1918 / 113 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Sorett in sol. Källen die Strofe aus $ 6 des Ves: e383, brs treffend Höhs1preis-, oder aus $ d ter Verordnung gegen ütermäßize Pretssteigerun,., je in dec Xafsu2g der B fan:.twroHuna vom 23. März 1916 (Neichs. i seh! S. 183), zu benimmen ift, Eeibt ¿ee Abi, 2 dieiir Berschrif:en außer Anwendung. :

15 N: ben d-r Si:cfe kenn in den Fällen der $$ 1, 4, 5 auf Ein» zi.ku-g ter Gezen! ände erkfaurt werden, au? diz fi die stcafbire Pandiung bezieh!, ohne Uarterichied, ot fie dem Tôter gehö en oder nit. 8 16

Neben Gefängnis knn in den Fällen des $& 1 Abs. 1 und des & 4 Abs. 1 auf Verlust der türgerichea Ghrenre>te rikar nt werden. In den Fällen des $ 5 isi neben Zut ihaus apf Verluii ber bürger- lien Ehrenrehte zu eikenneu. d

&

Neben der Strafe knn in den Fêllen der $S 1, 4 angeordnet werden, daß die Verurieiluno cuf Kof‘en des Schuldigen öffentlich dekinntzumachen ifi, Ju ten Fâßen des $ 5 ist dies anzuordnen,

Die Ait der Bekanrimoœung wird im Urteil befzinim1; die Bekanntmachung kain an< 2u1< Ai s#log in dem Eeichäftszaum er'o'geo, in dem die strafbare Hanèlungy digargea ist,

8 18

Die Vorsriftey der 88 7, 15 h:8 17 find au< dann anu- wenden, wenn die Strafe „ewrêß $ 73 de# Etrafgesetzbu(s auf Grund ines anderen Gesezes zu bist izmen tft.

S 19 Auf Lieferungen na& dem Aueland finden die Beslimmurgen dieser Verordnung und die Bestimmungen über Höchstpreise keine Anwendung. 8 20

Der Reichskaniler oder die von ibm b. stimmte Stell- karn für Gegen siände des tägl!Gen Bedarfs urd des Kriegtbedarfs, die aus dem Ausland eingeführt werden, Ausrnohmen von ten Hö&Ssipretisen und von den Vorschriften im $ 1 Nr. 1, 2 üker die Bemessung vcn Preisen und Vergütungen zulatien.

& 21

Die Verordnung triit am 1. Kuni 1918 in Kraft.

Mit diesem Tage treten außer Kraft:

1. $ 6 Ab}. 1 Nr. 1 und 2 fowie Abs. 2 und 3 des Ge-

setzes, betreffend Hö&stpreise, vom E In

/ i : 17. Dezember 1914

der Faffung der Bekarntæwa&ung vom 23. März 1916 (Re'<s-Gesegt). 1914 S. 339, 516; 1916 S. 183);

« $ 9 der Vero: dnung gegen übermäßige Prettstei;erung vom 23. Juli 1915 In der Fassurg dec Bekarnr1mahung tom 23, O 1916 (Vei@c-Gesetl. 1915 S, 467; 1816 S. 183);

- $ 11 der Verordnurg über den Handel mit Leber€- und xéuttecmitt-l« und zur Bekämpfung bes Kettenkande!s vom 24. Junt 1916 in der Fassurg der Bekanrtmacburg vom 6 2 1917 (Reichs. Scsepbl. 1916 S, 581; 1917

4 2 .

- die Ve:o.dnurg über Fettenhande! în Tex!tiien und S vom 8. Februar 1917 (Neichs-Gesezbl.

.- $ 9 Abi. 1 Nr. 2 der Verorbnung übec den Handel wit Bree oititleln vora 22. Würz 1917 (NRei$s- Scsetztbl.

, 240) ; 6. $ 9 Abs. 1 Nr. 2 der Verordoung über den Handel mit Xabakwaren vom 28. Juni 1917 (Reiché-Besetbl. S. 563).

Die Verordnung geaen 1. bermßtge Preiähetcerung vom 23. Zult 1915 (Reiche-Seseuhl. S. 467) erhä!t die U:b 1s@>ritx „Lerordnurg über die Enteignung von (Begez:fiänden des täglichen Beda fg".

In der Ueber)<rift der Verordnung über ven Handel mit Lebent- und Futtermitteln und zur Bekämpfung drs Kettenhanpeis vom 24. Junt 1916 (Reihs-Sesegbl. S. 581) werden die Worte „Und ¿ur Bekämpfung des Kettenhandels* gestrichen.

Soweit in andexen Vorshrifien auf die va Aktf. 2 auf- gehobenen Bestimmungen verwtesen ist, treten die enf'yre(enden Vorschristen diesex Verordnung an ibxe Stelle,

8 22 Der Reichskanzler befttmm?, wann und in weldiem Umfanz diese Verordnung außer Kraft triit.

Berlin, den 8. Mai 1918.

Der Reichskanzler. In Vertretung: Dr. von Krause,

Verordnung über den Verkehr mit Laubheu.

Vom 11. Mai 1918.

Auf Grund der Verordnung über Kricg8maßnahmen zur

Z 22. Mai 1916 (Reichs- Si Sicherung der Volksernährung vom 18. August 1917 (Reichs-

Get E #29 wird verordnet :

j S1

_ Wer grün geerntetes Laub tn heutrodnem, lufttro>nem oder ü stl getro>netem Zujtand (Laubbeu), aud gehädielt, gewaßlen oder soustwie zerkleineci, an etnen andezen absetzen will, hat es der Meichófuttermittelstele, Geichäfisabteilung, G. m. b. H. (Bezugs- veretnigung der deutschen Landwirte) in Berlin zum Erwerb anju- e auf Verlangen käutli>, zu übe:lafsen und auf Abiuf zu erladen.

Die Vorschrift im Abs. 1 findet keine Anwendung auf den un- witteibaren Abjas von Lavtheu dur< den Werker an den Ver- hbrauter, fofern zur Beförderung weder die Elsen“ aha noŸ der Wasserweg benutzt wird.

