1918 / 223 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

_ darfs,.s insbesondere - mit i Nahrungs- - und Futtermitteln,

mit Fleis<h und Fleishwaren, 4) Vie Theiß von Gießen vom Handel mi Gießen, den 16. September 1918. Großherzoglihes Kreisamt Gießen,

3) Mebger Adam Allendorf von Gießen

M ; t Vieh.

BetauntmaGun

f (T Ja o 0D a... Ta Nuf Grund der Bekanntmachung des Reichékanz z

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haltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 2 1915 (Neihs-Gesegbl. S. 603) ist dem Gastwirt te Nieding, hier, der Betrieb der Gast- und Schankwirt- schaft in seinem Gasthofe „F biermit unter- sagt und die Shließung angeordnet. Die hierdur< ent- stehenden Kosten hat Nieding zu tragen. Detmold, den 18. September 1918. Der Magistrat. Wi ittje.

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Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 124

des Reihs-Geseßzblatts enthält unter ; Nr. 6463 eine Bekanntmachung über Dru>papier, vom

17. September 1918. Beclin W. 9, den 19. September 1918. Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.

Königreich Preußen. j | Finanzministerium.

Der bisherige Polizeisekretär Sommer is zum Münz- sekretär bei der Königlihen Münze ernannt worden.

Ministerium der geistli<hen und Unterrichts- angelegenheiten.

Dem Privatdozenten in der rehts- und staatswissenschaft- lihen Fakultät der Universität in Kiel Dr. Moll ist das Prä- dikat Professor beigelegt worden.

BeLannt maun a

Gemäß $ 2 Abs. 2 der Verordnung des Bundesrats zur Fern- haltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (NGBl. S. 603) habe ih der Ehefrau des Martin Schmidt, Elifabeth aeb Liedtle t DU\ sel bo Tf; Stern- straße 52, wohnhaft, die Wiederaufnahme des Handels mit Gegenständen des täglihen Bedarfs und des Kriegs- bedarfs gestattet. Í

Düsseldorf, den 13. September 1918.

Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister, J. V.: Dr. Thelemann.

Bekanntmachung Der Kaufmann Marcus Goldschmidt hierselbst ist zum Handel mit Vieh wieder zugelassen. Erfurt, den 17. September 1918. Die Polizeiverwaltung. Schmidt.

m erret Bekanntmachung.

Wir haben der Ehefrau Anna Günther, Pre Gooßen, bier, Bremer Straße Nr. 89, den Handel mit Lebensmitteln, insbesondere mit Milch, Butter und Käse, wieder gestattet.

Harburg, den 16. September 1918. Die Polizeidirektion. Tilemann. Í etreten

Bekanntmachung.

Die Schließung des Gewerbebetriebes des Kauf- manns Isaak Weinreich in Kattowiß, Grundmannstraße, ist angeordnet worden, weil er entgegen einer Anordnung des hiesigen Magistrats die von ihm feilgebotenen Waren ni<t mit Ein- und Verkaufspreisen versehen und Preiswucher getrieben hat.

Kattowigz, den 9. September 1918.

Der Polizeidirektor. S<wendy.

—— Bekanntmachung.

Auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger ersonen vom Handel vom 23. September 1915 ist dem Händler Friedrich Deike in Eldagsen_ dur<h Verfügung vom heutigen age -der Handel mit=«Gegenständen des “täglichen. Be-

Heiz-. und-Leu{htstoffen> und mit¿Geg e.nständén, desKriegs- dedarfs wegen Ünzuverlässigkeit untersagt worden. - % Springe, den 3. September 1918. Der Landrat. von Laer.

Nichkamftliches.

Deutsches Neic<. Preußen. Berlin, 20. September 1918.

Jhre Kaiserlihe und Königlihe Hoheit“. die Kronprinzessin vollendet heute ihr 32. Lebensjahr. V è i

In der am 19. September 1918 unter dem Vorsiß des Stellvertreters des Reichskanzlers, Wirklichen Geheimen Rats von Payer abgehaltenen Vollsizung des Bundesrats wurden angenommen 1) der Entwurf eines Geseßzes über die Er- mächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen für die Uebergangswirtschaft, 2) der Entwurf einer Reichsfinanzhof- ordnung, 3) der Entwurf einer Bekanntmachung über den Ver- brauh von Aegzalkalien und Soda, 4) der Entwurf einer Be- kanntmachung, betreffend Aenderung der Bekanntmachung über Nohtabak, vom 10. Oktober 1916, 5) der Entwurf einer Be- stimmung über die Einrichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Bleifarben und anderen Bleiprodukten.

Der Generalfeldmarschall von Hindenburg hat an

das Feldheer nachstehenden Erlaß gerichtet: Le österreihis<-ungarishe Regierung hat allen Kriegführenden

5 TonSp t Die | 1E ange ent enden. i T: umd.

) niht unterbro<hen werden. Die Bereit- | nicht dem Getîste, tin dem twotr Fu Heimat führen. Schon im Dezember 1916 Oberster Kriegsberr, mit seinen Verbündeten den eboten. Mehbrfah bat seitdem die deutsche ndet. Die Antwort aus dem bn. Die feindlichen Regierungen weiter auf zum Vernichtungskamp]

1 Lande Vertreter zu E FTLLITAT E 344

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idigungskampf weiter.

