1918 / 174 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

teilung des Königlih Preußischen Kriegsministeriums weiter nachstehende irma bezeihnet worden: Rhodius und Co., Berlin C. 25, Aleranderstraße 1. Berlin, den 20. Juli 1918. S Krieg8ministerium. Kriegsamt. Kriegs-Rohstof-Abteilung. F V HEbler. V -

DETAAU n g.

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Auf Grund von $ 4 der Bekanntmachung, betreffend wirtschaftliche Vergeltungsmaßre Jtalien, vom 24. November 1916 (Reichs-Geseg 1289) wird die Zwangsverwaltung

1) des Geœäftähotrichs

5 Fabrikanten Antonio Mand rigen, im GrundbuWe von Braur Vit. 9 eingetragenen Grundstücks am Bültenweg Bl. Dagen, Plan W. 1036 zu 4 a 51 qm, famt Wobn No. af. 6713 angeordnet und der Kaufmann B. Mielziner in Braun- shweig als Verwalter bestellt. Braunschweig, den 19. Juli 1918. Herzogl. Braunschw. Lüneb. Staatsministerium. H. KLUGET. I

Beltäaûuulmachung.

Die am 3. April 1918 für die Firma „Vorwohle Asphalt L, An in Holzen angeordnete Liquidation ist be- ende t.

Braunschweig, den 20. Juli 1918.

Herzogl. Braunshw. Lüneb. Staatsministerium. H. Krüger.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 90 des Neich8geseßblatts enthält unter

Nr. 6386 eine Bekanntmachung der neuen Fassung der Verordnung über die Kartoffelversorgung, vom 18. Juli 1918.

Berlin W. 9, den 24. Juli 1918.

Kaiserlihes Postzeitungsamt. Krüer.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den bisherigen Ministerialdirektor im Finanzministerium, Wirklichen Geheimen Oberfinanzrat Halle zum Direktor der Hauptverwa tung der Staatsschulden mit dem Amtscharakter als Präsident uad den bisherigen Abteilungsdirigenten im Finanzministerium, Wirklichen Geheimen Oberfinanzrat Löhlein zum Ministerial- direktor zu ecnennen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Landgerichtsrat Auth in Hagen (Westf.) zum Land- geriht8direftor in Bielefeld,

die Gerichtsafsessoren Dr. Neuß in Altona, Dr. Peter Malen in Viemel und Leo Sommer ia Posen zu Land- richtern,

_den Staat2anwaltschaftsrat Carl bei der Staat3anmwalt- chaft des Landgerichts T in Berlin zum Amtsgerichtsrat in Naumburg a. S.,

die Gerichtsass-ssoren Dr. Kurt Schreiber in Guhrau, Bendix und Boesen fell in Casirop, Lehment in Rends- burg, Reiner in Memel, Mulack in Ragnit und Heinrich Pfeil in Suhl zu Amtsrichtern und

__ die Gericht2a\sessoren Ladwig in Essen und Horst Kirschner in Lyck zu Staatsanwälten zu ernennen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

den Jnspektor für den Wirtschaftsbetrieb, Administrator a. Pr. beim Remontedepot Sperling Frölich unter gleich- zeitiger Verleihung des Titels Königlicher Oberamtmann zum Remontedepotadministrator zu ernennen.

Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs hat das Staatsministerium an Stelle des zum Abteilungsdirigenten im Finanzministerium beförderten Ge- heimen Oberfinanzrats Noelle den Geheimen Oberfinanzrat Schult zum Mitglied der Hauptverwaltung der Staatsschulden

im Nebenamte ernannt.

Finanzministerium.

Dem Geheimen Oberfinanzrat und vortragenden Rat im Finanzministerium Noelle ist die Dirigentenstelle bei der E und Kassenabteilung des Finanzministeriums übertragen worden.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Auf Grund der Verordnung, betreffend die zwangs- weise Verwaltung amerikanischer Unternehmungen, vom 13. Dezember 1917 (RNGBl. S. 1105) in Verbindung mit den Verordnungen vom 26. November 1914 (NGB!. S. 487) und 10. Februar 1916 (RGBIl. S. 89) ist nach Zustimmung des Herrn Reichskanzlers über die Beteiligung der amerikanishen Staatsangehörigen John Y. Bansch und Willibald Drescher an der Firma Bansh & Lomb Optical Co. G. m b. H. in Frankfurt a. M. die Zwangsverwaltung angeordnet (Verwalter: Handelsrihter Richard Haupt in Frankfurt a. M. Kaiserhofstr. 18).

Berlin, den 22. Juli 1918. Der Minifter für Handel und Gewerbe. J. A: von Flotow.

