der BVestönde an Wüs>e im Haushalt und 9: <aft9betrieb hat die Reichshckleibungöftelle veranlaßt, cur D ixag: „Wie s<one ih meine Wäsche?" mit Liditbildern L Mantag, den 15. April 1918, 3 Uhr Nachmittags, im alasttkezte, om Zoologis<en Garten haltea zu lassen. Der Eintritt f jedermann kostenfiet gestattet.

Von Beamten tes Kgl. Botanischen Eartens und Myseunz wird wähicnd dexr Somme: monate 1918 eine Reibe ven Vortrîzn über die Verwendung uußdarer Gewächse, besonderz der heimischen Flora, veransialtet werden. Die Vorí1ge finden stait um 5 Uhr Nachmtitogs pünktlich im Großen Hörfaal des Kgl. Botanislen Mujeums, Berlin-Dahlem, Königin-Luis, Straße 6—8, Der esu ift unevtgeltli; Kinder ur.ter 14 Iuhen fönnen nit zugelassen werben, Die Vorträge behandeln folger Gegenstände: am 17. April: Gemüscpflanzen Gracbner), am 1. Mat: Oelpflanzen (Prof. G 15, Mai: Kassez, Tee, Kakao und Grsaßitoife dafür (Prof. 9: Loesene»), am 29. Tai: Ee Saserpflanzen (Dr. Uibri$), am 12. Sunt: Hetwtshe Obs!pflaazen (Prof. Dr. L, Dielt), 26. Juni: Arznetpflanzen (Prof. Dr. Bla), am 10, Juli: Hülse: A G Dr. Harms), am 24. Juli: Meblsurrogate (Prof. Dr,

raebzer).

Die Deutsche Faserstoff-Ausstellung Berlin, Ward, ausftellung der Reihsbekleidungsflelle, ift ,W, L. B.“ ufolge gtstmn abend ges<lossen warden. Sie war ven über 100 000 Lesuden besu, Die Ausstellung wird fast in ihrem gesamten Um'arge nan F ASRY übergeführt und dort am 15, Mai wiede Cine,

In der Treptower Sternwarte finden in den aä&sten Tg folaende kinematographishe Vorträge stait: Sonnabend, NaŸmittacz S Ubr: „Vom Monte Noja zur afritartsFen Küste"; Sonntag, Nacj mittacs 3 Uhr: „Siegeszug der Verbündeten in Gallzten“, 5 Uh: „Gra? Dohua und seine Möwe*, Avents 7 Uhr: „Chriftcph Koe lumou8*, Lm Dienstag, den 16. Apcil, Abends 7 Uher, \pri6i de Direktor Dr. Arcenhold in eirem Lichtbildervortrag über „Uns Planeten} ysteaz*, am Mittwo<h, Nahmittags d Ubr, wird ein Vot trag über „Poka‘jagbdea“ (Seelówen, Renuttere und Elche) gehalten, Dans Vis 2 Udz ab finden Beobachtungen mit dem großen Fern rohr 1tatt.

Budapest, 10. Aptil. (W. T. B.) Na& einer Mitteilry der Donautampfs{ahrtegeselschait sind aus dem Wra> des info eines Zusawmenstoßes ges<helterten Schiffes „Drina' bisher 22 Leichen geborgen worden, Im ganzen water 35 Personen vermißt. (Val. Nr, 83 d. Bl.)

Kopenhagen, 10. Ap:ilk. (W. T. B.) „Ekftrabladet" meldt aus Kristianta: Arbetter au3 vershiederen Teilen Norwegens erhoben geaen die biesjährige Aufnahme ausländis<er Dade- gäste Widerfprus, Die Ursache ift der Leben#mittel- mangel. Die FisYHerei ist ia diesem Jahre s><le><t auégefalln, Die Fis&er litten unter dem Mangel an Wêotoröl und Proviant.

