1876 / 122 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 24 May 1876 18:00:01 GMT) scan diff

Paris, 22. Mai, Abends 6 Uhr. (W. F. B.)

Produktenmarkt. Nehl weichend, pr. Mai 63 90, pr. Juni 63, 25, pr. Juli-August 64,50, pr. September- Dezember 66, 96.

s. unter Ins. der Nr. 120.

AugzahHinmgem.

Priedrloh · Vllhelms · Blelohe an Blelefeld. 15 pr. Aktie bei der Geseilschaftskasse; s. Ins. in Nr. 120.

Theater.

Königliche Schauspiele. Mittwoch, den 24 Mai Dvernhaus. 129. Vorstellung. Die Hugenotten. win b Französtschen von Scribe, übersetzt von Castelli.

uffk von Meyerbeer. Ballet von Paul Taglioni. Frl. Scharwenka: Urbain, Raoul: Hr. W. Müller vom Stadttheater in Leipzig, rollen, Fil. Lehmann, Fr. v.

Voggenhuber, Hr.

J

als letzte Gast.

.

MS Dividende

Ins. der Nr. 120.

Verlobt: Frl. Anna v. Busse mit Hrn. Dr. med. Max zum Sande (Wernigerode a (H. Lingen). Frl. Doris Scherz mit Hrn. Premier⸗Lieute— nant Max Freiherr v. Milkau (Dresden Oschatz).

Oper in 5. Abtheilungen, nach dem Verehelicht: Hr. Rittergutsbesttzer Hugo Bargan.

der mit Frl. Anna Dittrich (Seitendorf). Hr. Conrad v. Bonin mit Frl. Anna v. Zanthier (Schönwerder Stolp). Hr. Lieutenant Carl v. Plüskow mit Frl. Dorothea v. Burgsdorff (Halberstadt).

Salomon, Hr. Schmidt, Hr. Fricke. Anfang halb Geboren: Ein Sohn: Hin. Major v. Albedyll

7 Uhr. Ermäßigte Preise

Schauspielhaus. 133. Vorstellung. Ein Schritt vom Wege. Luftspiel in 4 Akten von E. Wichert. Anfang 7 Uhr. Ermäßigte Preise.

Donnerstag, den 25. Mai. Opernhaus. 130. Vor- stellung. Der Wasserträger. Oper in 3 Ab⸗ iheilungen, nach dem Französischen von Dr. Schmie⸗ der. (Frl. Lehmann, Hr. Ernst. Hr. Krelop). . Gavotte. Anfang 7 Uhr. Ermäßigte

reise.

Schauspielhaus. 134. Vorstellung. Die be⸗ zähmte Widerspenstige. Lustspiel in 4 Akten von Shakespeare, nach der Bearbeitung von Deinhard— stein, mit Benutzung der Schlegel ⸗Tiech schen Ueber- setzung. Hierauf: Die Dienstboten. Lebensbild in Akt von R. Benedix. Anfang 7 Uhr.

Preise.

Fallner-Iheater. Mittwoch: Letztes Gast— spiel und Abschiedsbenefiz des Hrn. August. Neu— mann. Zum 5. Male: Lucinde vom Theater, Gefangsposse in 6 Bildern von Emil Pohl. Musik von A. Conradi. .

Donnerstag. Zum 125. M.: Der Registrator auf Reisen.

ictoria- Theater. Direktion: Emil Hahn. Der Garten ist geöffnet. Mittwoch: Mit durchweg neuer Ausstattung, neu einstudirt: Die Geise um die Welt in 80 Tagen. Nebst einem Vor⸗ spiele: Sie Wette um eine Million. Aus— ftattungsstuck mit Ballet in 5 Abtheilungen, 15 Tableauxr von A. D'Ennery und Jules Verne. Musik von Debillemont. In Scene gesetzt von Emil Hahn.

Friedrich- Nilhelmst. Theater. (Som- merbühne). Mittwoch: Debüt des Hrn. Schrötter von Cöln. Des Löwen Erwachen. Das Ver⸗ sprechen hinterm Heerd. Die schöne Galathöe. , Hr. Schrötter.)

Donnerstag? Die Reise durch Berlin in 80 Stunden.

(Winterbũhne.)

Herzogl. Meiningen'schen Hoftheaters. Zum ⁊7. M.:

Wilhelm Tell. Anfang 69 Uhr. Donnerstag. Dieselbe Vorstellung.

Eesidenz- Theater. Direktion Emil Claar. Mittwoch: Gastspiel der Frau Hermine Claar—- Delia vom K Landegtheater in Praß. 3. 39. Male: Arria und Messalina. Tragödie in 5 Akten von Wilbrandt. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Krolls Theater. Mittwoch: Vor und nach

der Vorstellung: 96 Conzert im Garten auf

dem neu erbauten Monstre⸗Orchester von der bis

auf 60 Musiker verstärkten Kapelle unter Leitung des

Direktors R. Bial. Neu einstudirt: Der stolze

Heinrich. Anfang. 5, der Vorstellung 63 Uhr.

Ende des Concerts nach der Vorstellung 11 Uhr. Donnerstag: Schönröschen.