4 “—

r LanBSBirklGaf|l omänen und Forsten. Bekanntmachung. Die am 9. Juli 1917 angeordnete Liquidation für das im Kreise Saarburg gelegene Hofagut „Pillingerhof“ des französi- schen Staatsangehöcigen Professor Dr. Haushalter in Nancy ist beendet. Berlin, den 22. Juli 1918. Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. F A: NEauie

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BeTannEmaGuUn. 2 der Bundesratêverordnung zur Fernhaltung unzu- Perfonen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBl. dem Moslkereibesißzer Ernst Schwarzlose, Cöln, Ke 26, der Handel mit Nahrungsmitteln aller Art, die Führung von Molkereibetrieben sowie igung in diesem Geshäftszweige, untersagt ¡ie Kosten dieser Veröffentlihung hat Schwarzlose

bén 12. Jilt 98: Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Be kz rraaméSme BéeTAanun ta Ung:

Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915, betreffend die Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, wird dem Händler und Bergmann Hermann Hoffmann von hier, Bereinsstr. 52, der Handel mit Gegenständen des täg- lihen Bedarfs untersagt, weil er nah seinem Eingeständnis zwei gestoblene Zuerlieferungs|cheine, deren Unterschrift gefälscht war, mit seiner Genehmigung auf seinen Namen ausgestellt find, wofür er 60 Æ erbalten bat. Auf Grund der Lieferungs\ceine ist dann Zucker bezogen und zu hohen Preisen weiterverkauft worden. Die Unzuver- lâssigkeit in bezug auf den Handelsbetrieb ist dadurch dargetan. Die Kosten der Veröffentlihung dieser Bekanntmachung in den vor- geicriebenen amtlichen Blättern trägt Hoffmann.

Gelsenkirchen, den 22. Fuli 1918. Der Oberbürgermeister. J. V.: von Wedelstaedt.

Bean an U nug:

Auf Grund des $ 1 der Verordnung des Reichskanzlers vom 3. September 1915 habe ih das Milchhandelsgeshäft Johann Weißgell hierselbst, Hagedornstraße 1, wegen Unzuverlässigkeit seines Inhabers geschlo}sen und dem Betroffenen sowie seiner Chefrau jeden Handel mit Milch und anderen Nahrungsmitteln untersagt. Die durch das Verfahren ents stehenden Kosten, insbesondere dic Gebühren für die vorgeschriebene öffentlihe Bekanntmachung, haben die von der Anordnung Betroffenen zu erstatten.

Hamborn am Nhein, den 19. Juli 1918.

Der Oberbürgermeister. Schrecker. A Bee wn ma chU Ag:

Dem Häudler Viktor Seifert in Hohenlimburg, Mühlen- bexgstraße Nr. 28, ist der Handel mit Vieh, insbesondere mit Ziegen, auf Grund der Bundeératsverordnung vom 23. September 1915 untersjagt worden.

Hohenlimburg, den 12. Juli 1918.

Die Polizeiverwaltung. M enze l.

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Bei i aua a:

Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. 9. 1915, betreffend die Fernbaltung unzuverlässiger Personen vom Handel (NGBI. S. 603), haben wir dem Handelsmann Hermann Siegel in Neichenbach i. Schl. durch Verfügung vom heutigen Tage den Handel mit Gerlügel wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diejen Handelsbetrieb untersagt.

Reichenbach i. Schl., den 20. Juli- 1918.

Die Polizeiverwaltung. Steuer.

BetaänntmaGli 0

Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. Sevtember 1915 (NGBI. S. 603) zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel wird dem Schuhwarenhbhändler Paul Hesse in Nem- \{cheid, Bismarstraße Nr. 12, der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs unter Auferlegung der Koîten der Ver- öffentlihung untersagt.

Remscheid, den 21. Juli 1918.

Der Oberbürgermeister. J. V.: GertenbacMh.

Bean tam usa

Nach Vorschrift des Gesezes vom 10. April 1872 (Geseßsamml. S. 357) sind bekannt gemacht :

1) der auf Grund Allerhöchster Ermächtigung vom 16. August 1914 (Geseßsamml. S. 153) ergangene Grlaß des Staatsministeriums vom 28. Februar 1918, betreffend die Verleihung des Enteignungs- rechts an die Hafenbetriebsgesellschaft Wanne - Herne m. b. H. in Wanne zur Anlage einer Kleinbabn vom Staatsbahnhofe Wanne nah einem bei der Zehe Konstantin in Herne anzulegenden Klein- bahnhofe mit Abzweigung nach einem bei der Zeche Garolinenglüd in Bochum anzulegenden Uebergabebahnhofe, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung in Arnsberg Nr. 11 S. 56, ausgegeben am 16. März 1918 ;

