genannt, ©tcfclbc beflept a«ß einer rncifl gelbbraunen, oft auep fcpwargcn, noch unreifen Torffepiept. Slocp nachteiliger icboch unb gerabegu oerberblicp für bie Vegetation ift ber m ben Slarfchcn allgemein gefürchtete Slai- bolb. Eß ifl biefeß eine graue, fcpnticrigc, oöflig unburchlaffenbc Tbonntaffc, bie in größerer ober geringerer T;iefe unter ber Oberfläche ber Slarfchen päuftg oorfontmt unb, felbfl ben Einwirfungen ber Suft außgcfcht, ihre gerftörenbe SBirfung für biegrüepte niept ocrlicrt. Eß wirb bccpalb eine befonbere 0orgfalt barauf oerwenbet, ben Slaibslb, wo er bemt Slufraumen ber ©räben gu Tage geförbert wirb, oon bettt Slcfcr gu entfernen. ©ie Starfepen tnnfaffen gufammen einen ©iflrift oon ungefähr 44 Ouabrattneilen, oon benen etwa bic Wälftc auf Oilfricßlaitb fommt. 3tn Storbwcjlcn ber Vrooing beginnen bie Starfepen oon Sßapenburg Hb unb gicbeit fiep nörblid) an beiben Ufern ber Entß biß Sccr hin. Wieran fehltest fiep öftlicp ein Heiner Starfetftriep an beiben Ufern ber Seba. Sterblich oon Sccr erfireeft ftch bic Starfcp um ben ©ollart, längß ber Storbfecfüfic unb neben ber ©rengc mit Olben- burg in wccpfclnbcr Vreitc, bic im ©roBen unb ©angen burep eine oon Sccr über Olbcrfum, Starienpafe, Storbett, Storborf, Tpumttn, Stcuborf unb SBittntunb m giepenbe Sinic begeiepnet werben fann. 0üblicp oon SBittmunb liegt noch abgefonbert oon ben übrigen Starfepen an ber olbenburger ©renge ein Heiner Starfch- biflrift bei Stcujlabt - ©oebenß. Sin ber SSefer beginnt ber SHarfcp» hoben bei 0tolgcnau int .^retfe Stienbtirg, giept fiep in einem fchmalcn 0trcifen halb auf einem, halb auf beiben Ufern beß gluffcß über £!W? r. ..* - »*■ ^ Ci 444 r* /4t Ml t 4
breiten Waiberüefen begrengt wirb. Sluf ber öfüicpcn 0eite biefeß Watbcrücfcnß nimmt bie Starfcp im Sanbe Wabcln, ^reiß Ottern- borf, ipren Slnfang unb erfireeft ftep über Storblcba, Vülfau unb Eabenberge im Slntte Steuflabt a. O. biß guttt linfen Ufer ber Ofle unb, biefc überfeprettenb, biß gttnt Äeptinger Stoor int Sltnte greibttrg. 3wifd)en bent ftchbingcr Stoor unb ber Elbe giept fiep bic Starfcp über 0tabc burd) baß alte Sanb, Stint 3orf, biß Warburg, bann in einem fcpntalcn, pöchflcnß t Steilen breiten 0trcifcn bie Elbe hinauf über SBinfcti a. b. S. biß 23lecfebe unb geht oon pter auß auf bem rechten Elbufer burep baß Slmt Stcupauß t. S., auf bettt linfen glufmfcr aber mit eingcliten Unterbrechungen burtp bie ©eefl bei W^aefer unb ©attnen- berg oorbei biß 0cpnafenburg. 