1918 / 206 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Theater und Musik.

Komödienhaus.

interspielzeit wunde gestern im Komödienhaus mit der Erstaufführung der Komödie „Der Schrittmacher“ von Nobert Overweg und o Nitschl erfolgreih eingeleitet. Obwohl das Stück sich ziemlich weit von der Wahrscheinlichkeit ent- fernt, enthält doch soviel tüchtige Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis, daß man auch die unmöglihen Voraus\eßunçcen binnimmt, welche die Verfasser für den Aujbau ibrer Handlung zu benöôtigen glaubten. Im Mittelpunkt der Komödie steht ein im Dienite ergrauter Unterbeamter, der si einbildet, er werde einen freis gewordenen, durch das Ministerium zu bescßenden Direktorposten erhalten, für den nach der berrs{enden Ansicht nur ein afademisch gebildeier Jurist in Frage kommen kann. Seine auf nur schwahen Füßen stehende Hoffnung wächst #ich, durch spottlustige und schadenfrobe Amtsgenossen bestärkt, fast zu einem Größenwahn aus. Der Sekretär benußt die Abwesenheit seines böberen Vorgeseßten, den er in den laufenden Dienstgeschäften ver- tritt, dazu, um selbständig zu halten und zu walten, Denkichriften abzufassen, die er dem Ministerium übersendet, einschneidende Maßnahmen zu tiefen, die allem Herkommen zuwiderlaufen ; kurzum, er Fcknimmt sich fo, als sei ihm der erstrebte Direfktor- posten bereits übertragen worden. Se!bst die plößlihe Nückebr seines Vorgesegzten, der ihn ob der sonderbaren Amts{ührung zur Rede stelt, macht seinem Wahn noch kein Ende, denn das Ministerium hat den Vorschlägen feiner Denkschrift Anerkennung gezollt. Schon glaubt nun der Zuschauer in dem zuleßt auftretenden Ministertatdirektor den deus ex machina zu erblicken, der alles zum Guten lenfen werde; indessen, dieser legten Unwahrscheinlihkeit wollten sh die Verfasser denn doch nicht s{chuloig machen. So wird dem Kanzleisekretär bei aller Anerkennung für seine neuen Jdcen, seine Leistungen und Verdienste eröffnet, daß er {on zu alt sei, um als fTühner Neuerer an den ersehnten Plaß gestellt zu werden. Zornentbrannt legt der also Enttäushte sein Amt nieder, um Tünftig als Abgeordneter die Regierung für die ihm widerfabrene Unbill zur Rechenschaft zu ziehen. Der Held dieser Komödie trägt also bis zuleßt eine Narrenkappe, aber darunter schaut ein recht ernstes, zuweilen auch trauriges Gesicht hervor, das nahdentklich stimmen muß. In der Darstellung Leonhard Haékels, der die Hauptrolle spielte, kam der Ernst ebensojehr zu 1einem Recht wie die nur leise angedeutete Komik. Nicht so völlig frei von Ueber- treibung bielt sich ein Teil der anderen Darsteller, obwohl im großen und ganzen das Zusammenspiel unter Dr. Welishs Leitung nichts zu wünschen ließ. Die Herren Hollmann, Bebhmer, Boy, Jünger und Fräulein Grete Diercks seien aus der Scar der Mitwirkenden lobend hervorgehoben.

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Im Königlichen Opernhause wird morgen, Sonntag, „Mignon“ mit den Damen Artot-de Padilla, Hanja und den Herren Kirchner und Schiusnus in den Hauptrollen aufgeführt. Musikalijcher Leiter ist der Kapellmeister von Strauß.

__Im Königlichen Schauspielhause wird morgen „Viel Lärm um Nichts" in dec gewohnten Be1ezung gegeben.

Im Theater in der Königgräßer Straße wird als Er- öffnungéstük für die neue Spielzeit Walter von Molos Tragödie „Der Hauch im Al!“ vorbereitet. Die Uraufführung findet in der ersten Hälfte des September statt. Í

Mannigfaltiges.

Der Kobhleèenverband Groß Berlin hat unter dem 22. August d. J. folgende Verordnung erlassen:

Auf Grund der Bekanntmachung des Reichskommifsars für die Kohlenverteilung vom 30. März 1918 in Verbindung mit der An- ordnung der Landeszentralbehörden über die Errichtung des Kohlen- verbandes Groß Berlin vom 21. August 1917 wird für das Gebiet des Kohlenverbandes Groß Berlin, nämli die Stadtkreise Berlin, Charlottenbu1g, Neukölln, Berlin-Schöneberg, Berlin-Lichtenberg, Berlin-Wilmersdorf, scwie die Landkreise Teltow und Niederbarnim in Abänderung der Verordnung über die Kohblen- verteilung für Hausbrand, Kleingewerbe und Land- wirtschaft in Groß Berlin vom 12. März 1918 folgendes bestimmt :

1) An S des § 13 tritt folgende Bestimmung: stimmungen der 5 bi8 12 finden feine Anwendung bändler, die Koblen nur an Händler in ganzea Zagg ganzen Schiffstadungen abgeben, so an legtere adressiert find,” p: T

9) An Stelle des § 84 tritt folgende Bestimmung: „Zuwider- handlungen gegen die Bestimmungen dieser Verordnung oder gegen Anordnungen, welche die Kohlenstele Groß Derlin tin Gemazheit der

2 und 81 dieser Verordnung erlassen, werden mit Ge-

t diese Sendungen unmit

&S 31 Ab1. i | en fäangnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 10 000 # oder mit einer dieser Strafen bestraft. Auch kann auf Einziehung der Koblen erfannt werden, auf die sih die Zuwiderhandlung bezieht, obne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht.