$2

Die Neichsfuttermittelstelle, Geschäftsabteilurg, hat binnen 14 Tagen nah Eingang des Angebots dem Verpfliieten mitzuteilen, ob bte Ueberlafsung verlangt wird; stet sie das Verlangen nicht, so hat fie thm in derselben Frift eine Bescheiniguug darüber zu erteilen.

Die MNeihsfuttermitteistelle, Se}\c{äftsabteilurg, hat die von ihr in Anspruch genowmenen Vengen binnen 3 Wowhen na< Stellung des Uerberlafsuncsverlangens abzunehmen.

Der zur Ueberlafsuag V-rpflicziete hat die Mengen von der Stellung des Uehberleffuugs6verlaogens an bis ‘zur Abvahme aufzu- beoahren und pfleglih zu behandeln. Grfo!gt die Abnahme nicht binnen drei Wochen nah S‘ellung des Veberlafsung8verlangen8s, fo erhâlt er vom Ablauf der Frist ah eine Vergütuug, die vom Staats. sekretär des Krirgserrälrurgtamts festgeseßt wird. Mit dicsem Zeit- runkt gebt die Gefahr des zufälligen Berperbens oder dex zulälligen O TiniMomiag auf die NReistuitermittelstelte, Gescäftsabtcilung, über.

83

Die Reichéfuttermittelsielle, @es<äftsabteilung, hat für da3 Laukb- heu einen angemessenen Uevernahmepreis zu 1ahlen.

Ueber Stieiti,kelien, die fi< aus der Uebernahme bes LaubHeus eraeben, entscheidet un!er Aut\$luß des Neciswe,s endgültig ein Schiedsgericht. Der Ve1ipflibicte hat ohne Rücksicht auf dfe evd- ik T Geis af A zu liefern, bte Ret>éfautter- miltelslele, GVeschäftkabteilung, vorl: den von ihr Goßlteo Sf zu zahlen. / e C O

Das Schiedége: iht wird von der Landeszentralbebörte Fesielit. Zuständig ist das Schiedsgericht deg Bezirks, aus dem die Vefecraug erfolgen foll,

& 4 Wird das Loubh u nit fret« ill’g übe:laf n, wid !as Eiger- tum aof Knirag der Reichsfutte1n'iteistelle, cs@aitszbte;lung, duch éÉnordoung der zuftäcdigen Bebäid2z auf „die Meihzsfuticru ittcistelle eder die von ibr bezeidnete Person febeitcager. Die Azo daung it an den zur Veberlafsing Verpflichteten zu r'<t:». Das Gigentum geht über, sobaid die Anordnung dem Vetpflizteten zuycht.

S5

Die Zablung erfolgt spätestzrs vierzehn Tage na< Abnahme ($ 2). Füx streitige Nestbetäge bealnnt diese Frist mit ten Tage, an dem die Eaischeidung des Schied8gerihts dec Reichifuttermitiel- stell-, Seshäfisabteiling, zugebt.

Erfolgt die Z-tlung nitt binnen dieser Frist oder be! nit eÉtieitiger Ybaabme nit binnen füuf Wehen va<h Stellung des Veberlafsunc8verfangen®, so ist ter Kaufpreis von diesem Z ilpurkt aÿ mit eins vom Handert über den jeweiligen Neichobankdiékout zu verzinsen. L

J

Die Lar deézentra! behörden eriafen die erforderlihrn Ausführungs-

besiimmungen. 9

Der S-aaîsfekretär des Kri-g8ernährunasamts kann Ausnahmen vzn den VorsZ&rijten dieser VBerocdnung z¿tlafs.n. &8 Mit Gefängnis bis zu einem Jahre u: d mit Geldstrafe 5is zu zehniauser d Maik o er mit einer diesex St1afen wird bestroft, 1. wer den ihm n2< $ 1, $ 2 Abs. 3 Saz 1 obliegenden Bei: pflihtungen rit nabkommt, 2. wer den nah $ 6 erlafienen Auétführungsbestimmungen ¿vwide: bandelt. Neben der Stiate kann auf Einziehung der Vorräte erkannt werden, auf die H die strafbare Handlung bezieht, ohue Unterfchied, ov sie dem Täter gehören oder nit.

89 Diese Verordr.ung tritt mit dem Tage der Verkündung ix Krast. Berlin, den 11. Mai 1918.

Der Staatssekretär des Krie gsernährungsamts. von Waldow.

Bekannimachung,

betreffend Liquidation englischer und französischer Unternehmungen.

Die über die englische und fian:ösishe Beteiligung an der Rheinischen Kreditbank in Mannheim angeordnete Liquidation (Bekanntmachung Nr. 268 vom 9. Januar 1918, Reichsanzeiger vom 18. Januar 1918 Nr. 15 —) habe ih aufgehoben.

Berlin, den 25. April 1918.

Der Reichskanzler (Reich3wirtschaflsamt). Jm Auftrage: von Jonquières.

Bekanntmachung

über die Zuteilung von getragenem Schuhwerk sowie

Schuhwerk aus Altleder für den Bedarf der Berufs-

arbeiter, Behörden, öffentlihen Anstalten und

Wohlfahrtseinri<htungen sowie der Altbefleidungs- stellen der Gemeinden.

Auf Grurd der Bundesralsverordnung über die Er- richtung einer Reichssielle für Schuhversorgung vom 28, Fe- bruar 1918 (Reichsgesepblait Seite 100) wird folgendes an- geordnet : ;

L

Aus ten von den Heeresbe1walturgen und der Mcrixeverma!tung zur Veifügrng gestelliea Beständen an getragenem S@uhwerk und Altleder sowie aus den Ablieferungen der Kommunalyerbände (Be- fanntmabung der Neichtstelle für Schubhverjorgurg vor 30. Vèärz 1918 über ten Verkehr mit getragenen Schuhwaren, Alileder und gebraudzten Wareu gus Leder) läyr die Reitsstede füx Schuh- versorguug dur die Kriegswirts<z)ts A, G, Geichäftsabtetlung der Melchdb-kleizungéstelle in Berkin, SGuhwerk beritelea und instank- seén. V-ber diefes Schuhwerk verfügt auss<li:zli% vie Reichsfstelle für Schußrerjorgung.