3w Slllertpal cttblicp erfireeft ftch bie Starfcp oon Verben ab über Slhlben biß SSinfen a. Sl. im Greife Eelle. Eß muS jcboch nod) barauf hingewiefett werben bah ber Starfcp- hoben innerhalb beß bcgeichnctcn ©ifirifteß oon wefentlicp oerfchiebener ©ütc ifl. Stamentlicp ifl auf ber 0trcefe gwifepen 0tabc unb Vlccfebc ber eigentliche Starfepboben auf einen fcpntalcn 0trcifcn neben bem Elbbetcp befepränft, toogegen ber übrige Tpcil ber Sticberung attß einem toettig fruchtbaren ntoorhaltigcn Vobeit beflept, ber oon ben Starfepbewopnern mit bem Slußbruef »anmoorig« bcgcicpnct wirb. ©er gange übrige Tpcil ber *£kooing, auher bent Sehntboben beß ©ebirgßlanbcß unb aufer ben Starfepen, beflept in einer gegen 511 Ouabratmcilcn umfaffenben 0anbgeeft, in welcher weite, ntcifl unbebaute Waibc- unb Stoorfläepen enthalten finb. ©ie Äultioirmig ber Waibcit gu Slcfcr ober SSalb wirb baburch ungetttein crfdjwcrt, ba^ unter ber Oberüäcpc in geringerer ober größerer Tiefe Siafeneifenftein oon ocrfcpicbcner StäAtigfcit oerbreitet ifl, beffen ©urepbreepung bic Äulturfoflcn fepr erpeblich flcigert. ©rößere gufamtnenhängenbe Stoorfläepen ftnb oorpaitbcn: im Elbtpal gwifd'cn S3infen, Warburg, Vuytepubc unb Wornebttrg, im 0taber Starfepfreife gwifepen ben Starfepen an ber Elbe unb Ojlc, im .Greife Otternborf, int 0tabcr ©ccflfreife bei Vrentcroörbe, im Streife Oftcrpolg, namentlich im Slmtc Silientbal, im Äreifc Stotenburg bei 3coen, ferner itt beit Streifen Verben, Stienbtirg, Ecllc unb int Sanb» freife Wannooer, bann wcftlicp ber SBefer in ben Streifen ©icppolg, Vcrfenbrücf unb Singen. Sin biefe fcplicßen fiep bic unabfepbaren Stoorfläepen bcßWinnntling int Streife Steppen unb an bicScßtcrcn wicber bic oflfrtcfifepcn Stoore in benSlcmtcrnSccr, 0ticfpaufett, Sluriep unb SBittmunb. Von bem großen ©cefibiflrift ifl berjenige Tpcil, welcher beit Sanbbrofleibegirfen Waitnooer unb Süneburg angepört, ber bcfferc. ©ie ©ccft liegt gwar poep unb ifl oielfacp hügelig, fic wirb aber oon Väcpcn unb müffett, auch ber 0anbbobcn oielfacp oon Sebtttabern Surchgogen. W a ^ c " un ^ Stoorfläepen befinben ftep in einem toopltpucnbcn SSecpfcl tritt fultioirten gelbem unb Sßälbcrn. ©cringcr ifl bie ©eefl beß Sanbbroflcibcgirfß 0tabe. Oebe Watbc- unb Stoorfläepen paben pier fepon eine größere Slußbcpnung, unb auch bic fultioirten gelber ftnb nur feiten ttttb färglicp burtp eine Septnbeimifepung begünfligt. Von gcritigflctit SBertp tfl bic ©eefl beß Sanbbrofleibegtrfß Oßnabrücf. ©ie Waibeberge ftnb ntcifl unbcwalbct, unb ben an» gcfchloffcnen Tpälern fcplcn beinape gäitglicp bic befrueptenben ©e- wäffer. ©ie ©eefl beß Sanbbroflcibcgirfß Sluriep, obgleich burep- weg auß ebenem 0anb* unb Stoorboben bcflcpenb, erfreut ftep wegen ber Stäpc beß Stccrcß ber bic Vegetation begünjligcnbcn feuepten Stic- berfepläge. Sluch tfl hier fepon mit ber Stultioirung ber außgcbchntcn Stoorfläepen burep Slnlegttng oon Kanälen ein erfreulicher Slnfang gemacht worben. . *