Bor\chlag gemacht, in

soll dadur< aber nicht unter-

r das Heer gilt es also, weiter zu kämpfen.

, das nah vier siegreichen Kriegsjahren kraftvoll

5 unsere Unbesiegbarkeit dem Feinde beweisen.

daß der feindliße Vernichtungs-

n tw Kämpfend baben wir abzuwarten, cb der

9rlih meint, wenn er dieêmal zu Friedensverhandlungen

ijt, oder ob er wieder den Frieden mit uns zurü>weist oder

ihn mit Bedingungen erkaufen sollen, die unseres Volkes Zu- ft vernichten.“

Nach einer im Neichsversiherungsamt gefertigten Zusammenstellung sind von den 31 Landesversiherungs- anstalten und den 10 vorhandenen Sonderanstalten bis ein- \{hließli< 30. Juni 1918 2739523 Jnvalidenrenten, 374 249 Kranfenrenten, 743551 Altersrenten, 71470 Witwen- und Witwerrenten, 4014 Witwenkrankenrenten, 428 011 Waisen- renten (Rente an Waisenstamm), 217 Zusazrenten bewilligt worden. Davon sind in dem legten Kalendervierteljahre 31121 JInvalidenrenten, 15 866 Krankenrenten, 11 135 Alters- renten, 4772 Witwen- und Witwerrenten, 298 Witwen- franfenrenten, 19717 Waisenrenten, 13 Zusagrenten fest- geseßt worden. Junfolge Todes oder avs anderen Gründen ind bereits 1746 583 Jnvalidenrenten, 297 708 Krankenrenten, 520186 Altersrenten, 10013 Witwen- und Witwerrenten, 1725 Witwentrankenrenten, 34 036 Waisenrenten, 60 Zusaß- renten weggefallen, so daß am 1. Juli 1918 no<h 992 940 Jnvalidenrenten, 76 541 Krankenrenten, 223 365 Alters- renten, 61457 Witwen- und Witwerrenten, 2289 Witwen- franfenrenten, 393975 Waisenrenten, 157 Zusazrenten liefen. Danach hat sih im leßten Vierteljahr der estand an Altersrenten um 3436, an Krankenrenten um 2013, an Witwen- und Witwerrenten um 3779, an Witwenkranktenrenten um 138, an Waisenrenten um 16 620, an Zusazrenten um 11 er- höht und der Bestand an Jnvalidenrenten um 646 ver- mindert. Bis einschließli< 30. Juni 1918 is Witwen- eld in 140873 Fällen (davon entfallen 6953 auf das leßte ierteljahr) und Waisenaussteuer in 11 094 Fällen (davon entfallen 1186 auf das leßte Vierteljahr) bewilligt worden.

Vayern.

Am Sarge Seiner Hoheit des verstorbenen Herzogs Eduard von Anhalt fand gestern vormittag in - der protestantishen Kirhe in Berchtesgaden ein feierlicher Trauergottesdienst statt, dem Seine Hoheit der junge Herzog Joachim Ernst mit seinen Brüdern und die Tochter des Verstorbenen, Jhre Königlihe Hoheit die Prinzessin Joachim von Preußen, mit ihrem Gemahl, sowie Seine Hoheit der Prinz-Regent Aribert von Anhalt und eine Reihe anderer Fürjtlichkeiten mit ihrem Gefolge bei- wohnten. Ferner waren von den bayerishen Behörden zur Trauerfeier erschienen der stelloertretende Bezirksamtmann, Regierungsrat Graf Schlieffen, Bezirksamtsassessor, Bade- kfommissär Freiherr Moreau-Reichenhall, der Vorstand der Berchtesgadener Lazarette, Oberstleutnant Meyer, der Bürger- meister von Berchtesgaden und Bischofswiesen mit den Mit- gliedern des Magistrats und des Gemeindekollegiums. Die Trauerrede hielt der Stadtpfarrer Jäger von Reichenhall. Nach dex: Trauerfeier wurde. die Leiche auf den vierspännigen Leichen- wagen gehoben und nah dem Bahnhof übergeführt. Militär begleitete den Leichenwagen, dem die Hinterbliebenen und Ver- treter der Behörden folgten.

Oesterreich-Ungarn.

Der Kaiser empfing gestern in der Hofburg in feierlicher Weise die türkishe Gesandtschaft, die mit der Mitteilung der Thronbesteigung des Sultans Mehmed YŸI. betraut ist. Der Führer der Gesandtshaft Prinz Abdur Rahim wurde darauf auch von der Kaiserin in Audienz empfangen.

Eine amtliche Verlautbarung äußert sih zu den aus, dem Auslande vorliegenden Meldungen zu der öster- reihish- ungarischen Note, wie - „Wolffs - Telegraphen- büro“ meldet folgendermaßen: -. * :

Eine offizielle Antwort liege bisher allerdings ni<t vor, und daher könne in eine Grörterung der Gründe, welche die Ententeregierungen zu dieser Haltung bestimmt hätten, im gegenwärtigen Augenblide noch nicht eingetreten werden. Nur von der Seite Mr. Balfours liege bisher eine ausführlihe Behandlung der österreihish-ungarishen An- regung vor. Gerade seine Bewetsführung sei aber bereits ein Beweis dafür, wie richtig der E des Ministers des Aeußern die Lage erfaßt hätte und wie nur ein Eingehen auf dessen Gedanken änge die bis heute allseits herrshende Verwirrung der Geister zu meistern ver- möchte. Wenn die Friedensfrage von Balfour und das gleiche gilt für die hierüber im franzöfischen und amerikanishen Senat ge- führten Besprehungen unter dem Drucke der großen Schlagworte und aufgepeitshten Leidenschaften - besprohen werde, dann könne sie allerdings keine gedeihlihen Fortschritte machen.

