1918 / 165 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

R - T! At!

Gruaudlage gewähren foll, um: uns mit geeinter- Talkraft a1 eltfrise berau!szurirgen, und sodann mit fraftiger gegeuseitiger Unter itüußung den Wiederaufbau, die boffnungéfreudige INüdtebx zu fited liem und gesicbertein staatiiden und wirt1Ga!tlichen Leben anzu treten. So wie im Jahre 1879 der Abschluß des Vündnijtses nichts Neues geschaffen dat, sondern nur die feierlibe Festigung war von Beziebungen, die sicch aus tiefer politischer Einticht der zwei Nachbarmächte und ibrer Lenker sowie aus den Bediufnissen ibrer Bölfker ausgebildet hatten, so sind es die ins Gemeinbewußtsein ge- drungenen Erfaßrungen aus langer Bünduniszeit, in gemmein- samer Arbeit und Not, die Oesterreih-Ungarn und OVeutsch- land veranlassen, den Weg zu suchen zu einem Ausbau dcs Bündnisses, damit es allen Anforderungen der neuen Zeit genüge. Streng im Geiste des alten Vertrages die Be- ziehungen zwischen Oesterrcih-Ungarn und Deutschland enger und inniger auszugestalten, das is der Inhalt des Bestrebens der ver- bündeten Herrscher und ihrer Regierungen, in welhen fie fich im Einklange wissen mit den Wünschen der überwiegenden Massen ihrer Völker. Das Bündnis foll auch künftig wie bisher feinen aus]ließlih defensiven Charafter bewahrea. Es foll auch fest beruhen auf der befriedigenden Lösung aller aus dem Kriege ent: standenen uns gemeinsam berührenden Fragen und Bedürfnisse. Der neue Bünduiévertrag soll daber niht uur das politishe Verhältnis der beiden Mächte umfassen, sondern auch den Anlaß geben, die viel- fachen künftig noch enger zu gestaltenden wirtschaftlichen, militäris{en und sonstigen Beziehungen derselben den geänderten Verhältniffen und gewonnenen Einsichten anzupassen, sowie die mit der Wieder- geburt Polens zusammenbängenden Fragen unter Nücksicht- nahme auf die Wünshe der Bevölkerung zu lösen. So ergibt ih ein ganzer Kompler von hohwichtigen Interessengruppen, die insgesamt und nach den übereinstimmenden Wünschen gleichzeitig, wenn auch in abgesoaderten Jnstrumenten, eine den beiden Teilen voll genügende Befriedigung finden sollen. Ueber den Verhandlungen, die zur Erreichung dieses wettertragenden Zieles zwijchen den verbündeten Regierungen geführt werden, {chwebt als oberster Grundsaß bei sorg- fältigster Nüsihtnahme in Form und Inhalt die Souveränität, die volle Parität und Unabhaängigteit der vertragschließenden Mächte. Das Bündnis soll auch künftighin gegen niemand eine Bedrohung oder eine Unfreundlichfkeit bedeuten. Es soll nichts darin aufgenommen werden, was Nötigung oder Anreiz zur Bildung von Gegengruppierungen zu bieten geeignet wäre. Alles was sich in der Zukunft von dem hehren Gedanken eines allgemeinen Völkerbundes wird verwirklichen lassen, joll in unserem Bündnis fein Hindernis, sondern einen willigen Kern, eine vorbereitete Gruppe finden, die sich mit jeder auf verwandten Grundsäßen beruhenden aligemeinea staatlihen Kombination leicht und ihrem Sinne gemäß zusammenfchließen kann. Es ift auß nah dem Gesagten kaum nötig zu betonen, daß wir hoffen und erwarten, allen voran mit den uns verbündeten Bulgarien und der Türkei anich nah dem Kriege in der engsten Verbindung zu bleiben.

_ Was wir am 12. Dezember 1916 ausgesprochen haben, ist für unfere Gefinnung heute noch maßgebend. Wenn auch ungeheure Greignisse seither das Weli1bild stark verändert haben, fo führen wir, immer noch aufrech{;t wie damals, unseren durch zahllose Opfer ge- beiligten Verteidigungskampf, doch stets bereit zu einer Verständigung, die Ghre, Dasein und Entwicklungsfreiheit unserer Völker sichert. Die Fortdauer dieses Krieges beruht aus[chließlich auf dem ein- seitigen Vernichtungswillen der feindlichen Staatenlenker. Sie halten ihre Völker im Banne von Slagworten, die aufrichtig gemeint jein mögen, aber an die faliche Adresse gerihtet und mit An- preisung des allerzweckwidrigsten Durchführungsmittels verbreitet werden. Unsere Gegner stecken fich dabei auf Men blutgetränkten Wege Ziele, die nur auf den Trümmern einer Welt erreiht werden könnten. Daß dies verhütet werden wird, dafür bürgt unsere und unserer Verbündeten starke Wehr. Es sei zum Schlusse der Worte unseres erhabenen Herrschers gedaht aus seiner Antwort auf die Friedensnote des Heiligen Vaters vom 1. August d. J.: Wir er- streben einen Frieden, welcher das fernere Leben der Völker von Gioll und Nachedurst befreit, und der sie auf Generationen hinaus vor Anwendung der Waffengewalt sichert.