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3n bcntfelbcn unb gwar innerhalb beß Svrctfeß 3cÖcrfclb/ bcftnbct ficb ber norbwcjUicpc Tpeil beß £arggebirgcß, beffen biß über 3000 guß hohe kuppen: Vrutpberg, Stönigßbcrg, »Hepberg; SBintcr- bcrg, faplc Verg ic. ben fcgcnanntcn Dberparg bilbcn, welcher burep tief cingcfcbnittene wilbe Thälcr, fowic burep ein rauhcreß SUtma gefennjeiepnet ift, unb beffen Vobcnprcbuftion oorgtigßwcife in Stabel» polg befiept. hieran fcpließt ftep ein Verg- unb £ügellaitb, baß ftch nach unb naep biß in bic Ebene ocrflacpt, burep ein milbercß SUinta begünftigt ift unb auf ben Vergpöpen oorperrfepenb Saubpolg peroor- br tngt §üß bie bcbcutcnbftcn Erhebungen biefeß Vera- unb Jpügellanbeß werben hier genannt: bie ©pntberge unb ber Sonnen fl ein, bic fiep fübltcp über ©uberftabt binaußgiepen, ber langgebepntc Verg* rücfcn beß Stotpebergeß, ber ©öttinger SBalb mit bent Wein- berge unb beni Treppenberge, bic ©rubenbagener Serge; ber Vrantwalb, ber hintere ^auffungcr ©alb, ber Sol- ling, ber ©flcrwalb, berSauparf bei Springe, ber©eiftcr, ber 0üntel; bic gum Tcutoburgcrwalbc gepörenben Vergüteten bei 3burg mit beni ©ören berge, ber Sießberg bei Oßnabrücf, bie SBeferbergfette oont rechten Wafeufer bei Vramfebe biß gur porta Westphalica, bic in bem Sanbftrich gwifepen Sßefer, Setne unb gnnerfte bclcgcncn Vergfetten bei ©anberßpeim unb bei Salgbetfurt, cnblicp bic Sicbenbergc bei SUfclb, bic Sauen- flcincr Serge unb ber § eilt bcrg im Streife Siebenburg. ©er übrige Tbeil ber Vrooing, etwa 560 CuabratmeiLen ober V 5 ber ©efannntfläcpc — bie Scpeibclinic läßt ftep gicmlich genau burep bic oon Srauitfcpweig über Wannooer nach SUnben fübrenbe Eifettbapit begeiepnen — gehört bem Tieflanbc an; baß fiep biß gut Storbfee pinabfenft; jebotp in ber SKiepiung oon 0üboft naep Storb» locft oon einem breiten; biß gu 500 gtiß anficigenbcn Sanb- rücfen, ber Süneburger Waibc; burepfept wirb. 3ui Storb- locften ift baß Sanb — oon ifolirt peroortretenben Wügclgruppen biß gu pöcpficitß 300 guß, Wie ber beß W ü nt m li n g ß im Greife Steppen itnb berjenigen bet Sentpeim im Streife Singen, abgefepen — gang eben; unb in Oftfricßlanb liegt fogar fein Sunft pöper alß 80 guß über bent Sicerc. 3n ppbrograppifeper Segiepung gerfällt baß Sanb in bie 0tremgcbictc ber Elbe mit etwa )60 O.-St., ber SS cf er mit etwa 360 O.-St., ber Entß mit etwa 120 O.-Sü; ber Sceptc mit etwa 18 ©.