82 Bezugsbere<tigt find nah LWabgabe der verfügbaren Besiände: 1) die in $ 2 dex BekaontraaG.ng dex Veichsfielle für S&ub- bersorgung vom 29, April 1918 üb:r die Sondeizuteilung von neuem Beruss<ußwerk genaunten Berzugsterehtigten mit der Mafgabe, daß im Sinne dieser Bekanetæachung den Nüstur.gsvetrieben sämtliche kriegewirischaftli< wiztigen _ _Gewerbebetriebe glei<gestelit werten, die in Abschnitt T der Befanrtmarna ter Neisftelle für S@vhversorçgung vcm 29, April 1918 über die Zu- retlung von neuem Schubwe:k füx den bibördlien und Unstaltébedarf genannten Bebörden und Änftalten, die gemetindiihen Aitbckleidungsstellea für den Betarf der gemetatlihen Wohlfahrtspflege. j

E Die Zuteilung des Schub weiks erfolgt bur die Neichsilele für Schuhversorgvng in allen Fällen auf Grunv kesonterec Bedarfs- anmeldung. Zu den Bedarfsänmeltuogen find die gleichen Vordrude iu verwenden, die nah den Be?anrtmaŒungen der Retchéstelle für

SYuhversorgung vom 29. Aputl 1918 für die Aaforderung von

neuem Ve:ufs\<ubwe:? fowie von reuem Schuhwerk für den bebörd- lichen und Anftaltebedarf vocges<rieben nb.

__ Für die Bebarfsanmelvunyea der Ältbekleidungsflellen ist ein bestimmter Vordru> nicht vorges<rieter. Die Bedor'sanmeldungen haben den elgenen monatlichen Anfall an getragenem und wieder instandgeleßiem Schubweik, die Menge tes in den leßien 6 Monaten an vie Alilederiäger ter Arieodwir chafts A. &, abgelieferten Ült- leders, dite Einwohnerzahl der Gemeinde ober des Gemetndeve: bandes, die ungesäh'e Zahl ter auf die Versorgung dur die ‘Althetieidung?- stelle avgewteseen Personen sowie Art und Menge des angeforderten Schuhwerks anzugeben. Berufs«rbeiter und Zpsafsen von Anstalten, für die na< $ 4 Zer 1 und 2 der Betarf bejonte:s anzutordern ist, siad hierbei niczt mitzuzäblen, Zur Verfügung ftehen Tulschube und Lederstiefel, beide teils mit Leder-, teils mit Hoizsohlen. Ste wecden geliefert in Schuhwerk für Männer, Frauen, Knakten und Mädchen sowie für Kinder.

8 4. Dtie Arforderung des SBHuhwerks hat zu erfolgen : 1) im Falle des $ 2 Ziffer 1:

a. für die Arbeiter tn privaten Gewezbebetrieben: durH die Betriebtunteraehmer,

b. für ti? Arbeiter und Anges!ellten in staatliGen und ge- meindlih-n Betritben und Stellen: tuc< diese Bebötc deu oder Stellen,

e. für Hilfédienstipflihtige im mlilitärishen W2<hdi-nst: dur< die Kriegbamifstellen,

d. für die tn ver Landwirt'Maft oder sonst selbständig er- werbstätigen Personen: dur< tie Gemeinte des Be- \<äftizungêortes ;

2) tm Falle des 8 2 Ziffer 2: dur bie betreffendea Beb3rden und Anstalten ; 3) im Falle deg $ 2 Ziffer 3:

dur< die Gemetnde oder den Sem: indevcrband, dle Träger

der Altbekleidungsstelle siad,

85

Die Betarftanmeldvngen find zu prüfen bei Anforderungen:

1) tür Aibetiec tn pcivaten Sewe?bebetrieben scwie tür Hisfg, dier stpflichtige im militäcishen Wachdievsi: duih ktie Kriegsamt, tellen, n 2) für bezugöbere<t!gte Beamte urd Arbeiter in _staatlihen Be, trieben und Steüen: dur< die den Betrieb und dexr Stelle borgesette Behörde, 4

e) für bezugsbere<tigte Beamte und Atbeiter in gem?indliGerw Betrieten oder Siellen: dur< die vorgestßte staatlie Au sichts. behôrdez,

4) für die Flicherei-Aufsichlsbeamten: dur<h den Relhskommissar für Fishversorgung, 7

5) für die in der Landwirtschaft oder sonst selbständig erwerbs, Hligen Personcn: dur< den Kemmunalvrertand des Beshäftigungs- oites, 6) für den Bedarf fiaatliGer Velörden und Anstalten: dur die vorgese te Dienstbehö: de,

7) für den Bidarf anderer Bebö1den sowie von Anstalten mit öffentlilem Ckaratt r: dur< die vergeseßte fiaatlihe Aufsichts, betöôcde,

8) für den Bedarf p ivater Wohlfabrtseinrißtungen, die keiner flaatti<en Aufsichttbeböide unterftehen: tuch die höhzie Vir- waitungsbehörde th:es Betriebssitze3,

9) für den Vedcrt der Ah:bekleidurgéf ellen: tuch die der Ge- i otec tem Gimeipbeveiband togeseyte stoauide Aufsich:s- chörde.

De Prüfzncsflellen senden die au8gefülllen Vordru>ke uns» mittelbar an die Reichéstille für Schuhversorgung ein.

8 6.

Die Net>sfielle fr S>ukv-:)orgung bestimmt £ öbe und Art der etn¿einen Zutetlungen und beaujt:ogt mit der Austührung ter Zuteilungen die Kiriegtwirt\wafts 4. S. in Berlin. Diese bena, richtigt die anforterudea Siellen ($ 3) ron Zeit, At und Umfang der bewilligten Zuttilungen. Die anfordeinden Stellen hoben sh auf diese Mitteilung bin der Krtegtwirishafts B. G. geginüker in E Weise über die Annakme des zugiteilten Schubwerts zu erklären.

