1918 / 296 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Gie sozialitti : SMweizerisWen DepcsÞenagentut Uusfunî Orte die Truppen Volk wobei drei Arbeiter getütet worden seten, und zur Rechenschaft gezogen scien. Der Vertreter antwortete, daß dic Tru bandeit bâtten. aftengemäße und wahrhcitäg dem Streit beschlossenen lehnte cs ab, anf die Frags UchE revolutionäre Strömung ausdebnten. Bolschewistiscbe wühlten unter der Arbetter Truppen bätten uúber 80( pvetloren. ODte s Der Bundesrat wendig 4 E, ntc ¿(Sretl Streikreht des Staatspersonals mit börgerlie Interpellation verlangte Auskunft über Maßnahmen gegen ausländische Nuarchisten, die Lande untergraben. Die Haltung der Regierung fest genug. Der Negierungêsvertreter sagte, daß suchung gegenüber den Streikführern fowie Sabotage, Bedrohung und Sachbeîc ( Difziplinarishe Maßnahmen gegen streitende Beamte j In der Erörterung ch kein revolutionärer Putich gewesen. Arbeiterführer das Militär stets auffordern würden, nicht auf Volk zu schießen. Der Bolichewismus sei kein l Methode. Er lehne sie ab, weiz b Vorausseßungen fehlten. Landeéstreik fei von langer Jugend werde nah dem Muster Landesstreik sei ein Teil der großen tand ausgegangen sei. Hirzel -Bern Landeskredit geschädigt. j Bolschewismus als Weltauffassung der Zukunft. sei nicht nur Mittel zur Erlangung wirtschaftlicker L die Probe dafür, wie die politische Macht von der A erlangen sei.

Die ' bürgerlihen Vertreter des Nationalrats haben zum Landesîitreik obiger folge nahftehende Schlußerklärung abgegeben :

1) Das Truppenaufgebot, das infolge des verräterisd streifs erfolgte, war eine zwingende Notwendigkeit, e Arbeitswilltgen zu s{üßen, andererseits um die dur aufrübr Vorkehrungen gefährdete öffentlihe Nuhe und Ordnung a zuerhalten. Für die tief bedauerlihen Todesfälle, welche die unter unseren aufgebotenen Truppen verursachte, sind des Landesstreiks verantwortlich.

2) Das Schweizer Volk verlangt, daß die Anstifter Organisatoren des Landeëstreiks mit der ganzen Strenge des Gesetzes bestraft werden.

3) Das Schweizer Volk erwartet vom Bundes rat, daß er sein Läuterungówerk fortießt und alle Ausländer, deren Verhalten für die Sicherheit des Landes eine Gefahr bedeutet, unverzüglid ausmweist.

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Finnland.

Der Landtag hat nah einer Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ das Abschieds gesuch des Reichsver- wesers Swinhufvud bewilligt und den General Manner- heim beauftragt, als Reichsverweser die höchste Gemalt auszuüben. Bis zu seiner Rülckkehr wird die höchste Gewait vom Staat3rat ausgeübt. Der Beschluß wurde mit 73 gegen 27 Stimmen gefaßt.

Amerika.

Das amerikanische Schatamt hat nah einer „Reuter “-Meldung Belgien 3200000 Dollar geliehen,

womit die Belgien geliehene Gesamisunime cuf 213 320 C00 Dollar steigt.

Der amerikanishe Marineselretär Daniels sagte in einer Rede in Baltimore, obiger Quelle zufolge:

Die Vereinigten Staaten werden auf der Friedenskonferenz feine Gntschädigungen verlangen Wenn andere Nationen ihre Rüstungen fortseßen, müssen wir es au tun. Zweifellos wird die Behörde, die die Entscheidungen des internationalen Gerichtshofes durhseßen foll, noch auf Jahre binaus eine Flotte oder Xlotten in großem Umfange nö1ig haben. Bevor die Bölker \ich nicht auf eine vernünftige Beichränkung der Nüstungen geeinigt baben, müssen die Vereinigten Staaten bereit sein, eiren ebenso großen Anteil wie irgend eine andeie Nation zur Scemacht beizutragen.

Lisien.

„Reuter“ berichtet, daß sih Said Pascha, der Befehls- haber der im Hinterlande von Nden opezierenden türkischen Truppen, mit seinem Stabe geftern ergeben hat.

Theater und Musik.

Deutsches Theater.

