1918 / 136 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Tfecater und Mufik.

3a Ingen" mit

err, Bitkenst-öu "nd ten L

d Pabi in den Hauptrollen ePmcetster Dr. Stiedry.

Fönitgli@en SHbazivpielbause werden morgen , Die

ia ver gewohnten Beriegung aufgeführt. Anfang 7 Uhr.

„Im KFomötienhaus wud om Freitag Lengyels Schauspiel

„Die Zarin® zum 75. Diale wlederholt. Die Titelrelle rpird t$t

bo Lana Ralph dargestellt, den Kanrz'er spielt Felix Rofsert,

dn Sraf:n Alexei Karl Gerhard-S&röder und den franzößschen Ges

sazdten Heinz Stieda. i

In der Kaiser Wilbelm-Gedäciniskirhe veran?altet der Organist_Walter Fischer morgen, Donnerst29, Na i'taçs

Üdr, etn Dr gelkonzert, dei dem Charlotte Stein (Sopraz), Mos Weeke (WMoz ot pran) urd Lene Ba?ten (Violtne) mitwirken.

as Prouramm entbält Flaisishe und neuztit!ihe Kirhenmufik. Ein- tritts?arien zu 1 S (Stb"!plcy) und 050 (Airhens{if) Knd bei E * Bol, A. Wertheim und Aberds am Eingang der Kirche zu

bause werden morger, Doue tiag, en Vamea Hatg:en-Waag, Han?a erren Kirhn:r, S$wa'z, Sormmzer Vèusitalischer Leiter ift der

ob: 5 Leuecen.

Manuigfaltiges,

iferliGe und Köriglihe Hobett die

j i besuSie gestern „W. L. 2,“ zufolge

qs unter ttrcr ft stehende Potsdamer SKlten- aus.

_ In der Zeit bem 22, Npril big 2, Moi fand, wie Q. T. B,* mitteils, in der htesigen Landroirti<afilißen Hosczule zin Wolle ZTursäs unter Leitung des Kommissars ves Æriecsmirisierium3 jur Sört-rurg ter Wellerzeugurg statt. Die Teilnebmer tes Kursus waren Wolirevisoren der Krieg2ants?ellen sowie Beamte der Land- wirts@Saftsbehö: den aus d-ui ganz:n Reiche. Sachvers:ändice von Nuf unterzidteten über die Erfabzurgen aut ten einzelnen Sondergebieten. Der wolikundlidie Teil fand beiondere Berö>ksfiitigaung dur Urbangen mit Proben. Währerd des Kurfus wuden eine MeostersHäferet, etre Wollspinnerei und Weberct fowie eine Wol]l- mwâs@eret und „fämmeret befißtigt und in leßterer die B-hantlung der Wolle von ter Sortieruna bis zum Versand mit prakisSen U-bungen kenren gelernt. Dieser Veransiaîiu1a der Kctegsr ohitefff- abteilun1 if von feiten der londwirtsha'tlien Zent:altehZrden der Dundebstaaten, wie die Betetiigurg zeigte, arößte Brachtuvg ge- schenkt zorden. Ueber zaklreide Frazen fonntz Klorheit geaen werden, und die Leilnehmer werden Las Ergebnis in ihrem Bezirk auzbrizgend verwerien, |

Eögyen, 11. Runk. (W. T. B.) Die vou dem Sereral- xzajor Busse während der Kriegtzcit dier begründete vater- ländis@e GSedeiu?bhal!e if heute mit ciner festliBen Ver, enftaltung dur den Begründer an die Stadt Lögen feierli RvsErgeben werden,

London, 11. ‘uni. (W., T. B.) Wie „Reuters Büro* meld:t, wurdet gestern der DeriGt der intera!literten wissens>2ft- lichen Levensmittelkommtssion veröftentli<ht. Pie Kom- w \sion hat ¡wei Sißungen abgehalien, die erle om 25, März în Paris, die zweite aw 29. April in Nom, Die Kommission en‘sied L dabin, daf ein Man wit dir Der&schniitég- wit von 75 kg, der t lid aht Stunden arbeitet, Nahrungsmittel zum Nährwert vex 3300 Kalozten bekcmmen wuß. Ein- Herablegunyg von 10 Proe S lôune jedo< eine Zeitlang obne Sesundbeits\Sädigung ertragen

erben.

Xie w, 11. Juni. (W. T, B.) Heute fand hier die fetex lie Deerdtigung der Opfer des Exrplostonsunglü>s3cu? ter Vevò!kezurg stati, on der der H: tman, der Seneralfe!d marschall don Gt@horn der deuts&e und der österrci@is>< ungari <2 Lgt- s%astez teilnahmen. |

————

Koustantinopel, 11. Juni. Bei dem unter deim Vorfi des GBrofwesin9 gebildeten Unterüüßungsauës@uß fün S A Großfeuer in Siambul Seschädigten siud rete Spenden tingeganger. De: deutsde Botschafter Sraf von Berniiorff überreidßte tem Sroßwesir Talaat Pascha für dieszn

w-> namens bex deutsLen Regierung 5000 Pfund. Äm nädbsten Sontag soll zugunsten ter dur< deu Brand Geschädigt-n fir: nas llattfinden. Zur Unterbringung der Obdachlosen wurden bis zur Errichiung von Vara>en Schulen des Wilajets Kor- flantinovel geräumt. Die beteiligten Bersilerung8ge sellschaften sollen et:va 200 000 Pfund Verluste erlitten baben. E

Haudve! unv Gewerbe.

