1918 / 106 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

(2) Ju Autfnel méfällen kann die Bürgschaït auch bîs zum vePen Bettage der Setbsitiji n de Baues ohne Beucksichiigung ces Wexres ven Grund urrd Wobin g hen.

(3) Das vertürgte Darleben so mit miubeskens IF vom Hundett des ursprünglihen Beira,s urter Hinzure<nung der exiparten Zivsen gztiigt weden. Stad au die den verbürgten Darlehn im Range vorgehenten Lycotbetentariehen LilguncHhypozibeken, so darf die Tilgung des p-:rdürglen Da1lehers so weit berahboeieht werden, daß auf das deidürgte Varlehen und auf die ihm im Nange vorgeh: nden Hvpo hbefendar]lehen tn8gesamt jäbriih mindestens F vom Hundert der ur) prünglihen Beträge unier Hinzurehnurg ber erjparten Zus.n ge- tilgt wird. Ñ

S 3. (l) Zir DeF>uvg der bem Si1agte aus den BürgsWaftäterträgen erwachsenden Ve1pflihtovgen wird ein Betraa von zehn Milltonen Mark iur Barfüguag gestéilt, Gr wid oîs Bürgichatltfich:rung ber Preußischen Zentrai-Gencfnfhcft: kasse üderwi?sen und if von tbr besonders zu verwalten, Der Lüraschattisicherung wahsen die aus imer Vaiiwaltung auffomme?nden Zinsen sonuie bie sorst aus den Büraschaftsve:trägzerg entitehenden Wtnahmen zu. (2) Der Kinaninministez ijt jür d!e béstitamurg8mäßige Ver- waltang verantwoztli. g 4 Die Befamthöhe der zu übernehwenden Bürgschaften daif das Künfzchnfahz Ler {wells verfügbaren Bürgichaftsßicherung nicht überstetgen. S5

Gin Beritt über die Verwal‘ung der Siceruvg, tbre Bilanz und Geroirin- und Veilust:enung sind dem Landtage jähzliy vor- ¿uiegru.

S 6 i (1) Der Finarimint#ter wird emäGtigt, ur BDereitsiellurg der na $3 eforde:liwen Summe Staättsctuldherihreibungen au?zu- iben. An St-lle dor Sraaio!chutdperschretbuugen Fönner -varitbet- cehend Schan znwe!sungen aukgtgeben werden, Der Fálli, Tcitbternin Ut tin dea Schazenwitjhungon azgzugebzn.

(2) Der #inaumiúisier wicd ermäßtigt, kie Mittel zur E:n- lôsurg diéfer Saß inwétfingen durh Rusgabe von neuen Sh1y- anweisurgen und von SGuldverich: eibung!n in dem erforderlichen Neynbit:age zu bes<haffen. De Schatzanweisungen können wieder- holt auvgegebèn weren :

3) Schazanwi tungen oder Sulbvers{hreibungen, die zur Ely- 1ôfung von fällig werdenden S@&tayanwiisungen besitiomt Fnd, hat die Haupty:xwaltung ter Sigatéshulden af Anordaung des Finanz- lets vierztbn Tage vor dem Fälltutettötermine zur Beifügung ja alien.

(4) Die Venzinsung der n2uen SBultpaptere darf nit vor dem Zeitpunlkte bete, mit dem die Verzinsung der einzulölenven Schay- aiweiiungen auftêrr. Waar, dur wel? Stelle urd tn welchen Weträgper, zu welWem Ziusfuyer, zu welhen Bedingungen der Kündk- guna und zu wel<,n Fvrsen die Sthayanweisitigen und die Schuld- perl<ieibuncien aufg geben werden jullen, beifttmmt der Firanz- minister. Im übcigen fommea wegen der BVerwaltiteg uno Tilgung der Anl'ihe die Vorsch- iften des Geseues, betreffe die Konsolidation preußishec Staatsani:ihen, vom 19. Dezember 1869 (GVesepsamml. S. 1197), des Gesepes, betri ffend die Til¿usg von ‘Staatsschulden, vom 8. März 1897 (Geset)amml. S. 43) und ves Weseyrs, betifend die Bildu g etaes Auatgleihäfonds füx bie Elsenbdahnverwaltung, vom 3. Mai 1903 (9: sceysaaul. S 155) zur Anwendung.

Utkundlih unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedru>tem Königlichen Jnsiegel. Gegeben Großes Hauptquartier, den 10. April 1918.

(Siegel) Wilhelm.

Graf von Hertling. Friedberg. von Breitenbach. Sydow. von Stein. Graf von Roedern. von Waldow. Spahn. Drews. Schmidt. von Eisenhart-Nothe. Hergt. Wallraf.

Der Königliche Hof legt heute sür Jhre Durchlaucht die verwitwete Fürstin zu Schaumburg-Lippe die Vrauer auf eine Woche bis einschließlich den 10, d. M. an.

Berlin, den 4. Mai 1918.

Der Oberzeremontenmeifler. Freiherr von Neischach.

Draa amn aao, R

Erlaß des Staatsministeriums,

betreffend Anwendung des vereinfachten Enteig-

nungsverfahrens bei der Erweiterung der Fabrik-

anlagen der Eisenwerk- und Maschinenbau-Aktien- gesellshafst in Düsseldorf- Heerdt.

Vom 8. April 1918.

