1872 / 95 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 22 Apr 1872 18:00:01 GMT) scan diff

3a? er fann cg unb fogar? wenn nur fein Aetgemifj baburcp erregt wirb? halb nach ber einen? halb nach ber anberen entfepetben. °) 3n Ueberfefcung: »Aller SBaprfcheinlichfett nach ift eg erlaubt;

©er Scplufjfafc ftimmt wörtlich mit bem obigen (Eitai überein. ts ) Auf ber näepften @eite (469) Note 17 fährt ßaSpepreg

aber fort:

►bafj eine Augfd&lfefjunfl aug bet^ fttmn

blog bie

Bebeuhtng eineg freiwilligen? |onbem cincg notpwenbigen ©rüfeng gu bnben; (Böftoralblatt) nicht um beit ©jfommunigirten gu ehren? lonbern um ihn nicht gu entehren unb ihn oerachtet erfepeinen gu laffen. ©ieg gilt namentlich; wenn ber ©jfommunigirte ©ich S^erft gnift; benn bann erfcheint ber ©egengruf erforberlich wegen beg ooran^egan^enen ©rufeg bjg ©^fommunigirten.« §. 66. ©ie befonberen Necptc unb Pflichten eineg fatholifchen Bttefterg? inAnfepung feiner geiftlichen Amtgoerricptungcn? ftnb burch bie Vorfcpriften beg fanonifchcn Otcchtö ? ber proteftantifepen ®eiftlicpen aber burch bie" Konftftorial- unb Kircpenorbnungen beftimmt. §. 121. ©em Bifchof gebührt bie Aufftcpt über bie Amtgfüp- rung? ßepre unb SBanbel ber feinrr ©iöceg unterworfenen ©eiftlicpen. §. 124. ©ie Stecpte ber Kircpengucpt gebühren nur bem Bifcpofe. §. 126. ©eiftlicpe fatpolifcper Neligion? bie ftch in ihrer Arntg- führung grober Vergehungen fchulbig gemacht höben; müffen nach bem ©rfenntntffe beg geglichen ©erichtg beftraft werben. ©aneben aber beftimmen: § 125. Vermöge biefeg Nccptg fonn er bie ihm untergeorbneten ©eiftlicpen burch fleiftlicpe Bugübungen, burch flcfne? ben betrag oon 3wangig Xbalern nicht überfieigenbe ©elbbufen? ober auch burch

nicht etwa forbere; wag um »tellung willen ten bloße: oon bem Meinungen über- haupt gar nicht nach §. 55 foll eintreten fönnen? tfi mit ber fatholifchen ßepre unoereinbar.« ©ie innere Berechtigung beg §. 57 aber wirb oon ßagpeoreg augbrücflich anerfannt @.883: ¥ »Sooiel bie innere Kircpenoerfaffung anbetrifft? wirb für bie eigentlich gciftlicpe Verwaltung; b. b. für alleg bag; wag ftch un- mittelbar auf ßehre unb Kultug begiept? bag fanonifepe Nccpt alg alleinige Spornt angefehen. Nur infoweit wirb eine Augnapme ein-

ige ... 23. ber galt ift bei ber £anbpabung ber Kirtpenxucpt tn ihrem ©infltiffe auf bie bürgerliche ©pre. Naep biefen @eiten hin wirb auch für Neligiongübung bie weltliche ©efefgebung in Betracht fommen

eine Re ©auer oon Bier Söocpen nicht überfieigenbe ©efängnififtrafe "un unb gur Beobachtung ihrer Amtgpfticpten anhalten. ßangwierigeg ©efängnif (§. 125) unb anbere förperlicpe