Neoltersdorss- Theater. Mittwoch: Gastspiel

des Hrn. Otto Schindler vom Stadttheater zu Bremen. Orpheus in der Unterwelt. (Hans Styx: Hr. Schindler a. G.)

onnerstag: Achtes Gastspiel des Frl. Lori Stubel. Z. 1. M.: Die fesche Schusterin. (Leni: Frl. Stubel a. G.)

Stadt- Iheater. Mittwoch: Ermäßigte Preise.

Erstes Gesammtgastspiel der Frau Leopoldine Bors dorf (geb. Fachini) vom Hoftheater zu Detmold, des Frl. Ida Becker vom Stadttheater zu Bremen, des Hrn. G. Hildebrandt vom Stadttheater zu Cöln und dez Hrn. Roman Fliegner vom Stadttheater zu Nürnberg. Zum 1. Male: Modernes Treiben (Demi ⸗Monde). Schauspiel in 5 Akten von Alexander Dumas.

Vational-Theater. Mittwoch: Benefiz für Frl. M. Leisch: Die Waise von Lowood.

Donnerstag: Ermäßigte Preise: Ein Sommer nachtstranm.

Ihalia-Iheater (am Stadtparh. Mittwoch: Ultimo.

Belle- Alliance - Theater. Täglich: Vor, während und nach der Vorstellung: Großes Garten Concert. Abends: Brillante Illumination des prachtvollen Sommergartens durch mehr als 10,000 Gaeflammen. Mittwoch: 3. 6. M.: Das Brunnen mädchen von Ems. Anfang des Concerts 64, der Vorstellung 77 Uhr. Entrée incl. Theater 50 3.

Donnerstag (Himmelfahrtstag): Dieselbe Vor⸗ stellung. Anfang des Concerts 5 Uhr, der Vor⸗ stellung 7 Uhr. Entrée incl. Theater 50 8.

Deutscher Personal-Kalender. 24. Mai. 16543. Nikolaus Kopernikus 4. 1872. Julius Schnorr von Carolsseld f.

Familien⸗Nachrichten.

Am 21. Mai entschlief die vermoittwete Geheime Ober Regierungs⸗Räthin Seidel, Julie, geb. Derl ing, nach vollendetem 85. Lebensjahre.

Die Hinterbliebenen.

Ermäßigte

Mittwoch: 23. Gastspiel des

(

1

117. Hektare Wiesen, sollen auf die 18 Jahre vom 1. Juli 1877 bis zum 1. Juli 1895 im Wege

(Pasewalk). (Bützow). Gestorben: Frau Gendarmerie⸗Hauptmann Marig Wernecke, geb. Kahlenberg (Cöslin). Hr. Medi⸗ zinalrath Br. Gercke (Göttingen). Verw. Frau Kreisgerichts⸗Rath v. Schlebrügge, geb. Hoff bauer (Warendorf bei Münster). Frau Louise v. Enckevort, geb. Balcke Vogelsang). Verw. Frau Oberschenk Bertha v. Laffert, geb. v. Laffert (Dammeretz ). Verw. Frau Geheime Räthin Baronin v. Patow, geb. v. Honwald (Dresden).

Hin. Forstmeister v. Hartwig

Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

Steckbrief. Gegen die Wittwe Schulz, Louise, geb. Stephan, welche bisher in Rowaweß wohnte, sich aber von dort heimlich entfernt hat, ist die gerichtliche Haft wegen wiederholten Diebstahls aus 5 242, 74 des Strafgesetzbuchs beschlossen wor⸗ den. Es wird ersucht, auf die ꝛc. Schulz zu achten, sie im Betretungsralle festzunehmen und mit allen bei ihr sich vorfindenden Gegenständen und Geldern mittelst Transports an unsere Gefängniß⸗Inspektion abzuliefern. Potsdam, den 18. Mai 1876.

Königliches Kreisgericht. Abtheilung J.

und Klempner Gerczmineck ans Ungarn ist durch Beschluß vom heutigen Tage wegen Gewerbe—⸗ polizei⸗Kontravention auf Grund der Anklage der Staatzanwaltschaft in Gemäßheit der §5§. 2, 8, 26

und 31 des Gesetzes vom 28. April 1824 die Unter⸗

suchung eröffnet, auch die Beschlagnahme der zum Kaufe ausgebotenen Waaren angeordnet. Es wird derselbe zu dem zur mündlichen Verhandlung vor der Deputation für Untersuchungssachen auf den

25. August d. J, Vorm. 10 Üühr, im Sitzungs⸗

zimmer hier angesetzten Termine mit der Weisung geladen, die zu seiner Vertheidigung dienenden Beweismittel mit zur Stelle zu bringen oder solche dem Gericht so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschafft werden können. Wenn der Angeklagte ausbleiben sollte,

wird mit der Untersuchung und Entscheidung in con- Stolp, den 6. März

tumaciam verfahren werden.