Großbritannien und Frland.

Im Unterhaus teilte Bonar Law mit, daß zwischen den Vertretern der Mächte im Haag über den Austaus ch der Gefangenen eine Einigung erzielt worden sei, die aber noch der Unterzeichnung der beiden Regierungen bedürsten. So- bald die britishen Vertreter zurückgekehrt sein würden, werde die Frage des Austausches der türkischen, britishen und indischen Gefangenen in Angriff genommen werden.

Zu Ehren Frankreichs fand am Sonntag eine vom englischen Arbeiterverbande veranstaltete Kundgebung im Hydepark statt. Es wurden, wie „Reuter“ meldet, Ent- shließungen angenommen, in denen der En!schluß ausgesprochen wurde, mit Frankreih Schulter an Schulter zu lömpfen, bis Elsaß-Lothringen wieder hergestellt und der preußische Militarismus vollständig ver- nichtet sei. Die Redner wiesen den Gedanken zurück, mit den feindlichen Sozialisten Besprehungen auf der Grundlage ihrer Antworten auf die Kriegszieldenkschrift der Arbeiter- konferenz der Alliierten anzuknüpfen.

_ Eine sozialistishe Kundgebung am Trafalgar Square, an der die Sozialistenführer Tillett, Thorne, Hynd- man und Vertreter des amerikanischen Sozialistenverbandes teilnahmen, nahm eine beifällig begrüßte Entschließung an, in der erklärt wird:

___Die Arbeiter von London widerseßten sich jedem Frieden, bis die Hohenzollern und Habsburger militärisch vernihtet seien. Troßdem sie einen Frieden ohne impcrialisti|he Erweiterungen und Kriegs- entschädigungen wünschten, versicherten sie doch, daß tein Frieden olzne volle Ent|hadigung für die von den Deut\chen angerihteten Ver- mwüstungen und den Wiederaufbau der Gebiete der niedergeworfenen Nationen ausreichend sei.

In diesem Sinne wunden Botschaften an Clemen- ceau und Wilson abgesandt.

Der Sozialist Thorne erklärte, es sei klug gewesen, daß Troelstra der Paß verweigert worden sei, denn es sei sicher, daß Troelstra im heimlichen Einverständnis mit dem deutschen Auswärtigen Amte stehe. Ein Schriftstück, das im Juni 1917 in die Hände der englischen Ano gefallen sei, beweise das. Hyndman verlas einen Brief von Clemencau, in dem es heißt: die Opfer, die die Franzosen brächten, seien furchtbar, aber der Sieg sei gewiß, wenn nur die freien Völker sih gegen die Barbarei verbänden.

Rußland.

Die Sigung des allrussishen Sowjetkongresses am 9. Juli wurde nah Meldung des „W. T. B.“ von Trotki mit einem Bericht über die Unterdrückung des Aufstandes der Linken Sozialrevolutionäre eröffnet. Er führte aus, daß kein denktender Bauer, Arbeiter und Soldat den Krieg mit Deutschland neu zu beginnen wünsche.

„Prawda“ veröffentlicht folgende Entschließung des allrussishen Rätekongresses:

._ Die Anstifter und Teilnehmer am Gesandtenmord und den Auf- ständen haben ihre Stellung als Rätepartei und die amtliche Stellung ibrer Mitglieder mißbraucht. Der Kongreß verlangt strenge Be- slrafung der Verbrecher; die Sowjetteile der Linken Sozialrevolutio- nare find verbündet mit den Verbrechern. Für solhe Örganisatoren ist kein Play in den Deputiertenräten. Die Hauptaufgabe der Näte-

y .- . 2 2 o. 211 ; 7 e 1c8 fremd t ift die Erbaltung dcs Fricdens; nur im F&alle e.nes fremden

Pflicht aller Arbeiter, Bauern und ehrlichen

5) 4 42

nrr ia ih

Ua Dun S rf €A 1 j l ! Bürger, das Land gegen die Imperialisten zu verteidigen. i:

„Nowaja Schisn“ veröffentlicht folger de Erklärung des amerikanishen Gesandten in Moskau am amerifa- nishen Nationaltag: E A

Alle Bun desgenossen halten Nußland noch [Ux einen kämpfenden Staat, den Brester Frieden erkennen he idt an. Wilson bat erklärt, er werde Nußland nicht verlayjen, D. h. er wolle nidt unbeteiligt zusehen, wie Deutsche das russi)cbe Volk ausbeuten und si die Neichtümer Nußlands aneignen. Die Stellung Amerikas ist uit abhängig von Wünschen auf Landeserwerb und Handeiévorteile, au in innere Angelegenheiten will fich Amerika nit einmischen, es liegt ibm aber an dem Selbstbestimmungsrect Nußlands, und dieses foll niht gezwungen fein, fich der 1yranniscen NVenvaltung Deutschlands unterzuordnen. Ich rufe das russische Volk zur Mannhaftigkeit auf und zum Zusammenschluß gegen die deutshen Eioberer: ih habe Weisu ng erha lten Oen E lich zu erflären, daß es die Aufgabe Amerikas i, alle slavischen Volker von deuts Und osterreiwischer Herr[Mhaft zu bésreten.

Jtalien.