©ehorfam I. 127. Öc

©rfenntnit

Strafen ift Weber ber Bifchof; noch ein gcifilicbeg ©ericht gu oer hängen berechtigt. §. 128. 3n weltlichen Angelegenheiten ber ©eiftlichen fann ber Bifchof nur in fo weit eine ©erieptgbarfeit unb ein (! anmaßen, alg ihm bag Necpt bagu oom @taate augbrücflich oerliehen worben. ,2 ) Bergl. bag Notififationg-Bötent oom 28. September 1772: »©g gelten bie fanonifchen Nechtc? infofern fie fich in Sprote- ftantifcher ßanbegherrfchaft unterworfenen ßänbern anwen- ben laßen unb ber ßanbegpoheit ln geifllichen @achen nicht entgegen ftnb.« unb bie Stcgierungg-3nftruftion oom 21. September 1773 §. 4 Nr. 11 unb i 5:

,6 ] Vergleiche bag obige ©itat aug Scpmalggrüber: Probabile etc. unb bie gujlimmcnbe Bemerfung beg Bifcpofg; wonach biefer Auf» faffung unbebcnfltch golge gcleiflet werben fann. ,7 ) Anberg bie eoangelifcpe Kirche: Articuli Smalcald. P. IIf. No. 9. Majorem illam exeommu- nicationem quam Papa itanominat, non nisi civilem poenam esse ducimus non pertinentem ad nos ministros ecclesiae. Minor antem qnam nominat vera et Christiana est exeommu- nicatio, quae manifestos et obstinatas peccatores non admittit ad sacramentum et communionem ecclesiae, donec emendentur et scelera vitent. Et ministri non debent confundere hanc ec- clesiasticam poenam seu excommunicationem sunj poenis civi- libus. 3n Ueberfefeung: ©en oom Böpft fogenannten großen Kirchen- bann achten wir für eine rein bürgerliche Strafe, bie ung ©ienern ber Kirche nicht gebührt, ©er foaenannte fleine Kirchenbann ift ber wahre unb chriftlicöe, welcher offenfunbige unb hörtnäefige Sfinber gum @aframent unb gur firchlichen ©emetnfehaft nicht oerftattet, fo lange fie ftch nicht beffem unb ihren Vtiffcthaten abfagen. ©ie ©iener ber Kirche bürfen biefe firchliche Strafe ober ©jfommunifation mit bürgerlichen @trafen nicht oermengen.

nicht leiben«. @iche auch ßagpepreg 443; 48.

,s ) ©er ßerauggeber beg Böftoralblatteg für bie ©iögefe ©rnx- lanb ift ber Stegeng beg Sßrleftcrfcminarg gu Braung&erg, B^Wfor Dr. ßtoler.

J *) ©ie 9 ra 5 f / um .

lebe eg fid Uebcrfchreitet etn ßehrer feine 2lmtgbefugnif; wenn er feinen Söglin- gen bie ©runbfäfce ber fatholifchen Kirche über bie Söirfungcn bet excommunicatio oortrögt unb fie oor bem Verfebr mit bem ©e- bannten warnt? ©iefe fjfrögc höt ber ©erichtgfwf oemcint; weil bie ßehrerin für bie religiög flttliche Bilbung ber Kinber mit Dtücfftcht auf bie Konfefjton gu forgen höt. ©ie grage? burfte bie excommu- nicatio überhöuot oerhängt werben ober beburfte eg bagu ftaatlicher ©enehmiguna; ftanb gar nicht gur ©ntfeheibung. ,4 ) ©iefer bcbeutunggooHe @a^ ftnbet ftch Weber in bem oon @trictt)orft Archio für Stechtgfäüe Banb 27; @. 87 mitgetheilten ©rünben? noch tn bem eingefehenen (Jrfenntnif fclbft. ©agegen ent- hält bie erfte Beilage gu 2tr. 63 ber biegjährigen ^©ermanta« eine Korrcfponbeng aug 2Befifalcn oom 15. 2Äärg b. 3* t welche wörtlich lautet: fichtg beg oon offlglöfer Seite in Augfuht aefteHten Vor- gierung gegen ben £erm Bifchof oon Srmlanb unb olifchen Bifchöfe; welche fonfl noch etwa burch 23er- hängung beg grofen Kirchenbanneg »bie bürgerliche ©h*e ber ©Xfommunigirten oerle§en würben«; bürfte eg angebrad)t fein; eine (Sntfd&eibung beg Königlichen ©ber-§ribunalg oom 26. Dftober 1857 angufuhren? bie mitgethcilt ift im »Archio für Stcchtgfälle« oon @triethorft; 27. Bb. @. 87 ff.; wonach »über bie Stechtmäfigfeit ober Xlnrechtmäfigfeit ber Augfchltefung oon einer firchlichen ©emeinbe eine Berufung auf rechtlicheg ©ehör nicht ftattfinbet.« 3n ben ©rün- ben für biefeg (Shrfenntnifi hefft cg: »gretltch gebührt nach §. 56 U. 11 beg A. ß.-9t. bie ©ntfeheibung über bie Dtechtmäjngfeit ber Augfchliefung bem @taate f b. b. alfo ben oom @taate bieferhalb angeorbneten Bepörben. ©teg ftnb aber nicht bie ©erichte. ©enn abgefchen auch oon ber Beftimmung beg folgenben §. 57; worin bag SBort »@taat« offenbar nicht auf bie