__— Die Gesamisnwme der im Umlauf b-findlihen Berliner Pfandbriefe eins&bließlih der dem Niclagerste> und der Prandbrief?afse d-s Ivstiruts gehörigen Stute beirug Ende Mat 1918 indgesamt 282 893 550 „s gegen 283 002 750 4 im Vorjahre. Im leßten Jahre find 30 Grundftü>e zur Neu- und NatSbeleibung angemelcct worden, Von den auf diese Meldurgen hin genehmigte Dele hungen find 2422500 4 no< nit abgehoben. : Baer, 10S (Q E B.) Der Finarzmtnister ver- öffent.ièt eine Ein!a>ung zur Zeichnung auf die zu 54 vH ver- ¿inslihe ungar!sGe fteuerfrete S:aatérentcnanleibe (8. Krieg3- cniz!be), wel: vom 19. Surt bia eidließlid 11. Suli 1918 ¿Ur ZeiWnung a*tgelegi wird. Der Äusgakekurs beträgt vom 12, biz 27. Junt 81,50, bom 27. Inni bis 11. Juli 91,70 vH. Die Zinnen bzw. im Falle der Kündigung ber Rapitaläwe-t der Sul yers sre bungen werter, chne Abzvg von irgerdwel&en Stevern, Stempeln 1nd Bebühren, aus :ezab't. Das Finanzministerium behalt fi das N:<t vor, ties Anleihe ganz oder teilmeise unter Eirbalim g einer drcimonatlihen Künbigung zum Nennwert ¿müdzuzailen, Eine Künd!gung wird jedo® vor dem 1. Scpt-mber 1925 n!@t er; folgen. Die Staatgrenteranleihe ist ebenio wiz die biaber außgegebenen Kriegss{Guldrersreibungen geetgnet zur Anloge von Geldern von urter Vor muntsaft und Kuratel Stehender. Die Zinsen werden halb, jâhili& am 1. März und 1. September gezahlt. Die Desterreits<- Unvarishe Bark und dée Kal. Kriec8darlehrekafse gewöhren 75 vH E auf die Anleihe zum jeweciligea offiziellen We(sek- dticnB.

New Pork, 10. Juni. (W. T. B.) Ende Mai betrra der Pesftand der unerledigten Aufträge bci ter Untted States Steel Corporation 8338 000 Teunen geen 8 742 000 Tonnen im Vor- monat und 11 383 000 Tonven im Vorjahr.

Aus Brasilien brirgi, wie ,W. T. B.“ Ferihtet, „Financial Times“ „vom 23, Mai die Na1i>kt, daß infolge Va ate gels die Versc\ffurg der lezten Kaifeernte in tem bebeutend-m Um- fange von 18 Millicnen Sa> größtenteila unterblieb. Infolgedeffen Fed in Santo?, dem wiSiiaften Äusfubrhafen dort, die La erb ufer bol belect. Die brasiliani‘de Regierung uvd dite De>uesells>haft be- \Gleurtgea den Bau neuer Lagerhäuser. Etn Kaffeepflanzerverband bat «2 Miüionen 6 aufgebro@t, vm dur lebhoftere Aupreifung des Kaffes- pe'drcuws in den Vereinigten Staaten den Abiay zu heben und i Er- faß m son für die fiüher au Devtsdlend v:rkauften Botr äge, Ele es‘pr>-nde NeSrit dher die dur Peberfluÿ an V uar heu vorgorusóne Noi der Zu>eryflanzer uud Pändler öriugi das

E E SCUHTI Ai of Cn

chermais ip1ni‘<hen Pbiliypiner.

verkäufl:<, weil fie nit nah

Wunden Yuch wot:d befürchte erzeugnisse Sebrau<h mau Phtlippinen dann ihren besten

Paris, 6. Juni. (W.

(Lbn. 10 041 000) #r., 1 329 156 000 (3 in. 278 551 000 (Abn. 3 328 000) Fr.,, Vor} (Zun. 7 361 000) #r., (Zun. 700 000 000} r., 5 000 000) Fr.,

Schatgutkcbe: 54 684 000 (2

PaTuptbäten der von den Beretnizten Staaten ti um die si anjammelnèea Zuckerwengen fortzu neuen Grate kommt bereits herein, und no Zavlen!en von Tonren der alten Ernte arge!illt,

(-Boo.fkrieg {lägt dem Woklstand dite

den Kassen 3346 636 000 (Zun. land 2082 103 000 (Zaun. 25 000 000) Fr., 293 765 000 (äbn. 276 000) Fr., Guthaben im Ausland 1438 842 000 dom M oratorium nit bdetroffene Wesel

Notenumlauf 28 012 196 000 (Zre 3 610 876 000 (Zun. 2/1 043 900)

G u-iT - N ; Cer „17 dio B re2“ vem s. Aprik aus Manila und Iloiko, den z Befis ger ommenen

Dringend wird dot! SHiff:-aum b: nötigt,

afen.

Furcpa t, daß Deutshland naŸ

wird, Kunden dauernd verlieren.

F. B.) 1 321 000) Fr.,

) Fr., gestundete Wesel 1 <úse auf Wertpaptere

Voriüse an den Staat 17 Vors&üfse an Verbündete 3 420 000 000 (Zaun, n. 708 824 000) Fr., Privatguttaben

un. 8 620 000) Fr.,

Fr,

1918 betrugen (+ und im

Aktiva. 1818 E Metallbestand *) .

(F

Noten and. Banken Wechsel, SWe>s8 u. | diStontierte Neih8- s{agzanwetisungen . Lombardforderungen Effekten . Sonstige Aktiven

Passiva. Grundkapital. . .

Neservefonds . . ,

Umlaufende Noten . {—+ 31 506

364 024 (—270 770 622611

(+ 1690

Sorstige tägl. fällige Verbindlichkeiten .

