1918 / 109 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

ea S I mie mder I E O S E

ao e E E

Neichtarzciger und im amtli&en Kreisb!ait find von dew Betreffeucn ju tragea. b Dortmund, den 6. Mat 1918 Lebensuitielpoltz-tamt.

Tschadcert.

SeTanntmaGung.

Auf Grund der Bundesratsverozbrung vom 23. September 1915, betreffend dic Fernbaltung unzuvirlälsiger Peisonen vom Handel NGBl. S. 603), habin wic der Hämlerin Giltse Siehe in

ortmund, Heiltigecartenjiraße Nr. 28, tea Handel mit L-benémitteln aller Art somic mit sonstigen Gegen» ntänden des täglichen Leßen2hedarfs negen ünzuveiläißigkeit in bezug auf diesen Handelsbetri:b untersagt. Die U=terfaguwg wirkt für das Neichogebi-et. Die Resten der autitHen Bekann?- maGy"g dieser Berügura im NetHeanzitzer und tia amilien Kretés tatt si1d von dèr Betroffenen zu tragzn.

Dortmund, dea 6. Mai 1918.

Lebcnimiit:ipoliz:tamt. T\Ha>er t.

Nichtamtliczes,

Devwtsches Reich. Preußen Berlin, 10. Mai 19318.

Seine Majestät der Kaiser und Könia machle vorgestern Vormiitags, wie „Wo!ffs Telegravheubüro“ meldet, dem Reichskanzler Dr. Grafen von Hertling einen Veiuch. Später hörte Seine Majestät den Vortrag des Kriegsn inisters und empfing den Gesandten von Lucius zur Meldung.

Seine Majestät der Kaiser und König hat anläßlich des Friedensshlusies mit Rumänien, wie Wolffs Telegraphenbü'o meldet, nachstehendes Telegramm an den Generalfelomarschall von Hindenburg gerihtet:

Vit Siolz ynd Freude erfüüt Väéich beute die NaGriht vom Frieden! ¿luß mit N-mänien. U-fexe Ostirort ij: fre geworden! Dark jaye Ih Gott dem Her!:n, Dank Zhnen, mein lieder S'ege- ralfeldmais<all, der Ske das teutsce S<hwext zum Siege getühßrt baben. Zum GBedätnis vessen, daß die Ostmark du die ShiaHt von Tanvenderg 1914 voc te: Groberunz dur< ben F-tnd ge- ibügt wu de, babé f befoblen, taß ter an der alten deuten Ortentdurz Marienburg hon im Fahre 1910 zur &r- tanezurg an Setatb von Plauu gepiantz Autbau des Plauez>en Bollwerfs nurmehr ausgeführt wird urd daß tas uroße Gingongttor Jhren Viomen führen und Abr Waxpen an ter Stiin 1r0zen cl, Gs ist Mein Wuns, daß ète andeten Web'-türme des Boliw-zkes tie Namen Ler bet der Ver te1digung der Ostgren,en besonders hewähitcn Generale führen foller. Zw eiwazrte hie: tür Jh:e Vo:sch:ä„e.

Wilbelm I.R.

Der Neichskanzlo-r Dr. Graf von Hertling hat an den Staatéselretär Dr. von Kühlmann auf die Meldung von der Uaterzeihnung des Frizdens von Bukarest folgende Depes che gerichtet:

Guer Ex.elenz sore><e ih zu dem Abschluß des Friedeng- vertrags mir Numäatena meine heczlihiten (Hiüdrouushe aus. (Sig {<wierig-s Wek tit tamtr daak der Unit und dec bingebendeu Tit, feit Eurer ExjeDerz und Ihrer Mitarbeiter zu dem von mir erstrebten glü>ii>h:n Ende gerührt word:n. Es it mir eta auf- rt<tl»s Bedür'nts, Eacrer Exzellenz und alla Mitgliedern dex denls<tn Fetzdeuêdelezation bierfüx zu danken. Hertling.

Jn der am 8, Mai unter dem Vorsig des Stell- vertreters des Reichskanzlers, Wirklichen Geheimen Rats von Payer abgehalienen Vollsizung des Bundesrats wurden angenommen : 1) der Entwurf einer Verordnuna über die Erweiterung der vierteljöhrlichen Viehzäßlungen, 2) eine Vorlage wegen Abänderung der Prüfungsordnung für Uerzie, 9) der Entwurf ciner Verordnuag gegen Preistreiberei, 4) die Vorlage, betreffend die Prägung von Sithermünzen im Rech- nungsjahr 1917, 5) der Entwurf einer Bekanntmachung, be- treffend die Prägung von Zehnpfennigstücken aus Zink.

Der Bundesrat versammelte sih heute zu einer Voll- fißung; vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für die Ver- fassung, für Rehnungswesea und für Eisenbahnen, Post und Telegraphen eine Sigzung.

Der Staatssekretär Dr. von Kühlmann ist heute vor- mittag 10 Uhr auf dem Anhalter Vaanhof eingetrofs2n. Zu seinem Empfang waren der Reichskanzler sowie die Staats- sekcetäre der übrigen Neichsämter ershienen

Die auf Grund der Berner Beratungen zwischen deut- schen und französischen Bevollmächtigten am 26. April d. J. geschlossenen Vereinbarungen über Kriegs- gefangene und Ziotipercsonen find von beiden RNegie- rungen genehmigt worden. Die Vereinbarungen werden am 15. Mai d. J. in Kraft treten; ihr Woitlaut wird demnächst veröffentliht werden.

Die 20. Nummer der Liste „Unermittelte Heeres- angehörige, Nachlaß- und Fundsachen“ ist am 1. Mai 1918 zur „Deutschea Verluiliste“ erschienen. Veroollständigt wird die Liste dur<h ein Namensverzeichnis von Gefallenen, deren Angehörige ni<t zu ermitteln waren, ferner durch Mitteilungen über unbestellbares Offiziers- und Mannu- schaftsgepä>, das beim Militär - Paketamt in Berlin lagert. Eine Bildertafel lieat der Liste dicsmal nicht bei. Die Liste kann zum Preise von vierteljährlich 50 Z durch die Post bezogen werden. Einzelnummern (zum Preise von 20 Z einschließlih Porto) sowie sechs «itere Nummern nah freier Wahl des Bestellers (zum Preise von 60 F einschließli<h Porto) können soweit dec Vorrat reiht geaen Vorhereinsendung des Betrages von der Nord- deutschen Buchdruckerei in Berlin SW. (Wilhelmstraße 32) bezogen wecden.