«St. ©ie Elbe gepört in einer Sänge oon ungefähr 34 Steilen; oon 0cpnafcnburg im Streife ©atmenberg biß gu ihrer Stünbung in bie 5torbfee, ber Vrooing an. 0ie bilbet, mit Slußnabmc einer furgeit 0treefc unterhalb ©öntiß biß in bic ©egeitb oon Voifcenburg f auf welcher pannooerifepeß ©ebict an beiben 0citen beß 0tromcß liegt, bic ©renge ber ^rooing. Sllß bebeutenbere Stebenflüffe ber Elbe ftnb heroorgupeben: bic 3cepcl, ber SSafferregipient beß Söcnblanbcß, bie 3 Inten au, welche bie ©ewäffcr eineß großen Thcilcß ber Sünebttrger Waibe abfüprt, bic Efte, bic Sitte, bie 0cpwingc unb bie an ben Srettter Stoor» folonicit entlang fl’cßcnbc, burep ipre lebpafte 0cpiffaprt betnerfenß* wertpe ©ftc. ©ie SSefer, welche ihren Stamen nach ber Vereinigung ber SSerra unb gulba bei SHinben erpält, oerläßt bie SrooiitA naep einem Saufe oon ungefähr 40 Steilen erfl bei ihrem Slttßfluffc tn baß Stccr. ©ie Sreitc beß 0ironteß beträgt beiSHünben 100 Steter, ober- halb Srenten fepon über 200 Steter unb an ber Slußntünbung etwa H Steilen. Unter ben Vebcttflüffen ber SBefer ift ber bcbcutcnbftc bic Silier, welche in ihrem langen Saufe bie ©ewäffcr auß einem Tpeile beß Wargeß, fotoie auß ben Sanbbroflct-Vcgüfcn WÜbeßpeim unb Wanno- oer, inßbcfonberc bic Seine bei Slplben aufnimmt; ferner bic SBumnte unb Watntne, welche bie Srenter Stoorfolonien burch« giepett unb naep iprer Screinigung unter bent StantenSefum in bie SBefer fallen; bann bie W^ntc; ber pauptfäcplicpfte SSafferabgug, auß ber ©raffchaft ©icppolg; unb bic ©ceftc, bie gur Silbung beß 0ecpafenß ©eeftentünbe bient. ©ie Entß auß bem Ütegicnmgßbcgirf Stünfter fontmeitb, tritt unterhalb ber 0tabt SHpeine in bic §rooing, bttrcfaflie^t in nörblicpcr SKieptung bie Streife Singen, Steppen, Scer unb Enibcn unb ergießt fiep bort in bie Storbfec. 0ie pat gwei bcbcutcnbc Stebenflüffe: bie Wafc, wclcpc über Oßnabrücf; ©uaienbriicf, burep Olbenburg gepenb, bet Steppen in Die Entß münbet, unb bic Seba, welche bic ©ewäffcr auß ben oftfrieftfepen unb olbenburgifepen W^eputooren bei Secrort ber Entß guführt. ©ie Sccptc, welcpe bei Surgfteinfurt im Dtegierungßbcgirf Stünfter entfpringt, burcpilrömt in einer Sänge oon 8 biß 9 Steilen Me ©raffepaft Sentheim unb tritt bann in baß Slöitigreicp WoUanb, um in ben Supber 0ee gu ntünben. 0ic ift nur für flcinerc gapr- geuge fdtiffbar. Son ben obeitgenannicn Sebenflüffen ftnb guttt Xheil fepiffbar: bic Secpcl, bie 3lntcnatt, bie Eflc, bie 0cpwingc, bic ©fte, bic Seine, bic Silier, bic Sefum begw. SSüntnte unb Wamme, bic©eejic, bic Wafc unb bic Seba. Slufier ben glüffen beftpt bie ^prooing eine niept unbebeutenbe Slngahl oon banalen unb 0cpiffgräbcn, bie oorgugßtocifc gur Ent* wäfferung außgebepnter Stoorfläepen beftintmt ftnb, habet ben^ranß- Port unb bic Serwertpung beß gewonnenen Sorfeß, fo Wie bic 3u* fiiprung oon 0cplicf, ©utig- unb guttcrmittcln auß ben Starken ocrmittcln, oielfacp auep gur S3cwäffcrung ber anlicgcnbcit Sänbcrcicn benupt werben. 3) Svlimatifcpe Serhältniffc. Sluf bieEinflüffc beß .Ctlimaß tn bent füblicpctt, bent ©cbirgßlanbe angepörigen Spetlc ber 53rooing
