1918 / 105 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Toll bei der nächsten Wahl ein Ab-

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Abgeordneten cnifallen, so | ein Ab ¡ie Aenderung der Wahlbezirke soll

geordneter hinzutreten. nur dur<h Gesetz erfolgen.

__ Die Abgg. Braun (Soz.) und Genossen beantragen, daß die leßte Volkszählung für die Wahikreiseinteilung zuUo grunde gelegt wird und auf jeden Abgeordneten die gleiche Ein- wohnerzahl entfallen scll. Sie beantragen weiter die Streichung der Bestimmung über das Bestehen der jeßigen Wahlbezirke und über die Aenderung dur< Gescß.

Die Abgg. Dr. Pors< (Zentr.) und Genossen be- antragen, daß eine Aenderung der Wahlbezirke nur mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen werden kann. L

Die Abgg. Aronsohn (fortshr. Volksp.) und Genossen beantragen für die großen industriellen Bezirke die Einführung der Verhältniswahl.

Denselben Antrag stellen au die Abgg. Althoff und Genossen für bestimmt genannte Wahlbezirke.

Abg. Dr. Bell - Essen (Zentr.): Meine Freunde wollen die Verhältniswahl nur im 9 ahmen der jeßt dem Au vorliegenden Vorlage, d. h. in Wahlbezirken, wo die besonderen Verhältnisse diele Art der Wahl re<tfertigen. Alle Anträge verstoßen gegen diejen Grundsaß, denn dana soll die Verhältniswahl auch eingeführt werden im Saarrevier, in Oberschlesien und in der Ostmark. Dort bestehen aber die Vorausseßungen für die Verhältniëwahl in der historischen, geographischen und wirtschaftlichen e Wir sind deshalb gegen diese Anträge, besonders denjenigen für die Ostmark, weil wir darin ein Ausnahme a gegen die Polen erbliden. Wenn wir für die Aenderung der IBahlbeain e eine Zweidrittelmehrheit beantragen, so geschieht es, damit, wenn es uns gelingt, ein volks- tümliches und au< der Regierung genehmes Wahlre<t zu \<affen, wir auf absehbare Zeit Ruhe bekommen und vor neuen Abänderungen bewahrt bleiben.

Auf Antrag des Abg. Bo is ly (nl.) beschließt das Haus, den Antrag des Zentrums erst beim Mantelgeseß zu erörtern.

Abg. Menzel - Dirschau (nl.): Meine Freunde sind gegen eine allgemeine Verhältniêwahl, sondern für die Verhältniswahl nur da, wo besondere Verhältnisse sie re<tfertigen. Wir haben in unserem Antrage E Wahlbezirke bezeichnet, behalten uns aber eine Aenderung ür die dritte Lesung no< vor. Wir beantragen namentlih die Verhaltni8wahl in der Ostmark zum Scbute für das Deutschtum. Das Ergebnis des Proporzes in der Ostmark würde sein, daß 12 bis 14 Mandate aus polnischen De in deutshe übergehen. Darum würde kein Deutscher in der Ostmark die Ablehnung unseres Antrages verstehen. (Beifall bei den Nl.)

Gegen 534 Uhr wird die Weiterberatung auf Sonn- abend 1014 Uhr pünktlich vertagt.

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Nichkamkliches,

Defterreich-Uugarn.

Der Kaiser Karl hat sih vorgestern, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, in Begleitung des Chefs des General- stabes Freiherrn von Arz und des deutschen Militärbevoll- niächtigten Generalmajors von Cramon an die Front begeben.

Gestern hat eine Beratung der Obmänner der Parteien des österrei<hishen Abgeordnetenhauses stattgefunden, der die Vertreter des ts{he<hishen und süd- slavishen Klubs fernblieben. Der Ministerpräsident Dr. von Seidler führte, wie „Wolffs Telegraphenbüro“' meldet, in längerer Rede aus:

