Von dem Kapitale von 3,250,000 Thlr. sind bereits 1,250,000 Thlr. fest placirt, wogegen die übrigen 2,000,000 Thlr. bei untenstehenden Finnen zum Pari-Conrse zuzüglich 5 pCt Zinsen p. a. vom 1. Febr. c. zur Zeichnung aufgelegt werden. Berlin, den 1. Februar 1872. Der Vorstand der Gesellschaft. Kommerzien-Rath F. Woehlert Justiz-Rath Dr. Braun, Reichstags-Abgeordneter Stadtrath Pohle. Banquier F. W. Krause. Gustav Markwald.
Anmeldungen auf obige
Thaler Aktien
werden zum Pari-Course, exklusive Zinsen & 5 pCt von 1. ert am Freitag, den 9., and Sonnal 10. Februar a. c., in Hamburg bei der Norddeutschen Bank in Hamburg,
bei Herren
Breslau bei Herren Oppenheim äs Schweitzer, Cöln „ „ JF. H. Stein, (Kopenhagen bei der Danske Ejandmandsbank, Hypothek og Vexelbank, Dresden bei Herren Hehr. Outtentag, Frankfurt a. DK. bei der Filiale der Bayer. Handelsbank, Halle a. d. S. bei dem Halleschen Bankverein von Knitsch, Kaempf äs Co., Hannover bei der Hannoverschen Banfe? Königsberg 1. Pr. bei der Königsberger Vereinsbank,
Die Woehlert’sche Fabrik ist an Umfang, Mannigfaltigkeit nnd Gediegenheit ihrer Leistungen das zweitgr (teste hiesige Etablissement dieser Branche und göniesst in Wirklichkeit einen Weltruf. Hauptsächlich mit der'Anfertigung von Lokomotiven und Tendern, Achsen und Addern für Eisenbahnen beschäftigt, hat sie doch fitst ohne Ausnahme jeden Zweig des Maschinenbaues kultivirt Aus ikftk Werkstätten gehen Dampfmasehinen jeder Grösse, Dampfhessel, Eioenkonstroktionen der Torschiedensten AH utfd für die verschiedensten Zwecke hervor, und die Anfertigung resp. Bearbeitung von Ctassstahl- GeschAtien hat einen solchen Umfang genommen, dass schon mehrere Tausend Stücke im Aufträge der Regierungen von Preussen, Russland Und der Türkei hergestellt und abgeliefert worden sind. Von einem Gesammtareal von 3GOO Qnadratruthen, welches die Fabrik besitzt, sind erst 1050 Quadrat- ruthen bebaut, dar Rest von 9&&0 Quadratrutheu bleibt für Erweiterungen disponibel. Auf jenem kleineren bebauten Raume befinden sich zwei Wohngebäude nnd mehr als zwanzig zum Theil ausserordentlich grossartige, durchweg vortrefflich ausgerüstete, mit allen Hülfsmitteln der modernen Technik versehene Eine Hanptmaschinenwerkstatt nnd Modellschleiferei. Ein Dampfscbleifwerk. Ein Haupt-Montir-Gebände. Eine Dampfbammerwerkstatt Eine Eisengiesserei. Eine Kupferschmiede. Eine MetaUgiesserei n. s. w. *4 » . V ck « * S • ■ ■ t i •' . Um sämmtliche Werkstätten beschäftigen zu können, sind fO Bompfmiascblmcii von zusammen MO Pferds« krüftoi* fortwährend im Betriebe. Dfe Zahl der beschäftigten Arbeiter belief sich bisher auf 1500, hat aber schon jetzt, der eingetretenen Vergrösse- rnngen Wegen, auf IlOO erhöht werden müssen. Den Rem derselben bildet ein Stamm von imtelllgenten, gebildeten und tüebtlgem Arbeitern, welche die Fabrik sich im Laufe eines drelsslgjübrigen Bestehens selbst herangezogen hat und welche zu den Leitern des grossen lÄktitfits hn besten Verhältniss stehen. In der gleichen langen Periode hat sich ein liestbrnrer IWodellvorretb gesammelt, welcher von der Hannlg« faltlgkelt der Tbfttlgkeftt des Etabüssements ein glänzendes Zeugniss ablegt. Dnrch ein Elsenbabmgelelse mit der Stettiner Bahn verbunden, hat die Fabrik für die Ablieferung ihrer Er- zeugnisse, wie für deh Bezug von Rohmaterialien und Kohlen den leichtesten und billigsten Transport Endlich gestattet es die nannfttfaltigkelt des Betriebes nnd der damit in Wechselbeziehungen stehende grosse Reichthum au allen technischen Hülfsmitteln, jeden Augenblick demjenigen Zweige, welcher besonders günstige Aussichten bietet, eine erhöhte Aufmerksamkeit zuznwenden und dadurch die günstigen Chaneeu der Conjunktur auszmratzou. Was die bisherige EelstangsfAblgbelt der Fabrik anb© trifft, so sind die beiden Hanptzwelge der Lokomo« tflvbsn nnd die Anfertigung von Sats Achsen gewesen. Bisher konnten jährlich ftO Lokomotiven und 5000 Satz Aebsen geliefert werden; doch wird diese Leistungs- fähigkeit durch die bereits vorgenommeneii Vergrösserangen auf 150 Lokomotiven and 6000 Satz Achsen gesteigert werden Eine Weitere Erhöhung bis zur Zahl von 200 Lokomotiven ist in Aussicht genommen. lh den 4i&rschiechfcfaen änderen Fabrikationszweigen wird jährlich ein Werth von mehr als einer Million Thaler erzeugt Das Etablissement mit sämmtlichen Gebäuden, Grundstücken, Maschinen und Utensilien ist für den Preis von 3,350,000 Thaler in den Besitz der Gesellschaft übergegangen, wobei die an dem lebhaftesten Theile der Chausseestrasse belegenen Grundstücke mit nur 300 Thaler pro Quadratruthe in Anrechnung gebracht sind. Für die Erweiterung nnd den Betrieb der Fabrik ist eine Summe von 500,000 Thaler in Aussicht ge- nommen, welche durch eine auf zehn Jahre gesicherte Hypothek gedeckt ist Zur Beurtheflung der Rentabilität werden die folgenden Daten genügen: Per im fetzten Jahre erzielte Gewinn beziffert sich nach den Geschäftsbüchern auf 810,000 ^Thaler. Bei der ten Leistungsfähigkeit, welche durch die bereits vollendeten VergrÖsserdngen gesichert ist, wird derselbe sich voraus- itlich, wie folgt, stellen: Für 150 Lokomotiven (im Werthe von 2,400,000 Thlr.) ä 1500 Thir 225,000 Thlr. 6000 Satz Achsen im Werthe von 1.500,000 Thlr. (mit 12% Gewinn) 180,000 » Dampfmaschinen, Brückenbau, Giesserei u. s. w. im Werth© von 1 Million ........ 140,000 » Summa 545,000 Thlr. ein Resultat, welches die Kapitalanlage in diesem Unternehmen als eine sehr vorteilhafte erscheinen lässt Für (Be ftireWon der Fabrik sind die Herren Gustav Woehlert and Julius Hüller, letzterer seit 23 Jahren technischer Leiter des Etablissements, gewonnen, so dass durch diese bewährten Kräfte eine Bürg- schaft für die fernere Entwickelung des Unternehmens gegeben ist