Oefterreich-Ungarn,

Der Minister des Aeußern Baron Burian ist vorgestern ite lea y mit den Mitgliedern der Friedensabordnung aus

Bularest in Wien eingetroffen.

Der Präsident des öôsterreihischen Abgeordneten-

bauses Dc. Groß hat folgendes Telegramm an den Kaiser gerichtet: j : _ Aus Anla bes Ab-<l!:}c8 des F:lid2rs mlt Nurrän!en kite ih Eure Maj-stêt, die alleruatertäntasten (Siütvünsde der Abgeordneten tes Neichérats entiecennebimneu ¿u woDen. PVèdie diifec Frtzdens|Mluß, dec dem Kuteg an der ganzen Osif:0:t ein Erde bezeitet, uns au dem heiß zsehutzn aligemeinen ehrenvollen Frizden :.äbherdringen.

erflärt, troß {<werer Ve!lusie im Jahre 1917 sei die Armee in Frankreich am 1. Janvar 1918 viel stärker gewesen als am 1. Januar 1917. Maurice stellt dies in Abrede. Ja dersfelbca Nede erklärte der Premierminister, in Mefopotamien befinde fich überhaupt nur eine Division von w«ißen Soldaten, in Aegypten und Palästina nur drei weiße Dioisionen, der Nest

- der Truppen bestände auss<ließli<h aus Jndern oder gemi?<ten

Einer parteiamtlichen Mitteilung zufolge wurde in der ' gestrigen Sizung des Verbandsausschusses der deuts<- ;

A

nationalen Parteien einec Meldung des K. K. Telegraphen- '

Korrespondezzbüros zufalge von allen Rednern die Meinung ausgesproh?n, daß nichts die Notwendigkeit der angefündigten Maßnahmen der Negierung tlarer beweise als die vorgestrigen Kundgebungen dor Tichechon und Südslawen. Nicht deuischec Dru>, sondern die einfahste Pflihi dec Staatserhaltung habe die Regierung zu endlihem positiven Handeln gezwungen.

Darum dürfe erwartet werden, daß die Regierung sich durch : Drohungen nicht eins<hüchtern und sih von ihren pofitiven :

Richtlinien nicht abbringen lassen werde. Es wurde fest-

um fie zu stärken, nachteilig beeinflußt werde.

gestellt, daß die uobedinate Voraussezung für die Wieder- ; aufnahme der Arbeiten des Abgeordnetenhauses die Sicher- :

stellung einer trasfähigen Mehrheit sei, und die Erwartung

Mehrhéit die Hand bieten wezde. L j der Sißzung des Polenkiubs eingebrachte Antrag Löwenstein,

wunderung erregen. | î Burgfrieder s zw. {en den nationalen Parteieu untec gleich zeitiger Bildung eines fozerannten Treuhandministeriums, welches Veitrauensmänner der Nationen enthalten soll.)

Truppen, unter denen fi verhältuismäßig sehr wenig Briten befänden. „Jh spreche hier von YJnfanteriedivisionen.“ Maurice erklärt au< dies für unrichtig. Er föhrt fort, sein Brief sei nicht auf eine militäris<he Vershwöcung zurü>;u- führen, er sei seiner Herkunft und Ueberzeugung nach ein ebeso aufrihtiger Demokcat, wie der P:emierminister, und würde nichts weniger wünschen, als daß die Regierung in die Hände von Soldaten überginge. Der Grund warum er sich zur Ver- öffentlihung entschlossen habe, sei, daß die angeführten Erflä- rungen im Unterhause unrichtig seien, daß dies au in pilitä- rischen Kreisen befannt sei, und daß auf diese Weise die Moral der englishen Truppen gerade jeßt, wo man alles aufbieten müsse, s Aus diesem Grunde habe er beschlossen, ohne Rücksicht auf die Folgen und in der Erfenntnis, daß die Bürgerpfliht der Soldatenpflicht

O Ly : ; | vorgehe, diesen Brief zu veröffentlihza, in der Hoffnung, daß ausgesprochen, daß der Pol:nkiub zu- Bildung einer solchen : i: L

Umsomehc müsse der in |

i um das Haus in / prüferi.

Ja der Tagung der ungarischen Negierungs- partei am Dienétag wies der Minislerpiäsident Dr. Wekerle

-

laut Meldung des „Ungarishen Telegraphen-Korrespondenz- |

büros“ darauf hin, daß ec in der Wahlrechtsfrage gerade im Joteresse dec Wahländerung für das Kompromiß eintrete. Es

| múrden, da die Ghre dex Ministe»

würden aroße Jrteressen auss Sp'el geseßt werden, wenn die

SrTtt }o ott is 40 Öffentli j ; t gegenwärtigen Leidenswaftlichen, Fie ganze öffentliche Meinung ; wie möali5 bacüber z1 beribH!ezn.

beherrshenden Kämpfe um die Wahländerung nicht ein Ende

nehmen und systematische Reformarbeit im Parlament geleistet :

wücde. Gcaf Andorasfy erklarte, Königliche Handschreiben an den Ministerpcäsidenten Majestät in den Vacdergrund des Pa: teikampfes stelle; es fet unzuläsitg, den Vionatchen für die seiner Ansicht nah ver- fehlte Kompromifpolitif der Regierung zu binden. Er sei aus diesem Grand nicht in der L1ge, das Kabinett Wekerle zu unterstüzen. Dr. Weferle erwiderte auf die Beraerkungen Andrassy2: Unter normalen Verhältnissen gelange das Regierungäprogramm in einer Thronrede zum Ausdru, unter den heutigen Verhäitnissen könne auf eine Thronrede nicht gezählt werden. Die Regierung wünschte daher, in der Form eiver Kundgebung an den Ministerpräsidenten der Ocffertiichkeit zu zeigen, daß ihrem Pcogramm die Kraft innewohnt, die aus der Genchmigung des Souveräns erwachse. Die Person des Monarchen werde nicht in den Vordergrund geschoben ; denn sie tei dur< die veraniwoitliche Negierung immer gede>t. Was die Bemerkung betreffe, daß der Miaistecpräfivent nicht berufen sei, dieses Programm durch- zuführen, so sei ihm die Zuständigkeit dadurch gesichert, daß er die Sehnsucht des Landes noch fruchtbharer Arbeit und Ruhe begriffen h1be und sich die Kraft zutraue, dieser nnaufhaltsamen Nichiung der öffentlihen Meinung volle Genugtuung zu bieten. (Lebhafier Beifall.) Hierauf wurde die Abstimmung vor- aenommen, in welcher eine die Komyromißooliti! Wekerles billigende Eaischließung mit 46 gegea 43 Stimmen ange- nommen wurde.

