1918 / 138 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Bekanntmachung,

der Stadtgemeinde München auf den Jnhaber. Mit Ministerialents{chließung von heute ijt

Hundert verzinsliche Inhaber im Gesam!betroge von 10 000 000 H, und zwar

Münden, 11. Juni 1918. Königliches Staatsministerium des Jnnern. Dr. von Brettreic.

BVekagannimaächung.

Zum Zwangsverwalter der Hamburger Zweignieder- laffung des russishen Handelshauses J. J. Tschurin & Co., Mosfau, ist an Stelle des Kaufmanns Eduard Soltau der Rechtsanwalt Dr. Julius Goldfeld in Hamburg, Udolphe- biüdcke 4, ernannt worden.

Hambura, den 10. Juni 1918. Die Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewebe. Sirandes.

DetaintmasGuina:

Unsere Vei fügryg vom 16 Februar 1918, durch tie dem JIr- aber der Finna E'ektrisce Licht- und Kraft-Industrie Leipzig, Vtiharb Arno Pilz in Leipzig, Plagwiter Str. 13,1, der Handel wit @cgepuänden des KriegtLbedarfs, ins besondere mt1 elektri: n Vioto1er, gewáß der Bundetraitverordrurg dom 23. September 1915 wegen Vnzuverläisigkeit untersagt

worden 1st, wird hierdurch aufgehoben.

Leipzig, am 10. Iunt 1918. Der Rat der Stadt Leipzig. Dr. Not he.

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BekrurnthaGüing

Dem Kaufmann Frfiedrih Richard S&Sönfeld in Chemnitz wird he-rmit auf Giund der Be! or*nung rom 23. Sep-

tenber 1915, betr. Fernhoitu g ur¡ubertässiger Personen vom Handel, |

der Handel mit Gegenständen des tägliGBen und tol&en des Kriegasbebarfs wegen Unzuverlä'sigkeit in be:ug auf einen derartigen Gewerbebetrieb im Neid6gebiet unter Auferlegung dexr Koslen der Beröffentii{ung verboten, Sbenuits, den 183. Juni 1918, Der Rat der Stadt Chemnig. Sewerbeamt. Dr, Hüppner, Stadtrat.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Burdesratêverordnung vem 23. September 1915 ift der Produkienkändler Gottlob Angust Haafe in Meißen, Lesnerftralze 15, wegen ÜUrzuverlä!fi, keit vom Zudckerhandel aus8geschlossen wozden.

Meißep, am 4. Iun! 1918.

Der Stadtrat. Sewerbeamt. Dr. Soldfriedrich.

Beratung

Du recktskrästice Verfügurg tom 7. Mat 1918 wurde dem Wirt Gottlieb Heldmater, bter, auf Grund des 8 1 der Burd-seat®wero:dnung vom 22. September 1915, die Fernhastung unzeverläszer Perscnen ew Hantel f tr., uvd des § 1 der Voll, ¿ugEverorbnurg Gr. Ministeri-m8 des Innern vom 14. Ofktobec 1915 wegen Razuberlä sigkeit der Hande! mit Lebensmitteln nit fofoctiger Wirkuag untersagt.

KRar!8:ube, den 29, Mat 1918.

Gioßberzoglihes Bezirkcamt. Polizeidirekiton, Dr. Sickinger.

Königreich Preußen,

Der Königliche Hof legt heute für Jhre Königliche Hoheit die verwitwete Landgräfin Anna von Hessen ÉSdarene Prinzessin von Preußen die Trauer auf eine

oche bis einschließlih den 19. d. M. an.

Berlin, den 13. Juni 1918.

Der Oberzeremonienmeister. Breiherr von Reischac.

Migisterium für Handel und Gewerbe.

Die Gewerbeassessoren Marczinowski in Gleiwiß und Uthemann in Herford sird zu Gemwerbeinspektoren ernannt worden.

Den Gewerbeassessoren Janße in Frankfurt a. O. und Budde in Bitterfeld sind planmäßige Hilfsarbeiterstellen ver- liehen worden.

Bebanatmachung

Auf Gruyd des § 4 ff. der Verordnung über Gemüse, Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917 (NGBl. S. 307) hot die gemäß Anordnung der Reichsstelle für Gemüse und Obst für die Provinz Brandenburg und Berlin gebildete Kom- mission zur Festsezung der Erzeugerhöchslpreise für Gemüse und Obst, bezw. die Reichsstelle für Gemüse und Obst folgende Erzeugerhöchstpreise festgesetzt:

für das Pfund Spargéel, ursrtt'e:t j 0,55 é N sortiert T- (böchsien3 14 Stangen, ca. sang, auf das Pfur d) Í 0,80

ü forfiert TT und T11 (ca. 30 Stangen, 2 i L 0,55 Supven- und Breispargel i 0,20 Mhäbarte! . S 0,15 @rbíen R 0,40 Paff(Sau-)5obnen : 0,25 Möbhren und längl. Karotten mit Kraut 0,15

" v v p ohne , Karotten, runde, kleine, mit Kraut .

