1897 / 95 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 23 Apr 1897 18:00:01 GMT) scan diff

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs-

Frankreich.

Durch ein im „Journak officiel“ vom 16. d. M. veröffentlihtes Dekret des Präsidenten der Republik vom 15. d. M. werden die zu r Abwehr der Pestgefahr bisher getroffenen Bestimmungen, wie folgt, abgeändert:

Art. 1. Bis auf weitéres ist die Einfuhr nach Frankceich und Algerien verboten von Hadern und Lumpen, fris{en Thierabfällen, Klauen und Hufen, welche direkt oder indirekt aus einem Ort kommen,

. wo das Auftreten der Pest festgestellt ift.

_ Art. 2. Gleichfalls is die Durhfuhr der in Artikel 1 auf- geführten Gegenstände. dur Frankreih und Algerien verboten, wenn hierbei ein Ausladen oder irgend eine Handhabung der Gegenstände erforderli wird.

Art. 3. Nach Desinfcktion werden jugelafen rohe oder bearbeitete Wolle, welche direkt aus einem von Pest verseuhten Orte stammt, ferner gebrauchte oder nicht gebrauhte Leibwäsche, abgetragene Klei- dungsftüde, gebrauchte oder niht gebrauhte Kleider, gebrauhtes oder nit gebrauchtes Bettzeug, rohes Leder und frische Felle, wenn solche direkt oder indirekt aus einem Orte kommen, wo das Auftreten der Pest festgéstellt ift. : i;

Art. 4. Schiffe, welhe aus einem füc pestverseuht erklärten Orte kommen oder Gegenstände, welhe in Art. 3 aufgeführt sind, mit sich führen, werden nur über die nachstehend qua Häfen in Frankreich oder Algerien zugelassen: Marseille, Algier, Panillac, Saint-Nazaire, Hôvre und Dünkirchen. i

Art. 5. Kolli, welche einen der in Artikel 1 und 3 bezeichneten Gegenstände enthalten und aus einem pestfreien Hafen des Indischen Ozeans von Mascat, einschließlich der Häfen des Persischen Golfs, bis zum Kap Comorin kommen, müssen von einem mit dem Visa eines französischen Konsular-Agénten versehenen Ursprungszeugniß begleitet sein.

N rt. 6. Das Dekret vom 9. März d. J. it aufgehoben. (Vergl. „R.-Anz.* Nr. 64 vom 16. v. PMts.)

Bombay, 22. April. (W. T. B.) Seit Ausbruch der Pest sind 11 706 Erkrankungen und 10 020 Todesfälle zu verzeihnen. Die gesammte Sterblichkeitsziffer beläuft sich durhschnittli} in einer Woche auf 836. Die Flüchtlinge kehren zum größten Theil in ihre

Wohnorte zurück.] Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 23. April. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyt. SO. „Havel“, v. New-York kommend, 22. April Mrgs. a. d. Weser angek. SD. „Lahn“ 21. April Mrgs. Reise v. Cher- bourg n. New-York fortges. SD. „Fulda“ 21. April Vm. in New-York angek. RPD. „Karlsruhe“ 21. April Abds. Neise von Neapel nah Port Said fortges. RPD. „Sachsen“, von Ost-Asien kommend, ist am 21. April Nachmittags in Suez angek. SOD. „Kaiser Wilhelm 11.“ 22. April Vm. v. Genua n. New- Vork abgeg. SD. „Ems“ 22. April Nm. Reise v. Neapel n. Genua fortgeseßt. RPD. „Sachsen“ 22. April Nm. Reise v. Port Said n. Neapel fortgeseßt. RPD. „Preußen“, n. Ost-Asien bestimmt, 22. April Mrgs. în Antwerpen angekommen.

London, 22. April. (W. T. B) Castle-Linie, D. „Raglan Castle“ hat auf der Ausreise gestern die Canarischen In feln passiert. A

Union-Linie. D. „Norman“ auf der Heimreise gestern von Kapstadt abgegangen.

Notterdam, 22. April. (W. T. B) Holland - Amerika- Linie. D. „Amsterdam“, von New - York nach Rotterdam, heute Vormittag in Rotterdam angekommen.

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus. j i

Die einaktige Oper „Haschisch" von Oskar von Chelius, Text von Axel Delmar, fand bei ihrer gestrigen Erstaufführung eine sehr beifällige und wohlverdiente Aufnahme, welche zu gleichen Theilen dem Textdichter wie dem Komponisten zuzuschreiben fein dürste. Axel Delmar, der sih sck{on in der erfolgreihen Oper ,Mara® als ge- {{idckter Librettist erwiesen hat, verlegt hier die spannenden Vorgänge in den Orient, nah Tunis. Der Titel is dcppelsinnia, indem ec sowobl einen süßen, beraushenden, tödtlihen Trank als auch in über- tragenem Sinne den Liebesrausch bezeihnet, der hier einen tragischen