Die Andrassy-Gruppe, bestehend aus ungefähr 40 Mit- aliedern, hat in ihrer vorgestrigen Beratung erklärt, aus dem Verband der Regierungépartei, der sie bisher angehörte, aus- tretea zu wollen.

Das Abgeordnetenhaus wird morgen vormittag eine Sihung halten, in dec sich die neue Regierung vorstellen und Weterle sein Programm betkanntgeben wird.

Sroßbritannies und Frland.

Jm Oberhaus stand vorgestern die feindlihe Werbe- lätigkeit und die Mittel zu deren Bekämpfung zur Beratung. _ Lord Curzon führte dem „Meuter\<-a Hü: o" zujolge cus, das Petz des Volkes sei im großen un» ganzea vollfo mea gesund; dir Einfluß der pazifistishen ¡Faktoren werde leicht übers<5tt. Seit Veginu des Krieges hätten die Verbüadeten fiets die Péöalichfeit einer ehrenvollen, erfolgreiGen Oeerdigung des #rtzces d int< Uater- handlungen im Auge gehabt, und feine Regierung vex Bervöndeten habe deractize Frievendborihiäge, (han ehe fie betarnt waren, zurúd- gewtesen. (58 set unter den Lerbünteten üblib, F teventcuvertuzen von verantwortliher Seite fet zu untersuBea uad bie antecren Verbündeten ins Vertrauen zu ziehra, jobald habet eiwas berauétomme. Derartige Vorschläge seien gemaczi worden und ätten nur deshalb zu ni<ts geführt, weil die, pcn denen bie Akttonen anuds- gingen, dav n wieder Abstand genommen bôtten, oder wetl die Lo: - ]&lâge mit Nücsiht auf die Ehre und die Sicherb.it nodtskuit:r ae gewejen wärea. Was die j-ziue Lage bre fffz, sei ein Vorgleichungs- friede, wie jeder wisse, augentli>l% unuöglih, da 2as Land dir arößten Krise gegenüberstehe, die t feiner (Sejschite jemals vors g:fommen jet. Die Joee, daß jet ein Vergleichefciede erreibt werden förute, sel eie Chimäre. Dec | ét und der mit Rumänien set ni<ht ermuttgentd. Solange der mitlitärise Geist in Deutschland nt na%Slasse, ?fönne England nicht hoffen, einen chcenyollen dauernben Fcieten dur Ver- handlurgen zu erreihin. YLorb Haldane fsagie, er würde alles andere cher tun, als etwas zur Schwähung ver egierung 15 unter- nebmen, wte sche sie auz cive solche für alle thre Tatea bderdtent bâtte, Guglano fee an etnem jebr kisten Punkte \ctuer Ges |{:<te, uno er (Paldane) wundece i, vaß niemaud ercäür, ride Wtrkung es hacen würde, den Sturz der Negteruag zu deshleunigea.

Die Londoner Blätter veröffentlichen einen Brief des Generalmajors Sir Frederik Maurice, in dem dieser an den Mitteilungen Kritik übt, die der Finanzminister Bonac Law am 22. April im Unterhause über die Erweiterung der britischen Front in Frankreih machte, und ihm vorwirft, daß seine Antworten auf die an ihn gerichteten Fragen einen ganz verkehrten Eindru> von den tatsächlihen Vorgängen gegeben hätten. Pringle have damals gefragt, ob die Angelegen- heit in dem Kriegsrat von Versailles behandelt worden sei, worauf Bonar Law verneinetid geantwortet hätte. General Maurice schreibt nun, er sei selbst in Versailles gewesen, als diese Frage durch den Obersten Kriegs- rat, dem fie zur Entscheidung vorgelegt worden sei, behandelt wurde. Maurice erklärt ferner, doß dies die legte einer ganzen Reihe von unrichtigen Mitteilungen gewesen sei, die dur die jeßige Regierung dem Unterhause ge- macht worden seien. Am 9. April z. B. habe der Premierminister über die Lage der englischen Armce zu Beginn der Offensive

Friede von Brest-Utowstk !

er bedauere, daß das i die Nus\chuß des Uaterhauses die Aagaben des Generals Maurice

E D T M PEE A E E E E E I E DLT A D A E Ie u B S T L R R E E M N I R D R A “Me

E A Ü D E L E S E E T A R tRN

E E E A E O R S I A

O O E O A N D Ar T:

das Parlament die Sache untersuchen werde.

Nach einer Reutermeldung beschäftigte der von den

der - diess Mabblcibilbung unmögli ben lede Vats / Blättern veröffentlichte Brief des Generals Maurice die (Der Antrag bezwe>t Herstellung des :

Sizung des Unterhauses am Montag. Der Abgeordneto Aesquith fragle, welhe Schritte die Regierung zu tun gedente, den Stand zu setzen, die Anschuldigungen zl Der Finanzminister Bo nar Law erwideite: Der Vri-f 028 Gen»rais Blaauic* werfe (wi Frajzn af Zu räbit berühre dt- %bfassuna eines # ?<-a Br ef 8 bie wii tee Biszipitn, dann hmbie es ih um bie Wahrheit der mntkititeri- Pen Angaben, Pèit cer ersten Frage bade N der Lrm-erat auf dem gee wrêvulihza Wege 31 berafs ; ros ven ziveiten Punkt beirëefff-e, #9 in Frage fouim-, zoet Nichter als Ehbrengzriczt:bof etne U-t-rsucburg über bte Br det Minister an¡ustell’o, uvd fo \<aell HBonzr Lw w'lligte ein, deß der WBerichibbof erft gohtidet werden follte, uabdein sich 23 Uüteryaug mit te: Sache be‘aët bâtte.