Die Verlautbarung - geht alsdann näher auf Balfours Aeußerungen ein und “mit Borschlag der öslerreihisch:ungarishen Negierung aufrecht bleibt.

den deutschen Abgeordneten, die bei ihm in der An- gelegenheit der Einberufung der Delegationen erschienen waren, daß diese in der ersten Hälfte des Oktober zusammentreten würden. Ueber seinen Vorschlag an die friegführenden Mächte teilte der Minister laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ mit, daß dieser seit langem erwogen und keineswegs durch die Vorgänge auf den Kriegsschaupläßen in den leßten Wochen veranlaßt oder beeinflußt sei. Der Vorschlag sei die folgerihtige Fortsezung der österreichish- ungarischen Friedenspolitik und gründe sih auf die Ueberzeugung, daß troß gegenteiliger Behauptungen und Kundgebungen alle Völker den Frieden ersehnen und daß besonders für die europäischen Völker eine friedlihe Verständigung besser sei als die Fortseßung des Krieges. Der Minister sagte, er habe den Schritt allein unternommen, selbstverständlich nicht, ohne

vorgeschlagen, zur Herbeiführung des Friedens zu unverbindlihen Be- |

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hiervon vorher die Verbündeten in Kenntnis zu seßen und

- Die Ablehnung * der Note “könne kaum mehr“ zweifelhaft! sein.;

schließt mit „der Bemerkung, daß- der’ Der Minister des ‘Aeußern Graf‘ Burian erklärte!

ihrer grundsäßlichen Billigung sicher zu sein, {on deshal

i Mnerseits durh die Form des Antrags der Sah, eines Friedensangebots der Mittelmächte vermieden, anderer seits weil der Antrag an alle friegführenden Mächte un- mittelbar gerichtet werden sollte. Weiteres Aneinander- vorbeireden der Staatsmänner sei niht nur fruchilos, sondern der Herbeiführung von Friedensmöglichkeiten eher abträglich. Mißdeutungen sehe er voraus, sie fämen aber angesichts deg großen Zieles nicht in Betracht. Daß kein2 Lo>erung deg Treubundgefüges der Mittelmächte bestebe, werde \sih mit aller Deutlichkeit zeigen. Der Schritt Oesterreich - Ungarns sei ebenso loyal gegenüber den Bundesgenossen wie ohne Hintergedanken gegenüber den feindlichen Mädten. Der Erfolg werde vielleicht nicht unmittelbar ein- treten, die ihm gzugrundeliegende loyale Absicht werde aber zweifellos die Ueherzeugung stärken, daß kein bei Foit- sezung des Krieges no< mögliher Erfolg imstande sein werde, die \<hweren Opfer aufzuwiegen, die das blutige Ringen den Völkern noch auferlegen werde. Der Minister sprach sich hierauf über alle mit Beendigung des Krieges in Verbindung stehenden Fragen aus. Die erschienenen Abgeordneten hatten dabei Gelegenheit, die Auffassung der Verbandsleitung der deutsh-nationalen Parteien darzulegen.

Polen.

Zur Krakauer Beratung der aktivistishen Poli tiker aus Galizien und dem Königreich Polen und ihrer Beziehung zur polnischen Kabinettsbildung erfährt „Przeglad Poranny“, daß die Gründe der galizishen Politiker {werwiegend und überzeugend waren und die Beratungen eine erhebliche Aanähe- rung der bis jeßt auseinanderlaufenden Anfichten der verschiedenen aftivistishen Gruppen herbeiführten. Zu einem vollständigen Ein- vernehmen zwischen dem Königreich und Galizien ist es nicht gekommen; denn obwohl die österreichish-polnische Lösung für die galizishen Politiker und die Liga der polnischen Stagatlich: keit (L. P. P) den einzigen Ausweg aus der Lage da! stellt, halten die aftivistischen Zentrumsgruppen den Anschluß Galiziens an das Königreich Polen für eine der wichtiasten Forderungen, wollen jedo<h ihre Augen von der Möglichkeit einer anderen

Lösung nicht abwenden.

Großbritanuien und Jrland.

Die internationale Arbeitertagung besprach, einer Reutermeldung zufolge, vorgestern den Bericht über die Ant- wort der Sozialisten der Mittelmächte auf die Kiiegsziel- denfschrift der ivoterallitierten Arbeitertaqung in London vom Februar. Der Bericht drü>kt Zufriedenheit aus mit den Antworten der bulgarishen, ungarishen und deutschen Sozialisten Oesterreihs und erklärt, daß die Antwort der deutschen sozialistishen Mehrheit ein Hindernis für die Abhaltung einer internationalen Tagung darstelle. Der Bericht, der an die Kommission verwiesen. wurde, empfiehlt, den deutschen Mehrheitsfozialisten eine ausführliche Antwort und den Sozia- listen der übrigen Länder Antworten zu geben, worin sie dringend aufgefordert werden, ihren Einfluß dahin zu be nußen, daß die Haltung der deutschen Sozialisten besser um-

schrieben werde. Frankreich.