Konflikt herbeiführt. Omar, der Bey von Tunis, hat einem jungen Maler, Paolo drs Ba B einem älde ertheilt. Leßterer vermag si aber nur ín die erforderliche Stimmung zu verseßen, wenn ein {önes unverhülltes weiblihes Antliz ihn dazu begeistert, und erwirkt von Omar die Vergünstigung, daß eine seiner Frauen ma, ibm eine Stunde lang Aimrricbleert zu dem Bilde als Modell fi darf. Troy aller Vorsihtsmaßregeln geschieht das Unvermeidliche, daß sid zwischen Sie und ma ein Liebesverhältniß entspinnt, as verderblithe Folgen haben muß. Der Bey, der sich selbs gegen die Satzungen des Korans dadurch vergangen hat, daß er die Nachbildung menschliher Gestalt sieht den Frevel der Liebenden in milderem Lichte und beschließt, die Sühne seiner Schuld wie der des Liebespaares in Allah’s Hand zu legen. Er läßt drei Eharne Becher füllen, von denen der eine das tödtlihe Haschish entbält; das Loos, diesen zu leeren, trifft Hama. Die Musik yerräth glücklihe Erfindung und sichere - Beherrschung des - Orchesters. Wagner'’sher Einfluß ist unverkennbar, ohne sich störend vorzudrängen. Minder gelungen is dem Komponisten die JIndividualisierung der einzelnen Gestalten. Die Aufführung unter Kapellmeister Dr. Muk's Leitung war vortrefflih. Herr Stammer als Omar, Herr Sommer als Paolo und Fräulein Hiedler als Hama traten mit Eifer für ihre Aufgaben ein; namentlich gefiel ein von der leßtgenannten Künstlerin in der Sterbescéène vorgetragenes balladenartiges Lied. E die freundlihe Aufnahme dankte am Schlusse der Ober- egisseur Teylaff, der das Werk mit großem Geschmack in Scene geseßt hatte. Auf die Novität folgte Flotow’s Oper „Stradella“ in der hier üblihen Beseßung und mit Herrn Göße in der Titelrolle, die derselbe in feiner gewohnten fangesfrohen Art wiedergab. Als Banditen zeichneten sih wieder die Herren Krolop und Lieban aus.

Im Königlihen Opernhause wird morgen die Oper „Haschish“ von Oscar von Chelius wiederholt. Hierauf folgt Auber's komishe Oper „Der Maurer“ in der bekannten Beseßung. Kapell- meister Dr. Muck dirigiert. i

Im Königlichen Schauspielbausfe, gelaigt morgen neu ein- studiert Shakespeare’s Lustspiel „Viel Lärmen um Nichts“ in folgender Beseßung zur Aufführung: Benedict: Herr Matkowsky; Claudio: Herr Purschian; Don Juan: Herr Grube; Leonato: Herr Molenar ; Don Pedro: Herr Keßler; Hero: Frau von ode nger: Beatrix : Fräulein Poppe; Ursula: Frau Conrad; Holzapfel : e BYollmer ; Mönch: Herr Oberländer; Antonto: Herr Plaschke; Borachio : Herr Hartmann; Conrad: Herr Link, Das Werk ist vom Ober-Regisseur Max Grube in Scene geseßt, die dekorative Einrihtung hat der Ober-Inspektor Brandt besorgt. Die neuen Kostüme sind nach den e Pa U Zeichnungen des Theater-Kostümiers Malers Guthknecht angefertigt.

Im Lessing-Theater gelangt morgen Abend die Operette „Waldmeister" zur Wiederaufführung. Frau Julie Kopaczy-Karczag, welche in dieser Vorstellung zum ersten Mal wieder vor das Berliner Publikum tritt, singt die Rolle der Pauline, die fie im vorigen

Jahre kreierte. Mannigfaltiges.

Die Frühjahrs-Parade des Garde- Korps wird auf Aller- höchsten Befehl in Berlin bereits am 1. Juni, in Potsdam am 2. Juni stattfinden. F A

Der Magistrat von Berlin maht die Höhe der Steuern für das Jahr 1897/98 öffentlich bekannt; darnach beträgt die Gemeinde- Einkommensteuer 1009/6, die Gemeinde-Grundsteuer 5,8 %%o, die Ge- werbesteuer 150 9/6, die Kanalifation8gebühr 13 %%o.

Das Central-Comité der deutshen Vereine vom Rothen Kreuz trat gestern zu einer Sihung zusammen, in welcher der Vorsitzende, Kammerherr B. von dem Knesebeck , über die von ihm gethanen vorbereitenden Schritte zur Entsendung einer Expedition auf den griehisch-türkischen Kriegsschauplaß Mit- theilung machte. Das gqriehische Comité vom Rothen Kreuz hat das Hilfsanerbieten des eutshen Rothen Kreuzes dankend angenommen, während die Verhandlungen über die der türkishen WVerwundeten-Pflege zu leistende Hilfe durch das Auswärtige Amt in der Schwebe sind. Im Einverständniß mit den Vorschlägen des Vorsißenden beschloß das Zentral-Comité zu-

förderte,

näst die Entsendung einer Abordnung nah Aihen, bestehend auz zwei Aerzten, zwei männlichen ey + ug und fünf Schwestern des Victoriahauses nebft dem für 100 Köpfe erforderlihen Verband, und Lazareihmaterial und eröffnete dem Vorftande den zur Auéfüh, rung der zu treffenden Maßregeln erforderlichen Kredit.