Die Koblenstelle Groß Berlin kann Kohlenbändlern, die gegen diese Bekanntmachung verstoßen, den Fortbetrieb des Handels unter- sagen.“ i L 3) Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tage ihrer Veröffent- lihung in Kraft.

In der TreptowerSternwarte finden morgen Sonntag, folgende finematographishe Vorträge statt: Nachmittags 3 Uhr: „Theodor Körner“, 5 Uhr: „Graf Dohna und seine Möwe", Abends 7 Ubr: „Sitten und Gebräuche tremder Völker“. Am Dienstag, Abends 7 Uhr, wird der Lichtbildervortrag „Die Bewohnbarkeit der Welten“ gehalten. Beobachtungen mit dem großen Fecarohr finden tägli von 2 Uhr Nachmittags bis 11 Uhr Abends statt.

Königsberg i. Pr., 30. August. (W. T. B.) Der Haus- haltsaus\chuß des preußishen Abgeordneten- hauses nahm am Mittwochabend im Peteréburger Hof in Libau inmitten vielec Bürger das Äbendessen ein. Am Donnerstag früh fand die Begrüßung durch ® den Stadtkommandanten Heide- mann im NRathause statt. Schulrat Winkler schilderte das städtishe Schulwesen und scine bedeutende Hebung seit der deutschen Besezung. Jn der Börse wurde ein Voitrag des Kaufmanns Hahn über Einrichtung und Tätig- feit des Börsenvereins und den Handel Libaus angebßör1. Hieran {loß sich ein Besuch der Mädchenscule, wo Leh1proben mit teutschen und lettijhen Kindern voigenommen und de .tsche und lettishe Lieder vor- getragen wurden. In der ehrwürdigen Triritatiskirche dankte in einer ergreifenden Anjprache der Oberpfarrer Kluge dem deui\hen Schwert für die Befreiung und die ersehnte Wiedervereinigung mtit dem teuren Mutterlande und {loß mit den Wocten: „Gott segne Al- deutshland und Kaiser Wilbelm als Schirmherrn der Balten- lande!“ Es folgte ein Besuh des Müädchenlyzeums, dann ein Frühstüuck im Kurhau'e, Besichtigung des Kinderhorts, eine Hafenfahrt mit Besuch des Kriegsbatens, der Docks und der Maschinenhallen, ferner ein Besuch der russis&en Kathedrale und der Seeflugstation und Fliegershule. An den Flügen beteiligten fich u. A. die Minister Dr. Drews und von Eisentart-Nothe. Um 9 Uhr fand das Abendessen in der „Muße“ mit zahlreichen Vertretern der Bürgerschaft statt. Der Stadtkommandant Heidemann und der Kreishauptmann Baron von Knigge brachten die Hoffuung auf baldigen Abschluß der Vereinigung mit Deut|chland zum Auédruck. Der Vorsitzende Winckler wünschte, daß der Vereinigung die rehte Form gegeben werde, und {loß mit Segenswünshen für Kurland und dem Ausdruck der Anerkennung für die im Baltenlande arbeitenden preußischen Beamten. Von Riga und Libau zurückehrend, ist der Me Pre L Mi in Begteitung des Ministers des JFnnern, des andwirtshastsministers und der anderen Ministerialvertreter heute ns 84 Uhr im Sonderzug in Memel eingetroffen. Nach einer

undfahrt durch die Stadt, bei der namentlich die Aelaçgen und Einrichiungen des Hafens besichtigt wurden, schilderten in dem neuen prähtigen Börsengebäude, im Beisein von Vertretern des. Memeler Handels, der Stadt wie des Stadtkreises in deren Namen der Obervorsteher der Kaufmann- haft, Konful Jahn, und der Oberbürgermeister Altenberg die Lage und die Wünsche der Stadt, der nun endlih das Jahrhunderte hin- durch entbehrte Hinterland erischlossen werden folle. Die Memeler erwarteten die Förderung der bereits geplan!en neuen Bahn- verbindungen von Memel nach und durch Litauen, die weitere Ausgestaltung ihres Hafens, die Regulierung und den Ausbau der Memeler Wasserstraße bis Grodno zum Anschluß an das Wassserstraßenneß zur Ukraine, die Zuziehung der ost- und west-

Der

vreußischen Handelsvertretungen zu den Konventionsverhandlungen mit den Nandstaaten, vor allem aber die Erhaltung der durch den neuen Ge1eßentwurf in ihrem Fortbestante bedrohten eigenen Handeis. tfammer. Um 10 Uhr trat der Aus\{chuß mit Sonderdampfer die Weiterfahrt über das kurische Haff nach Cranz an, Die Fahrt längs der Nehrung war vom Wetter außerordentli be. günstigt, 1odaß die einzigartigen Eindrücke der Landschaft voll “Un Geltung kamen. In Nidden wurde ein zweistündiger Aufenthalt ges nommen und ein Vortrag über die Wiederaufforstung gehört. Aud in Cranz verweilten die Herren etwa eine Stunde am Strand, Vor Verlassen des Sonderdampfers verabschiedete \sih der Königs. berger Regierungspräsident Grams|ch, dem der Vorfißende des Aus, \cchusses Winckier noch den besonderen Dank der ganzen Neisegesell haft aus\prach. Von Cranz erfoigte über Rosenstein die Weiterfahrt ünd um §8!/2 Uhr Abends die Ankunft auf dem Dstbahnhof in Königs, berg, von wo ohne Aufenthalt die Weiterfahrt nah Marienburg und Danzig angetreten wurde.