Auf Grund der Verhandlungen hat der Schatsekretär der Vereinigten Staaten dem italienishen Schaß- minister Nitti mitgeteilt, daß Maßregeln zur Ver- hinderung der Spekulation in italienischen Wechseln in den Vereinigten Staaten getroffen seien. Außer- dem sei alles, was mit den Ankäufen Jtaliens zusammen- hänge, geregelt, und für einen beträchtlichen Zeitraum würden ihm Geldmittel zur Ve: fügung gestellt werden, um das An- gebot an italienischen Lire in den Vereinigten Staaten ge- mäß den gemeinsam festgeseßten Bestimmungen aufzunehmen. Das Abkommen sei das Ergebnis von Verhandlungen der beiden Regierungen, die durch Wilson und seine Regierung in einem Geiste großer Freundschaft für Jtalien geführt worden seien. Es sei, wie die „Agence Stefani“ mitteilt, anzunehmen, daß dank diesem Abkommen der italtenishe Wechselkurs sich ständig verbessern werde.

Niederlande.

„Algemeen Handelsblad“ meldet aus dem Haag, daß der Minister des Aeußern gestern Abend im Treves Saal die Deutsh-Englische Kriegsgefangenenbesprechung ge-

{lossen hat. RNumäuien.

Der in der rumänishen Kammer eingebrachte Klage- antrag gegen die Regierung Bratianus wœurde nicht, wie der amtliche Telegraph irrtümlih meldete, von 201, sondern nur von 80 Abgeordneten unterzeichnet.

Amerika.

Wie „Neuter“ aus Washington meldet, nahm der Senat die bereits vom NRepräsentäntenhause bewilligte gemeinsame Enischließung an, durch die der Präsident ermächtigt wird, S und Fernsprecher unter Staatsaufsicht zu tellen.

Der General Ma rchch gab nah Meldung des „W. T. B.“ aus Wathing1on bekannt, daß aus den amerikanischen Di- visionen in Frankreich endgültig drei Armeekorps von je 225 000 bis 250 000 Mann gebildet worden seien. Die Ver- schiffungen der Truppen nähmen ohne Unterbrehung im Zeit- maß der leßten Monate ihren Fortgang.

Aus Anlaß: des französischen Nationalfestes sandte der Präsident Wilson dem französishen Volke eine Botschaft, daß die Vereinigten Staaten ftolz seien, mit A ai in Waffen und im Ziel kameradschaftlich vereint zu sein. s

Kriegsnachrichten.

Berlin, 15. Juli, Abends. (W. T. B.) Südwestlih und östlih von Reims find wir in Teile der französischen Stellungen eingedrungen.

Großes Hauptquartier, den 16. Juli. (W. T. B.) Wesftlicher Kriegsschauplaß. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Jn einzelnen Abschnitten lebte die Kampftätigkeit auf. Oestlih von Ayette wurde ein vächtliher Vorstoß, östlich von Hebuterne ein stärkerer Angriff des Feindes ab- gewiesen. Hier haben sich während der Nacht neue örtliche Kämpfe entwickelt.

Heeres8gruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Aisne und Marne und östlih von Chateau- Thierry lebhafter Artilleriekampf. Jn kleineren Unter- nehmungen und im Vorstoß über die Marne südwestlich von Jaulgonne brachen wir in die feindlichen Linien ein und brachten Gefangene zurü.

_Südwestlich und östlich von Reims sind wir gestern früh in Teile der französischen Stellungen eingedrungen. An den Vorbereitungen für die artilleristishe Kampfführung hatten Vermessungstruppen besonderen Anteil. Artillerie, Minenwerfer und Gaswerfer öffneten durch ihre vernichtende Wirkung im Verein mit Panzerwagen und Flammenwerfern der Jnfanterie den Weg in den Feind.

Die Armee des Generalobersten von Boehn hat zwishen Jaulgonne und östlich von Dormans die Marne überschritten. Pioniere seten im Morgen- grauen die Sturmtruppen über den Fluß und \cufen damit die Grundlage für den Erfolg des Tages. Jn- fanterie erstürmte die steilen Hänge auf dem Südufer der Marne. Unter ihrem SŒ{uyß vollzog sih der Brücken- chlag. Jn stetem Kampf durchstießen wir das zäh verteidigteWaldgelände der ersten S Stellung und warfen den Feind auf

eine rückwärtigen Linien bei Condé—La Chapelle— Comblizy—Mareuil zurück. Auch nördlich der Marne entrissen wir Franzosen und Jtalienern ihre erste Stellung zwishen Arore und Marne. Wir standen am Abend im Kampf östlih der Linie Chatillon—Cuchery— N der G l i

e Armeen der Generale von Mudra un Einem griffen den Feind in der Champagne von Nees (östlih von Reims) bis Tahure an und nahmen im Kampf mit dem fih unserem Angriff entziehenden Feinde

¡die erste französiswe Stellung. Nauroy —Moronvillers stießen wir über die G Ven Cornillet—Hochberg—Keilberg—Poehlberg dur dag leh feld der vorjährigen Frühjahrsshlaht bis an die R; de straße nordwestlich von Prosnes und j ömtr, Waldgelände südlich des Fichtelbergeg du Oestlih der Suippes entrissen wir dem Feinde !! Kampffeld der Champagneschlachten ¿wischen A rive und südöstlih von Tahure. Auf unserer Ag, te frort óöstlich von Reims hält der Feind seine zweite Sar nördlih von Prosnes —Souain —Pérthes. elm