Der \hweizerishe Gesandte Dunant hat der französischen Regierung vorgestern die Note der Wiener Regierung

mitgeteilt. Nuß land.

Die Versammlung des Donheeres ist am 13. Sep- tember geschlossen worden. Eine Entschließung billigt nah einer Meldung des „Wolffshen Telegraphenbüros“ die äußere Politik des Ataman Kra3now gegenüber den Mittelmächten, die auf der Befriedigung der beiderseitigen Jnteressen beruhe, ohne das Dongebiet in den Kampf: für -oder gegen Deutschland hineinzuziehen, “sie begrüßt die Anbahnung guter Beziehungen zu der Ukraine und fordert die weitere Entwi>lung derselben; sie drü>t die Sympathien für die Freiwilligenarmee aus, mit der das Dongebiet gemeinsam die Bolschewiki bekämpft, und fordert die engsten Beziehungen zum Kubangebiet und die Bildung eines aus dem Don-, Kuban- und Terek-Gebiet und anderen Teilen Südostrußlands bestehenden einheitlichen Staatsfkörpers.

Jtalien.

Die „Agenzia Stefani“ veröffentliht mit Bezug auf den österreihishen Friedensvorschlag folgende Note:

Bis jeßt hatte die italienishe Negierung von der österreichishen

agenluren. Wenn indes der von dem „Wiener K. K. Telegraphen- Korrespondenzbüro" verbreitete Text genau. ist, fo muß die. italtenishe Regierung betonen, * daß“ der *österreichisce. Vorschlag ©. darauf abzielt, ‘einen Vorwand. für "Friedensperhandlungen ¿zu \<haffen ohne irgend- wele» grêifbare «Untértage * ünd*-ohne*die? Wahrlcheinlichkeit eines tatsächlichen Erfolges. Die neuerlihen Erklärungen der österreichish- ungarischen und deutschen Staatsmänner, die jedes Zugeständnis ausschließen und die Verträge von Brest-Litowsk und Bukarest als endgültig bestätigen möchten, machen jede zwe>dienlihe Eröffnung von Verhandlungen unmöglich. Die Entente und die Vereinigten Staaten ließen ihre lebhafte Bereitwilligkeit zu einem gerechten Frieden ofen erkennen und gleichzeitig au die wesentlihen Grundlagen, auf denen dieser Friede aufgebaut sein muß. h österreichishe Note niht ein Wort, befonders au darüber nit, was sih auf die unmittelbaren italienishen Ansprüche bezieht. Diese sind der österreichishen Negierung wohlbekannt, ebenso wie lle * bon den Alliierten anerkannt wurden. - Sie schließen in sich ein die Erfüllung der völkishen Einheit dur< Freigabe jener italienishen Volks\stämme, die bis jeßt unter Oesterreich standen, fowie die Verwirklichung der Bedingungen, die für Italiens Sicher- heit unumgänglih notwendig sind. Solange die österreichifhe Re- gierung nicht zeigt, daß* auz sie - diese besonderen Ziele anerkennt, ¿ebenso wie die anderen allgemeinen und besonderen Ziele, für „die alle Alltierten vereint kämpfen, “fo lange"wird*Stalien" niht ‘vom Karipfe ablassen, um d'e Menschheit zu einer besseren und gesicherteren Ou lage zu führen dur einen dauerhaften Frieden, der auf Freihe! und Gerechtigkeit errichtet ist.

Niederlande.

Jn dem Entwurf der Antwortadresse der E Kammer auf die Thronrede heißt es laut Meldung „Korrespondenzbüros“ u. a.: n

Wir haben mit Freude vernommen, daß troy der entstandene Schwierigkeiten, infolge deren die wirtschaftliche Lage unsere Landes ständig ernsteren Charatter annimmt, unsere Beziehungen L allen Mächten freundschaftlicher Art bleiben. Wir haben mit ai teilter Zustimmung die Versicherung Jhrer Majestät empfangen, e: sie den einem neutralen Staat obliegenden Verpflichtungen mit e auf minderter Genauigkeit und Festigkeit nahfkommen und, gestüß en die einheitlihe Stimmung des Volkes, unsere Unabhängigkeit ges

jeden Angriff bis zum äußersten verteidigen wird.

&Friedensnote nur Kenntnis aus den Veröffentlihungen der LTelegrapben- -

Veber diese Punkte sagt die |

Türkei.

Der „Tanin“ eifährt, daß alle in V siehenden ¿wischen der Türkei und Deutschland siglung ragen nahe daran sind, zur Befriedigung beider Teile ent- Precend den Jnteressen der kei geregelt zu werden. N

Die Blätter veröffentlichen eine Adr T Abgesandten von Batum aus Anlaß brer Sre N Sultan, E Faria ais es unter anderem, daß ie zurückkehren, um der ihnen obliegenden Lf iali,

G Tén von Baku nachzukommen. 9 Vilicht vezüglich der

Ukfraine.