Breslau, 29. August. (W. T. B.) Auf das Huldigungs, telegramm, das die bulgarishen Vertreter während ibrer Anwesenheit, in Breslau zur Messe an Seine Majestät den Deutschen Katser gesandt haben, ist heute folgendes Dank, telegramm eingegegangen :

An die Vertreter Bulgariens auf der Breslauer Messe, zu Händen des Herrn Mannalow, Breslau, Magistrat.

Seine M: jestät der Kaiser und König haben sich sehr über dag Huldigungstelegramm gefreut und lajjen den Herren Vertretern Bul, gariens berzlid;sten Dank entbieten. Seine Majestät \prehen die Hoffnung aus, daß der erfreulihe Besuch der bulgarischen Herren auf der Breslauer Messe die Handelsbeziehungen zwi\chen Bulgarien und Deutschland in hohem Maße fördern werde und zu einer weiteren Vertiefung des Bündnisses in beiden Ländern dienen möge.

Auf Allerhöchsten Befehl Freiberr von Lersner, Legationsrat im Gefolge Seiner Majestät des Kaiters und Königs.

Die bulgarischen Vertreter haben nad achttägiger Anwesenheit in Breslau am Mittwochabend die \{l\is{e Hauptstadt verlassen und sind teils nach Berlin, teils nah Leipzig weiter gereist. Vor der Abreise machten die Vertreter des Magistrats und der Handels: fammer Abschiedébesudbe bei Frau Ministerpräfident Karawelowa und Frau Professor Stojanowa.

Wien, 30. August. (W. T. B.) Die Blätter melden aus Pilsen: Gestern abend ereignete sich im Austriaschachte bel Mantau, wahrscheinlich infolge shlagender Wetter, eine Explosion, dur die eine Anzahl Arbeiter verschüttet wurden. Soweit bisher bekannt wurde, fielen dreizehn Perjonen der Explosion zuni

Opfer.

Konstantinopel, 30. August. (W. T. B) Die „Agence Milli“ meidet: Gestern ist im Stadtviertel Zeirek in Stam- bui ein großer Brand ausgebrochen. Mehr als 500 Häuser wurden ein Naub der Flammen. Feuerwehrleute und deutsche und österreihish-ungarische Truvpenabteilungen arbeiteten eifrig daran, das Feuer einzudämmen. Der Sultan erschien an der Unglüds« stätte. Von hier aus begab er sich zur Hohen Pforte, wohin ieit mehr als einem halben Jahrhundert kein Sultan feinen Fuß gesezt hal. Nachdem der Sultan Maßnahmen zur Grleichterun des Loses der durch den Brand Geschädigten angeordnet hatte, verließ er die Hohe Pforte. Der Sultan hat den Betrag- von tausend türkischen Pfund den Feuerwehrleuten und Soldaten, die unter Ein- setzung ihres Lebens das euer bekämpften, und weitere tausend Pfund zur Verteilung an die Geschädigten gelpendet. Zum Wieder- aufbau der abgebrannten Viertel wurde der Stadt- präfektur ein Kredit von fünfhunderttausend und ein R

zushuß von achtzigtausend Pfund bewilligt.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonntag: Opernhaus. 174. Dauerbezugsvorstellung.

Reinhardt.) Faust, erster Teil.

Dentsches Theater. (Direktion : Max Sonntag, Abends 7 Uhr:

Montag und Donnerstag: Der lebende

Montag, Mitiwoch, Donnerstag und Sonnabend: Der Schrittmacher. Dienstag und Freitag: Die Zarin.

Dienstag: Zar und Zimmermaun. Mittwoch: Die schöne Helena. Donnerstag: Die Hugenotten. Freitag: Die Fledermaus.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236, Sonntag, Nachmittags 3F Uhr: Zu er mäßigten Preisen: So’n Windhund. Abends 72 Uhr: Die spanische

Dienst- úünd Freipläße sind aufgehoben. Mignon. LOper in drei Akten von Ambroise Thomas. Text mit Benugung des Goetheshen Romans „Wilhelm Meisters Lehrjahre" von Michel Carré und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Musßikfalishe Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Spielleitung : Herr Bachmann. Buallett: Herr Ballett- meister Graeb. Chöre: Herr Professor Nüdel. Anfang 75 Ubr.

Schausp!elhaus: 175. Dauerbezugêvora stellung. Dienst- und Freipläße find anf- gehoben. Viel Lärm um Nichts. Lustspiel in vier Aufzügen von Shakespeare. Spielleitung: Herr Oberspielleiter Patry. Anfang 74 Uhr.

Montag: Opernhaus. 175. Dauerbezugs8- vorstellung. Dienst- und Freiplätze find aufgehoben. Zum 650. Male: Lohengrin. Romantische Oper in drei Atten von Nichard Wagner. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Stiedry. Spielleitung: Herr Bachmann. Chöre: Herr Professor Nüdel. Anfang 6F Uhr.

Schauspielhaus. 176. Dauerbezugsvor- stellung. Dienst- und Freipläge sind auf- gehoben. Colberg. Historisches Schau- spiel in fünf Aufzügen von Paul Hevse. Spielleitung: Herr Oberspielleiter Patry. Anfang 74 Uhr.

Opernhaus. Dienttag: Figaros Hochzeit. Mittwoh: Fidelio. Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Tristan und Isolde. Sonnabend: Tiefland. Sonntag: Die Jüdin.

Schauspielhaus. Dienstag: Die Jour- nalisten. Mittwoch: Stella. Die Laune des Verliebten. Donnerêtag : Die Quitßows. Freitag: Meine Frau, die Hofschauspielerin. Sonn- abend: Die Braut von Mesfina. Sonntag: Stella, Die Lauue des Verliebteu.