Sonstige Pasfiva .

berechnet,

Na< der Wochenübersi

. | 2466 172000 | 2 (+ 65 000)|(+ 2 345 823 000 | 2 149 000 }i(-—+

141 630/987 000 (+ 10 236 000 |((+ 35 3 031 000 4

1109 000) (+ 2

180 000 000 (unverändert) 94 828 000 (unverändert) 12034 194 000

*) Bestand an kursfähigem deutschen Gelde u Barren oder ausländischen Münzen, das Kilogramm fein zu 2784 4

| 1917 | | Mt 574 484 000 7 355 000) (+ 2 533 105 000) (—-

v

433 115 000

S)

861 000 | 650 000) (+

2

9 250 165 000

| 9 780 090 |

E 50 000)|(— 98 989 000

(— 12 908 000 |(— 1030 734 000

)(— 26 102 000 (—

180 009 000 (unverändert) 90 137 090 (unverändert) 8 255 124 000 000)|(-— 30 030 000)|(—

000 | 4 509 604 000 000 )|(— 28 559 000) (+ 000 417 263 000 |

000)|(— 49 286 090)|(+

Bêrife

-

{Notizrunges d

für

New Bork 1! Dollar R 1C0 Gulden 25: Mremart 100 Peonen SHweden 109 êFrecnea Norwegen 1090 Krcnen 1: S@roeiz 109 Franken 1: Wiens Budapest 100 100 nopel

O Loutt

100 Piaster Madrid und

c¿iti- Barceïona 100 Peietas

Ì

i

L 4

Leya 8

20,1

Haltzno. rintge Delwecte

Sluß war untbelebt.

ma 12 Sarît Del P

L f

i 05

Kronen 6 0!

a Berlin es Börfenvorstandes}

Brief és

254 160

1752 159 1263

Seid 2535 1584 lit 1594

1244

86,55 79

20,15

103

66,15 794

9 20,25 104

E A T A E A E L A E

Die beutige Börse zeigte eine rublge aber nii ganz Einiges Interesie -gab |st machie si< cine gewifse Noihfrage geltend, Voz Koblen roerten waren Harpeucer Derghauaktien etwas [{wächer. Der

< für Koliwerte kunt:

Wien, 11. Juni. (W. T dur) aroße Sescäfteun!ust hei

Berliner Börse drü>:e aber dis gesirigen Stand geïezt, vorübergebend eine n-zue

erôfiriete dex

keinen Falle getreten; der Schranken war v gebot-n waren n

(Fisenaktien und Schiffbauwerte war gut behauptet,

Wien, 11. Junk, Sao Ugtentrale) Do 159,00 382, , Züri 187,00 G. 239,50 B., D 261,00 l 241,00 B., Korislantinopel 29,25 G., 30,00 B,, noten —,-— G,, —,— B Lonvon, 10. Juni. (W. 9 % Argeutinier bes 1888 —_, 4 9% Sapaner von 1899 791, ——, Ganadtai Pacific PVêeztco DAcifie ——,=-, Bopper —, Rio Tinto 66}, Soldficlde 18, Randuitucb 38. Krirgsanletß5e 1008, 34 Gilber 43}.

Paris, 10. Zuni. (ÆW.

158,

[d

United States

38,00, 8% FraugzósisGe Rente

namentli Bau-, und Paptierfahrikatior?afiten sowie

(W., T. B.)

von 1906 43, 43 0/, Busson hon 1909 36t,

Pennsylyanta —,—,

Bankausweis. Sold WBazborrat tn

56 (—114 339 000)(+144 120 000)

F

Dor Zuer der ! à sind die Lazeihaufer mit Die Ernte ift un- cim: ft werden kaun. ser Kelonten fast ur.heilbare

Der

den Kriege

bon der siarken Weffe freiwilligen Verzichtes auf fremde Koloniat- und daß Vrasilien sowie die

Sold in im Aus- Silber

080 629 000 938 788 000 700 000 000

dt der Reib8bank vom 7. Juni Vergleich zur Vorwoche) :

1916 ÁM

2 499 900 000

237 000)

316 000 - 2 464 602 000

199 000)

419 000) (—146 809 000)

10 861 000

4 638 000)

;37 840 000

13278 000 988 000)

45 100 000 3 906 000)

339 833 000

5 383 000)

180 000 000 (1 verändert)

85 471 000

(unverändert) 6 637 034 000

40 616 000)

56 625 000 28 213 000)

233 941 000

12 194 000)

nd an Gold in

naa 11. Sni

Briet 4

ciuheitliHe ; aud für

Kursbert@&Ste ron auswärtigen Fondsmärfkten,

« B.) Der Böôrsenverkehr war schwrankender Haltueg gaekernnizet<r et.

i im ie Kurse wieder auf den ur BVudvapesier Käufe an-

Infol,„e der günstigarn Krtegöberite und ter besseren Stimmung der : Vexkebr ztemli feft, überhandnebmerde Stille die zurü>. Hierauf griff, d

Veilaufe

lie Besserurg Vlay, die \>ließlih

mangeië g:|{ättliGer Béteiligung abermaïs verloren

ging. In

siod im Kulisseuverkehr größere Kursvers{W?-bungen eins

orüdergebend |<hmadh gestimmt. An-

Zement», Kabel-, Tiegclgußstab!- Be: sicherungswerte, wogegen tür

Nachfrage bestand. Der Anlagemarkt

( G, 150,30 D., Ansterdam 188,00 B., Kopenhagen

S-ocholm 261,00 &., 262,00 B., Christiania 30,00 G., 30,75 B., Marknoten 149,96 G,, 150

Türki

T. B.)

4 °%/4 Brafillaner von

Zutli®ie Notierungen dexr

381,06 &, 238,90 G, 240,00 G,, ie Noten

,30 Be Nukbel- 24 %/% Engl. Konsols 56x,

1889

j r r F” Ä 9 3 0/9 Portugiesen 594, 5 0/4 Nuffen

Balttraore Grie É

Steel Corpsoration 104,

Thartered 15/0, De Beers def.