Er habe bereits vor mebr als dreivteriel Fabren nah Rü>syrache mit allen Pazteien die Frage der Verfassungkns>{prüfung auf Grundlage der nationalen Autonomie auf die Tageso:dnuag der parla- mentari <en Besprehu7g zu stellen versuht. Gia passivzs Verhalien egenüber der Verfassargsn:<prüfung sei kaum mehr mögli. Der

inisterpräfident Lündigie die baldige Erlassung einer Verordnung des Sejamiminisierioms an, welke, da ja die Verhbä:tnifse in Böhmen am meiiten getläit sind, die Erneunung von Kretêhaupileuten in national abgegren,ten Sprengeln vor- fehen und ibnen gewisse Befugnisse übertcagen werod. Dies liege im Programm der Neierung hiali<tich der nationalen Autonomie und kônne {on auf Grurd tes bestehenden Gesetzes gesehen. Dem tihechisGen Volke werte vit der gerin..ste Schaden zugifügt; die Kreise seien fa auh ein Teil des t Gishen Drogramms. Oh etn füdslavtsher Staat einmal enist hen were, wisse er uit; aber hier darüber zu sprechen sei unmöglich, weil au) Ungarn dabei in Betracht komme. Aber wenn ein so'@ecs staatli®ces Gebilde enislünde selbst- rerftändlih unter dem Sjepter Seiner Majestät als integrierender Bestandteil der Monarchie =—, werde es nit aus dea Friedent- bedinçungen berauswathsen und niht Teile des öfterreiWishen Staatz- gebietes umfassen, die auf dem Wege zur Acria lägen und in inniger Berbindung mit dem deutshen Svrahgebieie stünden. Indessen würden au dort die nationalen Wünsche der Südsklaven berü>si@tigt rverden müfsen. Kuiture-le vnd wirshaftlt&e Zugesiöndnif- sctez mög- l'<, aber alle dabinzielenden wobhiwellenden Bejttebunzen könnten dur ‘Agitattonen, wel@e tie National täicn untzetnauder verbetten, das Ver- bäitris der Voifsfiämre zuetuander beigifteten und das Staztewesen gefäh1deten, nur geshäd'gt werden. Ihren wolle er mit den gesey- Vihen Mitteln enigegentreten bei gleihem Recht tür alle. Qu dex milttäris<-politishen Lage äußerte der Minisier die Ueber- ¿eug ing, daß die Euisheidungen auf dem SYkach!felde für vie Ber bündeten ausfallen würden. Die wirtshafil<hen, namertlih die Er- nährung8verßältntsse, scien crnit geworden. Fett durhzu- halten bis zur entgült'gen glüdliGen Entscheidung sei eine Exisrenz- fia.e. Es wäre dir Regie:ung ganz unmögli, fich diefen Aufgaben inmitten der parlamentuisGen Wirren mit ganzec Kraft zu widmen; sie müsse daher Bürg\chasten haben, daß fe {6 frei bewegen könne. Angesilßts der AÄksage zwet-x Parteten scheine dem Minllerpräsidenten cine Hinausfehiebung des Wiederbeginns der parlamentaris<hen A'beiien das Zweämäßigsie zu sein. Sollte der Präsident nichi kr:ft etnes Boiums der erj><tnenes Parteien in eine weitere Hinausshiebung willigen, so müßte die Vertagung auf eiuîige Wodjea von der Regiezuug ins Auge gefaßt und in dieser Zelt versuGt werder, eine parlamentarts{ mögliche Loge zu s<affev. Von ciner Auéscha!tung tes Parla- ments könne natürli nit die Rede scin. Der Zeitraum ter Ver- tazuna würde so bemessen werden, daß uo< vor ten großten Ferten die Staatänotwendickeiten erledigt werden fönrten, Än dic An- weadung des $ 14 denke dite Regierung nit.

Der Präsident Groß erklärte, er könne unter den heutigen Verhältnissen bei dem Widerstande großer Parteien die Sißungen nicht weiter verschieben. Jn der Erörterung er- klärte der Deutsh-Radikale Wolf, daß die Kreiseinteilung in Böhmen keine Begünstigung der Deutschen, sondern nur eine Staatsnotwerdigkeit sei. Eine völlige Ausschaltung des Parlaments liege au<h ni<t im Jnteresse der Deuischen. Auch die Vertieter der anderen deutshen Parteien, Waldner und Jugel, sprahen \si< für eine Hinaus- \shiebung der Parlamentssizungen, jedo<h gegen eine Aus- \chaltung des Parlaments aus. Der Sozialdemokrat A dler erhob gegen die Vertagung Einspruch und warnte ernstlihst vor diesem Sritle. Auch die Vertreter der anderen Parteien, darunter der Polen, sprachen sih gegen jede, wenn au< nur vorüber- gehenden Ausschallung des Parlaments aus.