E E E E Er M REE

Leichnam.

Dienstag: Der Weibsteufel. Mittwoch: Hamlet.

Freitag: Was ihr wollt. Sonnabend: Othello.

Kammerspiele.

Sonntag, Abends 7} Uhr: Kinder der Freude.

Montag: Nathan der Weise.

Dienstag und Donnerstag: Kinder der Freude.

Mittwoch und Sonnabend: Hanneles Himmelfahrt.

Freitag: Besuch aus dem ESlysium.

Berliner Theater. Sonntag, Nach- mittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen : Die tolle Komteß. Abends 74 Uhr: Blitzblaues Blut. Operette in drei Akten von MNudolf Bernauer und Rudolph Schanzer. Musik von Walter Kollo.

Montag und folgende Tage: Blitz- blaues Blut.

Theater in der Königgrüßer

Straße. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr Zu ermäßigten Preisen: Die Straße nah Steinaych. Abends 8 Uhr: Die Schwestern und der Fremde. Schau}\piel in zwei Aufzügen und einem Vorspiel von Bruno Frank.

Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend: Die fünf Frankfurter.

Mittwoch u. Freitag: Die Schwestern und der Fremde.

Komödienhaus. Sonntag, Nach- mittags 3+ Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Die Zarin. Abends 7 Uhr: Der Schrittmacher. Komödie in drei Akten

Deutsches Künstlertheater. (Nücn- bergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologischen Garten.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: uermäßigten Preisen: Der Blaufuchs8.— bends 75 Uhr: Der Hutmacher Seiner Durchlaucht. Volfsftück in drei Akten von Gustav Quedenfeldt und Theo Halton. Musik von Josef Snaga. Montag und folgende Tage: Der Hutmacher Seiner Durchlaucht.

Lessingtheater. Sonntag, Nahmitt. 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Perle- berg. Hierauf: Eine Partie PViquet. Abends 75 Uhr: Liebe. Eine Tragödie in fünf Akten von Anton Witldgans.

Montag, Mittwoch und Freitag: Liebe.

Dienstag: Peer Gynt.

Donnerstag: -Nach Damaskus, A.

Sonnabend: Nach Damaskus, Ul.

Schillertheater. Charlöttenburg. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu er- mäßigten Preisen: Das Guadenbrot. Die Dieustboten. Abends 74 Uhr: Alt - Heidelberg. Schauspiel in fünf Akten von Wilhelm Mever-Förster.

Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend: Eiu Volksfeind. 2

Mittwoch und Freitag: Der Pfarrer von Kirchfeld.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Alt- Heidelberg.

Deutsches Opernhaus. (Char- lottenburg, Bismarck - Straße 34—37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonntag, Nachmittags 2} Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Fidelio. Abends 7 Uhr: Orpheus in der Unterwelt. Burleske Oper in 2 Akten und 4 Bildern von Hektor Crémieux. Musik von Jacques Offenbach.

Montag: Tannhäuser und der

von Robert Overweg und Otto Ritschl.

Säugerkrieg auf Wartburg.

Sonnabend: Die Meistersinger von Nürnberg.

Komische Oper. (An der Weiden- dammer Brücke.) Sonntag, Nachmittags 37 Uhr: ZU ermäßigten Preisen : Schwarzwaldmädel. Abends 7F Uhr: Schwarzwaldmädel. Operette in drei Akten von August Neidhart. Musik von Leon Jeffel.

Montag und folgende Tage: Schwarz- waldmädel.

Theater des Westens. (Station: Zoologi\cher Garten. Kantstraße 12.) Sonntag, Nachmittags 3F Uhr: Zu er- mäßigten Preisen: Der Raub der Sabinerinnen. Abends 7} Uhr: Die lustige Witwe. Operette in drei Akten von Viktor Léon und Leo Stein. Musik von Franz Lehäár.

Montag und - folgende Tage: Die lustige Witwe.

Ueues Operettenhaus. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Der Obersteiger. Ubends3 73 Uhr: Das süße Mädel. Operette in drei Akten von Alerander Landes- berg und Leo Stein. Musik von Heinrich Reinhardt.

Montag und folgende Tage: Das süße Mädel.

Theater am Nollendorfplay. Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Zu er- mäßigten Preisen: Jummer feste druff ! Abends 7 Uhr: Drei alte Schachtelu. Operette in einem Vorspiel und drei Akten von Hermann Haller. Gesangsterte von Rideamus. Musik von Walter Kollo.

Montag und folgende Tage: Drei alte |

Schachtelu.

Flicge. S(wank in drei Aften von Franz Arnold und Ernst Ba. Montag und folgende Tage: Die

spanische Fliege.

Thaliatheater. (Dresdenerstr. 72/73) Sonntag, N S Uhr: Zu er mäßigten Preisen: Charley's Taute Abends 74 Uhr: Unter der blühenden Linde. Ein fröhligs Spiel mit Gesang in drei Akten von £0 t Rolph Tesmar. Musik von

r. Gellert.

Montag und folgende Tage: Untes der blüheuden Liude.

S

Familiennachrichten-.

Verlobt: Frl. Annemarie Drufenmüllet mit Sis An Dietrich Frhti von Schleinig (Berlin). b

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Bi mann Lothar von Gureyky - 00l (Düsseldorf). i 4

Gestorben: Fr. Elise von Heine i geb. Voke (Weimar). Frl. von Niebelshüt (Friedenau).

Verantwortlicher Schriftleiter: J. V.: Weber in Berlin. Verantwortlich für den Anzeigenteil Der Vorsteher der GeschäftösteW «n Rechnungsrat Mengering n

Verlag der Geschäftsstelle (Men 8 erind in Berlin.