ift fepon oben pingcbcutct worben. 3n ben W^tSÖ^Ö^^ben fleHt ftep ber SSintcr fepon Slnfangß StoOember ein; er tfl fepr falt unb wäprt beinape aept Stonate. Wicr treten auep bie Seränberungen in ber Temperatur befonberß feparf peroor. Eine falte, raupe unb nebe- lige Suft umlagert päuftg bie 25erge unb übt ihren nacptpeiltgen Ein- fluß auf bic Vegetation auß. 311 ben anfcplicgenben 23erg- gegenben ift baß Sblittta gwar fepon milber, aber in ben metjt fcpntalcn Tpälern flellcn ftep niept bloß beß Storgettß unb Slbcnbß, fonbern auch am Tage häufig ÜJtebcl ein, welche burep ein plöfclicpeß Erfaltcn ber Suft bie normale Entwicfclung ber gclbfrücptc flöten, fo baft bic Sbörner in ber Siegel nicht baß ©ewiept ber in ben Stüften- gegenben gewonnenen grüepte erreichen. Sluperbent fonnnt hier auep baß fogcnantitc SBcfallcn beß ©etreibeß päuftg oor. 3n bent ber Ebene angehörigen Tpeile ber q3rotckirts ifl baß Svlinta int Slllgctticincn ein gemäfigteß; aber bie wccpfclnbcn Voben- ocrpältniffc unb bic Einflüffe beß Stecrcß laffen auep pier niept tut* crpcbltcprHntcrfcpicbe erfemten. Sluf bettt Sünebürg er Watbertiefen unb überhaupt in ben Watbcgcgcnbcn ifl bic Suft rauper, ber SSintcr fälter, ber 0otnmcr heifer unb troefener, alß in ben nörblicpcn ©egenben in ber Slahc ber 0ccfüfle, bagegen paben bic Sfüjlcn gegen ben häufig Oon SSinben u leiben, bic, oorherrfepenb in ber Diieptung oon SSeft unb Slorbwcfl omntenb, ftd) gu 0türntcn fteigern unb ben gclbfrücpten burep baß Slußfcplagcn ber Slcprcn großen 0cpaben gttfügen. ©ie ocrfcpicbcncn fliniatifepeit Verpältniffe, in SSerbinbung mit ben abweiepenben Terrainforntationen, bebingen auep einen früheren ober fpätcren Eintritt ber grüpjahrß- unb Wcrbfibcflcllung, fowic ber Erntegeit. 3nt Slügcmcincn lä|t ftch aitnepmcn, baf bie grühiaprß- beflcllting nicht oor Slittc Slärg, bic Ernte erfl gegen Enbe 3uli be- ginnt, bah aber bie begügliepcn Slrbeitett in ben Slüflenftriepen etwa 8 Tage unb in ben ©cbirgßgegcnbcn biß gu 3 SSoepen fpätcr ipren Sfnfang nepnten. 4) Slllgcmcitte ©obcnbcfcpaffcttpcit. Eine geognoflifepe Htttcrfitcpung beß Sanbeß pat oor einigen 3aprcn burep ben §rofcffor Dr. Wwnäuß flattgefunbcn, bereit Ergebntffe in ber geftfeprift gur 0äfularfcier ber ^öniglidien lanbwirtpfchaftlicpcn ©efcllfdiaft gu Ecllc am 4. 3«ni 1864 nicbcrgelegt ftnb. Sludh bic oon bem SBcgirrß-Sbom* miffat gefertigte 33cfcprcibtmg bcr^3rooing entpält in biefer Segiepung cingcbcnbc Slittheilungen. Eine Wtnwcifung auf beibe wirb genügen, ba für ben oorliegcnbcn gttnäcpjl unb fpcgtcll nur bie 23oben- bcfchaffcnpeit alß Sebinguna ber lanbwirtpfcpaftlidjcn Kultur inß Slttge gu fafTen ifl. Sott biefent ©eficptßpunfte auß ifi gu uitterfepciben: ber Septnboben, bic