Der Kaiser hat den Minisierpräsidenten Dr. von Seidler ermächtigt, den Reichsrat zu vertagen und behufs der Ecmözlihung der Weederaufnahme seiner Tätizkeit fofort die erforderlichen Verhandiungen ein- zuleiten. Auf Grund dieser Kaiserlihen Ermächligung hat der Ministerpräsident an den Präsidenten der beiden Häuser des Neichsrats eine vom gestrigen Tage datierte Zuschrift gerichtet, mittels welcher die Vertagung des Reichs- rats mit 4. Mai d. J. ausgesprochen wird.

Die „Wiener Zeitung“ veröffentlicht eine Begründun der Vertagung des Reichsrates, in der es heißt: ° s

Wir siehen in der leßten entiGeidenden Phase des Krieges. Im Osten bedroht uns kein Feind mehr, aber es gilt, in festzm treuen Zufsammen'<lusse mit deim Deu!shen Reihe und u! seren anderen Verbündeten au die übrtgen Gegner zum Verziht auf ihre fetnd- seligen Absichten ¡u zwingen. Jn dem krastoollen Erzielen cines ehrenbasten, guten, daue:nden Friedens giprelt die ungeheure Avfaabe, vor die das Schh!>ksal uns und unsere Waffer- geïäbrten gesellt hai. Sie e:heis<t nah ter hartea E: probung in yier Krieg: jahren die höchste endaûltige Anspannung. In milt- inischer Beziehung dürfen wir olz auf die berci!8 erzlelten Er- folge zurü>blid-n. Jun wirtsaftlißer Hsct aber hab:n ß<H mit der Tangen Dauer des Kriegäzusfandes naturgemäß die SBmierig- keiten immeifort gesieigert. Wir gefen jeß: dur< diz Zeit der ernstesten Prüfuna, Kine fühlbare Grleißterung wird erst etutreten, wenn die Hilfsquellen, die uns die Krazft unseres Schwertes und der versöhnli<he Geist unferer Fetedensbestrebungen im Osten ers>iofsen haben, ungehewmt einströmetn, und wenn fternerbin die veue Ernte uns die Fcüchte des cmsizea Arbeitsj2b1es buingt. În der gegen- wärtigen, boffnungs8relchen, aber {weren Zeit muß au Oesterreich setne volle Kraft in den Dienst der großen Sache tellen. All:8 muh unterbleiben, was dfe freie Betätigung diesex Kraft hindert und was in nußkoses Reibungen etnen Teil von ihr aufiehrt. Kein guter Staatêbürger wird die Wahrbeit dieses Satzes bezweifeïlo. Dennoch vermoh'e bisher trog aller hingebungsvollen Bemühburg:n der für die staatliden J=teressen eintretenden Parteien der Garg der parklamzntart\Den Arbeit ih den Bedürfnissen der Zeit nit bin- länglich arzupassen. Immer wieder bemnit diz Nachwtikunc alter Streitfragen und das H?eiyortreten une:füllbarer Zukurftsreünse die volle Verwertung der reihen staatlichen Energten, Die Befriedigung der elementarslen Staat8notwendigk-iter, bie andecwätts ¿um Selbst, ver{!ändliGen des verfassung?mäßig-n Lebens gehört, war vielfa nu? unter g:radezu frisenhaften Spannurgen dur&zusetea. Die parlamertaris{<en Zwistigkeiten Fand:n die Wirksamkeit der Ne- gierung und behtaderten sie ta der Obforge für die brunendlien Fragen der Wirischaft. Die egierung leß es diesen Ers&tinungen gegenüber nit an Versuchen fehien, tn inniger Vemetinsaft mit tem Netchs- rate Wandel zu s<affen, Ste wollie die innezyolitisWen Fragen auf den Boden der svfemati!@en Behandlurg hinüberkühren, wo fie, obne die erfclgrei<he Abwiklung ver aïtuellitea Aufgaben zu gefährden, threr endgültigen alseits befriedtgenden Wsuug nähex- gebra<ht werden fönnten. Sie bemühte G, dur lei hafte Verbiudung mit aen Parteien jene Atmosphäre w-&Sselietitigen Vertravens zu schaffen, die dle Aussaltung f\taatsrehilidh:r Segen|äge aus der laufenden parlawentar!shen Arteit und die Zuasammenfossung aller Käfte auf ein groß anaelegtes wirt- ‘<aftlih:s Programm e'mögliGen sollte. Liter blieb der Erfolg bisher au?. Trog etuzclaer aut sidtavoil shetrender Ansäte ver- mochte die Volksvertretuog vorläufiz no< nicht eine gefestigte Ortentferung zu finden. Wie dite Dioge liegen, wide augendli>lid diz Wiederaufnahme der Verhar diungen des Neichsrat:s teinesxegs eine Erlefcteiung der L2ce uit sich bringen, tondern aller Voraussicht na nur zu einer Bershärfung dex politis&en Seg-rsäße führen. Zualeich wüiden die SHwiertaktiten des paclamentaushen Betriels die Ecfüllung jener wirt\<sftiihen Aufguben gefährden, von drren ers folgreicber Lösung gegenwärtig aVe3 «bhSngt. Unter diesen ÜistZnden ist auf Grund Kaiserliczer Grrmnächiigung die Vertagung bes Reichsrates e: folgt. Ste kaúpft an die Verkandlungépause an, die beide Häuser bereits autonom baben eintreten lasen, und wid jevenfalls auf so Purze Dauer bes{eänkt bleiben, daß es möglich sein wird, no< vor der Sommerpause die Staatsnotwendigkeiten obne Anwerdung des Not- verordrung?reics 1: erledigen. Bis zurn Wieverzusammentriti bes Parlaments, der va ihrxr festen Abt jobalb als rur troend mögli erfolgen fol, wird die Begierung ihxe ganze Kraft den -wirtshafiliden Kragen der Zeit, vor alem den ufs aaden der Volkserrährung, zuwenden. Sie wird es lh an- gelegen sein laffen, dcr Bevblfezung f de Erleichterung 1u bieten, auf welde di:fe dan? ihrer aufopfzruben Haltung vollen Anspr hot. Ste wird in {eder Ni&tung die Vorbedirgungen für eta ér- folgreibes Ausharieu zu afen trachten, zuglei aber wird sie < eifripft bemühen, tie vorhandenen Wedalichkeiten etner Verstänvigung zu Þpflogen und zur Neiffe zu bringen, damit das Vaterland si nah dem Wiederzusammevtritt des Reichsrates aufs neur des ungehemmter WVerfafsungßicbens erfreuen dürfe. Ihr Ziel ift un» bleibt, das ruhin:eihe alte Desierreiß aus den Stürwen des Krieges glü>l< herau8zuführen und ihut innezhalb der veriöhntein Welt einen Vlay ¡u sichern, auf dem es fih rubmrei< beharpten und fraftv-U eut, wtdeln foil, ols friedlier, ftarter, treuer Hort für seine Völker und alle ihre S@tihten.