ch bamalg hönbelte? war bie:

£ipler ,9 ) ©er Artifel; welchen bie Vr. 7 beg Böftoralblatteg enthält, ift berfelbe; welcher bereitg früher befprochen worben ift. (£r enthält unter Anberem folgenbe @tcflen: v ©ie Kirche befolgt in ihren Beftimmungcn über bie äußeren golgen ber eyfommunifation nur bie ©efefce ber Vernunft unb bet oom (£oangeltum oorgefchriebenen @ittlichfeit. 2Beiter ift aber audb ber Auffafc im Böftoralblatt 5tr. 15 3öh*g. 1871 ntdht gegangen in ben SBorten: »©ie ©läubigen ftnb ftrenge oerpflichtet; mit einem fol- cheii; welcher namentlich aug ber Kirche auggefchloffen ift; au^ fonft feinen Vcrfeht gu pflegen? mag biefer im Befuchcn? ©rüfen? Unterricht u. f. w. beftehen.« ^g ift nicht gefügt; baf eg oon @eiten ber Kirche oerboten ift? mit namentlich ^jrommunigirten Verfehr gu haben ober gu oerfehren; fonbern Verfehr gu pflegen; ein Augbrucf; ber nicht ohne Abficht gewählt worben ift; um bie fittliche Begiehung

augbrücflich oorbepalten ftnb? oon bem geiftlichen ©epartement je^t bem Königlichen Sliinifterium ber geiftlichen k. Angelegenheiten oerwaltet/ aufjerbem aber ftepen bie Kirchengefellfchaften einer jeben oom @taate aufgenommenen SReligiongpartci unter ber ©ireftion ihrer geiftlichen Oberen (§. 114 a. a. D.) Namentlich gebühren Die Nechte ber Kirchengucht um welche eg ftch hier panbelt bei ben römifch’fatholijchen ©laubenggenoffen bem Bifchofe (§. 124 a. a. D.) unb bei ben Broteftanten ben Konftftorien (S. 143). SBenn überhaupt bie §§. 55? 56? 57? % II. Xitel 11 beg Allgemeinen ßanbrechtg nicht burch Artifel 15 ber Verfaffunggurfunbe aufgehoben ftnb, bann wäre bie bort garantirtc Qreibeit unb @elbft- ftänoigfeit ber Kirche eine itluforifche unb würbe thr Damit bag Siecht beftritten? weicheg man ieber anberen ©efellfchaft ober Vereinigung gugefteht; nämlich bie Befugnis? unfügfame SRitglieber aug ihrer iwitte gu entlaffen.«