Starfepen, bic 0anbgccfi. ©er Sep nt hoben, welcher oorpcrrfchcnb oertreten ifl in bem oben alß bent ©cbirgßlanbe angepörig begcidhnctcn ©iflriftc oon 139,14 Cuabratmcilcn unb auf erbeut in einem etwa 5 Ouabratmcilcn umfaffenben Sanbftrtcpc ber an bic greife SSennigfen unb WÜbeßpeim aitflofenbcn füblicpctt Tpeile beß Sanbfreifcß Wannoocr unb beß ^reifeß Eelle, gufantmen 144,14 ©ttabratmeilen, fenngeiepnet ftep ba- burep, baf er itit ©angen fepr fruchtbar unb fafi bureptoeg fultioirt ifl. ©ie Scrgrücfeit ftnb bcwalbct, unb gwar bic beß Wargeß oor- guaßweife mit Sabelpölgcrn, bic anbern mit Sucpcit unb Eichen, ©te oiclen Tpälcr unb Slulben enthalten im Slllgentctncn ben für beit Slcfcrbatt befonberß geeigneten tiefgrüitbigcn warnten unb tttilben Sehntboben. Sieben ben glüjicn unb Sachen, wclcpc fic btirchflröntcn, befinben fiep in ber Siegel SSiefen- unb 2®eibcfläd)cn, beren Ertrag burep bic bcfrucptcnbcn grühjaprß-ilebcrfcpwemmungcn fepr gcflcigert toirb. Vielfach ftnb fic aber auep ber ©efapr ungeitiger Heber- flutpungcn im 0otnmcr außgefept. gttr bic an ber 3nnerilc unb ©cfer bclcgenen gläepen werben folcpc Hcbcrflutbungen baburep noch befonberß nachteilig, baf biefc gliiffe ben ber Vegetation fchäblicpcn Voepfattb mit ftep führen, ©ie W^cPhlateauß hingegen, auep bic Vergabpängc, bic nicht feiten biß poep pittattf beaefert werben, haben wegen ber otelcn ©Hellen burrf)iocg einen falten Voben. ©er Sepm ifl hier flrcnge unb bic SlcfcTfrumc flach; oft hat baß untcrlicgcnbo ©eftein nur eine 18, \a fogar nur 15 Eentimeter paltcnbe Erbbccfc. ©ie Slarfcpcn verfallen in bic SUIuoialgcbilbe an ber Slccrcß* fü(le unb in bieientgen in ben gluftpälern. ©ie Erftcreit, bic bttrd) bic allmählichen Sluffcblicfungen beß Slccreß cntflanbcncn 0ecmarfcpcn, haben Mtrtpgehcnbß einen milberen SHeibobm unb gelten alß bie oor- gitglicpcren. 3«nerpalb ber §rooing fomnten biefclbcn nur in Dfl* frießlanb oor. ©ie glufmarfepen ftnb je naep ben 0inffloffen, welche bie glüffe mit ftep geführt unb abgelagert haben, oon ocrfcpicbcner gruept* barfeit. 0ie ftnb inßbefonbcre oertreten in ben Tpälern ber Hntcr* 3nncrfte, ber Seine, Silier, SSefer, Elbe, Wafc unb Emß. Sin ber Slußniütibung ber glüffe in baß Slcer, unb gwar an ntebrig gelegenen Äüfien, geigt ftep noch eine eigentümliche, fepiebt* weife Slarfcpbilbung, inoent bie 0infüoffe beß glupwaffcrß bei beffen Vereinigung mit betn Slecrwaffcr ftep abgelagert paben unb bie gebilbeten 0cplammfcpicptcn abwccpfelnb mit einer feinen 0anbfcpicpt beß Slcercßgrunbeß itbergogcn finb. 3« biefetn 0cpltrf finbet man in ber Siegel einen reichen ©cpalt oon Slccreßinfuforicnpangcrn. ©ie Scarfcpbewopnct legen einen befonberen SBcrtp barauf, wenn unter bent SHeiboben eilte bläulich