Vor einigen Tagen unternahmen nahezu achtzig Mitglieder der Deutschen Gesellschaft L volksthümlihe Natur, kunde unter Führung des Königlichen Landes-Geologen Herrn Pro, fessors Dr. Wahnschaffe einen Ausflug nah dem Steinsalz-Berg, werk Leopoldshall bei Staßfurt. Eine mächtige Förderscha\- brachte die Besucher äußerst geshwind bis zur 12. Abbausohle binab, in eîne Tiefe von fast 400 m unter der Erde, von wo die weit aug: gedehnten Strecken in. mehreren Abtheilungen durchstreift wurden. Unter den verschiedenen Salzablagerungen erregten die in fa regelmäßigen Zwischenräumen durch das ältere Steinsalz \sih bindur(- ziehenden Schnüre von Anhydrit des Gipses ein ganz be, sonderes Interesse. Sie bieten gewissermaßen ‘als Jahres, ringe einen Anhaltspunkt für die Abschäßung des Zeitraumes, welchen das über Barren einstrômende Meereswasser nöthig hatte, um infolge von Verdunstung jene gewaltigen Salzlager abzusehen, eines Zeitraumes, den man darnach auf ungefähr 10 000 Jahre zu bemessen haben dürfte. Nach einer langen Wanderung in der abfolut trockenen, falzgeschwängertenLuft des Bergwerks harrte aller Theilnehmer zumSchluß eine angenehme Ueberrashung. Man s\ah fi plößlih in einen zauber- haft erleuhteten unterirdischen Riefensaal versezt. In diesem 1000 Fuß unter der Erde gelegenen, 150 m langen, 20 m breiten und 11 m hoben Raume waren lange Tafeln aufgestellt, an denen die Besucher gern rasteten und si durch einen Trunk erfrischten. Nach der Ausfahrt wurde noch den Salzmühlen und der riesigen Fördermashine von 400 Pferdekraft ein Besuch abgestattet.

In der Zwölf -Apostel-Kirhe findet am nächsten Sonntag, Mittags 1 Uhr, ein Missions-Gottesdienst statt, den Herr Missions-Inspektor, Professor Plath abhalten wird.

Auf dem Terrain der Gartenbau-Ausstellung im Treyp- tower Park herrscht seit den Osterfeiertagen reges Leben und Treiben. Gärtner, Dekorateure, Maler, sowie Hunderte von Hand- werkern sind eingezogen und emsig bei der Arbeit. Die Aussteller be- schäftigen sich bereits an den thnen zuertheilten Pläßen und treffen ihre Arrangements. Wagenladungen von mächtigen Tannen-, Wachholder-, Locbeer- und Palmenbäumen sind eingetroffen , um zu Dekorationszwecken verwendet ¡u werden. Die sieben Dioramen, darstellend die Scchlöfser Nominten, Ploen, Wilhelmshöhe, Muskau, Schönbrunn, Versailles und die Villa d’Este, sind bereits aufgestellt. Auch die Berliner Feuerwehr hat ihre Wache auf dem Gelände {hon bezogen. Die Erweiterung8arbeiten an den Geleisanlagen der elektrishen Bahn find beendet. Die (Fröffnung der Ausftellung erfolgt bekanntlih am Mittwoch, den 28. April, Véittags 12 Uhr.

St. Nazaire, 22. April. Die Polizei verhaftete vier Anarchisten und nahm in deren Wohnung Hausfuhung vor. Hierbei wurden wichtige Papiere beshlagnahmt, insbesondere die Zeichnung einer Knallsilber-Bombe.

Nah Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

London, 23. April. (W. T. B.) Nach einer Meldung des „Neuter schen Bureaus“ aus Meluna vom 21. d. M, Abends, seht sih auf den nächsten Höhen bei Turnavo ein anhaltender Kampf fort. Neschat Pasha lehnt es ab, den Befehl zur Erstürmung der griehishen Stellung zu geben, in der Meinung, daß ein schrittweises Vorrücken der türkischen Truppen genügen werde, um die Stellung der Griechen unhaltbar zu machen. Unter diesen Umständen erachtet er es für seine Pflicht, seine Truppen nicht den Verlusten aut- zuseßen, welche . ein Sturmangriff unausbleiblih mit ih bringen würde.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

P S O

Wetterbericht vom 23. April, r Morgens.

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red. inMikllim.

Oper in

Stationen, Wind. Wetter.

in ® Celsius

Bar. auf 0Gr.

u. d. Meeressp Temperatur

59C. =40%R.

A C il. D. O

Belmullet . . | OSO 3\wolkenlos | Aberdeen O 2 halb bed. | Christiansund sti0 Nebel | Kopenhagen . NNO 3Zhhalb bed. |

Oscar von Chelius. Negisseur Teblaff. Dekorative Ober - Inspektor meister Dr. Muck. Der Maurer. 3 Akten von Auber. Französishen vom Freiherrn von Lichtenstein. In Scene gescßt vom Ober-Regisseur Teßlaff. Diri- gent: Kapellmeister Dr. Muck. Anfang 7 Uhr. S(wauspielhaus. studiert: Viel Lärmen um Nichts. 5 Aufzügen von William Shakespeare, überseßt von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tiedk. In Scene gefeßt vom Ober-Regisseur Max Grube.