:br mit namentlich @jf girten nicht ing Spiel fommt; ift berfelbe geßattet. ©ie @unbe wirb gebilbet burch SNaterie unb gorm; b. h. einer @ünbe gehören einmal beftimmte Umftänbc unb Xhatfachen? welche bag 2leufiere ber @ünbe fonftituiren unb bann ber böfe SBille; bte böfe ©efinnung; Welche gleichfam bie @eele ber @ünbe ift. gehlt bie gorm; bie böfe ©eftnnung? bag eigentliche Söefen ber @ünbe; fo fann überhaupt oon @ünbe nicht bie Siebe fein. Auf biefem; ebenfallg im natürlichen unb göttlichen Siechte baftrenben ©runbfa^e beruhen bie AugnahmcfäHc;

Unter Utile ift gu oerftepen ieber geifttge ober leibliche Nufeen? ben man ftep oemünftiger Söeife aug bem Verfepr mit einem namentlich iP 1 ..P . . . .. Jfl P Jt. . V IT* M ff 1 i m '

. # . . geiftigen Nuteng )ürfcn bie ©läubigen einen ©jfommuntjirten um Nath bitten; wenn fein anberer ba ift? ber in gleicher Söeife gut rathen fönnte. Ob beg geitlichcn-Nuteng barf man einem ©sfommunigirten Almofen bar- reichen unb oon ipm empfangen? BflichtmäfHgcg ipm Iciften unb oon bemfelben forbern«. (lus eccL de sent. exeom. Nr. 183. Reiffen- stuel lus can. de sent. exeom. Nr. 151). Bei einem folcpen Ver« fehre mit (Sjfommuniurten richtet ftch ber SBille beg mit ipm Ver- fehrenben nicht auf etwag Böfeg? fonbern auf etwag ©uteg ober Notpwenbigeg? Crrlaubteg. 2ßenn auch in biefem galle bie SNaterie ber @ünbe ba ift? b. p. alle äußeren SNomente? welcpe bie @ünbe fonftituiren; ba ftnb? fo feplt hoch bie gorm berfelben? ber böfe Söillc.

2357

ßanbtagg * ^fttgelegettfwitett.

Vcrltn, 22. April. bet oorgeftriaen Situna beg eg ber Abgeorbneten erwiberte auf Die 3nterpeuation

fSaufeg ber Abgeotbn beg Abg. Slicpter (^agen)

ng _ fenberftempelg begüglicpen ©efetentiourf emgubringen?« her @taatg-SNinifter (Samppaufen mit folgenben Söortcn:

? wo flung

tapr lö,x vchkvx». smuvii »vvyi vtumiu ifi; fn B rcu S cn ^tötichtung, baf ber 15. SNärg ber Icftc Xag ift bei ber (Ecntralfaffe? bei ber ©?neral-@taatafajfc noep eine Verfüg über bie gonbg beg oorangegangenen 3öprcg getroffen werben barf; naep Ablauf biefeg Xaacg finbet ber Abfcpluf ftatt? bann finbet eine Neoifton iener Kaffen ftatt? um alle 3iffctn gu ocriftgiren. ßeiber bat ftch in biefem 3apre bag Vcrpältnif fo geftcllt? baf biefe Stcoifion am 23. SNärg ftattfanb? unb baf icp gcrabe in bie Unmöglicbfcit »erfeft würbe? bem ßanbtagc noep eine SNittpeilung über bie Stefultate ju machen? inbem am Vormittage beg 23. SNärg bie @ifcungen ipr fenbe genommen höben; wäre bag niept fo gewefen? fo würbe icp fepon fcamafg mit ber SNittPeilung peroorgetreten fein bag glaubte ich ber ßanbegoertretung gu fchulben? baf fie guerft baoon bie Nacpricpt erptclte. 2ßäre bie Interpellation nicht gegellt worben? fo würbe ich meine VMttpeilungen peute oor ber Xagegorbnung gemacht paben; ba fte geftellt worben ift? habe ich biefen 2ßcg nicht cmfcplagcn mögen? toeil er mögliiperweife hätte gemifbeutet werben fönnen. ' wem ich