v v E Mairüben ohne Kraut .. ,.. Koblrabi mit Laub .. Spinat A Frühzwiebeln mit Kraut . ... rühwtrsing . rübwelßlohl

beeren I. Wahl

L

S. A T D ea

| Emiiraßz 7,

7 Handel vnd Gewerbe vom 2

für das Pfund

Qn l is 1n5 040 c : E L ; ; ei e E i, i betreffend die Ausgabe von Schulvoerschreibungen ; 2

i(warie B

L S 2 0,49 genehmiat | Blaubeeren ae O worden, daß die Stadtaemeinde München mit 5 vom | Schuldverschreibungen auf den |

Se Aa Wn... “c De s E a O s:

Der Preis für Etrdbeeren I. Wahl ist wit sofortiger

Etüde zu 10 000, 5000, 2000 und 1000 (c, in Verkehr bringe. j Wirkung festaesezt; im übriaen treten die Preise mit dem

16. Juni d. J in Kraft und gelten bis auf weiteres.

Die obigen Höchstpreise werden mit dem Bemerken bekannt gemacht, doß Ueberschreitungen auf Grund der Verordnung aegen Preistreibereci vom 8. Mai 1918 (NGBl. S. 395) mit Gefängnis und mit Geldstrafe bis zu F 200 000,— oder mit

j einer dieser Strafen bestraft werden.

Berlin, den 12. Juni 1918. Der Vorsitzende . i der Staat!ichen Verteilunaest:lle für Groß Berlin: J. V.: Kasuipi.

Belt tmaGuna

Die auf Grund der Bekanrtmachung pr Fernhaltuyg unzuper- läsfiger Personeu vom Handel vom 23. September 1915 (NBB[. S. 603) cegen den geschäftstührenden Leiter der S&ankwbt‘{haift „Zum Aufternmever“, Alfred Iensen in Charlotten - burg, Krfüistendamm 24, dur meine Versüzurg vom 22. Fe- bruar 1918 auégesprotene Untersagung des Handels mit Gegenständen des täglichen Bedarfs tst auf das Werbot des Abgebers von Syveisen und Beträn ken in Safsi- und Schankwirtschaften beschränukt worden.

VDerlin-S&öneberg, den 10, Juni 1918,

Der Poli¡eivräsident zu Berkin. Artegewucheramt. I. V.: Dr. Fal ck.

e Dle Breiterkaufsslele ber Witwe Helene Blaczkowski, int weren Unzuver?ässicfeit ter Inhaberin gemäß § 1 dex Bunoesratéverordnung vom 23, Sevtemter 1915 sowie S 69 dec iNetchtgeireideorèdnung vom 2l. Juyt 1917 vom 15. è. M. ad ge- sGloljer. Feiner isi der Genannten jedweder Handel mit Lebens- und Suttermittein }owie mit Gegeustäaden des täglichen Bedarfs untecsagt. Dle du:ch bas Verfahren extitebenden Kosien, insbesondere bie Gebühren für bie vorgeihrietene össentlice Bekanntmachung, bat die von der Ano:dnung Beiroffine zu exrfiatten.

Hamdern am Rheir, den 11. Jupi 1918. Der Oberbürgermeister. Schre cker.

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VeauntmagunAa

Dem Gefchäftsfübrer Ernst Bergenthal in Halle |. W. babe i auf Grund ter Bundtetratévero1dnung zur Fernhaltung un- zeverläffizezr Persoxea vom Handel vom 23. Septembez 1915 in Ver- binrung mit ten Aussührunçcebestimmungen des Herrn Veintfters für 7. September 1915 den Haudel und die unmittelbare oder mittelbace Beteiligung am Handel mit rohen Häuten, Leder, Lederwaren und Treibriemen jeder Ait untersagt.

Halle t. W., den 11. Junt 1918.

Der Landrat. Dr. Roch rie.

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Bekanunutmoetung.

Dim Bâäermeisier Friedri Nagel und teffen Ehefrau, Anna çeb. Steivfopf, in Mersebu1g, Awtetäuser Nr. 1, if wegen Unwverläisigfeir die Uutübung ibres Vädercibetriebes sow!e der Verkauf von Backwaren und Mehl pcm 12. Juni d. J. bis auf weiteres untersogt. G'‘eiczeitig ist festaesetit, daß bie von ter Anordnung Vetzoffenen bie Kcstcn der Vexöffentiihung zu tagen haken.

Merseburg, den 8. Iuni 1918.

Die Pclizelrerwaltung. J V.: Dr. Mosebah, Bürgermeister,

Bean Sd

Auf Grund der Bundesratéverordnunz vom 23. September 1915, betreffend die Fernbaltung unzuverläsfger Perjonen vom Handel (NG Bl. S. 603), habe ib der Ebefrau des Franz Becker, hier, Pafsagestraß- ir. 6 wohnhaft, dur Bertügung vem heutizen Tage den Handel mit Lebensmitteln aller Art sowie sämtlichen GBebraub3ocgenständen des täglihen Bedarfs wegen Urzuverlässigkeit untersagt.

Saarkrücken, den 11. Junt 1918,

Der Königlich? Polizeidirektor. J. V.: von Salmuth.

Nichtamtliches,

Deutsches Nei.

Preuf:en. Berlin, 14. Juni 1918.