Sofia, 10, April. (22 T. B.) Nah Blätterrteldvngen hai E tn Berlin ein deuisher Kus[<uß gebildet, um die De- rufsausdbildung tunger Bulgaren tkn Deutschland u erleichtern. An der Spitze dieses AussBufses sithen der bulgarish! Honorar:fonsul Mandelboum und der Kommerzieniat Friedri, Dit jungen Leute werden tn Sofia von einem befonderen Auts@uß de MVerelniaung zur ExtwiFkliung der kulturellen und wirts{oftiiden Bezi-bungen mit Deuishlard ausgewählt. Der Köntg hat den Konsul Mandeïbaum, der sich zurzeit tn Sofia aufbält, um di Gtnzelbeiten der Einrichtung des Werkes zu regelu, zur Förde der SaGe 50000 Fr. überwiesen.

(Forisebung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilags.]

Dheater.

Königliche Schauspiele. Freitag: Opernhaus, 9%. Dau bezug8varstellung. Dienst- und Freipläye find aufgehoben. An Stelle dir ursprüng l!) angekündigten Vorstellung „Notr e Dame“: Margarcie Oper in fünf Akten von Charles Gounod, Text nah Goeths „Faust*, von Jules Barbier und Michel Carrs. Musikalsde Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Sypielleitung: 9! Herger. Hallett: Herr Ballettmeister Graeb. Chöre: Herr #1 fessor Nüdel. Anfaag 74 Uhr. ,

St#ausviclhaus. 97. Dauerbezuvgsvorstellung, Diensb- pi Freipläte {ind aufgehovcn. Nathan der Weise. Dram n (Gedicht tn fünf Aufzügen von Lesfing. Spielleiiung: Herr Dr. Br! Anfarg 7 Uhr.

Sonnabend: Opcrnkaus, 96. Dauerbezua8vorteltung. und Freipläße find aufgehoben. Rappelkopf. (Beiliner von „Aipcnköuig und Menschenfeiad“.) per tn pret Bi nab F. Raimund von Richard Baifa, Musik vou Leo

At:fang 7} Uhr. t, und Schauspielhaus. 98. Dauerbeztuctvorslellung. Lun dice Freipläge find aufgeßboben. Das hche Ziel, Drama Brut

ften von Georg Hirschfeld. Spieileitung: Herr Dr, Ll Änfang 77 Uhr

Familiennachrihten.

Geboren: Qu s A O Leutnant Lun Md pon Thie

(Stoß Heilsberg, Post Zeitlo{s, Untersranten). „e Gei

Gestorben: Hr. OberiandesfulturgeriHtspräsident, Wirtliher r beimer Dberregierungsrat Dr. jur. Heumann O (Frietrib bura). Hr. Rittmeister a. D. Carl Graf Docnbeff Oh flein), Or. Frlg von SHierstädt (Haid i. Böhmen). Karl Junsshulz von Roebern-Laggacden (Laggarben).

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NerankwortliYer SHriftleitor: Direktor Dr. T 9x 9, Tier Vepantworili für ven Anzeigentzil : Der Vorsteher der Geh <nungorat Mengering in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Be Orud ter Nerddeutshen BuYbruterci unb i S Berlin, Wilhelasivaßgt 6%,

Fünf Beilagen.

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zum Deutczen Neichsauzeiger und Kön

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Parkamenisberiht*®)

Preußzis<er Landtag, Herrenhaus. F 30. Sigung vom 10. April 1918, Vorinititags 11 Uhr. F (Bericht von Wolffs Telegraphen-Büro.)

Am Ministertische: Die Staatsminister Minister für Land- wirischaft, Domänen und Forsten von Eisenhäart- Rothe, Minister des Jnnern Dr. Drews.

Präsident Graf von Arnim-BVoitzenbu rg eröffnet die Sibung um 11 Uhr 20 Minuten,

Die Beratung über die „Denkschrift. O Ne Ausführung 'des AnfiedlungSgeseßes von 1886 und seiner Nachträge nebst den dazu gestellten Anträgen der Finanzkommission, des Generals von Kleist und des Yinendements Körte zu dem leßteren Antrage wird fortgesett.

Fürst Ferdinand Radziwill: Der Anlaß, zu der verliegenden Diskussion ust zweifellos ein gescäftsmäßiger gçe- wesen, die Kenntnisnahme der Denkschrift über die Ergebnisse der Ansiedlungskon mission tm_legen Jahre, Dies gibt natur- geniáß au mix Anlaß, die Stellung der polniscen Fraktion in A auf die Frage der Ansiedlungépoliti? no< einmal zu betonen.