8 Ti Die Lieferung des S{uhwer:s erfolgt in allen Fällen unm!tte[- bar dur< die Kriegewiitihaits A. G. an die anfordernten St ll. n. Diese haben ten Nechnungsbetrag im voraus an die Kriegewirtscafts A. G. einzuszuden; der Versand erfolgt ers na<h Eing4rg des Nech nungsbetrages für Ne<huung und auf Gefahr dec Emp'äanger,

88,

Die a-forder d-n Stcll-n ha5-na für etne g?:reHte Verteilung des Schuhweiks an diej-nigen Bezug! b:rehtigten zu jo.gen, roclde zur Aueübung ih'-8 We: ufs auf das zugztet!te Schuhwerk unur gänge angewiesen Fiad cder infolge ihiec Bedüsftigkeit dur< die Zit- bekleidurgéstellen mit Schuhwerk verso"gt w1dea müssen.

Von ten Altbekleidungöftellen düifen bei der Berteilurg rur joïhe Periouen terüdsihiigt werden, die n <t beretts nah $ 2 Z ffexr 1 und 2 bezugsbere<tigt sind.

8 9, (e Abgabe des zuggteillez Shwhweiks an die Bezugöbere<-

tigten obliegt den ar fo:detndea Stellen; fie bürfen bei der F |tscturg dex Kl-inve: faufêpreise zur De>kung threr eigenen Auzlagen auf dte von der Kri-gswir!: schafts A. G. in NeWhnung gest.llica B.tiäge höchstens cinen Zuschiag von 10 9/9 n¿hmen.

Bedtenen si< di: anforderrten Siellen zur Abgabe des Shuh- wels der Muht!fe von Kleinhän:lero, so hat die Lacerung des Schußweifs getiennt von dea zum allgezeinen Veikauf tichenden Waren zu erfolgen. :

Die käuflide Ueberlassung des SHhubwerks an die Kl-inhändler ist dea anforveroden Siellen verboten. Sie bleiben au bet etrer MVtêithilfe der Kleinbänbier für die otdnung8ge müße Lterteilung ver- antwortliÿ. K

8 10.

Die anfordernden Stellen haben über das abgeg-ebere Sußwerk genaue Liften zu führen, aus denen Name und Wohnort des Be- dachten, dex Zeitpunkt der Abgabe, sowte dfe Art und dex Preis des abgegebenen Schubwerks ersichilih seia müssen. Die Listen sind ge- ordnet zur Nachprüfuyg aufzubewahren. 6

Der Bedatfsf<etnpfli<t untersteht nur das dur< die Altheklet- dungóstellen abgegebene Suhwerk, soweit der Femmunalverbar d auf Srund des $ 2 Äbsay III der Bekanntuahung vom 27. Mäiz 1918 über Shuhbedarfs\{<eine au< für getrageres oder avs Ältanaterial Berger ados Schuhwerk das Bedarfssheinverfahcen besonders ge- regelt bat.

Schuhwerk, das die Beruafsarbeiter ($ 2 Ziffer 1) im W-rge dieser Sonderzutellung erhalten, wird bet der Prüfung t ec Bedarft- scheinberedtigung na< $ 4 Absay I[ Ziffer 1 der Bekanntmachung vom 27. Mörz 1918 über Schuhdedarfesheine ni<ht tn den Bejtand an gebrauÿhsfähtlgen Schuhen odec Stiefeln eingere<net.

$ 11. Vorstehende Bestimmungen treten mit ihrer Veröffentlihung im Reichsanzeiger in Kraft. 45

Anfragen, die den Vollzug dieser Bekanntinatung b tre ffc, sind aussließli ju ritten : : 1) an die Ret8ftelle für SHuhversorgung, soweit es si< um Fragtn der Zu!etlung bandrft, : 2) an die Kiiegswiricasts A, ©. Berlir, soweit die Be- ltejexung tin Frage sieht.

Berlin, Kronenstraße 50/52, den 14. Mai 1918. Neichsstelle für Schuhversorgung.

Der Vorstand. Wallerstein. Dr. Gümbe l.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 67 des Neichs-Geseß blatts enthält unler

Nr. 6338 eine Verordnung über den Verkehr mit Laubheu, vom 11. Mai 1918.

Berlin W. 9, den 14. Mai 1918.

Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

_ dem Geheimen expedierenden Sekretär im Kriegs- ministerium, Rechnungsrat Friedag, den Charakter als Ge- heimer Rechnungsrat,

dem Geheimen expedierenden Sekretär Stephen und dem Geheimen Registrator Höpfner im Kriegsministerium, den Obermilitärintendantursekretären Schmidt (Friedrich), Grändorff, Rath, Ei>hoff, Walter (Gustav), Mach, Eichner, Riedel, Wagener, Stadie, Schwichow, Reßmeyer, Hemmerling, Jahns und Fobbe, tem expedierenden Sekretär Fo<hs und dem Topographen Niclas vom Generalstabe der Aimee, den Oberzahlmeistern Arieß vom Badischen Pionierbataillon Nr. 14, Gerdessen vom 3. Schlesishen Jnfanterieregimnt Nr. 156, Heine vom Grenadierregiment König Friediich

9. Ostpr.) Nr. 3 und Schulze vom Telegraphen- gilhem H 9 den Garnisonoerwaltungsdireftoren Chi t in

u m Hoffmann in Neisse den Charakter als Nechaungs- qu verlethen.

Bekanntmachung.

uf Ihren Bericht vom 19. Februar 1918 bestimme Jch u t der Siß des Oberpräsidenten der PREA Brandenburg von Potsdam nach Charlotten- Pc legt wird. Zugleich ermächtige Jch die Minister des

ver : : ? danern und der Finanzen, den Zeitpunkt der Verlegung fest-

useh

B Gibés Hauptquartier, den 4. März 1918, Wilhelm. R. Drews. Hergt.

An die Minister des Jnnern und der Finanzen.

Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs wird hiermit als Zeitpunkt der Verlegung des ciges des Oberpräsidenten dec Provinz Brandenburg von Potsdam nach Charlotienburg der 1. Juni 1918 festgeseßt. Berlin, den 10. Mai 1918.

Der Minister des Junnern.

Der Finanzminister. Drews.

Hergt.

Kriegsministerium.

Der Obermilitärintendantursekretär Bring von der Jnten- dantur VIL. Armeetorps is zum Geheimen expedierenden Eefretär im Kriegsministerium ernannt worden.

Bekanntmachung.

Der Kisefabrikant Heinrich Pagel in Harsum hat H un- ¡uderlässig erwiesen in Befolgung der Pflichten, die thm du<h de Fauoidnung über Käse vom 20, Oktober 1916 auferl-gt fiad. Ich have daber auf Grund des $ 13 pteser Verordnung i ¿ Virbln"un, nit $ 1 der Vekanntumahung zur Fernhältung unzuvec!äißzer Per- on bm Handel vom 23. September 1915 den Betrieh gye- s6lo{sen und die Aafertigung und den Handel mit Fisereivrodukten untersagt.

Hild:dheim, den 11. Mai 1918.

Ter Landrat des Landkreises Hildesheim. J. V.: Os senkopy.

Nichtamtliches.

Deutsches Nei.

Preufsßzen. Berlin, 15. Mai 1918.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Justiz- wesen, für das Landheer und die Festungen und für das Seewesen, der Ausschuß für Justizwesen, die vereinigten Ausschüsse füc Jol und Steuerwesen und Rechnungswesen, die vereinigten 4shüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Vrkehr sowie der Ausschuß für Zoll- und Steuerwesen hielten hute Sißungen.

Nach verschiedenen Pressemeldungen sollten Abteilungen br weißen finnis<hen Garde an mehreren Stellen die tislish-finnishe Grenze überschritten haben und bis Gistiocie und Pargolowo vorgedrungen sein. „Wolffs Ulgraphenbüro“ ist zu der Feststellung ermächtigt, daß diese hit jeder Begründung entbehrt. Ein Ueberschreiten der sischen Grenze in der Richtung auf Petersburg hat nicht sattgefunden.

Der Staatssekretär des Krieagernährungsamis hat eine Inordnung erlassen, wonach die Heeresverwaltung ermächtigt vid, für Hafer aus der Ernte 1917, der bis zum lò. Juni 1918 eins<hließli< no< zur Ablieferung gebraht wird, bis zu 600 1 18s die Tonne zu bezahlen. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mitteilt, ist Anordnung dur< die Notwendigkeit bedingt, für de Harifutterversorgung des Heeres die lezten im unde no<h vorhandenen Hafervorräte mit größter Be- lhleunigung herauszuziehen. Es handelt si< vor allem um die Ablieferung der unverbrauhten Saatgutmengen, fner um die geringen Mengen, die den Land- „nien zur Pferdefütterung und zur Ernährung bei der Be- landsaufnahme belassen sind und von ihnen freiwillig im NMleresse der Heeresversorgung abgegeben werden. Die Ab- leferung dieser Mengen kann nur verlangt werden, wenn ein Preis gezahlt wird, der die hohen Saatgutpreise de>t und die virlchaftlihen Nachteile und Risiken ausgleiczt, welche die ndwirte mit der Hergabe des leßten Restes von Körner- lultix in Kauf nehmen müssen. Diesen Gesichtspunkten trägt k Preisermächtigung der Heeresverwaltung Rechnung.

Rückwirkende Kraft ist ibr nicht beigelegt.

Oesterreich-Ungarn.

Mute Kaiser Karl hat an den Kaiser Wilhelm laut Vi ung des „K. K. Telegraphen - Korrespondenzbüros“ fol- dendes Telegramm gerichtet :

In dem Auaenbli>e, da ih auf der Heimkehr den gesegneten des Deutschen Reiches i, ist es mir ein wahrens Herzens-

ir mit no<hmal'‘g-m wäumsten Gry den herzlichsten

die niht nur fo gút ge, sondern au< wahrhaft freun dscha\t- ufnahme autrzulpreheo, rie id gesiern bet Dir gefunden habe.

on He digt über unse einverständlihe Auvssproche rufe ih Dir sehen! h und in treuer Freundschast: Auf A A G

Hierau t / ; bese O aiser Wilhelm mit na<hstehender De

Vielen Dank für D

j ! cin freundli{<-s Telegramm. Ich freue bi qud, daß Du von Deinem E e Besuch so befi digt «< mir war es etne große Freude, Dich gesehen und in *vden Besprezurgen aufs nu? unsere volle Ueber- g übr die un8 jcitenden Ziele fcsgestelt zu haken. ing wird unseren Reichen großen Segen brinçea. ld in der Lage zu sein, Deiuer gütigen Aufforderurg H:rilihe Grüße Zita und Dir. Ja treuer

Wilhelmi.

„man londläufig dea „knock out klow“ nenne.

Sroßbritanuien uus Frlaunk,

Jn der Sizung des Oberhauses am 8. Mai, in der über die von Lord Deabigh eingebrahtz und von Lord Beresford unterstüßte Resolution beraten wurde, die bie Regierung zu energischen Maßnahmen gegen pazifistis<he Umtriebe auffordert und gemäß den Ausführungen Denbighs und Bezresfords einer energishen Absage gegen jede Form eines Verhandlungsfriedens gleihfkommt, hieli Lord Lansdowne, wie bereits kurz mitgeteilt, eine bemerfen8werte Nede Er führte laut Bericht des „Wolffschen Telegraphenbüros“ aus:

Der Zwe>k der Resolution fei ofeahar die Herbe!fübrung eir es tädelnden BWotums gegen die Leute, de nab Denb'abs Behauptung einen Kapituta'tonsf ieden befürworte!en. Ob es sth: Leute in