(Bestern sah man Leo Tolstois vieraktiges Bekenntniédrama nb dag Lit [dete tin der Minsternis, jenes wundersame Werk, das sich in seinen Nachlaß vorfand und dessen Bekanntschaft uns das Kleine Theater unter Barnowéky i Se O verntale m SDelitiden Sbeater von Reinhardt in Shzene agesezt, wieder. Die Wirkung war auch gestern stark und tief. Wenn auch haupt{ächlich Tolstot, der Mensch, der mutige Bekenner der von ihm erkannten Wahr- heit aus dieser Szenenfolge zu uns spriht, au seine große dihterisbe Gabe, jenes ihm anvertraute Pfund, das er in späteren Jahren seibst gering achtete, offenbart sich in der Gestaltungskraft, die ihn dazu trieb, sein eigenes Leben hier nadzuzeihnen. In der Haupt- gestalt des Nikolai Iwanowitsch Sarynzew gibt er ein Spiegel- bild feiner felbst von dem Augenblick an, da si der Umschwung in fcinem Wesen vollzog, als er Reichtum und Besi wie cinen Raub an denen zu empfinden begann, durch deren Hände Arbeit fie er- worben wurden. Klar und scharf- hebt \sih diese Gestalt von ihrer Umgebung ab, und mit größter Objektivität zeigt Tolstoi die Wort- und Seelenkämpfe, die er mit seinen Wider- sachern auszufechten hatte. Alles, was die herrshende Welt- anshauung, was die Kirche und vor allem, was die eigene Familie gegen ihn vorzubringen hat, wird ohne jede tendenziôse Gntstellung wiedergegeben, und auch das Unheil, das die neue Lehre in unreifen Köpfen anrichtet und die Seelcnnot, in die ihr Apostel selbst gestürzt wird, der Zweifel, ob sie nicht am Ende doch eine Frrlehre sei, werden nicht vershwiegen noch beichöntgt. Sogar der Entschluß, Haus und Heim zu verlossen, den Tolstoi noch in seinen lezten Lebenstagen tatsächlich ausführte, wird bier in einem er- greifenden Auftritt mit der Gattin, deren Bitten, zu bleiben, fein Gbenbild auf der Bühne \ch{ließklich nachgiht und mit dem dieses unvollendet gebliebene Drama abbricht, getreulih aufgezeichnet. Mar Reinhardt hat ih als Spietwart liebevoll in alle Einzelheiten dieses dramatischen Lebensbildes versenkt und cs auf seiner Bühne in packdender Scheinwirklichkeit erstehen lassen, Die Hauptrolle

des Sarpnzew spielte Alexander Mol weier als dereinst etn Vorgänger Kaypßler, aub ncht so tolftoihaft und bäurisc-derb tn vet minder ergreifend und überzeugend. Herzen8güte war bei ibm s\tärlerx Starrlopvf, Von eindringlihster Wirkung le der {wer geprüften Gattin, Moia Dertens die mit l Forderungen des praktishen Lebens alle die anderen zablreichen Nolen, |1

C E R E Lt, E Neinbardtbühne beschäftigt wa

x 144 Crscheinuvg, aber darum nic! der Eiferer, der Fanatiker au

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use wird Sonntag, „Der fliegende Damen Kemp, Goeße und den Herren Mann, Philipp în den Hauptrollen aufgef ührt. Dr. Fig Stiedry. : baute wird morgen ¿Maler Lampe mil Stei Pateag, Heisler, Dora, Abich und Ç Mannstädt, Leffler, Vesvermann, Patrp, (éfeldt und Eicbbolz in den Hauptrollen gegeben. Spielleiter it \

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OPernbdauies unter. T lte zu Beginn thres \Ÿ. Symphonte- rd Tauberts Symphonie in G-Moll

acbtzigjäbrigen Tonseßer auf.