Großfebritanuiea und FrlanDd.

Der vorläufige Bericht der Kommission für Handels- und Jundustriepolitik ist vorgestern veröffentlicht worden. Der Brit bezeiGnet dem „Nevtersher Büro" zufelge ein allgemetnes Ausfuhrverbot nah den jet feixdiihen Ländern no< dem Kriege uno die Fortseyung der MNatio- nterung der Neutralen als unbur<füßrbar und un- ¿we>mäßig, Aber die Parliex VBes<lüße ftönnten wiiksam gema<hi wrden, wenn zrois<en derm Britischen Reihe und leinen Verbündeten ein- Stnigung darüter zustande käme, in wem Umfange dine UVeberwoatung gewisser witts<haftliter Be- t! fnifse für eine UÜebergenzszeit au8zuüben fet. Die Negierung jollte sofort ta Vechandlungen darüber etntreten. W=s8 GSroß- bitiannien und Ariand allein betreffe, so sollt- die Ausfubr von Baumwollgarn, Kammzug, Karamgarn, Mohair und Aivakagarn etuges@ränkt und geregelt werder. Es könue nötig weiden, cin Iahr lang va<h dem Eticge die Koblenausruhr zu regeïin, um den Bedarf Englands vrd den der Verbündeten zu de>den. Füc die großen Kohlenmengen, die früher na< Deutihlaad glnçen, Fine man Absatzgebiete in Frankrei, Jtalien und Bel- gien finden. Das Kemitee bält e jür sehe wig, raß gemeinsame Viastcrgeln mit deu Domtintons geplont werden, um sofort nah tem Kriege die Uebe:wachurg über die Probuk!ton aPec ften von Wolle, Sate und Baumwolle zu sich2ecn. Der Bericht be- fürwortet ferner, daß unmiiteTear na ben Kiieg Tetn Nohmateital aus dez Mineral'@ágen uw ter britiser Kontrolle tun die jctt feind- iden Länder gesandt werden dürfe. Falls die Deomintons darcuf nit eingtugen, #6 empfichlt dec Bertcht etnen bohßen Lusfubrzoll rach den jevt feindlichen Ländern und Maßregeln, die vtrhtndern foller, daß Neutrale für sie kaufen. In civem Bericht üder verschiedine Industrien erklärt das Komitee es für notwendig sür die nationele Sicherhett, deß Wolfram nah dem Kriege im Britishea Neiße ge- wouven würde. S>lieflißh wird die Errichtung eines dauernden Kollegiums von trdufirteden Faßleuten für besondere Industrien empfohlen. Falls ketne au‘r:iteade Produkiion von Gütern etn- tritt, die für bte national? Sicherheit wesentli fiud, so müßte die Megierung die Herstellung übernehmen.