Eagland gebe, sei ihm, Lanskt otone, ni ht belannt, aber er verwahre fich dagegen, daß mit thnen die Befürwco t r etues Bers:ändizun, 5- fetedens tun (inen T pf geworfen würden. Ans>cinerd gelte Den- bigbs Tael auch iht. Cr betoue daher, daß si% jetre Teil-aëme a1 der Fri-densbewegung auf die befaunten Briefe an de Pre bes<änti babe, an den unlängst in Verbtr dung mit der Fe'ezene- frage abz»haitenen Versamwlun,en hate ex ni<t t ilgencwmen. Vit dieser Ferftellung wünsche er si tatess-n keineswegs vcn B-eouh1.p und audir-n, vie tit ibra zulemmeug-a!beitei hätten, abzujonte:r. CTise Viänrer besißen setnes Eralhten3 viel Hlares V-iständris für die Yrealitäien der La,„e und vercienten Än- ertennurg für bte Surüdbauur g, die fie keobadtet hätten, ke: n sie hâtter, wenn fie geroullt, ucs><wir gefüllte Häuser haben tduner, wünschten aber alles zu vermeiden, was wahceud der grofen Offensive den (indruc> einer unetnizen Hetmatfront machen könate. Was sem, Lansdownes, Briefe an die Presse ongchz, so babe er von ihrem Inhalte ni@is iurü>zun- hmen und für nis um Vercebung zu bitten; fle erthielten sein Glaubendbefennt-la Der Hauptartik l von Denbighs Glaubendöbekenntni3 fei ofienbar, daß kein Verhandlung9- sriede ges{iossen werden dürste; wie ab:r ecwort- dann ber edle Lord, daß es jemals zum Frieden komme? Hoffe er, daß der Frid? vom Himmel follen werde? Nab Denbt:hs Ast gebe es a; sheinend nur etnen Weg zum Fried-n, nämli duch da25, was Aber der Lord und lebe Fieuxde hätten vienais v-rrat-n, wie, rann, wie baid ur zu ne!<em Preise dieser Enock out blow getübrt werden f Üe, Jozwt chen abec dauere der Krieg an vnd fordere etneu \{wer-n Zoll bon den Söhnen des La-des Aber Denblgh und seine Geslanungé- aeaossen f ten nit vur Gegner etnes V-rhar dlungsfrieder s, senden gingen îo weit, alle, die zu verhandeln wü: sten, vor dem Scha»play der Polttik zu verjagen. Wenn tegen®* etœras von F iedensverhant- Dingen verfaute, gâbea sietiese , Friedens. fer ine a!s, Fi terer Sfalle* aus. I de Anknüpfung we: de nkederges<!g er, eh? fie oe v-riudit werde, diese Taktik erschei: e can unverständlich. Sia anderer Glaub-ngartFel Ten- bighs sei, daß er jæeeu Frid" nit: vem, was er ein ung?ü#t gtes Deutschland nenne, a lehne. ‘Bas vente ih Denbt,.b blerbei ? Geyéyt, es wüte im votgen Herbst din< Verhandlung etn Friede mit Deuist:-

‘Tand zustarbe gekommen, was wäre bann bie Lage Leaulslan?s g -

wesen? Seine u sprünglihen Piäne mäten het eiaer Verlustliste vor fünf Millionen vereit lt ewesen. Frankf: eich und Be'gten wäcen ge aumt unn andere firiitige Bezbtetsfiagea gemäß einem, wie er hôce, bn ter eumishea Negterung begünstigten Vor'Blage einer Friedens- versammlung unrtertreitet worden, kie sich aümäibli in «inen t«ternatioralen Rat zur Regelung Tünfttger Streit, keiten erweit-rn sollte. Könne man sagen, doß ein unter Bedin, ungen bieser Bit guitaude gekommener Friete ein Nriete mit einm urgezüchtigten Dcutiland fei ? Nun heiße es, daß tie Eröcteruña dieter Kragen den Feind ermutize, ober ber Feind fei auch häufig dur Aeuße- rurigen hritis<>r Kabtneitiminitter ermutigt worder. (r, Lans- townue, balie das für unwesenmili, ta die Hauptsache 1k, daß man fh die Wirbitchkeiten der Lage v?rgegenwärtige. Gine derselben aber \2t, daß ein wasender Teil dee böchst beah!easwerten öffentlichen Meinung den ernsten Wunsch here, daß uihis unversuht gelassen werde, cinen fiherer, ebrenvollen Frieden dur< Veihanblungen berbet- jusüb-en. Es werde gesagt, daß decartige Aeußerungen tn Deuisch- [and a!s Notsfignale mit B-frtec igung . aufgenommen roûrden. Aber ihm et es eine rwoihtiae:e Tatsache, daß dadur< wa&sende deutsdbe und öiterrethihe Kreise beeinfloßt und ermutigt würden, daß sie ihrer Entbehrungen und der Sch'ächterelen des Kiteges überdrisüg würden vnd einfähen, daß sie bezüalih des Ursvrunas des Krieg-8 und der Gründe, waxuin die Verbündeten ibn forts-zen, getäul&t würden. Jin übrkgen ertnnere er an das, wa3 der Präsident Wit!son noch in seiner legten Nede zur Frage enes Verhanblungtfriedens ge- sagt habe, nämlich: „Persönlich bin ih au jet vo< ber-it, eina gere<t-v, ehrlichen Frteden zu erörtern, wenn tmmer er aufritta vorgesWia;en wird." Nt-mand werde bezweiseln, daß dieser Ausspruch gesund und gere<t set. Wie aber könne man fesistellen, daß Friedens- vorsläge chri gemaßt werden, wenn man fe "thr ta der üblien Weise der Erêcterung prüfen könne? Eiren Vorbehalt wüsse er fretlid machen; ec gebe zu, boß es avgenbli>li<, solange der Titaner - lamnpf an der Westfiort tobe, eitel set, nach Gelegenbetien für eine Er- örterung yon Friedensßkedingungen auszuhbli>en oder überhaupt daran zu denken, aber er ersu<he Denbtgb, fi rêtilicz zu úberlegen, ehe err das eng- lis>œe Vel? în eine feines Gratent - febr gefährlize Stimmurg ireib>e. „Wenn eds“, rief dec Nedaer au?, „vernünftigen Leuten nicht webr geitattet sein soll, den Déund aufiutun, obne Daß fie Ber:äter g'\Hbolten werdey, wetna, sobald Deutschland voa Frierten \yrih?, bier. gesazt wird, das set bloß-4 Bewkininer, wenn, sobald wir von Frieten sprechen, uns ge*agt wird, wie handelten teulos am Vater- lande und sein bereit, seine Ghre z1 cpfern, um dem Kriege ein vérzettig's End» zu )‘gen, dann würde ib an diesem Laube ve!- ¡rorifeln. Es ist angedcaht, daß dw Volk gelegentit<h rot siebt, abzr ih hoffe, es wird niemals fo rot schen, daß 28 jede Erwägung der Mens<l!<keit, des Mit!eids und des g-sunden Menschenverstandes beiseite wi: ft. *