Der Hetman aller Ukrainer, Skoro adsfki, is seinem Besuche in Deutschland wieder nach ter Ufraine zurük- gekehrt und in Kiew eingetroffen. Von der Reise hat er laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbürog“ folgende De- peshe an den Deutschen Kaiser gesandt: -

In dem Augenbli, in dem i< Deutschlands Boden verlasse darf i< Eurer Majestät meinen tiefgefübltesten Dank aus\prechen für den gütigen und herzlichen Empfang. Die großen und \{önen Ein- drücke, die ih gewonnen habe, werden mir unvergeßlih bleiben. Sie bestärften mih aufs neue in der Ueberzeugung, daß mit der Hilfe des mächtigen Deutschen Reiches die junge Ufraine zu einem arbeit- samen und starken Staate {ih entwi>eln wird zum Segen beider

ölfer. Pawlo Sko ropadsfki, Hetman aller Ufrainer.

Der Deutsche Kaiser hat darauf geantwortet :

Eurer Durchlaucht danke ih bestens ir das freundliche Tele- gromm von gestern. Es gereiht mir zur großen Freude, daß Eure Durchlaucht befriedigende Eindrücke mitgenommen und insbesondere Sich A davon überzeugt haben, mit welhem Maße von Interesse und Sympathie bei uns das Wiedererblühen des ukraini- schen Neiches verfolgt wird. Die Anknüpfung persönlicher Be- ziehungen zu den maßgebenden Persönlichkeiten im Deutschen Reiche wird, wie ih hoffe, dds gegenseitige Vertrauen und Verstehen fördern und dadurch die weitere Zusammenarbeit wesentli erleichtern.

i Wilhelm I. R.

Ein Erlaß des Ministers des Junern sür die Post- und Telegraphenverwallung schärft ein, daß das Ufrainische die alleinige Amtssprache sei und bei allem Amlsverkehr allein angewandt werden müsse. Alle Beamten müssen das Ukrainische erlernen. Der Erlaß ist um so bedeutsamer, als gerade in legter Zeit eifrig für die Einführung des Russischen als gleich- bere<htigte Amtssprache agitiert wurde.

Kriegêsnachrichten. Berlin, 19. September, Abends. (W. T. B.)

Auf der gestrigen Schlachtfront zwischen dem Walde von Havrincourt und der Somm beschränkte sich der Lende auf heftige Teilangriffe, dîe überall abgewiesen ourden.

An der Cambrai—S t. Quentin-Front wurde am

18. September den ganzen Tag über stellenweise vom frühen Morgen bis lief in die Nacht hinein erbittert gerungen. Nach- dem Engländer und Franzosen seit dem 8. vergeblich versucht hatten, in starken Teilvorstößen sih eine geeignete Basis für den von Foch erstrebten Durhbru<h durch die Siegfried- stellung zu schaffen, ging Fo<h am 18. vom Havrincourt- Walde bis an die Somme zum geschlossenen Großanagriff über. Um 5 Uhr 15 seßte auf der ganzen Front stärkstes Feuer ein, das bis tief in das Hintergelände;,reihte. Etwa nah einer Stunde gingen die Engländer auf der ganzen ront zum Angriff vor. Zahlreihe Tanks rasselten der engli-

hen und französischen Jnfanterie voran, während starke Ge- shwader von Schlachtfliegern tief herabstießen, um durch Maschinéngewehrfeuer : und. Bombenwürfe die deutsche Ver- ledigung zu. erschüttern. Der- geplante Durchbruch- mißglückte. An den Flügeln der Angriffsfront hielten sih Gouzeaucourt und Holnon. Gegen erju1cs silirmten die Engländer dreimal an. Trescault hielt si< gezeu viermal wiederholten Feind- angriff. Jm Zentrum gelang e3 den Engländern, die deutschen Linien zurü>zudrücken. Nach erbitterten hin- und herwogenden Kämpfen blieben Epehy und Nonfssoy in der Hand der Engländer. Um 6 Uhr 30 Nachmittags stürmten die Englönder nach abermaliger Artillerievorbereitung von neuem. Alle Versuche über Roussoy hinaus vorzudringen, s\cheiterten an dem Maschinengewehrfeuer, das ihren Sturmwellen aus den Dorf- trümmern des zähe verteidigten Lempire entgegenschlug. . Südlich davon ‘zersplitterte ihr Ansturm- im ‘deutschen Gegenstoß. -/ Um Uhr bra ein neuer feindliher Angriff auf Villers— Guislain

blutig zusammen. Jm Abschnitt: St. Quentin blieben alle An-

strengungen - der Franzosen, Boden zu gewinnen, erfolglos. Jhre. Versuche, - den Angriffsraum. südlich ‘der Somme zu vêr- * breitern, unterband“ das zusammengefaßte deutsche Feuer. Die

gesamten Kämpfe spielten si<h in dem Gelände vor der deutschen Siegfriedstellung ab, tro größter Anstrengungen und rücksichte- losem Menschen- und Materialeinsaß des Gegners. |

Die Großkämpfe zwischen Ailette und Aisne seßten si< au< am 17. und 18 mit unverminderter Heftigkeit fort. Der Feind ial frische Kräfte in den Kampf. Beson- ders verlustreih gestalteten si< für den Feind die östlich Vauxaillon vorgetragenen Angriffe. Die 66. französische Jäger- division, eine Elitetruppe, verlor na< e clo Ei mindestens 60 vH ihres Bestandes. Sie wurde also abgekämwpft erausgezogen. i