Nach dem „Daily Chroniele“ ift die Regierung eutschlofsen, einen Home-Rule-Entwurf nach föderativen Grund-

säßzen in nächster Woche einzubringen.

Frankrei&>. Der Jnteralliierte Oberste Kriegs8rat, der unter dem

Vorsiß des Ministerpräsidenten Clemenceau in Abbéoille zy

einer zweitägigen Besprechung zusammentrat, hat alle augen: bii>lichen militärishen Fragen geprüft und volle Uebereins stimmung erzielt. Anwesend waren Lloyd George, Orlandg Lord Milner, General Foch, die militärishen Vertreter des Obersten Krieg8ausshusses, die Generale Sakoille und Wes für Großbritannien, de Robilant für Jtalien, Bliß für die Vereinigten Staaten, Belin für Frankreih, General Wilson, Marschall Douglas Haig, General Pétain, Admiral Wimmie, Admiral Debon. Portugal.

Nach Meldungen des „Progrès de Lyon“ hat Sidonia Paes von 880 000 abgegebenen Stimmen 500 000 erhalten. Die neue Kammer seßt si< aus 145 Abgeordneten zu- sammen, von denen 101 Parteigänger der Regierung, 34 Mon- archisten, 4 Katholiken, 4 Jategristen und 2 Unabhängige sind, Zum Senat, der aus 77 Mitgliedern besteht, wu den bisher 48 Negierunagsparteiler und 12 Monarchisten gewählt. Das Kabinett wird neugebildet, da Paes als endgültiger Präsident die Portefeuilles des Krieges und des Auswärtigen abgibt.

Numänien.

Gestern mittag ist der bulgarishe Ministerpräsident Radoslawow in Bukarest eingetroffen. Die Abordnungen der verbündeten Mächte find somit vollzählig versammelt, Nachdem in den lezten Tagen verschiedene no< nit endgültig gellärte Fragen ihre Lösung gefunden haben, gehen die Bukyz rester Verhandlungen, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, ihrem Abschluß entgegen.

Ukraine.

Nah Meldungen des „Wolffshen Telegraphenbürog“ fanden am 29. April in Kiew Versammlungen von mehreren tausend Bauern aus der ganzen Ukraine statt, in denen in mehr oder weniger s{<arfer Form Unzufrieden- heit mit der Gesamtpolitik der bisherigen Re- gierung zum Ausdrü>k kam. Jn der wichtigsten dieser Ver- sammlungen wurde der Sturz der Regierung, die Schließung der Zentralrada, die Absage der auf den 12. Mai einberufenen fonstituierenden Versamralung und die Abkehr von der Land- sozialisierung beschlossen und der General Sfkorpads ki, Ah- tömmling der alten Hetmans der Kosakenrepublik, zum Het- man ausgerufen. Dieser durhfuhr sofori, vom Volke mit begeistertem Zuruf begrüßt, die Straßen Kiews ‘und begab sh auf den Plag vor der berühmten Sophienkathedrale, woselbsi er durh die Priestershaît in großem Ornat unter freiw Himmel die Weihe empfing. ;

. Die Rada, deren Zugänge von Truppen der Regierung anfängli< s{<wa< verteidigt wurden, tagte weiter, fügte sh aber, als diese Truppen auf Zureden zwe>s Vermeidung von Blutvergießen abgezogen waren. Die Umwälzung vollzog sih äußerli<h völlig ruhig. Au<h der 1 Mai ist in Kiew und im ganzen Lande rubig verlaufen, wenn auch in Kreisen der Rada die Erregung noch anhält über die am 28. erfolgte Verhaftung mehrerer Mitglieder der früheren Regierung wegen Verdachts der Mitschuld an der Ent- führung eines Bankdirektors. Natürlich stand das mit dem inneren Umschwung der Ufraine in keinem ursählihen Zusammen- hang. Auch bei den linksstehenden Parteien ift jeßt eine ruhigere Auffassung der Lage bereits eingetreten, die dadur zum Ausdru> kommt, daß diese Parteien mit der neuen \i<