nen Komponisten T E I darf als die reife Schöpfung

Musikerns ange|prochen telt diese Kunsk

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éfltufen gegangenen G ielbst eboren, ISobllauUt gétlaubte. Du dar... WVe „Menuetischuitt“ gefaßte zweite Saß eine g, die Arbeit eines in der Harmonik führenden u bewährten Meisters, der nirgends Härten und 8 Anlebnung oder Abfichtlihkeiten zeigt, sondern t der Muse ertspricht, der er dient. Der anwesende ce mponist konnte in vollster RNüstigkeit den Dank einer begeisterten Hörerichaft entgegenncbhmen. Das ausführende Orchester nahm sich der Neuheit mit Wärme und Hingebung an. Den Schluß des genußreichen Konzerts bildete Beethovens unvergleichlice „CEroica“. Der zweite Kammermusikabend, den der Kapellmeister Her tann,. Scherchen: veranstaltete, fand. am 3, Dezember int lindwortb-Scharwenkasaal statt. Mitwikende waren : icolas Lambinon (1. Viol.); Stegfried Czeslar (2. Viol.), Scheren (Viola), F: R. Mendelssohn (Cello) und ames Simon (Klavier). Es wurden Werke von Busoni und Scheren dargeboten. Ein Streichqguartett von Busoni erwies sich ls gesuht in der Erfindung und- Harmonie. Dagegen bob si seine Violinsonate wohltuend ab; Nicolas Lambinon |pielte sie mit tadel- loser Technik und viel Temperament und hatte in I. Simon einen verständnisvollen Begleiter. Die Themen sind prägnant und geschickt verarbeitet, das Ganze ein Werk, das gew1ß mit Freuden von den (Seigern aufgenommen werden wird. Der Erfolg war tak und woh! verdient. Als Letter war H. Scheichen mit einem Streichquartett auf der Vortragöfolge verzeichnet, das größtenteils in Schönbergs Fußtavfen tritt. Das Scherzo ist nur ein Aufbau von D:ssonanzen, die aber niemals in Wobllaut ausgelöst werden. Das Thema an sich ist {hon für das Ohr ein widerhaariges Ding. Das Adagio ist allerdings teilweise flüssig und natürlich aufgebaut. Der wimmelt dafür wieder von Dissonanzen,*die felbst einem Ohr, das in diesen Klangwinkungen moderner Musit geübt ist, zuviel zumutet. Jedoch sind auch dacin wieder Perioden, die klangvoll und schön sind. Im Beethovensaal batten Nose Walter (Gesang) und Wanda Landowska (Cembalo und Klavier) ein interessantes Konzert veraustaltet, dessen Programm weltlihe Musik des 17. und 18, Jahrhunderts umfaßte. Frau Nose Walter, die ein natnentlich im Ziergesang treffiüich gebildetes Organ besißt, sang mit sicherem Stiigefühl deut'che und italienishe Lieder und Arien der alten Meister. Besonderen Anklang fanden dret Auien von Händel mit Cembal!o und obligater Flöôtenbegleitung, lettere sebr jauber von der Flötenvictutostu Hilde Thauer ‘ausgeführt. Frau Landowska verstand ihre Vorträge sowohl auf dem Cembalo wie auf tem Klavier mcisierli im Gefühl und Geist der damaligen Zeit zu ge stalten. Besonders stünmishen Beifall hatte sie in der biblischen Sonate von Kuhnau (1060—1722), „Der Streit zwischen Davio und Goliath“, die eine Fülle von drolligen musikalischen Eingebungen birgt. Cditha Krengel, die in der Singakademie auftrat ist enticieden eine der \ympathisckchsten Geigerinnen. Abgesehen von dergroßen Leistung, drei Konzerle an einem Abend vorzutragen, interesfiert ihr Spiel besonders durch die große und ausgeglihene Tonschönbeit. Herr Hildebrand und das Philharmonische Orchester begleiteten mit sihtbarer Anteilnahme. Ein Klavierabend von Alice Haßler-Landolt im Bechsteinsaal brachte viel Unausgeglichenes. Tedbuisch und im Anschlag leistet die Künstlerin durchaus Anerktennenswertes, aber in der Nhythmik herrscht nod) et Del Willkür. Das G - Dur - Impromyptu von Schubert war infolgedessen kaum wiederzuerkennen. Carmen pon Scheele, die im Klindwotth-Schar- wenktasaal cinen Liederabend gab, fehlt zwar noch mancherlet zur völligen Entfaltung ibrer Begabung, aber durch den {nen Klang ihres etwas dunklen Mezzosoprans und ihren natürlichen, aus- drucksvollen Vortrag weiß sie hon jeßt ihre Zuhörer zu fesseln. Maria Mora von Goeßt, die im Beethovensaa! jang, war slimmlih dieômal nicht auf der gewobnten Höhe: fie hatte um Nach- lh: wegen stimmliher Indisposition bitten müssen. Aber verinôge thres Kunstempfinders und der geistvollen Art thres Vortraas wird man sie immer zu den Sängerinnen von höherer tfünstleris&er Bedeutung ¿ähien. Zwischen Schumann und Strauß sang sie fesselnde, gefällige Lieder von Frit Fleck und James Simon, von leßterem „Sommernachts über Land“ (Manuskript), ein stimmungévolles, gut durhgeführtes Licd, das viel Beifall fand. Als sympathishe Sängerin stellte sich Charlotte Nohde- Stahlbaum im Beethovenjaal vor. Sie ist im Besitze eines gutgebildeten WMezzofoprans mit dunkler Altfärbung und trägt ge|chmackvoll vor. Lieder von Schubert, Wolf Kaun, Brahms und Mahler bildeten ihr gut gewähltes Programm :

auch drei Lieder von Frit Kaufmann waren nicht uninierefsant. Gin VLiederabend von Else Jansen war dagegen so wenig ans- sprechend, daß darüber nit viel zu fagen ist. Die junge Sängerin ist technisch noch unvollkommen ges{ult: fie spricht undeut lich aus und besonders feblt es ihr gänzlich an ausdrucksvollem Nortrag. Der mitwirkende _Herr Louis van Laar spielte Mozarts V - dur - Sonate flüssig, aber ohne die Wärme und Schmiegsamkeit, die Mozart verlangt. Betsy Culp erwies sih wiederum als gewandte und verständnisvolle Begleiterin am Klavier. Herbert Culenberg widmete im Klindworth-Scharwenkasaal dem ostpreußischen Dichter Walter Heymann einen BNbend, dessen Liebe zur Heimat er besonders hervorhob. Ein „Ostpreußischer Bauer“ betiteltes Gedicht \childert in marfkfigen Wor'en den Typus. (Sanz befonders eindringlich malt Heymann mit Worten einen Sonnen. untergang an der Kurischen Nehrung, die ihm vor allein lieb war. Der Dichter zog 1914 als Freiwilliger ins Feld und ließ in der Begeisterung für das Vaterland freudig sein junges Leben. Ein anderer Vortragsabend, der im Künstlerhause stattfand, war auf einen heiteren Ton gestimmt. Hier brachte der Bortragskünstler ranz Norman mit seinem andrucksfähigen, wenn auch etwas ver chleierten Organ eine bunte Blumenlese von Märchen, Vers und Prosa alter und neuer Dichter zu Gehör, und fand damit lebhasten verdienten Beifall. j :

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Handel und Gewerbe,

e N oft t im Umia!nt befin?