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Vrinzipiell stehen wir auf dem Standpunkt, daß die ganze Än-

siedlung8politi? als ein integrierender Teil der Ausnahmegesepe, die gegen den Bestand der polnischen nationalen und kulturellen Bedürf- ¡isse in Preußen gerichtet waren, anzusehen ist. Wir baben niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß wir diese ganze Kommission als gegen die Gleichberehligung der Staatsbürger in Preußen gerichtet ansehen, als einen Eingriff in die Rechte der polnishen Staatöbürger, soweit sie ihre staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen. Man stellte es so var, als ob die Ansiedlung cine humanitäre und notwendige- Maß- nahme sei, von der no< nicmand Abstand nehmen könne. Das ijt aber eine [lagranie Verkennung der Verhältnisse. Die ÜÄnsiedlungs- politik wurde zur Zeit des Fürsten Biêmar>k als Duveriüre zu der gesamten harten Polenpolitik gespielt. Wir haben niemals darüber ' Bweifel “gelassen, daß. wir dieser ganzen Politik aus nationalen Gründen dtametral gegenüberstehen müssca, und daß wir auf dem Begriff der Gerechtigkeit fußen. Es kann doch niht verkannt werden, daß ie Mittel, welche an reichem Maße nah Millionen und fast Milliarden für die Durchführung der deuten Ansiedlungspolitik in Preußen verwendet worden sind, auch aus den Steuern der pelnisPen Staatsbürger bezatlt werden. Dag- dur wurde eine Disserenaierung herbeigeführt, die in steigendem Maße verbitternd auf das gute Einvernehmen der beiden Nationen, die nach Gottes Natschluß in einem Lande zusammenwohnen und wirken müssen, wirken mußte. Zieht man das in Betracht, dann fallen alle {donen Redensarten in si zusammen. E bileibt der bi Rest einer Differenzterung. Sie werden es au für

halten, wenn wir in Konsequenz unserer bisberigen SteAung- nabme und prinzipiell gegen die Vegitimität dieser Veaßnabmen uns erflären. Aus Recbtegrundsähzen protestieren wir dagegen und lchnen auc die Kenntnisnahine dieser Denkschrift ab. Die Kemmisston ging ader ne< weiter, indem si2 einen Antrag- vors{lägt, der unter den jesigen Verkbältrissew namentli für uns cine Gefahr für dem zu- unftigen Bestand derjenigen Maßnchmen bildet, roelGe durco dic Proklamation der beiden Kaiserreiche getroffen worden sind. „Man bat bier te ganze volnishe Frage aufgerollt. „Jch Tonstatiere, taz dies nitt von „unserer Seite gosclben ist, und deß doe Frage bicr bei diefer minimalen Angelecgenbeit zur Syrache gekem- men i, Vir schen in demn Fommisston8bes{blug den Wunsch, gerade jet auf die Regierung cinen Dru auszuüben in eincr gewissen Iich- tung, die wic. nit als berc<tigt anerkennen fönnen. Jh weiß nit,

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ob n dicser Bezichung das Haus einheitlich ist und sein wird. J

CITL lonstatiere dies in Anlehnung daran, daß die Regterung durch den Mund des Reichskanzlers bat erkennen lassen, daß die Regierung un- ¿veideutig auf dem in der Broklamatien vom 5. November 1916 dar- gèlegten Standpunkt beharren will. Dies haben ja au<h die Mebr- veilSparteien im Deuischen Reicbêlage ' zu ‘erkennen gegeben. Jh fann es daher von unserer Seite nit annehmen, daß man sib hier riva mit den Gedanken und Nichklinien der Reichspoliüik in Gegen- saß setzen will. Die Resolution nimmt verschiedene Wünsche und Not- wendigkeiten in Aussicht, die als arzunehmend?e Riditlinien hier ver- geschlagen werden. Sie hat ihrem ganzen Inhalte nah den Charakter weitgebender Möglichkeiten. J dosse, die Worte Seiner Majestät, ker voile Förderung dem neuen polnischen Staatêwc}ew ber]prach, werden au< hier niemals als leere Worte betrachtet werden. Wir haden cin Recht darauf, dieje orte als ernstgemeint und als wahre Nihtlinien der Politik der Staatsregierung bezeihnen zu können. Die Resolution will acwisse Maßnahmen sehr unbestinmier Axf die id auf das künftige Territorium des Königreichs Polen beziehen, 118 Uuescbt nebmen. Die Resolution besagt ganz allgemein, däß gewe