biefeg (£tatg ich fowohl in biefem ipöufe? alg wie in bem anbern §aufe bte lehhöfteften Angriffe erfahren höbe, baf bie Voranfchlägc iu hoch gegtifftn feien. fAbg. miiter: Von ung nicht!) ©er £err Abg. SRidpter pat allerbingg biefen ®inwanb nicht ge- macht; natürlich oon feinem @tanbpunfte aug muf er ja ftetg bc- ftrebt fein? bie @taatgeinnapmen möglichft pod) in Augftcpt gu nepnten? unb bie Auggaben möglichft niebrig 3n biefem Beftreben ift er aber eben fo wie bie fonfttgen ©egner ber bamaligen Vorlage in einen 3rrtpum oerfallen, benn er höt ung bamalg oorauggefagt? baf bie Intraben ber 3uftigocrwaltung bei weitem gu niebrig ocranfcplagt feien? unb in oer sfeirflicpteit t bem Anfchlage gurücf.

bleiben fte um 1;394;00Ö Xpaler pintcr

©ag ©cfammtrefultat? wag wir im oorigen 3öpre ergiclt paben? läft ftch in feinem fürgeften Augbrucfe babin gufammenfaffen? baf unfere Einnahmen betragen paben 219?303?524 Xpalcr? baf unferc wirflicpen Auggaben? unb bie Summe? bie wir für Neftauggabcn gu referoiren paben? für Sieftauggaben? bie bent 3öpre 1871 angepören? betragen paben 210?029?603 Xpaler? unb baf bemnaep ein Ucbcrfchuf oerbiteben ift oon 9?273,920 Xhölcr. ©iefer Ucbcrfchuf pat fiep er- geben? inbem bie SNepreinnapmen bei fämmtlicpcn Verwaltungen? wenn baoon bie SNinberemnapmen abgegoaen werben? bie unter an- beren bei ber 3uftigoerwaltung eingetreten ftnb? ober oiclntcbr? baf bte Brutto-SNcpremnabmen überhaupt betragen haben 9?787?645 Xbaler? baf biefer Brutto-SNehreinnahmen SNinbereinnahmen gegenüber fiepen oon 1?862,676 Xpaler? unb baf bamach ein SNeprcinnahmequantum ocrbliebcn ift oon 7?924,969 Xpalcr. @ic entnehmen fepon fofort aug biefer 3abl? baf wir bei bet Auggabe-Verwaltung erpcblicpe ^rfpar- niffe ergielt paben. ©ie ST gggweigc auggabe uberpaupt ftattgefünben oon 1?417?796 Xplr.? unb naep Ab- rechnung eineg Betrageg an SNcbrauggabcn bet ber ettraorbtnären Verwaltung eine fdplicflicpc Srfparntf oon 1?348?951 ^plr. §u biefer ber lieberfcpuf bei ben ©innahmen gerechnet? ben ich bereitg angegeben habe auf 7,924,969 Xpaler? gellt ftch ber gefammte btg- penible Ueberfcpuf auf 9,273,920 Xpalcr. SNeine §enen! ©g bürfte nun oon 3ntcrcffc fein? wenn i^ Darauf hinweife? baf gu biefem glängenben Ncfultatc oerpältmfmafig bic @teuem am wenigften beigetragen haben. ., 2öag bie biretten eteuem, betrifft? fo beläuft ftch bie gange SNcpr- einnapme? bie ergielt worben ift, auf 123,872 Ir.?_ biefer tritt eine SNtnberauggabe pingu? fo baf ber crgteltc Ucberfdpuf ft cp auf 190,527 Xbaler beläuft, ©ag Stefultat ift burebaug nicht alg ungünftia gu betrachten. @ie werben in ben leften Xagcn m ben geitungcn napttc Angaben über bie Xruppenftärfe gelefcn paf en? bte tni Anfänge beg oorigen 3öpreg unter ben 253affcn war? unb ba wirb cg ^ ilg V felbftoerftänblicp crfchetnm? baf bte Klaffcnfteucr