Seine Majestät der Kaiser und König hat, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, den General der Jn- fanterie z. D. von Bacmeister, bis vor kurzem Kommandeur einer Reservedivision im Felde, zum Generalkommissar zur militärischen Vorbildung der Jugend für die Provinz Brandenburg, einshließlich Berlin, ernannt.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Handel und Verkehr und für Justizwesen, die vereinigten Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr sowie der Ausschuß für Zoll- und Steuerwesen hielten heute Sitzungen.

Das Kriegsernährungsamt teilt durch „Wolffs Telegraphenbüro“ folgendes mit:

Gin Berliner Blatt bringt in seiner gefirigen Morgenauszabe eine Zuschrift aus Kreijen des Meicstagsbeirats übir eine fevor- stehende Heraufsezung der Getreidepreise. Soweit in dieser Zuschrift von Absichten des Kriegsernübhrungsamts die Rede ift, find diese falsch und unvollständig wiedergegeben. Eine eingehende Mitteilung darüber wird erfolgen, sobald der Bundesrat und Er- nährungsbeirat in der Angelegenheit gehört find. Schon jevt set aber festgestellt, daß die in dem Blatte für das kommende irts \ckchaftsjahr errechnete Brotpreiserhöhung von 6—8 -Z für das Pfund gegenüber den der Beratung zugrunde liegenden Ent- Aen n Kriegsernährungsamtes um etn Vielfaches zu hoch an- gegeben ift.

Durch die Veröffentlihung im Reichs-Gesegblatt „„ 11. Juni 1918 (Seite 479) haben die Vorschriften (% Friedensvertrages mit der russischen födergj; Sowjetrepublif nebst Zusaßverträgen Geseßec kraft erlei und das bisherige innere Recht entsprechend abgeändert Wie dur „Wolffs Telegraphenbüro““ mitgeteilt wird s liegt nunmehr die Zahlung, die Ueberweisung oder V, führung von Geld oder Wertpapieren nah dem Gebie:, A Sowjetrepublik niht mehr dem bisherigen Zablungsverbz Gegenüber Finnland und der Ukfraine ist vorläufig no di, Genehmigung des Treuhänders für das feindlicze Vermögen Berlin V. (Mohrenstraße 33/34), für Zahlungen sona ley Ueberweisung und Abführung von Ge1d oder Weitpa; T einzuholen. Gegenüber dem gesamten Ausland, also aug gegenüber der russischen Sowjetrepubtik, bleiben p allgemeinen Beschränkungen des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland durch die Devisenordnung vom 8. Februar 1917 (Reichs-Geseßblatt S. 105) bestehen. a

Die Stundung der Ansprüche von Personen, die im Gebiete der Sowjetrepublikf ihren Woknsiß cder Sig haben endet, soweit es sih um Geldforderungen havdel:, erst mit s Ablauf von 6 Monaten na der am 29. März d. J. erfolgten Ratifikation, aljo mit dem 29. September d. J. Auf Grund der Veröffentlichung des Friedensvertrags im Reichs-Gesezb[zit hört ferner gegenüber der russishen föderativen Somwijetrepublif die Vermögens sperre auf. Die Veräußerung, Abtretung oder Belastung des Vermögens von Angehörigen der Sowiet- republif fowie die Abführung von Eigentum solcher ersonen in das Nusland bedarf also nit mehr der Genehmigung des Treußärders für das feindliche Vermögen, Dies gilt auch für Pfändungen und Ueberweisungen.

Was die Abwicklung der staatlichen Ueberwachungen und Zwarasvollstreck{ungen anlangt, so werden die Aufsichtspersonen und Verwalter die beausfsichtigten und verwalteten Vermögens- stände en1sprehend Artikel 11 §1 des Zusaßtzve1trags auf Ver longen des Berechtigten unverzuglih freigeben: bis zur Ueber vahme durch dea Berechtigten werden sie für Wahrnehmung feiner Interessen sorgen. Auch der Treuhänder für das feindliche Vermögen wird bis zur Freigabe der von ihm verwalteten Vermögensstände lediglich solche Verwaltung8handlungen vornehmen, die für die Wahrung der Jatercssen des Berechtigten erforderli sind, während die Freigabe selbt auf

Grund der Vereinbarungen im Zusazvertrage nah folgenden

(Sesichtspunkten erfolgt:

Bei dem Treuhänder eingezahlte Gelder und die an ihn abgeführten Wertpapiere sind 3 Monate nach der Ratifikation des Friedensvertrages, also vom 29 Juni 1918 ab, dem Be- rehtigten zur Verfügung zu stellen. Mit den Geldern sind 4 vH. Zinsen seit dem Tage ihrer Einzahlung beim Treuhänder und mit den Wertpapieren auch die ein gegangenen Zinsen uyd Gewinnanteile herauszugeben, Auch in denjerigen Fällen, wo der Treuhänder Forde- rungen nur in Verwaliung genommen und nicht eingezogen hat, wird sich der Berechtigte zunähst mit dem Verlangen nah Freigabe an den Treuhänder zu wenden haben, da dessen Verwaltung erst mit der Freigabe endigt. Die Legiti mation des zur Ewpfangnahme ver verwalteten Vermözens stände Berechtigten wird der Treuhänder nad; pilihtmäßigem Ermessen prüfen und die Freigabe nur unter Berücksichtigung wohlerworbener Rechte Dritter bewirken. Die Gebühren für die Vermögensverwaltung durch den Treuhänder, die besondere Regelung unterliegen, werden bei der Au8antwortung oder Freigabe der Vermöaensgegenstände an den Berechtigten zur Erhebung gebracht. Der Treuhänder wird Beteiligten hierüber näßere Auskunft erteilen.