Nachdem der Eisenwerk- und Maschinenbau-Aktiengesell- haft in Düffeidorf:Heerdt zur Erweiterung ihrer Fabrikanlagen das Recht zur Eateiznung von Grundeigentum durh den auf Grund Allerhöchster Ermächtigung ergangenen Erlaß des Staatsministeriums vom 25. März d. Js. verliehen worden ist, rvird nunmehr auf Grund des 8$ L ‘der Allerhöchsten Verordnung, betreffend ein vereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und Beschäftigung von Krieg8gefangenen, vom 11. September 1914 (Geseßsamml. S. 159) mit Nachträgen vom 27. März 1915 (Geseßsamml. S. 57) und 25. September 1915 (Geseysamml. S. 141) bestimmt, daß bei der vorbezeichneten Enteignung von Grundeigentum das vereinfachte Enteignungsverfahxen nach den Vorschriften dieser Verocdrung Anwendung findet.

Berlin, den 8. April 1918. Das Staatsministerium. von Breitenbach. Sydow.

von Waldow. Drews. Schmidt. Waliraf.

Friedberg. Graf von Roedern. von Eisenhart-Rothe.

Erlaß des Staatsministeriums,

betreffend Anwendung des vereinfahten Ent-

eignungsverfahrens bei der Anlegung von Abraum-

bhalden usw. für das der Jlse-Bergbau- Aktien-

gesellschaft gehörige Braunkohlenbergwerk Erika bei Laubusch im Kreise Hoyerswerda.

Vom 18. April 1918.

Auf G!und des $ 1 der Königlichen Verordnung, be- treffend ein vereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitögelegenheit und zur Beschäftigung von Kriegs8- gefangenen, vom 11. September 1914 (Geseßsamml. S. 159) in der Fassung der Nachträge vom 27. März und vom 25. Sep- tember 1915 (Geseßsamral. S. 57 und 141) wird bestimmt, daß das vereinfahte Enteignungsverfahren nah den Vors schriften dieser Verordnung bei ‘der Ausübung des Enteignungs- re<ts, das der Jlse-Bergbau - Aktiengesellschaft zu Grube Jlse N. L. zu Betriebszwe>ken des ihr gehörigen Braunkohlen- bergweits Erika bei Laubus<h im Kreise Hoyerswerda,

itränken

insbesondere zur Anlegung von Abraumhalden, durch Erlaß , des Staatsministeriums vom 12. April 1918 verliehen ift, | s

Anwendung zu finden hak. Berlià, ‘den 18. April 1918. Das Staatsministerium.

Friedberg. von Breitenbach. Sydow. Graf von Roedern. von Waldow. Drews. Schmidt. von Eisenhart-Rothe. Hergt. Wallraf.

Das durch die Allerhöchsten Eclasse vom 10. Februar 1913 und 30. Juni 1914 der Ueberlandzentraie Stettin, Ahiengesellschaft in Stettin, auf Grund des Geseßes vom 11. Juni 1874 (Geseßsamml. S. 221) bis zum 31. Dezember 1917 verliehene Recht, das zu den Anlagen für die Leitung und Verteilung des elektrischen Stromes innerhalb der Kreise Randow, Greifenhagen, Ue>ermünde und Pyriß des Regie- rung8beziuks Stetlin und innerhalb des Kreises Prenzlau ‘des Regierungsbezirks Potsdam in Anspruhzu nehmende Grundeigen- tum nötigenfalls im Wege der Enteignun 8 zu erwerben oder, soweit dies ausreicht, mit einer dauernden Beschränkung zu be- lasten, wird hiermit bis zum 31. Dezember 1920 ver- längert mit der Maßaabe, daß es auf staatlihe Grund- stüde und staatlihe Rechle an fremden Grundstücken feine Anwendung fiudet. Jn den Kreisen Randow

und Pyrig bezieht sich das Enteignungsreht niht auf die-

O Kreisteile, die zum Versorgungsgebiet des Provinzial- caftwerks Massow, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in

Massow, Kreis Naugard, geyören und für welche dem Pro-

vinzialkraftwerk dur< Erlaß des Staatsministeriums vom 19. Oktober 1916 das Enteignungsreczt verliehen ‘worden ift. Berlin, den 3. Mai 1918. Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs. Das Staatsminifterium.

von Breitenbach. Sydcw. QDrew's. von Eisenhart-Rothe.

Ministerium der geistlichen und Umterrichts- angelegenheiten.

Dem Privatdozenten in der philosophischen Fakultät der Universität zu Marburg, Oberlehrer Dr. Glaser ist das Prädikat Professor beigelegt worden.

Sustizministerium.

bs ne Landgerichtspräsidenten, Geheimen Oberjustizrat

a

Justizrat Dr. Pusch bei ‘dem Landgericht I[ in Berlin, dem ardgerihtérat, Geheimen Justizrat Scha affhauseun in Cöln,

dem Ämtsgerichtorat, Geheimen Justizrat Deutsch in:Magdes- : burg urid dem Amtsgerichtsrat Sch oho w ‘bei dem Amis- geriht Berlin-Tempelhof ist die na<hgesu<hte Dierstentlassung :

mit Ruhegehalt, dem Amtsrichter Hans Fischer in Posen die nachgesuchte Dienstentlassung erteilt.

Jn der Liste der Necht8anwälte ift gelöscht der Nechts- -

anwalt Dr Kolle bei dem Amtsgericht in Weißwasser i.-O L.

“Ju ‘die Liste der Rechtsanwälte ist eingetragen der Ge- ' | rihtsassessor Pinten bei dem Landgericht ‘in Aachen. i

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

Bekanntmachung.