bildenden Regierung Fühlung suhen. Allmählih scheint fich |

überhaupt die Erkenntais Baha zu brechen, daß die bisherige Art der Regierungsführung, wobei die Rada andauernd in die Exefutive eingriff und die Minister in völliger Abhängig- leit von si< hielt, niemals die Ordnung im Lande herstellen würde. Hervorragende Parteiführer der Linken find der Auffassung, daß die Nada keine Existenzberechtigung mehr kabe. Der Umschwuvrg ist ferner offensichtlih der Aus-

dru> einer seit langer Zeit auf dem flachen Lande bestehenden F

Unzufriedenheit mit der Förtdauer chaotisher Zustände und der Unklarheit und Unsicherheit dec Besizverhältnisse. Daher ift zu erwarten, daß die Erregung sich bald legt und daß auch die der neuen Regierung zunächst no< mit Mißtrauen begegnenden Kreise die Hand zu Mitarbeit bieten werden, sobald endgültig ertannt wird, daß die Entwi>klung auf nationaler ukrainischer Grundlage si vollzogen hat.

Finnland.

Das Blatt „Politiken“ meldet, daß nach einem Telegramm aus Finnland die Stimmung für Errichtung einer finnischen Monarchie tägli<h wachse. Alle Zeitungen von Helsingfors hätten fih dem Gedanken der Monarchie angeschlossen. „Hufvudstadsbladet“ betont, daß für Finnland mit seinen

\charfen Gegensägen ein Staatsoberhaupt nötig sei, das über M den streitenden Parteien stehe, eine Bedingung, die ein Präsi- | dent, der aus dem Wirrwarr der Parteigegensäße hervorgehe, F niemals erfüllen könne. Das Bauernorgan „Svensfa ! | Tidningen“ erklärt, daß die finnishe Bauernbevölkerung ent:

schieden monarchish gesinnt sei. Man beabsichtige nicht, die Volksftimmung durch eine besondere Abstimmung zu prüfen, und werde wahrscheinli<h nur das Volksheer befragen, das am besten die Vertretung des finnischen Volk-s darstelle.

Amerika.

Der amerikanische Kriegssekretär Baker jowie der Chef des Stabes General Mar <h und der Provostmarschall General

Crow der unterbreiteten vorgestern, wie „Reuter“ meldet, der |

Militärkommission des Repräsentantenhauses den Plan für die Heeresverstärkung. Das bestehende Heeres- Freditaesez, das von der: Kommission bis zu der Rückkehr Bakers aus Fraukreih in Anwendung gebraht wurde, sah eine Armee von 1 700 000 Mann vor. Nach einer Beratung mit der Senatskommission erklärte Baker, er habe keine be- stimmte Grenze für die Heeresstärke zur Erörterung gestellt, weil die einzige Grenze dafür die Fähigkeit der Vereinigten Siaaten sei, Mannschaften auszurüïen und zu befördern. Baker war zu folgender Mitteilung ermächtigt: Das Programm des Kriegsdepartements ift bei der Militärkommission des Hauses eingebraht. Dabei wurde bestimmt, daß die Aus- bildung der Mannschaften, die Vermehrung des Heeres seine Ausrüstung und Beförderung so sehr als möglich beschleunigt werden sollen. Eine Aenderung in der Dienstaltersgrenze wurde nit vorgeschlagen.

Nr.: des -Sperrgebiets

zum Deuts „\¿ 109.

Gesundheitäwesen, Tierkrankheiten uud maßregeln. Nachweisung über den Stand von Viehseuchen in Oesterreih-Ungarn am 24, April 1918. (Krogatien-Slavonien am 17. April 1918.) (Auszug aus den amtlihen Woche

KZönlgreiche und Länder

Zweite Beilage

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St. Alibunár, Antalfalva Bániak, Viódos, L Hecöferet(Ntagybecäteret), Parcsova, Stadt Nagy- becétarel, D, Poncsova.

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St. Bodrogkôz, Gâlsécs Nagymlhály Ssöospatak Sâtoralaujhely, Sj2- xeics, Loka, WBaranns, Stadt Sátoraltaujhely

St. CTzelldomolf, Feljôêr Güns (Köszeg), Htomets ujvár, Sárbár, Stein- amanger (Szombathely), Stüädie Köszeg, Szom- bathely

St. Körmend, Olsnist (Mu- raëzombat), ESzentgott- Hárd, Gijsenburg (Vasvár)

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St. Balatonftüred, Kesz- thely, Pacsa, Sümeg, Lapolcza, Zalaegerszeg, Halaszentgrót, Stabi SSGLacacrSzeA «oes

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K. Belovár - Kôrds, Va- ratzin (Warasd), t. Va- La « : V S 6.4 00

K, Lita-Krhana 5:8. 01.000

Slavgonten.