Trog tiefer Wolken und böigen Windes waren dis 6, streitkräfte tätig. Jn niedrigen Höhen griffen lieg / Uf Bomben und Maschirengewehren in den Kampf On Erd mit Sie schossen gestern über dem Schlachtfelde 31 feindliche H zeuge und 4 Fesselballone ab. Die Leutnants Löwenh uy und Menkhoff errangen ihren 36., Leutnant Bolle pl 21. Die Sahl bes biober eini É inn

Die Zahl der bisher eingebrachten Gefangen ; mehr als 13 000. fangenen beträgi

Heeresgruppe Herzog Albrecht. Jn kleinen Unternehmungen in Lothringen, in dey Vogesen und im Sundgau machten wir Gefangene.

Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff.

Oesterreihish-ungarischer Bericht. Wien, 15. Juli. (W. T. B.) Amtlich wird verlauibar| An den Gebirgsfronten ift beiderseits die Artilleris

tätigkeit andauernd lebhaft. i Der Chef des Generalstahez,

Vulgarischer Bericht.

Sofia, 14. Juli. (W. T. B.) Generalstabsbericht v 13. Jull.

Mazedonische Front: Am oberen Skumbi drang unsere Stoßtrupps in die feindlichen Stellungen ein und bradty französishe Gefangene zurü. uf beiden Ufern der öftlihy Cerna lebhaftes beiderfeitiges e Ed Oestlich da Wardar versuchten englische Stoßtrupps sich unseren Vorposig bei dem Dorfe Krastali zu nähern, wurden aber durch Feu zerstreut. An der Strumamündung war das Artillereiefeut des Feindes zeitweilig lebhafter.

Sofia, 15. Juli. (W. T, B.) Bericht vom 14. Juli, Mazedonische Front. Westlih des Ochridasees z streuten wir feindlihe Erkundungsabteilungen durh Feu Jm Cernabogen kurze Feuerüberföll?s, die unsere Artill erwiderte. Sie schoß zwei feindlihe Munitionslager in Branh, Oestlich von der Cerna und südlih von Huma war das beide seitige Geschüßfeuer zeitweilig lebhafter. Westlich des Wardy jebte S Artillerie ein großes feindlihes Munitionslagt n Brand.

Türkischer Bericht. Konstantinopel, 14. Juli. (W. T. B.) Heeresberih,

efrau, An der ganzen Front nur {wad Artilleriefeuer. Sonst nichts von Bedeutung.

Der Krieg zur See.

Berlin, 15. Juli. (W. T. B) Jm Sperrgebil des Mittelmeeres wurden durch die Tätigkeit unst U-Boote 4 Dampfer und ein Segler von insgesamt 1700 B.-R.-T. versenkt. i

Der Chef des Admiralstabes der Marine,

Kopenhagen, 15. Juli. (W. T. B.) Das Ministeriut des Aeußern teilt mit: Das isländishe Segelsciss „Gullfari“ ist in dec Nähe der Faröer versenkt word. Die Besaßung ift in Thorshavn gelandet.

E

herausgegeben im Reichsamt des Jnnern, vom 12. Jult 1918 folgenden Inhalt : Konsulatwesen: Ermächtigungen zur Vorn von Zivilstandshandlunger. Allgemeine Verwaltungs sachen: Aendl rung der Bestimmungen üoer die Entschädigung ber infolge gol mangels feiernden Arkeiter und Arbelterinnen kriec swihtiger Betti Scul- und Unterrihtäweïen: Anerkennung von Reifez7ugnissen Shulsanatortums Fridericianum zu Davos (Schwetz). Statistik Veränderungsnachwets über Ortslöhne.

Nr. 23 des „Zentralblatts für das Deutsche peN ahn

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Familiennachrichten.

i tial E E Frl. R von Fal mit Qi Regierung! _ referendar Hans-Lebreht von Klißing (Drangsitten). ; S Gin A Hrn. Major Hans von Lügow-Gitit otsdam ). ; Gestorben: Hr. Generalleutnant z. D. Curt von Sanden G au Hr. Major a. D. Otto Baron Stosch-Lankau de nib) Fr. Olga von Schwerin, geb. von Ekartsberg (Us

inie

Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlotten Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Gel Redclmungsrat Mengering in Berlin Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in de Druck der Norddeutsben Buchdruckerei und Verlagsanila Berlin, Wilhelmstraße 92.

Sechs Veilagen

(einschließlich Warenzeichenbeilage Nr, 99)

zum Deutschen Reichsanze

165

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 16. Juli

iger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

01918,

Laud- und Forftwirtschaft.