Die am 12. Mai 1917 für die im Urterwesterwaldkreis gélegenen Tongruben der französishen Staatsangehöuigen Witwe Simons in Le Cäteau angeordnete Liquidation ift

| beendet.

Berlin, den 3. Mai 1918.

Der Minister fr Landwirtschaft, Domänen 1nd Forsten. J. A.: Wesener.

Verzeichnis derjenigen Tierärzte, die an der Königlichen Tierärztlihen Hochschule zu Hannover im Winter- halbjahr 1917/18 zum doctor meditinae Veteri- nariae promoviert sind.

Ed, Der Promovterten

| Geburisgoit zeitiger Wokbnort

Lämmel Dôöbreichau Hildesheim Lütje Hannover Panncver,

¿. Zt. im Felde Keilbar Saalf:ld R

Nr | Nsx- und Zunawe

Werner

Fus | Hannover, den 3. Mai 1918.

Der Rektor der Könialithen Tierärztlichen Hochschule. Dr. Fri >.

| Dito |

Bekanntmachung.

Dem Wi.t Karl Johannes Götte hierselbst, Neginene- ftraße r. 2, habe i< die Wiederaufnahme des Handels mit Wetn, Sckt, Likören und anderen weinäbhnli<en Ge- sowie die VWermittlertätigkeit hiezüc wieder geitattet.

Efsen, ten 29, April 1918.

Die städtiïhe Polizeiverwaltung. J, V.: Rath.

Bekanntma ung

D:r Hêöudlerin Josefa Jaks aus Posen, Kaiser Wilbelm- firaße 14, habe i< den Handel mit Gegenständen des täg- lihen Bedarfs wieder gestattet.

Posen, d+n 30. April 1918.

Der Polizeipräsident. von dem Knesebe>.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Verordnung des Bundeërats vom 23. September 1915 {st dem Meggermeister Karl Pott, Wichl. Marktfir. 9 wohnhaft, dur< Verfügung vom 20. April 1918 jeder Handel mit Nahbrung®s- und Genußmitteln und mit sonstigen Gegen - fänden des täglihen Bedarfs wegen Unzuverlässigkekt unter-

in Bielefeld, dem Londgerichtsdirektor, Geheimen ;

F5agt worden. Die K?ften dieser Bekanutmahung hat N tt

U Wagen. Bartnzn, den 33. April 19183. Die Polizeiberwaltung. A. V.: Köhker.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Verordnung des Bundesrats vom 23. S- ptember 1915 {t dem H#{nèdler Heinrt< Lohre, MRiiteréhauserstr. 70 wohnhaft, dur< Verfügung vom 19, April 1918 jeder Handel mit Nahrungs- und Genußmittela und mit fonstig?-n Gegenständen des täglichen Bedarfs wegen Unzuvtrlässtigrkeit untersagt worden. Die Kosten dieser BeklauotmaGuang hat L23hre ¿u tragen.

Barmen, deu 30. April 1918.

Die Polizeiverwaltung. J. V.: Köbler.

BekanntmacGung.

Auf Grund der BelanotmaHung zur Fernbaltung unzuve! lä\siger A bom Hanvel vom 23. September 1915 (NGB:. S. 603) abe l% dem Fiiseur Georg Wurll ia Lerl!n, Königgräuer- straße 17 und 123, dur Verfügung vom heutigea Tage ten Handel mit Gegenständen des täglt<hen Bedarfs wegen Uaz:wva- lâsfigkeit in bezug auf diesen Handelsbetit.b unterfagi.

Berlin- Schöneberg, den 1. Mat 1918.

Dec Polizeipräfident zu Berlin. Kriegéwuche1amt. J. V.: Dc. Fal 4x.

Bekanntmac<ung.

Dem Mineral vafserfabrikanten Hermann Kempken in O.betr- hausen, Grenzstraß- 125, ist cemäß Verfügung vom heuttzen Ta.e der Handel mit Lebens- und Futtecmittela aller Ärt sowte

4 mit soastigen Gegenständen des täglihen Bedarfs auf

Gepnd der Bekanutmaching zue Fanhaltwg ur zuverlälfiger Per- soneu yom Havdél vom 23. September 1915 nebst ven Austührung?-

beftimmung?n dazu ‘vom 2/. Sétptember 1915 unter Auferlegung der Kotten des Verfahrens untersagt.

Oberhausen, den 29. Aptil 1918.

Die ftädtishe Polizeiverwaltung. Der Odberbürger-neister. F, V.: Dr. Nettes.

BèkanntmaGung, Der Ehefrau Hermann Mönkemann, Fnhaberin des unter der Firma Mönkemann & Co. in Oberhausen, Styrunmer Stiráße, betriebenen Karto!felgeswätts ift laur

Vertüzung vom heuttgen Tae der Handel mit Lehen3- unt

Futtermitteln aller Ärt sowie mit sonstigen Gegenständen

I des täalicGen Bedarfs mit Wukung vom 12. Mat wegen Un- 4 zuverlässigkett auf SWrund der Bekannuima#hung zur Fernholturg un- zuverlässiger Pasonen vom Handel vom 15. September 1915 n-bit

den Ausfthrungsdefitmmungen dezu vom 27. Secpteniter 1915 unter

Ruferlegung der Koften des Verfahrens unteriagT.

Oberhausen, den 30, Fpril 1918. Die ‘städtische Bolijeiverwaltung. Der Oberbürgermetftier. J. V.: Dr. Netkes.