Defterreich-Ungarn.

Der Kaiser bat laut Meldung des „Wolfsschen Tele- graphenbüros“ nachstehendes Allerhö cchstes Handschreiben an den Generalfeldmarschall von Woyrs\ch erlassen:

Lieber Generalr-ldmaishll von Woy ck! S

Sett den ersten Tagen des Krieges stehen Sie in enzer Füblung mit Meirer Weh!macht. In \chweren Zeiten war diz Führung öfterreichi'ck-unga!isher Heerettiite in Jbre Hcnd geleg!, und Ihre b mfhz:1e Krait bat, geftúyt aur gepereitiges Betlroun, dieje von S'eg zu Steg tuf in Feindetla! d g führ. Es if Mein Wunsch, Sie dauernd eng wit Vietner A mee verbunden z1 when. Vir zur Freude, Meiner Webrmatt zuc Che, crcenne |ch Ske zun Inhzbe: Veiu-s. F fan!er'eregim:n!s Nr. 138, :

Etaiteau, am 6. zunt 1918. Karl w. p.

Im ungarischen Abgeordnetenhause 1ichtete af Theodor Batthyany (Karotyi-Partei) folgende Juter- pellation an dea Minister präsidenten: E

Welchen Stantpuafc n mat die Kenierung in dec ¿Frage der Lösung der polutschen Frage ein? Ert'pucht die in Veiler| retch verbreitete Nahr!cht der Wahiheit, (aß in Veihtndung mit den in Brest-Litowtk grpflo, cnen Filedent verh1n7 lupaen unter Veitwitrfung des tanaligen Mintjiers des Aeuß:1n Grafen Fizernin ein geheimes Abkommen z»\tande gekomn' n t, ta dem Sinre, daß ter ósterreih ide M n sterp1ösident tie Verz flckchtarg übernommen hätte, über di- Aut- gesta!tung D igali iens zu einve- besonderen P cvinz d m diterrethiden Meticksrzt einen Hel gentwurj z1 unt-rbreitz 2 Mit üdsiht daraus, deß das Zustandtkcemmen einer io cen bejouderen ostgaltzilden Bec) ieder miu den polut]@en noch mit den ungarisch?n Intereffen in 4M klang gebiaht rorrien fan, froge id, ob der Mnisterpräsideut 4 notw ndtgen SPritte unternommen ha, um den Pl, winn ( nirflih t eitanden hat, zu ve:hindecn. U

Der Ministerpräsident Dr. Wekerle bedauerte in Je Erwiderung dem „Ungarischen Telegraphenkorrespondenz gle Ba daß der Jnte1pellant, wohl auf Grund einseitige E ormationen und vielleiht nur, um gewisse von den Pon gangene Dinge oder ihre Haltung zu begründen, das in vit beseßten Provinzen befolgte Voraehen der deulschen Nee qum Gegenstande einer eingehenden Kritik gemacht habe, 1 fuhr dann fort: j dal

Ich tedauere sehr, daß das Vorgehen etnes fmden, rod 2 mit uns verbündet-n Staates in sclher Weise auf Srund en Vnformationen kcitisi-rt worden ift. (L:bhzfte Zuslirtmung ) Wen Sympathien wir aud für bie Polen hezen, etre geht! sache kann nit obzeleuguct werden, nämli daß tie aud “citas gewünschte Befretung der pelnishen Natton der Mitwirkursg Lia) und der Waffen unserer Verbündeten zu verdanken ift. (Zullimm n Was die übrigen Fragen ter Interpellation betrifft, |0 rad ich ¡wischen bder polnischen und ber südslawischen d keinen uomittelbaren Zusammenhang erbitten. Ich kann 6 auf die aufgeworfenen Fragen izsofern nit antworten, det sút- Interpellant gar nit gesagt hat, was er eigentli§ unter daß! \slawischeu Frage versteht. Er wird es daher natül!ch E B des darauf nit antworte. Wir waren die erster, die die Gre iha ar poinishen Staates mit unseren Verbündeten verkündeten uo ute n0 erkannten sowke den Siandpunkt einnahmen, den wir au he

n ben, daß die enlsGeidende GnisÆli ßung über des zuk änftige T {sal Les yolnts&ken States der polniswzen N ition jetbst zukfomn:t. (& L s . vi 4 nuc die bear S afi ng thres politl'chen Lebens in bem