Asquith beantraate, . daß an Stelle zweier Nitter ein

er! 1>t weidn, iWuldigung fa:shrr Ungaven

prüfen solle, und begründzie in der gestrigen Sißzung des Hauses seinen Nntrag, wie folgt:

Die in Wtrklichkeit (anz eirfoz Aageleger h=it scheine zu einm guten Teil mißverssanden zu wnidn; weder der Abit n2< noy taisäélih set lein Arta ein Mißt-auensoctum ür die Negterung. Wenn er es für seine Pfliht gehalten käite, das Hus um die fts nehme eines Détkrrauensontums z4 erfuhzn, fo wurbe ec dea Vet gehavt hiven, dies in dueftec und unzwcideuttaer Foco!r zu tun, Ee hâtte Teinen W sh nah den Socgen des Amtes. Fn Benz auf den Brief dez Sene:aïs Maurice sazie A4quth, Maurice? müsse ce wäßt haben, daß er einn ecustit<n Beucy der Olenstvocir!ften b gehe und lein! ganze milttäcis<e2 Z funf gefährde. e ictberl rach der Anregung eizer UatersuH1ng our zw i Nicht-r und gad bex Meinung Ausdra>, eiu aus Mitgiiedern ailer Pirte'en p1- sammengesegter Au8huß von füaf Ab ¡jeordueen wahr. li 1n ¿ci bis drei Tagen zu etner Eusheidung g langen kTôdnure.

Nach Asquith ergriff ver Pcemierminister Lloyd George das Wort uud erklärte: j

Maur*c? habe, nah>>m ec von dem Polen, du e* wet Fahre larg beklet-et habe, 1urüd ¡etreten fet, die von tet Miniitern abe gegebenen Erklärungen anzezwetielt, r babe dies uit getan, als er Zatrit! zu amtlt<er Jntomatto: und zu den Päinvnern telbit hatte.

; Llood George fragte, ob 5 nit des S;neia!s Naurice S362 ge-

we?en wêr-, wean ec die Angelegenheit für to widtig gehalten babe,

; daß er die Dierstooischritten bre<en mußte, zuerst zum Kabinett

oder den anges@uldigien Ministern zu g2hen, auf ven F rfum aufmerksam zu mae: und um Miitigstellung zu Valuten, Davon sei ater niet im gerirgüïen die Neve getweler, DiA er, Lloyd George, ven Brief ta der Zat nz gefunden hade, „Fh erkläre dies für unanstäadtg!“ rief Lloyd George unter lautem Beifall aus. Mauxic! have auch seinen uamitielbaren Borgesezten, dem Stiuat!- sekretèr und dem Cher des GSernergistabes, feinzrlet Borsteliu- gent grnaht. Loyd George \<luz vo-, die volle AInformatio: éguelile, aus bder er vnd Bon2r Law thre Angatea ge\<pît bätt-n, mitzuteilen, und forderte tas Hus aqauf, sein Urteil abzugeben, und zwar heute noch. (Beifas!.) betde seten darauf bedacht, baß die E-flärunz°n des Generals Maur!c? 01 einem unparteilien GWeriht8bof geprüft würden. Dieser Sex! >t!- hof würde etre VMenve wirtlid v-1tiaue-ewmürtt.er IFaformatio-, die abiolut feiren Zweifel an ver Wahrha'tt„ keit der minktfteriellen (Sr- klärungen übriglassen würdr, zur Verfügung steh. WUcy> Grorge wies darauf hin, daß das Haus selbft lange no:her entshizcen babe, daß eia Sonderauëshuß as dem Hause rit der ®.ste Gertæi8bof zur Feststellung von Tatfachen set, wean die Leidenlasten erregt wen. A8quith selbi bôtt: mit teht ih gegen einen jolcten AusiEuß zur Untersuchung der Mescptamienange!eyenh it außgeiprohn. Die Hi>ter wären gewöhnt, die Turiachen zu Þpiu'en uns \hneil et Uit il zu täüen, aber die seit Dieast2g bestehende Uaterstütung Ktq11hs duc tie Prefse habe es lur gemibt, feine Entschcidung irgend eines geyomen Ge iYt8hofes arg:-nommetn werden würde, nedbalb die Negterung ih ents{lo}sen habe, die Tatiacz2n der Oeffentlichkeit zu übergeben und die Oeffzrtlichkeit ucteilen iu laffen „A will nun“, fuhr Llop» George fort, „zuc Prúfung ber K- gten Véaurtc-s schreiten W8 ven Vergi.tY der eogliihen Sirett- äte am 1. Januar 1917 mit denen am 1. Ionuäx 1918 bes trifft, so saate t, die Befe 'estäire der ‘Armre hade zugenommen. Maurice erkiärcte, fie babe abzeuoæamen, Die Ziferr, die ih angab, waren aus den amtlihen Betihren des EKriigeamis entaommen. Wenn diese unrihiig sind, fo ift e3 verantœwo:tli< wie jeder andere. Aber sie waren nth: uageaau. I< habe naczgefori>&t, und es besteht dur<au3 kein Zw?ifel darüber, dat) eine ganz beteÄh!- Uhe Zunahme des Manuschaft3vestan»s der Arrnos zu Begian dés Zahres 1918 im Vergleich zu dem Stand «m Anfang ves Jahres 1917 vorhanden war. Die Zunahme d-9 Mannsc<aftebestcnd:s der Armeen war im Jahre 1918 im Verglei zu 1917 in dec gauten Welt groß, aber in Frankceih war fie über den Durtschnitt groß. Wern Maurice von der Ger-<tsj&: tz lpri<?, so macht er einen Unterschied zwisden Kämpteen und N <hitämprern. Ich will sofoit bemriken, daß ih mit dieter Ünters<eidung nihi einversianden bin, aber ih wil ein Schciftitü> vorlelen, das neun Toge roh meiner NRete von Maurices Abtctlung kam und yon feinem Veit:etec gerichnet wax. Es [outet: „Zus heifclgertcm Ber <t iit e. fti, baß die Gefechtsftärke ter brill<-n Brinee am 1, Januar 1918 giößec war als am 1. Zanuar 1917." (Loutec Beifall) J komue iegt zu Mauices Vergleich der feindlichen und ve: bürdèten Streit- kräfte. Die geiamita Ziffern kaizen von Vaurice. Die Angaben úber die Dioisionen in Véescpotamten und Aegypten wuid-n dim Kctegs- kabineit in Segenwart von Manrtc gemacht, der dabei ni<ht1s br- rihtigte. Ueber die Kuedebuung der Frort sagte Lloyd Seorge: Gs ift zutreffend, daß Mauric? fg Versailles war, aber dke Folgerung, daß er an der Beratunz über die Ausdehnu-g der Front teilge- noamen tbâtte, ift vit ri<iz; ec war ni<t dort, er war in dem Gebäudetei?, aber nit {2 dem Beratungszimmer. Die Aufk- debnunz vou Goughs Front, auf bie besonders angesplelt wird, wurde im Kr'ezêrat von Versailles uicmaks eröctert. Darüber hatte eine Verständigung zwischen Haig uud Pötain stattgefunden, fle