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Garantien geschaffen werden müßten für die zukünfüge Sicherstellung ter (Grenzen des polnischen Staates. Es ist allerdings eine Abnor- wilát in der Weltgeschichte, daß Hier {hom jebt über tre 6rundlecenden Bedingungen eines Staates in Mitteleuropa gesprochen wurd. Der Staat existiert als solcher no< ni<t. Er exiskiert nur P T Up, Herr Trobli hat ber den Verhandlungen E Brest- Howe mit cinem blutigen Hohne daron gesprochen, den die Ver» ireler der Kaiserlichen Regierung stillshweigend hinnebunen mußten, indem er sagte: Sie sprechen von einem Königreich, wo 1st denn der wong? Sie spre>en ven einem Staate. Ein Staat muß 0h Grenzen haben. Wo bat er diese? Jn dieser ungetlärten Situation elen nun Richtlinien dafür aufgestellt werden, wie weit die Grenzen, ‘3 polnischen Staates gehen dürfen oder nit. Ein solces Vor- gehen bat in bder ganzen Geschichte micht seinesgleiGen. Der »olnis>e Staat ist zwar begründet, aber infolge der militärisken Ufkäonen wt in voller Verwaltung der Staatsbehörden. Das 1st gan natür lih, weil der Aricg no< nidht aufgebört hat. Durch den Ausbruch der russischen Revolution ift eine vollständige Umwälzung der wiaT- lichen Verbältnisse eingetreten. Es ist also nicht der Zeitpunkt da, wo man über Grenzberichtigungen spre<en- kann. Das fol man, a dir OME der Talfachen überlasscn. Jch babe seinerzeit son die Ges ms der Danktbarkeit des pelusdben Velkes gegenüber bent Alken des Generalgouverncurs - von Beseler ausgesprowen, hir können unseren Dar? für das dort

E ur Getane uniev der Vedinqung aussprecen, daß diese Maßnahmen in len offfu-

plerlen Ländern nit nad tem Gesihtépunkte deutser Finanzpolilik FenDelt werden und nicht eliva in der Beit der Oftupation in uner- eer Weise Werte aus dem Lande geschafft werden, die augen- ald in der Hand ter offupierenden Militärbehörde liegen. bedi Befreiung von der militärischen Verwaltung ijt dne _Lor- i aag für eine freudige Zustimmung zu der sogenannten Befreiung Holens von der zarishen Herrschaft. Wenn die Bevölkerung aber aus dit iat in die Traufe kommt, so bat die Regierung, die die Zu- M in Händen hat, die moralisde Verpflichtung, auch vorläung {on

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taate Ormähr, mit Nusnahme déx Reden ber Ministox und