Beiderseits der Straße Laffaux Pinon stürmten immer erneute Feindkräfte nah vorhergegangerer stärkster Artillerie- und Minenwerfervorbereitung, um den Durchbruch in Richtung Pinon zu erzwingen. Vergeblih! Südlich Pinon wurde der Stoß * aufgefangen. Jn blutigen Nabkämpfen und trastigen Gegensfößen zetgte sich. erneut die ungebrochene Kampf- rast unserer Truppen. Das wirkungsvolle Feuer der Batterien und Tankabwehrgeshüße hat wesentli< dazu beigetragen, die wieder mit Tankunterstüßung angeseßten Anoriffe abzuweisen. Vesonders muß hervorgehoben werden die Kaltblütigkeit der Ührer und Mannschoften der Tankabwehrgeschüße, die oft aus nächster Nähe die Tanks zusammenschossen.

Unsere Gegner benußten die günstige Witterung der leßten Tage nd, Nächte ul gzahlreihen Angriffen auf das eimatgebiet Etädte am Rhein, in Baden und othringen und deren Umgebung waren das Ziel der feindlichen Bombenwürse. Auch diesmal blieb der Eifolg roß hohen Einsaßes an Flugzeugen weit hinter ihren Er- wartungen zurü>. Zhr Kriegsprogramm, den vorsäßlichen Krieg gegen Nichtkämpfer, seßten sie in die Tat um. Jhre

Bomben waren fast aus\<hließli< gegen die friedlihe Be- völkerung und bürgerlihes Eigentum gerihtet. Auch die Jüng}ît in ihrer Presse veröffentlichte Drohung, Kirchen und öffentliche Gebäude nicht zu schonen, machten \ie wahr. Jn Mainz warfen sie Bomben auf die Johanniskir<he und be- schädigten sie schwer. Der Schaden an Privathäusera in den offenen Städten war gering. Jn Stuttgart wurden 11 Personen getôötet, darunter 6 Frauen und 4 Kinder: unter den 10 Verleßten befinden sich 3 Frauen und 4 Kinder. Sonst wurden vom 15. bis 17. September nur zwei Personen {wer und 11 leicht verleßt. Jhr völkerre<tswidriges Vorgehen büßten unsere Gegner mit schweren Verlusten. Aus dem am 16. September vom Fliegerangriff auf Mannheim zurückehrend-n feindlichen Ge- shwader wurden beim Rü>fluge über der Front von unseren Jagdfliegern drei Flugzeuge abgeschossen. Im lothringisch- luxemburgischen Jndustriegebiet und im Saargeviet wurden in der darauffolgenden Nacht, dank der Maßnahmen des Heimat- luftshußes, se<s weitere feindliche Flugzeuge zum Abfturz ge- bracht. Der Feind büßte also nah den bisherigen Fest- stellungen bei diesen Angriffen innerhalb 36 Stunden insgesamt 9 Flugzeuge ein.

Meg, 19. September. (W. T. ) Die hiesigen Zeitungen bringen eine amtliche Viitteilung, in dec es beißt:

, Seit mehreren Tagen beshießt der Feind Meg aus ernem weittragenden Ge\<üß. Diese Beschießung ist alle die Jahre hindurch, die der Krieg schon dauert, {stets möglich gewesen, und wurde schon lange erwartet. Die modernen Geschüße haben eine weit größere Tragweite als etwa die der Entfernung von südlich Pont-à-Mousson nah Met. Die jetzige Beschießung hängt alio keineôwegs damit zusammen, daß der Feind na< unserer JHäumung des St. Mihiel-Bogens der Stadt näher gekommen ist. Sie ist nur eine Begleiterscheinung der jeßigen Kämpfe westlich und [üdwestli<h Metz und wird bald aufhören, wenn diese si erst fest- gelaufen haben. Daher sind au< vom Gouvernement feinerlet Aenderungen in deu Bestimmungen über die Ein- und Ausreise aus dem Gouvernementsbereiche erlassen worden.

Großes Hauptquartier, 20. September. (W. T. B.) Westlicher Kriegs\<auplag. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Jnfanteriekämpfe nordöôstlih von Bikschoote und füdlich von Ypern verliefen für uns erfolgreich. Ein Vorstoß der Engländer nordwesilih von Huvlluch wurde abgewiesen. Bei örtlichen Unternehmungen bei Moeuvres und am Walde von Havrincourt machten wir Gefangene; in Moeuvores Fyrengten wir zahlreihe Unterstände des Feindes.

Heeresgruppe Boehn.

Auf dem Schlachtfelde am frühen Morgen heftiger Feuerkampf. Starke Teilanguiffe, die der Feind gegen Gouzeaucourt und beiderseits von Epehy mehrfa< wiederholte, wurden abgewiesen. Bayerishe Regimenter und preußische _Jäger zeichneten si hierbei be- sonders aus. Einheitliche Angriffe richtete der Feind nach stärkstem Feuer am frühen Morgen und in den Mittags- stunden gegen unsere Linien wishen Omignon-Bach und der Somme. Sie sind t auch gestern überall vor unseren Linien gescheitert.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nördlih der Aisne machten wir bei eigenen Unter- nehmungen am Gehöft Vaurains und westlih von Jony 130 Gefangene. Jnfolge unseres Artilleriefeuers, das das Unternehmen westlih von Jony vorbereitete, kam ein beab- sihtigter Angriff des Feindes nicht voll zur Entwicklung und wurde abgewiesen.