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ciee volien delte Tatsae, bever der Ketegerat üFßerhaupt nzentrat, Dementspredenud erfiattete Deig dam Kegat n Bericht; es bestan» reocl der War: sh i< einer i A sdehuung der Fronk, aber nicht cit Frzat wurde als Ergebnis der Versailler Bzaturg überronwen, “f fein wabres Worr an der Behauptung, daß die Augs E zi Hiig und Vobe:tson erfolgt fei. S'e "aroßen D:udes der französisden Regterung und des Iranzd- Gen Heeres au8yefühit, um die Vemlaubing von Leuten füx die owirticha!t zu ermöglichen, die unbedingt noirweubig geortren Dos Kinett nah im Prinzip cine Luysdehnung an, aber dir itounêt und bas PViaß der Autdehniung solite den beiden Ozei- nanteterenden überlassen bleiben. Die Hutdehnung der Front ; t voa den tionzöishen Veriretern guf dex De, g in Boulogne ‘zur Sprache gebaht. Dana ?am L Zwtienfa)U von Cambrat und dos tiaitents2 Un- (4, daß die Wegsenduag von engli\hen Trupp-rni aus Franks 4 no!wendig madte und bie Ausdehnung der Frort tine Zett hg ershwérte, _Sebließ!lt>z regie Clemenc-au an, daß die Fiase rh die militärisheu Vertreter g peüft würde und daß in Fall von inungsverscicdentetten der Bersailler Nat en!heiten sollte. Die iliirbicien Verteter s{lugen ein Kemy omi zw [Hen pen eng: hen und dea franzêsi ea Ansiciteu vor uno die Sache loPte cuf ; Veisailler Beratung am ?. Februar erôrteit werten, Noch horber jen fi Póra'n und Datg Lauber, daß die Front lis Bausse cus- chatwerden olite, undetne wettere Ausdehnung hat nicht fiattattund- n, h miiklihe Lehre aus den ganzen G!ô terung'n ünec dteïe Ex, huyg der Front ist dle Widti.keit der Cir hettli&teit deg rocf:bfs und i bin frob, daß wir die endli haven. Di 8 n ZTadel8oot ¿m grgen bie Regterung, und wezrn es dur 1, jo sônmten wic vrmöglih un'ere militärishen Ope- gan foitsepen. Diess Stretttzkciten wkiken verriirend uny hneebd, Die Etr tigkeit dec Nalton und bte Einigkeit der 2: mee tft vott. Wir baben ur8 targait abgeben müssey, Akten, Notizen, e un) Unterredungen a8 den legt-n 12 Monaten dur&zu- aufe, und Das în diesem Vucenbli>! (Lauter Beifall.) y bin çc2rad» von Frai fiei zurüdg:fommen, i Babe einige innale tesr<t un» fe sagten wir, wle die Deutschen 1 dw taerd viellidt cen größen Sœlag des Krieges vor- (ition, Ich dite im Namen unseres Vaterlandes, dessen Scicffal zte md 1a den väßbslen Wochen in der Schwebe tht, daß man sen Argiiffen cin Gnde mate. (Lauter Beifall.)

Nah weiterer Erörterung wurde Asquiths Antrag mit jz Elimmen gegen 106 Stimmen abgelehnt.

Das „Reutershe Büro“ erfährt, daß eine Abordnung r Jsländer, beslehend aus Joosson, Thors und Briem, s Vertreter der isländischen Regierung in England weile, um it den Verbündeten Uber ein Handelsübereinfommen als rieuecung des zwischen Ev gland und Jsland seit 1916 beo- henden zu verhandeln ; Vertreter Franfkrei<hs8, Jtaliens und 7 Fereingten Staaten haben gleichfalls Anweisung, an der vammendunst teilzunehmen. Hauptgegenstand der Ver- ndlungpen ist, den Jsländern eine angemessene Lebensmittel- tlogung und im Aus!ausch dafür den Verbündeten Schiff- hitse:leichterungen in den Häfen von Island zn verschaffen, è den Verkauf von Landegerzeuguissen zu vereinbarten festen «sen an sie gewährleisten. „Diese Vereinbarung“, sagt pur, „hat Teinerlei politishe Bedeutung; der neuerliche :\u0) der deutshen Presse, in Dänemark Beunruhigungen zu euen durch die Unte! stellung, daß England in Jsland Geld 6gebe mit dem Ziele, Jsland von Dänemark zu tiennen, d h in den amtlichen Kreisen in Kopenhagen, wie in (and, als unwirksam erweisen.“

wucde infolge

cue zue.it

Shauien.

Lr Minisierrat hat einer Havasmeldung zufolge dem ou, betreffend Verstaatlichung der Judustrien, die die nationale Verteidigung erforderlich sind, zugestimmt.

Schwedei.

Die s<hwedisce, die deutsche und die finnische Re- ‘rung find nach einer Meldvyng des „Svenska Telegram- fan übereingekommen, unmittelbare Verhandlungen zu be- ven über den Abschluß eines Vertrages über die Schleifung af den Alandsinseln während des Kiieges troß der Hibine iniernatio;alen Vestimmungen gaufgesühiten Be- t en.

Nuracänien.