ifallaufe Linf8.) Die urgariscke Notion gibt auc ibrer Freute

E AuRdtuUs daß es gelingt, mit dieser infolge der gefam!en

i enbeit mit un9 fn Berd:udung stet eaden Nation in ergere N ztebungen ¡u teten. Trop unserer Spmpathtie aver ift unser Stand- “uft der paß unsere fiaatêrechtlie Lage keine Aenderuna erfahren darf, v i: uniere tnneren Angeleceaheiten obne jede Einmischurg uud i Prt E vollitändig fret aufrechterhalten und erledicen und natü:- unsere J! teressen wahrnehmen können. Ueber dte Lösurg der volvischen Frage find die vershtedensten Anschzuungen aufzetaucht, ¡igt nur ta Deutschland, wo sich die amtlichen Kie se noch gar nit «câufert haben, sonden cu, wie das Beispiel tes Interp-llanten zeigt, pet uns und auh ta den Kreisen dec Polea, Di-je Xrage befindet sich noch nit in dem Stadium, daß wir oder Deutschland unsere Stellungnahme gerennzeiwnet bter. Selbst Polen war uoch nit in der Lige, seinen Standpun?t in dicsec Frage zu äußern. Vater solen Umständen wird es das Haus natinitch finven, daß ih mib pidt äußere. Was pte ukrainisbe Frage betrifft, so fann ih mi auf tie Eklärung beschränfeno, daß der Vertrag mit der Ukcaine noch ntcht 1at fiziert if.

Nach einer turzen Erwiderung des Jnierpellanten wurde die Antwort zur Kenntnis genommen.

¡ih unsere

Sroß;britannien nud Zrlankd,

Eine der wihtigsien Fragen, die das Neichskriegs- fabinett behandeln wird, wird nah einer Mitteilung des „Daily Exprep“ die Fiage der Zukunft der beutschen Kolonien sein. Die Premierminister der Dominions wünschen diese Angelegenheit mit der Regierung des Mutterlandes zu hesprehen. Besonders der Premierminister von Australien Hughes hat diese Absicht. Man will in Australien die Ueber- tagung der Monrocdoktrin auf die aufstralische Zone und will, doß bei der Regelung der Friedensbedingungen die Rückgabe der deutschen Kolonien ausgeschis\ssen wird. Man will nicht, daß Deutschiand in verhättnismäßiger Entfernung von Australien Juseln besigt, die es zu Tauchboo!stüßpunkten und sür andere Keieg8vorbereitungen verwenden fann.

Der Stogatssekrelär des Auswärtigen Amtes Balfour hat an den Generalsefretär des t1\checo.slowafishen National- rats in Paris, Dr. Bemes, einen Brief gerichtet, in dem er versichert, daß die englishe Regierung die größten Sympathien für die ishecho-slowakische Bewegung habe, und laut Meldung des „Reuterschen Büros“ sagt:

Vie Regierang werde die Bewegung in demselben Sinre cner- kenven, wie die franiósische und italtenisde Negteiung es getan habe, rämlih ten tsch-ch5o-slowalischen Nattonalrat als cberstes Organ dec ische o-ilowafiscen Bewegung in den verbünpeten Ländern und die iheo-Howatitdze Vimere als organisiezte Etnheit, die für bie Sache der Verbündeten läwpft. Ein englischer Verbindurgso\fizier werde lezterer, sobalo es nôtig set, beigegeben werden. Die englische Nes terurg set gleiMzeittg bereit, dem Noationaliat vie g!eihen politischen Ved'e in bürgerlichen Ang-legenhe!ten der Tickedo-Slowaken zuz- (lehév, die fie bereits dem poln'schen National!?omtitee jugt standen abe.

Jm Unterhause fragte der Abgeordnete Lees Imith, ob zwischen den Vereinicten Staaten von merika und den Verbündeten ein Abkommen, betreffend eine Einmischung in“ russiiche Angelegenheiten, zu- slandegekommen und ob beschlossen worden sei, Nußland weitest- gehende wirtschafiliche Hüfe zu leisten. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Balfour erwiderie dem „Reuterschen Vüro“ zufolge:

Der Bericht über den Abs#luß tes Abkommens, tur da9 auf cine Jrtervention in Rußlard verzitet wtrd, trifft ni{t zu. S: l[bst- baständlth wün}chen wir lebhaft, Nußland auf wirtsäas1licem Gebtet Leistand zu leistev.

Der Kanzler des Schaßamts wird dem „Algemeen Handels- lad“ zufolge am Dienstag im Unlerhause eine Kredit- vorlage von 500 Millionen einbringen. Der (Besamt- betrag der während des Krieges gewährten Kredite mit Ein- [chluß dieses neuen ist 7342 Millionen Psund Sterling.

Nnfilgud.

Der „Golos Kiewa“ meldet, daß zum Minister des Aeußern Georgiens Ts\chentuli, der ehemalige Minister der fautasischen Republik, und zum Kricgéminister Georgadse er- nannt worden find.

Jtalien.

Zu Beginn der vorgestrigen Kammer sißzung richlete der Vizepräsident Aless io einen Gruß an die der Sizung auf der Diolomatentribüne beiwohnenden Vertreter der belgischen Mission, zu deren Ehren sich die Minister und Abgeordneten von dea Sißen erhoben. Alessios Nede klang aus in einen Lobgesang auf die Gröfe Belgiens, der von lebhastem Beifall begleitet wurde. Der Ministerpräsident Orlando widmete Velcien gleichfalls herzliche Worte und begrüßte dann die lialienischen Soldaten, die fest und unerschütterlich ihrer Stunde im großen W liktieg harren, und ihre Kameraden von d-r Marine, die herrliche Siege davontragen. Orlando betonte zum S!uß, die Kammer müsse beherrscht werden von cinem (Geiste, der der Vertretung des großen tapferen italienischen Volkes

würdig find

L

Niederlande,

Die Geseßesvorlage zur Abschließung und Troen- rid der Zuidersee ist in der Ersten Kammer ohne “llimmung angenommen worden.