2) der auf Grund Allerhöchster Ermächtigvng vom 16. August 1914 (Gesegsamml. S. 153) ergangene Erlaß des Staatsministeriums vom 3. Mat 1918, betreffend die Verlängerung der Gültigkeitsdauer des der Ueberlandzentrale Stettin, Aktiengesellschaft in Stettin, dur die Allerhöchsten Erlasse vom 10. Februar 1913 und 30. Juni 1914 verliehenen Enteignungsrechts für die Anlagen zur Leitung und Ver- teilung des elektrischen Stromes innerhalb der Kreise Nandow, Cn gaaqne Ueckermünde, Pyriß und Prenzlau, dur die Amts-

ätter der Königl. Negierung in Stettin Nr. 22 S. 152, ausgegeben am 1. Juni 1918, und : der Königl. MNegierung in Potsdam und der Stadt Berlin Nr. 23 S. 213, ausgegeben am 8. Juni 1918:

3) der auf Grund Allerhöchster Ermächtigung vom 16. August 1914 (Geseßsamml. S. 153) ergangene Erlaß des Staatsministeriums vom 17. Mai 1918, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts an den Reich8- (Militär-) Fiskus zur Anlage einer Privatan\{luß- bahn von der Fliegerkaserne in Posen nah dem Staatsbahnhof Glsenmühle, durch das Amtsblatt der Königl. Negièrung in Posen Nr. 23 S. 201, ausgegeben ‘am 8. Juni 1918 :

4) der auf Grund Allerhöc(ster Ermäditigung vom 16. August 1914 (Geseßsamml. S. 153) ergangene Eclaß des Staatsministeciums vom 18. Mai 1918 „betreffend die Verleihung des Enteignungsrehts an das Erftwerk, Aktiengesellschaft in Grevenbroich, zur Erweiterung

des Erftwerkes und die Zurückziehung des den ina ac Glefktrizitätäwerk unterm 16. Februar 1918 verliebenen Gre Weit rechts, durch das Amtsblatt der Ksnial. Negieruna in 7

Nr. 24 S. 185, ausgegeben am 15. Juni 1918 *

A, Nichtamtliches,

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 2. Juli 1918. Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für 2,1

0:

und Steuerwesen, für Handel und Verkehr und für Justizwesen hielten heute eine Sizuna. O

r ———————

Der Hanseatische Gesandte Dr. S ieveking ist vom Urlaug nah Berlin zurückgekehrt. :

Die Entlassung auch nur eines Teiles dez Jahr- ganas 1870 wird, wie ‘amtliÞch durch „Wolffs Tele graphenbüro“ mitgeteilt wird, aus militärishen Gründen in absehbarer Zeit niht möglich sein.

Die immer wiederkehrende Behauplung, taß die Ent: lassung des Jahrganas 1869 mit seinen wenigen Monoten \o aut wie gar keine Entlassung gewesen sei“, widerspricht den Tatsachen. :

In letter Zeit häufen sih die Versezungsgesuche von Angehörigen aus der Front zurückgezogener älterer Landsturmleute nach Berlin und seinen Vororten derart, daß schon jeßt auf die Unmöglichkeit der Berücksichtigung aller hingewiesen werden muß; berechtigten Gesuchen, die einen tat sählihen Notstand ohne weiteres erkennen lassen oder amtlig beglaubigt nachweisen, wird nah wie vor in weitestgehendem Maße naczgegangen werden.

Die deutschèn Tageszeitungen veröffentlichten eine Mit: teilung aus dem Haag, wonach Holland wegen der eigenen Ernährungsschwierigkeiten keine weiteren Jnternierten und Gefangenen aufnehmen will und die zurzeit in Holland unter- gebrachten englishea und deutschen Gefangenen zurüdckbefördert werden sollen. Hierzu wird amtlich durch „Wo!ffffs Tele- graphenbüro“ mitgeteilt, daß eine Zurücckbeförderung der in Holland internierten deutshen Kriegsgefangenen nah England nicht in Frage kommen fann. Die deutsche Regierung hat sich der holländischen gegenüber ver- pflichtet, für die Ernährung der von England nach Holland über- geführten und dort untergebrachten deutschen Krieg8gefangenen zu forgen.

Bayern.

In der gestrigen Sitzung der Abgeordnetenkammer erklärte der Kriegsminister von Hellingrath eingangs seiner Rede laut Bericht des „Wolffschen Telegraphenbüros“' : 4

Noch ist das Ende des Kampfes nicht abzusehen: er muß durd- gekämpft werden, bis Kampf- und Siegeswille des Gegners nieder- gerungen sind. Je mehr die Zeit von uns fordert, destomehr gilt es, das Trennende zu beseitigen, in starker Einheit zusammenzustehen und den Arm zu stählen, der noch viele wuchtige. Schläge führen muß, Frei von uferlosem Optimismus, aber au frei von s{wädlide: Schwarzseherei, wollen wir in die Zukunft blicken. Wir können das hoffnungéfreudig und mit gutem Necht tun, wenn wir der bis- herigen beiviellosen Taten unserer Truppen und der erfolggetrönten zielsicheren Führung unseres Heeres gedenken. Wir werden es aud) weiter schaffen, bis der Zweck des Krieges erreicht ist.

