1918 / 204 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

in deren G2zmächern einen Besuh ab und weilte dann bis zur Tafel in längerer Unterredung mit Seiner Majestät dem König Ludwig in dessen Arbeitszimmer. Mittags fand in der grünen Galerie eine Früßstücketafel statt, an der außer dem Kaiser und den Mitgliedern des Königshauses der Minister Graf Burian, das Gefo!ge des Kaisers, der Gesandte Graf Thurn mit Gemahlin, die Herren und Damen der Ge- sandischaft, der Ministerpräsident von Danol und der Kriegs- minister Hellingrath teilnahmen. Nach der Tafel empfing Seine Majestät der Kaiser den Ministerpräsidenten von Dandl und den Kriegsminister von Hellingrath und haite mit ihnen eine längere Unterredung, ebenso Seine Majestät König Ludwig mit dem Minister Grafen von Burian. Um 5 Uhr reiste der Kaiser, von Semer Majestät dem König zum Bahnhof ge- leitet, nah Schloß Waztholz bei Reichenau ab.

Sachsen.

Bei der vorgestrigen Galatafel in Morißburqg brachte Seine Majestät der König laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüro5“ folgenden Trinkspruch aus:

Eure Majestäten beiße ich in meinem Lande ‘und Hause herzlich willfommen. begrüße Seine Maiestät den Kaiser und König nicht bloß als das Haupt eines erlauchten Herrscherhauses, mit dem bverwandt]chaftlihe und freundicaftlihe Beziehungen mein Haus seit langer Zeit auf das engste verfnüpfen, und nicht nur als den er- havenen Kriegsherrn, mit dem wir scit über rier Jahren gegen eine Welt von Feinden in treuer Waffenbrüder|chaft kämpvten, sondern ih begrüße ibn auch mit Jhrer Majestät der Kaiserin und Königin als treue, liebe Verwandte. Wie in alter Zeit, so baben auch in diesem Kriege österreihis{-ungari\de und sähsisbe Truppen Schulter an Schulter gekämpft. Bei den entscheidenden Kämpfen des vorigen Jahres baben in Galizien sächsische Trupven mit den Ungarn sogar in einem Korps gefochten und ihre alte Tapferkeit in gemeinsamem Ningen bewähit. Diese Erlebnisse dem großen Kriege knüpfen die Bande, die uns schon verbunden haben, immer enger, und ih benußte daher auch diese Gelegenbeit, um Seiner Majestät meinen wärmsten Dank dafür zu sagen, daß er mir das Regiment Nr. 107 beute verliehen hat, welches an der italienishen. Front in beldenmütigen, {weren Kämpfen gestanden hat und immer noch steht. Ich bin stolz darauf, nun auch noch in weiterem Maße mit der altberühmten öüfter- reichishen Armee verbunden zu sein. Mein Land is Eurer Majestät wobl betannt. Koïsterwig, Pillniß und die Sächsische Schweiz sind Ihr vertraute Namen. Ich da1f annehmen, daß die vielen Betuche bei Eurer Majestät Großvater Eurer Majestät noch in angenehmer Erinnerung sein werden. Wie gern bätte ich es gesehen, daß: dieser erste Besuch Eurer Majestät in Friedenszeiten bätte erfolgen können. Aber mitten in den \{chwersten Kriegszeiten sind Eure Majestät auf diese verantwortungsvolle Stelle berufen worden. Gott führe uns nah {weren Kämpfen durch siegreihen F:ieden bald ruhigen Zeiten entgegen, die es Eurer Majestät ermöglihen, noch recht lange zum Wohle Ihrer Länder zu wirten, und die Ihrer Majeität der Kaiserin und Königin, die bier zum ersten Male zu begrüßen mir eine besondere Freude ift, Eelegenheit bieten, als wahre Landeemutter eine segentreihe Tätigkeit zu entwideln. In dieiem Sinne erhebe ih mein Glas mit dem Rufe: Ihre Majestäten der Kaiser und die Kai)erin von Oesterreih, König und Königin von Ungarn, nmieine lieben Gäste und teuren berzlid geliebten Verwandten, leben Hoch! Hoch! Hoch!

Seine Majestät der Kaiser Karl erwiderte hierauf

mit fo!‘gendem Trint spruch: _ Eure Majestät bitte ih, meinen und der Kaiserin und Königin tief empfundenen Dank entgegenzunehmen für den herzlichen Empfang und den freurdlihen Willfommengruß, den Eure Majestät an uns zu rihten die Güte hatten. Einem wahren Herzenswun\sche folgend, bin ih hierher gofommen und begrüße in Eurer Majestät nicht nur den verbündeten und bef:eundeten Monarchen, sondern auch meinen eriauhten Obeim, mit dem mich die Bande des Blutes und die herzlichsten verwand1schaftlichen Getüble auf das engste verknüpften. Die Jahrhunderte langen innigen Be- tehungen, die zwishen unseren Häusern und Lindern bestehen, nen in dem noch tobenden ‘gewaltigen Kampfe ihre besondere Weihe erhalten. Au! ungezäblten Schlachtfeldern haben Sachsens tapfere Söbne mit Oesterreih-Ungarns Kriegern vereint für die Frei- heit und Sicherheit des Val1erlandes getämpft und gesiegt. Be- wundernd blicke ih auf das ruhmgekrönte \sächsishe Hcer und bin stolz auf die engen Beziebungen, die mich durch die Gnade Eurer Majestät mit demselben verbinden. Blühend liegt das \{chöne Sachsen- [land vor mir, vom emsigen Fleiß des Bürgers bestellt. Möge es fih unter der weisen Führung Eurer Majestät zu immer vrächtigerem Gedeihen en!falten. Jch erhebe mein G1as auf das Wobl Eurer Majestät, des gesamten Königlichen Hauses und auf eine gedeihlice Bukunft Sachsens. Hoh! Hoh! Hoch!