Dienstag, den 27. April:

In Scene Vaterfreuden.

eseßt vom Ober- Einrichtung vom Dirigent: Kapell- Komische

Text nach dem

Brandt. bekanntschaft.

Neues Theater.

109. Vorstelung. Neu ein- Lustspiel in

P. Potter,

Zum ersten Male: t Schwank in 3 Akten von Bisson, Hirschberger und Klitsher. Vorher: Eine Reise- Schwank in 1 Akt.

Schiffbauerdamm 4a. / 5.

Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonnabend: Gast- spiel des Herrn Willem NRoyaards vom Königlich Niederländishen Theater in Amsterdam. Schauspiel in 4 Akten nach George Maurier und deutsch von Emanuel Lederer. Jn Scene geseßt von Sigmund Lautenburg.

Sonntag, Nathmittags 3 Uhr: Bei ermäßigten Preisen: Frau Lieutenant.

Benlral-Theater. Alte Jakobstraße 20. Sonn- tag: 11. Ensemble-Gastspiel des Berliner Theaters. Einmaliçe Aufführung. Kinder der Bühne. Lustspiel in 5 Aufzügen von Edgar Hoyer, deutsch von Emil Jonas. Anfang 7F Uhr. Vorverkauf im

Trilby. | Zentral- Theater.

Konzerte.

Anfan H Karl WMeyvder - Konzert.

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 23. April

Berichte von deutschen Fruchtmärkteu.

Qualttät

Außerdem wurden am

2 S W 5 e. S co S

Vere

: Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner Marktort

gering

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100 kg

Ratibor . Aschersleben Döbeln . Breslau Neuß

Ratibor . Aschersleben Döbeln . . Breslau Neuß

Ratibor. . Aschersleben Breslau

Ratibor. . A'chersleben Döbeln . . Breslau

Neuß

14,80 | 14,90 12,90

15,30 | 15/60 15/30 | 15,80 |

13,20 15,00

12,10 | 12,40 |

12,20 |

l

Weizen. | 15,30 | 15,40 | 15,50 14,00 | 14,10 | 15,80

| 15,00 | 15,50 | 15,50 : i i F | 16,80 ; j |

16,10 | 16,50 S 16,30 | 16,30 | 16,80 15,76 | 22, 4.

Roggen. 1190| 11,90

1180 | 11'90 | 12/20

11,30 | A 11,60 | 11,80 | 12,00

11,30 | 11,30 | 11,80 Gerste. | 12,00 | | i Z é j /

10,69 | 22. 4.

| 11,80 | 11,90 | 16,00 ; ¿ : :

13,00 | 14,50 | 15,40 ; j i; A Hafer.

| 12,50 | 12,60 | 12,80 ; y : L 13,00 | 13,10 | 13,60 ¿ ; i 1200 | | L i; : ; j 12,80 | 13,20 | 13,30 3 ; | 11/60 | 12,60 99 271

Bemerkungen.

12,32 | 11,93 | 22.4.

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der BVerkaufswerth auf volle Mark abgerunvet mitgetheilt. Der Durch-

shnitisprets wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ift; ein

Punkt ( , ) in den leßten sech8 Spalten, daß entsprehender Beri cht fehlt.

Statistik und Volkswirthschaft. Hauptergebnisse der Stätistik der Krank enversiherung für 1895.

Zusammengestellt im Kaiserlihen Statistischen Amt.

Jahr: 1895

Ge- meindes- Kranken- versicherung

|

Orts- Kr. - K.

N | Im Vor- jahre 1894

Einge- | Landes- | Innungs- f chriebene rehtlihe Alle Kassen

Kr. - K. Hilfskassen

Betrieb s- (Fabrik-) j ftr. -K Ar. - N.

Bau-

zusammen

Mitgliederzahl

im Durchschnitt des Jahres Erkrankungsfälle .. Krankheitstage. . ..

Einnahmen darunter Beiträge (der Arbeitgeber und Arbeitnehmer , trittsgelder und Zusatz- beiträge) Ausgaben darunter A Arznei Krankengeld

Stockholm . _2halb bed. |

Anfang 7x Ühr.

7# Uhr.

Konzerthaus.

Krankenanstalten 2c.

s j

8 449 j

1 287 650 329 820 5 612 016

M 13 228 483

IO 023 268 12 089 566

2930910 1861 865

3 177 581

4475

3 450 599 1244 145 21 979 116

M

66 326 290

55 114 681 63 004 269

9 421 602 8 024 041 I9 295 312 8 871 999

/ | | | l

21 552

7 282 609 2 492 309 43 686 440

21 992

7 525 524 2 703 632 46 470 023

1 388 263)