————-4

Bekanntmachung. Auf Grurd der Bundegrat3werordnung vem 23. September 1915,

‘betreffend die Ferohaltung unzuverläisiger Personen ‘vom Dan?el (RG Bl. S. 603), habe i dem Lauadetprodutteußhändier Nikolaus Lamar in Dillingen, Saar, dur< Verfügung vom Héuttzen

Tage dea Handel mit Ledensmitteln und Gegenständen

des täglihen Bedarfs wegen Unjzuvzeläfsigkeit in bezug auf

diesen Handelsbetrieb unter agt. Die Koften ter amtlihen Bekannt- machung dieser Verfügung sind von dem Betroffenen zu tragen. Saarfouis, ‘den -1. Vèai 1918.

Der Landrat. Sc@ellen.

Bekauntma@Gung.

Nah Vors&rift des G-!ectes vom 10. April 1872 (Seseßszmtml. S, 357) sind bekannt gemacht :

1. dec auf Grund NMerhö{fter Ermädtigung vom 16. August 1914 (Gesegsamml. S. 153) ergangene Grlaß des Staatsministeriums vom 14. März 1918, ‘betreffend die Vorle‘hung dés Eatetgnurogk- eis an dite Réchlingschen Gisen- vnd Stahlæerke, G. m. b. H. în Vöiklingea ‘a. Saar, zur Ecroeiterung ihrer Fadrikari?agen zurn Zroe>Fe der Lagerung yon Erzen und Kéks, durch das Amtébkat ver ‘Könt, l. Regierung in Trier Nr. 13 S, 59, a"faecaecbea am 30. März 1918;

2. der auf Gruazd Allerhshiter G:mächtigung vom 16. August 1914 (Gesepsamml. S. 153) ecgargene Erlaß cés S'aatémtinuistetiums pom 22, Véärz 1918, bitreff-n» di-e Verleihung dés @niet¿nungtre><: 6 an de Stadt Düren zur (weiterung des jtädtisten Wasserwtries, dur das Amtsblatt der Könt.licen Regterung in Aachen “Nr. 16 S. 77, außgegeben am 20 «pril 1918;

3. dec auf Sund Allerböhiter ErmäLtigung ‘vom 16. August 1914 (Gefchiamml. S. L ergang?ne Erlaß bes -Staatsminisie:tms vom 25. Mrz 1918, ‘betreffend die Verleihuna des Grnteignungêre<>ts an die Eisenwerk- uad Vasinenbau-Aktlengesell!chaft tn Düsseldorf Heer t zur -Gcweiternug ihrer Fabrik znalagen, dur das Amtsblatt ter &önidlihen Regierung in Düfs:ldorf Nr. 16 S. 97, ausgegeben am 20. April 1918,

‘Nichtamtliches.

Deutsches Neich.

Preusf;en, Berlin, 6. Mai 1918.

JFhre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin nahmen gestern vormittag, wie „Wolfs Telegraphenbüro“ meldet, a dem Gottesdienst in -der Garnisonkirhe zu Potsdam teil. Später hörten Seine Majestät den Gereeralstabsvortrag und den Vortrag des Reichskanzlers Grafen von Hertling.

Seine Kaiserlihe und Königlihe Hoheit der Kronprinz vollendet heute sein 36. Lebensjahr.

Seine Königliche Hoheit der Kronprinz von Bulgarien is vorgestern, wie „Wo'ffs Telegraphenbüro“ meldet, in Begleitung des bulgarischen Militärbevollmächtigten Obersten Gantshew auf dem westlihen Kriegsschauplaz ein- getroffen. Nach Ewpfang burh Seine Majestät den Kaiser und König begab er sich an die Befehlsstelle der Obersten Heeresleitung, wo er im Austrage des Königs der Bulgaren dem Generalfeldmarschall von Hindenburg das Großkreuz und die Kette ‘des Alexanderordens mit Schwertern durh die Mitte und dem General Ludendorff den Krieg8orden für Tapferkeit

| Die Jtalienec

zur VBerfüguag,

erster Klasse überreichte. Nach Bespreczungen im Großen Haupt- onartier begab Seine Königliche Hoheit fich in die Front der He1cégruppe Kroëuprinz Rupprecht und Deutscher Kronprir z.

a R A A R L E

Der Präsident des Direktoriums der Reichsversicherungs- anstalt für Angesiellte, Wirkliche Geheime Oberregierungsrat Koch hat Verkin mit Urlaub verlassen.

Oesterreich-Ungarn.

Die Staatsschulden kontrollkommission des Reichs rats hat den Abgeordneten ‘einen Bericht über die im pril 1918 erfolgte Begebung von zwei Schuldscheinen seitens der Finanzverwaltung an die Oesterreihisch-Ungarische Bauk über je 954 Millionen Kronen übermittelt. Damit erreichen die Anlagen Desterrei hs bei der ODesterreichisch- Ungarischen Ban? 15 Milliaroen Kronen.