Heere8gruppe Gallwißg.

Kleinere Vorfeldkämpfe. Ueber dem Gefechtsfelde zwischen Maas und Mosel \choß das Jagdgeschwader 2 unter Führung des Oberleutnants Freiherrn von Boenigk in der Zeit vom 12.—18. September 81 feindliche Flugzeuge ab. Es verlor selbst im Kampf nur 2 Flugzeuge. Leutnant Buechner errang seinen 30. Luftsieg.

Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.

Oesterreihish-ungaris>er Berichk.

Wien, 19. September. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: E den Sieben Gemeinden anhaltend lebhafter Feuer- kampf. Zwischen Brenta und Piave stellte der Feind nah s<hweren Mißerfolgen dec Vortage seine: Angriffe ein. Unter den braven Truppen, die in den legten“ Känipfen, - von: ihrev Artillerie trefflih unterstüßt,“ den immèér wieder vorbrechènden Feind siegrei<h abgewehrt haben, verdienen die ungarischen Znfanterieregimenter Nr. 39 und 105 besondere Anerk:-nnung. Bei Sandona wurde ein nächtlicher Uebergangsversuh dur

unser Feuer abgewiesen. Der Chef des Generalstabes.

Bulgarischer Bericht. Sofia, 18. September. (W. T. B.) vom 17. September.

Magzedonische Front: Jn der Gegend von Bitolía und on mehreren Stellen im Cernabogen mar die Feue1- 1ätigkeit auf beiden Seiten ziemlich) heftig. Oestlich der Cerna wiesen unsere Einheiten mehrere heftige Angriffe gegen unsere

Heeres8ber icht

Stellungen beim Dorf Bechichte / und auf . dem Gipfel -des ‘Tribor zurü>.- Jn der ena gegend griffen: französische

Einheiten unsere vorgeschobenèn Stellungen beim Dorfe Zborsko an, wurden aber nah Nahkampf vertrieben und ließen Gefangene in unseren Händen, darunter 2 Offiziere. Auf beiden Seiten des Wardar wurden starke englische Angriff3- abteilungen zerstreut. Südlih und wesili<h von Dojran dauert das beiderseitige heftige Artilleziefeuer an.

Sofia, 19. September. (W. T. B.) Generalstabsbericht vom 18. September.

Mazedonishe Front: Jm oberen Skumbitale Patrouillengefechte. Bei Bratindol und östlich der Höhe 1050 wurden starke feindliche Stoßtrupps durch Feuer zerstreut. Oestlih der Cerna beseßten unsere Einheilen, ohne vom Feinde geslört zu werden, die neuen ihnen ange- wiesenen Stellungen, in denen sie sich einrihten. Ein feind-

liches Bataillon wurde südli<h Huma durch Feuer zerstreut.

Unsere Artillerie {oß eine feindliche Munitionsniederlage am Wardar ín Brand. Das Arkilleriefeuer war beiderseits zeitweise heftiger auf beiden Seiten des Dosransees. Im Laufe des Tages entwickelten fih südli<h und westli<h von Dojran erbitterte Kämpfe. Nah überaus kräftiger Artillerievorbereitung, b i der der Feind über 250 000 Gra- naten verschiedener Kaliber vershoß, griffen drei englis <e und zwei griehis<he Divisionen in dichten Massen an. Es gelang ihnen, an mehreren Stellen, in unsere vorgeschobenen Stellungen einzudringen, sie wurden aber durh unverzüg- lichen Gegenangriff unserer tapferen Infanterie. die in aus- gezeichnetem Zusammenwirken mit der Lrtillerie arbeitete, an allen Punkten zurü>geworfen und ließen eine große Zahl Getöteter und Verwundeter auf dem Shhlachtfeld zurü>k. Ueber 500 unverwundete Gefangene, Engländer und Griechen, sowie eine große Menge Waffen und anderes Krieg8material blieben in unseren Händen. Gleichzeitig mit diesen Operationen rücfte eine griechishe Dioision im Nordosten des Sees geaen unsere Stellung vor. Nachdem sie sich genügend genähert hatte, wurde fie unter unser Artilleriefeuer genommen und mit großen Verlusten zerstreut, wobei sie Gefangene in unserer Hand ließ. ODestlih der Cerna errang der deutsche Vizefeldwebel Fiseler seinen 17. Luftsieg.

Türkischer Bericht.

Konstantinopel, 18. September. (W. T. B.) Tagesbericht. _ Palästinafront: Jm Küstenabschnitt mäßiges Ar- tilleriefeuer und beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Das fein d- liche Artilleriefeuer auf unsere Stellungen beiderseits der Siraße Jerusalem—Nabulus wurde fortgesezt. Vor- fühlende starke Auffkläranasabteilungen tes Gegners wurden hier vertrieben. Am Jordan bekämpsten wir wirksam feindliche {were Artillerie nordwestli<h Merdesse. Erkundungsvorstöße australisher Truppen wurden von unseren Patrouillen abgewiesen. Ein englishes Flugzeua wurde hinter unseren Linien zum Absturz gebracht; die Jnsassen, zwei engs lische Offiziere, sind gefangen genommen. Der gestern zwischen unseren Linien abgeschossene feindliche Doppelde>er ist von uns eingebraht Einer der Jnsassen wurde tot aufgefunden. Aus einem feindlichen Flugzeuggeschwader, welches Deraa angriff, ossen wir ein Flugzeug ab.