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opf vom aclaufenen Ge!)chaftsjabre die Uniprüche, Leistungsfähigfeit des Werkes gestellt hat, n ordentlich gestiegen. Die Werkstätten waren auf genütt, der Arbeiterstand ift weiter erheblich ge tonnte noch weiter beträchtlich aceftetg beläuft nich G A 120/043 UOD trags vom 1. Juli 1917 von # 901 640 auf zusamn geaen é 94422 2D vO sür die Ultie als 25ahresge l ufende Geschäftejahr ist die Gesellsch Auftragsbestand eingetreten und ha Monaten bereits einen Un:1atz erziell bez1 famtu!tjaßes des Geschäftsjahres 1916/1917. getretene Umwälzung aller Berhaltm}sse ma

aussage unmöglich.

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L (D N ; P G E “s L 2 ite von auswärtigen Wertpapiermär? 5 x P

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if den Wochenak 3 wiederum in

engen Grenzen. Die Kurse der leitenden Kulissenwerte stellte

anfangs infolge günsttigerer Auffassung über das C j i

Kohlenverhandlungen einige Kronen höher, gaben jedoch bet der vor, berrs{enden Geschäftsstille davon wieder etwas her. Im Schranken blieb die Kursbildung wie bisher uneinheiulih bei belanglosen Ner

änderungen. Wten, 13.

bewegte sih mit Rüctsicht a1

Dezember. (W. T. B.) Amtliche Notierungen

Devisenzentrale. Berlin 185,85 G, 186,15 B.

670,05 O. 078/70 V, ZUrich 30 00°, 232,00 B

420,00 G.,. 421,00 B., Stotholm 466,00 G., 467,00 B.

444,50 G., 445,50 B., Konstantinopel —,— G., —,— B., Mark. ). Wubelnoten Romanows 2509,00 G,

KoPenbagen x ,

R ESIIUA E O DTij ana )

Roten I1S0/80 O L15000 2. Rubelnoten Duma 235,00 G.

Wien, 10. Dezember. W.. D) (Borsensclußkurse) Türki)\che Loose 357,00, Ortentbahn 1135,00, Staatsbahn 763,00, Süd, bahn 98,10, Oesterreichische Kredit 622,00, Ungarische Kredit Unglobank 394,00, Unionbank 499,50, Bankverein 459,0, L bank 457,00, Tabakaktien 955,00, Alvine Montan 792 00, Cisen 2223,00, Rima Muranver 822 00, Skod1werke 649,00, Salgo Kohlen 826,00, Brüxer Kohlen 1455,00, Galizta 1010,00, 955,00, Llovd-Aktien 1950,00, PVoldihütte 958,00, Daimler _, Oesterreichische Goldrente 110,25, Ungarische Goldrente 132 00.

London, 12. Dezember. (W.T.WB.) 2#%/g9 Englische Konjols 597 59/9 Argentinier von 1886 —, 4/9 Brasilianer von 1889 (6514 4 9/96 Japaner von 1889 —, 39/9 Portugiesen 56È, 5-9/4 Russen von 1906 - 44 0/6 Nussen von 1909 F Dalltnmore and Db Canadian Pacific —, Erie Mtattonal Nailways of Mexico 93, Pennsylvania —,—, Southern Pacific —,—, Unton Pacific United States Steel Corporation 103, Anaconda Copper —, Nio Linto 604, Chartered 233, De Beers def. 16!/16, Goldfields 1/,,, Nandmines 34. 5 9/5 Kriegsanleihe 94,6, 4 9% Kriegganleihe ivi, 34 9% KRKriegsanleibe 88}. Privatditkont 34, Silber 48/,;: Wechsel auf Amsterdam kurz 11,185, Wechsel auf Paris Z Monate 26,42. Wechsel auf Paris kurz 25,98.

Paris, 12. Dezember. (W. T. B.) 88,09, 3 9/0 Französische Nente 62,90, 4% Span. äußere An!eibe —,—,_ 9 9% Russen bon 1906 60,50, 3% Russen von 1896--38,50, 4 9/0 Türken unif. 71,45, Sucezkanal 5420, Nio Tinto 1808.