Min Auf eine Frage des Abgerodneten van Veen erklärte der Ninister des Aeußern Loudon einer Meldung des „Korre- \pondenzbüros“ zufolge: gar Die bolländi\he egierung babe fm Mai und Junt 1917 im uft ce netähr 276 000 Tovrnen Waren, haup!sädl’ Geireide, ges A zur Zeit des Eirkaufs eine Avsfuhrerlaubais aus Yord- B n'ckt erforderlich gewesen ci, Für diefe Waren sci ein Be- Apo von vugefôhr 41 554 000 Gulden bezahlt woid-u, Eine genaue E conne InfrTae der sckl-chin Posivehältaisse ro® h t cem weiten, Aus den bieler ciogegangenen f&riitlichen 31 M¿clegtavbiscen Berichten gehe betrv-r, baß bis zum ied 1918 für Ungeföhr 24588 000 Gulden ungeiäbr 200 000 leten teils Warn empiongen seten, Die erwähnten Waren worden Me P:ibate, teils an die amerikanische Regierung verkauft gerung. I shäße nah den bisberigen Benichteu, daß für die Mill onen (e ratbeitung und Nélieferuog diefer Waren etwa vier Verkauf i eulden beiablt worden seien, während vermutl!ch bei dem owie dix Mod, des Unterschiedes ¡wischen Ein- und Verkaustvreisen Vulden ent o fferenz ein Veilust von uvgeführ fechs Millionen gelder de, ¡tehen würde. Diese Verluste müßten neh unz die Liege- lionen & „Le!refenden Dampfec im Betrage von ungefähr 14 Mil- | en u etnem Gesamtbetrage von ungesähr 24 Milltonen Vermehit werden,

RNezieruny, tondern aub die gelamte uogaiste Natton | i] i L | cúßt die E-tw'cklaug der pelatsden Nuion un» tte Kundgebung | dem Gesandten in Paris (Grafen Gyldenstolpe und dem

Staatengebilde. |

Schweden, Die Regierung hat, wie „Wolffs Telegrephenbüro“ meldet,

Gesandten in Kopenhagen Legationsrat Günther den Ab- schied bewilligt uad zum Gesandtea in Paris den Grafen

| Ehrensvärd, Gesandten ad interim in Bervy, zum Gesandten | fn Kopenhagen den Freiherrn Be -Friis, Gesandten in Wien,

zum Gesandten ia Wien den Kabvinettssefretär im Auswärtigen Umt Ewerlöf und zum Gesandten in Helsinafors den Chef der Recht3abteilung im Auswärtigen Amt Westmann er- nannt. :

Ufraine. L Ueber das Ergebnis der ufkrainish-russischen Wasffenstillstandsverhandlungen berichten die Kiewer Zeitungen, daß beslossen jei, die Festlegung der Grenzlinie an allen Fronten den Tcuppenkommandeuren zu überlassen. Mit Verhandlungen über die Grenzen der Ufraine foll sofort begonnen werden, daher sei die Frage einer allge- meinen Grenzlinie von der Tagesordnung abgesetzt worden. VWorläufig sei über die Wiederaufnahme des Güterverkehrs und der Post- und Telegraphenverbindung sowie Über die Oefseoitlichkeit der Vollsizungen keine Einigung erzielt worden. WManuilsfi erklärte nah einem Ferngespräch mit Moskau, daß von einem russisch-utkrainischen Waren-

| ausiausckch nur die Nede sein iónne, wenn Getreide, nit nur

der E wichtige Zucker, gegen russishe Webwaren geliefert

TDULIDe. C : -

: - Blättermeldungen zufolge hat der Minister des Aeußern

Doroschenko dem deutschen Botschafter Freiherrn von

Mumm eine Note über die Notwendigkeit der Angliede-

rung der Krim an die Ukraine überreicht.

Amerika.

___ Der „New York Times“ zufolge erklärte der Vor- tende des Schiffahrtsausschasses der Handelskammer der Vereinigien Staaten , Filene, Amecika sende Leute über See, ohne genügenden Schiffsraum für eine Krisis zur Verfügung 2u haben. Er hoffe indessen zuversicht- lich, daß das Land, das dergestalt das Leben Ter Söhne aufs Spiel seße, den notwendigen Schiffsraum eschaffen werde. Seines Erachtens würden die Schiffsneubauten richt vor nächstem Frühjahr die durch Tauchboote bewirkten Versengkungen wettmachen. Man habe für den Transport von Kriegsmaterial und Lebensmitteln auf jeden Mann an der Front vier Tonnen Schiffsiaum zu rechnen. Eine Million Leute in Frankceih würden somit vier Millionen Tonnen Schiffsraum erfordern, die man nicht besige.

Kriegsnacßrichten. Berlin, 13. Juni, Abends. (W. T. B.) __ An den Kamwpffronten ist die Lage unverändert. Oert- liche Kämpfe {üdlih von Ypern, südwestlih von Noyon und südlih der Aisne.