671668| 60543 955 65| 19596 4530462) 8395515

|

“o 1 280 248)

| 6 770 102 545 |

1913917) 926566| 114581 800852) 14409) 39185 13 096 4411 9259 597| 596 876

M

M 46 974 488 136 111 300

B M 2 086 840| 14 958 688

Mh. M 829 483 145 684 920\

I

|

| 967 735 1 182 649

III 509631 128 187 628

117 399 026

608 378 137 375 104

758 935

I772125| 12516 579 1 945 290| 14 076 715

36 396 260 44 322 680

23 141 102 18 134 308|

45 356 229/ 18 190 727|

22 209 891 17 426 908 42 599 461 I7 352 197

147 439 135 262 498 288

143 423/

1788 750 I 209 598 497 606| 6 434 162 2315 953 5 134 053 181 422 362355| 1181 522

280 194 191 634

147 852 73 832 231 046

8 424 355 6 638 076

15 222 234

1897.

männlihen Forstarbeiter in keinem Falle weniger, wohl aber in Oberbayern in 11 von 41 Fällen, in Niederbayern in 19 vovy 28 Fällen mehr verdienen als die landwirthschaftlichen Arbeiter. - In Niederbayern {einen auch die erwachsenen weiblichen und die jugendlihen männlichen Arbeiter in der Forstwirthschaft häufiger mehr zu verdienen als in der Landwirthschaft, während dies in Oberbayern nicht wahrnehmbar iff. Der Mehrverdienfst der erwachsenen Forstarbeiter if dabei zum theil ganz beträhtlich; so verdienen in Ingolstadt (wo der Verdienst unter den niederbayerishen Städten überhaupt am niedrigsten ist) die Forstarbeiter 510 s, die Landarbeiter nur 450 Æ, im Bezirksamt Tölz beträgt das Mehr 70 6 (600 : 530), in Traunstein gleihfalls 70 6 (500 : 430), in Wasserburg 100 (500 : 400), in Kößing 120 (460: 340), in der Stadt Passau 124 (504 : 380), im Bezirk Passau sogar 184 (504 : 320). Auf der anderen Seite finden sich unter den wenigen Fällen von Minderverdienst der erwachsenen Forstarb eiter auch ganz erheblihe Zahlen; so verdienen die Forstarbeiter in Rothenburg a. T. nur 450, die Landarbeiter 530, in Memmingen jene 460, diese 570, in einzelnen Gemeinden des Bezirksamts Forchheim jene 300, diese 390, während in anderen Gemeinden desselben Bezirkeamts die Forstarbeiter 402, die Landarbeiter 360 #4 verdienen.

Literatur.

Die foziale und ethische Wirkung der Arbeiter- versicherung. Eine volkswirthschaftlihe Untersuchung von einrich Unger, Versihherungstehniker. Berlin, Verlag von Siemenroth u. Troshel. Preis 1,20 Der Verfasser dieser kleinen Schrift sucht darzulegen, welhe Wirkung die deutshe Arbeiterversiherung a die sozialen Verhält- nisse und die Lebens- und Denkweije der arbeitenden Bevöl- kerung ausgeübt hat. Zu dem Zweck erörtert er auch die wichtigsten Streitfragen auf diesem Gebiet und weist an der Hand des kurz, aber doch umfafsend und übersichtlich wiedergegebenen statistischen und sonstigen Materials nah, daß die Arbeiterversiherung vom volks- wirthiaftlichen und erzieherischen Standpunkte sehr viel Gutes ge- et hat.

Die Verlagsbuchhandlung von F. Neumann in Neudamm veranstaltet eine neue Subskription auf die von ihr herausgegebene Sammlung von gemeinverständlichen, die wichtigsten Zweige des allgemeinen Wissens behandelnden Werken, welde den Gesammittitel „Hausshaß des Wissens" führt. Die Sammlung gliedert sich in Werke über unser Wissen von der Natur und in s\olche über unser Wissen von der Menschheit. Erstere Rubrik umfaßt 6 Ab- theilungen mit 9 Bänden, nämli: Entwicktelungsgeshichte der Natur Geo: 1 und 2), Die Naturkräfte (Physik und ed {Bd. 3 und 4],

ie Lehre vom Stoff (Chemie) [Bd. 5], Das Mineralreih (Bd. 6) Das Prflanzenreich (Bd. 7), Das Thierreih (Bd. 8 und 9). Die (rets Rubrik zählt 5 Abtheilungen mit 8 Bänden, und zwar: änder- und Völkerkunde (Bd. 10 und 11), Geschichte der Menschheit (Weltgeschichte) [Bd. 12- und 13}, Kunstgeschichte nebst Geschichte der Musik und Oper (Bd. 14), Geschichte der Weltliteratur nebst einer Geschichte des Theaters aller Zeiten und Völker (Bd. 15 und 16), Gesammtregister (Bd. 17), als Gratiszugabe für die Abnehmer der ganzen Sammlung. In Anbetracht dieser Neichhaltigkeit und des wohlfeilen Subskriptionspreises erscheint das Werk somit, wie es auch sein Zweck ift, wirkli geeignet, dem weniger Bemittelten eine Bibliothek von kostbaren Einzelwerken zu erseßen. Die Ausgabe erfolgt in 192 wöthentlihen Lieferungen zum Preise von je 50 Z oder in 16 Bänden (Preis in Leinen gebunden je 7 A4 50 H unter Gratiszugabe des General - Registers. Von der Lieferungs - Ausgabe liegen bis jeßt 8 Hefte vor, welche dem erften Bande der VI. Ab- theilung „Das Thierreih“ angehören. Die allgemeine Einleitung hat Dr. L. Heck, Direktor des Berliner Zoolo ien Gartens, verfaßt, der es vortrefflih versteht, den Laien in die Wissenschaft der Zoologie in leiht unterhaltender Form einzuführen. Dann maht Dr. Ludwig Staby den Leser mit den niedrigsten Stufen organischen Lebens, den Urthieren, Infusorien, flanzenthieren 2c. bekannt. Jn den weiter folgenden Abschnitten werden behandelt: die Krebsthiere, von Bruno Düringen in Berlin, die Spinnen, Tausendfüßer, Insekten, von E. B in Oberspier (Vorsißenden des Entomologishen Vereins für Thüringen), die Weich- thiere (Mollusken) von Professor Dr. Eduard von Martens, Kustos am Ses für Naturkunde in Berlin. Die Darstellung ist überall möglichst knapp und leicht verständlih, Auch die in dem Prospekt wéitér Age ien Namen von in ihren Einzelfächern angelerenes Mitarbeitern bürgen für eine gründliche, die neuesten culate der Forshung berüdsi Ggente Darstellung. Eine vortrefflihe Er- läuterung bieten die zahlreihen und sorgfältigen Jllustrationen im Text sowie auf kolorierten Taseln.