Saatenstand in Dänemark.

ite, vom 1. d. M. datierte Mitteilung über ehen ist die I Dänemark erschienen, der sich folgender-

atenstand in tellt : auf den Inseln : in Jü!land: 19.6 T 12/6 7

ide: N 37 40 3, , s 4 /

3,

3

j ; A : 3.2 d i richte E 3,9 99/27 ansela hat der Reoen der leßten Z.it die Auesichten A s auch das kalte Wetter das Wachétum etwas Pat. In Jütland steben Wetzeo, Mengkorn und Hüljen- iwas hesszr, die onderen Saaten aber etwas s{hlechter, die falte 11 hat hiec hemmender gewirkt als axf d-n Inseln.

ld des Roggens ist auf den Inseln kein Fort'cittt (n un» in Jûtla,d ist die Lage jeit dem lezten Bericht ngúnstig-r aeworden. Oer MNegen ift größtenteils zu \pät ge- und der F öcnerert ‘ag wird besonders in den mageren Gegenden mäßig gering ausfallen. Für Wetzen steht eine Mittelernte bten, Für die Sommersaat hat der Regen auf den namentli für Gerste uno Mengkorn, tie Aussichten gebefsert, y Hafer und Hülsenfrüchte stehen besser. In Jütland Versie und Hafer etwas shlechter, Mengkorn und Hülsen-

iwas besser.

[2 22 _— 2

S

or

ut den Ine sn: i ite: A '

feln « . . 4,0

rüben o o 29

lrüben A E 2,6

8 E * 2,8 hrüben , 4,0

Vurzelfrüchte, namenllich Mebr übtn, Kohl: üken und , sehen avf den Ipseln beser, Kohlrüben und Turnips jed och mer bedeutend vnter Mtitelernte. Auch Kartoffe.n und iben stehen beffer. Ja Jütland stehen nur Koblrüben und hesser, Runkelrüben und Zu ckerrüben dec g'gen ckchlechier, ebenso n, Das kalte, stürmishe Wetter bat besorders hemmend auf nelfrôdte etr gewirft, die untxr dec Trockenheit [hon vorher

d gelitten hatten. N auf den Iaseln: in Jütland: ind Gra!?länbereten : 15617 16 Le Nengerertrag von: e La

nbe . ., a . . . * p 1

Pehaffenheit von: E E

nheu 4: . 0:70 ck_ 4,1 R

u hat beim Einbringen infolçe Negens Schaten çelitten. Veiden stehen besser, dex gefallene Regen war aber noch reihend, da sie flark atgegrast waren und dunch die Trocken- itlea hatten. (Bert des Kaijerlichen Generalkonsulats in en vom 6. Jult 1918.)

foam

’ntralstelle für den Gemüsebau im Klein- , Milin W., Behrenstraße 50/52, stellt kostenlos zwei für und Gemüselandbesißer wichtige Merkblätter ,Samen- ind „Sorgt für gute Ausnugung. des -Gemüse- * ¡ur Verfügung. Wegen“ der allgemeinen Samen- und mppheit kann die Anschaffung nur warm empfohlen werden.

pueek eg n -

L

U L ck

Qo Om

Do D I E t Us 00 f O O

_ T s

ck ©

h o

Co I L C T P b QPRWANAO-L

_

2. '

0: 1

dheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

odholm, 14 Juli. (W._ T. B.) „Astonblavet" erfährt Esten Stadtarzt, daß sech3 Mann von der Besatzung mpfers „Angermanland*, der am Frettagabend aus burg angekommen . is, an asiatischer Cholera stey. Der Arzt betont, Stockbo!m sei nicht in der Gefahr holeraepidemle. Nach amtliher Feststellung |st von

R i2N Lm

den an Bord des Dampfes „Angerman!and“ an Cholera Eikcarkten eine Person gestorben. Die übrigen sind sehr s{chwer krank. Bis 1 Uhr Nachmittags hat si kein neuer Fall ereignet.

Kopenhagen, 13. Juli. (W. T. B.) Dem „Svenska Dag- blatet* zufolge hat die finnische Regierung die Umgegend von Peter3burg für choleraverseuchxr erklärt.

Mannigfaltiges.

Der Kongreß der deutschen Kolonisten der West- UTrarne hat. laut ,W. T. B“ an Seine Majestät den Kaiser folgende Drahtung gerichtet :

_ Der Kongreß der aus der Verbannung zurückgekehrten Kolo- utsten der Westukraine legt Eurer Kaiserlichen Majestät in tiefster Ehrfurcht seinen unauslöfchlihen Dank zu Füßen für die Be- freiung aus s{werer Not und gibt alleruntertänigst seiner Hoff - nung Ausdru, daß es Eurer Majestät und Allerhöchstdero weiler Neichsregierung unter Gottes fernerem Beistand gelingen möge, den deutschen Kolonisten der Ufraine auch ferner Beistand zu gewähren.

Präsident Pastor R. Deringer, Vizepräsident Pastor E. Toriens, J. Mosenbaun:

Darauf ist folgendes A ntwort telegramm ergangen :

Großes Hauptquartier, den 11. Juli 1918. Kongreß der Kolonisten der West-Ukraine (Präsident Pastor Deringer).

Seine Majestät der Kaiser haben die Danke8sfkundgebung der aus der Verbannung glücklih zurückgekehrten deutschen Kolonisten der West-Ukraine mit Freuden entgegengenommen und werden ihnen auch fernerhin gern Allerböchstihr besonderes Interesse bewahren.

Auf Allerhöchsten Befehl (Geheimer Kabinettsrat von Berg.