V Schlußsißung der Friedensverhandlungen ! Num änien, die im Schloß Cotroceni staltfand. wurde Staatssekretär Dr. von Kühlmann, wie „Wolffs Tele- phenbüro meidet, mit folgender Ansprache eröffaet: „Nene Herren! Es is no< largen und mühevollen Verhaud- ja felunger, ¡wis<:n den verbündeten Mitt lmächten und dem red Rum ien den Feleden jzuftandezubrivgen. Mit dfesewm Qa! der Keteg im Ofen für die verbündeten Pêittelnä!e w Abi>luß erreicht, Wir been, taß die Bestimmungen dieses Mie nit nur den peltits@n und wirtsha!li{en Bedürfuss-n | qu cimddte vell Nechrung tagen werden, sondern daß ste auch 48 ngreih Rumänien die Möglichkeit gewährev, in Zasammen- 4 mt deu Mittelmêädhten die dur den Krtea ge!>lagenen 4 wieder zu heilen, J< bitte Stc, meine Herren, zux Zeich- ÿ tes Friedeneinst umentes schreiten zu rollen, und s<'age dazu

daß die Bcvollmächtigten der einzelnen Länder ih cruppenweise

Wmmen)eßzen,*

Vierauf schritt man zur Unterzeichnung des Friedensver- piasefreen, Deutscher Seite unterzeichneten den - Vertrag s retär von Kühlmann, Wirklicher Geheimer Rat

erner, Ministerialdirektor Kriege, Generalmajor

N iv und Kapitän zur See Bene, von öslerreichisch-unga- inist Seite Baron Burian. Für die Bulgaren zeichueten h Ge ndsident Nadoslawow, Finanzminister Tont\cheff dfer M Tantiloff, ferner der Abgeordnete Kostoff und billva Miletitsh. Als Vertreter Numäniens zeichneten jo prusident Marghiloman, der Minister des Aeußern tigte ® die Minister Papiniu und Burghele. Vevoll- \ Bki der Türkei waren der “Minister des Aeußern Ne Bey, General Jzzet Pascha und der Unterslaats- ide Pa Aeußern Nehad Hikmet Bey. Kurz ror 12 Uhr

i? denfwürdige Sißung geschlossen.

lidinai rumänische Regierung hat ans Anlaß des

bten B luises an die Bevölkerung im beseßten und un- q otel folgende Ku n dgebung erlassen:

Nam, ede wuite beute 12 Uhr nilitacs cel>lofen und trägt inäuien tige Blede vou Bukarest". Alle Fragen, d?e zwischen End, frei um dex Stiater, mit deren es si im Kriege sen Slacian ten, find erledigi. Vie no1malen Beziebuncen wit

Nit S wieder augenommen und tos Lard ritt

Utdlurg 4 ität cin. Hinternifse, die einer fricdli>en tuneren

f m Wege ftanten, sind endgültig beseitigt, und Fur änlen uge seiner vom Kriege uvangetosier ge bliebenea Jhigea Cinrichtungen avs Werk geber, um die Spuren

riegeg zu beseit hu nd zu befestigen On und ben duch ten Frieden gcs<affeaen

claz'ges M. ter !

vou (Soughs Front ouf Anorbaung ves Krkegskabinelts im !

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| Durch Königliche Verordnung sind die beiden Kammer | des rumänischen Parlaments aufgelöst un die i 5 ¡ für die Zeit vom 1. big 9 fgelóst und die Neuwahlen

uni avsges<rieben worden. Das S 4 0 _ Mute Tarlament foll am 17. Juni zusammentreten,

Bulgarien,

6 Die bulgarischen HauptbevoUmägtigten bei den Friedensver- ¡andlungen mit Rumäaien, Minislerpräsident Navoslawow nd Finonzminister Tontscheff, sind mit dem deutschen Staatssefcetär Dr. von Kühlmann und seiner Begleitung vorgestern in Sofia eingetroffen und am Bahnhof von dem interimist!s hen Borsigenden d:5 Ministerrats Peschew mit allen Mitgliedern des Kabinetts, cinem Vertreter des Hofes den hohen Beamten der Ministerien des Aeußern und Junern, den Herren der deutschen Gesandtschaft und zahlreichen anderen Pecjönlichkeiten bearüßt worden.

__ Der Staatssekreiâr Dr. von Kühlmann empfing, wie die „Bulgarische Telegraphenagentur“ meldet, in der Kaiser- lichen Gesandtschaft drei Vertreter der Vereinigung der Dobrudscha, die ihm ihre Huldigungsgrüße darbrachten und ibm ihre Uncnuye darüber ausdrücfien, daß der in Bukarest ger schlossene Friede den Wewohnern der Dobrudscha nicht die erwariete Vereinigung der gesamten Dobrudscha mit Bulgarien gebraht habe. Ete fügten hinzu, daß sie troßdem no< die Hofsnung hegten, daß das mächtige verbundete Devise Reih und sein großer Monarch den innigen Wunsh der Bewohner der Dobrudscha unterstüßen würden, der dahin gehe, die gesamte Dobrudscha

mit ihrem Mutterlande Bulgarien vereinigt zu sehen. Staats- sekretär Dr. von Kühlmann erwiderte, der Friede von Bukarest, von dem sie ja wahrscheinlich schon Kenntnis ge- nommen hätten, habe die Verwirklichung eines großen Teils der bulgarischen Bestrebungen mit sih gebraht. Es bestehe die berechtigte Hoffuung, daß der noch vetbleibende Teil dieser Bestrebungen in kurzer Frist gleichfalls verwirklicht werde. Die Kaiserliche Negierung habe bigher sleis diesen Wünschen voll- tommene Sympathie entgegengebracht.

Nachmi!tags empfing Seine Majestät der König den Staatssekretär in längerer Audienz, der Abends mit dem fahr- planmäßigen Balkonzuge vie Rückreise nach Berlin anirat.