Der Minifter für die Landesvoerteidigung Czapp von Birkenstetten beantwortete vorgestern Unfragen mehrerer deu!shnationalen Abgeordneten, betreffend den Verrat bei Carzano (Valsugana). Wie Wolffs Telegraphenbüro be- richtet, wird in der Beantwortung unter anderem über die Ur- sahen des raschen Einbroches der Jtaliener am 18. Sep- a 1917 in die österreichish-ungarishen Stellungen aus-

eführi:

gel Das Ergebnis der eingeleitetea, no@ nit abaes<lofsenen gericht- lien Untersuchung Hellte bisher lar, daß ein von langer Hand yot- berciteter Vorrat geübt wurde. Bls HaupibeiWuldigtir erscheint rec Slovene Oberlentvant Pirïfo, feinem bürger! <en Berufe na Mittels{ullehrer, der im Vereine mit vier Dffizteren, drei Unter- offizieren und zwet Infanterister, sämtliche t< <iiger Nationalität, hochverräterifhe Umtriebe b-ging, Sie haitin seit Weocen im Eluvezsläarnis mit dem Fetade in einer in der Geschichte der österretisw-ungarishen Wehrmacht unerhörten, roh vie dagewesenen Weise don Verrat vorbereitet vr.d dem Feinde hierzu auch das nôöttge »ytaterial, lu8besonbdere Piäne mit genauen Angaben der Maschinens- geweh:batteien, Kommandostandoute vnd Mcserven geliesert. ti beshicflen, dite çcünsilge Gelegenheit zu etner größer ongelegten Unternehmung mit wettgeste>ten Zielen ausz¡unúpea, Für den ersten Einbruh ftanden etwa 5 Bataillone während eine Buigade zur nädsten Aué- nußung des Grfolges ih in Resezre befand. Die ehr- pergefsénen, verräteischen Difiztere und Unteroifiz exe wurden als Führer der Kölonne in und puch unsere Fe:twathltn!en und in unjere HauptfteDung eingeteilt. Ste hatten geso gt, daß die Giuschaltung des Ho'pinvungs8dindernisses unterblieb. Die v:rräterishen Offiziere etiten den ftalienisden Sturmwellen voraus, tefahlen auf den wichtigiten thnen uzterstéheiden Feidwahen jowte der Brüctkenwadie bei C4rzano, die Gewehre wegzuwerfen, da de alles verloren sel. Eo fonrte es ges{<h-n, daß dir Feind widerftandslos durch die Feld- waer stellung hindur üver die Maiobcüde in ‘Carzar o eindrang. Vas &efc>t don Gorzzno ft eîv geradezu mujtergütiiges Bet'ptel datür, daß av rel tv s<wade Fiâf e bet besonnener etne gier Fübrung und tnitiativem, ‘ents{lossenenm Handen der Unte1ifühiexr sowte Tapscikeit und S({hniid dex Truppen eiven gläntenden Erfolg “über einen überralwend elibreWenden stileien Feind zu erringen ver- wöôgen, MDitsen Soldatentugenten ist es zu danken, daß es insaesant 3590 Gewehren urrd 7 Maicßinengrwéehren bei außgezeihneter Mit- wnlung der Ürtißert: geiang, ten mit 2150 Gewehren und 12 Ma- schinesgewethren übétrashenu angefezien Argriff tes Feindes zu einer ver: thtenden Niet erlaçe zu atstalten, Die österrelchis>-ungarischen Ge'amtoeriufte betrugen 10 Offiziere, 306 Mann. Die Verluste der IJtaliener 17 Difiztere, 896 Veann. Dá3 Gefecht ‘hatie, operativ ge- nommen, nur tofale Bedeutung.

Die Herrenhausmitglieder t\{<he<isc<her Natio- nalität veröffentlichen obiger Quelle zufolge eine K und- gebung, in der sie dem Gefühl unverbpüchliher Treue zu der erhabenen Perfon des Kaisers und Königs und dem Dank für die Bestrebungen des Monarchen ‘um die Segnungen des Friedens Ausdru>k verleihen. Fesihaltend an den Grundsäßen der Unversehrtheit der Monarchie, betonen sie ihre staatsrecht- lichen Wünsche“ in Verbindung mit dem Selbstbestimmungs- rechie der Völker und schließen mit einem energischen Einspruch gegen die in der Rede des Grafen Czernin gegen das tizehishe Volk und in den Pauschalverdächtigungen seiner Angehörigen enthaltenen Angriffe. Sie warnen die Regierung vor einem einseitigen vei fassungswidrigen Eingreifea in die nationalen und fstaaisrechtlihen Streilfragen Böhmens na<h den Wünschen uud im Juteresse nur cines der beiden Völker.

Polen,

__ Veber die kfürzlihe Tagung der Nationaldemokratie in Warschau berichtet der „Kurjer Polski“ und führt von den gefaßten sechs Entschließungen vier an:

1) Die Mitglieder der Nationaldemokratie nehmen am Staatsrat teil, ohne ¡u Beatan eine politiihe Erkiärung abzugeben ;

2) thre Stellung tim Staotäiat mat die Nationaltemeokratle von dea Wetsungeo d-6 tutexpa:tetithen Klubs abhängig;

3) solite eine Eiklärurg se'tens der Regierung oder seitens der oltivistiscen Parteten dem künftigen Shi>ial Polens präjdizieren, 0 werden die Mitglieder der Natio»aldernokratie threrseita mit der Grfläcunz ihies gronbsäyliien Progreinms hervorireten. s (Hier wude ein ougiblih vertrauliber Be'&luß hinugefügt, laut bifsen die Mitglieter der Nationaldem kratte ihre Mandate niederlegen werden, wenn die Mekrheit des Stactôrates fi tür die eben- E, MUGUNG der Regierurg oter ter aktivistishen Parteien