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S R E E E E O E I EE

B erlin, Donnerstag, den Il. April

in rüdsichtsveler und der volitisen Moral entspreæŒ.n zugehen. In der Beziehung bat aber ein dur< die Gewalt der Tat- sachen hervorgebrahtes Mißtrauen sich in die polnische Bevölkerung eingeGlicen. Ein gutes Einvernehmen zzois<en ben preußischen Polen und der Regierung seßt voraus, daß die dankenswerier Weise hon dem Minister des Innern zugesagte Uufbebung der Ausnahme- gejebgebung und der cdministrativen WUusnahmebestimmungen rejstlos vollzogen wird. In dieser Beziehung ift die Erklärung der polnischen ration im Abgeordnetenhause uicht richtig aufgefaßt roorden. Wenn ich diese Enunziation unbdoreingenemmen durdblese, kann ih nts darin finden, was als cine horrende Aufheuung ver polnischen gegen die deutsche Nationalität cufzufassen wäre. Vielleicht ist nur, während das fortiter in re ufgabe der polnischen Fraktion im Abgeordneten- bause war, das suaviter in modo etwas in Vergessenheit geraten. Lassen Ste doch, wenn auch einzelne Enunziationen \<harf sein mögen, allein die Tatsacben für sich reden und suchen Sie micht dur< Herein- ziehen der periönliwen Gesthtspunkte die großen Aufgaben der Jebt- geit zu verwischen. Jh kann dem Minister des Jnnern unsere Zu- stimmung versichern, wenn er restlos die Geseßgebung aufhebt, i welcher die polnishe Nation eine Zurücksezung gegen die deutsche er- kennen muß. Wenn er in seiner eigenen Logik Tonsequent ist, wie wir von ihm erhoffen, so wird au< von unserer Seite zur Verständi- gungöpoliti? beigetragen werden, für die wir au< unsererseits in leßter Zeit bei verschiedenen Gelegenhciten die Hand angelegt haben. Worin ein -prinzipieller Gegensaß zwischen meinen Erklärungen im Neich3tag und den Snunziationen im Abge- ertnetenhause bestehen jcll, wüßte du. niht. Die leßte Gnunziatier resümterte nur den vorläufigen Stillstand in der Beseitigung ter Auês- nahmebestimmungen. Dieser Stillstand ist vielleicht ohne Absdt der egierung eingetreten, aber er bat im Gefühl der polnishen Be- téllerung Mißtrauen erwe>kt. Die Enunziation zog einfa den Schluß, daß gegenüber einer gewissen Zurücklaltung der Regierung die parlamentarische Bertretung der polnischen Nation ihre nationalen Rechte vertreten müsse. Wir müssen mit Verstand über alle Miß- verständnisse hinweggehen, wenn wir zu einem Frieden kommen wollen, der nur in der Gerewtigkeit liegen kann. Fedenfalls bedeutet die Enunziation keinerlei Aenderung in dem Berhalten der pelnischcn Fraktion im Abgeordnetenhause. Eine ticfgehcnde Erregung ist in der polnischen Nationalität dadurch hervorgerufen, daß der Friedensvertrag der Uftraine in bezug auf die Cholmer Frage ohne Zuziehung der Ver- treter der polnischen Nationalität, die do< nach threr ganzen bistorishen Enüwid>klung ein eminentes Interesse daran hatte, abgeschlossen worden ist. Was ist es anders: als dilettantish, wenn man z. B. in dem YGrledenövertrag mit Rußland über ungeheure Stre>ken des litauiscen Gebietes fo dibponiert, wie es geschehen ist. Man hat Litauen in awei verschiedene Teile zerlegt, von denen der eine der bolschewistischen anarcte, dem WMord-- und Totsclag ausgesegt ift, der andere von deutsden Truppen ofkkupiert ist. Beide Teile sind vollständig ein Lond, geheren ethnogrephi® und Fistorisc fett Tausenden von Jahren zusammen. Jch kenne die Verhälnisse dort im Gouvernement Minsk aué cigener Anschauung und. kann sagen, daß das, was Sie von Litguen aogeschnitlen baben und dein Zufall der Zukunft überlassen wollen, absolut dasselbe Gebiet ist, was Sie jeßt dem Großfürstentum Litauen zugeiclagen haben. Jch kann mix das nicht andexs erklären, als durch einen regierungséseitig verübten Dilettantismus in Fragen, die doch eine ernstere Behandlung verdienten. Dos ist ein Attentat gegen unjere nationale Schichtung. Wir erkbeben einmütigen Protest gegen diese gewaltsame, vom nationalen Standpunkt gar nicht zu verstebende anme oi dem Abschluz eines Friedens mit einem Feinde, der do wahrkbaftig in seinen Repräsentanten keine beahtenswerten Bectreter der dortigen Bevölkerung darstellie, sondern einen zusammen- gewürfelten Komvlex von in der Mehrzahl jüdischen Studenten, die von der Universität, nomentlich aus Galizien, gekommen waren und die ukrainis<he Agitation betrieben. Diese Persönlichkeiten trugen wahrhaftig nicht die Qualität in sich für so ernste Verhand- lungen, wie sie in Brest-Litowsk geführt werden mußten. Jn der Be- ziehung Tonnen wir unser Bedauern und unsere Mißbilligung nickt verhehlen. Das polnis<e Element, das hierbei zurüclgeseßt wurde, hat doch in der Geschichte cine andere Rolle gespielt, als die dortigen Bertreter der sogenannten Regierung des ukrainishen Staates. Ver Regentschaftsrat in Warschau repräsentiert dort einen anderen moralischen Wert, als die Elemente, mit denen Sie da Jhre Zukunfts- politi? treiben wollen. Jn ver Beziehung werden Sie noch {le<te Grfahrungen macéen, denn es herrs<t dort ein kaum denkbares (Lhaos. In der Fesolution der Kommission wird cine Sicherung der OÖstgrenze Preußens vorgeschlagen. Jch bin weit entfernt, die militärische Ve- borde oder die Staatsregierung irgendwie zu bes{hränken und mich darein zu mischen, wie diese Sicherung hergestellt werden fönnte. Aber die beste Sicherung, wäre das, was i< im vorigen Jahre bei der Be- \prebung der Proklamation vom 5. November 1916 gesagt habe. Jch babe damals unseren Dank für diefe Proklaniation ausgesprochen, aber hervorazboben: menn Sie cinen Staat bilden wollen, so soll es kein Sdheinstaat sein, aud nicht ein Pufferstaat, in dem zwei gewaltige Nathbarreiche sid einander Rendevouz geben, um das Land wie jeßt zu verwüsten. Für die Zukunft danken wir. Wenn Sie uns ein Bencefizium zuwenden wollen, fo \<affen Sie einen starken Staat, der auf festen Füßen steht. und lebenskräfüg ist. Dann werden Sie die beste Sicherung haben. Dem Staat, wie ihn die Kommission vor- \hlägt, können wir fcine Zukunft zuschreiben. Schaffen Sie einen starken Staat, stark genug, um sür den Frieden GuroÞpas im Sinne der Aufrecterhaltunag unserer Kultur, unserer Geschichte und unserer ganzen Vergangenbeit in konservativem Sinne wirksam zu sein und zivilisatoris< zu nüßen. Ein s<{wacher Staat kann nicót zivilisatoris<