1876. Königliches Kreisgericht. J. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ꝛe.

. Bekanntmachung. Die . Hans sideikomißgüter

erkow und Zulkow,

im Kreise Wreschen des Regierungsbezirks Posen,

unmittelbar an der Stadt Zerkow und 5 Kilometer von der nächsten mit der Stadt‘ Zerkow durch Chaussee verbundenen Station der Dels. Gne ener

Eisenbahn belegen, mit einem Areal von 8046

Hektaren, worunter 609,14 Hektare Acker und

des öffentlichen Meislgebots verpachtet werden. Das Pachtgelderminimum ist auf 17900 M und die Pachtkaution auf den dritten Theil des jähr— lichen Pachtzinses festgesetzt. ö Zur Uebernahme der Pachtung ist der Nachweis eines disponiblen Vermögens von 129, 000 ( erfor derlich, welcher spätestens 14 Tage vor dem Lizita⸗ tionstermine durch ein Attest des Kreis Landrathes oder auf sonst glaubhafte Weise zu führen ist. Zu dem auf Montag, den 9. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, in unserem Sitzungszimmer, Breite Stiaße Nr. 32 hierselbst, anberaumten Bie⸗

tungstermine laden wir Pachtbewerber mit dem Be merken ein, daß die Verpachtungs⸗ und Lizitations⸗

bedingungen, von denen wir auf Verlangen gegen Erstattung der Kopialien und Druckkosten Abschrif- ten ertheilen, in unserer Registratur während der Dienststunden und bei dem derzeitigen Pächter, Herrn Oberamtmann Kretschmer in Zerkow, welcher die Besichtigung der Pachtgüter nach vorheriger Meldung gestatten wird, eingesehen werden können.

Berlin, den 17. Mai 1875. Cto. 2125.)

Königliche Hofkammer der Könißlichen Familiengüter.

4305

Die Lieferung von: 1,150,000 Kilogramm Eisenbahnschienen aus . Gußstahl, 1,280,000 , , aus miedeeisen, 185,000 . , aus miedeeisen, soll im Wege der Submission vergeben d, Termin hierzu ist auf: Sonnabend, den 27. Mai d. J., . Vormittags 11 Uhr, in unserem Geschäfts⸗Lokale, Koppenstraße Nr. 88 / 89 hierselbst anberaumt, bis zu welchem die Offerten frankirt und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Eisenbahnschienen ; resp. eiserne Schwellen eingereicht sein müssen. ie Submisstons⸗Bedingungen (Modelle und Zeich nungen) liegen in den Wochentagen Vormittags im

Rheinlsoh-Westfällsober Lloyd. Bilanz pr. 1875; s. unter Ins. der Rhelnlsoh - Westfällsohe Räokversloherungs - Gesellsohaft. Rechnung über den Geschätsbetrieb und Bilanz pr. 1875; s. unter 20. ,

Angwelsge vom Hank em ete. Friledrloh-Wllbelms Blelohe zu Blolofeld.

Bilanz pr. 1875; 24. Juni.

Comer al- VergaramnHmnmæxGva.

Aaohen - Höngener Bergwerks- Aktlen-Gesellsohast.

Ord. Gen. - Vers. zu Aachen; s. Ins. in Nr. 120.

Geschäfts- Uebersicht und J 24. , Nr. 120.

Aktlen · Gesellsohast Brüokenbau (] C. Harkort in Dulsburg). Ord. Gen. Vers. zu Duisburg; s. dotthardbahn.

für Elsen - Iudustrle und

Ins. in Nr. 120. Ord., Gen., -Vers. zu Luzern; s. Ins.

in Nr. 120.

daselbst auch Abschriften der Bedingungen, Kopien der Zeichnungen gegen Erstattung der Kosten in Empfang genommen werden. Berlin, den 12. Mai 1876. Königliche Dire ktion der Niederschlesisch⸗Märkischen Eisenbahn.

4306

40000 Kilogramm 24000 20000

1900 43000 17500

6500 . Schmiedeeisen, 12500 ö Winkel aus Schmiedeeisen, soll im Wege der Submission vergeben werden. Termin hierzu ist auf Sonnabend, den 27. Mat d. J., , Vormittags 11 Uhr, in unserem Geschäftslokale, Koppenstraße Nr S8 / 8 hierselbst anberaumt, bis zu welchem die Offerten frankirt und versiegelt mit der Aufschrift: . „Submission auf Kleineisenzeug“ eingereicht sein müssen.

Querverbindungsstangen aus Schmiedeeisen,

323 aus Schmiede eisen,

K aus Schmiede⸗ eisen,

Klemmplatten aus Schmiedeeisen,

(größere) aus

vorbezeichneten Lokale zur 966 aus und . (4425 owie

. 1

J

Nassauische

Die , Jahr n und Schmiedetkohlen soll im Submissionswege ver⸗ geben werden, und sind Anerbietungen hierauf, denen ein unterschriftlich anerkanntes Exemplar der Liefe⸗ rungzbedingungen beigefügt sein muß mit der Ueber⸗

schrift: „Offerte auf Lokomotiv und Schmiedekohlen“

edeeisen,

1

1

.

gehörig versiegelt bis Moutag, den 19. Zuni 1876, Vormittags 10 Uhr,

an die unterzeichnete Königliche Direktion postfrei

einzusenden. Später eingehende Offerten bleiben unberücksichtigt. Die an dem bezeichneten Termine eingegangenen Anerbietungen werden in Gegenwart der etwa persönlich erscheinenden Lieferungslustigen eröffnet. Die Lieferungsbedingungen können auf un⸗ serem Direklionsbureau eingesehen und von da be— zogen werden. (à0to 2265.) Wiesbaden, den 18. Mai 1876. Königliche Eisenbahn⸗Direktion.