,_— Der Generalissimus Schekoff richtete aus Anlaß des Friedensschlusses mit Rumänien vorgestern nachstehenbes Telegramm an das Feldheer:

Peute, am 7. Yai, 12 Ubr Vormittags, wurdez der Fitedens- vertrag ¿zwischen den vter vezbüadeicn Staat und Kamänien unterzeihne. Nach den Zeittirwynigen dleses Bertiagea er- hält Bulgcrien wieder bte gertf&cit über tas ihm m Jahre 1913 entrifsene und an Nuicänten abgenetrne Geriet unv bee fonmt bie garze südlide Dobrudsta 61g zu einer 3—8 km süblic) von der Bahniinie (Sernavoda—-Gontlazs: belegenen Linie zurü>. Vi- Norddobrudihz bis zum St. (Heorgs-Kcna) roird vors läufig wie bisher im Mitbesitz ver vier verbüntcten Staaten bleiben, von denen die bulgarischen Netz auf blen Le l der Debrudsa gebührend ane: kannt find. J beglücwünsche die tapfere bulgarisde mee zu diesem neuen Frieden und zu den großen re<tmäßtgea Crrungenschaften, die er Bulgarien brinar; es ijt mir etn Veronügen, daß alles dies ‘hauptsächlih vpurd die Siege über tic Feinde im Norden und Süden erreicht wurde, Der neue Friede ist der dritte in dex Reihenfolge, dex dem Vaterlande dfe verdienten Errungensaften sichert; ex tit etn neuer Schritt zum Ente d:6 Krieges. Vas Eneichie wicd die Geister der uisterbihen auf tem Felde ter (Lhre gefallenen Helden beruhigen und die [ebenden Kitleger zu neuen Taten und Stegen bis zum Titumph der bulgart- hen Iveale anspornen.

Finnland.

Der Präsident des Senats Swinhufvud hat an den Chef des deutschen Geschwaders, Konteradmiral Meurer, wie 4p bs Telegraphenbüro“ meldet, folgendes Telegramm ge- richiel:

Unter dem Oberbefehl Eurer Hochwokkgeboren hat die an der deutschen Hiifsexpedition nah Fian!asd betctllgte Fiotte außtr- ordenill<e Schwienuyteltcn erfolgreih überwunden und s{lißli< au der envgúültigen Befrewra unsezer Haup!stadt rit glänzendee Tapferkeit veilacncmmen. Als äußrres Zeiczeu ibrer ttesempfuntenen Dantbaufeit für den Lnieil der deutihen #loite an dem Be- fcetung8werfe unseres Landes bat di- Megierung Eurer Hi wohs[- geboren das Finntshe Fretyeitökreuz 1. Klaße verltehen.

Gwtknhufguvd.

Das Antœorltelearamm dés Admirals Meur er lautet:

Fur Berileihungy des Gielheineficuies 1, Flat tiefempfundenen Danr. Werde A 16zich=ung mit betonderein Siclye tragen ais uäuperes Zeicien 1reuer Waffenbiúde1 schast diutshen und fianisHeu Bolkes und 018 ehrenden Ausdcu> der Anerkennung der Leistungen der mir untersiellten Streitlräte. Im Begilff, auf Befehl Se ner Majestät des Kaisers mih auf ten wenti&en Friegs!>auplan zu begeben, wünscWe ic Firn!arts Negieiung und Voik von ganzem Dauazen etue ficere glüdlide Zulunft.

Stmiral Veurezr, Chef des deuishen Geschwaders.

Amerika.

Das allgemeine Handelsabîommen zwischen den Vereinigien Staaten von Amerika und Norwegen is von dem Vorsißenden des Kriegshandelsam1s Vance Mc Cormics und Dr. Frithjof Nansen unterzeichnet worden. Nach dem „Reutershen Büro“ sihe:t das Abkommen Nors- wegen die De>ung seiner abgeiäzien Bedürfnisse, soweit sie ohne Schaden für die Kriegsbedürfnisse der Ver- einigien Staaten und seiner Kriegsgenossen geliefert werden tönnen. Es enthält lange Lisien mit der Aufzählung der Mengen von Lebensmittela, Futter- und Dünge- milteln, Textilwaren, Metallen urid Mineralien, Kautschu>k und anderen Bedürfnissen, ‘di Norwegen erhalten kann. Norwegen seinerjeits sagt zu, alle beweglichen Erzeugnisse, die nicht im Fnlande gebrav<t werden, namentli<h Erze und Mineralien, chemische und metallurgische Produkte, Holz und Waldprodukte, Fische und Fischprodufte ungehindert no< den Vereinigten Siaaten und den Lättdern der _Kriegsgenossen auis- führen gu lassen. Hierunter fällt eine regelmäßige Liefe- ung von Nitraten, Eisenerzen, Metallen, die für einen befonderen Härtungeprozeß des Stahls gebiauht werden, Grubenbolz, Holzmasse und andere Ausfuhrgüter, die namentlich für die europäischen Krieg8genossen Amerikas bestimmt sind. Da Amerikas eigene Einfuhrbedürfnisse aus Norwegen ver- hältnismäßig gering sind, wird bestimmt, daß keines der Aus- fuhrgüter aus Amerika oder den Ländern seiner Kriegs- genossen, die mit Hilfe vou amerilanishec Bunkerkohle geliefert werden, direkt oder indirekt an eiae der Mittelmächte gehen, oder zum Ersaß von Gütern be- nußt werden, die dorthin au8geführt werden. Nichts, was mil Hilfe von Maschinen, Werkzeugen, Werkzeuginaterial, Schmieröl und anderen Produktionshilfsmitteln, bie unter diesem Abkommen na<h Norwegen ausgeführt werden, avf

fünstlihe oder nalürlige Weise erzeugt wird, darf an die |

Mittelmächte ausgeführt werden. Jm Falle der Wiederau3- fuhr nah neutralen Ländern hat Norwegen Garantien zu leisten, daß daraus Deutschland und seinen Verbündeten keia Nutzen erwähst.

—_ Der Oberste Gerichtshof der ' Vereinigten Staaten hat entschieden, daß die unter dem Militärgesez ein- gereißlen Soldaten. von den Militärbehörden nach allen Teilen der Welt geshi>kt werden fönnen.

Zur Auffüllung des Maikontingents unter dem Milität- dieustgesey wurden obiger Quelle zufolge 233 742 Mann an- aefordert. Diese neuen Refruten werdeu am 25. Mai in die Uebungslager beförde:t werden. Die Gesammtzahl des Mai- kontingentis steigt damit auf ungefähr 305000 Mann. _Außer- dem hat der Genera!provost Crawdor einen Aufruf veröffentlicht, in dem ec 6207 Handwerker für besondere Dienste in der Armee verlangt.