Cöln, 15. Juli. (W. T. B.) Heute vormittag fand die Bei- sezung der Leiche des Kaiserlichen Gesandten. in Moskau Grafen von Mirbach in der Ahnengruft des Gräflichen Geschlehts im Schlosse zu Harff statt. Die im Schloß aufgebahrte Leiche war mit einem Tuch in den deutschen Farben bedeckt; am Sarge lagen Kränze, darunter die von Jhren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin, von dem Reichskanzler, dem Auswärtigen Amt, der russischen Sowjet- regierung, der bulgarishen und der türfishen Gesandtschaft in Moskau, den deutschen Offizieren in Nußland und den deutschen Kriegs8gefangenen in Nußland. A1s Vertreter Seiner Majestät des Kaisers war der Oberpräsident von Groote - Koblenz, anwesend, als Vertreter des Auswärtigen Amts der Unterstaats- sefrelär von Stumm und der Geheime Legationsrat von Bassewißt. Ferner waren erschienen eine Abordnung der russichen Sowjetregierung, an der Spitze der Generalleutnant Sergei Odintzow, eine Vertretung des rheinischen Adels, eine Abordnung der Münster|hen Kürassiere, denen der Verstorbene als Neserveoffizier angehörte, sowie Negierun g8- präsident von Dalwigk-Aachen. Nach der Einsegnung im Schlosse seßte sich der Leichenzug zur Kapelle in Bewegung. Der Pfarrer von Harff hielt eine Ansprache, in der er die Verdienste des Ver- storbenen würdigte.

Handel und Gewerbe.

Warschau, 13. Juli. (W. T. B.) Polnische Landes- Darlehnskasse. Zwischenausweis vom 30. Juni 1918. I. An- lagen: Barbestand (deutsche Neichéwährung und Metallgeld ohne Landesdarlehnsktassensheine) 1 817 874,53 S, Kontokorrentguthaben bei deutschen ‘\stadätlihen und vrivaten ‘Instituten 252558 000 #, sonstige Guthaben 59: 185/99 , zusammen Guthaben 252617 185,99 #, Lombärds 113888 564,91, Schatzwechsel 201.340 000,— #, -Dis- fontèn 2.101 082/26 S, sonstige Anlagen 62.959 970,15 s, insgesamt 634 724 67734 K, 11. Verbindlichkeiten: Landesdarlehnskassen- scheine im Verkehr (ohne die in den eigenen Kassen befindlichen Be- stände) 504 275 082,95 #, Meservefonds 1 443 907,64 #4, fremde Gelder (Kontokorrenteinlagen und Depositen) 60298 545,75 M, sonstige Verpflichtungen 68707 051,50 #, zusammen 634724677,84 ¿.

Brüssel, 15. Juli. (W. T. B.) Ausweis des Noten- departements der Société Générale de Belgique pom 11. Juli (in Klammern vom 4. Juli). Aktiva: Metall- bestand und deutshes Geld 41 875 566 (48 673 237) Fr, Gut-

E MOCARS

T hungs)acien.

hebote, Berlust- und Funbsaten, Zustellungen # dergl ufe, Verpachtungen, Verdingungen 2e.

osung 2c. von Wertpapieren.

tmanditgesellschaften auf Aktien u. Alttengesellschaften

r -—

Anfßerdem w

Aluzeigenprezt für den Nanm einer 5 gespaltenen EinHeitszeile #50 Pf.

baben im Auslande 961 830 383 (899 357 266) Fr.,, Darlehen gegen Guthaben im Auslande 99 450 612 (99 426 418) Fr., Darlehen gegen Schazzscheine der belgischen Provinzen (gemäß Artikel 6 Ziffer 7 der Borschriften) 480 000 000 “(480 000 000) Fr., Wechsel und Schecks auf belgische Pläye 110671 208 (107 134431) Fr., Darlehen gegen inländishe Wertpapiere 2 391576 (2 393 676) Fr., fonstige Aktiven 31 947 994 (31 914 803) Fr., zusammen 1 728 167 33s (1 668 899 831) Fr. Passiva: Betrag der umlaufenden Noten 1414860333 (1358853832) Fr., Giroguthaben 271 409 788 (268 261 743) Fr., sonstige Passiven 41 897 212 (41 784 256) Ft., zusammen 1 728 167 333 (1 668 899 831) Fr.

Borse t BELLLti (Notierungen des Börsenvorstandes) Von G S vont 15. SUl für Geld Brief [S Brief / : M A M M Holland O0 Que 2805 281 05 281 Dineitatt 100 ronen 1728 178 ) Schweden 100 Kronen 1914 915 Norwegen 100 Kronen 1744 174% Schweiz 100 Franken 1401 : Wien- Ba O0 Roten 62/09 2 62,05 62415 Bulgarien 100 Leva 79 9x 79 794 Konstanti- f nopel 100 Piaster 20/70 20/88 20,85 Madrid und Barcelona 100 Pesetas 112 B i; 18

23 (8

1 1917 41 1745 403 1403

8 ( 9 S (

9 1 1 1 1

Die Haltung an der Börse gestaltete sich wieder fest, ohne daß es zu größeren Umsäßen gekommen wäre. Bevorzugt waren Schiff- fabrtsaftien, während Montan- und Nüstung8werie nur geringfügige Beränderungen aufwiesen. enten waren gut gehalten.