Oesterreich-Ungarn.

Tatsächliher Grundlagen entbehrende Nachrichten über die Mitteilung von Regierungsentwürfen einer Ver- fassungsänderung an einzelne beim Ministerpräsidenten erschienene Führer politisher Parteien haben zu allerhand Meldungen über den Jnhalt dieser Entwürfe geführt. Diesen Meldungen gegenüber stellt das „K. K. Telegraphen - Korre- spondenzbüro“ fest, daß die Regierung in der Vorbereitung einer Verfassungsänderung unter Wahrung aller Einheits- interessen des Staats zwar eine ihrer wichtigsten Aufgaben erblickt und eine Jnformation der Oeffentlichkeit über ihre dies- bezüglichen Absichten nicht zu verzögern gedenkt, daß aber gegenwärtig der Stand der Vorarbeiten ein Heroortreten mit den ins Auge gefaßten Plänen noch nicht zuläßt.

Rufßzland.

Die Ententepresse behauptet, daß der diplomatische Vertreter Englands in Moskau, Bruce Lockhardt gefangengeseßt sei. Die „St. Peter2burger Telegraphenagentur“ teilt -demgegenüber mit, daß fich Lockhardt in Freiheit befinde und in Erwartung der Zusicherung des freien Geleits der deutschen Regierung und des Abschlusses eines Abkommens zwischen Nuß- land und den Regierungen der Eateute über die beiderseitige Rückkehr der diplomatischen und konsularischen Vertreter. Der amerikanische Konsul Poole befiade sich in gleicher Lage; er sei in Moskau in vollständige Sicherheit in Erwartung der- selben Abreisemöglichkeiten. Wenn die Zusicherung des freien Geleits durch Deutichland erfolge, ‘und wenn das Abkommen betreffs der Rückkehr der Vertreter getroffen sei, werde ihre Abreise aus Rußland unverzüglih erfolgen. Einstweilen warteten die genannten Vertreter in Moskau die Ergebnisse der diplomatischen Schritte in diesec Sache ab. .

Die Ententepresse berichtet ferner, daß Telegramme des amerifanischen Botschafters Francis von den Sowjetbehörden zurückgehalten worden seien. Auch dies ist nah der oben ge- nannten Agentur fals. Die telegraphishe Verbindung über Mu: mansk fei von den Engländern urcterbrohen worden und der Vorshlag der Sowjetregierung, Telegramme allen Re- gierungen zu übermitteln, nicht zur Ausführung gelangt. Die russischen Stationen für drahtlose Telegraphie ließen es sich

-

die ganze Zeit über aufs äußersie angele zen sein, Funken- telegramme zu übermitteln, obwohl fie mit Arbeit überhäuft

wären, und väben die Telegramme der ausländischen Bevovoll-

mächigten nah Möglichkeit weiter.

hat Lenin alle Gouvernementssowjets und aile Ernährungskommissionen foigende Depesche geschickt:

N | Nachrichten gebt hervor, daß die „Aus- Tnterefsen

i dio n TeT Lit J LCTI

lus vec]hiedenen Mad \hüsse armer Me

D N T A Ton on Dio leren Woblstandes v riegen. «1e

8 ve: t l Bauern“ wurde in dem Sinne gedeutet, als

e Bauern mitt-

Bauern

ob die „armen Bauern in Gegensaß zu der

Macht der Sowjets hat niemals emen Kampf gegen mittleren Wohlstandes geführ im Gegenteil, fie war \1let bestrebt, und i die Bedürfnisse der Bauer des Mitteistandes zu befriedigen. Denselben Sinn haben ga Gese über die Sozialisierung von Grund und Boden, die DBer- ordnungen über die Einführung der Höchstpreise für Brot, über die l von EinbringungétrurÞps, über den Warenaustau}ch u]w.,

Organitation | aren ) Sowijetmacbt den Interessen hauptsächlih der Bauern

T

in denen die

: I r Pl Es OLE Tat ; iner ! mittleren Woblstandes entgegenkommt, - welhe erst jeßt na einer

| klärt wird, daß die russischen Streitkräfte im Fernen Osten | unter seinem Oberbefehl stünden.

Jahrhunderte langen Knechtshait die Entwicklungéfreiheit bekommen daben. Es wird allen Gouvernementsiowjets und Ernährangs- fommissionen strenastens vorge)chrieben, L Bauern mit den Bauern mittleren Wohlstandes zu erstreten.“ lih sei mitgeteilt worden, daß die Streitkräfte der YUlliierten die Flußflottille der BolshSwviki zersprengt hätten.

Niederlande.

Die Hospitalshiffe „Zeeland“ und „Sindoro“ sind vorgestecn abend in Rotterdam angekommen.

Norwegen. Die norwegischen Blätter veröffentlichen folgende amtliche Verlautbarung: : - . „Der norwegische Gesandte in Berlin, der weisung2gemäß ih aus Anlaß der Versenkung des Dampfers „Sommer- stad * an das deutihe Auswärtige Amt wandte, hat von diesem die Versicherung erhalten, . daß die deutsde Negicrung selbstverständlich keineäwegs die Absicht habe, Norwegens Lebensmittelzufuhr außerhalb der Sperrzone zu hindern und daß alle nötige Genugtuung geleistet werden würde, falls das Fahrzeug, was jedoch für undenfbar ecratet werde, tatsächlih ohne Warnung topediert sein ollte. Der nor- wegishe Gefandte hat, da später der Dampfer „San Joss“ als versenkt gemeldet wurde, sich auch deswegen an tas deutscde Aus- wärtige Amt gewandt. Auch in dieser Sache werden fo bald als möglich Untersuchungen angestellt werden.“ Nach dem „Wolffschen Telegraphenbüro“ beruben die Mit- teilungen des norwegischen Gesandten auf Besprechungen mit dem deutshen Auswärtigen Amt und dem Admiralstab.