Iean Da N ¿Feit, aus- genommen amerifanisle Werte. Wechsel auf Berlin 27,80, Wechsel auf Wien 15,10, Wechsel auf Schweiz 48,25, Wechie auf Kopenhagen 63,40, Wechsel auf Stocktholm 68,30, } U Mee Wo 2300 i

0, Wesel auf London 11/29 auf Paris 43,124. 4} 9% Niederländisde Staatsaalcibe Obl. 3 9% Ittederländisde W. S. 644, Königl. Niederläni Petroleuin 425, - Holland-Amerika-Linie 395), Niederländ. -Q Handelsbank 197, Atchison, Toveka u. Santa 908 Zsland —, Southern Pacific 935, Southern Nat!way Pacific 1335, Anaconda 1388, United Statcs Steel Corp. £9 &ranzöfisch-Gnglishe Anleihe —,

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F / Ras L O10 0 9% ¿Franzöfische Anleihe

Hamburg-Ämerita-Linie

j K openhagen, 13. Dezember. (W.T. B.) Sichtwechsel auf

E E Tara E AA E E E O: O É C ; h Vambourg 45 00, do. auf Amsterdam 158,25, do. auf \{chweiz. Pläbe (6,19, do. auf London 17,69, do. auf Paris 6850.

__ Stodlholm, 183. Dezember. (W. T. B.) Sichtwelhsel auf Berlin 42,00, do. auf Amsterdam 147,00, do. auf shweiz. Pläße (1,00, do. auf London 16,45, do. auf Paris 63,50.

Mew Vort, 12. Dezember, (SUURE Q O, B). Vie Haltung der Cffektenbörse war anfänglih unregelmäßig und tvurde Un wetieren Berlaule aligemein matter wegen der Erklärung ‘des Staats) lrelars M'c Ud00o, N welcher er die Kontrolle DeT Bahnen dur) die Megierung für die Dauer weiterer fünf Jahre cmpfiehli ¿Ferner rief die Weigerung des Kriegshandelsamts, für Eisen und Stahl Höchsipreisc festzuseßen, umfangreiche Abgaben hervor, die zeit- weilig ztemlich dringenden Charakter annahmen. Die festere Haltung der Schiffabrtsaktien und der Petroleumweite übte gegenüber der starken Abgabelust nur geringen Cinfluß aus, und die Börse {loß in matter Haltung. Umgeseßt wurden 410 000 Attien. Geld: Schwach. Geld. auf 24 Slunden VDurchschnttissay 4, Geld auf 24 Stunden leßtes Darlehn 43, Wechsel auf London (60 Tage) 4,73,90, Cable

a A TO A A E S ck Fee 4E O Thor i Transfers 4,76,45, Wechsel au! Paris auf Sicht 9,495,602, Silber in Barren 1014, 30/0 Northern Pacific Bonds —, 49/9 Verein. Staaten

4K 100 C A ‘C d f _ o 9 y P Bonds. 1925 Atchison, Topeka u. Santa Fs 934, Baltimore und Dhio 54, Canadian Pacific 159, Chesapcake u. Ohio 574, Gdicago, Milwaukce u. St. Paul 452, Denver u. Rio Grande dé, Zllinois Central 98, Louisville u. Nashville 119, New York Gentral (g, Norfolk u. Western 106, Penniylyania 468, Qina E Soulbern Pacific 102, Union Pacific 129#, Anaconda onNpper Vuining 653, United States Steel Corporation 97, do

evre. 1124.

Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

Bradford, 12. Dezember. (W. T. B.) Wolle. Vom Woll- markt wind berihtet, daß si ein anhaltender Uebergang von der Nogierungs- auf die Zivilproduktion vollzieht. Die Spinnereien und Fabrikanten 1nd wegen neuer Geschäfréabs{lüsse nicht beiorgt. E Ltverpool, 12, Dezember. (W. T. B.) Baumwolle. Umjap 900 Ballen, Eintuhr Ballen, davon Ballen amer Fanisdhe Baumwolle, Für Dezember 19,64, für Januar 18,49. Zexas 20, Brasilianisbe 1 Punkt niedriger. j s

New Yortk, 11. Dezember. (W. T. B.) (Schluß) Laumwolle loko middling 28,75, do. für Dezember 27,23, do. für Januar 26,00, do. für Februar 25,10, New Orleans loko middling 28,50, Petroleum refined (in Cases) 19,95, do. Stand. white in New York 19,90, do. in Tanks 8,25, do. Credit Balances at Oil City 4,00, Schmal prime Western 26,624, do. Robe & Brothers 29,2%, Zycker Zentrifugal 7,28, Wetzen Winter 2374, Mehl Spring - Wheat clears 10,75—11,10, Getreidetract nach Liverpool! nom., Kassee Rio Nr. 7 loko 108, do. für Juli s E | / A t A G E Dezember. (W. T. B.) Kafse Zufuhren: in Rio 5060 Sack, in Santos 30 000 Sack.

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Der Gezugopreig beirägt viecteljährli § „4, S A DExG Aüe Postanstalten nehmen Bestellung au: für Berlin eze P EISWTY î dean

Bzeigeupoals fie ven Nane stnex 5 gespalteuzca

80 Wf

den Postaustalten nud Zeitungsvertrieben für Selbstabhsize

ay die Geschäftsstelle SW. 48, Wilhelmstraße 52.

Eiuzelue Kummern kosten D5 Uf,

Reichsbankgirokonto.

Fnhalt des amtlihen Teiles: Deutsches Reich.