Oefterrcich-Ungarn.

Die „Wiener Zeitung“ veröffentlicht Kaiserliche Hand- \chreiben, betreffend den Kabinettswechsel. Jn dem Handschreiben an den scheidenden Ministe: präsidenten von Seidler gedenkt der Kaiser dankbar der hohen Verdienste, die Seidler sich in seinem von Beispiel gebender Treue, Aufopse- rung und Gewissenhaftigkeit getragenen Wirken um Kaiser und Staat erworben habe. Jn ernster Zeit zum Amte als Ministerpräsident berufen, habe Seidler das Vertrauen des Kaisers in seine Umsicht, Gewandtheit und Tüchtigkeit in reihstem Maße gerechtfertiat und er dürfe bei seinem Stheiden das erhebende Gefühl mitnehmen, redlich das Seine dazu beigetragen zu haben, daß sich das Vaterland in den Stürmen des Weltkrieges erfolgreich behauptet habe. Der Kaiser werde der treuen Ergebenheit, die Seidler gegenüber der Persoñ des Kaisers stets bewiesen habe, immer ein- gedent bleiben. Der Kaiser spricht ihm sür sein bisheriges Wirken den wärmsten Dank und die besondere Anerkennung aus. Es folgen Handschreiben, mit denen die Mitglieder des bisherigen Kabinetts auf ihre Biite vom Amte enthoben werden. Der Kaiser spriht dem scheidenden Unterrichts- minister Cwiklinsfi für sein ausgezeihnetes Wirken Dank und volle Anerkennung aus und behält si seine Wiederver- wendung im Dienste vor. Ebenso spricht der Kaiser dem scheidenden Minister v. Twardowski Dank und Aner- ennung unter Vorbehalt seiner Wiederoerwendung im Dienste aus. Dem Landesverteidigungsminister v. Czapp wird der Freiherrnstand und den Minstern Paul und Ritter v. Gayer die Geheimratswürde verliehen. ;

In einem weiteren Handschreiben ernennt der Kaiser den Freiherrn von Hussarek zum Ministerpräsidenten und neuerlih zu Ministern in dem bisherigen Amte die bis- herigen Minister v. Mataja, Freiherrn v. Banhans, Ritter v. Sch auer, Ritter v. Hohmann, Fchrn. v. Wimmer, v. Czapp, Horbaczewski, Frhrn. v. Wieser, Grafen Silva-Tarouca, Paul und Ritter v. Gayer. Zum Unterrichtsminister wird der Sektionschef Georg Nuter

v. Poray Madeyski und zum Minister Sektionschef Kasimir

Ritter v. Galecki ernannt. ¿rovlihes Die „Weener Zeitung“ veröffentlicht ferner ein Kaiserliches Handschreiben, mit dem der Kaiser den Grafen Polger Hodigß unter dem Ausdrucke seines Donkes für die rege T von Hingebung für seine Person erfüllte Dienstleistung bér dem Amt des Kabinettsdirektors in Gnaden enthebt, ihm lie Orden der Eisernen Krone erster Klasse oerleiht und sich i V: Wiederverwendung im Dienste vorbehält, bis gu deren El! 4 lichung der Kaiser den Uebertritt des Grafen Polzer-Hodiß

den zeitlichen Ruhestand genehmigt. Gleichzeitig ernennt der Kaiser den früheren Ministerpräfidenten von Seidler zum Fabinett8direftor.

Das österreihishe Abgeordnetenhaus seßte gestera vormittag die Verhandlung über den Antrag, betreffend die Vorgänge an der Südwestfront und im Hinterlande, in geheimer Sißung fort.

Grofß;britauuieu und Jrland. Das „Reutershe Büro“ verbreitet eine Mitteilung über

den Abschluß des Abkommens zwischen der Entente

und den Murmansowjets, in der das Bestehen eines Ver- trags zugegeben wird, und bemüht sich dabei das Loßreißen des Murmangebietes von Rußland als selbstlosen Akt der Entente zum Wohle Rußlands hinzustellen. Das genannte Büro kündigt ferner anr, daß die Entente die Tschecho-Slowaken in Rußland und Sibirien unterstüßt, gibt also offen zu, daß die Entente den Bürgerkrieg in Rußland entfesselt und Rußland in neues Blutvergießen stürzt.