Ooric ber

fiept ein SNeprüberfchuf oon 1,155,774 Xplr. peroor, unb biefer SNepr- überfchuf ift in ber SBirflicpfeit etwag gu gering oeranfcplagt. ©g er- flärt ftch bag aug folgenbem Umftanbe. 2Bie ben pereprten ^enen noep erinnerlich fein wirb? fo haben wir bie ©rmächtiguiig naepgefuept unb erhalten? bic am 31. ©egember 1871 augftepenben oteuerfrebite, bie im ßaufc M 3aprcg 1872 oon SNonat gu Vtonat eingcpen,^ bagu oerwenben gu bürten? um 9 SNilHoncn eincg ung früper gewahrten Krebitg gu annulieren unb um ben SNcprbetrag bagu gu oerwenben? Stenten? bie mit bem 20facpen Betrage abgclöft werben bürfen ? gur 2(blöfung gu bringen. Bei jener Vorlage war ber Xcrntin oom 31. ©egember 1^71 genannt? unb wir paben ung natürlich für ver- pflichtet gepalten? alle bie frebitirten Beträge jenem öonbg? wie tep ipnberKurge halber nennen will? guguwtifen..©aburcp ftnb jenem gonbg Pöpere Beträge gugefloffen? alg wie bei ber ©cfcpceoorlagc in Aug- ftcpt genommen waren, ©g war angenommen worben? biefe gonbg würben ftdp auf 11,600,000 Xplr. belaufen? in SBirflicpfcit paben fte ftep belaufen auf 14?000?000 Xplr. Nun würbe gwar ber Vtcprbetrag nicht lebiglicp bem 3öpre 1871 gugureepnen fein? aber wopl eine Ouotc baoon ? ein Betrag oon ungefähr 1 SNiUion. ÜNan pat nämlich in ben früheren 3öprcn bie ©innapmen ? bic im 3ch*nuar l cg folgenben 3apreg ? alfo Tn biefem galle im 3«nuar 1872? ftattgefünben haben, no4 bem Vorjahre gugccccpnet; Da wir Dag in golgc ber ©efefeg- oorlagc Dicgmal unterlajfen paben ? fo tritt alfo hei Den inbireften @teucrn ? hei bcnjenlgcn ? bei welchen Der preufifepe @taat eigentlich nur bie Koftcn ber Verwaltung für ftep gurüefbepält unb Die Steuer- beträge fclbft an Dag Ncich gepen? ein Vtinberbetrag in runber @umme oon etwa einer SNiüion Xpaicr peroor? bag würbe alfo gu ©unften ber inbireften (Steuern noep mepr in Anrecpnting gu bringen fei«. ©epen wir nun auf bic Dem preuf tfepen @taat allein angcpörigen inbireften ©teuevn über, fo pat ftep babei gegen ben Voranfdplag bei ber ISDaplfteuer ein SNcprertrag oon 136,600 Xpltn. ergeben? bet ber Schlachtftcuer oon 444,000 Xplm. unb bei Der Stcmpclfteuer ein SNcprertrag oon 1,440,000 Xplm.; bet ben übrigen Steuern gept eg hin unb per; cg haben unerhebliche SNcpr- ofccr SNinbereinnapmcn ftattgefünben? fte ftnb ja oon geringerer Bcbcutung. gür alle inbireften Steuern? fowopl bie bem SRcicpe alg bie Bmtfjcn allein angepörigcit gufammen? pat ftep nach biefer Berechnung ein SNcprcrtrag ergeben oon 938,520 Xplr. ©em SNcprertrag tritt noch pingu eine 2Utggabc* ©rfoarnm oon 217,000 Xplr. unb gcwäprt bemnaep einen Ucbcrfchuf oon 1,155,000 Xplr. 3nbcm icp pier alfo Darauf pinweife? baf ber SKcprcrtrag oerpalt- nipmäftg ni^t am meiften ben Steuern gufällt? würbe ich auch noch barauf pinguweifer. paben? Dap ja bei ben ©innapmen ber 3nft4* oerwaltung bag Steuerelement auep noep eine Nolle fpielt? inbem ja in ben Koftcn guglcicp Stcmpclbcträge fteefen? unD baf wir bei ber 3uftigoerwaltung an ben ©innapmen fogar einen Ausfall oon 1,394,000 Xblr. gehabt paben. ^ Nun? benfe teb? wtrb cg an ber Seit fein? baf? tep btejenigen Ver- waltungen peroorpebe? benen wir Die aufjerorbcntlichcn Ueberfcpüffc am meiften verbanfen. ©a ift nun gu aüererft gu nennen bie ©ifen- bahnoerwaltung. Alg ber ©tat für 1871 oorgclegt würbe? beftanb gtcmltch allgemein bie ©mpfinbung? unfer Voranfcplag wäre viel gu poep. 3n ber VMrflicpfcit? meine Herren? ift ber Voranfcplag nicht allein erreicht, er ift überfliegen woroen um 5,760,347 Xplr. ©iefer Brutto -SNepretmiaptnc fiept nun natürlich eine erhebliche Brutto-9Neprauggabc gegenüber DaS oerftept fiep ja oon felbft, Daf bie Betricbgfoften waepfen müffen eine Brutto-S)tchrauggabe oon 2,612,290 Xplr.? immerhin aber pat Dicfe Verwaltung ung einen SNeprüberfcpuf geliefert oon 3,148,056 Xplr Nach ber ©ifcnbapnoerwaltung, bte fepon ben bctttltcpften Bc- weig geliefert pat, wie £anbci unb Verfepr ftep im ocrfloffcncn 3öprc gehoben paben, habe icp bemnäepft gu nennen bic Bergwerfgoerwal- tuna ©ic BcrgwcrfSocrwaltung pat ung fNcpreinnapnten geliefert gum Betrage oon 1,280,672 Xplm. ©g paben bei biefer Verwaltung Vttnberauggaben ftattfinben fönnen gum Betrage oon 239,049 Xplm.? unb biefe Verwaltung pat nun einen SNcpritbcrfcpufc geliefert oon 1,519,821 Xplm.? in runber Summe alfo oon H Vtilltonen. 3Nit ben intraben ber ©ifcnbapnoerwaltung giebt bieg alfo allein napegu 5 Vallionen an wirtlichem reinen Sftcprüberfchufc.