Lord Curzon antwortete Lansdowne gänzlich abweisend. Er wolle Lansdownes Ansichten über den eren, insbesondere die berühmtén Briefe án die Presse, bei enen ibm der Zeit- punkt dec Veröffentlihung noch mehr mißfallen habe als der Inhalt, nicht näher erörtern. Lansdownes Frage, wie man denn zum Frieden gelangen wolle, wenn niht durch _Ver- handlungen, sei eine Binjsenwahrheit. Selbstredend würden jedem Friedens\{luß Verhandlungen vorhergehen müssen, aber wenn Lansdowne behaupte, die Präliminarien seien, noch ehe sie gemacht, abgewiesen worden, so vermöge er in seiner Er- innerung der leßten Jahre ketne geshi<tlihe Grundlage für die

Behauptung zu finden.

Frankreich.

Dem Präsidenten Poincaré ist ein Geseßentwurf zur Unterschrift vorgelegt worden über die während des Krieges zu verhängenden Strafen für Personen, die die Grenzen un- erlaubterweise übershreiten oder zu überschreiten ver- suchen oder die niht geprüfte Schrifthüc>ke über die Grenze bringen.

Rußland.

Nah einer Reutermeldung hat in . der Nacht zum Sonntag ein Kampf zwischen VBolschewisten und Anarchisten in Moskau begonnen. Die Sowjettruppen umzingelten die Gebäude der Anarchisten, darunter ihr Hauptquartier, den früheren kaufmännischen Klub, auf dem eine g'oße s{<hwarze Fahne mit der Aufschrift „Anarchie“ weht. Die Anarchislen lehnten die Uebergabe ab und ver- teidigten sih mit Geschützen, Panzerwagen und Handgranaten. Aehnliche Kämpfe fanden in anderen Siraßen statt. Die so-

genannten anarchistishen Föderalisten zogen nah halbstindiger Beschießung die weiße Flagge auf. Die betoer'eitigen Verl1ste sind bisher niht bekannt B-im Kreml, dem Sib der Volks: fommissare, sind viele Geschüße aufgestellt. Mittags dauerte der Kampf noch an.

Türkei.

Der Friede zwischen dem Osmanischen Reich und Finnland ist, wie die „Agentur Milli“ meldet, an 11. Mai in Berlin dur< die Vertreter der beiden Länder unterzeichnet worden.

Das Amtsblatt veröffentliht eine Verordnung, nah der dem Kiiegsministerium vorbehaltlich der parlamen- tarischen Genehmigung ein außerordentlicher Kredit von 30 Millionen Pfund bewilligt wird.

Ukraine.

Das Blatt „Kiewskaja Mysl“ veröffentliht eine Er- flärung der neuen Regierung, aus welcher folgende Stellen herrorzußeben sind:

Der Nogietung sind Nachrichten zugegangen, daß Agitatoren, die augens<etnlih ein Interesse daran haben, Ünrube und Anarchie in uvierem Lande zu berbretlen, verleumderi]@e Gerüchte dahtrgehend a8berg’r, taß in der Ufraine wieder dle vom Vol? abgescaffte Silbst“eci\hi!t eingeführt worden sei und daß der Hetman Setbsthenscbec geworden sein soll; taß die neue Regierung den eg der Reaft-on etingeshlagen habe und danach steebe, dem Voll! die von ihm errungenen politis{en urd bürger- lihea Fretheiten wteder abzunehmen; daß die egierung aus Großkgrundbesißern und Kapitalisten bestehe und baher b um die Befitedigung ter ukainis<en Bauera\hast h'nsidtli< der Land- fiaze Terezwegs befümmecn wücte, ebeajo weaig wie um tle ge- ¡e<ten sozialen Forderungen der arbeitenten Klafie u:d |<!!eßli<, daß die neue Regterung ihrem #Seisle nah etn Feind der ufcainti]chen Nation und ihiec neueo, no< nicht berestttca staatlichen Selbständig- keit fel. Da bei der ungezügeudea Orient-e:ung weitec Freti!e der Bevölkerung etre derartige bôsroiliige giliation !eidt Erfolg haben karn, hält es die Regterung für 1h e Pfl <t, sich an die Berölker»ng der Ukraire wit dec Eiklàäcung zu eiten, daß ale die angeführten Gerüh!e eutweder eine böswillize Ve!leumdung darstellen von seltea te jentzen, bezen di: Interessen des utraini\heu Bolkes fremd sind u-d die, um die Macht zu erreichen, die uawündigen Formen tes politishzn Eamyfes nir s<euen, oder aver der Yifolg eires Wiév.istin:nisses find, zurü zuführen auf ciner Vècugel gn 14 tger Bew retung cer Er- eigr isse, welhe wir fir durlebt baba, Das Beiftrehen des Hetmans geht niht auf Selbiher:\<Gaf!. Die Aufgabe des Hetmans ijt die Berwitrklichung ter Fyee ciuer unabhärgiaen und fieten Ukraine in bistoris$, na!tona!-ufkcainisher Ferm. Di- MNes- gierunz wid unter V.rmeidung aller Gewali und plôult@er Aende- rng-n mit F:stigkeit den Gedanken der weticren und ollsetitgen Entvt>klung dec ukroin hen natioaziea Kultur, der Sicbctrung ber Vechte der ufraint'< n Sprahe in der Schul“, ta flaatlichen uu geseli<zfiliDen Drgautsaiionen und rer B fililguno aller Formen ber ufcanii.n Stag lihk:it dur@tührer. Gleis z-tlig erkennt die Kegtecung die Necht- au allec andexzn af dzm Bebiete der U*ra'ne [l b nvea Nattonalitäten an, hat v:üe Ahtong bor ier Kuitur n) ivtrd zu teinerlet Maynahmen des Deuck3 cdec der Unduld\amfkeit geger über troend cinem Tile seiner Bürger \hreiten. Die Hauptauf abe der Nogteruna, die cinen p:cvlsotien V-bergang#<haurafkter tät, bestebt durir, in der Ufrainz die ffaats lihe Drdnung zu feirigen und in den Bedtagungen voll- kfommener Rhe und eier Freiheit tas Lud bis zum BYugenblid> der Einberuf 2ng einer Volkev-riretung zu le t:n, wle den echten, dur keinerlei Dru>E voa îiccead welher Sette entuell‘en Wilen des ukcain!s<hea Volls bezügiih des zukünfitzen itaatl.<h2n Auf- baus der Ufratae zum Ausdru brinzen wid. Die Ausarbeitung eines entfor.henten Wahlgeseßes !tiltet ten Gegenstand dex nätslen Bemühungen der N-gieruus, und in dieser außeroroentlt<h wichitzen Angel-. enheit rere: fie auf die Yetiwtifuig aller Leute mit staatlide: Erfaßrunzen uvd w:fsenschaft (hn K-untntssen Die MNegierung hat richt die Abiht, icu-nd weh? polittiche Frelbeiten anzu!astez, aber in dec usrubigea Z it, die unjer Vater!ant nah den [weten dur@gemo<t-n Prüfungen durdhieb!, müss-n die Jateressen der fsfaatlider Debnvng im BVordergrunde itehen. UngeieWt sind die Ar sCutidigungen, daß tie egierung den Antec sa der G ofs- gruudbesigee dtout und die Lebensinteressen des WBauéerrtums nihti bea<tet. Ein wmtitschafili starkes Bauerntum tsi die Gruads lage des Volkfawobles in etnem so ausge'p:oen laudmir \Sftlien Lande wie die Ufkroi=e, und die Regterung bat dereits 1:t dex Auss arbeitung eives Planes füc eine Lar dreforma begonnen, in dem sie fih als feit 8 Ziel ueste>t hat, ti? Landnot der la-dacme-en und laadiosea A>e1bauer zu bef iedizen. Die Fegterung hat die opt, weder den Weg der AÄbs<affung des Eigentumsrechti?, no< d-n der gefährlthen Experimente zu bescriten, die noŸß Éin ein iges Kalturs lard kennt, nc< au<h den Weg dvec Zerstörung dec l indwititicha-tiihen Kultur, die die Grundlage der Vo!k3wtrtshaft v-x Ufkraice bilcet. Aver die Regier ng wird vor ketzen Opfecn zurü>s<e:> n, um in der Ukraine ein gesundes, mit Land versth-nes Bauerntum zu hafen, welches fähig ist, die Produktion in höchsiem Maße zu itetzern, Diejenigen Läntereien iun Pitoaibesiß, die zu diesem Zw Ce obne Sgädiguna der Jate: essen dec landwirt!<zftli<en Kültux enteiznet werden müssen, we1des rom Staate angelbauft und ben betwsttgen Aterbauern zu anzemessenean Pieis n überlass2a wecden, Lie Stnzel- heiten etner auf di sen Grundla ien aufgebauiten Lanbreform werden unter Mitwirkung von Fachleuten auxsgearbeit-t wecten, die bas Vertrauen der Beyölkerung genteß:n. Aus allem Aagejsührten tft Tar, wte fals< die Gerüchte find, di* untec tem Boil2 verbreitet werden, und mit wel@ea heimlihen Bewepgrünte-, bie nit auf d28 Wohl ves Volkes, fond-tn nur auf neue [were Diüiung jüe ti: ses gerihtet sind, die Agitatoren cxfülli fiad, ble sit dur das ganze Land zerstreut haben. Die Regte!ura, die vor k-irea Kampimcße nahmen geg!n deren s{ädlihe Tättakcit Halt machen wirv, fordert alle verrünstigen und staatli® geso nenen Elimente zu energischer und unermüdliher Arbeit af im Iomen der Errettung des Lar des vor der verderbliGßen Anachte, vor Naub, Gewaltiätigfeit, Véord und sinvloser Vergeudung des Vol!#vermögtn2 und im Namen der Sc{affung etner teten jaztliGen ODidovng, dle auf dem Geseße, auf taisäblicher Fre beit und auf der Attung vor dea wigtiosten Menschenre<ten begründet ist, die so lange und st aflos mit Füßen getreten wurden. Nur unier der gemensamen uad einigen Be- mühuog dieser gesells<aftithen E emente wird ine freie, unabhängige und machtvolle Ukratne ces<afen werden,

Nficn.

Nach einer Meldung der „Times“ aus Peking ist nah mehreren Gefechten der Widerstand der Bolschewiki gegen die Semenowschen Kosaken abaeflaut. Semenow steht jeßt auf dem rechten Ufer des Flusses Jagoda, drei Meilen von dem Eisenbahnknotenpunkt Karinskaja. Kleine Abteilungen sind über den Fluß gegangen und haben die Bahn zu beiden Seiten des Knotenpunktes besegt. Die Hauptmacht der Kosaken wartet mit dem Vormarsch, bis die Brücken über die Flüsse Oron und JIngoda wiederhergestellt sind. Sie haben si< nah China zurückgezogen. Es sind po drei Züge mit Bo!schewiki von Chaborowsfty unterwegs. Vermutlih wurden sie von Kosaken, die Semenow unterstüßen, angehalten.