_——-

29% Sriegéanleibe

9% Kriegéanleihe 874. Privat

Natienai F Soulhern Pacific —,—,

and Ohîs

ailwars of

Ünton Äncconda 13/16, 932, 4 9/0 disfoni 33,

L. V.) k % anes de Anlethe

60,00, 4 #?/5

ere Hulcths j

» L T ° è ¡Jer ven 1906 4890, 39 Int tPa l 102

Dueita S 2020, io i (W. 2, B, C ; D B E TT Z behaur S K Ic Le «2 3uî Feri;

auf Wien 22 70 ¡eel auf SÂei

Rrpenbhagen ; [f ti aut. 9 York 1952, WeHsel auf Paris 3445. 44 °/; Niezer!änd. Y 3 2/9 Niederländ. W. S. 6838, Königl. Nüisdertzn 9414, Holand-Amerika-Zinie 3664, Nieverländi: G, tue Zank 1664, Attion, Topeka u. Sauta 827 Southern Pacific 805, Soathera Yiatiway 212, Änaconda 128, Uniieb ‘States Sitze! ory. Eugl'ihe Aaleiße —, Hamburg, Amerika-Linis Umsfieròdaäm, 10. Juri. (2. &. B.} Amcrikavisge Wart Delwerite unregelmäßig, Wesel auf Bersin 38,171 Weit Wien 23,00, Wehfe! auf Seis 49 90, Wetzel E bagen 681,25, We@Ssel auf Stofholn 67 35, Wee! ay di Vork? 1964, WeH!el auf London 9,341. Wechsel ¿uf Y„z5 „a 44 9/0 Nieverländiihe Staatsanleihe 92, Obr, 307, gard länd. W, S. 68 Königl. %i-derl&nd, Petrofeuz 5447 /0 A Amerika - Linie 3694, Lticderländis<h - Zndis&e Handeiebant je Atchisca, Topeka x. ¿Saniz Fs No> Zalznd Bi acifie 804, Southern Railway 214 Vaton Pac!fic 1188 N 274, United State? Stzel ranzo Englisge 1

flu, J d

5

Gozrp. 878,

E Panburg- Amerikg-Biule —, openhagen, 11. Juni. (W. T. B.) Sistwos5,

Berlin 62,35, do. aut Amsterdam 163,50, do. auf aren

Stolxdolm, 11. Juni Berlin 57,00, do. auf Amsterdam 74,50, do. auf London 13/90,

New York, 10. Juni. (SHluß,) (W, T. B,) Jyufolos Arziehens ter Geldsäg- beann die Bôcse ie neue Wote in drü>ier Stimmung. Nach verüberg: bender Erholung matte dis „5 läufize Bewegung Fortsccitte, da das Ängebot rect dringend wy) zumal der Lu3wets des Siaßitrustes übr die unzrledigter Aufi, eine Abnahme zetate. In den NaBmittogästun>en vermochte Rd e Erbolung durczustz!n, wobei Stitfahritak;en die Fübrurg tka, rabmen. Der SHluß gestaltete fih unrege!mäßig. Der Grsamte Umsa bejifezie h auf rur 270 000 Stü Aktien. Beld: Sehr fest, G, aj 24 Stunden Durchschniitsfay 5, auf 24 Sxunden [eptez Do, leben 54, Wesel auf London (£0 Tage} 4,72,75. Cable Trautim 4,76,45, Weie! Paris auf Sit 5,71,50 Silber j Barren: 994, 3 6/» Norther:: Pacific Bonde 964, À “j Bezein Sto Bonds 1925 1052, At@ison, Totetz u, Sa 27d Dito 42, Sanadian Pacific Di Sbicago, Milwaukee u. St. Paul 422, S Central 96, Louisoille u, 115, Ney entra 716, Norfolk 21 Brüern 1022. DVPerniplygni Readtng 874, Southern Bacitc 824, Unton Peeitfie 1298 Sopper Miaing 624, Paited Stat-s Steel Corr oraiion pref. 1091. :

Rio de Janeiro, 8, (W, T, B.) London 135/25,

(W. T. B) Sicitwete! d 149,50, bo. auf {<retzerise Pu

do, auf Daris 51 50.

auf

anda ZA S

Anta 75 s T ay » 0 2aDeat 1

res. s A NDES

TE e D U, 4b 5 Nasbvilis 115

Siunk

Kursberichte von auswärtigen Warenm London, 10. Zuri. (W. T. B.) Kupfer Prompi Liverpool, 10. Juni, (W. C. V) B

2000 Ballen, EWuf:Er 7800 Salen, tavor ‘antide Baumwolle, #úr Sunt 22,15, Amerikanische 5—s, Brasilianische 9, Indis>&e 7—18 Yunlt

niedriger, W. T, B.) Die Lage at Woll

Bradford, 10, Junk, markt hat h gebessert.

Ne Vort 10 Se E B.) (S{blüuß) Baumuch soko mi5dliag 29,70, do. für Zuni 29,98, bo. fux *uli 9568 d für Auguit 24,66, New Orleans loko mitddlii:g 30,38, PÞ-troleun refined (in Cates) 18,75, do. Staud. white in New Y 1? 166, v0. in tanfs 8,25, do. Grebvit VBa!anc-78 et Dil City 400, Sän prune Western 24,35, do. Roe & Brothers 26,75, Zentrifugal 5,92, Wetzen inter 226, Met! tin clrars 10,50—10,75, Geireidefro@i nah Liverpool nos Zis Nr, 7 loko 84, do, für Funt 7,99, do. für Juli 803 September 8 18,

New Dort 10. Sine l E B) Die that Vorräte bctcugen in der vergangenen GBoche: An Wehe 821 000 Busbels, an Kanradaweiicu 5 355 000 WBuibels, en Jal 12 3848 000 Bu}be[s.