w.» V ' tft btt aintbeU an ben UtbttMüffen ©eittn» btt inbi- trften ©teuetn. »t, em inbittttm ©teuetn tritt bti unfer« Utber-

bei ben 3Jtei)teinnnt)meii »ergefftbrt. Sei ben Ülueaabtn haben mit jum Sb«! augcrotbcntlicb etrrcti- sr~ r. fff. »ft VMrtr.

ten? bie ihr ertpetlt waren? feinen ©ebrauep gu maepen unb Die 3m= fen, bie bafür in benx ©tat oorgefepen waren, niept gu verausgaben, ©iefe ©rfparnifl pat ftep belaufen auf 760,IH)0 Xplr. gerner, meine Herren? ftnb fepr gewichtige ©rfpamiffc cingetreten bet Den allgemei- nen gonbg? tpeilg inbem bic Bm*'toauSlagcn auf bie emgelnen Ver- waltungen übertragen worben ftnb, wo alfo in ben bort angegebenen Auggaben btefc Ausgabe bereits mit enthalten ift. ©g pat aber in golge beffen ber in bem ©tat beg ginangminifteriumg oorgefepenc gonbg oon 719,565 Xplm. - - * - ©nblicp?

gi bem ßaupteytraorbinarium erfpart. Auf biefe SBeife ift alfo bei ben aUgemetnen gonbg eine ©rfpamig oon 966,654 Xplr. eingetreten.