Aufruf? des Nais der Volfsbeauftiraglen an die deutschen Arbeite. 5

Geseh zur Bildung einer freiwilligen Volkswehr. terordnung über die” Zurückführung ven Waffen und Heeres-

a in den Besiß des Reichs. S N v

Bekanntmachung, betreffend neuerlihe Eingriffe von A.- und S.-Räten in den Eisenbahnbetrieb.

Bekanntmachung, betreffend das Ausstellen von Fahrtausweisen, Urloub& und Entlassungsscheinen durch örtliche A.- und S.-Rüäte. : -

Verordnung, betreffend die einstweilige Aenderung der Militär- strofaericht8ordnung, des Einführungsgesezes dozu und des Militäzstrofgesezbuchs.

Anordnung über Arbeitsnachweise.

Yekannimkchung, betreffend Darlehnskassenscheine,

Pekanntmächung, betreffend Höchstpreise für Rote Beete.

Aufhebung eines Handelsverbots.

Anzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 173 des Reichs- Geseßzblätts,

L Preußen.

Ernennungen, -Charakterverleihungen und sonstige Personal- veränderungen.

Erlaß, beireffend die Verleihung des Enteignungsrechts an den Kreis Schlochau.

Amtisißes.

Deutsches Reich, An die deutschen Arbeiter.

Die Ercungenschaften der sozialistischen Revolution find in Gefahr! Die drohende Katastrophe zeichnet sich täglich deutlicher ab. Vergeßt nicht, wie wir stehen! Der Krieg hat uns arm gemacht, die Niederlage noch ärmer. Unser Boden ist vernahlässigt und ausgesogen, unser Vieh abgeschlachtet, unsere Verkehrsmittel sind heruntergekommen, die Produktions- anlagen für die Herstellung von D dein abgenußt, teilweise ruiniert, die wichtigsten Rohstoffe mangeln. Drückende Waffenstillstandobedingungen lähmen unsere Bewegungsfreiheit. Ungeheuerlih find die Lasten, die der. siegreiche Feind uns aufbürdet.

Arbeiter! In Eurer, nux in Eurer Hand liegt es, das Verhängnis abzuwenden. Jhr müßt unsere zusammengebrochene Virtschast wieder aufrichten, Jhr müßt dafür sorgen, daß uns Hunger und Bürgerkrieg erspart bleiben, und das, was unweigerliÞh auf Bürgerkrieg folgt: die Verwüstung aller Errungenschaften der Revolution, Eurer Revolution. hr müßt arbeiten! Der Sozialismus verlangt Arbeit, fann nur bestehen auf Grundlage der Arbeit! Wer felern muß, soll Unterstüßung betommev, aber wer selert, ovwohl er arbeiten könnie, macht sih und die anderen ärmer, versündigt sich an seinem Volke und dessen sozialisti- her Zukunft, hilft den Zufammenbruch bereiten, der schließlich auch ihn selbst verschlingt. Arbeiter, bleibt nicht in den großen Städten zusammengedrängt, wo die Jndustrie Euch nicht genug Arbeit {afen kann, weil es an Kohle und anderen Betriebsstoffen fehlt und wo Jhr {ließli Hunger leiden müßt, weil die Lebensmitiel nicht herangebract werden können. Geht hinaus aufs Land, in die Städte der Provinz! Die, Kräfte, die in Berlin und anderen Groß- slüdten braGliêgen, werden dort dringend gebraucht. Geht ju den Arveitönghweisen; sie, werden Euch sagen, wo Jhr lohnende Arhéit fikidet, die Eu nährt und das Volk retten

Keiner darf sich jeßt darauf versteifen, an dem Orte zu bleiben, ‘in den er wührend des Krieges getommen ist. An der Vernunft, an der sozialistischen Disziplin jedes Ein- elnen hängt das Dasein, die Freiheit, die Zukunjt unserer lozialistischèn Républik. H

Arbeiter! Schüßet Eure Revolution vor den Ungr jeglicher Reaktion i sie auch vor dem Ruin dur Huager und wirtschaftlihe Auflösung!

Verlin, den 14. Dezember 1918.

Der Nat der Volksbeauftragten.

Ebert. Haase. Scheidemann. Diltmann. y Landsberg. Barth.

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Montag. den 16, Dezember, Abends.

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Posischeitonto:

Geseß zur Bildung einer freiwillligen Volkäwehr. Vom 12. Dezember 1918.

1) Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ocdnung und Sicherhei!l ist eine freiwillige Volkswehr zu bilden.

2) Die Vollmachten zur Aufstellung der Abteilungen dieser Volkswehr erteilt ausschließlich der Rat der Volksbeauflragten, der auch Zahl und Stärke der Növteilunaen fenseßzt.

3) Die Volïswehr untersteht aus\chließlich dem Nate der O. Sie verpflichtet si der sozialistisch-dems- fratischen Repubiif durch Handichlag.

4) In die Volfswehr werden nur Freiwillige aufge- nommen, Sie wird außerhalb des Rabmens des Heeres stehen. Gerichtliche und Disziplinarverhältnifse werden noch geregelt.