6) Die Nattionalvemokcatie erkenat den Staat3rat weder als nattouale Vertretung no< als V.rtretura der beiden Ofkkupatione- gebiete an, und ¡war nit nur mit Rü>fi<ht auf die Mängel ter ¡Dablordnurg und der Erxrenunungen, sontern au tethalk, weil in tbm eins der z2hlrei<en Organe uuserer Volkeoemeins>(afc avs der Linken fehlt, Daher is ter Staatärat nit befugt, Beihlüsse zu fassen, weiche der Zukunft Polens präf tizteren. Setoe Hauptauf- gabe ist Beschlußfaffung üher das Larttuusgesez und Ginherufuag dcs Lanbtaas. Die Nationaldemokraite ist ent)\<lofsen, zur Unterstüßung dieser Fragen iz bea Staatórat einzuireten, unv wird gegenüber allen Megtierunatborlacen fketue arvnbsäß!< opposfitiorelle Stellung ein- vehmen, behält ß< aker eine Poltilk ter freien Hand gegenüber ber

egiezung vor.

Grof;britanrnien nud JFrland.

Der König hat den Feldmarschall Viscount Fren< zum Lord-Leutnant von Jrland an Stelle des zurückgetreienen Lord Wimborne ernannt.

_— Nath einer Reutermeldung haben die Herren Wirgo, Piip und Pusta als Vertreter des estnishen National- rats des Landtags dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes

alfour eine Denkschrift vorgelegt, ‘die die politishe Lage Gstlands auseinandersezt und um eine günstige Aufnahme der

arlegungen ihrer nationalen Ziele und Ansprüche ersucht.

erbat haben nunmehr folgende Mitteilung . von Balfour

“gründet und ‘etnen

Die hritli>@e Reglerung beg! üßt mit Sympatbie die AnsprüSe des rhteis< n Velkes unv versi&crt gern thr? Bereitwilligkeit, dle boiläufige Averkennung des esinis@en Nationalrais als taisächliche unabbängige Æörpe!fœuft bis zur Frtebersversammlung auf ber bas künftige Schicfial Estlands foweit als möglih in Uebereinstimmung mit den Wünsczen feiner Bevöikerung zu 1egeln scin wird, zu ges währTeisten. Inzwiichen erkennt d!e britishe Regierung Herrn Piip gern als inoffiztellen tiplomatisen Vertreter der efinishen einst» weiligen Regierung an.

Archibald Hurd weist im „Daily Telegraph“ erneut darauf hin, daß die Arbeitskräfte der englishen Werften oöllig unzureichend seien. Es bestehe die Gefahr, daß über die Not- wendigkeit des Mannschaftsersazes füc die Armee die erste Verteidigungslinie Englands, nämlich der Schiffbau, ver- nachlässigt werde. Hurd erinnert daran, daß nah den An- gaben von Geddes die amerifanishe Bautätigkeit so stark binter den Voranschlägen zurückbleibe, daß Engiand besser tue, sich auf eigene Leistungen zu verlassen; diése aver seien im ersten Jahresviertel tros der viel gefeiciten Ergebnisse der Bautätigkeit im März 367 296 Bruttotonnen hinter der ver- seuîten Tonnage zurü>kgeblieben. Jedermann könne sich sagen, was eine tveitere derartine Shwächung für die Bedürfnisse des Vierziamillionen - Jnselvolkes bedeute. Hurd s<ließt mit folgenden Worten :

Zu unserer Auffafsurg d!8 Kiteges muß etwas falih sein, wenn eine solde elementzre Tatsc he wie die Ubhängigketi des Inselvalk:s6 von der Seemacht ito beslärdig übe: sehen wird, und wenn dite Werften und Schiffémasczinenfabriken fo kurz an Axbettökraften gehalten dleiben, daß fie wenicer Schiffe beriiellen als in Zeitea, rwoo der Felud nicht um unsere Küsien berum tätig war.

Einer Meldung des „Nieuwen Courant“ zufolge be- richtet die „Morning Post“ aus Belfast, daß der sländige Aus- {uß der Unionifien von Ulster die ersten Schritte unter- nommen habe, um die „Homuerule-Verschwörung“ zu vereiteln. Der Ausschuß sei auf Ersuchen Carfsons einbe- rufen, der bis zum leßten Augenblick darauf gewartet habe, daß das Kabinett seinem Ulster gemachten Versprechen nach- fomme. Da diese Enwartung Carsons sich nicht erfüllt habe, sei es notwendig geworden, der Welt zu beweisen, daß Ulster heute no<h immer den Standpunkt einnehme, auf den es sich vor vier Jahren gestellt habe.

rankrei,

Der Kammeraus\c<huß für auswärtige Ange- legenheilen vernahm vorgestern, wie die „Agence Havas“ meldet, Briand und Clemenceau über den österreichischen Zwischenfall. Clemenceau gab gleichzeitig nähere Erklärungen ab über die Ergebnisse der am Donnerstag in Abbéville ab- gehaltenen interalliierten Beratung.

Ruß; laud.

Der frühere Zar, die Zarin und eine ihrer Töchter find nach einer Reutermeldung, weil angeblich die Bauern der Umgebung von Tobolsk und monarchistis<he Gruppen ihnen zur Flucht zu verhelfen suchien, dur<h eine Verfügung des Sowseis nah Jekaterinburg übergeführt worden. Der Zarewits< wird in der Verfügung nicht erwähnt.