auf seine Umgebung einwirken. Schaffen Sie die Konseguenzen der aroßzügigen Verheißung der Kaiser von Deutscéland und Desterreich- Ungarn; in deren Sinne führen Sie die in Aussicht gestellte Morger- rôle für das Tünftige Polenredt herbei! Dann wird der Erfolg da sein.

Minister des Jnnern Dr. Drews:

Auf die Ausführungen des Herrn Vorredners über die vorlicgende Resolution und über die Dinge, die damit zusammenhängen, die im wesentlichen ausländische polniste Verbältnisse betreffen, will ih hier nidt eingehen. Zu der Resolution hat ja ter Herr Landwirtschafis- minister namens der Staatsregierung bereits auéfüßrlih Stellung genommen, Jch mochte hier nur no< einmal kurz auf die allgemeine Frage unserer inneren Polenpolitik zurü>lommen.

Gestern wurden von dem Herrn Berithterstatter und von dzn Herrn Grafen von Kleist ziemlih sfeptisde Aeußerungen darüber gemact, daß 1< an anderer Stelle ausgeführt hätte, die Staats- regierung wolle unter dem gewaltigen Eindruck, den der Weltkrieg auf die Geister in unserem Volke in allen Schichten und allen Ständen bervorgebräht habe, und in der Hoffnung, daß sich unter diesen ge- waltigen Eindrücken die Zabl der preußiswen Polen mehren würde, die sich auf den Boden des vreußisGen Staais zu stellen gewillt seien, den Volen noch einmal die Hand zur Versöhnung bieten, Und es wurde darauf bingewiesen, was in den anderen Häusern, im Ab- georduetenhause und im Neichslag, demgegenüber seitens polnischer Abgevrdnèter gesagt worden ift. Ja, meins Herren, ich gestehe es

ganz ossen: enn die

Od rae K DTYMN Preußen dauernd fo

+ Îa 4 t 2 Me: V Y q überwiegende Mebrbeit des polnischen Volkes 111

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N aro alls N iiho mionnT chaf E L: CN anr T dann rvare alle Mühe umsonst. (Ledha ehr ridtig!) Vann ware

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Cn E A N CRE A 26 LDeunde der drei poli