Sonntag, Montag: Trilby. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen : Marcelle. E

Schiller-Theater. Sonnäbend, Abends 8 Uhr: Der leste Tag. Bauernehre. Der cein- gebildete Kranke.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell, Abends 8 Uhr: Das Stiftungsfest.

Sonnabend: Letter Operetten- und Walzer- Abend. e

Kaiser Wilhelm Gedächtniß - Kirche. Ft fr antaagorare N i 04 9,5 0, 0, 0,

Sonnabend, Anfang 8 Uhr: AUx. Konzert des ranTtheitstage . .. : / , , , 6 , Naturkunde in Berlin, heraus i 1 / 0 gegeben von Max Hes dörffer in Steru schen MORLNEQHS E Ban | | Mi M M T4 | Mh M Berlin. Verlag von Robert Oppenheim (Gustav Eer Bei J. Brahms” gew.) Dir.: Prof. F. Geru heim. Krankheitskosten. .. Í 18,51 23,87 11,62 15,8 ; 13,93 13,67 Pr. vierteljährlich (6 Hefte) 1,50 46 Auf diese anregenden, lehrreichen L e ; : E C und gut illustrierten Blätter seien Naturfreunde beim Beginn des Frühjahrs wiederum hingewiesen. Sie werden ihre Kenntnisse von den Gebilden der uns umgebenden Ratur durch die Lektüre der mit

Sonntag: Opernhaus. 99. Vorstellung. Undine. | p Romantisde Zauber-Oper in 4 Akten von Albert 924 412 104 822 366|| Lorting. Text nach Fouqué’'s Erzählung frei be- arbeitet. Tanz von Emil Graeb. Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 110. Vorstellung. Viel Lärmen um Nichts. Lustspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare, überseßt von August Wilhelm von

Schlegel und Ludwig Ticck. Anfang 7F Uhr.

10 286 309| 45 612 954| 35 418 718 634152} 1331789| 10 614 032 Auf 1 Mitglied kommen:

99 588 457 Natur und Haus. JIllustrierte Zeitschrift für alle Natur- freunde. In Verbindung mit Professor Dr. K. Lampert, Vorstand 0 des Königlichen Naturalienkgbinets in Stuttgart, und P. Matf ie, 6 Kustos an der zoologishen Sammlung des Königlihen Museums für

Haparanda . till halb bed, zusammen Krankheitskosten

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Neufahrwasser Memel

u; E S Münster... | 765 Karlsruhe . .…| 762 Wiesbaden . | 763 München .. | 761 Chemniß .. | 764 Mili e 763 M el 008 Breslau . .. | 760 Fle d'Aix .. | 754 i M el CDO ill|wolkig 14 et el TOB halb bed. 16

Uebersicht der Witterung.

Unter dem Einflusse des Hochdruckgebietes im Nordwesten wehen über Zentral-Œuropa nördliche Winde, unter deren Einflusse die Temperatur herab- gegangen is. Depressionen lagern über Südwest- und Südost - Europa. In Deutschland is das MWettec kühl, im Westen heiter, im übrigen trübe; im Binnenlande is meist Regen gefallen; in Swine- münde und München fanden Schneefälle statt.

Deutsche Seewarte.

(D C C R R B: I E E N S B KGL I R IE ra K Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern-

aus. 98. Vorstellung. Haschisch. Oper in 1 Auf- S Dichtung von Axel Delmar. Musik von

T E E N HIOoNSoOA

C5 C fa DD C2 D M E E

Deutsches Theater. Sonnabend: Worüitari. (Teja. Frißchen. Das Ewig-Mänuliche.) Anfang 7ck Uhr.

Sonntag, Nachmittags 25 Uhr: Die Weber. Abends 7} Uhr: Die versunkene Glocke.

Montag: Die versunkene Glocke.

Berliner Theater. Sonnabend: Renaissance. En i i Nad ittags 24 Uhr : Köni onntag, Nachmittags ir: Kön einrich. Abends 7F Uhr: Renaissance. as 2 Montag: König Heinrich.