Ukraine.

Das Statut der Ukrainishen Agrar-Bank ist bestätigt worden. Aufgabe der Bank ist die Schaffung von Klein- grundbesiß durch Auskauf und Ve: kauf des Großgrundbesißzes an Bauern und Gewöhrung von Darlehen zwecks Beseitigung des Streubesißes und zwecks Hebung der wirtschaftlichen Techuik.

Amerika.

Blätier vom 18. Juli den Plan zur Entsendung einer wirtschaftlihen Kommission nach Rußland, um den Wiederaufbau der vernichteten russishen Jndustrie zu fördern, gebilligt. Zum Leiter der Kommission ist der Eisenbahnsach- verständige Daniel Willard ernannt worden.

finanziellen Krbeiten dec Kommission leitn. Die ersle Ausgabe der Kommission wird sein, die Handels- beziehungen, die während des Krieges und {hon vorher im Jabre 1911 durch Kündigung des Handelsvertrags zwischen den beiden Ländern abgebrochen waren, wiedérher- zustellen. Die Aufgabe Vanderlips wird es sein, eine Bank- orgazuisation, eine Art von Clearing House, zu errichten, die durch große Kredite Jndustrie und Handel von Rußland neu be- leben soll.

Zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten und Jtalien istt einer Amsierdamer Blättermeldung zufolge ein Vertrag geschlossen worden, wonach die dienstpflihtigen Jtaliener, die in den Vereinigten Staaten wohnen, zum Militärdienst in Amerika berufen werden können. Ebenso werden durch diesen Vertrag auch die in Jtalien si aufhaltenden Amerikaner dort dienstpflichtig.

Der amerikanische Senat hat das Mannschaft s- geseß angenommen.

Nah einer Reutermeldung aus Nagales in Arizona versuchle ein amerikanischer Posten, Mexikaner daran zu hindern, gegen bie Vorschriften die Grenze zu überschreiten. Die Mexikaner eröffneten daraufhin von jenseits der Grenze das Feuer auf die Amerikaner, von denen eine Anzahl getôötet und verwundet wurden. Die Verluste der Mexikaner werden auf 100 Tote und doppelt sooi:.l Verwundete geschäßt.

Asien.

Nach Meldungen der „Times“ vom 23. August trachtet die chinesische Negierung si ihrer Verpflichtung, an der japanischen Jntervention in Sibirien teilzunehmen, zu entziehen. Jn der zwishen Japan und China geschlossenen militärischen Uebereinkunft ist für den Fall von ernsten Zuständen an der Grenze ein gerneinsames Vorgehen vorgeschrieberi worden. Die chinesische Regierung habe in ihrer Note vom 27. Julí zugegeben, daß die Lage an der Grenze ernst sei, worauf die ¡japanische Regierung in ihrer Antwort vom 11. August ein ge- meinsames Vorgehen gemäß den Bedingungen des Abkommens verlargt habe. Die chinesishe Regierung habe hierauf zwar die Notwendigkeit eines Einschreitens anerkannt, abex einen Aufschub von ¿ehn Tagen verlangt. Japan sei gegen diesen Aufschub gewesen und habe sofort Truppen aus ber südlichen Mandschurei nah der Grenze geschickt. China stelle jeßt in Abrede, daß es früher den Ernst der Lage zugegeben habe, und erkläre, daß ein Einschreiten nicht notwendig sei und daß das Vorgehen Japans eine Sache für \ih sei, die mit dem enen Plan der Alliierten in Rußland in Widerspruch tehe.

Die „Times“ erfährt aus Tokio vom 20. Augu?, daß die Lage sehr gespannt sei. Nach der Zeitung „Kokumin“ hatte der Vorsißende des Repräsentantenhauses Ooka eine Unterredung mit Terauchi und Goto und verlangte den Nücktritt des Kabinetts, weil er glaubt, daß ein solcher Schritt beruhigend wirken würde. Terauchi antwortete, daß

! beendigt wäien.

í 2124p 6 “5 . Lar ino ch Laut Meldung der „Petersburger Telegraphenagentu'“ | steht ous 10 Veriretern der Armee, der Maine, des 6;

dab Losung der „Ausschüsse armer ? auch A e die Hand zur Ne1tung zu reichen.

râte geshickt und BRovöikerung gestellt werden sollten. Die | [ Bauern 8s j E d a s A 8 ¡ Fapans bald dieselben Segnungen genießen winden ivie dgs japanist

die Vereinigung der armen ! _nchO gi Val j i ein russischer Truppenteil voa Freiwilligen vollzählia zu Horvath

Reuter meldet aus Archangelsk vom 18. August, amt- l ; i | Verbündeten feien zusammengetreten,

i fanterie, zurü.

: Fliegern gut : : { ftrengungen der Engländer, ncch am 26. Abends in Bapaund

j Der Präsident : der New York National City Bank, Vanderlip, wi:d die

zurück.

die Regierung bereit sei, zuückzuircten, soba'd die Ür 9

Die wirtschaftliche Hilfskommission, die unk Lritung des Barons Megata nach Sibirien geschict wird d 1 :

andels

und der Jadustrie. Der Minister dcs Aeußern hieit eis g /

| sprache an die Kommission, in der er dem „Reuterschzn Bürg"

Mode ae A Japan sei ents{lossen, Sibirien zu retten und auf diese R 4 ( Es würden Ny, Friede und Vrdnung wiederhergestellt wen, Japan würde aber sorgtältig vermeiden, si in die inneren 9" gelegenbeiten von Sibirien einzumbichen. Die Triebfedec tür E 1ärtihe Vorgeben Japans bilde das Prinzip der aligemeinen lichkeit. Der Minister sprachs die Hoffnung aus, daß die N

Volk jeßt. Eire Reutermeldung aus Wladiwostok besagt der - , [R - T General Pleshkow habe im Namen Horoaths einen Staat streich ausgeführt und eine Proklamation erlassen, in der et:

ünden. Auf eine Gegenerk\äryy der sibirischen Negierung, die fih geaen Ho:vath wende, j;

Die Konsularbeamtea und die Militä:s der

übergegangen. : um über die Lage y 0e j

beraten.