gefärbte, mepr ober Weniger mäch- tige 0anbfcpicpt angetroffen wiro. ©icfelbc entpält oiclc Siiifchel- fragmente; fic wirb bcßpalb außgegraben unb mit bent SUcibobcit bepufß beffen Slttflocfcrung oerntengt. ©tefe unter bent Samen »SUtpl- ober Sßüplerbc« befannte 0aitbfcpicpt ifl nur in ben Slüflengegenbcn oertreten, oorgugßwcife in ©flfrießlanb, auch in ben Elbmarfcpett unterhalb Vti^tepubc, in ben SSefermarfepen aber bloß in geringem Htttfattge innerhalb beß Slmtßbcgivfß ©ontnt. 0o loerthooll oiefc Unterlage, ebenfo nachteilig für bie Slcfer- fuliur ifl bic in ben Slarfcpcit oft oorfommenbe Hnterfepiept, »©arg«
©er Stönißlicpc Thiergarten bei Verlin. VL * (Vcrgl. Vcf. Veil Str. 15 oont 13. Slpril). ©ie Verfeinerungen beß Tpiergartcnß unter beß iefet regierenbett ^aiferß unb ibönigß Sbajeftät. ©te Vefeitigung ber im lebten Slrtifel angebeuteten Hebel« ftanbe in ber Ent* unb Vewafferung beß Tpiergartcnß bilbeten feit bem 3^hte 1862 bie fcpwierigflc unb am wenigften banf* bare Sluf gäbe ber Tpicrgartenoerwaltuna. 3 n biefer Verwal» tung wirften feit biefer Seit unter bem Veiratpc beß Sanbforfl- tnciflerß Hlrici ber erft fürglicp ocrflorbeitc ©cpcintc Ober« Stcgicrungß=91ath fpcplentaitit, ber Tpiergarten=3ufl?cftor Wennig, ber ©arten«3nibcftor Slcibe unb ber 'intcrimiflifcpc Vorfleper beß ©ontänen * SHentamtß Verlin unb ber Stüplen=Slbntiniflra- tion, greubentann. 0cit bem 1. Slbril 1867 ftnb bic ©c* fcpäfte unter ben beiben 3ufl)cCtoren ber Slrt gctpeilt worben, baß bem ©arten«3^cftor Veibe ber große Thiergarten auß« fcpließlidp übertragen warb. Um ben fränfclnbcn Väumen neue Slaprungßfloffe gu» gufüpren, würbe int 3* 1866 ein ©üngunqßft)ftcm eingefübrt, wclchcß ben gangen Tpiergarten in einem Sjäpvigett, bic licptc« ren Veflänbe unb bic Sftafcnfläcpcn in einem 20jäprigcit Tur« ttuß burepläuft. Vepttfß Vewafferung ber Icßtercn fonunett Sbri^eit in Slnwcnbttitg, bic auß angelegten Vrunncit gefpeift werben. Vefonbere Sorgfalt wirb feit bem 3ch*brc 1865 auf bie Slnbfiangung fepöner Eid)cn unb Vttchcn oerwenbet, bic in golge Slnorbnung beß bantaligen ginan3=Stinifterß grprn. 0. D. §ei)bt auß ben außacgcicpnetftcn fpflangfiämmcn ber gorftreoiere in acht oerfcpieocneit SHcgicrimgßbegirfen außae« wäplt werben, ©ie üblen Slußbünftungen ber ©ewäffer glaubte man burep ein flärfereß ©cfallc unb burep ben 3u« unb Slbfluß tegulirenbe SSeprett befeitigen gu fön« ncn. gu biefent S^cef würbe in ben 3üptcn 1867 biß 1870 oon bent Seewurf naep ber Suifeninfcl unb oon biefer naep ber Spree ein S^anal gegogen, beffen ntalcrifepcn SBinbungen ein fepöner gußweg folgt unb ber mit Jeinen gapl* reiepen Vritefen unb ben oon bem gnfpeftor 31cibc außgcfüprten lieblicpen ©artenanlagen für baß Singe eine ber anmutpigften Tsartien beß Tpiergartcnß bilbet. Seiber aber ift ber praftifepe ^weef beß .