Trag gejprochen babe

Hy 4 R A A aas ma nrltonoRKO s ischen Herren, die bier zu dem vorliegenden {n=

- I; 5 L O S M E Ï ab n n. Yus deren Neden tlang eiwas ganz anderes

heraus, gerade das, was man in den Neden jener Abgeordneien 1m

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(Hrn S O1 Staat; und mit Leui

? Stan und 119 925; H Bp S L ai A e NILES Ats A Landtag und 1m Neichstag vermißt: ein ernster Wille zum preußischen

4 1 SICRE TE R A ait p rw en, D 1 Willen zurn vreußzischen Staat

baben, kann man si< meiner Veberzeuaung nach verständigen. Man

kann thnen offen und ehrlich die Hand zur Bersöhnung bieten. Wix

allè Mien, Mag DIE

wärtig verbältnismäßig gering

k Nor T aron ort Du G R AT A p Zahl der fo oriecutierten preußischen Polen gegen

t. Aber sie existieren, und sie werdcu

if nicht dadurch aus der Welt geschafft, daß die radikal gesin

behaupten, derartige

Polen eristierlen überbaupt nicht

Mm Blo So RUDAE LSIQOTI A) R L E T a5 om. 3 , Radikalen, seien allcin dic Wortführer des gesamien polnischen: Volkes.

T8 R E E CN ite E O D Ot

die den ernïten Willen zum preußischen

47% S CULAT Li R sind, als Vürger des

wert balten an polni

dan 5, - ly y l F G ¿ R M w„\ treiben, nuß dahin geben, daß wir diese Pole,

preußischen Staates das, was fie für wüns<hcns-

Cn ho U Deus Staat haben, die ge}onnen l c

"(Ao d. 470To Q 09 Ut Ltd Don: (Cx - A chen &ulturzielen auf dem Gebieie der Sprache,

L 4 er Schule, der Wirtschaft usw. zu verwirklichen, nah Möglichkeit

stärken. Das können wir aber meiner Meinung nach nur. dann, roenin wir eine Politik treiben, die unbeschadet aller Notwendigkeiten, die

sich aus dem Chara

P slaates -ergeben, dur< die

t 4

La N o 541 Hny r »F 5 In hor t; boy t; ¿er Preußens als cines einbeitliden Nationäl-

4+ e ADes Tai on S 10: ai, daß sie polnischen Wünschen,

soweit dies innerhalb dieser Grenzen möglich ift, entgegenkommt und

dieses Entgegenkommen au< praktis<h betätigt wird.

nicht, so müssen wir

Ostmark der Kampf bis aufs * und daß diejenigen wenigen Polen

preußisden Staat kctätigen, dahin ganz verschwinden we

) ( dicse Gelegenheit, wo dur den Weltkrieg alles im Innern unserês

32 12° 1; A Bolkes bis 118 tiefst

Tun wir tas unó ganz lar darüber sein, daß dann in unfertr ser crfolgen wird und erfolgen muß, jezt cinen ernsten Willen zum

zen und im Laufe der Zeit

rden. Nocwmals mochte 1< betonen: wir dürfen

e erschüttert wird, wo so viele :n unserm Volke,

die bisher dem Gedanken eines starken preußischen Staates -ablchnend gegenüberstanden, anders denken gelernt haben, nit vorübergehen

lossen, obne

auf diesem Gebie Ein idvlliscer,

ehrlich den

parad1en)>er

Beri qu ade Au ee t au besseren Vérbältnissen zu Tonnen

SHeoen, Der Urs E

wird allerdings au<h dann in der Dstmarx® ni<t herrschen, wenn das Programm, das i< an anderer Stelle cntwidelt habe und

Na Narbe Dee Derr Lait

rischaftóminister gestern sizzieri hat. dur>geführt

F: ava 2102 M A 2. I 597 «4 TONAT di Es werden iminer noch einc ganze- Anzahl von- Wünschen, die

Dent oben

unerfüllt bleiben. Aber das kann meiner Meinung nah nit tên 7

GESCET c G Ah a5. d. GUSIT An geen, 0

1 0D zusührên, vecllfommen

R a Ge Ai t of TEAR E fis des preußischen Staates stehenden Polen haben,

man nun von dem Versuche, eint bessere Zei

e r 4992 ; \»y Ih“ gebe mi Tefnerlet

JIUusionen darüber hin, daß e

sen Staates stehenden Polen, wenn das Pregramm, wie es mir augen-

liélich voNchiwebt, e

rfüllt wird, nunmehr über ihre sämtlichen übrigen

Ed As 4. Vis A DE 1 4e E L Ü u » quitticrén und von thnen endgulttg Abstand nepmen