Kriegönachrichten,

Berlin, amtlich. 28. Augnst 1918, Abends. (W. T. y) Südöstlih von Arras sind erneute Durchbrugz- versuhe des. Feindes gescheitert. Nördlih wy Bapaume und nördlich der Somme brachen erglisgs Angriffe unter schwerenVerlusten zusammen. Zwist Somme und Oise Vorfeldïämpfe vor unseren reuen Stellungen Französishe Angriffe nördlih der Äisne wurde blutig abgewiesen.

Den Kämpfen, die während des ganzen Tagez da

{ 26. August vor der Front der Armee von Below toblq

folgten von 7 Uhr Abends an nohmals zwei Großangriff: bis Mory und zwischen Bapaume—Faoreuil. Während bei Vau! und Beugnatre beide Angriffe abgeschlagen wurden, drang dy Engländer vorübergehend weiter südlich bis zur Eisenbahn v Seine starken Kräfte traten, aus Favreuil heraus, in füdws licher Richtung zum Sturme an. Sie en in bas vorzügli liegende Feuer der zum Teil direft schießenden Batterien 11 fluteten bald unter shweren Verlusten, gedrängt von der J Weitec südlich hatte der Feind \ih m Bapaume schon dicht herangearbeitet. Aber auch hi wurde er nah erbilierten Kämpfen wieder zurückgeworfen Die abgeshlagene Jufanterie wurde durch das von unstr geleit:2te Artilleriefeuer gefaßt. Alle M

einzudringen, blièben erfolglos. Zu gleicher Zeit wurde be

{ obachtet, daß der Gegner weiter füolih zwischen Courcelles un Der Präsident Wilson hat nah Meldungen amerikanischer ! É hlt sowie zwishen Ligny und Bapaume Tan?g?s{wadt | bereisstellte.

; die anrücfenden Jufanterieko!onnen zerstreut. Der fich hièr ent

Sie wurden sofort unter Feuer genommen, ur

wicelnde Angriff wurde auf diese Weise im Kzime erstidt Der Feind hat nach diefen b'utigen Vezrluften inden Marg stunden des 27. seine Angriffe hier nicht erneuert.

Großes Hauptquartier, 29. August. (W. T. Y)

Westlicher Kriegss{hauplas. Heere8gruppen Kronprinz Rupprecht und Boehn, Auf dem Schlachtfelde südöstlih von -Arras brach a frühen Morgen dicht \ädlich der Scarpe ein englis Angriff im Feuer zusammen. Am Mittag nahm der Fein) seine Durchbruchsversuche mit neuer Wucht wieder al Zwischen Scarpe und Senscäebach segte er fünsm zum Angriff an. Pommersche und westpreußish! Regimenter brachen auch gestern wieder den U sturm des Feindes. Durch flankierendes Feuer „hra Artillerie wirîsam unterstüßt, warfen sie jedesmal den Fein) wieder zurück. Boiry Notre Dame war Brennpunkt bitterten Kampfes. Dreiraal wurden die Trümmer des Ort im Gegenstoß dem Feinde wieder entrissen. Bei erneuten feindlicen Angriff am Abend blieb der Ort in Feindeshan. Der Hauptstoß des englishen Angriffs ttaf würltay bergishe Regimenter beiderseits der Straße Arrxas- Cambrai. Siebenmal stürmte der Feind ver geblih an. Panzerwagen fuhren auf und neben der Straße imnt wieder von neuem ‘heran, in tiefer Gliederung folgl die Infanterie. Sie blieb im Feuer unserer Maschinengeweh! und in vordersler Linie auffahrender Geschüße liegen. Wo de! Feind in unsere Stellung eindrang, warf ihn ünser Gzgerst wieder völlig zurü. Eüdlih von Croisilles und Jüdöstlih von M01! wurden englische Angriffe abgewiesen. Südwestli von Bapaume feine Jufantertetätigkeit. Auf ‘der Stal

. selbsi lag schweres englishes Feuer. Bei den Kämpfen at!

27. August um Thilloy tat sich das Jnfanteriereg!" ment Nr. 206 - besonders hervor. Seine 9. Kömpag® hielt den Westrand des Ortes, obwohl fie dur feindliche! Einbruch nördlich von ihr im Rücken bedroht war, bis s! leßten Patrone und dann mit dem Bajonett. Aus selb ständigem Entschluß kam ihr die 3. Kompagnie desselbt! Regiments zur Hilfe und warf den Feind aus dem O! wieder hinaus, : a

Nördlih der Somme erneuerte der Feind am fu Morgen seine Angriffe zwischen Flers und Curlu. Hardecourt drang er in unsere Linien ein. Jm Geg angriff warf ihn das Kaiser Franz Garde-Grenadt Regiment Nr. 2, unter Füyrung seines Kommande Majors Otto, im Verein mit hessischen Kompaguien wt?

Zwischen Somme und Dise blieben Vortruppet 17 unseren neuen Stellungen in Gefeczsfühlung mit dem Fen der am 27. 8. nur zögernd, gestern \härfer über Dompiert“ Belloy—Nesle—Beaulieu—Suzoy folgte. Sie g ihn mehrsach zu verlustreihem Angriff und wichen dann fir Südwestlich von Noyon gui der Feind nah sun &euervorbereitung unsere alten Linien au; sie waren uns niht mehr beseßt. Noyon lag unter s{werstem Pat der Franzosen. Die Stadt liegt vor unserer Kamps}

bezirks P

Nördlih der Aisne nahm der ziehung von Amerifanern seine Angriffe wieder ouf. \ weren Verlusten wurden sie abgewiesen.