; Verloosung, Amortisation, Sinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

[ego] Vekanntmachung. Die am 10. April 1865 ausgelooste Prioritäts—⸗

Die Submissionsbedingungen (Modelle und Zeich Obligation unserer Gesellschaft

Oeffentliche Ladung. Gegen den Drahtbinder nungen) liegen in den Wochentagen Vormittags im vorbezeichneten Lokale zur Einsicht aus und können ist ungeachtet des vorschriftsmäßig in den Jahren

daselbst auch Abschriften der Bedingungen, sowie

EV. Serle Abth. G. Nr. 6923 à 100 Thlr. 1865 bis einschließlich 1875 erfolgten Aufrufes, nicht

Kopien der Zeichnungen gegen Erstattung der Kosten zur Einlssung präsentirt worden und nunmehr nach

in Empfang genommen werden. Berlin, den 13. Mai 1875. Königliche Direktion der Niederschlesisch⸗Mäarkischen Eisenbahn.

4342

Die unterzeichnen deckung von ca. 122 Qu. AM. Dos danen ächen mit 2 Mm. starken Walzbleiplatten zu vergeben.

Lieferanten, die geneigt sind, hierauf einzugehen,

haben ihre Offerten bis zum 1. Zuni er., Mittags 11 Uhr, im Fortifikationé bureau abzuzeben, woselbst auch die Bedingungen einzusehen sind.

Die Offerten haben anzugeben:

bleiplatten, 2) den Preis pro Qu.M. Arbeit inel. Mate⸗ riallieferung, 3) den Preis pro Qu-M. Arbeit allein. Geestemünde, den 153. Mai 1876.

Königliche Fortifikation. lätzs] Hannohersche Staatsbahn.

Die Erbanung eines Güterschuppens auf dem Güterbahnhofe , soll im Wege der öffent⸗ lichen Submission in 2 Loosen verdungen werden, und zwar: oos JI. Erd“, Maurer⸗ und Aephaltarbeiten, Loos II. Steinhauerarbeiten inkl. Material. Zu dem Zwecke ist in unserm bautechnischen Bureau

Termin auf Freitag, den 16. Juni d. J., Morgens 11 Uhr, anberaumt.

Die Submissions. und Lieferungsbedingungen liegen in dem vorbezeichneten Bureau zur Einsicht aus, können auch auf portofreien Antrag gegen Einsen—

dung von 1 A pro Loos von dort bezogen werden.

Sannoyer, den 18. Mai 1876.

J Königliche Eisenbahn Direktion.

Mol] Submissions⸗Anzeige.

Die Lieferung von 4863 Lirschfängertaschen M. 71. soll im Wege der Submission vergeben werden.

Hierzu Termin am

Freitag, den 2. Juni er.,

. Vormittags 11 Uhr,

im Verwaltungs Bureau des Kaiserlichen See⸗Ba⸗ taillons, Zimmer Nr. 7, bis zu welchem Offerten mit der Aufschrift: „Submission auf Hirsch⸗ fängertaschen“ daselbst einzureichen sind.

, ,. und die von der Kaiserlichen Admi⸗ ralität festgestellte Probe liegen im Bureau zur Kenntnißnahme aus.

Kiel, den 19. Mai 1876.

Kommando des Kaiserl. See⸗Batalllons.

laa2s] Submission.

Die Lieferung und Bearbeitung von

24,270 Kilogr. Schmiedeeisen und

12, 200 Kiloßr. Gußeisen . zur Anfertigung eines eisernen Schraubpfahlrostes für das Gebäude der Offizier Speise, Anstalt hier- selbst soll im Wege der Submission an den Mindestfordernden übertragen werden, und ist hierzu auf Donnerstag, den 1. Juni er, Vormittags 11 Uhr, ein Termin im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung anberaumt, wozu geeignete Lieferanten mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die der Submission zu Grunde liegenden Bedingungen 2c. ebendaselbst eingesehen werden können oder gegen Erstattung der Kopialienkosten von 3 S zu haben sind.

Die Offerten sind verstegelt und bis zum Termine mit der Bezeichnung „Schraubpfahlrost“ versehen an uns einzureichen.

Colberg, den 19. Mai 1816. (H. 1609 a.) Königliche Garnison Verwaltung.

Fortifikation hat die Ab⸗

I) den Preis auf Lieferung pro Qu⸗M. Walz⸗

lo

.

.

F. 10 des Emissionsplans jeder Anspruch aus der⸗

schen. Erfurt, den 18. Mai 1876. ö Die Direktion der Thüringischen Eisenbahn ⸗Gesellschaft.

Verschiedene Bekanntmachungen.

läso] Nachricht für Elbschiffer. Nachstehende Bekanntmachung wird hierdurch wiederholt zur Kenntniß der die Elbe befahrenden Schiffer gebracht. Torgau, den 16. Mai 1876. Der Königlich . Wasser bau Inspektor. rote.