Luf den übrigen Fronten ist die Lage unverändert.

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Der Krieg zur See.

London, 19. September. (, RNeuter“.) Die Admiralität teilt mit: Am 12. September hat ein deutshes U-Boot einen britischen bewaffneten Ueberwachungsdampfer torpe- diert und versenkt. Acht Offiziere und 50 Mann, darunter 25 Mann von der Handelsmarine, werden vermißt.

Berlin, 20. September. (W. T. B.) Jm westlichen Teile des Mittelmeeres versenkten unsere U-Boote 12000 Br.-R.-T. Schiffsraum.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Kunst und Wissenschaft.

Rektor und Professorenshaft der Universität Dorpat haben aus Anlaß der Eröffnungsfeier der Universität na< Meldung des „W. T. B.“ folgendes Telegramm an Seine Majestät den Kaiser und König gesandt:

Seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät ; dem Deutschen Kaiser Wilhelm I.

Die zur Eröffnungsfcier der Universität versammelten Glieder der dur< die Huld Eurer Kaiserlichen Majestät zu neuem Leben er- we>ten alma mater Dorpatensis, Professoren und Studenten, nahen sid an diesem festlihen und beteutungêvollen Tage Curer Kaiserlichen Majestät tiefbewegten Herzens mit der Bitte, ihren unauélös{lihen Dank und thre hohe Freude auéfprehen zu dürfen für das fostbare Geschenk, das Eure Kaiserliche und Königliche Majestät den baltischen Landen gemacht haben mit der Neubegründung der baltischen Landes- untversität. Wir wollen tun, was in unseren Kräften steht, um dieses uns anvertraute Kleinod zu neuem und doh altem Glanze wieder erstrahlen zu lassen zum Ruhme echter Wissenschaft und zur Hebung und Stärkung deutschen Geisteslebens in diesen dank ihrer 700 jährigen Vergangenheit dem deutschen Kulturbereih zugehörigen Landen. In der erhabenen Person Eurer Majestät gilt unser heißer Dank zugleich dem deutschen. Volk . und - dem glorreichen Seile Heer, das ‘uns befreite, - unseré unershütterlihe Zuversicht aber dem Triumph der gerehten- deutschen Sache.

Darauf ist folgendes Antworttelearamm eingegangen: __Curer Meagnifizenz und der Professorenschaft danke Jh herzlih für - die freundlihe Begrüßung ' am Tage der Wiedereröffnung der baltischen Landesunibersität - Dorpat. - Unter - den . we<selvollen' Er- eignissen und Eindrü>ken des Krieges, den das deutsche Vaterland zur Verteidigung seines heiligen Bodens und seiner Kulturgüter gegen eine Welt von Feinden zu führen gezwungen ist, hat Mir die Wiederbefreiung der deutschen Brüder im Baltenlande von fremdem Dru> und Wesen eine ganz befondere Freude bereitet. Sie ist no< gesteigert dadur, daß es so bald gelungen ist, die ehrwürdige alma mater Dorpatensis als Mittelpunkt des geistigen Lebens und wertvolle Kraftquelle für das Wohlergehen des wiedergewonnenen alt- deutschen Kulturlandes zu neuem Leben zu erwe>en. Auch zu neuem Glanze wird die bewährte Pflanzstätte deutscher Wissenschaft und Korschung, die dem Mutterlande zahlreiche bedeutende Kräfte geschenkt hat, wieder emporgeführt werden. Dafür bürgt der Geist, in dem Rektor und Professorenschaft ihr verantwortungsvolles Amt über- nommen haben, der Mir gegenüber Mich tief bewegenden Ausdru> gefunden hat. Meine wärmsten Wünsche geleiten die Universität, ihre Lehrer und Schüler bei ihrer ernsten Arbeit im Dienste der Wissenschaft, - im Wettbewerb - mit ihren“ deutschen Schwestern, zur Vertiefung ‘und Verbreitung deutschen Geisteêlebens, deutsher Kultur und Sitte. Gott ‘schenke dieser“der Weiterentwicklung der ‘Menschheit Lienendén Friedensarbeit seinen Segen! Wilhelm I. R.

Die Galerie Eduard Sqhulte eröffnet ihre neue Aus- stellung am 21. September mit einer Gedächtnisausstellung für &riedrih von Schennis-Berlin sowie mit Sammlungen von Franz von Stu>k-München, Heinrich von Zügel-München, Wilbelm Blanke- Stegliß, Nichard Hartmann-Wiesbaden, Sabine Lepsius-Berlin, Ernst

J

Liebermann-München und Carl Vetter-München.

Verkehrswesen.

Briefsendungen na Finnland, Rußland und der lFraine werden von den Absendern oit nur na dem Inl!andstarif freigemaht, wodur<h für das Publikum manche lästige Weiterungen entstehen. E8 wird daher wiederbolt darauf hingewiesen, daß Sen- dungen nach diefen Ländern nah den Säßen des Weltpostvereins

freizumachen sind.