Kopf {chlugen Kavallerie-Schützen-Regimenter Jnsturm

zes; ossen.

Unte

Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.

At ene e

Oesterreihish-ungarisher Bericht.

Wien, 28. August. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet

Ftalienischec Kriegs\chauplag. An den Vebirgsfronten rege Erkundungstätigfkeit. Albanien.

Jn Albanien Yodengewian erzielt. Der Chef ‘des Generalstabes.

Türkischer Bericht. Konstantinopel, 28. August. (W. T. B.) Tagesbericht.

Franzose unter Heran-

T

Am Vas ly- Ka Le: dreimalizen des Feindes zurü; mehrere Panzecroagen wurden

of Ll.

wurde unter Nachhutkämpfen neuerlich

Palästinafront: Geringes beidarseitiges Artilleriefener. Rege Fliegertätigleit. Westlih Mezrara auf dem Osijordan- ufer hatten wir erfolgreiche Vorfeldgefechte, in denen

der Gegner vertrieben wurde

Einige Gefangene wurden ein-

gebraht. Ein Vorstoß dn Nebellen gegen die Hedshas8bahn

bei Zat-Et-Hatesch wurde von unseren Postierungen ab- 7

gewiesen. Bei Maidan an der persischen Grenze wurze ein

englisches Werbefommando aufgehoben. luste. Der Führer, ein englischer Hauptmann, fiel. übrigen Fronten ist die Lage unoerändert.

Pewarmrmm ai

Entgegnung auf den englischen Heeresbericht 13, August:

Die Engländer melden in ihrem L

Angriff in der Nacht vom 12. zum

s \ ; 15. August an Serusalemi— Nabulus.

Worin dieter Erfolg besteht, wird

Es érlitt {were Ver- Uuf den

vom

Heeresbericht einen erfolgreichen der Straße VCT-

shwiegen. Durch Angabe einer Zahl gemachter Gefangener und er-

beuteter Maschinengewehre soll der Mißerfolg verileiert werde: Taisahe ist, daß wir die Gugländer vor und in unserer Stellun zusammenschossen und daß wir ferner im vollen Besiß

Stellungen sind. Angriff allein 400—500 Maun des

gefallen. luste sind erheblich) geringer. gef

* Der Krieg zur See.

Berlin, 29. August. (W. T. B) wegen zwishen Vort Said und Mittelmeer versenkten unsere U-Boote neuerdings übe 17000 Br.-R.-T. Schiffsraum, darunter einen englischen Dampfer von über 6000 Br -R -T., der Reis un

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Nach englischen Gefangenenaussagen sind bei dem ¿Feindes

Unsere Ver-

Uuf den Dampfer- dem westlichen

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andere Landesp2 odukie aus Judien für England geladen hatte.

_DVer Ch-f des Admiralslabes dex Marine.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Steuerkraft der preußischen Landkreise im Nechnungsjahre 1915.

Ciner Nachweisung des in den preußischen Landkreisen - fest-

ststellten,

lten, als Vaßstab für ihre Steuerkraft dienenden Prinzipalsolls der direkten Kreisfteuern für tas Rechnungsjahr 1915, die das. König- -

lide Statistische Landesaint in den Nummern 19, 22 und 28 der

„Statistischen Korrespondenz“

(Iahrg. 1918) veröffentlicht, entnehmen

vir die folgenden Angaben ü) r ras auf 1 Einwohner der Land-

kreise entfallende Prinzipaljoll der direkten Steuern.

Es betrug im Rechnungsjahre 1915 tas für die Gesamtheit der preußischen Landkreise auf 256,74 Millionen Mark errechnete Prinzipalsoll der direkten Steuern, an dem die Cinkfommensteuer der Ein- tommen von mehr als 900 6 mit 56 83 vH, die der Einkommen von nicht mehr als 900 6 mit 3,34 vH, die Grundsteuer mit 15,62 vH, die Ge-

bäudesteuer mit 15.80 vH, die Gewerbesteuer mit 7,76 vH und die Betriebs- steuer mit 0,76 vH beteiligt war, auf 1 Einwohner 9,98 M6 (gegen 8,80 46

im Vorjahre, 8,17 6 im nungsjahre 1908). Die veistung8fäl igfeit Vrandenburg auf.

durhschnittlich

_ durchsd höchste wiesen die Landkreise

der

Nechnungsjahre 1912, 7,388 im Rech- steuerl iche : Provinz Ihr Prinzipalsoll der direkten Kreis\steuern

betrug 13,92 4 auf 1 Einwohner; dann folgten die Landkreise in den Provinzen Schleswig-Holstein und Sachsen sowie die der

,

Rheinprovinz mit 12,05, 10,6 und 10,407 6.

Auch in West -

falen, Hannover und Hessen-Nassau stand die Steuerkraft

der Landkreise noch (9,33 A während dieser in den wurde. Am meisten blieben

(5,60), Ostpreußen (5,35) und

Staatsdurchschnitt Provinzen nicht

dem

übrigen

dahinter Westpreußen

über

(5,32 M)

l erreicht die Landkreise in Posen zurü.

gettathtet man die steuerliche Leislungsrähigkeit der Landkreise nah egiecungsbezirken, fo ergibt si, daß die Landkreise des Negierungs-

A otsdam durchschnittlich bei weitem am steuerkräftig ste waren.

Sonst wiesen entsprechende Kopfbeträge von mehr als 10 1 noch

Ihr Prinzipalsteuersoll betrug 16,96 6 auf 1 Einwohner.

n

0 Regièrungsbezirte auf, darunter drei aus der Rheinprovinz, nämlich

Uleldorf (12,50),

Cöln (11,49) und Aachen (10,465), ferner

agdeburg (1216), Schleswig (12,06), Hildesheim (11,67),

Stralsund (11,59 Wiesbaden a ).