Afrika.

Nach einer „Reutermeldung“ hielt der General Herßog in Smithfield (Oranje-Freistaat) vor seinen Wählern eine Nede, in der er vor gewalttätigem Auftreten warnte und den Nachdruck darauf legte, daß die Erfüllung der Wünsche des Landes mit verfassungsmäßigen Mitteln angestrebt werden müßte.

GeneralHerßog erklärte, ex habe dfe AbßMht L'cydGesrge undWi!sor, ti? die freiheit versprechen bäitev, deim Wort zu nehmen. Süt- af: ik1 besipe diese Freiheit no< nit und er glaube, taß au viele tausend englis sprechende Sü5afcikuner mitt den Natlonalisres nta seten. Die günstige S'immong jür das britische Neich kôure auf die Dauer den Wert ver Fretbeit nit reg n. Hertzoz sagte cann, ex ezpfinde vor dir Haltong der tnglis< tore<enten Süd- ofritaner Hochachtung wd wünsche sie nit zu ve:legzd, Aus diesem Grunde müsse di? nationaitstis@ze Pariet sich jedex af1rocn republifanisGen W-1betätigkeit enthalten. Zun Schluß paibte Ach der Nedrer grgea die Betirebungen des PViuistertnis, (a8 Suds aftika dem britisden Pirlam»nte unt:roronen woll“, und ertlärtz, daß die Versuche, Süvdafrika uuter eîn Reich! p xrlameat ober eine Neicht- regtexung. zu bringen, bie Lage außerord nilih veri&lehteain œurde

Kriegsönachrichten.

Berlin, 8. Mai, Abends. (W. T. B.) Oertliche Kämpfe südlich vom Dikkebuscher See.

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Jn Flandern hält der lebhafte Artilleriekampf nach wie vor an. Obwohl die Schlacht no< im vollen Ganae ist, ist die Hoffnung der Entente, an diesec Stelle einen ent- {cheidenden Waffensieg durh den Einsay der Fohschen Re- serven zu erzwingen, bisher nit ersüllt. Die Niederlagen der Sagländer und Franzosen haben die Manövrierarmee Fohs zu immer größerer Verausgabung ihrer sorgsam zurücbehaltenen Be- stände gezwungen und sie derart ges<hwächt, daß eine strategische Operation größeren Stils, die die Entscheidung bringen köante, nicht mehr von ihr erwartet werden fann. Von dem fran- aösishen Angriff am 4. Mai, der mit einem völligen Mikß- erfolg des Angreifers endete, sind rähere Einzelheiten tekanöt geworden, die beweisei, wie stark die Anstrengungen der Fran- zosen zur Wiedereroberung des Kemmel und wie \<wer hierbei ihre Verluste waren. Bei Brulooze griffen die Franzosen nach stärkstem Trommelfeuer sowohl vom Scherpenberg, als auch aus dem Nordteil von Loker heraus in mehreren diht gedrängten Wellen einen vorspringenden . Teil der deutschen Siellung an. Jhre Reserven folgten dicht auf und boten ein ausgezeihnetes Ziel für bas deutshsz veuer. Der Erfolg war, daß der Feind stußte und gleich darauf tehrtmachle, um fliehend seine Ausgan;sstellung wieder zu erreihen. Nur Teilen gelang es, diese zu erreichen, während der Rest im Zwischengelände tot oder verwundet liegen blieb. Unterdessen waren auch die aus dem Dorf Loker selbst vorgehenden Franzosen in wirksamstes deutshes Feuer geraten, das verheerend in ihre Reihen \{hlug. Der Gegncr wurde hier völlig zusammengeschossen. Die Wirkung war, daß die ranzösische Sturminfanterie unter dem Eindruck des gewaltigen Yeuers auseinanderltef, wobei die einheitlihe Führung verloren ging; an mehreren Stellen ballte sie si< wieder zu dichten Kolonnen zusammen, die vernihtend von unserem Feuer gefaßt wurden. Die Angriffskraft der Franzosen war gebrochen: was niht frühzeitig zurüdgeflutet war, blieb liegen oder ver- roch sich in den Granatirichtern, um si< später zu ergeben.

Großes Hauptquartier, 9. Mai 1918. (W. T. B.)

Westlicher Kriegsschauplaßg.

Zwischen Ypern und Bailleul hielt taggüber lebhafte Artillerietätigkeu an. Oertliche eigene Angriffe südlich vom Dikke- buscher See haiten vollen Erfolg. Rheinische und badische Truppen erstürmten in 2 Kilometer Breite stark aus- gebaute feindliche Linien auf dem Ostufer des Vyver- Vaches. Sie stießen hier anscheinend in einen französis<- englischen Angriff hinein und zersplitterten seine Kraft. Nur zu beiden Seiten der Straße Reninghelst—Kemmel kam ber feindlihe Angriff zu voller Entwiklung. Er wurde ebenso zurücaes<la gen wie Gegenang' iffe gegen unsere neu gewonnene Stellung. Wir mochten 675 Gefangene voa 6 französischen und 2 englischen Divisionen, die \<were blutige Verluste erlitten.

Bei Abwehr englischer Vorstöße am Südufer der Ly8, bei Bucquoy und südlih von Albert machten wir Gefangene. Wet dem gestrigen eifolglosen Angriff austra- lischer Truppen an der Straße Corbie— Bray blizhen 45 Gè- fangene, darunter 4 Offiziere, in unserer Hand Nördlich vom Luce- Bach und auf dem Westufer der Avre blieb der Feuer- tampf gesteigert.

Et folzgreiche Eckunduns8ootstoße an mehreren Stellen der übrigen Front. Î

In den drei leßten Tagen verlor der Gegner im Luftkampf und durch Abschuß von der Erde aus 37 Flug- zeuge. Oberleutnant Schlei < {oß gestern 3 feind- liche Flugzeuge ab und errang damit seinen 26.,, 27. und 28. Lufisteg.

Osten.

Ufraine.

An der Nordküste des Asowschen Meeres stießen wir bis zur Don-Mündung vor und haben Rostow beseßt. Die Verhandlungen über die Festseßung einer Demarkationelinie werden demnächst beginnen.

Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.

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