Lessing - Theater. Sonnabend: Erstes Gasft- s von Julie Kopaczi-Karczag. Waldmeißster. nfang 74 Uhr.

Sonntag: Gastspiel von Julie Koparczi-Karczag. Waldmeister.

Montag: Gastspiel von Julie Kopaczi-Karczag. Waldmeister.

Residenz-Theater. Direktion : SigmundLauten- burg. Leßte Woche! Sonnabend: Affsociés. Lust- spiel in 3 Akten von Léon Gandillot. Deutsch von Max Schönau. Vorher: Ein augenehmer Gast, Schwank in 1 Akt von Georges Courteline. Deutsch von Emmerich von Bucowicz. Anfang 7F Uhr.

Letzte Sonntags-Vorstellung von: Affociés, Vorher: Ein angenehmer Gast.

Herrn

Zeit.

Direktion :

Wagner. Glefsinger.

Kuhn.

Probe.

Cognac-König.

Theaiex des Westens. Kanistraße 12. (Bahn- bof Zoologischer Garten.) Sonnabend: Gastspiel des Herrn Gustav Kadelburg. Anfang 7# Uhr.

Tyheatex Unter den Linden. Bebrenstr. 55/57. Sonnabend: Der Operette in 3 Akten von Victor Lóon und Ludwig Held, für die hiesige Bühne be- arbeitet von Louis Herrmann. In Scene geseßt vom Regisseur

Dirigent : Herr Kapellmeister Korolanyi. Anfang 73 Uhr.

Sonntag: Der Cognac-König.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Fledermaus.

Julius Fritsche.

Thalio-Theater (vorm. Adolph Ernft-Theater). Dresdenerstraße 72/73. Direktion: W. Hafemann. Sonnabend: Heirath auf Probe. Posse mit Gesang in 3 Akten nach Gerös-Buchbinder von Jean Kren. Gesangstexte von Gustav Görß. Mußk von Leopold Anfang 7x Uhr. Sonntag und folgende

Zwei glückliche Tage.

Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen : Corvsgeift. Abends 757 Uhr: Gastspiel des ustav Kadelburg. Zwei glückliche Tage. Montag: Zum ersten Male: Schauspiel in 4 Akten von Georg Cohnit.

Tage :

Familien-Nachrichten. Verlobt: Dorothea Gräfin Degenfeld-Schonburg mit Hrn. Dr. jur. Eberhard Frhrn. von Boden- hausen (Schloß Eybach—Berlin). Frl. Helene Grünhagen mit Hrn. Stabsarzt Dr. Williger (Breslau). Frl. Ellinor Leitgebel mit Hrn. NRegierungs-Baumeister und Lieut. d. L. Benno Leitgebel (Cehi). Verehelicht: Hr. Majoratsherr Carl von Schöning mit Frl. Lätitia von Döring (Kolberg). Hr. Hauptmann Ernst Trieglaff mit Frl. Anna von Walther (Schweidnitz). M Geboren: Ein Sohn: Hrn. von Garmissen (Friedrihshausen). Hrn. Pastor Fengler (Metschkau). Gestorben: Fr. Eraestine von Voß, geb. Paschke

Aus bewegter

(Görliß). Hr. Landschaftsmaler Karl Eich mann (Tegel). Hr. Schul-“ nnd Seminar Direktor a. D. Julius Solltmann (Potsdam). Hr. Amtszerichts-Rath Dr. Viertel (Glogau). Hr. Reinhold von Mleyko (Brieg).

errn

Musik von Been (Carlsbad). Ernestine Frein von Manteuffel

Ballet. ci halben Preisen:

Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin:

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlag?- Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen

Heirath auf i (einshließlich Börsen-Beilage).

Der Jahres- Arbeitsver dienst der land- und forstwirth- schaftlichen Arbeiter im Königreich Bayern.

Das vierte Heft des Jahrgangs 1896 der „Zeitschrift des Königl.

mit b, der Höchstverdienst mit h und der Mindestverdienst mit m bezeichnet) —, wie folgt : in für erwachsene für jugendliche Arbeiter Arbeiterinnen Arbeiter Arbeiterinnen

bayerischen Statistishen Bureaus“, welches kürzlih erschienen ift, Bm h m ee he M

ringt außex einer Reihe anderer Nachweise, von denen der über die

e OMRge Ergebnisse die Volkszählung vom 2. im „Neichs- und Staats - Anzeiger“

ist, eine interessante

getroffenen Festsetzungen

verdienstes der in der Land-

and- und theilungen gemacht.

le erwachsenen

t), für Mittelfrank für Schwaben a U entsprechend, 35 Säge.