Königliche Schauspiele. Donnerst.: Opernhaus. 157, Dun bezug8porftelung, Dienfl- und Freipläße find aufa- hoben, Hoff manns Erzählungen. Phantastishe Over in drei At, etnem Prolog urzd einem Gpilog von J. Barbier. Mus von I. Offenbah. Musikalis<ze Leitung: Herr Kapellmeisn Dr. Stiedry. Spielleitung: Herr Herger. Chöre: Herr Profest Nüdel. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 158. Dauerbezugsvorstelung. Dienst- u Freipläße find aufgehoben. Die Quitzows. Vaterländishes Drar in vier Aufzügen von Ernst von Wildenbru<., Sptzilcitung: 9:1 Dr. Bru. Anfang 7 Uhr. :

Freitag: Opernhaus, 1858. PDauerbezugsvorstellung. Dierb und Freipläge sind aufgehoben. (Legte Voritellung vor den Fett) Lohengrin. Nomantisce Oper in drei Akten vou Richard Wars

Anfang 7 Ubr. : Schauspielhaus. 159. DauerbezugsvorsteUung, (Legte 20 Die Braut von Messina oder #

fielung vor den Ferien.) l feindlihen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören

Aultagen von Schiller. Sptelleitung: Herr Dr. é Hr.

eFamiliennachrichten,

Verlobt: Verw. Fr. Marta Nowad>, geb. Leonhard, mil ÿm. « „Dr. med. Alîmar von Alvensleben (Potsdam—Magzetbur0). “i Geboren: Eine To$ter: Hrn. Hauptmann Hans Hugo

Kirchbach (1. Zt. Görlitz), ) Veftorben: Fil. Hanny von Koseielski-Ponoschau (Stedlau

en)

Verantwortlicher Striftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlotten i E den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäfts e<nungsrai Mengering in Berlin. Verlag der Ge\cäftéstelle (Me n gering)in Berlin. Daus der Norddeutschen Buchdruckerei und Werlagsanftal, Yy Varliu, Wilhelmstraße 88. et

Fünf Yeilagea.

zum Deutshen Reichsanzeiger und Königlih Preußi

M 136,

E

Parlamentsberi<ht.*®)

Deutscher Reichstag. Sitzung vom 11. Juni 1918, Nachmittags 1 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphenbüro.)

Am Bundesratstische: die Staatsminister Kriegsminister, General von Stein und Staatssekretär des Innern

MWallra f. E E Präsident Fehrenbach eröffnet die Sizung nach

114 Uhr. Í Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen.

Abg. Dr. ble r - Meiningen (fortschr. Volksp.) fragt: Jn jüngster Zeit ift als Kriegstabakmischung an unser Heer Tabak in großen Mengen verkauft worden, der ganz oder zum größten Teil Laub, insbesondere Buchenlaub, enthält und von den Truppen ten werden muß, obwohl cr der Militärverwaltung viel Geld kostet. Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um diesem Vorgehen einzelner Lieferanten im Jnteresse des Heeres mit aller Schärfe und

raschestens zu begegnen“ S

_Oecneralleutnant von D ven : Die Kriegstabakmiscbung ist aus der Not der Zeit entstanden. Die Heeresverwaltung hat sih nur sehr ungern infolge der immer größer werdenden Knappheit an Rob- tabak im Herbst 1917 dazu ents{lossen, der Bulafsung von Tabakersaßstoffen näberzutreten. Nach sorgfältiger Prüfung unter Hinzuziebung des Reichêgesundheitsamts wurde eine Mischung mit Buchenlaub gewählt, wie sie dur Bundesratäverordnung vom 6. Dezember 1917 zugelassen ist. Die Miscungen fallen nun freilih verscieden aus (sehr wahr! Heiterkeit), so daß der Anteil an reinem Tabak in einem Paket größer ist als in dem andern. Die Zahl der bier bekannt gewordenen Klagen ist bisher verbältniémäßig gering gewesen. (Stürmischer Widerspru.) Durch Verfügung vom 13, Mai 1918 i} die Weiterlieferung der Kriegstabakmiscbung zu- eingestellt worden. Da jedo< unter diesen Umständen die Tabafvorrâte in absebbarer Beit ers<öpft sein oder die Belieferung der Feldtruppen um die Hälfte geringer scin müßte, wird die Ein- stellung der Lieferung von Kriegstabakmischung kaum aufreterbalten werden können. e s E

Abg. Dr. ller - Meiningen fragt ergänzend: Jst die Einstellung eine dauernde oder nur vorübergehende?

Generalleutnant von Oven : Die Einstellung ist zunädst eine vorübergehende.

Abg. Dr. lle r - Meiningen fragt ergänzend: Zst dem herrn Reichskanzler bekannt, daß für das zum Tabak ver- wendete Buchenlaub 500 Mark pro Zentner gefordert wird? Ves gedenkt der Reichskanzler zu tun, um diesen Wucher u blimpfen? Js dem Reichskanzler ferner bekannt, daß (elne Truppenteile ganz erheblich ge]undheitlich geschädigt wrden sind, und zwar mehr als dur das feindlihe Gas? (Heiterkeit)

_ Generalleutnant von Oven: Die Kriegstabakmischung lostet 5 M das Kilogramm, darin sind 120 Æ Steuer enthalten (Heiterkeit), so daß das Pfund 1,90 4 kostet. Das ift bei den teueren Tabakspreisen nit allzu bob. Gerade mit Rücksicht auf die Meldungen von gesundbeitliden Schädigungen ist die Lieferung zu- nächst eingestellt worden. Es wird geprüft, ob eine Mischung heraus- gegeben werden kann, die diese Uebelstände nit enthält. Die Namen der Fabrikanten stehen auf den Raketen nit: sie tragen aber Num- mern, so daß die Herkunft jederzeit festaestellt werden kann. Gegen cine Firma is bereits Strafantrag gestellt worden. Es ist den S

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{ 2.

Sol- daten sier lieber, dauernd eine gute Mischung zu bekommen, als in absehbarer Zeit überhaupt nibts mehr. :

Abg. Bre y (Soz.) fragt, was der Reichskanzler zu tun gedenkt, um bei der Beschlagnahme der Tür- und zFenster- beshläge die Gefahr der Verzögerung der Ersaßbeschaffung, der übermäßigen Verteuerung und der mangelhaften Ausfüh- tung der Ersatzteile zu verhindern?