Arnsberg (10,03), Merseburg (10,62) und Am geringsten war die ‘durchs{chnittliche

steuerliche Leistungsfähigkeit der Landkreise in den Bezirken Brom-

cr8 (5,70), Danzig (5,12), Posen | “t0rienwerder (5,09) und Allenstein (4,20 M).

(5,40), Gumbinnen (95,51),

Wird für die Makbeträge des Prinzipalsteuersolls auf den Kopf

der Bevölkerung die Bezeichnung Steuerstärlen = W besaßen im NedWnungsjabre 1915 von den 487 dandfreilen 62 oder 12,13 vH nit .méhr als 5 35 und daher als steuerschwach zu ‘bezeihnen, während 121 Kreise

SS gewählt,

preußischen find oder

10/5 29 Über 5 bis 7 §5; -16L Kreise oder 33,26 vH über 7 bis

weisen hatten.

58 und 142 Kreise oder 29,6 vH mehr als 10 88 aufzu- Außer den der legtgenannten- Gruppe zugehörtgen

tellen stauden- no 33, ün ganzen - also 175 Kreite oder 39,93 vH Wer dem staatlichen Durchschnütssaßze für die Landkreise überhaupt in ove von 933 88, während 311 Landkreise, das sind mehr als 5, Da- er zurüblieben und einer, Hohensalza, ihn gerade erreidte. Man ar! daher son die Landkreise mit mehr als 10 88 zu den steuer-

_—

Danach waren in der Provinz Ostpreußen al j Hälfte aller Landkreise und ‘in Westpreußen ?owie Len auch schon 44 bezw. 30 vH der Kreife zu den steuershwachen

zu zählen,

während steue:fräftige Landkreise in diefen Provinzen übe

E

Zut sehlten. Umgekehrt gah es in den Provinzen Brandenburg,

en, Shleswig-Holstein, Westfalen und den Hohen -

¡ollernsM

en Landen ketnen Landkreis mit nicht mehr als 5 währe

weniger als 65 und 62 vH und- in Brandenburg auch no

nid nd die steuerkräfligen Kreise in Schleswig-Holstein und Sachsen

Q D,

ch

‘2 vD aller Landkreise ausmachten. Sonst zeichneten si dur einen hoben Anteil der steuerkrä}tigen Kreise noch die Provinz Na nnover Urd die N l) etnprovin ; aus: in jener betrua er tund 4 3, in dl Ter 42 vH.

E ie Er in q st E Kreise Karthaus und betrug nur 267 und

steuerlide Leistungsfähigkeit zeig!en die Land; die 14 wetteren 22

Allenstein tärfen

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CANIDITETIEN DIIED D

l zurü d. Zit -Diejer

2 90. J ck{ l „abl der Steueistärken auß noG Hinter 4

ruppe gehörten die ostvreußischen Kreise Heydekrug (3,84), Vrlelsburg (3,11), Sensburg - (3,55) Johannisburg (3,73), deëgleichen aus -der Provinz Westpreußen Putig (3,26), Berent (3,41), Preußish Stargard (3,70), (3,30), Tuchel (3,83), Schlochau (3,93) und Strasburg i. Westpr. (3,27), aus der Provinz Zen Aan (2,11), Schildberg (3,21), _Bomst (3,47) und E Lian S). Sonit war durch mehrere Kreise nur úoh die Pie Dp peln pesgeerErcen, Tim durch die zum egierungs Lubliniß (3,59), Oppeln Land (3,1) und Tost:-leiwiß (3,10 63) Aus e S M i eun Land ä 9,71) „Und Lol! Dle!wI (3,79 DD/. Aus en randesteilen gehörten zu dieser

und

L ( q Lobau

«Us an Lande Gruppe der fsteuer- ihwädchsten Krei]e Hümmling (3,80) im Reg -Bez. Osnabrück, Wester- burg (3,65) im Neg.-Bez. Wi sbaden und Adenau (3,15) im Neg.-Bez. Koblenz. Bei 38 Landkreisen schwankte die Zahl ibrer Steuerstärken zwischen 4 und 5. Unter ihnen waren die ostpreußischen und posenschen Kreise am zablreic{ßsten vertreten, nämlich 13 bezw. s mal, und zwar handelte es ih um die Kreite Heilsberg (4,45) Labiau (4,97), OVletko (4,50), Niederung (4,59), Tilfit (4,73), Angerburg (4,76), NMagnit (4,76), Goldap (4,84), Pillkallen (4,94), Insterburg (4,90), Hösel (4 23), Wck (4,386) und LWuen (4,64) einerseits sowte Kempen i. Posen (430), Schrimm (4,50), Schmiegel (4,78), Neutomischel (4,80), Kolmar i. Posen (4,7), Bromberg Land (4,76), Mogilno (4,68) und Schubin (4,88 88) anderseits. Der Negterunasbezirk WBppeln war auch wieder mit 4 Landkreisen vertreten, nämlich dur Pleß (4.ce), Yatibor Land (4,28), Nybuik (4,71) und Groß Strehliß (4,80), desgleichen der Neg.-Bez. Marienwerder durch die drei Kreife Schweß (4,34), Flatow (4,57) und Konitz (458 88). Ferner stellten die Neg.-Bez. Trier und Wiesbaden zu dieser Grupve je drei Kreise, namlich Prüm (4,25), Daun (4,45) und Trier Land (4,79) Jowte Usingen 14,06), Biedenkopf (4,89) und den Oberwesterwaldkreis (4,356 S8). Schließlich gehörten noch die beiden im Kösliner Ne- gierungsbezirt gelegenen Kreise Bütow (4,09) und Bubliß (4,54) sowie die Kreise Gersfeld (4,76) im Negierungsbezirk Cassel und Waldbröl (4,11 SS) im NMegierungsbezirk Cöln hierzu. Von den 62 Lan d- kreisen mit niht mehr als 588 zählten 4 nicht mehr als 25 000, 22 über 25000 bis 40 000, 16 über 40000 bis 55 000, 11 über 55000 bis 70 000, 5 über 70000 bis 100000 und 4 über 100 000 Einwohner. Die größten zugehörigen Landkreise waren JUwbnil (140 782), Pleß (130955), Ratibor Land (122552) und Oppeln Laúd (118897): dann folgten Trier Land (94 509), Bromberg Land (93 320), Schweß (88 235), Tost-Gleiwiy (82 630) fowie Groß Strebliß (73 322 Einwohner). G /