0) Die Freiwilligen wählen ihre Führer selbsi, und zwar eiwa hundert Freiwillige (Hunderlschaft) einen Führer und brei Zugführer, mehrere Hundertshaften bilden eine Abteilung und wählen dzn Abteilungsführer und einen Stab. Jhm steht ein Vertrauensrat von fünf Freiwilligen beratend zur Seite.

6) Jeder Freiwillige ist im Dienste zum Gehorsam gegen- über seinen selbsigewählten Führern verpflichtet.

7) Für die Annahme der Freiwilligen ist Vorbedingung

a, in der Regel Zurücklegung des vierundzroanzigsten Lebensjahrs,

þ. Törperlihe Rüstigfeit,

c. längerer einwandfreier Frontidienst.

8) Die Freiwilliaen haben zunächst eine Probezeit von 21 Tagen zu leisten. Wird ihre Geeianetheit fesigestelli so sind fie zunächtt auf sech3 Monate zu deri hten. Die Verpslichtung konn nach Ablauf dieser Zeit von drei zu drei Monaten ver- längert werden. Frühere Lösung bes Dienstverhältnisses ift bei shwerer Verleßung der durch dasselbe begründeten Pflichten zulässig; sie. erfolgt durch den Äbteilungsführer unter Zustim- mung des Vertrauensrais.

9) Die Freiwilligen sind wie Mannschaften des Soldaten- standes zu befleiden, auszurüsten, zu bewaffnen und unterzu- bringen. Wegen besonderer Bekleidung und Abzeichen bleibt Bestimmung vorbehalten. Gebührrisse und Verforqungs- ansprüche werden noch fefgesezt. Früher erworbene Veisors- gungsansprüche bleiben bestehen

10) Das Preußische Kriegsminislerium hat mit Zustim- mung d23 Nates der Volksbeauftragien die erforderlichzn Aus- führungsbeftimmungen zu erlassen.

Berlin, den 12, Dezember 1918.

Der Rat der Volksbeaufiragien. Ebert. Haase.

Verordnung über die Zurückführung von Waffen und Heeresgut

in den Besitz des Neiches.

Troy aller ergangenen Aufforderungen und Kontroll- meßnahmen befinden sich noch immer zahlreiche aus den Beständen der Heeresverwaltung siammende Waffen sowie be- deutende Mengen an Heeresgut und Heeresgerät undesugter- weise im Besi von entlassenen Soldaten und von Ziviipersonen. Diese Zustände können niht länger geduldet werden. Die Reichsregierung sieht fih daher genötigt, ihnen enigegen- zutreten. A /

Wir verordnen mit sofortiger Geseßesfkraft:

8 1, Wer sih unbefugt in den Besig von Waffen befindet, die aus Heeresbeständen stammen, ist verpfli sie innerhalb der von den zuständigen Behörden bezeichneten Frit abzuliefern. Wer zu ständige Behörde ist, bestimmt tie Landeszentralbehörde. |

Unbefugter Besißer ist, wer ohne den Willen der Regierung oder der ihr untersteliten Organe den Besiß solcher Waffen erlangt

oder erhält.

L ea N gleiche Vervflichtung liegt demjenigen ob, der Heeres- gerät und Heeresgut aller Art (Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahr- zeuge, Pferde) in Besiß hat, ohne sich über den rechtmäßigen Erwerb dieier Gegenstände ausweisen zu können. Handelt es fch um militärishe Bekleidungs- oder Ausrüstungsitückte zum versönlichen Gebrauch, E ist dem Besißer der Nachweis des unrechtmäßigen GEr-

3 Í n 3. E sich nah Ablauf der Frist noch unbefugterweife im Besiß von Gegenständen der in §S 1 und 2 bezeichneten Art befindet,

wird unbeschadet einer nah den allgemeinen Strafgeseßen wegen der 4

unbefugten Aneignung etwa bereits verwirften Strafe wegen Unter- S der angeordneten Ablieferung mit Gefängnis bis zu 5 Jahren und mit Geldstrafe bis zu 100000 6 oder mit einer dieser Strafen

E 4, Wer der angeordneten Ablieferung innerhalb der vor: geschriebenen Frist nahkommt, bleibt für eine etwaige vor der Nb- liefecung begangene, auf den abgelieferten Gegenstand bezügliche un- befugte Aneignung ftraifrei. : : i Die Aueführungsbestimmungen erlassen die Landeszentralbehörden. Berlin, den 14. Dezember 1918.

Der Rat der Volksbecuftragten.

Ebert. Haase, Scheidémann. Dittmann.

falen wieder Eingriffe von A.- i ? Eisenbahnbetrieb vorgekommen. Die Reichsregierung hat bereits am 10. November auf die Gefahren ‘hingewiesen, die dur Eingriffe in die Tranzpottoerhältnißfse heraufbeschworen werden. (

daß durch derartige unverantworiliche neter Eitenbahnbetrieb Get d 10 machung sowie der Veisorgung des Landes mit Lebensmitteln

S.-Näte der

und in West-

In den lehten Tagen sind in Nk 1 e Räten in den

Sie macht nochmals nahdrücklih darauf aufmerksam, Maßnahmen ein geord- der Demobilo

unmöglich gemacht und

D)

und Kohlen der größte Schaden zugesügi wird.