K. Modrus-Fiume - « « «

| 67 | f. Vozsega | K. Syrmien (Ster), M. Semlin {[Zimony}, { K Beröcze, M. 5, L

(Et P, cu

Zusammen Semeinden (Geböfte): a. in Vesiecreich t Roß 11 (14), Manï- und Klauenseuhe 140 (638), ScHhwe!nepest (S<hwetnejseude) 34 (150), Netlauf ver Schweine 20 (32) Außerdem Polenseuhe der Schafe im Sperrgebier Nr. 45 fn 8 Gemcinden und 321 Gehösten. b, in Ungarn saussSl Nreatien-Glavonien): Nag 30 (35), Maukl- und Ælauenseucze 465 (218), S<hweine- pest (S%rveineseuche) 242 (828), Notlauf der Schweine 25 !881, Außerden; DPotenjeuche der Schafe in ben Spzrrgebieten Nr. 17, 33, 30, 93 In 7 Gemeinden und 7 Gebßöften. Kroctien-Slavonten : Ros 9 (16), Maul- ünd KlauenseuH?z 6 (95), SH-veinepest (S@weineseuhe) 7 {40), Rotlauf der Schweine 2 (2). * L 1 C 1 y i. Lungeuseuhe des Rindyiehs und Be)chälseuhe ver Zuchtpferde find tin Oesterreich und Ungarn nicht aufgetreten.

Sheater unnd Muff, Konzerte.