Vom heutigen Tage ab ist den gaht ph die Durchfahrt durch den beim Dorfe Döbeltitz, Regierungsbezirk Merseburg, neu angelegten Elb⸗ durchstich unter folgenden Bedingungen gestattet:

1) Der Durchstich darf nur während der Tages⸗ zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang be⸗— fahren werden. Die Benutzung desselben während der Nachtzeit oder bei starkem Nebel ist unbedingt untersagt.

2) Da ein Begegnen verschiedener Fahrzeuge innerhalb des Durchstichs mit Gefahren für die⸗ selben verbunden ist, so dürfen stromab gehende Fahrzeuge nur dann in den Durchstich einlaufen, wenn eine weiße Flagge aufgezogen ist, stromauf gehende Fahrzeuge nur dann, wenn eine rothe Flagge gezogen ist.

Sieht der stromab fahrende Schiffer eine rothe . so darf er nicht in den Durchstich ein aufen.

Sieht der stromauf fahrende 66. eine weiße leg ge so darf er nicht in den Durchstich ein⸗ aufen.

3) Stromab fahrende Schiffe dürfen den Durch⸗ stich nicht steverecht durchfahren, sondern müssen in gehöriger Entfernung oberhalb desselben umhalten und denselben sackend passiren.

Schiffer, welche diesen Bestimmungen entgegen⸗ handeln, haben zu gewärtigen, daß sie mit den ge— setzlichen Strafen belegt und daneben zum Ersatz des etwa entstandenen Schadens angehalten werden.

Torgau, den 2. September 1875.

Der Königlich Preußische Wasserb au Inspector. Grote. (a Cto. 2 6/5 b.)

4446 Westdeutsche Versicherungs⸗-Actien-Bank in Essen.

Nachdem in der heute stattgehabten neunten ordentlichen Generalversammlung die statutenmäßig ausscheidenden Mitzlieder des Vorstandes Heir Fr. Wilh. Waldthausen, Essen, und Herr Jul, Brockhoff, Duisburg, desgleichen auch in der darauf stattgehabten Sitzung des Vorstandes Herr E. Linde⸗ mann, Essen, als Vorsitzender, und Herr Dr. Ham⸗ macher, Berlin, als Stellvertreter des Vorsitz enden wiedergewählt worden sind, besteht der Vorstand der Gesellschaft unverändert aus folgenden Herren:

Ernst Lindemann, Bürgermeister a. D. zu Essen, Vorsitzender,

Dr. Friedrich Hammacher, Mitglied des Preuß. Abgeordnetenhauses, zu Berlin, stell⸗ vertretender Vorsttzender,

Friedrich Niemann, Rentner zu Essen,

Friedrich Wilhelm Waldthausen, Berg— werksbesitzer zu Essen,

Julius Brockhoff, Fahrikbesitzer zu Duisburg,

Arnold Böninger, Fabrikbesitzer zu Duisburg,

Hugo Groß, Direktor zu Essen.

Essen, den 22. Mai 1876.

Westdentsche Versicherungs⸗Aectien⸗Bank. Der Vorstand.

E. Lindemann.

Denutscher Neichs⸗Anzeiger

Königlich Prenßischer S

und

taats⸗Anzeiger.

Das Abonnement beträgt 4 M 50 8 für das Vierteljahr. Insertionspreis für den Raum einer Aruchzeile 30 *.

73 122.

w/

s, . man

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Polizei⸗Direktor von Strauß und Torney zu Wiesbaden und dem Provinzial⸗Steuer⸗Sekretär, Rechnungs⸗Rath Brüning zu Münster, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; dem Ober- und Corps⸗Auditeur des VI. Armee⸗Corps, Geheimen Justiz-Rath Scheller, den Königlichen Kronen⸗Orden zweiter Klasse; dem Amtspogt Mejer zu Bassum im Amte Freuden⸗ berg den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse; sowie dem Schullehrer Grzubkowski zu Gostyezyn im Kreise Adelnau, dem Küster und Schullehrer Tychsen zu Enge im Kreise Ton⸗ dern und dem Pulverarbeiter Franz Wirth zu Gogarten im Kreise Wipperfürth das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Deutsches Reich.

Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namen des Deutschen Reiches den Kaufmann H. Sch lubach in Valparaiso zum Generalkonful des Deutschen Reiches zu er⸗ nennen geruht.

Dem Herrn JZohn M. Wilsöon ist Namens des Deutschen Reichs das Exequatur als Konsul der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Sitze in Hamburg ertheilt worden.

Amtlichen Berichten zufolge ist die über den Hafen von Jacmel auf Hayti verhängte Blokade am 16. April wieder aufgehoben worden.

Bekanntmachung, betreffend den Umtausch beschädigter oder unbrauchbar gewordener Reichskassenscheine.

In Folge höherer Anordnung wird hierdurch zur öffent⸗ lichen Kenniniß gebracht, beschädigter oder unbrauchbar gewordener Reichs kassenscheine gegen neue vom Bundesrath die nachfolgenden Bestimmungen gefroffen sind:

I) Saämmtliche Reichs- und Landeskassen haben die ihnen bei Zahlungen angebotenen beschädigten oder unbrauchbar gewor⸗ denen (einschließlich der geklebten und der beschmutzten) Reichs⸗ kassenscheine, deren Umtäuschfähigkeit (§. 6 Absatz 2 des Ge— setzes, betreffend die Ausgabe von Reichskassenscheinen, vom 36. April 1874, Reichsgesetzblatt Seite 40) zweifellos ist, an⸗ zunehmen aber nicht wieder auszugeben.