Kurösberichte von ausländischen Wertpapiermärkten.

Wien, 15." Juli. (W. T. B.) Die neue Woche begann an der Börse in freundlicher Haltung, zu der die Besserung der parla- menta#chen Lage und gute Ernteberihte Veranlassung gaben. In der Kulisse fanden hiesige und Budapester Käufe in Kredit- und Staatsbahnaktien statt bei einer Kurssteigerung von ‘13 bezw. 15 Kronen; auch Maschinenwerte waren gefragt und standen um 10 Kronen im Kurse höher. Im Schranken bildeten Kohlen-, Petroleum-, Zucker-, Elektrizitäts- und VMaschinenwerte den Gegen- \tand der Nachfrage, besonders gali¡ische Petroleumwerte stiegen um 20 Kronen im Kurs.

Paris, 15. Juli. (W. T. B.) Wertpaypierbörse geschlossen.

Amsterdam, 15. Juli. (W. T. B.) Behauptet. Wechsel auf Berlin 33,85, Wechsel auf Wien 19,80, Wechsel auf Schweiz 48,95, Wechiel auf Kopenhagen 60,45 Wechsel auf Stockbolm 63,90, Wechiel auf New Vork 193, Wechsel auf London 9,20, Wechsel auf Paris 34,00. 42 9% Niederländische Staatsanleihe 91, Obl. 3 9/0 Niederländ. W. S. 684, Königl. Niederländ. Petroleum 579, Holland-Amerika-Linie 369, Niederländ.-Indische Ara i 168, Atchison, Topeka u. Santa 82), Nock Island —, Southern Pacific 767, Southern Railway —, Union Pacific 1152, Anaconda 129F#, United States Steel Corp. 87è, Französish-Englische Anleihe —, Hamburg-A merika-Linie —.

Kavenha gen, 15. Juli. (W. T. B) St(htkwechsel auf Hamburg 56,00, do. auf Amsterdam 165,75, do. auf London 15,19, do. auf Paris 56,50.

So 10 u S S GSioeel Nuf Berlin 49,50, do. auf. Amsterdam 145,75, do. auf s{chweizerishe Pläze 71,50, do. auf London 13,48, do. auf Paris 49,30. :

Mo Der Sanetro, L S Q B Set aut London 121;

Kursberichte von auswärtigen Warenmärkten. M00 die A No Ll U (W: AOBY. Raff Bi fuhren: in Nio 6000 Sack, in Santos 16 000 Sa.

-

rd auf den Auzeigenpreis ein Teneruugszuschlag von 20 v, H, erhoben,

(I ZAA er, C ar E U ec

9, Bankausweise. : 19. Verschiedene Bekanntmachungen:

| ige a r S Hs | x : | Lik e S aida GrGRRAL Öffentlicher Anzeiger: E. x

i { [tin Breslau, Vinzensstr. 43, von Be- l er uchungs- ruf Friseur, der sich noch verborgen hält, ift die Untersuhungshast wegen Fahnen- sahen flucht angeordnet. Es ‘wird “ersut, thn s zu verhaften und in das htesige Garuifon- Eteckbrief gefängnis oder an die nähsteMilitärbchörde den Kanoniec Wilbelm F iedri | dum Meitertransport hterher abzuliefern. dinsh, geboren am 5. 5. 1900 Beschreibuag: Gesiht: groß und voll. urg, aus dem Landwehrbezirk 11 Ohren: gewöhnltch, Lippen: aufaeworfen, weher flübtiz is oder si Telnt : unrein, Augen: blau, Kinn: ge- bält, ift vie Untersuhunashaft wöhnl\ch, Haare: blond, nach hinten ge- Viebstahls verhä-gt. G8 wird er- | timmt, Figur: mittelgroß, kräftig, Sprache : ihn zu verhaften und in die \chaell und aufgeregt. urestanstalt in Altona oder an| Bréslau, den 10. Juli 1918 fte Militärbeb örde zum Weiter- Gericht der Landwehc Inspektion. totrher abzuliefern. (25344 “Steckbrief. tr Landwehrin)pek.ion Altoua, Der Musketlér Fran; ühnell, 1. Komp. Steckbrief Ers -Batl. Inf.-NRegts. 132, Arbeiter, n den Rich ird Karl Heinrih Ran zuleyt wohnhaft in Berlin-NReinick:ndorfs am 7. 3, 1881 z1 Breslau, aus | Dit, Residenzstraße 112 Il, Hof 1 Tr. Vwebhrbezik [i] Himbur welcher b. Bieite, geb. 13. 8, 90 z1 Haynau, Krs, oder si verborgen äl (t | Goldberg i. S(hles. Größe 1,65 m, unter- i aof wegen Fainerflud | B Hoe? unte fugen, «baren s wird ersuht, th =chnurrba!t, unkle ; und O E nere e { und Stirn, in die Militärarrestanstalt tn | fin!terea Bli, O trägt Kopf

odér a1 die näst2 9): : blafse unretne Gesi ?ertransport erbe bten nad vocú gebeugt, befle‘det mit êlalem