Berlin, den 13. D

Nach zaßlreihzen Me neutra ) Fahrt- | gsscheine aus. Ab- gesehen dovon, daß so!he Aueweise vielfa auf Grund völlig ungenügender Uaterlagen t werden und daher mit den Tatsachen niht Übere1 en, {ügen fie auch die Militärpersonen, zu deren Gunsten fie lauten, nicht vor schweren Unannehmlichkeitea. Es fei nur darauf hingewiesen, daß die Vesepungsbehörden auf dem linken Rheinufer solche Nusweise nicht anerkennen; aber auH in der Heimat können die Ausweise als Ersa der von den zuständigen Kommando- stellen zu erteilenden U funden nit angefehen werden.

Die A.- und S.-Käte werden hiernach ersucht, von dem bisherigen Verfahren Atstand zu nehmen und aufgefordert, di Militärpersonen, die solcze Ausweise verlangen, an die zu- ständigea miliiärishen Stellen zu verweisen.

Berlin, den 14. Dezember 1918. Die Reichsregierung. Ebert. Haase.

pern rem

gebietes ben

Verordnung, beireffend die einsiweilige Aenderung der Militärs strafgeriht8ordnung, des Einführungsgesezes dazu und des Militärsirafgeseßzbucchs. Vom 5. Dezember 1918. Im Namen des Reichs wird mit Gesczeskraft verordnet:

I. Die nah der Mikitärstrafgerihts8ordnung, dem Einführungs- gejseße dazu und dem Militärstrafgeseßbuch dem Kaiser oder den Kontingentéherren zustehenden Befugnisse werden von dem Rate der Voltsbeauftragten ausgeübt, dec sie übertragen tann. Die Gerich18- barkeit wird in den Fällen der §8 21, 28 und 37 der Militärstraf- gerichts8ordnung von der Militärjustizverwaltung geregelt. § 18 Abs. 4 und Ÿ 261 Abs. 2 der Militärstrafgerichtsordnung werden aufgehoben.

[L. Die niedere Gerichtsbarkeit weg. In den bisher zu ihrer Zustän von einer Strafverfolgung abgeseben Disziplinarbestrafung nah § 3 des Et! strafgescßbuch eintritt, gemäß i gerihtsordnung verfahren werden. Durch die Strafverfügung darf jedoch neben einer etwaigen Einzichung nur eine Freiheitsstrafe bis zu 6 Wochen oder eine Geldstrafe bis zu einhunderitünfzig Mark festgeseßi werden. Durh Ablehnung der gerihtliden Straf» rfolgung wird Disziplinarbestraîung gemäß § 3 des Einführungs- seßes zum Militärstrafgeseßbuch nicht ausgeschlo]sen.

e Tann sh in jeder Lage des Verfahrens des Beistandes eincs Verteidigers bedienen. Ais Berteidiger Tönnen außer den bisher {hon geseßlich zugeiassenen Personen alle bei einem deutschen Gerichte zugelassenen Nehtéanwälte gewählt oder bestellt werden.

I1V. Bei Untersuhungshandlungen ist einem der gewählten Ver- trauenêleute der Soldaten (Soldatenratêmitglied) auf Verlangen gestattet, zugegen zu sein. Dieser darf auf Veciangen des Angeklagten in der Hauptverhandlung zu dessen Gunsten vor dem Schlußwort sprechen.

V. In den erkennenden Gerichten werden die Offizierrihter dur gewählte Mitglieder erseßt, von denen bei den Oberkriegsgerichten und bei den mit cinem Kriegsgerichts8rat beseßten Kriegsgerichten je zwei, bei den mit zwei Kriegsgerihtsräten beseßten Kriegs- geri@ten einer sih in der entsprechenden Dienststellung befinden müssen, wie der Angeklagte oder der unter mehreren Ange- fiagten die höchste Dienititellung einnehmende. Die Wahl “r- folgt im ordentlihen Verfahren durch die am Standort des Gerichtsherrn oder am abgezweigten Gerichtsort, im Felde durch die am nächsten erreihbaren gewählten Vertrauensleute der Soldaten (Soldatenräte) mit einfaer Stimmenmehrheit. Im ordentlichen Verfahren sind die ohne Nücksiht auf die Dienststellung des An- geklagten zu bestellenden Nichter als ständige Mitglieder zu wählen, an deren Stelle im Falle ihrer Behinderung {ständig gewählte Stell- vertreter treten. Jm übrigen erfolgt die Wahl für den einzelnen Fall.

VŸVI, Die Oeffentlichkeit der Hauptverhandlung darf nur wegen Gefährdung der Sittlichteit oder bei etner Verhandlung wegen Vera

die Standgerichte fallen gehörigen Fällen fann verden oder, sofern nicht

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Landsberg. Barth.

rats militärisher Geheimnisse ausgeschlossen werden,