Jm Oberhaus erklärte Lord Newton in Beanl- wortung einer Anfrage, betreffend die englisch¿-deutschen Ver- handlungen im Haag üver den Austausch von Kriegsgefangenen obiger Quelle zufolge, daß die Verhandlungen sehr schwierig gewesen und von der deutschen Regierung Vorbehalte geinact worden sind, die die Natisfifation des Abkommens verzögern fönnen. (Der Vorbehalt der deutschen Regierung bezog sich, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ erfährt, auf die Regelung der Lage der Deutschen in China). Jm weiteren Verlauf der Sigzung erflärte Lord Egl inson als Vertreter- des Landwirtschafts- ministeriums bezüglich der Ernteaussihten, daß sie weniger versprächen als früher, daß aber die Zunahme der Anbaufläche für Weizen 39 v H betrage und wahrscheinlich 12 Millionen Hektoliter mehr bringen würde. Der Ueberschuß an Weizen würde zum mindesten einen etwaigen Ausfall an Hafer und Gerste ausgleien.

Jm Unterhaus teilte der Finanzminister Bonar Law mit, daß eine neue Kreditvorlage eingebracht und zugleich auch eine Erklärung über die militärische Lage abgegeben werden würde. :

Der Parlamentskorrespondent des „Daily Chronic!e“ berichtet, daß das Kriegsfabinett das geplante System von Neichsvorzugszöllen gutgeheißen habe und daß außer- dem noch beschlossen worden sei, die Meistbegünstigungs- klausel in den Handelsverträgen abzuschaffen, und daß auch die Durchführung gewisser auf den Wirtschaftsberatungen in Paris gefaßten Beschlüsse, sowie einiger Vorschläge aus den Verichten der Balfourshen Kommission, die über den Handel nah dem Kriege beriet, beabsichtigt werde.

Die Verluste des britischen, alliierten und neutralen Handelsschiffsraums infolge feindlicher Einwirkung und Seegefahr betragen nach dem „Reuterschen Büro“ im Juni 1918 an britishem 161 062, an alliiertem und neutralem 114 567, im ganzen 275629 Bruttotonnen. Die entsprechenden Zahlen für Mai 1918 sind für den britischen Handels\chiffs- raum 225 689, für den alliierten und neutralen 131 845, im ganzen 357534 Bruttotonnen. Die Verluste der britischen, alliiectea und neutralen Tonnage eirischließlich Seeverluste seien im Juni 1918 niedriger als in jedem anderen Monat seit September 1916. Die Verluste in den mit dem 30. Juni 1918 abschließenden drei Monaten seien niedriger als in jedem minderen Quartal seit dem dritten Viertel des Jahres 1916.

NRufßf:lands

Ein Befehl Trogkis warnt vor Fahrten nach Murmansk, Archangels{ und an die tschecho-slowakische Front ohne schriftliche Genehmicung des Kriegsfommissariats. Zu- widerhandelnde werden mit dem Tode bestraft.

Auf der Moskauer Gouvernementstagung der Fabrik- fomitees hielt Lenin am 23. Juli eine längere Rede über die Lage der Räterepublik, in der er dem „Wolffschen Telegraphenbüro“ zufolge ausführte :

Die Lage habe fi äußerst verschärft sowohl durch internationale Verwiklungen als “au dur gegenrevolutionäre Verschwörungen und die damit verbundene Verpflegungskfrise. Das russishe Prole- tariat erkenne fehr wohl, daß eine unerläßliche Vorbedingung des Sieges der russishen Nevolution das vereinigte Eingreifen der

Arbeiter der ganzen Welt oder einiger weit entwidelter kapitalistiser -

Länder sei. Für Nußland fei es leiht gewesen, die Revolution zu be- ginnen, doch außerordentli \{chwer, sie fortzuseßen und abzuschließen. Aeußerst shwer dagegen fei der Beginn der Névolution in einem so wohl organisierten bürgerlichen Lande wie Deutschland, doch um fo leichter sei dort ihre Durchführung. Ueber den Brester Frieden sagte nin, daß die Näteregierung ebenfalls wisse, daß laut diesem Unter- drückungsvertrage Nußzland an Deutschland gegen fechs Milliarden Nubel zahlen müsse. Dech nicht der wahnsinnige Versuch der Linken Sozialrevolutionäre, Nußland durch Ermordung des Graten Mirbach in den Krieg mit Deutschland ‘zu verroickeln, sei cin Mittel, dem Vrester Vertrage zu entgehen. Ein Ausweg müsse gefunden werden durch gemeinschaftliche Anstrengungen des Proletariats und der armen Bauern.

___— Im mohammedanischen Kommissariat in Moskau fand eine Tagung türkischer Sozialisten stait, deren Ziel die Organisation der links-sozialistischen mohammedanischen Gruppen und die Heranziehung des türkischen Proletariais zur inter- nationalen Arbeiterbewegung ist. Unter dem Proletariat der Tüikei soll eine energishe Werbung geführt werden zum Sturz der türfishen Bourgeoisie und des Kapitals. Das Hauptfeld der Tätigkeit sollen Kleinasien, Kaukasus, Turkestan, Arabien und Aegypten sein.