Bon den 142 Landkreisen, die im Berichtsjahre {hon mehr als 10 Steuerstärken besaßen, hatten 81 Kreise nicht mehr als 12, 44 über 12 bis 15 und 17 Kreise noch über 15 88. An der Gruppe von Landkreisen mit mehr als 10 bis einsch{chlieklich 12 58S waren die Negierungsbezicke Stettin, Münster, Cassel und Wiesbaden mit je 1 Kreise, Liegniß, Erfurt, Aurich, Koblenz, Cöln, &lier und Nachen mit je 2, Oppeln, Hannover, Lüneburg, Stade und Düsseldorf mit je 3, Stralsund und ShHles- wig mit je 4, Potsdam, Frankfurt, Breslau, Magde- burg und Arnsberg mit je 5, Hildesheim mit 6 unt Merseburg mit 9. Landkreisen beteiligt. Von diesen 81 Kreisen batten 30 mehr ‘als 70000 und die folgenden 8 von ibnen über 100 000 Einwohner: Hörte Land (115 141), Saarlouis (122 179), Ottweiler (124672), Bochum Land (135306), -Gelfenkirchen vand (156 350), Aachen Land (163 370), Beuthen Land (207 436) und Kattowiß Land (225 241 Einwohner). Anderseits waren auch 4 Kreije darunier, die noch nit 25000 Einwohner zählten, nämlich die hannoverschen Landkreiie Jork (20 672), Bleckede (19 546), Uslar (19 571) ‘und Ilfeld (15482). Von den 44 Land- kreisen, deren S teuerstärken zwischen 12 und 15 \{Gwanften, hatten ebenfalls noch 1 sächsischer und 5 hannover\che Kreise nicht mehr als 25 000 Ginwohner; dics- waren-Naumburg Land (13 533), Hadeln (16 975), Kehdingen (18 719), Gronau (19713), Weener (20 752) sowie Emden Land (24 770 Einwohner). Bei 6 weiteren Kreisen schwankte die Bevölkerunaszahl zwischen 25000 und 40 000, bei 13 zwischen 40 000 und 55 000, bei 2 zwiscken 55 000 und 79 000, bei 12 zwischen 70000 und 100000, während die folgenden 5 Freise noch über 100 000 Einwohner zählten: Kalbe (109 925), Mettmann 120 824), Siegea (121 305), Mörs (155 092) und Essen Land (171 013 Einwohner). Von den Kreisen mit mehr als 12 bis 15 £8 entsielen je L auf die Neg.-Bez. Potsdam, Licgniß, Hannover, Lüne- burg und Aachen, desgleihên je 2 auf Stettin, Merseburg, Aurich und Wiesbaden, je 3 auf Stade und Cöln, je 4 auf Magdeburg und Hildesheim, ‘5 auf Düsseldorf, je 6 auf die Neg.-Bez. Schleswig und Arnsberg.

Bon den steuerkräftig sten Landfkreisen, die mebr als 1588 aufzuweisen hatten, gehörten je 3 zu den Neg.-Brz. Schleswig und Düsseldorf, nämlich Oldenburg (15,31), Pinneberg (16,20), Eiderstedt (2446) fowie Crefeld Land (15,51), Düsseldorf Land (15,69) und Solingen Land (16,67 SS). Mit“je 2"Kréisen waren die Neg.-Bez. Potsdanm, Magdeburg, Hildesheim und Wiesbaden vertreten, und zwar handelte es sih um die folgenden: Niederbarnim (17,35), Teltow (27,34), Quedlinburg Land (15,17), Wanzleben (15,33), Goslar (15,31), Marienburg i. Hann. (16,58), Höchst (20,55) und den Obertaunuskreis (20,6 88). Je 1 Kreis stellten \chließlich noch zu dieser Gruppe die Neg.-Bez. Cassel, Cöln und Aachen, nämlih Hanau Land (16,29), Bonn Land (17,322) und Düren (15,90 83). Von diesen Kretsen zählten die folgenden 6 über 100 000 Einwohner: Düsseldorf Land (103 799), Düren (108 174), Pinne- berg (130 742), Solingen Land (170 987), Niederbarnim (439 288) und Teltow (526 232), weitere 6 noch zwischen 50 000 und 100 000 (Finwohner, nämlich Goslar (50048), der Obertaunusfkreis (58 318), Hanau Land (59 886), Wanzkeben (65 983), Bonn Land (73 382) und Höchst (81 469 Cinwohner). Unter den übrigen befanden sich zwet mit einer befonders geringen Bevölkerungs8zahl: dies waren Marienburg i. Hann. (35 641) und CEiderstedt (14 223 Einwohner).

Gesundheitswesen, Ticxrklrankheiten und Absperrung®- maßregeln.

Eine neue deutsche Heilstätte in Davos.

Im Laufe des Spätherbstes wird eine neue Heilstätte. in Davos eröffnet werden, die ' namentlich dem lungenkranken kriegëbeschädigten Mittelstand zugute kommen soll. Die Mittel dazu sud von dem MNeichéaus\{huß der Kriegsbeschädigtenfürsorge, der Büäderfürsorge, dem Sentralfomitee bom Noten Kreuz und dem Deutschen Kriegerbilf8bund in der Schweiz aufgebracht. Das Haus wird zunächst 160 Kranke aufnehmen tönnen. Von reid8deutschèr Seite gehören dem Vorstand der Leiter des Neichsausschusses der Kriegsbeschädigtenfürsorge, Ober- bürgermeister Geib und der Kolonialpolitiker Dr. Karstedt. an.