^analß niept erreidpt worben, ba bic Erfahrung ge« Icprt pat, baß bic üblen Slußbünftungen ber Tpicrgartcngcwäffer weniger burep baß tttangclnbe ©cfälle alß burep scitfftoffc ocr« anlaßt werben, bic oont Scpiffaprtßfanal auß in bie Sßaffcrläufc beß Tpiergartenß emtreten. Ein Verfuep, baß Sbanalwaffcr, beoor eß in bic TpicrgaTtcngewäffer gelangt, burep ^oplcnfilter gu beßinfigiren, pat fiep alß crfolgloß erwiefen. So ifl man gu bent Entfepluß gefonmten, bic guflüffe beß Scpiffaprtßfanalß gu beit Tpicrgarteitgewäffcrn gang abgufperren unb bic lebten auß befonberen Vnutnen unb Vafffnß gu fpeifen, bie auf bent Wippobrom angelegt werben, oon wo auß ein ©ampfpumpwerf baß SBaffer in 9^öprcn naep bett Tpiergartcnläufcit treiben wirb, gu ben ptergtt crforberlicpcn Sofien werben bic Veiträge oerwenbet, welcpe bie Stabt Verlin ber Verfcpöncrung beß Tpiergartenß für bie 3^pre 1870, 1871 unb 1872 mit jciprltcp 10,000 Tplr., unb ein gufcpuß, wcldpcn Sc. Slajeflvit ber S^aifer ttttb Slöttig Slüergnäbigft bewilligt paben. ©ie unter Seitung beß Vauralpß Wobreept int ocr« fioffenen 3aprc auf bem Wibb D ^ rom begonnenen baulichen Slnlagcn ftnb foweit oorgefepritten, baß bie Speijung ber Tpier« gartengewäffer mit Vrunnenwaffer noep in biefetn 3ch%c gu erwarten fiept. Heber ben ©rt ber Einmünbung ber üKöpren« leitung in btc SSafjerläufc beß Tpiergartenß pat bie Veflitnmung oorbcpalten werben muffen, biß über baß fegt oorlicgenbc jJ3ro- jeft ber gufepüttung beß Sanbweprgrabcnß oont ^attal biß gur Spi^igbrüefe, ber Slnleauitg einer Vcrbinbungßftraße gwifepen“ ocr Königin«Sluguftaftraßc unb ber Siauepfiraße, fowie ber Verlängerung ber §ofjägcr«SUIce biß gunt Sbanal entfcpicben fein wirb, ©cm Vebürfniß entfprecpcnb, ftnb feit bem 3ap*c 1867 auep bie SBege oermehrt, oerbeffert unb tpcil« weiß oerlegt worben. 3n ber erflctt Vegiepting ift befonberß bie im oerfloffencit 3«pre Slllcrpöcpft befohlene Slnlegttng eineß Olcitwcgß erwäpncnßwertp, welcher ben Tpiergarten (oont SMtrfiirftcnbamm auß hinter bem goologifcpctt ©arten) mit bettt ©tuncwalb in unmittelbare Verbinbung fe|t. ©ie be« fuepteren jpromcitabcn finb burep Stofaifpüafter auep bei un« günfliger Sßittcrung paffirbar gemaept, mit iticbrigcn eifernen Varriereit eingefaßt unb tpeilweiß oerbreitert worben. So namentlich ber ©eg gwifchett ber §opcngotIernftraße unb ber §ofjägcr«Slllee, beffen projeftirte Hmgcftaltung auf Slüerpöchftcn Vcfcpl lange geit oor ber Slußfüpruna burch aufgeflelltc Stangen fcnntlich gemacht war, bamit auch baß jpublifunt ©clegcnpcit erpielt, oon bent jprojeft S^enntniß gu nepmen unb fiep über baffclbe außgttfprccpcn. Vei allen Vkgeanlagcn ift auf Erpal-