Laut amtlicher Meldung ist Simbirsk troß verzweifelter Gegenwehr der Sowjettruppen von den T hecho-Slowaken genommen worden. Mit dem Fall von Simbirsk ist nicht nur das linke Wolgaufer, fondern auch. ein Teil des Gebiets dies- seits der Wolga in den Händen der vormarschierenden Tschecho- Slowäken.

Veber die Kampflage liegen dem „Wolffshen Tele- graphenbüro“ zufolge ferner nachstehende Pressemeldungen vor:

In Nichtung Poworino zerstreuten Panzerkraftwagen der Nâte- truppen feindliche Neiter. In Nichtung Woronesch im Abschnitt Kalasch eßen die Nätetruppen mit Kosagkenpatrouillen zusammen. Jn Richtung Jekaterinenburg—Ticheljabinsk beseßten Kosaken und Wchechen am 18. Juli Ufaleisk. In Richtung Omsk unterbrad) der Fend die Leitung auf Station Podjomnaja und Ausweichstelle 17 auf dem reten Flügel. In MNichtung Bugulma zogen sid die MNüte- ftuppen unter starkem Druck westlih von Station Melekeul zurü. a der Dutow-Front wurde ein plöplicher Angriff des ¿Feindes gegen Ae Station Balakowo, 50 Werst südwestlih Nifolajewsk im Gouverne- ment Samara, “abgewiesen. Die Verbindung _Nowo - Uffensk— Nalo-Ussensk ift unterbro@ßen. Laut Meldung aus Baku seßten die / YHtetruppen den Vormarsch fort und beseßten die Station Jewlach. ?

Portugal.

Vei der Eröffnung des Kongresses am 23. Juli verlas der Ministerpräsident Paes eine Botschaft, in der er dem „Temp“ zufolge erklärte:

Vie alte republikanische Verfassung bleibe bis zur Neberprüfung durch das Parlament in Kratt. Der von ihm unternommene Staats- streich sei Im nationalen Interesse notwendig gewesen ; die Demagogie habe gestürzt werden müssen. Paes erhob Cinspruch gegen die AÄn- würfe, wona er reaktionäre Absichten habe. Er stehe auf republi- kanischem Standpunkte und habe die öffentliche Wohlfahrt im Auge. Während feiner Amtszeit sei die Ordnung wiederhergestellt und die wirtschaftliche Lage Portugals befestigt worden. Portugal habe seine Verpflichtungen den Allüierten gegenüber voll und ganz erfüllt. Die Negierung organisiere in größerein Umfange eine Beteiligung Por- tugals am Kriege. ;

Belgien.

_ Vor einigen Tagen weilte der Neichskanzler Graf von YPertling in Brüssel. Wie das „Central Vlaamsch Preß- büro“ meldet, hat er während dieses Aufenthaltes Gelegenheit genommen, mit dem Generalgouverneur auh über die flämische Frage eingehend zu sprechen und hierbei sein Einverständnis damit erklärt, daß dem Rat von Flandern eine Eröffnung des Junhaltes zugehe, der Reichskanzler stehe nah wie vor unverändert auf dem Standpunkt der Erklärungen seiner Vorgänger. Die Eröffnung ist im Auftrage des General- ouverneurs am 20. d. M. durch den Verwaltungschef für Flandern den Bevollmächtigten des Rates von Flandern be- annt gegeben worden. Dem Wunsche des Reichskanzlers ent- sprechend werden sih in den nächsten Tagen einige führende Flamen zu ihm begeben, um mit ihm die ganze flamen- politische Frage in eingehender Aussprache zu erörtern.

Ufraine.

| Jn einer gemeinsamen Sißzung der politischen Kommission der uktrainisch-russischen Friedensabordnung in Kiew wurde nach langen Verhandlungen, da keine Einigung zu er- gieien war, auf Vorschlag der ufrainischen Vertreter ein Unter- d zur genauen Feststellung der ethnographishen Grenze gewählt,

Gestern fand in Kier eine Beratung der Vertreter der russischen Verpflegungsorganisationen über die Anhahnung eines Warenaustausches zwischen Nußland und der Ukraine statt. Vertreten waren, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, das Verpflegungskomitee* der Moskauer Stadtoerwoltung, die Zentralgenossenschaft der Arbeiter und der Oberste Wirtschafts- rat. Zur Beratung stand die Frage des Austausches von Koks gegen Schmieröle. Die Frage der Getreidelieferungen ist im Hinblick auf die in Großrußland zu erwartende vorzüg- liche Ernte etwas zurückgetreten.

Kriegsnachrichten. Berlin, 25. Juli, Abends. (W. T. B.)

Hefstige Teilkämpfe auf dem Shlachtfelde zwischen Soissons und Reims.