Oberstleutnant Koe th: Die Industriellen, die bislang Tür- und Fensterbesbläge berstellen, sind keineswegs völlig ausgeschaltet. Die Beschaffung des Ersaßes für die bes{blagnabmten Tür- und Zensterbescläge mußte eine behördlice Regelung erfahren, denn die Heeresverwaltung muß imstande sein, den Gang der Auswecbslung ju üUberwacben. Ferner mußte auf cine möglidste Ersparnis an Ma- rial und leichte Ausweselbarkeit gehalten werden. Swlicß- ad waren die HauLbesißer vor einer Bewucherung zu {üßen. Die Nrgebung der Aufträge erfolgt nad Richtlinien, die von etner be- |onderen Kommission gegeben werden. Dieser gehoren außer Ver- tretern der in Frage kommenden Industriellen verschiedene Handels- ammern, Hantwerkskammern, das Retchäwirtsbaftsamt und der Reichstagsabgeordnete Noske an. Für die Ersaßstücke ist ein Ein- beitêpreis vorgescbrieben. Es können aber besondere Ersabstücke dur telbstgewählte Fabrikanten hergestellt werden. Vorauétseßung für die eee amigung ist jedo die Innehbaltung eines sparsámen Material- tLOTAUMBS.

Abg. Dr. ller - Meiningen fragt aus Anlaß cines an 4. April 1918 in Collinsville (Zllinois) an einem deutschen Bergarbeiter, der der Deutschfreundlichkeit beschuldigt wurde, verübten Lynchmordes, was der Reichskanzler zu tun Lenkt, um derartigen Folgen eines verbrecherischen Chauvi- Omus gegen Deutsche in den Vereinigten Staaten und deren ndirefter Begünstigung vorzubeugen. S (6g 1 heimrat Simon : Die Tatsache des Lynbmortdes ist richtig. 20 ag kein anderer Grund vor, als daß der Betreffende Reichs- E und deutsbfreundlid gesinnt war. Der s>bweizerisbe Ge- Stet im deutschen Interesse s<leunigst Beschwerde eingelegt und einigter Ung gegen derartige Ausschreitungen verlangt. Die Ver- Staates Slgaten räumen die Tatsache ein. Na den Geseßen des Fg e Funois oll aber „ni<t eingescritten werden können. nabmen e Untersuhung eingeleitet und geseßgeberisbe Mafß- Die Ve getroffen, um dDerartigem für die Zukunft vorzubeugen. Menscblichp; gten Staaten, die dod angebli im Interesse der Linie für den, gegen die Hunnen Krieg führen, sind in erster Regierun L ¿ VEDOEN &revel verantwortlih. Die amerikanische ien Bevor geduldet, daß der Deutsdenbaß in der amerifani- geben, daß Via nd gescbürt wurde, Wir können uns nicht zufrieden bietet D: 21e Gesehgebung von Jllinois keine genügende Handhabe Wege fine, egierung der Vereinigten Staaten müßte Mittel und um Recbte und Freibeit der Deutschen in Amerika zu N gie deutsche Regierung hat dur Vermittlung des shweize-

Besandten wiederholt fundgegeben, daß die Erbebungen in o Bf desleunigt werden. Wie au imtmner die Zustände in inoonêstaaten sind, die Regierung der Vereinigten Staaten muß

ür sorgen, daß so etwas nit wieder vorkommen fann.

Staate Gewähr, mit Ausnahme der Reden der Minister und

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Erste Beilage

Berlin, Mittwoch, den 12. Iuni

Abg. Dr. ller - Meiningen fragt ergänzend: Jst dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß ein englis<es Blatt truumphierend eine Leporolloliste von ähnlichen Fällen auf- geführt hat? Will die deutsche Regierung hier das Weitere veranlassen?

Geheimrat Si mon : Die Tatsacke, daß au in anderen Fällen Deuts{gesi nnte gelynbt oder fonstwie vergewaltigt worden sind, ist dem Reichskanzler bekannt. Das Auswärtige Amt wird all gen Oen nachgehen. Wir können jeto& die Falle, in denen es nh nidt um Neicbsdeutsde bandelt ni&t vor unser Forum ziehen. Abo. von Tramczynski (Pole) fragt, was der Reichskanzler zu tun gedenkt, um der Zurüc>haltung polnish- russischer Kriegsgefangener ent- gegenzutreten und ihnen ihre Freiheit wiederzugeben.

Oberst von Franfe>g: Die Leute sind mit wenigen Aus- nabmen vor Abschluß des Friedens mit den Waffen in der Hand an- getroffen und deshalb zu Ret als Kriegsaefangene bebandelt worden. Bezüglich ihrer Beschäftigung haben lediglich die Bestimmungen Plaß gegriffen, die für alle Kriegsgefangenen maßgebend sind. Die Fälle, in denen die Leute Ausweise in Händen hatten, werden geprüft. Es sind au< Erhebungen darüber angestellt worden, ob im einzelnen Mißgriffe vorgekommen sind, wo dics der Fall ist, wird Abbi:lfe g£- schaffen werden.

Hierauf wird die Beratung des Haushalts- plans für 1918 fortgeseßt und zunächst die A stimmung über die zum Haushalt des Reichsamts des Jnnern vorliegenden Anträge undResolutionen vorgenommen. Die vom Haushaltaus\huß gestrichenen beiden neuen Stellen für vortragende Räte werden entgegen diesem Aus\chußantrage mit gr oer Mehrheit be- willigt. Die Resolution der Sozialdemokraten wegen Regelung der Arbeitsvermittlung und der Rechtsverhältnisse der ausländischen Arbeiter und wegen Erhöhung der Familien- unterstüßung der Kriegsteilnehmer wird abgelehnt. Zur An- nahme gelangt der Antrag Groeber und Genossen, den Reichskanzler zu ersuchen, in den Betrieben des Reichs Beamtenausshüsse einzurichten. Ueber die Petitionen wird nah den Ausschußanträgen ohne Erörterung beschlossen.

Es folgt der Haushalt der Ver waltungdesNR:e ichs- heeres. Ueber die Einnahmen und die dauernden Ausgaben berichtet namens des Haushaltsausschusses Abg. Nehbe l (dkons.). Der Ausschuß hat zwei Resolutionen vorgeschlagen.