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ich in delitischen Leben viel bie fet GuUR, bein ibrem Prograrum P

L U) < c sig, A0 p mth S E D

La E E T CE E B E os grammpunkte in die Wirklichkeit überseßt wex

liegt unser politische »

der politischen Parteien, die auf dem L nit v

um derartige ;

i ILOGLEI

Ee bel fa B Und a politithen Kainpfe 1 zuseßen; Und wenn Ga e al

allen Parteien vorlanden, au der

so wait entgegenzuto

if taaterH tc

bestem Wissen erträgt.

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U L E As ili nicht erfüllt roord

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abo Man ting Uf L G c c I ARDe E Ma Ut H man von

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Was 2 Bol e o ULEL DAS A Teras;

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fach vorkommt. Fast alle unsere großen Parteien,

B abo Rohon: Sp

reußischen Staates stehen, haben 11

“Etn î n ¿ q A E 4 T 10 unkte, die fic für ernst und wichüig und essentielf

_—_—

Sie ringen und grbaltenen Préô- n diesem Kampfe 3 Leben, licgt unsere Entwiklung. Von keiner oden des Staates stehen, die

un

G ttie Tampsen, wird von

für i Or SN

erwirflichte Programmpu A A oîo Ar f varlangt, daß sie diese Programmpüntite

D O G eee e!

.

L C A A - l ne 2F0PTerungen dUT 19s ; n D

Partei in der VeberzeugMig i n bebt, dann ist, glaube 1h, be

4 L, Z L, -

ehrlih meincn, das i bezügiich threr speziellen Wünsche m'uen, wie es das Kohl des Vaterlandes nah können sh meiner Meinung nach auc

1%

Lt ; SILGSGR a A S i IENT Z die Dinge entwickeln mit ciner polnischen Partei, est gur. deni

Boden des preußisch

2 6 Aba bie noch nichl crtuilt i; L S Arena fämyfst,. Die SUTU

(D. ;

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RTIeges, Ic 1 aur /

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cir Staates steht und für ihre Sonderwünshe; sind, ehrlih weiter den Kampf 1n*der politis

Negierung hefft, daß unter dem Eindru®X dieses

dere æ>< unter dem Eindruck der Folgen dicses

der Landkarte Guropes für lange, lange Zeiten

wdhiiwiAbes

festgelegt sein werden, sich unter den preußischen Polen die Zahl derer mehren wird, die gewillt sind, auf cinen derartigen Boden zu tretez.

Ich möcble ater

no< einen anderen GesihtFpuntt betonen. Wir

müssen unsere Polenpolitik so einrichten, daß sie na< menshli>em

Ermesszu die Gewä

r ciner gewissen Dauer bietet. Viel wird darüber

geklagt und das ist auh von dem Herrn Berichterstatter und ven

N av anderer Setie ge\d

preußischen Polenpolitik zu vermissen fei. wir cine PVelenpolitik einrichten, die für die Dauer das, was däs

hen —, ‘daß dieses Motuent der Dauer ‘in dex Wir müssen sehen; dùß

Wichtigste ist, gewährleistet: die positive kräftige Forderung tes n 4

Deutschiums in der tesem hoben Hause

Qccr der letzien Wahlen leben nun vor einer und man datf Mehrheit für die Mehrheit der daß dies auch der

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ductenhause von einer M

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Ostmark. Diese Politik wird gegenwärtig in von der überwiegenden Mehrheit getragen, im

ebrheit, die d aus der Konftellation für das Abgeordnetenhaus ergeben hat. Wir Aenderung unseres Wablrects (Zurufe: Leider!),

inem Zweifel darüber hingeben, daß die bisherige

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¡kunft sein wird. Jh mochte besonders betonéñ, al

Ostmarkenpolitik im Abgeordnetenhause nit mehx ) U

all fein würde, wenn m><t das gleiche Wahlre>t

1 e, fondern ein Pluralwablrecht, wie es gegene