Bereits um die Mittagsstunde des zweiten A ngriffs- tages war die deutsche Beher1:\{chung des Maß sichergesiellt. Zur Aufnahme der Trümmer seiner unter dem Stoß des deutshen Angriffs zershlagenen Divisionen hatte der Franzose bis dahin vier neue Divisioven eingeseßt. Sie vermochten nit, die Erfämpfung der Maßaiederung aufzuhalten und ne- rieien mit in den Wirbel der französischen Niederlage. Nech am Abend vollendete ein Regiment den Erfolg auch gegen Osten, indem es zu einer Zeit, da der Franzose noch nördlich davon auf dem Westufer der Oise Widerstand leistete, in ver- wegenem Stoße dicht vor Cambronne bis an die Oise vor- sprana und in überrashendem Sturme Nibecourt nahm.

Der dritte Kampftag hat nun die erwarteten, von unserer Luftaufflärung schon Tags zuvor mit wertvoller ört- licher Genauigfeit angesagten großen feindlichen Gegenangriffe gebracht. Sie legien, wie angenommen, ihren Schwerpunkt gegen den äußeren rechien deutshen Ungriffsflügel im Naume von Ayencourt bis südlich Mery. Unter starkem Artillerie- aufwand und Einsaß von Tankgeshwadern brandete der Franzose gegen die reue deutshe Linie an. Acht feind- liche Tanks wurden an einer Stelle erbeutet. Auch gegen- liber der neuen deutschen Linie südli des Matz versuchte der Franzose unter Einsay sta1ker frischer Kräfte, das Schlachtenalück nachträglich noch zu wenden. Auch hier zer- schellten seine Angrifse dur die prächtige Haltung unserer Truppen. Noch bitterer erging es ihm im Ositeil des Yiaß- abshnittes. Hier wurde der in breiten Linien aus dem Walde nördlich Villers-sur-Coudun angeseßte französische Gegenangriff mit dem Ecreichen des Waldrandes \chlagartig von der in Laue stellung harrenden deutschen Arlillerie gefaßt und zer- schlagen. Nur Trümmer retteten sich in wilder Panik in den Wald zurück. Die im Maßgrunde dem Feinde bislang neh über lassene Ortschaft Chevincourt wurde unter Fonzentrisches deutsches Feuer genommen. Es erfolgte hastvoll die Räumung.

Der Gewinn des Höhengeländes hat sich am dritten Kampstage bereits darin ausgereift, daß der Franzose auf dem Ostufer der Oise gegenüber Noyon den ganzen Wald von Carlepont und au den südlich anschließenden Börenforst restlos räumen mußte. Ein von Osten angesezter deutscher Druck stieß in die leßlen dieser Näumungsbewegungen. Mit der Ausschütteluna dieses dur) den erfolgreihen Stoß gegen den Mag meisterhaft zugeschniltenen „Sackes von Noyon“ ist uns neben der Gefangenen- und Materialbeute eine willkommene Frontverkürzung und Festigung unserer Stellung gegen Süden zugefallen.

Großes Hauptquartier, 14. Juni. (W. T. B.) Wesilicher Kriegsschauplay. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Südwestlich von Ypern führten die Franzosen heftige Angriffe gegen unsere Linien zwishen Voormezeele und Vierstraat. Sie wurden - blutig abgewiesen. Mehrere Offiziere und mehr als 150 Mann blieben hierbei gefangen in unserer Hand. Etfolgreihe Erkundungsgefehte am

Kemmel. : E An der übrigen Front lebte die Gefechtstätigkeit nur

vorübergehend auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem Kampffelde südwestlich von Noyon blieb die Aritillerietätigkeit gesteigert, Bei Courcelles und Mery

sowie im Maß-Grunde diht westlich der Oise wiederholte der Feind seine vergeblichen (Hegenangriffe. Unter schweren Verlu sten wurde er zurückgew orfen.

Beiderseits der Straße Soissons—Villers-Cotterets drangen wir in den Wald von Villers-Cotterets ein.

Die Armee des Generaloberjten von Boehn hat seit dem 27. Mai mehr als 830 Geschüze erbeutet. Damit steigt ie Zahl der von der Heeresgruppe Deutscher Kron- prinz seit 27. Mai eingebrachten Geshüße auf 1050.

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Ff Gestern wurden 28 feindlihe Flugzeuze abge- ossen.

Haupimann Berthold errang seinen 34., Leutnant Udet feinen 29., Oberleutnant Loerzer seinen 25 Zlea.

Im Monat Mai beträgt der Verlust der feind- lihen Luftsireitkräfle an den deutshen Fronten 253 Fesselballone und 413 Flugzeuge, von denen 223 hinter unseren Linien, die übrigen jenseits der gegnerishen Stellungen erkennbar abgestürzt find. _Wir haben im Kampf 180 Flugzeuge und 28 Fesselballone verloren.

Ler Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.

Oesterreihish-ungarisher Bericht.

Wien, 13. Juni. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet : An der italienischen Front geringe Gefecht8tätigfeit. Jn Albanien wurde das Vordringen der Franzosen in der Linie Mamia —Sinapremte zum Stehen gebracht. Der Chef des Generalstabes.