1) Den Reichskanzler zu ersuchen, bis zur dritten Lesung für das preußisbe Kriegsministeriuum zwei weitere vor-

tragende Räte vom Zivil anzufordern, :

2) den Reichskanzler um eine Ergänzung des Etats für 1918 zu ersuchen, die die Mittel für die Ausarbeitung cines Planes für ein Reichskriegsmuseum fordert.

Referent Abg. Nebbel gedenkt mit lebhafter Anerkennung des Rittmeisters v. Richthofen, der als Kampfflieger sih so große Verdienste um das Vaterland erworben habe. Eingehende Be- sprebungen habe im Aus\{buß auch der Geheimerlaß des Feld- marschalls v. Eichhorn über die Feldbestelung in der Ükraine erfahren. Ueber die Wirksamkeit des Kriegspresseamts sei eingehende Auskunft gegeben worden.

Auf Vorschlag des Präsidenten wird mit der Aus- sprache über den ersten Posten der fortdauernden Ausgaben 9 das preußische Kontingent „Kriegsminister“ die erste

eratung der drei Vorlagen über

1) Heranziehung von Heeresunfähigen zum militärischen

Arbeitsdienst, E 2) Ergänzung des Geseßes vom 11. Februar 1888 betreffend Aenderung der Wehrpflicht, 3) betreffend Milderung im Strafgeseßbuch, verbunden.

Ausgeschieden wird die Erörterung der Petitionen der Militärbeamten und Militärarbeiter, die Erörterung der Für- sorge für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene von Kriegs- teilnehmern, die erst beim Pensionsetat besproen werden soll.

Kriegsminister von Stein:

Meine Herren! Zunächst möchte ib dem Herrn Berichterstatter danken im Namen des Kricgsministeriums für die Worte der An- erkennung, die er, für die Tätigkeit desselben gefunden hat.

Jch bitie dann, einen kurzen Ueberbli über die augenblidlide Kriegslage geben zu dürfon. :

Der sorgfältig vorbereitet? Angriff des teutschen gegen die franzöosis>-englisde Front am Chemin des Dames am 27. Mai hat zu oinem großen Scblacterfolge geführt. Der Sieg des deutschen Kronprinzen wurde damit für die Entente mit die s>werste Niederlage des Feldzuges. Die Grundlagen hierfür haben die gewaltigen Scbläge geschaffen, mit denen das englis>e Heer in der „großen Schlacht" und in der Schlacht boi Armentières und um den Kemmel getroffen wurde. Nur dur Ginsaß der französischen Reserven an der Somme und in Flandern war es dem Feinde möglich, die zerrissene englische Front wieder zusammenzufli>en. Die zur Stüßung des englischen Heeres festgelegten französis<en Kräfte fehlten zur Schlacht am Chemin des Dames. Die an ihrer Stelle eingesetzten abgekämpften onglischen Divisionen konnten der Wut des deutschen Angriffes nit mchr widerstehen,

In beispielloser Schnelligkeit, die selbst den Vormarsch auf dem italieniscen Kriegéschauplaß im vorigen Herbst übertraf, führte der Angnff in s{nellem Siogeslauf über die Ai8ne bis zur Marne. Große Teile des fvanzösischen Heeres sind geschlagen, die scgenannte Fobsce Reservearmee besteht zurzeit nit mehr.

Neben den Verlusten an Menschen erlitt der Feind gewaltige Einbuße an Knegsmaterial und Kriegsmitteln. Die hinter der qge- s>lagenen franzosischen Armee im Operations- und Etappengebiet auf- gestapelten unermeßlichen Bestände, die großen Munitionsmassen sind, ebenso wie seinerzeit die des englisden Heeres, in unserer Hand ge- fallen. (Lebhaftes Bravo.)

Auch die Entente beginnt die Schwere threr Niederlage einzu- sehen und einzugesteben. Schon maden si Stimmen bet ihr laut: Der Verrat Rußlands habe ihre Niederlage vers>uldet, Das ist der Dank gegen einen früheren Verbündeten (Sehr ridtig!), der si< für England verblutet hat. (Lebhafte Zustimmung.) Nicht der Herfall Nußlánds hat die Niederlag? der Entente verschuldet, sondern die Hilfe Rußlands, dessen Niederzwingung große Teile unserer Heeres- macht beanspruchte, hat es der Entente überhaupt ermöglidt, uns militäris< bis heute zu widerstehen. (Lebhafte Zustimmung.)

Kronprinzen

hen Staatsanzeiger, A918,

Die Entente ist si des Ernstes ihrer Lage bewußt. Offen gesteht sie das Zusammenshmelzen ibrer Verbände zu und vertröstet ihre Völker auf die errettende Hilfe Amerikas. Der Glaube an die ameri- fanisde Hilfe wird dem französisden Volke \systematisb eingeimpft. r soll es zu weiterem Ausbalten und nußlosem Blutvergießen empor- peitsben. Zum ersten Male sind amerifanis<he Truppen aub an der Kampffront erschienen, allerdings erst in dem Augenbli>, als wir an der Marne unseren Vormars< eingestellt hatten. Auch sie wurden, wie die französisden Reserven, zu vergebliden Gegenangriffen ein- geseßt. Andere amerikanise Verbände steben in ruhigen Front abschnitten. Jhre Zahl und Stärke ist bisber weit hinter dem zu- rüd>geblieben, was wir nad den von der Entente verbreiteten Nachrichten erwarten mußten. Auch Jtalien hat die Entente in geringem Um- fange zum Kampf auf dem mwestlicen Krviegsschauplaß herangezogen.