Uebermenschliche Anstrengungen macht der Feind, um uns das Höhengelände südwestlih Reims zu entreißen und über das Bois de Reims hinaus weiter vorzustoßen. Der Zweck dieser Anstrengungen ist einmal, sich von der Umklammerung bei Neims freizumachen, andererseits im Zusammenwirken mit den bei Soissons eingeseßten englishen und amerikanischen Kräften zongenartig anzugreifen. Aus einem wahren Völkergemish bestehen die Angriffstruppen, die nun {on mehrere Tage gegen den rechten Flügel der Armee von Mudra anrennen; da die Franzosen ihre gelichteten Reserven in den für fie so blutigen und veriustreihen Kämpfen \{honen wollen, haben sie an beiden Schlachlfronten ihre Hilfsvölker und Bundesgenossen eingeseßt. Neben englischen Divisionen, wo- runter sih die bewährte 51. Angriffsdivision befindet, kämpft an der Front zwischen Marfaux und Vrigny auch eine italienische Division. Tankgeschwader stießen am 23. in das Bois de Reims vor, wurden dort aber teilweise zusammengeschossen. Ein italienishes Sturmbataillon und französi\{he Kolonialtruppen sind’ ebenfalls gegen unsere Linien angerannt. Acht Senegal- bataillone wurden immer wieder von neuem im wahren Sinne des Wortes in den Kampf „getrieben“. Bezeichnend für die Art der Behandlung dieser unwissenden, vergewaltigten Söhne Afrikas sind die Aussagen eines senegalesischen Adjutanten (Offizierstellvertreters) vom 64. Bataillon. Er berichtet, daß aus den vor Reims stehenden 2 Kolonial- divisionen, die größtenteils nicht eingesezt sind, nur die Senegalbataillone in den Kawpf getrieben werden. Man habe ihnen Schrecklihes über die grausame Behandlung der Deutschen erzählt, die ihrer harre, falls sie lebend in deutsche

Hanb fielen. Hinter diesen Bataillonen, die dem Tode geweiht.

sind, haben die Franzosen Maschinengewehre und Batterien aufgestellt, welhe Befehl haben, auf die Schwarzen zu schießen, falls sie Miene machten, zurüclzugehen. Dies sei auh ge- schehen. Jnfolgedessen seien die Verluste dieser Bataillone sehr hoh. Alle Gefangenen sind gleichmäßig empört über diese gewaltsame rohe Behandlung, die ein Hohn auf das von den Franzosen so laut verkündete Prinzip von Freiheit und Recht und die Selbstbestimmung der Völker ist.

Großes Hauptquartier, 26. Juli, (W. T. B.) Westlicher Kriegs schauplaß.

HeereSgruppe Kronprinz Rupprecht.

Südlich von Albext s{chlugen wir einen englischen Teil- angriff zurü und machten im Nachstoß Gefangene. Erfolg- reiche Vorstöße unserer Erkundungsabteilungen an vielen Stellen der Front.

Heeres gruppe Deutscher Kronprinz.

Auf dem Schlachtfelde zwischen A isne und Marne wurden heftige Teilangriffe des Feindes teils vor, teils in unserem Kampfgelände abgewiesen. Beiderseits des Ourcq dauerten die Kämpfe bis zum Abend an. Hier warfen wir nördllch von Oulchy le Châäteau den Feind aus seinen vorderen Linien. Oestlih des Ortes und \üdlih des Ourcq s{lugen wir im Gegenstoß die feindlichen Angriffe ab. Auch wenlich von Vincelles (a. d. Marne) wurde der Feind im Walde von Nis nach heftigen Kämpfen vor unseren Linien abgewiesen,

Südwestlih von Neims säuberien wir das Waldgelände

westliÞch von Vrigny und schlugen heftige Gegenangriffe weißec und s{warzer Franzosen zurück, Jn der Champagne griff der Feind zwischen dem Suippes-Tale und Souain am frühen Morgen an. Er wurde im Gegenstoß abgewiesen.

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Jn Luftkämpfen verlor der Feind gestern 28 Flug- z?uge und 1 Fesselbailon. . i

Leutnant Freiherr von Richthofen errang seinen 30., das Jagdgeshwader Richthofen damit seinen 500. Luftfieg. Leutnant Loewenhardt schoß seinen 44., Leutnant Billik seinen 27., Leutnant Bolle seinen 26. und Vizefeldwebel Thom seinen 25. Gegner ab.

Der Erste Generalquartiermeifter. Ludendorff.

Desterreichish-ungarischer Bericht. Wien, 25. Juli. (W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Ftalienisher Kriegs\chauplat. Keine besonderen Ereignisse. Albanien.

Gestern früh haben unsere Truppen bei Kuci den Ueber- gang über den Semeni erkämpft. Unsere tapferen Bataillone hatten heftigen feindlihen Widerstand zu überwinden. Es rurden zahlreiche Gefangene eingebraht. Auch zwischen Kuci und dem Meere führten erfolgreiche Vorstöße zu Gelände-

gewinn. Der Chef des Generalstabes.

Bulgarischer Bericht.