Das Volksfommissariat für auswärtige An- aelegenheiten in Moskau hat an ‘alle Vertreter der aus- ländischen Regierungen in Moskau laut Meldung des “Ie Telegraphenbüros“ folgende Mitteilung gesandt :

Schon längst war dle Sowjetregierung über die Nänke und militärischen Vorbereitungen der tn Peking versammelten Bande antt-reyolutionärer Bersrcoörer, die si<h den prohlerischen Namen ciner „Autcnomen Sibirischen Regierung“ bei- gelegt hatte, untniiGiet. S@on längst haîten wir fund getzn, daß die von den abelt-nden Massen verwezfene kleine Gruppe von Führern der Volksuntertrüeter und Axsbeuter, în Ostasfien wle au anderwärts, ihre Hoffuungen auf fremde Bajonette ge- i mlt\ühlenden Widerhall unter den amn welteften fortgishrittenen Jumnperlalisften verstziedener Länder gefunden hat. Die bet der Dur&su@ung in Wlayt- wostik bei Keloboff, vem Ageniea ‘der Pettnoer Verschwörer, vocge- furd/-nen Uifonden geben cin vollständiges Bild der freundschaftliZen Beztehunzen zwischen ven örfilchen Konsuln der Ententemächhie und einem Teile der Péekinger Abgesantten. Sie bereiten eine Uns wäulzeung mif oftasiatiihen antirevoluttonären Kräften vor, die um der Wiederherstellung ihrer Herrschaft über das wieder zu. unterjceude Voll willen bereit find, cinem fremd- ländis@en Ginfall den Weg zu ebuen, Das Volkskommifsariat für aure Avgeleger heiten bringt zur Kenntnisnahme aller autländis<hen Vertretungen în WMeoskau, daß es in der an die Veatreier von England, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Noidameutta ‘gerihteten Note vom 25. April die Pte- gierungen dieser Mächte aufuefordert hat: 1) Die in diese Avge- iegenbeit verw'>:lten Konsuln auzuverufen; 2) soto.t etne öferili<e

Untersachurg ihrer Tättakeit vorzunehmen; 3) laut und deutlich der ‘Sorwjectregle vg three Stellungnahme zu den Banden antirevolutio-

nârer Veishwörer, der sogenannten Auvtonomea Sibiri\chzn Megierung, und a: drren äbhnicGen (Guppterungen hekannt zu mathen.

Fndem <8 hiervon abe autländiihen Vertreter tn Voëkau in Lenntots fett, yiükt tag Wellikommissantat füx auswärtige Ange- Tegenheiten die Hosfnung aus, daß dic Antwort bder Entente-Neoutes ¡rungen fo beschaffen sein wird, daß sie künftighin die Teilnahme ibrer êrtlicen Vertreier an Hondtungen unh Unternehmungen, die: gegen das Bestehen der Sowjelre gierung gei{tet sind und deren Unucr- flúzung von selten der örui<hen Vertreter dieser Regierungen so ungünstig auf die Beziehungen zwisGen thnen und der rusfis<hen Sowjetregierung zurü>kwirkt, ausschließen wirb,

Volk skommissariat für avu9wärtige Angelegenhei ten. Ts\chitscherin.

Niedberlaundve,

“Nach einer Meldung eines Amsterdamer Blattes sind die Wirtschaftsverhandlungen mit England zu einem erxfolg- reihen Abschluß gebraht worden. Es wurde eine Einigung über die Lieferung von Margarine na< England sowie über die Einfuhr von Rohmaterial für die Margarineerzeupung und die Lieferung von Austauschprodulten nah Holland erzielt.

SchweBven. : A

Der König hat vorgestern den deutschen Gesandten Baron vou Lucius in Privataudienz empfangen.

Mie mehrere Stockholmer Zeitungen berichten, beginnt die Negierung ihre Truppen von Aaland zurü>zus- ziehen. Die Regierung hält den Zwe> ihrer Expedition für erfüllt und trifft daher die genannte Maßnahme.

Schweiz.

Zwischen der Schweiz und Vertretern der Ver- bündeten Regierungen ist nah einer amtlichen, von der „Schweizerischen Depeschenagentur“ ‘verbreiteten Mitteilung ein weiteres Wirtshaftsabkommen getroffen worden, nah

dem die SHweiz an die verbündeten Negierungen im Verlaufe von 8 Monaten bestimmte Lieferungen von Holz macht und nh andererseits gewisse für ihre Lebensmittelversorgung wichtige Zugeständnisse sichert. Das Abkommen unterliegt no< der Ratifikation der beteiligten Regierungen.

Dürkei,

Eine in Konstantinopel im Namen der nationalen Re- gierung Cisfaufkasiens eingetroffene Abordnung gab der „Telegraphenagentur Milli“ folgende Erfärung ab:

Die Nevolwion wurde im Nocblaukasus am 6, Viäiz vorigen Jahres autgezufen. Sodatn {zitt man zuc Organitation,. Va vie Bevöikerung zunächst d.n wahren Sinn der VPievoiution nit Fegrif, tum es zu Untouben, abr sSließlih verstand man allmählih, um was s sich handelte. jeder Provinz bis îin {eres Do:f warden Orcanisationien gebildet, dur wele der Gang tec Negierunzdangelegenheit:n wvellitändtg sichergesffelit wurde. Im Nordkaukasus gibt e838 trma welintii<:n zwet Parteien, die Soialifier und die Nationalisten, Die Sozia!titen lilden ete tleme Minderheit. Dennoch veihinderten anfangs ihre Ziele ene raschere Besserung ver Lan-, die aber baid eintrat, Gegenwärtig bette6t in jeder Provinz bes Narbkaufkaius eine nationale Negterung, die a!s ein, eborenen Elementen zusammenge) k ist und die Gatwidlung der inneren Angelegenheiten der Provinz sihert. Diese veretntut-n Regierungen bilden die Beuterung des Nordkaukaîus, Dex Zentrolaussczuh ter Regiecung d's Notb- faukasus b*iteht aus sieben Personen. Sein Siß war bis in bie leßte Zeit Wladilawkas. Infolge dec Kämpfe, die in dieser G-gend mit Kosaken und Bolschewisten begannen, wude er na Timur Khan Schure verleat. Kosaken und Bolichewitten haben ih vecrini,.t, um geaen uns zu fäwmpsen. Ciofgulosfien leitet diesen Frempylirgen Widerstand. In jüngster Zeit kam es in Petcowsl zu einem Kampf, der bawit endete, euß wir die Bolsch2olsten ans Baka vertricbzn, das in untere Hände fiel. Der Z re> unferer Reise nach Kon}iautinopel is folgenvecr: Jetrermann k-n bie Geiühle ver citfaufas- si\@Gen Bevölkerung, Im Namen urserer Negieruug Und unjerer Bevölterung find wir hierher gekommen, um fie na<hdrüdlic zu besiätigen. Die Gelegenkeit, vie sich uns daibietet, ist von arcßer Wichtigkeit. Wir begrüger uns damit, zu sagen, vak wir anu den S!'þ d!8 Kalifats aefommen sind, um pon dec Tüiket und den Verdündeten die Anerkennung der Unabhängigkeit des Îord- faufkasus zu e:langen, Unser Wunsch ist, in taniger Einheit mi der Türket zu leben.

Eine türkishe Abordnung ist nah Batum abgereist. Auch der deulsche Militärbevollmächtigte General von Lossow, hat sich nah Batum ‘begeben.

Numänien.

Laut Meldung des Wiener „K. K. Telegraphenktorrespon- denzbüros“ ist am Freitag dur die Vertreter Defsterreich- Ungarns bezw. Deutschlands und die Numäaiens der wirt- shaftlihe Zusayvertrag zum rumänischen Friedens- vertrag paraphiert worden. Damit sind sämtliche mit dem Frieden: {luß zusammenhängenden Verträge zwischen Deutsch- land und Oesterreich-Ungacn einerseits und Rumänien anderer- seits abgeschlossen und zur Unterschrift fertig.

Ammnerilïa.

Der amerikanische Kriegsminister Baker hat der Mikitär- lommission des Senats den KNriegnshaus halt voraelegt, in dem nach einer „Reutermeldung“ für die sofortigen Kriegserfordernisse der Vereinigten Staaten 15 Millionen Dollar eingefordert werden. Am meisten zugenommen haben die Erfordernisse des Artilleriebüros (wörtlich ordnance bureau) und des General- quartiermeisters.

Das amerikanische Nepräsentantenhaus at die Paßgesezvorlage der Regierung angenommen, wonach alle die Vercinigten Siaaten betretenden Personen eine Eilaubnis der Negierung vorweisen müssen. Das Gesez gibt dem Prä- sidenten ‘weitgehende Vollmachten hinsichtlih der Beschränkung dec Ein- und Ausfahrt in amerikanischen Häfen.

Der kanadische Senat hat, der „Times“ zufolge, die Frauenwahlre<tsvorlage in diuter Lesung an- genommen. Zwei Zusazanträge, in denen vorgeschlagen wurbe, die Altersgareuze auf 30 Jahre zu erhöhen und das Wahlrecht von einem gewissen Bildungsgrad abhängig zu machen, wurden verworfen.

Asien.

Nach einer Neutermeldung werden auf der Tagung in Delhi, die am 27. April im Beisein des Vizekönigs von Jadien eröffnet wurde, u. a. folgende Gegensiände beraten: die Mannschaftsergänzung, eine Beschränkung des Eisenbahn- verkehrs, allgemeine Kontrolle der Zufuhren, Entwicklung des Schiffbaues und der Erzeugung von Lebensmilteln und Kriegs- bedürfnissen.

Kriegsuachrichten.

Berlin, 4. Mai, Abends. (W. T. B.) Gegenangriffe der Franzosen gegen den Kemmel und gegen Bailleul sind unter \{<weren Verlusten ge- \cheitert.

Großes Hauptquartier, 5. Mai. (W. T. B.)

Wesilicher Kriegssc<hauplagt.

Nach stärkster E griffen französische Divi- sionen unsere Stellungen am Kemmel und bei Bailleul vergeblih an. Sie wurden unter {weren Verlusten ab- gewiesen und ließen mehr als 300 Gefangene in unserer Hand. Der beabsichtigte Angriff ‘einer englischen Division westli<h von Bailleul kam unter unserem Feuer nicht zur Entwicklung.

Südlich von Hébuterne scheiterten starke englische Vor- slóße. An den Kampffronten beiderseits der Somme lebte die Artillerietätizkeit am Abend auf. Sie war namentlich bei Villers Bretonneux und auf dem Westufer der Avre

gesteigert. j Von der übrigen Front nihts von Bedeutung.

Von den anderen Kriegstschaupläßzen nicts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.

M B

Berlin, 5. Mai, Abends. (W. T. B.) Von ‘den Kriegsschaupläßzen ni<ts Neues.