; nb ck der Nordd Buchdruckerti l S O aiten Wilhel mstraht 4

Drei Beilagea-

zum Deutschen Reichsanz

.W¿ #206.

Erste Beilage | eiger und KFöniglih Breußishen Staatsanzeiger.

1908,

Berlin, Sonnabend, den 31. August

C c6 0A

Amtsichßes.

Königreich Preußen.

_ Minifterium des Jnnern.

Jn der Woche vom 18. August bis 24. August 1918 15 c über Wohlfahrtapflege während des arie U E gui Grund der Bundesratsverordnung vom 15. Februar 1917

A C

öffentliche Sammlungen.

Name und Wohnort des Unternehmers

Zu fördernder Wohlfahrtszweck

Stelle, an die die Mittel abgeführt werden sollen

Zeit und Bezirk, in denen das Unternehmen ausgeführt wird

Verein Esra zur Unterstüßung aderbautreibender Juden in Palâstina und Syrien, Berlin

Deutsche Evangelische Seemanns- mission, Berlin-Dahlem

im Orient

| Berlin, den 29, August 1918.

Zugunsten der jüdischen Ansiedlungen |

Zur Förderung der Zwecke der Mission

|

Bis 30. Septr. 1918. Geldsamm- lung mittels Rundschreiben an Mitglieder der jüdischen Gemeinden _Großberlins

Geldsammlung im Fahre 1919 in einzelnen Städten “der Nhein- provinz.

Der Verein

Die Gesellschaft

Der Minister des Jnnern. J. A.: von Jaroßt ky.

Nithtamlliges, Statistik und Volkswirtschaft.

Haup tergebnisse der Einkommensteuerveranlagung der physischen Personen in Preußen im Jahre 1917.

Nachdem auch für das Steuerjahr 1917 wieder eine vom König- liden Statistischen Landébauit gefertigte eingehende Uebersicht über die Veranlagungsergebnisse dem preußischen Landtag unterbreitet worden ist, liegen nunmehr 26 Jahre Statistik der preußishen Ein- kommensteuerveranlagung vor. Einer vergleichenden Darstellung, die den ganzen Zeitraum umfaßt, entnehmen wir die folgenden Angaben.

Es betrug 1892 1900 1910 1914 1915 1916 1917

der physishen Einkommensteuer-Zensiten

1) Gesamtzahl

a. ohne Angehörige in Tausend 401 62414 76861 7300,06 7508s / vom Hundert der Bevölkerung 8,16 10,9 15,94 18,64 17,79 18/2 17,63

vom Hundert der Haushaltungsporstände und Einzelwirtschafter ¿ 27,13 41,48 {a7 46,0 47,18 44,97

b. mit Angehörigen in Tausend 110926 190129 9228484 222066 22 604,2

vom Hundert der Bevölkerung 33,14 43,57 55,42 54,11 55,6

9) Neineinktommen in Millionen Mark 7841,29 13 710,78 17 560,36 16 549,64 18 246,6 19 165,24

im Durchschnitt auf einen Zenfiten in Mark 204 2197 2 285 P20 2 430 2 688

3) Veranlagungss\ oll in Millionen Mark 11479 158,40 260,36 341,13 319,06 362,14

im Durchschnitt auf einen Zensiten in Mark 46,90 41,71 4439 43,70 48,23

4) Erhebungssoll*) in Millionen Mark 158,49 239,63 378 47 354,68 498 41

im Durchschnitt auf einen Zensiten in Mark 47,12 46.90 46,39 49,25 48,57 66,38

*) von 1910 ab einschl. der Zuschläge.

Danach hat die Zahl der physischen Zen siten von 1892, dem ersten Veranlagungsjahr, bis 1914 (Friedensîtand) ununterbrochen zugenommen, und ‘zwar ron 2435858 bis 7684.062, also um 219,5 vH oder reihlih das Zweifahe. Die Zensitenzahl des Jahres 1914 ist in dec Folgezeit niht wieder erreiht worden; im Jahre 1917 ging fie auf 7.130 655 zurück. Die Abnahme gege 1914 beträgt somit weit über eine halbe Million oder rund ein Vierzehntel. Troßdem war der Stand von 1917 noch größer als der von 1912 und vorher. Der Grund tür den Nückgang der Zensitenzahl ist in der Hauptsache auf die Einberufung zahlreicher Haushaltungsvorstände und Einzel- wirtschafter zum Heeresdienst zurückzuführen, durch die diese vielfach ihr bisheriges Einkommen ‘ganz oder zum Teil verloren haben, während ihr Militäreinkommen gemäß § 5 Ziffer 3 des“ Ein- tommensteuergeseges von der Besteuerung ausgeschlossen ist. Der Anteil der physishen Zens iten an der Gesamtseelenzahl (nah der Personenstandsaufnahme) ist von 1892 bis 1914 andauernd gestiegen, und zwar von beinahe einem Zwölftel auf fast ein Fünftel. Somit ist die Steuerpflichtigenzahl in diesem Zeitraume nicht nur nach den Grundzahlen, fondern auch anteilmäßig gegenüber der Gesamtbevölkerung fortgeseßt erheblich angewachsen. In den folgenden drei Steuerjahren hat dann dieser Anteil, wiederum genau entsprechend der Bewegung der Grundzahlen der Zensiten, den des Jahres 1914 uicht wieder erreiht. Immerhin war er im Jahr 1917 noch höher als im Jahre 1912 und in den vorangegangenen Jahren bis 1892 zurück. Seßt man die Zensiten zu dek Gesamtheit der Haushaltungsvorstände und Einzelwirtschafter, also den für den selbständigen Grwerb und Bezug eines Ein- kommens überhaupt in Betraht kommenden Personen, in Beziehung, so machten sie 1896, d. i. im ersten Jahre, für das eine solhe Aufstellung einwandfrei mögli ist, fast_ein Viertel, 1914 abèr nahezu die Hälfte jener steuerlich Selb- ständigen aus. Diese Zunahme erfolgte ebenfalls ohne rückläufige Bewegung, bis dann auch hier wieder in den leßten drei Jahren, befonders aber im Jahre 1917 nur niedrigere Anteile als 1914 erreiht wurden. Aber auch die Verhältnisziffer von 1917 mik rund 45,0 vH aller Haushaltungsvorstände und Einzelwirtschafter ist noch ret bedeutend, insbesondere noch größer als die jür 1912 und die früheren Jahre beobachtete. Was die Zahl der Zensiten ein- chließlich der Angehörigen, alio die „veranlagte Bevölkerung" betrifft, so mußte die Angabe hierüber für 1917 nah Lage der Statistik ausfallen. Im Jahre 1896, dem eriten, für das über die veranlagte Bevölkerung vollständige Angaben vorliegen, betrug diese 9 185073 Köpfe. Sie E dann genau so ununterbrochen ‘wie die Zensitenzahl bis zum ahre 1914 auf 22848 439, d. i. um 1488 vH oder fast das Anderthalbfache. Die Zeusitenzahl wär in den gleichen 18 Jahren um 189,7 vH oder