2) Solche Reichskassenscheine sind außer von der Reichs⸗ Hauptkasse auch von den Kaiserlichen Ober⸗Postkassen, der König⸗ ich preußischen General⸗Staatskasse, den Königlich preußischen Regierungs⸗ beziehungsweise Bezirks- Hauptkassen und von den Landes⸗-Centralkaffen der übrigen Bundesstaaten gegen umlaufs⸗ faͤhige Reichskassenscheine oder baares Geld umzutauschen.

Berlin, den 183. Mai 1876.

Reichsschulden⸗Verwaltung.

Graf zu Eulenburg. Löwe. Hering. Rötger. Bekanntmachung. Packetverkehr mit Ostindien.

Die Zollverhältnisse machen es nöthig, daß bei Packetsen⸗ dungen nach Oftindien, welche der Post zur Beförderung über⸗ geben werden, der Inhalt nicht allein in den zugehörigen Zoll⸗ deklarationen, sondern übereinstimmend auch auf den Begleit⸗ adressen, mit möglichster Genauigkeit verzeichnet sei.

Berlin W., den 20. Mai 1876.

Kaiserliches General-Postamt.

Elsaß⸗Lothringen.

Das 7. Stück des Gesetzblatts für Elsaß⸗Lothringen, welches heute ausgegeben wird, enthält unter

Nr. 269 die Verordnung, betreffend die Sicherheitsordnung für die Eisenbahnen in Elsaß⸗Lothringen, auf welche das Bahanpolizei⸗Reglement und die Signalordnung für die Eisen⸗ bahnen Deutschlands vom 4. Januar 1875 keine Anwendung finden. Vom 24. April 1876.

Berlin, den 24. Mai 1876.

Kaiserliches Post-Zeitungsamt.

Königreich Preußen. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Bau⸗Inspektor Christian Friedrich Lünzner zu Heiligenstadt den Charakter als Baurath zu verleihen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.

Ew. ꝛc. ersuche ich ergebenst, der dortigen philosophischen Fakultät auf ihre mir unter dem 15. . d. 8 , Eingabe vom 28. Februgr d. J. Folgendes zu erwidern.

Mit der gedachten Fakultät erachte ich die sogenannte pro— motio in absentia für eine in hohem Maße bedenkliche Ein⸗ richtung, welche auch bei sorgfaͤltigster Beobachtung der zur Abwehr unwürdiger Bewerber etwa gegebenen Vorschriften die Gefahr der Herabwürdigung des Doktorats in sich trägt und deshalb besser auch da beseitigt wird, wo die Handhabung durch die Fakultät bisher eine tadelfreie gewesen ist.

Auf preußischen Universitäten besteht sie gegenwärtig über⸗ haupt nicht mehr, nachdem die einzige Fakultät, welche bis vor

daß zur Förderung des Umtausches

̃ ö ee K

ö X . Post⸗Anstalten des In- und Auslandes nehmen F ; Bestellung an; für Kerlin außer den Post · Anstalten

auch die Expedition: 8wW. Wilhe linstr. Rr. 32.

k

den 24.

Mai, Ahends.

2 3 862

Kurzem siatutarisch die Befugniß zur Promotion ohne mündli⸗ ches Examen besaß, zu meiner Befriedigung auf die von mir ihr zugegangene Anfrage auf diese Befugniß verzichtet hat, wo⸗ bei ich nicht unterlassen darf, ausdrücklich zu bemerken, daß durch die Art, wie sie dieselbe bisher ausgeübt hatte, kein Anlaß zu einer Beschwerde gegeben worden war.

Gleich der philosophischen Fakultät zu N. bin ich ferner der Meinung, daß durch die Beseitigung der promotio in abs intia allein der würdige Gebrauch des Rechts der Doktor⸗Creirung nicht verbürgt ist. Es bedarf noch außerdem Vor⸗ schriften, welche dem Werthe der zu ertheilenden gelehr⸗ tien Würde entsprechend eine eingehende ernsthafte Prü—⸗ fung des Grades wissenschaftlicher Ausbildung bei dem Dortoranden sichern; auch solche Vorschriften aber würden wirkungslos sein, wenn nicht das Ehr⸗ und Pflichtgefühh der Korporationsmitglieder sie bestimmen sollte, in gewissenhaftester Weise denjenigen von der Doktorwürde auszuschließen, der nicht dargethan hat, daß er ein umfassendes Maß gelehrter Kenntnisse sich zu eigen gemacht hat.

Die mir unterstellten Universttäten sind mit Vorschriften über die Leistungen, welche von Aspiranten der höchsten akade⸗ mischen Würde gefordert werden müssen, im Allgemeinen aus⸗ reichend versehen, und ich werde, wo mir ein Mangel in dieser Hinsicht bekannt werden sollte, nicht unterlassen, bessernde oder ergänzende Anordnungen zu treffen. Ich vertraue auch, daß der Geist, in welchem die preußischen Fakultäten ihre Promotions⸗ gesetze handhaben, dauernd sich auf einer Höhe halten wird, die sie vor dem Vorwurf der Herabwürdigung ihres Ehrenrechtes schützt und mich der traurigen Nothwendigkeit eines Einschreitens in dieser Hinsicht enthebt.