Der lee (VIl.) Abend seines groß-n Klaviertyklus im Beethopensaal zeigte Ports Rosenthal roteder ouf der Höhe seiner Beiflershaff. Wie s{<ên erflangen Mer.delssohns Variations sérienuses, tote eatzüdten tie „Lever ohne Worte", unter ihnen „Frühling8lied“ und „Svtnnlied", tin threr frifiall- klaren und dabet dihterisH vertlärten Fassung! Dem WBer- langen, das „Frühlingslteb* zu wtebzerholen, kam ber Küsastler nicht nach, als aber dann tas reizvolle „Sptnrlted" in seier Ausfafsung ebenfails Beifall3sturm erwe>ie, mußte cx dieses Kabtnettstü>hea zweimal fpielen. Es folgten Werke von Nub'-®efn, deres tater- essantes Tiavierte<nils{<es Wewand în Rostentb ais Wiedergabe un1emetin f: e!te. Das leite Wert hatte Brabns wit einigen kleiveren Werken, der FeMali-Sonoie und den Pazanini-Var'ationen. Es ist unit jedermann gegeben, f in die Vedaunkenwelt ieses ernsten, vers{lofsenen Tordichters einzul-ben, uud gerade cugezeiGrete Chovin- wnd Lifzte \pieler stehen nicht selten hier vor einer unæ8zli<hen Aufgabe, dean manu fann obige PVeiïter geradezu als setne Antipodes bezcibnerm Mosenthal ijt wohi kaum als cin einges{worener Siabmsspieler zu bezeihaen, seine Wiedergabe dex arti So-at-, des y2t-äumten K#- Dur-Inte mezzio und des pikarten H-Véoll-Copciccio off:nbarte aber ein itefes Versiändnis für die Etcenart ves großen Ham- burgers, der ex bur straff-, eherae RNbytkmitk, fcinfea Klang- zauber und greßzügigen Aufbau gerei wurde. Den g'öüten Trumpf \p'elte ex aber mir ver Wiedergabe ter ungeheuer ‘<wvie ig n Pagantni-Variatioren us; mit dieser binreiße.dea W. chi und für audere faum errcibaren te<its<{hen Stcherbeit ist das Werk wobl hier linge nit gehôct worden. Jedenfalls hat MRosen- thal mit der Durchtühruag seines greßea ges<i<tii<en Zoklus eir e Tat vellbracht, die thm in diefer v:Uendeten L9fuhiung zu'z-it w hl Fzum ein anderer Pitautit ra<hmahen düifte. Zwi titige Musiker, Glse Hennig (Klav'er) und Alphons Zansen (Volo clo) veran'talten im Becüeinsaa! eten Kammer- musikabend, Sie hatten ein gewählies Progrerm cw'gest Ut: Brahms" F-Hur- Sonate, SHumanns Adagio (Oy. 70) und Pñyners Fis - Moll-Sonale. Vie Pianistin steht musifaiis< und te<ois< auf boh:r Stufe, nue wuß si? no< leinen, < mehr unteriwuordnen, Der Geist, Hir Iagaien, it ein e<teg M ¿fik etalent, ex verfügt über een seel-nyollen Ton und saube!e Technil nur hatte er manHmal Vühe, fi< gegen dea temperoments- vollen Klavi4ipart figceih zu behaupten, Das Zusammenipiel zethnete h duir< Sichervelt uny Vaständnio aus, etn feinerer Auge dexr Kiangltäil2 btber Instrumente dürfte h bei läng rem Zusammen) piel wohl bald ein («Dlen, —— Frtedrich Shmidf-Martlissa fang in demseld-n Saal alie und neue Leder am Klavier unf zur Laute. Er ift et: nigewöhnli<h begar-t‘r Sä-ger, dessen BVoizüze eta fischer, gutgebildeter Tenor- Bariîona und ein von Verstand und Empfixnduag beieelter Voit ag biiden. Da er in gleih-r Weise das Klavier und die Laute b:herösht, gewährt es ein großes Bergnügen, feinen Gaattervollen Dardietngen zuzuhdnen. Zus setnem P ogramm seton feltea g:fungene Lieder von Marschner und C.raclius hervorcebobza; aud) einte netie néeve Lieger im Voilston von (F. Licht und ferne” Solbaten- und Vo!?k9e lieder zux Laut: boten man tnregendes, Der Konzertgeber dürfte bald elne stattüiche Arhänge:s<hzr um st@® vers mmelz, ha setne Prôgramm? weltab von hen stereotyp:n Lt herab-nden mit threr grauen Alitäqlichkeit liegen. Erna Frenuel sang, eben- falls im Bechiteinsaal, eter von Schurezrt, Schumann, Kahn Und van Eyker. Die Sängerin verfügt übec etn Kcheres Können und nimmt ihre Kunst offenbar ernst. Das Holländische Trio, bestebend aus ven He:ren Coruraah 18. Bos (Klavier), Louis van Laar (Violine) und Godfried Zeeclander (Bloltacelso) bot im Beethoversaaï dw><weg auê8s gezeihnete Letitung-n, Die Bortragbfol e eu?hielt aufer Werken von Beethoven und Mendelssohn eine Rhapfodi- (Op. 33) des Pofen Nozy>ki. Das infolge fetner auszespro@enen Eigenark tiark f: flelnde Weik fand burch die genonntea dret Heirea eine fo autgezietdnete Wiebers gabe, baß es von der zaléreichen Döcers@or mit lebhaftem Biiiall aufaenommzen wurde, für ten ber arwejende Komporist per\önlt< dankte. Durch dzn Ghor der Singakademte wurde dieser Tage Beethovens „Missa solemnis“ tiber cinma! au fars führt. Um die hecvorragenda Wiedergaße malen fi s¿mts liche Mitwtikende, in erster Linie der Letter der Singakademte, Pcofessor Georg Schumann, in Hhohm Wove verdient. Die GSbolopariien -lagen in den Händen ter Damen Käthe Neugebauer-Kavoth (Sepran), WVéartha Stapel- feldt (Alt) und dex H:rren G. A. Walter (Tonor) "nd ammser- särger von Raat-Brockmanu (Baß), die ihren Aafacben voll eret wurden. Auch Gój¡a von Kre v.rdient besondere An« eateunung füc den Tlangs{ïnea Voitiag des Bioilinsoles tm „Sanctußs". Einen ret guten GindruX btoterließ jün die Stigain Ilse Voda Duttltnager, dic im Beethovensaal das Tschaikowélishe D-Dur-Konzeit und tas Droral<h2 V-Mells Konjart svielte. Dke j1rce Künstlerin zeigte eine no< nit carzs unarficthar», aber immerhin bh ahtenswertie Lehn? und natüilihzes musifalis>es Emiftndeu. Fojsd Sibdtasüg zetzie s thr allsg btugs tun ber WBegietinuz 01 dea PhildormsonlsGen Drehester überlegen. Er dirtglérte außerdenr Sibelius? „Gage" und errole Fs au hier als heryvorrazender Orctesterktiter, ter tie Musiker ju b