2 435,9 7 130,7

9 704,33 2 342 415,19

47,12 58,23

114,79

589,76

82,16

nicht viel weniger als das Zweifache, also bedeutend {hneller gemahsen. In den Jahren 1915 und 1916 wurde wiederu1n, wie bei den Steuer- pflichtigen allein, )o auch bei den Steuerpflichtigen mit Angehörigen der 1914 er Stand nit wieder erreicht; dech fam ihm der 1916 ex Stand mit einer Kopfzahl von 22 604222 näher als der 1915 er mit einer folchen von 22206 520. Das bedeutet von 1914 bis 1916 eine Abnahme von fast einer Viertelmillion oder rund 1 vH gegen cine solche von etwas mehr als 2 yH bei den Zenfiten allein. Der Stand der veranlagten Bevölkerung von 1916 war aber immer noch erheblich größer als der von 1913 und vorher ; sie umfaßt {on seit 1912 mehr als die Hälfte der Gesamtbevölterung des Staates.

Au das YNeineinkomnmen der physischen Zenfiten, das {h 1892 auf 5704,33 Millionen Mark bezifterte, stieg bis zum Jahre 1914, in dem es 17 560,36 Millionen Mark betrug, ununterbrochen, und zwar um 207,8 vH oder reichlid das Zweifache, also nicht ganz so lebhaft wie die Zensitenzahl. Von 1914 auf 1915 nahm es dann unter dem Einflusse des Krieges um etwas mehr als eine Milliarde Maxk ab, um dann 1916 mit 18 246,66 Millionen Mark und s{ließlich noch mehr 1917 mit 19 165,24 Millionen Mark über den Friedensstand von 1914 um über 13/, Milliarde Mark oder rund ein Elftel hinauszugehen. In Anbetracht der Teuerung und der damit zusamtnenhängenden Geldentwertung in den legten Jahren dürfen aber diese Zahlen niht übermäßig günstig bewertet werden. Das Durchschnittseinkommen des Steuerpflichtigen machte im Jahre 1917 2688 Æ aus, d. i. bei weitem der höchste jemals erreichte Durchschnittsbetrag.

_Das N Qu AgAn aCLoLt der phxsishen Zensiten ist von 1893 bis zum Jahre 1917, mit Unterbrechung von 1914 auf 1915, an- dauernd gewachsen. 1892 betrug es 114,8 Millionen Mark, 1917 aber 415,2 Milltonen Mark, so daß cs von 1892 bis 1917 um fast das 23 fache zugenommen hat. Bemerkenswert ist die starke Steigerung der veranlagten Einkommensteuer von 1915 auf 1916 um fast und von 1916 auf 1917 um etwas über ein Siebentel. Das dur{schnittliche Veranlagungssell der Steuerpflichtigen s{chwankte innerbalb des Bierteljahrhunderis bis 1916 zwischen 41,24 # im Jahre 1909 und 48,23 & im Jahre 1916, zeigte also feine auffallend große Spannung. Um fo bedeutender war mit 10 # die Zunahme der veranlagten Durcbschnittssteuer von 1916 auf 1917.

Das Veranlagungsfoll verringert #ch seit dem 1. April 1907 dur Abseßung des auf Gewinnanteile von Gesellschaften m. b. H. entfallenden und bei diefen bereits veranlagten Betrages der Cin- fommensteuer. Es erhöht sih indes seit dem 1. Avril 1909 Und weiter seit dem 1. April 1916 infolge der Steuerzushläge. Das so festgestellte Erhebungsf\oll, das volfswirtsaftlih von ungleich größerer Bedeutung ift als das Véranlagungsfoll, stimmt also bis 1906 mit diesem genau überein. Bis zum Jahre 1917 hat es sich seit 1892 von 114,79 auf 585,76, also um 470,957 Millionen Mark oder reichlich das Vierfache vermehrt.