Steckbrief. ut im Felde zu verbaften, 111. 1587/18. a unten beschriebenen Gre- f Saab ties, den 11. Juli 1918. gust (Ag: Bllfens, aeboren am| Gericht des Ersaybataillons 1. Unter- in Breslau, zuleyr | elsässischen Infanterieregiments Nr. 132,

er Landwehr W iffenrock, grauer Tuchhose, Militär- ndwehr- Inspektion Altoua. B Feldmütze —, ist wegen Fahñen- |z

[25352] Stecfbrieferledigung. 4

Der gegen die unverehelichte -. Else Praß lex, oenanat de Saltern-Ehrenberg, geboren am 24. Dez?ember-.1874 zu Walden- buro, unter dem 10 August 1898 wegrn Diebstahls in den Akten I 1V. C. 901. 98 erlassene Steckbrief wtrd zurückgenommen.

Berliv. den 9. Jali 1918.

Der Erste Staais8anwalt bei tem Landgericht L.

[25346] Vermö zensbeschlagualhme. In der Untersuhungs|\ach- g?gen den Fahnenflühtigen Musketi-r P-ter Busch wird aufH&rindte8S69M.-St..G.-B.sowie der 88 356, 360 Ve.-St.-G.-D. das im Deut\chen Reiche befindlihe Vermögen des Aowesenden wit Be chlag belegt. Bonn, den 12. Jult 1918. Gerit der 1. ftellv. 80. Infanterleb :tgade.

(25351] Vermö aeusbescchlagnahme

1) Scherer, Xaver, geboren 23. V. 1891 zu Gebweiler, zuleßt in Gebweiler, zur- zeit vermutlih in Amerika,

2) Freiburger, August, geboren 18. X.

1897'in Jüngholz, zuleyt ia.Sulz O. &-,

u1rxzeit in Frankrei, |

3) Kuopf, Alots, gehoren 3, V T1. 1870 in Basel, heimatberehtat z1 Dtielheim (Baden), zuleßt in Schlettjiadt, zurzett in der Schwel:,

4) Warmsex, Hein?ich, geboren 26. 1X 1875 ‘in: Bollwéetler, julegt in-Boliweiler, zurzeit in der Shhweiz. j

Durch Beschluß dec -Skrafkammer- des Kaiserlichen“ Landgert{ts Colmar hom 24. Junt 1918 i auf Grurd. des § 140 leyter Absay St -G.-B. uúd §8 326, ‘480 St.-P.-O. die Beschlagnahme tes im Deutschen Reiche befindlichGen Vermögens der Angeschuldigten bis zur Höhe von je 1000 M verfügt worden.

Colmar, den 9. Zuli 1918.

Der Kaiserliße Erte Staatkanwalt.

(Unterschrift.)

(25347] Fahneufluchtserklärung

und Veschlagunahmev-eLfügunug.

In der Untersubungss1he gegen den dieustuntauglihea Theodor P°-ter Veld- famp vom Landwehrbezirk Wes l, wegen Fahnenfluht, wird auf @Gruad der 69 ff. des Militärstrafgeseßbuchs sowie der §8 356, 360 der Milttärstrafgerichts- ordnuag der am 8. 6. 85 zu Praest-Rees geborene Beschuldigte hierdurch für fahnen- flüchtig erflä t und sein im Deutschen Netche befindliches - Vermögen mit Be- \chlag belegt. S L ù Gericht der Landwehrinspektion Efseu. -

[25345] Be!cblagnahmeverfügung. In der Uatersuhun s\ahe aegen den Soldaten 11. Klasse Adolf Romba,

zuleßt Landwirt in -Bräunlingen, - geboten am 22. VI.: 94, wegen * Sahneufluht im Felde, -wird auf Grund her SS 69 ff. ilitärstrafgeseßbuchs und §8! 355, 360 M l[itörstrafger!ckcht4ordnung ver Best&kul- digte h'erdurch für fahvenflichtig erfläct

und sem Im Deutsden Reiche b:findiihes

Bermö jen mit Beschlag beleat. Im Felde, den 7. Juli 1918. G-richt einer Infantertedivisi:n.

[25348]

1) Müller, Eduard, Er\.-Ref., gb. 15, 6. 1886 zu Grafsendouf, Kreis Straß- bura, Els,

2) SchGmitt LV, Alkert Euge», Füsilier d. L. T, geb. 13. 11. 1884 zt Hagenau, &lj..

3) Grosgr&, Seoro, Gefreiter d. L. I, geb. 28. 7. 1884 zu Ne1burgo, Kreis Meg,

4) Thum, WVox Nudolt, (Ers. -NRes., geb. 12, 12 1884 zu Burgstädt, Kreis Nochl'y, S2ck&sen,

H) Zapf, Jakob, Ers.-Ref., geb. 25. 2. 1882 zu P-cktenwell-r, Krei4 Stigmaiingen,

6) Bloch, Jikob, N:kiu*, geb. 23.6 1895 zu Mey, werden für fahn-nflüch'i1 erklärt und

ibr im Deutschen Reiche befindlih:s V.x- môgaezn mit Besblag belegt.

- Metz, 137. 18. P i

Gericht der Landwehriuspeklion

t E Sar E S T I S C, T E a T

pr N T T

P Tr R