Wenn die Fakultät andeutet, daß auf einzelnen nicht preu⸗

ßischen Universitäten erhebliche Mißstände in Betreff des Pro⸗

molionswesens zu beklagen seien, so fehlt mir sowohl das Ma⸗ terial für die Beurthellung, ob daser Vorwurf wirklich begründet sei, als die Befugniß, mich darüber zum Richter aufzuwerfen. Ich muß es aber auch ablehnen, in der von der Fakultät vor⸗ geschlagenen Weise eine Vereinbarung mit anderen nichtpreußi⸗ schen Regierungen oder Universitäten über das Promotionswesen herbeizuführen.

Eine Konvention dieser Art würde sich auf einige ganz all⸗ gemein gehaltene Normen beschränken müssen, welche als Minima der an den Doktoranden zu stellenden Anforderungen zu be⸗ trachten und schlechtweg überall zu erfüllen wären; sind aber solche Minima für alle Fakultäten festgesetzt, so würde dann das Mehr, welches jetzt durch sorgfältig überlegte Fakultäts⸗ statuten oder sonstige Vorschriften bedingt wird und dem Doktorat einer solchen Fakultät einen besonderen Werth verleiht, schwerlich auf die Dauer festzuhalten sein. Solche Minimalfestsetzungen möchten hier und da zu einer gewissen Hebung der Institution beitragen, wo jetzt vielleicht ein vorzugs⸗ weise niederes Niveau besteht; im Allgemeinen aber würden sie die Bedeutung der Doktorwürde auf einen gewissen mittleren Grad und zwar unter die Stufe fixiren, welche ich auf den preußischen Univer⸗ sitäten dauernd bewahrt zu sehen wünschen muß. Vor Allem aber würde eine solche Vereinbarung den großen Nachtheil haben, daß wenn hier oder da die vereinbarten Normen wohl formell gehandhabt, innerhalb ihres Rahmens aber die Doktorwürde in mißbräuchlicher Nachsicht an unwissende oder unwürdige Be⸗ werber vergeben werden sollte, bei dem Mangel einer gemein⸗ samen Oberaufsicht und Controle Abhülfe schwer herbeizuführen wäre, während doch die völlige Gleichstellung aller nach den Normativbeftimmungen creirten Doktoren nicht versagt wer⸗ den könnte.

Eine Vereinbarung der fraglichen Art würde sonach die Lage verschlimmern, da es gegenwärtig in der Hand der preu⸗ ßischen Behörden liegt, die mißbräuchliche Ausübung des Pro⸗ motionsrechts Seitens einer fremden Universität wenigstens für den diesseitigen Bereich dadurch unschädlich zu machen, daß den betreffenden Doktoren in Preußen die Anerkennung versagt wird.

Die philosophische Fakultät in N. selbst befitzt gleich den meisten preußischen Fakultäten ein werthwolles Schutz⸗ mittel, um Doktoren nichtpreußischer Universitäten, welche besser nicht hätten promovirt werden sollen, aus ihrem Kreise fern zu halten, in der Vorschrift des 5. 35 ihrer Statuten über die Nostrifikation des von einer nicht preußi⸗ schen Fakultät promovirten Doktors, der sich bei ihr zur Habili⸗ tation als Privatdocent meldet. Dieses Schutzmittels wird sie wohl thun, sich vorkommenden Falls ernsthaft zu bedienen und ich wünsche es ihr erhalten zu sehen.

Berlin, den 19. Mai 1876.

Der Minister der or 2c. Angelegenheiten. a

An den Königlichen universitüig· Curator Herrn N. Abgereist: Se. Durchlaucht der Kanzler des Deutschen Reichs und Präsident des Königlich preußichen Staats⸗Ministeriums, Fürst von Bismarck, nach dem Lauenburgischen.

Die heutige Nummer des Deutschen Reichs⸗ und Königlich Preußischen Stagts⸗Anzeigers enthält in der Central⸗Handels⸗Register⸗Beilage:

Rr. 85 der Tarif- zx. Veränderungen der deut⸗ schen Eisenbahnen.

Aichtamtliches. Deutsches Reich.

Prenßen. Berlin, 24. Mai. Se. Majestät der Kaiser und König besichtigten von heute früh 9 Uhr ab die 2. Garde⸗Infanterie⸗Brigade auf dem Tempelhofer Felde und nahmen später die Vorträge des Kriegs⸗Ministers, Generals der Infanterie von Kameke, und des Chefs des Civil⸗Kabinets, Geheimen Kabinets⸗Raths von Wilmowski, entgegen. Spãter empfingen Se. Majestät eine Deputation aus Prinzenthal bei Bromberg, bestehend aus dem Ortsschulzen Scheu und dem Schulvorsteher Hintz.

Der Reichskanzler Fürst von Bismarck hat sich am Montag Abend auf feine Besitzungen in Lauenburg begeben, von wo derselbe voraussichtlich in den ersten Tagen der nächsten Woche nach Berlin zurückkehren wird.