Besonders ftark war infolge der Erhöhung der Steuerzuschläge durch die Novelle von 1916 die Steigetung des Erbebungs1olls von 1915 auf 1916; fie betrug 143,683 Millionen Mark oder rund zwei Fünstel, sodann von 1916 auf 1917 noch 87,35 Millionen Mark oder über ein Sechstel. Auch das durhschnittliche Crhebungsfoll der physischen Zensiten stimmt naturgemäß bis 1906 mit dem durch- \chnittlihen Veranlagungsfoll überein. In den 24 Jahren von 1892 bis 1915 weist jenes. ganz ähnlich wie dieses, keine besonders große Spannung auf, nämli als höchsten Betrag 49,25 (6 im Jahre 1914 und als niedrigsten 41,07 Æ im Jähre 1908. Im Jahre 1916 hob sich daun der Durchschnitt auf 66,38 Æ gegen 48,57 4/4 im Jahre vorher und im Jahre 1917 fogar auf 82,16 4.

Handel und Gewerbe.

'" Der Auffichtsrat des Meßamts in Leipzig versammelte sich laut W. T. B. in der ¿weiten Hâälste der Meßwoche unter dem Vorsiß des Oberbürgermeisters Dr. Nothe, Leipzig, zu einer Sitzung. In der Hauptsache wurden Fragen des A ußenhandels und dér weiteren Entwicklung der Organisation des Meßwesens besprochen. Ferner wurde der Bericht des Direktors des Meßamts, Dr. Nai- mund Köhler, über das am 31. März d. I. beendete erste Geschäfts- jahr genehmigt.

Die Verhandlungen wegen der Preise für Niederlaus ißer Brikett s haben laut „W. T. B.“ dazu geführt, daß mit Wirkung vom 1. September d. I. eine Erhöhung der Verbraucherpreise um 2,— 6 zuzüglich 20 vH Kohlensteuèr = 0,40 4, also um zu- sainmen 2,40 6 für die Tonne, genehmigt worden ist. Dieser Er- böhung entspricht eine Steigerung der Kleinverkaufspreise um 0,12 4 sür den Zentner. Im Zusanmenhang mit der be- willigten Preisaufbesserung soll zu dem gleichen Zeitbunkte eine den Zeitverhältnissen Vehnung tragende Erhöhung der Arbeiterlöhne im Niederlausiger Nevier statifinden.

Die Oberschlesische Kohblenkonvention beschloß laut „W. T. B. aus Beuthen in ihrer vorgestrigen Sitzung die Erhöhung der Mindestkonventionspreise um 2 4 für die Tonne mit Wirkung vom 1. September. Die Handelspreise erfahren demnach einschließlich der Koblen- und Umsaßsteuer vom 1. September ab eine Erhöhung um 2,90 4 für die Tonne.

Wien, 30. August. (W. T. B.) “Die vorläufig ermittelten Verkehxseinnahmen ter österreichischen Staatsbahnen betrugen im Monat Juli 1918 119 388 400 Kronen, gegen 1917 mehr

30418 922 Kronen. Aus den endgültigen Buchungen für den Mona,

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April ergibt sih eine Plus-Nichtigstellung von 8,1 Millionen Kronen, wodur fich die für das Verwaltungétjahr 1917/18 ausgewie]ene Mehr- einnahme auf 218,7 Millionen Kronen erhöht. i

Londón , 29. August. (W. T. B.) Bankausweis der Bank von England. Gesam1irücklage 30 382000 (gegen die Vorwoche Zun. 16 000) Pfd. Sterl, Notenumlauf 57 612 000 (Zun. 863 009) Pfd. Sterl, Barvorrat 69 5450.0 (Zun. 880/000) Pfd. Sterl, Wechselbestand 99 253 000 (Zun. 302 00d) Prd. Sterl., Guthaben der Privaten 136 110 000 (Zun. 114 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staates 34 918 000 (Zun. 1 220 000) Pfd. Sterl., Notenreserve 29 723 000" (Zun. 4000) Pfd. Sterl, Regierungssicherheiten 59 454 C00 (Zun. 1 032 000) Pfid. Sterl. Verbältnis dét Rüldt- lagen zu den Verbindlichkeiten 17,76 gegen 17,99 vH in der Vor- woche. Clearinghouseumfaß 407 Millionen, gegen die entsprehende Woche des Vorjahres mehr 90 Millionen.

Börse in Berltn. (Notterungen des Börsenvorstandet)

vom 31. Augutt vom 30. August für Geld Brief Geld Brief M M b M 100 Gulden 309 23093 309 309 100 Kronen 188 1&8#4 188 188 100 Kronen 212} 212 212 212 100 Kronen 1884 188 188 188 100 Kronen T76Í 762 7647 762 Oel 100 Franken 1462 147 1462 147 ien-

Budapest 100 Kronen 58,95 - 59 05 5920 59,30 Bulgarien 100 Levya 79 794 79 794

Konitanti- nopel 100 Piaster 20,30 20,40 2030 20,40 Barcelona 100 Pesetas 127 128 126 127

olland

änemark Schweden Norwegen

Lewgiors

Madrid und

Der heutige Wertpapiermarkt zeigte eine lebhafte und über wiegend feste Haltung. Das Hauptgeschäft vollzog sich in Petroleum- werten, auch wurden verschiedene andere Industrieaktien lebhaft ge- handelt. Im weiteren Verlauf war die Stimmung fest und blieb es bis zum Schluß.

Kursbetrichte von auswärtigen Wertpapiermärkten.