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Schweiz. Der \s{chweizerische Bundesrat ‘hat uuterm 16. d. M. folgenden Beschluß erlassen:

Der fckchweizerishe Bundesrat, in Ausführung von Art. 49 der Verordnung über die Maßnahmen zum Schuße gegen die Cholera und die Pest, jcweit sie die Berlehrsanstaltien, den Personen-, den (Sepäd- und cen Warenvertehr betreffen vom 30. Dezember 1899/ 4. Febeucr 1908, “auf Grund amtlicher Berichte, -in teilweiser Ab- änderung seines Beschlusses vom 26. Juli 1918, auf Antrag seines Byllsnirita ricuents, beschließt:

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abge hoben worden. Der Preis-

Kriegsernährungsamts mit Erlaß vom 21. August 8 zugefit Cs gelten fortan nach den Mitteilungen der Nohmaterialstelie des Landwirtschaftäministeriums für Klee- und Grasfamen guter Qualität unter Beibehaltung der bisherigen Wertzahlen für Reinheit und Keimfähigkeit nachstehende

A! E E «tf s i öUttdlyrele für 50 kg:

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Seradella Jrottlee, feidefrei, mitieleuropäish . . | 400 365 Weißklee, feidefrei . 365 Schiwedisch Klee, seidefrei 365 Gelbflee in Kapyen .. 105 Gelbkle& enthülst, feide- frei Inkarnatklee, seidefrei . U. ol 70 Engl. Navgras i 15 Ca VCaUATaS . . ee 85 180 Westerwoldiscch.Naygras |! 70 Wiejenschwingel . . . . 18 70 Limothe,. seidefrei ... }90 70 R eee ¿e T 80 196 Ma Mal. «40 T0115

*) Einschließlich 10 v9 Schwedisch Klee. Weißklee.

Bei den Kleearten find die hartèn Körner in den ‘Keimzahlen ganz mitgerechnet. Die Erfüllung der oben angeführten Reinheits- ziffern genügt nicht unbedingt, um den Begriff „Gute Qualität“ zu erfüllen; es fommt hierzu auch auf die Art des Besazes an, und es muß au, abgesehen von der ziffernmäßigen Reinheit, die Ware der handelsüblihen Anschauung von guter Qualität entsprechen.

180 176 365 176 176 176 176 156 176 100 i

**) Ginshli

glih 10 vH

Verkehrswesen.

Den Avbsendern der vor dem Kriege in Deutschland nach Nußland aufgelieferten, in Rußland nicht mehr ausgezahlten Postanweisungen ist das Recht vorbehalten worden, die Postanweisungen zurückzufordern. Das Rück- forderungSrecht fann aber gegen die rusfische Postoerwaltung nur dann geltend gemacht werden, wenn die Nückforderungs- anträge bis jpätestens 10. September 1918 bei der deuisczen Vermiltlungsstelle, dem Postamt 2 in Thorn, vor- liegen. Es empfiehlt si, die Anträge an das genannte Post- amt auch dann zu richten, wenn es zweifelhaft ist, ob das Geld bereits an den Empfänger ausgezahlt ist. Die Post- anweisungen sind in dea Anträgen durch Angabe des Auf- gabetags, der in der Einlieferungsbescheinigung angegebenen Aufgabenummer, des Aufgabeorts und der Adresse des Emp- fängers genau zu bezeichnen.

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Die Cilbestellgebühr für Postsendungen nach Oester- rei und Bosnien-Herzegowina wird infolge besonderer Ver- hältnisse in diesen Ländern vom 1. September ab für Briefseudungen und. Postanweisung auf 50 4, für Pakete auf 80 H erhsht. Sie ist näch wie vor vom Absender im voraus zu entrichten.

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Vom 9. September ab find zwischen Deutschland und den im Generalgouvernement Belgien gelegenen Orten Brüssel, Lüttich, Verviers nebst deren Vor- und Nachbarorten sowie UAnuts- werpen, Charleroi, Ciney, Halle (Belgien), Hasselt (Belgien), Huy, Löwen, Mecheln, Namur, Sint - Truiden, Tienen, Tongern und Weifenrath telegraphi\che Postanweisungen zugelassen. Nähere Ausktunjt erteilen die Postanstalten.

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Heft 7 (1918) der „Zeitschrift für Kleinbahnen “, beraus- gegeben im preußishen Viinistertum der öffentlichen Arbeiten, zugleich Vrgan des Bereins deutscher Straßenbahn- und Kleinbabn- venvaltungen (Verlag von Julius Springer in Berlin W.), erschien mit folgenvem Inhalt: „Die Fahrpreise der Berliner Hoch- und Untergrundbaln“ von Dr. 0. e De e. Kemmann, Geheimem Baurat. Kleine Mitteilungen: Neuere Pläne, Borarbeiten, Ge- nebmigungen, Betriebseröffnungen und Betriebéänderungen von Klein- bahnen; Weitere Vereinheitlihung der Straßenbahnen von Groß Berlin; “Das -Königtiche “Materialprüfnngsamt “der Berliner Technischen Hochschule. Bücherschau, Zeitsl;riftenshau. Mit«- teilungen B deut]cwer Straßenbahn: und Kleinbahr- berwaltungen: EStraßenbabn- und Kleinbahn-Berufsgeno}en chaft : „Der zutäuliche Rerbung8niderstand in Glewtiümmungen“ vo1 (3, Hamelinkt-Apeldoorn (Holland), mit 4 Abth: ? o Abb. : Nuszüge aus Ge)chäftsbeuriten.

des erctns

Patentberidht,