Bulgarischer Bericht.

is S 13. Juni. (W. T. B.) Generalstab3beriht oom 2 Jul :

Mazedonische Front: An mehreren Stellen der Front, besonders westlich des Ohridasees, südlich Huma und bei Dojran war das beiderseitige Artilleriefeuer zeitweilig ziemlich heftig. Jn der Moglenagegend zerstreuten unsere vorgeschobenen Einheiten durch Feuer eine starke feind- lihe Sturmabteilung. Jm Gebiet vor unseren Stellungen an der V4 Struma Patrouillenîämpfe mit für uns günstigem Verlauf.

Türkischer Bericht.

Konstantinopel, 12. Juni. (W. T. B.) Heeresbericht.

Palästinafront: Jm Küstenabschnitt stießen an mehreren Stellen starke eigene Patrouillen in die vordersten Gräben des Beindes vor und fügten ihm erhebliche Verluste zu. An den anderen Fronten ist die Lage unverändert.

Amtlicher

Der Krieg zur See.

Berlin, 13. Juni. (W. T. B.) Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapitänleutnant Ernst Hashagen, hat im Sperrgebiet um die Azoren und in der Biscaya rund 25 000 Br.-N-T. vernichtet. Unter anderen wurden folgeude enulische Schiffe versenkt: Ein unbekannter Dampfer 3500 Br.-RN.-T. mit Kohlen, der Dampfer Lac roan“ 4749 Br.-R -T. mit 3089 t Gerste und 912 Stück Stahlbarren, der Dampfec „Merionethshire“ 4308 Br.-N.-T. mit Stück- gut, der Dampfer „Cairnroß“ 4016 Br.-R-T. mit 5000 t Kohlen, der unbesezzte Truppentransportdampfer „Ausonia“ 8155 Br.-N.-T. und der Segier „Ruth Hichmann“ 417 Br.- R.-T. mit 500 t Salz und Kartoffeln. Sämiliche Dampfer waren mit Geschüßen und zum Teil mit Minenwerfern be-

waffnet. Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Washington, 13 Juni. (Neuter.) Der amerikanische Dampfer „Pinar del Rio“ wurde am Sonnabend auf der Höhe von Maryland durch ein U-Boot versenkt. Die ge- san.t?2 Mannschaft ist gelandet.

London, 13. Juni, (Reutermeldung.) „Daily Chronicle“ meldet aus New York, daß nah Telegrammen aus Norfolk die Ueberlebenden des von einem U-Boot torpedierten amerikaniscwen Frahtdampfers „Pinar del Rio“ er- zählen, das U-Boot sei von einem Dampfer von ungefähr 6000 Tonnen mit grau angestrihenem Schornstein begleitet gewesen. Während das U-Boot angriff, blieb dieser Dampfer in einer Entferaung von 2-—3 Meilen. Dann erhielt er den Befehl, dem U-Boot zu folgen. Hierauf vershwanden beide Schiffe. Las U-Boot war schäzungsweise 200 Fuß lang.

Parlamentarische Nachrichten.

Jm Hauptausschuß des Reichstags eiklärte der Unterstaaissefretär im Reichéshaßzamts Schiffer bei der Beratung des Entwurfs gegen die Steuerflucht laut Bericht des „Wolffschen Telegraphenbüros“ unter anderem:

Mit Ructsicht auf |ch.n reâhread dea Kriegts vorgekommene und naŸ bem Krtege wet ce zu bcfürw!ende Neoswandezungen zu Zwecktn der Steuerflucht irs inea Mafinahmen ditr gend geboten. Die Aut- war derung ver Perionen taun in zweirater Weise b: kän pft w:rden : dur) fortlaufende Gntrihtung dec Sieuein oder dur die Sihebung eines Abfindurgsgeldis. Von "eyterer wurte abgelebhen, weil fie wit der heutizen Auffaffung von der menshlidwen Freiheit und den bundetfigatiihen Ve-fassungen in Widerspruch steht. Zuten kaun die einmalige Zah ung etnes oben Prezentsayzes des Vermögens zu großen Härten führer. Endlich ist zu beachter, daß ntt alle Aus- wanderunu,eo zu dekämpfen sind. Eine gawe Vieihe von Aus- wanderungey find im vo!fkswitrischaftlichen Interesse gerade!u zu be- günstigen. Aus allen diejen Gründen hat der Entwurf in Anlehaung an relch9- und lande?rech1liGe Stevergesez2 den Weg der For:- dauer der Steverpflict gewählt. Gr baut #ch auf dret Stadien auf: auf der Anmeldung ber Auswanderung, auf der Stchz:1heite- [zistung und auf den Strafen. Va mit Umgehen gerechnet werden muß, si-d die Strafen b-)onders whksam gestaltet. Es ift daher neben G:fängnis und Verlust der bürgerlichen Eklreyrehie die etgenartige Strafe ber Entziehung der Staatsangebörigfkeit mit Er- flreckung auf die Ehefrau und die minderjährigen Kinder vorge seben. Im übrtgen tit zu betore", daß nicht olle Auswanterer Betrüger und Vaterlaudsshädlinge \îad, deshalb sollen ja auch Auslarda- deutsche, Autlandébeamte und \olche Personen befreit bleiben, deren Vermögzn 30 090 „(6 nit übersteigt.

ri i fac idr Az 10. San iuir mri