Wien, 30. August. (W. T. B.): Die an-.tër Bs r ke berr- schende günstige Stimmung gewann durch die anregenden Budapester und Berliner Berichte eine Stüße. Sv zojen ungärishe Werte in- folge Budapester Kaufaufträge um 10 bis 18 Kronen und Bank- werte, die von Gerüchten über einen günstigen Halbjahr8ab|chluß der Kreditanstalt Nußen zogen, 9 Kronen“ im Kürse an. "Im Verlaute ließen die Umsäße zwar wegen der bevorstebenden zweitäuig-n Ver- kehrsunterbrehung nah, doch vermochten {ih in vielen Fällen die höchsten Tageskurse zu behaupten. Zu den bev-:rzugten Papieren ge- hörten auch die Aktien böhmisher Bahnen, Petroleum- und Maschinentfabrikwerte. Abschwächungen erfuhren nur Spinnerei- Magnesit, Bau- und Schraubenfabrikaftien. Der Anlagemarkt zeigte unvérändert ruhiges Aussehen.

Wien, 30. August. (W. T. B.) Amtliche Notierungen der Devisenzentrale. Berlin 16860 G., 168,90 B., Amsterdam 522,00 G., 523,00 B., Zürih 251,50 G., 25250 B., Kopenhagen 317,00 G., 318,00 B., Stockbolm 358,00 G., 359,00 B. Christiania 317,50 G., 318,50 B., Konstantinopel 35,00 G., 35,75 B., Vark- noten 168,60 G., 169,00 B.

London, 29. August. (W. T. B.) 2X 9/6 Englische Konsols 574, 9 9/0 Argentinier von 1886 100, 4% Brasilianer ‘von 1889 61, 4 9/9 Japaner yon 1899 —, 3 9/% Portugiesen —, 5 9% Russen von 1906 —, 43 % Nuffen von 1909 —, Baltimore and Ohio —, Canadian Pacific 174, Erie —, National Nailways of Mexiko 73, Pennsylvania —,—, Southern Pacific —,—, “Union Pacific —,—, United States Steel Corporation 121, Anaconda Copdber —, Rio Tinto 70, Chartered 16,6, De Beers 158, Goldfields 1x, MNandmines 22/32 er., 9 9/9 Krieg8anleihe 95, 4% Kriegs8anleihe 1034, 3F 2/0 Kriegsanleihe 89.

London, 29. August. (W. T, B.) Privatdiskont 317/23, Silber 49x Höchstpreis. Wechsel auf Amsterdam kurz 9,28, Wechsel auf Paris 3 Monate 26,61, Wechsel auf Paris ku1z 26,20.

Paris, 30. August. (W. T. B.) 5 9% Französishe Anleibe 87,90, 3 9/0 Französishe Rente 63,90, 49/6 Span. äußeré Anleibe 114,70, 59% Russen von 1906 63,05, 39/9 Nussen von 1896 39,10, 49/0 Türken uni}. 66,00, Suez-Kanal 5755, Rio Tinto 1299.

Amsterdam, 30. August. (W. T. B.) Lustlos. Wechsel auf Berlin 31,223 Wechsel auf Wien 17,50, Wechsel auf Schweiz 45,80, Wechsel auf Kopenhagen 60,70, Wechsel auf Stockholm 68,60, Wechsel auf New York 195}, Wechsel auf London 9,33, Wechsel auf Paris 35,95. 47 9% Niederländische Staatsanleihe 914, Obl. 3 0/0 Niederländ. W. S. ‘67F, Königl. * Niederländ. Wetroleun 9944, Polland-Amerika-Linie 411/ Niederländis{-Indische

andelébank 168, Atchison, Topeka u. Santa Fs 82, Nock Island —, Southern Pacific —, Southern Raîlway —, Union Pacific 120, Anaconda 1308, United States Steel Corp. ‘924, ¿Franzcfish-Cnglische Anleibe —, Hamburg-Amerika-Linie —-

Kopenhagen, 30. August. (W. T. B.) Sichtwechsel auf Hamburg 51,40, do. auf Amstérdam 165,25, do. auf London 15,38, do. auf Paris 59,25.

Stockholm, 30. August. (W. T. B.) Sihtwechsel auf Berlin 46,00, do. auf Amsterdam 146,00, do. auf \chweizerishe Plätze 67,50, do. auf London 13,70, do. auf Paris 52,50.

_ New York, 29. August. (W. T. B.) (SwWluß.) Die An- fündigung, daß die nächste Kriegsanleihe eine Höhe von ses Milliarden Dollar erreichen werde, ‘drückte auf die Stimmung an der Fonds börse. Die Kurse vermochten fich jedoch im Verlaufe zu erholen, als für Eisenbahnpapiere im Zusammenhang mit günstigen “Ein- nahmeausweisen stärke Meinung hervortrat. Auf den übrigen Markt- gebieten wir.ten anregendè Kkiegsberihte vorteilhaft auf die Kurs- gestaltung ein. Gegen Schluß überwog wieder eine unregelmäßige Witung: Der Aktienumsaß bezifferte sich auf 380 000 Aktien. “Geld: Séhr fest. Geld auf 24 Std. DurWshnitts\aß 53, Geld auf 24 Std. legtes Darlehen 6, Wechsel auf London (60 Tage) 4,73,00, Cable Taansfers 4,76,95, Wechsel auf Paris auf Sicht 5,51,00, Silber in Barren 101, 3 9/9 Nortbern Pacific Bonds 59, 4 9/9 Verein. Staaten Bonds 1925 1073, Atchison Topeka u. Santa 864, Baltimore und Ohio 554, Canadian Pacific 167, “Chesapeake it. Ohio 573, Chicago, Milwaukee u. St. Paul 50, Denver u. Rio Grande

Jlinois Central 96, Louisville u. Nafshbille 115, New Vort Central 73}, Norfolk u. Western ‘107, Pennsylvania 44, Reading 904, Southern Pacific 87, Union Pacific 1284, Anaconda Ed 68, United States Steel Corporation 1142, do, ref. 110. ?

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N T ALIIWVS OYIDIW. ICNE