Sofia, 2. Juli. (W. T. B.) Generalstabsbe:icht vom 24. Juli.

Mazedonishe Front: An mehreren Punkten der Front war die Artillerietätigkeit auf beiden Seiten zeitweise lebhafter. Westlich des Ohrida-Sees, im Cerna- Bogen und südlich Huma wiesen wir durch Feuer stärkere feindlihe Patrouillen ab, die sich unserer Sicherheitslinie näherten. Im Cerna- Bogen arvangen wir ein feindlihes Flugzeug, hinter den feind- lichen Linien niederzugehen, wo es dur unsere Geschüße zer- stört wurde.

Türkischer Bericht. Konstantinopel, 24. Juli. (W. T. B) Tagesbericht.

Palästinafront: Außer geringem Artilleriefeuer und Patrouillengeplänkel herrschte an der ganzen Front Ruhe. Gleichzeitig mit dein Angriff auf Maan haben sih weiter nördlich bei Dschardun erbitterte Kämpfe zwischen starken, mit Geschüßen und Maschinengewehren ausgerüsteten Nebellenhaufen und unseren Truppen abgespielt. Jn zähen, wütenden Anstürmen versuchten die Aufständishen am 21. und 22. Joli unter Einsaß immer neuer Kiäfte fih in den Besiß der Eisenbahn zu seßen. Unsere tapferen Postierungen und den rasch herbeigeeilten Unterstügungen gelang es, alle Angriffe unter \{chweren Verlusten für den Gegner abzuschlagen. Allein am Bahnhof Dschardun wurden 200 tote Rebellen gezählt. : A

Auf den übrigen Fronten keine Ereignisse von Be- deutung. t

Sechs feindliche Flugzeuge warfen am 23. Juli Nachmittags Bomben auf Konstantinopel, ohne nennen2werten Schaden anzunichten. Fünf Personen wurden verwundet.

Der Krieg zur See.

Berlin, 25. Juli. (W. T. B.) Jm Mittelmeer ver® senfien uisere U-Boote 4 Dampfer von rund 13000 Br.- Neg.-Tonnen. Der Chef des Udmira!stabes der Marine.

Berlin, 25. Juli. (W. T. B.) Aeußerunazen der engli- schen und französischen Presse zufolge soll das am 20. Zuli von einem deutswen U-Boot nordwestlich Jrland torpedierte Schiff nicht der Dampfer „Vaterland“, sondern der im Jahre 1917 in Engiand fertiagestellte 32 120 Br.-R.-T. große Turbinendampfer der White Star- Linie vJUsticia“ gewesen sein. Ehe zu dieser Veldung von amtlicher veutscher Seite Stellung genommen werden kann, muß erst die münd- liche Berichterstattung der beteiligt gewesenen U-Boot-Kom- mandanten abgewartet werden. Der fkürzlich über die Ver- senktung der „Vaterland“ eifolgten Veröffentlihung lagen funkentelegraphische Meldungen zugrunde.

London, 25. Juli. (Neuter.) Der Dampfer „Justis- ci a“ (32000 Tonnen), dec am Sonnabend früh an der nor- dischen Küste von einem U-Boot to1pediert und versenkt worden ist, führte eine Besäßung von 600—700 Mann. 11 Personen wurden getötet. Es heißt, daß 10 Tor- pedos abgeschossen wurden, wobei 4 durch Geschüßfeuer vom Schiff aus zur Explosion gebraht wurden. Passa- giere sind niht umgeïommen. Die „Daily Mail“ er- fährt, daß nah den eingelaufenen Berichten drei bis acht U-Boote an dem Angriff auf den Dampyfer „Justicia“ teil- nahmen. Die begleitenden Zerstörer griffen die U-Boote an. Patrouillenfahrzeuge leisteten ihnen Beistand, und ein Sclepp- dampfer nahm das Schiff in Schlepptau. Zwischen 3 Uhr Nachmittags und 8 Uhr früh wurden 7 Torpedos auf die „Justicia“ abgefeuert. Der erjte Torpedo traf. Um 10 Uhr Morgens kam ein U-Boot an die Oberfläche und feuerte zwei Torpedos ab, die das Schiff vorn und 1ückwärts trafen. Die eJusticia“ sank um 1 Uhr Nachmittags.

New York, 24. Juli. (Reuter.) Ein V-Boot versenkte am 22. Juli auf der Höhe der Küste von Main den Schoner „Robert Richard.“

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¡ “Nr. 46 des „Amtsblatts des Neihspostamts" hat folgenden Inhalt: Verfügungen: Invaliden- und Hinterblicbenen- bezüge; Postfrachtstükverkehr mit Schweden : Wahrung des Briefs- gehcimnisses; Beschränkungen im Drucksthriftenyersand nah dem N LONSs Frachtstückvexlebr mit dêèm Generalgouvernement Warschau. Nachrichten.

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