Nach der, der „Prov. Korr.“ zufolge inzwischen gleichfalls zu erwartenden Rückkehr des bisherigen Präsidenten des Reichs⸗ kanzler⸗Am tes, Staats⸗Ministers Del b rück wird die Uebergabe der Geschäfte an den demnächstigen Präsidenten stattfinden.

In einer am 28. oder 29. stattfindenden Sitzung des Bun⸗ desrathes dürfte die Schließung der Session desselben erfolgen.

Die Schlußberichte über die gestrigen Sitzungen des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses befinden sich in der Ersten Beilage.

In der heutigen Sitzung des Herrenhauses, welche der erste Vize⸗Präsident v. Bernuth in Anwesenheit des Vize⸗ Präßidenten des Staats. Ministeriums Finanz⸗Ministers Camp⸗ hausen, des Handels⸗Ministers Dr. Achenbach und mehrerer HRegierungskommissarien mn 11 Uhr 20 Minuten eröffnete, trat das Haus sofort in die Tagesordnung, deren erster Gegenstand die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Aufsichtsrechte e Staates bei der Vermögens— verwaltung an den katholischen Diözesen, war. Nach⸗ dem Graf von Landsberg⸗Velen gegen Erlaß des Gesetzes Protest erhoben hatte, wurde die Generaldiskussion geschlossen. In der Spezialdiskussion nahm nur Graf Brühl das Wort, um sich gegen das Gesetz zu erklären. Dann wurden die einzelnen Paragraphen des Gesetzes angenommen, und schließlich das ganze Gesetz mit 51 gegen 20 Stimmen durch Namensaufruf genehmigt.

Der zweite Gegenstand der Tagesordnung war der münd⸗ liche Bericht der Kommisston für Eisenbahn Angelegenheiten über den Gesetzentwurf, betreffend den Ankauf und den Ausbau der Bahnstrecken Halle-Cassel und Nordhausen⸗Nixei. Der Berichterstatter Herr Hausmann beantragte Namens der Kommifsion, dem Gesetzentwurfe in der vom Hause der Ab⸗ geordneten beschlossenen Fassung die verfassungsmäßige Zustim⸗ mung zu ertheilen.

Hierzu beantragte Herr Breslau die Annahme folgender Resolution:

„Die Königliche Staatsregierung aufzufordern, Magdeburg ⸗Halberstädter Eisenbahngesellschaft mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zur baldigen Herstellung der Bahn Magdeburg Erfurt anzuhalten oder aber in anderer geeigneter Weise für baldige Herstellung der Eisenbahn Magdeburg Erfurt Sorge zu tragen.“

Bei der Generaldiskussion nahmen nach dem Referenten Herrn Hausmann noch das Wort: die Herren Breslau, Graf Udo Stolberg⸗Wernigerode, Graf von der Schulenburg⸗Beetzendorf und von Kleist-⸗Retzow. Auch der Handels-Minister Dr. Achenbach fand sich veranlaßt, in die Debatte einzugreifen. Bei der Spezialberathung wurden die einzelnen Paragraphen des Ge⸗ setzes ohne Disküssion genehmigt und schließlich das ganze Gesetz an jenommen. Zu der Resolution des Herrn Breslau stellte Graf Udo zu Stolberg⸗Wernigerode folgenden Gegenantrag:

„Die Königliche Staatsregierung aufzufordern, die Magdeburg⸗ Halberstädter Eisenbahngeselischaft mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zur baldigen Herstellung der Bahn Magdeburg⸗ Erfurt anzuhalten“.

Unter Ablehnung des Antrages Breslau wurde diese Reso⸗

lution von der Majorität angenommen.

Es folgte sodann der mündliche Bericht der Kommission für das Eisenbahnwesen über den Gesetzentwurf, betreffend die Uebernahme einer Zinsgarantie des Staates für Prioritäts⸗ anleihen der Halle⸗Soragu⸗GKubener Eisenbahngesell⸗ schaft bis auf Höhe von 29,730 000 66. Der Berichterstatter Herr von Voß stellte Namens der Kommission den Antrag, zem Gesetzentwurfe in der vom Hause der Abgeordneten be⸗ schlossenen Fassung die verfassungsmäßige Zustimmung zu er⸗ theilen. An der Diskussion betheiligten sich bis zum Schluß des Blattes die Herren Graf Udo zu Stolberg⸗Wernigerode, Frhr. v. Mirbach, Graf v. d. Schulenburg-Beetzendorf, v. Kleist⸗ Retzowm und Graf zur Lippe, sowie der Handels⸗Minister Dr. Achenbach.

In der heutigen (63. Sitzung des Hauses der Ab⸗ geordneten, welcher am Ministertische der Minister des Innern, Graf zu Eulenburg, der Minister der geistlichen Ange⸗ legenheiten Dr. Falk und der Minister für die landwirthschaft⸗ lichen Angelegenheiten Dr. Friedenthal, mit mehreren Kommissa⸗ rien beiwohnten, wurde nach einigen geschäftlichen Mittheilungen des Präsidenten in dritter Berathung der Gesetzentwurf, betreffend die Verlegung des Etatssjahres und die Feststellung des

entweder die