Die höchste n und die niedrigsten Säße des Jahresarbeits- {Wen Arbeiter beziffern sih in

qenstes der laudwirthschaftl ark (die unmittelbaren Städte sind mit a, die Bezirksämter

bereits

Zusammenstellung der fländigen ‘Behörden gemäß der Arbeiterversicheru ngs-Gesetzgebung

des durchschnittlichen

und Forstwirthschaft beschäftigten ersonen sowie des ortsüblihen Tagelohns gewöhnliher Tagearbeiter. n Nachstehendem sind daraus über den Jahresverdienst der forstwirthschaftlichen 1 Die Zusammenstellung if|t Regierungbbezirke und in diesen für das rechtsrheinishe Bayern nah den sogenannten unmittelbaren Städten und den Bezirkéämtern, für die Pfalz nah Bezirkéämtern einshließlich aller Städte durhgeführt. Sowohl bei den landwirthshaftlihen wie bei den forstwirthshaft- lihen Arbeitern find die Arbeiter und die (über 16 Jahre alt) und. ‘die (bis zum vollendeten 16 Jahre) Personen unterschieden. per Zahl der unmittelbaren Städte und-Bezirksämter sind für Ober- ayern 41 (darunter für 6 unmittelbare Städte) verschiedene Säße für jede der 4 Arbeiterkategorien aufgeführt, für Niederbayern 28 4 u. St.), für Dberpsalt 23 (2 u. St.), für Oberfranken 43 L u.

M 7 (9 u. St.), für Unterfranken 24 (4 u. St.), 11 u. St.) und für die Pfalz, den Bezirksämtern

Arbeiter eirige ür die einzelnen

Arbeiterinnen und

780 450 550 330 400 240 400 240 600 400 480 300 400 200 38300 180 500 380 360 300 300 230 260 200 465 300 390 275 316 150 280 150 480 400 320 320 210 200 210 150 450 300 360 210 310 150 280 120 600 340 406 320 362 220 305 180 480 270 402 150 370 102 8300 90 600 410 390 240 390 20 320 165 0 8 0 36 20 0 o 10 Unterfranken 1, 440 270 350 210 350 150 9230 120 Sbwaben 600 440 500 330 400 240 360 210

1b. 535 350 400 280 300 210 260 175 Pfalz... 600 420 360 300 300 225 240 180

Was den Jahresarbeitéverdtienst der forstwirthschaftlichen Arbeiter anbelangt, so i} diefer in den meisten Fällen dem der landwirthschaftlihen Arbeiter glei angeseßt. Durchweg überein« \stimmende Säße finden fich allerdings nur in der Oberpfalz. Jn Unterfranken is nur in einem einzigen Bezirksamt eine Abweichung von dem landwirthshaftlihen Verdienst wahrzunehmen, und zwar bei den erwahsenen Arbeiterinnen, cbenso in der Pfalz nur in einem Bezirksamt bei den erwachsenen Arbeitern. In beiden Fällen verdienen die Forstarbeiter mehr. Jn Oberfranken, Mittelfranken und Schwaben kommen Fälle von Minderverdienst und von Mehr- verdient vor, aber immer nur vereinzelt; von einem aus- esprohenen Unterschiede kann kaum die Rede sein, : Dagegen ist dies der all in Ober- und namentli in Niederbayern, wo die erwachsenen

Dezember 1895 Oberbayern .

kurz besprochen

von den zu- | Niederbayern

Oberpfalz . Oberfranken Meittelfranken

Jabresarbeits-

G E en R. mr A, er a, g E,

Pr rp r

Mit-

jugendlichen Entsprechend

Verständniß geleiteten Zeitschrift erweitern und für die Pflege ihrer Liebhabereien auf naturkundlihem Gebiet eine Fülle von praktischen Rath- llügen und Anleitungen erhalten. Aus dem Inhalt der leßten ses Hefte seten folgende Beiträge genannt: Mein Seewasser - Aquarium, von E. Ringel; Die Kunstbauten der Thiere, von Prof. Müllenhoff ; Unsere Wildtauben, von Frz. Obst; Der deutshe Schäferhund, von Sax Hesdörffer; Ueber lde vet für Tleinere Gärten, von F. Rehnelt; Gurami, von Prof. Lampert; Blattwespen-Gallen, von Dr. Gbr. Schröder ; Streifzüge eines Terrarienliebhabers in Italien, von Dr. Schubert; Das Braunkehlchen, von R. Hermann; Gras- Es von Prof. Heß; Japanishe Mövchen, von Frz. Obst; Der anishe Rippenmolch, von Dr. Schnee; Meerspinnen, von R. Puschnig; leine Mittheilungen, Büchershau, Briefkasten.

Handel und Gewerbe,

Durch eine vom belgishen Finanz-Ministerium auf Grund der Anmerkung 16 zu Art. 2 des Zollgeseßes vom 12. Juli 1895 unter dem 24. v. M. erlassene und am 1. d. M. in Kraft getretene Verordnung sind in Belgien Schnallen Knöpfe und andere kleine Gegenstände aus Kupfer, Chryso alt und verzinktem oder lackiertem Eisen, welhe zur Herstellung von Tornistern, Tornisterriemen, Gürteln 2c. für die militärische Ausrüstung bestimmt sind und bisher als Kurz- und Quincaillerie- waaren zum Saße von 10 Prozent des Werthes verzollt wurden, nunmehr dem pousas der „verschiedenen Erzeugnisse En die “ega in Höhe von 5 Prozent des Werthes unter-

ellt worden.

apa

n. Es ist seiner Zeit s etheilt worden, daß die Herren Landgerichts - Rath Lönholm und Ingenieur Keßler in