Voller Bewunderung und voller Dankbarkeit bli>en wir beutz auf unsere unvergleihlide Armee. (Lebbaftes Bravo)“ Fast waer Jahre erträgt sie mit glei>bleibender willensstarker Siegeszuversicbt alle Gefahren und Entbehrungen. Der Angriffsgeist, der uns 1m Jahre 1914 in Feindeéland führte und den Krieg im Osten ents<ied, ist au heute no< lebendig. (Erneuter Beifall.) Das Gefühl un- bedingter Ueberlegenheit über den Feind des einzelnen und der Ge- samtheit, das Bewußtsein der Kraft und das Vertrauen in ihre Führer wird die Armee auch weiterhin zum Siege führen. (Lebhafter Beifall.) Nob ist der Feind zum Frieden nit gewillt, nod bat das Schwert tas Wort; aber das S>wert ist s{arf, und mit voller Zuversicht seben wir dem Ausçang des Ringens entgegen. (Allseitiger -Beifall.)

Die Operationen in Finnland baben zur Befreiung des Lantes geführt. Die Taten unserer Truppen mehrfa& überlegenen und stellen woise gut disziplinierten Feinden gegenüber rerpen sib. mürdig an bie Taten unserer Truppen im Westen. Wir boffen in Finnland einen zuverlässigen Freund für die Zukunft zu finden. (Beifall)

An der Ostgrenze der Ukraine sind die Verkandlungen zur Fest: seßung der Demarkationslinie im Gange. An den Grenzen fla>ert ortlicber Kampf mit feindlichen Banden von Zeit zu Zeit no< auf. Jm Innern sind friedlicher Entwicklung die Wege geebnet.

An der italienis>en Front it die Lage, abgesehen ven einigen örtlichen Kampfhardluncen, unverändert.

Die mazedonis>e Front bält beträ&tli&e Teile der feindlichen Armeen 1n Schach.

In Palästina sind erneute Angriffe der Engländer über den Jordan an der Tapferkeit deutsber und türkisder Truppen ge- {cheitert. (Bravo!)

In Mesopotamien konnten die Engländer Anfangserfolge nit behaupten.

Im Kaukasus baben unsere türkis<en Bundesgenossen die ihnen im Friedensvertrage mit Rußland zugesicherten Gebiete Batum, Erdaban und Kars besetzt.

Ueber den Verlauf der augenbli>li< im Westen tobenden Sc{lächt kann i nur das sagen, was soeben eingegangen ift, daß di: gestern bereits errei&ten Abs>nitte übersritten sind, und daß si die Zahl der Gefangenen auf 10000 vermebrt bat. (Lebhafter Beifall.)

Meine Herren, zu den dret Gesetzeëvorlagen, die dem hoben

Hause zugesandt sind, bitte i& einige wenige Bemerkungen zu den Begründungen no< macken zu dürfen, zuerst zum Entwurf eines Ge- seßes zur Heranziehung von Heevesunfähigen zum militärisben Ar- beitêdienst. Kein Gegenstand hat so wie dieser immer wieder in Laufe des Krieces zu Klagen und Bescknerden geführt; denn cs s>ien unnatürlih zu sein, daß eine große Menge gesunder Leute, die ihre Heeresfähigkeit verloren hatten, zu Hause im tiefsten eriéden- saßen und dort tun und treiben konnten, was sie wollten, während ihre gleicaltrigen Landsleute draußen in {weren Kämpfen standen. Es Mmbt gewiß unter diesen aub solde Leute, die, von einer \><wa<ben Stunde übermannt, bingerissen sind und si für ihr Leben unglüdli< gemacht haben, und mancher von ibnen ist ernstlih bemüht gewese, im Verlauf der Zeit wieder zu geordneten Lebensverhältnissen zurük- zukehren und dur geordnete Arbeit ein nüßlicbes Mitglied der Ge: meins<aft zu werden. Diese Personen soll der Gesetzentwurf nit treffen. Dagegen ist bekannt, daß unter den anderen viele Elemente sich befinden, die gerade die große Unsicherheit in unseren Großstädten mitverscbulden, und es ist deshalb {on lange der Wuns vieler Teile unseres Volkes gewesen, daß diese Elemente unschädlich ge- macht werden möchten und in irgendeiner Form zur Arbeit für den Staat berangezogen werden könnten. Durch das Gesetz soll dies be- wirkt werden. Um ihre Stellung re>tlih festzulegen, muß da «€in gewisser militäris>cer Vergleich getroffen werden, damit nicht nur in disziplinarer Bezieburg, sondern aub in re<tlicer Beziehung das, was ibnen zusteht, in geordnete Bahnen geleitet wird. Der andere Entwurf betrifft die Ergänzung des 'Giseßtzes, treffend Aenderung der Wehrpflicht. Es braubt kaum darauf bin gewiesen zu werden, daß in den Jahraänçen unserer Neferve ur Landivebhr mach dem Kriege erhebliche Lücken fein werden, die dur den Kriog gerissen sind; sie zu füllen, fird die in dem Gef a gemannten Teile des Landsturms geeignet. Durch den Krieg sehr gut vorgebildat, sind sie sofort in der Lage, verwendet - zu weiden wie thre Altevs- genesen. Das ist aub nur eine Forderung der Billigkeit und Ge- rehtigfeit. Sie haben neben Kameraden gefodten, die - vor dem Kriege ihrer Dienstpflicht genügt haben, die verschiedenen Uebungei abgeleistet baben und so unter Hintanseßung ihrer eigenen Vorteile dem Staate gedient baben, während sie in veller Ruhe: unbes&räefkt ibrem Grwerbe nadgehen durften. Es it deéhalb nur eine Forderuñg der Gerecbtigfeit, wenn diese Leute auch jet, bene wie ihre Altow8- genossen, ihre Pflicht erfüllen. Der Weg, der betreten werden fcl, ist m<t neu; denn er besteht {on Für die Ersaßreserve, die tm Falle einer Mobismachung beim Frieden#sdluß oder Gai: der Auf- léfung der Ersaßtruppenteile in die entsprechende Iabrgänge éer Neserve ur Landwehr übergefübrt werden. (

Gndlih t28 Gefeß, betreffend die Mildorung im Militärstraf- gesepbub. G8 kann mandeilli erscheinen, daß im Verlaufe eines langen Krieges eine Milderung beantragt wird; denn bis 1e8t ist die

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